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Geschihte, 2. Sek Imperialismus - 1.

Einführung

Imperialismus
1. Einführung - LÖSUNGEN

Begriffserklärung Imperialismus
• Imperialismus ist eine Zeitepoche zwischen 1870 bis
1918. Gemeint ist das Bestreben eines Landes, eine
politische, wirtschaftliche und kulturelle Herrschaft über
einen anderen Staat zu errichten. Dabei sollte ein vom
Mutterland aus regiertes Reich (Empire) geschaffen
werden.

Begriffserklärung Kolonie
 Als Kolonie (von lat. colere, d.h. ursprünglich "bebauen"
im Sinn von "Land bestellen") bezeichnet man in der
Neuzeit ein auswärtiges abhängiges Gebiet eines Staates
ohne eigene politische und wirtschaftliche Macht.

Aufgaben
1. Sind die folgenden Aussagen richtig oder falsch? Kreuze an. Korrigiere anschliessend alle
falschen Aussagen .
Nr. Aussage richtig falsch
a) Das Zeitalter des Imperialismus begann im Jahr 1870. x
b) Damals gab es durch eine politische Revolution x
grundlegende Veränderungen in der Wirtschaft.
c) Die Welt wurde unter den Industriestaaten gewalttätig x
aufgeteilt.
d) Um 1900 waren grosse Teile der Erde unter europäischer x
Herrschaft
e) Für die europäischen Regierungen war der Besitz von x
Kolonien ein Zeichen von Schwäche und Verrat am
Vaterland.
f) Trotz des Kampfes um Kolonien und Macht herrschte 1914 x
Frieden in Europa.
g) Heute gibt es kein Imperialismus mehr. x

Korrektur der falschen Aussagen:


b) Damals gab es durch die industrielle Revolution grundlegende
Veränderungen in der Wirtschaft.

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Geschihte, 2. Sek Imperialismus - 1. Einführung

e) Für die europäischen Regierungen war der Besitz von Kolonien


ein Zeichen für Macht und politisches Ansehen.
f) Der Kampf um die Kolonien führte dazu, dass sich die Länder
Europas 1914 feindlich gegenüberstanden.
g) Heute gibt es immer noch Imperialismus, z.B. in Form von
Rohstoffimperialismus oder Agro-Imperialismus.

2. Die Kolonialmächte begründeten ihre Machterstrebnisse unterschiedlich. Ordne den


Überschriften die jeweils passenden Erklärungen zu.
a. Wirtschaftliche Begründung o o Wachstum und
Überlebenssicherung sind nur
durch den Besitz von Kolonien
möglich.  b.
b. Politische Begründung o o Kolonien bieten grosse
Rohstoffvorkommen und die
Möglichkeit, auszuwandern.
 a.
c. Religiös-kulturelle Begründung o o Durch die Übertragung
der Darwinistischen Theorie1
auf den Menschen ergibt sich
das Recht der Europäer auf
den Besitz von Kolonien.  e.
d. Nationale Begründung o o Die Völker in Afrika und
Asien müssen missioniert
werden um vom „falschen
Glauben“ befreit zu werden.
 c.
e. Rassistische Begründung o o Die Menschheit muss
von Unfreiheit und
Unterdrückung erlöst werden.
 d.

3. Betrachte die Karte auf Seite 150 im Text-buch. Sie zeigt die europäischen Kolonial-
staaten um 1914 und ihre Besitzungen in der Welt. Ergänze die unten stehende Tabelle:
a. Beginne mit dem Staat, der 1914 über den grössten Kolonialbesitz verfügte. An
zweiter Stelle kommt der Staat mit dem zweitgrössten Besitz usw.

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Darwins Theorie: In der Tierwelt setzt sich immer der Stärkere auf Kosten des Schwächeren durch. Dies kann auch
auf den menschlichen und gesellschaftlichen Bereich übertragen werden.
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Geschihte, 2. Sek Imperialismus - 1. Einführung

b. Trage in der zweiten Spalte der Tabelle die Länder (Bezeichnung da-mals und
heute) ein, welche 1914 zum Kolonialbesitz der einzelnen europäischen Länder
gehörten. Du soll-test jeweils 2 – 3 Kolonien pro Kolonialmacht kennen.

Kolonialmacht Ehemalige Kolonien


Grossbritannien Dominien (verwalteten sich selbstständig):
 Australien, Neuseeland,
 Kanada,
 Südafrika,
 Süden von Papua-Neuguinea
Besitz:
 Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal, Sri
Lanka (früher: Ceylon), Myanmar (=Burma),
 Malaysia (früher: Malaya)
 Ägypten
 Sudan,
 Uganda,
 Kenia (früher: Britisch-Ostafrika),
 Burundi,
 Ruanda,
 Tansania,
 Sambia,
 Simbabwe (früher: Rhodesien),
 Botswana (früher: Betschuanaland),
 Nigeria, Ghana (früher: Goldküste),
 Sierra Leone,
 Britisch-Guayana,
 Aden,
 Norden von Somalia (früher: Somaliland),
 Gambia,
 Jamaica,
 Belize (früher: Britisch-Honduras)

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Frankreich  Vietnam, Kambodscha (früher: Indochina);


 Tunesien,
 Algerien,
 Marokko,
 Mauretanien;
 Guinea, Mali, Niger, Senegal, Burkina Faso,
Elfenbeinküste (früher: Französisch-
Westafrika);
 Zentralafrikanische Republik, Tschad
(früher: Französisch-Äquatorialafrika);
 Madagaskar
 Französisch-Guayana
Deutschland  Tansania (früher: Deutsches-Ostafrika)
 Kamerun,
 Togo
 Namibia (früher: Deutsches-Süd-West-
Afrika)
 Norden von Papua-Neuguinea mit Bismarck-
Archipel
Portugal  Mosambik (früher: Portugiesisch-Ostafrika),
 Angola,
 Guinea-Bissau (=Portugiesisch-Guinea)
 Macao,
 Osttimor,
 Kapverden
Italien  Lybien
 Eritrea,
 Somalia (früher: Somaliland)
Holland  Indonesien (früher: Nierdel. Indien),
 Niederländisch-Guayana
Dänemark  Grönland
 Island
Japan  Korea
 Mandschurei, Formosa (Nordosten Chinas)
Spanien  Westsahara (früher: Rio de Oro),
Nordmarokko
 Äquatorialguinea (früher: Rio Muni)
Belgien  Belgisch-Kongo
USA  Philippinen