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AP1 Mitschrift, Montag 03.06.

2019, 8-10 Uhr


9. Sitzung

- LTM: Explicit vs Implicit


- Explicit: Episodic (Persönliche Ereignisse) vs semantic (Fakten, Wissen)
- Implizit:: Priming vs Procedural memory vs Conditioning

- Trennung semantisch vs episodisch: nach Unfällen können semantische


Funktionen noch vorhanden sein, episodisches nicht oder andersherum, außerdem:
unterschiedliche Hirnarreale sind bei unterschiedlichen Aufgaben aktiv
- Beziehung episodisch – semantisch: meist zuerst episodische Erinnerungen, diese
persönlichen Aspekte verblassen mit Zeit, Fakten (semantisches Wissen) bleibt übrig

- Implizites Gedächtnis = non-deklaratives Gedächtnis („nicht-bewusstes“: nicht so in


Klausur schreiben!): Konditionierung, Priming, prozedurales Gedächtnis
- Arten Priming: z.B. repitition Priming, semantic priming, etc.
- Priming: durch Wahrnehmungsreize sollen Zielreize anders verarbeitet werden
- Wortstamm-Ergänzung: Inspektionsphase: Person liest Wörter ohne Aufgabe zum
merken, Test-Phase: Wortanfänge präsentiert, VP soll Wortanfänge mir Wort
komplettieren was zuerst einfällt: meist vorher gelesene Wörter werden genannt ;
Kontrollbedingung: cued recall: Inspektionsphase mit Aufgabe zu Merken, klappt
auch gut
- aber: Amnsiepatienten bei cued recall schlechter als bei Wortstammergänzung
ohne Merk-Instruktion
- Procedurales Gedächtnis: Gedächtnis für Bewegungen (Fahrrad fahren geht, aber
lässt sich schwierig erklären)

- in jedem Gedächtnis (ob LTM oder STM egal) immer 3 Prozesse:


- Encoding – Storage – Retrieval
1. Encodieren: Übertragung vom STM uns LTM via Rehearsal
- Zwei-Komponenten-Aufgabe anders: gleiche Bedingungen, nur lautes rehearsal:
recall noch einfacher
- Dagegen: rehearsal führt nicht immer Infos von STM in LTM: z.B. neue Radio-
Frequenz wurde vorher oft mitgeteilt, aber am Tag der Umstellung wussten Hörer die
Frequenz trotzdem nicht
- Levels-of-Processing: Verarbeitungs-Ebenen & Verarbeitungs-Tiefe: Liste mit
unzusammenhängenden Wörtern, jedes Wort mit einer Aufgabe (entweder 1. Groß-
oder Kleinbuchstaben? 2. Reimt sich oder nicht? Oder 3. Passt es in Satz?), aber
keine Instruktion zum Merken der Wörter, später überraschender Erinnerungstest:
inzidentelles Lernen (beiläufiges Lernen): Wörter die in Aufgabe mit „ja“ beantwortet
wurde besser behalten: je tiefer Verarbeitung umso besser Behaltensleistung
- Problem: kein unabhängiges Maß für Tiefe der Verarbeitung (es wurde tiefer
Verarbeitet weil es besser behalten wurde & es wurde besser behalten weil es tiefer
verarbeitet wurde...naja)
- mentale Vorstellungsbilder: 15 Wortpaare: entweder Einprägen mit leisem
Wiederholen oder mentales Vorstellungsbild pro Wortpaar beim Einprägen
generieren (z.B. Boot, Baum: Boot im Baum vorstellen), danach cued recall: Imagery
group besser
- Generation effect: ebenfalls Paarassoziationslernen: entweder normales
Paarassoziationslernen oder Paarling selbst generieren: Generationsgruppe im cued
recall besser
- Testing effect: Text lesen, dann Mathe-Aufgaben lösen, dann entweder möglichst
viel vom Text aufschreiben (Recall Test) ODER nochmal lesen, dann in beiden
Gruppen delay (5minutes oder 2tage oder 1woche) dann noch mal Recall Test:
Gruppe, die einmal mehr abgeruen hat, wusste mehr als Gruppe, die einmal mehr
gelesen hat (außer bei 5min: Reread-Gruppe besser)
2. Retrieval: recognition (wiedererkennen) einfacher als recall
- Retrieval cues: Wortliste Präsentiert: entweder nur recall ODER Recall der Worte
aus bestimmter, vorgegebener Kategorie (waren besser)
- Kontext beeinflusst auch Erinnerungsleistung: an Land ODER unter Wasser Wörter
lernen, dann an Land ODER unter Wasser abrufen: besser wenn an gleichem Ort
abrufen wie gelernt
- weil intrinsischer und extrinsischer Kontext: intrinsischer Kontext verändert
Bedeutung des zu lernenden Materials, beeinflusst recall sowie recognition ;
extrinsischer Kontext ist einfach nur da und wirkt nur bei recall als cue
- Zustandsabhängiges Gedächtnis: körperlicher/emotionaler Zustand beeinfluss auch
Erinnerungsleistung: Lernen nüchtern ODER betrunken, abrufen nüchtern ODER
betrunken: nüchtern-nüchtern am besten, betrunken-nüchtern am schlechtesten

Zusammenfassung:
LTM Unterteilung
Trennung semantisch – episodisch
Beziehung semantisch – episodisch
Priming: Wortstamm-Ergänzung (Amnesie)
Procedurales Gedächtnis
3 Gedächtnisprozesse
Encoding: Rehearsal (dafür/dagegen), Levels of Processing + Problem, mentale
Vorstellungsbilder, Generation-effect, Testing-effect
Retrieval: Retrieval cues, Kontextbezogenheit (intrinsischer vs extrinsischer Kontext)