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Protokoll Geschichte am 18.01.

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Fehlend: Aaron Arold, Vanessa Werner

Als Einstieg in die Stunde wurden die Themen für die anstehende Klausur besprochen.
Anschließend wurde den Schülern ein Blatt mit Material über Erfindungen der frühen
Neuzeit ausgeteilt. Auf dem Blatt war eine Tabelle zu erkennen, welche Erfindungen aus
dem Mittelalter ihren Weiterentwicklungen aus der Neuzeit und den daraus resultierenden
Folgen gegenübersetzt. Allgemein lässt sich sagen, dass viele Mittelalterliche Erfindungen
eine sehr starke Weiterentwicklung erfahren haben. Vieles wurde automatisiert, wie
beispielsweise der Buchdruck. Dieser ermöglichte nun das maschinelle Drucken von
Büchern. Bücher wurden vorher meist von Mönchen per Hand kopiert, ein Manuskript. (von
lat. Manus = die Hand, scribo = schreiben)
Da dies einen enormen Aufwand bedeutete, waren Bücher zu Zeiten des Mittelalters sehr
teuer. Durch den Buchdruck konnten diese nun billig und schnell vervielfältigt werden. Dies
hatte zur Folge, dass nun viele Revolutionäre Bewegungen sich diese Technik zu Nutzen
machte um ihre Ansichten per Flugblatt verteilen zu können. (z.B. „der Hessische
Landbote“) Eine weitere, sehr wichtige, wenn auch kleine Erfindung, war die Taschenuhr.
Mithilfe von Feinmechanischen Bauteilen war es nun möglich jederzeit die Uhrzeit zu
wissen. Das war vorher nur durch Sonnen-, Kirchen- oder Sanduhren möglich. Daraus
entwickelte sich ein Leitsatz des modernen Kapitalismus, „Zeit ist Geld“. Eine
stellvertretend für den Frühkapitalismus und den neuen Erkundungsdrang der Menschheit
stehende Erfindung waren die nun Hochseetauglichen Koggen. Durch diese neu
konzipierten Boote war es nun möglich, auch die Hochsee sicher zu bereisen, was den Weg
für den interkontinentalen Handel ebnete. Waren konnten nun sicherer und schneller über
lange Strecken transportiert werden. Im Anschluss an dieses Gespräch händigte Herr
Karsten uns eine weitere Kopie aus. In diesem Material ging es um neugewonnenen
Großmachtsstellungen Spaniens und Portugals. Diese hatte durch die Eroberung
Südamerikas ein neues Machtmonopol in der neuen Welt. In der Tabelle werden Vorgehen
und das Spektrum der durchgeführten Handlungen in Südamerika beider Großmächte
verglichen. Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass Spanier deutlich brutaler und
gnadenloser vorgegangen sind als die Portugiesen. Spanien eroberte ganze Stämme,
verursachte Massensterben bei den Ureinwohnern und betrieb Sklavenarbeit. Auch wenn
Portugal durch ähnliche Motive zur Eroberung bewegt war, (Gold, Elfenbein, Sklaven,
Gewürze)
verursachten sie nicht so viele Tote. Auch in den Portugiesischen Kolonien war
Sklavenhaltung an der Tagesordnung, jedoch kein systematisches und teils durch
unbekannte Krankheiten bedingtes Massensterben. Nach der Gesprächsrunde über die neuen
Kolonialmächte, kamen wir mithilfe zweier Holzschnitte zurück auf das Thema Martin
Luther und die katholische Kirche. Der erste betrachtete Holzschnitt zeigte Luther mit einer
Bibel in der Hand, einer Art Heiligenschein über dem Kopf und einer Friedenstaube, welche
über ihm fliegt. Alles in allem eine sehr positive, Luther in Verbindung mit Gott bringende
Darstellung. Diese kann durch ihre Art der Darstellung nur von jemandem Stammen, der
Luther positiv gegenüber eingestellt war. Der zweite Holzschnitt hingegen zeigte Luthers
Kopf als Dudelsack des Teufels. Er wird quasi als „Werkzeug“ des Teufels präsentiert. Er ist
das Instrument, welches Luzifer spielt und durch welches er seine Lehre verbreitet. Luther
ist laut diesem Holzschnitt also direkt in Verbindung mit dem Teufel stehend und predigt das
Wort des bösen. Diese eindeutig negative Darstellung Luthers kann nur von seinen Feinden,
dem Papst und der katholischen Kirche stammen.