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2 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 3

Inhalt Vorab

Vorab
Tanzschlüssel
......................................................................................... 3
......................................................................................... 9 D er vorliegende Folkstanzkurs «Das
Federbett» (eine Fortsetzung soll
folgen) enthält 20 Volkstänze, die sich so
Herbst 1980 startete die erste monatliche
Folkstanzreihe im Leipziger Jugendklub-
haus «Jörgen Schmidtchen», wo Folkländer
1 Polonaise 6’25.................................................................................16
aneinanderreihen, wie auch ein Tanzabend (durch fünf neue Musiker zu Folkländers
2 Fröhlicher Kreis 3’25.................................................................................18 ablaufen könnte und wie er in den 80ern, Bierfiedler aufgestockt) samt Kreuz &
3 Zigeunerpolka 2’50.................................................................................19 während der euphorischen Phase des Square mehrere Jahre vor vollem Haus
4 Berliner Stillstand 2’40.................................................................................21 Volkstanzrevivals im Osten, häufig ablief. spielten.

5 Tampet 5’45................................................................................ 22
6 Rheinländer 2’00................................................................................ 24 D aß Folkstanz – der mit «F» geschrie-
bene, der in seinem Selbstverständ-
nis den zwanglosen Mitmachtanz meint
E ine der Tanzbegeisterten der Stunde
Null war die studierte Heimerzieherin
Sigrid Doberenz. Für sie wurde aus dem
7 Großvatertanz (Kontertanz) 4’45................................................................................ 26
8 Schüttelbüx 8’35................................................................................ 28 – auch über seine Glanzzeit der 80er Jahre Hobby bald Passion. Als 1983 die Leipziger
hinaus Bestand haben würde, werden die Volkstanzschule ins Leben gerufen wurde,
9 Purzelbaumtanz 1’55................................................................................ 30
Leipziger Folkländer kaum zu träumen um junge Tanzwütige systematisch
10 Lott is doot 2’22.................................................................................31 gewagt haben, als sie vor über 20 Jahren parkettreif zu trainieren, debütierte die
11 Allemande 3’00................................................................................ 32 aus Freunden eine Folkstanzgruppe
rekru-tierten, die nach dem Vorbild des
12 Hopswalzer 2’45................................................................................ 34
ungarischen Tanzhás das Publikum
13 Das Federbett 1’55................................................................................ 35
animieren und ihm Schritte und Figuren
14 Kreuzpolka 2’25................................................................................ 36 beibringen sollte. Kreuz & Square nannte
15 Mazurka 2’45.................................................................................37 sich diese erste Folkstanzgruppe «neuen
Typus» selbstironisch, konnte sie sich
16 Mühlradl 2’30................................................................................ 38
doch mit tanztechnisch hochgerüsteten
17 Müllerpolka 2’30................................................................................ 39 Ensembles nicht messen – und wollte dies
18 Kikeriki 1’25................................................................................ 40 freilich auch nicht. Am 11. Januar 1980 – im
19 Bummelschottsch 2’25.................................................................................41 Rahmen der okkulten 1. DDR-Folkwerk-
statt in Leipzig – betrat sie erstmals das
20 Klappfinale 3’00................................................................................ 42
Parkett und löste unter Folkies eine unge-
Literatur ....................................................................................... 43 ahnte Begeisterung aus, gefolgt von einer
Impressum ....................................................................................... 44 beängstigenden Tanzwut, die binnen zwei
Jahren eine ganze Generation infizierte
und dem geschmähten Diskogehopse den
Kulturkrieg erklärte. An allen DDR-Ecken
und Enden schossen Folkbands nebst Sigrid Römer –
Tanzgruppen aus dem Boden. Bereits im Tanzpädagogin und Leiterin
von Kreuz & Square 1981 im
Berliner «Palast der Republik»
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1983: Folkländers Bierfiedler Wer dieses Schriftstück verliehen bekam, Sigi Doberenz Mitte der 80er
und die Stammbesetzung von konnte sich tanzen sehen lassen… so wie die Szene sie kennt – tanzend
Kreuz & Square im Probenlager

Autodidaktin als Kursleiterin. Ihr pädago-


gisches Knowhow kam ihr bestens zu-
gute, als es darum ging, Ungeübten die
1984 und 1986 eine «Tanzmeister»-Aus-
bildung absolvieren – quasi der Ritterschlag
in die ersehnte Freiberuflichkeit. 1987
hören, die geeignet waren, den altvorde-
ren Staatsmächtigen Sorgenfalten in die
Stirnen zu kneten ob der Hand in Hand
D ie Volkstanzschulen seinerzeit hatten
ein gewaltiges Problem: Sie konnten
den normalen Kursunterricht unmöglich
Scheu zu nehmen und erste Schritte bei- wurde Sigrid Doberenz freischaffende entschwebenden Linientreue ihrer sozia- mit Livemusik bestreiten – Tonaufnahmen
zubringen. Etwa 40 Teilnehmer zählte ein Tanzmeisterin. Neben der Volkstanzschule listischen Kampfreserve. Falten, die nicht «ihrer» Bands hingegen existierten kaum,
Kurs und dauerte ein halbes Jahr. Reso- trat sie als Animatorin bei Tanzabenden auf, unberechtigt waren, wie sich wenige Jahre und herkömmliche Ensembleeinspielun-
nanz und Wißbegierde waren so gewaltig, später folgten Kurse mit Kindern, geistig später zeigte, als ausgerechnet in Leipzig gen waren für die Mitmachtanzpraxis
daß im Zuge «kontinuierlicher Bedürfnis- Behinderten und Freizeitpädagogen. die Demomode aufkam. Waren volkstanz- ungeeignet. Das Leipziger «Zentralhaus
befriedigung» bereits im Folgejahr der mäßig prächtig konditioniert, die Leute, für Kulturarbeit» genehmigte schließlich
erste Fortgeschrittenenkurs begann – was
zunächst einmal höhere Anforderungen an
die Unterrichtenden stellte…
D ie Folkstanzbewegung erlebte Mitte
der 80er ihren Siedepunkt. Vier-
mal im Jahr stampften an die tausend
so daß ihnen der montägliche Marsch ums
Zentrum nichts ausmachte. Aus den Tanz-
marathons ging 1986 das Leipziger Tanz-
ein mehrjähriges Projekt, in dem Folklän-
ders Bierfiedler und die Berliner Band
JAMS eine große Anzahl traditioneller
Tanzfreaks über die Dielen der maroden hausfest hervor, das es bislang auf stolze Tänze für Folkstanzschulen bearbeiteten

A n der Spezialschule des deutschen


Volkstanzes in Benshausen im Thü-
ringer Wald konnten 22 VolkstänzerInnen
Leipziger Kongreßhalle am Zoo und ließen
die nahegelegenen Gehege beben. Noch
heute kann man Tänzer mit verklärtem
18 Folgen gebracht hat – trotz mittlerweile
entmutigender Rahmenbedingungen.
und einspielten. Die vorliegenden Archiv-
aufnahmen aus den Jahren 1981-84 stam-
men aus diesem Projekt. Man hört – auch
– unter ihnen Sigrid Doberenz – zwischen Blick von diesen Tanzorgien schwärmen heute noch –, mit welchem Eifer und Auf-
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Massenaufläufe lange vor den Montagsdemos: Sie hätte ein exportables Ostprodukt sein
In den 80ern wurde die Messestadt zum können, wenn sie denn «rausgedurft» hätte:
DDR-Folkstanzdorado – ob beim «Tanz in die «Hektik Drive Big Band». Einmal im Jahr
der Halle» (oben), der «Leipziger Liederaue» – zur Leipziger Folkwerkstatt – spielte die ca.
(unten) oder zum Leipziger Tanzhausfest… 25-köpfige Sessionband der Ostfolkszene zum
Tanz auf.

wand die MusikerInnen zu Werke gingen, gar die beschriebene Grundform nicht be-
um das Repertoire, das sich meist schon hagt, der möge sich an den vorgeschlage-
live bewährt hatte, für die Tanzhungrigen nen Varianten versuchen oder gar eigene
der gesamten Republik greifbar zu machen. Formen hinzufügen. Merke: Unser Kurs
Viele Stücke aus unserer Auswahl sind ist ein Angebot, das um so mehr Spaß
erstmals auf CD zu hören und dürften das machen wird, je spielerischer man damit
Tanzvergnügen mit einer gewissen nostal- umgeht. Schließlich sind viele der Formen
gischen Note überzuckern. auch damals erst zurechtgetanzt worden,
haben sich an Dutzenden schweißtreiben-

W em unser Film den Tanzverlauf


nicht klar genug demonstrieren
sollte, der mag sich alternativ an den
den Abenden aus dem Mitmachspaß
herauskristallisiert.

her-kömmlichen Tanzbeschreibungen
orientieren; wem es an einschlägigen
Musikern mangelt, kann kostendämpfend
zur beiliegenden Audio-CD tanzen; wem

Da war noch Disziplin und Wißgier


auf dem Saal: Dem Tanzvolk in der
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D ie Reihenfolge der Tänze ist ähnlich


dem Ablauf eines Tanzabends ange-
ordnet. Begonnen wird grundsätzlich mit
Doberenz. Sie tanzt, wo immer Tanz
angesagt ist, als Kursleiterin für Erzieher,
in Altenheimen und Reha-Zentren, beim
Tanzschlüssel
Verwendete Abkürzungen und Symbole

einer Polonaise zur Begüßung und als Leipziger Tanzhausfest oder dem Rudol- in TR = in die Tanzrichtung (gegen Uhrzeigersinn)
Einladung zum Tanz. Fröhlicher Kreis städter TFF. Hier leitet sie seit Jahren das gegen TR = gegen die Tanzrichtung (im Uhrzeigersinn)
und Zigeunerpolka eignen sich durch Kindertanz-Special, dessen Kernrepertoire KL = Kreislinie
die integrierten Partnerwechsel gut zum an Tänzen und Tanzspielen in zwei Bänden KM = Kreismitte
Kennenlernen untereinander. Einzig der («Das Taubenhaus», «Der Gänsereigen») li = links
Purzelbaum wurde nicht mit allen, sondern erschien und mit denen sich die Praktike- re = rechts
von Kreuz & Square im Showteil getanzt. rin auch als Autorin profilierte. Paar = Frau steht re vom Mann
Den Abschluß bildet das Klappfinale, bei Außenbein/Innenbein (siehe Skizze)
dem man sich, wiederum per Partner-
wechsel, von den Mittänzern des Abends
verabschieden konnte.
M ittlerweile ist – für jedermann
spürbar – der Gürtel in Sachen
Basiskultur ins letzte Loch geschnallt. Viele
Li-drehung = drehen über li = die li Schulter zurücknehmen und sich in diese Richtung
weiterdrehen
Re-drehung = drehen über re = entsprechend die re Schulter zurücknehmen und sich
Einrichtungen, Vereine oder Veranstal- herumdrehen

D ie Leipziger Volkstanzschule wurde


im Herbst 2003 20 Jahre alt. Na-
hezu im Verborgenen ist hier eine neue
tungsreihen stehen haareraufend vorm
Aufgeben. Wer Alltagskultur dennoch nicht
missen möchte, wird unweigerlich zur
gegengleich = aus links wird rechts und umgekehrt; ebenso ist dann die entgegengesetzte
Tanz- oder Drehrichtung gemeint

Kontinuität in Sachen Traditionspflege Eigeninitiative getrieben. Möge diese An- Aufstellungen


gelungen. Etliche TeilnehmerInnen tanzen leitung zur Selbstentfaltung ein wenig den
heute bereits in den Spuren ihrer Eltern. Spaß reaktivieren, der schon seinerzeit
Und immer noch dabei als unermüdliche – im real existierenden Ostalltag – über
Lehrerin, Tanzmeisterin, Initiatorin: Sigrid allerlei Wut und Ungemach hinweghalf.

Stirnkreis Stirnkreis zueinander doppelter Flankenkreis/


paarweise auf der KL in TR

Promenadenaufstellung Gassenaufstellung
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Bühne

4 3
1
geschlossene Hüft- Kiekbuschfassung Mädchenwickler
Schulter-Fassung

Quadrillen-Aufstellung Mühle/Stern Rad-Mühle


Schritte
Fassungen Die Erklärungen beziehen sich, wenn nicht anders bezeichnet, auf die Tanzschritte des
Mannes, die Frau tanzt dann gegengleich

Nachstellschritt · einen Fuß vor-, rück- oder seitwärts setzen, den anderen heransetzen
Galoppschritt · wie Nachstellschritt vor- oder seitwärts, in schnellem Tempo und leicht
gehüpft
Hüpfschritt · 1 Schritt und anschließendes Aufhüpfen auf demselben Fuß; Hüpfbewegung
von unten nach oben
offene Fassung offene Fassung gebeugt offene Fassung Handtour re Hopser · ähnlich dem Hüpfschritt, aber von oben hineingesprungen auf Halbspitze und noch-
zueinander (li gegengleich) maliges Aufhüpfen auf demselben Fuß. Dabei den Oberschenkel des Spielbeines hochziehen
Hopserrundtanz · 1 Hüpfschritt (Hopser) li mit halber Re-drehung, dann 1 Hüpfschritt re mit
halber Re-drehung = eine ganze Drehung
Wechselschritt · Im geraden Takt werden 3 Schritte und 1 kleine Pause gemacht:
(1) 1 Schritt mit li, (2) den re Fuß heransetzen, (3) 1 kleiner Schritt mit li und (4) verharren
oder den re Fuß anheben bzw. heranführen. Im nächsten Takt beginnt der Wechselschritt
Paarkreis Zweihandfassung Zweihandfassung gewöhnliche mit dem re Bein. Er kann vor-, rück- oder seitwärts getanzt werden.
seitlich gestreckt Fassung Schrittschema: |: li, re, li, Pause | re, li, re, Pause :|
Polkaschritt vorwärts
Takt 1,1-2: 1 Wechselschritt mit dem li Bein vorwärts und ein kräftiges Aufhüpfen auf
dem li Fuß
Takt 2,1-2: wie Takt 1, gegengleich mit dem re Bein

Kreuzfassung seitliche Kreuzfassung Einhaken re/Radfassung offene Hüft- Rhythmus-Schema


(li gegengleich) Schulter-Fassung
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Spazierpolka (offene Polka) · Paar mit offener Fassung zueinander in TR Offene Schottisch-Figuren (auch für Rheinländer)
Takt 1: mit dem Außenfuß beginnend, 1 Polkaschritt vorwärts in TR, wobei die a) Mädchen-Wickler · Aufstellung paarweise mit offener Hüft-Schulter-Fassung
Innenarme nach hinten schwingen und die Partner sich anschauen Takte 1-2: 2 Schottischschritte, mit dem Außenbein beginnend, vorwärts in TR,
Takt 2: Sie drehen sich nach außen und tanzen, mit dem Innenfuß beginnend, Takte 3-4: die Innenhände werden zum Tor erhoben, und die Frau dreht sich darunter mit
1 Polkaschritt vorwärts in TR, dabei schwingen die Innenarme über unten 4 Hüpfschritten über re, während er 4 kleine Hüpfschritte vorwärts tanzt
nach vorn, so daß die Partner sich fast Rücken zu Rücken drehen b) mit Hopserrundtanz
Polkarundtanz Takte 1-2: wie in a) Takte 1-2. Zum Schluß geschlossene Fassung und
Takt 1,1-2: 1 Polkaschritt mit dem li Bein seitwärts und 1/2 Drehung über re Takte 3-4: Hopserrundtanz mit 4 Hüpfschritten umeinander herum
Takt 2,1-2: wie Takt 1, aber 1 Polkaschritt mit dem re Bein, die ganze Re-drehung beenden Rheinländerschritt
Die Polka kann auch ohne Aufhüpfen getanzt werden, besonders bei schnellem Takt 1,1: 1 Nachstellschritt mit dem li Bein seitwärts nach li,
Tempo (Schnellpolka) ,2: auf dem li Fuß kurz aufhüpfen, dabei das re Bein über das li schwingen
Zweischrittdreher (auch Dreher, Zweitritt, Übertreter, Polkaübertritt) Takt 2,1-2: wie Takt 1, gegengleich re
Takt 1,1: 1 Schritt mit li schräg rückwärts in TR auf ganzer Sohle mit 1/2 Re-drehung Takte 3-4: 4 Hüpfschritte li, re, li, re
und dabei das re Bein knapp über dem Boden mitschwingen
Rhythmus-Schema
,2: mit 1 Schritt re vorwärts und 1 anschließenden 1/2 Re-drehung die ganze
Umdrehung vollenden
Die Frau setzt beim ersten Schritt den re Fuß sofort vorwärts zwischen die Füße des Partners

Rhythmus-Schema

Schottischschritt, getreten, vorwärts


Takt 1,1: 1 Schritt mit li vorwärts, auf ganzer Sohle getreten, mit kleiner Kniefederung Wechselhupf/Spreizsprung · Nach einem kleinen auftaktigen Sprung aus der Grundstellung
,und: den re Fuß auf ganzer Sohle an den li heranstellen, mit kleiner Kniefederung werden die Beine in der Luft gespreizt und gleichzeitig der re Fuß vor und der li zurück
,2: 1 kleiner Schritt mit li vorwärts auf ganzer Sohle, mit kleiner Kniefederung aufgesetzt. Das Gewicht ist auf beide Füße verteilt. Aus dieser Spreizstellung wird wieder
,und: 1 kleine Kniefederung auf dem li Bein und das re Bein flach über den Boden abgesprungen, die Beine wechseln erneut in der Luft, und gleichzeitig setzt der li Fuß vor
an das li heranpendeln lassen und der re zurück auf. Nach jeweiligem Rhythmusschema wird so abwechselnd am Ort
Takt 2,1-2: wie Takt 1, gegengleich re, li, re weitergesprungen. Der Wechselhupf kann auch abwechselnd seitwärts geöffnet und mit
Der Schottischschritt wird ruhig und mit 4 kleinen weichen Kniefederungen getanzt Kreuzsprung (oder Schlußsprung) ausgeführt werden
Dreitritt
Takt 1,1-3: 3 gleichmäßig getretene Schritte li, re, li und
Rhythmus-Schema Takt 2,1-3: gegengleich re, li, re

Schottischrundtanz
Takt 1: 1 Schottischschritt li mit 1/2 Drehung über re und
Takt 2: 1 Schottischschritt re, dabei über re weiterdrehen und so die ganze Drehung Rhythmus-Schema
vollenden
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Mazurkaschritt Walzerrundtanz (hier ist nicht der Wiener Walzer gemeint):


Takt 1,1: 1 gestampfter Schritt mit dem li Fuß vorwärts (vor), Takt 1,1: 1 Schritt mit dem li Fuß seitwärts nach li, mit beginnender Re-drehung (seit),
,2: auf den re Fuß aufhüpfen (rück), dabei das li Bein vorstrecken, ,2: den re Fuß an den li heransetzen, dabei eine 1/4-Drehung über re (ran),
,3: wiederum aufhüpfen auf den re Fuß (rück), dabei das vorgestreckte li Bein ,3: 1 kleiner Schritt li rückwärts, dabei die 1/2 Re-drehung vollenden (rück)
anwinkeln Takt 2,1: wie Takt 1,1, aber mit dem re Fuß (seit)
Takt 2,1-3: wie Takt 1 (vor-rück-rück) ,2: wie Takt 1,2, aber mit dem li Fuß (ran)
,3: 1 kleiner Schritt re vorwärts und die 1/2 Re-drehung vollenden (vor)

Rhythmus-Schema
Rhythmus-Schema Mann

Hüpfschritt im 3/4-Takt
Takt 1,1: 1 Schritt mit dem li Bein vorwärts, dabei schwingt das re Bein von unten nach
,2: vorn hoch, der li Fuß springt kurz vom Boden weg und
Rhythmus-Schema Frau
,3: landet wieder; der re Fuß setzt zum nächsten Schritt vorwärts an
Takt 2,1-3: wie Takt 1, gegengleich

Rhythmus-Schema

Schwingschritt · Wie Hüpfschritt im 3/4-Takt, aber den li Fuß seitwärts nach li setzen, die
Ferse heben und senken und dabei das re Bein über das li schwingen
Schwenkhops · Wie Schwingschritt, aber mit dem li Fuß von oben hineinspringen, seitwärts
nach li aufsetzen, nochmaliges Aufhüpfen und dabei das re Bein über das li schwenken
Hopswalzer
Takt 1: 1 Hüpfschritt li von oben hineinspringen mit halber Re-drehung
Takt 2: ebenso mit dem re Fuß und so die ganze Umdrehung beenden
(Rhythmus-Schema Hopswalzer, Schwingschritt und Schwenkhops siehe Hüpfschritt)
Walzerschritt vorwärts
Takt 1,1: 1 Schritt mit dem li Bein vorwärts, dabei das Knie leicht beugen (tief ),
,2: den re Fußballen neben den li Fußballen stellen, dabei die Knie strecken (hoch),
,3: auf dem li Fußballen 1 kleinen Schritt vorwärts (hoch)
Takt 2,1-3: wie Takt 1, gegengleich (tief-hoch-hoch)

Rhythmus-Schema
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Polonaise

D
ie Polonaise (auch Polonäse, frz. = die Polnische), ist ein polnischer, festlicher 7. Figur: Schnecke/Spirale Innen angekommen, macht er eine halbe Drehung über li und
Schreittanz und wahrscheinlich höfischen Ursprungs. Der Rhythmus (ursprüng- führt die Kette wieder hinaus (oder durch die Tore der Kette) zu einem großen Kreis. Zum
lich 3/4-Takt) bildete sich vermutlich um 1700 heraus. Seit 1830 wurde die Schluß werden wieder Paare gebildet wie zur Promenade
Polonaise aus Sympathie mit der polnischen Freiheitsbewegung als Eröffnung der Bälle 8. Figur: Diagonale Wie in Figur 2 gehen die Paare durch die Mitte und trennen sich dann
getanzt. Die Polonaise setzt sich aus verschiedenen Figuren zusammen, wobei die beiden paarweise (siehe Figur 4). Das 1. Paar zieht mit seiner Kolonne nach li zur übernächsten
ersten Paare die Führung übernehmen und sich gut abstimmen sollten, damit die Figuren Ecke, das 2. Paar mit seiner Kolonne nach re zur nächsten Ecke. Beide Kolonnen stehen sich
nacheinander leicht und flüssig getanzt werden können. Es ist günstig, jeweils eine Figur jetzt auf einer Diagonale gegenüber. Von hier aus können verschiedene Figuren getanzt
zu Ende zu tanzen, bevor die nächste begonnen wird, um nicht ungewollt ein großes werden, wobei zum Schluß jeder getanzten Figur die beiden Kolonnen jeweils über li in die
Durcheinander unter den Tanzenden heraufzubeschwören. Polonaise-Figuren gibt es nächste Ecke ziehen, um auf der neuen Diagonale die nächste Figur zu tanzen, wie z.B.
viele. Hier sei nur eine kleine Auswahl von Figuren beschrieben, die man beliebig anein-
a) Tore: Eine Kolonne bildet Tore, die andere zieht darunter hindurch
anderreihen und durch andere ergänzen kann.
b) Wellen: Im Wechsel sind die Paare einmal Tor, beim nächsten ziehen sie unter einem
Quelle: Praktischer Unterricht 1982 bei Dr. K urt P etermann († 1984), damals Direktor des Tanz- Tor hindurch usw.
archivs Leipzig, und Selbsterfahrung. Musikteil A (2/4): 1. Melodie: «Schottisch», trad.; 2. Melodie: c) Ketten: Die Frauen geben den Männern bzw. die Männer den Frauen der entgegen-
J. S. B ach /Bauernkantate; 3. Melodie: trad. – Musikteil B (4/4): «Branle coupé», Böhme Bd II, S. 42 kommenden Kolonne abwechselnd die re und die li Hand und tanzen so die
Kette bis zum Ende der Kolonne
1 Aufstellung · Promenadenaufstellung d) Slalom: Die Paare gehen im Slalom aneinander vorbei, dabei im Wechsel einmal re-, dann 1
1. Figur: Promenade auf der KL in TR vorwärts gehen als Einladung zum Tanz li-schultrig dem entgegenkommenden Paar ausweichend

2. Figur durch die Raummitte und die Paare trennen sich zum Weitere Figuren sind:
3. Figur: Doppelband/Schleife Die Paare lösen die Fassung, drehen sich nach außen und 9. das Fenster
gehen dicht an der Kolonne vorbei in entgegengesetzter Richtung. Oben angekommen, Beide Kolonnen kommen sich in der Mitte des Raumes entgegen, tauschen ihre Partner und
schwenken sie wieder nach außen und ziehen so zwei Bänder durch den Raum. Zum Schluß gehen mit dem neuen Partner nach außen. Hier trennen sich die Paare erneut und gehen
treffen sich die Partner zur Promenadenaufstellung, ziehen durch die Mitte (Figur 2) zum einzeln nach re bzw. li bis zum Ausgangsplatz, wo sie wieder auf ihre eigentlichen Partner
4. Figur: Reißverschluß öffnen Die Kolonne trennt sich paarweise: die Paare 1, 3 usw. gehen treffen. Zum Schluß gehen die Kolonnen wieder aufeinander zu zum
nach li, die Paare 2, 4 usw. nach re. Sie treffen sich auf der gegenüberliegenden Seite zu 10. Reißverschluß schließen
5. Figur: Viererreihen Diese ziehen durch die Mitte wie in Figur 2. (Gibt es viele Tanzende Beide Kolonnen schließen sich wieder zusammen zu einer, indem das 1. Paar der ersten
und genügend Platz, können die Viererreihen wie in Figur 4 nach li bzw. re schwenken, sich Kolonne nach li schwenkt in Richtung KL in TR; das 1. Paar der zweiten Kolonne ordnet sich
oben zu Achterreihen treffen und dann durch die Mitte ziehen.) Von hier aus führt der Mann hinter diesem 1. Paar ein, dann ebenso die jeweiligen Paare 2, 3 usw., bis wieder die Auf-
des 1. Paares alle durch den stellung zur Promenade erreicht wurde und alle weitergehen in TR auf der KL
6. Figur: Irrgarten In einer langen Kette zieht er die anderen hinter sich her und zwischen 13. Schlußkreis
den Vierer-(Achter-)reihen hindurch. Die jeweils letzte Frau einer Reihe reicht dem li außen Vom 1. Paar aus beginnend, reichen sich alle nach und nach die Hände zu einem großen
stehenden Mann der nächsten Reihe die Hand. Dann zieht der Anführende diese lange Kette Stirnkreis und beenden die Polonaise mit einer Verbeugung zur KM
gegen TR zur
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Fröhlicher Kreis Zigeunerpolka

D D
er Fröhliche Kreis ist englischen Ursprungs und gehört zu den Country Dances, ie Polka hat ihre Wurzeln im tschechischen Volkstanz, wahrscheinlich in Ost-
den «Ländlichen Tänzen». Diese altenglischen Tänze erreichten im 18. Jahr- böhmen, wo um 1835 bürgerliche Kreise aus Begeisterung über den nationalen
hundert das europäische Festland, und so wurde und ist der Fröhliche Kreis Unabhängigkeitskampf Polens dieser Tanzform den Namen «Polka» (tsche-
noch heute überall in Deutschland bekannt und beliebt. chisch: die Polnische) gaben. Die Zigeunerpolka ist ein Tanz mit Partnerwechsel. Sie gehört
Literatur: Petermann S. 13; Goldschmidt S. 58 zu den Klatschtänzen, über die es erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts Aufzeichnungen
gibt. Klatschmotive dagegen sind schon viel älter, es gab sie z. B. schon in den alten Kon-
Aufstellung · Die Paare stehen im Stirnkreis und reichen sich die Hände tertänzen um 1760.

Teil A Literatur: Petermann S. 19; Goldschmidt S. 229 und 265

Takte 1-2: Re beginnend, gehen alle 4 Schritte vorwärts zur KM und 4 Schritte rückwärts
zum Platz zurück Aufstellung · Die Paare stehen im Stirnkreis zueinander mit gewöhnlicher Fassung
Takte 3-4: wie Takte 1-2 Teil A Polka
Takte 1-2: Die Frauen gehen 4 Schritte zur KM und juchzen und klatschen beim letzten Takte |:1-8:| Die Paare tanzen Polkarundtanz oder Galopp in TR auf der KL. Die Wieder-
Schritt einmal in die Hände. Sie gehen 4 Schritte rückwärts zum Platz zurück holung kann alternativ auch gegen TR getanzt werden. Zum Schluß stehen
Takte 3-4: wie Takte 1-2, die Männer die Paare ohne Fassung im Stirnkreis zueinander
Teil B Teil B Verbeugungen
2 Takte 1-4: Die Paare tanzen erst re, dann li eingehakt jeweils mit 8 Hüpfschritten Takte 1-2: Alle verbeugen sich vor dem eigenen Partner
3
umeinander herum Takte 3-4: Sie wenden sich nach re und verbeugen sich vor dem re Gegenüberstehenden
Takte 1-4: Sie gehen mit offener Fassung eine Promenade auf der KL in TR Takte 5-6: Sie wenden sich nach li und verbeugen sich vor dem li Gegenüberstehenden
Variante mit Partnerwechsel: Takte 7-8: Alle verbeugen sich noch einmal vor dem eigenen Partner, machen eine
Teil A Vierteldrehung über re, die Frauen schauen in TR, die Männer gegen TR
Takte 1-4: wie oben Takte 1-4 Teil C Klatschen und Partnerwechsel
Takte 1-2: wie oben Takte 1-2 Takte |:1-8:| Alle klatschen einmal in die eigenen Hände, dann mit der li Hand in die li des
Takte 3-4: Die Männer gehen zur KM, juchzen und klatschen wie gehabt, drehen sich Partners. Indem sie in die entsprechende Richtung weitergehen, klatschen sie
über li nach außen und gehen vorwärts zu der Frau, die vorher li von ihnen im Takt abwechselnd in die eigenen Hände und in die li Hand des ihnen ent-
gestanden hat gegenkommenden Partners. Am Ende des C-Teils finden sich mit dem letzten
Teil B wie Teil B oben, aber mit neuem Partner Klatschen neue Paare, und der Tanz beginnt von vorn
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JAMS – die wohl erfolgreichste Berliner


Berliner Stillstand

D
Folkband in den 80ern. Im Gegensatz zu den
Bierfiedlern, die zum Tanz gern aufstockten, er Berliner Stillstand gehört zur Tanzfamilie der Warschauer, welche wiederum
spielte JAMS auf dem Saal bevorzugt im Trio. eng mit der Mazurka verwandt ist. Die Warschauer breiteten sich nach 1840
über ganz Europa aus und nahmen dabei wahrscheinlich den gleichen Weg
wie die Mazurka. Sie erreichten, von Polen kommend, über Paris auch Deutschland, wo
sie in vielen Varianten getanzt und durch tänzerische und musikalische Vermischung mit
Ländler- und Walzerelementen zu beliebten deutschen Volkstänzen umgeformt wurden.
Die Hauptmerkmale der Warschauer sind der mit der Musik genau zusammenfallende
Haltepunkt – der Stillstand – und die halbe Umdrehung. Wie der Berliner Stillstand zu
seinem Namen kam, ist leider nicht bekannt, er wurde aber bereits um 1850 in Mecklen-
burg getanzt.
Literatur: Goldschmidt S. 210 ff

Aufstellung · Die Paare stehen im Stirnkreis zueinander mit gewöhnlicher Fassung in TR


Teil A
Takt 1: Mit einem Dreitritt, die Außenbeine beginnen, führt der Mann die Frau mit
einer Vierteldrehung über li um sich herum in Richtung KM 4
Takt 2: Sie stampfen einmal am Ort mit dem Innenbein (Stillstand)
Takt 3: wie Takt 1, gegengleich über re zurück
Takt 4: Stampfer wie Takt 2, mit dem Außenbein
Takte 5-8: wie Takte 1-4
Teil B
Takte 1-2: Die Paare tanzen 2 Mazurkaschritte, mit Außenbein beginnend, vorwärts in TR,
Takte 3-4: dann Dreitritt und Stampfer wie in Teil A/Takte 1-2, aber mit halber Drehung
über li, und enden mit Blick gegen TR
Takte 5-8: wie Takte 1-4, aber gegengleich und zurück in die TR
Takte 1-8: wie Takte 1-8

Variante zu Teil B (Aufstellung paarweise mit offener Fassung zueinander in TR)


Takte 1-2: Mazurkaschritte wie Takte 1-2
Takt 3: Mit einem Dreitritt wenden sich die Partner voneinander weg, also Rücken zu
Rücken, dabei schwingen die gefaßten Hände über unten nach vorn
Takt 4: Sie stampfen einmal am Ort mit dem Innenbein
Takte 5-6: Mazurkaschritte wie Takte 1-2, mit dem Innenbein beginnend
Takte 7-8: Dreitritt und Stampfer wie Takte 3-4, aber mit einer Wendung zueinander, die
gefaßten Hände schwingen dabei über unten nach hinten
Takte 1-8: wie Takte 1-8
22 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 23

Tampet

T
ampet (von frz. tempête = Sturm, Gewitter) ist ein Kontertanz (engl. country dance = Takte 1-8: wie Takte 1-8, aber in TR bzw. mit li-händiger Mühle zurück zum Ausgangsplatz.
ländlicher Tanz; frz.: contredanse = Gegentanz; möglicherweise eine Verwischung des engli- Die Partner nehmen seitliche Kreuzfassung ein
schen Namens). Queen Elizabeth I. ließ im 17. Jahrhundert die Tänze ihres Vol- Teil C Galopp
kes an den Hof holen, die dann neben oder vermischt mit den damaligen Modetänzen am Takte 1-2: Die Paare in der Reihe wechseln mit 4 Galoppschritten seitwärts aneinander
Hofe getanzt wurden. Im 18. Jahrhundert erreichten diese altenglischen Tänze auch das vorbei die Plätze, das re Paar vor dem li Paar nach li und das li Paar hinter dem
europäische Festland. Der Tampet erschien um 1800 in den französischen Salons und re Paar nach re
gelangte von da aus auch auf deutsche Ballsäle. Trotz seines französischen Namens ist Takte 3-4: Alle tanzen 2 Kreuztupftritte – jedes Paar, das nach li galoppiert ist, tupft einmal
sein dortiger Ursprung nicht nachgewiesen. Franz Magnus Böhme schreibt: «Tempête mit der re Fußspitze, das li Bein kreuzend, auf den Boden und nochmals mit li
war ein Kolonnentanz im raschen 2/4-Takt, der um 1800 bis 1850 in Deutschland getanzt über re. Jedes Paar, das nach re galoppiert ist, tupft einmal mit li über re und
wurde, aber nichts vom Sturm merken ließ, sondern sich lieblich und munter ausnahm.» nochmals mit re über li
Literatur: Goldschmidt S. 81 ff; Böhme, Bd I, S. 228; Bd II, S. 285 Takte 5-8: wie Takte 1-4, jetzt gegengleich zum Ausgangsplatz zurück
Takte 1-8: wie Takte 1-8
Aufstellung · Je 2 Zwei-Paar-Reihen stehen sich auf der KL gegenüber, eine Reihe schaut in
TR, die andere gegen TR 1) Teil D Verabschiedung
Takte 1-2: Die Reihen gehen 4 Schritte aufeinander zu,
Teil A Kreise Takte 3-4: verbeugen sich voreinander,
5 Takte 1-8: Die beiden Reihen reichen sich die Hände zum Vierpaarkreis und gehen, li Takte 5-6: gehen 4 Schritte rückwärts zurück und
5
beginnend, gegen TR und Takte 7-8: verbeugen sich vor dem eigenen Partner
Takte 1-8: in TR zurück zum Ausgangsplatz und lösen die Kreisfassung Takte 1-8: Die Reihen gehen klatschend mit kleinen Schritten vorwärts re-schultrig am
Teil B O-X-O Gegenpartner vorbei, und treffen auf eine neue Reihe, begrüßen diese mit einer
Takte 1-8: Die äußeren, sich gegenüberstehenden fremden Partner nehmen Zweihand- Verbeugung, und der Tanz beginnt von vorn
fassung ein, die 4 Mitteltänzer bilden eine re-händige Mühle, alle tanzen Geh-
oder Hüpfschritte gegen TR

1
) Der Tampet wurde ursprünglich in zwei Ko-
lonnen mit Zwei-Paar-Reihen hintereinander, die

2. Kolonne
sich auf einer Geraden gegenüberstehen, getanzt.
Da in dieser Variante nur die ersten beiden Zwei-
Paar-Reihen zu tanzen beginnen und alle anderen
nach und nach einbeziehen, entstehen Wartezei-
ten, die damals sicher zur Kommunikation der
Partner untereinander genutzt wurden. Diese

1. Kolonne
Aufstellung hat den Vorteil, daß nur die ersten vier
Paare den Tanzablauf kennen müssen, während
die anderen ihn beim Zuschauen lernen.
24 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 25

Rheinländer Schon bei den Tanzabenden im Leipziger «Sack»

U
war der Rheinländer überaus beliebt: hier die
m 1850 trat der Rheinländer in Erscheinung und verbreitete sich schnell als Tänzer bei der Rheinländer-Kutsche
beliebter, variantenreicher Tanz. Seine Herkunft ist umstritten, er wird haupt-
sächlich aus der schon Ende des 18. Jahrhunderts getanzten «Hops-Anglaise»
abgeleitet. Eine enge Verwandtschaft gibt es auch zum Schottisch und zur Polka. Bis weit
ins 20. Jahrhundert hinein gehörte er zu den gebräuchlichsten Tänzen auf dem Lande
und wird noch heute in Gesellschafts- und Volkstanzschulen gelehrt. Besonders beliebt
ist der Figuren-Rheinländer, wo je zwei Rheinländerschritte und vier Hopser in offener und/
oder geschlossener Fassung zu Figuren aneinandergereiht werden. Aus der Vielfalt der
Figuren sollen hier nur einige vorgestellt werden, die wiederholt oder beliebig aneinan-
dergereiht werden können. Sie werden auch gern als offene Schottisch-Figuren getanzt,
dann entsprechend dem Charakter des Schottischschritts ruhig und auf ganzer Sohle.
Literatur: Goldschmidt S. 238 ff; Goldschmidt/Maass S. 200

Figur 1
Aufstellung · Paare mit offener Fassung
6 Takt 1: Sie lösen die Fassung und tanzen, mit dem Außenfuß beginnend, einen Figur 4 (Paarwickler) 6
Rheinländerschritt schräg vorwärts auseinander, dann Aufstellung · Paare mit Kiekbuschfassung
Takt 2: einen Rheinländerschritt, mit dem Innenbein beginnend, schräg vorwärts Takte 1-2: wie in Figur 2/Takte 1-2
zueinander und nehmen geschlossene Hüft-Schulter-Fassung ein Takte 3-4: Ohne die Fassung zu lösen, drehen sich beide zweimal mit 4 Hüpfschritten,
Takte 3-4: Hopserrundtanz: Mit 4 Hüpfschritten drehen die Paare 2 Runden über re am Ort die Frau über re, der Mann über li

Figur 2 Figur 5 (Kutsche I)


Aufstellung · Paare mit Kiekbuschfassung Aufstellung · Jeweils 2 Paare stehen hintereinander mit offener Fassung auf der KL in TR
Takt 1: Sie tanzen mit li einen Rheinländerschritt nach schräg li vorwärts in TR und Sie schließen zur Kutsche, indem die Frauen sich die re, die Männer sich die li Hand reichen
Takt 2: ebenso nach re, dann werden die li Hände gelöst Takte 1-2: Alle tanzen mit li 1 Rheinländerschritt nach schräg li vorwärts und ebenso nach re
Takte 3-4: Die Frau tanzt mit 4 Hüpfschritten, li beginnend, in einem Bogen dicht an der Takte 3-4: Das vordere Paar löst die inneren Hände (die Fassung mit dem hinteren Paar
re Seite des Mannes vorbei nach hinten und faßt dessen li Hand wieder zur Kiek- bleibt!), trennt sich und tanzt mit 4 Hüpfschritten einen Bogen um die Partner
buschfassung. Der Mann tanzt unterdessen 4 kleine Hüpfschritte vorwärts in TR des 2. Paares nach hinten und schließt die Fassung wieder. Das hintere Paar
Takte 5-6: wie Takte 1-2, aber zum Schluß die re Hände lösen tanzt unterdessen 4 kleine Hüpfschritte vorwärts
Takte 7-8: wie Takte 3-4, der Mann tanzt an der li Seite der Frau im Bogen nach hinten Takte 5-8: wie Takte 1-4, jetzt übernimmt das vorher 2. Paar die Führung, usw.

Figur 3 Figur 6 (Kutsche II)


Aufstellung · Paare mit Kiekbuschfassung Aufstellung · wie Kutsche I
Takte 1-2: wie in Figur 2/Takte 1-2 Takte 1-2: wie Takte 1-2/Kutsche I
Takte 3-4: wie in Figur 2/Takte 3-4, aber die Frau tanzt dicht an seinem Rücken vorbei Takte 3-4: Ohne jegliche Fassung zu lösen, tanzt das 1. Paar mit 4 Hüpfschritten rück-
ganz um ihn herum und kommt vor ihm wieder an. Während der Mann die wärts unter den erhobenen Armen (Tor) des 2. Paares hindurch. Das 2. Paar
4 Hüpfschritte fast am Ort tanzt, führt er seine Partnerin um sich herum dreht sich unter dem eigenen Tor aus und ist nun 1. Paar
26 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 27

Großvatertanz (Kontertanz)

U
nser Großvatertanz ist ein Kontertanz in Reihen, es gibt ihn aber auch als Kehraus- Takte 3-4: drehen sich mit 4 Hüpfschritten am Ort umeinander
Variante. Er ist ein alter mecklenburgischer Paartanz, dessen uralte Melodie in Takte 5-6: Das 1. Paar hakt sich li ein und dreht sich am Ort umeinander
ganz Deutschland bekannt wurde und die u.a. als Fragment in der «Hochzeits- Takte 7-8: wie Takte 3-4, mit dem 3. Paar
kantate» von Johann Sebastian Bach und in mehreren Klavierstücken Robert Schu- Takte 1-2: wie Takte 5-6
manns zu finden ist. Der Tanzteil im 3/4-Takt ist schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt, Takte 3-4: wie Takte 3-4, mit dem 2. Paar und
dazu schritt man langsam und majestätisch vorwärts. Der schnellere C-Teil ist sicher Takte 5-6: wie Takte 5-6
jüngeren Ursprungs, da Polka bzw. Galopp damals noch nicht bekannt waren. Takte 7-8: Der 1. Mann führt seine Partnerin mit offener Fassung zum Gassenanfang
Literatur: Peters S. 14 f; Oetke/Bauernhochzeit S. 73 f und 100 Teil D Kornmäher

Aufstellung · Jeweils 4 Paare stehen mit offener Fassung hintereinander auf der KL in TR Tusch: Das 1. Paar läuft mit offener, erhobener Fassung (Tor) – sie außen, er
innerhalb der Gasse – zuerst über die Männerreihe, dann über die Frauen-
Teil A Umgang I
reihe zurück zum Ausgangsplatz. Dabei gehen die Reihen nacheinander in
Takte 1-4: Alle Paare schreiten 4 Schritte vorwärts (pro Takt einen Schritt), bleiben
die Hocke und erheben sich wieder, wenn das Paar oben angekommen ist.
Takte 5-6: stehen und verbeugen sich vor dem Partner
Das 1. Paar nimmt gewöhnliche Fassung ein
Takte 1-6: wie Takte 1-6
Teil E Walzerrundtanz
7 Teil B Umgang II
Takte 1-8: Das 1. Paar tanzt Walzerrundtanz durch die Gasse und schließt sich als 7
Takte 1-12: Sie tanzen Schwingschritte, mit dem Außenbein beginnend, vorwärts in TR
letztes Paar an. Alle anderen klatschen im Takt
Takte 13-16: Die Partner bleiben stehen, verbeugen sich voreinander, lösen die Fassung,
Takte 1-8: Alle tanzen Walzerrundtanz mit gewöhnlicher Fassung auf der KL in TR
gehen 2 Schritte rückwärts zurück und bilden so eine Gasse
(ohne zu überholen!), nehmen zum Schluß wieder offene Fassung ein,
Teil C Radabtanzen und der Tanz beginnt von vorn
Takte 1-2: Die 1. Frau tanzt mit 4 Hüpfschritten zum 4. Mann, der 1. Mann gleichzeitig
zur 4. Frau, haken diese re ein und
28 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 29

Schüttelbüx

S
chüttelbüx ist ein Fischertanz von der Insel Rügen. Sie gehört zu den Quadrillen
(frz. quadre = Viereck), welche bis auf einige Ausnahmen zu vier Paaren getanzt
werden und zur großen Tanzfamilie der Kontertänze gehören. Quadrillen setzen
sich aus «Kehren» zusammen, womit ein Musikdurchspiel bezeichnet wird. Jede Kehre
besteht aus mehreren «Touren». Eine Tour wird in jeder Kehre verändert getanzt, wäh-
rend die übrigen Touren gleich bleiben. In der Schüttelbüx ist die Tour A in jeder Kehre
variabel, während die Touren B und C konstant bleiben.
Literatur: Schultz S. 6; Goldschmidt S. 66 ff; Oetke/Volkstänze unserer Heimat S. 18

Aufstellung · Quadrillen-Aufstellung
1. Kehre
Tour A Kreis
Takte |:1-8:| Die 4 Paare reichen sich die Hände zum Kreis und tanzen, li beginnend,
Hüpfschritte gegen TR und bei der Wiederholung in TR zum Ausgangsplatz
zurück. Sie lösen die Kreisfassung, und die Partner nehmen offene, einge-
8 hakte Fassung ein 8
Tour B Dos à dos
Takte 1-8: Das 1. und 2. Paar gehen aufeinander zu, re-schultrig aneinander vorbei,
Rücken zu Rücken umeinander herum und rückwärts auf den Platz zurück,
ohne dabei die Blickrichtung zu ändern. Die Paare 3 und 4 klatschen dazu
Takten 1-8, kommen sie zum Schluß wieder beim eigenen Partner am
Takte 1-8: wie Takte 1-8 das 3. und 4. Paar. Zum Schluß wenden sich die Partner ohne
Ausgangsplatz an. Die Paare nehmen die entsprechende Fassung für den
Fassung zueinander, die Frauen schauen gegen TR, die Männer in TR
neuen A-Teil ein
Tour C Schüttelbüx-Kette
Variable A-Touren
(die Männer bleiben am Ort, die Frauen wechseln jeweils zum nächsten Partner)
2. Kehre: Die Paare hüpfen mit Handtour re am Ort umeinander herum, bei der
Takte 1-2: Die Männer fassen ihre Hosenbeine, die Frauen ihre Röcke und schütteln
Wiederholung gegengleich
sie kräftig. Mit einem kleinen Schlußsprung – Frauen über re, Männer über
3. Kehre: «Frauenstolz» – die Frauen gehen in stolzer Haltung gegen TR und in TR
li – wenden
4. Kehre: «Männerstolz» – ebenso die Männer
Takte 3-4: sie sich zum fremden Partner und tanzen mit diesem wie zuvor in den Takten
5. Kehre: Frauen-Rad-Mühle gegen TR und in TR
1-2. Zum Schluß stehen sie wieder vor dem eigenen Partner
6. Kehre: Männer-Rad-Mühle
Takte 5-8: Die Partner haken sich re ein und tanzen 8 Hüpfschritte am Ort umeinander
7. Kehre: Frauenkreis gegen TR und in TR
herum. Sie enden auf vertauschten Plätzen, so daß die Frau beim nächsten
8. Kehre: Männerkreis
neuen Partner gegen TR ankommt
Takte 1-8: Wie Takte 1-8 mit dem neuen Partner, dann wechseln die Frauen weiter zum Schlußkreis A-Tour:
nächsten Partner gegen TR Takte |:1-8:| Die 4 Paare reichen sich die Hände zum Stirnkreis und tanzen mit Hüpf-
Takte |:1-8:| wie Takte 1-8, die Frauen wechseln weiter zum 3. Partner, und, wie in den schritten gegen TR, dann in TR
30 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 31

Purzelbaumtanz Lott is doot

D
er Purzelbaumtanz aus dem Kuhländchen in Mähren ist ein Geschicklichkeits- Lott is doot, Lott is doot, Julchen liegt im Sterben
tanz, der ursprünglich als reiner Männertanz von Holzfällern getanzt wurde. Röschen komm, Röschen komm, wir wolln alles erben
Als «Dreisteirer» war er im österreichischen Alpengebiet bekannt. Eins, zwei, drei, vier – Mädchen gib mir einen Kuß, ich geb dir vier dafür
Literatur: Klier S. 23; Oetke/Volkstanz S. 324
Lott is doot , Lott is doot…
Eins, zwei, drei, vier – Mutter, mach die Türe zu, der Kohlenmann ist hier
Aufstellung · Eine Dreierreihe frei im Raum – mit genügend Platz um sich herum. Zwei Män-

L
ner nehmen offene Fassung mit nach unten gesenkten Armen ein. Ein Mann (oder eine Frau) ott is doot ist ein Vierschritt, bezeichnet nach seinem charakteristischen Tanz-
stellt sich mit Schulterfassung dazwischen motiv, den vier Nachstellschritten vorwärts. Der Vierschritt war über ganz
Deutschland verbreitet und hatte seine erste Blütezeit etwa 1820. Der Text ge-
Teil A
hört beim Vierschritt unbedingt dazu und sollte von allen mitgesungen werden.
Takt 1-3: Die Reihe tanzt 3 Mazurkaschritte mit re vorwärts. Die Schritte werden kräftig
gesprungen ausgeführt und von der Oberkörperbewegung nach vorn und Literatur: Meyer S. 1; Peters S. 28; Goldschmidt S. 279 ff

zurück unterstützt
Takt 4: Sie stampfen dreimal am Ort (re, li, re) Aufstellung · Die Paare stehen mit offener Fassung auf der KL in TR
Takte 5-8: wie Takte 1-4, aber mit li (die Mazurkaschritte können hier auch rückwärts Teil A Spazierpolka und Polkarundtanz
zurückgetanzt werden) Takte 1-2: Die Paare tanzen, mit dem Außenfuß beginnend, vorwärts in TR Spazierpolka
9 Teil B Takte 3-4: wie Takte 1-2 10
Takte 1-3: Die Reihe läuft mit kurzen, im Takt stampfenden Schritten vorwärts, den Takte 5-8: Polkarundtanz mit gewöhnlicher Fassung in TR
Oberkörper dabei etwas nach vorn geneigt Takte 1-8: wie Takte 1-8
Takt 4: Der mittlere Tänzer springt vom Boden ab und schlägt einen Purzelbaum rück- Teil B Vierschritt
wärts über die gefaßten Hände der Partner. Alle 3 nehmen gleich anschließend Takte 1-4: Mit 4 Nachstellschritten vorwärts tanzen die Paare zur KM (oder auf der KL
wieder ihre Ausgangsposition ein und laufen vorwärts in TR)
Takte 5-7: wie Takte 1-3 (hier kann auch rückwärts zurückgelaufen werden) Takte 5-8: und mit 8 Galoppschritten wieder zum Platz zurück nach außen (oder gegen TR)
Takt 8: wie Takt 4 Takte 1-8: wie Takte 1-8
32 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 33

Allemande

A
llemande war ursprünglich die Bezeichnung für den geschrittenen «Deutschen
Tanz» des 16. Jahrhunderts, der sich aus dem alemannischen Reigentanz ent-
wickelte. Sie wurde dann in höfischen Kreisen getanzt, kam so nach Frank-
reich und als «Allemande» in ihre deutsche Heimat zurück. Die Allemande hatte ihre Blü-
tezeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert, erscheint gerad- wie auch ungeradtaktig und kann
zu Paaren und Trios getanzt werden. Unser Tanz ist eine Allemande-Triolett.
Literatur: Leibrandt Nr. 2; Volkstänze für Volkskunstgruppen S. 16 f; Oetke/Volkstanz Bd I,
S. 226 f, 230 u. 249

Aufstellung · Zwei Dreierreihen, jeweils 1 Tänzer zwischen 2 Frauen, an den Händen gefaßt,
stehen einander gegenüber. Jeder Mann hält dabei in jeder Hand ein Taschentuch, deren
Zipfel herunterhängen
Takte 1-8: Vorspiel
Teil A Kreis
Takte 1-8: Beide Reihen reichen sich die Hände zum Stirnkreis und gehen erst gegen TR, läuft die li Frau durch das Tor, welches der Mann hinter sich mit der re Frau
11 Takte 1-8: dann in TR. Die Kreisfassung wird gelöst, und die Reihen stehen sich wieder gebildet hat. Die ganze Zeit über behält der Mann seine Blickrichtung nach
11
gegenüber vorn bei, wodurch seine Armbewegungen an Flaggenschwenken erinnern
Teil B Besuchertour Takte 5-8: Wie Takte 1-4, nur läuft diesmal die li Frau vor dem Mann durch das Tor mit
Takte 1-2: Die 1. Reihe geht mit 4 Schritten auf die andere zu und der re Frau und die re Frau hinter dem Mann durch das Tor mit der li Frau
Takte 3-4: mit 4 Schritten rückwärts zum Platz zurück. Die 2. Reihe bedankt sich dabei Takte 1-8: wie zuvor Takte 1-8
mit einer Verbeugung zur 1. Reihe Teil B Besuchertour
Takte 5-8: Die 2. Reihe tanzt wie die 1. in den Takten 1-4 Teil C Drehtour
Takte 1-8: wie zuvor Takte 1-8 Teil B Besuchertour
Teil C Drehtour Teil C Flaggenschwenken
Takte 1-4: In beiden Reihen dreht sich die re Frau mit kleinen Schritten über re unter Teil B Besuchertour
den erhobenen, gefaßten Händen. Der Mann sieht sie dabei an Teil A Schlußkreis
Takte 5-8: wie Takte 1-4, nur Drehung über li Takte |:1-8:| Beide Reihen reichen sich die Hände zum Stirnkreis und tanzen Hüpfschritte
Takte 1-8: Nun dreht sich die li Tänzerin ebenso wie vorher die re in Takten 1-8 gegen TR und in TR
Teil B Besuchertour
Takte |:1-8:| wie oben

Teil C Flaggenschwenken
Dazu fassen die Frauen die Taschentücherzipfel

Takte 1-4: Beide Frauen beginnen vorn um den Mann herumzulaufen. Dabei läuft zuerst
die re Frau durch das Tor, das der Mann und die li Frau gebildet haben; dann
34 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 35

Hopswalzer Das Federbett

W
alzer ist der deutsche Nationaltanz schlechthin, der an Beliebtheit und Ver- A) Rutsch hin, rutsch her und rutsch zu mir ins Federbett
breitung jeden anderen Tanz übertraf und bis heute getanzt wird. Seine Rutsch hin, rutsch her, ins Federbett hinein
Vorläufer sind wahrscheinlich schon in den gedrehten Paartänzen der Bau- Ach nein, ach nein, mein süßer trauter Herzensschatz
ern des späten Mittelalters zu suchen. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts gab es besonders Ach nein, ach nein, mein süßer trauter Schatz
in Süddeutschland Tänze, die als Walzen, Schleifer, Deutscher, Ländler, Schwäbischer
B) Da, da, da in so ’nem Federbett ist es zu zweien wundernett
u.ä. bezeichnet wurden und aus denen sich der als Walzer bekannte Tanz entwickelte. Im
Da, da, in so ’nem Federbett ist es zu zweien nett
Hopswalzer wird, wie der Name schon sagt, der Walzer gehopst oder auch gehüpft. In
Ins Federbett geh ich allein, erst muß die Hi-Ha-Hochzeit sein
Oswald Fladerers «Sudetendeutschen Volkstänzen» fanden wir diesen Tanz auch als
Ins Federbett geh ich allein, erst muß die Hochzeit sein
«Hulaner» bezeichnet (von Ulan, ehemals ein Lanzenreiter).

D
Literatur: Rittner S. 49; Goldschmidt/Maass S. 204 f und 212 as Federbett aus Thüringen gehört zu den Wechselhupftänzen, deren Wurzeln
weit zurück bis ins Brauchtum der Weiberbünde reichen. Sie wurden von ver-
heirateten Frauen – und nur, wenn diese ganz unter sich waren – getanzt. Der
Aufstellung · Die Paare stehen im Stirnkreis
ehemalige Sinn, die Fruchtbarkeit zu fördern, ist in neuerer Zeit aus den Wechselhupftänzen
zueinander mit offener Fassung
zu Paaren fast verschwunden. Nur in einigen Tanzliedern wird noch darauf angespielt. Im
Gegensatz zu anderen Wechselhupftänzen hat das Federbett als Nachtanz eine Mazurka.
Takt 1: Die Partner tanzen einen
12 Schwenkhopsschritt mit dem
Besonders bei Kindern ist «Herr Schmidt» sehr beliebt (s. Doberenz/Lattke: Das Taubenhaus). 13
Außenbein in TR, die Innen Literatur: Schlothauer S. 11; Goldschmidt S. 198 ff und 252 ff

arme schwingen dabei nach


vorn Aufstellung · Die Paare stehen im Stirnkreis zueinander mit Kreuzfassung.
Takt 2: wie Takt 1, mit dem Innenbein, Teil A Wechselhupf
die Arme schwingen über unten Takte 1-2: Re beginnend, tanzen sie zweimal Wechselhupf mit Nachfedern und
zurück Takte 3-4: 4 Wechselhüpfer ohne Nachfedern, dabei «sägen» die Arme jeweils hin und

Takte 3-4: wie Takte 1-2. Zum Schluß her. Das Ganze wird viermal getanzt und mit einem Schlußsprung in die
nehmen die Paare geschlossene Grundstellung beendet
Hüft-Schulter-Fassung ein
Takte 5-8: Sie tanzen Hopswalzerrundtanz
in TR über re drehend Rhythmus-Schema

Takte 1-8: wie Takte 1-8 usw. bis zum

Schluß
Teil B Mazurka
Takte 1-2: Mit gewöhnlicher Fassung tanzen die Paare 2 Mazurkaschritte, mit dem
Außenbein beginnend, in TR und
Takte 3-4: gehen mit 2 Dreitritten vorwärts in TR
Takte 5-6: wie Takte 1-2
Takte 7-8: Der Tänzer führt seine Partnerin mit 2 Dreitritten über li drehend einmal am
Ort um sich herum
36 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 37

Kreuzpolka Mazurka

D M
ie Kreuzpolka gehört zur Tanzfamilie der Polka. Das variantenreiche Hacke- azurka ist ein polnischer Nationaltanz mit Werbecharakter. Sie eroberte Mitte
Spitze-Motiv ist für die Kreuzpolka typisch und läßt eine Verwandtschaft zum des 19. Jahrhunderts, von Polen kommend, über Paris mit vielen Varianten
älteren Hackschottisch erkennen. Zu ihrer Beliebtheit in ganz Deutschland trug und regionalen Unterschieden die Tanzwelt Europas. In Deutschland wurde
der 1883 entstandene Schlager «Siehste wohl, da kimmt er» bei, der zum Inbegriff der Kreuz- sie durch Vermischung mit deutschen Tanzelementen und einer Abwandlung des Schritt-
polka wurde. Von den vielen Varianten stellen wir hier zwei vor, die wiederholt oder charakters zu einem beliebten deutschen Volkstanz. Unser Tanz ist eine Tyrolienne (auch
abwechselnd getanzt werden können. Tirolienne), in dem die Mazurkafiguren mit den seinerzeit für Tirol typischen Ländler- und
Literatur: Goldschmidt S. 236 f Walzerfiguren verbunden wurden. Die Tyrolienne mit ihren schönen Melodien blieb auf
dem Lande bis ins 20. Jahrhundert bekannt.

Rhythmus-Schema Literatur: Meyer S. 9 f; Goldschmidt S. 198ff

Variante 1 Aufstellung · Die Partner stehen mit offener Fassung zueinander auf der KL in TR
Aufstellung · Die Paare stehen mit seitlicher Kreuzfassung auf der KL in TR Takt 1: Sie tanzen einen Schwingschritt mit dem Außenbein in TR
Takt 1: Sie tanzen, mit dem Außenbein beginnend, 1 Polkaschritt vorwärts in TR, Takt 2: wie Takt 1, gegengleich und weiter in TR
Takt 2: strecken das Innenbein nach vorn, setzen die Hacke auf, strecken dasselbe Bein Takte 3-4: Beide tanzen 2 Schwingschritte wie in Takten 1-2, wobei sich die Frau über re
nach hinten und setzen die Fußspitze auf. Dabei wird der Oberkörper zuerst unter den gefaßten, erhobenen Händen einmal um sich selbst dreht. Die Paare
14 zurück und dann nach vorn geneigt nehmen gewöhnliche Fassung ein und tanzen 15
Takte 3-4: Ohne die Fassung zu lösen, wenden sich die Partner über innen gegen die TR Takte 5-6: 2 Mazurkaschritte, mit dem Außenfuß beginnend, in TR
und tanzen wie Takte 1-2, aber gegengleich Takte 7-8: Der Mann dreht sich einmal über li um sich selbst und schwingt dabei die Frau
Takte 5-8: Polkarundtanz mit gewöhnlicher Fassung in TR mit, so daß sie mit 6 kleinen Schritten um ihn herumläuft

Variante 2 Variante aus Polen zu den Takten 7-8


Aufstellung · Die Paare stehen mit offener Fassung Takt 7: Das Paar dreht sich mit nur einem Drei-
auf der KL in TR tritt über li um sich herum, und es folgt
Takt 1: Die Partner lösen die Fassung und tanzen Takt 8: ein Hackenschlag, d.h. von der Parallel-
einen Polkaschritt, mit dem Außenbein stellung der Füße aus werden die Hacken
beginnend, seitwärts auseinander auswärts und mit Schwung wieder ein-
Takt 2: Beide setzen zuerst die Hacke des Innen- wärts gedreht
fußes seitwärts zum Partner hin auf den Hackenschlag: (1) Hacken auseinander,
Boden und tippen dann, das Außenbein (2) Hacken zusammen, (3) Pause
kreuzend, mit der Spitze auf
Takte 3-4: wie Takte 1-2, aber gegengleich und
zurück zum Partner
Takte 5-8: wie oben Takte 5-8
38 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 39

Mühlradl Müllerpolka

D M
as Mühlradl war in Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und auch in Dä- üllerpolka (auch Müller-Schottisch) aus der Altmark ist eine geschlossene Polka
nemark verbreitet. Der sich drehende Kreis wird als Mühlrad gedeutet – die mit Polkarundtanz und Zweischrittdreher. Die Polka wird in diesem Tanz auf-
gefaßten Hände stellen dabei den Radumfang und die langgestreckten Körper grund des schnellen Tempos sehr flächig, fast rutschend getanzt.
die Speichen dar. Das Mühlradl ist als Geschicklichkeitstanz für Männer und auch als Literatur: Janietz S. 11; Goldschmidt S. 178 f
Paartanz bekannt.
Literatur: Volkstänze für Volkskunstgruppen S. 22; Goldschmidt/Maass S. 212 Aufstellung · Die Paare stehen mit gewöhnlicher Fassung auf der KL in TR

Teil A
Aufstellung · 8 Tänzer reichen sich die Hände zum Stirnkreis
Takt 1: Mit den Außenfüßen beginnend, tanzen die Paare einen Polkaschritt mit
Teil A Wendung zur KM und
Takte |:1-8:| Alle tanzen, li beginnend, 8 Schwenkhopsschritte, zuerst gegen, dann in TR Takt 2: einen Polkaschritt mit Wendung zum Ausgangsplatz zurück
Teil B Takt 3: Beide tanzen einen Zweischrittdreher über re gedreht am Ort und
Takte 1-8: Jeder 2. Mann rutscht in langgestreckter Haltung zur KM, bis sich seine Füße Takt 4: stampfen einmal – er li, sie re
mit denen der anderen berühren. Die übrigen Tänzer laufen mit kleinen Takte 5-8: wie Takte 1-4
Schritten gegen TR und drehen so das Rad. Während des letzten Taktes wird Teil B

16
Takte 1-8:
das Rad «gestützt», angehalten
Das Rad dreht sich nun in TR. Zum Schluß wird es wieder angehalten, und
Takte 1-4:
Takte 5-6:
Sie tanzen Polkarundtanz in TR und
Zweischrittdreher und Stampfer wie
17
die Tänzer erheben sich in den Stand bzw. werden in den Stand gezogen im A-Teil, Takte 3-4
(Oder sie sind so geübt, daß sie mit einem Überschlag rückwärts wieder auf Takte 1-6: wie Takte 1-6
die Beine kommen!)

40 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 41

Kikeriki Bummelschottsch

K D
ikeriki aus dem Bayrischen Wald und dem Böhmerwald gehört zur Tanzfamilie er mecklenburgische Bummelschottsch, auch «Mudder Witsch» genannt, ist
der Halbdreher, die so genannt wird, weil hier im Gegensatz zum Volldreher die durch sein Hacke-Spitze-Motiv ein Hackschottisch, der wiederum eine Sonder-
Drehbewegung durch eine nichtgedrehte Tanzfigur unterbrochen wird. Diese form des Schottisch ist. Schottisch als auch Hackschottisch waren Anfang des
Partnerwechsel-Variante wurde uns 1986 mündlich von der legendären Bautzener Tanz- 19. Jahrhunderts überall in Deutschland bekannt, sind wahrscheinlich aber viel älter.
pädagogin Christel Ulbrich (†) überliefert. Es gibt den Kikeriki auch als Kindertanz Nach und nach wurden sie von der schnelleren Polka und der Kreuzpolka verdrängt. Der
(siehe Doberenz/Lattke: Das Taubenhaus). Schottisch ist in vielen europäischen Ländern bis hin nach Amerika bekannt. Noch heute
Literatur: Petermann S. 19; Rittner S. 39; Goldschmidt/Maass S. 202 sind besonders die offenen Schottischfiguren beliebt. (Varianten zum B-Teil siehe S. 13 unter
«Offene Schottisch-Figuren»)
Aufstellung · Die Paare stehen mit offener Hüft-Schulter-Fassung auf der KL in TR Literatur: Helms-Blasche S. 34; Goldschmidt S. 215 ff; Goldschmidt/Maass S. 198ff

Teil A
Takte 1-2: Mit dem Außenbein beginnend, gehen die Paare 4 Schritte vorwärts in TR Aufstellung · Die Paare stehen mit Kiekbuschfassung auf der KL in TR
Takte 3-4: Sie nehmen geschlossene Hüft-Schulter-Fassung ein und tanzen 2 Zweischritt- Teil A
dreher am Ort (also mit 4 Schritten 2 Umdrehungen) Takt 1: Beide Partner stellen die li Hacke nach li, setzen dann die li Fußspitze neben
Takte 5-8: wie Takte 1-4. Am Ende nehmen die Paare offene Hüft-Schulter-Fassung ein dem re Fuß auf und schauen sich dabei über die li Schulter der Frau an
Teil B Takt 2: Sie tanzen beide einen Schottischschritt, mit dem li Fuß beginnend, nach li
18 Takt 1-2: 2 Tupftritte – beide Partner tupfen zuerst mit der Spitze des Außenfußes, dann Takte 3-4: wie Takte 1-2, aber gegengleich – mit dem re Fuß und nach re 19
mit der des Innenfußes vor sich auf den Boden Takte 5-8: wie Takte 1-4. Am Schluß nehmen die Partner geschlossene Hüft-Schulter-
Takte 3-4: Dreher wie Teil A, Takte 3-4 Fassung ein
Takte 5-8: wie Takte 1-4

Variante mit Partnerwechsel Rhythmus-Schema


Aufstellung · Die Paare stehen mit offener Hüft-Schulter-Fassung frei auf der Tanzfläche
verteilt
Teil A Teil B
Takte 1-8: wie oben Takte 1-8, aber die Richtung der Vorwärtsbewegung ist beliebig Takte 1-8: Schottischrundtanz – er mit dem li, sie mit dem re Fuß beginnend – auf der
Teil B KL in TR
Takte 1-6: wie oben Takte 1-6. Nach den Tippschritten lösen die Partner die Fassung, und
Im A-Teil kann auch der Text (aus dem Plattdeutschen übertragen) mitgesungen werden:
anstelle des Zweischrittdrehers
Takte 7-8: sucht sich jeder schnell einen neuen Partner, mit dem der Tanz von vorn beginnt Mutter Witsch, Mutter Witsch, na sieh mal an
Wie ich den Bummelschottsch tanzen kann
Hacke und die Zeh’n
sind dabei zu sehn
Ach, Mutter Witsch, wie geht das Tanzen schön
42 Sigrid Doberenz · Das Federbett Ein Tanzkurs mit deutschen Volkstänzen 43

Klappfinale Quellen

D
ieser Tanz stammt ursprünglich aus Dänemark und wurde dort zum Abschluß Böhme = Franz Magnus Böhme, Ge- Oetke/Kedel = Herbert Oetke, Schurt
eines Tanzabends getanzt. Er ist durch sein ruhiges Tempo und den integrier- schichte des Tanzes in Deutschland, den Kedel ut. Halle: Mitteldeutscher
ten Partnerwechsel zum Verabschieden bestens geeignet. 2 Bde. Leipzig: Breitkopf & Härtel 1886 Verlag 1952
Literatur: Meyer S. 37 Fladerer = Oswald Fladerer, Die sudeten- Oetke/Volkstanz = Herbert Oetke,
deutschen Volkstänze, Teile I/II. Kassel: Der deutsche Volkstanz, 2 Bde. Berlin:
Aufstellung · Die Paare stehen im Stirnkreis zueinander ohne Fassung Bärenreiter o. J. Henschelverlag 1982
Teil A
Goldschmidt = Aenne Goldschmidt, Oetke/Volkstänze unserer Heimat =
Takt 1: Alle tanzen einen kleinen Nachstellschritt seitwärts nach re, wobei beide Fersen
Handbuch des deutschen Volkstanzes. Herbert Oetke, Deutsche Volkstänze.
gehoben und gesenkt werden, und wenden sich dabei vom eigenen Partner
Berlin: Henschel 1978 Volkstänze unserer Heimat, Teil 1:
weg zum re Gegenüber
Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen,
Takt 2: wie Takt 1, gegengleich zum li Gegenüber Goldschmidt/Maass = Aenne Goldschmidt/
Thüringen. Berlin: Neues Leben 1951
Takte 3-4: wie Takte 1-2. Zum Schluß wenden sich die Partner wieder zueinander Thea Maass, Volkstänze aus Thüringen
Takte 5-8: Die Partner bilden, einmal in die Hände klatschend, einen Paarkreis und gehen und der Rhön. Textband. Stuttgart: Petermann = Kurt Petermann, Gesellige
mit 8 Schritten eine Runde am Ort gegen TR herum. Am Ende lösen sie die Walter Kögler 1996 Tänze und Tanzspiele. Leipzig: Zentral-
Fassung haus für Kulturarbeit der DDR 1968
Helms-Blasche = Anna Helms-Blasche,
20 Teil B Bunte Tänze, wie wir sie suchten und Peters = Marie Peters, Volkstänze aus
Takte 1-2: Alle klatschen dreimal im Takt in die Hände, fanden. Leipzig: Hofmeister 1957 Mecklenburg. Leipzig: Hofmeister 1960
Takte 3-4: stampfen dreimal im Takt und
Janietz = Erich Janietz, Volkstänze für Rittner = Gerhard Rittner, Tänze unserer
Takte 5-8: gehen im Paarkreis eine Runde wie in Teil A. Beim letzten Takt lösen die Partner
Volkskunstgruppe, Band IV: Volkstänze Heimat. Landsberg/Lech: Hohler 1953
die Hände, und jeder geht nach li weiter zum nächsten Partner, um mit diesem
aus der Altmark. Leipzig: Hofmeister o.J.
den Tanz von vorn zu beginnen Schlothauer = Arno Schlothauer, Der
Klier = Karl Magnus Klier, Männertänze Thüringer Tanzplan. Leipzig: Hofmei-
aus der deutschen Volksüberlieferung. ster 1930
Leipzig: Hofmeister 1934
Schultz = Willi Schultz, Schüddel de
Leibrandt = Reinhard Leibrandt, Ost- Büx. Leipzig und Berlin: Teubner 1934
preußische Fischertänze. Königsberg:
Volkstänze für Volkskunstgruppen =
Gräfe & Unzer 1936
Volkstänze für Volkskunstgruppen,
Lose Blätter = Lose Blätter für Laien- Band II: Volkstänze aus deutschen und
tanzgruppen. Leipzig: Hofmeister 1956 österreichischen Landschaften. Hg. vom
Zentralhaus für Volkskunst, Abt. Tanz,
Meyer = Gertrud Meyer, Volkstänze.
Leitung: Erich Janietz. Leipzig: Hof-
Leipzig und Berlin: Teubner 1918
meister 1955
Oetke/Bauernhochzeit = Herbert Oetke,
Bauernhochzeit. Berlin: Neues Leben 1949
Zusammenstellung + Einstudierung,
Manuskript, Filmregie: Sigrid Doberenz

Musik:
Folkländers Bierfiedler, Leipzig
JAMS, Berlin

Musikaufnahmen: «Zentralhaus für


Kulturarbeit der DDR» [1981-1984]

TänzerInnen:
Christine Schicke, Michael Höffner
(Solisten)

Florian Bräuer, Nils Deutrich


Sigrid Doberenz, Ulrich Doberenz
Kristin Drechsler, Sigrun Farcher
Angelika Hölzel, Eckhard Hölzel
Wolfgang Knolle, Jörg Kohl
Liane Kunschke, Susanne Lose
Martine Matthes, Rainer Matthes
Tobias Pingel, Ramona Weise

Kamera + Licht:
Hendrik Seiffert, Johannes Doberenz

Filmschnitt, Audiomastering,
DVD Authoring + grenzenlose Geduld:
Ulrich Doberenz

Mitarbeit am Manuskript:
Matthias Weyrich, Franziska Doberenz

Fachberatung: Sigrid Römer

Lœwenzahn GmbH Gestaltung, Zeichnungen + Vorwort:


Friedrich-Ebert-Straße 66 Jürgen B. Wolff
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T 0341 211 84 95
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freundliche Bewirtung

P Lœwenzahn Medien Verlags & Vertriebs


GmbH Leipzig 2003