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1 – There's Someone in My Head, But It's Not Me


• Ein menschliches Gehirn besteht aus Hunderten von Milliarden von Neu-
ronen und Ganglien. Jede dieser Zellen ist so kompliziert wie eine Stadt
aufgebaut, enthält das gesamte menschliche Genom und bewegt Milliar-
den von Milliarden von Molekülen in sehr komplexen Prozessen. Jede die-
ser Zellen sendet bis zu einhundert Mal pro Sekunde elektrische Impulse
an andere Gehirnzellen. Dabei ist ein Neuron typischerweise mit 10.000
benachbarten Neuronen verbunden – in einer cm3 Gehirnmasse befinden
sich mehr Verbindungen, als es Sterne in unserer Milchstraße gibt.

• Analogie Stimme und Gedanken: scheinen keine materielle Basis zu ha-


ben, sind aber reine Physik (und Chemie).

• Erste lesson learned: das Meiste, was wir denken und fühlen, befindet sich
nicht unter unserer bewussten Kontrolle – das riesige Netzwerk von Neu-
ronen lässt seine eigenen Programme laufen. Zu den meisten kognitiven
Vorgängen hat das bewusste »Ich« keinen Zutritt: »Consciousness is the
smallest player in the operations of the brain … they run on autopilot«.

• Das Gehirn ist genauso ein Produkt der Evolution wie jeder andere Teil un-
seres Körpers

• Unser Bewusstsein ist wie die Zeitung, die einige wichtige Schlagzeilen
und wesentliche Informationen über das tatsächliche Geschehen enthält –
aber wenn man eine Schlagzeile liest, sind die wichtigen Entscheidungen
bereits getroffen. Es kann eine ganze Weile dauern, bis interne mentale
Entscheidungsprozesse uns als ein bewusster Gedanke oder ein Gefühl er-
reichen – »the brain runs its show incognito«.

• Zu großen Teilen ist das auch besser so: Klavierstück spielen, komplexe
Bewegung etc. – klappt alles ohne Bewusstsein und Gedanken viel besser.

• Während wir allen sonstigen Körperfunktionen bereitwillig eine physika-


lisch-chemische Grundlage zugestehen, scheint uns (im Gefolge von Des-
cartes) eine Sonderrolle einzunehmen, als etwas Ätherischen und Immate-
rielles.

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• Die direkte Konsequenz ist natürlich, dass das Konstrukt des »freien« Wil-
lens« zumindest stark eingeschränkt werden muss.

• Alleine eine Armbewegung löst eine Flut von internen Prozessen (Nerven,
Muskeln, Chemie) aus – ich bin mir jedoch nur des Endergebnisses be-
wusst (wenn überhaupt).

• Bewusstsein ist ein Weg, die gesamte interne Aktivität in einer immens ver-
einfachten Form als eine Art relevanter Executive Summary verfügbar zu
machen

2 – TheTestimony of the Senses


• Unter dem Radar finden jedoch Milliarden spezialisierter Prozesse statt:
Sinneseindrücke verarbeiten und auswerten, Vorhersagen ableiten, Hand-
lungen festlegen, Bewegungsprogramme initiieren etc.

• Unsere Sinneseindrücke der Welt sind weitaus kursorischer, als uns die für
gewöhnlich bewusst ist – das Gehirn ist sehr gut darin, nur das situativ re-
levante zu wissen und zusätzliche Informationen rasch zu beschaffen: »it
computes on a need-to-know basis« => Blickregistrierung unterschiedlich
je nach Fragestellung! Eventuell blinder Fleck – vor allem Auffüllung!

• »Learning to see« über Mike May. Das Gehirn »lebt« in völliger Dunkelheit
– alles was es bekommt, ist der Datenstrom der Sinne = bits and bytes …
interessante Spekulationen über Zuleitung anderer Daten von außen

• Das Grundfunktionsprinzip ist NICHT, dass externe Daten die innere Welt
entstehen lassen, sondern das interne Modell wird angesichts externer Da-
ten bei Bedarf MODIFIZIERT

• Die Verarbeitung von Sinneseindrücken wurde traditionell wie eine Ein-


bahnstraße gesehen … inzwischen weiß man, dass es viele Rückkoppelun-
gen gibt, andere Sinne mit konsultiert werden, wodurch sich schrittweise
eine Meinung bildet, was da draußen genau ist (Beispiel: ein Lichtimpuls
wird dicht von zwei Tönen gefolgt: man sieht zwei Lichtimpulse) => alles

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arbeitet zusammen, um eine Meinung zu entwickeln, was da draußen los
ist

• Ohne (erfahrungsgeprägte) Vorhersagemodelle wäre es im Baseball unmög-


lich, einen fly ball zu fangen – Wahrnehmung ist also NICHT durch reine
Verarbeitung eintreffender Sinneseindrücke, sondern durch den Vergleich
einer Erwartung mit aktuellen Sinneseindrücken (Fastball KÖNNTE ansons-
ten nicht gefangen werden)

• Der Cortex sendet seine Vorhersage an den Thalamus, der die Unterschiede
zur Vorhersage in den Sinneseindrücken ermittelt und an den Cortex zu-
rück meldet – Sinneswahrnehmung besteht also aus dem aktiven Vergleich
von Sinneseindrücken mit internen Prognosen. Keine Abweichung – kein
Handlungsbedarf – keine bewusste Aufmerksamkeit. Beispiel: Fahrrad fah-
ren lernen. Wenn das sebsomotorische System korrekte Vorhersagen, wird
das Ganze automatisiert und läuft von da an auf Automatik.

• Aber nicht nur Sehen und Hören sind mentale Konstrukte – gleiches gilt
auch für die Wahrnehmung von Zeit => aufgrund einer gewissen Verabei-
tungszeit KANN unsere Wahrnehmung der Welt nicht wirklich »live« sein.
Zudem dauert die Verarbeitung visueller und auditorischer Informationen
unterschiedlich lang, auch die Entscheidung, mit dem Finger zu schnippen
und das Schnippen selbst erfolgen nicht wirklich gleichzeitig – das Gehirn
sorgt für synchronisierte Wahrnehmung. Beispiel: Augen, Spiegel, Fokus

3 – Mind: The Gap


• Es gibt einen dramatischen Unterschied zwischen dem, was das Gehirn
weiß und wozu das Bewusstsein Zugang hat (Beispiel Spurwechsel mit
dem Auto)

• Die Erinnerung an motorische Prozesse ist prozedurales Gedächtnis, was


implizites Gedächtnis ist und dem Verstand nicht zugänglich ist => wie
genau bindest Du Dir Deine Schuhe? Navigierst durch eine Menschen-
menge?

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• Es ist intuitiv leicht zu erkennen, warum es sinnvoll ist, dass wir nur be-
grenzten Zugriff auf unsere sensomotorischen Fähigkeiten haben – weni-
ger intuitiv ist es für uns ersichtlich, wenn es unsere Wahrnehmungen, Ge-
danken und Überzeugungen betrifft, der aber auch nichts anderes sind als
Endprodukte der Aktivitäten von Milliarden von Zellen.

• Wichtige systematische Täuschungseffekte: »mere exposure« – je öfter man


etwas sieht, desto mehr mag man es; »illusion-of-truth« – ein Statement,
das man schon einmal gehört hat, findet man intuitiv richtiger => Dem-
agogie.

• Experiment Antoine Bechara (1997) mit Kartendecks – das Unterbewusst-


sein kennt schlechte und gute Decks, BEVOR der Proband es bewusst
weiß, körperliche Reaktion nach 13 Karten, bewusst dauerte es 25 Karten
=> kam als eine Art »Bauchgefühl«.

• Bester Weg zur Entscheidungsfindung: Münze werfen und auf intuitive Re-
aktion achten.

• »Conscious parts of the brain train other parts of the neural machinery, es-
tablishing the goals and allocating the resources« – Schläger kürzer greifen

• Bewusstsein ist also der CEO, der Stratege und langfristige Planer. Bewusst-
sein setzt Ziele und der Rest des Systems versucht zu lernen, wie man sie
erreicht

• While many animals are properly called intelligent, humans distinguish


themselves in that they are so flexibly intelligent, fashioning their neural
circuits to match the tasks at hand. When the brain finds a task it needs to
solve, it rewires its own circuitry until it can accomplish the task with ma-
ximum efficiency – the tasked becomes burned into the machinery (run-
ning on automatic from there on)

• Die Automatisierung hat zwei entscheidende Vorteile: einerseits schnelles


Entscheiden und Handeln (bewusste Entscheidungen sind vergleichsweise
langsam – Aufschlag kommt auf Dich zu, keine Zeit zu entscheiden => an-
tizipieren und handeln!), andererseits ist es energieeffizient, da Prozesse
abgekürzt werden und Energieeffizienz ist ein entscheidendes Überlebens-
kriterium

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• »Kasparov has spent a lifetime burning chess strategies into economical
rote algorithms« – Beispiel Tetris: nach einer Woche sind die Algos ge-
brannt, Energieverbrauch sinkt dramatisch

• Basketball player on the free throw line: »If he's running on conscious ma-
chinery, he's certain to miss. Only by relying on the robotic machinery –
trained in thousands of hours of circuit burning – can he hope to drain the
ball through the basket«

4 – The Kinds of Thoughts That Are Thinkable


• Was uns gefällt, was wir attraktiv finden ist eine Frage unserer evolutorisch
geprägten Verdrahtung – bei Fortpflanzung leuchtet es uns leicht ein

• Diese »hardwired thought guidance« geht jedoch sehr viel weiter, wirkt
sich aus auf all unsere tiefen Überzeugungen hinsichtlich Logik, Wirtschaft,
Ethik, Emotionen, Schönheit, soziale Interaktionen, Liebe und alle anderen
Elemente unserer gesamten mentalen Landschaft => unsere evolutionären
Ziele navigieren und strukturieren unser Denken und Fühlen

• Schon ganz physisch nehmen wir nur einen Bruchteil des Wellenspektrums
wahr - und nehmen intuitiv an, dass es alles ist, was es da draußen gibt

• Realität wird nicht passiv vom Gehirn aufgezeichnet, sondern aktiv kon-
struiert

• Die Funktion des Gehirns ist es, Verhalten zu generieren, das den Bedin-
gungen der umgebenden Umwelt angemessen ist -hierzu hat die Evolution
nicht nur unsere Sinnesorgane und sonstigen Organe adäquat entwickelt
sondern auch die Art und Weise unseres Denkens und unsere Überzeu-
gungen - Evolutionspsychologie warum wir auf eine Art denken und nicht
auf eine andere. Während Neuroscientists die Teile des Gehirns untersu-
chen, interessieren sie sich für die Software zur Lösung sozialer Probleme

• Sogar neu geborene Babies haben einige hardwired programs - die sich vor
allem mit Grundformen sozialer Interaktion beschäftigen

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• Mantra of the evolving brain: burn really good problems all the way down
to the DNA

• Wir haben nicht weniger Instinkte als Tiere sondern MEHR, die wir jedoch
flexibel einsetzen können (William James) - wir bemerken diese Instinkte
nicht, da sie so mühelos und automatisch ablaufen

• Instinkte unterscheiden sich von automatisiertem Verhalten (Radfahren etc.)


dadurch, dass wir sie nicht erst lernen mussten - das „hardwired“ macht sie
jedoch für unser Bewusstsein kaum zugänglich: Instinct Blindness - Cosmi-
des and Tooby), weil sie von zentraler Bedeutung sind

• Warum lächeln wir, wenn wir uns freuen, warum gefällt uns eine Frau,
Angst vor Dunkelheit, Eifersucht, Ärger, Mitgefühl etc. - geschieht alles
ohne den geringsten aktiven kognitiven Beitrag und erfodert doch äusserst
komplexe und spezialisierte neuronale Netzwerke. Darum scheiterte AI
auch lange an den einfachsten Aufgaben - weil sie in Wirklichkeit die
schwierigsten sind, weswegen sie bei uns fest einprogrammiert sind

• Da die Evolution in sehr langen Zyklen verläuft, spricht vieles dafür, dass
unser Hardwiring immer noch auf dem Stand des Jägers und Sammlers ist

• Menschen kommen auf die Welt mir unterschiedlichen Baiseinstellungen

5 – The Brain Is a Team of Rivals


• We are made of many neural subpopulations – darum können wir mit uns
sprechen, über uns lachen, uns Dinge versprechen ...

• Minsky‘s Theorie: Unser Verstand besteht aus einer Vielzahl „dummer“


hochspezialisierter Subroutinen, die in Summe Bewusstsein und Intelligenz
ergeben

• Entscheidend ist der Wettbewerb, der zwischen diesen „Experten“ laufend


stattfindet, da sich die Routinen teilweise überlappen - es findet ein per-
manenter Dialog statt, den man via Selbstgesprächen u.ä. mitbekommt

• Brains are machines made of conflicting parts - a team of rivals

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• Grundsätzlich kann man unterteilen in Systeme, die interne (emotional)
und externe (rational) Aufgaben haben unterscheiden. Es gibt auch andere
dualistische Ansätze wie System 1& 2 von Kahnemann – es könnte aber
genauso gut eine Vielzahl von Subsystemen im Gehirn geben

• Beide Systeme haben ihre Vorteile – aber nur, weil sich etwas gut anfühlt,
ist es nicht per se richtig

• Unser tatsächliches Denken und Handeln ist das Ergebnis der Verhand-
lungsprozesse verschiedener funktionaler Gehirnregionen – d.h. anders
gewendet, dass gleiche Funktionen redundant in mehreren Bereichen be-
arbeitet werden

• Es gibt jedoch weitaus mehr Fraktionen als nur zwei – »Everywhere we


look we find overlapping systems that compete«

• Interessanterweise kann man einem Kind, bevor es acht Jahre alt ist, die
rechte oder linke Gehirnhälfte entfernen und es behält sämtliche kogniti-
ven Fähigkeiten

• So spricht zum Beispiel viel dafür, dass auch mehrere Teilsysteme des Ge-
hirns separate Gedächtnisse mit unterschiedlichen Inhalten »führen«

• Koordination der Bereiche erfordert aktive Arbeit – sieht man gut am Stroop
Test, bei dem z.B. das Wort »BLAU« in grüner Schrift erscheint

• Wie kommt es zu Ideen? Subsysteme bearbeiten das Thema lange unter-


bewusst, kommen dann zu einem Ergebnis, das sie »hochreichen«

• Die linke Gehirnhälfte ist permanent damit beschäftigt, das Geschehen in


einen sinnvollen Gesamtzusammenhang zu stellen (Rentnerexperiment) –
»Fabrication of stories is one of the key businesses in which our brains en-
gage« – these storytelling powers kick into gear only when things are con-
flicting or difficult to understand ... und irren dabei häufig (Watzlawick)

• »Evolution favors pattern seeking because it allows to reduce mysteries to


fast and efficient programs in the neural circuitry

• Warum haben wir überhaupt ein Bewusstsein und sind nicht nur eine An-
sammlung unterbewusst ablaufender Algorithmen? Der CEO wird benötigt,

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wenn Dinge nicht laufen wie erwartet – dann müssen grundsätzliche Ent-
scheidungen getroffen werden (Autofahren, »nach Hause kommen«). – Au-
tomatik ist energieeffizient, wird daher so oft wie möglich genutzt. Aber die
im Ausnahmefall verfügbare kognitive Felexibiltät ist ein Kernerfolgsfaktor,
allerdigs nur ein geringer Teil des gesamten neuralen Aktivitätsvolumens

• »Most of what we call thinking happens well under the surface of cognitive
control«

6 – Why Blameworthiness Is the Wrong Question


• »When your (brain) biology changes, so can your decision making, your
appetites, and your desires« – »A slight change in brain chemistry can cau-
se large changes in behavior«

• Das stellt den »freien Willen stark in Frage«

• Wenn man einen bestimmten Genset hat, steigt die Wahrscheinlichkeit, ein
Gewaltverbrechen zu begehen um fast 900 Prozent – Y-Chromosom

• »We are not the onesdriving teh boat of our behavior, at least not nearly as
much as we believe. Who we are runs well below the surface of our con-
scious access«

• Interessante Abgrenzung: conscious me, genetic me, neural me

• »As far as we can tell, ALL activity in the brain is driven by other activity in
the brain, in vastly complex, interconnected network« – bis jetzt wurde
kein geheimnisvoller »ghost in the machine« aufgespürt

• Wenn freier Wille Einfluss nehmen wollte, müsste er auf die Gehirnaktivität
Einfluss nehmen, wozu er eine physikalische Verbindung zu Neuronen ha-
ben müsste – wir finden keinen Teil der nicht wieder mit anderen I/O-mä-
ßig verbunden ist. Kein Teil des Gehirns scheint unabhängig oder FREI.

• Libet-Experiment mit »Finger heben« – Gehirnaktivität steigt über eine Se-


kunde, bevor der erste bewusste Impuls da ist – Möglichkeit eines Vetos ist

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schon richtig: aber wer sagt, dass das Veto nicht einfach von einer anderen
Fraktion innerhalb des Gehirns kommt?

• Neuroimaging hilft da nicht wirklich weiter, weil es nicht abbilden kann,


was inhaltlich in den Regionen vorgeht – ein Astronaut im Weltraum kann
auch nicht beurteilen, wie die Lage in Amerika ist

• People are NOT vreated equal – es gibt eine Vielzahl unterschieldicher bio-
logische rund gentischer Präsdispositionen

7 – Life After the Monarchy


• Consciousness seems to be about setting goals for what should be burned
into the circuitry, an it does little beyond that

• »Know thyself« ist nur in einem anderen Sinne möglich – dass das bewuss-
te Ich nur einen sehr kleinen Raum im Gesamtgebäude des Gehirns be-
wohnt und es hat nur ein geringes Maß an Kontrolle über die für Dich kon-
struierte Realität, in der Du lebst

• In der aktuellen neuro-wissenschaftlichen ist unsere Persönlichkeit, das,


was wir unserer Wahrnehmung sind, eine emergente Eigenschaft, die als
Nebenprodukt bei dem Betrieb eines hochkomplexen physikalisch-biologi-
schen Systems entsteht – alles gehorcht notgedrungen den Gesetzen von
Physik und Chemie: Gedanken, Emotionen, Entscheidungen, alles ist das
Ergebnis chemischer und physikalischer Prozesse

• »You find certain things more attractive than others, and you don‘t know
why. Almost the entirety of your inner universe is foreign to you. The ideas
that strike you, your thoughts during a daydream, the bizarre content of
your nightdream – all these are served up to you from unseen intracranial
caverns.«

• Wer es nicht glaubt => Alkohol, Drogen, Psychopharmaka, Gehirnschäden

• Alle 4 Hauptdrogenklassen (Alkohol, Nikotin, Psychostimulantien, Opiate)


interagieren mit dem »reward circuitry«/Dopaminsystem – Kokain schaltet

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sich in das Programm ein und meldet, dass alles perfekt ist und gar nicht
besser sein könnte

• Minimale Änderungen in der Struktur des Gehirns können zu massiven


Veränderungen der Persönlichkeit führen

• Narcotics, Neurotransmitter, Hormone, Viren und Gene beeinflussen unse-


re Kognition dramatisch

• »Our internal lives and external actions are steered by biological actions to
which we have neither direct access nor direct acquaintance«

• Das Human Genome Project war auf eine Art ein Flop – wir haben im We-
sentlichen das gleiche Genom wie ein Frosch

• »You choose neither your nature nor your nurture, much less their entang-
led interaction. You inherit a gentic blueprint and are born into a world
over which you have no choice throughout your formative years.«

• Gene führen nicht notgedrungen zu bestimmten Verhaltensmustern, aber


sie schaffen ein gewisse Prädisposition dafür

• Emergenz: »While minds depend on the integrity of neurons, neurons are


not themselves thinking«

• »A meaningful theory of human biology cannot be reduced to chemistry


and physics, but instead must be understood in its own vocabulary of evo-
lution, competition, reward, desire ... In the same way, thta traffic flow will
not be understood on the level of screws and spark plugs, but instead in
terms of speed limits, rush ours and so on«

• Das Gehirn darf zudem nicht isoliert betrachtet werden – es ist eingebettet
in das endokrine und das Immunsystem, zudem in ein soziales System,
welches uns umgibt. In dieser Sicht ist das Gehirn nicht der Sitz des Geistes
sondern seine Zentrale/sein Knotenpunkt – not the seat but the hub of the
mind

• The majority of the science community currently subscribes to materialism


and reductionism, enlisting the modelthat we are understandable as a
collection of cells, blood vessels, hormones, proteins, and fluids – all fol-

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lowing the basic laws of chemistry and physics and work under the as-
sumption that understanding enough of the pieces and parts will give an
understanding of the whole

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