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Allg.Psych.2, Montag 01.04.

2019, 14-16 Uhr


1. Sitzung

Allgemeine Psychologie

- analysiert gesetzmäßige Beziehungen zwischen Oranismus und Umwelt


- analysiert kognitive und der sie begleitenden motivational-emotional dynamischen Prozesse der
Verhatlenregulation (Erleben + Verhalten)
- allgemein = universalistischer Ansatz
- Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Bewusstsein, Problemlösen, Lernen, Denken,...

- Sinnesorgane dienen dazu, unsere Umgebung für uns abzubilden


- es gibt aber durch ihre Funktionsweise auch Sinnestäuschungen (z.B. optische Täuschungen, wie Ponzo-
Täuschung)

- Strategie der Suchraumerweiterung: Problemlösen auf neuen, anderen Wegen


- z.B. Gleichung aus Streichhölzern gelegt, 1 Streichholz muss verändert werden damit die Gleichung
aufgeht: erste Bsp. Veränderung der Zahlen, später muss Zeichen (+/-/=) umgeändert werden: diese
Aufgabe dauert länger zu lösen, weil Strategie geändert werden muss

- Motivationspsychologie untersucht Ausrichtung, Dauer und Intensität des Verhaltens


- meist geht es um Annäherung (für positive Dinge) und Vermeidung (für negative Dinge)
- z.B. Stockerkahnrennen auf dem Neckar: interessant für Motivationspsychologie

- Beeinflussung des Verhaltens durch emotionale Informationen


- arrousal = Bereitschaft um auf einen Reiz zu reagieren (körperlich)

Wahrnehmungspsychologie

- Wahrnehmung = Summe der Prozesse, mit deren Hilfe wir Informationen/Wissen über externe Objekte
und Ereignisse gewinnen
- dient also zur Gewinnung von Wissen über die Welt
- dient zum zielgerichteten Handeln: Überleben, Reproduzieren
- visuelle WN: Informationsquelle = Licht, welches Objekte aussenden/reflektieren

-visuelle WN: interessant hier die objektive WN von Objekten/Ereignissen, nicht subjektive (bewertete)
WN: muss intersubjektiv vergleichbar sein
- Wissen über Welt entsteht durch Informationsverarbeitung: Lichtenergie wird in elektrische Energie
umgewandelt
- Problem: 3-dimensionale Welt, aber 2-dimensionale Retina
- weiteres Problem: Menge der Information
- Wahrnehmung erscheint beim Augenaufschlag unmittelbar, direkt und automatisch; deshalb nehmen
wir an, dass es ein realistisches (veridikales) Abbild der Außenwelt ist
- aber: Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess, der unser Vorwissen und unsere Erwartungen
einbezieht/berücktsichtigt, Bsp. B. Bugelski/D. Alampay, 1961
- also: WN = interaktiver Prozess mit botton-up- und top-down-Komponenten
- Sehen = Inverses Problem: wir wissen nicht genau, was das Abbild der Information für die Umwelt
wirklich bedeutet (z.B. ist es klein und nah bei mir oder ist es groß und weit weg?), deshalb viele
optische Täuschungen
- ALSO: Wahrnehmung ist nicht veridikal: verfügbare Informationen reichen oft nicht aus, um uns das
richtige Bild liefern zukönnen

- Fehlkonstrutktion Auge: Rezeptoren nach hinten gerichtet und dadurch Blinder Fleck, Farbsehen auf
zentralen Retinabereich (Fokus) beschränkt, ständige Retinabewegung (nehmen wir trotzdem als ruhiges
Bild wahr),...
- WN auf Basis unvollständiger und verzerrter Information, WN = Hypothese der Wirklichkeit

- Wahrscheinlichkeitsprinzip: wir nehmen das Objekt wahr, das mit der größten Wahrscheinlichkeit die
Ursache unserer jeweiligen sensorischen Empfindung ist (Herman von Helmholtz)
- dazu werden alle verfügbaren Informationequellen genutzt: Retinale Größe, Akkomodation,
Konvergenz der Augen,... wird alles berechnet und daraus wird höchste Wahrscheinlichkeit über die
eigentliche Realität ermittelt

- wäre unsere WN veridikal, könnten wir "unmögliche Objekte" nicht wahrnehmen, z.B. das unendliche
Treppenhaus usw.