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, noch bevor sie ihr Bett verlassen um den Schulweg anzutreten.

Mittlerweile ist auch seine, von ihm bloß abwertend Weib genannte, Frau aufgestanden, um ihm
sofort unterwürfig Frühstück zu machen.
Draußen graut der Morgen bereits und das Buhrow verlässt seine Residenz.
Es steigt in sein natürlich pechschwarz gefärbtes und noch mit Morgentau benetztes Auto,
startet unter einem lauten, kettensägenartigem Geräusch den Motor, schließt die Tür und macht sich
an die Fahrt zu seinem Arbeitsplatz. Hinter dem fahrenden Auto verschwindet sein großes Haus
langsam in der noch frühmorgentlichen Dunkelheit und dem dichten Nebel der von den nahen
Bergen langsam ins Tal zu wandern beginnt.
Nachdem es seine einfahrt bereits verlassen hat verspürt es den Drang nach etwas Musik. Es
durchsucht während des fahrens den, auf dem Beifahrersitz platzierten, Stapel von Cd's vieler
unbekannter aber von ihm vergötterten Bands. Ein Reh huscht verschreckt vom lauten Motorgeheul
aus seinem Nachtlager am Rand der unbefahrenen Straße auf. Das Buhrow jedoch lässt sich nicht
beirren und fährt ungestört weiter. Mittlerweile hat es auch eine Cd nach seinem Geschmack
gefunden die es auch sofort in den eingebauten Cdplayer einlegt.
[Musik!!!!!!]
Angekommen in der Tiefgarage der ihn beschäftigenden Schule verlässt es sein Auto. Ein neuer
Arbeitstag für das unerforschte Wesen beginnt. Es setzt den ersten Fuß auf den Boden. Eine starkes
Gefühl der Abneigung gegenüber junger Menschen schießt im durch den Kopf. „Loitööö!“ schreit
es plötzlich tief aus seinem Innerem. Es setzt den zweiten Fuß auf die Erde. Erneut kommt ihm der
Gedanke an die ungemochten und verachtenswürdigen Schüler. Diesmal schafft es es aber sich zu
beherrschen und stößt nicht erneut einen ungewollten Schrei aus. Es wandert langsam und
gemächlich, jedoch einschüchternd selbstbewusst und mit viel Anmut zum Ausgang der Garage.
Sein Gefährt muss es nicht abschließen, niemals würde sich ein Schüler auch nur trauen ihm sich
auf 5 Metern zu nähern. Es öffnet quietschend die Tür und betritt den noch leeren Schulhof. Kühle
Luft strömt in seine Atemwege. Es bahnt sich seinen Weg durch die noch vorhandene Dunkelheit
bis hin zum Schulhaus. Es zieht an der schweren Tür um sie lautlos zu öffnen. Als es in das Innere
der Schule betritt beginnen die Lichter zu flackern. Schnell fallen viele Türen ins Schloss. Es ist
kein Geräusch mehr zu vernehmen. Kein Schritt den ein Schüler auf den Fluren mach, kein
Lichtschalter und auch kein atmen sind mehr zu hören. Alle haben die starke und einschüchternde
Präsenz des Buhrows bemerkt ohne es auch nur einmal gesehen zu haben. Es bewegt sich mit
schleichendem Schritt zum Lehrerzimmer um sich seiner Jacke zu entledigen. Als es den scheinbar
leeren Raum betritt wird schnell eine Tür zugeknallt. Blätter flattern noch durch die Luft und mit
Kaffe gefüllte Tassen fallen um und verbreiten ihren schwarzen Inhalt auf dem Boden. „Lecker,
Schwarzer Kaffe... Schwarz wie meine Seele“ Denkt es sich und beginnt den Kaffe genüsslich vom
Boden zu lecken. Ein Lauter Ton unterbricht sein Saufgelage. Es ist die Klingel, die die zur ersten
Stunde läutet. Es rappelt sich auf, schaut sich ein letztes mal nach irgendeinem Zeichen von Leben
im Lehrerzimmer um und macht sich auf den Weg zu Klassenzimmer. Heute hat es zum Glück nur
eine Stunde, weshalb es seine heutigen unfreiwillig geschlachteten Schüler bloß auf rund 2 Stück
schätzt. Auf der richtigen Etage angekommen schleicht es bis zum Ende des langen, gefliesten
Gangs und stellt sich vor die Tür. Es lauscht. Kein Mucks bis auf das wachsende Gras und die
schreienden neugeborenen Kinder in New York ist für das Buhrow zu vernehmen, und wenn das
Buhrow keinen Mucks vernimmt dann heißt das, dass es wirklich absolut still für uns
normalsterbliche ist. Es reißt mit einem vehementem Ruck die Tür auf, die der unglaublichen Kraft
des Buhrows nachgeben muss und aus dem Rahmen fliegt. Im Raum sieht es ungefähr 30
verängstigt zitternde, sich die Augen zuhaltende und blasse Schüler. Alle haben Angst aus Wut des
Buhrows hingerichtet zu werden, wobei jeder der nächste sein könnte. Es stellt seine Sachen auf
dem von den Schülern „Lehrertisch“ genanntem Opfertisch und beginnt das verstörte Publikum
anzustarren. Die Kinder haben ihre Aufgabe inzwischen durch seine Telepathischen Kräfte
verstanden und beginnen sich in Gruppen zusammenzufinden und leise zu diskutieren was für eine
Szene sie in englischer Sprache vor der Klasse vorspielen wollen. Als der Lärmpegel auf die
Lautstärke einer normalen Unterhaltung steigt beginnt das Buhrow am ganzen Körper rot zu
werden. Die Adern an seinem Kopf schwellen fingerdick an und seine Augen beginnen blutig zu
unterlaufen. Es greift mit einer schnellen Handbewegung den erstbesten Schüler und schmettert ihn
aus dem Fenster. Lautes qietschen von Reifen, Schreie und Hupen tönt von der Straße ins
Klassenzimmer. „Loooooitöööööö“ schreit es bereits das zweite mal an diesem Tag, jedoch viel
lauter und eindringlicher als zuvor, dass die Trommelfelle seiner Zuhörer fast platzen.
Sofort senkt sich die Lautstärke im Raum wieder auf fast 0 Dezibel. Nur die weinenden und
schluchzenden Schüler im hinteren Teil des Klassenraums sind noch zu hören. Das Buhrow leckt
schnell das Blut von der zerbrochenen Glasscheibe und beruhigt sich dann wieder so weit es ihm
Möglich ist. Das leise flüstern der Kinder geht weiter. Nach wenigen Minuten begeben sich ein paar
von ihnen nach vorne und platzieren sich vor der Tafel. Sie beginnen auf Englisch über irgendetwas
zu unterhalten. Die Konversation scheint den anderen zu gefallen,weshalb sie es manchmal schaffen
anstatt zu heulen zu lächeln oder gar zu lachen. Diese fröhlichen Emotionen und die Tatsache dass
sie nicht zuhören können während sie lachen, macht das Buhrow wieder wütend, weshalb es erneut
beginnt dunkelrot anzulaufen. „Lisssssstööön!!!“ grölt es scharf mit seiner flatternden
schlangenzunge. Wieder sind alle still und die Schüler fahren mit dem Schauspiel fort. Nach
wenigen Sekunden jedoch beginnen sich die nach unten hängenden Mundwikel langsam in die höhe
zu heben. Wieder läuft es rot an. Jetzt jedoch schreit es nicht. Es läd seine Kraft für etwas deutlich
verstörenderes auf. Es beginnt nun seinen Mund zu öffnen, wobei es seine ungepflegten und
krummen Zähne entblößt. Das jedoch scheinen die Kinder das als ein unbeholfenes und ekelhaftes
lächeln zu interpretieren, weshalb sie auch wieder beginnen zu lachen. Das allderdings provoziert
das Buhrow noch mehr, weshalb es sich nun nicht länger zurückhalten kann und seine ganze Wut
entladen muss. Es greift sich einen der vorne stehenden Schüler, reißt seinen Mund auf und rammt
seine Zähne in den unschuligen Hals des auserkorenen. Es reißt ihm den Kopf bloß mit seiner
Kieferkraft ab und schmeißt ihn gegen die Wand. Der Körper sinkt tot zu Boden. Genau in diesem
Moment klingelt es erneut. Von oben bis unten blutbefelckt verlässt es den Raum. Es eilt
immernoch voller Wut den Gang entlang und hastet die Treppe hinunter bis zum Ausgang. Es reißt
die Tür auf und stampft blutspuren hinterlassend über den mittlerweile nebligen Schulhof und
betritt die Garage. Es steigt in sein Auto schmeißt seine Stereoanlage an und dreht auf die
höchstmögliche Lautstärke.
[MUSIK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!]
Der Motor fängt wieder an zu sägen und es donnert mit seinem Wagen aus dem unterirdischen
Parkplatz. Mit 180 Stundenkilometern rast es nach Hause. Auf den Straße rennt wieder das Reh von
heute Morgen. Das Buhrow beschleunigt noch mehr und rast direkt auf das Tier zu. Ein lautes
Knacken der Windschutzscheibe ertönt und das Reh ist tot. Die Scheibe ist voller Blut, was es aber
nicht in seiner Farhkunst beeinträchtigt. Bei seinem Grundstück angekommen erblickt es sein Haus
genau so wie er es auch zurückgelassen hat, groß, marode und ausladend. Es zieht den
Autoschlüssel. Die laute Musik endet abrupt. Es betritt sein Haus und begibt sich in die Küche.
Wenige Zigarren und Kelche voll Blut später begibt es sich ins Badezimmer. Es klemmt sein langes
und volles Haar hinter die Ohren und beginnt sein Gesicht zu bemalen. Nachdem er ein
unheimliches Corpsepaint aufgetragen hat, was sein erscheinen noch bedrohlicher wirken lässt,
schreitet es die Treppe zum Kleiderraum hinauf. Seine schwarze Lederhose, das Burzum Tshirt, die
schweren, schwarzen Stiefel und der Patronengürtel liegen schon bereit sodass es die Kleidung bloß
noch überwerfen muss. Neu eingekleidet macht es sich in den Keller. Der modrige Geruch von
Verwesung erfüllt seine Lungen und es beginnt einen langen Atemzug zu nehmen. Es steigt die
Treppe in den zunehmend gruselig werdenden Keller hinab und betätigt den Lichtschalter. Eine
kleine, von der Decke hängende Glühbirne erhellt den kalten Raum mit einem dämmrigen Licht. Es
stellt sich vor das mittig im Raum stehende Mikrofon und beginnt mit schrillen, gequälten Schreien
über seine schwarze, verdorbene und einsame Seele zu singen, während im Hintergrund laute
Gittarrensounds eine Soundkulisse wie in einem Krieg entstehen lassen. Nun ist das Buhrow
endlich Glücklich.