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Sandini Sammlung

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Ein Pho to des Shennan VC Firefly, der als Vorlage für das Titelbild diente . Der Panzer ist vollständig umge-
spri tz t, damit er keine englischen Kennungen mehr zeigt. Die Stau kist e am Bug wurde normale rweise am
Heck befestig t. Es sche in t sich um eine Eigenheit dieses Fahrzeuges zu handeln . (BAl
Sandini Sammlung

Band 137

Waffen und Fahrzeuge der Heere und Luftstreitkräfte


dJ:'l I)

WAFFEN-

ARSENAL
rr G=iP

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MatilrJa 1I (c ) neben einem Pa nzerkumpfwagen I Ausf. B. mit se inen zwei MG


für-den Panzerkampf nichtmehr geeignet. (BA)

Beutepanzer
unterm Balken uz
Amerikanische und englische Kampfpanzer
Werner Regenberg
PODZUN·PALLAS·VERLAG ·6360 Friedberg/H. 3 (Dorheim)
Sandini Sammlung

Nach den bisher in der Reihe " Beute panzer unterm


VORWORT
für jede korrigierende oder ergänzende Information
..
Balkenkreuz" erschienenen Waffen-Arsenal Bänden in Wort und Bild dankbar.
Nr. 116 "Russische Kampfpanzer" und Nr. 121 Nähere Informationen zu amerikanischen und eng-
"Französische Kampfpanzer" widmet sich dieses lischen Kampfpanzern können auch den Waffen-
Heft den amerikanischen und englischen Kampf- Arsenal Bänden Nr. 10 "Britische Panzer" und
panzern in deutschen Diensten. Da der Einsatz er- Nr. 4S "Shennan" entnommen werden.
beuteter amerikanischer und engli scher Kampf-
panzer weitgehend unbekannt sind. ist der Autor Dr. Werner Regenberg. Menzelstr. 6.
6907 Nußloch

• DIE ERSTEN BEUTE-KAMPFWAGEN


Die Idee. erbeutete Panze r wieder einzuse tze n um erste Beute-Panzer-Einheit der Kriegsgeschichte
die eigene Kampfkraft zu stärke n. wurde auf deut- zum Einsatz . Bis zum Ende des I . Weltkrieges wur-
scher Seite schon im I . Weltkrieg verfolgt. Im März den sechs Kampfwagen-Abteilungen ( 11 bis 16)
191 8 kam die Beute-Kampfwagen Abteilung 11, mit erbeuteten englischen Mk IV aufgestellt . jede
ausgerü stet mit englischen Mark IV Panzern. als jedoch nur mit fünf Beute-Kampfwagen.

Links:
Auch die I./P z.Rgt. 5 scheint
in Tunis einen Sherman erbeu -
tet zu haben , der zum Heeres-
waffenamt versandt wurde.
TITELBILD

Ein Shennan VC Firefly

BILDQUELLENVERZEICHNIS :

Bundesarchiv (BA ) Thomas L. Jentz (TU) Regis Potie (RP )


RAC Tank Museum (RAC) Klaus Jordan (KJ) Franz-Josef Schäfer (F JS )
Jörn Dzingel (JO ) Randolph Kugler (RK) Horst Scheibert (HS)
Richard Eiermann (RE) H . Lohse (HL) Wolfgang Schneider (WSN)
Wolfgang Fleischer (WF ) Karl Heinz Münch (KHM) Walter Spiegelberger (WSP)
Titelseite : Horst Helmu s Bemd Wittigayer (BW )

Alle Rechte. auch die des auszugsweisen Nach- Vertrieb: Alleinvertrieb


Podzun-Paltas-Verlag Gmb H für Österreich:
drucks. vorbehalten . Markt 9. Postfach 314 Pressegroßvertrieb Salzburg
Podzun-Pallas-Verlag GmbH. Markt 9 . 6360 Fried- 6360 Friedberg 3 (Dorheim) A-5081 Salzburg-Anif
berg S (Dorheim ). Tel. 06031 /3131 + 3160 Telefon: 0603 1/ 3131 + 3160 Niederalm 300
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Telefax 06031 /62696
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Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor . Schilling; Schweiz: 12,80 sfr.
Für den bsterreichischen Buchhandel: Verlagsauslieferung
Das Waffen-Arsenal: Gesamtredaktion : Dr. Hain, Industriehof Stadlau . Dr. Otto-Neurath-Gasse 5,
Horst Scheibert A·1220 Wien

COPYRIGHT 1992
PODZUN-PALLAS -VERLAG GMBH .
ISBN : 3-7909.0448 -1 6360 Friedberg

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~t it
IM ZWEITEN WELTKRI EG
Beginn des w estfetdzuges am 10. .Mai 1940
..
Schieß tafeln erstellt. d ie zeig te n. wo die feindli-
sta nde n sich erstma ls seit 191 8 wieder deutsche chen Panzer am leichtesten zu treffen waren .
und englische Kamp fpanzer gegenübe r. An diesem Da die Munilions- und Ersa tz teilversorgung der
Stichtag wies die englische Sc hlachtord nung fol- englischen Beule-Panzer nicht so gesic he rt war.
gende S ta rken an Kar npfpanzem für das E xpedi- wie dies bei den franzö sischen T ypen der Fall war.
tionsk orps aus: deren Munitions- und Fer tigungsfa briken ja rniter-
342 leichte Kamp fpa nzer Mark VI, ISO Cru iser be u te t wurden. war ein großer T eil der e nglische n
(Kreuze r) Kampfpanzer. 77 Infanterie-Panzer Ma- Panzer a uszusc hlachten. um a ndere einsa tzbereit
tilda I und 23 Infan terie-Pa nzer Matilda 11. Bis zu m zu hallen. Munition stand z. T . nur in sehr be-
4. Juni waren d ie me isten dieser Panzer zerstört. grenztem Umfa ng z ur Verfügung.
oder unzerst örf in deutsche Hände gefallen. Die Da aus den oben geschilderten Gründen eine Ei n-
Engl änder gaben ihre Gesam tverlus te in Frank- sa tzbereitsc haft nicht siche rges tel lt werden konnte.
reich wie folgt an : wurden die meisten erbeute ten engl. Kampfpanzer
407 leichte Kampfpan zer Mk VI. 158 Cruiser Pan - an Ausbildungseinheiten abgegeben . Dort wurde an
zer und 126 Infanterie-Panzer. diesen Fahrzeugen Panzerbek ämpfung geübt. bis sie
Nur sechs leichte Mk VI und siebe n Cruiser Panzer aufgebraucht waren und als Hartziele a uf der
konnten nach England z urückgebrach t werden . Schießbahn ihre letzte Verwendung fanden .
Wie viele dieser 691 im Westfeldzug erbeuteten Eine weitere Verwendungsmöglichkeit war der Ein-
engli schen Kampfpanzer k onnten jedoch vo n deut- sa ll a ls Vollkettenschlepper bzw . als Fahrgestell für
sche n Truppen wieder eingese tz t werden? Se lbs tfahrlafe tten oder andere Unterstützungsfahr-
Hierzu sind bis heute keine gena ue n Zahlen bekannt ze uge.
geworden. so d aß man sic h a uf Abschätzunge n Wegen des Munitions- und Ersatzte ilma nge ls ge-
st ützen mu ß. langten nur wenige englische Kampfpanzer au s der
Von den fran zösische n Kampfpa nzern wurden im Beute des Westfeldzuges ohne Änderungen in deut-
Westfeldzug vo n fast alle n Typen e twas mehr als sche Einheiten.
die Hälfte der e ingesetzten S tückzahlen als wieder- Anfang 1941 wurde a us e rbeute ten e nglischen
verwendbare Beu te eingebrac ht und es ist davon Kamp fpanzem die Beute-Panzer-Kompa nie (e) a uf-
au szugeh en. daß dies bei den englischen Kampf- geste llt Die Ko mpanie verfüg te mindestens über
panzern ähnlich gewesen sein muß. Das heißt . daß e inen le ichten Zug (wa hrscheinlic h Mk VI ). 2 Zuge
etwa 200 leichte ~Ik VI. 80 Cru iser und 6S Infan- mit Kreuzer-Kampfpanzern. eine Werkstattgruppe
tene-Panzer für die deutsche Wehnnacht wieder- und e ine Versorgungskolonne. Am 11. 2. 1941 er-
verwendbar gewesen sein können . ging jedoch der Befehl zur Auflösung dieser Beute-
Einige der e rbeu te ten Panzer wurden an das Hee- Panzer-Kompanie . Reste verblieben bei der PZ.Abt.
reswaffenamt z ur Erprobung und zu Beschu ßver- (F) 100. die 9 Kreuzer-Panzerkampfwagen (A 13 )
suchen gesandt. Dort wurde ge prüft. welchen noch am I . 6 . 1941 einsa tz bereit meldete. Dem vor-
Kampfwert diese F ahrzeuge hatten und mit wei- liegenden Photomaterial nach zu urteilen. nahmen
chen deutschen Waffen sie bek ämpft werden konn- die Kreuzer-Kampfpanzer dieser Einheit auch noch
ten. Für Panzerkampfwagenkanonen und Panzer- am Angriff gege n die Sowjetunio n teil.
abwehrgeschütze wurden nach Beschußversuchen

• •
,- -

Nac h dem Westfeldzug mu ß-


ten die auf dem G efechtsfel d
liegengebliebenen Beutepanzer
• erst ein mal gesammelt und ge-
sich tet werden . Dies geschah
durch Beutepanzer-Stä be in
• soge na nn te n Beut ep an zer-
Sam mellagern . Hier ein verlas-

sener Vickers Mk VIB. (WSP)

J
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Erbeutete Panzer wurden in


französischen Werk st ätten zer-
legt und generalüberholt . Da-
bei wurde ein Groä te il der
Fahrzeuge ausge schlachtet.
um Ersatzteile für ande re Pan-
zer zu gewinnen. Gleichzeit ig
wurde dabei w erk sst attperso-
nal für Beutepanzer geschult,
(WSP)

Mille 1941 wurde beim Artillerie Regiment 227 weiterhin ware-n einteine Beutepanzer bei anderen
eine 15. Sturmbatterie mit Selbstfahrlafetten auf- Einheiten in Afrika im Einsatz .
gestellt. Für diese Batterie wurden Mk VI mit Am 12. F ebruar 1942 befahl die Panzer-Armee Af-
105 cm leFH 16 zu Selbstfahrlafetten umgebaut . rika die Auf.. teltung einer Beute -Abteilung aus e ng-
weitere zu Beobachtungspanzern. licchen und amcrikani scbcn Pantern . Ui(' Abteilung
Die Versuchsabteilung Kummersdorf des Heeres- e r hie lt den Nam en "Pz.Abt. LbV Panzer-Arrnee-Af-
waffenamtes meldete am 4. I. 1941 einen Bestand nka . Wahrsch einlich hat das Beuteger ät nicht zur
an englischen Kampfpanzern mit drei Mk VlC . neun Aufstellung einer Abt. gereicht. denn am 28 . März
Kreuzer-Kampfpanzern und drei Infanterie-Pan- 1942 erging Befehl. daß die Beutepanzer der Abt .
zern . zbV ab 1. 4 , 1942 zur Kampfstaffel des Pz .AOK
'litte 1942 wurden für die Aufstellung der gep. Art . Afrika treten sollten. Dort waren die Beutepanzer
Brig. nochmals zwölf 'Ik VI zu gep . 'Iunitionstrans- bis zum Ende des Pz.AOK in Tunis als 2./Kampf-
portern umgebaut. staffel des Oberbefehlshabers der Panzer-Armee Af-
Weiterhin fanden schon ab 'litte 1940 bei verschie- rika im Einsatz. Die Kompanie war mit bis zu 18
denen lnf.Div. und Heerestruppen in Frankreich Beutepanzern ausgerüstet und wurde nach Ausfall
Lehrgänge an englischen Gleisketten- und Panzer- einzelner Fahrzeuge ständig mit neuer Beute aufge-
fuhrzeugen . darunter auch Ausbildung am Mk VI. füllt. In der Masse handelte es sich um Mk 111 " Va-
statt Dies geschah wohl im Hinblick auf die ge- lentine" (ca. 12) und Mk VI "Crusader" (ca. vier) .
plante Invasion der britischen Insel. damit dort er- weiterhin sind bis zu fünf Pz.Sp .Wg. bei der Kern -
beutetes Gerät gleich von den Invasionstruppen pa nie . Die Mk 111 wurden Anfang 1942 ohne
genutzt werden konnte. Schlagbolzen. Zielfernrohr und Funk erbeutet. Die-
Wie viele britische Panzer während des Balkanfeld- se fehlenden Teile wurden Ende ~tai aus Deutsch-
zuges 1941 erbeutet wurden. ist nicht bekannt. land geliefert und Anfang Juni eingebaut. Dies war
Auf Kreta erbeutete Matilda Mk 11 Infanteriepan- möglich. da die im Westfeldzug erbeuteten Kreu-
zer waren mehrere Jahre bei der PZ .Abt. 212 (Kreta) zer-Kampfpanzer und Matilda 11 die gleiche 2pfün-
im Einsatz. der-Kanone hatten. wie die in Afrika erbeuteten
Mk 111 "Yalentine" und Mk VI "Crusader.
Weitere britische Panzer gelangten während des Af- Die Panzer der 2./Kampfstaffel Pz. AOK Afrika
rikafeldzuges in deutsche Hände. Die Panzer-Amlee wurden zur Infanterie-Unterstützung, Aufklärung.
Afrika litt ständig unter Versorgungsmangel und Sicherung und als Fahrzeuge für Artilleriebeobach-
setzte alles wieder ein. was erbeutet wurde. ange- ter eingesetzt. Die Mk 111 und Mk VI der Kompanie
fangen bei Tabak und Konserven bis hin zu Kraft- hatten auch Gefechte mit britischen Mk 111 und
fahrzeugen und Panzern . Der Kraftfahrzeugbestand Mk VI. wobei es zu Panzerabschüssen auf beiden
der Panzer-Armee Afrika bestand zeitweise sogar Seilen kam. Bei einem Tfeffhegerangriff am 24 . Ok-
zu 85 % aus Beute, tober 1942 gingen von den 12 einsatzbereiten
Beute-Panzerkampfwagen-Z üge waren beim Pz.Rgt. Beutepanzern der Kompanie sieben durch Total-
8 und später beim Pz.Pi.Btl. 33 der 15. PzDlv.• ausfall verloren. die restlichen fünf mußten in die
beim Pz.Rgl. 5 der 21. Pz.Div. und der Pz.Jg.Abt. Instandsetzung.
60S der 90. le. Afrika Division vorhanden .

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Vun den durch die USA ab Mirte 1941 geliefer-


ten leichten :\o13A3 Stuart-Panzern. den ab 1942
auftretenden :\013 " Lee" und "Grant" und den
Ende 1942 auftretenden Sherman gelangten nur
einzelne Stücke in deutsche Hand. Genauso war
es mi t den amerikanischen Kampfpanzern nach
der Landung in Nordafrika im November 1942. Im
'lai 1943 war der Krieg in Afrika beendet.
Da in Afrika viele neue englische und amerikani-
sehe Kampfpanzer zum Einsatz kamen. wurde alles
mögliche unternommen. um wenigstens je ein
Exemplar zu erbeuten und zu Testzwecken nach
Deutschland zum Heereswaffenamt/Waffenpruf-
amt zu schicken. Bekannt ist die Geschichte eines
amerikanischen Sherman mit Namen "War Daddy
11" , Er wurde am 22 . Februar 1943 von der 1. Kp ./
Pz.Abt. 501 bei Sbeitla in Tunesien erbeutet. Der
Panzer wurde dann in einem viereinhalb Tage dau-
ernden Landmarsch über 350 km nach Tunis zu-
rückgeführt und dort auf ein Schiff verladen. Wie Ein Panzerkampfwagen M4 Sherman der fran zösi-
viele Photos beweisen. ist er wohlbehalten und
schen I . Armee wir d h ier von eine m Bergepa nther
einsatzbereit beim Heereswaffenamt angekom-
abgeschleppt. Der M4A 2 mit Namen "Malakoff"
men.
wurde Ende 1944 von der s.Pz.Jg.Abt. 654 in der
Nähe von Heiteren/Elsaß erbeutet . Die s.Pz.J g.Abt .
Eine weitere 'Iöglichkeit. englische und ameri-
654 nutzte Ende 1944/Anfang 1945 eine Sherman
kaulsehe Kampfpanzer zu erbeuten . ergab sich auf
Wanne als Vollkettenschlepper. (KHM )
dem russischen Kriegsschauplatz , Seit der Jahres-
wende 1941/42 traten dort Panzer aus dem "Lend-
Lease'Tf'acht und leih) Vertrag auf. Bis auf Ein-
zelstücke bei verschiedenen Einheiten. ist nur die
Existenz eines Beute-Panzer-Zuges mit fünf russi-
sehen Sherman bekannt.

Bei dem Landungsversuch an der Küste bei Dieppe


am 19. August 1942. wurden 23 Churchill Kampf-
panzer erbeutet. Einige der Fahrzeuge wurden fahr- Bereits im Oktober 1940 hatte das Heeresamt ein -
bereit gemacht und zu Versuchszwecken an das nen Befehl herausgegeben. nach dem von jedem er-
Heereswaffenamt gegeben. Zwei der Churchill hiel- beuteten Panzer, Kraftfahrzeug ete . zwei Exempla-
ten sich sehr lange bei verschiedenen Beute-Panzer- re zu Auswertezwecken abzuliefern seien . Die er-
Einheiten. bis sie Anfang t 944 aus Mangel an Er- beuteten Panzerkampfwagen kamen zur Kraftfahr-
satzteilen und Munition als Hartziele bei Schieß- versuchsstelle des Heereswaffenamtes Prüfwesen in
übungen aufgebracht wurden. Kummersdorf. Dort getestete Fahrzeuge kamen in
das Panzermuseum des Heeresnebenzeugamtes
Am 6 . Juni 1944 erfolgte die Alliierte Landung in Stettin-Altdamm. '1it Befehl vom 9. '1ärz 1945 be-
der Normendie und trotz ständigem Rückzug ge- fahl das Oberkommando der Heeresgruppe Weich -
lang es vereinzelt englische und amerika nische Pan- sel die Beute-Panzer aus diesem Museum für die
zer zu erbeuten. Besonders begehrt als Beute waren Verteidigung von Stertin einzusetzen.
die amerikanischen Sherman. die z. T. als Einzel- Wahrscheinlich kamen hierbei auch noch einige
stücke 1.. T. als Beute-Panzerkampfwagenzüge bei amerikanische und englische Beutepanzer zum
der wehrmacbt im Einsatz waren. Der wohl bekann- Einsatz .
teste Einsatz. erbeuteter Sherman erfolgte mit der
Pz.Brig. 150. Diese im November 1944 aufgestellte Vom Heereswaffenamt wurde vor und während des
Einheit sollte bei der Ardennenoffensive hinter die Krieges Material über Waffen anderer Länder ge-
front der Alliierten vorstoßen und dort für Verwir- sammelt und damit sogenannte "Kennbl ätter
rung sorgen. Dafür wurde die Brig. so weit wie mög- fremd gerät" angelegt. die zur Identifizierung der
lich mit Beutegerät ausgestattet. Mangefndes Beute- Waffen dienten. Hierbei wurde ein System verwen-
gerät wurde durch "verkleidetes" deutsches Gerät det bei dem zuerst der deutsche Name des Ger ä-
ergänz I. So wurden bei dieser Einheit Panther mit tes stand. gefolgt von einer Kennzahl und einem
Blechmaskierungen als amcrikanlsche Panzerjäger in Klammern gesetzten Buchstaben für da'> Her-
M 36 "verkleidet". Die Pz.ßrig. 150 soll über zehn kunftsland . Für Kampfpanzer wurde der ?ODer
Sherman verfügt haben. Nummernkreis verwendet und so lautete die Be-
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zeichnung z. B. für den amerikanischen Medium Oie Truppe gebrau chte diese Bezeichnung meist
Tank J\.t4 "Sherman" : nicht vollständig. sondern nannte dit erbeuteten
Panzerkampfwagen M4 748 (01) Panzer l. B. nur " J\.t atilda" oder Mk 11. Dabei war
und für den englischen Infantry Tank Mk 11 "Ma- dann ein Fuhrzeug mit der Bezeichnung Mk 11
tilda" nicht eindeutig zu identifizieren . Es konnte sich
Infanterie Panzerkampfwagen Mk 11 748 (e) l . B. UI11 einen Kreuzer-Kampfwagen Mk 11. einen
~falilda ~Ik 11 oder einen Valenline Mk 11 han-
Die Kennzahlen wurden schon vergeben. wenn ir- deln .
gendeine Infonnation zu einem Panzer vorlag, z. B. In diesem Heft werden die Kampfpanzer in der
eine Zeitungsmeldung. Es mußte kein erbeutetes Reihenfolge der vergebenen deutschen Kennzah-
Stück vorhanden se in. len abgehandelt .

links: Im März 194 4 wurden


diese beiden M4 bei Nettuno
in Italien erbeu te t. Es handelt
sich um das 12. u nd 15. Fahr-
zeug de r C-Ko m pa nie des
756. Panzerregiments der 5.
ame rikanischen Panzerdivi-
sion . Die Pa nzer sind frisch er-
beu te t u nd haben noch keine
deutsche Kennung. ( BA)

'-......;;;

Rechts: Infa nterie Panzer-


kampfwagen Mat ilda 11 als
Vorfiihr- und Versuchsfahr-
zeug des Heereswa ffenamtes.
Der Panzer mit der e nglischen
Kennun g T. 6910 fü h rt nun
---- •
da s Wehrmach ts-Nu mme rn-
schil d WII-0 17Q6 38 . ( BA)

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AMERIKANI SCHE KAMPFPANZER sematten und dem Turrn e nts ta nd der ~I3A3. von
dem nochmals 3.427 Stück hergestellt •wurden. Da-
Die USA bauten in den Kriegsjahren 1939 bis 1945 mit erreichte die M3 Serie eine Produk tion von ins-
insgesamt 88.410 Kampfpanzer. Davon wurden gesamt 13.859 Stück bis Oktober 1943 .
auch große Stück zahlen an die Verbündeten wie Eine große Anzahl M3 wurde von den Amerikanern
G roßbritannien . Sowjetunion. Frankreich und Ka- an die Engländer abgegeben. die diese ab Juni 1941
nad a geliefert. Nur wenige amerikanische Kampf- in Nordafrika einsetzten. Wegen seiner technischen
panzer wurden deutsche Beu te. Verläßlichkeit wurde der M3 bei den Briten " Ho-
ney" (liebling) getauft. Die 3.7-em-Kanone hatte
eine ausreichende Feuerkraft. um es mit den deut-
LEIC HTER KAMPFPANZER M3(a) " ST UART" schen Panzern 111 und IV aufnehmen zu können.
Durch seine hohe Geschwindigkeit warder " Sm art"
Der M3 entstand im Juli 1940 aus dem ~I2A4. dem zudem sehr beweglich.
leichten Standardpa nzer der US Armee bei Beginn
des Zweiten Weltk rieges. Die Bewaffnung bestand
aus einer 3 .7-cm·K anone im Turm mit koaxialem Mit der Landung amerikanischer Truppen in Tune-
7.62-mm-MG. zwei 7.62-mm-MG rechts und links sien kamen weitere M3 und Nachfolgemodelle nach
in Kasematten, einem 7 .62-mm -Bug-MG und einem Afrika.
7.62-mm·F lugabwehr-MG am Turm . Die beiden Wie Photomaterial zeigt. wurden erbeutete M3
Kasema tt-MG ware n häufig nicht eingebaut. Bei durch die deutschen Truppen wieder eingesetzt.
einer Ha up tp anzeru ng von 44.5 mrn hatte der Pan- wenn auch nur in geri nger Zahl.
zer ein Gewicht von 13 10. Die Sowje tunion erhielt 1.676 "Stuart " und setz te
Die Besatzung bestand aus vier ~ Iann. die Ge- diese gegen d ie Wehnna cht ei n. Einige wurden er-
schwindigkeit betrug S8 km/h. Die Ameriean Car beutet und meist als Vollkettenschlepper e ingesetzt.
and Foundry Comp any stellte in Großsene 5 .811 so Z. B. bei der StuG.Abt. 197 . Die Weiterentwick-
M3 bis August 1942 her. Das Nachfolgemodell lung des M3 führte direkt zum leichten Kampfpan-
M3A J hatte e inen verbesserten geschweißten zer M5. Dieser leichte Panzer wurde von den Ame-
Turm . d ie Komma ndantenkuppet entfiel. Von die- rikanern in Afrika und nach der Invasion in E uropa
ser Ausführung wurden 4.621 Stück gebaut . Durch gege n die Wehnnacht eingesetz t . Leichte Kampf-
größere Umkonstruktionen an der Wanne. den Ka- panzer :\15 ge langte n kaum in deutsche Hand .



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L'
Ein leichter Kamp fpanzer M3 (a ) wie er a b J uli 194 2 un ter dem Namen " lIo ncy " von der britischen
Armee in Nordafrika eingese tz t wurde. Der Panzer hat eine n eckigen Turm älterer Au sführung. Die ö ff-
nungen für die Kasematt-MG sind mit ec kigen Panzerplatt en verschlossen. Einzige deu tsch e Marki erun g
ist das Balken kreuz an der Seite.

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/ , '" Links: Ein weiterer ehemal s briti-


.. ,


scher M3 " Honey" lm'Dlenst der
Wehrmacht. Der Turm hat die spä-
tere runde Form , und die Offnu ngen
für die Kasematt-MG sind mit run-
den Panzerplatten verschl ossen. Das
Balkenkreuz ist au s kräftigeren Bal-
ken gemalt. Auch dieses Fahrzeug
scheint. wie auch der a ndere
"Honey " , schon wieder von den
neu en Besitzern aufgege ben . (WSN)

Rechts: Wen n auch nicht seh r


viel zu erke nnen ist, so zeigt
dieses Fo to doch (ganz rechts)
eine n ehema ls russischen M3,
der nun zusammen mit einem
Stalinez-Voll ke tt cnschlepper
zu de n Fahrzeugen d er StuG.
197 gehört. Die StuG. Ab t .
19 7 setzte erbeute te M3 zu m
Absch lep pen ihrer Stu rmge-
gesch ütze ein . (K HM)

Links: Der Nachfolgetyp des lelch-


te n Kamp fpanzers M3 war der M5.
Der hie r gezeigte M5 wurde von
den Deu tschen nach der alliie rten
Landung in de r Norma ndie erbeu-
te t und hat nun schon zum zweiter
Mal den Besitzer gewechselt. Der
nur mit schwa rzen Balkenkreuzen
gekennzeichnete Beutepanzer ist
am Bug mit dem "Cullin
Hedgerow Gerä t" ausgerüstet. mit
dem sich die Panzer durch die
Hec ken der Notmandie wüh len
konn ten .

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PA NZERKAMPFWA GEN ~13 747 ( a }



Den Amerik anern wu rde schnell klar. daß ihre mit e incm Turm eigener Konstruktion . Dieser
leichte n Panzer mir der 3.7<m-K:mone für die mo- Tunn halte e twas mehr Raum , um e ine Funkanlage
derne Kriegführung zu schwac h waren. Es wurde in ihm u nterzubringe n und keine Kuppel mit :\fG .
ei n Partzer mit 7.5-em-Ka no ne gefordert. der vorn Die Be satzung be i dem a ls :\13 "G ra nt" bezeichne-
Beschaffungsamt d ie Bezeichnung ~13 erhielt . Der ten Panzer betrug nu r 6 :\tann . 2 .88 7 :\13 d er T y-
\ 13 wurde vom Reiß bre tt weg bestell t und lief ab pen "Lee' und "G ra nt" wurden a n Großbntarmie n
Augu..1 1941 in Serie vorn Band . Die Bewaffnung ge liefe rt. Ihr erster E insatz erfolg te bei d er Gaza la-
des '13 "Lee" bestand aus einer 7.S<m-Ka no ne in Sch lach t am 2 7 . :\lärz 1942 in Afrika . Alle bi she ri-
Kasematte . e iner 3 .7-cI11· Ka no ne mit k oa xialem ge n britischen Kampfpanzer konnten nur pa nze r-
7.62·llun· ' tG im T urm. ei nem 7.62-m m·' tG in brechende 'funilion verschießen. :\Iil d em G ra n e
e iner KUI)pcJ a uf dem T ur m und zwe i 7 .62 ·m m·"G und seiner 7 .5-cm- lIau bitle sta nd zum e rste n :\laI
im Bug. Der Panze r halte eine Besatzung von 7 e in F ahrzeug zur Verfügung, das so wo hl panzer-
Mann li nd e rre ich te ei ne Geschwindigkeit von brechende als au ch Sprengmunition versschießen
42 km/h . nie Panzeru ng bet ru g 37 111m . da s Ge- konnte .
wicht 29 to. Die Sowjetunion erhielt über das " Le nd-Lease"
Bis Dezember 1942 wu rden 6 .25 8 '13 in versohle- Abkommen 1.386 M3A3 Kampfpanzer. Einige da-
denen Ausführungen ( MJ A I, :\BA 2 , :\BAJ , M3A4 von wurden auch von der wehemacht erbeutet es
und :\BA5) gebau t . schein t jedoch zu keiner Aufstellung von Einheiten
Die Engländer beste llt e n bei de n Amerlkanem M3 mit M3 gek o m me n zu se in .

Links : Von der 8. englische n


Armee in Nordafrika wurde
dieser MJ " Ge neral Grant "
erbeu te t un d dann nach Ku m-
mersdorf transportiert . An der
Seite trägt de r M3 die Au f-
schrift "O.K .H., Kum m ers-
dorf Kra fs Stelle". Au ch be i
diesem Fahrzeug wurden
di e Pa nzerstärken und die
Neigungswinkel d er Panzer-
platten ve rmessen. Der G e-
neral G ra nt halt e eine n Turm
bri tischer Konstru ktio n .
(BA)

Recht s: Insgesam t 1.386 ~13


wurden an di e Sowjetunion ge-
liefert. Auch dieser Panzer
wu rde von e ine r d eutschen
Einh eit eingese tz t. Das Fo to,
im Februar 194 3 bei Mzensk
aufgen ommen , zeigt eine n M3
in weißer Win tert arn u ng. Da s
kleine weiße Bal ken kreu z an
de r linken Se ite ist kaum zu
erk ennen . (RE ).

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Oben und unten: Ein weiterer 1941 in Rublund erbeu tete r M3 ist dieses Fahrzeug mit der Kennung
U.S.A. W-304.850 . Der Panzer mit der Turmnu mmer 147 ist sorgfältig mit Bal kenkreu zen versehen.
was auf eine n Einsatz bei der kämpfenden Tru pp e schließe n läßt . An der Seite ist mit Kreide aufgeschrie-
ben "Nicht ausschlachten " , Diese Beschriftun g war sehr wich tig. da die Tru ppe alle Ersatzteile gebrau-
chen konnte und erbeu te te Fahrzeuge gerne aussc hlac hte te . Das Fahrzeug macht einen ausgezeichneten
Eindruck und scheint voll funktion sfähig zu sein. (BA)

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Oben: Zwei Pa nze rkampfwagen ~13 auf einer Beutesammetstelle in Rubland im Som mer 1942. Heide Pan-
zer tragen die Aufschrift " Beschlagnahmt O.K.Il ./Ag. K. 11. zu verladen mit anderen Panzern , an Heeres-
Neben- Zeugarm Stettin". Der linke Panz er ist mit e inem Kont ergewicht zu r Stabilisierung der 7.5-<:rn-
K anon e au sgerüstet. (BA)

Un ten : Der Kampfpanzer ~t3 mit der Ke nnung W·304.8 50 fand seine n Weg von der Ost fron t zum Hee res-
waffena mt, wo man ihn mit Angaben zur Pan zerstä rke und zum Neigungswinke l der Pa nzerpl atten versah .
Hinter dem Balkenkreuz a n de r rechten Sei te ist immer noch die Aufschrift "Nicht aussch lachten" zu er-
kennen . ( BA)

• •

• •

-- - --

11
Sandini Sammlung

P A NZ ERK A~IPFWA G E N ~14 748 la)


" SHERM AN" •
E inen T ag nach der Entsc heid ung. den minieren den stark gepanzerten G ußtu nn ( 178 mm ). Er war
Kampfpanzer M3 zu produzieren. begannen die mit der Standard 7 .5-cm-Kanone au sge statte t .
Entwicklungsarbeite n zu einem neuen mittleren Um die Kampfkraft. insbesondere die Feuerk raft
Kampfpanzer. dem M4. besser bekannt unter dem der Panzer zu erhö he n. wurden e inige She nnan
Namen "Shcrman" . der Baureihe M4A 1 und M4A 3 mit e ine m anderen
Der M4 hatte e ine 7.5-cm-Kano ne mir koaxialem Turm (T 23) und e ine r 7 .6-c m-Kano ne ausgrüste t.
7.6 2-mm-MG in einem 3600 schwenkbarem Dreh- Um die Fahreigenschaften des Panzers zu verbe s-
tunn . Ein weiteres 7.6 2-mm-MG war im Bug einge- sern. kam gegen E nde d es Krieges ein geändertes
baut . Teilwe ise waren die Panzer auc h noch mit Laufwerk mit horizontalen Spiralfede rn und brei-
einem 1 2. ' -m m-F l u gabwehr-~t G a uf dem Tunn terer Kette zum Einbau. Zur Un tersc heidung er-
ausge rüste t. Die Wanne war mit 5 1 Olm . der T urm hielten die F ah rzeuge den Zu satz " HVSS" . Wege n
mit 76 Olm gepanzert . Zusatzpanzerungen ver- der Entwicklungsbezeichnung M4A 3 E8 wurden sie
stärkten die Normalpanzerung auf z. T . 100 nun . au ch " Easy Eigh t" ge na n n t. S ie ware n alle mit der
Die 32 to schweren Fahrzeuge e rreichte n Ge- 7.ö-c m-Ka no ne a usgerüs te t.
sch wind igkeite n vo n 42 km/h. Die Besatzung be- 4 .680 Fahrzeuge der Typen M4 und M4A 3 wurde n
stand aus fünf Man n. mit einer 1O.5 -em-Haubitze z ur F eueru n te rs tützung
Der M4 Sherma n war der meistgebaute Pan zer der ausgerüste t.
Amerikaner. nie britische Armee e rhielt 17 .1 81 Sberma n Panzer
Insgesamt wu rden 49.230 Sh erman d er versehre- von d en A me rika ne rn gelie fe rt. Einige der Shennan
densten Au sfüh ru ngen hergestellt . wurd en mi t der englische n l f pfünder-Kanone aus-
Die A us-füh ru ng ~t 4 16.7 48 Stück) hatte ei nen ge- gerüste t u nd liefen un te r der Bezeich nu ng "~t4
schweiß te n Aufb au. d as ~t od ell M4AI (6. 28 1 Shennan VC Ffrefly" .
Stück ) d agege n einen gegossenen Wa nne no be r- Die deu tsche wehtmacht tr af auf die ersten Sher-
teil. man im Ok tober 1942 in Afrika . Es waren an die
Die Ausführung M4A3 hatte wieder e ine n ge- Engländer ge liefer te " Lend-Lease" Fa hrzeuge .
schweißten Wanne noberteil und war im wesent - Na ch der Landung der Alliierten in Aigerien kam e n
lichen baugleich mit d em ~14 . Grö ßere Unterschie- auc h die ersten mit d em Sberma n ausge rüsteten
de gab es in d er Mo torabdeckung und Olm Heck d er ame rika nisc he n Verbän d e in Kontakt mi t deut-
Wanne . Der ~t 4A 3 war der meistgebaute Ty p der schen Tru ppe n.
Serie. An die Sowje tunion wurd e n 4.25 2 Sherman im
Es wurden h ier n ur die größeren Un tersc hiede zwi- Ra hme n des " Lend-Lease" Abkommens geliefert .
sche n einzelnen Ausführu nge n aufge führt. Durch Es ha ndelte sich hierbei um die Ausfüh rung ~t4A 2
ständige Verbesserungen an den einze lne n Ausfüh- mit geschweiß ter Wanne und Dieselmot or. die nur
rungen wurden tausende von Änderungen durchge- an Verbündete geliefe r t wurde . Die ge lieferten Pan-
führt . t et waren etwa halb und halb mit 7 .5-em- und 7 .6-
Der M4M3E2 wa r e in Sturmpanzer mit be sonders cm-Ka no ne n au sgerüstet. Einige Sherman mit 7 .5-
starker Bugpanzerung ( 10 1 mrn l und einem be son- cm -Ka no ne w urden von den Ru ssen a uf d ie 7.62-
cm-Ka no ne d es T3 4 umgerüstet .

Panzer Nr. 15 der C-Kompanie


de s 756. Panzerregime n ts der
Ug-Armee. erbeutet 1944 bei
Nettun o in It alien . Es ha nd elt
sich um eine früh e Au sfüh -
rung eines M4 mit de r d reitei-
ligen ge schraubten Ge tr iebea b-
de ckun g am Bug. (BA)

12
Sandini Sammlung

Auch die französi sche n Streitkräfte wurden z. T .


mit Shennans ausgesta ttet.
Der erste Sherman wurde von der wehemacht in
Tunesien erbeutet und zurück zum Heereswaffen-
amt nach Deutschland verschifft .
Die meisten Sherman Panzer fielen jedoch nach der
Invasion 1944 in Frankreich in deutsche Hand .
Viele Einheiten k onn ten einen Beute-Panzer-Zug
mit Sherman aufstellen. Nachgewiesen ist die ser
Panzer bei der 21. PZ.Div. (vier Stück). der 25 . Pz.
Gren.Div . (vier Stück) . der 10. SS Pz.Div. "Frunds-
berg" (zehn Stück ), der Pz.Brig. 150 (zehn Stück)
und der 5 . FaUsch .Jg.Div . (sechs Stück). In vielen
anderen Einheiten gab es Einzelstücke.
Von den in Rußland erbeuteten Sherman wurde im
August 1944 bei der Beute-Pa nzer-Kompa nie 281
ein Zug mit fünf Sherman (7 .5-em-Kanone) aufge-
stellt.
Bei den deutschen Truppen wurden die Sherman
mit 7,5-em-Kanone als "Sherman kurz" und die
Shennan mit 7,6-em-Kanone als "Sherman lang"
bezeichnet.
Am 31. März 1945 wu rde aus den Panzern der Ver-
suchsabteilung Berka des Waffenamtes die Pz.Kp.
"Berka" aufgestellt. Sie wurde mit drei Jangdpan-
zem 38 (davon einer mit rücklaufloser Kanone} .
einem Pz.Kpfwg. IV. zwei Pz.Kpfwg. 111, zwei
Sherman kurz und einem Sherman lang ausgestat-
tet . Bei Aufstellung der Einheit waren für die Sher-
man je SO Schuß Muni tion in Zuführung. Oben: Panzer Nr. 12 mit deu tschem Kom man da n-
Zum gleichen Ze itp unk t wurde aus der Versuchsab- ten . Die Aufnahme zeigt gut das Heck des M4 mit
teilung Kummersd orf die Pz.Kp. "Kummersdorf" der zweiteiligen Tür vor dem Motorraum . (BA)
mit einem noch größeren Sammelsurium an Pan-
zern aufgestellt. Bei dieser Kompanie befanden sich
in einem bedingt beweglichen Zug zwei Sherman
lang . Unten: Amerikanische Soldaten sind mit ihrem
Dies dürften auch in etwa die letzten Aufstellungen MIO Panzerjäger auf einen mit Balkenkreuzen be-
mit Beute-Panzern gewesen sein . malten Shennan gestoßen . Die Balkenkreuze wur-
den ohne Schablone sehr hastig aufgemalt. Bei
dem Panzer handelte es sich um einen Sherman
M4A3 mit langer 'r.ö-cm-Kanone. (BA )

13
Sandini Sammlung

Links: Dieser Sherman M4A 1


wurd e am 22. Febru ar 1943 von
der I. Kp/Pz .Abt. 50 1 bei
Sbeitla in Tun esien erbeu te t.
Der Panzer mit d em Namen
' 'WA R DADDY 11 " geh ört e
zur G-Kompanie im 3. Batail-
lon der I . amerikan ische n Pan-
zerdivision. Der Sherma n wur-
de vo n Tunesien zu rüc k nac h
Deutschland zum Heereswaf-
fena m t versc h ifft. wo dieses
Foto en ts ta n d. Die Pan zer der
Schausammlu ng d es Waffen-
a m tes wa ren für Vo rführu ngen
m it Nu m mernschild ern verse-
hen . was sonst bei Panzern
der Weh nn acht nicht übli ch
wa r. Dieser Shennan ha t das
Ke nn zeichen WH-0 5S 941 .
( BA )

Rech ts: Im Frü hjahr 1944


wurde die ser ~14A I in Italien
erbeu te t. Es ist e ben fa lls eine
früh e Ausführung mit dreitel-
ligem geschra u b te n Bug . Der
Panzer gehörte zu m 75 1. US-
Panz erregiment und ist nun
bei d er 3. PzGren.Div. im
Ein sat z. (BA)

Links: Der Sherman wurde von


d er Einh eit zur Ausbildung von
Panzerzerst örer-Trupps in Pan-
zervernichtung eingesetzt. Im
Vordergrund ein e gemä ß Lehr-
bu ch ausgehobene Stellung für
Infanterie . (BA)

14
Sandini Sammlung

Links: Ein eingeschneiter


Sherman M4A3 im wlnter, Ja-
nuar 1945, in den Ardennen .
Der Panzer ist sorgfalt ig mit
Balkenkreuzen markiert , so
.daß er einfac h als Beutestück
zu erkennen ist. Erb eutet
wurde er durch die 5. Fall sch.
Jg.Div., die sechs Beute-
Sherman im Einsat z hatte.

Rechts: Zwei britische Solda-


ten untersuchen zurücke rbeu-
tete Sherma n Panzer, die an
Bug, Seit en und Turm mi t
Kettenteilen als Zusatzpan-
zerung versehen sind und recht
viele Balkenkreuze aufgemalt
zeigen. Es ha ndelt sich um drei
ehemals brit ische Panzer. In
der Mitte ein Sherman VC
Firefl y mit engl. 7,6-cm- Ka·
none , hinten ein M4 mit
7,5-cm-Kanone un d vorn ein
M4A 3. (WSN )

Links: Das Wrack eines weite-


ren M4A3 mit langer 7,6-c m-
Kanone, der vorübergeh end
in deut schen Dien sten war.
Am Turm ist noch der US-
Stern und an der Seite ein
Balkenkr euz au fgemalt. Die
Sherman mit 7,6-cm-Kan one
hatten einen anderen Turm
(T 23) als die Fahrzeuge mit
Standardbewaffnung, (WSN)

15

/
Sandini Sammlung

Oben und unten : Soldaten des I. S5 Pz.Korps "Leibstandarte" mit einem erbeute te n Sherman Firefly
der 7. britischen Panzerdivision 1944 in der Notmandie . Der Panzer mit der Kennung T. 2 127 28 gehörte zu
einer A-Kompanie. wie das Dreieck am Turm zeigt. Der Panzer hat eine n Treffer an der Turmblen de abbe-
kommen un d wird nun auf seine Einsatzfähigkeit bzw. verwend ba ren Teile untersucht. (BA)

.'
- •••

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Sandini Sammlung

Oben und unte n: Dieser erbeu te te Sherman VC Firefl y mi t de r Seriennummer T. 148532 wurde auf die
versch iede nen Arten der Pa nzerstähle untersuch t. Dabei ste h t G für GuL\. un d W für walzstahl . Al s ein-
zige deutsche Kenn un g ist ein weiße s Balkenkreuz a n den Tu rmseiten aufgemalt. Das Dreieck rec hts
vom Balkenkreu z ist eine engli sche Kennung für die A·Kompan ie. (BA)

• •
.r-:: •

17
Sandini Sammlung

Oben: Das Fot o des Sherman YC Firefly . das als Vorlage für das T itel bild dieses Heftes diente. Eine
-
amerika nische Produktion mit englische r Waffe. Ein ameri ka nisch /cnglische r Beute-Panzer. (BA)

Unten : Dersel be Panzer, au fgenomm en von der an deren Seite. Deutl ich ist de r neu aufgebra chte Tarnan-
strich zu erke nne n . (BA )

• •

-
~


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Sandini Sammlung

• •
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~

Obe n: Der Panzer in voller Fahrt im Geländ e. So rgfältig sind rund u m den Turm lind an d en Se ite n die
Balken kreuze aufgemalt. Die Kist e am Turmheck ist für britische Shcrmun typi sch . ( BA)

Unten : Nochmals derselbe Sherman Frrefl y. Ein General lind ein weiterer Offizier be gu tach ten de n Pan -
zer. Sehr gut ist hier die kugelige Münd ungsbre mse der e nglischen 7.6.-em-Kano ne tu sehe n. (BA)

I
Sandini Sammlung


,.

Seide Seiten :

Die deutsche Besat zun g eines Sherm an


Firef'l y. ein Oberleutnant , ein Feldwe bel.
ein Unteroffizier und ein Gefreit er macht
sich mit dem neu en Fahrzeug vertra ut.
Es hand elt sich u m denselben Panzer der
Seite zuvor.

Von besonderem Interesse sind die mehr-


fachen (5!) Balkenkreuze rings um den
Turm . Ein Zeic hen der Sorge als Feind-
panzer angesehe n zu werden . Anzahl wie
auc h besondere Gr ößen der Balkenkreuze
sind typisch für Beutepan zer ( BA).

20
Sandini Sammlung

21
Sandini Sammlung

ENGLISCHE BEUTEPANZER

In England wurde seit dem ersten Weltkrieg tradi- waffnet. Das 5 .2 to sc hwere Fahrzeug erreichte
tionell zwischen Infanterie-Unterstützung."panlern eine Geschwindigkeit von 48 km/h, die Panzerung
und Kampfpanzern zur operativen Kriegsführung betrug 14 rnm .
unterschieden. Die Panzer für den eigentlichen Heim Nachfolgemodell Light Tank MK VIC wur-
Kampf Panzer gegen Panzer wurden auch als Ka- den die beiden wassergek ühlten Viekers MG durch
vallerie-Panzer bezeichnet. Daneben gab es leichte luftgek ühlte ßESA ~IG ersetzt . Der mit der deut-
Panzerkampfwagen für die bewaffnete Aufklä- sc he n Bezeichnung " le ich ter Panzerkampfwagen
rung. Mk VIC 736 (er ' versehene Panzer halle als Be--
waffnung ein 15 -mm- und ein koaxiales 7.9 2-mm
LEICHTER PANZERKAMPFWAGEN MK VI MG. Das Fahrzeug lä~l sich leicht durch das lange
• 15 -nlln -~tG und die fehlende Kommandantenkup-
Dieser leichte Kampfpanzer der Firma Yickers pel \'0111 Mk VIB unterscheiden .
wurde 1929 aus der Carden-Loyd-Serle entwickelt. Die in Frankreich erbeuteten Mk VI wurden ohne
Die Typen Mk I bis ~fk VIA kamen nur auf der bri- Änderungen nur für Testzwecke und als Lehrmit-
tischen Insel zum Einsatz . Das Expeditionskorps tel zur Panzerbek ämpfung in Schulen und auf
in Frankreich verfügte über die Typen ~k VIB Truppenübungsplätzen benutzt.
tca . 350) und 'tk VIC (ca. 60) . Es wurden insge- Sieben ~IK VI wurden zu "I0.5-em-Ie-FH -16 auf
samt etwa 1.000 leichte Kampfpanzer der Typen Geschützwagen ~Ik VI (er ' und vier Mk VI zu
Mk I bis Mk VIC gebaut. Außer in frankreich wur- "Beobachtungspanzem auf Fahrgestell Mk VI (e)'
den Mk VI in Griechenland. Kreta und in Nord- umgebaut. Heide Fahrzeugtypen kamen mit der
afrika erbeutet . 15 . Sturm-Batterie des Art .Reg. 227 in Rußland
Der ab 1936 gebaute Typ Light Tank Mk VIB er- zum Einsatz .
hielt die deutsche Bezeichnung leichter Panzer- Weitere 12 ~Ik VI wurden zu "Munitionspanzern
kampfwagen Mk VIB 7 35 Ce). Der Panzer mit drei auf Fahrgestell ~tk VI (e) " umgebaut und kamen
Mann Besatzung war mit einem 12.7-mm-MG und bei der gepanzerten Art .Brlg. in Frankreich zum
einem koaxialen 7.7-mm.vickers-MG im Tunn be- Einsatz .

Di eser im Westfeld zug erbeute-


te Yickers Mk VI lan dete zur
Au sbildung in Pan zerbekäm p-
fung bei der Ordnun gspolizei.
Die Polizei Waffen schule 111 in
Den Haag rüstete d as Fahrzeug
vom Ty p VIB auf ein 7,92-em-
~I G 08 im Turm um . Viele ver-
altete Beutepanzer wu rden in
Au sbild ungseinheiten au fge-
• brauc ht.

22
Sandini Sammlung

Link s: Erbeuteter leichter


Kampfpanzer Vickers Mk
VIB in Nordafrika 1941. Das
Fahrzeug trägt die typische
blau brau ne Streifentarnung
d er englischen Panzerfahrzeu-
ge in dieser Zeit. Ein Balken-
kreu z ist am Turm über das
Dreieck d er A-Kompanie ge-
malt. Eine Hakenkreuzflagge
d ien t zu r weiteren Identifi-
zie ru ng. (BW)

Rechts: Dieser leich te Kampf-


panzer Vickers Mk VI C mit d er
Kennung T .5 79 5 (T ste h t für
Tank-"Panzer") wu rde an das
Heereswaffenamt abgege ben und
dort in die Sammlun g der Vor-
führ- und Versu chsfahrzeuge auf-
genommen . Das Fahrzeug führte
das Wehrmachts-Nummernschild
WiI-0135041. Die Vickers Mk
VIC sin d vom Typ VIB leicht
durch das lange BrSA·MG zu
unterscheiden . (WSP )

'.
• \
Links: Beim A.R. 22 7 wurd e
Mitte 1941 der Einbau von
IO,5-em-I eFH 16 au f die Fahr-
gestelle von Vickers Mk VI er-
probt. Die Versuche verliefen
zufriedenstellend und führten
zu r Aufstellung einer St urm-
batterie mit sec hs IO.5-em·
leFH 16 au f Geschützwagen
, • Mk VI (e). Hier ein erster Ver-


• •< •


• •

suchsau fba u m it der leFH
beim Pro beschießen . (WS P)

23
Sandini Sammlung

Link s: Durch die Umpanze-


rung des Kampfraumes
schu f man eine Selbstfah r-
lafette , die in Ausseh en und
Auslegung rich tun gswei send
für spätere Selbstfahrlafetten
'der Wehrmacht wurde. Zum
besseren Abfan gen des Roh r-
rücklaufes wurden die Ge-
• . schütze mit Brdspo m en am
' ..


~
Heck au sgerüst et. (WS P)


, •

Rech ts: Bei dieser Ausführung


der IO,5-cm -l eF II1 6 au f Gw .
Mk VI (e) ist der Panz erschutz
des Geschützes und des
Kamp fraumes noch ver besse rt
worden . Auch die Auspuffa n-
lage wurde umgestalte t. Das
Fahrzeug trägt die Kennung
der Sturm batterie des A.R.
227 in der 22 7. Inf. Div. (WSP)

Links: Blick in den Gesc hü tz-


raum der Fa hrzeuge. Link s
vorne der Platz des Rich t-
schü tzen mit Zielopti k un d
Richtgerät, dah inter der Pla tz
des Geschützführers mit
Sch erenfernrohr. Rech ts zwe i
Plätze für Ladeka noniere, dc-
nen auch noch ein MG 34 zu r
Verfügu ng steht. Mit dem Fah-
rer bestand die Besatzung aus
fün f Ma nn . (WSP)

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Sandini Sammlung

I
I

..
- ---
- - • -
Oben : Ebenfall s in der Sturm ba ne rie des A.R . 227 waren vier Beo bachtungspanzer auf Fahrgestell Mk
VI (e) vorhanden . Die Beobachtungspanzer en tsta nden durch Entfernen des Turmes und Aufsetzen der
Kommandantenk uppel des Mk VIB direkt au f den wannene berteil . Die Fahrzeuge waren nicht bewaffnet.

Unten : Ein weite rer Umbau unter Verwendung des Fahrgestells des leichten Kampfpanzers Vickers
Mk VI war ein Munitionspanzer. Hierzu wurde der Turm entfernt und ein ka stenförmiger Aufbau auf-
gesetzt. Zu jedem Fahrz eug gehörte ein Munitionsanh änger. Hier ein Munitionspanzer des gep. A. R. I
(511 .). ( 2 x WSP )

)
I

-
,

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IN F ANT ERI E ·PA N Z ERK A ~IP FWA G EN


MK I 747 (el " MAT1LDA I" •
Der erste Panzer der zur reinen Infanteri e-Unter- nen 9 7 mit dem Ex peditionskorps in Frankreich
stützu ng e ntwickelt wurde. war der lnfantry Tank im Ei nsa tz waren . Alle 97 Fahrzeuge gingen verlo-
Mk I " Matilda I" der F im13 Yickers. Dieses. mit ren und sind demnach zerstö rt oder einsa tzbereit in
nur einem 12.7-mm-Vickers-MG ausgerüstete F ahr- deutsch e Hand gefallen.
ze ug. hatte bei einer Pan zerung von 60 rum eine Zwei fahrbereite Fahrzeuge waren Anfang 1941 bei
Gesc hwindigkeit von nu r 12 km/b . Eine höhere Ge- d er Versu chsabteilung Kummersdorf d es Heeres-
schwind igkeit war auch nicht gefordert . da die In - waffenamtes zu Vorführ- und Testzw ecken vorhau-
fant erie dem Fa hrzeug ja folgen sollte. Die Besat - den . Ei ne weitere Verwend u ng d ieser unte rmot ori-
zung bestand aus zwei ~1ann . sie rte n und unterbewaffneten Panzer auf d eu tsche r
Insgesamt wurden 139 " Ma tilda I" gebaut . von de- Seite ist n icht bekannt.

I ·' f~~ I;,.'1""' .., .


5&,'1",- I ~ TI -... n'\ .

• .- .- ,

In fa n terie Panzerka mp f-
wagen Matilda I im Be-
sta nd des Heereswa ffen-
am tes . 97 di eser nur m it
einem 12 ,7-mm-MG be-
waffne te n Fahrzeuge wa -
ren m it dem britischen Ex-
peditionskorps in Frank-
reich und Belgien im
Einsatz.

INFANT ERI E·PAN ZERKAMPFWAG EN


MK 11 7 48 (el " MATl Lll A 11 "

G leich nach dem Bau der ersten Prototypen des A lle sechs "Matilda 11" , d ie die E ngländer a uf Kre-
"Matilda I" w u rd e daran gearbei tet. dessen Panze- ta hatten. wurden bei der Eroberung Kretas 1941
rung und Bewaffn ung zu verbessern . Aus d en Über- erbeu te t und in die dort a ufgestellte Pz .Abt . 2 12
legungen entstand d er " Matild a 11" d er Firma Yul- übernommen . Die Fa hrzeuge wurden n och Mine
can Foundry . Das d urc h zwei Dieselmotoren ange- 1943 im Bestand d er E in heit gemeldet .
triebene Fahrzeug erreich te bei einem Gewich t vo n v ermehrte Verwendung fand d er " Matilda 11" bei
24 to eine Geschwi nd igkeit von 24 km/h . A n Be- d en d eu tsche n Ei n heiten in Afrika .
waffnung war eine -l-crn-Kanone und koaxiales MG Die 15 . Pz.Div. halte beim Pz.Rgt. '8 vo n Juni b is
vorhanden . Die Besatzung bestand aus vier Mann . August 1941 stä nd ig e inen Beulepanzer-Zug m it
die Panzerung betrug 70 mm. bi s L U sieben " Ma tild a 11" im Ei nsa tz . E nde August
In Frankreich ve rlor das britische E xpedi tionscorps 1941 wurden diese Panzer a n das Pz.Pi.Bt!. 33 ab-
29 "~atilda 11" . gegeben . das d ie E insa lzstä rke d es Zuges bis E nde
Novem ber 1941 bei zwe i bis fünf " Ma l ilda 11"
Zwei Fahrzeuge waren wiederum beim Heereswaf- hielt.
fenamt zu T estzw ecken vorhanden. Auch bei d er 2 1. Pz.Div. war beim Pz.Rgt . 5 im
Ein weiterer " Matilda 11" mit der Turm-Nummer J uni 1941 e in Beutepanzer-Zug mit fünf " Matil-
111 war für Verlad eü b unge n beim Hochseelehr- d a 11" . V on Juli bis August war hier j edoch nur
kommando T e rneuzen e ingesetz t. Dem Fahrzeug noch e in so lches Fah rzeug vorhanden.
wurde Ende 194 2 nach Abnahme des Turmes eine Einzelne "Matilda 11" wurden auch in Rußland
g-cm-Kwk L/42 au f Sockellafette aufgebaut . Zur erbeutet. Die Ru ssen halten durch das Pacht- und
weiteren Bew affn ung d es "Oswald" getauften Leihabkommen imme rh in 1.084 " Ma lilda 11 " er-
F a hrzeuges ge hörten zwei .\ IG 08/ 15 . halte n.

26
Sandini Sammlung

Alle drei Fotos zeigen denselben erbeutete n Matilda 11 in Nordafrika. Der sandgelbe Panzer ist am Turm
mit Balkenkreuze n geke nnzeichne t und füh rt außerdem noch eine Hakenkreuzfl agge. Da die Balkenkreuze
nur am Turm aufgemalt si nd, ist der Matild a 11 nur schwer als deu tschen Panzer zu erken nen . Vo rne am
Tu rm is t aber noch ein Fliegertuch mit Hakenkreuz festgebu nden.
Wahrscheinlich handelt es sich bei d iesem Pa nzer um ein Beutestück des Pz.Rgt . 8. (I x BA, 1xWS).

••
\

27
Sandini Sammlung

Links: Erbeuteter Matilda


11 neben ein em Pord Lkw
der 21. Pz.Div. in Nordaf-
rika . Es könnte sich um
einen Beutepanzer des
Pz.Rgt . 5 handeln . Der
Pa nzer ist sehr deutlich
mit Balke nkreuze n ge-
kennzeichnet.

- •
- -

Rechts: Dassel be Fahr-


zeug, diesmal jed och be i
der Rück ero beru ng durch
britisc he Truppen . Die
deu tsche Besatzung wird
gefangengenommen (ein
nach träglich gestelltes
Foto für die Presse ).


• .. _ 0 4 -
' .

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,.
-..

Links: Noch einmal der-


selbe Manlda . in ein er
Aufnahme von rechts.
Der Ma tilda 11 hat die
britische Kennung
T. 7007 .

28
Sandini Sammlung

,
I

Oben und unten : Zum Pz.Rgt 8 gehört dieser Beutepanzer Matilda 11 mit Bugtreffer. der britischen Ken-
nung T. 6970 und Namen "DREADNOUGHT". Das PzRgt. 8 erbeutete sieben Matilda 11 am 27. Mai 1941
am Halfaya Pass, drei dieser Fahrzeuge waren brauchbar ruf weitere Verwendung. (I xTU).
Interessant auch die Aufmalung eines Balkenkreuzes auf dem Bug des Panzers (s. o .). Das war fast nur bei
den Beutepanzern üblich - aus der Sorge als Feindpanzer angesehen zu werden .

,


-

I
, I

I
,
29
Sandini Sammlung

Links: Ein Matilda II in der


Sammlung des Heereswaffen-
amtes wird von deutschen
Soldaten besichtigt. Dieses
Fahrzeug ist mit Balkenkren-
.zen gekennzeichnet. (RP )

Mitte : Die Sowjetunion bekam


im Rahmen des "Lend-Lease"
Abkommens 1084 Mathilda 11
geliefert. Die 44. lnf.Div. er-
beutete am 10 . Juni 194 2
einen Matilda 11. der nach
Abnahme des Turmes als VoU-
kettenschleppet eingesetzt
wurde.

Unten: Beim
Hochsee-Lehr-
kommando war
dieser im West -
feldzug erbeutete
Matilda 11 im Ein-
satz. Die Aufnah-
me zeigt den Pan-
zer) I1 auf e iner
Pionierlandungs-
fähre bei Vorbe-
reitungen für
"Seelöwe" .
(RK)

30
Sandini Sammlung

... -
Oben und unten: Ende 194 2 wurde der Ma tilda beim Hochsee-Lehrkom mando Te rneuzen durch Einsetzen
einer 5-em-KwK L/4 2 in Socke llafette um be waffnet . Die Bedienung des Geschützes wu rde mit einem
Schutzsc hild, das über die gesam te Fah rzeugbreite reichte, nach vom geschü tzt. Nach hinten war das Fahr-
zeug offen. Rechts und links der KwK waren oben am Schu tzschild je ein MG 08/15 zu r Fliegerabweh r
und zur Nahverteidigun g montiert. (WSP. BA)

31
Sandini Sammlung

Oben : Das auf de n Na me n "Oswald " getauft e Fahrzeug von hinten gesehe n. Das rechte Flugabwehr MG
08/15 mit Gururommein ist gut zu erkennen. Eine Gruppe Begfeitinfanterie hat sich auch noch auf die
"Selbstfahrla fett e" gedrängt. (BA)

Unten: Auch de r umge baute Matilda 11 wurde vom Hoch see-Lehrkommando zu Verladeübungen einge-
setzt. Das Foto zeigt "Oswald" in einem Pionier-Landungsboot an der Kanalküste . Die für die Umbewaff-
nung verwendete 5-cm-KwK wurde ab Ende 1942 bei Umbewaffnung und Um r üstung von Pz.Kpfwg. III
frei und dann in gr ößeren Stückzahlen auf Sockellafette zur Küstensicherung im Atlantikwall eingesetzt.
(BA)


••

32
Sandini Sammlung

INFANTERIE·PANZERKA,\PFWAGEN
~fK 111 749 Ce) "Yalentine"

Die Fim13 Yickers-Armstrong sollte sich ab 1938 Kanonen zum Einbau. Insgesamt wurden 8 .275
an der Produktion des "Mattlda 11" beteiligen. um "Valcntine't-Panzer hergestellt. 2.394 davon wur-
von diesem Panzer eine höhere Fertigungszahl zu den nach Rußland geliefert.
erreichen oder einen Entwurf für ein eigenes Fahr- Die Engländer setzten die meisten ihrer Infantry
zeug vorlegen. Vickers stellte dem Kriegsministe- Tanks 'fk 111 "Valentine" in Afrika ein . wo sie
rium einen eigenen Entwurf am 14. Februar 1938. auch erbeutet und von den Deutschen weiterver-
dem Valentinstag, vor. Daher stammt auch der wendet wurden.
• Name des Fahrzeuges. Die Masse der erbeuteten "Valentine"-Panzer wur-
Vickers nutzte für dieses Fahrzeug verschiedene de bei der Beutepanzer-Kompanie der Panzer-Ar-
Baugruppen des in der gleichen Finna produzierten mee Afrika eingesetzt. Diese Kompanie war 1.. T .
• Kreuzerpanzers und konnte so Produktionszeit und mit zwölf "Yalentines" ausgerüstet .
-kosten sparen . Auch beim Beutepanzer-Zug der Pz.Jg.Abt. 605
Die 17 to schweren Fahrzeuge erreichten eine waren bis zu fünf Infanterie-Panzerkampfwagen
Höchstgeschwindigkeit von 24 km /h. Die Panze- Mk 111 vorhanden.
rung war mit 6S mrn nicht ganz so stark wie beim Bei den Panzern der beiden obengenannten Einhei-
"Matilda 11". Die Besatzung betrug bis zum ~fk 11 ten dürfte es sich um den Typ "Yalentine \fk 11 "
drei ~Iann. ab dem ~fuster ~Ik 111 vier ~Iann . da die mit 4-em-Kanone und drei Mann Besatzung gehan-
Turmbesatzung um einen Mann verstärkt wurde. delt haben.
Die Regelbewaffnung bestand aus einem 2-Pfünder Von der 10. Pz.Div . wurde ein "Valentine ~lk V"
(4 cm}, bei den insgesamt elf verschiedenen Aus- mit 4-em-Kanone und vier ~Iann Besatzung erbeu -
führungen kamen aber auch 6-Pfünder und 7.5-em- tet und wieder eingesetzt.

In der Nahaufnah me dieses von der 10. Panzerdi vision eingesetz te n Valentin c V sind deutlich
das taktische Zeichen der Division (YIII) und der Bü ffel des Pz.Rgt . 7 zu erkennen . (RAC)

33

n
Sandini Sammlung

Links: Ein in Nordaf-


rika erbeu teter Infa nte-
rie Panzerkampfwagen
Mk 111 " Valen tine" ist
für den Versand nach
Deutschland mit der
vollständigen Adresse
beschriftet worden . In
der Sammlung für Vor-
führ- und Versu chs-
fahrzeuge des Heeres-
waffenamtes trug der
Panzer das Kennzeichen
WH-0 566 54. (BA)

Rechts: Als gepanze rter


Beobach tungssta nd die nt
dieser erbeutete Infanterie
Panzerka mpfwage n Valen - -
tine. Nicht mehr fahrtüch-
tige Beutepanze r mit ein-
sat zbereite n Waffen , wur-
den o ft in feste Stellungen • •
integriert oder zum Kü-
stenschu tz eingegraben .
(BA)
• . -

links: Ein von der 10.


Pz.Div. in Tunesien er-
beutete r Valemine V.
Dieser Panzer ha tte im
Turm drei Ma nn Be-
satzung, aber immer
noch eine a ü-mm-Ka-
none. (RAC)

34
Sandini Sammlung

INFANTERIE·PANZERKAMPFWA GEN
~k IV (e) "C hurchiJI"

Schon 1939 begann man mit Entwicklungsarbeiten Weitere Varianten hatten 7.5-em-Ka none n. zwei
für einen Ersatz des "Matilda 11" . Es wurde ein 7.6-cm-Haubitlell zur Infanterieunterst ützung oder
Fahrzeug mit niedriger Silhouette. starker Panze- eine 9.5 -cm-Haubitze und andere ~'G-Kombinatio­
rung und großer Graben überschreitfähigkeit gefor- ncn .
dert. Die "C hu rchill ~Ik I. 11 und 111" wurden das e rste
Aufgrund dieser Forderu ngen e ntsta nd bei der Mal am t 9 . August 1942 bei der Landung in Diep-
Finna Yauxhall der Typ "C hurchill" . dessen erste pe eingesetzt. Von den 28 eingesetzten "Chur-
• Serienfahrzeuge im Juli 1941 vom Band liefen.lns- chill't-Panze m wurden 23 durch die Deutschen er-
gesamt wurden 5 .460 " ChurchiJI" der verschieden- beutet und geborgen. Davon waren nach deutschen
sten Ausführungen geba u. Der "C hurchill" war der Angaben sechs "C hurchill I" . sieben "C hurchitl Il "
• letzte speziell für die In fanterieunterstützung ent- und zehn "Churchill Hl" . Ein Großteil dieser fahr-
wickelte Kampfpanier der Engländer. Der Infantry zeuge war so zerschossen . daß sie nicht wieder ein-
Tank ~tk VI "Church ill" hatte fünf Mann Besat- gesetzt werden konnten . Von jedem Typ konnte je-
zung. Das 40 to schwere Fahrzeug mit einer Panze- doch ein Exemplar an das Heereswaffenamt abge-
rung von 102 Olm erreichte eine Geschwindigkeit geben werden .
von 25 km /h. Die Bewaffnung war von Ausführung Vom "Churchill 111" mit ö-Pfünder-Kancne
zu Au sführung untersch iedlich . (5 .7 cm j wurden weitere Exemplare instandge-
Der "C hurchill I" hatte im Turm immer noch die se tz t und der Beutepanzer-Kompanie 81 zugeteilt .
2-Pfünder-Kanone mit koa xialem BESA -~IG. die Die Beutepanzer-Kompanie ging Ende 1942 im
schon im " ~la t i l d a 11" einge baut war. Neben dem Pz .Rgt. 100 auf. wo zwei "Churchill Hl" bis Ende
Fahrer war jedoch im Bug eine 7.6-em-Haubitze als 1943 verwende I wurden. Von dort wurden sie an
zweites Geschütz zur In fanterie-Unterstützung ein- die Beutepanzer-Abteilung 205 abgegeben. Da je-
gebaut. doch nicht genügend Ersatzteile lind Munition vor-
Beim "C hurchill 11" wurde die Bug-Haubitze durch handen waren . wurden die "Churchill" bei dieser
ein BESA ·~tG ersetzt . Einheil bei Schießübungen als Ziele benutzt und
Der "C hurchill 111" erhielt die im ~ ärz 1942 e nd- zerschossen.
lich zur Verfügung siehende ö-Pfünder-Ka no ne im
Tunn montiert.

Churchill Il! im Originala nstn ch , aber schon mit deutscher Besat zung. Das Fahrzeug T. 68880 wurde bei
der Landung in Dieppe von Co rporal J orda n komma ndiert un d trog den Namen "Blondie". (BA)

35
Sandini Sammlung

Oben : Dieser Infan terie Panzerkam pfwagen Mk IV "Churchill ! " ist eines von den Fahrzeugen . die bei
Dieppe erbe u te t und an das Heereswaffenamt geliefert wurden . Der Panzer ist im Turm immer noch mit
der Zweip fünder-Kanone ausgerüstet. Vorn neben dem Fahrer ist eine 7.ö-cm-Hau bitze eingebaut , damit
der Panzer auch Sprenggranaten verschießen konnte. Die Zweipfünder-Kanonen konnten nur Panzergra-
nat en versch ießen. (BA)

Unten: Wie die Aufschrift a n der Seite zeigt, wurde auch dieser Churchill I1 für das O.K.H: sichergestellt.
Motor und Triebwe rk sind in Ordnung . Der Panzer mit der Kennung T.6 8875 trug bei der Landung in
Dieppe den Namen "B eetle" (Käfer) und wurde von Leutnant G . S. Drysdale kommandiert. Die 'r. ö-cm-
Haubitze war beim Churchili ll durch ein BESA·MG ersetzt worden . (BA)
Sandini Sammlung

Oben: Der Church ill 111 hatte einen neuen Turm mit der neue n Sechspfünder-Kanone. Dieser Panzer beim
Heereswaffenamt ist sogar mit einem Fliegera bwehr-M G ausgerüstet. Das Fahrzeug führt das Wehrmachts-
kennzeichen WlI-0604 89 . (BA)

Unten: Mit der umlau fende n Kette und dem Einstieg dazwischen erinnert der Chu rchiJI an die Rhom bo id-
panzer des ersten Weltkrieges. (BA)

37
Sandini Sammlung

Links: Schnell wurden die


einsatzbereiten Churchill
III panzergrau gestrichen
und mit Balkenkreuzen
versehen. Hier wird ein
Fahrzeug von deu tsehen
Panzermännem besich-
tigt . (BA)

Recht s: Durch den Einsa tz

-
in der Truppe sahen die
frischgespritzten Churchi U
schon nach kurzer Zeit ge-
braucht aus. Hier ein Chur-
chili 111 des Pz. Rgt . 100

194 3 im Bahnhof von
Yveto t. (FI S)

"- - -
\

Links: Das Entladen des


40 to schweren Fahrzeuges
finde t reges Interesse bei
der Zivil bevölkeru ng. Im-
merhin war der Churchill
fast doppel so schwer wie
der deu tsche Panzer IV.
(FIS)

38
Sandini Sammlung

KREUZER·PANZERKAMPFWAGEN
MK I 74 \ {e]

Un ter der Bezeichnung A 9 fertigte Sir John Car- 7.7-mm-MG waren in zwei kleinen Drehtürmen
den Anfang 1936 den ersten Prototyp einer neuen rechts und links des F ahrers untergebracht . 125 A9
Serie. die den mittleren Kampfpanzer Vickers wurden gebaut. einige als Feuerunterstützungspan-
Mk 11 von 1926 ablösen sollte. Oie ab 1937 gefer- zer für die Infanterie mit einer 9.4<m-Haubitze im
tigte Serie trug die Bezeichnung Cnnser Tank .\1k I Turm als .\Ik I es.
(A 9 ). Im Frankreich-Feldzug gingen sechs .\Ik I und 18
Bei einer Panzerstärke von 14 Olm erreichte das .\tk I es verloren. weitere Fahrzeuge dieser Ba u-
13 to schwere Fahrzeug eine Geschwindigkeit von reihe waren noch in Afrika eingesetzt. Die bei de n
40 krn/h . Als Hauptbewaffnung standen im Dreh- einzigen A9 . die bei der Wehmlacht na chgewiesen
tunn eine 2~fünder-Kanone mit koaxia lem 7.7 - werden kennten . waren Ex emplare beim Heeres-
mm·Vickers-~IG zur Verfügung. Zwei zweitere waffenami .

.. ~
Links: Ein Kreuzer Mk I
es mit einer 9,4-cm- lIau -
bitze im Turm und koa-
xialem MG. Zwei we ite re
kleine ~I G-Türme sind
links und rechts des Fah-
rers angeordnet. Auf dem
linken MG-Turm steht in
französisch die War nung
"Gefahr, Gra na ten
nicht berühre n". Der Pan-
zer geh örte zu r Führu ngs-
grup pe der A-Kom pa nie
des 3 . Ro yal Tank Regi-
men ts und ist n un be im
Heereswaffen amt .

-::..:I

Rechts: Ebenfalls ein


Kreu zer Mk I es im Be-
sitz des Heereswaffen -
amtes aufgenom men im
So mmer 194 1. Das Fahr-
zeug mit der Kennung
T. 7 253 geh ört e zu eine r
B-Kompanie, wie das
Rechteck am T urm
zeigt. (K J)

39
Sandini Sammlung

KR E UZ ER ·P AN Z ERKA~lPFWA GE N
MK Il 742 (e)

Parallel zur Kavallerie-Version A9 war eine Infante-


rie-Version A 10 entwicke lt worden . Das F ahrze ug
war mit 30 mm d opp elt so stark gepa nzert wie der
A9. Die beiden kleine n MG·TÜrme waren entfallen.
Bei fünf Mann Besatzung hatte das F ahrze ug ein
Gefechtsgewicht von 14 10 . Wegen der mit 30 mm
zu schwachen Pan zeru ng für einen Infanteriepanzer
wurde der A 10 als Cruiser Tank Mk 11 (A 10) ein-
gesetzt. 3S Exemp lare des A 10 wurden nur geba ut .
31 davon gingen in F rankreich verloren .
Ein Exemplar war 1941 bei der Versuchsabteilung
Kummersdorf vorh anden . Das Foto eines A 10 mit
sauber aufgemalten Balkenkreuzen zeigt. daß dieser
Typ au ch noch a ndersw o verwendet wurde.

Oben: Ein Kreuzer Mk'!1 in der


Sammlung des Heereswaffen-
amtes im Sommer 1941. Die bei-
den MG-Türme sind entfallen
un d die Panzeru ng ist verstä rkt
worden, Das Fahrzeug gehörte
ehemals zum BQ der 2, Panzer-
bngade. (KJ)

Links: Sauber mi t Balke nkreuzen


geke nnzeich ne t ist dieser Kreu-
zer-Panzerkampfwagen Mk 11
742 (e). (JD)

Rechts: Viele erbeutete eng-


lische Kamp fwagen wurden
auf Truppenübungsplätzen
aufgebrach t. Dieser Kreuzer
Mk 11 wird 1941 auf dem fra n-
zösischen Truppenübungsplatz
Mailly le Camp mit einem
Flammenwerfer beschossen.
(BA)

40
Sandini Sammlung

KR E UZ ER~ANZ ERKAMPFWA G EN
MK 1II 743 (e)
Ab der Au sführung Mk 1lI kam ein neues Fahrge- Das Fahrzeug hatte immer noch eine Panzerung
ste ll zur Anw endu ng. Die nun verwendete ameri- von 14 rum. vier Mann Besatzung und eine 2·Pfu n-
kanische "C hristie't-Radaufbä ngung gab dem 14 to der-Kanone mit koaxialem MG. Auf den Turm war
schwere n Fahrzeug eine Geschwindigkeit von fast eine Kommandantenkuppel aufgesetzt worden . 38
50 km/h . Die Bau form wurde mit A 13 bezeichnet. dieser F ahrzeuge gingen in Frankreich verloren.

Ein Kreuzer Panzerkamp fwagen Mark III 743 (e) als Beutestück des Heereswaffenamtes. Die Ausführung
Mark BI hatte noch den Turm des Mk lI , jedoch mit au fgesetz ter Kommandantenkuppel. Es kam ein
völlig neues Fahrgestell mit vier großen Laufrollen zum Einbau. Wie an dem Quad rat am Turm zu sehen
ist , gehörte das Fahrzeug ehema ls einer B-Kompanie an.

KR EUZER -PANZERKAMPFWA GEN


MK I V 744 (e]
Bei diesem ebenfalls als A13 bezeichneten Modell den über 300 A 13 gebaut. Au ßer in Frankreich
war bei gleichem F ahrgestell die Panzerung auf kamen die F ahrzeuge in Afrika zum E insa tz.
38 mm angehoben worden. Es kam ebenfalls ein V OIn A 13 . der mit ca. 100 F.a hrzeugen (Mk 111 und
" ne uer Turm" zur Ausführung. der durch aufge- Mk IV) die Hauptmasse der e nglische n Kampfpan-
setz te Pan zerbleche stä rke r gewinkelte Seiten hat- zer in Frankreich ausmachte. waren 1941 allein
te . Der Pan zer erre ichte eine Geschwindigkeit von sechs Exemp lare beim Heereswaffenamt vorhan-
48 km/h . Den vier Mann Besatzung sta nd eine 2- den. davon allerdings nur einer fahrbereit .
Pfünder-Kanone und ein 7.7-mm-Vickers-MG zur Weitere A13 waren Anfang 1940 in der Beutepan-
Verfügung. Bei einer Ausführu ng Mk IVA war das zer-Kompanie (e) vorhanden und spä ter bei der
Vickers·MG durch ein 7.92-mm-BESA-MG ersetzt PZ.Abt. (Flamm) 100. die noch am 22 . Juni 1941
worden. Es gab ebenfalls eine eS -Version zur In- neun Pz.Kpfwg. A 13 (e) in ihrem Bestand meldete.
fanterieunterstüt zung. In Frankreich gingen 57 Einen Monat später sind diese Panzer nicht mehr
Mk IV und acht Mk IVA verloren. Insgesamt wur- vorhanden.

41
Sandini Sammlung

Link s: Der Kreuzer Mk IV


" Manifesto " wurde eben-
fall s in die Vorführ- und
Versu chssammlung des
Waffenamtes aufgenom-
men . Das Fahrzeug trägt
die Kennung T. 912 7.
(KJ)

· ..
Rechts: Wie an dieser
Frontaufnahme zu e r-
kennen ist. ist der Panzer
mit einer weißen vier auf
rotem Grund und einem
weißen Nashorn gekenn-
zeichnet. Es handelt sich
somit um ein ehemaliges
Fahrzeug der "Queen's
Bay", der I. brit . Panzer-
division . (KJ)
Sandini Sammlung

Links : Ein Kreuzer Mk IV


am Ende einer Panzerko-
lonne , wahrscheinlich Pz.
Abt. (Flamm) 100 bei Be-
ginn des Rußlandfeldzu-
ges. Alle Pa nzer sind am
Hec k äh nlich Bergepan-
zern mit Holz blöcke n
zum Schieben von Fahr-
zeugen au sgerüstet. Der
• Mk IV vom im Bild hat
auch eine spezielle Ab-
schleppsta nge montiert.
• (WF)

Rechts: Ein Kreu zer Pan -


zerkampfwagen Mk IV
derPz.Abt. (Flamm) 100.
Die Panzer dieser Einheit
sind mit Stau kästen links
und recht s am Turm aus-
gerüs te t un d fa llen damit
..•
durch ein cha rakteri sti-
sches Au ssehen sofort
auf. (HL)

- .

Links: Ein weiteres Fahr-


zeug die ser Einheit.
Selbst wenn das Balken-
kreuz am Turm nicht zu
sehen wäre, verrieten die
Staukästen die Einheits-
zugehörigkeit (RE)

43
Sandini Sammlung

KREUZER·PANZERKAMPFWAGEN
MK V 746 [e)
De~ Kreuzer-Kampfwagen MK V 745 (e) "Con- Beim Typ "Crusader Il" entfiel der separate MG-
venanter" wurde wegen zahlreicher technischer Drehturm nach kurzer Zeit und die Besatzung re-
Probleme nur in England zu Ausbildungszwecken duzierte sich dadurch auf vier Mann. Die Panzerung
benutzt und fiel daher nie in deutsche Hände. Das wurde auf 49 mm angehoben .
Heereswaffenamt hatte dem Panzer nur aufgrund Der "Crusader Ill" erhielt als Hauptbewaffnung
von Berichten die Fremdgerät-Nr. 745 (e) erteilt. eine ö-Pfünder-Kanone. die Hauptpanzerung wurde
Aus dem "Conventer" wurde zwischen 1938 und auf 51 mm erhöht. Die Besatzung bestand nur
1940 unter der Bezeichnung AIS ein Kreuzer- noch aus drei Mann.
Panzer entwickelt. der als Schwerer Aufklärer ein- Die "Crusader" stellten die Hauptmasse der briti-
gesetzt werden sollte. Der AIS gelangte ab Juni schen Kampfpanzer in Afrika. nur wenige kamen
1941 unter der Bezeichnung "Cruiser Tank Mk VI" auf anderen Kriegsschauplätzen zum Einsatz. Ins-
bei den britischen Truppen in Afrika zum Einsatz. gesamt wurden 5.300 Cruiser Mk VI der Typen
Der auch mit dem Namen "Crusader" bezeichnete "Crusader 1 bis 1lI" gebaut.
Panzer erreichte bei einem Gewicht von 20 to eine Die ersten Beute-"Crusader" gelangten im Juni
Geschwindigkeit von 43 km/h. Der eingebaute 1941 während der Operation "Battleaxe" in deut-
Liberty-Nuffielt-Ffugzeugmotor war von 400 auf sche Hände. meistens weil sie wegen technischer
340 PS gedrosselt worden. Auf höchste Drehzahlen Pannen liegengeblieben waren. Einige wurden dann
gebracht. erreichten die Panzer bis zu 64 km/h . durch deutsche Instandsetzungseinheiten wieder
Der erste Typ "Crusader I" hatte eine Panzerung flottgemacht.
von 40 mm und fün f Mann Besatzung. Im Turm Die Beutepanzer-Kompanie des Pz .AOK Afrika
war wie bei fast allen Kre uzertype n eine 2-Pfünder- hatte von Februar bis Ende 1942 ständig einen Zug
Kanone mit koaxialem 7.92-mm-BESA -MG unter- "Crusader" im Einsatz . Einzelne Fahrzeuge dieses
gebracht. Vorne links hatte der "Crusader I" einen Typs lassen sich beim Pz.Rgt. 5 und der Pz.Jg.Abt.
kleinen Drehturm mit einem zweiten 7.92-mm- 605 nachweisen.
BESA·MG.

Ein aus Nordafrika zum Heereswaffenamt{Waffenprtifamt nach Deutschland transportierter Crusader I.


Die auf dem Turm u nd am Bug aufgemalten Balkenkreuze lassen vermuten . daß das Fahrzeug in Afrika
bei der Panzertruppe im Einsatz stand , bevor es zum Waffenamt geschickt wurde. Der Panzer hat die briti-
sche Kennung T , 155 72 . (BA)

44
Sandini Sammlung

Links: Ein Crusader I bei


den deutsch en Truppen in
Nordafrika. Der Panzer
konnte noch nicht mit
Balkenkreuzen versehen
werden und ist proviso-
risch mit einer Haken-
kreuzflagge als deutsc hes
Fahrzeug gekennzeich-
net. (HS)

Rech ts: Dasselbe Fahr-


zeug von rech ts gesehen.
Die Zweipfünder-Kano-
ne hat die gleiche Bl en-
de wie beim Kreuz er
MK IV. (HS).

Links: Der Crusad er 11 mit


der Kennung T. 15789
wird von deutschen Sol-
daten auf einen Tieflader
verladen. Die gewinkelt e
Platte hin ten am Tu rm
ist die Abdec kung für
.0 die Tu rmluke. (BA)

45
Sandini Sammlung


_.

-- •

Oben : Ein Crusade r 11 mit deutsc her Besatzung auf dem Marsch . Der Crusader 11 hat eine geänderte War-
fenb lende am Turm. abe r imme r noch die zweipfundige Ka none als Hau pt waffe. Nur die ersten Modelle
dieser Ausführung waren noc h mit de m MG·Tur m ausgesta ttet. (BA)

Unt en : Ein weiteres Un tersche idungsmerkmal zwischen den Typen Cru sader I und Crusader 11 war die
Kettenabdeckung. "Umleitu ng in den Raum Acro ma" steh t auf englisch au f dem Schild. (BA)

• •
Sandini Sammlung

KR EUZER·PAN ZERKAMPFWAGEN
A 27 "C ROMWE LL" (e)
Ober die Zwischenstufen " Caval ier" und "Ce n- Gesc hwind igkeit von 64 km/h . Die Besatzung be-
teuer" wurde der schwere Kreuzer-Kampfpa nzer sta nd a us fünf .\fann. Die erste n T ypen (es gab den
"Cro mweU" entw ickelt . Die ersten Serienmodelle "Cromwe ll .\Ik I bis .\ fk (11 " . waren mit einer 6-
dieses Kampfpan zers wurden erst im Januar 1943 Pfünder-K anone ausgerüste t. spä tere Typen mit ei-
gebaut. seine ersten Einsätze erlebte der 'C rorn- ner 75-mm-Kanone. Koa xial dazu ein BESA-MG im
weil" im Juni 1944 bei der Invasion in Frankreich . Turm . ein weiteres link s im Bug.
Der "Cromwel!" war der wichtigste englische Nur wenige "Cromwell" wurden von der w ehr-
Kampfpanzer bei der Invasion 1944. macht erbeu te t und waren als Einzelstücke nur
Der " Cromwell" erreichte bei einem Gewicht von kurzzeitig im Einsatz.
28 10 und einer Haup tpanzerung von 76 Olm eine
,

Link s: Die 7. eng} . Pa n-


zerd ivision setz te den
Kam pfpanzer Cromwell
in der Notmandie ein.
Einige fielen bei einem
Angriff des 1. 55 Pz.
Ko rps in deutsche Hän-
de . Hier e in Crom weJl
mit 7 . 5 ~ m - K a n o n e
und Kennun g
T. 1877 96 . (BA)

Rechts: Am gleichen
Ort wu rde auch d ieser
Crcmwell mit
9.a-cm-Panzerhau bitze
erbeu tet und von einem
SS-Mann zur "Pro be-
fah rt " benut zt. (BA)

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Sandini Sammlung

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ein Einschuß zu sehen. Rechts neben der Sehklappe des Fahrers die Öffnu ng für ein Kasematt-MG . (BA)

-
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r
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,

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Das Fahrzeug schein t recht bun t abgeta rnt zu sein, die vielfältigen Far ben könn ten aber auch du rch das
Auftragen feuchter Er de entsta nd en sein. Alle MG sind ausgebaut. (BA)

PODZU N·PALLAS·VERLAG . 6360 Friedberg/H. 3 (Dorheim)