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Whitepaper

Social Media Marketing


für B2B-Unternehmen
Stand: Juni 2010
Executive Summary
Die ganze Welt spricht über Social Media («soziale Medien»). Die Nutzerzahlen stei-
gen rasant. Facebook, Twitter und Co. sind in aller Munde. Selbst in Zeiten mit schwä-
cherem Wirtschaftswachstum investieren Unternehmen in neue Tools, um potenzielle
Kunden zu erreichen.

Die Vielfalt von Social Media, ihr rasantes Wachstum und die sich ständig ändernden
Anwendungsmöglichkeiten stellen Unternehmen immer wieder vor neue Herausfor-
derungen. Einerseits wollen alle dabei sein, andererseits fehlt vielen die Expertise,
die Erfahrung und auch die Zeit, sich mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die
Social Media bieten. Es herrscht eine Mischung aus Neugierde und Verunsicherung.

Diese Verunsicherung empfinden auch viele B2B-Marketer. Sie sehen in Social Media
durchaus einen Nutzen für Unternehmen, die im Endkundengeschäft tätig sind, wissen
aber nicht, wie sie Plattformen wie Facebook oder Twitter für ihr Marketing nützen
können.

Dieses Whitepaper stellt übersichtlich und leicht verständlich die populärsten Social-
Media-Dienste vor und beschreibt, warum Social Media Marketing auch für Unterneh-
men im Geschäftskundenmarkt immer wichtiger und bedeutender wird. Im Weiteren
wird an Beispielen aus der Praxis gezeigt, wie Unternehmen schon heute erfolgreich
Social Media Marketing für ihr B2B-Geschäft betreiben und welche Erfolgsprinzipien

dabei zu beachten sind.

Blogwerk AG
Dr. Peter Hogenkamp & Mathias Vettiger
Stauffacherstrasse 28, 8004 Zürich
Telefon +41 44 533 30 00
peter.hogenkamp@blogwerk.com
blogwerk.com/consulting

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 2


Inhalt

Executive Summary 2
1 Social Media – Eine Geschichte zur Einführung 4
2 Social Media Marketing – Eine neue Form der Kommunikation 5
3 Darum sollten Sie Social Media Marketing nutzen 6
4 So können Sie Social Media Marketing einsetzen 8
Corporate Blogs 8
Twitter 9
Social Networks 10
Foto- und Videoplattformen 11
Event-Begleitung 12
5 Das funktioniert doch nicht für B2B! 13
6 Sie sind noch nicht überzeugt? Das sagen Studien 14
7 So wird Ihr Social-Media-Engagement ein Erfolg 15
8 Das kann Blogwerk für Sie tun 17
9 Blogwerk Social Media Kit 18

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1 Social Media
Eine Geschichte zur Einführung

Anna Rellstab arbeitet als Technikverantwortliche in einem Grafikunternehmen mit knapp


dreissig Mitarbeitern. Das Unternehmen erstellt auch Websites, die auf den Servern eines
Schweizer Anbieters gehostet werden. In der letzten Zeit häufen sich die Ausfälle bei die-
sem Anbieter, und Anna überlegt sich einen Wechsel zu einem zuverlässigeren Hoster.

Früher hätte Anna Freunde angerufen und sich in ihrem persönlichen Umfeld umgehört,
um in der grossen Menge von Hosting-Anbietern einen geeigneten zu finden. Heute nutzt
sie dafür primär ihr soziales Umfeld im Internet.

Sie fragt zuerst ihre Kontakte auf Twitter, ob ihr jemand einen günstigen und zuverlässi-
gen Hoster empfehlen kann. Innerhalb von wenigen Minuten antworten ihr drei Leute mit
einer Empfehlung für einen guten Anbieter.

Zusätzlich sucht Anna in Blogs nach Meinungen zu verschiedenen Hostern. Sie geht von
den Empfehlungen aus, die sie über Twitter erhalten hat. Sie findet dabei verschiedene
Erfahrungsberichte und Kommentare von anderen Nutzern.

Nachdem sie sich eine erste Meinung gebildet hat, schaut sich Anna die Websites der ver-
schiedenen Anbieter an. Einer von ihnen hat einen dezidierten Newsbereich auf seiner
Website, wo er Aktuelles aus dem Unternehmen veröffentlicht. Anna hält das für ein gutes
Zeichen: Das Unternehmen kommuniziert offen und schnell. Auch auf Twitter ist der An-
bieter präsent, und Anna fragt in einer Nachricht an, ob der Hoster ihr ein Angebot machen
könne. Innert kurzer Zeit erhält sie eine direkte Antwort und entscheidet sich daraufhin
für diesen Hoster.

Jetzt, da Anna Kundin des Hosters ist, abonniert sie dessen Blog und folgt ihm auf Twitter.
Im Blog erfährt sie als RSS-Feed regelmässig von neuen Angebote und erhält Hilfestellung
zu technischen Fragen. Wenn sie das Gefühl hat, dass etwas gerade nicht funktioniert,
prüft sie den Twitter-Account des Hosters. Über diesen Account hält er seine Kunden kurz
und schnell auf dem Laufenden – auch bei Server-Ausfällen. Die Meldung, dass alle Syste-
me wieder normal funktionieren, erhält Anna ebenfalls über das Echtzeit-System Twitter.

Anna nutzt also ihr Netzwerk im Internet, um einen neuen Hosting-Anbieter zu suchen. Sie
tut das öffentlich, für alle sichtbar und entscheidet sich schliesslich für den Anbieter, der
offen und schnell kommuniziert und in den sozialen Medien «sichtbar ist.»

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 4


2 Social Media Marketing
Eine neue Form der Kommunikation

Mit Social Media Marketing kann ein Unter- Sowohl 1:1- als auch 1:n-Kommunikation
nehmen seine Angebote via Social Media zeichnet sich dadurch aus, dass die Emp-
bekannter machen und den Nutzern die fänger nicht miteinander verbunden sind:
Möglichkeit geben, die Begeisterung über Wenn ein Kunde sich per Telefon bei einem
die eigenen Produkte oder Dienstleistun- Call-Center beschwert, erfahren das andere
gen mitzuteilen. Kunden nicht. Der Kunde ist in der Kom-
munikation mit der Firma auf sich alleine
Doch was ist eigentlich neu am Marketing gestellt.
in Social Media? Im Marketing waren über
lange Zeit vor allem zwei Formen der Kom- Mit dem Aufkommen des Internets haben
munikation bekannt und gebräuchlich: Die sich Social Media etabliert – Webdienste
1:1- und die 1:n-Kommunikation. und Plattformen, die auf weitgehend offe-
ne Art gegenseitigen Austausch von Mei-
Mit 1:1-Kommunikation versuchen Unter- nungen und Erfahrungen ermöglichen. Es
nehmen direkt mit potenziellen oder beste- handelt sich dabei – und das ist neu – um
henden Kunden in Kontakt zu treten, zum n:n-Medien1: Viele Sender verbinden sich
Beispiel per Telefon oder E-Mail. mit vielen Empfängern.

1:1-Kommunikation

1:n-Kommunikation ist hingegen klassische


Massenkommunikation: Ein Unternehmen
verbreitet Informationen über Massenme-
dien wie Zeitungen oder Fernsehen und
versucht so, eine möglichst grosse Zahl von
Empfängern zu erreichen. n:n-Kommunikation

Für Firmen heisst das: Die Lage wird un-


übersichtlicher und komplexer, was Mar-
kenführung nach reiner Lehre anstrengend
und teilweise unkontrollierbar machen
kann. Aber es bieten sich auch Chancen.
Welche, zeigen wir Ihnen auf den nächsten
Seiten.

1
Göldi, Andreas (2008): Das Komplexitätsproblem von Social-Media-
Marketing. http://is.gd/kwge
1:n-Kommunikation

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3 Darum sollten Sie
Social Media Marketing nutzen

1 Um Kompetenz zu zeigen
Ein Hauptgrund für den Kauf im B2B-Umfeld ist die Expertise eines Unternehmens.
Sie kennen sich aus in Ihrem Gebiet: Zeigen Sie das der Welt! Schreiben Sie über Ihr
Unternehmen und etablieren Sie sich als Kompetenzführer auf Ihrem Feld.
Das Vertrauen in Ihre Marke wächst, je kompetenter Sie sich im Internet präsentieren,
und damit steigt Ihre Chance auf Neukundengewinnung. Ob auf Ihrem Blog, auf Twitter,
Facebook oder Youtube: Jedes Unternehmen kann heute zum aktiven Inhalteproduzenten
werden und so eine Beziehung mit potenziellen Kunden aufbauen.

2 Um noch besser zuzuhören


Auch über kleine Firmen wird heute im Internet gesprochen – ganz unabhängig davon, ob
Sie das möchten oder nicht. Nutzen Sie die Chance, verschiedene Kanäle zu beobachten,
die Stimmungslage einzuschätzen und gegebenenfalls Ihre Sicht der Dinge darzulegen.
Je einfacher Sie es zudem Ihren Kunden machen, Sie zu kontaktieren, desto zufriedener
werden sie sein. Nutzen Sie Twitter etwa als Supportkanal, als niederschwellige und
einfache Art - auch für B2B-Kunden - Sie zu kontaktieren.

3 Um die Begeisterung Ihrer Kunden zu nutzen


Die meisten Unternehmen haben Kunden, die sich für deren Produkte begeistern.
Liefern Sie diesen Kunden Material, das sie weiterverbreiten können; nutzen Sie deren
Mundpropaganda-Potenzial. Auf Blogeinträge zu speziellen Features eines Ihrer Produkte
etwa können Enthusiasten ganz einfach verlinken und Videos können auf weiteren
Plattformen oder per E-Mail verbreitet werden.

4 Um besser gefunden zu werden


Suchmaschinenoptimierung ist mittlerweile Standard – alle probieren es, letztlich mit
einer begrenzten Anzahl von Mitteln. Blogs und Social Media-Massnahmen sind eine
sehr «ehrliche» Form von SEO, denn sie generieren wertvolle Inhalte und Links, was von
Google mit guten Platzierungen honoriert wird.

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5 Um Ihre Kunden noch besser zu erreichen
Die zahlreichen neue Kanäle im «Long Tail»1 der Medien, also den unzähligen kleinen
Angeboten, führen zu einer Fragmentierung der Aufmerksamkeit. Dem kann mit Social
Media entgegengewirkt werden, indem Inhalte automatisiert auf verschiedenen Plattformen
publiziert werden. Nutzer können Inhalte dort konsumieren, wo sie sich gerade oder
bevorzugt aufhalten. Es ist nicht mehr nötig, Aufmerksamkeit auf eine einzige Seite zu
lenken, da alle miteinander verknüpft sind. Es ist nicht mehr wichtig, wo ein User etwas
sieht, sondern dass er es sieht.

6 Um Ihre Kunden in die Produktentwicklung einzubeziehen


Sie entwickeln ein neues Produkt oder eine Dienstleistung? Dann finden Sie doch vielleicht
auch Kunden, die sich aus Interesse oder Freude an der Entwicklung beteiligen wollen?
Ideal dafür sind dialogorientierte Medien, auf denen Sie mit Leuten kommunizieren können
– Social Media also.

7 Um die Menschen hinter dem Unternehmen zu zeigen


Wenn Köpfe hinter den Botschaften eines Unternehmens sichtbar werden, vertieft sich
die Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen. Sie werden greifbar und menschlicher
und bauen so Hemmschwellen für die Kommunikation ab.

1
Chris Anderson: The Long Tail - Der lange Schwanz: Nischenprodukte statt Massenmarkt - Das Geschäft der Zukunft.
Hanser Wirtschaft 2007.

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4 So können Sie
Social Media Marketing einsetzen

Corporate Blogs
Starten Sie einen Dialog
Seit einiger Zeit bereits experimentieren
Unternehmen erfolgreich mit Corporate
Blogs als Kommunikationsinstrument. Der
Dialog mit einer Firma wird dabei direkt
durch Kommentare im Blog und indirekt
über Verlinkungen und Zitierungen in an-
deren Blogs und Social-Media-Tools er-
möglicht. Hier spielt ein viraler Effekt.

Der E-Business-Dienstleister Namics be-


treibt verschiedene Blogs, in denen re-
Im Namics Weblog kommen regelmässig Mitarbeiter zu gelmässig Mitarbeiter Neuigkeiten in und
Wort. aus dem Unternehmen berichten. Das hat
blog.namics.com gleich mehrere Vorteile: Namics etabliert
sich als kompetenter Anbieter im E-Busi-
ness-Umfeld, und die Persönlichkeiten hinter der abstrakten Marke werden sichtbar. Für
den IT-Systemintegrator «Baggenstos» hat Blogwerk im Rahmen einer Informations- und
Referenz-Website ein Blog eingerichtet. Entwicklungen in der IT-Landschaft, nützliche In-
formationen, Know-how und Tipps rund um die Infrastruktur der Baggenstos-Kundschaft
können schnell aktualisiert und kom-
mentiert werden; alle Blog-Posts wer-
den dynamisch zu entsprechenden Pro-
dukten verlinkt.

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, ein


Firmenblog zu errichten: Unterschätzen
Sie den zeitlichen Aufwand nicht! Blogs
sind ein Kommunikations- und kein
Verlautbarungsmedium, Authentizität
ist wichtig. Stellen Sie sicher, dass Sie
authentisch kommunizieren, weil Blogs
auch stark von der persönlichen Bezie-
hung zwischen Autor und Leser leben. Die von Blogwerk aufgesetzte Website des
IT-Systemintegrators Baggenstos

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 8


Twitter
Kommunizieren Sie schnell und direkt
Auf der Microblogging-Plattform «Twitter» sind nur 140 Zeichen pro Nachricht erlaubt.
Diese Begrenzung hat auch Vorteile: Twitter ist schnell und auch bei vielen Kontakten
noch überschaubar.

Ein Beispiel, wie man Twitter für den direkten Kontakt zu Kunden nutzen kann, ist Bil-
lomat. Der deutsche Internetdienst ermöglicht es, Rechnungen und Angebote online zu
schreiben, zu verschicken und zu verwalten. Auch Blogwerk nutzt Billomat, und Blogwerk-
Mitarbeiter Moritz Adler stellte per Twitter die Anfrage nach einer Verbesserung der Such-
funktion:

Nach nur 45 Minuten erhielt Moritz eine Antwort:

Das ist vorbildliches Social-Media-Verhalten, das die Wahrnehmung des Unternehmens auf
Seiten der Kunden erheblich beeinflusst.

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Social Networks
Schaffen Sie Gemeinschaften
In Social Networks wie Facebook wird der Aufwand zum Weitersenden einer Botschaft oder
zum Verknüpfen des eigenen Namens mit einem Projekt, einem Produkt oder einer Gruppe
noch weiter minimiert. Wer im Nachrichtenstrom seiner Kontakte sieht, dass jemand etwas
gut findet oder an etwas teilnimmt, kann sich mit einem einzigen Klick anschliessen. Kam-
pagnen, die das nutzen, müssen noch nicht einmal aus dem Unternehmen selbst kommen.

Der Elektrotechnikkonzern ABB richtet sich auf Facebook ausdrücklich an «employees, fa-
milies and friends of ABB». Die Fanpage ist damit nicht nur ein Marketinggefäss, sondern
auch ein Treffpunkt für Mitarbeiter des Unternehmens und deren Bekannte. Deren Beiträge
können von allen Facebook-Nutzern eingesehen werden und spiegeln so die Kultur des
Unternehmens nach aussen. Eine solche Offenheit hat einen starken Einfluss auf die Mar-
kenwahrnehmung.

Die Fanpage des Technologiekonzerns ABB.


http://www.facebook.com/aroundABB

Der Facebook-Newsstream ist dabei sehr flexibel: Es können dort Links gepostet werden
oder Videos, Mitgliedschaften in Gruppen, die Teilnahme an Veranstaltungen oder die Nut-
zung von Applikationen.

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Foto- und Videoplattformen
Nutzen Sie das virale Potenzial
Ein spannendes Beispiel für die eher inoffizielle Nutzung von Social Media ist der interna-
tional tätige Werkzeughersteller Bystronic. Mitarbeiter des Unternehmens sind selbst so
begeistert von ihren Produkten, dass sie Videoclips über deren Funktionsweise und Leis-
tungsumfang zu Youtube hochladen. Ein Video demonstriert beispielsweise, wie ein Hoch-
geschwindigkeitslaser Stahl schneidet.

Das Demovideo eines Bystronic-Lasers. Ein Nutzer kommentiert darunter: «That's just bloody incredible»
http://www.youtube.com/watch?v=qz0owSLTLJY

Dieses Video alleine wurde über 10'000 mal angesehen und auch durchwegs positiv kom-
mentiert. Bystronic kann so seinen Ruf als moderner Hersteller von Hightech-Geräten wei-
ter verbessern – und das auf einer eher B2C-orientierten Website wie Youtube.

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 11


Event-Begleitung
Kommunizieren Sie über den Event hinaus
Events mit einer internetaffinen Zielgruppe leben bereits heute vollständig von der Ver-
stärkung der Kommunikation durch die Teilnehmer.

Der alle zwei Monate stattfindende «Social Media Gipfel» in Zürich nutzt verschiedene
Medien wie Blog, Twitter, Facebook oder Flickr vor, während und nach der Veranstaltung
und schafft so eine weitaus reichhaltigere Diskussion, als wenn sich die Teilnehmer nur am
physischen Zusammentreffen unterhalten könnten. Die 100 Plätze für die Veranstaltung,
die nie anderweitig beworben wurde als via Social Media, waren bereits bei der zweiten
Durchführung nach weniger als 30 Minuten vergeben.

Der Social Media Gipfel frühmorgens in Zürich.

Auch an Messen funktionieren Social Media mittlerweile hervorragend. Die Marketingmesse


SuisseEMEX zum Beispiel begleitet die jährliche Veranstaltung mit Blogs, über Twitter und
Facebook.

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5 Aber das funktioniert doch nicht
für B2B!

Vielerorts sind Einwände gegen die Nutzung von Social Media im B2B-Geschäft zu hören.
Die wichtigsten davon, und unsere Antworten darauf, präsentieren wir hier im Anschluss.

1 Meine Kunden erreiche ich immer noch am einfachsten per Telefon oder per Mail,
nicht auf Twitter oder Facebook.
Niemand spricht davon, dass die bisherigen Methoden, Ihre Kunden zu erreichen,
ineffizient oder überholt sind. Telefon und E-Mail werden auch in Zukunft wichtige Mittel
bleiben, um Kunden zu erreichen.
In diesem Zusammenhang ein paar Fakten zur Bedeutung des Internets im B2B-Umfeld
(IFOM-Onlineklima 2009):
• 40 Prozent aller Unternehmen schätzen die Bedeutung des Internets im gesamten
Kaufentscheidungsprozess als hoch/sehr hoch ein.
• Über 90 Prozent aller Kaufentscheider nutzen das Internet für die vorbereitende
Informationsbeschaffung.
• Mit etwas über 70 Prozent Nutzungsquote liegt das Internet auch in der
entscheidenden Phase der Lieferantenauswahl vorn (gleichauf mit dem Vertrieb).

2 Aber wir haben doch viel zu wenige Kunden dafür!


Die meisten B2B-Unternehmen haben tatsächlich weniger Kunden als klassische B2C-
Firmen. Das heisst aber nicht, dass Social Media in diesem Fall nicht nützlich ist. Der
Fokus muss einfach enger werden und es muss eine genaue Definition erfolgen, welche
Personen man auf welchen Plattformen ansprechen will. Dann funktioniert Social Media
genau so gut wie für B2C-Unternehmen.

3 Und was schreiben wir da alles rein?


Hören Sie sich um: Jede Frage, die Ihnen ein Kunde stellt, jede spannende
Weiterentwicklung in Ihrem Unternehmen ist veröffentlichungswürdig. Als Unternehmen
muss man sich in Zukunft als aktiver Inhalteproduzent verstehen. Nicht nur die «grossen»
News aus Ihrem Betrieb sind es wert, mitgeteilt zu werden, sondern auch kleinere
Neuigkeiten, die bisher keine Pressemitteilung zur Folge hatten. Damit werden Sie im
Internet besser wahrgenommen und involvieren Ihre Kunden stärker in Ihr Geschäft.

4 Wir haben ohnehin keine Zeit für Marketing, erst recht nicht für Social Media.
Das Schöne an Social Media ist: Es braucht zu Beginn kein riesiges Budget, um loszulegen.
Probieren Sie einfach aus, aber seien Sie auch etwas hartnäckig. Anders als bei einer
Printanzeige, wo das Publikum von Anfang an feststeht, brauchen Social Media am Anfang
etwas «Sitzfleisch». Das Produzieren von Inhalten in den «luftleeren Raum» kann am
Anfang mühsam sein, doch bleiben Sie dran und probieren Sie aus. Bald zeigen sich erste
Erfolge.

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 13


6 Sie sind nicht überzeugt?
Das sagen Studien

1 Die Agentur creative360 hat B2B-Unternehmen aus allen Branchen zur aktuellen und
zukünftigen Nutzung von Social-Media-Marketing befragt1:
• Obwohl heute erst etwa die Hälfte der B2B-Unternehmen Social Media Marketing
für bedeutsam halten, sehen für die Jahre 2011 und 2012 83 Prozent der
Marketingveranwortlichen Social Media für B2B als wichtig oder sogar sehr wichtig an.
• Weit mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass Social Media Marketing in den
nächsten ein bis drei Jahren eine hohe oder sogar sehr hohe Rolle im Marketing-Mix
spielen wird.

2 Eine Studie von Virtual Identity unter 750 deutschen B2B-Entscheidern hat ergeben:
2

• B2B-Entscheider verbringen zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit im Internet.


• Als Informationsquelle für das eigene Fachgebiet und zur Erstellung einer
Marktübersicht ist das Web das wichtigste Informationsmedium.
• Vor allem Suchmaschinen und Anbietersites sind erfolgskritische Informationsquellen
für die Vorbereitung einer Investitionsentscheidung.
• Bereits 40 Prozent der B2B Entscheider nutzen regelmässig Internet-Foren für
berufliche Zwecke. 28 Prozent dieser beteiligen sich aktiv an den Dialogen.
• 85 Prozent aller Befragten haben bereits einen späteren Lieferanten über das Internet
gefunden.

3 Der B2B-Online-Monitor hat in einer Umfrage unter 175 Entscheider aus den
3

Bereichen Marketing und Unternehmenskommunikation herausgefunden:


• 94 Prozent der Befragten glauben, dass die Online-Kommunikation in den kommenden
drei Jahren die Leitfunktion für alle Kommunikationsmassnahmen übernehmen wird.
• Rund 90 Prozent nutzen das Internet als Informationsquelle, um Branchentrends
ausfindig zu machen, doch nur 22 Prozent nutzen dieses Interesse auch selbst, um neue
Besucher für die Unternehmensseite zu gewinnen.

1 http://www.creative360.de/info-lounge/b2b-marketing-whitepaper.html
2 http://www.virtual-identity.com/de/presse/meldungen/2009/11/01.html
3 http://www.media-treff.de/index.php/2010/02/23/b2b-online-monitor-2010-welche-bedeutung-hat-das-
internet-fur-b2b-unternehmen/

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 14


7 So wird Ihr Social-Media-Engagement
ein Erfolg

1 Lernen Sie Social Media kennen


Es nützt nichts, nur Ratgeber und Whitepaper (wie dieses) zum Thema zu lesen; Sie müssen
in die Welt der Sozialen Medien eintauchen. Registrieren Sie sich auf sozialen Netzwerken,
lesen Sie Blogs, schauen Sie Videos auf YouTube. Halten Sie sich zunächst zurück und mel-
den Sie sich zu Wort, etwa mit einem Blogkommentar, wenn Sie zum Thema auch etwas zu
sagen haben. Nach und nach werden Sie verstehen, wie Social Media funktionieren.

2 Hören Sie zu
Nutzen Sie Social Media nicht, um grossflächig und lautstark Ihr Angebot zu verkünden. Da
in Social Media die Multiplikatoren Menschen sind, müssen diese Sie zuerst kennenlernen.
Auch mit zunehmender Erfahrung bleibt das Zuhören sehr wichtig. Nutzen Sie Tools, um die
Netzkommunikation über Ihr Unternehmen zu beobachten, finden Sie heraus, wer Sie mag
und wer nicht, und denken Sie darüber nach, wie Sie über Ihre Kommunikation etwas zu
Social Media beitragen können. «Listen. Think. Listen. Act. (Slowly).»

3 Nehmen Sie Ihre Kunden ernst


Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass Sie einfach nur informieren und dann wieder ab-
tauchen können. Wenn Sie sich in Social Media engagieren wollen, müssen Sie kommuni-
zieren, mit Ihren bestehenden oder potenziellen Kunden in einen ständigen Dialog treten
und deren Wünsche und Sorgen ernst nehmen. Nutzen Sie zudem die Chancen, die sich im
Kontakt mit ihren Kunden ergeben: Viele sind Experten auf ihrem Gebiet. Bedanken Sie sich
für positives Feedback, nehmen Sie Kritik ernst, belohnen Sie Kritiker mit Ihrer Aufmerk-
samkeit und reagieren Sie konstruktiv. Die Verantwortlichen für Social Media müssen aktiv
auf ihre Konsumenten zugehen und ihnen zuhören: «Meet your customers, talk to your
customers, and LOVE THEM.»

4 Seien Sie einfach


Jedes Hindernis, das einer Verbreitung von Content im Weg steht, ist eines zuviel. Wei-
tererzählen funktioniert oft impulsiv und muss darum mit einem Klick möglich sein. Dafür
wichtig ist technologische Offenheit: Um eine möglichst grosse Zahl von Empfängern zu
erreichen, muss Ihre Website sowohl auf allen technischen (PC, Handy, PDA, iPhone usw.)
wie auch auf allen sozialen Plattformen (Facebook, Twitter etc.) funktionieren. Für letzteres
braucht es einen einfachen Aufbau Ihrer Website und kurze, möglichst sprechende URLs.
So können Ihre Inhalte sehr einfach auf diversen anderen Plattformen verbreitet werden.

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 15


5 Denken Sie über Ihre eigene Website hinaus!
Nicht nur Ihre eigene Website, sondern das gesamte Netz sollte Ihre Aufmerksamkeit er-
halten. Lösen Sie sich von der Vorstellung, Nutzer um jeden Preis auf Ihre zentrale Website
locken zu wollen. Entwickeln Sie Inhalte für das ganze Web, für Blogs, für Google, für Face-
book, und stellen Sie sicher, dass Ihre Webadressen mit dauerhaften «Permalinks» immer
aktuell bleiben.

6 Setzen Sie auf Content statt auf Technologie!


Wo Sie Ihre Kunden erreichen, ist sekundär. Zwar ist ein zentraler «Hub» sehr hilfreich, auf
dem die «ausführliche» Version der Botschaften abrufbar ist und der Inhalte von aussen
einbetten kann. Umgekehrt müssen sich diese Inhalte aber auch gut einbetten und ver-
linken lassen. Die Technologie wird dabei immer einfacher und kostengünstiger: Wo sich
früher Internetprojekte nur mit teuren proprietären Lösungen realisieren liessen, stehen
heute einfache und kostengünstige Tools zur Verfügung. Dadurch sinken die Kosten für
IT-Lizenzen und Umsetzung. Das eingesparte Geld sollte vor allem in gute Ideen, ihre Um-
setzung und Promotion fliessen – erfolgreich sind nur Inhalte, die das Potenzial haben, zum
virtuellen «Stadtgespräch» zu werden.

7 Bleiben Sie am Ball!


Marketing in Sozialen Medien ist keine Plakatkampagne. Nachdem Sie in Social Media ein-
gestiegen sind, können Sie sich nicht zurücklehnen und abwarten. Ihr Engagement braucht
Zeit, sich zu entwickeln, aber sobald es erste Reaktionen provoziert, müssen Sie zur Stelle
sein und diese aufgreifen. Hören Sie zu, was über Sie gesprochen wird und antworten Sie,
egal wie Sie angesprochen werden. Nehmen Sie Kritik ernst und verbessern Sie Ihr Angebot
und Ihre Kommunikation laufend.

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 16


8 Das kann Blogwerk
für Sie tun

Consulting
Zusammen mit Ihnen entwirft Blogwerk Ihre komplette Social-Media-Kampagne. Ergän-
zend dazu vermitteln wir Ihnen im Rahmen von Workshops und Schulungen das Wissen,
das Sie dafür brauchen.
Ist ein Corporate Blog für Ihre Organisation sinnvoll? Soll es auch «Blog» heissen oder
«Aktuelles»? Wo liegen die Chancen und Risiken? Welche Best Practices gibt es? Wie
können Sie Twitter und Facebook nutzen? Wie lassen sich alle Anwendungen in Ihre be-
stehende Website integrieren? Und wie funktioniert das Zusammenspiel eines Sets von
Social-Media-Tools am besten? Blogwerk hat auf alle diese Fragen eine Antwort.

Setup
Von der Idee über die grafische Gestaltung im Corporate Design Ihres Unternehmens bis
hin zur technischen Umsetzung übernimmt Blogwerk für Sie alle Leistungen einer Full-
Service-Webagentur.
Für komplexe Projekte greifen wir auf einen Pool erfahrener Freelancer (Design und Pro-
grammierung) zurück, die unter unserer Projektleitung zusammenarbeiten.

Content
Auf Ihren Wunsch füllen wir Ihre Kommunikationskanäle mit Inhalt und unterstützen Sie
beim Dialog mit Ihren Lesern.
Wir erarbeiten zusammen mit Ihnen ein redaktionelles Konzept, finden für Sie geeignete
Autoren, verfassen Inhalte, treten mit Ihren Lesern in den Dialog und kümmern uns um die
interne Abrechnung mit den Autoren. Selbstverständlich erhalten Sie monatlich einen aus-
führlichen Report über die Fortschritte Ihres Blogs.

Media
Ob Banner, Sponsoring oder Advertorial — die Themenblogs von Blogwerk sind mit rund
300 000 Unique Visitors und 1.3 Millionen Page Impressions im Monat optimale Plattfor-
men für die Verbreitung Ihrer Botschaft.
Medien haben Leser — Blogs haben Fans. Sie sind wegen ihrer Subjektivität bei gleichzei-
tiger Transparenz und Offenheit besonders glaubwürdig. Nutzen Sie die Möglichkeit, das
engagierte und interessierte Publikum unserer eigenen Themenblogs mit Ihrer Werbung
zu erreichen!

Blogwerk Social Media Kit


Das Social Media Kit ist unsere Antwort auf die zunehmende Fragmentierung der Kanäle,
auf denen ein Unternehmen präsent sein muss. Aus einem zentralen «Hub» heraus kön-
nen verschiedenste Social-Media-Angebote bedient werden. Das spart Zeit und damit Geld.
Mehr zum Social Media Kit erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Whitepaper Social Media Marketing B2B – Juni 2010 17


9 Blogwerk
Social Media Kit

Das Blogwerk Social Media Kit geht davon aus, dass Social Media (wie Facebook, Twitter,
YouTube etc.) bereits heute eine wichtige Rolle in der Ansprache der Zielgruppen spielen,
die sich in Zukunft noch drastisch vergrössern wird. Zugleich ist es für die meisten Unter-
nehmen nicht sinnvoll und aus Ressourcengründen schlichtweg unmöglich, alle Kanäle mit
spezifischer Kommunikation zu bearbeiten.

Abhilfe schafft eine Lösung, die aus einem zentralen «Hub» Inhalte mit möglichst wenig
Aufwand in möglichst viele Kanälen «pusht» und darin auch wieder bündelt. So können die
Empfänger wählen, auf welchem der Kanäle sie die Informationen beziehen wollen.

Das Blogwerk Social Media Kit setzt auf dem weltgrössten


Blog-CMS WordPress (mehrere Millionen installierte Instan-
zen, allein 270'000 bei wordpress.com) auf und bindet ein
Newsletter-Tool, eine Facebook-Page, ein Twitter-Profil, ein
Flickr-Profil sowie weitere Dienste an.

Mit dem Blogwerk Social Media Kit steuern Sie viele verschiedene Social-Media-Basisprä-
senzen aus einem zentralen «Hub». Inhalte müssen nur einmal erstellt werden, umständli-
ches Copy/Paste entfällt.

Und auch den Dialog mit den Kunden im Social Web können Sie von Ihrem zentralen Hub
aus führen: Das Social Media Kit bietet eine Übersicht über eingehende Reaktionen, aus
der heraus direkt geantwortet werden kann.

Kleine und mittelständische Unternehmen erhalten mit dem Social Media Kit eine stan-
dardisierte Lösung, die durch ihren modularen Aufbau exakt auf die Bedürfnisse und das
Budget des Kunden abgestimmt werden kann.

Grössten Wert haben wir auf Einfachheit gelegt: Jeder Mitarbeiter kann ohne Vorkenntnis-
se mit dem Social Media Kit arbeiten.

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