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T H E M E N D E R Z E I T

AUFSÄTZE

Arztbriefe

Peter Semler Ende gut – Epikrise gut


Was nützt die beste Behandlung, wenn niemand davon spricht?

E in Roman soll unterhalten, ein


Sachbuch informieren; gute
Lektüre schafft es, beides zu
vereinen. Warum sollte das nicht auch
für die Krankenhaus-Epikrise gelten,
nes Vortrages oder einer Epikrise pro-
fitiert zuerst der Verfasser: „Wer’s
nicht einfach und klar sagen kann, der
soll schweigen und weiter arbeiten, bis
er’s klar sagen kann.“ (Karl Popper)
Klinik, daß „bei Zustand nach
Schwindel mit nachfolgendem Sturz
eine Schwindeldiagnostik durchge-
führt wurde“ dürfte nicht für Klarheit
sorgen. Auch die Formulierung, daß
in der aus der Klinik für die ärztliche Damit auch die Adressaten zu „die Behandlung des Diabetes melli-
Praxis berichtet wird? Man bedenke, ihrem Recht kommen, bedarf es ge- tus nach einem Insulinschema erfolg-
daß der Arztbrief häufig einziger wisser Fähigkeiten in Wort und te“, beinhaltet so gut wie nichts.
Kontakt zwischen Klinik und Haus- Schrift. Über das leider recht niedrige Der Begriff der „Digitalisie-
arzt ist und praktisch die Visitenkarte Niveau ärztlicher „Vortragskunst“ ist rung“, also die Gabe von Digitalis, ist
der Klinik darstellt! hier bereits in ausgezeichneter Weise in Deutschland gang und gäbe; aber es
Das Sachgebiet, also der medizi- berichtet worden (siehe DÄ 36/1998). ist schon nachdenkenswert, daß ein
nische Teil, bereitet in der Regel die Auch die schriftliche Mitteilung birgt bestimmtes Medikament seit Jahren
geringsten Schwierigkeiten. Nur gele- Gefahren, womit weder die Recht- auf jede Reklame verzichten kann,
gentlich wird vergessen, daß die Epi- schreibreform noch die Interpunktion weil in Deutschland „marcumarisiert“
krise (von krisis = Urteil) die zu- und nicht antikoaguliert wird.
sammenfassende, also auch „kri- Ein Glück, daß man vorerst noch
tische“ Beurteilung eines Krank- vor dem „Eugluconisieren“ und
heitsverlaufes darstellen soll und dem „Lasixifizieren“ zurück-
nicht nur eine unkritische Anein- schreckt. Die Frage, warum in
anderreihung erhobener Befun- bestimmten Krankheitssituatio-
de und durchgeführter Maßnah- nen „antibiotisch abgedeckt“
men. In den besonderen Fällen, wird, kann wahrscheinlich keiner
bei denen es trotz zahlreicher Vi- der Abdecker in sprachlicher
siten und Konsile nicht möglich Hinsicht beantworten.
war, über alle differentialdia- Dank vieler etymologischer
gnostischen und therapeutischen Wurzeln der „Medizinersprache“
Möglichkeiten ohne verbleiben- im Lateinischen und im Griechi-
de Zweifel zu entscheiden, bietet schen (zum Beispiel „Epikrise“)
die Epikrise die letzte Gelegen- werden Anglizismen in ärztli-
heit, Ergänzungen und andere chen Texten noch nicht so maßlos
Gewichtungen zum bisherigen verwendet wie allgemein in der
Konzept hinzuzufügen und ent- deutschen Sprache. Man trifft
sprechende Empfehlungen für den gemeint sind, die von vielen Kollegen sich zwar zunehmend nicht mehr auf
weiteren Krankheitsverlauf auszu- beim Diktat sicherheitshalber „ver- Sitzungen, sondern auf meetings oder
sprechen. Wohl der Klinik, deren Sta- gessen“ werden im Vertrauen auf panel- und round-table-discussions,
tionsärzte noch Zeit und Raum ha- Sprachgefühl und Zeichensetzung bei denen man statements abgeben
ben, mit Hilfe medizinischer Literatur durch das Sekretariat. Gemeint ist ein kann, eventuell sogar chairman sein
ungestört einen Fall epikritisch aufzu- „moderner“ Stil mit Fachchinesisch, darf, aber Arztbrief-Formulierungen
arbeiten! Fatal wird das Ganze nur Floskeln, aberwitzigen Abkürzungen wie „fehlender good will des Patien-
dann, wenn der bereits entlassene Pa- sowie „Substantivitis“ und „Passivi- ten bei der diätetischen Behandlung“
tient erst durch das Diktat der Epikri- tis“. haben – zum Glück – noch Selten-
se zu einem „Problemfall“ wird. Es ist Fachjargon muß kritisch über- heitswert.
aber allemal besser, das Problem spät dacht werden, auch wenn seine Ver- Ebenso kann der sinnlose Ge-
als gar nicht erkannt zu haben. wendung noch so verlockend er- brauch von Altsprachen zu sprachli-
Nichts fördert so sehr das Ver- scheint, weil sie dem Benutzer ein In- chem Ramsch führen: „Bei gleichzei-
ständnis für Zusammenhänge wie der sider-Gefühl vermittelt. Es empfiehlt tiger peripherer Ödembildung be-
Versuch, diese mündlich oder schrift- sich Zurückhaltung bei Begriffen, die stand initial eine Exsikkose, weswe-
lich festzuhalten und sie anderen zu im medizinischen Alltag (noch) nicht gen wir eine bilanzierte Hydratation
vermitteln. Von der Ausarbeitung ei- geläufig sind. Die Mitteilung einer initiierten, um mit diesem Procedere

Deutsches Ärzteblatt 96, Heft 45, 12. November 1999 (41) A-2885
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eine Regredienz der o. g. Ödeme zu (mißverständlichen) deutschen Versi- im täglichen Wetterbericht schneit es
erzielen.“ Schopenhauer sagte: „Man on „COLE“ verwendet oder für den nicht, sondern es geht Schneefall nie-
brauche gewöhnliche Worte und Begriff der „fetalen Herzfrequenz“ der.
sage ungewöhnliche Dinge.“ – Die einmal die deutsche Abkürzung Sinngemäß gehören in den Be-
Verkehrung ins Gegenteil wirkt (FHF) und ein andermal die englische reich der Abkürzungen auch die
lächerlich. Form (FHR) eingesetzt würde. „Bili“ Krankheiten oder Behandlungsme-
Selbst der sachlich richtige Ge- und „Krea“ für Bilirubin und Kreati- thoden, die nach ihren Entdeckern
brauch des Lateinischen wirkt stö- nin sind keine sinnvollen Abkürzun- oder Erfindern benannt werden wie
rend, wenn er den übrigen Sprachfluß gen, sondern Wortverstümmelungen, Morbus Ménière, Whipple-Operati-
unterbricht, ohne zur Präzisierung des die in einem schriftlichen Text nicht on. Derartige Begriffe sollten zumin-
Textes beizutragen. Beispiele: „Der auftauchen sollten. dest dann erklärt werden, wenn sie al-
Patient hatte Fieber, Kopfschmerzen Eine dem Wunsch nach Abkür- lein in Europa verschiedene Namen
und Emesis“, „nach initialer Nulldiät zung entstammende Zusammenfas- tragen (Beispiel: Morbus Bechterew,
behandelten wir mit parenteraler Nu- sung von Laborbefunden wie zum M. Strümpell, M. Pierre Marie, M.
trition“. Fremdwörter werden auf die- Beispiel die Nennung pathologischer Parry) oder wenn sie sehr selten vor-
se Weise zu Fremdkörpern. „Nieren-“ oder „Leberwerte“ ist so- kommen: So sollte man zum Beispiel
Abkürzungen können dann sinn- gar inhaltlich bedenklich, weil sie zu dem Mißverständnis vorbeugen, daß
voll sein, wenn mehrsilbige Wörter Fehldeutungen führen kann: Sind mit ein Kartagener-Syndrom etwas mit
wiederholt im Text auftauchen. Nie- pathologischen „Leberwerten“ Karthago und den alten Römern zu
mand wird daran Anstoß nehmen, solche der Entzündung (zum tun hat.
wenn sie sich eingebürgert haben und Beispiel GPT, GOT, Bei der schriftlichen Übermitt-
jedem Arzt geläufig sind wie zum GLDH), der Cholesta- lung ärztlicher Befunde und Bewer-
Beispiel der Begriff EKG für das se (zum Beispiel tungen muß man eine Synthese finden
Elektrokardiogramm. Kürzel zwischen einer dem Hausarzt schnell
bleiben aber unverständlich, verständlichen Kurzinformation und
wenn sie als Leser des Tex- einer bei komplizierten Fällen not-
tes einen Experten im wendigen, nicht minder prägnanten,
speziell angesprochenen jedoch ausführlicheren Diskussion
Fachbereich voraus- des Krankheitsbildes. Der Gewinn
setzen. Eine Epikri- von fünf Buchstaben ist es nicht wert,
se soll jedoch ge- bei der Diagnose auf Formulierungen
gebenenfalls meh- wie „Ausschluß eines Herzinfarktes“
rere weiterbehan- oder „Ausschluß einer Venenthrom-
delnde Ärzte ver- bose“ zu verzichten und dafür unschö-
schiedener Fachrich- ne Kürzel wie „Ausschluß Herzin-
tungen informieren. farkt“, „Ausschluß Venenthrombose“
„AVK“, „TNF“ oder einzusetzen. Aber stichwortartig, zum
„ZVK“ sind dem Teil tabellarisch, können Anamnese
Angiologen, Onko- und Befunde wiedergegeben werden;
logen oder Intensivmediziner das muß allerdings geordnet vor sich
wohl vertraut, nicht aber allen Me- Karikatur: Peter Bensch gehen, die Ausführungen müssen zeit-
dizinern, weshalb die erste Erwäh- lich oder krankheitsbezogen sortiert
nung „periphere arterielle Verschluß- Gamma-GT, AP) oder der Leber- sein, weil sonst der Überblick schnell
krankheit“, „Tumornekrosefaktor“ funktion (Cholinesterase, Prothrom- verlorengeht. (Bewährt und empfeh-
oder „zentraler Venenkatheter“ lau- bin und andere) gemeint? Schließlich lenswert: Wiedergabe der vom Labor
ten muß. können Abkürzungen den Sprachfluß erhobenen Befunde – mit Angabe der
Es ist also notwendig, nichtallge- stören: „dd vermuteten wir eine NW Normbereiche! – gesondert als Anla-
meingültige Abkürzungen bei der er- des wegen HLP verabreichten CSE- ge zur Epikrise)
sten Nennung in Klammern hinter Hemmers.“ Für Rätselfreunde: dd = Fehlen können beliebte Floskeln
dem eigentlichen Begriff einzufügen; differentialdiagnostisch, NW = Ne- wie „Sehr geehrte Frau Kollegin/Sehr
dabei sollten fremdsprachliche Ab- benwirkung, HLP = Hyperlipopro- geehrter Herr Kollege, die zurücklie-
kürzungen mit dem deutschen Begriff teinämie. Kürze ist nicht gleich Prä- gende (!) Anamnese von Herrn Mül-
benannt werden, zum Beispiel „Chro- gnanz. ler/Frau Schulze dürfen wir als be-
nisch-obstruktive Lungenkrankheit Zu den Kardinalfehlern gehören kannt voraussetzen“. Das klingt zum
(COLD)“. Wenn schon abkürzen, auch unsinnige Verbverdoppelungen. einen wie „Wir haben die Anamnese
dann richtig: Selbstverständlich ist es Man kann keine Tätigkeit tätigen, al- momentan nicht parat. Sie werden
unzulässig, innerhalb desselben Tex- so beispielsweise Insulin-Gaben ver- sich aber sicherlich noch erinnern“,
tes für einen Begriff wechselnde Ab- abreichen. Leider sind diese unsinni- zum anderen läßt sich häufig mit der
kürzungen zu verwenden. Das wäre gen Wortverdoppelungen kein Spezi- gleichen Wortzahl der zur Kranken-
der Fall, wenn „COLD“ auch in der fikum der Medizinersprache. Bereits hausaufnahme führende Grund be-

A-2888 (44) Deutsches Ärzteblatt 96, Heft 45, 12. November 1999
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nennen. Auch andere stereotype For- genügend gewürdigt würde, und sie nen Untersuchungen“, „entnomme-
mulierungen in Arztbriefen entlarven deswegen zur „Durchuntersuchung“ nen Biopsien“ oder „durchgeführten
sich schnell als Worthülsen: „Selbst- aufgepeppt. Es fehlt nun noch die EKG“ berichtet wird. Denn natürlich
verständlich stehen wir Ihnen für „Durch-und-Durch-Untersuchung“. müssen Untersuchungen zunächst
Rückfragen jederzeit gern zur Verfü- In gleicher „Bläh-Manier“ bemüht stattgefunden haben, Biopsien ent-
gung.“ Was soll dieser Satz in einer man sich allseits nicht um Klärung, nommen und EKG abgeleitet worden
Epikrise nach stationärer Behandlung sondern stets um Abklärung. Zum sein, bevor eine Beurteilung erfolgen
wegen unkomplizierter „alltäglicher“ Glück geht die Sache noch nicht so- kann.
Krankheitsverläufe bewirken? Kolle- weit, daß im Wetterbericht von „abge- In die Kategorie „Textballast“
gialität unter Beweis stellen? Oder klärtem Himmel“ gesprochen wird, gehören auch Umschreibungen wie
wissenschaftliche Potenz der Klinik und auch die klare Brühe erscheint „die Patientin gab unter Infusionen
demonstrieren? noch nicht „abgeklärt“ auf dem Tisch! eine klinische Besserung an“ oder
Sinnvoll ist eine solche Formulie- Gutes Deutsch verwendet – mög- „der Patient fühlte sich subjektiv bes-
rung, wenn zum Beispiel eine kompli- lichst kraftvolle – Verben, hält sich mit ser“. Als freundlicher Mitmensch, der
zierte Therapie ambulant fortgeführt dem Passiv zurück und vermeidet häufig „gute Besserung“ wünscht,
werden muß und dabei offene Fragen Substantive, wenn sie durch Verben fragt man sich, was eine „klinische
oder unterschiedliche Auffassungen ersetzt werden können. Doch gerade Besserung“ ist. Sollte sie nur während
denkbar sind. Dann aber gehört in in medizinischen Berichten kann man eines Klinikaufenthaltes vorhanden
diesen Satz nicht das floskelhafte „je- ein Syndrom der „Substantivitis“ und sein? Und wäre es dann nicht besser,
derzeit“, sondern die Angabe von Te- „Passivitis“ erkennen. Wahrschein- auch „ambulante Besserung“ zu wün-
lefonnummer und Uhrzeit, zu wel- lich kommt es zustande durch das schen? Und wie sollte ein Patient sei-
cher der oder die Briefschreiber er- Bemühen, Inhaltsschwere zu beto- ne Besserung anders empfinden als
reichbar sind. Gedankenlos ist es, nen. Das Resultat ist häufig schwer subjektiv? Oder ist es dem Schreiber
nach jedem Exitus letalis den Arzt- verständlich. Die Formulierung „Un- nur nicht gelungen zu schildern, daß
brief mit den Worten abzuschließen: ter der Therapie zeigte sich eine Bes- der Patient eine Besserung verspürte,
„Wir bedauern, Ihnen keine erfreuli- serung in bezug auf die Unruhe“ ist die (ärztlicherseits) nicht objektivier-
chere Mitteilung über den hiesigen derart holprig, daß man beim Lesen bar war?
Krankheitsverlauf machen zu kön- unruhig werden kann. Dagegen tragen gute, gelegent-
nen.“ Dieses routinemäßige „Bedau- lich bewußt pointierte Formulierun-
ern“ ist unecht und wirkt – besonders gen zum besseren Verständnis bei, so
nach dem Tod von Patienten, deren „Textlichen Ballast“ kürzlich im „Deutschen Ärzteblatt“,
Prognose bereits seit längerem in- abwerfen wo zu lesen war, daß die Therapie der
faust war – als deplazierte Demon- Adipositas magere Ergebnisse auf-
stration von „Betroffenheit“. Wenn Gern werden Sätze unnötig ge- weist. Das bleibt haften! Der wichtige
tatsächlich ein diesem Modewort ent- streckt. So erhält etwa der Patient ei- epikritische Teil des Arztbriefes muß
sprechendes Gefühl aufkommt, sollte ne Diätberatung, statt besser zu for- sich nicht an literarischen Vorbildern
der „betroffene“ Arzt in der Lage mulieren: „Der Patient wurde diäte- messen lassen. Aber er sollte anspre-
sein, dieses in geeigneten Worten aus- tisch beraten.“ Die Wahl des Passivs, chend, und das heißt flüssig, geschrie-
zudrücken. etwa in dem Satz „Nach konsiliari- ben sein sowie die Zusammenhänge
Es ist überflüssig, die Schilderung scher Abwägung der Therapieoptio- auf den Punkt bringen. Fehler in
einer Obstipationsbehandlung durch nen wurde gegen eine Operation ent- Grammatik, Rechtschreibung und In-
Wortblähungen zu „bereichern“: Nach schieden“ kann wichtige inhaltliche terpunktion sind besonders peinlich,
täglicher Behandlung mit Einläufen Fragen offenlassen, in diesem Fall: weil ein derart fehlerhafter Brief,
ist es angebracht, diesen Sachverhalt Wer hat entschieden und ist damit für meist unterzeichnet von Stations-,
wiederzugeben, anstatt diffus davon die gewählte Therapie verantwort- Ober- und Chefarzt, verrät, daß drei
zu reden, daß die Patienten erfolg- lich? Akademiker die deutsche Sprache
reich „abführende Maßnahmen er- Das Bemühen, eine medizinische nicht beherrschen.
hielten“. Noch schlechter ist es aller- Maßnahme aufzuwerten, führt eben-
dings, entsprechend der üblichen Me- falls häufig zu Wortblähungen: Der Quelle: Arztbriefe . . . nicht nur
diziner-Umgangssprache davon zu re- Begriff einer „strukturierten Diabeti- die der eigenen Abteilung!
den, daß die Patienten erfolgreich kerschulung“ entspricht dem einer
„abgeführt wurden“. Diese Formulie- „mehrsprossigen Leiter“. Aus dem Zitierweise dieses Beitrags:
rung sollte einem Polizeibericht vor- gleichen (falschen) Bemühen heraus Dt Ärztebl 1999; 96: A-2885–2890
behalten bleiben. entstehen die sogenannten „weißen [Heft 45]
Es klingt fürchterlich, wenn „der Schimmel“ (Pleonasmus), wenn for-
Patient durchgeröntgt“ oder „durch- muliert wird „unter antihypertensiver Anschrift des Verfassers
untersucht“ wurde. Auch hier ist Behandlung kam es zu normotensiven Dr. med. Peter Semler
Blähung im Spiel: Wahrscheinlich hat Blutdrücken“. Vielfach kann textli- Chefarzt I. Innere Abteilung
irgendwann ein Arzt empfunden, daß cher Ballast abgeworfen werden, Wenckebach-Krankenhaus
die eingehende Untersuchung nicht wenn zum Beispiel von „stattgefunde- Wenckebachstraße 23, 12099 Berlin

A-2890 (46) Deutsches Ärzteblatt 96, Heft 45, 12. November 1999