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AP2 MItschrift, Montag, 27.05.

2019, 14-16 Uhr


8. Sitzung

Wdh.:
- Metamere Farben: physikalisch verschieden, aber perzeptuell gleich
- Young-Helmholtz-Dreifarbentheorie / Trichromatische Theorie
- Ensemblecodierung

- Gegenfarbentheorie
- einige Phänomene nicht mit Dreifarbentheorie erklärbar (siehe letzte VL): Farbfehlsichtigkeit, bläuliches
Rot vs grünliches Rot, 3 Primärfarben ohne gelb?!, Farbadaptionsexp.
- Farbadaptionsexp: wenn man auf eine Farbe starrt, dann weiße Fläche: Gegenfarbe wird kurz vom
Auge generiert
- später wurden auch Gegenfarbzellen im CGL (Corpus geniculatum laterale) gefunden: feuern
entsprechende Farbe, wenn diese Farbe gezeigt wird
- auch doppelte Gegenfarbenzellen gefunden: Rezeptives Feld mit On-Off-Organisation: deshalb besseres
Kontrastsehen wenn rote Beere vor grünem Hintergrund: Mitte R+/G-, Außen R-/G+: feuert also noch
mal mehr, wenn roter kleiner Gegenstand (Mitte) vor grünem Hintergrund (Außen)
- doppelte Gegenfarbenzellen: rezeptives Feld hat hat Feld mit Rot-Grün-Gegenfarben-Organisation

- Zwei-Prozess-Theorie der Farbwahrnehmung: aufeinanderfolgende Stufen der Farbverarbeitung:


deshalb Dreifarbentheorie sowie Gegenfarbentheorie richtig

- Farbkonstanz = spektrale Verteilung des natürlichen Lichts ändert sich ständig (z.B. Sonnenuntergang
usw), trotzdem haben wir gleichen/konstanten Farbeindruck der Objekte
- weil: Verhältnisse der Rezeptorantworten bleiben unabhängig von Lichtverteilung relativ konstant: wir
sehen die Farben nie isoliert, sondern sehen es im Kontaxt zu den anderen umliegenden Farben
(vergleichendes Sehen)
- weil: Gedächtnisfarben: einige Objekte haben charakteristische Farbe (z.B. Banane=gelb): Top-Down-
Einfluss
- weil: Farbadaptation: langandauernder Einfluss von Umgebungsbeleuchtung wird durch Adaptation
"herausgerechnet" (z.B. warmes Licht im Raum wird nicht unbedingt als gelb wahrgenommen, sondern
als weiß: wenn man allerdings von außen in beleuchtetes Fenster schaut, sieht es gelb aus)

Farbfehlsichtigkeit
- 8% Männer, 0,4% Frauen
- Monochromasie: Zapfen nicht funktionsfähig: nur Helligkeitsschattierungen, geringe Sehschärfe,
empfindlich gegen Helligkeit: nur Intensität einer Wellenlänge stellt Farben her
- Dichromasie: Protanopie (Rotgrünblindheit 1), Deuteranopie (Rotgrünblindheit 2), Tritanopie
(Blaugelbblindheit, selten, vererbbar): Verhältnis von 2 Wellenlängen macht Farbwahrnehmung
- Zentrale Störungen des Farbsehens: siehe Folien

Neues Thema: Motivation

- Motiavtionspsychologie: erklärt Richtung, Ausdauern und Intensität von Verhalten


- Motivation = gedankliches/hypothetisches Konstrukt, das ein bestimmtes
Verhalten/Verhaltenseigenschaften erklären soll
- Ziel: möglichst unterschiedliches Verhalten mit möglichst wenigen hypothetischen
Motivationskonstrukten erklären
- Welches Verhalten wird wann und warum gezeigt?

Freuds Motivationspsychologie

- mechanistische Konzepte:
- jede psychologische Arbeit erfordert Energie: Mensch = geschlossenes Energiesystem
- es gibt gebundene vs freie Energie
- Homeostase: Organismus streben nach stabilem inneren Gleichgewicht: z.B. heiß=schwitzen,
kalt=frieren: gilt auch für psychologische Ebene
- Hedonismus: wenn Homeostase erreicht, dann greift Lustprinzip
- dadurch Lust (Gleichgewicht, keine Stimulation) und Abwesenheit von Bedürfnissen

Zusammenfassung:
Metamere Farben
Young-Helmhotz-Dreifarbentheorie/Trichromatische Theorie
Ensemblecodierung
Gegenfarbentheorie, Farbadaptionsexperimente
Gegenfarbenzellen, doppelte Gegenfarbenzellen
Zwei-Prozess-Theorie
Farbkonstanz, Gründe
Farbfehlsichtigkeiten, Monochromasie, Dichromasie, Zentrale Störungen des Farbsehens