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Geschäftsstelle der

Landesinitiative Zukunftsenergien NRW


c/o Ministerium für Verkehr,
Energie und Landesplanung
des Landes Nordrhein-Westfalen (MVEL)
Haroldstraße 4
40213 Düsseldorf
Telefon: 02 11/8 66 42-0
Telefax: 02 11/8 66 42-22
E-Mail: energieland@energieland.nrw.de

WINDENERGIE
Außenstellen:
Minsterium für Städtebau und Wohnen,
Kultur und Sport des Landes
Nordrhein-Westfalen (MSWKS)

in Nordrhein-Westfalen
Elisabethstraße 5-11
40217 Düsseldorf
Minsterium für Wissenschaft und Forschung
des Landes Nordrhein-Westfalen (MWF)
Völklinger Straße 49
40221 Düsseldorf
Minsterium für Umwelt und Naturschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV)
Schwannstraße 3
40476 Düsseldorf
ee energy engineers GmbH
Am Technologiepark 1
45307 Essen
Ihr Ansprechpartner in der
Geschäftsstelle:
Dr. Frank-Michael Baumann
Projektleiter:
Prof. Dr.-Ing. Hartmut Griepentrog
Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG
Internet:
www.energieland.nrw.de
Text und Fotos:
Siegfried Borchers, Dortmund

www.energieland.nrw.de
06.2002

ZUKUNFTSENERGIEN. UNTERSTÜTZT VON LAND & WIRTSCHAFT.


Die Renaissance einer Nutzung der Pri-
märenergie Wind und Umwandlung zur
Die Energie
Renaissance Nutzenergie Strom in Deutschland seit Ende
der 80er Jahre lässt sich nicht mit betriebs- des Windes
der
wirtschaftlichen Gründen erklären. Das
wachsende Umweltbewusstsein über die

D
Folgen der Energieumwandlung fossiler Energie-
Windenergienutzung träger und deren "Endlichkeit" angesichts einer
dramatisch wachsenden Energienachfrage der ie Entstehung des Windes basiert auf der
Erwärmung der Erdoberfläche und der dar-
ansteigenden Weltbevölkerung sowie die Zweifel
an der Sicherheit kerntechnischer Kraftwerke nach über befindlichen Luftmassen durch Son-

D
dem Ereignis von Harrisburg und der Katastrophe neneinstrahlung. Aufgrund der Abhängigkeit der Ein-
ie Nutzung der Windenergie zum Antrieb von von Tschernobyl waren vielmehr Ursache eines strahlungsstärke von der geografischen Breite und der
Segelschiffen lässt sich 5000 Jahre zurück- Umdenkens bei weiten Teilen der Bevölkerung. regionalen Beschaffenheit der bestrahlten Oberfläche
verfolgen; vor mehr als 2000 Jahren existierten In Folge dessen wurde ein verstärkter Einsatz von ergeben sich lokale Erwärmungsunterschiede und damit
im Orient und im Mittelmeerraum bereits erneuerbaren Energien wie z.B. der Windenergie horizontale Druckgefälle. Über stärker erwärmten
Windmühlen mit vertikaler Achse und Segeltuch gefordert.
bespannten Flügeln zum Wasserschöpfen. In Persien Landflächen steigt die Luft auf, es bilden sich Tief-
kannte man schon ab 100 n.Chr. hölzerne Getreide- druckgebiete; Hochdruckgebiete bilden sich über küh-
mühlen mit vertikaler Achse. leren Flächen, z.B. über den tagsüber nicht so stark
Vom Max-Planck- erwärmten Wasserflächen. Die örtlichen oder regionalen
In Westfalen sind seit dem 12. Jahrhundert Bockwind- Institut für Me- Entstehung von Gewitterwolken
mühlen nachweisbar. Diese waren auf einem Bock Druckunterschiede gleichen sich durch Luftbewegungen (Kumulus/Kumulonimbus)
teorologie in
gelagert und konnten mit einem aus der Mühle heraus- vom Hochdruck- zum Tiefdruckgebiet aus. Windenergie
Hamburg über das
ragenden Balken in den Wind gedreht werden; mit Potsdam-Institut ist also durch Sonnenenergie hervorgerufene Bewe-
Die "Beaufort"-Skala definiert die Windstärke in einer Skalierung
Flügelspannweiten bis 25 m war es möglich, bei guten für Klimafolgen- gungsenergie. Durch die Erdrotation wird die Wind- von 0-17 mit entsprechender Geschwindigkeit und benennt Zustand
Windverhältnissen täglich bis zu 200 Zentner Korn zu forschung bis zur richtung verändert (Coriolis-Kraft). Die Windgeschwin- und Auswirkungen auf die Umgebung.
mahlen. In Deutschland wurden 1914 noch 14.000 Forschungsgruppe digkeit – als Maß für den Energieinhalt des Windes –
Windmühlen zum Getreidemahlen betrieben. Beispiele relevanter Windstärken für Windenergienutzung:
Geowissenschaften erfährt Veränderungen aufgrund der geografischen
Die erste industrielle Herstellung von Windenergiean- bei der Münchener „Westernräder” für Grundwasserpumpen in Namibia Lage (offenes Meer, Küsten- oder Binnenland) und
lagen (WEA) fand in den USA ab 1860 statt; in den Rückversicherung ist unstreitig, dass menschliche Reibungskräften an der Geländeoberfläche (Berge, Beau- Windge- Wirkung Bedeutung für WEA
nachfolgenden sieben Jahrzehnten wurden 6 Millionen Aktivitäten und die damit verbundene Emission von Bauwerke, Bewuchs). Mit steigender Höhe nimmt die fort- schwin-
WEA für Grundwasserpumpen und zur Elektrizitäts- klimaverändernden Gasen (wie z.B. CO2) die entschei- skala digkeit
denden Ursachen für Erderwärmung, Schmelzen von Windgeschwindigkeit zu; an der Grenze zwischen
versorgung entlegener Farmen produziert. Diese m/s
„Westernräder” mit vielblättrigen Flügelrädern und Gletschern (z.B. in den Ostalpen seit 1850 um 50 %), Troposphäre/Stratosphäre sind in 15 km Höhe Wind- _________________________________________________
angeschlossenen Gleichstromgeneratoren sind weltweit Anstieg der Meerespegel (in den letzten 50 Jahren um geschwindigkeiten bis 60 m/s anzutreffen. Die globale 0 Windstille -
noch heute in Gebieten ohne Stromanschluss in Betrieb, 12 cm), extreme Wetterereignisse und Naturkatastro- Bewegungsenergie der Luftmassen stellt ein theoreti-
2 1,6-3,3 "leichter Zug" Einschaltgeschwindig-
z.T. auch nur eingesetzt zur Direktnutzung der mecha- phen darstellen. Durch Energieumwandlung fossiler sches Windenergiepotenzial von der Größe des 300- "bewegte Blätter" von WEA bis zur MW-
nischen Energie. Primärenergieträger, Produktionsprozesse in der che- fachen des derzeitigen Weltenergiebedarfs dar. Klasse
mischen Industrie und Landwirtschaft sowie durch
Vernichtung der Tropenwälder werden derzeit täglich 6 10,8-13,8 "starke Brise" Nennwindgeschwindig-
z.B. 80 Millionen Tonnen Kohlendioxid emittiert. "Pfeifen an keit von WEA bis MW-
Drähten" Klasse
Erneuerbare Energien vermeiden die Emission von
CO2. 9 20,8-24,4 "Sturm" Abschaltgeschwindig-
"kleine Schäden keit der meisten WEA
Die emissionsfreie potenzielle Stromerzeugung auf
an Dächern"
der Basis von Windenergienutzung erreichte 2001 in
Deutschland nach Berechnungen des Deutschen Wind- 17 über 56,0 "Orkan" Überlebensgeschwin-
energie-Instituts (DEWI), Wilhelmshaven, 16,5 Terra- "nur auf dem digkeit von WEA wird
wattstunden; den bundesdeutschen Strommix unterstellt, Meer und an der von Herstellern ausge-
kann diese nachhaltige Stromerzeugung eine CO2- Küste, verheeren- legt für Windgeschwin-
de Zerstörungen" digkeiten zwischen 50
Reduktion von rund 9,5 Millionen Tonnen bewirken.
und 60 m/s bei unter-
Dem Bundesumweltministerium folgend könnten in
schiedlicher Einwir-
Deutschland an Land und off-shore (bis 30 km Entfer-
kungsdauer.
nung vom Land) 320 TWh "Windstrom"/Jahr erzeugt
werden, entsprechend einer jährlichen CO2-Reduktion Windstärke 8
Bockwindmühle in Münster
von 184 Millionen Tonnen. „stürmische Brise”
^ ca. 70 km/h
17,2-20,7 m/s =

2 3
Standort- Das Zugrundelegen von Messergebnissen von
Windgeschwindigkeit und -richtung stellt sich
eignung für die Bewertung einer Standorteignung als
optimal – ggf. nach Korrektur im Vergleich mit Die Häufigkeitsverteilung der

und Werten eines 30-Jahresmittels – dar. Das Verfah- Windgeschwindigkeit ist durch Mes- 16

relative Häufigkeit %
ren ist aber kosten- und zeitintensiv. sungen zu ermitteln. Die relative

Windklimatologie Das Ausweichen auf Potenzialschätzungen unter Her-


Häufigkeit einzeln ermittelter Wind-
geschwindigkeiten stellt die Anzahl 12
der Jahresstunden pro Windge-

D
anziehen von Ergebnissen regionaler Wetterstationen
ist zu fehlerbehaftet, wenn die Entfernungen zwischen schwindigkeit dar. Tritt z.B. eine
er Energieertrag einer Windenergieanlage den Stationen zu groß werden. Windgeschwindigkeit von 5 m/s zu
8
(WEA) an einem konkreten Standort ist im 14 % auf, so bedeutet dies: 14 % von
Die Inanspruchnahme des dänischen „Wind Atlas
Wesentlichen abhängig von der Windge- Analysis and Application Programe” (WasP) ist für 8760 Jahresstunden, mithin 1226
schwindigkeit und deren Auftrittshäufigkeit ungestörte Küstenbereiche ein hilfreiches Software- Stunden pro Jahr. Die dadurch zu
4
im Jahresverlauf sowie der technischen Anlagenkon- Programm. Das Programm baut auf der Datenlage von erwartenden Energieanteile für die
figuration. z. B. nur 15 Stationen in Deutschland auf. In stark einzelnen Windgeschwindigkeits-
Langjährige Messungen der mittleren Windgeschwin- strukturiertem Gelände, z.B. auf Bergehalden, können klassen können unter Zugrundele-
0
digkeit für die Höhe von 10 m über Grund durch den solche einfachen EDV-Programme (selbst mit Korrek- gung der von den WEA-Herstellern 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
Deutschen Wetterdienst (DWD) lieferten schon früh turfaktoren für unterschiedliche Rauhigkeitsklassen, gemessenen Leistungskennlinien ab- Windgeschwindigkeit m/s
Erkenntnisse über Windgeschwindigkeiten, die in Hindernisse und orografische Verhältnisse) keine ver- geschätzt werden.
Kartierungen festgehalten wurden. lässlichen Daten liefern. Durch ein Forschungsvorhaben Messprotokoll von der
Häufigkeitsverteilung der
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Diese Orientierungswerte (hohe Windgeschwindigkei- Windgeschwindigkeit
wurden kürzlich 100 Messstationen des Deutschen Verfahrenstechnisch erscheint es aber in jedem Fall sinnvoll, vor Durchführung kostenin-
an einem Standort
ten an der Küste, geringe in Tallagen des Binnenlandes)
Wetterdienstes begutachtet; die Ergebnisse sind als
können aber keine Entscheidungsgrundlage für WEA- tensiver Messungen und Berechnungen zur Ermittlung standortspezifischer Windenergie-
Statistiken in das WasP-Programm eingebaut worden
Investitionen bilden. Denn: Eine mittlere Jahreswind- potenziale zu prüfen, ob einer Realisierung nicht ohnehin öffentliche Belange entgegenstehen.
und haben dadurch die Aussagekraft qualitativ erhöht.
geschwindigkeit von z.B. 5 m/s ergibt sich sowohl Unter Hinweis auf die im NRW-Windenergie-Erlass vom 3. Mai 2000 aufgeführten
durch eine für eine Stromerzeugung gut nutzbare Anforderungen an die Zulässigkeit von Vorhaben bzw. die Kriterien für eine Versagung
konstante Windgeschwindigkeit von 5 m/s, oder aber und planungsrechtliche Festlegung von Ausschlussflächen empfiehlt das IWR, Münster,
auch durch eine gewichtete Mittelwertbildung von in den „Basisinformationen Wind” nachhaltig die Verfahrensvariante, zunächst eine
Phasen einer Windstille und orkanartigen Böen.
Bewertung der kommunalen Gesamtfläche vorzunehmen (Darauf wird in Kapitel "Stand-
Da der Energieertrag einer WEA mit der dritten Potenz orteignung nach Prüfung des Konfliktpotenzials", Seite 7, näher eingegangen).
der Windgeschwindigkeit ansteigt, führt ein prognosti-
scher Fehler bei der Bestimmung zu erwartender Wind-
geschwindigkeiten von -10 % zu einer Ertragsredu-
zierung von 27 %. Leistungskennlinie einer 500 kW- und einer 1,5 MW-WEA
Leistung [kW]
Die Extrapolation der mittleren Windge- 1600 1,5
schwindigkeit in einer bestimmten Höhe, MW-WEA
z.B. 10 m über Grund, auf die Windge- 1400
schwindigkeit der in Frage kommenden
1200
tatsächlichen Nabenhöhe realer Anlagen
berücksichtigt einen „Geländeformfaktor” 1000
(Bodenrauhigkeit und topografische Struk-
turen am Standort). Näherungsweise kann 800
unterstellt werden, dass in 50 m Höhe die
600 500
2,5fache und in 100 m Höhe (Nabenhöhe)
die 3,4fache Ergebnisausbeute gegenüber 400
kW-WEA
dem 10 m-Niveau vorherrscht.
200

0
2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22
Reliefstrukturen einer Bergehalde U [m/s]
Quelle: IWR, Münster

4 5
Ausschnitt aus der Windkarte
Standorteignung
1:50 000, Blatt L 5704 Prüm, nach Prüfung des
Windkarte RWE Energie AG
Konfliktpotenzials

E ine Nutzung der Windenergie ist nicht nur von


der Windklimatologie und einer dem Stand der
Technik entsprechenden Anlagenkonzeption
abhängig; die Beachtung der Belange von
Baurecht, Natur- und Umweltschutz ist ebenso zwin-
gend, um Genehmigungen bestandskräftig zu gestalten.
Windenergienutzung im Spannungsfeld

Windklimatologie &
WEA-Technik
• Windpotenzial-
abschätzung
• Entwicklung und Stand
der WEA-Technik

Baurecht WEA-Marktentwicklung Baurecht & Naturschutz


Mit der Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) • nationaler und WEA- • baurechtliche Zulässigkeit
hat der Gesetzgeber 1997 Bauvorhaben zur Erfor- internationaler Markt
• ökonomische
Entwicklung • Wirkungen auf
den Naturhaushalt
schung, Entwicklung und Nutzung u.a. der Windenergie Rahmenbedingungen

im Außenbereich für zulässig erklärt (priviligiert);


gleichzeitig konnten Entscheidungen über die Zuläs- Energiewirtschaft

sigkeit von WEA bis zum 31.12.1998 dann ausgesetzt • Energiebeitrag &
Kosten des Windstroms
werden, wenn die Gemeinde z. B. die Ausweisung von • Netzanbindung
WEA-Vorranggebieten/Konzentrationsflächen beab-
sichtigte.
Der Landesentwicklungsplan (LEP NW) zur Energie- Quelle: Dr. Allnoch, IWR Münster
versorgung des Landes NRW formuliert u.a. das "be- Soweit WEA-Herstellern von einer obersten Baube-
Räumliche Verteilung des Jahresmittels der sondere Landesinteresse an einer stärkeren Nutzung
Windgeschwindigkeit in 50 m über Grund hörde eine WEA-Typengenehmigung erteilt wurde,
regenerativer Energien". brauchen die in der Typengenehmigung entschiedenen
unter 3,5 m/s 5,1 bis <5,5 m/s
Obwohl WEA-Maschinen permanent dynamischen Sachverhalte im Baugenehmigungsverfahren nicht
3,5 bis <3,9 m/s 5,5 bis <5,9 m/s
Beanspruchungen ausgesetzt sind, werden sie rechtlich erneut geprüft zu werden.
als "Bauwerke" behandelt. Die Errichtung und der Ab 20 WEA ist das Vorhaben UVP-pflichtig, bei 6 bis
3,9 bis <4,3 m/s 5,9 bis <6,3 m/s
Betrieb von WEA bedarf einer Genehmigung nach der 19 WEA wird eine “allgemeine Vorprüfung des
4,3 bis <4,7 m/s 6,3 bis <6,7 m/s
4. Verordnung (BImSchV) zum Bundes- Einzelfalls” erforderlich und bei 3 bis 5 WEA ist eine
4,7 bis <5,1 m/s über 6,7 m/s
Immissionsschutzgesetz; bei “Windfarmen mit 3 bis “standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls” nötig

F
weniger als 6 Windkraftanlagen” (vgl. Nr. 6, Spalte 2) (Nrn. 1.6.1 bis 1.6.3 der Anlage 1 zum UVPG).
ür die westfälische Bucht liegt eine Karte hinsichtlich Meeresspiegel, geografische Lage, topografische Formen im sogenannten “vereinfachten” Verfahren (§ 19
BImSchG), ab 6 WEA als “förmliches” Verfahren gem. Projekte mit bis zu 2 WEA werden weiter im Rahmen
möglicher „Volllastbenutzungsstundenzahlen” für 500 und Landnutzung) mit statistischen Methoden bestimmt. Mit
§ 10 BImSchG. Weitere Prüfungen regelt das Umwelt- eines Baugenehmigungsverfahrens beurteilt. Im Ge-
kW-WEA mit 50 m Nabenhöhen vor (erarbeitet von Hilfe eines Rechenprogrammes wurden die Ergebnisse in
verträglichkeits-Gesetz (UVPG) von September 2001, nehmigungsverfahren wird dem Schutz- und Vorsor-
der IWR-Forschungsgruppe Windenergie). Für das (ehem.) eine Windkarte umgesetzt. Die Berechnungen erfolgten in
Versorgungsgebiet der RWE Energie AG wurden vom DWD einem feinmaschigen 200 m Raster. vgl. Bundesgesetzblatt 2001, Teil I Nr. 48, vom geprinzip u. a. Rechnung getragen durch Prüfung, ob
Windkarten erarbeitet mit Darstellung der räumlichen 19.09.2001. Unter Ziffer 1.6 werden in der Liste “UVP- die Imissionswerte der TA Lärm (Technische Anleitung
Ziel dieser Windkarten ist es, die Auswahl von Standorten
Verteilung des Jahresmittels der Windgeschwindigkeit in pflichtiger Vorhaben” die “Errichtung und Betrieb einer Lärm) v. 26.08.1998 standortbezogen eingehalten
zu vereinfachen, die für die Windenergienutzung aufgrund
50 m über Grund. Windfarm mit Anlagen in einer Höhe von jeweils mehr werden.
ihres Windangebotes grundsätzlich in Frage kommen. Sie
Grundlage für die Berechnungen bildete das statistische können insbesondere eine wichtige Hilfe für Kommunen als 35 Metern oder einer Leistung von jeweils mehr Fehlen Erfahrungswerte, sieht die TA Lärm das
Windfeldmodell des Deutschen Wetterdienstes. Damit wurden sein, die auf ihrem Gebiet eine Flächenausweisung für als 10 kW” ausgewiesen. Die Intensität des Prüfum- Erfordernis der Erstellung einer (überschlägigen oder
anhand der Daten von bundesweit ca. 250 Windmessstationen Windparks vornehmen wollen und aus diesem Grund die fanges richtet sich dabei nach der Anzahl der zu errich- detaillierten) Prognose der Schallausbreitung unter
die Abhängigkeiten des Jahresmittels der Windgeschwindigkeit hinsichtlich des Windangebotes günstigsten Flächen tenden Anlagen. Bestimmung der Vorbelastung vor; einschlägige
von verschiedenen Einflussfaktoren (Höhe über dem bestimmen möchten. Vorschriften finden sich in der DIN ISO 9613-2.

6 7
Grenzwerte der Schallimmissionen

Standort-
nach der TA LÄRM
Standort-
eignung Gebiete nach BauNVO Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
eignung
•Konfliktpotenzial Industriegebiet 70 70 •Konfliktpotenzial
Gewerbegebiet 65 50

W
Misch-, Kern-, Dorfgebiet 60 45
indgutachten, Schallprognosen, Schall- Allgemeines Wohngebiet 55 40
emisions- und Immissionsmessungen Reines Wohngebiet 50 35
sowie "Schattenwurf"-Gutachten sind Kurgebiete, Krankenhäuser,
Pflegeanstalten 45 35
komplexe Aufgaben und stellen hohe An-
forderungen an die Qualität von Gutachtern und Mes-
sinstituten. ringem Abstand zur nächsten Wohnbebauung zu
Der von WEA ausgehende Infraschall (<20 Hz) war Belästigung von Anwohnern führen und ggf. bei zu
Windpark Holtriem
wiederholt Gegenstand öffentlicher Diskussionen. langer zeitlicher Dauer ein Abschalten der Anlage bei Aurich,
35 WEA je 1,5 MW
Mehrere Untersuchungen haben bewiesen, dass von erforderlich machen. Turmhöhe 68m,
erkennbarer Schattenwurf,
WEA erzeugte Infraschallpegel ursächlich zu keinen Aus Gründen des Naturschutzes und der Landschafts- vorne, re.

Störungen, erheblichen Belästigungen oder Gesund- pflege ist eine WEA-Errichtung auszuschließen in
gesetzlich geschützten Biotopen, Feuchtgebieten gemäß Konkurrierende Interessen
heitsbeeinträchtigungen führen. zwischen optimaler
Bei der Prüfung der baurechtlichen Zulässigkeit von internationaler Konvention, Vogelschutzgebieten, Le- Energienutzung und
bensräumen gemäß FFH (Flora, Fauna, Habitat)- Natur/Landschaftsschutz:
Windenergieanlagen sind hinsichtlich des Lärmschutzes
keine Festlegungen von Abstandsflächen zwischen Richtlinie der EU, in Biotopkatastern ausgewiesenen 50 WEA, je 250 kW,
Friedrich-Wilhelm-
WEA und z. B. Wohnbebauung fixiert worden; diese Flächen, etc; vgl. NRW-Windenergie-Erlass-2000. Lübke-Koog bei
Klanxbüll, Nähe
ergeben sich vielmehr indirekt durch notwendige Der inhaltlich unbestimmte Rechtsbegriff des Gebots Hindenburgdamm
nach Sylt
Einhaltung der Grenzwerte der Schallimmissionen in der gegenseitigen Rücksichtnahme und Abstandsrege-
Abhängigkeit des ausgewiesenen Gebietscharakters, lungen – z. B. zu den vorgenannten Anschlussflächen
unbeschadet der Abstände und Abstandsflächen, die – werden ebenfalls in dem NRW-Erlass präzisiert.
aufgrund der Bauordnung des Landes NRW gelten. Im Baugenehmigungsverfahren werden von der für
Schattenwurf (Schatteneffekte der Rotorblätter bei die Baugenehmigung zuständigen Behörde auch andere
Sonnenstrahlung in Richtung WEA) kann bei zu ge- Fachbehörden gehört, z. B. zu Fragen über Wasserwirt-
schaft, Straßenrecht, Luftverkehrsrecht, Denkmalschutz,
Wasserstraßenrecht, militärische Anlagen oder Arbeits-
Linien gleichen Schallniveaus schutz, jedoch: Diese weitergehenden öffentlich-
WEA-Konfigurationsvorschlag mit
rechtlichen Vorschriften bleiben von der Erteilung
Schallimmissionsprognose an einem
einer Baugenehmigung unberührt. D. h., falls eine potenziellen WEA-Standort
Spezialgenehmigung aufgrund anderer Gesetze erfor-
derlich ist, muss der "Bauherr" einer bzw. mehrerer
Windenergieanlage(n) diese speziellen Genehmigungen
zusätzlich einholen.
Hat eine Kommune die durch Errichtung von WEA
zu erwartenden Eingriffe in Natur und Landschaft
bewertet und in vorbereitenden und verbindlichen
Plänen Vorranggebiete für WEA ausgewiesen, können
standortspezifische (Ertrags-)Gutachten letzten Auf-
schluss über die Standorteignung – auch unter wirt-
schaftlichen Gesichtspunkten (Kosten für Gründung
der WEA, Netzanschluss, etc.) liefern.

8 9
WEA-
Entwicklung Die Schnelllaufzahl gibt das Verhältnis von Umlaufge-
schwindigkeit der Flügelspitze zur Windgeschwindig-
Durchgesetzt haben sich Windenergieanlagen mit drei
Rotorblättern, die nach dem Auftriebsprinzip arbeiten.
zum Stand keit an. Eine WEA mit zwei oder drei Rotorblättern
erreicht z. B. ihren max. Leistungsbeiwert bei Schnell-
Das subjektiv empfundene "Unruhemoment" einer
WEA mit drei Flügeln wird von Menschen geringer
der Technik 2000+ laufzahlen zwischen 5 und 15 und wird als Schnellläufer störend wahrgenommen als der Betrieb von Ein- oder
bezeichnet. Westernräder mit 12 – 24 Flügeln sind Zweiflüglern, welche darüber hinaus auch höhere
Widerstandsläufer; sie nutzen den Luftwiderstand der mechanische Belastungen aufweisen.

E
Rotorblätter aus und erreichen ihren maximalen Lei- Das "Auftriebsprinzip" ist dadurch gekennzeichnet,
stungswert bei Schnelllaufzahlen <1. Zwar haben sie dass ein Rotorblatt die Luftströmung teilt und diese
s gibt eine Vielzahl von technischen ein hohes Anlaufmoment, d. h., sie setzen sich schon aufgrund der Form des Blattes auf Ober- bzw. Unterseite
Unterscheidungsmerkmalen bei bei geringen Windgeschwindigkeiten in Bewegung; unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten an-
Windenergieanlagen, sie weisen jedoch bei hohen Windgeschwindigkeiten nimmt, was wiederum zu Druckdifferenzen führt. Die
z. B. hinsichtlich der Kleine WEA im Leistungsbereich bis je 100 kW,
starke Strömungsverluste auf, welche die Leistungs-
Windpark an der Route 58 am Mojave Tehachapi Pass Differenz zwischen Unter- zu Überdruck bewirkt den
der Sierra Nevada, Kalifornien, USA beiwerte bei etwa 20 % begrenzen. Ihr Einsatz ist im Auftrieb, der zum Antrieb der Rotorblätter führt.
• Bauform: Horizontal- oder Vertikalachsenrotoren, Regelfall für die direkte mechanische Kopplung mit
Die Leistung einer Windenergieanlage wird bestimmt Maschinen vorgesehen. Nicht durchgesetzt haben sich Die erforderliche Leistungsregelung bei Überschreiten
• Art der Wandlung der kinetischen Windenergie: von der Windgeschwindigkeit, dem Leistungsbeiwert, bei WEA zur Stromerzeugung Bauformen mit vertikal der anlagenspezifischen Nennwindgeschwindigkeit
Widerstands- oder Auftriebsläufer, der Luftdichte und der von den Rotoren überstriche- gelagerten Rotoren (Darrieus-Rotoren). Diese bieten kann den Überlastungsschutz gewährleisten durch eine
• Geometrie der Rotoren in Verbindung mit der Aero- nen Fläche (Rotorfläche). Da die Leistung einer WEA zwar Vorteile, wie: einfache Bauart ohne Windrich- Stall- oder Pitchregelung, bevor Bremssicherheits-
dynamik: Schnell- oder Langsamläufer, mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit zu- tungsnachführung sowie Anordnung der mechanisch- systeme die Anlage abschalten.
nimmt, führt eine Verdopplung der Windgeschwindig- elektrischen Komponenten in Bodennähe; andererseits
• Anzahl der Flügel: Ein/Zwei/Drei- oder Vielflügler keit zu einer Verachtfachung der Leistung ohne Verän-
(Rotorblätter) standen technische Probleme (Eigenschwingungen, Fotos v. l. n. r.:
derung der übrigen Parameter. Die Vergrößerung der Materialermüdungen) und hohe Herstellungskosten 1. 300 kW-Heidelberg-Rotor, Vertikalachsenprinzip,
• Steuerungs- und Regelungstechnik: Stall- oder Rotorfläche führt auch zur Erhöhung der nutzbaren Standort: Kirf, Rheinland-Pfalz
einer breiten Markteinführung entgegen.
pitch(blatt)geregelte WEA, Leistung; diese nimmt linear mit der Querschnittsfläche 2. Westernrad, 18 Flügel, Widerstandsprinzip,
horizontale Drehachse des Rotors,
• Generatorsysteme: Gleichstrom-, Drehstromgene- des Rotors zu. direkte mechanische Energienutzung zum Wasserpumpen in Kenia
3. Vertikalachsen-Rotor (Darrieus) auf Teneriffa
ratoren, Synchron- oder Asynchrongeneratoren Der Leistungsbeiwert, von Betz bereits 1925 für WEA
und der Ausführung mit Getriebe oder als getriebe- definiert, ist ein Maß für die Effektivität von WEA.
lose WEA sowie letztlich, ob die WEA netzgekop- Da die Luftmasse nach dem Rotordurchtritt noch weiter
pelt oder als dezentrales Inselsystem betrieben strömen muss, kann nur ein Teil der im Windstrom
werden soll. enthaltenen Leistung in mechanische Energie (Rotati-
onsenergie) umgewandelt werden. Bei verlustloser
Wandlung liegt der theoretische Leistungsbeiwert
höchstens bei 59,3 %; moderne Windenergieanlagen
erreichen einen Wirkungsgrad bis 50 %; sie vermögen
also von der dargebotenen Windenergie schon den
größten Teil zu entziehen, um diese an der Rotorwelle
Leistungskennlinien von Windrotoren der WEA nutzbar zur Verfügung zu stellen.
unterschiedlicher Bauart

1 2 3

10 11
WEA-
Entwicklung Die von den Rotorblättern in mechanische Energie
zum Stand umgewandelte Bewegungsenergie des Windes wird
von der Rotornabe über die Rotorwelle auf ein dem
der Technik 2000+ Generator vorgeschaltetes Getriebe übertragen (Aus-
nahme: Einsatz von vielpoligen Generatoren). Das
Getriebe übersetzt die geringere Rotordrehzahl in zwei
oder drei Stufen und einem Übersetzungsverhältnis in
der Größenordnung von 1:6 bei kleinen WEA (5 kW)
bis über 1:100 bei WEA der 2 MW-Klasse auf die

B
vom Generator zur Stromerzeugung benötigte Nenn-
drehzahl von 700 – 2000 Umdrehungen pro Minute
eim einfachen Aufbau stallgeregelter Anlagen (U/min). Zum Einsatz kommen als Bauart Stirnrad-
erfolgt ein Strömungsabriss hinter den Ro- oder Planetengetriebe, z.T. auch eine Kombination von
torblättern, Leistung und Umdrehungsge- beiden. Die Mehrzahl der WEA-Hersteller setzt in dem
schwindigkeit bleiben auch bei Erhöhung der Windge- Maschinenhaus (Gondel) noch einen mechanischen
schwindigkeit konstant. Pitchgeregelte Anlagen werden Triebstrang ein, der aus Rotornabe, Blattverstellung, Vereinfachte WEA-Prinzipdarstellung

durch Verdrehen der Rotorblätter gesteuert. Dieser "AEOLUS II"


Rotorwelle, Generatorantriebswelle und Getriebe be-
2-Blatt-Rotor,
konstruktive Aufwand erlaubt eine größere Windnut- Rotor 80 m, steht.
Nabenhöhe 92m,
zung bei hohen Windgeschwindigkeiten zwischen Nennleistung 3 MW und
Nenn- und Abschaltgeschwindigkeit. Das Verfahren drei Einblattrotor-WEA,
durch Pitch-Regelung, die Blätter um ihre Längsachse
"Monopterus",
je 700 kW Nennleistung,
Die Anlagenkonfiguration unter Verwendung von Entgraten von
Getrieberitzeln
zu verdrehen, bis diese ihre Fahnenstellung erreicht Jadewindpark, Getrieben weist aber auch Nachteile auf, wie z. B.: (manuell), Fa. Flender,
Bocholt
Wilhelmshaven
haben, ist effektiver als die Stall-Regelung und wird • Energieverluste (ca. 2 % je Getriebestufe) zwischen
bei Anlagen der Megawatt-Klasse durchweg eingesetzt. Rotor und Generator
Vereinfachte Prinzipdarstellungen von Windenergie-
anlagen weisen stets den Einsatz von Getrieben aus, • Quelle der potenziellen „Getriebegeräusche“
Fräsvorgang
dies entspricht auch (noch) durchweg dem Marktge- • Schnelldrehende Teile mit mechanischen Verschleiß- (automatisch) eines
WEA-Getrieberitzels,
schehen, bezogen auf die Anzahl von WEA-Herstellern. und Reibungsverlusten, Abnutzung und Bruch von Fa. Flender, Bocholt

Getriebezähnen als mögliche Fehlerquelle sowie


Durchführung von Ölwechseln.

Der deutsche WEA-Marktführer Enercon realisierte


Rotorblätter aus glasfaser-
verstärktem Epoxidharz mit 1992 mit der Markteinführung einer getriebelosen 500
integriertem Blitzschutz,
kW-WEA eine neue Konzeption, die sich seitdem
4 Stck. für WEA,
Typ E40, durch weltweit mehr als 2.000 Anlagen des Typs E 40
40 m-RotorØ und
1 Stck. für WEA,
etabliert hat. Das Verwenden großer vielpoliger Gene-
Typ E66,
66 m-RotorØ,
ratoren und die damit verbundene größere Baugröße
Blattlänge 30,7m erwies sich nicht als allzu großer Nachteil.
auf dem Werksgelände des
WEA-Herstellers Der Prototyp der Nachfolgegeneration mit einer Nenn-
Enercon in Aurich
leistung von 1,5 MW, Typ E66, wurde 1996 im Kreis
Paderborn (NRW) in Betrieb genommen.
Die über ein „Upscaling“ hinausreichende Weiterent-
wicklung einer 4,5 MW-WEA mit einer vorgesehenen
Nabenhöhe von 130 m und einem Rotor von 112 m
baut auf dem Konzept eines getriebelosen, direkt
angetriebenen Ringgenerators auf, dabei ist der Läufer
des Generators direkt an die Flügelnabe angeflanscht.

12 13
WEA- Die Turmhöhen haben sich im letzten Jahrzehnt bei
Entwicklung den in NRW errichteten WEA von < 30 m bis auf rund
100 m gesteigert, analog der Zunahme der installierten
zum Stand Nennleistung/WEA von < 30 kW bis 2.500 kW. Die

der Technik 2000+ Stahlrohrsegmente müssen die erforderliche Dauerfe-


stigkeit gegenüber den dynamischen Beanspruchungen 1,5 MW-WEA in
Wünnenberg (NRW)
aufweisen. Schon das statische Massengewicht von auf einem 60 m

D
WEA-Anlagenkonfiguration, schematisierte Stahlrohrturm in
Seitenansicht am Beispiel der Nordex N80, 2,5 MW Rotor + Maschinengondel beträgt bei WEA der 2 bis konischer Ausführung
ie synchronen, vielpoligen und dreh- 2,5 MW-Klasse zum Teil mehr als 120 Tonnen; der
zahlvariablen Ringgeneratoren kenn- Mast selbst kann bis zu 200 Tonnen wiegen. Technische
zeichnet als typisches äußeres Merkmal Weiterentwicklungen betreffen daher Untersuchungen
ihr großer Durchmesser. Das Netzein- zum Beispiel hinsichtlich
speisesystem arbeitet über einen zwischenge-
• des Einsatzes konischer Rohrmasten, um Material-
schalteten Gleichstromkreis mit einem Wechsel-
und Gewichtsreduzierungen zu erreichen
richter, Netzspannungs- und Netzfrequenzüber-
wachung und Blindleistungsregelung. • der Verwendung kombinierter Beton-Rohrmasten
Das Konzept der getriebelosen Windenergiean- • der optimalen Länge (und damit auch Anzahl) der
lage wird derzeit neben der Fa. Enercon auch Rohrsegmente zur Beherrschbarkeit von Transport-
verwandt von der niederländischen Fa. Lagerwey problemen und
(Typ LW 50/750), abgesehen von Herstellern
• des (Stahl)Betonbaus in Gleitschalbauweise vor Ort
von Kleinstanlagen.
Ankündigungen zufolge planen jedoch weitere Weitere Innovationen in der WEA-Technik werden
Firmen den Einstieg in die getriebelose WEA- das gesamte Anlagensystem beinhalten, insbesondere
Technik, zum Beispiel ABB, London, in Zusam- Maßnahmen betreffend, um die bisher nur prognosti- 1,5 MW-WEA in
Beverungen (NRW)
menarbeit mit der norwegisch/schwedischen zierte Lebensdauer auch erreichen und garantieren zu auf einem 98 m
Beton/Stahlrohrmast,
Scan WindGroup, Trondheim, in Bezug auf eine können. Zur Früherkennung potenzieller Schäden konische Ausführung

3 MW-Anlage. Andere Hersteller sind dem Ver- werden Großanlagen heute bereits intensiv überwacht;
nehmen nach in einer „Überlegungsphase“ be- mehr als 200 verschiedene Parameter unterliegen zum
züglich der Nutzung dieses Konzepts. Die höhe- Teil einer Fernüberwachung.
ren Kosten eines Vielpolgenerators reduzieren
sich im Vergleich mit anderen Systemen sowohl
durch den Fortfall einer bzw. mehrerer Getriebe- 3 WEA des Typs E 40,
Montage des kompletten Maschinenhauses der Nordex N 80
stufen als auch hinsichtlich der Betriebskosten. in der Seitenaufsicht
gut erkennbar sind die
Gleichstromgeneratoren finden kaum noch Schematischer Aufbau der E66 Rotornaben mit
angeflanschten großen
Anwendung; durchgesetzt haben sich Dreh- 4
„scheibenförmigen“
Ringgeneratoren
3
stromgeneratoren in Synchron- und Asynchron- 5
1
2
ausführung, letztere in (einfacher) drehzahlfester 6
7
oder regelbarer, drehzahlvariabler Bauform in
Verbindung mit Frequenzumrichtern. Drehzahl-
variable Generatoren können auf ein fluktuieren-
des Windenergieangebot besser als drehzahlfeste
Generatoren reagieren. Der schonendere Anla-
genbetrieb und der höhere Ertrag werden aber 8

mit höheren Investitionskosten und einem gerin- 9

geren Wirkungsgrad „erkauft“. Bei poolumschalt-


baren Generatoren kann durch zwei Leistungs-
stufen ein größeres Spektrum des Windenergie- 1 Maschinenträger 5 Blattadapter
angebots genutzt werden; das gleiche gilt bei 2 Azimutmotor 6 Blattverstellmotor
3 Generator Stator 7 Achszapfen
Einsatz von zwei Generatoren.
Stahlrohr-Segmente eines WEA-Turms beim Aufbau in Ostwestfalen
4 Generator Rotor 8 Rotornabe
9 Rotorblatt

14 15
1986:
„Erste WEA im
Strom aus
ostfriesischen Raum“,
Höhe 22 m, Windenergie
Technischer RotorØ 15 m,
Leistung 55 kW,

Entwicklungsverlauf
Standort: Norderney
Auf-/Ausbau neuer
Energiewandler

D ie Notwendigkeit einer sicheren und (betriebs-


nicht volkswirtschaftlich) preiswerten
Strombereitstellung verlangte Ende der 80er
Jahre in Deutschland nicht nach Ausbau der
Windenergienutzung, vielmehr reagierte die Bundes-
und Landespolitik auf neues Denken und ökologische
Forderungen der Bürger.
Im Oktober 1987 legte die NRW-Landesregierung ihr

E
„REN“-Programm auf, um „Rationelle Energieverwen-
in Beispiel für den technischen Entwicklungsverlauf 1986-1996 dung und Nutzung erneuerbarer Energien“ (REN)
stärker als nur über Technologie- und Wirtschaftsför-
Mess-Regel- und Steuer-Systeme sind ebenso weiter zu entwickeln derung zu forcieren. Dieses Programm existiert unter
wie die Komponenten, etwa Rotorblätter, Generator, Getriebe; weitere
ständiger Anpassung an aktuelle Entwicklungen dem
Erfolge zur Geräuschdämpfung sind für eine größere Verbreitung
Grunde nach noch heute. WEA in NRW, 1988/92:
von WEA erforderlich. oben links: 30 kW-WEA in Gütersloh, Hersteller Krogmann
1996: Das Bundesministerium für Forschung und Technologie oben rechts: 85 kW-WEA, Porta Westfalica, Lagerwey
Die Blitzschlaghäufigkeit nimmt erfahrungsgemäß quadratisch mit der Höhe Erste getriebelose WEA der
unten: 2 x 250 kW, Anröchte, Herst. Tacke
der WEA zu, angesichts der „Bauwerke Windenergieanlagen“ mit Gesamt- Megawatt-Klasse, begann im März 1989 mit der Förderung der Winden-
höhen von schon heute > 130 m im Binnenland sind die existierenden
Höhe bis 98 m, ergienutzung durch Auflage des „100 MW-Wind“-
Rotor Ø 66 m
Leistung 1.500 kW, Programms; 1991 erweiterte das Ministerium das Neben den Investitions- oder Betriebskostenzuschüssen
Schutzkonzepte zu verbessern. Die Generation der 4 bis 5 MW-WEA wird Standort: Aurich nach dem Bundesprogramm „Förderung der Erprobung
bisher ungelöste Materialprobleme offenbaren. Der Trend zu Windparks auch Programmziel auf „250 MW-Wind“. Als
„wirtschaftliches Potenzial“ prognostizierte 1990 der von Windenergieanlagen“ und Landesförderungen z. B.
im Binnenland erfordert genauere Kenntnisse über die gegenseitige Beein- in den „Küstenländern“ Niedersachsen und Schleswig-
flussung von WEA, um vorhandene Flächen optimal zu nutzen. Der Abbau Dritte Bericht der Enquete-Kommission des 11. Deut-
schen Bundestages „Vorsorge zum Schutz der Holstein sowie der REN-Förderung im „Binnenland“
kleiner Anlagen im Austausch zur Montage leistungsstärkerer Anlagen Nordrhein-Westfalen erhielten WEA-Betreiber eine
(„repowering“) findet nicht nur in Kalifornien, sondern auch bereits in NRW Erdatmosphäre“ für 2005 eine Stromerzeugung auf
der Basis Windenergie von max. 4 TWh – tatsächlich Vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom. Diese
statt.
konnte bereits 4 Jahre vorher - im Jahr 2001 - mehr saisonal und tageszeitlich unterschiedlich gestaffelten
Durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ist die Anlagentechnik ständig Vergütungen lagen zwischen 1987 und Ende 1990
optimiert worden; hinsichtlich der Prüfbescheinigungen für Errichtung und als das Vierfache potenziell erzeugt werden.
zwischen 2,4 und 4,3 Cent je Kilowattstunde; sie
Betrieb der WEA nennen Fachleute Deutschland noch „Entwicklungsland“, Zum Zeitpunkt des Aufbaus einer Stromproduktion stiegen mit Inkrafttreten des Stromeinspeisungsgesetzes
da europäische und außereuropäische Staaten (Indien, China) bessere Regel- auf WEA-Basis in Deutschland wurden in den USA 1991 auf 8,5 Cent/kWh bis zum Maximum von 8,9
werke aufweisen. bereits 17.000 Windturbinen und in Dänemark 2.000 Cent/kWh (1995) und lagen bei Inkrafttreten des Er-
Typenprüfung und Baugenehmigung (WEA gelten als „Bauwerke“, nicht als sowie in den Niederlanden 400 WEA zur Stromerzeu- neuerbare-Energie-Gesetz (EEG v. Febr. 2000) bei 8,2
„Kraftwerke“) treffen z. B. keine Aussagen über die Leistungsfähigkeit einer gung betrieben. Der technologische Vorsprung auslän- Cent/kWh. Mit dem EEG wird eine gesicherte Zu-
Anlage und fordern keine neutrale Bauüberwachung bei Errichtung oder das discher Hersteller wirkte sich naturgemäß dominierend kunftsperspektive aufgezeigt. Die „Windstrom“-
Vorhandensein einer Konformitätsbescheinigung. Die international üblichen auf dem neuen deutschen Nachfragemarkt aus, auf Vergütungen werden für die Dauer von 5 Jahren (Off-
Standards müssten auch in Deutschland ein Selbstverständnis darstellen, dem 1992 mehr als 30 WEA-Hersteller konkurrierten shore-Anlagen 9 Jahre) an Inbetriebnahme 9,1 Cent/
z. B. Zertifizierung der WEA durch eine nach DIN EN 45011 akkreditierte (heute: 24). kWh betragen und danach – ohne Einbeziehung von
Organisation, Messungen der relevanten Parameter durch akkreditierte Labors Off-shore Anlagen – auf 6,2 Cent/kWh sinken; ab
gem. DIN EN 45001, Konformitätsbescheinigungen der Hersteller und 1.1.2002 werden diese Sätze für Neuanlagen jährlich
inhaltlich bestimmte Baugenehmigungen, z. B. auch mit klaren Nebenbe- um 1,5 % verringert.
stimmungen über wiederkehrende Prüfungen der betriebenen WEA.

16 17
Strom aus
Wind-
energie
Auf-/Ausbau neuer
Energiewandler

F
Ense-Bittringen 1992:
örderprogramme und gesetzliche Regelungen hinsichtlich der Verpflichtung zur Das Ortsbild ändert
sich durch 3 WEA
Stromabnahme und Zahlung einer bestimmten Vergütungshöhe bewirkten ab 1991 in „Wind World“,
Deutschland eine exorbitante Nachfrage; diese beschleunigte bei den WEA-Herstellern je 150 kW, 40 m Turm

sowohl die technische Weiterentwicklung als auch eine spezifische Kostendegression.


Neben den öffentlichen Förderprogrammen begünstigten Aktivitäten von NRW den Ausbau Technische Weiterentwicklung am Beispiel Nordex-WEA in NRW
(von links nach rechts):
der Windenergienutzung durch ein Maßnahmenbündel, wie z. B.:
Windpark (1992) in Altenbeken,
Der seit 1991 erfolgte rasante Anstieg des Zubaus von 4 WEA mit je 150 kW, 27 m RotorØ, 37 m Gittermast
1 MW-WEA in Minden (1997) mit 54 m Ø und 70 m Gittermast
• Beratungsangebote der Energieagentur NRW Windenergieanlagen in NRW berücksichtigte den 1 MW-WEA mit 52 m RotorØ, 60 m Rohrmast, Kreis Höxter (1996)

• Beratungsinitiative „Windkraftnutzung für jeweiligen „Stand der Technik“, auch in Bezug auf die
Kommunen“ unter Leitung des Internationalen Anlagengröße. Ausgehend von WEA mit Nennleistun-
Entwicklung der jährlichen und kummulierten installierten
Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) WEA-Leistungen in Deutschland gen von 30 bis 80 kW, Nabenhöhen von 18 bis 30 m
Geförderte WEA im Zeitraum 15. März 1988 bis 30. September 2002
Gesamtstand am 30.09.2002: 12.800 WEA, 10.650 MW
11200
und Rotordurchmessern von 15 bis 20 m stiegen diese Zuordnung zu den 54 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW
• Einrichtung einer Clearingstelle (RWTH Entwicklung der jährlichen Werte zunächst verhalten und dann jährlich in beacht-
Aachen) und Schiedsstelle – diese gilt dem und kumulierten

Kummulierte installierte Leistung [MW]


9000
2800
installierten WEA-Leistung licher Größenordnung an. Ende 1992 hatte die KFA,
BMWi als Vorbild für eine bundesweite Ein- in Deutschland
Jülich, im Auftrag des BMFT 210 Bewilligungen für
Installierte Leistung/Jahr [MW]

2400 8400
richtung 216 WEA in NRW erteilt; die Gesamtleistung von
2000 7000
• Festlegung vereinheitlichter Grundsätze durch 12.922 kW entsprach einer Durchschnittsleistung je
einen Windenergie-Erlass, derzeit vom 1600 5600 WEA von 60 kW. Die durchschnittlich installierte
3. Mai 2000 1200 4200
Nennleistung/WEA wuchs in den Folgejahren in NRW
• Änderung des Landschaftsgesetzes und auf 115 kW (1993), 398 (1994), 421 (1995), 512 (1996),
800 2800 583 (1997) und erreicht aktuell mehr als 1.250 kW/
• Durchführung von Gemeindeumfragen und WEA.
Arbeitsplatzstudien vom IWR 400 1400

0 Die Nabenhöhen haben inzwischen die 100 m-Marke


Vor allem die Gründung der Landesinitiative 0 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 30.09.2002
erreicht und der Rotordurchmesser der leistungsstärk-
Zukunftsenergien NRW als zentrales Forum sten WEA weist (2002) mit 82 m eine “überstrichene”
für Unternehmen, Universitäten, Planer, Fläche von mehr als 5.000 m² auf. Bedingt durch den
Verbände, Kammern, Privatpersonen und REN-Programm NRW, Breiten- und Demonstrationsförderung
Windenergieanlagen, jährlich geförderte und kummulierte Nennleistung Trend nach immer größeren Einheiten hat sich die jähr-
Behörden hat seit April 1996 Erfolge zu liche „Volllaststundenzahl“ für WEA in NRW in einem
verzeichnen. In der Arbeitsgruppe Winden- 100
95,0
500
Jahrzehnt verdoppelt auf nunmehr rund 1600 h/WEA/a.
461,675
ergie, moderiert vom Leiter des IWR, Dr. 90 450

Norbert Allnoch, wurden in den Fachberei- 80,8


Kummulierte geförderte Nennleistung [MW]

80 400

chen Technik, Planung, Hemmnisse, Fi-


Jährlich geförderte Nennleistung [MW]

70 68,0 350
61,8
nanzierung und Strukturförderung Lösungen 60 68,0 300
52,7
für aktuelle Probleme erarbeitet, Erfahrungen 50 250
ausgetauscht sowie Projekte bewertet. 40 200

30 24,8 150
19,2
20 100

10 4,0
50

0 0
1988/92 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000

18 19
Strom aus Windenergie- Montage der
Mess-, Regel- und

Wind- Regionale Verteilung der Windenergienutzung in Deutschland,


Stand 31.12.2001 (Quelle: DEWI Magazin Nr. 20, Febr. 2002)
nutzung als
Steuereinheit
für eine WEA

energie Wirtschaftsfaktor
Auf-/Ausbau neuer
Energiewandler

D
ie windklimatologischen Vorausset-
zungen für eine Energienutzung sind
in einem Binnenland wie NRW re-
gional unterschiedlich. Die Abbildung
auf Seite 18 zeigt die WEA-Dichte der 918
geförderten Anlagen in Bezug auf die Kreise
D ie Stromerzeugung auf der Basis des „Energie-
wandlers Windenergieanlage“ bewirkt sowohl
ökologische als auch ökonomische Effekte.
Öffentliche Förderungsmaßnahmen müssen sich
auch daran messen lassen, ob per Saldo politische
Impulse auf industrielle Strukturen einwirken, techno-
und kreisfreien Städte in NRW. Die räumliche logische Innovationen initiiert und Arbeitsplätze gesi-
Verteilung lässt u. a. eine Konzentration auf chert sowie nachhaltig neue geschaffen werden.
Ostwestfalen erkennen: auf nur drei Kreise
(Paderborn, Soest, Höxter) entfallen 39 % der Der Umsatz der Windenergiebranche in Deutschland
Anlagenzahl und 42 % der bis Ende 2000 geför- wird für das Jahr 2001 mit ca. 3,5 Mrd. EUR angenom-
derten Anlagen-Nennleistung in NRW. Das Bild men. Etwa 35.000 Arbeitsplätze - unmittelbar bei den
der räumlichen Verteilung wird sich in naher WEA-Herstellern und mittelbar bei Zulieferern, Planern,
Zukunft ändern, wenn in den südwestlichen etc. - weist die Branche inzwischen aus. Entgegen der
Landesteilen die planerisch ausgewiesenen Kon- allgemeinen Konjunkturschwäche (Mitte 2001 bis
zentrations- und Vorranggebiete für WEA in 2002) hält der Boom der WEA-Branche unvermindert
Anspruch genommen werden. Aus der regiona- an; dies gilt auch für den Ausbau von Export-Aktivitä-
len Verteilung der Windenergienutzung in ten.
Deutschland ist ersichtlich, dass NRW mit 1.478
errichteten WEA und einer Gesamtleistung von
1.010 MW als “Binnenland” die Nr. 1 bei der
Windenergienutzung in Deutschland ist. Anteil des potenziellen Jahresenergieertrages aus WEA am Nettostromverbrauch der Bundesländer und
Deutschlands.

Bundesland Nettostromverbrauch Potenzieller Jahres- Anteil am Nettostrom-


2000, GWh energieertrag, GWh stromverbrauch, %
Schleswig-Holstein 13.053 3.268 25,04 29 geförderte wea
Mecklenburg-Vorpommern 6.039 1.117 18,50
Sachsen-Anhalt 14.234 1.621 11,39
Niedersachsen 47.528 4.781 10,06
Brandenburg 14.880 1.281 8,61
Sachsen 20.481 742 3,62
Rheinland-Pfalz 27.753 724 2,61
Thüringen 10.333 239 2,32
Nordrhein-Westfalen 135.746 2.042 1,50
Hessen 34.740 373 1,07
Saarland 7.522 30 0,40
Bremen 5.846 18 0,30
Hamburg 12.972 34 0,26
Bayern 69.821 116 0,17
Baden-Württemberg 56.281 80 0,14
Berlin 14.011 0 0,00
gesamte Bundesrepublik 491.243 16.465 3,35
Montage des
Pitchregelsystems in
der Nabe einer WEA
des Typs F56/850 (kW)
“Auf dem Sintfeld” in Ostwestfalen

20 21
Wind-
energie- Die Ergebnisse einer vom IWR im Herbst 2001
gefertigten Arbeitsplatzstudie unterstreichen die
nutzung als Bedeutung der Industrie- und Gewerbezweige Elek-
trotechnik, Stahl/Maschinenbau, Baugewerbe und
Top 10 der installierten
WEA-Leistung nach Ländern
Wirtschaftsfaktor des Dienstleistungssektors in Bezug auf die Herstel- Land installierte WEA-
lung und den Betrieb von WEA. Von dem in NRW Leistung (Ende 2001*)
im Sektor regenerative Energietechnologien erreich-
ten Gesamtumsatz sowie bei den dafür anzusetzen- Deutschland 8.754 MW

B
den Arbeitsplätzen sind rund 53 v. H. (Umsatz) USA 4.258 MW
bzw. rund 40 v.H. der Arbeitsplätze der Sparte Spanien 3.337 MW
ei den Gesamterrichtungskosten einer WEA „Windenergie“ zuzuordnen. In NRW entfielen 2000
entfallen rund drei Viertel auf die Anlage und Dänemark 2.534 MW
nach IWR-Ermittlungen auf die Energietechnologie
ein Viertel auf Netzanbindung, Fundament, Windenergie ein Umsatz von 643,4 Mio. EUR und Indien 1.500 MW
Grundstück, Transport, Montage und Sonstiges. Bei 2.414 Arbeitsplätze. Diese Zahlenwerte entsprechen Italien 697 MW
der Position „Anlagenkosten“ muss nach den verschie- den Angaben jener Firmen, die sich an der Unter-
denen Herstellern differenziert werden. Findet mangels Niederlande 483 MW
suchung beteiligten; die Zahlen sind daher als Mi-
Fertigungstiefe nicht viel mehr als eine Montage „just nimum anzusehen. Das IWR hat in NRW 2.500 Großbritannien 474 MW
in time“ angelieferten Zubehörs beim „Hersteller“ statt, Firmen der regenerativen Energiewirtschaft erfasst, China 404 MW
so kann an einem solchen „Herstellungsort“ nur eine von denen sich an der jüngsten Umfrage 680 Firmen Japan 316 MW
Wertschöpfung von ca. 6 % der Errichtungskosten beteiligten. Diese 680 (von 2.500) Firmen wiesen * z.T. vorl. Werte
unterstellt werden. im Herbst 2001 knapp 7.000 Arbeitsplätze aus und Quelle: BTM Consults ApS

Zur Beantwortung der Frage nach der "im eigenen prognostizierten für das Jahr 2001 einen Umsatz in Neue Energie 4/2002

“Auf dem Sintfeld” in Ostwestfalen


Land verbleibenden Wertschöpfung" muss also die Höhe von 1,74 Mrd. EUR. Die weltweit installierte WEA-Leistung wird für Ende
standortbezogene Herstellung von WEA-Anlagenteilen NRW-Unternehmen partizipieren von der weltweit 2001 auf rund 24.500 MW geschätzt.
und bei Zulieferung deren Herkunft untersucht werden. gestiegenen Nachfrage nach Windenergietechnolo-
gien. So hält z. B. ein Bocholter Getriebehersteller
einen 40 v. H.-Anteil an der weltweiten WEA- Die 10 meistbelieferten Länder in Bezug auf die
linke WEA: Getriebeherstellung und beschäftigt in NRW in installierte Leistung, in welche Deutschland 1999
Prototyp der
Frisia F56, 850 kW,
dieser Sparte 800 Arbeitnehmer. WEA exportierte:
Weiterentwicklung der
von NRW geförderten Kraftwerksanlagenbau, Maschinenbau und Elektro-
Demonstrationsanlage
F45/750 technik waren in Deutschland – dabei insbesondere 1. Italien 114,0 MW
daneben, rechts: auch NRW – schon immer exportorientiert; die
Wind World,
deutsche Windenergieindustrie baut diesen Ge- 2. Indien 76,3 MW
500 kW
schäftszweig erst jetzt nennenswert aus. Nach 3. Japan 44,5 MW
DEWI-Angaben wurden 2001 WEA mit einer Ge- 4. Großbritannien 40,5 MW
samtleistung von 518 MW von Deutschland ins
5. Australien 39,8 MW
Ausland verkauft, dies entsprach 20 % des deutschen
Umsatzes. Der Exportanteil muss weiter gesteigert 6. Frankreich 33,7 MW
werden, soll die Produktion zeitlich mindestens 7. Portugal 28,2 MW
stetig verlaufen. Die im Weißbuch der EU darge-
8. Kanada 26,6 MW
stellten Ziele sehen für den Zeitraum von 1990 bis
2010 den Ausbau der Windenergienutzung in den 9. China 25,2 MW
Gemeinschaftsländern der EU von 2,5 auf 40 GW 10. Spanien 24,3 MW
installierter Leistung vor. Quelle: DEWI, Febr. 2002

Ende 1999 waren in Europa nach Untersuchungen


4,5 t-Hauptwelle mit
Nabenflansch für eine
des IWR 9.332 MW und weltweit (*top 10”) etwa
WEA des Typs F56/850 13.500 MW-WEA-Leistung installiert.
und gelagerte Naben

22 23
Wind-
energie-
nutzung als
Wirtschaftsfaktor

D ass die Landesinitiative Zukunftsenergien


NRW mit der Entscheidung, eine Arbeits-
gruppe „Außenwirtschaft“ einzurichten
(welche wiederum mit den übrigen Facharbeitsgruppen
kooperiert) auch fundamentale Interessen von Firmen
berührt, wird dadurch deutlich, dass die Borsig-Energy-
Gruppe, Oberhausen, mit ihren „Töchtern“ Nordex
und Südwind 1999 eine überproportionale Steigerung Windpark bei Anröchte, Kreis Soest (NRW)
der Exportzahlen erzielte. Mit einem Exportanteil von
56 % führte dieser Technologiekonzern die „Hitliste“ In Deutschland haben sich die spezifischen Kosten
an. Im Vergleich mit dänischen Herstellern, welche für Windenergieanlagen (EUR/kW) seit Ende der
allerdings schon Jahre vorher den Export von Winden- 80er Jahre in etwa halbiert. Mit den leistungsstär-
ergietechnik dominierten, sind die absoluten Export- Windtestfeld Grevenbroich (WTG) WEA der
keren und effizienteren Anlagen (2001: 1.279 kW/
Hersteller DeWind (Typ D6, 1 MW), links und
zahlen des deutschen WEA-Auslandsgeschäft noch Enron Wind (Typ 1.5 SL, 1,5 MW), rechts; im WEA) konnten auch in den Binnenländern höhere
Hintergrund: Braunkohlenkraftwerk
stark entwicklungsbedürftig. Frimmersdorf Volllastbenutzungsstundenzahlen je WEA erreicht
werden. Der Anteil der 13 „Binnenländer“ an der
Die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung auf in Deutschland insgesamt installierten WEA-
der Basis der Windenergienutzung stellt sich in Leistung lag 2001 bei 46,7 %. Windparks auch im
Der weltweite Markt wird von 1999 bis 2003 Gebieten, die durch Stromnetze nicht erschlossen Binnenland NRW sind keine Utopie mehr, sondern
nach einer Studie von BTM Consult Aps, März sind, völlig anders dar, als z. B. in Europa mit seinen Realität z.B. in Ostwestfalen. Die Vergütung für
1999, eine Nachfrage von 21.680 MW WEA- ausgebauten Stromnetzen. den eingespeisten Strom beträgt in Deutschland seit
Leistungszuwachs bewirken. Danach sind Wachs- Im Vergleich zu den Transportkosten von Kraftstof- 1991 etwa das Doppelte dessen, was die Energie-
tumsmärkte außer Europa vor allem die USA, fen zum Antrieb (wenn überhaupt) vorhandener versorgungsunternehmen (EVU) vorher an Tarifen
Süd- und Mittelamerika, Nordafrika, China und Dieselaggregate in Ländern der Dritten Welt werden zahlten. Gesetzliche Regelungen und die Förderpro-
Indien. Europa wird den Zubau an installierter WEA als Inselsysteme die bessere Alternative auch gramme des Bundes und der Länder haben einen
WEA-Leistung vor allem im Off-shore-Bereich in betriebswirtschaftlicher Sicht darstellen. zum Teil schon selbsttragenden Markt geschaffen.
und in den Mittelmeer-Anrainerstaaten erfahren. Dem Subsidiaritätsprinzip entsprechend, wurde die
Vor allem beim Export in Länder außerhalb WEA-Förderung in NRW den Marktverhältnissen
Europas wird der Erfolg nicht nur durch Anla- ständig angepasst und Ende 2000 eingestellt, ohne
genverkauf gesichert werden können. Koopera- negative Auswirkungen auf die gewünschten Ziele
tionen, „Joint Venture“ und Teilfertigungen vor hervorzurufen.
Ort werden für den Bestand des Exportgeschäftes
Im Rahmen der REN-„Breiten“- und „Demonstra-
unumgänglich sein.
tionsförderung“ sowie der „Technischen Entwick-
lung“ wurden seit 1988 bis Ende 2000 für den
Ausbau der Windenergienutzung in Nordrhein-
Westfalen mehr als 62,9 Mio. EUR Fördermittel
Die höchste WEA in NRW mit der größten
Rotorkreisfläche: NEG Micon mit 1.500 kW, eingesetzt.
Nabenhöhe = 93,6 m und Rotordurchmesser
= 82 m vor dem Braunkohlenkraftwerk
Neurath in Grevenbroich (WTG)

24 25
Leitprojekte
der Landes- 2. Die erste – und bisher einzige – WEA auf einer
initiative Betriebszustand der WEA auf der Bergehalde
Hoppenbruch, Herten
Steinkohle-Bergehalde (Nebengestein der Kohle) im
Ruhrgebiet wurde im Oktober 1997 errichtet und in
Zukunftsenergien Betrieb genommen. Auf dem 80 m hohen Haldenplateau
(143 m über NN) „Hoppenbruch“ in Herten ist von
der Ruhrwind Herten GmbH, bestehend aus dem Kom-
munalverband Ruhrgebiet, den Stadtwerken Herten
und einem privaten Investor, eine 1,5 MW-WEA mit
66,8 m Nabenhöhe und 66 m Rotordurchmesser reali-
siert worden. Technisch interessant waren die Grün-
dungsarbeiten: Unter dem Fundament wurden 120
Kiessäulen bis 8,5 m tief eingebracht und verdichtet.
Die Erdung konnte nur durch eine 80 m tiefe Bohrung
in gewachsenen Boden und Anlegen mehrer Ringerder
gewährleistet werden.

V
Die Aufschüttung der Halde begann 1977; rund 15 Mio.
m³ Bergematerial wurden auf einer Fläche von 56 ha
on den vielen im Rahmen der Landesinitiative
gekippt. 1992 wurde die Rekultivierung nach Anpflan-
Zukunftsenergien durch das REN-Programm NRW Errichtungszustand der WEA auf der
zung von rd. 700.000 Forstpflanzen und Bäumen sowie Bergehalde Hoppenbruch, Herten
geförderten WEA-Projekten – auch die technische Ent-
Anlegen von 17 Teichen und Biotopen abgeschlossen
wicklung der 2,5 MW-WEA, Typ N80, wurde z. B. im Rahmen
und der Bevölkerung als Naherholungsgebiet überge-
der Landesinitiative gefördert – sind drei Projekte besonders
ben. Im Rahmen der Landesförderung der WEA wurde
erwähnenswert:
eine Untersuchung zur WEA-Akzeptanz und zu poten-
1. Die Dynamik des WEA-Ausbaus lässt Superlative nur ziellen Nutzungskonflikten veranlasst, die von der
zeitlich begrenzt gelten. Als Europas größter Windpark geplant, Universität Münster und dem IWR durchgeführt wurde.
musste der auf der Paderborner Hochfläche 1999 realisierte Von 1.600 kontaktierten Anwohnern, Anteilseignern
Monatliche Energieerträge einer
1,5 MW-Enercon-Anlage / Ruhrwind Herten GmbH
Windpark Lichtenau mit 62 Anlagen verschiedener Hersteller (289 Hertener Anteilseigner an der Ruhrwind Herten Standort: Herten, Bergehalde Hoppenbruch
und einer insgesamt installierten Nennleistung von 36 MW GmbH) und Besuchern der Halde wurde die Wind-
Quelle: IWR, Münster

diesen Rang wenig später weiterreichen. Der für ein Binnenland energienutzung an diesem Standort zu 95 % befürwortet,
respektable Windpark wird jährlich ca. 65 Mio. kWh Strom auch 80 % der Vor-Ort-Besucher „fanden die Anlage
erzeugen und damit (rechnerisch) den Strombedarf von 50.000 gut“ und befürworteten einen weiteren WEA-Ausbau
Personen decken. in der Region zu 77 %; Anwohner und Anteilseigner
sogar bis 95 %. Zur Steigerung der Akzeptanz empfiehlt
die Untersuchung u.a. das Anbringen von Informati-
onstafeln im Umfeld der Halde. Wegen des exponierten
Standortes der WEA werden vom IWR die monatlichen
Energieerträge seit 1998 aufgezeichnet, die nachfol-
gende Abbildung spiegelt diese beispielhaft wider.

Lichtenau, Teilansicht des Windparks

26 27
Leitprojekte
der Landes- 7 Plätze auf dem Testfeld sind bereits belegt. Im Herbst Stand des Testfeldes
Sommer 2000:
2002 wird der letzte Testplatz belegt und den Herstellern im Hintergrund:

initiative
die WEA der 600-
bis zu sieben Jahren ermöglichen, Testergebnisse für und 750 kW-Klasse
technische Weiterentwicklungen und Verbesserungen Bildvordergrund:

Zukunftsenergien umzusetzen. Die Windverhältnisse Vor-Ort (Jahresmittel


6 m/s in 70 m über Grund) bieten gute Voraussetzungen,
Nordex N80, 2,5 MW
Bildrand, rechts:

NRW
Tacke TW 1.5sl
daneben:
allen Anforderungen der WEA-Betreiber zu genügen. DeWind 62, 1.0 MW
Im Übrigen führt die WTG Forschungs- und Demon-
strationsvorhaben zur Weiterentwicklung der Winden-
ergienutzung durch, so zum Beispiel die landesgeför-
derten Projekte, das Windprofil mit Schallwellen zu
3. Das Leitprojekt „Windtestfeld Grevenbroich“ (WTG)
messen, eine Optimierung leichter Binnenland-WEA
auf der Neurather Höhe in unmittelbarer Nähe der
zu erreichen, und Böen zur Reduktion von Lasten an
Braunkohlenkraftwerke Neurath und Frimmersdorf
WEA vorherzusagen..
gelegen, wurde im Oktober 1997 von den Anteilseig-
nern Land NRW/Investitionsbank, RWE Energie AG,
Germanischer Lloyd sowie Kreis und Stadt Greven-
broich als Binnenland-Testfeld konzipiert. Die WTG
GmbH soll WEA-Herstellern, Zubehörlieferanten und
WEA-Betreibern als interdisziplinäre Fachstelle zur
Verfügung stehen. Auf dem Testfeld selbst können bis
zu acht WEA errichtet und getestet werden. Durch die
Landesförderung der bereitgestellten Infrastruktur (zum
Beispiel Zuwegung, Netzanschluss, Fundamente, etc.)
ergeben sich für die Nutzer sowohl zeitliche als auch
finanzielle Vorteile. Durch die erfolgte Akkreditierung
als Prüflabor (nach EN 45001) und benannte Außen-
stelle (nach § 26 BImSchG) sind die WTG-Sachver-
ständigen legitimiert, nach internationalen Normen,
Messungen, Prüfungen und Gutachten zu erstellen.

Errichtung einer WEA des Typs


Tacke TW 1.5sl, 1500 kW am 14. April 2000
D ie Fotovoltaikförderung im Rahmen
des REN-Programms ist seit 1988
erfolgreich und dauert an. Das
Landesinstitut für Bauwesen, Au-
ßenstelle Dortmund, entscheidet auf der Basis
von Richtlinien die Förderanträge auf Gewäh-
rung von Zuschüssen. Projekte der Techni-
schen Entwicklung sowie Demonstrationspro-
jekte unterliegen einer Einzelfallprüfung im
Die ersten WEA auf dem Geschäftbereich des Wirtschaftsministeriums.
Testfeld 1998/99 WTG-Planungsriss mit Standorten für vier
von links nach rechts: Die Förderanträge sind einzureichen bei der Windmessmasten (WMM) und acht Windener-
gieanlagen (WEA)
DeWind 48/70, 600 kW Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.
Südwind S50, 750 kW
Zond TX50, 750 kW Im Regelfall gilt bei der Projektförderung der
Grundsatz, dass vor Erhalt der Förderzusage
mit dem Projekt nicht begonnen werden darf;
zum Beginn zählt schon ein entsprechender

28 29
Vertragsabschluss. Eine frühzeitige Beratung
zahlt sich also aus!
Wichtige Bundesförderung via
Deutsche Ausgleichsbank (DtA)

Anschriften Verbände
1. Bundesverband Windenergie
(BWE) e.V.
Wielandstraße 4
53170 Bonn
Telefon: 02 28/8 31-0
BWE-Büro Berlin Telefax; 02 28/8 31-22 55
Marienstraße 19/20
Landesförderung NRW 10117 Berlin E-Mail: marketing@dta.de
1. Landesinstitut für Bauwesen Telefon: 0 30/2 84 82-1 06 Internet: http://www.dta.de
Außenstelle Dortmund Telefax: 0 30/2 84 82-1 07
Ruhralle 1-3 E-Mail: BWE-Berlin@t-online.de
44139 Dortmund Anmerkung: ERP-Umwelt- und Energiespar-
Telefon: 02 31/28 68-301 programm der Bundesregierung,
BWE-Büro Osnabrück
Telefax: 02 31/28 68-3 02
Herrenteichsstr. 1 DtA-Umweltprogramm,
(REN-Breitenförderung) 49074 Osnabrück BMU-Programm zur Förderung von
Telefon: 05 41/3 50 60-0 Demonstrationsvorhaben.
2. Bezirksregierung Arnsberg Telefax: 05 41/3 50 60-30
Abt. Bergbau und Energie in NRW E-Mail: BWE-Os@t-online.de
Goebenstraße 25
44135 Dortmund
2. VDMA Verband Deutscher Maschinen-
Telefon: 02 31/54 10 2 96 und Anlagenbau e.V. (Herstellerverband)
Telefax: 02 31/54 10 45 013
Interessensgemeinschaft Windkraftanlagen
(REN-Demonstrationsförderung,
REN-Technische Entwicklung)
Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt/Main Broschüren,
Beratungs-, Untersuchungs- und Gutachten-
Telefon: 0 69/66 03-3 06
Telefax: 0 69/66 03-6 73 Druckschriften,
Stellen (Auswahl) Literatur
1. Forschungszentrum Jülich GmbH 3. Fördergesellschaft Erneuerbare Energien
Projektträger ETN e.V. (FEE)
52425 Jülich Society for the Promotion
Telefon: 0 24 61/6 90-6 01 of Renewable Energies
Telefax: 0 24 61/6 90-6 10 Innovationspark Wuhlheide
Köpenicker Str. 325 1. Grundsätze für Planung und Genehmigung von 5. Leitprojekte
12555 Berlin Windenergieanlagen Broschüre der Landesinitiative Zukunftsenergien
2. Energieagentur NRW
Telefon: 0 30/6 57 62-7 06 (Windenergie-Erlass-WEAErl.-) NRW
Kasinostraße 19-21 Telefax: 0 30/6 57 62-7 08
42103 Wuppertal v. 03.05.2000 6. Zukunftsenergien aus Nordrhein-Westfalen,
E-Mail: FEE-eV@t-online.de
Telefon: 02 02/2 45 52-0 Internet: http://www.mbw.nrw.de/energie/wearl.htm Broschüre des MWMEV und der Landesinitiative
Telefax: 02 02/2 45 52-30 Zukunftsenergien NRW, Februar 2001

D
2. NRW-Gemeindeumfrage zur
Internet: www.ea-nrw.de 4. Fördergesellschaft Windenergie e.V.
(FGW) Flächenausweisung von Windkraftanlagen 7. Energieeinsparung und erneuerbare Energien
Flotowstr. 41-43 (1996) ie Fotovoltaikförderung im Rahmen Dokumentation Nr. 361 des Bundesministeriums
3. Internationales Wirtschaftsforum für 22083 Hamburg für Wirtschaft (BMWi)
regenerative Energien (IWR) desderREN-Programms
Druckschrift ist seit 1988
Landesinitiative Zukunftsenergien
Telefon: 0 40/27 80 91-82 NRW erfolgreich und dauert an. Das 8. Erneuerbare Energien – verstärkt nutzen
Grevener Straße 75 Telefax: 0 40/27 80 91-76
48149 Münster Landesinstitut
3. Basisinformationen für Bauwesen,
„Wind“ Au-
für die Planung Broschüre des BMWi
Telefon: 02 51/2 39 46-0 ßenstelle Dortmund,
und Genehmigung vonentscheidet auf der Basis
Windenergieanlagen 9. Jetzt erneuerbare Energien nutzen
Telefax: 02 51/2 39 46-10 5. WVW IWR-Studie im Auftrag des MBW (Hrsg.), 1998 Broschüre des BMWi (Dez. 1999)
von Richtlinien die Förderanträge auf Gewäh-
Internet: www.iwr.de Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.
Leisewitstr. 37 4. rung von Zuschüssen.
Windenergienutzung in Projekte der Techni-
Nordrhein-Westfalen 10. Erneuerbare Energien und
30175 Hannover Realisierte Windenergieanlagen –
schen Entwicklung sowie Demonstrationspro- nachhaltige Entwicklung
4. WINDTEST Grevenbroich GmbH Telefon: 05 11/2 88 32 30 geplante Windparks, Dokumentation Broschüre des BMU (Juli 1999)
jekte unterliegen einer Einzelfallprüfung im
Frimmersdorfer Str. 73 Telefax: 0511/2 88 32 98 25 541 des Landesinstitus für Bauwesen (Hrsg.) 11. Marktübersicht Windenergie 2002
41517 Grevenbroich Geschäftbereich des Wirtschaftsministeriums.
im Auftrag des MBW, 1998 Bundesverband Windenergie e.V., Osnabrück
Telefon: 0 21 81/22 78-0 Die Förderanträge sind einzureichen bei der
Telefax: 0 21 81/22 78-11 Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.
Internet: www.windtest.de
Im Regelfall gilt bei der Projektförderung der
Grundsatz, dass vor Erhalt der Förderzusage
mit dem Projekt nicht begonnen werden darf;
zum Beginn zählt schon ein entsprechender

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Vertragsabschluss. Eine frühzeitige Beratung
zahlt sich also aus!