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Planungshandbuch Aufbau Infrastruktur

Anhang x: STOB-Verfahren
Network Technology / Implementation / Civil Works

Inhalt

Das Standortbescheinigungsverfahren (STOB) ..........................2


1.1 Gesetzliche Vorgaben und Grundsätze .......................................................................... 2
1.1.1 Standortbescheinigungsverfahren..................................................................................................... 2
1.1.2 Wichtige Anforderungen der BEMFV.................................................................................................. 2
1.1.3 Widersprüche gegen Standortbescheinigungen und Standortüberprüfungen ......................... 2
1.1.4 Sendeanlagen, die keine Standortbescheinigung benötigen........................................................ 3
1.2 Prozessübersicht für das STOB-Verfahren .................................................................... 5
1.2.1 Regionale Kontaktpersonen der Telefónica zum STOB-Verfahren............................................. 6
1.2.2 Berechnungsverfahren der BNetzA .................................................................................................... 6
1.2.3 Messtechnische Standortbescheinigungen...................................................................................... 7
1.2.4 Zuteilung einer Zwischen-STOB durch die BNetzA ......................................................................... 7
1.3 STOB in der „grünen Tool-Welt“ ..................................................................................... 9
1.3.1 Überblick über die erforderlichen Statuswerte ................................................................................ 9
1.3.2 Antragstellungen und Anzeigen in NGNP........................................................................................10
1.3.3 BEMFV-Klassifizierungen für Richtfunksysteme ...........................................................................12
1.3.4 Prozessablauf STOB-Beantragung für Richtfunksysteme...........................................................13
1.3.5 Prozessablauf Meldungen/Anzeigen für Richtfunksysteme.......................................................13
1.4 STOB in der „blauen Tool-Welt“.................................................................................... 14
1.4.1 Überblick über die erforderlichen Statuswerte ..............................................................................14
1.4.2 Informationen zur Standortbescheinigung in NetSite..................................................................14
1.4.3 Antragstellung und Anzeigen in NetSite..........................................................................................18
1.5 Verschiedenes ................................................................................................................ 21
1.5.1 Auskunftsersuchen nach Umweltinformationsgesetz (UIG) zu Senderstandorten ...............21
1.5.2 Rücknahme von STOB-Anträgen ......................................................................................................21

01_08_STOB_Verfahren_V5.0.doc Author(s): Bernd Heideck, Frank Schönborn


Status: Released Owner: Frank Schönborn
Genehmigt von: Fanz Wihlwelm am 30-06-2015 Vertraulich Auflage.Version: 5.0
Gültig ab: 21.07.2015
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Das Standortbescheinigungsverfahren (STOB)

1.1 Gesetzliche Vorgaben und Grundsätze


Telefónica Germany muss für alle Sendeanlagen die Einhaltung der Grenzwerte der 26.BImSchV
sicherstellen. Weiterführende Informationen zu den Grenzwerten finden sich in der „Verfahrensanweisung
Einhaltung der Grenzwerte für elektromagnetische Felder durch Sendeanlagen von Telefónica Germany“

1.1.1 Standortbescheinigungsverfahren
Ortsfeste Sendeanlagen mit einer äquivalenten isotropen Sendeleistung von mehr als 10 WEIRP dürfen nur mit
einer Standortbescheinigung betrieben werden. Diese stellt sicher, dass die Sendeanlage die gesetzlichen
Grenzwerte unterschreitet.
Die Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder [BEMFV] ist die
rechtliche Grundlage des Standortverfahrens. Die BEMFV verlangt für ortsfeste Funkanlagen die Einhaltung
der Grenzwerte der 26. BImSchV. Die Verordnung regelt zudem Anzeige- und Mitteilungspflichten des
Betreibers für Sendeanlagen mit mehr als 0,1 WEIRP. Die Verordnung enthält einen Gebührenkatalog. Die
durchschnittlichen Kosten je rechnerisch ausgestellte Bescheinigung betragen rund 800 € (Stand 12/2104).
Aufwendungen bei messtechnischen Standortbescheinigungen (s. 1.2.3) liegen in Größenordnungen von
durchschnittlich 2.500€ (Stand 12/2014). Bei Verstößen gegen die BEMFV kann die BNetzA Ordnungsbußen
und Abschaltverfügungen verhängen.

1.1.2 Wichtige Anforderungen der BEMFV


Voraussetzung für die Erteilung einer Standortbescheinigung ist die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte
außerhalb des Kontrollierbaren Bereichs. Deshalb hat die Festlegung und Sicherstellung des Kontrollierbaren
Bereichs eine zentrale Bedeutung. Eine ausführliche Darstellung und wichtige Praxisbeispiele finden sich im
beiliegenden gemeinsamen Dokument der Mobilfunknetzbetreiber. Als der Antragstellung vorgelagerter
Prozessabschnitt ist die Prüfung der Genehmigungsfähigkeit (Vorevaluierung) daher ein wesentlicher
Bestandteil zur Erlangung der Bescheinigung.

20140507-BestPracti
ce_Festlegung des kontrollierbaren Bereichs_V1.00.pdf

1.1.3 Widersprüche gegen Standortbescheinigungen und Standortüberprüfungen


Die Standortbescheinigung ist ein Verwaltungsakt, gegen den Widerspruch eingelegt werden kann. Die
Erfahrung zeigt, dass die BNetzA die Widersprüche meist als unbegründet zurückweist Der
Widerspruchführende kann dagegen Klage einreichen. Nach Eingang des Widerspruchs wird dieser durch die
BNetzA geprüft. Die BNetzA informiert den Betreiber über den Widerspruch.
Vorgehensweise bei Eingang eines Schreibens der BNetzA mit Information über einen Widerspruch:
• Unverzügliche Information an Real Estate und den zuständigen Funkplaner

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• Inhaltliche Bewertung der Argumente des Widerspruchs:


o Widerspruch begründet: Unverzügliche Folgebeantragung mit korrigierten Daten. Falls nicht
unmittelbar eine gültige STOB erlangt werden kann, muss die Sendeanlage abgeschaltet
werden.
o Widerspruch unbegründet: Real Estate beantragt die sofortige Vollziehbarkeit der STOB. Falls
die BNetzA die sofortige Vollziehbarkeit anordnet, kann die Anlage ohne Unterbrechung
weiter betreiben werden.
Die BNetzA führt stichprobenartige Standortüberprüfungen durch. Falls dabei Abweichungen von den
Antragsdaten festgestellt werden, kann die BNetzA die Abschaltung verfügen und Ordnungsbußen
verhängen. Gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen (z.B. neue Beantragung, bauliche Anpassung des
Standorts) sind im direkten Kontakt mit der zuständigen Außenstelle der BNetzA zu klären. Priorität hat
dabei die sofortige Einrichtung einer verordnungskonformen Betriebssituation des Standortes. Eingehende
Abschaltverfügungen sind in Kopie an die regionalen Kontaktpersonen, s. 1.2.1, zu übersenden.

1.1.4 Sendeanlagen, die keine Standortbescheinigung benötigen


1.1.4.1 Sendeanlagen mit einer Sendeleistung von weniger als 10 WEIRP
Sendeanlagen mit einer äquivalenten isotropen Sendeleistung von weniger als 10 WEIRP benötigen zum
Betrieb keine Standortbescheinigung. Telefónica Germany ist dennoch verpflichtet, für diese Anlagen
eigenverantwortlich den Personenschutz sicherzustellen.
Planung: In NetSite muss vom Planer bei den Netzelementdaten das Feld „voraussichtliche Sendeleistung <
10 WEIRP“ gepflegt werden.
Montage: Bei direktem Körperkontakt ist es möglich, dass der von der ICNIRP empfohlene Basisgrenzwert für
die Teilkörperexposition überschritten wird. Die Montage muss daher so erfolgen, dass ein direkter (nicht nur
vorübergehender) Kontakt mit der Antenne für die Allgemeinbevölkerung ausgeschlossen ist. Eine
Montagehöhe größer 2 m wird daher grundsätzlich empfohlen.
Sammelanzeige: Real Estate erstellt mit dem NetSite Add-In „EMVU-Sammelanzeige“ eine monatliche
Sammelanzeige (BEMFV § 11, Abs. 2), versendet diese per Brief an die jeweilig zuständige BNetzA-
Außenstelle und setzt den Status 82d. Ausgenommen von dieser Anzeigepflicht sind Sendeanlagen mit einer
äquivalenten isotropen Sendeleistung von weniger als 0,1 WEIRP.

1.1.4.2 Richtfunk-Antennen
Ortsfeste Funkanlagen ohne systembezogenen Sicherheitsabstand benötigen keine Standortbescheinigung.
Die trifft für alle Richtfunkanlagen zu, die in Abhängigkeit von der Eingangsleistung der Spiegelantenne (P in
W) und dem Durchmesser der Spiegelantenne (d in m) folgende Bedingung für die Leistungsflussdichte an
der Antennenfläche erfüllen:
S = 16 x P/πd² < 10 W/m²
Die meisten eingesetzten Richtfunksysteme erfordern keine Sicherheitsabstände.

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Sammelmitteilung: Real Estate (H&E) erstellt mit dem NetSite Add-In EMVU-Sammelanzeige eine
monatliche Sammelmitteilung (BEMFV § 4, Abs. 2, Satz 2) über die In- und Außerbetriebnahme von RiFu-
Antennen.

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1.2 Prozessübersicht für das STOB-Verfahren

Abstand zum kontrollierbaren Bereich nicht ausreichend: Optionen


• Vorevaluierung ist Bestandteil des Beantragungsprozesses (Excel-Tool)  Ablehnungen sind
Ausnahme
• Änderungen des Antrags prüfen: Umplanung oder Änderung der Antragsparameter (Funkplaner
einbeziehen)
• In Ausnahmefällen: messtechnische Standortbescheinigung

Mitnutzungen/Kolokationsstandorte
Die Koordination bei Mitnutzungssituationen wird seitens TEF/E+ durch den
Fachbereich Real Estate durchgeführt.

Leistungsdimensionierungen
Netsite führt automatisch die aktuell gültigen Leistungsparameter zur BNetzA-Beantragung. Für E-
Plus/NGNP ist bis auf Weiteres die Linkbilanztabelle incl. zugehöriger Betriebsmatrizen gültig. Eine
Harmonisierung ist in Bearbeitung.

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1.2.1 Regionale Kontaktpersonen der Telefónica zum STOB-Verfahren

1.2.2 Berechnungsverfahren der BNetzA

Die Sicherheitsabstände unserer Sendeanlagen werden im Rahmen des Standortverfahrens von der
Bundesnetzagentur (Referat 414) festgelegt. Informationen zur Vorgehensweise der BNetzA bei der
Festlegung der Sicherheitsabstände (insbesondere bezüglich der Anwendung des Sektorfaktors bei der
Zusammenfassung von Funksystemen):

Anleitung-Berechn
ung-STOB_Version-2_15-01-2013.pdf

Hinweis: Grundsätzlich erfolgt die Berechnung der Sicherheitsabstände durch die BNetzA anhand des
Sektorverfahrens. Im Einzelfall kann es erforderlich sein, dass standortbedingt die Berechnung anhand einer
Bereichsteilung durchgeführt werden soll. Dieses muss dann der BNetzA im Rahmen der Antragsstellung
mitgeteilt werden. Die BNetzA berechnet dann die erforderlichen standortbezogenen Sicherheitsabstände
durch quadratische Summation sämtlicher systemspezifischer Sicherheitsabstände. Das Sektorverfahren
kommt dabei nicht zur Anwendung. Eine Kombination beider Berechnungsverfahren an einem Standort ist
ebenfalls unzulässig.

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1.2.3 Messtechnische Standortbescheinigungen

Ist das Ergebnis der Vorevaluierung eines STOB-Antrages negativ, d.h. ist davon auszugehen, dass anhand
der dort gewählten Konfiguration keine Bescheinigungsfähigkeit erzielbar ist, stehen unterschiedliche
Optionen zur Verfügung, mit denen die Standortbescheinigung zuteilbar gestaltet werden kann. Dazu gehört
z.B. die Leistungsreduzierung einzelner Systeme in Abhängigkeit ihrer Standortpriorität,
Infrastrukturmaßnahmen am Standort (Umbauten der Antennenträger in Richtung höherer Fußpunkte),
sowie die Durchführung einer messtechnischen Bescheinigung. Hierbei ist zu beachten, dass die
messtechnische Bescheinigung den Ausnahmefall darstellt, der insb. dann relevant ist, falls die alternativen
Optionen hinreichend ausgeschöpft sind. Folgende Punkte sind bei der messtechnischen
Standortbescheinigung von besonderer Bedeutung:

• Die Messung erfolgt entlang der Bezugsebene des im Antrag festgelegten kontrollierbaren Bereiches.
An entsprechenden Messpunkten erfolgt dort eine Überprüfung zur Einhaltung der Grenzwerte nach
26. BImSchV.

• Bei Mitnutzung von Standorten durch weitere Netzbetreiber (Kolokation) erfolgt eine gegenseitige
Abstimmung bzgl. Termingestaltung und technischen Randbedingungen zum zuständigen Referat
des Prüf- und Messdienstes der BNetzA.

• Zur Durchführung der Messung verlangt die BNetzA den operativen Zustand gem. Antragstellung.
Hier muss im eigenen Interesse sichergestellt werden, dass die Worst-Case-Parameter zum
Zeitpunkt der Messung in den Netzelementen eingestellt werden. Anderenfalls erfolgt die STOB-
Zuteilung nur auf die diskret eingestellte Betriebssituation (Beispiel: Tiltwinkel).

• Ggfs. ist bis zur Durchführung der Messung eine Zwischenkonfiguration des Standortes erforderlich,
da insb. ein sofortiger Umbau, oder eine Inbetriebnahme sämtlicher Funksyteme der
Zielkonfiguration nicht möglich ist. In solchen Konstellationen muss die Verwendung einer sog.
Zwischen-STOB, s. 1.2.4, geprüft werden.

1.2.4 Zuteilung einer Zwischen-STOB durch die BNetzA


Eine Zwischen-STOB, oder Übergangs-STOB stellt eine besondere Form einer rechnerisch zugeteilten
Bescheinigung dar. In ihr werden in der Regel zwei Betriebskonstellationen legitimiert. Dieses ist anhand
eines Zusatzes in der ausgestellten Bescheinigung erkennbar. Der Standort kann somit entweder auf Basis
der Vorgängerbescheinigung, oder der neuen Bescheinigung betrieben werden. Die hier beschriebene
Vorgehensweise kann insb. dann erforderlich sein, falls im Zusammenhang von Standortumbauten
betroffene Funksysteme (noch) nicht vollumfänglich verfügbar, bzw. installiert sind. Weitere Informationen
können den nachstehenden Ausführungen der Mobilfunknetzbetreiber entnommen werden:

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Vorgehen
Zwischen-STOB_V1.0.pdf

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1.3 STOB in der „grünen Tool-Welt“


1.3.1 Überblick über die erforderlichen Statuswerte

Bei STOB-relevanten Maßnahmentypen (2G-, 3G-, LTE-Netzelemente) werden die zugehörigen


Beantragungen im System NGNP1, Modul Location Permission Request, durchgeführt. Für
Richtfunksysteme/Repeater erfolgt zunächst eine Klassifizierung, ob eine Bescheinigungspflicht vorliegt (vgl.
1.1.4.2 und 1.3.3). Die dazu erforderlichen Verfahrensschritte erfolgen im System Daylight, Modul BMFV-
Klassifizierung. Daraus resultierende STOB-Anträge werden ebenfalls in NGNP abgebildet. Folgende
Statusinformationen (vgl. Prozessübersicht 1.2) sind bei Maßnahmen gegenüber der BNetzA relevant:

Vorgang Status Zeitpunkt


Aufbau/Erweiterung/Unbau
EMVU-Antrag gestellt 41 Parametrisierung fix, Entwurfsplanung liegt vor
EMVU-Genehmigung liegt vor 67 innerhalb von 4 Wochen nach Status 41
Inbetriebnahmeanzeige nach BEMFV 40e Spätestes 2 Wochen vor Status „92 ist“
(BEMFV § 11, Abs. 1)
Abbau
Außerbetriebnahmeanzeige nach ./. Unverzüglich nach Abbau/physikalischer
BEMFV Außerbetriebnahme

Hinweis: Bei den angeführten Statuswerten handelt es sich um Kenngrößen des Systems Daylight, die
mittels Prozess-Synchronisation zwischen NGNP und Daylight abgebildet werden.

1Next Generation Network Planning

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1.3.2 Antragstellungen und Anzeigen in NGNP


NGNP Modul Location Permission Request

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NGNP-Dimensionierung der Funksysteme/Sektoren

NGNP-Maßnahmenübersicht

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1.3.3 BEMFV-Klassifizierungen für Richtfunksysteme


Anhand der Einstufung in verschiedene Leistungsklassen leiten sich die Maßnahmen ab, welche bei
Richtfunksystemen gegenüber der BNetzA durchzuführen sind:

Ist für einen Richtfunk-Link das Kriterium einer Standortbescheinigung erfüllt (Schaubild Kategorie D), so
sind die zugehörigen Netzelemente nach §11.1 BEMFV zu behandeln. Anhand der Parametrisierung wird dazu
die Gleichung in 1.1.4.2 ausgewertet.

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1.3.4 Prozessablauf STOB-Beantragung für Richtfunksysteme


Sind Richtfunkelemente identifiziert, erfolgt die Abwicklung zur Beantragung der zugehörigen
Standortbescheinigung wie nachstehend beschrieben, dabei ist die Frequenzgenehmigung vorgelagert.

1.3.5 Prozessablauf Meldungen/Anzeigen für Richtfunksysteme


Liegen Richtfunkkonfigurationen vor, bei denen nach BEMFV keine Standortbescheinigung erforderlich ist,
müssen für diese Netzelemente nach 1.3.3, Kategorie B und C, entsprechende Meldungen, bzw. Anzeigen an
die BNetzA erfolgen. Die Abwicklung dazu wird im Daylight Report „BEMFV Meldung/Anzeige“ administriert.

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1.4 STOB in der „blauen Tool-Welt“

1.4.1 Überblick über die erforderlichen Statuswerte

Vorgang Status Zeitpunkt


Aufbau
EMVU-Antrag gestellt 61 Mehrere Monate vor Status 90
EMVU-Genehmigung liegt vor 82 innerhalb von 4 Wochen nach Status 61
Inbetriebnahmeanzeige nach BEMFV 82d Spätestes 2 Wochen vor Status 90
(BEMFV § 11, Abs. 1)
Erweiterung / Umbau
EMVU-Antrag gestellt 161/261 Mehrere Monate vor Status 90
EMVU Genehmigung liegt vor 182/282 innerhalb von 4 Wochen nach Status 161/261
Inbetriebnahmeanzeige nach BEMFV 182d/282d Spätestes 2 Wochen vor Status 90
Abbau
Außerbetriebnahmeanzeige nach 682d Unverzüglich nach Status 690
BEMFV
Mittels einer COGNOS-Abfrage kann die Umsetzung des STOB-Verfahrens überprüft werden (Status 82/82d fehlt,
obwohl Status 90 in den letzten 3/24 Monaten für ein NE 30/31/32 gesetzt wurde). Die Resultate der Abfrage werden
monatlich von Reals Estate & Energy zusammengestellt und Radio Access zur Verfügung gestellt.

1.4.2 Informationen zur Standortbescheinigung in NetSite


Alle Informationen zur Standortbescheinigung finden sich in NetSite.
Hinweis: Die Daten aus dem Standortbescheinigungsverfahren werden von der NetSite auch zur Ermittlung der
Sicherheitsabstände für den Arbeitsschutz verwendet.

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Überblick Anträge am Standort

Reiter “Antragsdaten”

Reiter „Antennendaten“

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Reiter “Mitbenutzung”

Reiter “Dokumente”

Reiter „Bescheinigungen“

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Reiter „Betriebsstatus“

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1.4.3 Antragstellung und Anzeigen in NetSite


Die Erstellung von STOB-Anträgen sowie von IN- und Außerbetriebnahmeanzeigen erfolgt in NetSite im Bereich
„EMVU/STOB“. Der Datenaustausch erfolgt grundsätzlich elektronisch (eSTOB), für Ausnahmefällen (z.B. eSTOB-
Störungen, Sonderprojekte) ist aber auch weiterhin die Erzeugung von Papieranträgen und Papieranzeigen möglich.

Neuer Antrag: Schritt 1

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Neuer Antrag: Schritt 2

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Neuer Antrag: Antragsdaten editieren

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1.5 Verschiedenes
1.5.1 Auskunftsersuchen nach Umweltinformationsgesetz (UIG) zu Senderstandorten
Nach UIG erteilen die regional zuständigen Außenstellen der BNetzA auf Antrag von Dritten Auskünfte zu
technischen Daten der Funkanlagen der Mobilfunkbetreiber. Dieses betrifft insb. Kenndaten, welche in der
Antragsstellung zur Erteilung einer Standortbescheinigung angeführt sind. Dazu erfolgt eine formlose
Benachrichtigung der BNetzA an die regionale Stelle der Betreiber, welche die zugehörige Bescheinigung
erwirkt hat. Da bei diesen Anfragen ggfs. Geschäfts-, bzw. Betriebsgeheimnisse der Telefónica betroffen sein
können, ist für die Bearbeitung dieser Vorgänge eine Abstimmung mit den regionalen Ansprechpartnern der
Telefónica (s. 1.2.1) durchzuführen.

1.5.2 Rücknahme von STOB-Anträgen


Die Rücknahme von STOB-Anträgen löst bei der BNetzA einen kostenpflichtigen Verwaltungsakt aus. Im
Hinblick auf eine effiziente Vorgehensweise stellen Rücknahmen den Ausnahmefall dar. Dieses ist insb. durch
die sorgfältige Vorevaluierung der Genehmigungsfähigkeit sicherzustellen.

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