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Physik

Klasse 9

Kernphysik - Die Grundlagen

Kernphysik. Da steckt außer Physik noch ein anderes Wort drin, nämlich Kern. Man beschäftigt sich in der
Kernphysik nämlich hauptsächlich mit den Dingen die im Atomkern passieren (anders als z.B. in der Chemie oder in
der Elektrik). Man sollte dafür am besten erst einmal wissen, was in solch einem
Atomkern überhaupt ist!
Zuerst sieht man hier auf den Umlaufbahnen (also nicht im Kern) die sogenannten
Elektronen. Das sind die negativen Teilchen. Dann findet man im Kern selbst noch
positive Teilchen, die Protonen genannt werden.(die roten). Es gibt immer genau so
viele Elektronen wie Protonen, wenn das Atom nicht geladen ist. Jetzt sind diese
Protonen aber nicht die einzigen im Kern. Daneben gibt es nämlich noch sogenannte
Neutronen. Der Name sagt es schon: Neutrale Teilchen, die man braucht, weil die
+Teilchen sich sonst abstoßen würden. Der umfassende Begriff für alles was im Kern
ist, (also Protonen und Neutronen) ist Nukleonen. Dann gibt es noch Teilchen die zwar
positiv geladen sind, aber eher mit Elektronen vergleichbar sind (der Masse wegen).
Diese nennt man Positronen.
1p 1n 0 e
Schreibweisen: Proton: p oder , Neutron: n oder , Elektron: e- oder
1 0 −1
Beim Stoff den ich da gezeigt habe, handelt es sich um Lithium. Guckt man jetzt im Periodensystem der Elemente
7 Li
(PSE) nach dem Lithium, wird man es sicherlich als dort finden. Die 7, die sogenannte Massezahl sagt wie
3
viele Teilchen überhaupt im ganzen Kern sind. Also Protonen + Neutronen = 7Nukleonen. Die Zahl darunter, die
Ordnungszahl (auch Protonenzahl) sagt wie viele Protonen im Kern sind. Bei ausgeglichener Ladung (Normalfall)
sagt diese Zahl auch wie viele Elektronen im Atom sind.

7 Li
Vielleicht warst du jetzt so misstrauisch, und hast im PSE nachgeguckt, ob da wirklich steht. Dann hast du
3
6,9 Li
gesehen, dass es das nicht tut. Da steht nämlich ! Dies liegt nicht etwa daran, dass 6,9 Teilchen im Kern
3
sind, sondern daran dass die Anzahl der Neutronen im Kern unterschiedlich sein kann. Im PSE steht dann immer die
Durchschnittliche Nukleonenzahl. Daher kommt es dazu, dass es von jedem Stoff verschiedene Sorten gibt. Lithium
mit 4 Neutronen hat nämlich andere Eigenschaften als welches mit 3 Neutronen. Stoffe mit gleich vielen Protonen
(untere Zahl) aber unterschiedlich vielen Neutronen, nennt man Nuklide. In der Chemie spricht man von Isotopen.
In der Nuklidkarte kann man von allen Nukliden von jedem Stoff die Massezahl, die Strahlungsart und die
Halbwertszeit ablesen. Die Nuklide werden dann nach der Massezahl (Protonen + Neutronen) benannt. Ein Uran-
Nuklid mit der Massezahl 238 heißt dann U-238 (sprich Uran 238).
Aufgabe: Formuliere Merksätze zu den fett gedruckten Ausdrücken, und fasse zusammen wie man aus den Zahlen
vor dem Elementzeichen die Neutronenanzahl und die Elektronenanzahl berechnen kann.

Nils Kopperberg
(Till Hardenbicker)