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berner schule école bernoise

10∙15

AZB 3001 Bern

Delegiertenversammlung
Start mit neuen Strukturen

Migration Lohnmassnahmen Nachgefragt


Beispiel Späte Einsicht Bei der Bildung
Trubschachen in Bern sparen?
EDITORIAL

Espresso
Von Beat Wirz

5 7
Ausgabe vom 10. Dezember 2015 MIGRATION
«Tamilische Kinder
werden gedrillt und müssen
AKTUELL
Delegierte fällen
wegweisende Entscheide
E s waren andere Zeiten, als Auftraggeber
dicke Werbebudgets zur Verfügung hatten,
als Agenturen an Präsentationssitzungen zu
E n d’autres temps, les donneurs d’ordre
disposaient de budgets de communica-
tion confortables, les agences de presse
Impressum hören bekamen, für Mehrkosten von 120 000 invitées aux séances de présentation
berner schule viel auswendig lernen»
(vormals «Berner Schulblatt») Franken brauche man nicht Grünlicht des apprenaient que pour des dépassements
148. Jahrgang/148e année Chefs, über so kleine Beträge könne man jeder- de l’ordre de 120 000 francs, il n’était pas

11
ISSN 1661-2582

Erscheint monatlich
Auflage / Tirage: 10 120 (WEMF/SW-beglaubigt 12-13)
8 PÄDAGOGIK
zeit selber verfügen. Es waren Zeiten, da
konnten Werbetexter und Journalisten sich
nécessaire d’avoir l’accord du patron, qu’on
pouvait en tout temps disposer pour de tels
PÄDAGOGIK noch Zeit nehmen, sich in ein Thema einzu- montants modestes. C’était une époque où
Herausgeber/Editeur 10 Jahre Geniale Regionen arbeiten, nicht eine oder zwei Stunden, sondern les rédacteurs de textes publicitaires et les
Lehrerinnen und Lehrer Bern LEBE LEBE-Forscherkiste boten kreaKtive Weiterbildung ein paar Tage. journalistes prenaient tout le temps voulu
Enseignantes et enseignants Berne LEBE Natürlich: Es gibt heute noch Unterneh- pour se mettre au courant d’un sujet, pas
Adresse men, Institutionen und Organisationen, bei une heure ou deux, mais quelques jours. Beat Wirz ist Leiter
berner schule
Lehrerinnen und Lehrer Bern LEBE
Monbijoustrasse 36
12 14 denen das Portemonnaie locker sitzt. Aber
spätestens mit der Finanzkrise wurde allen
Certes, il existe encore des entreprises,
institutions ou organisations très à l’aise
Kommunikation
und Redaktor der
Postfach 7163 GEWERKSCHAFT MITTELSTUFE klar, dass die Zeiten sich geändert hatten. financièrement. Mais dès après la crise finan- «berner schule».
3001 Bern LEBE ist mit den Lohnmass- Mittelstufenversammlung Grosse Werbeagenturen entlassen bei schlech- cière, chacun a bien vu que les temps avaient
nahmen 2016 einverstanden im Schloss Thun ter Auftragslage grosse Teile der Belegschaft, changé. De grandes agences de publicité li- Beat Wirz est directeur
Fax 031 326 47 48
E-Mail: bernerschule@lebe.ch und mir ist ein Zürcher Werber in Erinnerung, cencient à tour de bras quand les commandes de la Communication
www.lebe.ch der dazu sagte: Die Latte-Macchiato-Zeit sei baissent, et j’ai encore à l’esprit ce qu’un et rédacteur de l’école

Redaktion
Beat Wirz (BW)
16 21 vorbei, man trinke jetzt wieder Espresso.
Die geschilderte Entwicklung hat die ge-
publicitaire zurichois m’a dit à ce propos :
« Le temps du Latte macchiato est passé, on
bernoise.

Tel. 031 326 47 57 KINDERGARTEN UND LEBE-BERATUNG / CONSEIL DE LEBE samte Wirtschaft erfasst – und natürlich boit maintenant de nouveau des Espresso. »
UNTERSTUFE Das Arbeitszeugnis – auch das Bildungssystem. Überall wird gespart, L’évolution décrite a concerné toute
Layout / Gestaltung
Anna Katharina Bay-Dübi Spielen macht klug! fair und wahrheitsgetreu nach Lösungen gesucht. Gerade haben die l’économie et bien sûr aussi le système de
Tel. 031 326 47 58 beurteilt werden Kantone wieder eine halbe Milliarde bei der formation. Partout on économise, partout
Bildung gestrichen, und als kürzlich ein Luzerner on recherche des solutions. Tout récemment,
Traduction
Pierre Alain Chopard Politiker in diesem Zusammenhang das ab- les cantons ont de nouveau raccourci d’un
Apostroph Group
Transit TXT AG 23 24 gegriffene Bild des Gürtels brachte, den
nun alle ein wenig enger schnallen müssten,
demi-milliard les budgets de la formation,
et lorsqu’il y a peu un politicien lucernois,
Korrektorat IN EIGENER SACHE NACHGEFRAGT und sagte, dass die Lehrpersonen halt nun dans ce contexte, a employé l’image rebattue
Renate Kinzl Regula A. Bircher, Sparen bei der Bildung, noch ein wenig mehr Engagement zeigen de la ceinture « que tous devaient serrer un
Geschäftsführerin LEBE um Steuern zu senken? müssten, habe ich mich gefragt, wie gut der peu davantage », disant que les enseignants
Anzeigenmarketing
Stämpfli AG Mann wohl darüber informiert ist, wie eng devraient faire encore un peu plus d’efforts
Wölflistrasse 1, Postfach 8326 der Gürtel bereits sitzt. Und ob seine Überle- dans leur travail, je me suis demandé com-
3001 Bern
Tel. 031 767 83 30
therese.herren@staempfli.com
30 33 gungen wohl mit der Distanz zwischen seiner
Position und dem realen Alltag zusammen-
ment ce monsieur était informé sur les crans
actuels de la ceinture déjà serrée. Et j’ai son-
FINANZRATGEBER VERSCHIEDENES hängen – selbst grosse Klassen sehen auf gé que ses réflexions ont quelque chose à voir
Druck Einschränkungen beim weite Entfernung verhältnismässig klein aus. avec la place où il se trouve, bien éloignée de
DZB Druckzentrum Bern AG
Kapitalbezug Von einem Politiker aus dem Kanton Bern la réalité quotidienne : vues de loin, même les
Abonnemente/Abonnements aus der Pensionskasse haben wir genauer wissen wollen, wie er seine grandes classes ont l’air relativement petites.
Nichtmitglieder/Non-membres: Ideen zu Einsparungen in der Bildung argu- Nous avons rendu visite à un politicien
Fr. 65.– / Jahr plus MWSt.
mentiert. Lesen Sie unsere Fragen und seine du canton de Berne pour lui demander
Aufgrund einer Leistungsvereinbarung
mit der Vereinigung der Studierenden 37 39 Antworten auf Seite 20.
Übrigens mag ich Espresso durchaus gerne.
quelles sont ses positions à propos des
économies dans la formation. Vous trouverez
2 — BS 2015 AUSGABE 10

3 — BS 2015 AUSGABE 10
der PHBern (VdS) wird die Zeitschrift auch
rund 1500 Studierenden zugeschickt. AGENDA DAS LETZTE WORT Mit einer wesentlichen Einschränkung: nos questions et ses réponses aux pages 20.
Um einen wirklich bekömmlichen Espresso A propos: j’aime beaucoup l’Espresso ;
Bestellungen und Adressänderungen zuzubereiten, braucht man eine gute avec une restriction d’importance cepen-
LEBE-Geschäftsstelle
Tel. 031 326 47 51 Maschine. Sonst wird er ungeniessbar oder dant : pour obtenir un espresso vraiment
bitter. So eine Maschine ist ziemlich teuer. agréable, il faut une bonne machine, sans
Nächste Ausgabe: 2. Februar 2016 quoi il est imbuvable et amer. Et une telle
Prochaine édition: 2 février 2016
Redaktionsschluss: 15. Januar, 7.00 Uhr Titelbild: Nach der Delegiertenversammlung ist der Verband bereit, um mit neuen Strukturen machine de qualité est relativement chère.
Délai rédactionnel: 15 janvier, 7.00 h und neuem Auftritt ins 2016 zu starten. Bild: Shutterstock
SANDROS CARTOON MIGRATION

«TAMILISCHE KINDER
WERDEN GEDRILLT UND MÜSSEN
VIEL AUSWENDIG LERNEN»
Interview: Reto Wissmann

Die Schule Trubschachen hat einen Elternabend exklusiv für Tamilen durchgeführt.
«Sie waren sehr empfänglich für unsere Informationen», sagt Co-Schulleiterin
Verena Rüfenacht-Ruff. Obschon im oberen Emmental seit Jahrzehnten viele Tamilen
leben und arbeiten, gibt es noch immer Verständigungsprobleme.

Wie kam es dazu, dass Sie erstmals Wie unterscheiden sich diese

Bild: zVg
einen Elternabend nur für tamilische Grundsätze überhaupt?
Familien organisiert haben? Kleine tamilische Kinder werden
Eine Unterstufenlehrperson wollte stark verwöhnt und die Eltern
schon vor längerer Zeit, dass wir die
sagen kaum je nein. Die Erwach-
tamilischen Eltern aufklären, dass senen zeigen damit ihre Dankbar-
man bei uns die Kinder nicht ver- keit, dass sie fruchtbar sind und
prügelt, wenn sie schlechte Noten Kinder haben können. Im Alter
nach Hause bringen. Später habe von etwa fünf Jahren werden
ich die Dolmetscherin Theresa den Kindern dann aber plötzlich
Anthoneypillai kennen gelernt. Sie Grenzen gesetzt. Die Tamilen wol-
wohnt seit bald 30 Jahren in der len gut erzogene Kinder und sind Verena Rüfenacht-Ruff und Theresa Anthoneypillai
Schweiz und setzt sich für das bes- extrem leistungsorientiert. Das
sere Verständnis zwischen Tamilen sind wir in unserer Schule zwar
und Schweizern ein. Zunächst ha- teilweise auch, wir nehmen aber Der Leistungsdruck geht tatsächlich
ben wir zusammen an einer Leh- immer Rücksicht auf die Entwick- so weit, dass die Kinder für schlechte
rerkonferenz Fragen von Hygiene lungsphase und das Potenzial ei- Noten Schläge bekommen?
über Kultur bis zu Religion geklärt nes Kindes. Wir drücken ein Kind Ja, die Kinder haben Angst, mit
und im November dann den spe- nicht, wenn wir merken, dass es schlechten Noten nach Hause zu
ziellen Elternabend organisiert, nicht mehr leisten kann, sondern gehen, und weinen manchmal des-
damit die tamilischen Eltern auch unterstützen es positiv in dem, wegen in der Schule. In einzelnen
uns Fragen stellen können. was es eben bringen kann. Tami- Fällen kann es vorkommen, dass
lische Kinder werden gedrillt und ein Kind wegen schlechter Noten
Wie war das Echo? müssen viel auswendig lernen. mit dem Gürtel geschlagen wird.
Sämtliche tamilischen Mütter ka- Oft fehlt ihnen dann aber das tie-
men an den Elternabend, obschon fere Verständnis für die Materie. Wie reagieren Sie darauf?
meist beide Elternteile in der Wir versuchen den Eltern immer
Kambly-Fabrik Schicht arbeiten. Die Eltern wollen, dass es ihre wieder klar zu machen, dass das
Sie waren sehr empfänglich für Kinder möglichst weit bringen. nicht geht, und wir erklären ihnen
unsere Informationen und haben Sie möchten, dass ihre Kinder un- auch, dass man durch Schläge
die Gelegenheit, Fragen zu stellen, bedingt den Übertritt in die Sek nicht besser lernt. Das ist manch-
rege genutzt. und ins Gymnasium schaffen. mal sehr schwierig, da die Eltern
Wenn es um die Selektion geht, oft kaum Deutsch verstehen. In
Was war das Ziel können ansonsten ruhige und an- den letzten Jahren ist aber doch
dieses Elternabends? ständige Eltern auch mal laut und eine leichte Besserung feststellbar.
Das gegenseitige Verständnis sollte unangenehm werden. Seit es im
besser werden. Theresa Anthoney- Kanton Bern die Möglichkeit einer Bei uns gehörten körperliche
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pillai wollte zudem «ihren» Leuten Kontrollprüfung gibt, hat sich die Strafen früher auch zum Repertoire
die hiesigen Erziehungsgrundsätze Situation etwas entspannt. Am der Erziehungsmethoden.
weitergeben, weil sie als dreifache Elternabend konnten wir zudem Uns fällt auf, dass in der tamili-
Mutter selber von diesen über- die verschiedenen Wege unseres schen Kultur vieles noch so ist wie
zeugt ist. Bildungssystems aufzeigen. Viele bei uns vor 60 oder 100 Jahren.
Eltern waren danach erleichtert, Mädchen sollen zum Beispiel nicht
dass das Gymnasium nicht der ein-
zige Weg zum Erfolg ist.
MIGRATION AKTUELL

neben Buben sitzen und die Familie


ist sehr patriarchalisch geprägt. Die
Dolmetscherin erklärt den Eltern,
informieren die Eltern vorab auch
entsprechend. Am Elternabend ha-
ben wir gemerkt, dass sie sehr froh
Bei der Grammatik, den Lauten
und Zeichen gibt es kaum Gemein-
samkeiten zwischen Tamilisch und
Delegierte fällen wegweisende Entscheide
dass sie die Entwicklung jetzt im sind, dass wir das Thema in der Deutsch, der Ursprung der beiden Von Regula A. Bircher
Schnellzug durchlaufen müssen. Schule mit den Kindern behandeln. Sprachen liegt weit auseinander.
Ein noch grösseres Tabu ist das Das ist ein Grund. Die Eltern sa-
Gibt es keine Abwehr dagegen? Es Kastensystem. Darüber können wir gen aber auch, dass sie nach ihrer
Am 9. Dezember 2015 hat in Bern die halbjährliche Delegiertenversammlung von LEBE
wird ja schnell heikel, wenn man eine mit den Eltern nicht sprechen, das Schicht in der Fabrik und der Fami- stattgefunden. Unter anderem haben die Delegierten wichtige Entscheide
Kultur quasi über die andere stellt. wäre eine Ehrverletzung. lienarbeit zu Hause keine Zeit und
Nein, die Eltern waren sehr offen. Energie mehr aufbringen, einen
im Zusammenhang zur Verbandsentwicklung gefällt. Die Öffnung des Verbandes
Sie haben auch gesagt, dass sie froh Ist der Kontakt zwischen Mädchen Sprachkurs in Bern zu besuchen. kann nun richtig beginnen.
um Unterstützung seien. Entschei- und Buben problematisch? Sie haben sich am Elternabend
dend ist sicher, dass die tamilischen Tamilische Kinder vermeiden den nun einstimmig gewünscht, dass
Eltern in unserer Übersetzerin eine Kontakt zum anderen Geschlecht wir für sie am Samstagmorgen
Vertrauensperson sehen. wenn möglich und geben sich zum einen Deutschkurs im Dorf orga- Zwar hatte die Delegiertenver- den Anpassungen. So konnte
Beispiel im Spiel nur mit innerem nisieren. Gleichzeitig werden wir sammlung 2011 eine Struk- LEBE-Präsident Martin Gatti Fraktionen und Regionen
Mit welchen Problemen werden Sie Widerstand die Hand. Es kann auch bei schwierigen Elterngesprächen turreform im Sinne einer Ver- am Ende einer regen Diskussion im Überblick
sonst noch konfrontiert? schwierig sein, ein Mädchen neben aber auch vermehrt die Dolmet- schlankung in Auftrag gegeben. mit Genugtuung festhalten, dass
Den tamilischen Kindern fehlt oft einen Buben zu setzen.Wenn es ums scherin beiziehen. Trotzdem hat sie nun am 9. De- der Verbandsöffnung, und somit Fraktionskonferenz Pensionierte
der Bezug zur Natur. Die Eltern Skilager geht, sind vor allem die El- zember 2015 mit grosser Begeiste- der Mitsprachemöglichkeit von
Fraktionskonferenz Schulleitungen
gehen mit ihnen kaum nach draus- tern sehr ängstlich. Wir kämpfen Besteht da nicht die Gefahr, dass rung und ohne Gegenstimmen die neuen Gruppierungen in der Lei-
sen. Zu einer Wanderung ist ein aber dafür, dass alle mitkommen. die Motivation, Deutsch zu lernen, neuen Statuten gutgeheissen, wel- tungskonferenz, nichts mehr im Fraktionskonferenz Musik-,
Bub einmal mit dem Rollkoffer er- schwindet? che die Verbandsstrukturen nicht Wege steht. Tages-, Sonderschulen
schienen. Bereits im Kindergarten Wie ist das Verhältnis zwischen Wir dürfen ihnen sicher nicht alle vereinfachen, sondern optimie-
Fraktionskonferenz Spezial-
versuchen wir den Kindern mit re- den tamilischen und Schwierigkeiten aus dem Weg ren: Ab 2016 ist der Verband neu Jahr des Aufbruchs
unterricht
gelmässigen Waldtagen die Natur den Schweizer Kindern? räumen. Wenn es allerdings so in Regionen und Fraktionen statt Neu werden die Regionen nach
näherzubringen. Ein weiteres Es existieren keine grossen Gräben. schwierig wird, dass die Kinder bisher Regionen und Stufen einge- den Wahlkreisen des Kantons Fraktionskonferenz Tertiär
Thema sind übermüdete Kinder im Gerade wegen der Sprache gibt es darunter leiden, dann muss man teilt. Wie ist es dazu gekommen? eingeteilt, was einige Umvertei-
Fraktionskonferenz Berufsbildung
Unterricht: Aus religiös-kulturellen aber manchmal schon Grüppchen. etwas unternehmen. lungen von Mitgliedern mit sich
Gründen sollten tamilische Fami- Eine Zeit lang haben wir ver- Weg für Verbandsöffnung bringen wird. Die Stufen werden Fraktionskonferenz Gymnasium
lien regelmässig gemeinsam am boten, in der Schule Tamilisch zu geebnet zu Fraktionen, weil unter die-
Fraktionskonferenz Sek I
Tisch sitzen. Da in der Regel beide sprechen. Das haben wir unterdes- Verena Rüfenacht-Ruff (51) 2014 präzisierte die Leitungs- sem Begriff die verschiedenen
Elternteile Schicht arbeiten, ist es sen aber wieder aufgehoben, weil ist im Seeland aufgewachsen, konferenz den Auftrag zur Struk- Gruppen von Mitgliedern besser Fraktionskonferenz Mittelstufe
auch schon vorgekommen, dass die Einhaltung der Regel kaum zu hat in Biel das Seminar besucht turreform und diskutierte im subsummiert werden können.
Fraktionskonferenz Eingangsstufe
Eltern ihre Kinder dafür mitten in überprüfen ist. und anschliessend im Berner Rahmen einer Retraite verschie- Für die neuen Fraktionen gilt es,
der Nacht geweckt haben. Wenn Oberland unterrichtet. Nach dene Modelle. Dabei – und in einer Mitglieder zu finden, die sich für
wir die Eltern darauf ansprechen, Und in der Freizeit? einer längeren Kinderpause ist Vernehmlassung unter den Char- die Arbeit in den Konferenzen Regionalkonferenz Emmental
gibt es meist eine Verbesserung. Im Fussball- oder Schachklub gibt es sie wieder in den Lehrerinnen- gierten – zeigte sich klar: Sowohl wählen lassen und ihre Interes-
Regionalkonferenz Jura bernois ;
Sie, wie auch die Kinder, verhalten auch tamilische Kinder. Viele blei- beruf eingestiegen und gibt Regionen wie Stufen, neu Frak- sensgruppe als PräsidentIn oder
Ecoles françaises
sich gegenüber den Lehrpersonen ben jedoch zu Hause, weil es ihrer unterdessen bereits seit 13 tionen, haben ihren Stellenwert als Mitglied der Leitungskonfe-
in der Regel sehr respektvoll. Gewohnheit entspricht, abends Jahren in Trubschachen Schule. und müssen beibehalten werden. renz vertreten. Auch fürs Ver- Regionalkonferenz Oberaargau
nicht mehr wegzugehen. Heute ist sie Klassenlehrerin und Nur so können alle Mitglieder bandspräsidium, Präsident und
Regionalkonferenz Oberland
Was tut Ihre Schule abgesehen Co-Schulleiterin. Verena bestmöglich repräsentiert wer- Vizepräsident, werden im Jahr
von diesem Elternabend dafür, dassTamilen in der Schweiz gelten Rüfenacht ist verheiratet und den. Ziel war folglich, ein Struk- 2016 Wahlen anstehen. Der Ver- Regionalkonferenz Biel-Seeland
sich die beiden Kulturen besser grundsätzlich als sehr angepasst. hat drei erwachsene Söhne. turmodell zu erarbeiten, in wel- band wird sich 2016 also mit neu-
Regionalkonferenz Bern
kennen lernen? Ist es in Trubschachen mehr Die Primar- und Realschule chem alle in den Berner Schulen en Statuten und unter der neuen
In der Tagesschule lernen die ta- ein Mit- oder ein Nebeneinander? Trubschachen besteht aus sechs tätigen Angestellten ihren Platz Marke Bildung Bern für einen er- Regionalkonferenz Mittelland-
milischen Kinder die hiesigen Ge- Es geht eher in Richtung Parallel- teils jahrgangsgemischten mit Stimme haben. Die entspre- weiterten Kreis von Mitgliedern Nord
wohnheiten kennen. Das war auch gesellschaft. Es gibt zwar Freund- Klassen. In jeder hat es mehrere chenden Statuten dazu sind nun starkmachen. Das kommende
Regionalkonferenz Mittelland-Süd
ein wichtiger Grund, warum wir schaften zwischen erwachsenen tamilische Kinder, in einer genehmigt worden, ein Grossteil Jahr wird damit zum Jahr des
schon sehr früh eine solche einge- Tamilen und Schweizern, ausserhalb haben gar fast die Hälfte der der Mitglieder steht voll hinter Aufbruchs. Regionalkonferenz Thun
richtet haben. Wir thematisieren des Arbeitsplatzes unternehmen Schülerinnen und Schüler
im Unterricht aber zum Beispiel sie aber kaum etwas zusammen. einen tamilischen Hintergrund.
auch den Hinduismus. Tamilische Praktisch alle tamilischen Eltern
Väter geben uns gerne und mit ei- Warum sprechen die Eltern arbeiten im Schichtbetrieb der
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nem gewissen Stolz als Vertiefung so schlecht Deutsch, obschon sie Kambly-Fabrik. Lisez ce texte en français:
eine Führung durch den Hindu- schon sehr lange hier leben? www.lebe.ch / downloads
Tempel im nahen Bärau. Für uns war es sehr schwierig,
überhaupt herauszufinden, wie gut
Welche Tabus gibt es? oder eben schlecht sie Deutsch
Über Sexualität sprechen die Tamilen verstehen. Bei Gesprächen sagen
nicht. Wir legen in der Schule jedoch sie vielfach einfach «ja, ja, ja», ob-
Wert auf sexuelle Aufklärung und schon sie fast nichts verstehen.
PÄDAGOGIK PÄDAGOGIK

10 Jahre LEBE-Forscherkiste
Von Franziska Schwab

Am 9. November 2005 wurde sie in Bern eingeweiht,


am 11. November 2015 feierte sie in Unterlangenegg ihren 10. Geburtstag:
die LEBE-Forscherkiste.

Bilder: Carmelo Agovino


Rund 250 spannende Experimente bieten den Kindern vielfältige
Möglichkeiten zu spielerischem Entdecken und Lernen.

In rund 300 Schulen wurde in werden. Die Kiste geht zurück auf sie die Kiste, erklären sie den Kol- NACHRUF Alter von 70 Jahren verstorben. und Debatten pointiert und en-
diesen 10 Jahren geforscht, was eine Idee von Gerd Oberdorfer, legien, bieten OvO-Kurse an und Über 20 Jahre lang war er zuerst gagiert auftreten. Sein Interesse
das Zeug hält. Bereits bestehen Lernberater und Lehrbeauftragter werden nicht müde, immer wie- im Bernischen Lehrerinnen- und galt allem, was einer guten Schule
Reservationen für das Jahr 2017. an der PH St. Gallen. Zusammen der neue, spannende Tüfteleien Lehrerverein (BLV) und später nützen konnte. Mit viel Herzblut
SchülerInnen können dank der mit einem Team von pensionierten hinzuzufügen. bei Lehrerinnen und Lehrer Bern setzte er sich für die gerechte,
Kiste 250 spannende Experimente Lehrpersonen realisierte Etienne (LEBE) aktiv und machte sich da- gute Sache ein. Leider konnte er
erproben. Sie können so nieder- Bütikofer im Jahr 2005 die For- bei einen Namen als stiller, aber seinen vorzeitigen Ruhestand nur
schwellig und über alle Sinne an scherkiste für LEBE. Mittlerweile engagierter Schaffer und Berater. kurz geniessen. Immer wieder ha-
die MINT-Fächer herangeführt wurden die Experimente mehr- Mehr Informationen unter Ob Merkblätter für Lehrpersonen ben ihm Krankheiten zu schaffen
fach überarbeitet, ergänzt und www.forscherkiste.ch und Schulleitungen oder gewerk- gemacht. Doch Werner Zaugg hat
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erneuert. Das aktuelle Forscher- schaftliche Entscheidungsgrund- in der bernischen Bildungsland-
kistenteam besteht aus Brigitte lagen, viele Dokumente aus dieser schaft Spuren hinterlassen und
Kohli, Walter Hefti und Bernhard Zeit tragen sein Kürzel Zg. Wer- liess während all der Jahre viele
Mändli. Mit viel Herzblut betreuen ner Zaugg arbeitete akribisch und Menschen an seinem Wissen und
war in verschiedensten Fachbe- seiner Erfahrung teilhaben.
Im Gedenken an Werner Zaugg reichen kompetent. Wenn er eine
In der Nacht auf den 16. Novem- Ungerechtigkeit erkannte, konnte Regula A. Bircher,
ber 2015 ist Werner Zaugg im Werner Zaugg in Diskussionen Geschäftsführerin LEBE
PÄDAGOGIK

Geniale Regionen
boten kreaKtive Weiterbildung
Von Franziska Schwab

Über 300 Lehrpersonen besuchten die beiden Weiterbildungstagungen


in Lyss und Langenthal vom 31. Oktober und 7. November 2015. Sie waren kreaKtiv
und liessen sich über die Vorteile der Region ins Bild setzen.

Zwei Sätze prägten in gewisser In Lyss sprach Rolf Johannsmeier Die restlichen 60 Prozent finden,
Weise die beiden Weiterbildungs- etwa darüber, wie grosses Thea- dass es schon recht ist, weil es ja
tagungen in Lyss (31. Oktober) und ter und Literatur ihre Ursprünge gut läuft in der Schule.» Es gehe
Langenthal (7. November): «Am im Volk und in der Improvisation nicht darum, alles immer zu 100
Ende ist Lernen eine Beziehungs- haben und dass Kreativität und Prozent zu erfüllen. Selbstver-
arbeit – zwischen Kreativen.» Und: Spontaneität der Kinder nicht ständlich wurde im Workshop –
«Was willst du in die Ferne schwei- zugemüllt werden dürfen. Mit zu darum heisst er ja so – auch gear-
fen, sieh, das Gute liegt so nah!» vielen Arbeitsblättern etwa. Bei- beitet. Nicht immer ganz bequeme
181 Teilnehmende waren in Lyss spiele von Gedichten aus seinen Fragen über sich selber und eigene
«kreaKtiv», 143 widmeten sich in Oberstufenklassen veranschau- Ziele und darüber, wie man sie er-
Langenthal dem Thema «regional lichten das schöpferische Poten- reichen will, waren zu beantwor-
genial». In Langenthal stellte Rolf zial von Jugendlichen. ten. Übrigens sammelt Flückiger
Tanner, Dozent für Fachdidaktik an Auch Kultur wurde geboten: Ri- Perlen. In einem leeren Buch.
der PHBern und selber im Ober- chard Filz, der Body-Percussionist, Komplimente, Mails, Rückmel-
aargau aufgewachsen, die Schul- stimmte die Teilnehmenden in dungen, Karten und so weiter, die
plattform Oberaargau vor. Es Lyss mit Power, Rhythmus und ihn stärken. Eine Idee, die durch-
handelt sich dabei um eine Web- Bewegung in den Tag ein. Die Band aus kopiert werden kann.
site mit Lehrinhalten und Unter- Bere si Tutun hätte das Publikum Immer sind es auch die sehr
richtsideen zum Oberaargau. Ziel aus den Stühlen der Aula der Be- praktischen Workshops, die die
der Plattform ist es, den Schüle- rufsfachschule in Langenthal ge- Lehrpersonen anziehen: kochen,
rInnen ihre Heimatregion auf viel- rissen, hätten die Tische es nicht backen, filzen, Schmuck herstel-
RB
MALWETTBEWE
fältige und lebendige Art näher- zurückgehalten. len, spielen, zaubern, tanzen ...
zubringen. Die Schulplattform als Gegenpole zum oft kopflasti-

U N D QU IZ ist in Zusammenarbeit mit Fach-


leuten der PH und Lehrpersonen
20 / 60 / 20 und Perlen
An beiden Tagungen wurden ins-
gen Alltag.

ND
M ITMACH EN U GEWIN N EN ! aus dem Oberaargau entstanden. gesamt 40 Workshops angeboten.

TOLLE PREISE
Rolf Tanner stellte pfannenfertige Zum Beispiel «Balancieren im
Unterrichtsvorlagen vor, wies Lehrberuf». Hermann Flückiger
auf einzelne Themen hin und aus Aarwangen stellte dar, wie er Ein grosses
veranschaulichte. Zum Beispiel es geschafft hat, im Lehrberuf ge- Kompliment gehört
den Wandel des «Bären» Lan- sund zu bleiben, und gab Tipps in den Organisa-
genthal. Es lohnt sich, einen Form von Zahlenkombinationen tionsteams.
Der 46. Internationale Raiffeisen-Jugendwettbewerb ruft Kinder und Jugendliche auf, oder mehrere Blicke zu werfen in mit. Zum Beispiel 50 / 50. «Als Was es heisst, eine
sich kreativ mit dem Thema «Helden und Vorbilder» auseinanderzusetzen. www.schulplattform-oberaargau.ch. Lehrer trage ich nur einen Teil solche Weiterbildungs-
Die Inhalte sind übrigens Lehr- der Verantwortung», sagte er. tagung auf die Beine
✃ plan21-kompatibel. «Wenn ein Schüler nicht lernen zu stellen, weiss erst,
BESTELLTALON FÜR DIE WETTBEWERBSUNTERLAGEN «FANTASTISCHE will, habe ich keine Chance. Und wer es gemacht hat.
HELDEN UND ECHTE VORBILDER: Wer inspiriert dich?» auch die Eltern verantworten Dass die Teams mit
ihren Teil.» Das Gelassenheits- Herzblut dabei sind,
✘ Ich wünsche den Informationsprospekt für Pädagogen sowie Exemplare der
prinzip illustrierte er mit den zeigte sich in Lyss und
Wettbewerbsbroschüren für Schülerinnen und Schüler von 6 bis 18 Jahren. Langenthal in jedem
Zahlen 20 /60 / 20. «20 Prozent

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finden das, was ich mache, genial. Detail.
Schule
20 Prozent finden es schlecht.
Name, Vorname
Strasse
PLZ, Wohnort

Talon bitte an Ihre Raiffeisenbank oder an Raiffeisen Schweiz, Marketing, 9001 St.Gallen (Tel. 071 225 81 66,
Fax 071 225 85 69) senden oder die Unterlagen via Internet bestellen: raiffeisen.ch/wettbewerb
GEWERKSCHAFT SYNDICAT

LEBE ist mit den Lohnmassnahmen 2016 LEBE approuve


einverstanden les mesures salariales 2016
Von Christoph Michel Par Christoph Michel

Vom 16. bis 25. November 2015 hat der Grosse Rat getagt. Die Regierung beantragte ein Le Grand Conseil a siégé du 16 au 25 novembre 2015. Le gouvernement a proposé
Lohnsummenwachstum von 1,5 Prozent plus einen allfälligen Teuerungsausgleich von une augmentation de la somme des salaires de 1,5 pour cent ainsi qu’une éventuelle
0,3 Prozent. Auf Antrag der Finanzkommission entschied der Grosse Rat, compensation du renchérissement à hauteur de 0,3 pour cent. Sur proposition
dass angesichts der negativen Teuerung (1,1%) die für den Teuerungsausgleich vorgesehe- de la Commission des finances, le Grand Conseil a décidé que, compte tenu
nen Mittel zur Behebung der Lohnrückstände verwendet werden sollen. du renchérissement négatif (–1,1%), les moyens financiers prévus pour la compensation
du renchérissement devaient être utilisés pour combler les arriérés de salaire.

Immer noch ist sich das bernische Mittel, um den Nachholbedarf zu Nutzen vorgenommen. Bern muss- Le Parlement bernois est encore scolaires), de 0,7 pour cent de n’est pas seulement dans le can-
Parlament einig, dass es bei der verringern. Insgesamt bleibt es te dafür bereits öfter mit rigo- et toujours unanime à penser moyens ordinaires et de 0,3 pour ton de Berne que des allègements
Lohnentwicklung zu keinen wei- bei 1,8 Prozent. LEBE ist mit die- rosen Abbaupaketen büssen. Die qu’il ne doit y avoir aucune autre cent de moyens supplémentaires, fiscaux à peine compensés ont
teren Kürzungen kommen darf. ser Entscheidung einverstanden. Löhne boten dafür immer die réduction en ce qui concerne les afin de diminuer le besoin de rat- été accordés, ce sans que cela se
Auch der ausgewiesene Nachhol- Die individuelle Umsetzung er- rentabelste Zielscheibe. salaires. Le besoin de rattrapage trapage. L’augmentation globale traduise par des avantages éco-
bedarf wurde beinahe einstimmig möglicht wiederum Lohnerhö- Die Einsicht, dass es mit einer a également été reconnu à la qua- est donc de 1,8 pour cent. LEBE nomiques à long terme. Berne
anerkannt. Dieses fürs Kantons- hungen von bis zu vier Prozent. solchen Lohnpolitik nicht weiter- si-unanimité. Ce résultat réjouis- est d’accord avec cette décision. était dès lors souvent contrainte
personal, für Schulleitungen und Durch die zusätzlich gesprochenen gehen kann, ist in Bern spät, aber sant pour le personnel cantonal, L’application individuelle per- de prendre des mesures de réduc-
Lehrpersonen erfreuliche Ergebnis Mittel werden noch mehr Personen dennoch eingetreten. Berufs- les directions des écoles et le per- met à nouveau des augmenta- tion rigoureuses. Et les salaires
darf aber nicht darüber hinweg- näher an die Zielkurve geführt. kolleginnen und -kollegen in sonnel enseignant ne doit pas tions de salaire qui peuvent aller étaient évidemment le moyen le
täuschen, dass diese Lohnmass- Die Kritik aus dem Kanton Zü- anderen Kantonen ist zu wün- faire oublier que ces mesures sa- jusqu’à quatre pour cent. Grâce plus simple pour ce faire.
nahmen nicht zuletzt aufgrund rich, dass sich Bern als Empfänger schen, dass sie von solchen Ein- lariales ont été rendues possibles aux moyens supplémentaires La prise de conscience que l’on
von rigorosen Abbaumassnahmen von Finanzausgleichszahlungen schnitten verschont bleiben. Und notamment en raison de rigou- alloués, davantage de personnes ne pouvait pas continuer avec une
möglich sind. eine übertriebene Lohnpolitik für das bernische Personal ist reuses mesures de réduction. encore se rapprochent de la telle politique salariale est appa-
Die Lohnsummenerhöhung leiste, greift deutlich zu kurz. zu hoffen, dass die gewonnene L’augmentation de la somme courbe cible. rue tard à Berne, mais elle n’en
setzt sich zusammen aus 0,8 Pro- Ein Blick auf die bestehenden politische Einsicht noch lange des salaires se compose de 0,8 Les critiques venant du can- est pas moins bien réelle. Il reste
zent selbsterwirtschafteten Rota- grossen Lohnunterschiede, die Bestand hat. pour cent de gains de rotation ton de Zurich, critiques selon à espérer que les collègues de la
tionsgewinnen (besserverdienen- nicht allein mit höheren Stand- auto-réalisés (départs de ceux lesquelles Berne appliquerait, en profession dans d’autres cantons
de Austritte und tiefer eingereihte ortkosten erklärbar sind, macht qui gagnent plus et entrées en tant que bénéficiaire de paiements soient épargnés par de telles
Eintritte in den Kantons- oder Schul- deutlich, welche Lücken die jahre- fonction d’employés situés plus de la péréquation financière, une coupes. Et, pour le personnel ber-
dienst), 0,7 Prozent ordentliche Mit- langen Sparmassnahmen bei den bas sur l’échelle des salaires politique salariale exagérée, ne nois, espérons que cette prise de
tel und 0,3 Prozent zusätzliche bernischen Löhnen gerissen ha- dans les services cantonaux et sont pas pertinentes. Une com- conscience politique perdurera
ben. Nicht nur im Kanton Bern paraison avec les grandes diffé- pendant longtemps.
wurden kaum gegenfinanzierte rences de salaires existantes, qui
Steuererleichterungen ohne nach- ne s’expliquent pas uniquement
haltigen volkswirtschaftlichen par des coûts standards plus éle-
vés, montre clairement les écarts
qu’ont créés dans les salaires
bernois les mesures d’économie
appliquées depuis des années. Ce
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13 — BS 2015 AUSGABE 10
MITTELSTUFE MITTELSTUFE

Mittelstufenversammlung
im Schloss Thun MERCI ALLEN UMFRAGE-TEILNEHMENDEN

Ein grosses Merci allen Mittelstufenlehrpersonen, welche an der Umfrage zu


Von Patrizia Kaufmann den Orientierungsarbeiten mitgemacht haben. Rund 2000 Lehrpersonen erhielten
den Link zur Umfrage, knapp 400 haben sie ausgefüllt. Mit diesem Rücklauf sind wir sehr
MITTELSTUFENKONFERENZ Bei strahlend schönem Wetter haben am zufrieden, zeigt er doch die Brisanz des Themas. Die Tendenz ist klar: Die Mehrheit
der Befragten ist für die Abschaffung der Orientierungsarbeit. Wir haben in
4. November 2015 rund 40 Lehrpersonen der Mittelstufe den Weg ins Schloss Thun der Stufenkonferenz intensiv diskutiert und werden die Forderung an die Leitungs-
gefunden. Im ehemaligen Rittersaal wurde die ordentliche Versammlung der konferenz von LEBE weitergeben; diese bestimmt das weitere Vorgehen.
Wir werden euch auf dem Laufenden halten.
Mittelstufenkonferenz abgehalten. Dabei wurden neben dem Budget und den Themen
für 2016 auch erste Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Onlinebefragung zu Von Karin Fisli

den Orientierungsarbeiten präsentiert.

Schloss Thun erhält Förderpreis


der Mittelstufenkonferenz
Von Hanspeter Gloor

Seit 2001 verleiht die Mittelstufenkonferenz von LEBE jährlich einen Förderpreis
von CHF 500.–. Dabei kommen Einrichtungen und auch Einzelpersonen in die Ränge,
die über längere Zeit schulische Themen mit hoher Qualität anbieten. In diesem
Jahr ist der Preis an das Team des Schlosses Thun gegangen.

Die Nominierung für den Preis erfolgt Vom Kindergarten bis zur Oberstufe für die Zukunft: Nach dem grossen
durch Lehrerinnen und Lehrer der werden Schülerinnen und Schüler Umbau auf dem Schlossareal und
3. bis 6. Klassen, die mit ihren Kindern in altersgerechten Führungen in die der Änderung der Museumsstruktur
eine entsprechende Aktivität erlebt Vergangenheit des Schlosses Thun wird auf Frühjahr 2016 die Angebots-
und geschätzt haben. Wichtig sind geführt. Das Angebot findet Anklang: palette modifiziert und erweitert.
dabei eine stufengerechte Organisati- Inzwischen besuchen rund 80 Klassen Die bisherigen Führungen werden in
on und ein hoher Erlebniswert für die pro Saison einen der geführten Rund- aufgefrischter Form angeboten. Merk-
Schülerinnen und Schüler. gänge durchs Schloss. blätter sollen die Vorbereitung auf den
Die unterschiedlichsten Workshops Besuch des Schlossbergs erleichtern
Vielfältiges Angebot sind im Programm – vom «kleinen und auf der Homepage abrufbar sein.
im Schloss Thun Gespenst» für die Unterstufe über den Zudem entstehen neue Führungen zu
Bilder: zVg In diesem Jahr entschieden sich Alltag im Mittelalter und das Leben in Stadtentwicklung, Macht und Religion.
die Mitglieder der Mittelstufen- der Burg für Mittelstufen. Selbst an- Was macht eine Stadt aus? Warum
konferenz für das Team des Schlosses gehende Fachleute, wie zum Beispiel bauen die Zähringer Herzöge einen so
Ausserdem verabschiedete sich die schnuppern – die Daten finden Beim abschliessenden Apéro riche Hanspeter Gloor, Thun. Im Rahmen der Zimmerinnen und Zimmermänner, las- massiven Turm? Was sind Reliquien und
Konferenz von ihren langjähri- sich auf der LEBE-Website. hatten die Lehrpersonen direkt Mittelstufe, Stufenversammlung wurde die sen sich regelmässig in das Geheimnis warum befinden diese sich im Museum
gen und sehr engagierten Mit- Nach dem ordentlichen Teil kamen im Schloss Gelegenheit, sich ken- überreichte Liliane Urkunde an die Leiterin des Teams, des Schlosses und seiner Bautechnik und nicht in der Kirche?
gliedern Hansjörg Siegenthaler die Versammlungsteilnehmenden nen zu lernen und sich auszutau- Raselli, Leiterin Frau Lilian Raselli, übergeben. Seit einführen. Die vielfältigen Angebote Diese und weitere Fragen werden
und Hanspeter Gloor. Damit in den Genuss einer angeleiteten schen. des Teams im fünfzehn Jahren bietet das Schloss ein sind nur dank viel Eigenleistung der im Führungsangebot ab Frühjahr 2016
einher ging der Hinweis von Erkundungstour durch das Schloss. Schloss Thun, Vermittlungsangebot für verschiedene betreuenden Fachkräfte möglich. aufgegriffen und behandelt.
Bruno Rupp, dass die Konferenz Dieses wurde 2015 wegen seines die Förderpreis- Schulstufen an. Ihre Arbeit wird nun mit dem Förder-
«Nachwuchs» brauche. Politisch grossen Engagements für Schul- Weitere Informationen Urkunde. preis von LEBE belohnt. Das gibt Energie
interessierte Mittelstufenlehr- klassen mit dem Förderpreis der www.schlossthun.ch
personen sind herzlich eingela- Mittelstufenkonferenz ausgezeich-

15 — BS 2015 AUSGABE 10
14 — BS 2015 AUSGABE 10

den, einmal an einer Sitzung teil- net. Die beiden Museumsmitar-


zunehmen und Konferenzluft zu beiterinnen begeisterten mit viel
Wissen sowie witzigen und span-
nenden Details aus der Schlossge-
schichte.
KINDERGARTEN UND UNTERSTUFE KINDERGARTEN UND UNTERSTUFE

Spielen macht klug! Der Best-Practice-Ansatz


Von Higi Heilinger der PRINZ-Studie
Vor über 130 Kindergarten- und Unterstufenlehrpersonen referierte
am 28. Oktober 2015 die bekannte Erziehungswissenschaftlerin PRINZ (Best Practice integrati- das Wissen und Können erfolg- und wie setzen sie ihr Wissen
onsfördernder Kindertagesstät- reicher Fach- und Lehrkräfte. und Können im Alltag um?
Prof. Margrit Stamm an der KG / U-Stufenversammlung zum Thema ten und Kindergärten – Wege Untersucht wurden 2013 / 14 je • Welches sind Erfolgsfaktoren,
«Herausforderung Kindergarten. Drei Probleme – drei Chancen». in die Zukunft), basierend auf sechs Kitas und Kindergärten, die förderlich für eine gute
der Längsschnittstudie FRANZ welchen die Integrations- und Integration und Entwicklung
(Früher an die Bildung, erfolg- Entwicklungsförderung der Kin- der Kinder sind? (Resultate
geeignet, Lehrkräfte zu motivie- reicher in die Zukunft? [2012]). der besonders gut gelingt: siehe Tabelle unten.)

Bild: zVg
ren. Sie befürchte, dass die pos- Nicht theoretische Konzepte • Wie erklären sich Kita-Fach-
tulierte Kompetenzorientierung stehen im Mittelpunkt, sondern und KG-Lehrkräfte ihren Erfolg,
(zu) frühes schulähnliches Lernen
fördere. Und: Es sei völlig unklar,
wie das freie Spiel in den Unter- Erfolgsfaktoren der Kindergärten
richt eingeführt werde. Stamms
abschliessendes Fazit: Lehrplanre- Erkenntnisse Best Practice
formen allein führen zu geringen 1 Kinder sind Persönlichkeiten. Ihnen wird «auf Augenhöhe» begegnet. Vertrauensvolle Beziehung aufbauen, Kinder begleiten, Gesprächskultur pflegen.
Veränderungen im Unterricht. 2 Der kindliche Entwicklungsstand wird durch gezielte Beobachtung identifiziert. Aufmerksam sein, Kinder beobachten und sie dort abholen, wo sie stehen.
Der grösste Einfluss bleibt bei den 3 Lernangebote sind auf individuelle Entwicklungsvoraussetzungen ausgerichtet. Mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden arbeiten und Kinder herausfordern.
Lehrkräften. 4 Der Unterricht ist klar strukturiert und auf alle Sinne ausgerichtet. Den Unterricht strukturieren sowie vielfältig und handlungsorientiert gestalten.
5 Die Lebenswelt der Kinder bildet die Grundlage für das pädagogische Handeln. Alltagserlebnisse ermöglichen und Lerninhalte spielerisch vermitteln.
... und Chancen 6 Das Spiel nimmt eine zentrale Rolle im pädagogischen Alltag ein. In einer anregenden Spielumgebung das selbstbestimmte Freispiel unterstützen.
Die Erziehungswissenschaftle- 7 Soziales Lernen wird gezielt ermöglicht. Kinder in gut funktionierenden Gruppen zusammenarbeiten und spielen lassen.
rin gab den anwesenden Lehr- 8 Das «Wir-Gefühl» wird durch eine sorgfältige Integration gestärkt. Kinder durch Gespräche und Gruppenerlebnisse integrieren.
Zwei Frauen – eine Meinung zur Herausforderung Kindergarten: personen abschliessend auch 9 Die altersangemessene Mitbestimmung ist etabliert. Ideen und Wünsche der Kinder berücksichtigen, die Ziele aber nicht vernachlässigen.
Erika Reichenbach, Präsidentin KG/U-Stufe (links), und Margrit Stamm. durchaus positive Botschaften 10 Entwicklungsfortschritte und Erlebnisse des Kindes werden dokumentiert. Zusammen mit dem Kind ein Portfolio gestalten.
und Empfehlungen mit auf den 11 Die Zusammenarbeit mit den Eltern wird als Chance verstanden. Elternarbeit ist mehr als ein jährliches Elterngespräch; auch Positives mitteilen.
Eindrücklich untermauerte Margrit Nicht selten wurden Stamms Weg: Kindergartenlehrpersonen 12 Die Zusammenarbeit mit Fachpersonen wird vorgängig geklärt. Zuständigkeiten klar regeln, regelmässige Gespräche führen, sich Zeit nehmen.
Stamm ihre unlängst in der «berner Ausführungen von spontanem sollten die Gunst der Aufwer-
13 Es werden Erlebnisräume geschaffen. Räume für Gruppenarbeiten einrichten, Kinder Erlebnisräume mitgestalten lassen.
schule» geäusserte These, dass das Beifall aus dem Publikum unter- tung des Kindergartens nutzen
14 Der Lehrplan gilt als unterstützende Grundlage. Auf dem Lehrplan aufbauen, das Kind aber ins Zentrum stellen.
freie Spiel die effektivste Frühför- brochen – beispielsweise nach ih- und selbstbewusst auftreten,
derung sei, mit empirischen Tatsa- rem prägnantem Ausruf: Spielen dem Spiel einen neuen Status zu- Aus: Schlussbericht zuhanden des Bundesamtes für Migration, der AVINA Stiftung und der HAMASIL-Stiftung.
chen aus der PRINZ- und FRANZ- macht klug. sprechen, den Kampf gegen die
Studie (siehe Kasten). Das Fazit der gross angelegten drohende Verschulung des Kin-
PRINZ-Studie ist eindeutig: Kin- dergartens als Aus- und Fortbil-
Probleme ... der, die (zu) früh gefördert wur- dungsschwerpunkt fokussieren, Weitere Themen an der Stufenversammlung KG / U
Diesen Tatsachen stehe jedoch die den, verlieren ihren Vorsprung die Kindergartenfähigkeit als
Tendenz entgegen, dass im Kin- im Laufe ihrer Schullaufbahn bald Prozess verstehen und Kinder- Nach dem Referat von Margrit Stamm und der anschliessenden Plenumsdiskussion
dergarten das schulähnliche Ler- einmal. Und: Die negativen Folgen gartenkriterien breit abgestützt wurden im geschäftlichen Teil folgende Themen behandelt:
nen zunehme, hielt Stamm fest. infolge der didaktischen Fremd- diskutieren.
• Namenswechsel: Ab 2016 heisst die KG / U-Stufe neu Eingangsstufe.
Damit verbunden sei eine weitere bestimmung und Überbehütung
problematische Tendenz, näm- sind beträchtlich. Im Weiteren sei PHBern und ERZ bestätigen • Schnellbleichen: Im Kanton Zürich und in weiteren Kantonen führen neuerdings Leute einen Kindergarten nach
lich die «kompensatorische Früh- feststellbar, dass infolge des seit In ihrem Kurzreferat nahm einer Einführung von drei Tagen. Wie ist die Situation im Kanton Bern? Die Eingangsstufen-Konferenz ist besorgt
förderung», angetrieben vom HarmoS früheren Eintritts (Stich- Ursula Arnaldi, Institut Vorschul- und wird die Entwicklung im Auge behalten.
ungesunden Ehrgeiz und von tag 31. Juli) immer mehr Kinder stufe und Primarstufe von der
• Vieraugenprinzip statt Klassenhilfen: Die Eingangsstufe betrachtet die Einführung von ungeschulten Klassenhilfen
Überreaktionen von Eltern, die mit massiven Entwicklungsde- PHBern, das Zitat «Gras wächst
(beschränkt auf 1. Quartal) als Not- und Sparmassnahme. Eine Weiterführung im 2. und 3. Quartal (anstelle von
sich als «Architekten der Kinder- fiziten zum Beispiel betreffend nicht schneller, wenn man daran
SOS-Lektionen) wird strikte abgelehnt. In der Abstimmung wurde einstimmig beschlossen, auf politischer Ebene
gehirne» sehen. Problematisch – Treppen steigen, Hände waschen zieht» wieder auf und bestätig-
weiter für das Vieraugenprinzip zu kämpfen.
gerade im Hinblick auf das freie oder Schuhe binden kämen. Eine te, dass die PHBern mit Stamms
Spiel – könne auch eine falsch breite Diskussion der Kindergar- Forschungsresultaten einig gehe.
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• Pausenregelungen / Rhythmisierter Unterricht: Das Problem wurde bereits an der Stufenversammlung 2014
verstandene Professionalisie- tenfähigkeit sei unabdingbar. Es Erwin Sommer, Vorsteher AKVB diskutiert; eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Die Eingangsstufen-Konferenz hält am Prinzip des «Rhythmisierten
rung der Kindergarten- und sei absolut notwendig und legitim, der ERZ, seinerseits wies auf die Unterrichts» fest.
Unterstufenlehrpersonen sein. dass dazu klare Kriterien festge- Broschüre der Erziehungsdirek-
• Die Eingangsstufen-Konferenz wird sich 2016 vermehrt für die Anliegen der Unterstufenlehrpersonen einsetzen.
legt würden. tion «Fit für den Kindergarten»
Als weitere Problemzone be- hin, die ganz im Einklang mit • Die Eingangsstufen-Konferenz betont, dass der Lehrplan 21 gemäss den Empfehlungen von Margrit Stamm
zeichnete Stamm die möglichen Stamms Thesen stehe. umgesetzt wird (siehe Tabelle «Erfolgsfaktoren»).
Auswirkungen des Lehrplans 21.
Er sei zu umfangreich und wenig
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MOBILKOMMUNIKATION Vor rund eineinhalb Jahren hat LEBE zusammen

für LCH-Mitglieder mit Sunrise ein Exklusiv-Angebot für Mitglieder ins Leben gerufen,
welches bis zu 45 Prozent Rabatt aufs Mobilabo ermöglicht. Eine Erfolgsgeschichte,
wie sich zeigt. Mittlerweile telefonieren rund 1000 LEBE-Mitglieder und
500 Angehörige zum günstigen Tarif.

Nicht nur LEBE, sondern auch dass man seinen Mitgliedern sehr «connect» bestätigt, dass Sunrise
viele bedeutende Schweizer Un- wohl Vorteile anbieten und sich mittlerweile über das beste Netz
ternehmen vertrauen punkto Mo- gleichzeitig weiterhin über Inhal- für mobile Telefonie im Land ver-
bilkommunikation auf die Dienste te profilieren kann. Und: Nach der fügt.
von Sunrise. Insgesamt vertrauen Lancierung des Angebots hat Sun- Rund 1000 LEBE-Aktivmit-
über 3 Millionen Kundinnen und rise eine Reihe von Geschäftskun- glieder und 500 Angehörige von
Kunden in der Schweiz auf Sunri- den gewonnen, welche auf beste ihnen haben bis heute vom LEBE-
se. Trotzdem waren nach der Lan- Erreichbarkeit angewiesen sind – Mitgliederangebot profitiert und
cierung des Angebots aus den Rei- nicht nur mitten in der Stadt, son- zu Business Sunrise gewechselt.
hen unserer Mitglieder vereinzelt dern auch auf dem Land. Wenn Sie nicht zu ihnen gehören,
auch kritische Töne zu verneh- können Sie sich auf www.lebe.ch
men. Ängste vor einer Kommer- Bestens verbunden einloggen und im Detail infor-
zialisierung des Verbands wurden Kein Empfang ist also kein Thema mieren. Die Zugangsdaten haben
Jetzt Prämie ebenso geäussert wie Bedenken bei Sunrise. In der Geschäftskun- Sie kürzlich mit der Rechnung
berechnen bezüglich der Netzabdeckung,
wie sie bei einem Wechsel des
denliste finden sich klingende
Namen wie Die Schweizerische
für Ihre LEBE-Mitgliedschaft er-
halten. Sollten Sie sie nicht mehr
und Offerte Mobilkommunikationsanbieters Post, Tamedia, WWF, Bernina finden, nehmen Sie mit uns tele-
verständlicherweise aufkommen Schweiz AG oder Zürich Versiche- fonisch Kontakt auf.
einholen! können. Dass diese Stimmen weit- rungen. Und was für Transport-
gehend verstummt sind, hängt unternehmen wie die SBB, die
wohl kaum damit zusammen, Rhätische Bahn und die Darwin
dass sie aufs Abo von Sunrise ge- Airline gut genug ist, müsste auch
wechselt haben und nun in einem für Lehrpersonen auf Schulreise
Funkloch sitzen. Vielmehr konnte und in Skilagern genügen. Auch
der Verband einerseits aufzeigen, das unabhängige Fachmagazin

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Sunrise in Kürze
Die Sunrise Communications Group AG (Sunrise) ist an der SIX
• Rechtsschutz für Strafverfahren https://partner.zurich.ch/lch Swiss Exchange in Zürich notiert und bietet als führende, voll
wegen Nichterfüllung der integrierte Herausforderin eine umfassende Dienstleistungspalet-
te in allen Marktsegmenten der Telekommunikation an. Sunrise
Aufsichtspflicht 0848 807 804
ist die führende alternative Anbieterin sowohl im mobilen Bereich
Mo – Fr von 8.00 –17.30 Uhr (Pre- und Postpaid) als auch im Festnetz-Bereich sowie die dritt-
• Schulreise Assistance grösste Festnetz-Internetanbieterin mit Internet-basiertem TV. Am
Exklusive Telefonnummer für LCH-Mitglieder 31. Dezember 2014 zählte das Unternehmen rund 3,3 Millionen
Kundenbeziehungen. Sunrise ist bestrebt, die beste konvergente

19 — BS 2015 AUSGABE 10
Erfahrung der Branche zu liefern.

Versicherungsträger: Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG


LEBE-BERATUNG / CONSEIL DE LEBE

Arbeitsblätter
Das Arbeitszeugnis – fair und wahrheitsgetreu
und Praktisches für den Unterricht beurteilt werden
Swissmilk ist Ihr Ansprechpartner, wenn es um Milch und Von Anne Studer, Beraterin
Milchprodukte geht. So vielfältig die Milch, so vielfältig lässt
sie sich auch im Unterricht einsetzen. Swissmilk bietet FRAGE mit einigen Formulierungen Falls Sie absolut nicht damit Wir sind für Sie da
Arbeitsblätter, Ernährungsvorträge, Lernprogramme und Ich habe erst vor Kurzem nicht einverstanden sind, oder einverstanden sind, verlan-
mein Arbeitszeugnis von der aber, dass zentrale Inhalte aus gen Sie das Arbeitszeugnis in
Unterrichtshilfen an. www.swissmilk.ch/schule ehemaligen Schulleitung Ihrer Sicht fehlen. Schlagen Form einer anfechtbaren Ver-
erhalten. Mit einigen Formu- Sie in diesem Gespräch vor, fügung. Somit haben Sie die
lierungen bin ich nicht ein- dass Sie Ihre Änderungs- Möglichkeit, eine Beschwerde
verstanden. Kann ich etwas wünsche schriftlich abgeben bei der ERZ zu machen. Wir
dagegen unternehmen? dürfen und dass diese geprüft raten jedoch in den meisten
werden. Fällen von diesem Vorgehen
Bei uns gehen jährlich viele In vielen Fällen wird von ab. Eine andere Möglichkeit Anne Studer, Beraterin
Anfragen ein, ob der Inhalt ei- den Schulleitungen auf dieses besteht darin, dass Sie sich Tel. 031 326 47 36, anne.studer@lebe.ch
nes vorliegenden Arbeitszeug- Vorgehen eingegangen. Die eine Arbeitsbestätigung
Roland Amstutz, Fürsprecher
nisses in Ordnung ist, auch Änderungsvorschläge werden machen lassen, die einzig die Tel. 031 326 47 40, roland.amstutz@lebe.ch
formell. Eine Zusammenfas- zum Teil oder ganz übernom- Art der Anstellung und ihre
sung wichtiger Punkte finden men. zeitliche Dauer umschreibt. Unsere Beratungszeiten
Mo, 9.00–12.00  /  14.00–17.30 Uhr
Sie auf unserer Internetseite. Wichtig zu wissen ist, dass Die Arbeitsbestätigung darf in
Di, 9.00–12.00 Uhr
An dieser Stelle zur anfangs Sie als ArbeitnehmerIn kein keiner Form eine Leistungsbe-
Mi, 9.00–12.00  /  14.00–17.30 Uhr
gestellten Frage: Wie gehen Anrecht darauf haben, dass die urteilung beinhalten. Do, 9.00–12.00 Uhr
Sie vor, wenn Sie mit Ihrem von Ihnen vorgeschlagenen Fr, 9.00–12.00  /  14.00–16.15 Uhr
Arbeitszeugnis nicht zufrie- Änderungen übernommen Das Merkblatt zum Thema
den sind? werden, denn zuletzt entschei- Arbeitszeugnis finden Sie unter
Suchen Sie das Gespräch det die Person, die das Zeugnis www.lebe.ch / downloads
mit dem Verfasser, der Verfas- geschrieben hat, über seinen
serin. Melden Sie an, dass Sie Inhalt.

Newsletter Lernprogramme online Tag der Pausenmilch Ernährungslektion Informationen


Le certificat de travail :
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Mittelstufe:
Einmal jährlich kommt die
Milch in die Schule. Nehmen
Schule einmal anders:
Eine diplomierte Ernäh-
Daniela Carrera
beantwortet gerne être jugé de manière équitable et objective
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blätter für alle Schulstufen Mittelstufe > Suisse Quiz Informationen unter gibt eine Doppellektion 031 359 57 52 oder
und werden über Neuheiten «Food Check» für den www.swissmilk.ch/ zum Thema Ernährung. schule@swissmilk.ch
informiert. Zur Anmeldung: Hauswirtschaftsunterricht: pausenmilch QUESTION Essayez de vous entretenir reprises, car c’est la personne en aucun cas contenir une éva-
www.swissmilk.ch/schule www.swissmilk.ch/schule > J’ai reçu récemment mon avec la personne qui l’a rédigé. qui a écrit le certificat qui luation des prestations.
Oberstufe&HW > Food Check certificat de travail de la Faites savoir que vous n’êtes décide en dernier ressort de
direction de mon ancienne pas d’accord avec certaines for- son contenu. Vous trouverez la fiche
école. Je ne suis pas d’accord mulations ou, le cas échéant, Si vous n’êtes absolument d’information consacrée
avec certaines formulations. que des contenus importants pas d’accord avec le certificat au certificat de travail sous
Puis-je entreprendre quelque manquent selon vous. Propo- qui vous a été délivré, deman- www.lebe.ch / downloads
chose dans ce contexte ? sez, dans le cadre de cet entre- dez que ce dernier soit établi
tien, de soumettre par écrit sous la forme d’une décision
Nous recevons chaque année vos souhaits de modifications sujette à recours. Vous vous Nous sommes
de nombreuses demandes afin que ceux-ci puissent être aménagez ainsi la possibi- là pour vous
concernant tel ou tel certificat examinés à tête reposée. lité de faire recours auprès de
Schweizer Milchproduzenten SMP de travail, si son contenu est Les directions d’école l’Instruction publique. Nous Anne Studer, conseillère
Swissmilk en ordre, et si sa forme l’est acceptent très souvent cette déconseillons toutefois, dans Tél. 031 326 47 36, anne.studer@lebe.ch

21 — BS 2015 AUSGABE 10
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Internet. Revenons d’abord à la Il est important de savoir demander une attestation de Lundi, 9.00–12.00  /  14.00–17.30 h
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d’entrée : Comment réagissez- ployée vous n’avez aucun droit quement le type d’emploi et la Mercredi, 9.00–12.00  /  14.00–17.30 h
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LEBE BEGRÜSST FOLGENDE NEUMITGLIEDER: LEBE Kontakt


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Caroline Schuepbach 031 326 47 30 änderungen auf der Geschäftsstelle steht: de changements à notre direction adminis-
Christoph Schenk Susann Gehrig, die seit dem 1. April 1983 trative. Susann Gehrig, qui a travaillé chez
christoph.schenk@lebe.ch
031 326 47 49 bei uns gearbeitet hat, tritt ihren wohl- nous depuis le 1er avril 1983, va prendre
Pädagogik verdienten Ruhestand an. Allzu ruhig une retraite bien méritée. La détente de cet
Franziska Schwab wird es um sie aber auch in Zukunft avenir n’aura rien du calme plat : en effet, la
franziska.schwab@lebe.ch
031 326 47 45 kaum werden. Denn die besonnene Frau femme réfléchie qu’est Susann Gehrig est
Stefan Wittwer ist gleichzeitig ein lebhafter Mensch, aussi pleine de vie, impatiente de goûter
stefan.wittwer@lebe.ch der sich auf die Pensionierung und die à la retraite et à la liberté qu’elle apporte.
031 326 47 46
damit gewonnene Freizeit freut. Susann Gehrig a côtoyé de nom-
berner schule Susann Gehrig hat viele Geschäfts- breuses personnes à la tête de l’ad-
Beat Wirz
beat.wirz@lebe.ch führerinnen und -führer, viele ministration et à la présidence et a
031 326 47 57 Verbandspräsidien und ebenso vécu autant de mouvements au sein
Layout viele Veränderungen im Verband de l’association professionnelle. Elle
Anna Katharina Bay-Dübi
annakatharina.bay@lebe.ch miterlebt. Den Wechsel von LEBE observera maintenant d’un peu
031 326 47 58 zu Bildung Bern wird sie nun mit plus loin la mue de LEBE à Bildung

en!
Weiterbildung etwas Distanz beobachten. Ich Bern. J’adresse à Susann nos vifs

b
Saskia Habich-Lorenz danke Susann herzlich für ihr remerciements pour l’engagement

o
(Administration)
Engagement, wünsche ihr von qui a été le sien, lui souhaite de

h
saskia.habich@lebe.ch

nac
031 326 47 41 Herzen einen sanften Einstieg tout cœur d’inaugurer en douceur
Beratung in den neuen Lebensabschnitt cette nouvelle période de vie, et

g
Roland Amstutz
und hoffe, dass sie diesen bei bester espère qu’elle y sera longtemps heureuse en

CsBe
e
roland.amstutz@lebe.ch
031 326 47 40 Gesundheit lange geniessen kann. jouissant d’une pleine santé.

rW Ihre Funktion hat am 1. Dezember Madame Gehrig a été remplacée au 1er


Anne Studer

De «Dä isch öpper:


anne.studer@lebe.ch
031 326 47 36 2015 Britta Läderach übernommen, die décembre 2015 par Britta Läderach, qui
Sekretariat
sie schon seit einiger Zeit teilzeitlich un- avait déjà œuvré à ses côtés à temps partiel
Iris Kinfe terstützt und sich seit August tiefer in den récemment et s’est mise au courant de ses

Üse Informatiker EFZ!»


iris.kinfe@lebe.ch
031 326 47 42
Bereich eingearbeitet hat. Ihr wünschen nouvelles tâches depuis le mois d’août. Nous
Chantal Wittwer
wir einen guten Start und die Ruhe, die lui souhaitons un bon démarrage dans ses
chantal.wittwer@lebe.ch es in den turbulenten Tiefen der Mitglie- fonctions et la sérénité toujours requise dans
ICT Ausbildungszentrum Bern – 031 398 98 00 – www.csbe.ch 031 326 47 42 derverwaltung immer wieder braucht. les moments mouvementés de la gestion des
Theres Schnegg Im Sekretariat hat es ein neues Gesicht membres.
theres.schnegg@lebe.ch
031 326 47 43 gegeben: Chantal Wittwer teilt sich seit Nous avons vu arriver un nouveau visage
Florian Megert (Lernender) dem 1. November 2015 mit Iris Kinfe die au secrétariat ; depuis le 1er novembre
LEBE – auf uns können Sie zählen florian.megert@lebe.ch
031 326 47 59
anfallenden Aufgaben und ist am Telefon 2015, Chantal Wittwer assure avec Iris
und Empfang hör- und sichtbar. Und noch Kinfe les tâches à accomplir à la réception
Carlo Janeski (Lernender)
Fünf gute Gründe, Mitglied Mitglieder sind besser abgesichert Was kostet mich die carlo.janeski@lebe.ch zur letzten Veränderung: Theres Schnegg et au téléphone. Un dernier changement à
zu werden Sicherheit dank Berufshaftpflichtversiche- Mitgliedschaft? 031 326 47 43 wird sich aus dem Sekretariat zurückziehen communiquer : Theres Schnegg va quitter le
rung, Kollektiv-Motorfahrzeugversiche-
Mitglieder sind besser vertreten rung und Solidaritätsstiftung. Unsere Mitgliederbeiträge richten sich
Mitgliederverwaltung und sich an meiner Seite hauptsächlich secrétariat pour me seconder principalement
Britta Läderach
LEBE engagiert sich für ausreichende nach Ihrem Einkommen. Sie finden online britta.laederach@lebe.ch um grosse Sitzungen und die Regionen sur les dossiers de séances importantes, les
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NACHGEFRAGT NACHGEFRAGT

Sparen bei der Bildung,


um Steuern zu senken?
Interview: Beat Wirz

Am 28. Februar 2016 wird das Volk entscheiden, wer die beiden frei werdenden
Sitze im Regierungsrat besetzen soll. Grossrat Lars Guggisberg von der SVP kandidiert
und verspricht im Falle einer Wahl Steuersenkungen unter anderem auf Kosten
der Bildung. LEBE hat nachgefragt, wie er sich dies genau vorstellt.

bis Ende März nur für den Staat,


Praxis der Arbeitswelt anzuwen- Die Klassen sind gross, die Pensen und die Kosten einfach einmal ein- Der volkswirtschaftliche Nutzen
den wissen, sowie das nötige Mass
im interkantonalen Vergleich hoch, die demografischen Verhält- geführt hat. Es ist Zeit, solche Ex- eines guten Bildungssystems ist
Bild: zVg

am drittlängsten. Das heisst: Es


an überfachlichen Kompetenzen. nisse teils extrem schwierig, die perimente zu stoppen, Ruhe in die unbestritten; im Gegensatz zu
braucht rund drei Monatslöhne,
Die finanziellen Mittel sind auf Grundsozialisierung vieler Kinder Klassenzimmer zu bringen und das demjenigen von Steuersenkun-
um die Steuerrechnungen bezah-
dieses Ziel, die Bildungsvermitt- bedenklich, die Elternzusammen- Geld sinnvoller einzusetzen. gen. Wie lässt sich Sparen an der
lung, auszurichten. Lehrerinnen
len zu können. Gleichzeitig hat arbeit aufwändig. Die Ansprüche, Bildung vor diesem Hintergrund
und Lehrer sollen sich auf ihre
das Ausgabenwachstum kaum welche an die Schule gestellt wer- Leistungsdruck und Tempo neh- rechtfertigen?
Kernaufgabe – das Unterrichten –
mehr Nutzen gebracht. Dies gilt den, empfinden folglich viele als men ja in vielen Branchen zu, die Es geht vorderhand darum, das
konzentrieren können. Aktuell
insbesondere für die Schulen. Die zu hoch, der Auftrag sei unter den Voraussetzungen sind zum Beispiel vorhandene Geld in der Bildung
fliessen zu viele Ressourcen, Steu-
Integration auf der Volksschul- gegebenen Voraussetzungen nur für viele KMU nicht mehr so rosig effizient und zielführend einzuset-
ergelder und Arbeitsstunden in die
stufe hat die Spezialklassen in den noch schwer zu erfüllen. Gemäss wie früher. Sie selber sind Fürspre- zen und auf Experimente zu ver-
Bildungsverwaltung. Der Schulall-
Hintergrund gedrängt und Unru- neusten Erkenntnissen steigen cher. Gibt es eine Grenze der Belas- zichten. Dadurch werden automa-
tag muss im Zentrum stehen; mo-
he in die Regelklassen gebracht, nicht nur viele ältere Lehrpersonentung, an der Sie persönlich einen tisch Mittel frei. Der Kanton Bern
tivierte Lehrkräfte, ein positives
notabene bei höheren Kosten. Die aus gesundheitlichen Gründen aus Strich ziehen und sagen würden: gibt jedes Jahr mehr Geld aus, aber
Lernklima und praxisorientierte
Folgen tragen die Lehrkräfte und dem Beruf aus; auch beunruhigend Was jetzt von mir verlangt wird, wo ist der Mehrwert? Nehmen wir
Herausforderungen für Schülerin-
die schwächeren Schülerinnen viele junge Lehrpersonen werfen ist zu viel? Wo denken Sie, dass das Beispiel des Frühfranzösisch-
nen und Schüler sind das Ziel.
und Schüler, die überfordert wer- gemäss neusten Erkenntnissen Sie diese Grenze ziehen würden? Lehrmittels Mille feuilles. Die
den. Heute wird bald jedes zweite nach nur zwei Berufsjahren bereits Und was kann man für ein System Kosten für das Buch und die Ein-
Sie möchten sich als Regierungsrat Kind speziell gefördert. Dies ist für den Bettel hin. Wie erklären Sie Ihre
tun, in welchem anscheinend viele führung der Lehrerschaft sind das
für Steuersenkungen und Einspa- die gesellschaftliche Entwicklung Sparideen den vielen Lehrerinnen Berufsleute unterschiedlichster eine. Aber wirklich massive Mehr-
rungen bei der Bildung einsetzen. der kommenden Generationen Branchen, eben auch der Bildung,
und Lehrern, die unter schwierigsten kosten ausgelöst haben die admi-
Unter anderem nennen Sie die bedenklich und verursacht erheb- Verhältnissen unterrichten? sich permanent nahe an einer nistrativen Kosten für das Projekt.
Lars Guggisberg ist Fürsprecher und Grossrat Therapiewut als Folge der Inte- liche Mehrkosten – auch zulasten Ich weiss aus Gesprächen mit Lehr- solchen Grenze befinden? Mein Ziel ist es, die Steuergelder
Kanton Bern. gration. Könnten Sie noch etwas von konkurrenzfähigeren Leh- kräften in meinem persönlichen Ich habe den Eindruck, das Pro- so einzusetzen, dass sie nicht in
konkretisieren, wo genau Sie in rerinnen- und Lehrerlöhnen. Of- Umfeld, dass die Belastung der blem ist nicht die eigentliche Ar- der Projektadministration verpuf-
welchem Umfang bei der Bildung fensichtlich waren und sind Klein- Lehrerschaft stark zugenommen beitsbelastung, sondern die Viel- fen, sondern möglichst direkt ei-
Herr Guggisberg, was verstehen Sie einsparen würden und welche klassen keine schlechte Lösung. hat. Die Lehrerinnen und Lehrer zahl der Aspekte, die vermeintlich nen Nutzen bei Schülerschaft und
unter qualitativ guter Bildung? alternativen Szenarien Sie konkret verdienen für ihre wichtige Arbeit, auch noch einbezogen werden Lehrpersonen bringen.
Ein qualitativ gutes Bildungssys- sehen, um die Herausforderungen die sie tagein, tagaus leisten, eine sollen. Weniger wäre mehr. Der
tem bereitet Kinder und Jugendli- an den Berner Schulen zu bewäl- grosse Wertschätzung. Dass sich so Aufwand für all die zusätzlichen Ich danke Ihnen für Ihre
che auf das Leben und den Berufs- tigen? viele aufgrund der hohen Belastung Dinge, die eine Schule heute bieten Antworten.
alltag vor. Es soll die Basis dafür Ich möchte richtig verstanden vom Lehrerberuf abwenden, gibt soll, ist enorm und steht in keinem
gelegt werden, sich eigenverant- werden: Von flächendeckendem zu denken. Man hat mit zu vielen Verhältnis zum Nutzen. Eine Kon-
wortlich zu organisieren, im Leben Sparen in der Bildung war nie die einzelnen Reformexperimenten zentration auf die Kernkompeten-
nach der Schulzeit Fuss zu fassen Rede. Es geht einfach darum, nicht versucht, die Schule zu modernisie- zen brächte der Schülerschaft und
und finanziell auf eigenen Beinen immer mehr auszugeben und die ren. Am Anfang der Reformen stan- den Lehrkräften eine Entlastung
zu stehen. Konkret gesagt erwer- vorhandenen Mittel zielgerichtet den weder klare Bildungsziele noch und würde nicht zu schlechteren

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ben die Kinder und Jugendlichen einzusetzen. Das Ausgabenwachs- ein ganzheitliches Konzept unter Resultaten führen. Fokussieren
mit einer qualitativ guten Bildung tum unseres Kantons ist enorm: Einbezug der Bedürfnisse der Schü- wir auf das Wesentliche anstatt
ein breites Wissen, das sie in der Von unter 9 Milliarden Franken lerschaft, der Lehrkräfte und der ständig neue Lehrmittel, Noten-
im Jahr 2005 auf geplante 11 Mil- Wirtschaft. Die Integration und das konzepte und Unterrichtsformen
liarden 2019. Dies bei Schulden teure Projekt Frühfranzösisch sind zu kreieren. Mit der heutigen Situ-
von aktuell 9 Milliarden Franken! nur zwei Beispiele, wie man Einzel- ation, in der sich viele Lehrerinnen
Bernerinnen und Berner arbei- bereiche herausgepickt und unge- und Lehrer befinden, ist die Gren-
ten jedes Jahr im Durchschnitt achtet der Folgen für das System ze der Belastbarkeit überschritten.
FOKUS FOKUS

Cabo Verde – alte und neue Projekte


Von Daniel V. Moser-Léchot

Die Stiftung «Bildung für Kinder in Afrika» wurde 2004 von LEBE gegründet
und führt auf den Kapverdischen Inseln verschiedene Projekte im Bereich Bildung durch.
Dabei knüpft die Stiftung an Erfahrungen der Arbeitsgruppe «Cabo Verde»
des bernischen Lehrerinnen- und Lehrervereins an.

Unsere Projektarbeit auf den Kap- Schüler der Sekundarstufe I und II. zu finanzieren. Ein Beispiel ist das
verdischen Inseln kennt heute drei 2014 finanzierten wir neu zwei Schulhaus von S. Isabel auf 700
Schwerpunkte: Auf der Haupt- Kurse in der Berufsbildung: 16 m ü.M., das nur auf einem steilen
insel Santiago arbeiten wir seit junge Männer besuchten den Fussweg in anderthalb Stunden er-
über zehn Jahren mit der Stiftung Kurs «Elektrizität» und 17 junge reichbar ist. Das grösste Problem

Bild: zVg
«Infância Feliz» («glückliche Kind- Frauen sowie 4 Männer den Kurs waren hier die kaputte Zisterne
heit») zusammen. Diese Partner- «Gastronomie». Für diese Kurse und das Fehlen von Aborten. Kurz
stiftung unterhält zwei Kinder- wurden vor allem junge Menschen vor der Regenzeit 2015 war die
gärten in den Armenvierteln der ausgewählt, welche die Schule Zisterne wieder funktionstüch-
Hauptstadt Praia (und einen auf vorzeitig verlassen mussten und tig. Bei der Erstellung von Bauten
der Insel S. Vicente) sowie eine so kaum Chancen auf dem Stel- in Entwicklungsländern ist Vor-
Schulklasse für Schülerinnen und lenmarkt besassen. sicht geboten: Wie Erfahrungen
Schüler, die aus dem normalen Für das nächste Jahr ist ein anderer Organisationen zeigen,
Schulsystem herausgefallen sind. neuer Kurs geplant. Thema: Mar- müssen sie überwacht werden.
Noch ist dieses Schulsystem sehr keting und Kommerzialisierung. In unserem Falle besorgte das der
selektiv: Wer zweimal ein Schul- 25 Absolventinnen des örtlichen Bruder von Maria da Luz Biehl
jahr wiederholen muss, fällt aus Gymnasiums sollen die Möglich- Fonseca, Mitglied unseres Stif-
der Schule. Nach Untersuchungen keit erhalten, in anderthalb Jah- tungsrates und Kapverderin.
trifft dies in erster Linie Kinder der ren das Rüstzeug zur Führung
vielen alleinerziehenden Mütter, eines Geschäftes oder eines La- Neue Mitglieder im
die häufig Analphabetinnen sind. dens zu erhalten. Es geht hier un- Stiftungsrat
ter anderem darum, den Absol- Der Stiftungsrat von «Bildung für
Stütz- und ventinnen und Absolventen des Kinder in Afrika» hat in diesem
Berufsbildungskurse Gymnasiums auch andere Berufs- Jahr eine starke Erneuerung er-
Seit einigen Jahren hat unsere laufbahnen als die universitären fahren: Neu Einsitz genommen
Stiftung als zweiten Schwerpunkt aufzuzeigen. Die Universitäten des haben Erich Marti (Berufsschul-
Projekte auf der Insel Maio aufge- Landes sind zudem für viele lehrer), Marcel Fuchs (Schulins-
nommen. Maio ist eine der ärms- Menschen auf Cabo Verde zu teu- pektor), Matthias Berger (Sekun-
ten Inseln des Archipels, besitzt er. Die Projektpartnerin ist hier darlehrer) und Antonio Salerno
aber ein gewisses touristisches ebenfalls die Direktorin des (Schulleiter). Weiterhin arbeiten
Potenzial. Durch Vermittlung von Gymnasiums, Frau Margarida dos Bernhard Sauser (Gymnasialleh-
«Infância Feliz» standen wir in Reis Agues. rer), Bruno Bachmann (Mitar-
Kontakt mit dem Schulinspektor beiter Schulverlag), Rosa Thulin-
der Insel und der Direktorin des Finanzielle Hilfe Krebs (Kunstmalerin) und der Die Schule von S. Isabel: Neben der Zisterne
Gymnasiums. Dadurch konnten und Renovationen Schreibende mit. (vorn im Bild) wurde auch das Schulhaus im
wir Stützkurse für Schülerinnen Auf der Insel Santo Antão unter- Hintergrund renoviert. Die Stiftung wird weit-
und Schüler der Primarschule ein- hält unsere Stiftung als dritten gehend durch Spenden von
26 — BS 2015 AUSGABE 10

27 — BS 2015 AUSGABE 10
führen mit dem Ziel, die Zahl der Schwerpunkt weitere Projekte. Privatpersonen getragen.
Repetierenden zu verringern. Da- Auch hier geht es um die finanzi- PC 60-302333-8,
neben übernahmen wir die Trans- elle Unterstützung von Jugend- IBAN CH65 0900 0000 6030
portkosten für Schülerinnen und lichen aus abgelegenen Dörfern 2333 8. Über die Verwendung
für den Besuch des Internats des der Gelder gibt auch
Gymnasiums. Ferner haben wir unsere Internetseite Auskunft:
damit begonnen, an einigen Schul- www.bildungafrika.ch
häusern dringende Renovationen
FOKUS EINE PH-STUDENTIN ERZÄHLT

Heidi der Gegenwart Eine «gerade-noch» Studentin erzählt,


Von Beat Wirz wie sie den Berufseinstieg erlebt
Die erste Verfilmung von Heidi aus dem Jahr 1952 war geprägt von der Nachkriegszeit Von Christine Blatter
und davon, wie die Schweiz damals aufs Ausland geblickt hat. Den Film so machen, wie
Johanna Spyri ihn für die heutige Zeit hätte haben wollen – diesen Anspruch verfolgten die Ich bin Berufseinsteigerin im Kan- • Unbekannte Lehrmittel • Grösstenteils reibungslose
Produzenten der Neuverfilmung, die im Dezember 2015 in die Kinos kommt. ton Aargau. Eingestiegen bin ich • Fehlende Erfahrung bezüglich und gute Kommunikation, gute
nach langer Stellensuche. Der Aar- Klassenlehreraufgaben (Klas- Austauschmöglichkeiten im
Am 22. Dezember 2015 findet im Kino Bubenberg eine Schulvorstellung statt. gau hat erst vor Kurzem auf sechs senrat, Zeugnisse, Elternarbeit, Kollegium
Jahre Primarschule und drei Jah- Schulreise ...) • Erfahrene Klassenlehrperson
re Sekundarschule umgestellt, so • Viele Anlässe kurz nach an der Parallelklasse
Die glücklichsten Tage seiner beiden Mädchen bald anfreunden dem FilmFernsehFonds Bayern, sind Stellen an einer Oberstufen- Schuljahresbeginn, z.B. Papier- • Engagierte Eltern
Kindheit verbringt das Waisen- und Klaras Grossmutter in Heidi der Mitteldeutschen Medienförde- klasse eher Mangelware. Glückli- sammlung, Sporttag ... • Lehrplan 21 als hilfreicher
mädchen Heidi zusammen mit die Leidenschaft für Bücher er- rung, der Filmförderungsanstalt, cherweise hatte ich den Fuss be- • Eigene hohe Erwartungen Orientierungsrahmen
ihrem eigenbrötlerischen Gross- weckt, wird die Sehnsucht nach dem Deutschen Filmförderfonds reits in der Tür, kannte die Schule • Allgemeines Holprinzip: Nicht • Andere junge Lehrpersonen
vater, dem Alpöhi, abgeschieden den geliebten Bergen und dem und dem MEDIA Programme. und die Stufenleitung aus meiner immer einfach, wenn man von • Unkomplizierte Schulverwaltung
in einer einfachen Hütte in den Alpöhi immer stärker. Tätigkeit als Springerin (kurzfris- einer bestimmten Einrichtung /
Bündner Bergen. Zusammen mit Christine Blatter tige und kurze Stellvertretungen einem Vorgehen / einer In der Schule und im Kollegium
ihrem Freund, dem Geissenpeter, Bewährte Zusammenarbeit christine.blatter@stud.phbern.ch in Schulen von drei Gemeinden Regelung nicht weiss, dass fühle ich mich wohl, ich werde
hütet sie die Geissen des Alpöhi Produziert wurde HEIDI von Reto HEIDI FÜR DIE KLASSE an unterschiedlichen Schulstufen) diese existiert ernst genommen und die Infra-
und geniesst die Freiheit in den Schaerli und Lukas Hobi von Zodiac und konnte mit etwas Glück den • Wenig Lektionen im Textilen struktur ist wirklich gut. Ich fin-
Bergen in vollen Zügen. Doch die Pictures sowie Uli Putz und Jakob Am 22. Dezember 2015 findet Vertrag kurz vor Schuljahresende und Technischen Gestalten de, dass an der Schule viel los ist,
unbeschwerte Zeit endet jäh, als Claussen von Claussen+Putz Film- im Kino Bubenberg in Bern um unterschreiben. neben «alteingesessenen» immer etwas läuft. Mir gefällt das.
Heidi von ihrer Tante Dete nach produktion in Co-Produktion mit 9.30 Uhr eine Schulvorführung Dann kam die grosse Heraus- Fachlehrpersonen Ich bin froh, an einer Schule zu
Frankfurt gebracht wird. Dort soll STUDIOCANAL Film GmbH. Nach statt. Natürlich kann man mit forderung: Mein Stundenplan um- • Unkenntnis des Aargauer Lehr- arbeiten, welche sich weiterentwi-
sie in der Familie des wohlhaben- «Das kleine Gespenst», der erfolg- seiner Klasse auch eine fasst eine grosse Bandbreite von plans und anderer kantonaler ckelt und gut verwaltet wird.
den Herrn Sesemann eine Spiel- reichen Verfilmung von Otfried reguläre Vorstellung besuchen. Fächern, nämlich Deutsch, Ma- Vorgaben So bin ich auch seit Schuljah-
gefährtin für die im Rollstuhl Preusslers Kinderbuch, ist es be- Kosten: CHF 10.– pro Kind. Ab thematik, Geografie, Geschichte, • Parallel zum Berufseinstieg: resbeginn dauerbeschäftigt, ob-
sitzende Tochter Klara sein und reits die zweite Zusammenarbeit 50 Kinder werden Sondervor- Textiles Gestalten, Technisches Masterarbeit, berufsbegleitende wohl ich «nur» 80 Prozent arbeite.
unter der Aufsicht des strengen der Produzenten mit Regisseur stellungen organisiert. Lehr- Gestalten und Bildnerisches Ge- Praktika Ich sehe aber die Fortschritte und
Kindermädchens (Gouvernante) Alain Gsponer. Darüber hinaus personen können ausserdem stalten. Nachfolgend möchte ich nehme viele positive Erlebnisse
Fräulein Rottenmeier lesen und übernimmt STUDIOCANAL den Unterrichtsmaterialien zum auflisten, welchen Hindernissen Unterstützung, Hilfe aus dem Schulalltag mit. Mit klei-
schreiben lernen. Obwohl sich die Weltvertrieb von HEIDI. Der Film Film anfordern bei: und Schwierigkeiten ich begegnet• Tätigkeit als Springerin im nen Schritten gehe ich vorwärts
wird unterstützt vom Bundesamt valerio@filmbuero.ch bin und was rückblickend hilfreichletzten Jahr: Schulhaus und und arbeite Schritt für Schritt
für Kultur, der Zürcher Film- oder unterstützend gewirkt hat. Kollegium nicht gänzlich an meiner nicht enden wollenden
stiftung, dem Schweizer Radio unbekannt. Spontaneität und To-do-Liste. Ab und zu muss ich
und Fernsehen SRF, Radiotele- Schwierigkeiten, Hindernisse Routine, welche ich mir in sehr meine eigenen Erwartungen etwas
visiun Svizra Rumantscha, dem • Wenig Zeit vor Schuljahresbeginn unterschiedlichen Situationen herunterschrauben, doch ein Lob
Teleclub, den Kantonen Graubün- • Anzahl Fächer: viel Stoff, aber aneignen konnte vonseiten der Eltern oder Vertrau-
den und Luzern, der Suissimage, keine eigenen Ordner mit • Alle Lektionen an der en, welches mir von Lernenden
ausgewählten Materialien und eigenen Klasse entgegengebracht wird, motiviert
Planungen • Leistungsstarke Schulklasse mich unheimlich, weiter Energie
• Leeres Klassenzimmer, (Bezirksschule) in den Schulalltag zu stecken.
keine Materialien • Angemessene Klassengrösse:
Vor der Schule, in der Schule, nach der 19 Schülerinnen und Schüler
Schule Wege finden, sich bei Kräften zu • Lernende, Eltern kennen
halten und die Freude nicht zu verlieren! die Schule bereits
ATMEN, AUFATMEN, DURCHATMEN
• Gute Infrastruktur und Infor-
matik: Medienserver, Laptops /
Für LehrerInnen, die ihre nervliche Anspannung lindern
und sinnvoll leben wollen.
Computer, Visualizer, Beamer ...
• Etablierte Einrichtungen
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Atemarbeit nach Prof. Ilse Middendorf, Berlin
und Veranstaltungen: Fach-
Ab Donnerstag, den 14. Jan. 2016; schaften, Bibliothek, Lernstudio,
Letzter Kurstag ist am 10. März 2016
8 Mal, jeweils von 18.45 bis 19.45 Uhr, kollegiale Hospitation,
Bern, Thunstrasse 24, Fr. 230.- Nachmittag der offenen Tür ...
Informationen und Anmeldungen: • Stärkung der jungen Lehrper-
sonen durch die Stufenleitung
M. Gfeller-Liechti, dipl. Atemlehrerin,
Tel. 062 961 44 29, atempraxis@besonet.ch
FINANZRATGEBER GUIDE FINANCIER

Einschränkungen beim Kapitalbezug Restrictions en cas de retrait du capital


aus der Pensionskasse de la caisse de pension
Von Oliver Grob Par Oliver Grob

Der Kapitalbezug aus der zweiten Säule soll mit einer Gesetzesrevision Le retrait du capital du deuxième pilier doit être restreint par une révision de la loi, voire
eingeschränkt oder gänzlich untersagt werden. Vorbezüge für den Kauf totalement interdit. Les versements anticipés pour l’acquisition du logement doivent
von Wohneigentum sollen aber möglich bleiben. toutefois rester possibles.

Heute bestehen verschiedene ganz unterbinden. Offenbar sieht Oliver Grob, Il existe actuellement plusieurs prestations complémentaires et Impacts pour
Möglichkeiten, das im Rahmen er hier ein erhebliches Risiko, dass expert dipl. féd. en plani- possibilités de retirer l’avoir de de se prononcer en faveur d’un ar- les personnes enseignantes
der BLVK angesparte Altersgut- die vorbezogenen Gelder ver- fication financière et vieillesse épargné dans le cadre rêt total des versements en capi- Les prestations de la CACEB com-
haben nicht als Rente zu bezie- schwinden und für die Altersvor- employé de commerce de la CACEB, et ce, non seulement tal. Au vu des réactions violentes prennent, outre les prestations
hen, sondern ganz oder teilweise sorge nicht mehr zur Verfügung HKG, partenaire de sous forme de rente, mais égale- des parties prenantes, la proposi- légales selon la LPP, également
in Kapitalform. Sei es beim Er- stehen. Jeder Zehnte, der für eine Glauser+Partner Vorsorge ment, en totalité ou en partie, sous tion actuellement sur le tapis a étéune grande partie de prestations
reichen des Pensionsalters oder Firmengründung seine Pensions- AG à Berne Glauser+Partner forme de capital. Cette possibilité quelque peu édulcorée. Il restera dites surobligatoires. L’expé-
schon früher. kasse eingesetzt hat, verliert sein est le conseiller financier est offerte lorsque l’on atteint l’âge donc possible de retirer un capital rience a montré que pour les en-
Kürzlich hat die Neue Zürcher Alterskapital ganz oder teilwei- officiel de LEBE et conseille de la retraire, voire plus tôt. dans certains cas. En particulier seignants qui arrivent à l’âge de
Zeitung (NZZ) berichtet, dass se. So lautet das Ergebnis einer les enseignantes et les en- On a pu lire récemment dans la pour l’acquisition de son loge- la retraite la part LPP de l’avoir
Bundesrat Alain Berset den Studie, die das Departement von seignants en matière de Neue Zürcher Zeitung (NZZ) que ment. Il en sera de même pour la vieillesse représentait souvent
Kapitalbezug aus der zweiten Berset bestellt hat. prévoyance professionnelle, le conseiller fédéral Alain Berset personne qui émigre dans un pays un tiers seulement de la somme
Säule einschränken will. Ziel de fiscalité et de fortune. voulait restreindre le versement extra-européen et qui pourra donc totale, voire moins.
seines Gesetzesentwurfs ist es, Beschränkung nur für En savoir plus : en capital au titre du deuxième continuer à retirer son avoir de Cette information est in-
die zweite Säule für die Finanzie- BVG-Obligatorium www.glauserpartner.ch pilier. Le but de son projet de loi caisse de pension. Les statistiques diquée sur le certificat de pré-
rung des Lebensunterhalts nach Berset will dem Bundesrat zwei est de réserver le deuxième pilier montrent que les expatriés qui re- voyance délivré par la CACEB,
der Pensionierung zu reservie- Optionen vorschlagen: In der ers- pour le financement des moyens viennent au pays ne forment que où l’on peut voir d’une part l’ac-
ren und die Ergänzungsleistun- ten Variante würde der Kapital- de subsistance courants après le deux pour cent de tous les rentiers tuel avoir de vieillesse et, d’autre
gen (EL) so zu entlasten. bezug ganz verboten, in der zwei- départ à la retraite et de soulager qui touchent des prestations com- part, l’« avoir de vieillesse selon
Der Bundesrat wolle verhin- ten Variante auf 50 Prozent be- ainsi les prestations complémen- plémentaires. la LPP ». L’actuel règlement de la
dern, dass Pensionierte ihr Pen- schränkt. In beiden Fällen wäre Gesetzesänderung in Kraft tre- Oliver Grob, taires (PC). Le conseiller fédéral Berset en-CACEB prévoit déjà qu’au mo-
sionskassengeld verprassen und nur der obligatorische Teil (BVG) ten würde, im Hinblick auf die eidg. dipl. Finanzplanungs- Le Conseil fédéral entend em- tend en revanche interdire le re- ment de la retraite au maximum
anschliessend der Allgemeinheit des PK-Guthabens von den Re- Pensionierung in der Regel nicht experte und Kaufmann pêcher ainsi que des retraités gas- trait anticipé du capital en vue de 50 pour cent de l’avoir vieillesse
auf der Tasche liegen, indem sie striktionen betroffen. betroffen. HKG ist Partner bei der pillent leur avoir de caisse de pen- se lancer dans une activité indé- peut être retiré sous forme de ca-
Ergänzungsleistungen (EL) be- Gut zu wissen ist auch, dass Glauser+Partner Vorsorge sion, et qu’ils fassent appel par la pendante. Il y voit selon toute évi-pital. En d’autres termes : si la
ziehen. Aus dieser Überlegung Auswirkungen für Lehrpersonen freiwillige Einlagen oder freiwil- AG in Bern. Glauser+Partner suite à la solidarité de la collec- dence un risque considérable que modification de la loi devait en-
heraus hat sich die Landesregie- Die Leistungen der BLVK enthal- lige Sparbeiträge (Sparplan Plus) ist offizieller Finanz- tivité en ayant recours aux pres- l’argent retiré disparaisse et qu’iltrer en vigueur, les enseignantes
rung im Juni 2014 für eine EL- ten nebst den gesetzlichen Leis- immer überobligatorische Leis- ratgeber von LEBE und berät tations complémentaires (PC). ne reste plus rien à disposition et les enseignants ne seraient en
Reform und einen gänzlichen tungen (BVG) auch einen grossen tungen darstellen. Somit sind die- Lehrerinnen und Lehrer Sur la base de ces réflexions, le pour la prévoyance vieillesse. Une principe pas concernés pour ce
Stopp von Kapitalbezügen ausge- Anteil von sogenannt überobliga- se, im Rahmen der Obergrenze in Vorsorge-, Steuer- und Gouvernement a, en juin 2014, personne sur dix, qui a investi sa qui est de la retraite.
sprochen. Da die Reaktionen der torischen Leistungen. Die Erfah- von 50 Prozent, auch wieder als Vermögensfragen. Mehr: décidé de réformer le régime des caisse de pension dans la création Il est également utile de sa-
Interessenverbände heftig aus- rung zeigt, dass bei Lehrpersonen Kapital abrufbar. www.glauserpartner.ch d’une entreprise, perd son capi- voir que les versements faculta-
fielen, sei der jetzige Vorschlag zum Zeitpunkt der Pensionierung tal vieillesse en totalité ou en par-
tifs ou les cotisations d’épargne
differenzierter. In gewissen Fäl- der BVG-Anteil des Altersgutha- tie. Tel est le résultat d’une étudevolontaires (plan d’épargne Plus)
len soll der Kapitalbezug möglich bens oftmals nur einen Drittel commandée par le département représentent toujours des pres-
bleiben. Insbesondere für den Er- oder sogar weniger ausmacht. de Berset. tations surobligatoires. Ces der-
werb von Wohneigentum. Auch Ersichtlich ist dies auf dem Retrait d’une partie du capital CACEB – bon à savoir : nières peuvent ainsi également
wer in ein aussereuropäisches Land BLVK-Vorsorgeausweis, auf wel- BLVK-Teilkapitalbezug – gut zu wissen: • Le délai d’annonce est de 3 mois avant la retraite Limitation seulement pour être retirées comme capital dans
auswandert, soll sein PK-Geld chem einerseits das aktuelle • Die Anmeldefrist beträgt 3 Monate vor der Pensionierung (voir formulaire sur www.blvk.ch) la partie obligatoire de la LPP le cadre de la limite supérieure de
weiterhin beziehen können. Die Altersguthaben und andererseits (Formular auf www.blvk.ch) • Le conjoint doit cosigner Berset veut proposer deux options 50 pour cent.
Statistik zeigt, dass zurückge- auch das «Altersguthaben nach • Der Ehepartner muss mitunterzeichnen • Attention : conséquences fiscales si un rachat a été effectué les au Conseil fédéral: La première
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kehrte Auswanderer nur zwei Pro- BVG» ausgewiesen ist. Bereits das • Achtung: Steuerliche Folgen, sofern ein Einkauf in den letzten trois dernières années avant le retrait d’une partie du capital variante consisterait à interdire
zent aller EL-Bezüger ausmachen. heutige BLVK-Reglement sieht 3 Jahren vor dem Teilkapitalbezug erfolgt ist • Tous les avantages et les inconvénients : totalement le retrait du capital,
Den Vorbezug für die Aufnah- vor, dass im Zeitpunkt der Pensi- • Alle Vor- / Nachteile: Siehe unsere Seminarbroschüre auf voir notre brochure de séminaire tandis que la deuxième variante
me einer selbständigen Erwerbs- onierung maximal 50 Prozent des www.glauserpartner.ch/seminar sur www.glauserpartner.ch / seminar permettrait d’un retirer 50 pour
tätigkeit will Bundesrat Berset Altersguthabens in Kapitalform • Ehe- und erbrechtliche Aspekte einbeziehen • Tenir compte des aspects matrimoniaux et successoraux cent. Dans les deux cas, seule la
bezogen werden können. Mit • Bezogenes Kapital flexibel und steuergünstig anlegen: • Investir de manière flexible et fiscalement avantageuse partie obligatoire (LPP) de l’avoir
anderen Worten: Lehrerin- Alternativen unbedingt vergleichen le capital retiré : comparez les alternatives ! de caisse de pension serait concer-
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tigt sich mit der Zukunft», be- Die Pädagogischen Hochschu- ein Studiengang auf verschie- entscheidenden Punkt für eine
gann Martin Schäfer sein Re- len der Schweiz müssen die Är- denen Wegen durchlaufen diversifizierte und handlungs-
Wir, das Schul- und Therapiezentrum ferat am 24. November 2015. mel hochkrempeln, um die im- werden können – und die Ab- bereite PH. Weiter war man sich
für körper- und sinnesbehinderte Kinder
(ZKSK) in Solothurn, suchen für den visopädagogischen
«Aber kann man diese wirklich mer zahlreicher und komplexer gängerinnen und Abgänger am darüber einig, dass über der
Dienst per 1. Januar 2016 oder n.V. voraussagen?» Er beantworte- werdenden Themen anpacken Ende trotzdem mit den glei- Individualisierung des Studi-
te die Frage mit Blick auf den zu können. chen Kompetenzen dastehen. ums die gemeinschaftsbildende
Schulische/r HeilpädagogIn oder FrüherzieherIn
Schöne Garne und schöne Farben Fachgebiet Sehbeeinträchtigte (Pensum 50 bis 100 %) Science-Fiction-Film Zurück Funktion der Ausbildung nicht
für den textilen Werkunterricht in die Zukunft (1985), der die Besonders die kleinen PHs Das Podium zeigt sich einig vernachlässigt werden dürfe. Die
Der Ausgangsort ist Oensingen SO.
Zeit dreissig Jahre nach seiner sind herausgefordert Das anschliessende Podium gab Thesen von Martin Schäfer er-
Das Inserat ist unter www.zksk-so.ch. Auskunft erteilt Anja
www.zsag.ch Kehm, 062 396 30 04 oder 032 625 82 51, gerne. Wir freuen
uns auf Ihre Bewerbung an info@zksk-so.ch.
Entstehung reflektiert. «Ein
wesentlicher Teil dessen, was
In den weiteren Thesen defi-
nierte Martin Schäfer, was eine
Gelegenheit, zu Schäfers Thesen
Stellung zu nehmen. Die Re-
wiesen sich somit als fruchtbar:
Die Pädagogischen Hochschulen
der Film für das Jahr 2015 handlungsfähige PH ausmacht. aktionen der Teilnehmenden – von heute tun gut daran, sich mit
vorausgesagt hat, ist nicht ein- Eine gewisse Grösse zum Bei- neben dem Referenten selbst ihnen noch weiter zu beschäf-
getroffen. Die Zukunft bleibt spiel: «Eine PH muss über eine waren dies die Rektorin der PH tigen. Und das besser früher als
in grossen Teilen undurchsich- minimale Grösse verfügen, um Thurgau, Priska Sieber, sowie später.
tig.» Was bedeutete das für Entwicklungen mitmachen zu die Rektoren der PH Zürich,
seinen Vortrag? Es bedeutete, können», postulierte er und Walter Bircher, und der PH
dass Martin Schäfer darauf nannte das eine besondere He- Luzern, Hans-Rudolf Schärer –
verzichtete, konkrete Themen rausforderung für die kleinen fielen im Wesentlichen zu- Vorträge bald als Buch
der Zukunft zu benennen. Hochschulen. «Einzelne PHs stimmend aus. Walter Bircher Der Vortrag von Martin Schäfer
werden sich in Verbünde mit zeigte sich von der Idee einer beschloss die Vortragsreihe zum
PHs müssen anderen Hochschulen begeben gesamtschweizerischen For- Jubiläum «10 Jahre PHBern»,
innovativer werden müssen.» schung angetan. Das Studium die im Oktober angelaufen war.
Stattdessen blieb der Rektor Eine andere These betraf die für Quereinsteigende nannte er In den vorangegangenen vier
der PHBern in der Gegenwart. Forschung: «Eine einzelne PH einen wichtigen Schritt hin zu Vorträgen hatten namhafte
Er präsentierte zehn Thesen kann der Vielfalt und Komple- einer flexibleren Lehrerinnen- Rednerinnen und Redner aus
für eine Lehrerinnen- und Leh- xität der Themen nicht gerecht und Lehrerbildung. Priska Sie- Bildung und Politik auf die Ent-
rerbildung, die der Zukunft ge- werden. Die Forschung muss ber verteidigte ihre kleine PH stehung der Lehrerinnen- und
wachsen sein will. Die wichtigs- deshalb über die Bedürfnisse Thurgau als in der Forschung Lehrerbildung im Kanton Bern
te davon: Eine pädagogische der eigenen Hochschule hin- und Ausbildung gut vernetzte zurückgeblickt oder die einzelnen
Hochschule, die langfristig eine ausdenken und eine gesamt- und in ihrer Grösse durchaus Aufgaben der PHs analysiert.
qualitativ hochstehende Lehre- schweizerische PH-Forschung ernst zu nehmende Hochschu- Alle Vorträge werden im Sommer
rinnen- und Lehrerbildung ga- im Blick haben», betonte Mar- le, die wesentliche Forderungen 2016 in der Publikationsreihe
rantieren will, muss sich in Zu- tin Schäfer. Die einzelnen PHs Schäfers bereits befolge. Sie be- «Beiträge für die Praxis» der
kunft deutlich systematischer könnten einander dabei mit un- reicherte die Diskussion, indem PHBern veröffentlicht.
mit drängenden Themen aus- terschiedlichen Schwerpunkten sie die geforderte «Innovation»

33 — BS 2015 AUSGABE 10
einandersetzen und sich ent- ergänzen. um die Nuancen «Reflexion» und
sprechend weiterentwickeln. Und schliesslich sprach der «Differenzierung» erweiterte.
Rektor der PHBern auch die Hans-Rudolf Schärer schliess-
Heterogenität der Studieren- lich kam auf die Vermittlungs-
den an. «In Zukunft sind in- kompetenz der PHs zu sprechen,
dividuellere Formen des Stu- die er als Alleinstellungsmerk-
diums gefragt», zeigte er sich mal identifizierte. Er erwähnte
überzeugt. Je nach Vorkennt- damit einen bekannten, in Zu-
VERSCHIEDENES VERSCHIEDENES

Wird wirklich alles anders? Einladung zu den Invitation aux assemblées


Von Simone Sturm
a.o. Wahlkreisversammlungen extraordinaires des cercles
FORUM FÜR SPORT Über 100 Lehrpersonen vor allem aus dem Kanton Bern, der Versicherten électoraux des assuré-e-s
aber auch aus anderen Teilen der Schweiz, strömten zum Jubiläumsforum
ins Zentrum für Sport und Sportwissenschaften im Neufeld, um zu erfahren, der BLVK de la CACEB
ob sich mit dem Lehrplan 21 der Sportunterricht grundsätzlich wandle.

Der Veranstalter BVSS (Berni- personen keine grundlegenden Wahlkreis / Cercle électoral Wann / Quand Wo / Où
scher Verband für Sport in der Änderungen im Unterrichten
Schule) veranstaltet jedes Jahr im zu befürchten haben. Vielmehr Jura bernois Lundi, 1 février 2016 à 17 h 30 Aula de l’école primaire de Tavannes
Herbst ein Forum mit einem sport- sehe die PHBern eine Chance, ein Bern - Nord Montag, 1. Februar 2016, OZ Eisengasse beim Bahnhof Bolligen, Gruppenraum 3,
lichen Schwerpunktthema. In Nachdenken über den Unterricht 18.00 Uhr Eisengasse 3, 3065 Bolligen
diesem Jahr widmete sich der An- und damit eine Unterrichtsent-
lass der Frage: «Sportunterricht wicklung anzuregen. Bern - Stadt Schule Munzinger, Aula, Munzingerstrasse 11, 3007 Bern
im Lehrplan – wird alles anders?»
Bern - Süd Mittwoch, 3. Februar 2016, Gasthof «Bühl», 2. Stock «Dachboden»,
Diese wurde schon im Einstiegs- Kompetenzorientierung
14.00 Uhr Thunstrasse 1, 3150 Schwarzenburg
referat von Michael Aebischer, erleben
Sekundarlehrer, Dozent an der In den anschliessenden Work- Emmental Donnerstag, 4. Februar 2016, Landgasthof zum Rössli,
PHBern und Mitautor des Lehr- shops konnten die Teilnehmen- 20.00 Uhr Thunstrasse 60, 3415 Schafhausen
plans 21, geklärt. Aebischer be- den praktisch in den Lehrplan
nutzte als Metapher ein typisch 21 eintauchen und kompetenz- Oberaargau Dienstag, 9. Februar 2016, Schulanlage Sonnhalde, Aula, 4912 Aarwangen
stadtbernisches Symbol: die Aare. orientierten Unterricht erleben. 18.00 Uhr
Anhand des Flusses veranschau- Unter Anleitung von Dozentin-
Oberland - Nord Mittwoch, 3. Februar 2016, Berufsbildungszentrum IDM Thun, Auditorium 118,
lichte er, dass sportunterrich- nen und Dozenten und Fachspe-
17.00 Uhr Mönchstrasse 30B, 3600 Thun
tende Lehrpersonen verschieden zialisten wurde ihnen eine breite
im Strom unterwegs sind, es gibt Palette an Themen quer durch Oberland - Süd Schulzentrum Längenstein, 3700 Spiez
Lehrpersonen, die lassen sich trei- den Fachbereich Bewegung und
ben, andere schwimmen voraus Sport – wie das Fach Sport im Seeland Schulhaus Burgerallee, Aula, Burgerallee 15, 2560 Nidau
oder benützen eine Schwimmhil- LP21 neu heissen wird – angebo- Angeschlossene Institutionen Dienstag, 2. Februar 2016, Campus Muristalden, Muristrasse 8, 3006 Bern
Bild: zVg

fe, wieder andere halten sich am ten. Die Teilnehmenden hatten und BLVK 17.00 Uhr
Steg fest und wehren sich gegen die Qual der Wahl zwischen ver-
die Strömung. Nicht zuletzt gibt es schiedenen praktischen Inhalten
auch Sportunterrichtende, wel- zu bekannten Sportarten wie und im Kinball-Workshop lern- In verschiedenen
che den Durchhaltewillen nicht beispielsweise Tanzen, Geräte- ten die Teilnehmenden das Spiel Workshops konnten Traktanden Ordre du jour
aufbringen und aussteigen wollen. turnen und Leichtathletik oder mit dem riesigen Ball im Unter- die Teilnehmenden
weniger bekannten Sparten wie richtskontext kennen. Kompeten- kompetenzorientierten 1. Begrüssung und Organisation 1. Souhaits de bienvenue, organisation
Nicht alles wird umgekrempelt Kinball und Kabaddi. Ausser- zorientierung, offene Aufgaben- Unterricht erleben. 2. Protokoll der letzten Wahlkreisversammlung 2. Procès-verbal de la dernière assemblée électorale
Die Teilnehmenden wurden ange- dem konnte die Leitungsaner- stellung und Schülerpartizipation (www.blvk.ch) (www.caceb.ch)
halten, für sich selber zu bestim- kennung Jugend und Sport in waren mehr als Schlagworte, ent- 3. (Allfällige) Wahlen 3. Elections (éventuelles)
men, zu welcher Sorte Schwim- Kindersport und Schulsport er- sprechende Umsetzungen wur- 4a. Neues Organisationsreglement für die DV 4a. Nouveau Règlement d’organisation pour l’AD
mer im Lehrplanfluss sie gehören. neuert werden. Die Workshops den vorgestellt und diskutiert. (BLVK-OgRDV) (ROAD-CACEB)
Anschliessend erklärte Aebischer ermöglichten den Lehrpersonen Ein attraktives Rahmenprogramm 4b. Neues Wahlreglement für die Wahl der Delegierten 4b. Nouveau Règlement pour l’élection des délégué-e-s
Entstehung, Inhalt und Aufbau den direkten Kontakt mit Lehr- rundete den Tag in den kürz- (BLVK-WRDV) (READ-CACEB)
des Lehrplans im Fachbereich plan und Kollegen und liessen lich eingeweihten Räumlichkeiten 5. Traktanden der a.o. DV BLVK vom 2. März 2016 5. Ordre du jour de l’AD extraordinaire de la CACEB
Bewegung und Sport und beru- auch die Freiheit, über Chancen der Sportanlagen im Neufeld 6. Anträge an die DV du 2 mars 2016
higte die Anwesenden mit einem und Befürchtungen des kompe- ab. Und wo verorteten die teil- 7. Informationen 6. Propositions à l’assemblée
Zitat Bernhard Pulvers, welcher tenzorientierten Unterrichts zu nehmenden Lehrpersonen zum 8. Verschiedenes 7. Informations
den Lehrkräften geschrieben diskutieren. Abschluss des Forums ihre 8. Divers
34 — BS 2015 AUSGABE 10

35 — BS 2015 AUSGABE 10
hatte, dass der Lehrplan kein Im Kabaddi beispielsweise Schwimmfähigkeiten im Strom
Gesetzbuch sei und dass mit der konnten erste Erfahrungen in ei- des Kompetenzaufbaus? Die
Kompetenzorientierung nicht ner für viele unbekannten Sport- meisten waren sich einig: So viel Mitglieder der Verwaltungskommission sind anwesend. Des membres de la commission administrative sont présents.
alles umgekrempelt werde. Mi- art gesammelt, Kräfte gemessen wird sich nicht verändern, aber Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Wünsche zu La possibilité est ainsi donnée de poser des questions ou
chael Aebischer bestätigte auch, und über das Aushandeln von Re- die Lehrplandiskussion bietet äussern. Ziel: Pro Schulhaus nimmt eine Lehrperson teil! d’émettre des souhaits. But : qu’un-e représentant-e par collège
dass der Kanton Bern mit dem geln diskutiert werden, im Bewe- die Chance, sich über gemeinsa- soit présent-e.
Lehrplan 95 grundsätzlich schon gen an Geräten wurden auch er- me Werte im Sportunterrichten
gut unterwegs sei und die Lehr- fahrene Lehrpersonen gefordert, auszutauschen.
VERSCHIEDENES VERSCHIEDENES / AGENDA

Fledermausexkursion Fotowettbewerb aus diesen ersten Einsätzen sol- um geeigneten Nachwuchs Der SPV (Schweizerischer Plat- Branche. Er pflegt aktives
len dazu dienen, das Konzept kämpfen. Entsprechend präzis tenverband) wurde 1913 in Lobbying mit der Politik, der
zu gewinnen zum Thema «Guets tue» weiter zu verfeinern. und authentisch müssen die In- Zürich gegründet. Er ist der Ke- Wirtschaft und den Sozial-
formationen zu den einzelnen ramik-Branchenverband in der partnern. Seit 1991 befinden
Der Fledermausverein Bern ist ein gemeinnütziger Verein, «Guets tue» braucht Kopf, Herz und Hand. Diese Aussage Verstärkter Einsatz für Berufen sein, und sie müssen an Schweiz und dem Fürstentum sich der Geschäftssitz und ein
der sich im Kanton Bern für den Schutz der Fledermäuse sollen Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen den Nachwuchs den richtigen Orten präsentiert Liechtenstein. Der SPV ver- modernes Bildungszentrum in
einsetzt. 2016 verleiht dieser Verein in einem Wettbewerb Schulwettbewerb x-hoch-herz fotografisch umsetzen. Dazu Der SPV ist sich bewusst, dass werden. Die Botschafter sollen tritt die Interessen von rund Dagmersellen / LU.
drei Fledermausexkursionen im Kanton Bern. erstellen sie Einzelfotos oder eine Fotoserie, heute das Angebot an Lehrstel- aufgeweckte und engagierte Ju- 465 Mitgliedern aus Leger-,
in der sie die drei Elemente symbolisch abbilden. len höher ist als die Nachfrage. gendliche, aber auch ihre Lehr- Handels-, Zuliefer- und Fabri-
bei erfahren sie viel Spannen- Auch wenn die Vorteile des du- personen und Angehörigen über kationsbetrieben in 12 Sektio- Weitere Informationen
des zur deren Lebensweise. Die Die zehn besten Beiträge wer-deschluss ist der 31. März 2016. alen Bildungssystems und der den Beruf des Plattenlegers mit nen. Der SPV ist das führende www.platten-champions.ch
Exkursion kann in Absprache den ausgezeichnet; die prä- Detaillierte Informationen, handwerklichen Berufe bis in allen seinen Möglichkeiten in- gesamtschweizerische Kompe-
mit der Leitung in der Region mierten Klassen erhalten ei- didaktische Materialien sowie die höchste Politik gepriesen formieren und damit auch zum tenzzentrum für alle Fach- und
der Schulklasse erfolgen. Für nen Beitrag von 500 Franken Tipps fürs Fotografieren sind werden, müssen die Betriebe Image der Branche beitragen. Bildungsfragen der Keramik-
die Durchführung vorgesehen unter www.xhochherz.ch aufge-
in die Klassenkasse. Drei Klas-
ist der Zeitraum von Mai bis sen können zusätzlich einen schaltet.
Juni 2016. Kurs bei einem Profi-Fotogra- Der Schulwettbewerb x-
Das Thema des Wettbewerbs hoch-herz ist ein Teilprojekt
fen oder einer Profi-Fotografin
lautet: «Fledermäuse leben besuchen. Im Weiteren vergibtdes Schweizer Zentrums Ser-
unter uns». Die SchülerInnen das Publikum im Onlinevoting vice-Learning und wird getra-
können basteln, filmen, dich- Überraschungspreise für die gen vom Migros-Kulturpro-
Drei Klassen können je eine ten, Lieder erfinden und ihre beliebtesten Fotos. zent. Ziel des Wettbewerbs ist
abendliche Fledermausexkur- Phantasie walten lassen. Jede es, Schülerinnen und Schüler Materialgeld: Fr. 30.– kennen und erproben diese. Kurze
sion gewinnen, die von einer Klasse darf nur ein Werk ein- Wer kann mitmachen? für die Themen «gesellschaft- lernwerk bern Anmeldeschluss: 22.12.2015 PHBern, Institut Theorieinputs unter anderem zur
Fachperson geleitet wird. Mit reichen. Sind verschiedene Am Wettbewerb können alle liches Engagement» und «Ver- Weiterbildung für Gestaltungs­ für Weiterbildung und Spielentwicklung des Kindes vervoll-
Fledermaus-Detektoren machen Objekte entstanden, kann eine Schulen bis und mit dem 10. antwortung übernehmen» zu lehrpersonen 16.415 Kreativ? Kreativ! Medienbildung ständigen diesen Kurs.
sich die SchülerInnen auf die Fotografie aller Resultate ein- Schuljahr mitmachen. Einsen- sensibilisieren. Industriestrasse 37, Kreativität kann gelernt und gefördert Weltistrasse 40, 3006 Bern Wann: Mittwoch, 2. März 2016,
Suche nach Fledermäusen. Da- gereicht werden. 3178 Bösingen werden. Du bekommst Einblick Tel. 031 309 27 11, 14.00–16.30 Uhr /
Telefon 031 740 97 83 in die Entstehung des Kreativitäts- info.iwm@phbern.ch, Samstag, 2. April 2016,
www.lernwerkbern.ch begriffes, lernst die Phasen des www.phbern.ch 9.00–17.00 Uhr, Münchenbuchsee.
Die Produkte (oder Fotos davon) sind bis am 8. April 2016 Kontakt kreativen Prozesses kennen und Mehr: www.phbern.ch / 16.621.027
einzureichen an info@fledermaus-be.ch Ursula Huber, Geschäftsstelle x-hoch-herz 16.103 Körperideale – jeder kannst verschiedene Kreativitäts- Bewegte Schule – Weiterbildung
Briefe (keine Pakete) an Fledermausverein Bern, 044 451 30 59 Epoche ihre Traumfigur techniken gezielt einsetzen und für Lehrpersonen 2016–2017 Kunstmuseum Bern – das
c /o treffpunkt natur, Dändlikerweg 71, 3014 Bern ursula.huber@xhochherz.ch Die Füllige in Steinzeit und Renaissance, praktisch anwenden. Mehr bewegen im Klassenzimmer, 20. Jahrhundert
die Kurvenreiche in den Goldenen Wo / Wann: Kaufdorf, 19.3.2016 auf dem Pausenplatz und in der mit Lernenden entdecken
50ern, die Androgyne in den 20ern Kursleitung: Gabriela Grossniklaus Schule: Diese Weiterbildung (Dauer: Lehrpersonen der Berufsfachschule
und 70ern. Und heute? Angeregt Berli 23 Stunden) erweitert das Wissen und der Brückenangebote haben
durch die Kunstgeschichte arbeiten Kursgeld für Mitglieder: Fr. 133.– im Lernen und Bewegen und bietet Gelegenheit, ihre kunstgeschichtli-
Nachwuchswerbung: Botschafter wir vor allem dreidimensional mit Kursgeld für Nichtmitglieder: Gelegenheit, neue Bewegungsideen chen und museumspädagogischen
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für die Plattenlegerbranche Papier und Textilien zum Thema der ERZ zurückgefordert werden.) Wann: Mittwoch, 20. Januar 2016, dabei unter anderem verschiedene
menschlichen Figur. Materialgeld: Fr. 55.– 14.00–16.00 Uhr, in Bern. Methoden der Bildbetrachtung
Der Schweizerische Plattenverband (SPV) und seine regionalen Sektionen verstärken ihre Nachwuchswerbung. Wo / Wann: Wynigen, ab 27.2.2016 Anmeldeschluss: 29.1.2016 Mehr: www.phbern.ch / 16.183.401 (inhaltlich-kontextuell, stilistisch-
Qualifizierte, erfahrene und begeisterte Berufsleute stellen als Botschafter Jugendlichen in der Berufswahl die Arbeit Kursleitung: Erika Fankhauser Schürch formal, Farbgestaltung) kennen.
des Plattenlegens mit allen Facetten vor. Kursgeld für Mitglieder: 0.– 16.605 Farbige Objekte Frühfremdsprachen für Wann: Freitag, 19. Februar 2016,
Kursgeld für Nichtmitglieder: Fr. 50.– aus Dosenblech IF-Lehrpersonen 13.30–16.30 Uhr, Bern.
Was macht den Reiz des Plat- scheidungsträgern vertreten. ungsmaterial vermitteln. Dass offenen Tür und weiteren Platt- Materialgeld: Fr. 68.– Inspiriert von madagassischem Wie sieht integrative Förderung im Mehr: www.phbern.ch / 16.616.031
tenlegens aus? Wie hart ist der Die Plattenleger-Botschafter sie aus der Praxis ihres Berufs- formen, auch gemeinsam mit Anmeldeschluss: 25.1.2016 Kunsthandwerk stellen wir kleine Frühfremdsprachenunterricht aus
Job? Wie ist es, bei Menschen sind prädestiniert, diese Infor- alltags berichten, macht sie anderen Berufen. Sie können Objekte (Magnete oder Öllämpli) und welche Basiskompetenzen sind
zu Hause im Badezimmer oder mationen weiterzugeben und besonders glaubwürdig. Sie entweder im direkten Kontakt 16.203 Fit für Maschenware? aus dünnem, bedrucktem Weiss- hierfür nötig? Die IF-Lehrpersonen
im Wohnzimmer zu arbeiten? geeignete Jugendliche für den werden von den regionalen SPV- oder über die Webplattform Mit der Nähmaschine? Mit der Over- blech (Spraydosen, kleine Kon- lernen die Prinzipien der Didaktik
Wie sieht es mit dem Verdienst vielseitigen, anforderungsrei- Sektionen bestimmt und sind www.platten-champions.ch lockmaschine? Wie nähe ich am servendosen) her. Mit einfachen der Mehrsprachigkeit kennen
aus, und wie mit der Weiterbil- chen und kreativen Beruf des auch bereit, in ihren Betrieben gebucht werden. einfachsten ein Bündchen an? Welchen Hilfsmitteln formen und verbinden und erarbeiten Ansätze für ihre
dung? Jugendliche sollen bei Plattenlegers zu motivieren. Besichtigungen und Schnupper- Saum bei welchem Stoff? Wie kann wir die Bleche, mit Schwerpunkt Umsetzung.
ihrer Berufswahl möglichst ge- lehren durchzuführen. Die Pilotsektionen ich einen Ausschnitt versäubern? Weichlöten. Wann: Mittwoch, 17. Februar 2016,
36 — BS 2015 AUSGABE 10

37 — BS 2015 AUSGABE 10
naue und realistische Informa- Wer wird zum Botschafter Bevor das Konzept im Jahr 2016 Mit solchen Fragen beschäftigen wir Wo / Wann: Biel, ab 11.3.2016 13.30–17.00 Uhr, Bern.
tionen über ihre zukünftige Ar- ernannt? Einsatz vor Ort schweizweit ausgerollt wird, uns und stellen Anschauungsmaterial Kursleitung: Marion Ebert Mehr: www.phbern.ch / 16.321.140
beit erhalten. Sie sollen nicht Die Botschafter sind selber Die Botschafter agieren in ih- werden in den Sektionen Zü- für den Unterricht her. Kursgeld für Mitglieder: Fr. 129.–
nur für die Ausbildung gewon- begeisterte Plattenleger und rem jeweiligen lokalen und rich, Ostschweiz und Zentral- Wo / Wann: Münsingen, 6.2.2016 Kursgeld für Nichtmitglieder: Integration durch Theater
nen werden, sondern dank ih- haben ein breites Fachwissen, regionalen Umfeld. Ihre Ein- schweiz ab September 2015 Kursleitung: Ursula Soppelsa Hertig, Fr. 159.– (Kursgeld kann bei Die Teilnehmenden erhalten Anre-
rer Kompetenz langfristig die welches sie verständlich und satzmöglichkeiten bestehen in Erfahrungen mit ausgewählten Katharina Bader ERZ zurückgefordert werden.) gungen für die Theaterarbeit mit
Branche gegenüber Bauherren, kurzweilig in Form von Videos, Schulen, an BIZ-Veranstaltun- Betrieben und Botschaftern Kursgeld für Mitglieder: 0.– Materialgeld: Fr. 40.– heterogenen Gruppen, lernen die
Architekten und anderen Ent- Kurzvorträgen und Anschau- gen, Berufsmessen, Tagen der gesammelt. Die Erkenntnisse Kursgeld für Nichtmitglieder: Fr. 50.– Anmeldeschluss: 22.1.2016 Vorgehensweise des Episodentheaters
BEZUGSQUELLEN

Basteln / Handarbeiten Erlebnisunterricht


Das letzte Wort
Schulmuseum Bern in Köniz
Muhlernstr. 9, Haberhuus, Schloss Köniz, 3098 Köniz
Museum 031 971 04 07 | Kontakt K. Hofer 031 971 20 40
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Die Schule muss es richten
• Sonderausstellung 14.08.2014 bis 23.12.2015: Daheim im Schloss
• Historische Schreib- und Mathematiklektionen, Führungen
• Ausleihe: historische Lehrmittel, altes Schulmobiliar usw.
• Öffnungszeiten: Mi und Sa 14-17 Uhr / So 13-16 Uhr, Eintritt 5.-
www.schulmuseumbern.ch
www.filzwolle.ch

Werkraumeinrichtungen und Werkmaterialien Verbrauchsmaterial

inseratvorlage berner schule Liebe Lehrerinnen und Lehrer, ihr seid wahrlich nicht zu beneiden. und die lernt man kennen, indem man sich in den Medien die
Nicht genug, dass ihr Tag für Tag begriffsstutzigen Dritt- und Acht- nötigen Informationen holt, und zwar in möglichst vielen,
Grösse : 10 x 1 Feld 98 x 17 mm klässlern die Gewässerkarte der Schweiz, das Distributivgesetz möglichst unterschiedlichen, möglichst qualifizierten Medien.
und neuerdings – mangels Kinderstube der Goofen – auch noch Wie soll man eine hochkomplexe Abstimmungsvorlage zur
Unter Rubrik : « Planung und Einrichtung von Schulraum »
Werkraumeinrichtung / Equipement d’atelier beibringen müsst, wie man mit Löffel und Gabel isst und dass man Präimplantationsdiagnostik beurteilen können, wenn man
Holz-Metallbearbeitungsmaschinen sich anständig grüsst, wenn man sich begegnet – nein, nun scheint sich bloss mit «BibisBeautyPalace» (dem beliebten Youtube-
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der Schweiz zu retten. Kurzfutter der Wegwerfzeitung «20 Minuten» beschäftigt?
Warum? Nun, weil die demnächst vor die Hunde zu gehen Es ist so: Die Jungen von heute sind politisch unterver-
droht, denn das Jungvolk ist immer weniger imstande, sich sorgt, und drum gehen sie entweder gar nicht mehr abstim-
zu politischen Sachfragen eine Meinung zu bilden, was ja in men oder aber fallen auf populistische Simplifizierer herein,
Planung und Einrichtung von Schulraum Software einer Staatsform wie der unsrigen sozusagen systemrelevant sodass schliesslich nicht der kühle Kopf, sondern der emotio-
ist. Genau das ist nämlich der Befund des neuen Jahrbuchs nalisierte Bauch entscheidet. Drum, liebe Lehrerinnen und
über Medienqualität, das erstmals untersucht hat, wo und Lehrer, müsst ihr wohl noch einmal ran: Lehrt die Neunt-
knobel schuleinrichtungen ag tel 041 710 81 81
schürmattstrass 3 fax 041 710 03 43 wie sich die 16- bis 29-Jährigen heute informieren. Sie tun es klässlerinnen, die Berufsschüler und die Gymelerinnen, was
postfach 223 www.knobel-zug.ch
5643 sins info@knobel-zug.ch Die zeitgemässe Software für Lehrpersonen immer öfter und immer ausschliesslicher über Social Media: guten Journalismus ausmacht und welche Bedeutung er für
Demoversion unter www.LehrerOffice.ch
über Whatsapp und Twitter und Facebook also, wo sie aber eine Gesellschaft hat. Vergleicht mit ihnen einen «Blick»- mit
just nur das auf den Bildschirm bekommen, was ihnen von einem «NZZ»-Artikel, spielt den Meinungsbildungsprozess
Berufswahl ihren Friends empfohlen wird, und das ist halt wundersel- rund um eine Abstimmungsvorlage durch, lasst sie strei-
www. embru.ch/de/schule ten ein gut recherchierter Artikel aus dem «Bund» über die ten und debattieren und argumentieren. Fordert sie her-
Embru-Werke AG I CH-8630 Rüti ZH dringend notwendige Umgestaltung der Altersvorsorge in aus, provoziert sie, positioniert euch, lehnt euch aus dem
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der Schweiz oder eine lange Reportage über die Integration Fenster – auch auf die Gefahr hin, dass ihr verpetzt werdet
berufswahl-portfolio.ch
portfolio-du-choix-professionnel.ch junger Migrantinnen in der «WoZ» – nein, das sind vorwie- und auf der Website der Jungen SVP landet, die ja so für-
gend Beiträge über Roger Federers schnucklige Zwillinge, sorglich dafür sorgen will, dass in der Schule nicht politisch
Schiri-Fehlentscheide am letzten Champions-League-Spiel indoktriniert wird. Die Demokratie wird es euch danken.
und die neusten Apple-Gadgets. Heisst: Die heutige Jugend
Spiel- und Pausenplatzgeräte Musikinstrumente tummelt sich zwar jeden Tag stundenlang im Netz, konsu-
 Martin Lehmann
miert dort aber vor allem Klatsch, Crime und Katzenvideos.
Martin Lehmann ist Redaktor bei Radio SRF 2 Kultur und Vater dreier Töchter.
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