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Demenz

[fette und unterstrichene Wörter sind auch im dazugehörenden Wortschatz zu finden; fetter
aber nicht unterstrichene Wörter sind wichtige aber nicht in Wortschatz erwähnte Begriffe]

Mit dem Wort „Demenz“ bezieht man sich auf Alzheimer-Erkrankungen, deren Zunahme
eine wesentliche Belastung für unser Gesundheits- und Sozialsystem darstellt, da sie pro
Tag allein in Deutschland 120 Millionen Euro kostet. Dies Geld erweist sich als
ungenügend, denn die Nummer der Menschen mit Demenzerkrankungen alle 20 Jahre
verdoppelt, wenn es keine wirksame Therapie oder Prävention gefunden ist.

Man weißt, dass für die Alzheimerkrankheit die Ablagerung schädlicher Eiweiße im
Gehirn verantwortlich ist, die jetzt durch spannende medizinische Ansätze verlangsamen
werden kann. Für die Behandlung des Gedächtnisschwunds erweisen sich auch
multisensorische Verfahren als besonders geeignet.

In unserem Referat werden wir über drei Aspekte veranschaulichen und zwar:
1) die Wichtigkeit des Singens als Therapie,
2) die Effekte der Stigmatisierung der Betroffenen,
3) ihre Versorgung.

1) Unter die Therapien, die gezielt gegen den Gedächtnisschwund kämpfen, wirkt sich das
Singen auf die Patienten sehr positiv: Wenn sie Volkslieder oder frühere Schlager hören,
blühen sie förmlich auf.
Im Jahre 1997 hat ein Fall in Italien viel Aufsehen erregt. Ein Fan der Fußballmannschaft
„Milan“ erwachte aus dem Koma, nachdem er die Stimmen der Fußballspieler und dessen
Präsident Berlusconi gehört hatte. Obwohl es hier um eine andere Situation geht, kann
man aus diesem Ereignis folgern, dass die Stimme von bekannten Personen oder Liedern
eine wichtige Rolle auf die Reaktivierung der Gehirnzellen oder Synapsen spielen kann.

2) Das Wort „Demenz“ werde in Verbindung mit einer Stigmatisierung, mit der Angst vor
„Schreckgespenst A“ erlebt und häufig fehle der Blick für Alternativen, wie die
Möglichkeit ein Leben mit Alzheimer zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
Des Weiteren sei unsere Gesellschaft von einer Überbewertung der Funktionalität und des
Verstands geprägt: Wenn ein Mensch nicht mehr funktioniert, könne er die Würde
verlieren.
Ich kann dieses Argument kaum gelten lassen: Meiner Meinung nach ist heutzutage
Alzheimer so weit verbreitet, dass es kein Grund mehr besteht, um sie zu verschweigen. In
der Literatur könnten Hauptfiguren wie der Kommissar Wallender komplexe Fälle lösen
auch wenn von dieser Krankheit geplagt war. Das Thema wird auch von Medien oft in
Angriff genommen und – wie auch im Interview gesagt wird – nimmt die Nummer der
Betroffenen ständig zu, was zur Sichtbarkeit der Krankheit beiträgt.
3) Es wird vorgeschlagen, die Patienten in der Gemeinschaft statt in separierten
Einrichtungen zu versorgen und an neue Wohnformen, wie die „demenzfreundliche
Kommunen“ zu denken, wo die Kranken sich umeinander kümmern, auch wenn sie nicht
verwandt sind.
Trotz einer mangelden Erklärung dieser Lösung, sind wir davon überzeugt, dass die
Demenz viele Anstrengungen und Stress auf die Familien der Patient stellt, die ihre
Ausdauer und Widerstandkräfte überschreiten. Wenn die Angehörigen nicht mehr von dem
Betroffenen erkennt werden, finden sie sich plötzlich in einer Lage, in der sie mit einem
Menschen handeln, der für ihnen womöglich kein logisches Ziel mehr ihrer
Aufmerksamkeiten bzw. Liebenswürdigkeiten darstellt.

Die Demenz ist eine seriöse jedoch oft unterschätze Krankheit, die sowohl Männer wie
Frauen betrifft. In der Erwartung von wirksamen und Gedächtnisschwund
entgegenwirkenden Behandlungen, ist die heutige Gesellschaft noch nicht fähig,
befriedigende Lösungen zu finden, die in der Lage sei, vor allem das physischen und
psychologischen Last von den Schulter der Angehörigen und die dazu folgenden
Auswirkungen zu mildern: Bis daraufhin müssen sie sich selbst zu viel aufbürden, was ein
erhöhtes Stressniveau in der Familien verursacht, die keinen Ausweg mehr daraus wissen.