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DK 681.121.89 : 532.575 : 531.

753•
DEUTSCHE NORM•
August 1993
Durchflußmessung von Flüssigkeiten
in geschlossenen Leitungen DIN
Wägeverfahren (ISO 4185 : 1980)
Deutsche Fassung EN 24185 : 1993
EN 24185
Diese Norm enthält die deutsche Übersetzung der Internationalen Norm ISO 4185
Measurement of liquid flow in closed conduits; Weighing method;
(ISO 4185 : 1980); German Version EN 24185 : 1993
Mesure de debit des liquides dans les conduites fermees; Methode par
pesee; (ISO 4185 : 1980); Version allemande EN 24185 : 1993

Die Europäische Norm EN 24185 : 1993 hat den Status einer Deut¬
schen Norm.

Nationales Vorwort
Die Internationale Norm ISO 4185 : 1980 „Measurement of liquid flow in closed conduits;
Weighing method" (veröffentlicht als Entwurf DIN ISO 4185, Ausgabe Juli 1991) des
Technischen Komitees ISO/TC 30 „Durchflußmessung in geschlossenen Leitungen"
wurde durch den Beschluß der CEN-Mitglieder unverändert als Europäische Norm
DIN EN 24185 : 1993 übernommen.
Es handelt sich um eine Grundlagennorm für die Kalibrierung von Durchflußmeßgeräten
und -einrichtungen von Flüssigkeiten, auf die in den Normen für Durchflußmeßverfahren
häufig Bezug genommen wird. Eine entsprechende DIN-Norm bestand nicht.
Für die im Abschnitt 1.2 zitierte Internationale Norm wird im folgenden auf die ent¬
sprechende Deutsche Norm hingewiesen:
ISO 4006 siehe DIN EN 24006

Zitierte Normen
—• in der Deutschen Fassung:
Siehe Abschnitt 1.2
—• in nationalen Zusätzen:
DIN EN 24 006 Durchflußmessung von Fluiden in geschlossenen Leitungen;
Begriffe und Formelzeichen; (ISO 4006 : 1991);
Deutsche Fassung EN 24006 : 1993

Internationale Patentklassifikation
G01 F 001/05
G01 F 001/86
G 01 G 017/00

Fortsetzung 16 Seiten EN-Norm

Normenausschuß Primäre Meßgeräte und -einrichtungen (NPM) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V
EUROPÄISCHE NORM EN 24185
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPEENNE Juni 1993

DK 532.575 : 531.753

Deskriptoren: Durchflußmeßtechnll<, Flüssigkeit, Rohrleitung, Meßunsicherheitsbetrachtung, Wägeverfahren, Flüssig¬


keitsströmung, Meßgerät

Deutsche Fassung

Durchflußmessung von Flüssigkeiten


in geschlossenen Leitungen
Wägeverfahren
(ISO 4185 : 1980)

Measurement of liquid flow in closed con- Mesure de debit des liquides dans les
duits; Weighing method; (ISO 4185 : 1980) conduites fermees; Methode par pesee;
(ISO 4185 : 1980)

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 1993-06-18 angenommen.


Die CEN-Mitglleder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren biblio¬
graphischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in
eigener Verantwortung durch Übersetzung in die Landessprache gemacht und dem
Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassun¬
gen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch¬
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und dem Vereinigten
Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


European Committee for Standardization
Comite European de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 1993. Das Copyright ist den CEN-Mitgliedern vorbehalten. Ref.-Nr EN 24185 : 1993 D
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EN 24185 : 1993

Vorwort
1991 wurde die ISO 4185 : 1980 "Durchflußmessung von Fluiden in geschlossenen Lei¬
tungen — Begriffe und Fornnelzeichen" dem CEN Erstfragebogen-Verfahren vorgelegt.
Gemäß Resolution BT C 42/1992 wurde die ISO 4185 : 1980 zur formellen Abstimmung
vorgelegt. Das Ergebnis war positiv.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder
durch Veröffentlichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Dezember
1993, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis Dezember 1993
zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind folgende Länder gehalten,
diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Ita¬
lien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Osterreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spa¬
nien und das Vereinigte Königreich.

Anerkennungsnotiz
Der Text der Internationalen Norm ISO 4185 : 1980 wurde von CEN als Europäische Norm
ohne irgendeine Abänderung genehmigt.
ANMERKUNG: Europäische Verweisungen auf internationale Publikationen sind
im Anhang ZA (normativ) aufgeführt.

Seite Seite
1• Allgemeines 3 5•Berechnung des Durchflusses • 9
1.1•Anwendungsbereich 3 5.1•
Berechnung des Massendurchflusses •9
1 .2•
Normative Verweisungen 3 5.2•
Berechnung des Volumendurchflusses •
9
1.3•Definitionen 3 6• Berechnung der Gesamtmeßunsicherheit
1.4•Einheiten 3 der Durchflußmessung • 9
1 .5•
Formelzeichen 3 6.1•Darstellung der Ergebnisse • 9
1.6•Zertifizierung 3 6.2•Ursachen für Meßabweichungen • 10
2•Meßprinzip 4 6.3•Berechnung der Meßunsicherheit
2.1•
Beschreibung des Prinzips 4 bei der Durchflußmessung • 12
2.2•
Genauigkeit des Verfahrens 6 Anhang A Korrektionen bei der Messung
der Füllzeit • 13
3•Meßeinrichtung 7
3.1•
Umschalteinrichtung 7 Anhang B Dichte von reinem Wasser • 14
3.2•
Zeitmeßeinrichtung 7 Anhang C Definitionen der Begriffe
3.3•
Wägebehälter 8 und Arbeitsweisen bei der
3.4•
Waage 8 Meßunsicherheitsbetrachtung •
15
3.5•
Hilfsmessungen 8 Anhang D Verteilung der Student- ^-Faktoren •
16
4•Durchiführung 9 Anhang ZA (normativ) Normative Verweisungen
4.1•
Statisches Wägeverfahren 9 auf internationale Publikationen
4.2•
Dynamisches Wägeverfahren 9 mit ihren entsprechenden
4.3•
Allgemeine Maßnahmen 9 europäischen Publikationen • 16
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EN 24185 : 1993

1 Allgemeines fluß sicherzustellen, z.B. ein Hochbehälter mit einem kon¬


CO
stanten Flüssigkeitsniveau, dessen Höhe durch E einen
1.1•
Anwendungsbereich Überlauf mit ausreichender Länge kontrolliert wird.CD
Diese Internationale Norm beschreibt ein Verfahren zur
Durchflußmessung von Flüssigkeiten in geschlossenen 1.3.5 Auftriebskorrektion
Leitungen durch Messen der Masse einer Flüssigkeit, die
Korrektion der Anzeigen einer Waage, um den Unter¬
innerhalb eines bekannten Zeitraumes in einen Wäge¬
schied der Auftriebskräfte, die durch die atmosphärische
behälter gefüllt wird. Sie behandelt die Meßeinrichtung,
Luft auf die zu wägende Flüssigkeit bzw. auf die Normal¬
die Durchführung, das Verfahren der Berechnung des
massestücke während der Kalibrierung der Waage aus¬
Durchflusses und die Meßunsicherheiten, die mit dieser geübt werden, zu berücksichtigen.
Messung verknüpft sind.
Das Meßverfahren darf für jede Flüssigkeit angewendet
werden, vorausgesetzt, der Dampfdruck ist so niedrig, 1.4 Einheiten
daß die aus dem Wägebehälter verdampfende Flüssigkeit
Die in dieser Internationalen Norm verwendeten Einheiten
die geforderte Meßgenauigkeit nicht beeinträchtigt.
Meter, Kilogramm und Sekunden sind Sl-Einheiten; Grad
Geschlossene Wägebehälter und ihre Anwendung bei
Celsius wird anstelle von Kelvin gesetzt.
der Durchflußmessung von Flüssigkeiten mit hohem
Dampfdruck werden in dieser Norm nicht behandelt.
Diese Norm gilt nicht für korrosive oder giftige Flüssigkei¬ 1.5 Formelzeichen
ten.
Theoretisch gibt es für die Anwendung dieses Verfahrens, Formel¬ Dimen¬ Sl-
Größe
welches üblicherweise nur bei festinstallierten Prüfstän¬ zeichen sion Einheit
den in Labors benutzt wird, keine Begrenzung. Aus öko¬
nomischen Gründen wird das Verfahren in den üblichen Im Massendurchfluß MT"^ kg/s
Laboratorien nur für Durchflußmengen von 1,5 m^/s oder Volumendurchfluß l3t-i m^/s
darunter benutzt.
m Masse M kg
Infolge der hohen erreichbaren Genauigkeit wird das Ver¬
fahren häufig als Primärverfahren für die Kalibrierung von V Volumen L3 m3
anderen Verfahren oder Geräten zur Massen- oder Volu¬ t Zeit T s
mendurchflußmessung unter der Voraussetzung einge¬ Q Dichte der Flüssigkeit ML'^ kg/m^
setzt, daß die genaue Dichte der Flüssigkeit bekannt ist. ML'^' kg/m^
Qa Dichte der Luft
Dabei muß sichergestellt sein, daß die Rohrleitung inner¬ (bei 20°Gund 1 bar*)
halb der Meßstrecke voll durchströmt wird und sich keine
Luft- oder Dampfblasen innerhalb der Meßstrecke befin¬ Qp Dichte der Gewichts¬ ML" 3
den. normale
Sx Geschätzte Standard¬
abweichung
1.2• Normative Verweisungen
Ox Standardabweichung
ISO 4006 Durchflußmessung von Fluiden in geschlosse¬ der Variablen x
nen Leitungen — Begriffe und Formelzeichen
e Meßunsicherheit
ISO 5168 Durchflußmessung von Fluiden — Ermittlung
von Unsicherheiten der Durchflußmessung ßs Systematische
OIML-Empfehlungen Nr 1, 2, 3, 20, 28, 33 Komponente der
Meßunsicherheit
Es Systematische
1.3•
Definitionen Komponente der
Nachstehend sind nur Begriffe definiert, die einen spe¬ Meßunsicherheit
ziellen Bezug zum Inhalt der Norm haben oder deren in Prozent
Bedeutung geändert ist. Zufällige Komponente
1.3.1• Statische Wägung der Meßunsicherheit
Verfahren, bei dem die Nettomasse des in dem Behälter Er Zufällige Komponente
geströmten Fluids durch eine Tara- und eine Vollwägung der Meßunsicherheit
bestimmt wird, die vor bzw. nach der Meßzeit durchge¬ in Prozent
führt werden, innerhalb der das Fluid in den Wägebehäl¬
ter strömt. *) 1 bar 10® Pa

1.3.2• Dynamische Wägung


Verfahren, bei dem die Nettomasse der eingeflossenen 1.6 Zertifizierung
Flüssigkeit aus Wägungen abgeleitet wird, während die Werden Meßeinrichtungen für die Durchflußmessung
Flüssigkeit in den Wägebehälter strömt. (Bei diesem Ver¬ nach dem Wägeverfahren im gesetzlichen Meßwesen
fahren ist keine Umschalteinrichtung erforderlich.) verwendet, so sollten sie durch anerkannte nationale
Eich- und Kalibrierstellen zertifiziert und registriert wer¬
1.3.3• Umschalteinrichtung den. Solche Meßeinrichtungen sind dann innerhalb von
Einrichtung, die den Strom entweder in einen Wägebehäl¬ vereinbarten Zeiträumen periodisch zu überprüfen.
ter oder in eine Umgehungsleitung leitet, ohne dabei den Fehlen nationale anerkannte Eich- und Kalibrierstellen,
Durchfluß während der Messung zu beeinflussen. so muß ein anerkannter Bezug zu den Normalen
(Masse und Zeit) mit einer Meßunslcherheitsbetrach-
1.3.4• Durchflußstabilisator tung nach dieser Norm und ISO 5168, als Nachweis für
In die Meßeinrichtung eingebaute Vorrichtung, um in der die Anwendung im gesetzlichen Meßwesen bescheinigt
mit Flüssigkeit gefüllten Leitung einen konstanten Durch¬ werden.
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2 Meßprinzip —• Einleiten der Flüssigkeit durch die Umschalteinrich¬


tung in den Wägebehälter (bis sichergestellt ist, daß die
2.1 Beschreibung des Prinzips für die notwendige Genauigkeit erforderliche Menge
2.1.1 Statische Wägung enthalten ist) bei gleichzeitiger Messung der Füllzeit.
Das Prinzip der Durchflußmessung mittels der statischen —• Bestimmen der gesamten Masse aus Wägebehäl¬
Wägung (die Bilder 1 A, 1 B und 1 C zeigen übliche Me߬ ter und eingeleiteter Flüssigkeit.
einrichtungen) wird wie folgt beschrieben: Der Durchfluß wird dann aus der eingebrachten Masse,
— Bestimmen der Masse des Behälters und der der Füllzeit und anderen im Abschnitt 5 und Anhang A
noch Im Behälter vorhandenen Restflüssigkeit; beschriebenen Angaben errechnet.

Hochbehälter mit
einem konstanten
Flüssigkeitsniveau

Durchflußregelventil

zu kalibrierendes
Durchflußmeßgerät

Vorratsbehälter

Bild 1 A: Schema einer lUIeßeinrichtung für eine Kalibrierung durch Wägung


(statisches Verfahren, Versorgung durch einen Hochbehälter mit einem konstanten Flüssigkeitsspiegel)
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Hochbehälter mit
einem konstanten

Bild 1 B: Schema einer IMeßeinrichitung für die Durchflußmessung durch Wägung


(benutzt für die Prüfung einer hydraulischen Maschine;
statisches Verfahren, Versorgung durch einen Hochbehälter mit einem l<onstanten Flüssigkeitsspiegel)

DurchftuOregelventil

Bild 1 C: Schema einer IMeßeinrichtung für eine Kalibrierung durch Wägung


(statisches Verfahren, Versorgung direkt durch eine Pumpe)
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2.1.2•Dynamische Wägung 2.2 Genauigkeit des Verfahrens


Nachstehend das Prinzip der Durchflußmessung mittels 2.2.1• Gesamtmeßunsicherheit der Messung
der dynamischen Wägung (Bild 1 D zeigt eine übliche beim Wägen
Meßeinrichtung):
Das Wägeverfahren stellt eine absolute Messung des
—• Einleiten der Flüssigkeit in den Behälter, wobei ab Durchflusses dar, welches im Prinzip lediglich Messungen
einer vorher bestimmten Anfangsmasse die Zeit¬ der Masse und der Zeit erfordert. Werden die im Ab¬
nahme ausgelöst wird. schnitt 2.2.2 angegebenen Anforderungen an die Mes¬
—• Die Zeitnahme wird gestoppt, wenn eine vorher sung eingehalten, gehört dieses Verfahren zu den
bestimmte Endmasse erreicht ist. genauesten aller Durchflußmeßverfahren und wird aus
Der Durchfluß wird dann aus der eingebrachten Masse, diesem Grund häufig als Kalibrierungsverfahren ange¬
der Füllzeit und anderen, im Abschnitt 5 und Anhang A wendet. Sofern die Meßeinrichtung sorgfältig hergestellt,
beschriebenen Angaben, errechnet. instand gehalten und benutzt wird, kann eine Meßunsi¬
cherheit von + 0,1 % (mit einer Vertrauensgrenze von 95%
2.1.3• Vergleich des momentanen und für die zufälligen Komponenten der Meßunsicherheit)
des mittleren Durchflusses erreicht werden.
Es sollte ausdrücklich betont werden, daß durch das 2.2.2• Anforderungen an genaue Messungen
Wägeverfahren ausschließlich der Mittelwert des Durch¬
flusses während der Füllzeit bestimmt wird. Momentan¬ Mit dem Wägeverfahren können genaue Messungen des
werte des Durchflusses, die durch andere in den Strö¬ Durchflusses erreicht werden, vorausgesetzt, daß
mungskreis eingebaute Meßinstrumente oder Zähler a)• keine Undichtigkeit im Strömungskreislauf vorhan¬
geliefert werden, können mit dem mittleren Durchfluß nur den ist und über die Umschaltvorrichtung keine unge¬
verglichen werden, wenn der Durchfluß während der Mes¬ messenen Leckmengen fließen;
sung durch Durchflußstabilisatoren konstant gehalten b)• keine Zunahme (oder Abnahme) von Flüssigkeit in
wird oder wenn die Momentanwerte verläßlich über die einem Teil des Kreislaufs durch thermische Kontrak¬
gesamte Füllzeit gemittelt worden sind. tion (oder Expansion) und keine Anreicherung (oder

Hochbehälter mit
einem konstanten

Bild 1 D: Schema einer Meßeinrichtung für eine Kalibrierung durch Wägung


(dynamisches Verfahren, Versorgung durch einen Hochbehälter mit konstantem Flüssigkeitsspiegel)
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Entleerung) durch Veränderungen des Dampf- oder Durchflußeintritt


Gasvolumens, das in nicht bekannter Menge im Strö¬
mungskreislauf vorhanden ist, auftritt;
c)• notwendige Auftriebskorrektionen für den Einfluß fljl*— Ausflußöffnung
der atmosphärischen Luft durchgeführt werden, die be¬
reits bei der Kalibrierung der Waage erfolgen können;
d)• die Waage und die Einrichtung zum Ein- und Aus¬
schalten der Zeitnahme die erforderlichen Genauig¬
keiten erreichen;
e)• die von der Umschalteinrichtung benötigte Zeit für
das Umschalten im Verhältnis zur Füllzeit gering ist,
wobei die Zeitmeßeinrichtung ein- und ausgeschaltet
wird, wenn die Umschalteinrichtung die hydraulische
Mittellinie überquert;
f)• im Fall des dynamischen Wägeverfahrens, die
Effekte der dynamischen Einflußgrößen hinreichend
klein sind.

3 Meßeinrichtung
3.1 Umschaltelnrichtung
Die Umschalteinrichtung ist eine bewegliche Vorrichtung,
um die Strömung entweder in ihre normale Bahn oder in
den Wägebehälter zu leiten. Dieses erfolgt entweder
durch schwenkbare Rohre oder Rinnen oder durch ein
Teilungsblech, welches sich um eine waagerechte oder
senkrechte Achse dreht (siehe Bild 2).
Die Bewegung der Umschalteinrichtung muß ausreichend
schnell erfolgen (z.B. in weniger als 0,1 s), um die Mög¬
lichkeit einer signifikanten Abweichung bei der Messung
der Füllzeit auf ein Minimum zu reduzieren. Dies wird mit¬
tels einer schnellen Bewegung der Umschalteinrichtung
durch einen dünnen Flüssigkeitsstrahl, wie er durch einen
Düsenschlitz gebildet wird, erreicht. Dieser Flüssigkeits¬
strahl hat im allgemeinen eine 15- bis 50mal größere
Länge als seine Breite in Richtung des Durchgangs der
Umschalteinrichtung. Der Druckverlust dieser Ausflußöff¬
nung darf 20000 Pa nicht überschreiten, damit Spritzer,
das Mitreißen von Luft^), Strömung über die Umschaltein¬ 3.2 Zeitmeßeinrichtung
richtung und Turbulenzen innerhalb des Wägebehälters
vermieden werden. Die Bewegung der Umschalteinrich¬ Die Füllzeit in den Wägebehälter wird üblicherweise mit
tung erfolgt elektrisch oder mechanisch, z.B. durch einem elektronischen Zeitmeßgerät mit einem eingebau¬
Federn oder Drehstäbe oder durch einen elektrischen ten Zeitnormal (z.B. ein Quarzkristall) gemessen. Die
oder pneumatischen Stellantrieb. Die Umschalteinrich¬ Umschaltperiode kann somit auf 0,01 s oder besser abge¬
tung darf in keinem Fall während der Messung die Strö¬ lesen werden. Die Meßabweichung aus der Zeitnahme ist
mung im Meßkreis beeinflussen. vernachlässigbar klein, vorausgesetzt, die Anzeige weist
eine hohe Auflösung auf und die Meßeinrichtung wird in
Bei großen Durchflüssen, die übermäßige mechanische
Beanspruchungen hervorrufen können, dürfen Umschalt¬ regelmäßig wiederkehrenden Zeitabschnitten mit einem
nationalen Zeitnormal verglichen, z.B. durch zuverlässig
einrichtungen mit einer verhältnismäßig längeren
Umschaltzeit (z. B. 1 bis 2 s) benutzt werden), vorausge¬ übermittelte Frequenzsignale von Zeitzeichensendern.
setzt, daß die Arbeitskennlinie konstant, d.h., die Vertei¬ Die Zeitmeßeinrichtung muß durch einen direkt an der
lung der Durchflüsse als Funktion der Verdrehung der Umschalteinrichtung befindlichen Schalter (z.B. optisch
Umschalteinrichtung konstant, möglichst linear, gegebe¬ oder magnetisch) durch die Bewegung der Einrichtung in
nenfalls aber bekannt und nachprüfbar ist. Gang gesetzt werden. Die Zeitmessung muß unmittelbar
Durch die Ausführung der mechanischen Teile der in dem Augenblick beginnen (oder beendet sein), wenn
Umschaltvorrichtung und ihrer Drehvorrichtung sowie die schraffierten Flächen in Bild 3, die die Veränderungen
durch mehrere Prüfungen im Betrieb muß sichergestellt der umgeleiteten Durchflußmengen mit der Zeit darstel¬
sein, daß keine Flüssigkeitsverluste durch Undichtigkeiten len, gleich groß sind. In der Praxis ist es im allgemeinen
zulässig, daß dieser Punkt der Mittendurchgangsstellung
oder Spritzen von Flüssigkeit auftreten, sowohl nach
der Umschaltvorrichtung innerhalb der Flüssigkeitsströ¬
außen als auch von einem Kanal zum anderen.
mung entspricht. Vorausgesetzt, daß die Durchghngszeit
Alternativen zu einem dünnen flachen Flüssigkeitsstrahl, der Umschalteinrichtung durch die Strömung im Vergleich
der die Umschaltvorrichtung durchfließt, sind zulässig, zur Zeitspanne der Einleitung in den Behälter sehr klein
sofern die im Anhang A angegebenen Korrektionen der ist, ist die Meßabweichung vernachlässigbar.
Umschaltzeit angewendet werden.
Wenn das Betriebsverhalten der Umschalteinrichtung,
sofern vorhanden, in beiden Richtungen gleich ist (siehe
^) In manchen Ausführungen von Ausflußöffnungen kön¬ Bild 4), darf die Zeitmeßeinrichtung in dem Moment gestar¬
nen spezielle Öffnungen für den Lufteintritt in den tet oder gestoppt werden, wenn die Umschalteinrichtung in
Flüssigkeitsstrahl nötig sein, um einen stabilen Durch¬ eine der Richtungen bewegt wird; dies ist besonders dann
fluß im Meßkreis sicherzustellen. der Fall, wenn das Zeit-Durchflußverhalten linear ist.
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Der Behälter darf durch folgende Verfahren entleert wer¬


den:
—• Durch ein Absperrventil am Boden, dessen Leck¬
sicherheit nachprüfbar sein muß (freie Entleerung,
durchsichtiges Leitungsteil oder Leckmeldekreis):
—• durch einen Siphon, versehen mit einer leistungs¬
fähigen und prüfbaren Siphonunterbrechung;
—• oder durch eine selbstansaugende oder Tauch¬
pumpe.
Damit Meßreihen in kurzen Abständen aufeinanderfolgen
können, muß die Entleerungsgeschwindigkeit ausrei¬
Zeit für die Bewegung chend groß sein.
der Utnschalfeinrlchfung In allen Fällen muß sorgfältig überprüft werden, daß keine
Rohrverbindungen und elektrische Zuleitungen zwischen
Bild 3: Betriebsverhalten der Umschalteinrichtung dem Wägebehälter und den festen Teilen der Meßeinrich¬
tung Spannungen übertragen; daher sind die unbedingt
notwendigen Verbindungen äußerst flexibel zu gestalten
und ihr Einfluß auf die Waage während der Kalibrierung
zu bestimmen.

3.4•
Waage
Die Waage darf von beliebiger Ausführung sein — zum
Beispiel mechanisch oder mit Druckmeßdosen mit Deh¬
nungsmeßstreifen — vorausgesetzt, daß die geforderte
Empfindlichkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit vorhan¬
den ist. Wird das Wägeverfahren zur Durchflußmessung
im gesetzlichen Meßwesen benutzt, wird vorgeschlagen,
die Waage übereinstimmend mit den OIML-Empfehlun-
gen Nr 3 und 28 zu verwenden.
Nach dem Einbau der Waage in die Meßeinrichtung muß
sie mit Normalen über den gesamten Meßbereich kali¬
briert werden. Diese Kalibrierung sollte nach den OIML-
Empfehlungen Nr 1, 2, 20 und 33 erfolgen.
Die Waage muß regelmäßig gewartet und die Kalibrierung
Bild 4: Zeitmessung für eine Umschalteinrichtung, periodisch überprüft werden. Sofern die vorhandenen
deren Betriebsverhalten Wägestücke nicht in ausreichender Anzahl oder Größe
in beiden Richtungen gleich ist für den gesamten Meßbereich zur Verfügung stehen, muß
die Kalibrierung stufenweise durchgeführt werden, indem
Sind die Meßabweichungen der Füllzeitmessung, die die Wägestücke durch Flüssigkeit ersetzt werden und
durch den Betrieb der Umschalteinrichtung und durch intervallweise Normale die Genauigkeit nachprüfen.
das Ein- und Ausschalten der Zeitmeßeinrichtung entste¬ Es sollte beachtet werden, daß im Hinblick auf den Effekt
hen, nicht vernachlässigbar klein, so muß eine Korrektion des Auftriebs bei der Kalibrierung der Waage mit Norma¬
in Übereinstimmung mit den Festlegungen des An¬ len und einer vergleichbaren Masse an Flüssigkeit, eine
hangs A durchgeführt werden. Korrektion der Anzeige nötig ist (siehe Berechnung in Ab¬
schnitt 5.1).

3.3 Wägebehälter 3.5•


Hilfsmessungen
Der Behälter, in den die Flüssigkeit während jedem Me߬ Um aus der Massenmessung den Volumendurchfluß
abschnitt fließt, muß eine ausreichende Größe aufweisen, ableiten zu können, muß die genaue Dichte der Flüssig¬
so daß die durch die Zeitmessung auftretende Meßab¬ keit zur Zeit der Wägung bekannt sein.
weichung vernachlässigbar klein wird. Berücksichtigt man Wenn die zu messende Flüssigkeit ausreichend rein oder
die Angaben in den Abschnitten 3.1 und 3.2, so muß die sauber ist, so ist es nach der Temperaturmessung zuläs¬
Füllzeit für den größten zu erwartenden Durchfluß min¬ sig, deren Dichte aus einer Tabelle mit den physikalischen
destens 30 s betragen. Diese Zeit darf dann verringert Eigenschaften herzuleiten (siehe Anhang B für die Dichte
werden, wenn eine experimentelle Bestimmung nach den von Wasser). Die Temperatur darf durch einfache Queck¬
im Anhang A beschriebenen Verfahren die geforderte silber-Glasthermometer oder besser, durch Meßgeräte
Genauigkeit erreicht. wie Widerstandthermometer oder Thermoelemente
Die Behälterform ist frei wählbar; wichtig ist, daß der gemessen werden, die vorzugsweise an der Stelle im
Behälter absolut dicht ist und ein Überlaufen der Flüssig¬ Strömungskreis eingebaut werden sollten, von dem die
keit vermieden wird. Um die Bewegung der Flüssigkeit im Kenntnis des Durchflusses gefordert wird. Bei Wasser ist
Behälter zu dämpfen und um die Stabilität zu verbessern, unter Berücksichtigung der geringen Änderung der
dürfen Leitbleche und Innenwände eingebaut werden. Dichte mit der Temperatur in Nähe der Umgebungstem¬
Der Behälter darf an der Waage angehängt oder auf peratur eine Meßgenauigkeit von + 0,5 °C ausreichend,
einer der beiden Plattformen angeordnet werden, oder um eine Abweichung von unter 10"'* bei der Dichtebe¬
er darf eine der Plattformen selbst darstellen. Um eine stimmung sicherzustellen.
plötzliche sich für die Waage nachteilig auswirkende Bestehen an der Reinheit der Flüssigkeit Zweifel, so muß
Überladung zu vermeiden, kann es notwendig sein, den die Dichte gemessen werden. Dazu kann eine Probe ent¬
Behälter während der Füllung in seiner Lage auf der nommen werden und die Dichte entweder mit einem
Waage zu arretieren. direkten Verfahren durch Wägung in einem Meßzylinder
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auf einer Analysenwaage oder mit einem indirel<ten Ver¬ 1 -ga


fahren, z. B. durch Messen des hydrostatischen Auftriebs
m ntf - niQ gp
eines in die Flüssigkeit getauchten kalibrierten Senk¬ Im
körpers (hydrostatische Waage) gemessen werden. t 1 -Qa
Welches Verfahren auch angewendet wird, in jedem Fall
muß bei der Messung der Dichte auch die Temperatur der
Flüssigkeit gemessen werden; in vielen Fällen kann Falls notwendig, wird t nach einem im Anhang A angege¬
angenommen werden, daß die relative Änderung der benen Verfahren korrigiert, um die Meßabweichungen bei
Dichte mit der Temperatur die gleiche ist wie bei der rei¬ der Zeitmessung für die Umschaltung oder bei der dyna¬
nen Flüssigkeit. mischen Wägung zu berücksichtigen.
Das Endglied in der Gleichung ist ein Korrektionsglied,
das eingeführt wurde, um den Unterschied im Auftrieb
4• Durchführung zu berücksichtigen, der durch die Atmosphäre auf die
4.1•Statisches Wägeverfahren gegebene Masse einer Flüssigkeit und auf die equlva-
Um die Wirkungen durch Restflüssigkeiten, die am Boden lenten Massen in Form von Wägestücken ausgeübt
des Behälters und seinen Wänden zurückgeblieben sind, wird, die z. B. aus Gußeisen zum Kalibrieren der Waage
zu beseitigen, muß zuerst eine ausreichende Menge der verwendet werden.
Flüssigkeit in den Behälter gefüllt (oder am Ende einer ANMERKUNG: Im Hinblick auf die relative Größe
durchgeführten Messung zurückgehalten) werden, um der Werte kann die Gleichung mit zufriedenstel¬
die Ansprechschwelle der Waage zu erfassen. Diese An¬ lender Annäherung wie folgt geschrieben werden:
fangsmasse Wo wird aufgezeichnet, während die m-i niQ
Umschalteinrichtung die Strömung in den Vorratsbehälter (1 +£)
leitet und der Durchfluß stabilisiert wird. Nachdem eine t
konstante Strömung erreicht ist, leitet die Umschaltein¬ mit
richtung die Flüssigkeit direkt in den Wägebehälter, wobei 1 1
dieser Vorgang automatisch die Zeitmeßeinrichtung ein¬ ga
schaltet. Ist eine geeignete Flüssigkeitsmenge in den Q Qp I
Behälter geflossen, wird durch die Umschalteinrichtung Im Fall von Wasser als Flüssigkeit reicht es aus, die
die Flüssigkeit wieder in den Vorratsbehälter geleitet, die Berechnung des Korrektionsfaktors e aus den mittleren
Zeitmeßeinrichtung automatisch gestoppt und so die Füll¬ Näherungswerten zu berechnen.
zeit t bestimmt. Sobald sich die Oberfläche der Flüssig¬
Q = 1000 kg/m®
keit im Behälter beruhigt hat, wird die jetzt im Wägebehäl¬
ter vorhandene scheinbare Endmasse m-^ aufgezeichnet. = 1,21 kg/m® (bei 20°C und 1 bar)
Anschließend muß der Behälter entleert werden. Pp = 8000 kg/m® (gebräuchlicher Mittelwert
nach OIML-Empfehlung Nr 33)
4.2• Dynamisches Wägeverfahren Hieraus ergibt sich
Nachdem eine konstante Strömung erreicht ist, wird das £ = 1,06 • 10"
Entleerungsventil des Wägebehälters geschlossen; da
die Masse der Flüssigkeit im Behälter jetzt anwächst, und
- niQ
überwindet sie den Widerstand des am Ende des Waage¬ = 1,001 06
balkens angebrachten Gegengewichtes mit der Masse t
Mi, der dann steigt und die Zeitmeßeinrichtung einschal¬
tet. Auf die Schale des Waagebalkens wird eine zusätzli¬ 5.2 Berechnung des Volumendurchflusses
che Masse aufgebracht, die den Balken absenkt.
Wenn der Balken erneut steigt, wird die Zeitmeßeinrich¬ Der Volumendurchfluß wird aus dem Massendurchfluß
tung gestoppt und die Füllzeit t aufgezeichnet. Die Masse nach Abschnitt 5.1 und aus der Dichte der Flüssigkeit bei
An, wird als (m^ + mg) in einer nachfolgenden Berech¬ der Betriebstemperatur errechnet, wie sie aus Standard¬
nung des Durchflusses eingesetzt. tabellen entnommen wurden, z.B. die Angaben im
Anhang B für Wasser im Bereich der Umgebungstempe¬
Für die dynamische Messung gibt es weitere Verfahren,
raturen (in Ausnahmefällen kann es erforderlich sein, die
wie z.B. die automatische Aufzeichnung der Anzeigen
Dichte direkt zu messen):
der Waage.
mi - mo
q-y = (1 +£)
4.3• Allgemeine {Maßnahmen Qt
Sofern eine nachfolgende Betrachtung der zufälligen
Meßabweichungen durchgeführt wird, wird für jede Me߬
reihe empfohlen, wenigstens zwei hintereinanderfolgende 6 Berechnung der Gesamtmeßunsicherheit
Messungen für jede Durchflußmeßreihe durchzuführen.
bei der Durchflußmessung
Die verschiedenen zu messenden Größen können von
einer Arbeitskraft manuell aufgezeichnet oder von einer Die Berechnung der Meßunsicherheit bei der Durchflu߬
automatischen Datenerfassungseinrichtung übertragen messung sollte in Ubereinstimmung mit ISO 5168 durch¬
werden, um diese Größen als Zahlenwerte auszudrucken geführt werden; zur Erleichterung werden nachstehend
oder direkt in einen Rechner einzugeben. die wichtigsten anzuwendenden Verfahren aufgeführt wie
sie sich auf die Durchflußmessung nach dem Wägeverfah¬
ren anwenden lassen.
5• Berechnung des Durchflusses
5.1 Berechnung des Massendurchflusses 6.1 Darstellung der Ergebnisse
Der mittlere Massendurchfluß während der Füllzeit wird Die Gleichung (3) im Anhang C sollte für die zufällige oder
ermittelt, indem man die wirkliche Masse m der einge¬ systematische Komponente der Unsicherheit vorzugs¬
strömten Flüssigkeit durch die Füllzeit t dividiert: weise getrennt berechnet werden. Man bezeichnet die
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Beiträge zu der auf diese beiden Ursachen zurückzu¬ geschätzte


führenden IVIeßunsicherheit bei der Durchflußmessung Meßunsicherheit dm
mit (6^)95 bzw. ßg bei Angabe in Absolutwerten und mit
(£r)95 bzw. £5 bei Angabe in Absolutwerten und mit
(Er) 95 bzw. Es- wenn sie in Prozent ausgedrückt werden.
5 X 1_
Die Messung des Durchflusses muß dann in einer der
nachstehend angegebenen Formen dargestellt werden:
a)• Durchfluß = q
(ßR)95 = ±<3^1; e^ = ±oq2
Die Meßunsicherheiten sind nach ISO 5168 berechnet.
b)•
Durchfluß = q
durch die Waage angezeigte Masse
(ßR)95 ~•
~ — <^^4 %
Die Meßunsicherheiten sind nach ISO 5168 berechnet. Bild 5: Beispiel einer Verteilung der Abweichungen
Ein alternatives, allerdings weniger befriedigendes Ver¬ bei einer Kalibrierung der Waage
fahren besteht in der Kombination der aus zufälligen und
systematischen Meßabweichungen resultierenden Me߬ Es wird empfohlen, für die Daten ein Polynom der niedrig¬
unsicherheiten nach dem Verfahren der quadratischen sten Ordnung zu wählen.
Mittelwerte. Auch dann muß jedoch Gleichung (3) im Hin¬ Die systematische Meßabweichung bei der Bestimmung
blick auf zufällige Komponenten bewertet werden, da der der Masse im Wägebehälter d{Am) ist dann durch
Wert von (6^)95 oder (Er)95 angegeben werden muß. In (5 (Am) = dm2 - öm-^
diesem Fall muß die Messung des Durchflusses in einer
der nachstehend angegebenen Formen dargestellt wer¬ gegeben.
den: Um die Größe dieser systematischen Meßabweichung zu
c)•Durchfluß = q± öq schätzen, ist es daher erforderlich, eine Kalibrierkurve
entsprechend Bild 5 zu benutzen. Dabei verbleibt nach
(%)95 ~ jeder Korrektion der Massenunterschiede auf einen
Die Meßunsicherheiten sind nach ISO 5168 berechnet. geeigneten Betrag, eine durch die Durchflußmessung ein¬
geführte Restunsicherheit (eg)),, die gleich der Unsicher¬
d)•
Durchfluß = <7(1 ± 10~^ öq') heit bei der Bestimmung von d(Am) ist.
(^r)95 ^ Dies ist die Meßunsicherheit der Bestimmung der best¬
passenden Kurve durch die Einzelpunkte der Kalibrierung.
Die Meßunsicherheiten sind nach ISO 5168 berechnet.
Der maximal zulässige Wert von (£5)1, muß + 0,05% der
von der Waage angezeigten Masse betragen. Für einen
6.2 Ursachen für Meßabweichungen vorgegebenen absoluten Wert der Meßunsicherheit bei
Nachstehend werden nur die Hauptquellen für die syste¬ der Bestimmung von A{dm), ist es daher erforderlich,
matischen und zufälligen Abweichungen beschrieben, daß für die Masse des Wassers beim Umschalten ein
wobei die Zahlenwerte der Meßabweichungen nur als geringerer Grenzwert festgelegt wird um sicherzustellen,
Beispiele angeführt sind. daß die Meßunsicherheit zusammen mit dieser systemati¬
schen Meßabweichung immer kleiner als + 0,05% ist.
Die Ursachen von systematischen und zufälligen Meßab¬
weichungen werden hier getrennt betrachtet; es ist Die Korrektion des Auftriebs e wird durch die bekannten
jedoch zu beachten, daß lediglich eine einzige Bestim¬ Werte für q, und £>p bestimmt. Bei der Verwendung
mung des Durchflusses betrachtet wird. Weiterhin wird dieser Werte und der im Abschnitt 5.1 empfohlenen Werte
darauf hingewiesen, daß die Bestimmung des mittleren entsteht eine systematische Meßabweichung. Die Grö¬
Durchflusses während der Umschaltzeit als der Zweck ßenordnungen der beteiligten Abweichungen sind so
der Messung angesehen wird. Die Inkonstanz des Durch¬ gering, daß sie vernachlässigbar sind, zumal der Effekt
flusses muß nicht berücksichtigt werden, wenn sicherge¬ auf die Durchflußmessung kleiner als 0,01 % ist.
stellt ist, daß sie nicht so schwerwiegend ist, wie die 6.2.1.2• Meßabweichungen durch die Zeitmeßeinrichtung
Beeinflussung durch den Betrieb der Umschaltvorrich¬
tung. Jede Abweichung bei der Kalibrierung der Zeitmeßein¬
richtung führt zu einer systematischen Meßabweichung
6.2.1 Systematische Meßabweichungen (es)t bei der für eine Umschaltung gemessenen Zeit; bei
modernen Geräten wird diese jedoch vernachlässigbar
6.2.1.1 Meßabweichungen durch die Waage sein (unter 1 ms).
Die systematischen Meßabweichungen, die mit dem Wichtig ist eine angemessene Auflösung der Zeitmeßein¬
Gebrauch der Waage zusammenhängen, entstehen z.B. richtung. Geräte mit Ziffernanzeige liefern eine Anzeige,
bei einer Laufgewichtswaage durch deren Abweichung in der Größenordnung einer Ziffer der
a)• die Lage der Kerben auf der Skale der Waage; letzten Stelle liegt, wobei das Vorzeichen der Abweichung
b)• die Beurteilung von e davon abhängt, ob die Ziffer am Ende oder Anfang des
Jede Lageabweichung einer Kerbe auf der Skale einer entsprechenden Zeitabschnittes vorgerückt ist. Um die¬
Laufgewichtswaage sollte unter idealen Verhältnissen sen Einfluß vernachlässigbar zu machen, muß die Auflö¬
kleiner sein als die Ansprechschwelle der Waage. In vie¬ sung jeder benutzten Zeitmeßeinrichtung auf weniger als
len Fällen wird dieser Idealzustand natürlich nicht erreicht 0,01 % der Umschaltzeit festgesetzt werden.
und eine Kalibrierung der Waage ergibt eine Verteilung
6.2.1.3• Meßabweichungen durch die Umschalteinrichtung
der Abweichungen, wie sie im Bild 5 dargestellt ist.
Voraussetzt, daß entweder für jede Zeitabweichung eine
Im allgemeinen Fall kann die bestpassende Kurve durch
Korrektur, wie in Anhang A beschrieben, vorgenommen
die Einzelpunkte als ein Polynom dargestellt werden:
wird, oder daß die Taktgabe der Zeitmeßeinrichtung so
öm = 3q + a-i m + 82 + .... + a,, m" eingestellt wird, daß die Abweichung vernachlässigbar ist,
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wird die aus dieser Quelle in die Durchflußmessung ein- trauensniveau dieser Verteilung unter Verwendung der
gefiihrte Meßunsicherheit gleich der Unsicherheit bei der Student- t-Tabelle (siehe Anhang D) bestimmt werden.
Messung der Zeitabweichung sein. Dieser Wert für das Vertrauensniveau sollte dann mit 1/2
Diese Meßunsicherheit (es)p wird mit der Gleichung im multipliziert werden (weil die Masse der während der
Anhang A, Abschnitt A.1 und dem allgemeinen Prinzip Umschaltung gesammelten Flüssigkeit aus zwei Wägun¬
nach Anhang 0, Gleichung (3) oder wenn das alternative gen ermittelt wird); das Ergebnis (%)), ist dann die auf die
Verfahren 2 angewendet wird, aus der Meßunsicherheit zufälligen Meßabweichungen der Waage zurückzuführende
bei der Steigung der Geraden in der graphischen Darstel¬ Meßunsicherheit.
lung im Anhang A (Bild 7), berechnet. Die Meßunsicherheit durch die zufälligen Meßabweichun¬
Der Wert (£s)p muß kleiner als 0,05% sein. gen der Waage (£R)b muß kleiner als + 0,01 % sein; die
kleinste zu wägende Masse einer Flüssigkeit ist entspre¬
chend diesem Kriterium auszuwählen.
6.2.1.4 Meßunsicherheiten durch die Dichtemessung
Wenn der Volumendurchfluß berechnet werden muß, wird
eine systematische Meßabweichung auftreten, die mit 6.2.2.2 Meßabweichungen durch die
dem für die Dichte der Flüssigkeit benutzten Wert zusam¬ Umschalteinrichtung
menhängt und die sich Die Wiederholbarkeit, mit der die Dauer einer Umschal¬
a)• aus der Messung der Temperatur der Flüssigkeit tung gemessen wird, hängt von der Wiederholbarkeit der
in der Meßeinrichtung und Bewegung der Umschalteinrichtung ab, die die Zeitme߬
b)• aus der Verwendung von Dichtemeßgeräten oder einrichtung auslöst und von der Genauigkeit mit welcher
Dichtetabellen die Auslöserlage festgelegt ist. Dies kann für eine gege¬
ergibt. bene Anlage experimentell bestimmt werden, indem man
den Durchfluß auf einen konstanten Wert einstellt und
Wie bereits im Abschnitt 3.5 angemerkt, werden Abwei¬ dann eine Reihe von z. B. 10 Umschaltzyklen mit festge¬
chungen bei der Dichtemessung im allgemeinen ver¬ legter Umschaltperiode durchführt, um eine Reihe von
nachlässigbar sein, vorausgesetzt, daß die Temperatur
10 Schätzwerten des Durchflusses bereitzustellen.
mit einer Meßgenauigkeit von ± 0,5 °C gemessen wird.
Diese Meßgenauigkeit ist mit einfachen Thermometern Dies wird für mehrere verschiedene Umschaltperioden
leicht zu erreichen; wichtig ist jedoch, daß sichergestellt wiederholt und aus der Standardabweichung s werden
wird, daß die Temperatur der in den Wägebehälter strö¬ für jede Meßreihe die 95% Vertrauensgrenzen, z.B.
menden Flüssigkeit konstant ist, so daß die Möglichkeit ± tg^S (siehe Anhang D) ermittelt. So kann für eine
ausgeschlossen wird, daß die Temperatur der Flüssigkeit gut konstruierte Umschalteinrichtung ein Diagramm in
in der Nähe des Thermometers nicht für die der Flüssig¬ der in Bild 6 gezeigten Form aufgestellt werden. Der
keit im gesamten Behälter repräsentativ ist. Durchfluß sollte während einer Meßreihe, stationär oder
z.B. durch ein Referenz-Durchflußmeßgerät innerhalb
Bei der Benutzung von Dichtetabellen sollte keine signifi¬ der Meßleitung vorzugsweise normalisiert sein. Ober¬
kante Abweichung eingeführt werden; soll die Dichte halb einer Mindestumschaltdauer werden die 95% Ver¬
einer Flüssigkeit jedoch direkt gemessen werden, muß trauensgrenzen relativ konstant sein, und der so ermit¬
das angewendete Verfahren bewertet werden, damit die
telte Wert sollte als die Meßunsicherheit (eR)n bei der
Meßunsicherheit (£3)^ des Ergebnisses bestimmt wird.
Durchflußmessung benutzt werden, die auf Zufallser¬
Dieser Wert von (6^)^ muß dann bei der Berechnung der scheinungen in der Umschalteinrichtung zurückzufüh¬
Unsicherheit bei der Messung des Volumendurchflusses ren ist.
benutzt werden.
Anzumerken ist, daß (£r)p die Streuergebnisse der
Wird bei der Messung des Volumendurchflusses die Anzeige der Skale der Waage enthält.
Dichte der Flüssigkeit durch eine Messung direkt ermit¬
telt, so muß das Verfahren einen Wert für (E^)^ kleiner Wichtig ist, daß (£r)p bei mehreren Durchflüssen über
0,05% sicherstellen. den Meßbereich der Einrichtung bewertet wird, da ihr
Wert vom Durchfluß abhängig sein kann.
Die Meßunsicherheit (E^)p aus diesen zufälligen Me߬
6.2.2 Zufällige Meßabweichungen
abweichungen muß kleiner als 0,1 % sein. In einem
6.2.2.1 Meßabweichungen durch die Waage gegebenen System wird das Erreichen dieses Wertes
Aus einer Darstellung, wie sie z.B. im Bild 5 gezeigt wird, eine Mindestumschaltdauer erforderlich machen, die
sollte die Standardabweichung der Verteilung der Punkte aus dem Absolutwert dieser Meßunsicherheit bestimmt
um die bestpassende Kurve berechnet und das 95% Ver¬ wird.

Vertrauensbereich

Bild 6: Übliche, für die Bewertung von einer Umschalteinrichtung benutzte graphische Darstellung
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6.3 Berechnung der Meßunsicherheit Die systematische Meßunsicherheit (65)4 durch die Zeit¬
bei der Durchflußmessung meßeinrichtung hat einen charakteristischen Wert kleiner
als 0,001 s; für das Beispiel wird dieser Wert benutzt.
6.3.1 Allgemeines
Die systematische Meßunsicherheit (es)p aus der Um¬
Die mit einer Durchflußmessung verbundene IVIeßun- schalteinrichtung hat einen charakteristischen Wert von
sicherheit wird durch Kombination der sich aus den in ± 0,025 s.
Abschnitt 6.2 beschriebenen Ursachen ergebenden l\/leß-
unsicherheiten ermittelt. Obwohl zwischen "systemati¬ Bei der Dichtemessung hat die systematische Meßun¬
schen" Meßabweichungen und "zufälligen" Meßabwei¬ sicherheit (es)d einen charakteristischen Wert von + 0,01
chungen unterschieden wird, ist die Wahrscheinlichi<eits- und entspricht in diesem Fall + 0,01 kg/m^.
verteilung der möglichen Werte jeder systematischen
Komponente im wesentlichen eine Gaußsche Verteilung,
6.3.2.2 Zufällige Meßabweichungen
und nach ISO 5168 darf die Kombination aller Meßunsi¬
cherheiten daher nach dem Verfahren der quadratischen Die Vertrauensgrenzen der im Bild 5 angegebenen Kurve
Mittelwerte erfolgen. sind mit + 0,05% charakteristisch und somit ist die zu¬
fällige Meßunsicherheit (cr)!, für die Differenz zwischen
Obwohl alle Meßunsicherheiten berücksichtigt werden
zwei Wägungen + 0,07%. Die zufällige Meßunsicherheit
sollten, brauchen nur die in Abschnitt 6.2 genannten in
der Waage entspricht in diesem Beispiel einer Me߬
die Analyse einbezogen zu werden, wenn die Messungen
unsicherheit von ± 14 kg.
in Übereinstimmung mit dieser Internationalen Norm
durchgeführt werden, da jede andere Ursache einen ver¬ Die auf die Umschalteinrichtung zurückzuführende Me߬
nachlässigbaren Beitrag zu der Gesamtmeßunsicherheit unsicherheit (e^jp ist mit ± 0,01 s charakteristisch.
liefert. Für die Dichtemessung hat die zufällige Meßunsicherheit
Somit ist die relative systematische Meßunsicherheit bei (eR)d eine charakteristische Größe von ± 0,01 % und ent¬
einer Volumendurchflußmenge durch die folgende Glei¬ spricht hier ± 0,1 kg/m^.
chung gegeben:
2 2 2 2 6.3.2.3 Berechnung der Gesamtmeßunsicherheit
(^s)b + (^s)p + (^s)d + (^s)^ + (^s)t
E,= ± 100 % bei der Durchflußmessung
m t Q m t
Die prozentuale systematische Meßunsicherheit bei
Die Meßunsicherheiten (e^je und {6^)1 können im allge¬ der Durchflußmessung ergibt sich durch
meinen weggelassen werden.
2 2 2 2
Die relative zufällige Meßunsicherheit beim 95% Ver¬ (^s)b (^s)e (es)t (^s)p (®s)d
£s = ± 100 + + + +
trauensniveau ist gegeben durch m m t t Q
2 2
(^R)b (%)d somit
(£r)95 ~ — ^00 + + %
m t [ Q\
' 10 ' M 1 ' 0,001 2
0,025 ' il 0,1
Die Meßunsicherheit (eR)^ kannCi< im allgemeinen wegge¬ £, = ± 100
lassen werden.
20000 \ 20000 1 40 40 \ 1000,34

6.3.2 Berechnungsbeispiel = ±1001/0,654 • 10"®%


Bei dem hier angeführten Beispiel registriert eine Laufge¬ = +0,08%
wichtswaage eine Masse von 20 000 kg Wasser, welche
über einen Zeitraum von 40,00 s einströmte und bei dem Die prozentuale zufällige Meßunsicherheit (£r)95 bei der
der Volumendurchfluß des Wassers gesucht ist. Der Wert Durchflußmessung ergibt sich
der Dichte des Wassers nach Messen der Temperatur 2 2
des Wassers im Wägebehälter mit einem Quecksilber¬ (^R)b + (%)p + (%)d
Glasthermometer und der Benutzung von Dichteflaschen (^r)95 ~ i 100
m t [ Q\
zum Messen von Proben betrug 1000,34 kg/m^.
Das Beispiel berücksichtigt nur die in Abschnitt 6.2 aufge¬ somit
führten Ürsachen für die Abweichungen und verwendet
dafür Werte der Meßunsicherheit, die für eine hochge¬ 14 \ 2 /0,01 0,1
naue Durchflußmeßeinrichtung charakteristisch sind. Es E=± 100
muß jedoch nachdrücklich betont werden, daß in jedem 20000 j 40 1000,34
Einzelfall die Berechnung getrennt durchgeführt werden
muß, da andere Quellen vorhanden sein können und die = + 100l/0,562 • 10"®%
Werte der Meßunsicherheit, die einer gegebenen Ursa¬
che entsprechen, schwanken können. = ±0,075%
Das Ergebnis der Durchflußmessung kann somit angege¬
6.3.2.1 Systematische Meßabweichungen ben werden als
Es wird vorausgesetzt, daß die in Abschnitt 6.2 beschrie¬ ntf - rriQ
benen Verfahren bereits ausgeführt worden sind, um die Durchfluß = 1,00106 = 0,5004 m^/s
im folgenden benutzten Werte der systematischen Me߬ Qt
unsicherheiten zu ermitteln. (£r)95 = ±0,075%
Die systematische Meßunsicherheit durch die Waage Es = 0,08%
ergibt sich in diesem Beispiel aus der Lage der Kerben
und der Auftriebskorrektion; diese durch (eg)), und (eg);; Die Meßunsicherheiten sind nach ISO 5168 berechnet.
angegebenen Komponenten haben charakteristische Es ist festzustellen, daß einige der hier betrachteten Unsi¬
Werte von + 0,05% und ± 0,005%, was in diesem Beispiel cherheiten hätten vernachlässigt werden können, doch
Werten von + 10 kg und ± 1 kg entspricht. sollten sie das Berechnungsverfahren vervollständigen.
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Anhang A
Korrektionen bei der Messung der Füllzeit
Die Erfalirung hat gezeigt, daß die Umschaltabweichung Zuerst ist der Durchflußregler des hydraulischen Kreis¬
eines Zyklus vom Einschalten bis zum Ausschalten der laufs so einzustellen, daß der Durchfluß in der Nähe des
Umschalteinrichtung bei einem gut konzipierten System maximalen Durchflusses des Systems liegt. In den Kreis¬
einem Wert von 0 bis 25 ms entsprechen kann. Diese lauf ist ein Durchflußmeßgerät guter Genauigkeit einzu¬
Abweichung hängt ab vom Durchfluß, von der Geschwin¬ bauen. Man läßt das System in diesem Zustand mehrere
digkeit der Bewegung der Spitze der Umschalteinrichtung Stunden laufen und nimmt während dieser Zeit nachein¬
in beiden Richtungen durch den Flüssigkeitsstrahl und ander zahlreiche Messungen des Durchflusses unter Ver¬
von der genauen Lage des Auslösers der Zeitmessung in wendung unterschiedlicher Umschaltzeiten vor. Als
bezug auf den aus dem Düsenschlitz hervortretenden Umschaltzeiten werden vorgeschlagen: "Normal" sowie
Flüssigkeitsstrahl. Diese Umschaltabweichung darf nicht 0,2, 0,1 und 0,05 der "normalen" Zeit. Die höchste Anzahl
als unbedeutend angesehen werden, sondern sie ist von Prüfungen ist bei 0,05 vom "normalen" (oder langen)
durch Versuche nach einem der in den folgenden Ab¬ Zeittakt erforderlich, die niedrigste bei der "normalen"
schnitten beschriebenen Verfahren zu ermitteln. Umschaltzeit. Während aller dieser Prüfungen ist der
mittlere, Wert des Durchflußmessers so genau wie mög¬
lich festzuhalten.
A.1 Statisches Wägeverfahren Die so ermittelten Ergebnisse sind in die folgende
Gleichung einzusetzen, wobei At die gesuchte zeitliche
A.1.1 Verfahren 1 Meßabweichung des Umschaltsystems darstellt:
Ein stationärer Durchfluß wird mittels eines Regelventils
eingestellt und dann eine übliche Messung durchgeführt. 1
Anschließend wird eine Reihe kurzer Ausflüsse oder At
Flüssigkeitsstöße (bis maximal 25 Stöße) in den Wägebe¬ tqn 9n
hälter geleitet ohne die Zeiteinrichtung oder die Anzeige
der Waage auf Null zu stellen; der Durchfluß wird dann Hierin bedeuten:
aus der Gesamtsumme der Massen und der Gesamt¬ t„: die Umschaltzeit einer bestimmten "kurzen"
qi
summe der Zeiten ermittelt. Um die Messungen abzu¬ Prüfung;
schließen, wird eine zweite Messung mit dem stationären
qn die Umschaltzeit einer "normal" dauernden
Durchfluß durchgeführt; der Mittelwert der beiden Werte
Prüfung, die dem alltäglichen Prüfablauf am
aus den üblichen Messungen wird mit ,dem Durchflußwert
nächsten liegt;
verglichen, der aus den Gesamtsummen gebildet ist.
der für eine bestimmte Umschaltzeit t^^
Ist die Gesamtsumme der Massen für n Stöße ungefähr
berechnete Durchfluß;
gleich der einer Standardmessung, so läßt sich nachwei¬
sen, daß die mittlere Zeitmeßabweichung Ai, die sich je q^ der Durchfluß, der aus einer "normalen" Um¬
Zyklus aus der Steuerung der Zeitmeßeinrichtung ergibt, schaltzeit berechnet wurde, die dem all-
etwa gleich täglichen Prüfablauf am nächsten liegt;
n• In• ^ die mittlere Anzeige des Durchflußmengen¬
I Arn; Iii zählers während des Zeitraumes t,qi'
1 1 I 1 q„i die mittlere Anzeige des Durchflußmengen¬
At = 1
n-1 q' {m-f - rrif^/t zählers während des Zeitraumes t,qn-
Die für die rechte Seite dieser Gleichung ermittelten Werte
ist. sind in einem Koordinatensystem gegen (l/fq; - 1/^q )
Hierin bedeuten: aufzutragen (siehe Bild 7). Die Punkte sollten eine GeracPe
(mi - m^yt den bei der Standardmessung er- mit Steigung At bilden, die durch den Nullpunkt führt.
^ I ^ mitteilen mittleren Durchfluß,
mittlere Steigung von Ai
X Amj I X den anhand der Gesamtsumme der
1 ' 1 Massen und der Gesamtsumme
der Zeiten für n Stöße ermittelten
Durchfluß,
q und q' die Durchflußwerte während der
Standardmessungen bzw. während
der n Stöße, wie sie von einem
separaten Durchflußmeßgerät im
Flüssigkeitskreislauf bestimmt wer¬
den. Die Korrektion q/q' berück¬
sichtigt — soweit vorhanden —
eventuelle Durchflußschwankungen
zwischen den Meßreihen.
Nachdem dieses Verfahren über einen breiten Bereich
von Durchflußwerten wiederholt worden ist, hat man die
Möglichkeit, bei jeder weiteren Messung die gemessene
Füllzeit um den so ermittelten Wert Ai zu korrigieren.
A.1.2 Verfahren 2 Bild 7: Diagramm mit den eingetragenen Ergebnissen
Dieses alternative Verfahren kann ebenfalls verwendet der Prüfungen des Auslösers
werden, um den Auslöser der Zeitmeßeinrichtung der für die Zeltmeßeinrichtung der Umschalteinrichtung,
Umschalteinrichtung einzustellen. wie in Anhang A.1.2 beschrieben
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Wird für At ein signifikanter Wert ermittelt, ist der Aus¬ Meßverfahrens. Geräte wie im Abschnitt 3.3 beschrieben,
löser für die Zeitmeßeinrichtung der Umschalteinrichtung können diese unerwünschte Erscheinung reduzieren
so einzustellen, daß der Wert der Abweichung durch wie¬ doch nicht gänzlich beseitigen, die bei höheren Durch¬
derholte Prüfungen minimiert wird. flußmengen immer am ausgeprägtesten ist.
Das Verfahren ist einige Male bei geringeren Durchflu߬ Änderungen in der Trägheit zwischen den Anfangs- und
werten zu wiederholen, um sicherzustellen, daß der für Endpunkten der Wägung können den angezeigten
At ermittelte Wert nicht signifikant vom Durchfluß abhän¬ Durchfluß um bis zu 0,5% beeinflussen, falls die Abwei¬
gig ist. Werden bedeutsame Abweichungen im Ai-Wert chung At bei der gemessenen Zeit t nicht berücksichtigt
ermittelt, so ist es erforderlich, entweder das Umschalt¬ ist. Diese Abweichung ist annähernd
system zu verbessern oder einen bei der Umschaltzeit zu
berücksichtigenden, variablen Zeitkorrektionswert At ein¬ At '6La' % Am '^3 (M, + Am)'^ -
zuführen. t t Am
g
Hierin bedeuten:
A.2 Dynamisches Wägeverfahren La der Weg, der vom Ende eines Waagebalkens
Dieses Verfahren beinhaltet eine Bewegung des Balkens der Länge L durchlaufen wird, der um den
der Waage unmittelbar vor der Start- und Stoppauslösung Winkel a vom Ruhepunkt in Richtung Auslö¬
der Zeitmeßeinrichtung. ser der Zeitnahme ausgelenkt wird;
Vier wesentliche dynamische Erscheinungen finden wäh¬ M-f üblicherweise die Massen des Wägebehäl¬
rend des dynamischen Wägezyklus statt: ters und der darin befindlichen Anfangsflüs¬
sigkeit sowie mögliche andere Massen, die
—• Eine Änderung der Stoßkraft der fallenden Flüs¬ vom Wägevorgang abhängig sind.
sigkeit zwischen den Anfangs- und Endpunkten der
Wägung; Die korrigierte Füllzeit ist in diesem Fall (t- At).
—• Ansammeln eines zusätzlichen Betrages an Flüs¬ Diese Abweichung At kann bei der herkömmlichen
sigkeit aus der einströmenden Flüssigkeitssäule Benutzung der Waage durch eine Begrenzung der Aus¬
durch den steigenden Flüssigkeitsstand im Behälter; lenkung a verringert werden. Hinsichtlich der Bestim¬
mung von At können alternativ dazu. Versuche bei der
—• Kräfte, infolge von Wellenbewegungen im Behälter; statischen Wägung mit denen des dynamischen Verfah¬
—• eine Änderung der Trägheit der Waage und der im rens verglichen werden; die Ergebnisse können dann
Wägebehälter befindlichen Flüssigkeit mit einer sich dazu dienen, um die oben genannte Gleichung für eine
daraus ergebenden Änderung der Zeit, die benötigt Anwendung zu überprüfen und die darin enthaltenen
wird, um den Waagebalken zum Auslösepunkt der Konstanten abzuschätzen. Bei kleineren dynamischen
Zeitmeßeinrichtung zu bewegen. Wägesystemen kann die Wirkung des Beharrungsvermö¬
Im allgemeinen ist die Abnahme der Stoßkraft gleich und gens durch Anwendung der Substitutionswägetechnik
entgegengesetzt dem zusätzlichen Gewicht der gesam¬ praktisch völlig ausgeschlossen werden.
melten Flüssigkeit, so daß diese zwei Wirkungen sich
gegeneinander aufheben. Shafer, M. R., und Ruegg, R W "Kalibrierverfahren für
Schwingungen der Flüssigkeit im Wägebehälter haben Durchflußmeßgeräte für Flüssigkeiten". Trans. ASME.,
einen ernstzunehmenden Einfluß auf die Genauigkeit des Vol 80, Nr 7, Okt. 1958

Anhang B
Dichte von reinem Wasser
Temperatur Dichte
°C kg/m^

0 999,84
2 999,94
4 999,97
6 999,94
8 999,85
10 999,70
12 999,50
14 999,24
16 998,94
18 998,60
20 998,20
22 997,77
24 997,30
26 996,78
28 996,23
30 995,65
32 995,03
34 994,37
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Anhang C
Definitionen der Begriffe und Arbeitsweisen bei der Meßunsicherheitsbetrachtung

C.1 Definition der Meßabweichung a)• Der bekannte Wert einer systematischen Abwei¬
chung sollte durch Addieren (oder Subtrahieren) den
Die IVIeßabweichung ist die Differenz IVIeßergebnis minus
Meßwert berichtigen, wobei die Unsicherheit der Mes¬
wahrer Wert der Meßgröße.
sung dieser systematischen Abweichung dann gleich
Keine Messung einer physikalischen Größe ist frei von Null gesetzt wird.
Meßunsicherheiten, die entweder durch systematische
b)• Wenn das Vorzeichen der Abweichung bekannt ist,
oder zufällige Meßabweichungen bedingt sind. Systemati¬
deren Größe aber subjektiv geschätzt werden muß,
sche Meßabweichungen können durch wiederholte Mes¬
soll der Mittelwert der geschätzten Abweichung dem
sungen nicht verringert werden, da sie durch gerätespezi¬
Meßergebnis hinzugefügt werden (unter entsprechen¬
fische Eigenschaften, Einbauverhältnisse und Strömungs¬
der Berücksichtigung des Vorzeichens), wobei die
bedingungen hervorgerufen werden. Zufällige Meßabwei¬
Meßunsicherheit die Hälfte des Bereiches ist, in dem
chungen lassen sich durch wiederholte Messungen
schätzungsweise die Abweichung liegt. In Bild 8 ist
jedoch verringern, da der Mittelwert aus n unabhängigen
dies dargestellt, wobei der gemessene Wert mit M
Messungen (/«-mal kleiner als die zufällige Abweichung angegeben ist und die systematische Abweichung
einer Einzelmessung ist. schätzungsweise zwischen öt-^ und <5/2 liegt (was
einen Mittelwert der Abweichung von '4 {dt^ + öt^
C.2 Definition der Meßunsicherheit ergibt.) Das zu benutzende Ergebnis R ergibt sich
aus:
Die Meßunsicherheit ist ein Schätzwert zur Kennzeich¬ dt, + Öt2
nung eines Wertebereiches innerhalb dessen der wahre R = M+ —^ ^
Wert der Meßgröße mit großer Wahrscheinlichkeit liegt. 2
Für die Anwendung dieser Internationalen Norm ist ein mit einer Unsicherheit von
Vertrauensniveau von 95 % festgelegt.
+ dt2

C.3 Definition der Standardabweichung


Beim Gleichsetzen des Mittelwertes der geschätzten
Die Standardabweichung ist der Parameter s^, der für
Abweichung mit dem Mittelwert der geschätzten
eine Reihe von n Messungen derselben Meßgröße X die
Höchst- und Mindestwerte wird vorausgesetzt, daß die
Streuung der Ergebnisse anhand der Beziehung
systematische Abweichung als nichtsymmetrisch
i = n•
• betrachtet wird.
%
I (^i -xf
;=1 Öt-^ + (3^2
(1)
«- 1

charakterisiert. Hierin bedeuten du


X der arithmetische Mittelwert der n Ergebnisse
der Variablen X, R
Xj das Ergebnis der z-ten Messung der Varia¬ M
blen X und du
n die Gesamtzahl der Messungen von X
Üblicherweise ist Sv die Standardabweichung der Varia¬ Bild 8: Darstellung der Korrektur bei Berücksichtigung
blen X. eines Mittelwertes für die geschätzte Abweichung

c)• Wenn die Größe der systematischen Meßabwei¬


CA Beurteilung der Meßunsicherheit chung experimentell abgeschätzt werden kann,
sollte die Unsicherheit so berechnet werden, wie
C.4.1 Zufällige Meßabweichungen dies für zufällige Meßabweichungen im Ab¬
Für eine bekannte Standardabweichung wird erwartet, schnitt 0.4.1 angegeben ist, wobei der gemessene
daß 95% aller Werte innerhalb des Vertrauensbereiches Wert, wie oben beschrieben, berichtigt wird. Eine
± 1,96 ax liegen, d.h. es gibt eine Wahrscheinlichkeit von solche Situation würde z.B. vorliegen, wenn eine
0,05, daß das Intervall X ± 1,96 den wahren Wert von Waage kalibriert und justiert wird. Jede Anzeige hat
X nicht erfaßt und + 1,96 ax die Unsicherheit der Mes¬ eine systematische Abweichung, jedoch sind die
sung ist. einzelnen Anzeigen zufällig um den wahren Wert
In der Praxis wird es nur einen Schätzwert für die Stan¬ herum verteilt. Bei der Anwendung einer Gesamt¬
dardabweichung geben, da eine genaue Bestimmung meßunsicherheit für das Meßergebnis einer Waage
eine unendliche Anzahl von Messungen erfordert. Für kann diese zufällige Meßunsicherheit für die Ein¬
kleine Proben muß die "^-Verteilung", wie in Anhang D grenzung der Meßwerte benutzt werden.
beschrieben, zur Bestimmung der Unsicherheit für das d)• Wenn das Vorzeichen der Abweichung unbekannt
95% Vertrauensniveau angewandt werden. ist und die Größe subjektiv geschätzt werden kann, ist
der Mittelwert der geschätzten Abweichung gleich
Null, wobei die Meßunsicherheit erneut die Hälfte
C.4.2 Systematische Meßabweichungen des geschätzten Bereiches der Abweichung beträgt.
Die nachstehend beschriebene Vorgehensweise für die
Beurteilung der Meßunsicherheit in Verbindung mit einer
systematischen Abweichung hängt von den Informationen ^) In der Statistik als "empirische Standardabweichung"
über diese Abweichung selbst ab. bezeichnet
Seite 16
EN 24185 : 1993

Dies ist dargestellt in Bild 9 mit gleichen Angaben wie q = f{X,,X2,....,X^)•


(2)
zuvor. In diesem Fall ist = [öy und die Meßun¬
Sind mit den Variablen X^, Xg, ..., X^ die Meßunsicher¬
sicherheit ± öi.
heiten e-,, 62 ßk verbunden, dann ergibt sich die Un¬
sicherheit ßq des Durchflusses aus:
! dt dt I
I- -r—H
M[=R)
Bild 9: Unsicherheit =± dt dabei sind — —9_ —g_ partielle Ableitungen
öxi 3x2 ^Xk
C.5 Darstellung der Abweichungen (siehe ISO 5168).
Wenn die verschiedenen unabhängigen Variablen deren Die prozentuale Meßunsicherheit ist gegeben durch:
Kenntnis die Berechnung des Durchflusses gestattet,
E„ = 100 %
X2 sind, kann der Durchfluß q als bestimmte
Funktion dieser Variablen ausgedrückt werden:

Anhang D
Verteilung der Student- ^Faktoren
Die Unsicherheit bei einem Vertrauensniveau von 95% Tabelle: Wert der Student- i-Faktoren
wird wie nachstehend beschrieben berechnet:
1)• wenn n die Anzahl der Messungen ist, wird n - 1 Zahl der Freiheitsgrade t
als Zahl für die Freiheitsgrade vgenommen; V=n- 1 95% Vertrauensniveau
2)• der Wert für t für die passende Anzahl von Frei¬
heitsgraden n - 1 wird der Tabelle entnommen; 1 12,706
2 4,303
3)• die Standardabweichung für die Verteilung der 3 3,182
Messungen der Größe X wird berechnet; 4 2,776
4)• der Wertebereich, für den erwartet wird, daß alle 5 2,571
Anzeigen mit einem Vertrauensniveau von 95% in ihm 6 2,447
liegen, ist X ± ts^\ 7 2,365
10 2,228
5)• der Wertebereich, für den erwartet wird, daß das
15 2,131
wahre Mittel mit einern Vertrauensniveau von 95% in
20 2,086
ihm liegt, istX + tsj\ln. 30 2,042
60 2,000
00 1,960

Anhang ZA (normativ)
Normative Verweisungen auf internationale Publikationen
mit ihren entsprechenden europäischen Publikationen
Diese Europäische Norm enthält datierte oder undatierte Verweisungen, Festlegungen aus anderen Publikationen. Diese
normativen Verweisungen sind nachstehend aufgeführt. Bei starren Verweisungen gehören spätere Änderungen oder
Überarbeitungen dieser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung
eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation.

Publikation Jahr Titel END/HD Jahr

ISO 4006 1991 Measurement of fluid flow in conduits — Vocabulary EN 24006 1993
and symbols
ISO 5168 1978 Measurement of fluid flow — Estimation of uncertainty
of a fiow-rate measurement