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1. Welche Einteilung der Feinkornbaustähle ist üblich?

a) unlegiert
✘ b) normalgeglüht
✘ c) flüssigkeitsvergütet
d) hochlegiert
✘ e) perlitreduziert, thermomechanisch behandelt (M)

3. Der normalgeglühte FK-Stahl S355N als 5 mm - Blech ist wie folgt


schweißtechnisch zu verarbeiten:
a) mit mindestens 100 OC Vorwärmung
✘ b) ohne Vorwärmung
✘ c) mit einem Zusatz E 38 3 B 42 H 5 nach DIN EN 499

d) mit besonders hoher Streckenenergie


e) Nach dem Schweißen ist eine Anlassglühung zur Neubildung der Feinausscheidungen
vorzunehmen.

4. Der vergütete Feinkornbaustahl S690Q nach EN 10137 wird zur Herstellung eines
Mobilkranes in 12 mm Wandstärke verwendet. Welche Vorgehensweise bzw.
welcher Zusatz ist empfehlenswert?
a) Eine gute basisch umhüllte Elektrode nach DIN EN 499 des Typs E463B ist immer
ausreichend.
✘ b) In Anlehnung an SEW 088 bzw. EN 1011-2 wird auf 120 - 150 OC vorgewärmt.
✘ c) Eine Elektrode nach DIN EN 757, z. B. E 69 6 Mn 2 NiCrMo B H5, wird gewählt.

d) Der Werkstoff ist so kaltzäh, dass er nicht vorgewärmt werden muss.


e) Die bewährte Draht/Pulver-Kombination S2 Mo/BAB 1 77 AC 10 ist auch dieses Mal
richtig.

5. Bei welchen der im Folgenden genannten Elemente handelt es sich um


Mikrolegierungselemente bei Feinkornbaustählen?
✘ a) Ti

b) C
✘ c) V
✘ d) Nb

e) Mn

6. Für welche Anwendungsfälle sind hochfeste, schweißgeeignete


Feinkornbaustähle geeignet?
a) vorwiegend ruhend belastete Bauteile: Große Stützweite, geringe zulässige
Durchbiegung
✘ b) vorwiegend ruhend belastete Bauteile: Zugbeanspruchte Bauteile

c) vorwiegend ruhend belastete Bauteile: Druckbeanspruchte Bauteile, hohe


Schlankheitsgrade
d) nicht vorwiegend ruhend belastete Bauteile:  = - 1 , ungünstiger Kerbfall
✘ e) nicht vorwiegend ruhend belastete Bauteile:  = +0,7 , günstiger Kerbfall

8. Welche der nachfolgenden Stähle können bei einer Temperatur von T = -78OC
eingesetzt werden?
a) S235J2G3
✘ b) X 8 Ni 9
c) 13 Cr Mo 4-5
d) S355NL
e) S460M
10. Welche warmfeste Stahlgruppe wird oberhalb 600 OC wirtschaftlich eingesetzt?
a) ferritische
b) Austenit mit 5 - 15% δ-Ferrit
c) ferritisch-perlitische
✘ d) martensitische
✘ e) Vollaustenite (austenitische)

12. Was bewirkt ein Anlassglühen nach dem Schweißen bei warmfesten Stählen?
a) Gefügeumwandlung
✘ b) Spannungsabbau
✘ c) Karbid-Ausscheidungen
d) Bildung von Ferrit und Perlit
e) keine Veränderungen des Gefüges

13. Die Schweißeignung der hochwarmfesten Stähle ist eingeschränkt infolge


a) Aufhärtungsneigung
b) Überhitzungsempfindlichkeit
c) Verlust der Kerbschlagzähigkeit
✘ d) Heißrissneigung
e) Sie sind nicht schweißgeeignet.

14. Bei der schweißtechnischen Verarbeitung eines 13 CrMo 4-5 ist Folgendes zu
beachten:
✘ a) Aufhärtungsneigung und Kaltrissempfindlichkeit
b) Nach dem Schweißen ist eine Wärmenachbehandlung unter anderem zum Abbau der
Schweißeigenspannungen erforderlich.
c) Zum Schweißen des 13 CrMo 4-5 ist eine Vorwärmtemperatur erforderlich, die über
der MS-Bildungstemperatur liegt.
✘ d) Nach dem Schweißen ist eine Wärmebehandlung in Form einer Anlassglühung

(Spannungsarmglühen) erforderlich.
e) Die Schweißung eines 13 CrMo 4-5 muss in Form einer Stufenhärtungsschweißung
oder als „isothermes Schweißen“ durchgeführt werden.

15. In austenitischen, nicht rostenden Stählen können je nach Wärmebehandlung


folgende Phasen auftreten:
✘ a) Delta-Ferrit

b) Martensit
✘ c) M23C6

d) Fe3C
✘ e) NbC

16. Welche Elemente der Analyse eines Werkstoffes begünstigen den Austenit?
a) Silizium
b) Chrom
✘ c) Mangan
d) Molybdän
✘ e) Nickel

17. Die 475 OC - Versprödung führt zu welchen der nachstehenden Erscheinungen:


a) Anstieg der Härte
b) Minderung des Delta-Ferrit-Gehaltes
c) Verlust der Zähigkeit
d) Verringerung der Streckgrenze
e) Steigerung der Anfälligkeit gegen Spaltkorrosion

18. Zur Verringerung der Heißrissbildung in vollaustenitischem Schweißgut


empfehle ich
a) auf etwa 200 OC vorzuwärmen
✘ b) auf keinen Fall vorzuwärmen
c) ein hohes Wärmeeinbringen zu wählen
✘ d) möglichst wenig Wärme einzubringen
e) nicht zu schnell zu schweißen

19. Ferritische Chromstähle sind gekennzeichnet durch


✘ a) hohe Neigung zur Martensitbildung
✘ b) starke Neigung zur Grobkornbildung
c) hohe Kerbschlagzähigkeit bei tiefen Temperaturen
d) geringe magnetische Eigenschaften
✘ e) Neigung zur Sigma-Versprödung bei hohen Cr-Gehalten

20. Heißrisse treten in hoch legiertem Schweißgut auf, wenn


a) das Schweißgut zu schnell erstarrt
✘ b) das Schweißgut primär austenitisch erstarrt
c) das Schweißgut primär ferritisch erstarrt
✘ d) das Schweißgut nach der Abkühlung zu hohe Zugspannungen hat
e) das Schweißgut zu heiß geworden ist

21. Welche Schweißprozesse sind für austenitische Stähle nicht geeignet?


a) UP
b) E
c) WIG
✘ d) Gas
e) Abbrennstumpfschweißen

22. Zum Lichtbogenhandschweißen des Stahles 1.4404 = X2 CrNiMo 17-12-2 ist


folgende Elektrode zu empfehlen:
a) 19 9
b) 19 9L
✘ c) 19 12 3L

d) 17
e) 13
24. Der große Passivbereich chemisch beständiger austenitischer Stähle wird
a) bewirkt durch den hohen Nickelgehalt.
✘ b) bewirkt durch den hohen Chromgehalt.
✘ c) erweitert durch Zulegieren von Molybdän
d) erweitert durch Zulegieren von Niob oder Titan
e) erweitert durch möglichst geringen Kohlenstoffgehalt

25. Welche Bedingungen müssen vorhanden sein, damit Spannungsrisskorrosion in


nicht rostenden Cr-Ni-Stählen ohne Mo auftreten kann?
a) Der Stahl muss einen hohen Kohlenstoffgehalt aufweisen.
b) Der Stahl muss hohe Druckspannungen erhalten.
✘ c) Es muss ein Medium da sein, das Chlor enthält.

d) Es muss ein stark sauerstoffabgebender Elektrolyt einwirken.


✘ e) Im Stahl müssen höhere Zugspannungen z.B. als Schweißeigenspannungen
vorhanden sein.

26. Die interkristalline Korrosion


a) ist eine Korrosionsart mit gleichmäßigem Materialabtrag.
✘ b) ist eine selektive Korrosionsart und greift nur im Bereich der Korngrenze an.
✘ c) kann bei austenitischen Stählen auftreten.
✘ d) kann bei ferritischen Chromstählen auftreten.
e) wird durch Chlor-Ionen hervorgerufen.

27. Durch welche Maßnahmen kann eine Anfälligkeit geschweißter austenitischer


Chrom-Nickel-Stähle gegen interkristalline Korrosion vermieden werden?
a) Normalglühen nach dem Schweißen
✘ b) Abbinden des Kohlenstoffes zu hochstabilen Karbiden oder Karbonitriden durch
Zulegieren vonTitan, Niob, Tantal
✘ c) Senken des Kohlenstoffgehaltes im Stahl auf Werte C<0,03%
✘ d) Glühen des geschweißten Teiles bei T=1050 bis 1080 OC und anschließendes

Abschrecken in Wasser
e) Kaltverdichten der Schweißnaht und Wärmeeinflusszone durch Hämmern, um das
Eindringen des Korrosionsmediums zu erschweren

28. Stabilisierte, austenitische Chrom-Nickel-Stähle sind besonders beständig


a) unter reduzierenden Bedingungen im Aktivbereich
b) gegen Lochfraß durch Chlor-Ionen
✘ c) gegen interkristalline Korrosion im Passivbereich
d) gegen Spannungsrisskorrosion
e) gegen lochkristalline Interspannungskorrosion

29. Wie kann man die Oberflächenhärte eines Manganhartstahles steigern?


a) durch möglichst schnelles Abkühlen an der Oberfläche
✘ b) durch starke Schläge und rollende Reibung bei der Betriebsbeanspruchung
c) durch eine Wärmebehandlung bei 1050OC/1h/Ofen
d) durch pendelndes Glühen um den A3-Punkt
e) durch Einsatz großer fahrbarer Brenner, die den oberflächennahen Bereich bis auf
Rotglut erhitzen
30. Typische hitzebeständige Stähle sind
a) 13 CrMo 4-5
✘ b) X 10 CrAl 24
✘ c) X 15 CrNiSi 25 20
d) X 6 CrNi 16 13
e) S235J2G3

31. Bis zu welchen Temperaturen können legierte warmfeste Stähle nach DIN EN
10028-2 wirtschaftlich eingesetzt werden?
a) 300 OC
✘ b) 600 O
C
c) 800 OC
d) 1000 OC
e) 1200 OC

32. Welche der folgenden Kupferwerkstoffe sind schweißgeeignet?


a) Elektrolytkupfer mit Resten an Sauerstoff
✘ b) Phosphordesoxidiertes Kupfer
✘ c) Kupfer-Nickel-Legierungen mit 10 - 30 % Ni
d) Messing mit etwa 40 % Zn
e) Messing mit etwa 35 % Zn und 1 % Pb

33. Was ist LC-Ni99?


a) Hüttennickel mit 99% Ni zum Legieren von Stählen und NE-Metallen
✘ b) Reinnickel (Bleche, Rohre, Stangen, etc.) mit mindestens 99% Ni und maximal 0,02%
C
c) Reinnickel mit erhöhtem Kohlenstoffgehalt zur Festigkeitssteigerung
d) eine Nickellegierung mit 99% Nickel, Rest Kohlenstoff
✘ e) ein Reinnickel mit guter Schweißeignung

34. Bei welchen Werkstoffgruppen treten Heißrisse als Mikrorisse bevorzugt auf?
a) beim Reinnickel
b) bei Nickel-Kupfer-Legierungen
c) bei Nickel-Chrom-Eisen-Legierungen mit hohem Nickelgehalt (> 60 % Ni)
✘ d) bei den Ni-Cr-Fe-Legierungen mit mittleren Nickelgehalten (30-40%)
e) Es treten bei Nickel-Legierungen niemals Mikrorisse auf.

35. Welche der nachfolgenden Aluminiumlegierungen werden zur


Festigkeitssteigerung ausgehärtet?
a) EN AW-AlMg4,5Mn0,7-O (num. 5083)
b) EN AW-AlMn1Cu-H28 (num. 3003)
✘ c) EN AW-AlMg1SiCu-T6 (num. 6061)
✘ d) EN AW-AlZn5,5MgCu-T651 (num. 7075)
✘ e) EN AW-AlCu4MgSi(A)-T451 (num. 2017A)
36. Zur Vermeidung von Poren beim Schutzgasschweißen von Al und Al-
Legierungen ist zu beachten:
a) Die Poren entstehen durch das Ausscheiden von CO- oder N2 bei der Erstarrung.
✘ b) Die Poren entstehen durch die Ausscheidung von Wasserstoff beim Übergang flüssig -

fest.
✘ c) Das Erstarrungsverhalten des geschweißten Materials ist eine der Ursachen der

Bildung von Poren.


✘ d) Jede Zufuhr von Wasserstoff über Feuchtigkeit zum flüssigen Schweißgut ist zu

vermeiden.
e) Als Schutzgas ist nur reines Helium zu verwenden.
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37. Welchen Einfluss übt das Wärmeeinbringen beim Schweißen von Al-Werkstoffen
auf den Grundwerkstoff aus?
✘ a) Bei kaltumgeformten Werkstoffen kann eine Rekristallisation erfolgen.

b) Ein grobkörniges Gefüge wird durch eine Art Normalisierungsglühung wieder


feinkörniger.
✘ c) Die Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion bei hoch Mg-haltigen Legierungen

kann verringert werden.


✘ d) Durch das Wachsen oder Wiederauflösen von Phasenausscheidungen wird bei

aushärtbaren Legierungen die Festigkeit verringert.


e) Die Korrosionsbeständigkeit von Reinaluminium wird stark gemindert.
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38. Ein S235JR muss mit einem nicht rostenden Werkstoff X 6 CrNiTi 18-10
verbunden werden. Welcher Zusatz ist empfehlenswert?
✘ a) Eine basische Elektrode des Typs E 42 5 B 42 H 5, um ein zähes Schweißgut zu

bekommen.
b) Eine Elektrode nach EN 1600 des Typs E 18 8 Mn mit 6 % Mn, um die Heißrissgefahr
zu bekämpfen.
c) Eine rutilumhüllte Elektrode nach EN 1600 des Typs 19 9 L, um artgleich zum legierten
Grundwerkstoff zu schweißen.
✘ d) Eine Elektrode nach EN 1600 des Typs 20 10 3.

e) Ein Elektrode nach DIN EN 499 mit der Kennzeichnung E 42 0 RR 12, da diese den
Mindestanforderungen des S235JR völlig genügt.

39. Die entscheidenden Gesichtspunkte beim Schweißen von Schwarz-Weiß-


Verbindungen sind:
a) Die Beanspruchung des niedrig legierten Werkstoffes.
b) Der Legierungsgehalt des hoch legierten Werkstoffes.
✘ c) Die Beanspruchung des Schweißgutes.
✘ d) Der Lage des Schweißgutes im Schaeffler-Diagramm.
✘ e) Die Höhe der Aufmischung mit beiden Werkstoffen.

40. Beim Schweißen von Schwarz-Weiß-Verbindungen wird der Zusatzwerkstoff


ausgewählt nach
✘ a) der Aufmischung

b) dem niedriger legierten Stahl


c) der Entmischung
✘ d) mit Hilfe des Schaeffler-Diagramms
e) dem höher legierten Stahl