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BACHELORARBEIT

Zur Erlangung des Grades Bakkalaureus/ Bakkalaurea der Gesundheits- und


Pflegewissenschaft

Implementierung EDV-gestützer
Pflegedokumentationssysteme

Institution: Medizinische Universität Graz


Studium: Gesundheits- und Pflegewissenschaft
Lehrveranstaltung: Einführung in den Pflegeprozess

Begutachterin: Mag.a Brigitte Walzl, MPH


Stmk. KAGes, Stiftingtalstraße 5, 8010 Graz

Vorgelegt von: Pachinger Florian, 0433167

Abgabeort, -datum: Graz, am 4. November 2009

I
Ehrenwörtliche Erklärung:

Ich erkläre ehrenwörtlich, dass ich die vorliegende Bachelorarbeit selbstständig und ohne
fremde Hilfe verfasst habe, andere als die angegebenen Quellen nicht verwendet habe und die
den benutzten Quellen wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen als solche kenntlich
gemacht habe.

Weiters erkläre ich, dass ich diese Arbeit in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner andern
Prüfungsbehörde vorgelegt habe.

Klagenfurt am ____________________________

Pachinger Florian

Vorbemerkung

Zu Beginn dieser Bachelorarbeit betone ich, dass der Begriff „Patient“ zur besseren
Lesbarkeit für den etwas schwerfälligen Ausdruck „Patient und/oder Patientinnen“
verwendet wird. Selbiges gilt für sämtliche Berufsbezeichnungen (Diplomierte Gesundheits-
und Krankenschwester sowie -Pfleger, Arzt und Ärztin etc.). Es liegt also keine Bevorzugung
des männlichen Geschlechts vor.

II
Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung .............................................................................................................................. 3

2. Methode................................................................................................................................. 4
2.1 Literaturrecherche 5

2.2 Suchwörter 5

2.3 Limitierungen 6

3. Begriffserklärungen ............................................................................................................. 6
3.1 Die Pflegedokumentation 7

3.2 Das Pflegemodell 9

3.3 Hardware und Software 9

3.4 Das EDV-gestützte Pflegedokumentationssystem 10

4. Entwicklung der Pflegedokumentation............................................................................ 10

5. Geschichte des Computers in der Pflege .......................................................................... 12

6. Papier vs. Computer - Vor- und Nachteile im Detail...................................................... 14


6.1 Konventionelle Pflegedokumentation - Vor- und Nachteile 14

6.2 EDV-gestützte Pflegedokumentationssystem Vor- und Nachteile 16

6.3 Die einheitliche Sprache 20

7. Das Projekt „Systemerneuerung“..................................................................................... 22


7.1 Analyse 24

7.2 Von der Ausschreibung bis zur Vertragsunterzeichnung 27

8. Vorbereitungen und Implementierung ............................................................................ 30


8.1 Schulungen 32

8.2 Der Datenschutz 32

9. Ausblick............................................................................................................................... 34

1
Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 19
Abbildung 2 23
Abbildung 3 24
Abbildung 4 28

2
1. Einleitung

Die Anforderungen an die Pflegedokumentation sind in den letzten Jahren stark gestiegen.
Eine lückenlose Dokumentation der für die Pflege relevanten Daten ist heute kaum mehr auf
Papier zu erfassen. Gründe dafür sind beispielsweise ein Anstieg haftungsrechtlicher
Ansprüche von Kostenträgern und Patienten, die Notwendigkeit von evaluierbarem
Datenmaterial sowie das leistungsorientierte Krankenhausfinanzierungssystem, welches eine
dezidierte Dokumentation sämtlicher am Patienten durchgeführter Leistungen benötigt
(vgl. Ammenwerth 2003 S. 9).
Mit der Entwicklung des Computers und einer stetigen Verbesserung seiner
Leistungsfähigkeit können diese Datenmengen für den klinischen Gebrauch verwaltet und für
weitere Bearbeitungen gespeichert werden. Ziel der computergestützten Dokumentation ist
die Vernetzung von Verwaltung, Medizin und Pflege. Der Trend zur sog. EDV-gestützten
Pflegedokumentation hat bis heute größtenteils nur in großen Gesundheitseinrichtungen
Einzug gehalten. Für eine flächendeckende Implementierung EDV-gestützter
Pflegedokumentationssysteme bedarf es noch an Lösungsvorschlägen zu den in der Arbeit
aufgezeigten Problemfeldern. Die Anbieter müssen einen anwenderfreundlichen
Schulungsprozess für die Verwendung des Dokumentationssystems erarbeiten und der
Implementierungsvorgang muss von dem Projektmanagement klar strukturiert und umgesetzt
werden.

In der Arbeit wird ausgehend von der Forschungsfrage erst eine grundlegende Basis an
Informationen zum Thema gegeben. Eine klare Ausarbeitung der Vor- und Nachteile von
traditionellen Dokumentationsformen und EDV-gestützten Methoden ermöglichen es, die
notwendigen Basisinformationen darzustellen und eine Entscheidungshilfe für die
Implementierung einer EDV-gestützten Pflegedokumentation anzubieten.

Die Forschungsfrage

Wie kann ein EDV-gestütztes Pflegedokumentationssystem in den klinischen Alltag


implementiert?

Welche Schwierigkeiten können bei der Implementierung auftreten und durch welche
Maßnahmen können diese reduziert werden?

3
Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, den Implementierungsprozess EDV-gestützter Pflegdokumentation im


intramuralen Bereich praxisnahe darzustellen und Gründe für- bzw. gegen eine EDV-
gestützte Pflegedokumentation aufzuzeigen. Gegen Ende der Arbeit werden die aus der
Literaturrecherche gesammelten Handlungsbedürfnisse aufgezeigt, die häufig
Akzeptanzprobleme seitens der Pflege hervorrufen können.

2. Methode

Schon in den Vorlesungen zur Thematik Pflegedokumentation wurde das Interesse auf diesem
Gebiet geweckt. Um einen tieferen Einblick in die Methoden der Pflegedokumentation zu
bekommen wurden zwei Praktika auch diesem Interesse entsprechend ausgewählt.

Der Literaturrecherche ging ein einmonatiges Praktikum in der Geschäftsstelle IBM®,


Klagenfurt voraus. Hier wurde grundsätzliches Wissen für den Einführungsprozess von
pflegerischen und medizinischen Dokumentationssystemen erworben.

Während eines einsemestrigen Auslandaufenthaltes an der Medizinischen Universität Berlin


Charité und einer vertieften Ausbildung im Bereich pflegerischen Dokumentationssysteme
und ihre Auswirkungen auf den Patienten sowie die Kostenträger, wurden neue Erkenntnisse
gewonnen.

Ein weiteres Praktikum von fünf Monaten am LKH-Klagenfurt in der Abteilung für
Rechnungswesen, Finanzen und Controlling ermöglichte dann endgültig das erworbene
theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen.

Es wurde während der Sammlung praktischer Erfahrung kontinuierlich adäquate Literatur


gesichtet und bearbeitet.

4
2.1 Literaturrecherche

Die Literaturrecherche fand über einen Zeitraum von 24 Monaten statt. Aufgrund dieser
Dauer, resultierend aus dem geweckten Interesse, konnte ein breites Spektrum an
Primärliteratur herangezogen werden.

Zur Thematik wurde Literatur aus den folgen Bibliotheken herangezogen:

o Medizinische Universität Graz


o Hauseigene Bibliothek IBM® Klagenfurt
o Humboldt Universität Berlin – Charité
o Hauseigene Bibliothek LKH Klagenfurt

Des Weiteren wurden folgende Onlinedatenbanken zur Recherche relevanter Artikel und
Studien in Anspruch genommen:

o CINAHL
o OvidSP: ACP Journal Club, EMBASE, Medline, Pascal Biomed, Chochrane Library
o PubMed
o GoogleScholar

2.2 Suchwörter

Die Literaturrecherche in den Onlinedatenbanken fand in deutscher sowie in englischer


Sprache statt. Da die Anzahl der deutschen Artikel in den Datenbanken äußerst gering war,
wurden die Suchwörter ins Englische übersetzt.

5
Deutsch Englisch

Pflegedokumentationssysteme Nursing Documentation Systems

Implementierung Implementation

Klassifikationssysteme Classification System

Medizinische Informationssysteme Medical Information Systems

Klinisches Informationssystem Clinical Information System

2.3 Limitierungen

Da die Anforderungen EDV-gestützter Pflegedokumentationen im extramuralen Bereich


teilweise stark von den Anforderungen im intramuralen (Bereich der Krankenanstalten)
Bereich abweichen, wurde das Hauptaugenmerk der Arbeit und Literaturrecherche auf des
intramuralen Bereich gelegt. Im extramuralen (niedergelassene Bereich) Bereich, wie z.B. in
der Hauskrankenpflege zielt man darauf ab, auch Angehörige stark in den Pflege- und
Dokumentationsprozess zu integrieren (informelle Pflege). Der Implementierungsprozess von
Dokumentationsinstrumenten der informellen Pflege unterscheidet sich inhaltlich sehr stark
von formellen Pflegeansätzen und wird deshalb in der Arbeit nicht weiter besprochen.

3. Begriffserklärungen

Bevor man tiefer in die Thematik eintaucht, ist es wichtig, sich mit den gängigen

Begrifflichkeiten und auch dem entstehungsgeschichtlichen Hintergrund von Dokumentation

in der Pflege kurz zu beschäftigen.

6
3.1 Die Pflegedokumentation

Ausgehend von der klinischen Dokumentation unterscheidet man zwischen ärztlicher


Dokumentation und der Pflegedokumentation. Die Pflegedokumentation dient als Medium
zur Kommunikation zwischen Pflegenden, Ärzten und anderen Beteiligten während eines
Krankenhausaufenthaltes. Des Weiteren trägt sie alleinige Entscheidungs-, Durchführungs-
und Evaluationsverantwortung für den eigenverantwortlichen Aufgabenbereich der Pflege
und ist neben der direkten Pflege am Patienten und deren Organisation eine der
Hauptaufgaben der pflegerischen Tätigkeit (vgl. Ammenwerth 2003 S. 17ff; GuKG Art. 1 §
14 vom 01.09.1997).

Die Ziele der Pflegedokumentation:

o Unterstützung der Patientenversorgung


o Unterstützung der Professionalisierung der Pflege
o Unterstützung der Qualitätssicherung
o Unterstützung des Krankenhausmanagements
o Erfüllung rechtlicher Rahmenbedingungen
o Unterstützung der Pflegeforschung und Ausbildung

Die Dokumentationspflicht ist seit 1997 im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz verankert


und beinhaltet folgenden Paragraphen:

§ 5 (1) GuKG Angehörige der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe haben bei Ausübung
ihres Berufes die von ihnen gesetzten gesundheits- und krankenpflegerischen Maßnahmen zu
dokumentieren.

Abs (2) Die Dokumentation hat insbesondere die Pflegeanamnese, die Pflegediagnose, die
Pflegeplanung und die Pflegemaßnahmen zu enthalten.

Abs (3) Den betroffenen Patienten, Klienten oder pflegebedürftigen Menschen oder deren
gesetzlichen Vertretern ist auf Verlangen Einsicht in die Pflegedokumentation zu gewähren.

Abs (4) Bei freiberuflicher Berufsausübung (§ 36) sind die Aufzeichnungen sowie die

7
sonstigen der Dokumentation dienlichen Unterlagen mindestens zehn Jahre aufzubewahren.
(vgl. GuKG Art. 1 § 5 vom 01.09.1997)

Hierzu ein Auszug aus der Regierungsvorlage zu § 5 GuKG, der Pflegedokumentation:

Zur Erstellung einer umfassenden interdisziplinär geführten Patientendokumentation und zur


ganzheitlichen Erfassung der PatientInnen oder KlientInnen muss auch der Pflegeprozess -
abgestimmt auf den Behandlungsprozess- aufgezeichnet werden. Die Dokumentation hat
daher -entsprechend den Bestimmungen über den eigenverantwortlichen Tätigkeitsbereich-
die Pflegeanamnese, die Pflegediagnose, die Pflegeplanung und die Pflegemaßnahmen zu
enthalten.
Die Pflegedokumentation kann selbstverständlich auch mit den Mitteln der elektronischen
Datenverarbeitung geführt werden. Das GuKG schreibt keine näheren Details über die Form
der Pflegedokumentation vor, diese sind daher organisationsintern festzulegen. (…)
(vgl. Gesundheitsberufe-Rechtsänderungsgesetz 2007 – GesBRÄG 2007)

Im Bundesgesetz für Kranken- und Kuranstalten (KAKuG) steht dazu:


§ 10. (1) Durch die Landesgesetzgebung sind die Krankenanstalten zu verpflichten:

1. über die Aufnahme und die Entlassung der Pfleglinge Vormerke zu führen, sowie im Fall
der Ablehnung der Aufnahme und bei der Aufnahme nach § 22 Abs. 1 letzter Satz die jeweils
dafür maßgebenden Gründe zu dokumentieren.
(vgl. Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetz § 10 vom 20.03.2008)

Diese Forderungen sind parallel dazu im Steiermärkischen Krankenanstaltengesetz (KALG


unter § 13 (1) KALG – Führung von Krankengeschichten und sonstigen Vormerkungen
angeführt (vgl. Steiermärkisches Krankenanstaltengesetz § 13).

Die Dokumentation ist der rechtsgültige Beweis für die Art und Qualität der Pflege, die der
Patient erhalten hat. Das Gewicht, welches vor Gericht der Pflegedokumentation -dem
Hauptinstrument der Gesundheits- und Krankenpflegeteams zur Planung und Koordination-
beigemessen wird, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
(vgl. Brobst et al. 2007 S.242)

8
3.2 Das Pflegemodell

Ein Pflegemodell betrachtet die Pflege immer aus einer bestimmten Perspektive. Es
beschreibt alle Tätigkeiten, die Aufgabe der Pflege und Planung sind. Der Zweck des
Pflegemodells liegt immer darin, die Wirklichkeit zu erfassen und auf Basis dieser
Erkenntnisse neue Ziele, Konzepte und Maßnahmen zu formulieren und anzuordnen. Hier zu
nennen sind beispielsweise das Modell der Lebensaktivitäten nach Nancy Roper et al. oder
das Selbstpflegedefizitmodell nach Dorothea Orem (vgl. Barth 2002 S. 70).

In der EDV-gestützten Pflegedokumentation spiegelt sich jedoch meist nur die Grundstruktur
des Pflegemodells wieder. Bei Roper et al. ist dies in der Strukturierung der Pflegeanamnese
(dem ersten Schritt des Pflegeprozesses) nach den zwölf Lebensaktivitäten zu erkennen (vgl.
Budnik 2009 S.10ff).
Zahlreiche Softwareprogramme zur EDV-gestützten Pflegedokumentation haben
verschiedene Modelle integriert.

3.3 Hardware und Software

Um der Pflegedokumentation, basierend auf einem bestimmten Pflegemodell, nun das


passende Medium zur Verfügung zu stellen, ist die Unterscheidung zwischen Hard- und
Software für die später beschriebene EDV-gestützte Dokumentation und der damit
verbundenen Arbeit am Computer grundlegend (EDV – Elektronische Datenverarbeitung).

Auf Computerbasis beschreibt Hardware die physikalischen Teile des Rechners. Sie kann als
die Anatomie des Rechners betrachtet werden, als ein physikalisch-mechanischer Teil. Man
kann also sagen, dass alles was angefasst werden kann, der Hardware zuzuordnen ist. Sie ist
allerdings ausschließlich mit entsprechender Software benutzbar was zum nächsten Begriff -
der Software- führt.

Die Software beschreibt alle nicht-physikalischen Teile des Rechners. Sie darf als Physiologie
des Computers verstanden werden. Die Software kennzeichnet die Anweisungen, die die
Anatomie des Computers korrekt funktionieren lassen (vgl. Hannah, 2002 S. 11).

9
3.4 Das EDV-gestützte Pflegedokumentationssystem

Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die EDV-gestützte Pflegedokumentation und die
daraus resultierenden Systeme. Die EDV-gestützte Pflegedokumentation unterscheidet sich in
der Struktur kaum von der konventionellen Dokumentation (Dokumentation am Papier),
findet jedoch hauptsächlich am Computer statt. Alternativen zum Computer am Krankenbett
innerhalb der EDV-gestützten Pflegedokumentation sind beispielsweise sog. Personal Digital
Assistants (PDA), digitale Handapparate die ausschließlich Dokumentationsfunktionen
aufweisen. Sie sind aber kein Ersatz für den Computer, da die eingegebenen Informationen
wiederum auf Computern synchronisiert und abgespeichert werden müssen.

Im Laufe der Einführung solcher Systeme können teilweise auch Mischformen aus
konventioneller und computergestützter Dokumentation auftreten. Die Umstellung sollte aber
relativ zügig erfolgen, da solche Mischformen häufig zu Dokumentationsredundanzen aber
auch Dokumentationslücken führen (vgl. Ammenwerth 2003 S. 92ff).

Zusammenfassend kann man es als ein umfangreiches Softwarepaket verstehen, welches sich
aus den beschriebenen Begrifflichkeiten zusammensetzt und einer entsprechenden Hardware
bedarf.

4. Entwicklung der Pflegedokumentation

In der Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges entstand dann ein spürbar starker Aufschwung
des Gesundheitswesens. In den 80er Jahren war die Pflegeplanung inhaltlich noch nicht
ausformuliert. Sie rückte aber mit fortschreitendem Entwicklungsstand der Pflege immer
mehr in das Zentrum der Pflegetätigkeiten und festigte sich unter verschiedenen Theorien
Mitte der 90er in den alltäglichen Pflegeprozess. Die Pflegeplanung bestand zu dieser Zeit aus
der Problemformulierung, dem Pflegeziel und der Pflegemaßnahmenplanung.

In den Wiener Krankenhäusern wurden zu diesem Zeitpunkt schon Fortbildungen für das
Pflegepersonal zum Thema Pflegeprozess angeboten. Zur selben Zeit begannen vereinzelte
Kliniken in Österreich unterschiedliche Pflegedokumentationssysteme einzusetzen. Die
pflegerischen Tätigkeiten waren zu diesem Zeitpunkt noch als rein unterstützende Tätigkeit
der ärztlichen Aufgaben angesehen (vgl. Kozon, 2001 S. 7ff).

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Auch wurden zu dieser Zeit die Landeskrankenhäuser aus dem Landesbereich ausgegliedert
und in eine privatrechtlich organisierte Gesellschaft übergeführt, die zu 100 Prozent im
Eigentum des Landes Steiermark steht.

Seit 1985, dem Gründungsjahr der Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.


(KAGes) ist die KAGes in der Steiermark sehr bemüht das Optimum an Patientenversorgung
anzubieten. 1986 fand eine Informationsveranstaltung für die Pflegedienstleitungen der
Landeskrankenanstalten der Steiermark statt, bei welcher beschlossen wurde, einen
Arbeitskreis zu bilden, an dem sich Pflegepersonen aus unterschiedlichen Bereichen
beteiligen sollten. Konkret waren in diesem Arbeitskreis Pflegedienstleitungen,
Oberschwestern/pfleger, Stationsleitungen, Diplomierten Gesundheits- und
Krankenpflegepersonen sowie LehrerInnen der Gesundheits- und Krankenpflege vertreten.
Ziel des Arbeitskreises war die praktische Umsetzung der
Pflegeplanung/Pflegedokumentation nach den Schritten des Pflegeprozesses in den steirischen
Krankenanstalten.

1994 wurde von Mitarbeitern der Abteilung Pflege der KAGes, Mitgliedern der
Arbeitsgemeinschaft Pflegeplanung/Pflegedokumentation und LehrerInnen für Gesundheits-
und Krankenpflege des Landes Steiermark das „Konzept der Multiplikatoren für
Pflegeplanung/Pflegedokumentation“ entwickelt (vgl. Walzl 2007).

Die schriftliche Kommunikation zwischen Pflegenden war bis in die 70er Jahre meist auf das
sogenannte „Rapportbuch“ reduziert. Pflegerisch relevante Themen waren nicht unbedingt
Inhalt der Dokumentation. In diesem Buch wurde das Hauptaugenmerk auf Eintragungen von
Hauptdienst bzw. Beidienst, sowie therapeutischer Maßnahmen, die von dem Pflegepersonal
zu erledigen waren, gelegt. Als Beispiele sind zu nennen: Medikation, Blutdruckmessung,
Verbandswechsel, abwiegen etc.

Erst 1997, mit Inkrafttreten das Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, in welchem


erstmals im §14 GuKG der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich der diplomierten
Gesundheits- und Krankenschwestern explizit formuliert wurde, trat immer mehr das
Bedürfnis einer vernetzten Dokumentation in den Vordergrund.

§ 14. (2) GuKG Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich umfasst insbesondere:

3. Planung der Pflege, Festlegung von pflegerischen Zielen und Entscheidung über zu
treffende pflegerische Maßnahmen (Pflegeplanung).

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8. Dokumentation des Pflegeprozesses.

Um diese Entwicklung im Gesundheitswesen besser verstehen zu können sollte auch hier kurz
auf die historische Entwicklung des Computers in der Pflege eingegangen werden.

5. Geschichte des Computers in der Pflege

Maryann Drost Bitzer legte den Grundstein im Einsatz des Computers in der
Pflegeausbildung. Sie schrieb in den frühen 60er Jahren ein Simulationsprogramm, welches
den Unterricht in der geburtshilflichen Pflege begleiten sollte. Diese Software war das erste
Simulationsprogramm in der Pflegeausbildung und gleichzeitig das erste im gesamten
Pflegewesen. Bitzer M. konnte beweisen, dass eine wesentliche Zeitersparnis gegenüber
herkömmlichen Unterrichtsmethoden mit Hilfe des Programms möglich war. In ihrer
Lehrtätigkeit an der Universität von Illinois entwickelte sie weitere Lehr- und Lernmaterialien
für den Einsatz in der Pflegeausbildung. Im Laufe der 70er Jahre wurde in vielen
verschiedenen Stätten der Pflegeausbildung an der Verbesserung der sog. Lernsoftware
gearbeitet. Die so entstandenen Softwarepakete kamen aber zumeist nur an den Orten ihrer
Entwicklung zum Einsatz.
Genauso wichtig stufte 1975 Judith Ronald die Aufgabe ein, das Pflegepersonal mit den
Computern und den für sie relevanten Programmen vertraut zu machen. Sie entwickelte
eigene Unterrichtsmodule um die Bereitschaft des Pflegepersonals im Umgang mit den
Computern und pflegerelevanter Software zu verbessern.

Während der Computer in den administrativen Bereichen schon nicht mehr wegzudenken
war, befand sich die Entwicklung von Computeranwendungen zum Einsatz in der
Patientenversorgung noch in ihren Anfängen. Den ersten Implementierungen ging eine Reihe
von Forschungsarbeiten voraus. Ziel war es, den kostenaufwendigen Anschaffungsprozess
langfristig zu rechtfertigen. Der Computer sollte in der Pflege die Qualität der
Patientenversorgung erhöhen. Der unaufhaltsame Fortschritt der Hardwareentwicklung, und
das damit verbundene kosten- und platzsparende Resultat, machte eine Anschaffung der
Gerätschaft für eine EDV-gestützte Pflege nicht mehr vollkommen unrealistisch. Die 60er,

12
70er und 80er waren in der Pflege maßgeblich am heutigen Stand der Wissenschaft im
Bereich EDV-gestützter Pflegedokumentation beteiligt.
Lokal konnten die damaligen Forschungsfortschritte auf den nordamerikanischen Bereich
eingegrenzt werden. In den 90ern weitete sich der Trend der EDV-gestützten Pflege auch
nach Europa über, wofür sich international besetzte Gremien wie z.B. die International
Medical Informatics Association (IMIA), die American Association for Medical Systems and
Informatics (AAMSI) und die American Medical Informatics Association (AMIA) sehr stark
einsetzten (vgl. Hannah 2002 S. 27ff).

Die Pflege ist nach wie vor eine der letzten Professionen im modernen Krankenhausbetrieb,
der es nicht gelungen ist, eine computergestützte und flächendeckende Dokumentation
einzuführen. Viele Krankenhäuser sind bemüht dieses Defizit mit dem Hintergrund einer
papierarmen und ortsunabhängigen Dokumentation zu erkennen und aktiv zu beseitigen. Ziel
muss es sein, das EDV-gestützte Pflegedokumentationssystem in die bereits bestehenden und
hauseigenen Krankenhausinformationssysteme (KIS) einzugliedern. Die
Krankenhausinformationssysteme dienen wiederum der computergestützten Vernetzung von
Verwaltung, Medizin und Pflege. Sie können als übergeordnetes System verstanden werden,
in dessen Strukturen das EDV-gestützte Pflegedokumentationssystem eingebettet werden soll.

Unter einem Krankenhausinformationssystem versteht man das Teilsystem eines


Krankenhauses, welches alle informationsverarbeitenden (und informationsspeichernden)
Prozesse und die an ihnen beteiligten menschlichen und maschinellen Handlungsträger in
ihrer informationsverarbeitenden Rolle umfasst (Leiner et al. 2006 S. 113ff).

Die Frage nach den Gründen der späten Etablierung ist nicht leicht zu beantworten, es lassen
sich jedoch Tendenzen aus der Literatursichtung erkennen. Die hohen Kostenentwicklungen
im Gesundheitswesen und die Suche nach rationaleren Vorgehensweisen waren leider zu oft
die schlagenden Argumente im Kampf der Entscheidungspolitik gegen bzw. für die
Implementierung EDV-gestützter Dokumentationssysteme. Letztenendes erfährt aber immer
der Patient eine Steigerung der Qualität seiner Versorgung, was an und für sich der
Hauptindikator für die Implementierung computergestützter Pflegedokumentationssysteme
sein sollte. Die Praxis zeigt oft eigenartige Interpretationsmöglichkeiten solcher
Entscheidungshintergründe (vgl. Hannah et al. 1997).

13
Erwähnt sei aber, dass die Pflegequalität, -also wie der Patienten wirklich gepflegt wird- sich
durch den alleinigen EDV-Einsatz nicht verbessert. Es kann nur eine Basis für eine qualitativ
hochwertige Pflege geschaffen werden.

Der Pflegekundige muss den Computer benutzen und nicht umgekehrt.


(Kruijswijk et al. 1997 S.166)

Um die Vor- und Nachteile der Dokumentation mittels computergestützten Medien und damit
die Hintergründe der beschriebenen Defizite besser verstehen zu können, werden diese hier
nun aufgezeigt.

6. Papier vs. Computer - Vor- und Nachteile im Detail

6.1 Konventionelle Pflegedokumentation - Vor- und Nachteile

Obwohl die konventionelle Pflegedokumentation vielerorts über Jahrzehnte praktiziert wurde,


lassen sich die Vor- und Nachteile schnell erklären:

Nachteile:

o Unvollständige Dokumentation

Es hat sich herausgestellt, dass die Pflegedokumentation auf Papier häufig unvollständig in
Bezug auf Informationssammlung, Probleme und Ressourcen, getroffene Maßnahmen,
Evaluation der Pflegeinterventionen sowie Pflegebericht geführt wird. In der
Pflegeprozessdokumentation werden häufig einzelne Schritte wie die Pflegediagnose,
Pflegeziel und Maßnahmenplanung einfach ausgelassen und nur die Durchführung von
Maßnahmen beschrieben (vgl. Thomson 1999 S. 495ff).

o Sachlich falsche Verwendung der Dokumentationssysteme

In der Praxis werden die vorgegebenen Formulare oft falsche ausgefüllt. Wichtige Details
werden in falsche Tabellen eingetragen, was sich auf die Weiterbehandlung negativ
auswirken kann.

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o Problem der Ziel- oder Zuordnungsgenauigkeit

Die Zielformulierung ist nicht immer schlüssig. Des Weiteren ist eine Zielanpassung im
Verlauf des Aufenthaltes nicht mehr einfach nachzutragen, da auch hier die Zuordnung durch
Signaturen schwer nachzuvollziehen sind.

o Sprachliche Ungenauigkeit, unklare Formulierungen

Im alltäglichen pflegerischen Sprachgebrauch finden sich noch kaum einheitliche


Formulierungen. Die Vereinheitlichung der Sprache (Bsp. ICD-10 in der Medizin) ist in der
schriftlichen Dokumentation schwer umzusetzen.

o Nachträgliche und nicht kontinuierliche Dokumentation

Nicht immer wird am Krankenbett, zeitnahe dokumentiert. Die verzögerte Dokumentation


kann zu einem Daten- bzw. Informationsverlust führen, der für eine Weiterbehandlung oder
eine Evaluation dringend benötigt werden könnte.

o Mangelnde Verfügbarkeit der Dokumentationsunterlagen für alle Berufsgruppen

Es kommt zu Engpässen in der Verfügbarkeit der Unterlagen. Sie sind nicht nur örtlich
gebunden, sondern es kann auch immer nur von einer Person darauf zugegriffen werden. (vgl.
Ammenwerth 2003 S. 27f)

Vorteile:

Schmidt et al. beschreiben die Vorteile der Papierdokumentation wie folgt:


Der große Vorteil der Pflegedokumentation in Form einer Papierdokumentation ist die
Tatsache, dass diese Art der Dokumentation allen Pflegefachkräften aufgrund ihrer
Ausbildung bekannt und der Umgang mit der Dokumentation deshalb geläufig ist. Die
entbürokratisierte Dokumentation bietet außerdem eine Zeitersparnis. Die Einarbeitung von
neuen Mitarbeitern, die eine Papierdokumentation verwenden, ist meist unproblematisch.
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Inhalte vor Ort beim Patienten sofort zu aktualisieren

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und dadurch zeitnahe Eintragungen zu gewährleisten. Dies erleichtert auch die
Rückverfolgbarkeit der Eintragungen (vgl. Schmidt et al. 2009 S. 170ff).

Das die Papierdokumentation -vor allem für das Pflegepersonal, dessen Ausbildung vor der
gesetzlichen Verpflichtung zur Dokumentation 1997 stattfand (s. Pflegedokumentation S.6f)-
einen geringen Schulungsaufwand mit sich bringt entspricht sicherlich der Wahrheit. Jedoch
ist auf Dauer gesehen die Niederschrift des Pflegeprozesses mit wesentlich höherem
Zeitaufwand verbunden als die EDV-gestützte Dokumentation. Des Weiteren ist das
Dokumentieren am Computer nicht mehr auf dafür vorgesehene Räumlichkeiten beschränkt,
weil mobile Pflegemodule mit Laptops direkt neben dem Krankenbett positioniert werden
können. Der Einsatz von fahrbaren Modulen und Laptops ist leider mit einem sehr hohen
Kostenaufwand verbunden.

6.2 EDV-gestützte Pflegedokumentationssystem Vor- und Nachteile

Im Einsatz EDV-gestützter Pflegedokumentationen lassen sich Vor- und Nachteile klar


aufzeigen.

Nachteile:

o Probleme bei der Umsetzung und der Akzeptanz des Pflegeprozesses

Die Implementierung EDV-gestützter Pflegedokumentationssysteme ist mit einem sehr


intensiven Arbeitsaufwand verbunden. Expertenteams müssen erstellt werden um im Bereich
des Projektmanagements einen planmäßigen Projektverlauf garantieren zu können. Durch die
Veränderungen des Pflegeprozesses kommt es meist zu Beginn vermehrt zu
Akzeptanzproblemen seitens der Pflege, den sog. Usern (jene Personen die letztendlich mit
dem Programm arbeiten).

o Geringe Computererfahrung der Pflegekräfte

Wie auch in allen andern Bereichen des Arbeitsmarktes sind Computerkenntnisse noch nicht
als selbstverständlich anzusehen. Wie das Kapitel Geschichte des Computers in der Pflege (s.
S. 12f) aufzeigt, liegen die Anfänge der EDV in der Pflege noch nicht besonders weit zurück.
Heute ist der PC in die Pflegeausbildung grundlegend integriert (s. S. 28f). Es kann jedoch

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nicht davon ausgegangen werden, dass jenes Pflegepersonal, dessen Ausbildung schon weiter
zurück liegt, diese „Lücken“ automatisch gefüllt hat.

o Angst vor übermäßiger Kontrolle pflegerischer Tätigkeiten

Eine nachvollziehbare Reaktion der Pflege auf die computergestützte Dokumentation ist
dessen Transparenz und Nachvollziehbarkeit im rechtlichen Sinne. Auch Zeiterfassungen pro
Patienten, welche ebenfalls Inhalt der EDV-gestützten Pflegedokumentation sein können, sind
kaum förderlich zur Imageverbesserung der EDV-gestützten Dokumentation gegenüber der
Pflege. Diese sind aber in Zeiten zunehmender Ökonomisierung der Krankenanstalten für
Personalbedarfserhebungen und Evaluierung von Stoßzeiten notwendig.
Jedoch wissen die wenigsten, dass personenbezogene Auswertungen nicht durchgeführt
werden dürfen. Auswertungen über individuelle Arbeitsleistungen sind verboten.

o Formalisierung der pflegerischen Sprache

Durch die Formalisierung der pflegerischen Fachsprache, die zur Umsetzung eines
Computersystems benötigt wird, gehen umgangssprachliche Formulierungen verloren.

o Widerspruch zwischen intuitivem beruflichen Wissen und formalisierten EDV-


Inhalten

Die Pflege jedes Patienten ist ein individueller Prozess der sich schwer standardisieren lässt.
Es ist beispielsweise nicht einfach empathische Handlungen oder die Aufklärung und
Unterstützung Angehöriger mittels formalisierter EDV-Inhalte zu dokumentieren.

o Unzureichende Technik zur Datenerfassung direkt am Patientenbett

Die hohen Anschaffungskosten mobiler Dokumentationsmodule und Laptops reduzieren die


Möglichkeit direkt am Patientenbett Daten zu erfassen. Nachträgliche Dokumentation ist
meist mit einem Informationsverlust verbunden. Stoßzeiten an den PCs in den dafür
bestimmten Räumlichkeiten sind die Folge.

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o Unklare Nutzung (auch finanziell) bei hohem Einführungsaufwand

Nicht immer können die Vorteile der EDV-gestützten Pflegedokumentation seitens der
Anbieter klar formuliert werden, was eine gewisse Skepsis in Anbetracht der hohen
Anschaffungskosten verständlich macht.

(vgl. Schmidt et al. 2009 S. 170ff; Ammenwerth 2003 S. 27f)

Vorteile:

Mit der Einführung der EDV-gestützten Pflegedokumentation wird nicht versucht die
herkömmliche Form der Pflegedokumentation abzuschaffen, sondern darauf aufzubauen.
Gerade die genannten Nachteile der konventionellen Dokumentation sollen dabei gelöst
werden (s. S. 14f).

o Vollständigere Dokumentation, sachlich richtige Verwendung der


Dokumentationssysteme

Durch Nachfrage- und Aufforderungsmechanismen kann das elektronische


Anwendungssystem Lösungen zur oft unvollständigen konventionellen Dokumentation
anbieten. Automatische Zuordnungen der Eintragungen zu den Verfassern lassen
Rückschlüsse zu. Standardisierte Erfassungen von Routinedaten sparen Zeit – diese können
dann für individuelle, in freitextform beschriebene Beschreibungen genützt werden. Diese
Funktionen tragen einen wesentlichen Teil zur Verbesserung der Vollständigkeit und
Korrektheit der Dokumentation bei und erleichtern den gesamten Pflegeprozess für den
jeweiligen Nutzer.

o Sprachliche Genauigkeit, Klarheit der Formulierungen

Durch die Verwendung einer vorgegebenen einheitlichen und präzisen Fachsprache können
Formulierungsschwierigkeiten erheblich verringert werden. Nicht immer ist die
Muttersprache des Pflegepersonals auch Landessprache. Kulturelle Unterschiede können sich
auch in der Benennung identer Tätigkeiten widerspiegeln. Abbildung eins zeigt die großen

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Unterschiede die alleine zwischen den Krankenanstalten und Stationen innerhalb der
Steiermark auftreten.

Abbildung 1

(vgl. Walzl 2007 S. 19)

Um die Professionalität des Berufbildes der Pflege zu fördern, bedienen sich EDV-gestützte
Pflegedokumentationssysteme einer einheitlichen Sprache. Ziel ist eine zukünftige haus-
sowie grenzenüberschreitende Abrufbarkeit vorangegangener Aufzeichnungen. Der
Datenschutz muss dabei mit höchster Priorität behandelt werden (s. S.31f).

o Zeitnahe und kontinuierliche Dokumentation

Durch die Möglichkeit auch direkt am Bett Aufzeichnungen festzuhalten, kann durch eine
logische Abfolge der Eintragungen eine korrekte Nachvollziehbarkeit der Dokumentation
erzielt werden. Eingabeaufforderungen verhindern einen Informationsverlust und können eine
Qualitätssteigerung gegenüber der konventionellen Dokumentation verzeichnen.

o Ständige Verfügbarkeit der Dokumentationsunterlagen für alle Berufsgruppen

Die gesammelten Daten in einem elektronischen Medium stehen sämtlichen berechtigten


Berufgruppen unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung. Es können auch gleichzeitig
mehrere autorisierte Personen auf die Daten zugreifen, was Stoßzeiten an den

19
Aufzeichnungen der Vergangenheit angehören lässt.
(vgl. Schmidt et al. 2009 S. 170ff; Ammenwerth 2003 S. 27f)

Nach der wertfreien Formulierung der Vor- und Nachteile von konventioneller- und EDV-
gestützter Pflegedokumentation zeichnet sich ein nachvollziehbarer Zukunftstrend in
Richtung computergestützter Pflege der sich einer einheitlichen Sprache bedient, ab.

6.3 Die einheitliche Sprache

Die Dokumentation sowie der gesamte Pflegeprozess beginnt immer mit der Sammlung von
Informationen über den Patienten. In der klinischen Praxis steht die Beschreibung des
Zustandes von Patienten hierbei im Vordergrund. Der Begriff „Zustand“ wird zunehmend
auch als Phänomen bezeichnet.
Die Datenbanken eines Pflegedokumentationssystems enthalten hunderte von diesen
Zuständen bzw. Phänomenen. Sie sind für die Beschreibung der exakten Situation des
Patienten essentiell. Die Ordnung der gewonnenen Daten (sog. Klassifikation) ist nun
wiederum von den verschiedenen Pflegemodellen (s. S.9) abhängig. Welchem sich die
verschiedenen Institutionen bedienen ist ganz unterschiedlich. Wie bereits erwähnt, genügt es
keineswegs in Bezug auf Zustände und Phänomene des Patienten, ausschließlich die An- und
Abwesenheit einer Krankheit festzustellen und zu dokumentieren. (vgl. Schär et al. S135f)

Es ist daher von größter Bedeutung, den gesamten Pflegeprozess in einer dafür vorgesehenen
einheitlichen Sprache inhaltlich festzuhalten. Vor allem bei der stetig wachsenden Anzahl von
Organisationen, die auf elektronische Dokumentation sowie elektronische Aufzeichnungen
bauen. Tatsache ist, dass es für die Medizin, Pflege, oder jeder anderen Disziplin im
Gesundheitswesen unmöglich ist, eine elektronische Dokumentation einzuführen, ohne sich
einer standardisierten Sprache zu bedienen. Es ist überaus wichtig zu verstehen, welche
Vorteile der Gebrauch einer Pflegesprache für die Pflege an sich, aber vor allem für das
Pflegeergebnis und den Patienten hat.

"If we cannot name it, we cannot control it, practice it, teach it, finance it, or put it into public
policy” (Clark et al. 1992 S.109)

In der Entwicklung der einheitlichen Sprache in der Pflege hat recht früh eine Konzentration
auf die Diagnosen, Interventionen und Ergebnisse des Pflegeprozesses stattgefunden. Diese

20
inhaltliche Trennung mit dem Ziel dem Pflegepersonal ein individuelles Angebot an
Informationen -basierend auf ihrer Dokumentation- zu schaffen, spiegelt sich in den drei
folgenden Systemen wider.

o NANDA (North American Nursing Diagnoses Association)


o NIC (Nursing Interventions Classififcation)
o NOC (Nursing Outcome Classification)

Pionierarbeit im Bereich Pflegeklassifikationen wurde von der NANDA (North American


Nursing Diagnoses Association), darauffolgend an der Universität von Iowa in Form der NIC
(Nursing Intervention Classification) sowie der NOC (Nursing Outcome Classification)
geleistet. Am Beispiel Österreichs ist die Berücksichtigung der Pflegeklassifikationen
NANDA, NIC und NOC aufgrund der Ergebnisse der Literaturrecherche von höchster
Relevanz (vgl. Rosenberger, 2002 S. 19–16; Interview Gordon, 2004).

In Aufbau und Terminologie sind sich alle drei Systeme sehr ähnlich. Ihre Gliederung
unterliegt jeweils einer Einteilung in „Bereiche“ und „Klassen“. Sie unterscheiden sich jedoch
ganz wesentlich dadurch, was sie letztendlich dem User anbieten: Diagnosen, Interventionen,
Ergebnisse.

Gordon und Bartholomeyczik schildern das Einsatzgebiet von Klassifikationssystemen als


Werkzeuge zur Beschreibung und Bündelung von Phänomenen, die Rückschlüsse auf deren
komplexe Zusammenhänge zulassen. Zusammengetragene Daten aus einem spezifischen
Bereich werden analysiert und aufgrund der entstehenden Vergleichbarkeit nutzbar gemacht.
Ordnungssysteme bilden eine breite Basis für Forschung und Wissenschaft.

21
Klassifikationssysteme bilden eine Quelle, die sich zur Qualitätssicherung und Förderung von
Innovationen nutzen lässt (vgl. Gordon et al. 2001, S. 73).

Bis heute hat es noch keines der angeführten Klassifikationssysteme geschafft, sich mit dem
Ziel einer einheitlichen und grenzüberschreitenden Sprache gegenüber den anderen zu
favorisieren. Trends entwickeln sich in Richtung einer Vereinigung der beschriebenen
Systeme. Eine ganzheitliche EDV-gestützte Pflegeprozessdokumentation auf der Grundlage
von Diagnosen-, Interventions- und Ergebnisbeschreibungen wird dabei angestrebt.

Um den Nutzen einer solchen Investition überhaupt erst einmal klar aufzeigen zu können,
bedarf es einer genauen System- und Bedarfsanalyse des eigenen Betriebes. Nicht immer ist
das offensichtlich Nützliche auch effizient im Einsatz zur Deckung individueller Bedürfnisse.
Diese gilt es detailgetreu im Zuge des Projekts „Systemerneuerung“ zu identifizieren um hohe
Kosten zu rechtfertigen bzw. Fehlinvestitionen zu vermeiden. Um das vorab definierte Projekt
nicht schon in seinen Anfängen scheitern zu lassen sollte es die folgenden Kriterien erfüllen.

7. Das Projekt „Systemerneuerung“

Ein Projekt (lat. proiectum: das vorwärts Geworfene) ist ein Vorhaben, das im Wesentlichen
durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B.
klare Zielvorgabe; zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Begrenzungen der
Ressourcen; Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben; projektspezifische Organisation und
nicht geringe Komplexität (vgl. DIN 69901).

Es scheint, als hängen die Faktoren Ergebnis (= geplantes Ziel des Projekts), Zeit und
Ressourcen eng in einem Projekt zusammen. Wenn z.B. absehbar ist, dass die ursprünglich
geplante Zeit nicht ausreichen wird, um das Projektziel zu erreichen (weil z.B. der geplante
Projektendtermin vorverlegt oder ein Projektmitarbeiter krank wurde), muss entweder das
Projektziel reduziert oder die verfügbaren Ressourcen erhöht werden. Dieser Zusammenhang
zwischen Ergebnis, Zeit und Ressourcen wird auch als Zieldreieck oder als das „magische
Projektmanagement-Dreieck“ bezeichnet (vgl. Haux 2005 S. 17).

22
Zur Anzeige wird der QuickTime™
Dekompressor „“
benötigt.

Abbildung 2

Ein Projekt besteht vor seiner Entstehung zunächst aus einer ersten Idee. Im Falle der EDV-
gestützten Pflegedokumentation aus der Idee von der konventionellen Dokumentation auf
Computerbasis umzustellen. Diese meist noch vage Idee muss konkretisiert werden, damit sie
in Form eines Projekts dann auch wirklich durchgeführt werden kann. Der „Ideenträger“ muss
-in der Regel unter Einbeziehung weiterer Entscheidungsträger, dem Pflegepersonal sowie
allen anderen zukünftigen Anwendern- dafür sorgen, dass die vage Idee zu einem konkreten
Projektauftrag weiterentwickelt wird.
Die Bedeutung der Projektinitiierung kann gar nicht überschätzt werden. Viele Projekte
scheitern, weil nicht ausreichend Zeit und Energie in die Formulierung eines klaren,
realistischen und überprüfbaren Projektauftrags gesteckt wurde, weil das Projektumfeld nicht
genau analysiert, eine ungeeignete Projektorganisationsform gewählt oder nicht genügend
Zeit für Teambildungsprozesse gegeben wurde (vgl. Haux 2005 S. 31).

Ist die Projektplanung einmal abgeschlossen und die Ziele formuliert, gilt es eine detaillierte
Systemanalyse durchzuführen.

23
7.1 Analyse

Abbildung 3

(vgl. Haux 2005 S. 115).

Abbildung drei zeigt nach Haux den systematischen Prozess der Systemanalyse und die
Bewertung, welche die wichtigsten Bestandteile der Bedarfsformulierung darstellt. Bevor
man ein EDV-gestütztes Pflegedokumentationssystem -mit dem Ziel der Ablöse
konventioneller Dokumentation- einführt, ist es ratsam, detailliert Strukturen und Prozesse
vor Ort darzustellen. Nur dieses Wissen ermöglicht später eine fundierte Entscheidung bei der
Auswahl eines geeigneten Softwareproduktes. Gleichzeitig kann eine solche Systemanalyse
auch helfen festzustellen, ob ein EDV-Einsatz in der Pflegedokumentation überhaupt
notwendig und sinnvoll ist. Mancherorts ist es ratsam z.B. durch Änderungen an Strukturen
und Abläufen der papierbasierten Dokumentation eventuell vorhandene Probleme in einem
ersten Schritt besser lösen zu können als durch eine übereilte zeit- und kostenaufwendige
Implementierung von Computern.

Aspekte der Systemanalyse die man nach Haux vor der Einführung eines EDV-gestützten
Pflegedokumentationssystems untersuchen sollte:

24
Tabelle 1

Strukturanalyse Welche räumliche und personelle Struktur hat die Station?

Welche Aufgaben erfüllt die Pflegedokumentation auf dieser


Aufgabenanalyse
Station?

Einflussgrößenanalyse Welche Faktoren beeinflussen die Pflegedokumentation?

Welche Personen sind für die Pflegedokumentation


Organisationsanalyse
verantwortlich?

Welche EDV-Systeme werden derzeit auf der Station


Ausstattungsanalyse
eingesetzt?

Welche Formulare werden derzeit für die Pflegedokumentation


Dokumentationsanalyse
eingesetzt?

Wie sieht der Ablauf der Pflegedokumentation im Einzelnen


Ablaufanalyse
aus?

Welche Informationen werden per Pflegedokumentation


Kommunikationsanalyse
ausgetauscht?

(vgl. Haux 1998 Kap. 6)

Da die Erfahrung gezeigt hat, dass retrospektive Erkenntnisse häufig auf Fehler in der
Systemanalyse zurückzuführen sind, hat sich ein internationales Expertenteam diese Thematik
zur Aufgabe gemacht. Die Arbeitsgruppe „Instrument zur Erfassung von Pflegesystemen“
(IzEP©) stellt eine individuell angepasste Strukturanalyse zu Verfügung.

IzEP© erfasst das in einer Abteilung oder in einer Institution gelebte Pflegesystem.

Es werden fünf Merkmale von Pflegesystemen erfasst:

1. Pflegekonzeption

2. Arbeitsorganisation

3. Pflegeprozess

25
4. Kommunikation

5. Rollenverständnis

Mit diesem Instrument kann ein Teil der von Haux geforderten Analysen durchgeführt
werden (s. S.23).

„Ziel war die Entwicklung eines modularisierten, wissenschaftlich fundierten Instruments zur
Erfassung von Pflegesystemen für Deutschland, die Schweiz und Österreich, das reliabel
(zuverlässig), in verschiedenen Settings praktisch gut anwendbar, veränderungsempfindlich
und valide (gültig), und sowohl in der Praxis als auch für Forschungszwecke einsetzbar ist.“
(vgl. URL IZEP©)

Instrumente wie diese scheinen für einen erfolgreichen Projektverlauf sehr ratsam.
Erfahrungen sind bei der Implementierung neuer Systeme und im Projektverlauf von großer
Bedeutung, jedoch sind diese auch meist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden.

Erst nach einer umfangreichen Systemanalyse und Systembewertung ist es möglich ein
Sollkonzept aufzustellen. Es baut auf den Ergebnissen dieser auf und beschreibt die Ziele
einer Pflegedokumentation in einem Haus. Weiters stellt es die Maßnahmen dar, in welcher
Form die Ziele erreicht werden sollen. Beinhalten diese nun die Entscheidung zur Änderung
bzw. Neueinführung eines Dokumentationssystems, ist es nun hilfreich einen Blick auf den
Markt zu werfen und verfügbare Produkte zu vergleichen. Der Markt bietet mittlerweile eine
Fülle von Systemen an, was die Sichtung vorhandener Komponenten nicht vereinfacht.
Äußerst hilfreich kann es sein, sich bei andern Gesundheits- und Krankenhäusern zu
informieren, ob diese schon ähnliche Programme implementiert haben um sich -falls
vorhanden- diese im Echtbetrieb anzusehen. Das zum Vergleich herangezogene Haus sollte
dem eigenen Haus natürlich ähnlich sein.

Sich für ein bestimmtes Pflegedokumentationssystem eines Anbieters zu entscheiden sollte


gut durchdacht werden. In der Regel kann kein Programm standardmäßig alle Wünsche
erfüllen. Jedes Produkt setzt unterschiedliche Schwerpunkte, Kosten werden unterschiedlich
kalkuliert und oft wird die Erfüllung wichtiger Anforderungen nur unter Zusatzkosten
möglich. Um letztendlich zu einer für alle Beteiligten bestmöglichen Entscheidung zu
kommen, ist es notwendig, bei der Produktauswahl sorgfältig und systematisch vorzugehen.
Bei Auswahlprozessen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften (also durch Einrichtungen
von Bund, Ländern und Gemeinden) sind darüber hinaus besondere Ausschreibungs- und

26
Vergaberichtlinien zu beachten. Diese sollen eine faire und wertfreie Auswahl garantieren
(vgl. Ammenwerth 2003 S. 44).

7.2 Von der Ausschreibung bis zur Vertragsunterzeichnung

Bevor es nun unter Berücksichtigung der erwähnten gesetzlichen Verpflichtungen zur


offiziellen Ausschreibung kommt, ist es für den zukünftigen Vertragspartner sehr hilfreich
sich an einem Pflichtenheft orientieren zu können. Es beinhaltet die genaue Zielformulierung,
den IST-Zustand sowie die aktuellen Schwächen beispielsweise der Station. Weiters sollten
auch klar formulierte Anforderungen angeführt werden, von denen im weiteren Verlauf der
Projektauswahl nicht mehr abgewichen werden sollte.

Die Ausschreibung

Auf der Grundlage des Pflichtenhefts erfolgt dann die eigentliche Ausschreibung.
Eine Ausschreibung ist die an eine bestimmte oder unbestimmte Zahl von Unternehmen
gerichtete Erklärung eines Auftraggebers bzw. einer Auftraggeberin, in der festgehalten wird,
welche Leistungen zu genau festgelegten Bestimmungen erbracht werden sollen. Die
Ausschreibung ist – rechtlich gesehen – eine Aufforderung zur Angebotsstellung (vgl. URL
Amtshelfer Österreich).

Eine Ausschreibung kann öffentlich sein, dann wird sie in Zeitungen, Amtsblättern oder im
Internet bekannt gemacht. Sie können aber auch gezielt Anbieter, deren Produkte z.B. in einer
Marktanalyse besonders vielversprechend aussahen, zur Angebotsstellung auffordern. In
Österreich gilt für öffentliche Ausschreibungen das Bundesvergabegesetz in der Fassung von
2002 (BVG 2002). Das Gesetz setzt die entsprechenden EU-Vergaberichtlinien um (EU-
Richtlinie 2004/18/EG) (vgl. Haux 2005 S. 214f).

Für eine Ausschreibung wird juristisches Fachwissen benötigt. Formale Fehler könnten dazu
führen, dass einige Anbieter die Entscheidung mit rechtlichen Mitteln anfechten, was
Einführungsprojekte erheblich verzögern kann.

Um den Auswahlprozess auch graphisch darzustellen, wurde die Abbildung drei in


Anlehnung an Hannah et al. 2002 ausgewählt und die bereits beschrieben Kernpunkten
hinzugefügt. Der Ausschreibungsprozess wird farblich herausgehoben.

27
Abbildung 4

(Quelle: in Anlehnung an Hannah 2002 S. 194)

In der Annahme, dass mehrerer Angebote die zur Auswahl stehen vorliegen, müssen diese
einzeln bewertet werden. Das Angebot beschreibt, wie der Lieferant die
Ausschreibungskonditionen erfüllen will. Es muss nun die Auswahl getroffen werden, welche
Anbieter in die engere Wahl kommen sollen. Dieser Evaluationsprozess sollte alle
zukünftigen Anwender mit einbeziehen. Um nur einige Kriterien zu nennen die für den
Evaluationsprozess von Bedeutung sind:

o Ist der technische Ansatz des Systemlieferanten stimmig?

28
o Stimmen die Lösungsvorschläge mit den zu erfüllenden Kriterien des Pflichtenheftes
überein?

o Entsprechen die Systemspezifikationen den Bindungen der Ausschreibung?

o Wie hoch sind die Systemkosten über die erwartete Lebenszeit des Systems?

o Welche Erfahrungen besitzt der Anbieter mit ähnlichen Installationen?

o Sind die technischen Mitarbeiter und Berater des Systemhauses hinreichend


qualifiziert?

o Wird eine Betreuung während der Implementierungsphase angeboten? Im Preis


inkludiert?
o Werden Schulungen angeboten?

o Ist die Finanzsituation des Anbieters gesund?

o Wie sieht die Kosten-Nutzen-Relation aus?

o Gibt es bei Anwendungsproblemen eine Hotline?

(vgl. Manning et al. 1997 S .141ff)

Der Kaufvertrag

Kann ein Anbieter den im Pflichtenheft hinterlegten Anforderungen entsprechen und hat man
sich nach überzeugender Produktpräsentation für einen dieser entscheiden, ist es sehr wichtig
die Vertragsinhalte genauestens zu formulieren. Inhalt der Vertragsverhandlungen sollte sein:

Tabelle 2

Wie viele Computer, Betten, Personal müssen


Lieferumfang
abgedeckt werden?

Vorgehen bei der Systemeinführung Werden Schulungen/Projektbegleitung angeboten?

Wartungsmodalitäten Werden Wartungsarbeiten angeboten?

Preis Wie hoch ist der Preis?

29
Kann unter den in der Tabelle zwei beschriebenen Punkten ein befriedigender Konsens
gefunden werden, steht einer Unterzeichnung des Kaufvertrages nichts mehr im Wege.
Grundsätzlich zu beachten ist bei der Vertragsunterzeichnung, dass mit Unterzeichnung eine
Vertragsgebundenheit entsteht.

Ein Vertrag ist eine von zwei oder mehreren Personen - den Vertragspartnern oder
Vertragsparteien - geschlossene Übereinkunft. Der Vertrag kommt durch korrespondierende
Willenserklärungen zustande, die ihrerseits auf die Herbeiführung dieses Erfolges
ausgerichtet sind. Pacta sunt servanda oder zu Deutsch "Verträge sind einzuhalten"
bezeichnet den Grundsatz des Vertragsrechts, nach welchem die Vertragsparteien an die
Verträge, die sie geschlossen haben, grundsätzlich gebunden sind (vgl. Koziol-Welser 2007 S.
166ff).

8. Vorbereitungen und Implementierung

Bevor mit einer in der Literatur empfohlenen Pilotierung (Probelauf) auf einer eigens dafür
ausgewählten Station begonnen wird, ist es notwendig, die zukünftigen Anwender mit den
bevorstehenden Veränderungen vertraut zu machen. Ziel ist es, den Umgang mit dem
Medium Computer und den damit verbundenen Veränderungen in individuellen
Tätigkeitsbereichen aufzuzeigen.
Was sich hier recht einfach darstellen lässt, wird in der Literatur als äußerst problematisch
beschrieben.

Vor Inkrafttreten der Dokumentationspflicht 1997 wurde auch in der Ausbildung des
diplomierten Pflegepersonals nicht viel Wert auf die Aneignung computerbasierter
Basiskenntnisse gelegt. Wie Studien belegen, ist der Umgang mit dem Computer für
Berufstätige im Pflegebereich deren Ausbildung schon weiter zurück liegt nicht
selbstverständlich. Was das genannte Pflegepersonal den frisch ausgebildeten diplomierten
Gesundheits- und Krankenschwestern (DGKS) an Erfahrungswissen voraus hat, bleibt
unbestritten. Jedoch haben diese meist ein ausgeprägtes Computerverständnis, welches heute
nicht mehr ausschließlich auf moderne Ausbildungsinhalte zurückzuführen ist. Hier ein
Auszug aus den aktuellen Ausbildungsinhalten der DGKS-Ausbildung:

30
EDV, fachspezifische Informatik, Statistik und Dokumentation: Angefangen von EDV-
Grundlagen (Word, Excel) über krankenhausspezifische Programme (Patientenverwaltung, -
dokumentation) bis hin zur Erstellung von einfachen wissenschaftlichen Arbeiten, wird Ihnen
hier eine breite Palette an Möglichkeiten, mittels neuer Technologien vermittelt.

(vgl. URL :Die Oö. Gesundheits- und Spitals-AG am 29.10.2009)

Selbstredend kommt noch die explosionsartige Entwicklung der Computer pro Haushalt der
letzten Jahre hinzu. Dies führt vor allem bei der jüngeren Generation zu einem EDV-nahen
Heranwachsen, was den Umgang mit dem PC fast selbstverständlich macht. In den letzten
sieben Jahren ist die Zahl der Computer von 66,5 auf 94,7 pro Haushalt (Standardfamilie:
zwei Elternteile und ein oder mehrere Kinder) angestiegen (vgl. Statistik Austria am
29.10.2009).

Um das Beschriebene auch beispielhaft zu untermauern, wurde in der Literaturrecherche nach


Studien gesucht, welche die Wichtigkeit einer gezielten Einschulung der späteren Anwender
unterstreicht.

Hier zu nennen ist z.B. die Implementierung eines Pflegedokumentationssystems an der


Medizinischen Hochschule Hannover. Es wurde bei der Akzeptanz des EDV-Systems bei den
Mitarbeitern anfänglich der Umgang mit der Maus als größte Herausforderung beschrieben
(vgl. Krause 2001). Tatsachen wie diese können die Implementierung dauerhaft verzögern.
Um späteren Problemen entgegenzuwirken, sollte an solche möglichen Schwierigkeiten schon
bei den Vertragsverhandlungen gedacht werden, und z.B. Schulungen als Vertragsbedingung
formuliert werden.

Auch bei der Einführung eines EDV-gestützten Pflegedokumentationssystems an der


Universitäts-Kinder- und Poliklinik Heidelberg konnten Startschwierigkeiten aufgrund der
Umstellung auf Computerbasis beschrieben werden Hier wurde dem Schulungsbedarf des
Pflegepersonals anfangs zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was sich in der Ablehnung der
User deutlich widerspiegelte. Der Computer stellte für das Pflegepersonal relativ unbekanntes
Neuland dar, was die Dokumentation unverhältnismäßig verlängerte. Es kam zu zeitlichen
Engpässen und Qualitätseinbußen in der Pflege am Patienten wurden befürchtet (vgl. Kandert
et al. 2001).

31
8.1 Schulungen

Es zeigt sich also, dass den Schulungen nicht genug Aufmerksamkeit zugeteilt werden kann.
Herbig et al. rät beispielsweise vor Schulungsbeginn, zu einer Einschätzung der Vorerfahrung
der Anwender, in Form einer Bildungsbedarfsanalyse. Diese Selbsteinschätzung soll mittels
Fragebogen erhoben werden und das Wissen über EDV-Basiskenntnisse der einzelnen
Anwender widerspiegeln. Die Bildungsbedarfsanalyse ermöglicht es, gezielt vor Beginn der
fachlichen Schulung des Anwendungssystems auf die späteren Anwender einzugehen.
Weiters wird dazu geraten, die Schulungen bereits in dem regulären Arbeitsumfeld stattfinden
zu lassen. Dies bedeutet z.B. die Verwendung hauseigener Begrifflichkeiten, eigene Namen
sowie die richtigen Stationsnamen. Diese Methode ermöglicht es den Usern, sich mit den
Schulungsinhalten besser identifizieren zu können (vgl. Herbig et al. S135ff).

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen des Landes Steiermark beispielsweise haben die
Möglichkeit, in ihren EDV-Schulungsräumen auf das in den Krankenanstalten der Steiermark
KAGes eingesetzte Programm (openMEDOCS Pflege) zur IT-gestützten
Pflegedokumentation zuzugreifen. Damit sind sie den Anforderungen der zukünftigen Praxis
gewachsen, die KAGes muss nicht lange einschulen und es können Fallstudien und
Simulationen im Unterricht geübt werden.

Für die individuelle Anpassung des Schulungsprogramms sollte sich der Anbieter bereit
erklären. Da für die Schulungszwecke beispielhaft schon Patientendaten bereitgestellt werden
müssen -um einen realistischen Betrieb schemenhaft darzustellen- kommt hier nun der User
auch schon erstmals mit dem Datenschutz in Kontakt. Im späteren Gebrauch mit dem
Programm bekommt jeder User einen eigenen sog. Account, der seinen Zugang auf die für ihn
relevanten Daten beschränkt.

8.2 Der Datenschutz

In der Literatursichtung zeigte sich, dass es sich hierbei um ein äußerst heikles Thema
handelt, bezüglich dessen die Meinungen stark divergieren. Faktum ist, dass die
Krankengeschichte eines Menschen zu seinen persönlichsten Daten gehört.
Datenschutz bedeutet heute mehr als die berühmte ärztliche Schweigepflicht; jedoch wurde
dieser selten mehr Bedeutung beigemessen als dieser Tage. Nur die Gewissheit der

32
Schweigepflicht und des Datenschutzes nimmt dem Patienten die Furcht vor den möglichen
Konsequenzen des Bekanntwerdens etwaiger Erkrankungen. Angst vor dem Arbeitgeber, der
Versicherung etc. in Kombination mit akutem Geldmangel -wie er in krisengebeutelten Zeiten
quasi omnipräsent ist-, schürt die Furcht vor Datenmissbrauch. Um hier keine Verzerrung des
Patientenverhaltens (meiden des Arztes; Internetdiagnosen) herbeizuführen, muss dem
Datenschutz im Gesundheitswesen große Bedeutung beigemessen werden.

Die gesamte Dokumentation im Krankenhaus, die natürlich auch die Pflegedokumentation


beinhaltet, muss, um diesem Anspruch gerecht zu werden, jedem, außer dem unmittelbar an
der Behandlung Beteiligten, Zugriff auf die Krankenakte verwehren. Geht man von den
Datenschutzregelungen (Bundesgesetz über den Schutz personenbezogener Daten) aus, kann
man ein sehr genaues Modell der Zugriffsrechte auf Daten im Krankenhaus erstellen. Dieses
lässt sich in wesentlichen Teilen durch Sicherungsmaßnahmen nach dem Stand der Technik,
absichern (vgl. Herbig et al. S175ff).

Hierzu soll beispielhaft zur Begrifflichkeit ein Auszug aus dem Bundesgesetz über den Schutz
personenbezogener Daten aufgezeigt werden:
§ 4. Im Sinne der folgenden Bestimmungen dieses Bundesgesetzes bedeuten die Begriffe:

1. „Daten'' („personenbezogene Daten''): Angaben über Betroffene, deren Identität bestimmt


oder bestimmbar ist; „nur indirekt personenbezogen'' sind Daten für einen Auftraggeber,
Dienstleister oder Empfänger einer Übermittlung dann, wenn der Personenbezug der Daten
derart ist, dass dieser Auftraggeber, Dienstleister oder Übermittlungsempfänger die Identität
des Betroffenen mit rechtlich zulässigen Mitteln nicht bestimmen kann;

2. „sensible Daten'' („besonders schutzwürdige Daten''): Daten natürlicher Personen über ihre
rassische und ethnische Herkunft, politische Meinung, Gewerkschaftszugehörigkeit, religiöse
oder philosophische Überzeugung, Gesundheit oder ihr Sexualleben (vgl. RIS Bundesrecht:
Gesamte Rechtsvorschrift für Datenschutzgesetz 2000, Fassung vom 29.10.2009).

Durch den vereinfachten Datenaustausch von EDV-gestützten Dokumentationssytemen mit


dem Zweck, schneller und umfangreicher auf den Patienten eingehen zu können, ist die
Gefahr eines Missbrauchs gegeben. Da die Forschung sich anfangs sehr stark auf eine
einheitliche Sprache, der sog. Terminologie konzentrierte, wurde dem Datenschutz nicht die
notwendige Aufmerksamkeit in der Verwendung mit computergestützter Dokumentation

33
beigemessen Dies hat sich aber aufgrund des beobachtbaren Trends EDV-gestützter
Dokumentation in den letzten Jahren stark verbessert. Trotz der Tatsache, dass dem Thema
einheitlicher Pflegefachsprache sehr viel Forschungsarbeit voraus ging, konnte bis heute noch
kein wirklich befriedigendes Ergebnis erzielt werden (vgl. Herbig et al. S175f).

9. Ausblick

Verschiedene Kulturen sowie deren Sprachgebrauch und auch unterschiedliche Ausbildungen


erschweren es, sich einheitlicher Bezeichnungen zu bedienen. Die Punkte Kultur und Sprache
führen immer wieder zur Diskussion ob Pflegediagnosen, die in einem anderen Kulturkreis
erstellt wurden einfach nach „Österreich oder Deutschland“ exportiert und übersetzt werden
können.
Dies sollte aber jetzt kein zu negatives Licht auf diese Thematik werfen. Für den
individuellen Gebrauch ließen sich bei der Implementierung von EDV-gestützten
Pflegedokumentationssystemen unter Verwendung meist eigener Hauskataloge bereits
beachtliche Erfolge erzielen. Beispielweise wurde am LKH-Universitätsklinikum Graz 2006
von der herkömmlichen konventionellen Dokumentation auf die elektronische Dokumentation
umgestellt. Es handelt dabei um ein medizinisches und pflegerisches Kommunikations- und
Dokumentationsnetzwerk. (vgl. Gell 2000 S. 148f)

Um einen realistischen Ausblick der EDV-gestützten Pflegedokumentation zu erörtern bedarf


es mehr als einer ausführlichen Literaturrecherche. Anhand der genannten Probleme und des
beschriebenen Aufholbedarfs lassen sich jedoch ganz klare Notwendigkeiten einer
zukünftigen Implementierung erkennen.
Als erstes wäre hier -wie beschrieben- einen Abschaffung multikultureller Sprachbarrieren die
eine inhaltliche Beschreibung von Gesundheit und Krankheit, über einen Krankenhausbetrieb
hinaus notwendig. Dieser Fortschritt würde zu einer weitaus größeren Akzeptanz des
Pflegepersonals im Gebrauch computergestützter Pflege führen. Eine einheitliche Sprache zur
Identifikation des Berufsbildes könnte die Abwehrhaltung gegenüber neuen Formen der
Pflege in Luft auflösen. Dieser Abwehrhaltung gilt es sich zu bedienen um ihre Inhalte zu
analysieren. Denn dass die EDV-gestützte Pflegedokumentation unbestrittene Fortschritte in
der Pflege mit sich bringen kann, wurde in der Arbeit aufgezeigt. Der Widerstand gegenüber
einer Verbesserung der Pflege ist oft stark, da die Vorteile einer EDV-gestützten

34
Pflegedokumentation oft nicht klar formuliert werden. Auch spielt die Furcht vom Verlust
traditioneller Behandlungsmethoden eine essentielle Rolle in der Abwehrhaltung des
Pflegepersonals.

In Zukunft wird auch der Wettbewerb der Kliniken das Thema Pflege zu einer der
Hauptaufgaben machen. Pflege wird ein wichtiger Wettbewerbs- und Marketingfaktor. Aus
diesem Grund werden pflegerische Prozesse optimiert, um die Qualität für den Patienten zu
erhöhen. Nur so lassen sich auch Kosten für die größte Berufsgruppe des Krankenhauswesens
beherrschen.
Dieser Weg lässt sich laut der Literaturrecherche in Zukunft nicht mehr ohne die
Unterstützung von Dokumentations- und Kommunikationstechnologien beschreiten. Ein
wesentlicher Bestandteil der Kommunikationstechnologien wird in Zukunft die EDV-
gestützte Dokumentation darstellen. Sämtliche pflegerische Prozesse müssen darin optimal
abgebildet werden. Diese qualitative Steigerung des Pflegeprozesses kann jedoch nur durch
eine an den höchsten Standards gemessenen Schulung und Ausbildung entstehen, und ist
deshalb mit höchster Priorität einzustufen (vgl. Mania 2008 S.7).

Hierfür wird in der Literatursichtung auch des Öfteren auf den Bedarf einer Akademisierung
der Pflegeausbildung hingewiesen. Diesbezüglich werden sehr gut ausgebildete Lehrkräfte
benötigt die unter Verwendung der neuesten Standards den Bedarf einer EDV-gestützten
Pflege kommunizieren können. Die Studenten (in den USA z.B. bedient man sich aufgrund
der akademisierten Pflegeausbildung dem Begriff Student) und Schüler der Gesundheits- und
Krankenpflegeschulen sollen im Umgang mit den entsprechenden Anwendungsprogrammen
geschult werden. Auch hier ist die rasante technologische Entwicklung mit immer kürzeren
Produktzyklen nicht ausschließlich positiv zu bewerten. Denn wer auf dem aktuellen Stand
der Technologie ausbilden will, muss regelmäßig in Soft- und Hardware investieren. Es ist
nachvollziehbar, dass viele Einrichtungen diese finanzielle Belastung nicht immer tragen
können. Es bleibt die Hoffnung, dass unter den tendentiell sinkenden Preisen der Rechner-
und Anwendungssysteme ein realistischer Konsens zwischen Kosten und Nutzen gefunden
werden kann.

„Es muss daran erinnert werden, dass nichts schwieriger zu planen ist, nichts zweifelhaftere
Erfolgsaussichten besitzt und gefährlicher zu handhaben ist, als die Einführung eines neuen
Systems. Denn der Initiator macht sich diejenigen zum Feind, die vom Erhalt der alten
Institutionen profitieren und gewinnt die nur lauwarme Freundschaft derer, die das neue
System vielleicht begünstigt.“ - Machiavelli 1513 – The Price -

35
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