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Seminar ‚Ausgewählte Erziehungs- u.

Bildungstheorien im
systematischen Vergleich‘ (Mo. 12-14 Uhr, R. 2.105)

13. Sitzung, 25.01.2017


Einführung ‚Wissenschaftliches Arbeiten‘ I

Dozent: Thilo Horlacher (M.A.), MSW 13, R. K 03,


thilo.horlacher@tu-dortmund.de (Sprechzeiten n. V.)
Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens

1. die Themenfindung und -eingrenzung


2. die Planung der Arbeit
3. die Literaturrecherche, -rezeption, -bewertung
4. die Konzeption bzw. Gliederung der Arbeit
5. die Auswertung und Darstellung wissenschaftlicher Inhalte
6. die Abgabe der Arbeit
1. Grundsätzliche Vorbereitung des
Arbeitsplatzes
 VPN-Client (Online-Zugriff auf das Netzwerk der TU Dortmund):
https://service.tu-dortmund.de/vpn
 Hilfe und Betreuung bei ITMC-Service Desk
 Arbeitsplatzumgebung modifizieren (u.a. Lesezeichenleiste, Favoriten im
Browserfenster)
 … und ggf. stilvolle Hilfsmittel, um sich auf den guten Geist der (Sozial-
)Wissenschaft(en) einlassen zu können:
a.) Themenfindung und Themenabgrenzung

Entdeckungszusammenhang:
− Ansatzpunkt ‚Lebensweltlicher Hintergrund‘ (Themen aus der Praxis, persönliches
Handlungsmotiv)

davon zu unterscheiden ist jedoch der

Begründungszusammenhang:
− Wissenschaftliche Ansprüche (Objektivität, Neutralität, intersubjektive
Nachvollziehbarkeit, d.h. Logik und Transparenz)

Generelle Leistung der WissenschaftlerIn:


- Thema so abgrenzen, dass es inhaltlich zu bewältigen ist
- Entwicklung einer möglichst innovativen Sichtweise
a.) Themenfindung und Themenabgrenzung I

Danach soll eine Arbeit - lt. Umberto Eco (1996) -:

 „einen erkennbaren Gegenstand [behandeln T.H.], der so […] umrissen ist, daß
[sic!] er auch für Dritte erkennbar ist [...]
 Dinge sagen, die noch nicht gesagt worden sind, oder sie muß [sic!] Dinge, die
schon gesagt worden sind, aus einem neuen Blickwinkel sehen [...]
 für andere von Nutzen sein […]
 Angaben enthalten, die es ermöglichen, die Auseinandersetzung in der
wissenschaftlichen Öffentlichkeit fortzusetzen [...]“
 Angaben […], die es ermöglichen nachzuprüfen, ob ihre Hypothesen richtig oder
falsch sind.“

(Eco 1996: S.40-45)


b.) Planung einer wissenschaftlichen Arbeit

Phasen des wiss. Arbeitens i. Anlehnung an Theisen (1998: S.16-23):

• Allgemeine Planungsphase (zeitl. Grobplanung)


• Vorbereitungsphase (Ressourcen und Informationen swoie Rahmenbedingungen
checken)
• Übersichtsphase (Überblick zu den einzelnen Dimensionen, klare Abgrenzungen
schaffen)
• Literaturbeschaffung und –bewertung (gezielt Literatur recherchieren und auswerten)
• Gliederung, Konsultationen (Erstellung einer ersten Gliederung, logische Konsistenz)
• Erste und zweite Fassung der Arbeit (Überarbeitung der ersten Fassung um logische
Brüche aufzufinden)
• Typoskript (wird nach rund 5/6 der Bearbeitungszeit nur noch auf Formalitäten
(Grammatik, Rechtschreibung) überprüft
• Vervielfältigung (je nach Art der wiss. Arbeit)
Literaturbeschaffung und -bewertung

Die Ziele der Literaturbeschaffung bestehen darin,


- Mittels relevanter Grundlagenliteratur einen Einstieg in das Themenfeld zu finden,
- einen möglichst vollständigen Überblick über die Forschungsliteratur und v.a.
den Forschungsstand zu erhalten (selten zu erreichen!);
- möglichst die aktuellste Literatur zu verarbeiten;
- inhaltlich bedeutsame Literatur zu verarbeiten, d.h. solche Literatur, die zum
Thema passt und selbst wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

Bewertung von Quellen:


a.) Zitierfähigkeit (autorielle Zurechenbarkeit)
b.) Seriosität (z.B. durch ausgewiesene Hochschulpublikationen)
c.) wissenschaftliche Fachliteratur (Zurechnung zu einer wissenschaftliche Institution)
Literaturbeschaffung und –bewertung I

Einschätzungs- u. Bewertungskriterien:

- Aktualität der Quellen


- Vorrang der wissenschaftlichen Literatur !
- Reichweite und theoretische Richtung der Publikation (Literatur soll zu eigener wiss. Arbeit
passen.

Daher:
 Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Abstracts lesen!
 Einschätzung anhand des Literaturverzeichnis vornehmen (z.B. eher Klassiker o. aktuelle
Literatur?)
 Abbildungen und Tabellen geben Auskünfte

Ziel: Eindruck gewinnen, ob sich das Weiterlesen lohnt (zeitökonomisch!)


Literaturbeschaffung und –bewertung II

Für den ‚schnellen‘ Überblick eignen sich:

- Fachlexika und Handbücher


- Lehr- und Einführungswerke
- Sammelbände
- Internetsuchmaschinen
- Fachdatenbanken
Bibliotheksrecherche

Meta-Katalog, z.B.:
http://kvk.bibliothek.kit.edu/?digitalOnly=0&embedFulltitle=0&newTab=0

Lokale Bibliotheksbestände, z.B. der UMAR uvm.:


TU Dortmund:
FH Dortmund:
RUB:
Uni DUE:
Datenbanken

Boolsche Operatoren für Suchmaschinen: ‚UND‘ / ‚ODER‘ (z.B.: [Macht AND


Soziologie AND Erziehung])

Fachdatenbanken der TU Dortmund:


https://www.ub.tu-dortmund.de/Fachinformation/index.html

Weitere Datenbanken, z.B.:


http://link.springer.com/
http://www.sciencedirect.com/
https://www.degruyter.com/browse?authorCount=5&pageSize=10&searchTitles=true&
sort=datedescending&t1=SN&type_0=books

 mit VPN-Client Verlinkungen zur Verfügbarkeit in der eigenen Bibliothek:


https://scholar.google.de/
Vielen Dank!

Nächste Sitzung ‚Wissenschaftliches Arbeiten‘ II


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