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DIN EN 215:2007-11

Nationales Vorwort
Dieses Dokument EN 215:2004-09 und die Änderung A1 wurden im CEN/SS H07 „Space heating“ erarbeitet,
dessen Sekretariat von CMC (en: CEN Management Centre) gehalten wird. Das zuständige deutsche
Gremium ist NA 041-03-60 AA „Thermostatische Heizkörperventile“ im Normenausschuss Heiz- und
Raumlufttechnik (NHRS).

Die Änderung A1 wurde durch eine senkrechte Linie am linken Rand im Text gekennzeichnet.

Die nationale Berichtigung – Berichtigung von „Druckfehlern“ – wurde durch zwei senkrechte Linie am linken
Rand im Text gekennzeichnet.

Es wird auf folgende Fehler in der englischen Referenzfassung hingewiesen, die in die Deutschen Fassung
von EN 215 übernommen werden mussten:

a) in 6.3.1 dieses Dokumentes, Absatz 2 wird auf „Bild 4“ und nicht auf „Bild 5“ verwiesen;

b) in 6.5 dieses Dokumentes, Absatz 1 wird auf „Tabelle 5“ und nicht auf „Tabelle 4“ verwiesen.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 215:2004-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:


Die Europäische Änderung A1:2006 wurde eingearbeitet:
a) das Dokument befasst sich zusätzlich mit thermostatischen Zweiwegeventilen, die mit oder ohne
Voreinstellung im Heizkörper integriert sind;
b) die Unterabschnitte „5.3.4 Änderungen des Durchflusses mit Hilfe der Schutzkappe“ und „6.4.1.6
Änderungen des Durchflusses mit Hilfe der Schutzkappe“ wurden gestrichen;
c) die technischen Angaben des Herstellers für Einbau und Bedienung wurden durch Hysterese bei
Nenndurchfluss, Differenzdruckeinfluss, Wassertemperatureinfluss und Schließzeit erweitert;
d) bei der Prüfung des Betriebsverhaltens darf die vom Hersteller angegebene Hysterese bei
Nenndurchfluss um nicht mehr als 0,2 K, der Differenzdruckeinfluss um nicht mehr als 0,3 K, der
Wassertemperatureinfluss um nicht mehr als 0,3 K und die Schließzeit um nicht mehr als 7 min
überschritten werden;
e) andere Maße für thermostatische Heizköperventile sind zulässig;
f) das Dokument wurde um „Anhang C (informativ) Prüfnormal für integrierte Thermostatventile“ erweitert.

Gegenüber DIN EN 215:2006-05 wurden folgende Berichtigungen vorgenommen:


a) Anpassung der Anschnittsnummer 6.2.1.6, Spalte C von Tabelle 5 — Prüfungsplan an die englische
Referenzfassung;
b) Anpassung von „Tabelle A.1 — Reihe D“ für l2 bei DN 20 auf das Maß 106 mm und nicht 74 mm;
c) Korrektur von Schreibfehlern im Änderungsvermerk (Nationalen Vorwort), Abschnitt 3 und Abschnitt 7;
d) Redaktionelle Änderung der Tabellen A.3 — Reihe S im Tabellenkopf von „e“.

Frühere Ausgaben
DIN 3841-2: 1982-01
DIN EN 215-1: 1988-03
DIN EN 215: 2004-09, 2006-05

2
EUROPÄISCHE NORM EN 215
Juni 2004
EUROPEAN STANDARD
+A1
März 2006
NORME EUROPÉENNE

ICS 91.140.10

Deutsche Fassung

Thermostatische Heizkörperventile —
Anforderungen und Prüfung

Thermostatic radiator valves — Robinets thermostatiques d’équipement


Requirements and test methods du corps de chauffe —
Exigences et méthodes d’essai

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 8. April 2004 angenommen.

Die Änderung A1 wurde von CEN am 16. Januar 2006 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und
Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2006 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 215:2004 + A1:2006 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................ 3
Vorwort der Änderung A1 .................................................................................................................................. 3
1 Anwendungsbereich ............................................................................................................................. 4
2 Normative Verweisungen...................................................................................................................... 4
3 Begriffe ................................................................................................................................................... 5
3.1 Heizkörperventil — Bauteile (siehe Bild 1).......................................................................................... 5
3.2 Bauarten von Thermostatköpfen (siehe Bild 3).................................................................................. 7
3.3 Ausführungen von Anschlüssen ......................................................................................................... 9
3.4 Betriebsverhalten................................................................................................................................. 10
3.5 Technische Begriffe ............................................................................................................................ 11
4 Formelzeichen und Abkürzungen ...................................................................................................... 12
5 Anforderungen ..................................................................................................................................... 12
5.1 Maße...................................................................................................................................................... 12
5.2 Mechanische Eigenschaften............................................................................................................... 12
5.3 Betriebsverhalten................................................................................................................................. 13
5.4 Dauer- und Temperaturbeständigkeit................................................................................................ 14
6 Prüfverfahren ....................................................................................................................................... 15
6.1 Prüfeinrichtungen ................................................................................................................................ 15
6.2 Kennlinien von Thermostatventilen................................................................................................... 18
6.3 Prüfung der mechanischen Eigenschaften....................................................................................... 21
6.4 Prüfung des Betriebsverhaltens ........................................................................................................ 25
6.5 Plan für die Durchführung der Prüfungen ........................................................................................ 29
7 Vom Hersteller zu liefernde technische Angaben ............................................................................ 31
Anhang A (normativ) Thermostatische Heizkörperventile; Maße und Ausführungen des
Anschlusses......................................................................................................................................... 33
A.1 Allgemeines.......................................................................................................................................... 33
A.2 Maße...................................................................................................................................................... 33
A.3 Ausführungen des Anschlusses........................................................................................................ 35
A.4 Werkstoffe für Gehäuse, Tülle und Nut ............................................................................................. 36
A.5 Bezeichnung......................................................................................................................................... 36
A.6 Kennzeichnung (Diese Kennzeichnung gilt nicht für mögliche
Zertifizierungskennzeichnung)........................................................................................................... 36
Anhang B (informativ) Turbulenzgrad der Luftströmung im Raum ........................................................... 37
Anhang C (informativ) Prüfnormal für integrierte Thermostatventile ........................................................ 38
Literaturhinweise .............................................................................................................................................. 38

2
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 215:2004) wurde von CMC erarbeitet.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Dezember 2004, und etwaige entgegenstehende
nationale Normen müssen bis Dezember 2004 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument wird EN 215-1:1987 und HD 1215-2:1988 ersetzen.

Diese Europäische Norm erfüllt den Zusammenschluss von EN 215-1:1987 und HD 1215-2:1988,
entsprechend der Resolution BT 80/1998. Der Zusammenschluss wurde ausgeführt, indem HD 1215-2:1988
in EN 215, hauptsächlich als normativer Anhang eingebracht wurde.

Die Arbeit an Heizkörperventilen wurde im September 1982 im CEN/TC 105 begonnen mit dem Ziel, eine
Norm für Anforderungen und Prüfung zu erstellen, die eine Basis für eine mögliche Zertifizierungsgrundlage
für Heizkörperventile ist. EN 215-1:1987 wurde von CEN angenommen 1986-10-28, veröffentlicht im
Juli 1987. Eine Änderung von EN 215:1987/AC 1:1987 wurde im November 1987 veröffentlicht.

Die Europäische Norm beinhaltet die Änderung und ersetzt EN 215-1:1987 und EN 215-1:1987/AC 1:1987.

Die Europäische Norm enthält weiterhin HD 1215-2:1988, die von CEN am 1987-08-13 angenommen und im
September 1988 veröffentlicht wurde; eine Änderung HD 1215-2:1988/AC 1:1989 wurde veröffentlicht im
März 1989.

Die Europäische Norm enthält diese Änderung und wird HD 1215-2:1988 und HD 1215-2:1988/AC 1:1989
ersetzen.

Die Europäische Norm kann als Referenz für eine CEN/CENELEC Zertifizierung für Heizkörperventile
verwendet werden.

Anhang A ist normativ; die Anhänge B und C sind informativ.


Die Norm enthält Literaturhinweise.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische
Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Vorwort der Änderung A1


Dieses Dokument (EN 215:2004/A1:2006) wurde vom CMC erarbeitet.

Diese Änderung zur Europäischen Norm EN 215:2004 muss den Status einer nationalen Norm erhalten,
entweder durch Veröffentlichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis September 2006, und
etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis September 2006 zurückgezogen werden.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien,
Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

3
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm hat den Zweck, Begriffe, Anforderungen und Prüfungen für thermostatische
Heizkörperventile (nachstehend Thermostatventile genannt) festzulegen.

Die vorliegende Norm ist auf thermostatische Zweiwegeventile mit oder ohne Voreinstellung und integrierte
Thermostatventile mit oder ohne Voreinstellung anzuwenden, die zur Ausrüstung von Heizkörpern in
Warmwasserheizungen bis zu einer Temperatur von 120 °C und bis zu einem Nenndruck von PN 10 dienen.

Die vorliegende Norm legt ferner die Maße, Werkstoffe und Ausführungen des Anschlusses von vier Reihen
von Heizkörperventilen in Durchgangs- und Eckform mit Nenndruck PN 10 fest.

Auf diese Norm kann in einem CEN/CENELEC-Zertifizierungssystem für thermostatische Heizkörperventile


Bezug genommen werden.

2 Normative Verweisungen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die
Publikationen sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder
Überarbeitungen dieser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder
Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug
genommenen Publikation (einschließlich Änderungen).

EN 1982, Kupfer und Kupferlegierungen — Blockmetalle und Gussstücke.

EN 12164, Kupfer und Kupferlegierungen — Stangen für die spanende Bearbeitung.

EN 12168, Kupfer und Kupferlegierungen — Hohlstangen für die spanende Bearbeitung.

EN 12420, Kupfer- und Kupferlegierungen — Schmiedestücke.

EN 12449, Kupfer und Kupferlegierungen — Nahtlose Rundrohre zur allgemeinen Verwendung.

EN ISO 228-1, Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen — Teil 1: Maße, Toleranzen und
Bezeichnung (ISO 228-1:2000).

ISO 7-1, Pipe threads where pressure-tight joints are made on the threads — Part 1: Dimensions, tolerances
and designation.

ISO 965-1, ISO general purpose metric screw threads — Tolerances — Part 1: Principles and basic data.

ISO 7268, Pipe components — Definition of nominal pressure.

4
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

3 Begriffe
Für die Anwendung dieser Europäischen Norm gelten die folgenden Begriffe.

3.1 Heizkörperventil — Bauteile (siehe Bild 1)

Legende
1 Fühler
2 Sollwerteinsteller
3 Sollwertskala
4 Ventilteller
5 Ventilsitz
6 Überwurfmutter
7 Tülle
8 Spindel
9 Spindelabdichtung
10 Pfeil der Fließrichtung

A Thermostatkopf
B Ventil

Bild 1 — Prinzipielle Darstellung des Aufbaus eines Thermostatventils mit eingebautem Fühler

3.1.1
Fühler
Teil des Thermostatventils, der die Temperatur (Regelgröße) misst (Bild 2)

3.1.2
Weggeber
Teil des Thermostatventils, der eine Temperatur- oder Druckänderung des Fühlers in eine lineare Bewegung
der Spindel umsetzt (Bild 2)

5
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

3.1.3
Übertragungselement
Teil des Thermostatventils, der die Volumen- oder Druckänderung vom Fühler oder vom Sollwerteinsteller auf
den Weggeber überträgt (Bild 2)
3.1.4
Thermostatelement
Baugruppe, die alle Teile umfasst, die mit Ausdehnungsstoffen gefüllt sind (z. B. Fühler, Übertragungselement
und Weggeber, dargestellt als schraffierter Teil in Bild 2)

Legende
1 Fühler
2 Übertragungselement
3 Weggeber

Bild 2 — Thermostatelement

3.1.5
Schutzkappe
Teil, das die Spindel und das Gewinde bis zum ersten Aufsetzen des Thermostatkopfes schützt

6
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

3.2 Bauarten von Thermostatköpfen (siehe Bild 3)

Bild 3a – Thermostatventil mit eingebautem Fühler


Bild 3b – Thermostatventil mit eingebautem Sollwerteinsteller und Fernfühler
Bild 3c – Thermostatventil mit kombiniertem Fern-Sollwerteinsteller und Fernfühler
Bild 3d – Thermostatventil mit Fernfühler und separatem Fern-Sollwerteinsteller

Bild 3 — Thermostatventil-Typen

3.2.1
Thermostatventil mit eingebautem Fühler
Ventil, bei dem Fühler, Weggeber und Sollwerteinsteller eine Baueinheit sind. Diese ist mit dem Ventil fest
verbunden (Bild 3a)

3.2.2
Thermostatventil mit eingebautem Sollwerteinsteller und Fernfühler
Ventil, bei dem der Sollwerteinsteller fest mit dem Ventil verbunden ist. Der Fühler ist vom Weggeber
getrennt. Zwischen dem Fühler und dem Weggeber befindet sich ein Übertragungselement (Bild 3b)

3.2.3
Thermostatventil mit kombiniertem Fern-Sollwerteinsteller und Fernfühler
Ventil, bei dem Fühler und Sollwerteinsteller als Baueinheit entfernt vom Ventil und vom Weggeber montiert
werden. Zwischen dem Fühler und dem Weggeber befindet sich ein Übertragungselement (Bild 3c)

3.2.4
Thermostatventil mit Fernfühler und separatem Fern-Sollwerteinsteller
Ventil, bei dem sowohl Fühler als auch Sollwerteinsteller voneinander und vom Ventil mit dem Weggeber
getrennt sind. Zwischen Fühler und Weggeber und zwischen Sollwerteinsteller und Weggeber befindet sich
ein Übertragungselement (Bild 3d)

7
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

3.2.5
Thermostatventil mit Voreinstellung
Ventil, bei dem die Verminderung des Durchflusses mit Hilfe einer mechanischen Einstellung im Ventil
ermöglicht wird

3.2.6
Bauart eines integrierten Thermostatventils

Integriertes Ventil einschließlich Ventilsitz

Legende
1 Einbaugarnitur
2 Integriertes Ventil
3 Packungsdichtung

Bild 4 — Beispiel eines in einen Heizkörper integrierten Ventils

8
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

3.3 Ausführungen von Anschlüssen

Beispiele für Anschlüsse des Thermostatventils an den Heizkörper und an die Rohrleitung zeigt Bild 5.

Bild 5a – Innengewinde und Verschraubung mit Kegeldichtung


Bild 5b – Klemmverschraubung und Verschraubung mit Kegeldichtung
Bild 5c – Verschraubungen mit Flachdichtung
Bild 5d – Klemmverschraubungen
Bild 5e – Integriertes Ventil

Bild 5 — Bauarten von Heizkörperventil-Anschlüssen

9
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

3.4 Betriebsverhalten

3.4.1
charakteristischer Durchfluss
(qm s)
Durchfluss, der sich bei S 2 K, bei einem Differenzdruck von 10 kPa (0,1 bar) und bei beliebiger Sollwert-
einstellung ergibt

3.4.2
Nenndurchfluss
(qm N)
charakteristischer Durchfluss bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers nach 6.2.1.2

Bei Thermostatventilen mit Voreinstell-Möglichkeit gilt der Durchfluss bei nicht voreingestelltem Thermostat-
ventil als Nenndurchfluss.

3.4.3
größter Durchfluss
(qm max)
größter erreichbarer Wasserdurchfluss, der sich bei einem Differenzdruck von 10 kPa (0,1 bar) ergibt

3.4.4
Hysterese
Temperaturdifferenz, die sich bei gleichem Durchfluss zwischen der Öffnungs- und Schließkennlinie ablesen
lässt (Bild 6)

Legende
a Öffnungskennlinie
b Schließkennlinie
c Theoretische Kennlinie
d Hysterese
e Schließtemperatur
f Öffnungstemperatur

S Temperaturpunkt S
qm Durchfluss
°C Wasserbadtemperatur

Bild 6 — Erläuternde Kennliniendarstellung

10
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

3.4.5
Differenzdruckeinfluss
Abstand der Temperaturpunkte S auf den bei verschiedenen Differenzdrücken ermittelten theoretischen
Schließkennlinien

3.4.6
Einfluss des statischen Druckes
Temperaturdifferenz, die sich bei gleichem Durchfluss zwischen zwei bei verschiedenen statischen Drücken
aufgenommenen Schließkennlinien ablesen lässt

3.4.7
Wassertemperatureinfluss
Differenz der Fühlertemperaturen, die der Durchflussänderung entspricht, welche durch die Temperatur-
änderung des durch das Ventil strömenden Wassers hervorgerufen wird

3.4.8
Einfluss der Umbegungstemperatur bei Thermostatventilen mit Übertragungsgliedern
Fühlertemperaturdifferenz, die sich bei gleichem Durchfluss zwischen zwei Öffnungskennlinien ablesen lässt,
die einmal mit unterschiedlichen und einmal mit gleichen Temperaturen an Fühler und Weggeber
aufgezeichnet wurden (Ventile nach 3.2.2 bis 3.2.4)

3.4.9
Schließzeit
Zeit, die benötigt wird, um bei sprunghafter Erhöhung der Lufttemperatur eine Änderung des Durchflusses zu
erreichen

Diese Durchflussänderung entspricht einer definierten Temperaturdifferenz nach 6.4.1.13.

3.5 Technische Begriffe

3.5.1
Fühlertemperatur
gemessene Temperatur des Fühlers. Bei der Prüfung ist sie gleich der Wasserbadtemperatur

3.5.2
Differenzdruck ( p)
Druckunterschied zwischen Ventileingang und -ausgang

3.5.3
Schließkennlinie und Öffnungskennlinie
Darstellungen des Durchflusses als Funktion der Fühlertemperatur beim Schließen bzw. Öffnen des
Ventils bei konstantem Differenzdruck und bei gleicher Sollwerteinstellung (siehe Bild 6)

3.5.4
Schließtemperatur und Öffnungstemperatur
Fühlertemperaturen, die auf der Schließ- bzw. Öffnungskennlinie beim Durchfluss null abgelesen werden
(siehe Bild 6)

3.5.5
theoretische Kennlinie
Gerade, die durch die Punkte 0,5 qms und 0,25 qm s auf der Kennlinie verläuft und die nach 6.2.2 konstruiert
wird (siehe Bild 6)

3.5.6
Temperaturpunkt S
Schnittpunkt der theoretischen Kennlinie mit der Abszisse qm = 0 nach 6.2.2 (siehe Bild 6)

11
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

4 Formelzeichen und Abkürzungen

Tabelle 1 — Formelzeichen und Abkürzungen

Symbol Bezeichnung Einheit


qm Durchfluss, allgemein kg/h
qm N Nenndurchfluss kg/h
qm s Charakteristischer Durchfluss kg/h
qm max Größter Durchfluss kg/h
qm s max qm s bei höchster Sollwerteinstellung kg/h
qm s min qm s bei niedrigster Sollwerteinstellung kg/h
qm x1, Durchflüsse als Hilfsgrößen zur Messung der kg/h
qm x2 Schließzeit
ts Fühlertemperatur, die dem charakteristischen °C
Durchfluss entspricht
ts max ts bei höchster Sollwerteinstellung °C
ts min ts bei niedrigster Sollwerteinstellung °C
S Temperaturpunkt °C
p Differenzdruck Pa
K Temperaturunterschied Kelvin

5 Anforderungen

5.1 Maße

Die Maße und Ausführungsdetails für einige Typen von Heizkörperventilen sind in Anhang A angegeben.

5.2 Mechanische Eigenschaften

5.2.1 Druckfestigkeit, Dichtheit des Ventils

Während der Prüfung nach 6.3.1 darf weder an den Anschlüssen noch durch die Gehäusewand Wasser
austreten.

5.2.2 Dichtheit der Spindelabdichtung

Während der Prüfung nach 6.3.3 darf an der Spindelabdichtung keine Luft austreten.

5.2.3 Biegefestigkeit des Ventils

Das Ventil muss der Belastung nach 6.3.4 ohne bleibende Funktionsbeeinträchtigung standhalten und die
Anforderungen der folgenden Prüfungen erfüllen.

Eine bleibende Verformung wird nicht beurteilt.

12
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

5.2.4 Drehfestigkeit des Sollwerteinstellers

Nach der Prüfung nach 6.3.5 dürfen keine Schäden oder bleibende Verformungen erkennbar sein.

5.2.5 Biegefestigkeit des Sollwerteinstellers

Nach der Prüfung nach 6.3.6 dürfen keine Schäden oder bleibende Verformungen erkennbar sein.

5.2.6 Auswechseln der Spindelabdichtung

Die Spindelabdichtung muss bei eingebautem Ventil ausgewechselt werden können, ohne dass das Wasser
aus der Heizungsanlage abgelassen werden muss.

5.3 Betriebsverhalten

5.3.1 Nenndurchfluss und Durchfluss bei S – 1 K

Der vom Hersteller angegebene Nenndurchfluss darf um nicht mehr als 10 % bei Durchflüssen > 33 kg/h und
um nicht mehr als 3 kg/h bei Durchflüssen = 33 kg/h von dem bei der Prüfung nach 6.4.1.1 ermittelten Wert
abweichen.

Der bei S 1 K ermittelte Durchfluss darf nicht mehr als 70 % des Nenndurchflusses betragen.

5.3.2 Charakteristischer Durchfluss bei niedrigster und höchster Sollwerteinstellung

Dieser nach 6.4.1.4 bestimmte Durchfluss qm s muss innerhalb folgender Bereiche liegen:

— bei höchster Sollwerteinstellung qm s max 0,8 qm N

— bei niedrigster Sollwerteinstellung 1,2 qm N qm s min 0,5 qm N

5.3.3 Charakteristischer Durchfluss bei Thermostatventilen mit Voreinstellungsmöglichkeit

Bei Thermostatventilen mit Voreinstellung darf der vom Hersteller angegebene charakteristische Durchfluss
bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers nach 6.2.1.2 und bei jeder definierten Voreinstellung um
nicht mehr als die vom Hersteller angegebene Toleranz von den bei der Prüfung nach 6.4.1.2 ermittelten
Werten abweichen.

5.3.4 Fühlertemperatur bei niedrigster und höchster Sollwerteinstellung

Die nach 6.4.1.5 bestimmte Fühlertemperatur ts muss innerhalb folgender Bereiche liegen:

— bei höchster Sollwerteinstellung ts max ! 32 °C

— bei niedrigster Sollwerteinstellung 5 °C ! ts min ! 12 °C

5.3.5 Hysterese bei Nenndurchfluss

Die nach 6.4.1.6 ermittelte Hysterese darf nicht größer als 1 K sein und den vom Hersteller angegebenen
Wert um nicht mehr als 0,2 K überschreiten.

5.3.6 Differenzdruckeinfluss

Der nach 6.4.1.7 ermittelte Differenzdruckeinfluss darf nicht größer als 1 K sein und den vom Hersteller
angegebenen Wert um nicht mehr als 0,3 K überschreiten.

13
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

5.3.7 Einfluss des statischen Druckes

Der nach 6.4.1.8 ermittelte Einfluss des statischen Drucks darf 1 K nicht überschreiten.

5.3.8 Temperaturdifferenz zwischen Temperaturpunkt S und der Schließ- bzw. Öffnungstemperatur

Die nach 6.4.1.9 ermittelte Temperaturdifferenz zwischen Temperaturpunkt S und der Schließ- bzw. Öffnungs-
temperatur darf 0,8 K nicht überschreiten.

5.3.9 Einfluss der Umgebungstemperatur bei Thermostatventilen mit Übertragungsgliedern

Der nach 6.4.1.10 ermittelte Einfluss der Umgebungstemperatur darf 1,5 K nicht überschreiten.

5.3.10 Wassertemperatureinfluss

Der nach 6.4.1.11 ermittelte Einfluss, der durch eine Änderung der Temperatur des durch das Ventil
strömenden Wassers um 30 K verursacht wird, darf nicht größer sein als

1,5 K bei Thermostatventilen mit eingebautem Fühler nach 3.2.1;

0,75 K bei Thermostatventilen mit Übertragungsgliedern nach 3.2.2 bis 3.2.4

und er darf den vom Hersteller angegebenen Wert um nicht mehr als 0,3 K überschreiten.

5.3.11 Schließzeit

Die nach 6.4.1.12 ermittelte Schließzeit darf 40 min nicht überschreiten und den vom Hersteller angegebenen
Wert um nicht mehr als 7 min.

5.4 Dauer- und Temperaturbeständigkeit

5.4.1 Mechanische Dauerbeständigkeit

Die Werte der Fühlertemperaturen beim Nenndurchfluss vor und nach der mechanischen Dauerprüfung nach
6.4.2.1 dürfen um nicht mehr als 2 K voneinander abweichen.

Der nach der Prüfung ermittelte Nenndurchfluss darf von dem vor der Prüfung um nicht mehr als ! 20 %
abweichen.

5.4.2 Thermische Dauerbeständigkeit

Die Werte der Fühlertemperaturen beim Nenndurchfluss vor und nach der thermischen Dauerprüfung nach
6.4.2.2 dürfen um nicht mehr als 2 K voneinander abweichen.

Der nach der Prüfung ermittelte Nenndurchfluss darf von dem vor der Prüfung um nicht mehr als ! 20 %
abweichen.

5.4.3 Temperaturbeständigkeit

Die Werte der Fühlertemperaturen beim Nenndurchfluss vor und nach der Prüfung der Temperatur-
beständigkeit nach 6.4.2.3 dürfen um nicht mehr als 1,5 K voneinander abweichen.

Der nach der Prüfung ermittelte Nenndurchfluss darf von dem vor der Prüfung um nicht mehr als ! 20 %
abweichen.

14
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

6 Prüfverfahren

6.1 Prüfeinrichtungen

6.1.1 Einrichtung zur Messung der hydraulischen Daten

Für die Prüfung der hydraulischen Daten des Ventils wird ein Prüfkreis mit den in Bild 7 dargestellten
Funktionen verwendet.

Legende
1 Prüfgegenstand 8 Differenzdruck-Regler
2 Durchfluss-Messeinrichtung (F) 9 Differenzdruck-Messgerät
3 xy-Schreiber (R)(x = Temperatur, 10 Differenzdruck-Messstellen
y = Durchfluss) 11 Temperaturfühler
4 Heizung 12 Temperaturmessgerät
5 Temperaturregler 13 Systemdruckhaltung über Ausdehnungsgefäß
6 Temperaturfühler 14 Prüfnormal eines integrierten Thermostatventils
7 Umwälzpumpe (für Beispiele zu Maßen siehe Anhang C)

Bild 7 — Prinzipschema des Prüfkreises für die Messung der hydraulischen Daten des
Thermostatventils und des integrierten Thermostatventils

15
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Tabelle 2 — Kenngrößen der Rohrabmessungen

Kenngröße Rohrgewinde Innerer Durchmesser d


DNa mm
8 1/4 10
10 3/8 10
15 1/2 13
20 3/4 20
25 1 25
a Siehe EN ISO 6708

Die Genauigkeit der Durchflussmessung beträgt mindestens

! 3 % des Messwertes bei Durchflüssen > 33 kg/h;

! 1 kg/h bei Durchflüssen " 33 kg/h.

Die Genauigkeit der Differenzdruckmessung beträgt mindestens

— ! 1 % des Messwertes.

Der Differenzdruck, gemessen zwischen den Messstellen vor und hinter dem Prüfgegenstand, muss durch
eine Regeleinrichtung auf einem Wert zwischen 10 kPA und 60 kPa (0,1 bar und 0,6 bar) auf ! 2 % konstant
gehalten werden können. Außerdem muss an der Druckmessstelle vor dem Prüfgegenstand ein konstanter
Druck von 100 kPa (1 bar) ! 2 % oder von 1 000 kPa (10 bar) ! 2 % aufgegeben werden können.

Am Eingang der Messstrecke befindet sich eine Messstelle zur Messung der Wassertemperatur.

Die Wassertemperatur muss innerhalb ! 0,2 K bei jedem beliebigen Wert zwischen 50 °C und 80 °C konstant
gehalten werden können.

6.1.2 Einrichtung zur Prüfung des Thermostatventils und des integrierten Thermostatventils im
Wasserbad

Für die Prüfung des Thermostatventils und des integrierten Thermostatventils im Wasserbad ist eine
Einrichtung mit den in Bild 8 dargestellten Funktionen zu verwenden. Das Thermostatelement ist vollständig in
das Wasserbad einzutauchen. Es ist darauf zu achten, dass das Wasser ständig durchmischt und das
Thermostatelement gründlich umspült wird.

Die Temperatur kann mit einer Kühlung und Heizung durch eine Regeleinrichtung stetig verändert werden.
Die Änderungsgeschwindigkeit beträgt 3 K/h. Die Temperatur des Wasserbades wird auf ! 0,2 K, die
Temperaturänderungen auf ! 0,03 K gemessen und registriert.

Für die Prüfung nach 6.2.1.4 sind zwei Wasserbäder zu verwenden.

16
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Legende
1 Wasserbad
2 Vorrichtung zur stetigen Durchmischung
3 Temperaturfühler
4 Temperaturmessgerät
5 xy-Schreiber (x = Temperatur, y = Durchfluss)
6 Heizung Wasserbad
7 Kühlung Wasserbad
8 Temperaturregler
9 Temperaturfühler
10 Thermostatkopf
11 Thermostatelement
12 Prüfkreis nach Bild 7
13 Prüfnormal eines integrierten Thermostatventils (Maße siehe Anhang C)

Bild 8 — Prinzipschema der Einrichtung für die Prüfung im Wasserbad

6.1.3 Einrichtung zur Prüfung des Thermostatventils im Luftstrom

Für die Prüfung werden zwei Luftkanäle mit einer punktsymmetrischen Querschnittsfläche von je mindestens
0,36 m² verwendet (Bild 9). Das Thermostatventil wird in der Mitte eines Kanals angeordnet, wobei die Achse
des Thermostatkopfes von Ventilen mit eingebautem Fühler, sofern vom Hersteller nicht anders gefordert,
waagerecht angeordnet wird. Thermostatventile mit Übertragungselementen nach 3.2.2 bis 3.2.4 sind nach
Angabe des Herstellers einzubauen.

Das Thermostatventil wird von unten nach oben angeströmt. Eine Vorrichtung ermöglicht es, das
Thermostatventil schnell von einem in den anderen Kanal zu bringen.

Die Innenwand des Messkanals muss mit einem Wärmestrahlungsschutz ausgerüstet sein. Im Prüfquerschnitt
ist ein gleichmäßiges Geschwindigkeits- und Temperaturprofil über mindestens 80 % des Querschnitts zu
erzeugen. Der Luftstrom wird mit einem Messgerät genügender Genauigkeit während des Versuchs laufend
überwacht. Die Lufttemperatur muss auf 0,1 K konstant gehalten werden.

Die Anschlussrohre dürfen nicht im Luftstrom vor dem Thermostatventil liegen. Sie müssen wärmegedämmt
sein.

Die Lufttemperaturänderung wird mit einer Messunsicherheit von 0,03 K gemessen. Der Temperaturfühler
muss gegen Strahlung geschützt sein.

! "
Die Luftströmung muss turbulent sein. Der zeitliche Mittelwert der Geschwindigkeit ist auf 0,1 #00,05 m/s
einzustellen.

17
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Die Standardabweichung im Verhältnis zum Mittelwert, die aus den Geschwindigkeitsschwankungen nach
statistischen Verfahren berechnet wird, oder der Turbulenzgrad muss bei 30 % bis 50 % liegen (siehe
Anhang B).

Legende
1 geprüftes Thermostatventil
2 Ventilator
3 Kanaleinbauten zur Vergleichmäßigung des Geschwindigkeitsprofils und zur Erzeugung der Turbulenz
4 kalibrierte Drosselstelle
5 Wirkdruck-Messgerät (F)
6 Wärmeaustauscher
7 temperaturgeregelter Wasserkreislauf
8 Temperaturmessgerät
Bild 9 — Prinzipschema der Einrichtung zur Prüfung im Luftstrom

6.2 Kennlinien von Thermostatventilen

6.2.1 Versuchstechnische Ermittlung der Kennlinien

Für die Beurteilung der Qualität von Thermostatventilen werden die Kennlinien 1 bis 7 nach Bild 10
verwendet.

Diese Kennlinien werden mit Prüfeinrichtungen nach der Beschreibung in 6.1.1 und 6.1.2 aufgenommen.

Die Messungen sind, wenn in den folgenden Abschnitten nicht anders angegeben, mit einem statischen Druck
von 100 kPa (1 bar) 10 % vor dem Ventil und einem Differenzdruck von 10 kPa (0,1 bar) 2 % durch-
zuführen. Die Temperatur des durch das Thermostatventil strömenden Wassers ist konstant auf (50 2) °C
einzustellen. Die Temperatur des Wasserbades darf höchstens mit 3 K/h geändert werden.

Bei allen Kennlinien, die bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers gemessen werden, muss diese
Zwischenstellung in Schließrichtung eingestellt werden.

18
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

6.2.1.1 Öffnungskennlinie bei niedrigster Sollwerteinstellung (Kennlinie 1) und bei höchster


Sollwerteinstellung (Kennlinie 2)

Der niedrigste einstellbare Sollwert wird eingestellt. Ausgehend von einer Temperatur von mindestens 2 K
über der Öffnungstemperatur wird die Fühlertemperatur bis 3 K unter die Öffnungstemperatur gesenkt und
dabei die Öffnungskennlinie aufgezeichnet. Dann wird der höchste einstellbare Sollwert eingestellt und das
vorstehend für den niedrigsten einstellbaren Sollwert beschriebene Verfahren wiederholt.

6.2.1.2 Öffnungskennlinie bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers (Kennlinie 3)

Es ist eine Zwischenstellung am Sollwerteinsteller zu wählen, bei der die Öffnungstemperatur auf der
Öffnungskennlinie zwischen 20 °C und 24 °C liegt. Ausgehend von einer Temperatur von mindestens 2 K
über der Öffnungstemperatur wird die Fühlertemperatur bis 6 K unter die Öffnungstemperatur gesenkt und
dabei die Öffnungskennlinie aufgezeichnet.

6.2.1.3 Schließkennlinie bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers (Kennlinie 4)

Bei unveränderter Sollwerteinstellung wird, ausgehend von einer Temperatur von mindestens 4 K unter der
Öffnungstemperatur, die Fühlertemperatur bis 1 K über die Schließtemperatur erhöht und dabei die Schließ-
kennlinie aufgezeichnet.

6.2.1.4 Öffnungskennlinie für Thermostatventile mit Übertragungsgliedern nach 3.2.2 bis 3.2.4 bei
einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers (Kennlinie 5)

Bei unveränderter Sollwerteinstellung werden der Weggeber und 1 m des daran anschließenden
Übertragungselementes in ein zweites Wasserbad getaucht, dessen konstante Temperatur (10 0,1) K über
der Fühlertemperatur liegt, bei der sich der Nenndurchfluss einstellt. Der Rest des Übertragungselementes,
der Fühler und bei Thermostatventilen nach 3.2.4 auch der Fern-Sollwerteinsteller werden in das erste
Wasserbad getaucht.

Ausgehend von einer Temperatur von mindestens 2 K über der Öffnungstemperatur wird die Fühler-
temperatur bis 3 K unter die Öffnungstemperatur gesenkt und dabei die Öffnungskennlinie aufgezeichnet.

6.2.1.5 Schließkennlinie bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers und einem höheren
Differenzdruck als 10 kPa (0,1 bar) (Kennlinie 6)

Bei Thermostatventilen mit eingebautem Fühler wird unmittelbar nach der in 6.2.1.3 beschriebenen Messung
und analog dazu die Schließkennlinie bei einem Differenzdruck von 60 kPa (0,6 bar) 2 % aufgezeichnet.

Bei Thermostatventilen mit Übertragungsgliedern nach 3.2.2 bis 3.2.4 erfolgt dies nach der in 6.2.1.4
beschriebenen Messung.

Ist der maximal zulässige Differenzdruck nach Herstellerangabe geringer als 60 kPa (0,6 bar), so ist die
Prüfung mit diesem Differenzdruck durchzuführen.

6.2.1.6 Schließkennlinie bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers und einem statischen
Druck von 1 000 kPa (10 bar) (Kennlinie 7)

Analog zu der in 6.2.1.3 und unmittelbar nach der in 6.2.1.5 beschriebenen Messung ist die Schließkennlinie
bei einem statischen Druck von 1 000 kPa (10 bar) 2 % aufzuzeichnen.

19
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Legende
A Durchfluss, qm
B Wasserbadtemperatur, °C
C Hysterese
D Differenzdruckeinfluss
E Einfluss des statischen Druckes
F Differenz der Fühlertemperaturen bei niedrigster und höchster Sollwerteinstellung
G Einfluss der Umgebungstemperatur bei Thermostatventilen mit Übertragungselementen

Bild 10 — Kennlinien von Thermostatventilen

6.2.2 Graphische Ermittlung der theoretischen Kennlinie

Dieses Verfahren wird bei jeder aufgezeichneten Öffnungs- und Schließkennlinie angewandt. Es wird in
folgenden Iterationsschritten durchgeführt (siehe Bild 11):

1) Der lineare Teil der Kennlinie wird bis zum Schnittpunkt mit der Abszisse qm = 0 (Punkt 11) verlängert
oder es wird die Wendetangente gebildet.

2) Bei der um 2 K verminderten Temperatur (Punkt 21) wird der Wasserstrom ermittelt (Punkt 31).

3) Punkt 41 ergibt sich bei 50 % und Punkt 51 bei 25 % des Wasserstromes in Punkt 31.

4) Die Verbindung der Punkte 41 und 51 schneidet die Abszisse qm = 0 im Punkt 61.

5) Die gleiche Schrittfolge wird von Punkt 61 ausgehend so lange wiederholt, bis eine weitere Wiederholung
keine Verschiebungen von Punkt 6 mehr ergibt; dieser Punkt wird mit S bezeichnet.

6) Der Wasserstrom bei um 2 K verminderter Temperatur ist qm s.

7) Die Verbindung der zuletzt ermittelten Punkte des 50 %- und des 25 %-Wertes von qm s auf der Kennlinie
und S auf der Abszisse ist die Hilfskennlinie.

20
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Legende
qm Durchfluss
°C Wasserbadtemperatur

Bild 11 — Ermittlung der theoretischen Kennlinie und des Punktes S

6.3 Prüfung der mechanischen Eigenschaften

6.3.1 Druckfestigkeit, Dichtheit des Ventils

Die Prüfung wird entsprechend der Darstellung in Bild 12 durchgeführt.

Die Überwurfmutter der Tülle für den Anschluss am Heizkörper (Rohrverschraubung mit Kegeldichtung nach
Bild 4) wird mit einem Drehmoment nach Tabelle 3 angezogen und das Ventil wird heizkörperseitig
verschlossen. Bei anderen Rohrverschraubungen ist ein Drehmoment nach Angabe des Herstellers
anzuwenden.

Das Ventil wird bei geöffneter Stellung einem statischen Wasserdruck von der nächsthöheren Nenndruckstufe
(siehe ISO 7268) als der Nenndruck des Ventils ausgesetzt. Die Wassertemperatur muss (20 10) °C
betragen. Nach 1 min wird festgestellt, ob Wasser an den Anschlüssen oder durch die Gehäusewand
ausgetreten ist.

21
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Bild 12 — Prüfung der Druckfestigkeit des Ventils

Tabelle 3 — Anzugsmomente für die Überwurfmutter der Tülle

Nennweitea Gewindegröße Anzugsmoment


Nm
15-mm-Kupferrohranschluss 40
DN 8 1/4 40
DN 10 3/8 40
DN 15 1/2 60
DN 20 3/4 80
DN 25 1 100
a Siehe EN ISO 6708.

6.3.2 Dichtheit des mechanisch mit der Schutzkappe geschlossenen Ventils

Diese Prüfung wird nur durchgeführt, wenn der Hersteller angibt, dass man das Ventil mit der Schutzkappe
gegen einen von ihm anzugebenden Druck absperren kann.

Das Ventil wird so in die Prüfeinrichtung nach Bild 12 eingebaut, dass es heizkörperseitig offen bleibt. Es wird
mit Hilfe der Schutzkappe geschlossen. Ein statischer Wasserdruck in der Höhe des vom Hersteller
angegebenen Druckes wird aufgegeben. Die Wassertemperatur muss (20 10) °C betragen. Es wird
festgestellt, ob nach 1 min Wasser über den Ventilteller ausgetreten ist.

6.3.3 Dichtheit der Spindelabdichtung

Die Prüfung wird entsprechend der Darstellung in Bild 13 durchgeführt. Das Ventil wird heizkörperseitig
verschlossen und in das Wasser gelegt. Ein Luftdruck von 20 kPa (0,2 bar) 10 % wird aufgegeben, nach
1 min wird die Ventilspindel 5-mal betätigt. Die Dichtheit der Spindelabdichtung wird untersucht.

22
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Bild 13 — Prüfung der Dichtheit der Spindelabdichtung

6.3.4 Biegefestigkeit des Ventils

Die Prüfung wird entsprechend der Darstellung in Bild 14 durchgeführt. Die Überwurfmutter der Tülle wird
entsprechend Tabelle 3 angezogen. Auf das Ende des Rohres wird senkrecht zu dessen Achse 30 s eine
Kraft F aufgebracht, die ein Biegemoment nach Tabelle 4 bewirkt.

Nach der Prüfung ist eine Untersuchung nach 6.3.1 durchzuführen.


Eine bleibende Verformung wird nicht beurteilt.

Legende
1 Durchgangsventile
2 Eckventile
Bild 14 — Prüfung der Biegefestigkeit des Ventils

23
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Tabelle 4 — Biegemomente zur Prüfung von Thermostatventilen

Nennweitea Gewindegröße Biegemoment


Nm
15-mm-Kupferrohranschluss 20
DN 8 1/4 80
DN 10 3/8 100
DN 15 1/2 120
DN 20 3/4 180
DN 25 1 220
a Siehe EN ISO 6708

6.3.5 Drehfestigkeit des Sollwerteinstellers

Die Prüfung wird entsprechend der Darstellung in Bild 15 durchgeführt. Das Thermostatventil wird von Wasser
mit einer Temperatur von (90 2) °C und einem statischen Druck von 100 kPa (1 bar) durchströmt. Nach
einer Wartezeit von mindestens 20 min zum Erreichen thermischer Beharrung wird der Sollwerteinsteller auf
den unteren Anschlag eingestellt. 30 s ist eine Kraft aufzubringen, die ein Drehmoment von 8 Nm querkraftfrei
in Richtung des Anschlages bewirkt.

Anschließend wird der Sollwerteinsteller auf den oberen Anschlag eingestellt und die Prüfung sinngemäß
durchgeführt.

Fern-Sollwerteinsteller nach 3.2.3 und 3.2.4 sind nach den Angaben des Herstellers zu befestigen, die
Temperatur des Wassers kann hierbei beliebig sein.

Nach der Prüfung wird festgestellt, ob ein Schaden (Bruch, Riss, bleibende Verformung) aufgetreten ist.

Bild 15 — Prüfung der Drehfestigkeit des Sollwerteinstellers

24
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

6.3.6 Biegefestigkeit des Sollwerteinstellers

Die Prüfung wird entsprechend der Darstellung in Bild 16 durchgeführt. Das Ventil wird von Wasser mit einer
Temperatur von (90 2) °C und einem statischen Druck von 100 kPa (1 bar) durchströmt. Zum Erreichen
thermischer Beharrung ist eine Wartezeit von wenigstens 20 min erforderlich. Danach wird mit Hilfe eines
20 mm breiten Riemens in einem Abstand von 10 mm vom äußersten Rand des Sollwerteinstellers, senkrecht
zu seiner Achse, 30 s eine Kraft F = 250 N auf den Sollwerteinsteller aufgebracht.

Fern-Sollwerteinsteller nach 3.2.3 und 3.2.4 sind nach den Angaben des Herstellers zu befestigen, die
Temperatur des Wassers kann hierbei beliebig sein.

Nach der Prüfung wird festgestellt, ob ein Schaden (Bruch, Riss, bleibende Verformung) aufgetreten ist.

Bild 16 — Prüfung der Biegefestigkeit des Sollwerteinstellers

6.4 Prüfung des Betriebsverhaltens

6.4.1 Charakteristische Daten

Für die Ermittlung der charakteristischen Daten werden die nach 6.2 aufgezeichneten Kennlinien verwendet.

6.4.1.1 Nenndurchfluss und Durchfluss bei S – 1 K

Auf der Kennlinie 3 (Bild 10) wird nach dem Verfahren nach 6.2.2 der Punkt S konstruiert und es werden die
Durchflüsse bei S – 2 K und S – 1 K ermittelt. Der Durchfluss bei S – 2 K entspricht dem Nenndurchfluss.

6.4.1.2 Charakteristischer Durchfluss bei Thermostatventilen und integrierten Thermostatventilen


mit Voreinstellung

Für Thermostatventile und integrierte Thermostatventile mit Voreinstellung wird für jede definierte Vor-
einstellung die Kennlinie 3 aufgezeichnet (Bild 10). Gibt es mehr als drei definierte Voreinstellungen, wird die
Prüfung bei der kleinsten, der größten und einer von der Prüfstelle ausgewählten Einstellung durchgeführt.

Der Durchfluss bei S – 2 K wird abgelesen. Er entspricht dem charakteristischen Durchfluss.

25
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

6.4.1.3 Größter Durchfluss

Bei einer Zwischenstellung des Sollwerteinstellers wird der Fühler auf einer Temperatur von (2 1) °C
gehalten und der Durchfluss bei einem Differenzdruck von 10 kPa (0,1 bar) 2 % gemessen.

Danach wird der größte Durchfluss auf der Kennlinie 3 (Bild 10) mit dem zuvor ermittelten verglichen.

Der größere von beiden ist der größte Durchfluss.

6.4.1.4 Charakteristischer Durchfluss bei niedrigster und höchster Sollwerteinstellung

Auf den Kennlinien 1 und 2 (Bild 10) wird nach dem Verfahren nach 6.2.2 jeweils der Durchfluss bei S ! 2 K
(qm s min und qm s max) abgelesen.

6.4.1.5 Fühlertemperatur bei niedrigster und höchster Sollwerteinstellung

Auf den Kennlinien 1 und 2 (Bild 10) werden die Fühlertemperaturen abgelesen, die den Durchflüssen qm s min
und qm s max entsprechen.

6.4.1.6 Hysterese bei Nenndurchfluss

Die Hysterese ergibt sich als Temperaturunterschied in K zwischen unmittelbar nacheinander ermittelten
Öffnungs- und Schließkennlinien (3 und 4 in Bild 10) beim Nenndurchfluss.

6.4.1.7 Differenzdruckeinfluss

Der Differenzdruckeinfluss ergibt sich als Abstand der Temperaturpunkte S in K auf den theoretischen
Schließkennlinien 4 und 6 nach Bild 10.

6.4.1.8 Einfluss des statischen Druckes

Der Einfluss des statischen Druckes ergibt sich als Temperaturunterschied in K zwischen den
Schließkennlinien 4 und 7 nach Bild 10 beim Nenndurchfluss.

6.4.1.9 Temperaturdifferenz zwischen Temperaturpunkt S und der Schließ- bzw.


Öffnungstemperatur

Es wird der Abstand in K zwischen den zugehörigen Temperaturpunkten S und der Schließtemperatur e bzw.
der Öffnungstemperatur f der entsprechenden Kennlinie nach Bild 6 festgestellt.

6.4.1.10 Einfluss der Umgebungstemperatur bei Thermostatventilen mit Übertragungselementen

Der Einfluss der Umgebungstemperatur ergibt sich als Temperaturunterschied in K zwischen den
Öffnungskennlinien 3 und 5 nach Bild 10 beim Nenndurchfluss.

6.4.1.11 Wassertemperatureinfluss

Die Prüfung wird in einer Einrichtung nach 6.1.1 und 6.1.3 bei unveränderter Sollwerteinstellung durchgeführt.

Die Lufttemperatur ist um mindestens 6 K unter die Schließtemperatur abzusenken. Anschließend ist die Luft-
temperatur um so viel zu erhöhen, bis der Wasserstrom durch das Ventil das 0,9- bis 1,2fache des
Nenndurchflusses im Beharrungszustand erreicht hat. Der dann gemessene Wasserstrom wird in die
Schließkennlinie 4 eingetragen.

Die Wassertemperatur wird auf mindestens 70 °C angehoben und der Beharrungszustand abgewartet. Die
Lufttemperatur darf dabei nicht sinken und sich um höchstens 0,2 K erhöhen. Der dann gemessene

26
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Wasserstrom wird ebenfalls in die Schließkennlinie 4 eingetragen (Bild 17).

Er muss mindestens das 0,1fache des Nenndurchflusses betragen, andernfalls ist die Messung mit geringerer
Wassertemperaturerhöhung zu wiederholen.

Aus dem Temperaturunterschied der beiden Messpunkte (t2-t1), der aus der Schließkennlinie abgelesen
werden kann, und der Lufttemperaturerhöhung tL wird der Einfluss der Wassertemperatur nach folgender
Formel ermittelt:

t 2 ! t1 ! t L
Wassertemperatureinfluss in Kelvin # 30 K "
tW

Dabei ist

t1 die abgelesene Temperatur auf der Schließkennlinie bei niedriger Wassertemperatur;

t2 die abgelesene Temperatur auf der Schließkennlinie bei erhöhter Wassertemperatur;

tL die Lufttemperaturerhöhung;

tW die Erhöhung der Wassertemperatur.

Legende
A Durchfluss qm
B Wasserbadtemperatur

tw = 50 °C als Beispiel

Bild 17 — Ermittlung des Einflusses der Wassertemperatur auf der Schließkennlinie 4

6.4.1.12 Schließzeit

Die Prüfung wird in einer Einrichtung nach 6.1.1 und 6.1.3 bei unveränderter Sollwerteinstellung durchgeführt.

Ausgehend von einer Temperatur von 6 K unter der Schließtemperatur wird die Lufttemperatur um so viel
erhöht, bis sich ein Durchfluss qmxl (Bild 18) zwischen dem 0,9- bis 1,2fachen des Nenndurchflusses einstellt.
Der Beharrungszustand ist abzuwarten.

Der Punkt qm xl wird auf der Schließkennlinie 4 (Bild 10) eingetragen und 1,5 K der Temperatur hinzugezählt,
die diesem Punkt entspricht. Der entsprechende neue Durchfluss qm x2 (Bild 10) wird abgelesen.

27
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

!
Dann wird die Lufttemperatur sprunghaft um 3 "00,2 K erhöht und die Zeit gemessen, bis dieser Durchfluss
qm x2 erreicht ist (Bild 18).

Legende
qm Durchfluss
t Zeit
tr Schließzeit
Bild 18 — Ermittlung der Schließzeit

6.4.2 Dauerprüfungen und Prüfung der Temperaturbeständigkeit

6.4.2.1 Mechanische Dauerprüfung

Vor dieser Prüfung ist die Kennlinie 3 (Bild 10) aufzuzeichnen und die Sollwerteinstellung zu markieren.
Anschließend ist das Ventil in eine Einrichtung einzubauen, die es gestattet, das Ventil mit Wasser von
(90 # 2) °C bei einem statischen Druck von 100 kPa (1 bar) zu durchströmen. Der Differenzdruck bei
geschlossenem Ventil wird auf 60 kPa (0,6 bar) # 2 % eingestellt. Mit dem Sollwerteinsteller werden 5 000
Schließ- und Öffnungsbewegungen durchgeführt. Eine Drehbewegung dauert etwa 10 s, wobei der
Sollwerteinsteller jeweils bis kurz vor die mechanische Drehbegrenzung zu führen ist. Bei jeder Umkehr der
Drehbewegung ist eine Verweildauer von 5 s einzuhalten. Die Temperatur am Fühler muss ein vollständiges
Öffnen und Schließen gestatten.

Nach der mechanischen Dauerbeanspruchung ist das Thermostatventil mindestens 24 h in geöffnetem


Zustand bei Raumtemperatur zu lagern.

Danach ist der markierte Sollwert einzustellen und erneut die Kennlinie 3 (Bild 10) aufzuzeichnen. Es werden
der Nenndurchfluss und die Fühlertemperatur beim Nenndurchfluss vor und nach der Dauerprüfung
festgestellt.

6.4.2.2 Thermische Dauerprüfung

Vor dieser Prüfung ist die Kennlinie 3 (Bild 10) aufzuzeichnen. Die Sollwerteinstellung wird während des

28
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

ganzen Versuches nicht verändert. Anschließend ist das Ventil in eine Einrichtung einzubauen, die es
gestattet, den Thermostatkopf 5 000-mal abwechselnd in zwei Wasserbädern mit Temperaturen von
(15 1) °C und (25 1) °C einzutauchen. Das Wasser der Bäder darf keine Zusätze enthalten, die nicht
ausdrücklich vom Hersteller zugelassen sind. Das Ventil wird nicht von Wasser durchströmt. Der
Thermostatkopf muss mindestens 30 s in jedem Bad verbleiben. Es ist darauf zu achten, dass das
Thermostatventil während des Verweilens im Wasserbad von 25 °C vollkommen schließt und im Wasserbad
von 15 °C mindestens so weit öffnet, dass es dem Nenndurchfluss entspricht. Andernfalls ist die Verweildauer
dementsprechend zu verlängern.

Nach der thermischen Dauerprüfung ist das Thermostatventil mindestens 24 h in geöffnetem Zustand bei
Raumtemperatur zu lagern.

Danach ist erneut die Kennlinie 3 (Bild 10) aufzuzeichnen. Es werden der Nenndurchfluss und die
Fühlertemperatur beim Nenndurchfluss vor und nach der Beanspruchung festgestellt.

6.4.2.3 Prüfung der Temperaturbeständigkeit

Vor dieser Prüfung ist die Kennlinie 3 (Bild 10) aufzuzeichnen und die Sollwerteinstellung zu markieren.
Anschließend sind Ventil und Thermostatkopf im Versandzustand (Sollwerteinstellung und Original-
verpackung) in ruhender Luft jeweils 6 h Temperaturen von ! 20 °C und + 50 °C auszusetzen. Anschließend
werden Ventil und Thermostatkopf im zusammengebauten Zustand bei Einstellung des niedrigsten
einstellbaren Sollwertes 6 h einer Temperatur von 40 °C ausgesetzt.

Nach der Prüfung ist das Thermostatventil mindestens 24 h in geöffnetem Zustand bei Raumtemperatur zu
lagern.

Danach ist der markierte Sollwert einzustellen und erneut die Kennlinie 3 (Bild 10) aufzuzeichnen. Es werden
der Nenndurchfluss und die Fühlertemperatur beim Nenndurchfluss vor und nach der Prüfung festgestellt.

6.5 Plan für die Durchführung der Prüfungen

Die Tabelle 4 gibt die Reihenfolge der verschiedenen Prüfungen und die notwendige Anzahl der
Prüfgegenstände an, um eine vollständige Prüfung eines Thermostatventils nach 6.3 und 6.4 durchzuführen.

Für jede Prüfreihe sind die gleichen Prüfgegenstände zu benutzen.

Für die Prüfreihen A.1 bis A.4 sind thermostatische Eckventile DN 15 mit eingebautem Fühler zu verwenden.

Die Prüfreihe B betrifft Thermostatventile anderer Durchflüsse, Form und Nennweite als bei den Prüfreihen A.

Die Prüfreihe C betrifft thermostatische Eckventile DN 15 mit Fernfühler oder Fern-Sollwerteinsteller nach der
Beschreibung in 3.2.2 bis 3.2.4. Dies gilt, wenn die festgestellten Nenndurchflüsse nicht mehr als 15 % von
der Angabe des Herstellers für Thermostatventile mit eingebautem Fühler abweichen. Anderenfalls ist die
vollständige Prüfung nach Prüfreihen A.1 bis A.4 für solche Ventile durchzuführen.
Die Prüfreihe D betrifft integrierte Thermostatventile.

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Tabelle 5 — Prüfungsplan

Anzahl der Prüfgegenstände für


Abschnitts- Prüfreihe
Reihenfolge der Prüfungen
nummer
A.1 A.2 A.3 A.4 B C D
6.3.4 Biegefestigkeit des Ventils 1 1
6.3.1 Druckfestigkeit, Dichtheit des Ventils 1 1
6.3.5 Drehfestigkeit des Sollwerteinstellers 3 1
6.3.6 Biegefestigkeit des Sollwerteinstellers 3 1
6.4.1.3 Größter Durchfluss 3 1 1 1
6.2.1.1 Öffnungskennlinie bei niedrigster
3 1
Sollwerteinstellung (Kennlinie 1)
6.2.1.1 Öffnungskennlinie bei höchster
3 1
Sollwerteinstellung (Kennlinie 2)
6.2.1.2 Öffnungskennlinie bei einer Zwischenstellung
3a 1 1 1 1a 1a 1a
des Sollwerteinstellers (Kennlinie 3)
6.2.1.3 Schließkennlinie bei einer Zwischenstellung
3 1 2 1
des Sollwerteinstellers (Kennlinie 4)
6.2.1.4 Öffnungskennlinie für Thermostatventile mit
Übertragungsgliedern nach 3.2.2 bis 3.2.4 bei
3 1
einer Zwischenstellung des Sollwertein-
stellers (Kennlinie 5)
6.2.1.5 Schließkennlinie bei einer Zwischenstellung
des Sollwerteinstellers und einem höheren 3 1 1 1
Differenzdruck als 10 kPa (Kennlinie 6)
6.2.1.6 Schließkennlinie bei einer Zwischenstellung
des Sollwerteinstellers und einem statischem 3 1
Druck von 1 000 kPa (Kennlinie 7)
6.4.1.11 Wassertemperatureinfluss 2 2
6.4.1.12 Schließzeit 2 2
6.4.2.3 Prüfung der Temperaturbeständigkeit 1
6.4.2.1 Mechanische Dauerprüfung 1
6.4.2.2 Thermische Dauerprüfung 1
6.2.1.2 Öffnungskennlinie bei einer Zwischenstellung
1 1 1
des Sollwerteinstellers (Kennlinie 3)
6.3.3 Dichtheit der Spindelabdichtung 1 1
Dichtheit des mechanisch mit der
6.3.2 1 1 1
Schutzkappe geschlossenen Ventilsb
a Bei Thermostatventilen und integrierten Thermostatventilen mit Voreinstellung ist bei den Voreinstellungen nach
6.4.1.2 zu prüfen.
b Nur wenn vom Hersteller angegeben.

30
EN 215:2004 + A1:2006 (D)

7 Vom Hersteller zu liefernde technische Angaben


Der Hersteller muss mindestens folgende Angaben zur Verfügung stellen:

niedrigste Sollwerteinstellung und deren Bezeichnung;

höchster zulässiger statischer Druck;

höchster zulässiger Differenzdruck;

Nenndurchfluss qm N;

Hysterese bei Nenndurchfluss;

Differenzdruckeinfluss;

Wassertemperatureinfluss;

Schließzeit;

bei voreinstellbaren Thermostatventilen:

a) Angabe der Voreinstellungen und der zugeordneten charakteristischen Durchflüsse nach 5.3.3;
b) Toleranzen für die charakteristischen Durchflüsse bei den definierten Voreinstellungen;

höchste zulässige Heizungswasser-Temperatur, wenn niedriger als 120 °C;

Diagramm Differenzdruck p in Abhängigkeit vom Durchfluss qm

p = f(qm)

mit mindestens 2 Kurven für die Durchflüsse, die sich bei S-1 K und S-2 K, in Abhängigkeit vom
Differenzdruck bei einer Zwischenstellung des Sollwert-Einstellers ergeben (siehe Bild 19). Bei vorein-
stellbaren Thermostatventilen sind diese Kurven für jede definierte Voreinstellung anzugeben.

Außerdem ist eine Kurve p = f(qm) anzugeben, die den Differenzdruck in Abhängigkeit des Durchflusses
ohne den Druckverlust im Regelquerschnitt darstellt. Sie ist in der Regel aus der Messung des größten
Durchflusses zu bestimmen (nicht bei hubbegrenzten oder ähnlichen Ventilen oder bei Begrenzung durch
Ventilkegel).

Autorität des Regelquerschnittes a beim Nenndurchfluss oder beim charakteristischen Durchfluss für
voreingestellte Ventile

! p1 " ! p 2
a#
! p1

p1 = 10 kPa (0,1 bar)

p2 = Druckverlust beim Nenndurchfluss ohne den Druckverlust im Regelquerschnitt

Diese Autorität a ist bei voreinstellbaren Ventilen für alle definierten Voreinstellungen anzugeben.

Verwendung der Schutzkappe.

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Bild 19 — Differenzdruck p in Abhängigkeit vom Durchfluss qm

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Anhang A
(normativ)

Thermostatische Heizkörperventile;
Maße und Ausführungen des Anschlusses

A.1 Allgemeines
Dieser Anhang A legt die Maße, Werkstoffe und Ausführungen des Anschlusses von vier Reihen von
Heizkörperventilen in Durchgangs- und Eckform mit Nenndruck PN 10 fest.

Andere Maße sind zulässig. In diesem Fall dürfen die Ventile nicht mit den Kurzzeichen D, F, S und GB
gekennzeichnet werden, siehe A.6.

A.2 Maße
Siehe Tabellen A.1 bis A.4.

Alle Maße sind in Millimeter.

Die Bilder dienen nur zur Zuordnung der Maße und geben keine konstruktiven Einzelheiten an.

Bild A.1 — Durchgangs- und Eckventile, Reihen D und F

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Tabelle A.1 — Reihe D

DN D b d1 d2 l1 l2 l3 l4 l5 l6 !
min. 2 2 1 1,5 1,5 min. 10°
10 Rp3/8 10,1 G 5/8 R3/8 59 85 26 52 22 6
15 Rp1/2 13,2 G3/4 R1/2 66 95 29 58 26 7
70°
20 Rp3/4 14,5 G1 R3/4 74 106 34 66 29 8

Tabelle A.2 — Reihe F

DN D b d1 d2 l1 l2 l3 l4 l5 l6
min. 0,5 2 0,5 1,5 0,5 min. 1°
10 Rp3/8 8 G 5/8 R3/8 50 75 24 49 20 6
15 Rp1/2 9 G3/4 R1/2 55 82 26 53 23 7 60°
20 Rp3/4 10 G1 R3/4 65 98 30 63 26 8

Bild A.2 — Durchgangs- und Eckventile, Reihe S

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Tabelle A.3 Reihe S

DN D b d1 d2 e f l1 l2 l3 l4 l5 l6 l7 d3 !
2
min. min. max. min. 1 2 1 2 1 !0,5 min. 0,2

10 Rp/G 3/8 8,5 M22"1,5 R 4,5 6,5 2,5 50 75 23 48 20 6 3,5 17


3/8
15 Rp/G 1/2 10,5 M26"1,5 R 5,5 8,5 3,0 58 88 26 56 24 7 3,5 21 1:1,5
1/2 (37°)
20 Rp/G 3/4 12,0 M34"1,5 R 6,5 9,5 3,0 68 102 31 65 28 8 4,0 27
3/4

Bild A.3 — Durchgangs- und Eckventile, Reihe GB

Tabelle A.4 — Reihe GB mit Klemmringverschraubung

d2 l2 l4 l5
DN
2 2 2

15 R½ 105 60 30

A.3 Ausführungen des Anschlusses


Die Abdichtung zwischen Tülle und Gehäuse (der Reihen D, F und S) ist sphärischkeglig auszuführen.

Für Reihen D, F und GB:

Gewinde: D und d2 nach ISO 7-1

Gewinde d1 nach EN ISO 228-1

Für Reihe S:

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Gewinde: D nach ISO 7-1 oder EN ISO 228-1

Gewinde: d1 nach ISO 965-1

Gewinde: d2 nach ISO 7-1

A.4 Werkstoffe für Gehäuse, Tülle und Nut


Nach Wahl des Herstellers:

CuZn39Pb3 (CW614N) nach EN 12449, EN 12164, EN 12168 und EN 12420

CuZn40Pb2 (CW617N) nach EN 12449, EN 12164, EN 12168 und EN 12420

CuZn39Pb1A1-C (CC754S) nach EN 1982

CuSn5Zn5Pb5-C (CC491K) nach EN 1982

ANMERKUNG Die Materialien CW 614N und CW 617N sind auch in Form von Draht (EN 12166), Profile und
Rechteckstangen (EN 12167) und Schmiedestücke (EN 12165) erhältlich.

Der Hersteller darf auch andere Materialien benutzen, vorausgesetzt, er kann nachweisen, dass diese für den
Zweck geeignet und wenigstens gleichwertig sind zu den oben genanten Materialien.

A.5 Bezeichnung
Ein Heizkörperventil nach dieser Norm wird bezeichnet durch Angabe der Norm, der Reihe, der Form des
Gehäuses und der Nennweite.

Beispiel: EN 215, Reihe D, Eckform, DN 15

A.6 Kennzeichnung (Diese Kennzeichnung gilt nicht für mögliche


Zertifizierungskennzeichnung)
Die Armaturen sind mit folgenden Kennzeichen zu kennzeichnen:

a) Herstellerzeichen;

b) Kurzzeichen; falls die Maße von Anhang A erfüllt werden;

c) Durchflussrichtung, wenn erforderlich.

Wenn die CEN/CENELEC-Zertifizierung angewandt wird, ist zusätzlich nach den Zertifizierungsregeln zu
kennzeichnen.

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Anhang B
(informativ)

Turbulenzgrad der Luftströmung im Raum

Es sollte eine Luftströmung erzeugt werden, die weitgehend den tatsächlichen Verhältnissen am Heizkörper
im Raum entspricht.

Bei der Luftströmung im Raum handelt es sich um eine turbulente Luftbewegung, das heißt, der Bewegung in
der Hauptströmungsrichtung, gekennzeichnet durch die mittlere Strömungsgeschwindigkeit ', sind
Schwankungsbewegungen der Luftteilchen überlagert, die in allen drei Koordinatenrichtungen auftreten (sie
' ' '
werden bezeichnet mit x , y und z ). Die mittlere Größe der Schwankungsbewegungen wird aus der
Beziehung

'#
1
3
'x2 " 'y 2 " 'z 2 !
gewonnen. Bei Raumluftbewegungen kann davon ausgegangen werden, dass bei den
Schwankungsbewegungen keine Richtung bevorzugt ist, so dass die Beurteilung einer zweidimensionalen
Strömung ausreicht. Bei einer Messung erhält man dann direkt den Wert '. Da die Turbulenzbewegung nur
nach statischen Auswertungen erfasst werden kann, ist zur Beurteilung eine zeitliche Erfassung mit
Frequenzen im Bereich von 1 Hertz auf, so dass hier Messzeiten von etwa 1 bis 3 min erforderlich sind, um
reproduzierbare Daten zu erhalten.

Die Größe der Turbulenz wird gekennzeichnet durch den so genannten Turbulenzgrad ! , der als Verhältnis
der mittleren Schwankungsgröße und des Mittelwertes der Geschwindigkeit gebildet wird.

'
! # $ 100 %

Bei der statistischen Auswertung von Messungen, bei denen z. B. in einer Anzahl von Stichproben des
Momentanwertes der Geschwindigkeit i festgehalten wird, kann als Mittelwert aller Messwerte

n
1
# %
n i #1
i

und ' als Standardabweichung

n
'#
1
%
n & 1 i #1
1& !2
ermittelt werden.

Wird ein statistisches Auswerteverfahren verwendet, bei dem die Verteilung der Geschwindigkeitswerte nach
einer Gauß'schen Normalverteilung angenommen wird, so entspricht die Standardabweichung der Differenz
aus dem sogenannten 84 %-Wert und dem Mittelwert.

Für die Einstellung der Luftgeschwindigkeit im Prüfkanal sind nur Messungen mit einem thermischen
Anemometer geeignet.

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EN 215:2004 + A1:2006 (D)

Anhang C
(informativ)

Prüfnormal für integrierte Thermostatventile

In Bild C.1 ist ein Beispiel für ein Hauptprüfnormal für integrierte Thermostatventile dargestellt. Die Maße für d
und L werden vom Hersteller festgelegt, wobei d und L von der tatsächlichen Gestaltung der Ventile abhängig
sind.

Bild C.1 — Prüfnormal für integrierte Thermostatventile

Literaturhinweise

EN 12165, Kupfer und Kupferlegierungen — Vormaterial für Schmiedestücke

EN 12166, Kupfer und Kupferlegierungen — Drähte zur allgemeinen Verwendung

EN 12167, Kupfer und Kupferlegierungen — Profile und Rechteckstangen zur allgemeinen Verwendung

EN ISO 6708, Rohrleitungsteile — Definition und Auswahl von DN (Nennweite) (ISO 6708:1995)

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