Sie sind auf Seite 1von 38

B.

Ueckerdt

Lineare Algebra
Aufgabensammlung der FHW-Berlin
Fachbereich Berufsakademie

Inhalt: Seite
Vorlesungsgliederung 2
Literatur 3
Übungsaufgaben 4 – 21
0. Beispiele für lineare Modelle 4
1. Matrizen und Vektoren 5- 8
2. Lineare Gleichungssysteme 8 - 13
3. Lineare Ungleichungssysteme 13 - 14
4. Lineare Optimierung 14 - 24

Lösungen der Übungsaufgaben 25 - 38


Menschen, die von der Algebra nichts wissen, können sich auch nicht die
wunderbaren Dinge vorstellen, zu denen man mit Hilfe der genannten
Wissenschaft gelangen kann.
Gottfried Wilhelm Leibniz

Die Algebra ist großzügig - oft gibt sie mehr, als wonach man gefragt hat.
Jean Le Rond d'Alembert

Dass die niedrigste aller Tätigkeiten die arithmetische ist, wird dadurch belegt,
dass sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine ausgeführt werden kann.
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860)

Gliederung
0. Beispiele für lineare Modelle

1. Matrizen und Vektoren


1.1 Grundbegriffe
1.2 Rechenoperationen mit Matrizen
1.3 Die inverse Matrix

2. Lineare Gleichungssysteme
2.1 Der Gaußsche Algorithmus
2.2 Lösbarkeit und Lösungsmenge linearer Gleichungssysteme
2.3 Bestimmung der Inversen einer Matrix
2.4 Input-Output-Modelle

3. Lineare Ungleichungssysteme
4.1 Lösungsmengen linearer Ungleichungssysteme
4.2 Die kanonische Form eines linearen Ungleichungssystems

4. Lineare Optimierung
4.1 Aufgabenstellung und graphische Lösung
4.2 Die Simplex-Methode
4.3 Mehrdeutigkeit und Degeneration
4.4 Nicht zulässige Ausgangslösung
4.5 Minimierungsaufgabe und Dualität
4.6 Sensitivitätsanalyse

2
Literatur

Jaeger, A./Wäscher, G. Mathematische Propädeutik für Wirtschafts


wissenschaftler, Lineare Algebra und Lineare
Optimierung
Oldenbourg Verlag München 1987
Zimmermann, W. Operations Research
Oldenbourg Verlag München
Schwarze, J. Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler, Band 3,
Neue Wirtschaftsbriefe Herne Berlin 1992
Luh, W./Stadtmüller, K. Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler
6. Auflage, Oldenbourg Verlag München 2004
Aufgabensammlungen
Gal, T./Gal, J. Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler
Aufgabensammlung, Springer Verlag Berlin 1986
Schwarze, J. Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler
Aufgabensammlung, Neue Wirtschaftsbriefe Herne Berlin 1990

Programm Simlex-Methode zum Download


W. Domschke TU Darmstadt
http://www.bwl.tu-darmstadt.de/bwl3/forsch/projekte/tenor/down.php
Programm: TENOR Lino 2.1

3
Übungsaufgaben
0. Beispiele für lineare Modelle
1. (Aufgabe aus Jaeger/Wäscher S 35)
Ein Großkunde hat in einer Molkerei Milch mit 3,5 % Fettgehalt bestellt. Die Molkerei
stellt aber nur Milch mit 1,8 % und 5 % Fettgehalt her. Die Milch soll in Kanistern a 50
Liter geliefert werden. Definieren Sie die Variablen x1 und x2 und formulieren Sie dieses
Mischungsproblem als lineares Gleichungssystem.

2. Zu einem Betrieb gehören drei


Abteilungen A, B und C. Die
Verflechtungen der inner-betrieblichen
14
Leistungen dieser drei Abteilungen und A
ihre Marktleistungen sind in dem
folgenden Schema dargestellt. 16 10
Alle Angaben stellen Mengeneinheiten
des Produkts der jeweils abgebenden 20
Abteilung dar.
In den drei Abteilungen fallen folgende 10
Primärkosten an: B
in A 60 €, in B 64 € und in C 40 €. Stellen
C
4
Sie ein Gleichungssystem auf, um die 30 4
innerbetrieblichen Verrechnungspreise für
die Produkte der drei Abteilungen zu ermitteln, die zur Deckung der anfallenden Kosten
erforderlich sind.
3. In dem folgenden Gozintographen ist 5
dargestellt, wie viel Einheiten der R1
Rohstoffe R1, R2 und R3 zur Herstellung 2
je einer Einheit der Produkte P1 und P2
P1
benötigt werden. Geben Sie in Form 3
linearer Gleichungen an, welche Mengen
R2
der drei Rohstoffe zur Herstellung von y1 2
ME des Produkts P1 und y2 ME des
P2
Produkts P2 benötigt werden. 4
R3 1
4. Ein Handelsunternehmen plant die Einführung von Kundenkarten. Bei Vorlage dieser
Karten soll ein Rabatt in Prozent des Einkaufswertes gewährt werden, der in 3 Stufen mit
der Ausgabenhöhe variiert.
Ausgabenhöhe Kundenanteil in % mittlere Ausgaben
unter 100 € 50 80 €
100 bis unter 200 € 30 150 €
Ab 200 € 20 220 €
a) Geben Sie die Gleichung zur Bestimmung der Kosten des Handelsunternehmens an,
die aufgrund der gewährten Rabatte im Mittel pro Kunde kalkuliert werden müssen.
b) Bestimmen Sie diese mittleren Kosten pro Kunde, wenn bei Ausgaben unter 100 € ein
Preisnachlass von 1 %, bei Ausgaben zwischen 100 und 200 € 1,5 % und bei
Ausgaben über 200 € ein Preisnachlass von 2 % gewährt werden soll.
4
1. Matrizen und Vektoren
5. Gegeben sind folgende Matrizen
⎛ 3 2 1⎞
⎜ ⎟ ⎛ 2 4 1⎞ ⎛ 1 2⎞
A = ⎜ 0 1 0⎟ B = ⎜⎜ ⎟⎟ C = ⎜⎜ ⎟⎟
⎜ 2 1 0⎟ ⎝ 0 0 3⎠ ⎝0 1⎠
⎝ ⎠
a) Berechnen Sie die folgenden Vektoren, sofern die betreffenden Rechenoperationen
ausführbar sind
⎛1⎞ ⎛1⎞
x 1 = (1 0 1)A x 2 = B⎜⎜ ⎟⎟ x 3 = C ⎜⎜ ⎟⎟
⎝0⎠ ⎝ 2⎠
⎛1⎞
⎜ ⎟ ⎛0⎞
x = (1 2)B + (0 0 1)A x = (1 0)B − (1 1)C
4 5
x = B⎜ 0 ⎟ + C ⎜⎜ ⎟⎟
6

⎜ 0⎟ ⎝1⎠
⎝ ⎠
b) Bestimmen Sie folgende Produktmatrizen, sofern sie existieren
AB BA BC CB AC CA
T T T T
c) A B B A B C C B

6. Aus dem in Aufgabe 3 dargestellten Gozintographen erhält man folgende


Übergangsmatrix
⎛ 5 2⎞
⎜ ⎟
A = ⎜ 3 2⎟ ,
⎜ 4 1⎟
⎝ ⎠
deren Elemente aij angeben, welche Menge des i-ten Rohstoffs erforderlich ist, um eine
ME des j-ten Produkts herzustellen.
a) Stellen Sie die Berechnung der Mengen der drei Rohstoffe, die erforderlich sind, um
y1 ME des ersten und y2 ME des zweiten Produkts herzustellen., in Matrizenform dar.
(Matrix*Vektor oder Vektor*Matrix)
b) Rechnen Sie aus, welche Mengen der drei Rohstoffe nötig sind, um 20 ME des
Produkts P1 und 30 ME des Produkts P2 zu erzeugen.

7. Aus den Rohstoffen R1 ( in l), R2 (in kg), R3 (in kg) werden gleichzeitig die Erzeugnisse
E1, E2 hergestellt. Die Koeffizienten aij der Matrix
⎛ 0 ,8 0 ,5⎞
⎜ ⎟
A = ⎜ 0 ,2 0 ,1⎟
⎜ ⎟
⎝ 0 ,2 0 ,2⎠
geben an, welche Menge des Erzeugnisses j aus einer Mengeneinheit des i-ten Rohstoffs
hergestellt werden kann.
a) Geben Sie die Formel zur Bestimmung der Mengen (y1,y2) der beiden Erzeugnisse
E1 und E2 aus den Rohstoffmengen (x1, x2, x3) hergestellt werden können.
b) Bestimmen Sie die aus den Rohstoffmengen x1= 200 Liter, x2= 500 kg, x3= 750 kg
herstellbaren Mengen der beiden Erzeugnisse E1 und E2.

5
c) Wie ändert sich der Produktionsausstoß bei einer Verdoppelung der eingesetzten
Rohstoffmengen?

8. Unter den Rauchern erfreuen sich die Zigarettensorten A, B, C folgender Beliebtheit:


- A rauchen 20 %,
- B rauchen 8 %,
- C rauchen 12 % und
- 60% rauchen andere Zigarettensorten.
Nach Einführung der neuen Sorte „Light“ konnten folgende Veränderungen festgestellt
werden:
- 2 % der Raucher von A wechselten auf B, 1 % auf C, 5 % auf „Light“ und 12 % auf
andere Marken, 80 % bleiben A demnach treu,
- 4 % der Raucher von B wechseln zu A, 2 % zu C, 10 % zu „Light“ und 9 % zu anderen
Sorten,
- 4 % der Raucher von C gehen zu A über, 5 % zu B, 10 % zu „Light“ und 9 % zu
anderen Sorten und
- von den restlichen Rauchern wechseln 2 % zu A und jeweils 5 % zu B, C und „Light“.
a) Stellen Sie die Übergangsmatrix für die Veränderung des Rauchverhaltens auf.
b) Wieviel Prozent der Raucher entfallen nach Einführung von „Light“ auf die
einzelnen Sorten ?
9. In einem Unternehmen werden 4 Produkte P1, P2, P3, P4 auf 4 Maschinen M1, M2, M3, M4
gefertigt. In den folgenden Tabellen sind die erforderlichen Bearbeitungszeiten der
einzelnen Produkte an den 4 Maschinen in h und die Kosten je h Maschinenzeit in €
zusammengestellt.
Arbeitszeit in h je Stück Kosten je h Maschinenzeit in €
M1 M2 M3 M4 Strom Öl Personal
P1 0 1 1 0 M1 0 3 3
P2 1 0 0 1 M2 2 0 1
P3 0 1 0 1 M3 1 0 1
P4 1 1 1 0 M4 1 0 2
a) Stellen Sie die Abhängigkeit des Vektors y der insgesamt benötigten Arbeitszeiten
der 4 Maschinen (Zeitvektor) vom Vektor der produzierten Stückzahlen der 4
Erzeugnisse x (Produktionsmengenvektor) als Matrizengleichung dar.
b) Stellen Sie die Abhängigkeit des Vektors der Kosten für Strom, Öl und Personal z
(Kostenvektor) vom Zeitvektor als Matrizengleichung dar..
c) Geben Sie eine Gleichung zur Ermittlung des Kostenvektors ausgehend von
Produktionsmengenvektor an.
d) Berechnen Sie den Zeitvektor und den Kostenvektor bei Produktionsmengen von
xT = (200 , 100 , 50 , 300) für die 4 Produkte.
10. (Aufgabe aus J. Schwarze Bd. 3, S 23)
Eine Chemiefabrik verarbeitet die Rohstoffe Stein und Braunkohle. In einer ersten
Produktionsphase werden daraus zunächst die Halbprodukte leichtflüssige und
gasförmige Kohlenwasserstoffe erzeugt, die dann in einer zweiten Produktionsphase zu
den Fertigprodukten Paraffin, Schmieröl und Diesel weiterverarbeitet werden. Der
Übergang von den Rohstoffen zu den Halbprodukten wird durch die Matrix A, der von
den Halb- zu den Fertigprodukten durch die Matrix B beschrieben:
⎛ 0 ,5 0 ,2 ⎞ ⎛ 0 ,3 0 ,4 0 ,2 ⎞
A = ⎜⎜ ⎟⎟ B = ⎜⎜ ⎟⎟ .
⎝ 0 ,4 0 ,3 ⎠ ⎝ 0 ,2 0 ,3 0 ,4 ⎠

6
Die Elemente dieser Matrizen aij und bjk geben an, wie viel t des j-ten Halbprodukts aus
1 t des i-ten Rohstoffs bzw. wie viel t des k-ten Fertigprodukts aus 1 t des j-ten
Halbprodukts gewonnen werden.
a) Bestimmen Sie die Übergangsmatrix für den gesamten Produktionsprozess, von den
Rohstoffen zu den Fertigprodukten.
b) Welche Mengen der Halbprodukte, leichtflüssige und gasförmige Kohlenwasser-
stoffe, lassen sich aus 5 t Stein- und 7 t Braunkohle herstellen?
c) Welche Mengen der drei Fertigprodukte, Paraffin, Schmieröl und Diesel können aus
5 t Stein- und 7 t Braunkohle erzeugt werden?
11. Berechnen Sie für die Matrizen
⎛ 1 2⎞
⎛ 3 1 4⎞ ⎜ ⎟ ⎛1 a ⎞
A = ⎜⎜ ⎟⎟ , B = ⎜ 0 1⎟ und C = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 4 1 5⎠ ⎜ ⎟ ⎝b 1⎠
⎝ 1 3⎠
a) A B b) B A
c) Welche Werte müssen in der Matrix C für a und b eingesetzt werden, damit
C BT = A ist?
12. Gegeben sind die Matrizen
⎛ 1 0 0⎞ ⎛ 1 1 1⎞ ⎛1 0⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
A = ⎜ 0 2 0⎟ B = ⎜ 0 1 1⎟ B −1 = ⎜ 0 1 ⎟
⎜ 0 0 3⎟ ⎜ 0 0 1⎟ ⎜ 0 0 1⎟
⎝ ⎠ ⎝ ⎠ ⎝ ⎠
a) Bestimmen Sie die Inverse A-1 der Matrix A.
b) Ermitteln Sie die fehlenden Elemente der Matrix B-1.
c) Berechnen Sie die Matrizen
C=A+B und C2 = C C
d) Bestimmen Sie die Matrix
D = A2 + 2 A B + B2
e) Vergleichen Sie die Matrizen D und C2 und erklären Sie den Unterschied.
13. Bestimmen Sie ausgehend von der Gleichung ABC=D
mit Hilfe der folgenden Matrizen die Matrix B :
⎛ 0 ,6 0 ,4 − 0 ,4 ⎞
⎛ 5 9 17 ⎞ ⎛ 3 − 2⎞ ⎜ ⎟
D = ⎜⎜ ⎟⎟ A −1 = ⎜⎜ ⎟⎟ C −1 = ⎜ − 0 ,6 0 ,6 0 ,4 ⎟ .
⎝ 6 11 20 ⎠ ⎝ −1 1 ⎠ ⎜ 0 ,2 − 0 ,2 0 ,2 ⎟
⎝ ⎠
14. Ein Betrieb stellt aus den Rohstoffen R1
und R2 die Zwischenprodukte Z1, Z2 und
R1 4 4 R2 2
Z3 her und aus diesen die Fertigprodukte F1 2
und F2. Der gegebene Gozintograph 2
beschreibt, wie viele ME des jeweiligen Z1 Z2 Z3
Ausgangsstoffs für eine ME des 2
4 2
Folgeprodukts benötigt werden. 2 a
a) Geben Sie die Übergangsmatrizen für F1 F2
die beiden Produktionsphasen an.

7
b) Bestimmen Sie die Übergangsmatrix für den gesamten Produktionsablauf, aus der
erkennbar ist, welche Mengen der beiden Rohstoffe für die Herstellung einer ME für
jedes der beiden Fertigprodukte benötigt werden.
c) Setzen Sie a = 3 und bestimmen Sie, wie viele ME der Rohstoffe R1 und R2 zur
Herstellung von 8 ME F1 und 5 ME F2 erforderlich sind.
d) Für welchen Wert von a besitzt die Übergangsmatrix keine Inverse?
e) Setzen Sie wieder a = 3 und bestimmen Sie die Inverse der Übergangsmatrix.
f) Wie viele ME der beiden Fertigprodukte F1 und F2 lassen sich aus 120 ME R1 und
130 ME R2 herstellen?

2. Lineare Gleichungssysteme
15. a) Geben Sie das folgende Gleichungssystem in Matrizenform an:
x1+ 5x2+ 2x3+ 3x4 = 4 ⎛ − 359 24 23 6 5 / 24 7 2 ⎞
⎜ ⎟
4x1+ 18x2+ 2x3+ 8x4 = 12 −1 ⎜ b −1 0 c ⎟
A =⎜
3x1+ 11x2- 6x3+ x4 = 4 5 12 − 1 6 1 12 0 ⎟
⎜ ⎟
x2+ 6x3+ 4x4 = 4 . ⎜ − 13 8 1 2 − 1 8 1 2 ⎟⎠

b) Ergänzen Sie die fehlenden Elemente in der Inversen der Koeffizientenmatrix A.
c) Ermitteln Sie mit Hilfe der Matrix A-1 die Lösung des Gleichungssystems aus a).

16. Zu einem Betrieb gehören drei Abteilungen:


• die Einzelteilfertigung (EF),
• die Zwischenmontage (ZM) und
• die Endmontage (EM).
Die Verflechtungen der innerbetrieblichen
Leistungen dieser drei Abteilungen und 75
ihre Marktleistungen sind in dem
folgenden Schema dargestellt. EF
Alle Angaben stellen Mengeneinheiten
des Produkts der jeweils abgebenden 50 25
Abteilung dar.
In den drei Abteilungen fallen folgende
Primärkosten (d.h. die Kosten für die 50
Zulieferungen anderer Abteilungen sind ZM EM
darin nicht enthalten) an:
50 20 80
in EF 120 €, in ZM 60 € und in EM 20 €.

a) Stellen Sie ein Gleichungssystem auf, um die innerbetrieblichen Verrech-


nungspreise für die Produkte der drei Abteilungen zu ermitteln, die zur Deckung der
anfallenden Kosten erforderlich sind.
b) Ermitteln Sie durch die Lösung des Gleichungssystems die kostendeckenden
innerbetrieblichen Verrechnungspreise.

8
17. Ein Verkehrsbetrieb plant die Einführung neuer Tarife, wobei das Einzugsgebiet nach
dem Berliner Modell in 3 Zonen A, B und C untergliedert werden soll. Bei den
Fahrpreisen soll unterschieden werden zwischen Fahrten innerhalb einer Zone
(Einzonentarif), Fahrten im Gebiet zweier Zonen (Zweizonentarif) und Fahrten im
Gesamtgebiet (Dreizonentarif).
Die Kalkulation der Fahrpreise geht von folgenden Überlegungen aus:
1. Eine Fahrkarte im Dreizonentarif soll genauso teuer sein wie eine Fahrt im
Zweizonentarif und eine Fahrt im Einzonentarif zusammen.
2. Der Preisunterschied zwischen dem Ein- und dem Zweizonentarif soll genauso groß
sein wie der zwischen dem Zwei- und dem Dreizonentarif.
3. Wenn 20 % der verkauften Fahrkarten zum Einzonentarif gehören, 50% zum
Zweizonentarif und 30% zum Dreizonentarif, soll sich im Mittel der bisherige
Einheitspreis von 3,15 € pro Fahrt ergeben.
a) Geben Sie das lineare Gleichungssystem zur Bestimmung der neuen Tarife an.
b) Wie müssen die 3 Fahrpreise gewählt werden, um allen drei Bedingungen zu
genügen?

18. Ein Servicebetrieb der Gebäudewirtschaft besteht aus den Abteilungen A (Gebäudereini-
gung), B (Grünflächenpflege) und C (Abfallentsorgung), deren Leistungen wie folgt
verflochten sind:
(alle Angaben sind Arbeitsstunden der die Leistung erbringenden Abteilung)
abgebende empfangende Abteilung Markt-
Abteilung A B C leistung
A - 10 10 30
B 20 - - 60
C 5 15 - 80
Als Primärkosten fallen in der Abteilung A 150 €, B 90 € und C 160 € an.
a) Geben Sie das Gleichungssystem zur Bestimmung der innerbetrieblichen Verrech-
nungspreise je Arbeitsstunde der drei Abteilungen an.
b) Bestimmen Sie die innerbetrieblichen Verrechnungspreise je Leistungseinheit der 3
Abteilungen.
19. Zu Beginn des Winterschlussverkaufs liegen in 4 Filialen einer Bekleidungskette noch
Reste in folgenden Stückzahlen vor:
Filiale Röcke Hosen Jacken
1 1 2 3
2 2 2 5
3 3 4 2
4 0 6 4

Durch Preissenkungen zum Winterschlussverkauf, die in allen 4 Filialen gleich groß sein
müssen, werden in Filiale 1 Verluste von 340 €, in Filiale 2 von 520 € und in Filiale 3
380 € Verlust beim Verkauf sämtlicher Restbestände einplant. Setzen Sie für den nicht
genannten Verlust der Filiale 4 beim Verkauf sämtlicher Restbestände b ein.

9
a) Lösen Sie das Gleichungssystem nach dem Gaußschen Algorithmus.

b) Welchen Wert muß b annehmen, wenn das entstehende Gleichungssystem lösbar


sein soll?
20. Ein neu gegründetes Theater kalkuliert die Preise für die Eintrittskarten. Insgesamt sollen
Plätze in drei Kategorien angeboten werden, wobei folgende Rahmenbedingungen
einzuhalten sind:
1. Bei voller Auslastung der 500 Plätze, von denen 50 der Preisklasse A, 200 der
Preisklasse B und 250 der Preisklasse C zugeordnet wurden, sollen die Einnahmen
beim Verkauf dieser Karten 13500 € betragen.
2. Bei weniger gefragten Stücken, bei denen mit einem Verkauf von 40 Karten der
Preisklasse A, 100 Karten der Preisklasse B und 200 Karten der Preisklasse C
gerechnet wird, sollen Einnahmen in Höhe von 9000 € erzielt werden.
3. In ganz schlecht besuchten Vorstellungen, für die 20 Karten der Preisklasse A und je
100 Karten der Preisklassen B und C verkauft werden können, soll der
Kartenverkauf Einnahmen in Höhe von 6000 € erbringen.
a) Geben Sie das lineare Gleichungssystem zur Bestimmung der Preise der
Theaterkarten der drei Preisklassen an.
b) Lösen Sie das Gleichungssystem nach dem Gaußschen Algorithmus.
c) Treffen Sie Aussagen zur Lösbarkeit und zur Lösungsmenge des Gleichungssystems.
d) Wie müssen die Preise für Eintrittskarten der Preisklassen A und B festgelegt
werden, wenn eine Karte der Preisklasse C 20 € kosten soll?
e) Wie teuer dürfen die Karten der Preisklasse C höchstens sein, damit die als Lösung
des linearen Gleichungssystems erhaltenen Preise alle positiv sind?

21. Eine Versicherung plant den Einsatz von Plakaten, Annoncen in Tageszeitungen und
Radiospots zur Werbung neuer Kunden.
Über die Kosten und den erreichbaren Effekt liegen folgende Angaben vor:
Kosten je Veröffentlichung Anz. damit erreichter
in € Personen
Plakat 500 1000
Zeitungsannonce 100 300
Radiospot 600 2000
(1) Insgesamt sollen bei der Werbeaktion 150000 Personen erreicht werden.
(2) Dafür werden Kosten in Höhe von 50000 € eingeplant.
(3) Da Plakate längere Zeit sichtbar sind, sollen im Interesse der Ausgewogenheit der
optischen und akustischen Werbung Radiospots 2,5 mal so häufig eingesetzt werden
wie Plakate.
a) Stellen Sie ein Gleichungssystem auf und bestimmen Sie damit die Zahl der im
Rahmen der Werbestrategie einzusetzenden Plakate, Annoncen und Radiospots.
Geben Sie die Menge aller Lösungen des Gleichungssystems an.
b) Wie muß die Zahl der Radiospots x3 gewählt werden, damit auch die Lösungen für x1
und x2 positiv sind?
c) Welche Lösungen x1 und x2 erhalten Sie, wenn x3 = 50 ist?

10
22. a) Lösen Sie das folgende Gleichungssystem mit Hilfe des Gaußschen Algorithmus:
2 x1 + 5 x2 + x3 = 60
4 x1 + 2 x2 + 3 x3 = 66
2 x1 + 13 x2 + a x3 = b
b) Diskutieren Sie Lösbarkeit und Lösungsmenge des Gleichungssystems in
Abhängigkeit von den Werten, die a und b annehmen können.
c) Geben Sie die Lösung des Gleichungssystems für a = 0 und b = 114 an.
d) Welche Werte erhalten Sie in diesem Fall (siehe c)) für x1 und x2, wenn x3 = 8 ist?
e) Wie sieht die Lösung des Gleichungssystems aus, wenn a = 0 und b = 114 ist und
zusätzlich auch die Gleichung:
10 x1 + x2 = 58 erfüllt sein soll?

23. Ein Betrieb produziert drei Güter G1, G2 und G3 für die Abnehmer A1, A2 und A3. Der
Bedarf der Abnehmer an den drei Gütern (in Mengeneinheiten) läßt sich aus der
folgenden Tabelle entnehmen:
Die vom Abnehmer A3 benötigte Menge des Erzeugnisses G1 G2 G3
E3 ist noch genau bekannt, sie wird daher mit a
A1 1 2 4
bezeichnet, wobei a eine nichtnegative reelle Zahl ist.
Wie müssen die Preise p1, p2, p3 der drei Güter gewählt A2 2 1 5
werden, wenn der Umsatz beim Abnehmer A1 30 T€, bei A3 4 0 a
A2 33 T€ und bei A3 48 T€ betragen soll?
a) Geben Sie das lineare Gleichungssystem zur Bestimmung der Preise p1, p2, p3 an.
b) Für welche Werte a besitzt das Gleichungssystem genau eine Lösung?
c) Geben Sie die Lösung des Gleichungssystems für a = 8 an.
Wie muß p3 gewählt werden, um für die Preise p1 und p2 nichtnegative Werte als
Lösung des Gleichungssystems zu erhalten?
⎛ 0 4 2⎞
⎜ ⎟
24. Bestimmen Sie zur Matrix A = ⎜ 1 1 1⎟
⎜ ⎟
⎝ 2 2 0⎠
a) die Inverse Matrix A-1
b) die Lösung des Gleichungssystems A x = b für bT= ( 4 , 6 , 8 ) .
25. Bestimmen Sie zur Matrix ⎛1 0 0 1⎞
⎜ ⎟
0 2 1 1⎟
a) die Inverse Matrix A-1 A=⎜
⎜2 0 1 0⎟
b) die Lösung des Gleichungssystems ⎜ ⎟
A x = b für bT= ( 3 , 9 , 8 , 5 ) . ⎝1 0 0 2⎠

26. Im Rahmen einer Ökosteuerreform sollen der Preise für Gas um x1 Prozent, für Strom um
x2 Prozent und für Wasser um x3 Prozent erhöht werden. Infolgedessen steigen die
jährlichen Gesamtkosten
- für Haushalte in Wohnungen mit Gasheizung um durchschnittlich b1 €,
- für Haushalte in Wohnungen ohne Gas um durchschnittlich b2 € und
- für Haushalte in Einfamilienhäusern mit Gasheizung um durchschnittlich b3 €.

11
Entsprechend dem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch an Gas, Strom und Wasser
berechnen sich diese Kostenerhöhungen gemäß:
⎛ x1 ⎞ ⎛ b1 ⎞ ⎛ 20 10 8 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
A⎜ x 2 ⎟ = ⎜ b2 ⎟ mit A = ⎜ 0 16 8 ⎟ .
⎜ x ⎟ ⎜b ⎟ ⎜ 24 12 10 ⎟
⎝ 3⎠ ⎝ 3⎠ ⎝ ⎠
a) Bestimmen Sie die Inverse der Matrix A.
b) Um wieviel Prozent werden die Preise für Gas, Strom und Wasser erhöht, wenn
Haushalte in Wohnungen mit Gasheizung durchschnittlich 104 € im Jahr mehr zu
zahlen haben, Haushalte in Wohnungen ohne Gas 88 € und Haushalte in
Einfamilienhäusern mit Gasheizung 126 €?
c) Wie erhöhen sich die jährlichen Kosten für Gas, Strom und Wasser insgesamt für die
3 Haushaltstypen, wenn der Preis für Gas um 3% erhöht wird, der Strompreis um 5%
und der Wasserpreis um 2% steigt?

27. Eine Service GmbH besteht aus den Bereichen A (Gebäudereinigung), B


(Telefonzentrale) und C (Lagerverwaltung), deren Leistungsverflechtungen in der
folgenden Input-Output-Tabelle dargestellt sind: (Alle Angaben in 1000 €)
abgebender empfangender Sektor Endnach- Gesamt-
Sektor A B C frage output
A 0 0 10 20
B 4 0 18 8
C 8 2 34 50
a) Ergänzen Sie die in der Tabelle fehlenden Werte.
b) Berechnen Sie die Matrix der Produktionskoeffizienten A.
c) Bestimmen Sie die Inverse der Matrix ( I - A ).
d) den Gesamtoutput, der erforderlich ist, um ein Endprodukt in Sektor A von 5 000 €,
in Sektor B von 9 000 € und in Sektor C von 16 000 € zu erzeugen.

28. Aus einer Input-Output-Tabelle eines Unternehmens wurde die folgende Matrix der
Produktionskoeffizienten ermittelt:
⎛ 0 0 ,5 0 ⎞
⎜ ⎟
A = ⎜ 0 ,2 0 ,1 0 ,4 ⎟ .
⎜ 0 0 ,4 0 ⎟
⎝ ⎠
a) Welcher Gesamtoutput ist erforderlich, um eine Endnachfrage von 5 T€ im Bereich
A, von 19 T€ im Bereich B und von 14 T€ im Bereich C zu erzielen?
b) Ermitteln Sie zu a) die vollständige Input-Output-Tabelle.

29. Aus einer Input-Output-Tabelle eines Unternehmens, das in vier Bereiche gegliedert ist,
wurden folgende Matrizen berechnet:
⎛ 1 − 0 ,2 − 0 ,4 ⎞ ⎛ 1,25 0 ,4375 0 ,5 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 0 0 ,8 0 − 0 ,4 ⎟ ⎜ 0 1,40625 0 0 ,625 ⎟
I −A=⎜ (I − A) = ⎜
−1

− 0 ,5 − 0 ,1 1 − 0 ,1 ⎟ 0 ,625 0 ,390625 1,25 0 ,3125 ⎟


⎜ ⎟ ⎜⎜ ⎟
⎜ 0
⎝ − 0 ,2 0 0 ,9 ⎟⎠ ⎝ 0 0 ,3125 0 1,25 ⎟⎠
12
a) Bestimmen Sie die fehlenden Elemente der Matrizen (I - A) und (I - A)-1.
b) Vervollständigen Sie die folgende Input-Output-Tabelle.
abgebender empfangender Bereich End Gesamt-
Bereich I II III IV produkt output
I 0 16 0 30
II 0 0 30
III 0
IV 0 0 5
c) Welcher Gesamtoutput ist erforderlich, um ein Endprodukt von 2 des Bereichs I, 4
des Bereichs II, 0 des Bereichs III und 23 (Angaben in 1000 €) des Bereichs IV auf
den Markt zu bringen?

3. Lineare Ungleichungssysteme
30. Ein Betrieb plant die Herstellung zweier Produkte P1 und P2, zu der zwei Maschinen A
und B benötigt werden. Die Bearbeitungszeiten für eine Mengeneinheit (ME) P1 betragen
2 h an der Maschine A und 3 h an der Maschine B, während zur Herstellung einer ME P2
die Maschine A 5 h, die Maschine B 3 h benötigt wird. Die Reihenfolge der Nutzung der
beiden Maschinen bei der Herstellung der beiden Produkte ist beliebig.
Im betrachteten Zeitraum kann die Maschine A insgesamt 30 h und die Maschine B 36 h
für die Fertigung der beiden Erzeugnisse eingesetzt werden. Darüber hinaus soll aus
Absatzgründen die hergestellt Menge des Produkts P2 höchstens doppelt so groß sein wie
die des Produkts P1.
a) Geben Sie die Kapazitätsbeschränkungen in Form von Ungleichungen an.
b) Prüfen Sie, ob unter den gegebenen Kapazitätsbeschränkungen für den Einsatz der 3
Maschinen im betrachteten Zeitraum die folgenden Produktionspläne zulässig sind:
⎛ 8⎞ ⎛ 5⎞ ⎛ 2⎞
y 1 = ⎜⎜ ⎟⎟ y 2 = ⎜⎜ ⎟⎟ y 3 = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 3⎠ ⎝ 4⎠ ⎝ 5⎠
c) Stellen Sie die Lösungsmenge X grafisch dar.
d) Zeichnen Sie die Produktionspläne y1, y2, y3 in das in c) benutzte
Koordinatensystem ein.
e) Geben Sie die kanonische Form des in a) angegebenen Ungleichungssystems an, und
bestimmen Sie die Werte der Schlupfvariablen u für die Vektoren y1, y2, y3.
f) Bestimmen Sie die Ecken der Lösungsmenge X. Geben Sie die Koordinaten der
Ecken in der kanonische Form des Ungleichungssystems an.

31. Im Rahmen einer Ökosteuerreform sind Erhöhungen der Kraftstoffpreise geplant, die
folgenden Bedingungen genügen sollen:
(1) Der Benzinpreis soll um mindestens 10 Cent je Liter steigen.
(2) Der Preis für Diesel soll stärker erhöht werden als der Benzinpreis.
(3) Bei Umsatzanteilen von 80% Benzin und 20% Diesel soll der Durchschnittspreis je
Liter Kraftstoff insgesamt um höchstens 20 Cent wachsen.
a) Formulieren Sie die Bedingungen als Ungleichungssystem.
b) Stellen Sie die Menge aller zulässigen Lösungen grafisch dar.
c) Ermitteln Sie die Koordinaten der Ecken der Restriktionsmenge.

13
d) Prüfen Sie anhand der kanonischen Darstellung die Zulässigkeit folgender Preiser-
höhungsvektoren:
⎛ 15⎞ ⎛ 20⎞ ⎛ 16⎞ ⎛ 12⎞
y1 = ⎜ ⎟ y2 = ⎜ ⎟ y3 = ⎜ ⎟ y4 = ⎜ ⎟
⎝ 20⎠ ⎝ 15⎠ ⎝ 40⎠ ⎝ 50⎠
und geben Sie für die nichtzulässigen Preiserhöhungsvektoren an, welche Bedingungen
jeweils nicht erfüllt sind.

32. In einer Möbelfabrik werden Tische und Stühle hergestellt. Die Bearbeitungszeiten an
den dafür verfügbaren Maschinen und deren Gesamtkapazität im Planungszeitraum sind
in der folgenden Tabelle zusammen gestellt:
Bearbeitungszeit in h je verfügbare
Tisch Stuhl Kapazität in h
Hobelmaschine 5 2 1 000
Kreissäge 4 5 1 000
Darüber hinaus soll die Anzahl der herzustellenden Stühle mindestens 4 mal so hoch sein
wie die der Tische.
a) Stellen Sie die Kapazitätsbeschränkungen in Form eines Ungleichungssystems dar.
b) Zeichnen Sie die Lösungsmenge X .
c) Geben Sie die kanonische Form des Ungleichungssystems an.
d) Berechnen Sie die Ecken der Lösungsmenge und stellen Sie diese in den
Koordinaten der kanonischen Form dar.
e) Wie ändert sich die Lösungsmenge des Ungleichungssystems, wenn nicht
mindestens sondern höchstens 4 mal soviel Stühle hergestellt werden sollen wie
Tische? Geben Sie die Ecken der neuen Lösungsmenge an.

4. Lineare Optimierung
33. Ein Waschmittelhersteller produziert Waschmittel in Pulverform und Flüssigwaschmittel
mit folgenden Inhaltsstoffen:
benötigte Menge in kg je kg Vorhandene Menge
Waschpulver Flüssigwaschmittel in kg
Tenside 0,1 0,15 2700
Zeolithe 0,15 0,3 4800
Die Menge des Waschpulvers soll höchstens drei mal so groß sein, wie die Menge des
Flüssigwaschmittels (Marktbedingung). Je kg Waschpulver wird ein Gewinn von 0,5 €
und je kg Flüssigwaschmittel ein Gewinn von 0,9 € erzielt. Die herzustellenden Mengen
der beiden Waschmittelformen sollen so gewählt werden, dass insgesamt ein maximaler
Gewinn realisiert wird.
a) Formulieren Sie das Problem mathematisch.
b) Lösen Sie das Problem grafisch.
c) Lösen Sie das Problem rechnerisch mit Hilfe der Simplex-Methode.
Da sich anschließend der Absatz des Flüssigwaschmittels verringerte, wird die der
Optimierung der Produktionsstruktur zugrunde gelegte Marktbedingung nun dahingehend

14
verändert, dass die Menge des Waschpulvers nun mindestens drei mal so groß sein soll
wie die Menge des Flüssigwaschmittels.
d) Bei der Lösung des Problems unter Nutzung der Simplex-Methode erhält man nun
das folgende Endtableau:
x1 x2 u1 u2 u3 G
1 0 0,006667 0 -0,333333 0
0 0 -1,666667 1 -16,666667 0
0 1 0,002222 0 0,22222 0
0 0 0,005333 0 0,03333 1
Vervollständigen Sie das angegebene Endtableau.. (Hinweis: Es ist keine
vollständige Rechnung nach der Simplex-Methode verlangt)
e) Veranschaulichen Sie sich die Veränderung der optimalen Lösung des Problems an
Ihrer Zeichnung. Was hat sich hier infolge der Änderung der Marktbedingung
verändert?
34. Ein Bauunternehmer baut zwei Typen von Eigenheimen. Er geht von einer Bauzeit von 2
Jahren aus und rechnet damit, sofort Käufer für seine Eigenheime zu finden.
Baukosten pro Eigenheim in 1000 €
Typ A Typ B
im ersten Jahr 200 200
im zweiten Jahr 120 200
Verkaufserlös 330 420
Im ersten Jahr stehen ihm 1 600 000 €, im zweiten 1 200 000 € zur Verfügung. Es soll ein
maximaler Gewinn ( = Erlös - Kosten) erzielt werden.
a) Formulieren Sie das zugehörige Optimierungsproblem.
b) Bestimmen Sie mit Hilfe des Simplexverfahrens die gewinnoptimale Lösung und
berechnen Sie den Gewinn.
c) Lösen Sie die Aufgabe geometrisch.
d) Wie verändert sich die Gewinnoptimale Lösung, wenn der Erlös beim Verkauf eines
Eigenheims vom Typ A anstelle von 330 000 € nunmehr 335 000 € beträgt ?

35. Eine Weberei stellt aus Wolle, Seide und Kunstfaser zwei Sorten Stoffe S1 und S2 her. Je
Stoffballen tritt dabei folgender Materialverbrauch auf:
Materialverbrauch in kg je Stoffballen
Stoffart Wolle Seide Kunstfaser
S1 2 1 1
S2 1 4 3

Insgesamt stehen für die Herstellung der beiden Stoffarten 450 kg Wolle, 200 kg Seide
und 200 kg Kunstfaser zur Verfügung. Je Stoffballen der Sorte S1 werden 20 € Gewinn
erzielt und je Stoffballen der Sorte S2 60 €. Gesucht sind die Mengen der beiden Stoffe,
die unter den gegebenen Restriktionen hergestellt werden sollten, um einen maximalen
Gewinn zu erzielen.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem mathematisch.
b) Lösen Sie das Problem mit Hilfe der Simplex-Methode.

15
36. Ein Bankkunde möchte bis zu 100 000 € als Festgeld, in Immobilien und in Aktien
anlegen. In Immobilien und Aktien zusammen sollen maximal 90 000 €, als Festgeld
wegen der geringeren Zinsen höchstens 25 000 € angelegt werden. Um sich gegenüber
dem Kursrisiko der Aktien abzusichern, soll die Jahresrendite des Festgeldes und der
Immobilien ausreichen, um einen Kurzsturz der Aktien bis zu 20% vollständig zu
kompensieren. Gesucht wird die Anlagestrategie mit der höchsten zu erwartenden
Rendite, wenn das Festgeld mit 4% verzinst wird, bei Immobilien ein jährlicher
Wertzuwachs von 5% und bei Aktien 8% Rendite erwartet werden.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem..
b) Lösen Sie die Aufgabe mit Hilfe der Simplex-Methode.
c) Welche der 4 Bedingungen wird nicht voll ausgeschöpft?
Nach einem Blick auf die Entwicklung der Aktienkurse der letzten Zeit korrigiert der
Anleger seine Vorgaben. Im Interesse einer höheren Sicherheit möchte er nunmehr
mindestens 25 000 € als Festgeld anlegen. Die restlichen Bedingungen erhält er aufrecht.
Mit Hilfe der Simplex-Methode erhält man nun, nach der Veränderung der dritten
Bedingung, bei der Optimierung der Anlagestrategie folgendes Endtableau:

x1 x2 x3 u1 u2 u3 u4 G
0 1 0 0,8 0,96 -4 0
0 0 0 -1 -1 0 0
1 0 0 0 -1 0 0
0 0 1 0,2 0,04 4 0
0 0 0 0,056 0,0112 0,12 1
d) Ergänzen Sie die fehlenden Werte in der letzten Spalte dieses Tableaus. (Hinweis: Es
ist keine vollständige Rechnung nach der Simplex-Methode nötig, die aufgrund der
gemischten Restriktionen auch eine zweistufige Simplex-Methode erfordern würde)
37. Eine Autovermietungsfirma kalkuliert die Mietpreise für einen bestimmten Pkw-Typ,
wobei Preise für einen Tag, ein Wochenende und eine Woche festgelegt werden sollen.
Dabei geht sie von folgenden Überlegungen aus:
(1) Der Mietpreis für eine ganze Woche soll mindestens so hoch sein wie die
Vermietung für 5 einzelne Tage.
(2) Der Wochenendpreis soll höchstens 50 € über dem Mietpreis für zwei Einzeltage
liegen.
(3) 5 Einzeltagesmietpreise und ein Wochenendpreis sollen einen Wochenmietpreis um
höchstens 100 € übersteigen.
(4) Die Differenz zwischen dem Wochenmietpreis und dem Wochenendpreis soll 400 €
nicht übersteigen.
Ermittelt werden soll die Preiskalkulation, bei der die Autovermietung maximale Erlöse
erzielt, wenn ca. 40% Tagesvermietungen, 10% Wochenendvermietungen und 50%
Wochenvermietungen zu erwarten sind.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem mit dem Ziel der Erlösmaximierung.
b) Bestimmen Sie die optimalen Mietpreise
c) Welche der 4 Bedingungen wird nicht voll ausgeschöpft?

38. Eine Metallwarenfabrik stellt 3 Bohrer B1, B2, B3 her. Diese werden auf den
hochempfindlichen Präzisionsmaschinen M1 und M2 gefertigt, wobei folgende
Bearbeitungszeiten in Sekunden anfallen:

16
Maschine
Bohrer M1 M2
B1 2 0
B2 2 4
B3 4 5
Die Maschine M1 darf pro Tag höchstens 1 300 sec, die Maschine M2 maximal 1 600 sec
in Betrieb sein.
Aus Absatzgründen sollen vom Bohrer B1 nicht mehr als 70 Stück am Tag gefertigt
werden.
Der Gewinn für einen Bohrer B1 beträgt 2 €, für einen Bohrer B2 3,5 € und für einen
Bohrer B3 4 €.
a) Formulieren Sie das zugehörige Optimierungsproblem.
b) Bestimmen Sie die optimalen Produktionsmengen der 3 Bohrer und das zugehörige
Gewinnmaximum.
c) Stellen Sie anhand des Endtableaus fest, ob dabei die vorhandenen Produktions-
kapazitäten voll ausgeschöpft werden.

39. Ein Betrieb stellt drei Erzeugnisse her, deren Mengen mit x1, x2 und x3 bezeichnet
werden. Bei der Planung der Tagesproduktion sind die folgenden Restriktionen
einzuhalten:
(1) x1 + 2 x2 + x3 ≤ 20 (maximal verfügbare Rohstoffbestände in kg)
(2) x1 + x2 + 2x3 ≤ 23 (einzuhaltende Produktionskosten in 100 €)
(3) 2 x1 + x2 + x3 ≤ 25 (maximal verfügbare Arbeitszeit in h)
(4) 2 x1 + 4 x3 ≤ 40 (maximal verfügbare Maschinenkapazität in h)
Beim Verkauf der Produkte werden je Einheit E1 27 €, je Einheit E2 30 € und je Einheit
E3 23 € Gewinn erzielt.
a) Lösen Sie das Problems nach der Simplex-Methode.
b) Weist die optimale Lösung dieses Problems Besonderheiten auf?

40. Die Wasserwirtschaft eines Brandenburger Landkreises sieht sich gezwungen zum
Ausgleich der gestiegenen Kosten die Gebühren für die Wasserzufuhr und die
Entwässerung zu erhöhen. Dabei geht sie von folgenden Bedingungen aus:
(1) Haushalte ohne Garten, bei denen die gelieferte und die abgeführte Wassermenge
übereinstimmen, sollen je m3 Wasser höchstens 0,8 € mehr aufwenden müssen.
(insgesamt für Wasserlieferung und Entwässerung)
(2) Haushalte mit Garten, die im Mittel 40% der gelieferten Wassermenge zum
Sprengen nutzen, sollen je m3 Frischwasser höchstens 0,72 € mehr aufwenden.
(ebenfalls einschließlich der für 60% dieser Wassermenge anfallenden
Entwässerungskosten)
(3) Da die Abwassergebühren verglichen mit Berlin bereits sehr hoch sind, sollen die
Gebühren für die Entwässerung höchstens halb so stark erhöht werden wie die
Gebühren der Wasserzufuhr.
Die Gebührenerhöhungen sollen so festgelegt werden, dass die zusätzlichen Einnahmen
infolge der veränderten Preise maximal werden.

17
80% der Haushalte im Einzugsgebiet besitzen keinen Garten und verbrauchen im
Durchschnitt jährlich 100 m3 Wasser, während die 20% Haushalte, die über einen Garten
verfügen, durchschnittlich 150 m3 Frischwasser verbrauchen.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem mathematisch.
b) Lösen Sie das Problem rechnerisch nach der Simplex-Methode.
c) Lösen Sie das Optimierungsproblem grafisch.
d) Wie ändert sich die Lösung, wenn auf Bedingung (2) verzichtet wird?

41. Ein Verkehrsbetrieb kalkuliert die neuen Tarife für sein Einzugsgebiet, wobei
Fahrscheine für Erwachsene (Normaltarif), Fahrscheine für Kinder, Schüler und
Studenten (ermäßigter Tarif) und ein Familientagesticket geplant sind. Die Kalkulation
geht von folgenden Bedingungen aus:
(1) Das Familientagesticket soll maximal so teuer sein wie Einzelfahrscheine für eine
Familie mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern für eine Fahrt.
(2) Für einen Erwachsenen und ein Kind soll eine gemeinsame Fahrt (Normal- und
Ermäßigungstarif) höchstens 6 € kosten.
(3) Ein Fahrschein im Normaltarif soll mindestens so viel kosten wie zwei ermäßigte
Fahrscheine.
Man rechnet mit damit, dass 50% aller verkauften Fahrscheine dem Normaltarif
entsprechen, a % dem ermäßigten Tarif und b % Familientagestickets sind.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem.
Bei der Lösung dieser Maximierungsaufgabe nach dem Simplex-Verfahren ergab sich
das folgende Endtableau:
x1 x2 x3 u1 u2 u3 G
0 -1 1 1 2 0
1 1 0 0 1 0
0 3 0 0 1 0
0 0 0 0,2 0,9 1 5,4
b) Ermitteln Sie die fehlenden Werte im Tableau
c) Bestimmen Sie den fehlenden Koeffizienten b aus der Zielfunktion.
d) Gibt es weitere optimale Lösungen?
Geben Sie die Menge aller optimalen Lösungen in Gleichungsform an.
e) Welche Lösung erhält man, wenn x2 = 1 ist?
f) Bestimmen Sie die andere optimale Ecke.

42. Ein Unternehmen plant eine Werbekampagne unter Einsatz von Annoncen in Zeit-
schriften, Plakaten und Radiospots. Dabei geht man von folgenden Kosten und Effekten
der einzusetzenden Werbemittel aus:
Im Mittel erreichte Kosten pro Stück in €
Personenzahl in 1000

Annonce 1 250
Plakat 2 400
Radiospot 5 1000
Die Planung der Werbekampagne geht von folgenden Überlegungen aus:

18
(1) Insgesamt steht für die Werbekampagne ein Budget von 550 000 € zur Verfügung.
(2) Da die Wirkung eines Radiospots aufgrund seiner Kürze als weniger intensiv
eingeschätzt wird als die Wirkung der optischen Werbung, sollen im Interesse der
Ausgewogenheit der eingesetzten Werbemittel über Radiospots höchstens so viele
Personen erreicht werden wie mit Hilfe von Annoncen und Plakaten zusammen.
(3) Da die Wirkung der Annoncen als besonders intensiv eingeschätzt wird, sollen
mindestens 200 Annoncen geschaltet werden.
Gesucht sind die Zahlen der Annoncen, Plakate und Sendungen des Radiospots, mit
deren Hilfe insgesamt die meisten potentiellen Kunden angesprochen werden.
a) Formulieren Sie das Problem mathematisch.
b) Ermitteln Sie eine zulässige Ecke der Restriktionsmenge.
c) Bestimmen Sie die optimale Lösung.
d) Gibt es Besonderheiten der Lösung? Beschreiben Sie diese möglichst genau.

43. Ein neuer Anbieter im Mobilfunk plant drei Tarife für Telefonate ins Festnetz zur
Hauptzeit, für netzinterne Telefonate zur Hauptzeit und für Telefonate zur Nebenzeit, ins
Festnetz und netzintern gleichermaßen.
Er geht dabei von folgenden Überlegungen aus:
1. Die Kosten für zwei Telefonate von jeweils einer Minute zur Hauptzeit, eines ins
Festnetz und das andere netzintern, sollen zusammen 1,2 € nicht überschreiten.
2. Die Kosten für zwei Telefonate von jeweils einer Minute, eines ins Festnetz zur
Hauptzeit und das andere zur Nebenzeit, sollen zusammen 1,1 € nicht überschreiten.
3. Die Summe der Kosten zweier netzinterner Telefonate von einer Minute, eines zur
Haupt- und eines zur Nebenzeit, sollen 0,8 € nicht überschreiten.
4. Im Durchschnitt sollen die erwarteten Einnahmen (ohne Grundgebühr) mindestens
bei 60 € liegen. Dabei wird mit einer mittleren Dauer der Telefonate ins Festnetz von
50 min, der netzinternen Telefonate von 20 min, beides zur Hauptzeit, und der
Telefonate zur Nebenzeit von 40 min gerechnet.
Die Tarife sollen so festgelegt werden, dass die erwarteten Einnahmen maximal werden.
die erwarteten Einnahmen maximiert ausfallen.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem mathematisch.
b) Bestimmen Sie als Ausgangspunkt für die Simplex-Methode eine zulässige
Anfangsecke.
c) Ermitteln Sie die optimalen Tarife.

44. Lösen Sie das Geldanlageproblem aus Aufgabe 36 nach Veränderung der zweiten
Bedingung mit Hilfe der zweistufigen Simplex-Methode rechnerisch. (Ergebnis siehe
Aufgabe 36 d))
45. a) Bestimmen Sie die Preiserhöhungen je Liter Benzin und Diesel rechnerisch, mit
denen unter Einhaltung der in Aufgabe 31 geforderten Bedingungen maximale
Einnahmen erzielt werden können. Dabei soll Benzin einen Anteil am Verbrauch von
80 % und Diesel einen von 20 % besitzen.
b) Weist die Lösung Besonderheiten auf, wenn ja welche?

46. Ein Fondsmanager soll Aktien aus 3 Branchen erwerben. Dabei sei x1 der Anteil der
Branche 1, x2 der Anteil der Branche 2 und x3 der Anteil der Branche 3 am

19
Fondsvermögen in Prozent. Dabei muss er sich an die Regeln der Zusammensetzung des
Fonds halten, die verlangen, dass
(1) Aktien der Branche 1 mindestens 25 % des Fondsvermögens ausmachen,
(2) in Branche 3 höchstens soviel investiert werden darf wie in Branche 1 und 2
zusammen,
(3) mindestens 75 % des gesamten Fondsvermögens in Aktien angelegt werden soll und
(4) mindestens 10 % des Fondsvermögens als liquide Mittel übrig bleiben.
Insgesamt soll das Fondsvermögen so angelegt werden, dass die erwartete Rendite
maximiert wird, wobei für Brache 1 im Planungszeitraum eine durchschnittliche Rendite
von 10 %, für Branche 2 von 12 % und für Branche 3 von 15 % prognostiziert wurde,
während die liquiden Mittel eine sichere Rendite von 2 % erbringen.
a) Formulieren Sie das Anlageproblem mathematisch. (Hinweis: Da die Summe aller
vier Fondsbestandteile 100 % ergeben muss, lässt sich der Anteil der liquiden Mittel
mit Hilfe der restlichen drei Anteile x1, x2 und x3 beschreiben, so dass keine vierte
Variable erforderlich ist.)
b) Bestimmen Sie zunächst in der ersten Phase der Lösung des Problems eine zulässige
Ausgangslösung.
c) Berechnen Sie nun mit Hilfe der Simplex-Methode die Anteile der drei Brachen am
Fondsvermögen, bei denen unter den gegebenen Bedingungen eine maximale
Rendite erwartet wird.
47. Ein Unternehmen möchte zur Werbung für seine Produkte Radiospots und Plakate
einsetzen. Über Preise und Effekte dieser Werbung liegen folgende Angaben vor:
Werbemittel Kosten pro Woche mittlere Anz. Personen, die
in 1000 € dies wahrnehmen in 1000

Radiospot 2 4
Plakat 3 8
Bei der Planung des Einsatzes der beiden Werbemittel geht man von folgenden
Überlegungen aus:
(1) Die Werbung soll in einer Woche insgesamt von mindestens 200 000 Personen
wahrgenommen werden.
(2) Der Radiospot soll dazu mindestens 20 mal gesendet werden.
(3) Im Interesse der Ausgewogenheit von optischer und akustischer Werbung soll der
Radiospot höchstens 3 mal so oft eingesetzt werden wie das Plakat.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem wenn die kostengünstigste Werbestrategie
gewählt werden soll.
b) Lösen Sie die Aufgabe grafisch.
c) Ändert sich die Lösung, wenn der Radiospot nicht wie in Bedingung (2) formuliert
mindestens, sondern höchstens 20 mal gesendet werden soll? Wenn ja, wie sieht
dann die neue Lösung aus?
d) Geben Sie zu dem ursprünglichen Problem das duale Maximierungsproblem an.
e) Bestimmen Sie die Lösung des Optimierungsproblems rechnerisch.
f) Wenn die (3) Bedingung dahingehend verändert wird, dass der Radiospot
mindestens 3 mal so oft eingesetzt wird wie das Plakat, erhält man bei der Lösung
der dualen Maximierungsaufgabe folgendes Endtableau. Lesen Sie die Lösung ab
und ergänzen Sie die fehlenden Werte.

20
x1 x2 x3 u1 u2 G
0 0,4 1 0,4 -0,2 0 0,5
1 0,15 0 0,15 0,05 0 0,45
1
48. Eine private Telefongesellschaft sieht sich aus Konkurrenzgründen nach Bekanntgabe
der Preissenkungen der Telekom gezwungen ihre Tarife für Ferngespräche die gestaffelt
sind nach der Hauptgeschäftszeit (werktags zwischen 9.00 und 18.00), der Nebenzeit
(werktags zwischen 18.00 und 21.00) und der Nacht- und Freizeit ebenfalls zu verändern.
Dazu gibt es folgende Überlegungen:
(1) In der Hauptgeschäftszeit soll der Minutenpreis mindestens um 5 Cent sinken.
(2) Kunden, die 40% ihrer Telefonate in der Hauptgeschäftszeit erledigen, 35% in der
Nebenzeit und 25% in der Nacht- oder Freizeit, sollen durch die Senkung der
Gebühren je 100 Gesprächsminuten mindestens 4 € sparen.
(3) Kunden, die ausschließlich außerhalb der Hauptgeschäftszeit telefonieren, 50% zum
Nebenzeit- und 50% zum Nacht- und Freizeittarif sollen je 100 Gesprächsminuten
ebenfalls mindestens 4 € sparen.
Wie sollten die Tarife verändert werden, wenn die Umsatzeinbußen aufgrund der
Senkung der Gebühren möglichst gering ausfallen sollen, wenn bekannt ist, dass
durchschnittlich 50% der Gespräche in der Hauptgeschäftszeit, 30% in der Nebenzeit und
20% nachts und am Wochenende geführt werden?
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem.
b) Geben Sie das duale Maximierungsproblem an.
c) Berechnen Sie die Lösung der dualen Maximierungsaufgabe mit Hilfe der Simplex-
Methode.
d) Lesen Sie die für die Telefongesellschaft günstigste Veränderung der 3 Tarife für
Ferngespräche ab. Fallen Ihnen Besonderheiten bei der Lösung dieses
Minimierungsproblems auf?
Bei einer Alternativrechnung wird zusätzlich auch für eine weitere Kundengruppe, zu der
z.B. Studenten gehören, die nicht am Wohnort ihrer Eltern studieren, eine
Mindestentlastung vorgegeben:
(4) Für diese Kunden, die nur 20% ihrer Telefonate in der Hauptgeschäftszeit
erledigen, 50% in der Nebenzeit und 30% in der Nacht- oder Freizeit, sollen die
Gebühren je 100 Gesprächsminuten um mindestens 4,2 € sinken.
Bei der Lösung der dualen Maximierungsaufgabe erhält man folgendes Endtableau:
x1 x2 x3 x4 u1 u2 u3 G
1 30 0 0 1 -1 1 0 40
0 0,5 0 1 0 0,05 -0,05 0 0,5
0 0,2 1 0 0 -0,03 0,05 0 0,1
0 1
e) Ergänzen Sie die fehlenden Werte in diesem Tableau und lesen Sie die Lösung ab.
(Hinweis: Eine vollständige Neuberechnung der Lösung nach der Simplex-Methode
ist weder nötig noch sinnvoll.)
49. Um sich angesichts der wachsenden Konkurrenz von Billigflugangeboten zu behaupten,
sieht sich die Bahn gezwungen, ihre Preise zu senken. Dabei sollen folgende
Rahmenbedingungen eingehalten werden:
(1) Der Fahrpreis in der 1.Klasse soll je km um mindestens 10 Cent reduziert werden.

21
(2) Der Fahrpreis je km in der 1.Klasse soll um mindestens doppelt so viel Cent sinken
wie der Fahrpreis in der 2.Klasse.
(3) Der Fahrpreis in der 2.Klasse soll je km um mindestens 2 Cent mehr sinken als der
ermäßigte Fahrpreis bei Gruppenreisen.
(4) Bei einer Fahrt bis zu einer 200 km entfernten Großstadt in der 1.Klasse und zu der
weitere 50 km entfernten Kleinstadt in der 2.Klasse soll der Fahrpreis insgesamt
gegenüber dem bisherigen Tarif um mindestens 25 € sinken.
Gesucht ist die für die Bahn kostengünstigste Lösung, wenn davon auszugehen ist, dass
20% der Fahrgäste in der 1.Klasse reisen, 65% in der 2.Klasse und 15% in Gruppen
unterwegs sind.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem.
b) Geben Sie das duale Maximierungsproblem dazu an.
c) Lösen Sie die Aufgabe mit Hilfe der Simplex-Methode.

50. Ein Elektrizitätswerk kann wahlweise Schweröl, leichtes Heizöl und Kohle zur Strom-
erzeugung einsetzen.
Heizwert je ME Kosten je ME
Schweröl 25 kJ 30 €
Heizöl 30 kJ 40 €
Kohle 15 kJ 25 €
Insgesamt sollen 48000 kJ Wärmeeinheiten erzeugt werden. Zur Unterstützung der
einheimischen Industrie sollen mindestens 800 ME Kohle verwendet werden. Darüber
hinaus sollen auch die vorhandenen Reserven von 200 ME Heizöl vollständig
aufgebraucht werden.
a) Formulieren Sie das Problem, wobei die kostengünstigste Lösung angestrebt wird.
b) Geben Sie das duale Maximierungsproblem an.
c) Lösen Sie das Problem mit Hilfe der Simplex-Methode.

51. Die Stadtreinigung einer Kleinstadt will angesichts der wachsenden Konkurrenz ihre
Gebühren für Müllabfuhr und Straßenreinigung um einen angemessenen Prozentsatz
verringern.
Die Entleerung einer Mülltonne kostet bisher 100 € im Quartal. Die
Straßenreinigungsgebühren werden in Abhängigkeit von der Grundstücksfläche
berechnet, wobei bisher im Quartal 8 € je 100 m2 Grundstücksfläche zu zahlen sind.
Die Gebührensenkung soll so erfolgen, dass
(1) Bewohner von Einfamilienhäusern mit einer Mülltonne und einer mittleren
Grundstücksfläche von 500 m2 mindestens 30 € im Quartal sparen,
(2) Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit 4 Mülltonnen und durchschnittlich 750 m2
Grundstücksfläche im Quartal mindestens 60 € weniger zu zahlen haben und
(3) die Kosten für die Müllabfuhr prozentual höchstens doppelt so stark sinken wie die
Straßenreinigungsgebühren.
Insgesamt sollen die Einnahmen der Stadtreinigung aufgrund der Verringerung der
Gebühren möglichst wenig sinken. Insgesamt verfügt die Stadt über 500 Mülltonnen und
über 625 000 m2 Grundstücksfläche, auf die Straßenreinigungsgebühren umgelegt
werden.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem mathematisch.
b) Geben Sie die duale Maximierungsaufgabe dazu an.
c) Lösen Sie das Problem rechnerisch. Welche Prozentsätze erhalten Sie für die
geplanten Preissenkungen?
22
d) Überprüfen Sie Ihre Lösung grafisch.
e) Stellen Sie anhand der geometrischen Lösung fest, inwieweit sich die kostenoptimale
Lösung ändert, wenn man auf die dritte Bedingung verzichtet.

52. Zur Förderung des sparsamen Umgangs mit Energie soll eine Ökosteuer für Benzin,
Elektroenergie und Gas erhoben werden. Dabei sollen folgende Bedingungen eingehalten
werden:
(1) Da Gas nicht in allen Haushalten vorhanden ist, soll der Gasverbrauch relativ gering
besteuert werden, mindestens jedoch mit 2%.
(2) Die Steuer für den Verbrauch von Elektroenergie soll mindestens 1 % höher sein als
die für Gas.
(3) Der Benzinverbrauch soll wiederum um mindestens 1 % stärker besteuert werden als
der Verbrauch von Elektroenergie, aber maximal doppelt so stark wie dieser.
Private Haushalte mit mittlerem Einkommen geben im Mittel jährlich 1000 € für Benzin,
500 € für Strom und 400 € für Gas aus. Insgesamt soll die Ökosteuer diese Haushalte
möglichst gering belasten.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem mathematisch.
b) Geben Sie die duale Maximierungsaufgabe dazu an.
c) Lösen Sie das Problem rechnerisch.

53. Ein Reiseveranstalter möchte seine Kunden durch Rabatte für Bus-, Flug- und
Schiffsreisen zum frühzeitigen Buchen ihrer Urlaubsreisen veranlassen.
Bedingungen für die Festlegung der Rabatte:
(1) Der Preisnachlass bei Flugreisen soll aufgrund des höheren Reisepreises den für Bus-
reisen gewährte Rabatt um mindestens 200 € übersteigen.
(2) Der Preisnachlass für Schiffsreisen soll aufgrund des höheren Preises und des
geringeren Anteils an den gebuchten Pauschalreisen mindestens doppelt so groß sein
wie der für Flugreisen und
(3) mindestens 3 mal so hoch wie der bei Busreisen gewährte Rabatt.
(4) Der Preis für eine Flugreise soll um mindestens 400 € sinken.
Insgesamt buchen ca. 40 % der Kunden Busreisen, 50 % Flugreisen und 10 %
Schiffsreisen. Die Preissenkungen sollen so erfolgen, dass die Einnahmeverluste aus den
Rabatten möglichst gering sind.
a) Formulieren Sie das Optimierungsproblem.
b) Geben Sie die duale Maximierungsaufgabe an.
c) Lösen Sie die duale Maximierungsaufgabe rechnerisch und lesen Sie die Lösung der
Minimierungsaufgabe aus dem Endtableau ab.

54. Um Restbestände abzubauen, sollen die Preise drastisch reduziert werden. Dazu wurden
die von den Preissenkungen betroffenen Waren in 3 Gruppen eingeteilt.
abzubauende Restbestände
Warengruppe Wert zu alten Preisen in €
I 25 000
II 40 000
III 60 000
Die Kalkulation der Preissenkungen geht von folgenden Überlegungen aus:
23
(1) Die Preise für Waren der ersten Gruppe sollen um mindestens 30 % gesenkt werden.
(2) Die Preise der Waren der zweiten Gruppe sollen mindestens doppelt so stark
reduziert werden wie die der Waren der ersten Gruppe.
(3) Die Preissenkung für Waren der dritten Gruppe soll um mindestens 10 % höher sein
als die für Waren der zweiten Gruppe.
(4) Die Preissenkung der Waren der dritten Gruppe soll das dreifache der Preissenkung
der Waren der ersten Gruppe nicht übersteigen.
Gesucht sind die Preissenkungen (in Prozent), bei denen die Umsatzeinbußen bei
vollständigem Verkauf aller Restbestände möglichst gering sind.
a) Formulieren Sie das Problem mathematisch.
b) Geben Sie die duale Maximierungsaufgabe dazu an.
c) Lösen Sie diese mit Hilfe der Simplex-Methode und geben Sie die Lösung des
Minimierungsproblems dazu an.

55. Eine Geflügelfarm erhält zwei Sorten Futter A und B mit folgenden Bestandteilen:
Bestandteile je kg Futter
Bestandteile Sorte A Sorte B
Eiweiß 0,1 kg 0,2 kg
Fett 0,2 kg 0,1 kg
Kohlenhydrate 0,1 kg 0,6 kg
Preis je kg 2€ 3€
Aus beiden Sorten soll eine neue Futtersorte C gemischt werden, die mindestens 1 kg
Eiweiß, 0,8 kg Fett und 1,8 kg Kohlenhydrate enthält und möglichst preisgünstig ist.
a) Formulieren Sie das Problem mathematisch.
b) Bei der Lösung der dualen Maximierungsaufgabe nach der Simplex-Methode erhält
man folgendes Endtableau:
x1 x2 x3 u1 u2 G
0 1 -4/3 20/3 -10/3 0 10/3
1 0 11/3 -10/3 20/3 0 40/3
1
Ergänzen Sie die Lösung in diesem Endtableau.
c) Überprüfen Sie Ihre Lösung grafisch. In welchem Bereich kann der Preis für
Futtersorte B variieren, wenn der Preis der Sorte A sich nicht ändert, ohne dass sich
die optimale Lösung verändert?

24
Lösungen der Übungsaufgaben
0. Beispiele linearer Modelle
1. x1 = Milch mit 1,8 % Fettgehalt in Litern (1) 0,018 x1 + 0,05 x2 = 1,75
x2 = Milch mit 5 % Fettgehalt in Litern (2) x1 + x2 = 50
2. x1 = Kosten je Einheit A (1) 50 x1 = 60 + 10 x3
x2 = Kosten je Einheit B (2) 34 x2 = 64 + 16 x1 + 10 x3
x3 = Kosten je Einheit C (3) 24 x3 = 40 + 20 x1 + 4 x2
3. x1 = 5 y1 + 2 y2 x2 = 3 y1 + 2 y2 x3 = 4 y1 + y2
4. a) x1 = Preisnachlass bei Ausgaben unter 100 € in %
x2 = Preisnachlass bei Ausgaben zwischen 100 und 200 € in %
x3 = Preisnachlass bei Ausgaben ab 200 € in %
y = 0,4 x1 + 0,45 x2 + 0,44 x3
b) y = 1,955 €

1. Matrizen und Vektoren


⎛ 5⎞ ⎛ 4⎞
5. a) x1 = (5 3 1) x 3 = ⎜⎜ ⎟⎟ x 4 = (4 5 7 ) x 6 = ⎜⎜ ⎟⎟ x2, x5 ex. nicht
⎝ 2⎠ ⎝1⎠
⎛ 8 9 2⎞ ⎛ 2 4 7⎞
b) A B , B C , A C , CA existieren nicht BA = ⎜ ⎟ CB = ⎜ ⎟
⎝ 6 3 0⎠ ⎝ 0 0 3⎠
⎛ 2 4⎞
⎜ ⎟ ⎛ 2 4 1⎞
T T
c) A B , B A existieren nicht B C = ⎜ 4 8⎟
T
CT B = ⎜ ⎟
⎜ ⎟ ⎝ 4 8 5⎠
⎝ 1 5⎠
6. a) xi = Menge des Rohstoffs Ri , i = 1,2,3 b)
yi = Menge des Produkts Pi , i = 1,2
⎛ x1 ⎞ ⎛ 5 2⎞ ⎛160 ⎞
⎜ ⎟ ⎛ y1 ⎞ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ x 2 ⎟ = A⎜⎜ ⎟⎟ x = Ay = ⎜ 3 2 ⎟ y = ⎜120 ⎟
⎜x ⎟ ⎝ y2 ⎠ ⎜ 4 1⎟ ⎜110 ⎟
⎝ 3⎠ ⎝ ⎠ ⎝ ⎠
7. a) xi = Menge des Rohstoffs Ri , i = 1,2,3
yi = Menge des Erzeugnisses Ei , i = 1,2
( y1 y 2 ) = ( x1 x 2 x3 )A
b) y T = x T A = (410 300) c) yneu = 2 y
8. a) Übergangsmatrix A = (aij) i = A,B,C,sonstige (Anfangssorte) ,
j = A,B,C,Light,sonstige (Endsorte)
aij = Anteil der Raucher, die von Sorte i zur Sorte j wechseln
⎛ 0 ,8 0 ,02 0 ,01 0 ,05 0 ,12 ⎞
⎜ 0 ,04 0 ,75 0 ,02 0 ,1 0 ,09⎟
A=⎜
0 ,04 0 ,05 0 ,72 0 ,1 0 ,09⎟
⎜ ⎟
⎝ 0 ,02 0 ,05 0 ,05 0 ,05 0 ,83⎠
b) xi = Anfangsanteile der Sorte , i = A,B,C,sonstige
yj = Anteile nach Einführung von “Light” j = = A,B,C,sonstige
( y1 y2 y3 y4 y5 ) = ( x1 x 2 x3 x 4 ) A = (18 10 12 6 54)
25
9. xi = Menge des Produkts Pi, die hergestellt wird
yj = Zeit, in der die Maschine j insgesamt zur Herstellung der 4 Produkte genutzt wird
zk = Kosten der Art k, die dabei entstehen
⎛ 0 1 1 0⎞ ⎛ 0 3 3⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 1 0 0 1⎟ ⎜ 2 0 1⎟
A=⎜ B=⎜
0 1 0 1⎟ 1 0 1⎟
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 1 1 1 0⎟ ⎜ 1 0 2⎟
⎝ ⎠ ⎝ ⎠
a) ( y1 y2 y3 y4 ) = ( x1 x2 x3 x4 ) A
b) ( z1 z2 z3 ) = ( y1 y2 y3 y4 ) B
c) ( z1 z2 z3 ) = ( y1 y2 y3 y4 ) B = ( x1 x 2 x3 x 4 ) AB
d) y = xA = ( 400 550 500 150) z = yB = (1750 1200 2550)
10. Rohstoffe in t Halbprodukte in t Fertigprodukte in t
Steinkohle x1 leichtflüssige y1 Paraffin... .z1
Braunkohle x2 gasförmige y2 Schmieröl z2
Kohlenwasserstoffe Diesel z3
⎛ 0 ,19 0 ,26 0 ,18 ⎞
C = AB = ⎜⎜
a) ⎟⎟
⎝ 0 ,18 0 ,25 0 ,20 ⎠
b) yT = xT A = (5,3 3,1)
c) zT = yT B = xT C = (2,21 3,05 2,3 )
⎛ 11 3 14 ⎞
⎛ 7 19 ⎞ ⎜ ⎟
11. a) AB = ⎜⎜ ⎟⎟ b) BA = ⎜ 4 1 5 ⎟ c) a=1 b=2
⎝ 9 24 ⎠ ⎜15 4 19 ⎟
⎝ ⎠
⎛1 0 0⎞ ⎛ 2 1 1⎞
−1
⎜ ⎟ b −1 = − 1 ⎜ ⎟
12. a) A = ⎜ 0 1 2 0 ⎟ b) 12−1 c) C = ⎜ 0 3 1⎟
⎜ 0 0 1 3⎟ b23 = −1 ⎜ 0 0 4⎟
⎝ ⎠ ⎝ ⎠
⎛4 5 7 ⎞ ⎛4 4 5 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
C = ⎜0 9 7 ⎟
2
d) D = ⎜0 9 6 ⎟ e) D ≠ C2 wegen A B ≠ B A
⎜ 0 0 16 ⎟ ⎜ 0 0 16 ⎟
⎝ ⎠ ⎝ ⎠
⎛ 1 2 3⎞
13. B = A-1 D C-1 = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 0 1 1⎠

⎛ 2 0⎞
⎛ 2 4 0⎞ ⎜ ⎟ ⎛ 20 8 ⎞
14. a) A = ⎜⎜ ⎟⎟ B = ⎜ 4 2⎟ b) C = AB = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 4 2 2⎠ ⎜2 a⎟ ⎝ 20 4 + 2a ⎠
⎝ ⎠
c) x = Vektor der Rohstoffmengen d) a = 2
z = Vektor der Mengen der Fertigprodukte e)
⎛ 200 ⎞ ⎛ 0 ,25 − 0 ,2 ⎞
x = Cz = ⎜⎜ ⎟⎟ C −1 = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 210 ⎠ ⎝ − 0 ,5 0 ,5 ⎠
⎛ 4⎞
f) z = C-1x = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 5⎠

26
2. Lineare Gleichungssysteme
⎛1 5 2 3 ⎞⎛ x1 ⎞ ⎛ 4 ⎞ ⎛ 1⎞
⎜ ⎟⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 4 18 2 8 ⎟⎜ x 2 ⎟ ⎜12 ⎟ ⎜ 0⎟
15. a) ⎜ 3 11 − 6 1⎟⎜ x ⎟ = ⎜ 4 ⎟ b) b = 4 c = -1 c) x = ⎜ ⎟
0
⎜ ⎟⎜ 3 ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜0 1 ⎟⎜ x ⎟ ⎜ 4 ⎟ ⎜ 1⎟
⎝ 6 4 ⎠⎝ 4 ⎠ ⎝ ⎠ ⎝ ⎠
16. a) x1 = Kosten je Einheit EF 150 x1 = 120
x2 = Kosten je Einheit ZM 100 x2 = 60 + 50 x1 + 20 x3
x3 = Kosten je Einheit EM 100 x3 = 20 + 25 x1 + 50 x2
b) x1 = 0,8 x2 = 1,2 x3 = 1
17. a) x1 = Preis innerhalb einer Zone in € x1 + x2 - x3 = 0
x2 = Preis im Gebiet zweier Zonen in € -x1 + 2 x2 - x3 = 0
x3 = Preis im Gesamtgebiet aller drei Zonen in € 0,2 x1 + 0,5x2 + 0,3 x3 = 3,15
b) x1 = 1,5 € x2 = 3 € x3 = 4,5 €
18. a) Die Preise müssen so festgelegt werden, dass
50 xA = 150 + + 20 xB + 5 xC bzw. 50 xA - 20 xB - 5 xC = 150
80 xB = 90 + 10xA + 15 xC -10xA + 80 xB - 15 xC = 90
100 xC = 160 + 10xA - 10xA + 100 xC = 160
b) (x A xB x C ) = ( 4 2 2)
T

19. x1 = Preissenkung für Röcke in € ( x1


x2 x3 ) = (20 40 80)
T

x2 = Preissenkung für Hosen in € b) b = 560


x3 = Preissenkung für Jacken in €
20. a) x1 = Preis je Karte der Preisklasse A 50 x1 + 200 x2 + 250 x3 = 13 500
x2 = Preis je Karte der Preisklasse B 40 x1 + 100 x2 + 200 x3 = 9 000
x3 = Preis je Karte der Preisklasse C 20 x1 + 100 x2 + 100 x3 = 6 000
⎛1 0 5 150 ⎞
⎜ ⎟
b) ⎜0 1 0 30 ⎟
⎜0 0 0 0 ⎟⎠

c) es gibt unendlich viele Lösungen x1 = 150 - 5 x3 x2 = 30 €
d) x3 = 20 € x1 = 50 € e) x3 ≤ 30 €
21. a) x1 = Anz. Plakate (1) 1000 x1 + 300 x2 + 2000 x3 = 150000
x2 = Anz. Annoncen (2) 500 x1 + 100 x2 + 600 x3 = 50000
x3 = Anz. Radiospots (3) 2,5 x1 - x3 = 0
x1 = 0,4 x3 x2 = 500 – 8 x3
b) x3 ≤ 62,5 c) x1 = 20 x2 = 100
22. a) ⎛ 1 0 0 ,8125 13,125 ⎞ b) a ≠ 0 → genau eine Lösung
⎜ ⎟ a = 0 , b = 114 → unendl. viele Lösungen
⎜ 0 1 − 0 ,125 6 ,75 ⎟
⎜0 0 a = 0 , b ≠ 114 →
b − 114 ⎟⎠
keine Lösung
⎝ a
c) x3 beliebig x1 = 13,125 – 0,8125 x3 x2 = 6,75 + 0,125 x3
d) x3 = 8 → x1 = 6,625 x2 = 7,75

27
e) x3 = 10 → x1 = 5 x2 = 8
23. a) p1 + 2p2 + 4p3 = 30 b) a≠8
2p1 + p2 + 5p3 = 33 c) p3 ≤ 6
2p1 + a p3 = 48
⎛ − 1 4 12 14 ⎞ ⎛ 4⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
24. a) A −1 = ⎜ 1 4 − 1 2 1 4 ⎟ b) x = A −1b = ⎜ 0 ⎟
⎜ 0 − 1 2 ⎟⎠ ⎜ 2⎟
⎝ 1 ⎝ ⎠
⎛1 ⎞
⎛ 2 0 0 −1 ⎞ ⎜ ⎟
⎜ 2 ,5 0 ,5 − 0 ,5 − 1,5⎟
x = A b = ⎜⎜ ⎟⎟
−1
0 ,5
A− 1 =⎜
2 ⎟⎟
25. a) b)
⎜− 4 0 1 6
⎜ ⎟
⎝− 1 0 0 1 ⎠
⎝2 ⎠
⎛ 0 ,5 − 0 ,03125 − 0 ,375 ⎞ ⎛2⎞ ⎛126 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
26.a) A = ⎜ 1,5
-1
0 ,0625 − 1,25 ⎟ b) x = ⎜4⎟ c) b = Ax = ⎜ 96 ⎟
⎜−3 2 ,5 ⎟⎠ ⎜ 3⎟ ⎜152 ⎟
⎝ 0 ⎝ ⎠ ⎝ ⎠

27. a) Y1 = 10 X2 = 30 x32 = 6
⎛ 0 0 0 ,2 ⎞ ⎛ 1,11 0 ,05 0 ,25 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
b) A = ⎜ 0 ,2 0 0 ,36⎟ c) ( I − A) −1
= ⎜ 0 ,42 1,1 0 ,5 ⎟
⎜ ⎟ ⎜ 0 ,55 0 ,25 1,25 ⎟
⎝ 0 ,4 0 ,2 0 ,04⎠ ⎝ ⎠
⎛5⎞ ⎛ 10 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
x = (I − A) y = ⎜ 20 ⎟
−1
d) y=⎜ 9 ⎟
⎜16 ⎟ ⎜ 25 ⎟
⎝ ⎠ ⎝ ⎠
28. a) x = Gesamtoutputvektor y = Endproduktvektor xT = (25, 40, 30)T
b) xij = aij Xj
Abgeben- Empfangender Bereich Endnach- Gesamt-
der fage output
Bereich A B C Yi Xi
A 0 20 0 5 25
B 5 4 12 19 40
C 0 16 0 14 30

29. a) (I - A)(I - A)-1 = I → fehlendes Element ( I – A ) 0


→ fehlendes Element ( I – A )-1 0,25
b)
abgebender empfangender Bereich End- Gesamt-
Bereich I II III IV produkt output
I 0 6 16 0 8 30
II 0 6 0 20 4 30
III 15 3 0 5 17 40
IV 0 6 0 5 39 50
c) x = (I - A)-1 y → xT = (10 , 20 , 10 , 30)

28
4. Lineare Ungleichungssysteme
30. x1 = hergestellte Menge des Produkts P1 5 d)
x2 = hergestellte Menge des Produkts P2
a) 2 x1 + 5 x2 ≤ 30 (1)
3 x1 + 3 x2 ≤ 36 (2)
-2x1 + x2 ≤ 0 (3)
x1 , x2 ≥ 0
b) y2 ist zulässig, y1 und y3 sind nicht
zulässig
e) 2 x1 + 5 x2 + u1 = 30 (1)
3 x1 + 3 x2 + u2 = 36 (2)
-2x1 + x2 + u3 = 0 (3)
x1 , x2 ,u1 , u2 , u3≥ 0
⎛ 8⎞ ⎛ 5⎞ ⎛ 2⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 3⎟ ⎜ 4⎟ ⎜ 5⎟
⎛ y1 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ y2 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ y3 ⎞ ⎜ ⎟
⎜⎜ ⎟⎟ = − 1 ⎜⎜ ⎟⎟ = 0 ⎜⎜ ⎟⎟ = 1
⎝ u1 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u2 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u3 ⎠ ⎜ ⎟
⎜ 3⎟ ⎜ 9⎟ ⎜ 15 ⎟
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎝ 13⎠ ⎝ 6⎠ ⎝ − 1⎠
negative Werte der Schlupfvariablen zeigen an, dass die betreffende Ungleichung
nicht erfüllt und der Vektor y folglich nicht zulässig ist
f) Ecken der Lösungsmenge sind:
⎛ 0⎞ ⎛12 ⎞ ⎛10 ⎞ ⎛ 2 ,5 ⎞
z 1 = ⎜⎜ ⎟⎟ z 2 = ⎜⎜ ⎟⎟ z 3 = ⎜⎜ ⎟⎟ z 4 = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 0⎠ ⎝0⎠ ⎝2⎠ ⎝5 ⎠
Die Geraden (2) und (3) schneiden sich außerhalb der Lösungsmenge.
⎛ 0⎞ ⎛ 12 ⎞ ⎛10 ⎞ ⎛ 2 ,5 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 0⎟ ⎜ 0⎟ ⎜ 2⎟ ⎜ 5 ⎟
⎛ z1 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ z2 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ z3 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ z4 ⎞ ⎜
⎜⎜ ⎟⎟ = 30 ⎜⎜ ⎟⎟ = 6 ⎜⎜ ⎟⎟ = 0 ⎜⎜ ⎟⎟ = 0 ⎟
⎝ 1⎠
u ⎜ ⎟ ⎝ 2⎠
u ⎜ ⎟ ⎝ 3⎠
u ⎜ ⎟ ⎝ u4 ⎠ ⎜ ⎟
⎜ 36 ⎟ ⎜ 0⎟ ⎜ 0⎟ ⎜13,5 ⎟
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎝ 0⎠ ⎝ 24 ⎠ ⎝ 18 ⎠ ⎝ 0 ⎠
31. x1 = Preiserhöhung Benzin in Cent b)
x2 = Preiserhöhung Diesel in Cent
x1 ≥ 10
x2 ≥ x1
0,8 x1 + 0,2 x2 ≤ 20
x1, x2 ≥ 0

⎛ 20 ⎞ ⎛10 ⎞ ⎛ 10 ⎞
c) y1 = ⎜⎜ ⎟⎟ y1 = ⎜⎜ ⎟⎟ y3 = ⎜⎜ ⎟⎟
⎝ 20 ⎠ ⎝10 ⎠ ⎝ 60 ⎠

29
⎛ 15 ⎞ ⎛ 20 ⎞ ⎛ 16 ⎞ ⎛ 12 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 20 ⎟ ⎜ 15 ⎟ ⎜ 40 ⎟ ⎜ 50 ⎟
⎛ y1 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ y2 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ y3 ⎞ ⎜ ⎟ ⎛ y4 ⎞ ⎜ ⎟
d) ⎜⎜ ⎟⎟ = 5 ⎜⎜ ⎟⎟ = 10 ⎜⎜ ⎟⎟ = 6 ⎜⎜ ⎟⎟ = 2
⎝ u1 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u2 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u3 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u4 ⎠ ⎜ ⎟
⎜5⎟ ⎜ − 5⎟ ⎜ 24 ⎟ ⎜ 38 ⎟
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎝4⎠ ⎝ 1 ⎠ ⎝ − 0 ,8 ⎠ ⎝ 0 ,4 ⎠
→ y1 , y4 sind zulässig, y2 erfüllt (2) nicht und y3 erfüllt (3) nicht
32. .x1 = Anzahl der hergestellten Tische b)
x2 = Anzahl der hergestellten Stühle
a) 5 x1 + 2x2 ≤ 1000
4 x1 + 5x2 ≤ 1000
4 x1 - x2 ≤ 0
5 x1 + 2 x2 + u1 = 1000
4 x1 + 5 x2 + u2 = 1000
4 x1 - x2 + u3 = 0
x1, x2, u1, u2, u3 ≥ 0

⎛ 0 ⎞ ⎛ 0 ⎞ ⎛ 41 2 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ 3 ⎟
⎜ 0 ⎟ ⎜ 200 ⎟ ⎜ 166 2 ⎟
⎛ y1 ⎞ ⎜ ⎛ y2 ⎞ ⎜ ⎛ y3 ⎞ ⎜ 3⎟
d) ⎜⎜ ⎟⎟ = 1000 ⎟ ⎜⎜ ⎟⎟ = 600 ⎟ ⎜⎜ ⎟⎟ = ⎜ 458 1 ⎟
⎝ u1 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u2 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u3 ⎠ ⎜ 3⎟
⎜1000 ⎟ ⎜ 0 ⎟
⎜ ⎟ ⎜ ⎟ ⎜ 0 ⎟
⎝ 0 ⎠ ⎝ 200 ⎠ ⎜ 0 ⎟
⎝ ⎠
e) y1, y3 bleiben zulässig, y2 nicht
⎛ 200 ⎞ ⎛176 ,47 ⎞
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎜ 0 ⎟ ⎜ 58 ,82 ⎟
⎛ y4 ⎞ ⎜ ⎛ y5 ⎞ ⎜
⎜⎜ ⎟⎟ = 0 ⎟ ⎜⎜ ⎟⎟ = 0 ⎟
⎝ u4 ⎠ ⎜ ⎟ ⎝ u5 ⎠ ⎜ ⎟
⎜ 200 ⎟ ⎜ 0 ⎟
⎜ ⎟ ⎜ ⎟
⎝ 800 ⎠ ⎝ 647 ,3 ⎠

4. Lineare Optimierung
33. a) x1 = Menge Waschpulver in kg (1) 0,1 x1 + 0,15 x2 ≤ 2700
x2 = Menge Flüssigwaschmittel in kg (2) 0,15 x1 + 0,3 x2 ≤ 4800
x1, x2 ≥ 0 (3) x1 – 3 x2 ≤ 0
G(x) = 0,5 x1 + 0,9 x2 ges. max G(x)

30
b) e)
17500
15000
12500
10000
7500
5000
2500

5000 10000 15000 20000 25000 30000


c) Endtableau
x1 x2 u1 u2 u3 G
1 0 40 -20 0 0 12000
0 1 -20 40/3 0 0 10000
0 0 -100 60 1 0 18000
0 0 2 2 0 1 15000
d) x1 = 18000 x2 = 6000 u2 = 300 G(x) = 14400
34. x1 = Zahl der zu bauenden Eigenheime vom Typ A
x2 = Zahl der zu bauenden Eigenheime vom Typ B
a) Restriktionen Zielfunktion
200 x1 + 200 x2 ≤ 1 600 G(x) = 10 x1 + 20 x2
120 x1 + 200 x2 ≤ 1 200 ges. max G(x)
x1 , x2 ≥ 0 (Gewinn = Erlös - Kosten)
0
b) x1 = 0 c)
x 20 = 6
u10 = 400
u20 = 0
G(x0) = 120
d) x10 = 5 u10 = 0
x 20 = 3 u20 = 0
G(x0) = 135
35. a) x1 = herrstellbare Stoffmenge der Sorte S1 2 x1 + x 2 ≤ 450
x2 = herrstellbare Stoffmenge der Sorte S2 x1 + 4 x 2 ≤ 200
x1 + 3 x2 ≤ 200 x1 ,x2 ≥ 0
G(x) = 20 x1 + 60 x2
b) Endtableau
x1 x2 u1 u2 u3 G
0 0 1 5 -7 0 50
0 1 0 1 -1 0 0
1 0 0 -3 4 0 200
0 0 0 0 20 1 4000
36. a) x1 = Betrag für Festgeld in T€ x1 + x2 + x3 ≤ 100
x2 = Betrag für Immobilien in T€ x2 + x3 ≤ 90
x3 = Betrag für Aktien in T€ x1 ≤ 25
x1, x2, x3 ≥ 0 -0,04x1 –0,05x2 +0,2x3 ≤ 0
31
Zielfunktion G(x) = 0,04x1 + 0,05x2 + 0,08x3 ges. max G(x)
0 0 0
b) x1 = 10 T€ x2 = 70,4 T€ x3 = 19,6 T€
u10 = 0 u20 = 0 u30 = 15 T€ u40 = 0 G(x0) = 5,488 T€
c) Bedingung (3) wird nicht voll ausgeschöpft
d)
x1 x2 x3 u1 u2 u3 u4 G
0 1 0 0,8 0 0,96 -4 0 56
0 0 0 -1 1 -1 0 0 15
1 0 0 0 0 -1 0 0 25
0 0 1 0,2 0 0,04 4 0 19
0 0 0 0,056 0 0,0112 0,12 1 5,32
37. a) x1 = Tagesmietpreis in € Restriktionen
x2 = Wochenendmietpreis in € 5 x1 - x3 ≤ 0
x3 = Wochenmietpreis in € -2 x1 + x2 ≤ 50
5 x1 + x2 - x3 ≤ 100
x1, x2, x3 ≥ 0 - x2 + x3 ≤ 400
Zielfunktion G(x) = 0,4 x1 +0,1 x2 + 0,5 x3
b) x10 = 100 x 20 = 250 x30 = 650
u10 = 150 u20 = 0 u30 = 0 u40 = 0 G(x0) = 390
38. x1 = Anzahl der gefertigten Bohrer B1
x2 = Anzahl der gefertigten Bohrer B2
x3 = Anzahl der gefertigten Bohrer B3
a) Restriktionen Zielfunktion
2 x1 + 2 x2 + 4 x3 ≤ 1300 G(x) = 2 x1 + 3,5 x2 + 4 x3
4 x2 + 5 x3 ≤ 1600 ges. max G(x)
x1 ≤ 70
x1 , x2 , x3 ≥ 0
b)
x1 x2 x3 u1 u2 u3 G
1 0 0 0 0 1 0 70
0 0 1,5 1 -0,5 -2 0 360
0 1 1,25 0 0,25 0 1 400
0 0 0,375 0 0,875 2 1 1540
x10 = 70 x20 = 400 € x30 = 0 €
u10 = 360 u20 = 0 u30 = 0 G(x0) = 1540 €
c) Bedingung (2) und (3) sind voll ausgeschöpft, bei Bedingung (1) bleibt ein Rest
von 360 sec
39. a) Endtableau
x1 x2 x3 u1 u2 u3 u4 G
0 1 0 3/4 -1/4 -5/12 0 0 3
0 0 1 -1/4 3/4 -1/4 0 0 6
1 0 0 -5/12 -1/4 3/4 0 0 8
0 0 0 3/2 -5/2 -1/2 1 0 0
0 0 0 10 3 7 0 1 444
b) Entartung BV u4 = 0

32
40. a) x1 = Gebührenerhöhung Wasserzufuhr in € je m3 Wasser
x2 = Gebührenerhöhung Entwässerung in € je m3 Wasser
x1 + x2 ≤ 0,8 (1)
x1 + 0,6x2 ≤ 0,72 (2)
x2 ≤ 0,5 x1 (3) x1 , x2 ≥ 0
G(x) = (0,8*100 + 0,2*150) x1 + (0,8*100 + 0,2*90) x2 = 110 x1 + 98 x2
b) Endtableau
x1 x2 u1 u2 u3 G
0 1 2,5 -2,5 0 0 0,2
1 0 -1,5 2,5 0 0 0,6
0 0 -3,25 3,75 1 0 0,1
0 0 80 30 0 1 85,6
c) d)

41. a) x1 = Preis für einen Fahrschein im Normaltarif -2 x1 – 3 x2 + x3 ≤ 0


x2 = Preis für einen Fahrschein im ermäßigten Tarif x1 + x2 ≤6
x3 = Preis für ein Familientagesticket - x1 + 2 x2 ≤0
G(x) = 0,5 x1 + a/100 x2 + b/100 x3 x1 , x2 , x3 ≥ 0
b) x1 = 6 x2 = 0 x3 = 12 u1 = 0 u2 = 0 u3 = 6 G = 5,4
c) b = 20 %
d) -x2 + x3 = 12 x1 + x2 = 6 3 x2 + u3 = 6 x1, x2 , u3 ≥ 0
e) x1 = 5 x2 = 1 x3 = 13 u1 = 0 u2 = 0 u3 = 3 G = 5,4
f) x1 = 4 x2 = 2 x3 = 14 u1 = 0 u2 = 0 u3 = 0 G = 5,4
42. x1 = Anzahl Annoncen x2 = Anzahl Plakate x3 = Anzahl Radiospots
a) (1) 250 x1 + 400 x2 + 1000 x3 ≤ 550 000
(2) - x1 - 2 x2 + 5 x3 ≤ 0
(3) x1 ≥ 200 x1, x2, x3 ≥ 0
G(x) = x1 + 2 x2 + 5 x3 ges. max G(x)
b) G*= -w3 → G*- x1 + u3 = -200
zulässige Anfangsecke:
NBV x2 =0 x3 = 0 u3 = 0 w3 = 0
BV x1 = 200 u1 = 500 000 u2 = 200
c) optimale Ecke:
NBV u1 =0 u2 = 0 u3 = 0
BV x1 = 200 x2 = 575 x3 = 270
d) Lösung ist mehrdeutig (Kante) Menge aller Lösungen:
(1) x2 – 0,25 u2 = 575 zweite optimale Ecke: x3 = 0

33
(2) x3 + 0,1 u2 = 270 NBV x3 =0 u1 = 0 u3 = 0
(3) x1 = 200 BV x1 = 200 x2 = 1250 u2 = 2700
43. x1 = Preis pro Minute Telefonat zur Hauptzeit ins Festnetz in €
x2 = Preis pro Minute Telefonat zur Hauptzeit netzintern in €
x3 = Preis pro Minute Telefonat zur Nebenzeit (Festnetz oder netzintern)
a) (1) x1 + x2 ≤ 1,2
(2) x1 + x3 ≤ 1,1
(3) x2 + x3 ≤ 0,8
(4) 50 x1 + 20 x2 + 40 x3 ≥ 60 x1, x2, x3 ≥ 0
G(x) = 50 x1 + 20 x2 + 40 x3 ges. max G(x)
b) G*= -w4 → G*- 50 x1 – 20 x2 – 40 x3 + u4 = -60
zulässige Anfangsecke:
NBV u1 =0 u2 = 0 u4 = 0
BV x1 = 0,8 x2 = 0,4 x3 = 0,3 u3 = 0,1
c) optimale Ecke:
NBV u1 = 0 u2 = 0 u3 = 0
BV x1 = 0,75 x2 = 0,45 x3 = 0,35 u4 = 0,5
45. a) zulässige Anfangsecke: optimale Ecke:
NBV u1 =0 u2 = 0 u4 = 0 NBV u2 =0 u3 = 0
BV x1 = 0,8 x2 = 0,4 x3 = 0,3 BV x1 = 20 x2 = 20 u1 = 10
b) Mehrdeutigkeit u2 muss nicht 0 sein
Menge aller Lösungen: x2 –0,8 u2 = 20
x1 + 0,2 u2 = 20
u1 + 0,2 u2 = 10 x1, x2, u1, u2 ≥ 0
46. a) xi = Anteil Branche i i = 1,2,3
(1) x1 + ≥ 25
(2) - x1 - x2 + x3 ≤ 0
(3) x1 + x2 + x3 ≥ 75
(4) x1 + x2 + x3 ≤ 90 x1, x2, x3 ≥ 0
G(x) = 0,1 x1 + 0,12 x2 + 0,15 x3 +0,02(100 - x1 - x2 - x3)
= 0,08 x1 + 0,1 x2 + 0,13 x3 +2 ges. max G(x)
b) NBV x2 =0 x3 = 0 u4 = 0
BV x1 = 90 u1 = 65 u2 = 90 u4 = 15
c) NBV u1 =0 u2 = 0 u4 = 0
BV x1 = 25 x2 = 20 x3 = 45 u3 = 15 G(x) = 11,85
47. a) y1 = Anzahl Radiospots 4 y1 + 8 y2 ≥ 200
y2 = Anzahl Plakate y1 ≥ 20
- y1 + 3 y2 ≥ 0
Zielfunktion : K(y) = 2 y1 +3 y2 ges. min K(y)

34
b) c)

d) duales Optimierungsproblem e) Lösung der Minimierungsaufgabe


Restriktionen v1= 0 v2= 0 v3= 25
4 x1 + x2 - x3 ≤ 2 y1 = 20 y2 = 15 K(y) = 85
8 x1 + 3 x3 ≤ 3 f) v1= 0 v2= 10 v3= 0
Zielfunktion y1 = 30 y2 = 10 K(y) = 90
G(x) =200 x1 + 20 x2
ges. max G(x)
48. y1 = Tarifsenkung in der Hauptgeschäftszeit
y2 = Tarifsenkung in der Nebenzeit
y3 = Tarifsenkung in der Nacht- und Freizeit (Cent pro min)
a) y1 ≥ 5
40 y1 + 35 y2 + 25 y3 ≥ 400
50 y2 + 50 y3 ≥ 400 y1, y2, y3 ≥ 0
Zielfunktion K(y) = 50 y1 +30 y2 + 20 y3 ges. min K(y)
b) duale Maximierungsaufgabe:
Restriktionen x1, x2, x3 ≥ 0 Zielfunktion
x1 + 40 x2 ≤ 50 G(x) = 5 x1 + 400 x2 + 400 x3
35 x2 + 50 x3 ≤ 30 ges. max G(x)
25 x2 + 50 x3 ≤ 20
d) Lösung der Minimierungsaufgabe: y1= 5 Cent y2= 0 Cent y3= 8 Cent
v1= 0 Cent v2= 0 Cent v3= 0 Cent K(y) = 410 Cent /100 min
Entartung: Es schneiden sich 4 Ebenen im gleichen Punkt
e) Abzulesen: v1= 0 Cent v3= 0 Cent v4= 0 Cent
daraus errechenbar: y1= 5 Cent y2= 4 Cent y3= 4 Cent
v2= 40 Cent K(y) = 450 Cent/100 min
x1 x2 x3 x4 u1 u2 u3 G
1 30 0 0 1 -1 1 0 40
0 0,5 0 1 0 0,05 -0,05 0 0,5
0 0,2 1 0 0 -0,03 0,05 0 0,1
0 40 0 0 5 4 4 1 450
49. a) y1 = Fahrpreissenkung 1. Klasse (Cent/min) y1 ≥ 10
y2 = Fahrpreissenkung 2. Klasse (Cent/min) y1 - 2 y2 ≥ 0
y3 = Fahrpreissenkung Gruppenreisen (Cent/min) y2 - y3 ≥ 2
200 y1 + 50 y2 ≥ 2500
Zielfunktion K(y) =0,2 y1 + 0,65 y2 + 0,15 y3 y1 , y2 , y3 ≥ 0

35
ges. min K(y)
b) duales Optimierungsproblem
Restriktionen x1, x2, x3, x4 ≥ 0 Zielfunktion
x1 + x2 + 200 x4 ≤ 0,2 G(x) = 10 x1 + 2 x3 + 2500 x4
-2 x2 + x3 + 50 x4 ≤ 0,65 ges. max G(x)
- x3 ≤ 0,15
c) optimale Lösung der Minimierungsaufgabe
v1= 2 Cent v2= 8 Cent v3= 0 Cent v4= 0 Cent
y1= 12 Cent y2= 2 Cent y3= 0 Cent K(y) = 3,7 Cent
50. a) 25 y1 + 30 y2 + 15 y3 ≥ 48000 b) 25 x1 ≤ 30
y3 ≥ 800 30 x1 + x3 ≤ 40
y2 ≥ 200 15 x1 + x2 ≤ 25
y1 , y2 , y3 ≥ 0 x1, x2, x3 ≥ 0
K(y) =30 y1 + 40 y2 + 25 y3 G(x) = 48000 x1 + 800 x2 + 200 x3
ges. min K(y) ges. max G(x)
c) Endtableau (Simplex-Verfahren)
x1 x2 x3 u1 u2 u3 G
1 0 0 0,04 0 0 0 1,2
0 0 1 -1,2 1 0 0 4
0 1 0 -0,6 0 1 0 7
0 0 0 1200 200 800 1 64000
y1 = 1200 y2 = 200 y3 = 800 K(y) = 64000
51. a) y1 = Verringerung der Müllabfuhrgebühren in %
y2 = Verringerung der Straßenreinigungsgebühren in %
Minimierungsaufgabe b) duale Maximierungsaufgabe
y1 + 0,4 y2 ≥ 30 x1 + 4 x2 - x3 ≤ 500
4y1 + 0,6 y2 ≥ 60 0,4x1 + 0,6 x2 +2 x3 ≤ 500 x1, x2, x3 ≥ 0
-y1 + 2 y2 ≥ 0 y 1 , y2 ≥ 0 G(x) = 30 x1 + 60 x2 max G(x)
K(y) = 500 y1 + 500 y2 min K(y)
c) Endtableau (SimplexVerfahren)
x1 x2 x3 u1 u2 G
1 43/12 0 5/6 5/12 0 625
0 -5/12 1 -1/6 5/12 0 125
0 47,5 0 25 12,5 1 18750
y1 = 25% y2 = 12,5% K(y) = 18 750 €
d) e)

36
52. y1 = Benzinsteuer in % y2 = Elektroenergiesteuer in % y3 = Gassteuer in %
a) Minimierungsaufgabe b) duale Maximierungsaufgabe
y3 ≥ 2 x3 - x4 ≤ 10
y2 - y3 ≥ 1 x2 – x3 + 2 x4 ≤ 5
y1 - y2 ≥1 x1 – x2 ≤ 4
- y1 + 2 y2 ≥0 x1, x2, x3, x4 ≥ 0
y1 , y2 , y3 ≥ 0 G(x) = 2 x1 + x2 + x3
K(y) = 10 y1 + 5 y2 + 4 y3 ges min K(y) ges. max G(x)
c)
x1 x2 x3 x4 u1 u2 u3 G
0 0 1 -1 1 0 0 0 10
0 1 0 1 1 1 0 0 15
1 0 0 1 1 1 1 0 19
0 0 0 2 4 3 2 1 63
53. a) y1 = Kostensenkung bei Busreisen in €
y2 = Kostensenkung bei Flugreisen in €
y3 = Kostensenkung bei Schiffsreisen in €
a) Minimierungsaufgabe b) duale Maximierungsaufgabe
Restriktionen: Restriktionen:
- y1 + y2 ≥ 200 -x1 –3 x3 ≤ 0,4
-2 y2+ y3 ≥ 0 x1 - 2 x2 + x4 ≤ 0,5
-3 y1 + y3 ≥ 0 x2 + x3 ≤ 0,1
y2 ≥ 400 x1, x2, x3, x4 ≥ 0
y1 , y2 , y3 ≥ 0
K(y) = 0,4 y1 + 0,5 y2 + 0,1 y3 G(x) = 200 x1 + 0 x2 + 0 x3 + 400 x4
ges min K(y) ges. max G(x)
c) Endtableau
x1 x2 x3 x4 u1 u2 u3 G
-1 0 -3 0 1 0 0 0 0,4
1 0 2 1 0 1 2 0 0,7
0 1 1 0 0 0 1 0 0,1
200 0 800 0 0 400 800 1 280
y1 = 0 y2 = 400 y3 = 800 K(y) = 280
v1 = 200 v2 = 0 v3 = 800 v4 = 0
54. y1 = Preisnachlaß bei Waren der Gruppe I in Prozent
y2 = Preisnachlaß bei Waren der Gruppe II in Prozent
y3 = Preisnachlaß bei Waren der Gruppe III in Prozent
a) y1 ≥ 30 b) x1 - 2x2 + 3x4 ≤ 250
37
- 2y1 + y2 ≥ 0 x2 - x3 ≤ 400
- y2 + y3 ≥ 10 x3 - x4 ≤ 600
3y1 - y3 ≥ 0 x1, x2, x3, x4 ≥ 0
y1, y2, y3 ≥ 0
K(y) = 250 y1 + 400 y2 + 600 y3 G(x) = 30 x1 + 10 x3
ges. min K(y) ges. max G(x)
c)
x1 x2 x3 x4 u1 u2 u3 G
1 0 0 1 1 2 2 0 2250
0 1 0 -1 0 1 1 0 1000
0 0 1 -1 0 0 1 0 600
0 0 0 20 30 60 70 1 73500

55. a) c)
y1 = Menge Sorte A
y2 = Menge Sorte B
(1) 0,1 y1 + 0,2 y2 ≥ 1
(2) 0,2 y1 + 0,1 y2 ≥ 0,8
(4) 0,1 y1 + 0,6 y2 ≥ 1,8
y1 , y2 ≥ 0
K(y) = 2 y1 + 3 y2
ges. min K(y)

b)
x1 x2 x3 u1 u2 G
0 1 -4/3 20/3 -10/3 0 10/3
1 0 11/3 -10/3 20/3 0 40/3
0 0 0,8 2 4 1 16
c) K(y) = 2 y1 + cy2 1≤c≤4

38