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SO1, Donnerstag 07.11.

2018, 10-12 Uhr


4. Sitzung

Leistung als legitimierender Wert


Meritokratisches Modell:
- Leistung = formal beglaubigte Qualifikation
- individuell zurechenbare Leistung
- Meritokratie = Herrschaft der Leistung
- produziert Ungleichheit: man hat von Natur aus bestimmte Begabungen / Talente =
Glück (warum soll das zusätzlich belohnt werden?)
- meritokratische Logik heute: man kann sich verbessern, Talente können geformt
und ausebaut werden

- Davis / Moore: Warum gibt es Schichtung?


- Positionen sind ungleich wichtig: manche sehr schwer zu besetzen, da knappes
Personal
- man muss Anreize schaffen (Lohn, Prestige,...)
- Ungleichheit entsteht durch unterschiedliche Belohnung, jedoch legitim da auf
Leistung und Aufwand in der Ausbildung beruhend
- Kritik:
• Tautologisch (erklärt nichts)
• Warum verdienen Fußballer mehr als Lehrer?

- Sighard Neckel: nicht Arbeitsaufwand zählt, sondern nur das Ergebnis


- Performanz wird wichtiger, denn durch Darstellung des Erfolgs kann Vorsprung
ausgebaut werden

Zusammenhang Leistung – Lohn


- vergangene Leistung: Ausbildungsaufwand / Anstrengung in Vergangenheit wird
entlohnt
-> von oben nach unten immer mehr auf Erfolg zugeschnitten
- Unterschiede zwischen Angestellten und Arbeitern?
- Leistungsbereitschaft und Leistungserbringung nur wenn sie nachgefragt werden

c) Tauschgerechtigkeit durch Verfahren


- kein vollständiger Tausch von Leistung gegen Ware oder Arbeit gegen Lohn, da
man einen Teil seiner Arbeitskraft zurückhalten kann

- Jasso Index: um wie viel Prozent muss mein Lohn steigen, damit ich ihn als gerecht
empfinde?
- Löhne in Ostdeutschland niedriger als in Westdeutschland: wird als ungerecht in
Ostdeutschland empfunden (Vergleichsgruppeneffekt)