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Das vegetative Nervensystem

Das vegetative Nervensystem ist ein autonomes Nervensysten welche funktioniert ohne unseren
Willen und reguliert alle lebenswichtigen Grundfunktionen des menschlichen Körpers
(Kreislauf, Atmung, Verdauung, Stoffwechsel..)

Das vegetative Nervensystem hat zwei Anteile: den Sympathikus und den Parasympathikus.
In der Regel haben diese beiden Komponenten gegensätzliche Effekte auf die Funktion der
Organe. Grundsätzlich kooperieren die beiden Abschnitte, um sicherzustellen, dass der Körper
auf unterschiedliche Situationen angemessen reagiert.

Nachdem das vegetative Nervensystem Informationen über den Körper und das externe Umfeld
erhalten hat, reagiert auf Sympathikus mit der Stimulation oder auf Parasympathikus mit der
Hemmung von bestimmten Körperprozessen.

Der Sympathikus ist für die Leistungsbereitschaft des Körpers zuständig. Deshalb ist seine
Erregung am Tag höher als in der Nacht.

Der Parasympathikus sorgt für Ruhe, Entspannung und Regeneration. Sein Erregungszustand ist
höher im Schlaf – im Zustand der Ruhe und Entspannung.

Sympathikus

Der Sympathikus hat in der Regel folgende Aufgaben:

 Vorbereitung des Körpers auf Stress- oder Notfallsituationen - Kampf oder Flucht
(Der Sympathikus aktiviert den Körper in Stresssituationen, Belastungen und er ist
ständig aktiviert, deshalb leert sich schnell seine Energiereserven)

Der Sympathikus ist für die Leistungsbereitschaft des Körpers zuständig. Deshalb ist seine
Erregung am Tag höher als in der Nacht.

Transmitter:

 Adrenalin
 Noradrenalin (stimulierend).
 Hormone (vermitteln als Stresshormone Kampf-oder Fluchtreaktion)

Ort: gebildet in Nebennierenmark

Wirkung am Herz: (Sympathikus wirkt allerdings am ganzen Herzen)

1. Herzfrequenz steigert – positive chronotrope Wirkung


2. Kontraktionskraft – positive metrope Wirkung
3. Erregungsleitungsgeschwindigkeit – positive dromotrope Wirkung

Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin


1) Wirkung am Herz:
-Herzfrquenz
- Kontraktionskraft
- Erregungsleistungsgeschwindigkeit – Noradrenalin hat einen Einfluss auf den AV-Knoten
kommt ein Anstieg des Aktionspotentials. Somit wird die Erregung des Herzens schneller vom
Vorhof auf den Ventrikel übergeleitet.

2) Bronchien
- Erweiterung (bronhodilatation)
- Atmenwegswiederstand
- Erleichtert maximale Atmung
3) Skelettmuskulatur
- vermehrte Durchblutung
- Die Muskelkraft erhöht sich
4) Magen- Darm-Trakt
- Durchblutung
- Peristaltik und Drüsentätigkeit
- Schließmuskel Blase oder Mastdam
5) Pankreas
- Insulinfreisetzung - Blutzuckerspiegel
6) Leber
- Glykogenabbau – schneller, Energielieferant
7) Hau tund Schleimhaut
- Durchblutung
- Schweißsekretion steigt
8) Speicheldrüsen
- Sekretion vermindert
9) Auge-
- Die Pupillen erweitern (verengen sich nicht bei Lichtwechsel)

Parasympathikus

 Steuerung von Körperprozessen in normalen Situationen.( zum Beispiel wichtig, um


uns nach Stresssituationen zu entspannen.)

Der Parasympathikus reguliert Stoffaufnahme, Energiespeicherung, Aufbau, Regeneration und


Erholung des Gesamtorganismus - Verdauen, Ausscheiden, Entspannen, Ruhen, Regenerieren
und Akkus aufladen“ ist sein regulatives Hauptprogramm. Der Parasympathikus bremst die
Stresshormon.

Hauptvetreter: Nerve Vagus

Transmitter:

 Acetylcholin (hemmend)
 Erholung des körperlichen und psychischen Zustandes

Wirkung am Herz:

1. Herzfrequenz sinkt – negative chronotrope Wirkung


2. Kontraktionskraft sinkt – negative metrope Wirkung
3. Erregungsleitungsgeschwindigkeit sinkt– negative dromotrope Wirkung
Die Wirkung von Sympathikus und Parasympathikus auf verschiedene Organe

Sympathikus: (Anpassung) Parasympathikus:


(Erholungszustand)
Nebennierenmark
Hauptvertreter: Nervevagus
 Organ, Funktion
Transmitter:
Transmitter:
Adrenalin, Noradrenalin
Acetylcholin
Herzfrequenz steigert Herzfrequenz sinkt
– positive chronotrope Wirkung – nrgative chronotrope Wirkung
Kontraktionskraft steigt Kontraktionskraft sinkt
Herz – positive metrope Wirkung – negative metrope Wirkung
Erregungsleitungsgeschwindigkeit Erregungsleitungsgeschwindigkeit
– positive dromotrope Wirkung – negative dromotrope Wirkung
Herzkranzgefäße
Herzkranzgefäße verweitert sich Herzkranzgefäße verengen sich

Augen -Pupillen Erweiterung Verengung


Blutgefässe Verengung Erweiterung
Steigt (durch die Verengung
Sinkt (durch die Erweiterung
Blutdruck der Blutgefäße)
der Blutgefäße),
Verbesserung
Verdauung Verminderung
Verdauung wird gefördert,
Magen-Darm-Trakt Verdauung wird gehemmt
stimuliert den Darmtrakt
Beschleunigung,
Atmung Verlangsamung
Intensivierung
Entspannung: die Bronchien Kontraktion: die Bronchien
Lungen
erweitern sich verengen sich- nicht viel Luft
Schweissproduktion Zunahme Abnhame
Muskelspannung Verstärkung Abnahme
Zunahme - Acetylcholin hat
Speichelabsonderung Verminderung jedoch auch einige sympathische
Wirkungen. Es stimuliert

verminderte
Nieren Harnausscheidung
Harnausscheidung (Diurese)
(Antidiurese)

 Gib die Definition des vegetativen Nervensystems wieder.


Kannst du deinem Herzen befehlen, schneller zu schlagen?

Das vegetative Nervensystem steuert Vorgänge wie Herzschlag oder Stoffwechsel.

Lösung

Das vegetative Nervensystem ist ein Teil des peripheren Nervensystems. Es wird auch
autonomes Nervensystem genannt, da es nicht willentlich beeinflussbar ist. Sympathikus und
Parasympathikus sind Teile des vegetativen Nervensystems. Es wirkt auf zahlreiche innere
Organe und steuert z.B. Stoffwechselvorgänge und Herzschlag.

 Beschreibe das vegetative Nervensystem.

Unwillkürlich oder autonom bedeutet, dass etwas nicht willentlich beeinflussbar ist.

Lösung

Gehirn und Rückenmark gehören zum zentralen Nervensystem. Das vegetative Nervensystem ist
ein Teil des peripheren Nervensystems. Es steuert Vorgänge wie Atmung, Verdauung und
Stoffwechsel. Diese Steuerung erfolgt ohne willentlichen Einfluss, das heißt, dieser Bereich des
Nervensystems arbeitet autonom. Das vegetative Nervensystem besteht aus dem Sympathikus,
der anregend wirkt, und dem Parasympathikus, der in Erholungsphasen aktiv ist.

 Definiere den Begriff Antagonist.

Antagonisten werden auch als Gegenspieler bezeichnet. Ist der eine aktiv, wird der andere
gehemmt und umgekehrt.

Lösung

Sympathikus und Parasympathikus sind Antagonisten, also Gegenspieler. Sie regulieren sich
gegenseitig. Ist z.B. der Parasympathikus besonders aktiv, so wird die Aktivität des Sympathikus
gehemmt. Dieses Prinzip ermöglicht eine an jede Situation optimal angepasste Steuerung der
Organe.

 Arbeite Tipps für gestresste Schüler heraus.

Ruhe- und Erholungszeiten sind für das Wohlbefinden äußerst wichtig!

Lösung

Gib deinem Parasympathikus die Chance, für Ruhe und Erholung deines Körpers zu sorgen.
Ausreichend Schlaf, Bewegung und Verzicht auf Energydrinks oder Koffein hilft, ein gutes
Verhältnis von Erholungs- und Aktivitätsphasen zu erreichen. Leistungs- und Termindruck oder
aufregende Spiele am PC sorgen dagegen für Aktivität des Sympathikus, sodass deinem
Körper wichtige Ruhephasen fehlen könnten, was langfristig krank machen kann.

 Vergleiche die Wirkung von Sympathikus und Parasympathikus.

Der Sympathikus wird beim Sport oder in Stresssituationen aktiv!

Der Parasympathikus ist in Entspannungsphasen aktiv.


Lösung

Der Sympathikus hat eine anregende Wirkung. Er sorgt dafür, dass Energie bereitgestellt wird,
Atmung und Herzschlag werden beschleunigt, Schweiß wird abgegeben und die Muskulatur
stärker durchblutet. Der Parasympathikus steuert Vorgänge, die zur Erholung und Bildung von
Energiereserven nötig sind. Dazu zählt die Verdauung und der Aufbau von Energiereserven.
Herzschlag und Atmung sind dabei ruhig.

 Entscheide, wann der Sympathikus und wann der Parasympahtikus aktiv ist.

Der Sympathikus hat eine anregende Wirkung.

Der Parasympathikus steuert die Vorgänge, die zur Erholung nötig sind.

Lösung

Da der Sympathikus eine anregende Wirkung hat, sorgt er für eine Leistungssteigerung.
Verstärkte Atmung oder schneller Herzschlag oder auch das Schwitzen sind Zeichen dafür, dass
der Sympathikus aktiv ist. Bei stressigen Situationen in der Schule ist dies beispielsweise der
Fall. In Entspannungssituationen ist der Parasympathikus aktiv, z.B. wenn du gemütlich in der
Sonne liegst oder in der Schule einfach nur zuhörst.