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Abstract

Wenn man von einem Gitarristen als Weltbürger spricht ,denken die meisten wohl
unwillkürlich an den australischen Engländer John Williams.Aber es gibt einen
jüngeren Berufskollegen,der kaum weniger in der interntionalen Szene bekannt ist
und sich einen der ersten Plätze unter den Weltklasse-Gitarristen als Interpreter spielt
hat ,aber auch häufig als kompetenter Pädagoge auf Festivals und bei Meisterklassen
in Erscheinung getreten ist.Er ist das Gitarrengenie –David Russell.

David Russell ist heutzutage einer der international hervorragenden Gitarristen.


Sein Spielstil ist elegant, zart und romantisch, was auf die gegenwärtigen
Gitarristen einen tiefen Einfluss hat. Viele Menschen streben nach dem Russell-
Ton, der Russell-Klausel und der Russell-Reinheit. Man kann so sagen, dass
Russell ein Ästhetiker ist, er hat viele neue Elemente der gitarrischen Technik und
Ausdrücke gebracht. Er hat eine einzigartige Technik entwickelt, um alles
Unschöne beim Gitarrenspielen zu vermeiden. Mit seiner rechten Hand
interpretiert er perfekt den schönen Gitarrenton. Seine Melodien sind
hauptsächlich Musik aus Barock, Rokoko und Werken der Frühromantik. Die
moderne Werke spielt er nur selten (Werke wie Aquarell sind in einen gewissen
Sinne die Kombination aus Romantik und lateinischen Elementen). Solche
Melodien werden durch sein Spielen sehr lebendig und perfekt .

David Russell ist ja mein Vorbild,er hat sehr grossen Einfluss auf mich.Deswegen
möchte ich über Ihn ,über die Erfahrung ,die ich bei Ihm hatte,in meiner Masterarbeit
schreiben.
Der klassische Gitarrist David Russell, der weltweit für seine grossartige Musikalität
bekannt ist, erntet überall höchstes Lob vom Publikum und gleichwohl von den
Kritikern. In der Anerkennung seines grossen Talents und seiner internationalen
Karriere wurde er 1997 zum Mitglied der königlichen Akademie für Musik in London
ernannt.
Im Mai 2003 wurde ihm die grosse Ehre zuteil, als er "Sohn der Stadt" von Es
Migjorn wurde, der Stadt auf Minorca, in der er aufwuchs.
Im November 2003 wurde ihm die Ehrenmedaille des Konservatoriums der Balearen
verliehen.
Während seiner Studien an der königlichen Akademie, gewann Herr Russell zweimal
den Julian Bream Gitarrenpreis und er erhielt ein Stipendium des Ralph Vaughan
William Trust. Später gewann er zahlreiche weltweite Wettbewerbe, einschliesslich
des "Andrés Segovia Wettbewerb", den " José Ramírez Wettbewerb" und Spaniens
wichtigsten Musikwettbewerb "Francisco Tárrega".Komponisten wie u.a. Guido
Santórsola, Morchel Jorge, Francis Kleynjans, Carlo Domeniconi oder Sergio Assad
haben ihm Werke gewidmet.
Konzertbesucher bewundern überall die musikalischen Genialität Russells, gefangen
genommen auch durch seine Bühnenpräsenz. Leichtigkeit schwingt bei seinem
fehlerlosen und scheinbar mühelosen und gleichmässigem Spiel bei selbst
forderndsten Stücken mit. Die Aufmerksamkeit im Detail und sein gefühlsvoller
Ausdruck zeugen von spürbarem Verständnis jedes einzelnen Komponisten und
machen jedes Werk zu einem Erlebnis.
David Russell ist unterwegs in der ganzen Welt für Konzertreisen, welche ihn
regelmässig in die wichtigsten Konzerthäuser in allen wichtigen Städten wie New
York, London, Tokyo, Los Angeles, Madrid, Toronto oder Amsterdam bringen. Er
wird auch regelmässig zu Musikfestivals eingeladen.
Seine Discography umfassen Aufnahmen von Bach, Händel und Scarlatti für GHA,
Musik des 19. Jahrhunderts ebenfalls für GHA und die kompletten Werke von
Francisco Tárrega für Opera Tres.
Nachdem er Russells Spiel in London hörte, schrieb Andrés Segovia: "Meine
Glückwünsche zu Ihrer Musikalität und gitarristischen Technik
Sein Vater hat ihm die Anfänge auf der klassischen Gitarre vermittelt.Er war kein
guter Spieler.Er hat gar nicht viel klassische Gitarre gespielt ,sondern mehr
Flamenco.Und er spielte immer wieder einige Stücke von Fernando Sor,kleine
Sachen.Er konnte auch nicht gut vom Blatt lesen,aber er zeigte David Russell die
Carcassi-Schule.Aber damals hat David Russell dabei auch viele falsche Noten
gelernt und brauchte später ziemlich lange,seine Technik und die Stücke auf einen
guten Stand zu bringen,als er ernsthaft anfing zu studieren.Danach hat er Glück,in
London zu studieren und auch mit einem spanischen Lehrer, Jose Tomas
weiterzustudieren.In dieser Zeit haben die Leute ,die ihm geholfen haben zu
Fortschritten in Musik und Technik gebracht..
Technik
Die Haltung
Man muss locker sein.Der Körperschwerpunkt sitzt so tief wie möglich und man gibt
in den Knien leicht nach.Der Körper muss sich anspannen,um Kraft aufzubauen.Je
mehr Finger greifen,desto mehr Kraft ist nötig.Diese Kraft wird über den ganzen
Körper aufgebaut,von den Zehenspitzen bis zum Hals.Der rechte Arm muss die
Gitarre nicht halten und kann sich frei bewegen.Die Schultern bleiben unten,der Atem
fliesst.So reduziert man die Spannung auf ein Minimum.Man spannt oft aus
Unsicherheit oder falscher Gewohnheit Muskeln an ,die man gar nicht braucht.
Die Linke Hand
Die Merkmale der Haltung von Fingern und Hand sind:
1. flaches,nicht gebeugtes Handgelenk
2. die übrigen Finger weisen keine Spannung auf
3. der Unterarm ist nicht verdreht,der Hals wird nur mit den Fingerspitzen und von
hinten mit dem Daumen berührt.
4. dabei übt der Daumen keinen Druck aus
Die Spannung der Finger,Arme sowie des Körpes wird genauestens beobachtet,um sie
bewusst zu steuern und auf ein Minimum zu reduzieren.
Um alle erdenklichen Befehle des Gehirns an die Finger ausführen zu können und um
die Unabhägigkeit der LH-Finger untereinander zu vervollkommen,hat David Russell
die folgenden Übungen entwickelt:
1.Phase
Betrifft nur die 4 Saite.Wenn der 4 Finger aufgesetzt wird ,wird der 3 hochgehoben.

2. Phase
Betriff nur die 1. Saite.Wenn der 2. Finger aufgesetzt wird,wird der 1. hochgehoben.

3.Phase
Betrifft 1. und 4. Saite.Wenn der 4. Finger aufgesetzt wird,wird der 3.
hochgehoben,wenn der 2. aufgesetzt wird,wird der 1 hochgehoben.
Die rechte Hand
Die rechte Hand ist die Seele des Gitarristen.Sie erzeugt den Ton.Deshalb müssen wir
die größte Aufmerksamkeit darauf haben.Wir versuchen eine natürliche
Greifbewegung zu haben.Zuerst muss der Arm frei sein.Er ist jedoch in der Regel an
der Stabilisierung der Gitarre beteiligt.Nur so kann der Arm jederzeit den Fingern
folgen,wenn sie die Saiten wechseln.Und danach liegt das Handgelenk nicht zu
tief.Weil ein tiefes Handgelenk ungünstig ist für die Anschlagsbewegungen an der
Gitarre.Die Hand und der Unterarm bilden ungefähr eine Linie.
Jetzt kommt der wichtigste Punkt für die rechte Hand:die Klangfarbe .Ob die Melodie
schon klingt ,ob die Musik den Zuhörer erreichen kann,es kommt auf den Ton und die
Klangfarbe an.Meiner Meinung nach ,wählt David Russell seine Klangfarben immer
optimal.Sein Klang kingt sehr perlenförmig,voll und rund. Verschiedene Winkel und
Nagelformen werden einen anderen Ton haben.Die günstigste Form der Fingernägel
ist wichtig. Der Radiant seiner Nägel ist ein allmählicher Übergang des Bogens, der
Ringfinger hat die Kreisform . Eine solche Nagelform ist gut , um eine Basis für eine
gute Klangfarbe zu schaffen.Hier ist das Foto von David Russell’s rechter Hand.

Jede Saite ist unterschiedlich.David Russell meinte,dass die Klangfarbe gleich klingen
sollte,egal auf welchen Saiten man spielt. Er verändert sich der Kontaktwinkel zu den
Saiten auf jeder Saite, um sicherzustellen, dass alle Saiten gleich klingen. (Zum
Beispiel, wenn er die dritte Saite spielt, wird er senkrecht spielen.Wenn er die erste
oder zweite Saite spielt, wird er den Winkel seines Fingers schräg ändern.Damit die
vierte, fünfte und sechste Saite keine Nagelgeräusch haben, spielt er auch senkrecht.
Übungen
Das ist ja wirklich eine wichtigste Sache für jeden Gitarristen.So ein
Übungsprogramm,das wir täglich eine halbe Stunde lang praktizierten,oder eine
Stunde,mit perfekter Handstellung usw.jeden Morgen.Wenn wir ein Konzert
geben,werden die Finger genau diese Position einnehmen.
David Russell glaubt,dass der Morgen die beste Zeit ist,um gute Gewohnheiten zu
entwickeln.Auf vielen Kursen gab er eine Technik-Lektion,und anstelle über alles zu
reden,tun alle es einfach.Wenn die Leute noch halb verschlafen sind und gerade den
Kaffee getrunken haben.Und niemand stellt Fragen.Niiemand versucht,den Verstand
zu gebrauchen und zu fragen:“Ist’s gut?“Nichts.Schalte den Verstand aus und
praktiziere einfach.Ein bisschen wie bei Leuten,die regelmässig rennen gehen.Nach
einer Zeit brauchen sie es,sie wollen es.Ohne ist es nicht dasselbe.David Russell
sagte,dass wir Technik praktizieren müssen ,weil die klassische Girarre ein
schwieriges Instrument ist.Er merke auch,wie man die Fähigkeiten der Hände mit
zunehmendem Alter erhalten muss.Und er möchte,dass man so lange wie möglich
arbeiten kann!Und dafür muss er gute Bewegungsabläufe erhalten,effiziente
Bewegungen.
Nachdem er jede Hand eingespielt hat,beginnt er mit der Koordination.Sehr kurze
Übungen,ganz kleine Sachen,weil Viele grossen Etüden zu kompliziert sind.und in
ihnen zwei oder drei Schwierigkeiten gleichzeitig vorkommen .Wenn die einzelnen
Elemente schon nicht funktionieren ,dann ist die Kombination natürlich ein
Desaster.Und die meisten Leute beschäftigen sich nicht mit dieser einen
Schwierigkeit,sie versuchen gleich,sich mit der ganzen Sache zu befassen.Viele
Stücke,die Etüden genannt werden,versuchen durch Tricks zu diesen Elementen zu
bringen.Er glaubt nicht,dass der Student je ninen genügend hohen Stand erreichen
wird.Es ist so ähnlich wie beim Tennisspiel.Wenn wir ein Tennis Profi werden
möchten,müssen wir die Rückhand so lange trainieren,bis sie perfekt geht.Dann das
Nächste:Vorhand,bis auch sie perfekt ist.Nicht einfach nur ein Spiel machen,in dem
wir manchmal Rückhand spielen.Wir müssen diesen kleinen Teil praktizieren,Was
dann folgt,ist die Kombination aus beidem.Oder was auch immer.
Ein Gitarrespiele ist so wie ein Sportler.In der Übezeit ist man nicht so sehr
Musiker.Der technische Aspekt entspricht mehr dem Sport.Wir lernen,unseren Körper
zu benutzen und tun dazu auch bestimmte Sache.Wenn alles gut läuft und David
Russell das Gefühl hat,wendet er sich dem Stück zu,damit das Werk hoffentlich
niemals zu einer blossen Übung wird.
Ich habe auch die Erfahrung damit.Zum Beispiel ,bei Fernando Sor.Es gibt eine Stelle
,die so geht:tam tam tata tata tam,mit vier kurzen Noten.Also muss man sehr schnell
genug spielen und es auch sehr sauber und sehr schnelll ausführen.Jedes mal ,wenn
ich dieser bestimmten Stelle spiele,mache ich immer ein kleinen Fehler.Ich beherrsche
es nicht ,weil ich mich an das werk mit einer blöden Stelle gewöhnt habe.Und diese
Stelle hat eine Verbindung psychologischer Art und stört die technische schwierige
Aufgabe .Die Verbindung wird auch meine Wertschätzung zerstören.Im Meister Kurs
bei David Russell habe ich ihn gefragt,und er hat mir eine Lösung gezeigt.
Man kann zuerst diese Stelle vorziehen.Danach sucht er eine Übung,mit der man das
Problem lösen kann ,um zu üben.Es hilft sehr,weil die physische Fähigkeit,diese
Noten anzuschlagen,nichts mit der Musik zu tun hat.Auch wenn du später keinen
Fehler in dieser Stelle hast,kannst du sie laut ,leise,schnell oder langsam spielen.
Die Technik für gutes Tempo
Ich denke,dass alle Gitarristen die gleiche Frage oder den gleichen Wunsch haben:Wie
kann man schnell spielen?Wie wird man bei schnellen Passagen sicher ?
David Russell hat auch seine eigene Meinung dafür.,Er sagte ,dass wir vor allem
darauf achten müssen,dass i und m Finger sehr gleichmässig spielen können.Beide
Bewegungen müssen gleich klingen und sich gleich anfühlen..Deshalb müssen wir zu
allererst an dieses technische Konzept denken.
Zuerst müssen wir vielleicht die Nägel etwas kürzen.Dann spielen wir drei Noten
nacheinander:i/m/i i/m/i i/m/i.Dann das Gleiche mit m/i/m m/i/m m/i/m.Dann noch
eine Note mehr,zwei mehr,drei mehr.David Russell sagte ,dass, wenn er das spielte,er
in kleinen Einheiten dachte.Weil das Problem nicht in den Händen liegt,sondern in der
Denkrichtung des Gehirns liegt,zwei Aktionen entgegengesetzt auszuführen.Er
verbringt viel Zeit damit,beide Hände getrennt zu üben:Mit der linken Hand setzt er
die Finger lediglich auf das Griffbrett,mit einem klang,aber ohne anzuschlagen.Mit
der rechten Hand hat er besonders das Spielen von vier Noten auf einer Saite
ausgearbeitet.Danach setzt er beide Hände zusammen.Das Ziel dabei ist nicht nur das
Tempo,sondern eine gute Koordination.Es ist besser,wir behalten bei einem guten
Tempo die Kontrolle.Zum Beispiel,beim Concierto de Aranjuez.
Die Tonleitern müssten schneller sein,aber dieses Tempo ist gut genug für die meisten
Sachen.Das könnte auch Tempo 92 sein.Es geht darum,es gut zu koordinieren,damit
wir beschleunigen können oder verlangsamen,lauter oder leiser spielen innerhalb
dieses Tempos.Damit die Töne besser klingen,wäre es besser,mit kleinen Gruppen zu
arbeiten.Es gibt viele Schwierigkeiten gleichzeitig in der
Tonleiter:Saitenwechsel,Fingerwechsel und eine Menge Sachen.David Russell hat
noch nie eine G-dur Tonleiter über das ganze Griffbrett gespielt.Weil es zu viele
Probleme gleichzeitig gibt.Er teilt immer alle seine Skalen in kleine Abschnitte ein.Er
sagte auch,dass er nicht glaubt,das Tempo das Wichtigste in der Musik ist.
Die Technik über Tremolo
Tremolo ist auch ein Schwerpunkt in der Gitarre. Man kann testen,ob er sehr gute
Fähigkeiten der Kontrolle hat und es wird auch ein Test des Gitarristen sein , ob er
eine gute Kontrolle der Standardtechniken hat.Alle kennen das Stück „Recuerdos de
la Alhambra “von Tarrega.Wie kann man schön spielen ,wenn das Tremolo schlecht
klingt ?David Russell hat seine Technik erklärt:
Ein wichtige Punkt ist ,wir sollten lernen, den Daumen zurückzunehmen.Wir müssen
dafür die Anschlagsbewegung ausführen,ohne einen Ton zu erzeugen.Auf diese Weise
kann man das Tremolo wirklich hören,und man kann weiter so gleichmässig wie
möglich spielen und Crescendo oder Diminuendo im Tremolo deutlich erzeugen..Es
beugt vor, dass der Daumen und das Tremolo zu laut klingen.Es ist schwierig zu
kontrolieren,aber es ist möglich.
Eine andere Sache ist die Position der rechten Hand.David Russell selber hält das
Handgelenk etwas tiefer,mit einem grossen Winkel.Er hält das Ende des Daumens und
bringt das Handgelenk tiefer;Das ist die Position,die sowohl für die Finger,als auch
für den Daumen gut ist.Das ist der Grund,warum er seinen Daumen im Mittelgelenk
beugt.Ausserdem bleiben seine Nagel hängen,wenn er den Daumen nur gerade halten
würde.Es gibt auch eine Übung dafür:
Der Daumen liegt auf der 6. Saite und verlässt sie nur zum Anschlag an die anderen
Saiten.Er kehrt sofort nach jedem Anschlag an die 6. Saite zurück.
David Russell hat noch rine Übung um die Homogenität zu trainieren:P a m i auf
einer Saite mit Staccato und Akzent zu spielen.
1. Auf der 2. Saite mit a m i in Vierergruppen

2. Auf der 2. Saite mit a m i in Quintolen

Tremoloanschlag mit anderen Anschlagsmustern kombiniert

Tremolo in Sextolen und Septolen


Im Folgenden liste ich dreiundzwanzig Übe-Tipps von David Russell auf,um eine
kurze Übersicht seiner Lernphilosophie zu geben:
Übe-Tipps von David Russell
1.Unsere Bewegungsabläufe beeinflussen unser Denken und Fühlen.
2.Gewöhne dir an, an schweren Stellen zu lächeln.
3.Übe nie ohne Rhythmus oder im falschen Rhythmus, sonst übst du schlecht.
4.Wenn ein Fehler passiert, soll man nicht zurückspringen und wiederholen, sondern
sich antrainieren weiterzuspielen, um den Spielfluss nicht zu unterbrechen.
5.Wir verzeihen es eher, wenn ein Ton zu spät, als zu früh gespielt wird.
6.Es erhöht deine Spielsicherheit, wenn der Anschlag der rechten Hand nicht aus der
Luft, sondern von der Saite weg erfolgt.
7.Auf der Gitarre ist unsere Lautstärke eingeschränkt. Um laut zu wirken, müssen wir
Töne fett machen.
8.Der lauteste Ton sollte immer bestmöglich klingen.
9.Lass dir bei Akkordwechseln von deiner Artikulation helfen.
10.Wenn man einen Lauf mit einer Bindung beginnt, startet man gewollt oder
ungewollt mit einer Betonung.
11.Wenn man einen Lauf zum Ende hin beschleunigt, ist die Wirkung virtuoser.
12.Triller über zwei Saiten mit dem Fingersatz a-i-m-p auch mit i am Schluss üben,
das vermeidet die Betonung auf der Schlussnote.
13.Um eine Punktierung rhythmisch korrekt wiederzugeben, empfehle ich, als
Zwischenstufe die lange Note im Puls der kurzen Note zu unterteilen.
14.Wechsel immer nach einer langen Note.
15.Staccato klingt sauberer, wenn die rechte Hand das Kürzen übernimmt, aber
natürlich sollen beide Hände dazu technisch in der Lage sein.
16.Wenn wir einen Lagenwechsel hören, muss er wert sein, gehört zu werden. Ich
unterscheide zwischen „öffentlichen“ und „privaten“ Lagenwechseln.
17.Ein Ton ohne Vibrato scheint in der Tonhöhe zu sinken. Wenn wir vibrieren,
stimmt also der Ton von der Intonation her besser.
18.Wenn ein Melodieton lang klingt, nimmt seine Lautstärke ab. 19.Der folgende
Melodieton sollte im Volumen an diese abnehmende Intensität angepasst werden.
20.Vorhaltsakkorde klingen gut mit Arpeggio, deren Auflösungen hingegen nicht.
21.In Alter Musik (Lautenmusik) sind glissandi tabu.
22.Der Abstand des rechten Handgelenks zur Gitarrendecke soll vier Finger Breite
nicht unterschreiten.
23.Ein hohes Handgelenk bringt die Bässe besser zum Klingen, ein tiefes die Töne
der Finger, also bewirkt ein Positionswechsel des Handgelenks bei der Gitarre einen
Wechsel des Klangregisters.

Musik
Das ist der wichtige Punkt für Musiker.Wir sollten unsere Musik auf eine Weise
ausdrücken damit die andere Person sich an der Musiker freut oder sie versteht.Die
Dinge der Technik oder der grundsäzlichen Dinge ist, sie so weit es geht von der
Musik zu lösen.Wir können perfekt alles machen,aber wir können versuchen, immer
unsere Freude daran bereiten,damit der Zuhörer zuhören möchte.David Russell hat
auch eine solche Meinung dazu.
Die Wichtigkeit des Lehrers
Ein Instrument spielen und besonders vor Publikum spielen ist eine schwierige
Angelegenheit.Es ist nicht nur physisch schwierig;es ist ein Risiko.Du brauchst
einiges an Vertrauen.Natürlich besteht die Aufgabe eines Lehrers darin,dich zu
korrigieren.Und natürlich muss er dir sagen,was falsch ist.Aber wenn jemand
sagt:“Nein,mache das nicht,das ist nicht richtig! Was soll ich dann tun?“Du brauchst
eine konkrete Alternative.
Mein erster Lehrer wusste nicht ,was mir entsprochen hätte,und ich wusste nicht,wie
ich mir von ihm die richtigen Sachen holen konnte.Ich mache ihm keine
Vorwürfe,weil er sich wirklich sehr bemüht hat.Und ich weiss,dass er mich mochte
und dass ich einer seiner besten Schüler war.Aber es war nicht der richtige Weg.
David Russel meinte,ein guter Lehrer sollte einem das Gefühl vermitteln ,dass man
gut genug ist.vorwärts zu gehen und nicht das Gefühl,man wäre ein Niemand,das
Gefühl:’Ich schaffe es nicht.“Das ist nicht fair.Man sollte am Ende weiterkommen
.Diejenigen,die niht weiterkommen,können das nicht einfach ihrem Lehrer zum
Vorwurf machen.Weil es auch so viele gibt ,die sehr schlechte Lehrer hatten und ein
sehr hohes Niveau erreicht haben.Und wir alle wissen ,dass es viele Leute gibt,die bei
den besten Lehrern der Welt studieren und doch nirgendwo hinkommen.Schlesslich
hat es gerade bei Solisten viel damit zu tun,was man selber aus sich macht.Und das
muss so sein.Darum gibt es solche Spieler wie Alvaro Pierri oder Manuel Barrueco
oder Roberto Aussel.Sie alle sind sehr verschieden,weil jeder etwas ganz Eigenes
entwickelt hat.
Wenn David Russell selber unterrichtet,versucht er besonders,den Studenten
gegenüber nicht negativ zu sein.Denn es passiert so schnell,dass man jemanden
verletzt,der vor den Studenten sitzt oder vor einer ganzen Klasse.
Lange Zeit mit nur einem Koponisten befassen
Wir haben viele gute Stücke aus verschiedenen Perioden für Gitarre.Wir müssen
genau wissen, was wir spielen sollten .Deswegen ist es so wichtig,dass man die lange
Zeit mit einem Stück arbeiten sollte.
Damit David Russell diesen Punkt erreicht,von dem aus er überzeugt ist,dass David
Russell die für sich geeignetste Weise gefunden hat,liest er so viel es geht über
Tarrega und spielt alles,was Tarrega geschrieben hat.Oder alles ,was David Russell
bekommen kann.David Russell hat täglich während eines Jahres mehrere Stunden
Tarrega’s gespielt.Und am Ende hatte er ds Gefühl:Er weiss,was er tut.Wenn man nur
zwei Werke eines Komponisten spielt,kommt man nicht an diesen Punkt.
David Russell hat das mit Tarrega gemacht,mit Torroba,Giuliani,mit Bach –wir alle
studieren Bach ein Leben lang. In Bezug auf Tarrega könnte jemand zum Beispiel
sagen :“Was,ein ganzes Jahr lang nur Tarrega?“Hast du einmal damit begonnen,gibt
es eine Vielzahl an Dinge über ihn,die herauszufinden sich lohnen,wer er war,was er
gemacht hat und wie er geschrieben hat.Mit Barrios hat David Russell das Gleiche
gemacht,auch das war sehr befriedigend.Es hat in ihm eine Empfindung erzeugt.Er
glaubte,er hat ungefähr zwanzig Sonaten von Scarlatti aufgenommen.So konnte er ihn
auf eine tiefere Weise erfassen.Mit Sor noch nicht,allerdings hat er viele Werke von
ihm gespielt und mit Raphaela Smits eine Duo-Einspielung mit vielen Stücken von
Sor.Aber eine Platte mit Musik nur von ihm hat David Russell noch nicht
verwirklicht.
Es ist die Idee,mehr und mehr über immer weniger zu lernen....Jemand ,der sagt:“Die
Welt ist gross,du solltest eine gute Allgemeinbildung haben und viel über viel
wissen“,weiss am Ende nur ein bisschen über viele Dinge.Wenn du dich ganz in etwas
hinein begibst und dich für eine Zeit spezialisierst,erscheint das Tor sehr schmal.Aber
wenn du dann ganz innen angekommen bist,eröffnet sich ein ungeheures Wissen,das
sich herausfinden lässt.
Selbstvertrauen
Eines der Dinge,an die David Russell stark glaubt ,ist das Selbstvertrauen,mit dem
man etwas tut.Die innere Überzeugung ist mindestens genauso wichtig wie die
korrekte Ausführung;die Überzeugung beim Vortrag.Wenn wir Tarrega auf eine für
uns am besten erscheinende Weise spielen,wenn sie spüren:So können wir ihn am
besten interpretieren,dann spielen wir besser.Wenn wir zweifeln und vielleicht
denken,wir müssen dieses oder jenes verbessern.das ist nicht gut.
Das andere Ding ist die Situation.Viele Musiker sagen,dass sie nicht sehr gut spielen
können und sind sehr nervös auf der Bühne.David Russell hat auch hier Lösungen
gegeben.
Wir können das Stück,das wir schon auf Konzert oder einen Wettbewerb
vorbereiten,in vielen anderen Situationen spielen,um die ängstliche Situation zu
wissen.
1. Wir können zu Hause vor den Eltern oder Freunden spielen.Wenn es etwas Neues
ist,ist das auch sehr gut ,weil wir diesen Ablauf brauchen.
2. Wir können vor den Klassen auch vorspielen.Die Kollegen werden auch dazu ihre
Meinung sagen,dann können wir verschiedene Vorschläge bekommen.
3. wir können auch durch einen Recorder ein bisschen maehr Stress erzeugen,dann
kommt schliesslich das eigentliche Gefühl beim Auftritt ,dann weisst du,wie es
sich anfühlt.

David Russell sagte,dass er nicht mit einem Werk auf die Bühne gehen möchte,das er
noch nie vorgespielt hat.Und was für David Russell noch wichtig sind,sind die Reihe
guter Vorspielerfahrungen und die Gewöhnung des Körpers an den Adrenalinschock.

Es gibt natürlich die Leute ,die von Natur aus immer ein bisschen zittern und können
nichts gegen das Zittern tun und die andere werden auch es sehen.Aber wir sollten uns
das Gefühl gewöhnen,das ist eben die Aufregung und vielleicht ein bisschen Angst.Es
ist nicht schlimm.Dein Körper wird sich an dem Adrenalinschock gewöhnen und
diese Situation danach mit der Zeit besser werden.

Besonders zu erwähnen ist das Musikalbum von David Russell.Wenn du das


Musikalbum von ihm hörst,bemerkst du etwas ganz Spezielles.Keine Wiederholung
von den Werken und im allgemeinen nimmt er nur die Werke von einem Komponisten
oder einer Periode auf.

1.David Russell hat in einer Kooperation mit der Firma GHA die Aufnahmen
gemacht.Die Musikalbums,<Die Musik des 19Jahrhunderts> und <Die Werke von
Bach ,Händel und Scarlatti>,die schon hoch bewertet sind.

2.Mit der Firma Opera hat er Tres zusammen gearbeitet für das Musikalbum
<Alle Werke von Tarrega>.David Russell ist der einzige Gitarrist ,der die ganzen
Werken von Tarrega aufgenommen hat.Das Musikalbum kann als die beste
Musikinterpretation gelten.
3. Seit 1995 hat David Russell einen Exklusiv-Vertrag mit Telarc International,
wo er auch eine CD veröffentlicht hat, die die Werke des Gitarristen und Komponisten
Agustín Barrios Mangoré aus Paraguayan beinhaltet.Kritiker schieb,dass seine Musik
sehr vorausschauend ist und er eine wunderbare und virtuose Spieltechnik hat .Er ist
wirklich ein Meister .

4. Im Jahr 1996, er hat weitere CD's mit Musik des spanischen Komponisten
Federico Moreno Torroba, eine Aufnahme mit den drei Rodrigo Konzerten für Gitarre
solo ("Concierto de Aranjuez", "Fantasía para un Gentilhombre" und "Concierto para
una Fiesta") und die Musik von Celtic aufgenommen.

5.Im Jahr 1999 hat er ein Album über M.Giuliani aufgenommen.


6. Am Anfang 2001 hat er ein neues Musikalbum von "Baroque Music",
"Spanish Favorites", "David Russell plays Bach" und seine neueste  "AIRELATINO",
ihm gewidmete Musik von lateinamerikanischen Komponisten aufgenommen.

7.David Russeell hat auch viele Werke,die andere Komponisten für ihn
komponiert hat,in seinem Album aufgenommen .Zum Beispiel :Guido
Santorsola 、Jorge Morel、Francis Kleynjans、Carlo Domeniconi.

Fazit
Wenn man die Musik von David Russell aufmerksam hört, wird man finden, dass sein
Spiel sowohl die Eigenschaften als auch die perfekte Technik und vielfältige Töne hat.
Es ist deutlich zu sehen, dass er nach der Genauigkeit und Präzision von der Qualität
jeder einzelnen Note strebt. Obwohl er großen Wert auf das Training der Technik legt,
betont er, dass jede Technik die Grundlage der musikalischen Ausdrücke ist, man
muss sich nicht nur auf die Spieltechnik der linken und rechten Hand konzentrieren ,
während man das Training der künstlerischen Fähigkeiten ignoriert. Wenn man
Meister der Musik werden möchte, ist es nicht genug, nur perfekte Technik zu
besitzen. Nur mit guter Technik wird die Musik, die man spielt, wie eine Maschine
und kann die Hörer nicht berühren. Deshalb meint David Russell, dass das technische
Training zwar wichtig ist, aber man soll auf keinen Fall die Gründe, warum man
Gitarre lernt, vergessen: wir lieben die Gitarre, und die Gitarre bringt uns Freude.
Deshalb müssen wir mit ganzem Herzen Gitarre spielen und uns der Musik widmen.
Just making music!