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SPRACHLICHE GRUNDPRÜFUNG

(Nyelvi alapvizsga)
NBB_GE195K2 / LBB_GE195K2

In der sprachlichen Grundprüfung sollen die KandidatInnen ihre Sprachkompetenz unter


Beweis stellen. Dabei wird von ihnen eine selbständige Sprachverwendung (Niveaustufe B2)
entsprechend dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen
(Volltextversion) erwartet. Das umfasst folgende Teilkompetenzen:

Der/die Kandidat(in)

 kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen


verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen,
 kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch
mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich
ist,
 kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken,
einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und
Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

Sowohl für den schriftlichen als auch für den mündlichen Prüfungsteil wird eine Note erteilt,
die Gesamtprüfungsnote wird aus dem Durchschnitt der bei ST und MT erreichten
Prozentzahlen ermittelt. Die gesamte Grundprüfung gilt als bestanden, wenn sowohl die
schriftliche als auch die mündliche Prüfung erfolgreich absolviert worden sind. Beim
Nichtbestehen eines Prüfungsteils (mit einer nicht bestandenen Grundprüfung zur Folge)
muss nur dieser wiederholt werden. Die Wiederholung darf gemäß der Prüfungsordnung
der Károly-Eszterházy-Hochschule nicht im selben Semester erfolgen. Die erzielten
Ergebnisse werden bei einem erneuten Versuch angerechnet und bilden mit den Ergebnissen
des früher bestandenen Prüfungsteils die Endnote der Grundprüfung.
Ergebnis Prädikat
(ST % + MT % durch 2) (Endnote)
kiválóan megfelelt (5)
86 - 100 Prozent
"sehr gut"
megfelelt (3)
61 - 85 Prozent
"ausreichend"
nem felelt meg (1)
unter 60 Prozent
"nicht bestanden"

Beispiel:
Schriftlicher Teil: 95 von 119 Punkten = 79,8 Prozent
Mündlicher Teil: 13 von 16 Punkten = 81,3 Prozent
Ergebnis: 80,55 Prozent
Prädikat: megfelelt ("ausreichend")

Weder in der schriftlichen noch in der mündlichen Prüfung sind Wörterbücher oder andere
Hilfsmittel erlaubt.

SCHRIFTLICHER TEIL (ST)


(geht zeitlich dem mündlichen Teil voran)

Wichtig! Zu allen Prüfungsbestandteilen der schriftlichen Grundprüfung (außer zum SA und


HV) finden Sie je 15 Musterprüfungssätze mit Lösungshinweisen in den Übungsmaterialien
zur schriftlichen Grundprüfung.

Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und die korrigierten Arbeiten können erst am Tag
der mündlichen Prüfung eingesehen werden.

Prüfungsablauf - Dauer: 210 Min. (max. 119 Punkte) + 15 Min. Pause

Teil 1: Schriftlicher Ausdruck (SA) - Dauer: 45 Min. (max. 24 Punkte)

Die KandidatInnen müssen einen in sich konsistenten Text (z.B. einen offiziellen Brief) von
ca. 200 Wörtern verfassen.

Beispiel:
Situation: Sie verbringen Ihren Winterurlaub in einem Sporthotel in den Alpen. Als Sie
wieder zu Hause sind, bemerken Sie, dass Sie wahrscheinlich Ihre exklusive Skibrille im
Hotelzimmer liegen gelassen haben.
Aufgabe: Bitte verfassen Sie einen Brief an den Direktor des Hotels, in dem Sie ihn bitten, die
Brille zu suchen und wenn möglich an Sie zu schicken. Achten Sie auf einen der Textsorte
Offizieller Brief angemessenen Stil, eine entsprechende Form und inhaltlich auf die genaue
Beschreibung des Problems und Ihrer Erwartungen.

Bewertungskriterien Schriftlicher Ausdruck


(Die erreichten Punktzahlen werden am Ende mit 2 multipliziert)
  4 Punkte 3 Punkte 2 Punkte 1 Punkt 0 Punkte
I Textaufbau + Aneinander-reihung
stellenweise guter durchgängig
Kohärenz liest sich sehr liest sich noch von Sätzen ohne
Aufbau, an einigen unlogischer
- Gliederung des Textes flüssig flüssig erkennbare
Stellen sprunghaft Text
- Konnektoren, Kohärenz Gliederung
II Ausdrucksfähigkeit in großen
sehr gut und gut und stellenweise gut in ganzen Passagen
- Wortschatzspektrum Teilen völlig
angemessen angemessen und angemessen nicht angemessen
- Wortschatzbeherrschung unverständlich
einige deutliche unzählige
III Korrektheit einige Fehler, die
kaum Fehler, die das unzählige Fehler, die Fehler, die
- Morphologie den Leseprozess
feststellbare Verständnis das Verständnis das Verständnis
- Syntax stellenweise
Fehler aber nicht erheblich stören unmöglich
- Orthografie behindern
beeinträchtigen machen

Teil 2: Leseverstehen (LV) - Dauer: 60 Min. (max. 30 Punkte)

Aufgabe I: Fünf offene Fragen beantworten


Aufgabe II: Fünf Ja/Nein-Aufgaben
Aufgabe III: Erklärung der kontextuellen Bedeutung von fünf Wörtern

Pause (15 Min.)


Teil 3: Hörverstehen (HV) - Dauer: 30 Min. (max. 15 Punkte)

Den Hörtext (ca. 10. Min.) hören die KandidatInnen zweimal. Das Aufgabenspektrum
umfasst Multiple-Choice-Fragen, Ja/Nein-Fragen und offene Fragen

Teil 4: Grammatisch-lexikalischer Test (GT) - Dauer: 45 Min. (max. 40 Punkte)

Aufgabe I: Definierung von fünf Substantiven


Aufgabe II: Lückentext (etwa die Hälfte der zehn gesuchten Wörter wird vorgegeben)
Aufgabe III: Grammatik: 10 Sätze mit Schwerpunkt auf die Nomen
Aufgabe IV: Übersetzen von fünf ungarischen Sätzen

Teil 5: Fehlerkorrektur (FK) - Dauer: 30 Min. (max. 10 Punkte)

Korrigiert werden soll ein authentischer deutscher Zeitungsartikel (Umfang ca. 300 Wörter).
Für jede richtige Korrektur (d.h. wenn eine falsche Form gegen eine richtige ersetzt wird)
wird ein halber Punkt vergeben. Kein Punkt wird vergeben, wenn
- richtig gegen richtig
- richtig gegen falsch
- falsch gegen falsch ersetzt wird.
Insgesamt sind 20 Fehler lexikalischer und vor allem grammatischer Natur zu berichtigen.

Die Antworten der Kandidaten sollen gemäß den aktuellen Regeln der deutschen
Rechtschreibung abgefasst sein.

MÜNDLICHER TEIL (MT)


(folgt zeitlich dem schriftlichen Teil)

Prüfungsablauf - Dauer: ca. 20 Min. (max. 16 Punkte)

Teil 1: Gespräch über ein vorher bekanntes Thema - 15 Min.

Der/die Kandidat(in) soll von zwei gewählten Themen eines spontan (ohne Vorbereitungszeit)
erarbeiten, auf Fragen zum Prüfungsthema angemessen reagieren können und sich sachkundig
und sprachlich anspruchsvoll äußern. Thematik:

1. Essen und Trinken


2. Einkaufen
3. Freizeit, Hobby
4. Reisen und Urlaub
5. Familie, Formen des Zusammenlebens
6. Gesundheit, Krankheit
7. Schule, Schulsystem, Lernen, Arbeit, Beruf
8. Wohnung, Wohnen, Wohnort
9. Verkehr, Verkehrsmittel
10. Medien, Technik, Computer, Internet

In Anlehnung an diese Thematik besteht das Gespräch aus den folgenden drei Teilen:
 Bildbeschreibung: Die Bildbeschreibung dient zur Einführung in die Thematik
und soll erste Denkanstöße zu einer vertiefenden Beschäftigung mit dem
Thema geben. Der/die KandidatIn wählt eines von zwei Bildern (zur obigen
Thematik) aus. Somit wird zugleich das Thema der mündlichen Prüfung
bestimmt.
 Stellungnahme, Pro- und Contra-Argumentation zu einer themenbezogenen
Fragestellung oder Aussage provokativer Art. Beispiel: Sollen Frauen
führende Positionen besetzen? Oder: Der Führerschein sollte erst ab dem 20.
Lebensjahr erworben werden können.
 Statistik: Der/die KandidatIn soll eine vorher nicht bekannte themenbezogene
Statistik (s. Musterstatistik, jpg, 55 KB) in sprachlich angemessener Form
erfassen können.

Teil 2: Freie, sinngetreue Wiedergabe (keine Übersetzung!) eines vorher nicht bekannten
ungarischen Textes von ca. 200 Wörtern (s. Mustertext ) - Dauer: ca. 5 Min. (+ 10 Min.
Vorbereitungszeit). Als schwierig geltende Vokabeln werden dabei vorgegeben. Darüber
hinaus können bestimmte sprachliche Phänomene im Text gesondert erfasst werden.
Bewertungskriterien Mündlicher Teil
  4 Punkte 3 Punkte 2 Punkte 1 Punkt 0 Punkte
stockendeabgehackte
I Kohärenz und sehr gut und gut und zusammen-
bruchstückhafte
Sprechweise,
Flüssigkeit klar zusammen- hängend, nicht immer
Sprechweise, sodass
- Verknüpfungen hängend, noch zusammen-
beeinträchtigt die
zentrale
- Sprechtempo angemessenes angemessenes hängend
Verständigung
Aussagen
- Flüssigkeit Sprechtempo Sprechtempo
stellenweise
unklar bleiben
einfachste
vage und
über weite Ausdrucksweise
II Ausdruck sehr gut, mit allgemeine situations-
Strecken und häufig
- Wortwahl wenig Ausdrucksweise, unspezifische
angemessene schwere
- Umschreibun-gen die bestimmte Ausdrucksweise
Ausdrucksweise, Fehlgriffe,
Umschreibungen und wenig Bedeutungen nicht und größere Zahl
jedoch einige die das
- Wortsuche Wortsuche genügend von Fehlgriffen
Fehlgriffe Verständnis
differenziert
oft behindern
die große Zahl
häufige überwiegend
der
stellenweise Regelverstöße, Regelverstöße,
III Korrektheit nur sehr Regelverstöße
Regelverstöße mit die das die das
- Morphologie vereinzelte verhindert das
Neigung zur Verständnis Verständnis
- Syntax Regelverstöße Verständnis
Selbstkorrektur noch nicht erheblich
weitgehend bzw.
beeinträchtigen beeinträchtigen
fast ganz
wegen starker
ein paar deutlich
IV Aussprache Abweichungen
kaum wahrnehmbare wahrnehmbare wegen Aussprache
und von
wahrnehmbarer Regelverstöße, Abweichungen, ist beim Zuhörer
Intonation der Standard-
fremdsprach- die aber die das erhöhte
- Laute sprache
licher das Verständnis Verständnis Konzentration
- Wortakzent ist das
Akzent nicht stellenweise erforderlich
- Satzmelodie Verständnis
beeinträchtigen behindern
fast unmöglich