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2. Teil, 4. Kl.NMS 2, Lernmaterial in R.K. Religion von 15.4.-15.5.2020.

Liebe Schüler,
Ich hoffe, es geht euch gut und ihr habt trotz der Einschränkungen auch Ostern feiern
können. Aber es war schon seltsam: Der Oma frohe Ostern wünschen nur am Fenster, kaum
Leute zu treffen und zuhause – da „fiel uns manchmal die Decke auf den Kopf“. Eigentlich
dachte ich, nach Ostern sehen wir uns wieder in der Schule. Jetzt heißt es, frühestens Mitte
Mai, oder…Wie auch immer: Lasst euch nicht hängen, machen wir das Beste daraus!

Zur Erinnerung: Was ihr im nächsten Monat auch in Religion erledigt, werde ich nicht direkt
benoten. Aber es ist Mitarbeit, die ihr erbringen müsst und die zählt!

5. Woche (15.-18.4.2020) Not lehrt beten.

Wir sind in einer Notsituation; auch, wenn manche das nicht so sehen. Vielleicht kennt ihr
den Spruch: “ Not lehrt beten.“ Das bedeutet, wenn man krank ist, wenn Krieg wütet oder
eine Pandemie Tausende hinwegrafft. Manche (viele?) fangen erst zu beten an, wenn es
ihnen schlecht geht.

 Im Religionsbuch (RB), S. 74-75 erfährst du vieles über das Beten. Lies es aufmerksam
durch und beantworte die Fragen dazu auf Arbeitsblatt 1. Noch wichtiger als das
Wissen über das Gebet ist, dass du es selbst tust, oder versuchst. Schwimmen lernt
man nur durch Übung; beten auch.
 Der Psalm 23 ist eines der bekanntesten Gebete der Bibel. Gott wird darin mit einem
Hirten verglichen. Lies oder bete ihn mehrmals durch arbeite dich durch Arbeitsblatt
2+3.

6. Woche (20.-24.4.2020) Update zur Firmung.

Ich weiß schon: Der Großteil deiner Klasse wurde im Vorjahr gefirmt und die anderen sind in
der Firmvorbereitung. (Die Firmung in Bad Ischl wird auf später verschoben.) Trotzdem
wiederholen wir, was wir im Herbst darüber gelernt haben; kann nicht schaden.

 Fülle Beilage 4 aus!

7. Woche (27.-30.4.2020) Hl. Florian: Glaubensheld und Landespatron.


 1. Rätsel: Lies dir genau durch, was ich über den Heiligen Florian geschrieben habe.
Kannst du die 10 Fehler finden, die ich eingebaut habe? Rot unterstreichen und die
richtige Antwort darüber!

Bald ist der Gedenktag des Heiligen Florian. Er wird oft auf Bildern dargestellt, wie er
einen Durst löscht. Er lebte etwa 300 Jahre nach Jesus in unserer Gegend, die damals
Noricum hieß. Er war ein Ungläubiger wie du und ich, und er war ein wichtiger Mann.

Zu dieser Zeit herrschten die Spanier in unserem Land. Die meisten glaubten an die
römischen Götter, wie Jupiter oder Mars. Nur wenige Römer glaubten an Jesus. Da
kam ihr Kaiser Diokletian auf die Idee, die Christen zu verfolgen. Denn die waren
überzeugt, dass nur Jesus der wahre Gott ist. Das ärgerte manche Römer. Viele Jesus-
Anhänger verloren ihre Arbeit, mussten ins Gefängnis oder wurden sogar befördert.
Florian wurde in Pension geschickt. Als er eines Tages aber hörte, dass 40 Christen
gefangen genommen und ins Gefängnis gesteckt wurden, sprang er aufs Moped. Er ritt
nach Lorch bei der Stadt Enns. Aber die Polizisten warfen ihn auch gleich ins Gefängnis.
Sie wären frei gekommen, wenn sie auf die römischen Götter geschworen hätten. Das
lehnten sie aber ab.

So standen sie am 34. Mai 304 Jahre nach Christi Geburt auf der Brücke. Soldaten
hängten Florian einen Mühlstein mit einem Seil um den Hals und stießen ihn in den
Fluss Enns. Das Seil mit dem Stein hielt ihn unter Wasser fest, sodass er ertrank. Auch
die 40 anderen mussten sterben.

Als ihn seine Freunde begraben wollten, sagten die Soldaten: „Nein, der bleibt im
Gefängnis, und jeder, der über die Brücke geht, wird ihn sehen.“ Mit der Zeit löste sich
das Seil und der tote Florian wurde abgetrieben. Später fand ihn eine Frau, die
Legende nennt sie: „Valeria“. Sie vergrub den Leichnam heimlich.

Jahre später herrschte ein anderer römischer Kaiser und die Christenverfolgungen
hörten auf. Die Christen durften an den Papst glauben und die Kirche wuchs. Florian
wurde ordentlich bestattet. Die Menschen hatten ihn nicht vergessen. Sie
bewunderten ihn für seinen Mut und seine Hilfsbereitschaft. Als die Fahrer vom
Samariterbus einen Schutzpatron suchten, kamen sie auf ihn. So ist es bis heute: Am
„Floriani-Tag“ (4. Mai) denken sie besonders an ihn und holen sich den Segen der
Kirche.

8. Woche (5.-8.5.2020) Noch einmal Florian - Muttertag

 St. Florian ist so beliebt, dass er ein 2. Rätsel verdient. Diesmal aufwändiger und
anspruchsvoller, wie es sich für 4. Klässler gebührt. Lest von Beilage 5 „Die Legende
vom Heiligen Florian“ und beantwortet anschließend die Fragen von Beilage 6.
 Am Sonntag, 10.5. ist Muttertag. Ich finde es passend, sich zu diesem Anlass etwas
Schönes/Gutes für unsere Mütter einfallen zu lassen.
Lies dir auch Beilage 7 durch, in der kurz und bündig von der Entstehung erfährst.

9. Woche (11.-15.5.2020) Rückmeldung/Feedback

Ich habe diese Zeilen vor 1 Monat geschrieben in der Annahme, dass dann der normale
Schulbetrieb wieder startet. Bin schon sehr gespannt…

Zum Schluss bekommt ihr keinen neuen Stoff aber mich interessiert eine Rückmeldung, die
ihr ins Religionsheft schreibt. Wenn es mit einer e-mail der Schule für mich klappt,
fotografiert ihr eure Meinung und mailt sie. Wenn es nicht klappt, werde ich sie im Heft
später lesen. Euer feedback sollte zumindest folgendes im Heft umfassen:

 Habt ihr die Aufträge verstanden?


 Hattet ihr alle Lernmaterialien? (Rel. Heft, Rel. Buch, Bibel,…)
 Wenn ihr das Ausmaß mit anderen Fächern vergleicht, dann…
 Gibt es Wünsche? (Falls das distance learning fortgesetzt wird.)
 Sonstiges…

P.S.: Noch ein Tipp: Ein Kollege von mir, Kurt Mikula, ist sehr kreativ. Auf seiner Homepage
(www.mikula-kurt.net) findest z.B.: unter „Videos“ viele Musikvideos, deren Musik und
mehr du auch vom Reli-Unterricht kennst. Sehr empfehlenswert!

P.S.: Zu den Jahresnoten in Religion: Sehr wichtig ist die Halbjahresbeurteilung. Eure
Mitarbeit, die ihr seit knapp 2 Monaten zuhause erbracht habt, zählt als Mitarbeit.

Ich wünsche euch persönlich, dass ihr gesund bleibt und für euren Schulabschluss gutes
Gelingen!

„Gebt alles – nur nicht auf!“

Euer Religionslehrer, Josef Berger. 17.4.2020