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Walter ist pleite

Walter dos Santos ist Brasilianer und studiert seit drei Jahren an einer deutschen Universität. Er hat sich gut in Deutschland
eingelebt, hat viele Freunde und kommt mit seinem Studium gut voran. Er kann zufrieden mit sich sein.
Eines Abends kommt sein Studienkollege Jochen Becker, um ihn abzuholen.
Jochen : Du bist ja noch nicht fertig!!
Walter: Wieso?
Jochen: Hast du vergessen, dass wir heute ins Theater gehen? Die anderen warten schon.
Walter: Ich komme nicht mit.
Jochen: Warum denn nicht? Bist du krank?
Walter: Schlimmer. Ich bin pleite.
Jochen: Warum hast du denn nichts gesagt? Ich kann dir was leihen. Hier 50€.
Walter: Danke, das ist sehr nett von dir. Aber das ändert die Situation auch nicht.
Ich muss einfach sparen, das ist alles.
Jochen: Eine Theaterkarte kannst du dir doch wohl noch leisten!
Walter: Das ist es ja. Immer diese kleinen Beträge. Hier 1€ und da 2.50 €. Am
Ende hat man 100€ ausgegeben und weiß nicht wie.
Jochen: Und mit dem Theater willst du also anfangen? Wie stellst du dir das vor?
Walter: Kein Theater mehr, keine Zigaretten, kein Kino, kein Bier.
Jochen: Was für ein Leben!! Sag mal, warum suchst du dir denn keine Arbeit?
Walter: Daran habe ich auch schon gedacht, aber…..
Jochen: Kein Aber… Morgen sprechen wir darüber. Ich muss jetzt gehen, sonst
komme ich zu spät. Auf Wiedersehen!
Walter: Wiedersehen! Und viel Vergnügen !!!!

Fragen zum Dialog:

Woher kommt Walter?


Wie lange ist er schon in Deutschland?
Ist er ein guter Student?
Ist Jochen auch Ausländer?
Will Jochen Walter besuchen?
Hat Walter vergessen, dass sie ins Theater gehen wollten?
Warum will er nicht mitgehen? ist er krank?
Nimmt er das Geld, das Jochen ihm leihen will?
Was will Walter in dieser Situation tun?
Kann er sich wirklich keine Theaterkarte leisten?
Walter will sparen, wie stellt er sich das vor?
Findet Jochen diese Ideen gut?
Worüber will er morgen mit Walter sprechen?
Warum will er so schnell wieder gehen?

Übungen

1.) Jochen ist gekommen, um Walter abzuholen, aber der ist noch nicht fertig. Warum nicht?

Hat er vergessen, dass sie ins Theater wollten?


Ich glaube nicht, dass er das vergessen hat.
Hat er keine Lust, ins Theater zu gehen?
Sind ihm vielleicht die Karten zu teuer
Hat er vielleicht etwas Besseres vor?
Hat er viel zu tun?
Will er lieber noch was lesen?
Muss er sparen?

Warum will Walter nicht mitkommen? Was sagt er?


Ich gehe nicht mehr ins Theater.
Ich bin pleite.
Ich muss sparen.
Muss weniger Geld ausgeben.
Gehe nicht mehr ins Kino.
Trinke kein Bier mehr.
Rauche nicht mehr.
Mache keine Wochenendfahrten mehr.
Gehe nicht mehr in teure Restaurants.
Fahre nicht mehr mit dem Taxi.

2.1 Was sagt er?


2.2 Walter will sparen. Wie stellt er sich das vor?
Er will weniger…

2.3 Und was meinen Sie? Was sollte Walter Ihrer Meinung nach
tun?

1
meiner Meinung nach sollte er nicht so oft ins Theater gehen

meiner Meinung nach sollte er nicht soviel …

2.4. Stellen Sie sich vor, Walter würde Sie um Rat bitten. Was
würden Sie ihm sagen?

Gehen Sie doch nicht so oft ins Theater!

3.0 Walter hat Sorgen; er muss sparen. Warum? Was meinen


Sie?
Vielleicht hat er sich ein zu teures Radio gekauft.
Vielleicht ist er zu oft ins Theater gegangen.
Zu viel Geld ausgegeben.
abends zu oft ausgegangen.
ein zu teures Zimmer gemietet.
am Wochenende zu oft weggefahren.
zu oft in die Disko gehen.

3.1 Jetzt fragen Sie:


Warum muss Walter sparen? Hat er sich ein zu teures Radio
gekauft?
Ich weiß nicht, ob er sich ein zu teures Radio gekauft hat.
Ist er …

4.0
Sie kennen nun Walters Sorgen. Was würden Sie an seiner
Stelle tun?
Was hätten Sie an seiner Stelle getan?

Würden Sie mit ins Theater gehen?


An seiner Stelle würde ich auch/ nicht mitgehen.

1. Würden Sie sparen? An seiner Stelle…

2. Würden Sie das Geld nehmen, das Jochen leihen will?


3. Hätten Sie Jochen gesagt, dass Sie kein Geld mehr haben?
4. Würden Sie auch kein Bier mehr trinken?
5. (Zigaretten/Kino/Restaurant)
6. Würden Sie sich eine Arbeit suchen?
7. Würden Sie sich Geld leihen?
8. Hätten Sie sich mit Walter verabredet ?
9. Hätten Sie sich ein zu teures Radio gekauft ?
10. Wären Sie zu oft in die Disko gegangen?

5.0 Machen Sie selbst neue Dialoge!

Ich kann nicht mit

A: Hast du vergessen, dass wir …… ?

B: Ich komme nicht mit.

A: Warum denn nicht?

B: Ich …..

Ins Theater gehen – pleite

Eine Fahrt machen – keine Zeit

Ins Kino gehen – Unterricht

Am Wochenende wegfahren – krank

Franz besuchen – eine andere Verabredung

Heute ausgehen – arbeiten

Das Buch lesen – vergessen zu kaufen

2
Das ist nicht so einfach.

A: Ich bin pleite.

B: Warum …… ?

A: Daran habe ich auch schon gedacht, aber ….. .

Arbeit suchen – viel studieren.

Deine Mutter fragen – schon viel geschickt.

Vater schreiben – meine Situation nicht verstehen.

Robert um Geld bitten – selber nichts.

Das Radio verkaufen – für die Arbeit brauchen.

Reiche Freundin suchen – nicht einfach.

Dir was leihen – wer? …..

Sparen - aber wie?

A: Ich muss sparen.

B: So?! Wie stellst du dir das vor?

A: Ich …..

B: Du … ?

A: Nein, das kann ich mir nicht mehr leisten.

Nicht mehr ins Theater.

Keine Zigaretten mehr .

Kino/ Bier/ rauchen/ Wochenendfahrten/Restaurants/Taxi …

6.0 Walter erzählt:

Gerade war Jochen hier, um …… . Aber ich bin … , weil ich … .

Jochen war sehr nett und wollte…. , aber das ändert die Situation

auch nicht.Ich muss …. . Eine Theaterkarte … , aber viele kleine

Beträge zusammen …. . Am besten ist, ich gehe … und rauche

…. . Vielleicht suche …. . Darüber werde ich morgen …. .

Kontrollübungen

Welche Pronomen fehlen hier?

1. Ich freue _____ , dass du _____ schon so gut bei uns eingelebt hast.
2. Dieses Semester habe ich nicht gut gearbeitet. Ich bin gar nicht mit _____ zufrieden.
3. Wo können wir _____ einen Wagen leihen?
4. Jetzt wollt ihr ins Theater gehen? Wie stellt ihr ____ das vor?
5. Ich muss _____ eine Arbeit suchen.
6. Hast du ______ schon mit ihm darüber unterhalten?

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Kein-mehr? Nicht mehr?

1. Hast du noch Zigaretten? Ich habe ….


2. Walter will ……. ins Kino.
3. Hast du noch Geld? – Nein, ich habe auch…
4. Du solltest wirklich … rauchen.

Würde? – hätte? – wäre?

1. Was ……. Du an Walters Stelle tun?


2. Ich ……. auch nicht mehr ins Theater gehen, wenn ich kein Geld mehr ……. .
3. An seiner Stelle …… ich nicht soviel Geld ausgegeben.
4. Ich ….. mir schon lange eine Arbeit gesucht.
5. Ich ….. nicht so oft abends ausgegangen.
6. ………. Sie auch jeden Abend zu Haus bleiben?

Bilden Sie Sätze mit um … zu:

1. Frau Schulter geht zur Arbeit. (sie will Geld verdienen).


2. Ich gehe zu Monika. (wir wollen uns unterhalten).
3. Herr Schulter will jetzt anrufen. (er will sich mit seinem Kollegen verabreden).
4. Mein Mann macht die Bücherregale selbst. ( er will Geld sparen) .
5. Ich komme heute zu dir. ( ich will mit dir sprechen ).
6. Ich habe die Blumen gekauft. ( ich will sie meiner Frau zum Geburtstag mitbringen).
7. Wohin können die Touristen gehen? ( sie wollen Geld umtauschen).
8. An wen muss ich schreiben? ( ich möchte eine Auskunft bekommen).
9. Was für Bücher lesen Sie? ( Sie wollen sich vergnügen).
1. Peter nimmt am Bahnhof ein Taxi. ( er wollte schnell nach Hause kommen ).
2. Ich gehe ins Kino. ( ich wollte den neuen Film sehen ).
3. Carlos fährt ins Möbelhaus. ( er wollte einen Tisch kaufen).
4. Eva geht zur Bank. ( Geld abheben ).
5. Tobias geht zum Optiker. ( eine neue Brille bestellen ).
6. Loreana nimmt ein Schmerzmittel.(sie will keine Zahnschmerzen mehr haben).

Bildung des Konjunktiv II

Der Form des Konjunktiv II wird aus dem Wortstamm der 1. Pers. Pl. Präteritum gebildet. Bei den schwachen Verben
stimmt die Indikativ- und Konjunktivform im Präteritum überein. Bei den starken Verben enthält die Konjunktivform in
allen Endungen ein e (> wie Konjunktiv I, Bsp.: gehen – wir gingen – er ginge).

Bei der Bildung von Konjunktiv II tritt oft ein Umlaut (ä, ö, ü) auf (bei starken Verben).

Beispiele: er kam (kommen) er käme


er lag (liegen) er läge
sie sang (singen) er sänge
er betrog (betrügen) er betröge

Auch bei der zusammengesetzten Form des Plusquamperfekts (Vergangenheit des Konjunktivs) ändert sich im
Konjunktiv nur die Form von haben oder sein. Bsp.: er hatte gearbeitet – er hätte gearbeitet

Meistens verwendet man den Konjunktiv 2, wenn man sich etwas wünscht, das derzeit nicht möglich
ist (also Unmögliches, Unwahrscheinliches). Aber auch in der indirekten Rede und bei höflichen Fragen
benutzt man den Konjunktiv 2.

Mit dem Konjunktiv 2 drückt man aus /verwendet man ...


- Wünsche und Hoffnungen
- höfliche Fragen / Aussagen
- Bedingungssätze
- etwas ist nicht erfüllbar
- etwas ist nicht wahrscheinlich
Die Bildung des Konjunktiv 2

Der Konjunktiv 2 wird abgeleitet vom Präteritum Indikativ. Bei der Bildung von Konjunktiv II tritt oft ein
Umlaut (ä, ö, ü) bei starken Verben auf.

Beispiele: Bildung des Konjunktiv I, Modalverben können u. müssen:

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Konjunktiv 2 können müssen

 ich -e konnte könnte musste müsste

 du -est konntest könntest musstest müsstest

 er/sie/es -e konnte könnte musste müsste

 wir -en konnten könnten mussten müssten

 ihr -et konntet könntet musstet müsstet

 sie -en konnten könnten mussten müssten

Beispiele: Bildung des Konjunktiv 2, Modalverben dürfen und wollen: 


Konjunktiv 2 dürfen wollen

 ich -e durfte dürfte wollte wollte

 du -est durftest dürftest wolltest wolltest

 er/sie/es -e durfte dürfte wollte wollte

 wir -en durften dürften wollten wollten

 ihr -et durften dürften wolltet wolltet

 sie -en durften dürften wollten wollten

Beispiele: Bildung Konjunktiv 2 starke Verben, schwache Verben:

Konjunktiv 2 fragen (schwache Verben) geben (starke Verben)

 ich -e fragte fragte gab gäbe

 du -est fragtest fragtest gabst gäbest

 er/sie/es -e fragte fragte gab gäbe

 wir -en fragten fragten gaben gäben

 ihr -et fragtet fragtet gabt gäbet

 sie -en fragten fragten gaben gäben

Beispiele für die Verwendung des Konjunktiv 2


Es wäre toll, wenn...
- das Unternehmen einen Gewinn einbrächte.
- wir frei hätten.
- wenn ich in New York wäre.

Bilden Sie Sätze im Konjunktiv II mit beinahe, fast und es fehlte nicht viel:

1. Beinahe __________ ich den Zug noch erwischt. (haben)


2. Fast _____________ das Glas heruntergefallen. (sein)
3. Fast _____________ der Betrug geklappt. (haben)
4. Um ein Haar _______ ich gewonnen. (haben)
5. Es fehlte nicht viel und es ____________ gebrannt. (haben)
6. Beinahe ____________ es passiert. (sein).
7. Fast _______________ sie gestritten. (haben)
8. Um ein Haar ________ das Kind verunglückt. (sein)

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Bilde Wunschsätze mit dem Konjunktiv II:

1. Ich wünschte, sie __________ pünktlich. (sein)


2. Ich wollte, es _____________ geklappt. (haben)
3. Ich wünschte, du __________ noch nicht da. (sein)
4. Sie wollte, er _____________ gewonnen. (haben)
5. Er wünschte, sie __________ ihn gern. (haben)
6. Ich wünschte, ich __________ Urlaub. (haben)
7. Ich wünschte, er ___________ hier. (sein)
8. __________ du doch gesagt, dass du Hilfe brauchst! Ich hatte am Wochenende Zeit.
9. __________ Sie bitte so freundlich, die Tür zu schließen?
10. Ach, ____________ ihr doch etwas länger geblieben!

Bilde freundliche Fragen im Konjunktiv II

1. Geben Sie mir einen Fahrplan! (können)


2. Schließe die Tür! (du – können)
3. Kommen Sie bitte zur Information! (werden)
4. Geben Sie mir das Geld! (können)
5. Geben Sie mir noch einen Kaffee! (haben)

Setzen Sie Verben im Konjunktiv II ein:

1. Er tat so als (wissen) __________ er die Antwort nicht.


2. Sie versprachen mir, ich (bekommen) ________ ein Geschenk.
3. Wenn es (gehen) __________ , würde ich mit dir kommen.
4. Sie befürchteten, wir (können) __________ die Aufgabe nicht lösen.
5. Ach, wenn das Kind doch endlich (schlafen) __________ .

Irreale Situation in der Vergangenheit – Setze im Konjunktiv II

1. Ach, wenn ich letzte Woche bloß das Kleid (kaufen)


2. Ich wünschte, ihr (sehen) __________ das Feuerwerk _________ .
3. Ach, wenn wir doch ein bisschen zeitiger (losgehen) ___________!
4. Wenn du ihn einladen) ___________ , (er kommen) ___________.