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Fachbereich 1

Ingenieurwissenschaften – Energie und Information


Studiengang Regenerative Energien

Version vom 20.03.2014

Merkblatt:
Richtlinie zur Anfertigung der Abschlussarbeit

Die folgenden Hinweise sollen Ihnen bei der Anfertigung Ihrer Abschlussarbeit
helfen. Es handelt es sich dabei um Empfehlungen. Stimmen Sie die konkrete
Umsetzung jedoch stets mit Ihrem Erst- und Zweitbetreuer ab.

Typischer Aufbau
Bei der Abschlussarbeit handelt es sich um eine wissenschaftliche Arbeit. Das
Augenmerk liegt auf der erfolgreichen eigenständigen Bearbeitung und
Beantwortung einer eingangs formulierten Fragestellung. Im Gegensatz zu
Laborberichten und -protokollen ist somit in der Abschlussarbeit eine schlüssige,
strukturierte und zielgerichtete Vorgehensweise zur Beantwortung dieser
Frage(n) gefordert und keine vollständige chronologische Dokumentation von
Versuchen und Ergebnissen. Grundsätzlich folgt eine Abschlussarbeit dem
folgenden formalen Aufbau:
 Inhaltsverzeichnis:
o logische, konsistente und folgerichtige Gliederung der Arbeit
o ausführlich, aber nicht zu detailliert
o Roter Faden der Arbeit sowie die Vorgehensweise zur Beantwortung der
Fragestellung sollten sich aus der Gliederung erschließen lassen.
o Die wichtigsten Schlagwörter aus dem Titel der Arbeit sollten sich in der
Gliederung wiederfinden.
o Der Titel sollte sich aber nicht mit einer Kapitelüberschrift decken.
 Abstract / Kurzzusammenfassung (ca. eine halbe bis eine Seite):
o komprimierte Darstellung der Zielstellung, der Herangehensweise und der
wichtigsten Ergebnisse
 Einleitung:
o knappe Einordnung des Themas in das wissenschaftliche, technische bzw.
praktische Umfeld
o Darstellung des aktuellen Bezugs, inhaltliche Abgrenzung des eigenen
Themas
o Erläuterung der Zielstellung und des Aufbaus der Arbeit
o Formulierung der am Ende zu beantwortenden Fragen
 Grundlagen:
o kurze und prägnante Beschreibung der für das Verständnis der Arbeit
erforderlichen Grundlagen
o objektive Darstellung des aktuellen Stands der Technik bzw. des Wissens
o Auswertung und Zusammenfassung von aktuellen Ergebnissen aus
Publikationen wie z.B. Fachzeitschriften und Tagungsbänden
Merkblatt: Empfehlungen zur Anfertigung der Abschlussarbeit 2

o Verweise auf Lehrbücher und weiterführende Literatur


 Methodik und Vorgehensweise:
o kurze Beschreibung der verwendeten experimentellen bzw. theoretischen
Methoden, dazu gehören beispielsweise Rechenmodelle aber auch
eingesetzte Prüfverfahren und die technischen Geräte
o Beschreibung (je nach Inhalt der Arbeit) der Modellentwicklung; der
Herstellung, des Aufbaus sowie der Zusammensetzung von untersuchten
Proben, Materialien, Komponenten, Systemen
o Beschreibung von Testständen und Versuchsaufbauten
o Methodik und Vorgehensweise müssen so komplett erläutert werden, dass
die Arbeit mit Hilfe dieses Textes prinzipiell reproduzierbar ist. Das heißt,
das beispielsweise bei der Entwicklung von Programmen mindestens die
wesentlichen Modellgleichungen und besser zusätzlich (ggf. auf
Datenträger) der Quellcode angegeben werden müssen.
 Ergebnisse:
o übersichtliche Darstellung und Veranschaulichung der eigenen Daten,
Ergebnisse und Analysen
 Diskussion:
o Auswertung, Interpretation und eigene Bewertung der Ergebnisse
o Herausarbeiten bestimmter Gesichtspunkte, Zusammenhänge und
Abhängigkeiten, Einordnung in den wissenschaftlichen / technischen
Kontext
Hinweis: Die Abschnitte Ergebnisse und Diskussion können auch
zusammengefasst werden. Beide zusammen bilden das Kernstück Ihrer Arbeit
und sollten quantitativ mehr als 50% des Textumfangs ausmachen.
 Zusammenfassung und Ausblick:
o Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse,
o keine Aufzählung von Ergebnissen,
o Beantwortung der eingangs gestellten Fragen,
o Auflistung offen gebliebener Fragen,
o Vorschläge für künftige Untersuchungen und abzuleitende Fragestellungen.
 Sperrvermerk (falls nötig):
o wenn vertrauliche Daten eines Unternehmens wiedergegeben werden, die
nicht öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen.
 Literaturverzeichnis (Quellenverzeichnis):
o in der Regel am Ende der Arbeit
o erfasst sämtliche für den Entwurf der Fragestellung, die Auswahl des
Materials und die eigentlichen Durchführung einer wissenschaftlichen
Arbeit herangezogenen Quellen
o auf einheitliche und wissenschaftlich korrekte Zitierweise achten (siehe
nachfolgenden Abschnitt)
o Alle aufgeführten Werke sollten Sie gelesen und verstanden haben.
 Erklärung:
o schriftliche Erklärung über das selbstständige Erstellen der Abschlussarbeit
 Anhang (nur falls unbedingt nötig):
o Dokumentation umfangreicher relevanter Daten, Analysen, Protokolle,
Herstellerangaben etc.
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Formale Anforderungen
 Umfang:
o in der Regel (ohne Anhang) 40 – 60 Seiten (Bachelorarbeit) bzw. 60 – 100
Seiten (Master-Arbeit)
o So kurz wie möglich und so umfangreich wie nötig! Die Arbeit wird generell
nach Inhalt und nicht nach Gewicht bewertet.
 Schrift:
o neutral und gut lesbar (z.B. Arial Größe 10 – 11 oder Times New Roman Größe
12)
o Zeilenabstand 1,2 bis 1,3
o Blocksatz
 Rand:
o ca. 2,5 cm (druckbar)
 Rechtschreibung:
o neue deutsche Rechtschreibung nach der aktuellen Auflage des Duden
o Bei Zustimmung beider Betreuerinnen bzw. Betreuer kann die Arbeit auch
in Englisch verfasst werden. Hierbei ist wahlweise einheitlich korrektes
British oder American Englisch zu verwenden.
 Inhaltsverzeichnis:
o Textgliederung durch Abschnittsnummerierung nach arabischen Ziffern
oder nach römischen Ordnungszahlen und Buchstaben
o Drei Gliederungsebenen sollten ausreichen.
o Das Inhaltsverzeichnis ist immer mit Seitenangaben zu versehen.
o Jede Zeile beginnt mit einem Großbuchstaben.
o Abkürzungen müssen bei der ersten Verwendung ausgeschrieben und
erklärt werden (z.B. in Klammern).
 Seitenzahlen:
o Die Seitennummerierung beginnt mit der Einleitung (Seite 1). Deckblatt
(Titelblatt) und das Inhaltsverzeichnissteht stehen ohne Seitenzahl.
Alternativ kann die Seite 1 auch direkt nach dem Titelblatt beginnen
 Kopfzeile (empfohlen):
o z.B. Angabe von Kapitel, Titel, Seitenzahl
o Die Seitenzahl kann auch in einer Fußzeile stehen.
 Abkürzungsverzeichnis:
o alphabetisch sortiert nach den Abkürzungen, nicht nach deren Auflösungen
 Abbildungen, Tabellen und Gleichungen:
o jeweils fortlaufende Nummerierung der Abbildungen, Tabellen und
Gleichungen in der Reihenfolge ihrer Verwendung
o Abbildungen, Tabellen und Gleichungen müssen in dem Abschnitt stehen,
in dem sie verwendet werden.
o Abbildungen erhalten neben der Nummerierung eine Bildunterschrift,
Tabellen neben der Nummerierung eine Tabellenüberschrift.
o Auf alle Graphiken und Tabellen muss im Text Bezug genommen werden,
dort müssen sie auch interpretiert werden (Grundregel: Der Verfasser/die
Verfasserin muss die Interpretation selbst vornehmen und nicht dem Leser
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überlassen!); die Abbildungen müssen aber für sich stehen können, d.h.,
der Leser muss beim Anblick von Tabelle/Abbildung inkl. Bild-Unter-
/Überschrift verstehen können, was dort abgebildet/tabelliert ist. Die
Abbildungen sollten genau das enthalten, was gezeigt werden soll. Nicht
weniger, aber auch nicht mehr! Das schließt kopierte Abbildungen fast
immer aus. Empfehlung: Wichtige Abbildungen immer selbst erstellen.
o evtl. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis erstellen
 Formatvorlage
o vor Beginn der Arbeit erstellen
o Vorlage der HTW kann verwendet werden, ist aber nicht Pflicht, siehe:
http://www.htw-berlin.de/hochschulstruktur/zentrale-referate/presse-und-
oeffentlichkeitsarbeit/abschlussarbeiten-vorlagen/.
 Zitierweise:
Seit Oktober 2013 gilt die Zitier-Norm DIN ISO 690: Information und
Dokumentation – Richtlinien für Titelangaben und Zitierung von
Informationsressourcen (ISO 690:2010). Trotzdem gibt es kein überall
geltendes, einheitliches System für das Zitieren. Je nach Fachzeitschrift,
Publikationsform und Fachgebiet werden unterschiedliche Zitierweisen
eingesetzt. Generell erfordert die Zitierung wissenschaftlicher Werke
jedoch folgende Angaben: Autor(en) mit Vornamen(-initialen), Titel,
Zeitschrift, (Band, Volumen), Ausgabe, Erscheinungsjahr, Seitenzahlen.
Bei Büchern gehören Verlag und ISBN-Nr. dazu. Für Internetzitate sind
außerdem die komplette URL sowie das Zugriffsdatum gefordert.
Orientieren Sie sich bei der Auswahl der Zitierweise an Fachzeitschriften,
Fachbüchern und anderen Abschlussarbeiten und achten Sie auf
Korrektheit, Vollständigkeit, Einheitlichkeit und Übersichtlichkeit.
Falls es notwendig ist, eine Quelle bzw. ein Auszug daraus im Wortlaut
wiederzugeben, so muss dieses Zitat der Vorlage einschließlich der
Zeichensetzung entsprechen. Kürzere Zitate (bis zu drei Zeilen) werden in
doppelte Anführungszeichen gesetzt, längere Zitate lassen sich durch
Auslassungen von weniger wichtigen Passagen straffen. Die Auslassungen
werden durch drei Punkte kenntlich gemacht. Längere Zitate werden
eingerückt und engzeilig gesetzt.
 Fußnoten
sollten prinzipiell vermieden werden, können jedoch im Ausnahmefall für
ergänzende Informationen genutzt werden, die den unmittelbaren
Textfluss stören würden. Bei Verwendung des o.g. Aufbaus der
Abschlussarbeit gehören Quellen in das Literaturverzeichnis, Abkürzungen
in das Abkürzungsverzeichnis sowie weiterführende Angaben in den
Anhang. Fußnoten sind zu nummerieren.
Option: Nach Rücksprache mit dem Betreuer / der Betreuerin kann
abweichend von dieser Regelung die durchgängige und konsistente
Verwendung von Fußnoten für bibliographische Angaben, Abkürzungen,
ergänzende Angaben etc. zugelassen werden.
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Fertigstellung der Arbeit


 Inhaltliche Überarbeitung:
o Ergänzung fehlender und Streichung überflüssiger Aspekte / Passagen,
Bezug zwischen Einleitung, Fragestellung und Zusammenfassung
herstellen.
 Sprachliche Überarbeitung:
o auf wissenschaftliche, sachliche, präzise und korrekte Ausdrucksweise
achten, keine Umgangssprache verwenden, Füllwörter vermeiden
o korrekte Rechtschreibung und Grammatik
o korrekte Begriffe und Termini,
o aussagekräftige kurze Sätze, klare Satzstruktur
o Wissenschaftliche Arbeiten werden im Präsens und möglichst im Passiv
verfasst (keinesfalls in der ersten Person).
 Editorische Überarbeitung:
o Einhaltung der formellen Anforderungen,
o Korrektheit der bibliographischen Angaben,
o Erklärung der Fremdwörter und Abkürzungen,
o Qualität der Graphiken und Abbildungen,
o Seitenaufteilung und Platzierung der Abbildungen, Tabellen etc.
 Korrektur lesen
auch von Fachfremden – das verbessert mitunter entscheidend die
Verständlichkeit der Arbeit.
 Druck: beidseitig möglich. Das verringert den Ressourcenverbrauch.
 Papier:
Recycling-Papier reduziert den Energie- und Wasserverbrauch sowie die
Treibhausgasemissionen. Pro Blatt Papier betragen die Einsparungen
gegenüber Frischfaserpapier 158 ml Wasser, 33 Wh Energie und 1 g CO2.
 Bindung:
feste Bindung, keine Spiralbindung
 CD-Rom erstellen:
o elektronische Fassung der Arbeit im pdf-Format
o ggf. ergänzt um elektronische Inhalte wie Programmcode,
Tabellenkalkulationen etc. (Darauf muss in der schriftlichen Arbeit explizit
hingewiesen werden.)
o wahlweise auch andere übliche Speichermedien wie USB-Stick oder
Zusendung per E-Mail.
 Abgabe:
o zum in der Aufgabenstellung oder dem Verlängerungsbescheid
angegebenen Temin in der Prüfungsverwaltung des Fachbereiches (C 362).
Öffnungszeiten beachten.
o Üblich sind drei Exemplare (Erstbetreuer, Zweitbetreuer, Bibliothek). Bei
Sperrvermerk entfällt das Bibliotheksexemplar. Nach Absprache mit der
Verwaltung kann das Exemplar für den (betrieblichen) Zweitbetreuer auch
direkt übergeben werden.

Viel Erfolg!