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Der erzieherische Wert der Kunst

Während meiner Arbeit wird das Thema ,,der erzieherische Wert der Kunst,, behandelt, was
einer der wichtigsten Bestandteile der Erziehung ist.

Ich möchte eben auf die Frage eingehen, ob die Kunst einen erzieherischen Wert hat oder nicht.
Um auf diese Frage Antwort zu geben und diese zu begründen, habe ich versucht Argumente
und Beispiele zu bringen.

Erstens möchte ich den Begriff ,,Kunst,, erklären. Das Wort Kunst bezeichnet im weiteren Sinne
jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition
gegründet ist. Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeiten
benannt, die nicht durch Funktionen festgelegt sind. Seit der Aufklärung versteht man unter
Kunst die Ausdrucksformen der schönsten Künste: Bildende Kunst mit klassischen Gattungen,
Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur, dartsellende Kunst mit Theater, Film, dann Musik,
Literatur mit ihren Hauptgattungen.

Die Kunst spielt eine wesentliche Rolle in unserem Leben. Sie hat zwei Seiten: einerseits zeigt
sie uns das Leben und andererseits geht man von der Wirklichkeit weg.

Zuerst möchte ich den erzieherischen Wert der Bildenden Kunst veranschaulichen. Bei der
Formung der Persönlichkeit spielt die ästhetisch-künstlerische Erziehung durch verschiedene
Kunstformen, daruner auch Bildende Kunst, eine wichtige Rolle. Durch die Bereicherung der
inneren Welt der Person durch Mittel der Bildenden Kunst wird eine vielseitige Beziehung nicht
nur zur Malerei, sondern zur gesamten äußeren Umwelt entwickelt. In diesem Vorgang werden
ästhetische Ansichten der Persönlichkeit, Geschmack, Beziehungen, Kunstbedürfnisse
formuliert. Man eignet sich moralische, intellektuelle, physische Eigenschaften an. Das
Spektrum der Einflussnahme der Kunst ist breiter. In erster Linie ist sie Weg zur Welt- und
Umwelterkennung, strebt durch Vielseitigkeit, Buntheit jeder Erscheinung dazu, ihre
wesentlichen Verbindungen mit anderen Erscheinungen herauszufinden. Ein Beispiel dafür
wäre Malerei mit Naturbildern, da die Natur einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die
Persönlichkeitsbildung ist. Sie ist die erste Quelle bei der Bildung von Vorstellungen über die
Welt, ihre Schönheit. Da der Maler nicht nur einfach ein Stück der Natur darstellt, sondern
seine ganze Seele ins Bild hinein bringt, bekommt man ökologisches Bewusstsein, Liebe zur
Heimat, eine behutsame Beziehung zu Naturschätzen, ein Verständnis der Naturästhetik und
insgesamt das Verständnis des Zusammenhangs zwischen Mensch und Natur vermittelt.

Als weiteres Beispiel möchte ich eine Kunstform aus der Darstellenden Kunst bringen, und zwar
das Theater. Eine Sonderstellung besitzt das Theater im Rahmen aller Künste durch seinen Live-
Charakter. Das Publikum sieht eine Geschichte, welche direkt vor seinen Augen zum Leben
erweckt wird, dadurch entsteht eine subjektive Realität. Im Theater sieht der Mensch sich
selbst, verkörpert durch den Shauspiel zu. Theater ist Vermittler von Geschichten, Werten, oder
Botschaften. Es ist Schule der Wahrnehmung. Man kann hier beobachten, Zusammenhänge
herstellen. Inneres mit Äußerem verbinden, Gefühle mit Wahrnehmungen verknüpfen.

Die ästhetisch-künstlerische Erziehung ist auch für die Schüler wichtig. Gerade hier würde ich
die Waldorfschulen als Beispiel bringen, in denen die Kunst als Erziehungsmittel einen
besonderen Stellenwert hat. Am bestern untersucht und dokumentiert ist die Bedeutung der
musikalischen Erziehung als Förderung der Intelligenz und der Sozialkompetenz. Gesteigerte
Wahrnehmungsfähigkeit, Stilgefühl, Qualitätsempfinden sind wirksame Elemente um
emotionale Inteligenz ausbilden zu können. Musik dient der freien Entfaltung der
Persönlichkeit, vermittelt Weltvorstellungen und Halt in einer chaotischen Lebenswelt.
Musikalisches Empfinden und musikalischer Ausdruck erweitern die Weiterfahrung und
Selbstefahrung der Menschen. Musizieren kultiviert die Kommunikationfähigkeit und fördert
soziales Verhalten, Konzentrationsvermögen Kreativität, Ausdrucksfähigkeit, Leistungswillen.

Das Theater spielt auch als Fach eine wichtige Rolle in Waldorfschulen. Durch Theater
vermittelten motorisch-kreativen Inhalte stärken die emotionalen, kognitiven, kommunikativen
Fähigkeiten. Die Schüler erfahren, wie sich in vertrauensvollem Zusammenspiel mit Mitschülern
Themen, Gefühle, Aussagen künstlerisch umsetzen lassen. Die Schüchternen werden mutig, die
Aggressive werden rücksichtsvoll.

Ich knüpfe hier noch einmal an meine Anfangsthese über die Einflussnahme der Kunst bei der
Persönlickkeitsbildung an. Sowie aus dem bildhaften Erleben das begriffliche Verstehen
hervorgeht, so kann künstlerisches Tun die Intelligenz fördern.

Zusammenfassend möchte ich betonen, dass die künstlerische Betätigung Phantasie und
Kreativität herausfordert und das Empfinden für Qualitäten entwickelt. Sie ist die beste
Vermittlerin zwischen der sinnlichen und geistigen Nataur des Menschen.