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DIE RHEINPFALZ — NR. 301

LOKALSPORT

DIENSTAG, 28. DEZEMBER 2010

05_LFRA

BLICKPUNKT: 27. RHEINPFALZ-HALLENFUSSBALL-MEISTERSCHAFT, 1. SPIELTAG

TURNIER-MAGAZIN

Gruppe A

VT Frankenthal – VfR Frankenthal II 0:4

Schwarz-Weiß macht‘s spannend

ASV Mörsch – SV Studernheim DJK SW FT – VT Frankenthal VfR Frankenthal II –
ASV Mörsch – SV Studernheim
DJK SW FT – VT Frankenthal
VfR Frankenthal II – Studernheim
1:0
GRUPPE A: Vorjahressieger zittert sich in Zwischenrunde – VfR II mit zwölf Punkten souverän Erster
3:0
5:0
VON TORSTEN BOEHLKE
VfR Frankenthal II – ASV Mörsch 2:0
Studernheim – DJK SW FT
VT Frankenthal – ASV Mörsch
DJK SW FT – VfR Frankenthal II
2:3
2:2
1:2
SV Studernheim – VT Frankenthal 0:2
ASV Mörsch – DJK SW FT
0:0
Kreisligist VfR Frankenthal II quali-
fizierte sich gestern Abend mit
zwölf Punkten souverän als Grup-
penerster für die morgige Zwi-
schenrunde. Ausrichter und Titel-
verteidiger DJK Schwarz-Weiß Fran-
1. VfR Frankenthal II
12/13:1
kenthal (Bezirksklasse) zitterte
2. DJK SW Frankenthal
7/7:4
sich mit einem 0:0 gegen den ASV
3. ASV Mörsch
5/3:4
Mörsch (Kreisliga) weiter, der bei ei-
4. VT Frankenthal
4/4:9
nem Sieg selbst unter den besten
5. SV Studernheim
0/2:11
Acht gestanden hätte.
Punkte/Tore
Damit haben VfR Frankenthal II und
DJK Schwarz-Weiß Frankenthal die
Zwischenrunde am Mittwoch erreicht.
Gruppe B
Dass der VfR Frankenthal II mit sei-
ner jungen, spielstarken Mannschaft
in der Halle eine gute Rolle spielen
würde, war zu erwarten. Die perfek-
te Vorrunde überraschte aber selbst
den eigenen Trainer ein bisschen:
ASV Heßheim – Lambsheim
2:5
CSV Frankenthal – Großkarlbach 5:1
DJK Eppstein – ASV Heßheim
Lambsheim – TuS Großkarlbach
Lambsheim – CSV Frankenthal
5:0
5:0
7:1
TuS Großkarlbach – DJK Eppstein 2:4
ASV Heßheim – CSV Frankenthal 0:7
DJK Eppstein – Lambsheim
Großkarlbach – ASV Heßheim
CSV Frankenthal – DJK Eppstein
4:0
0:4
1:9
„Zwölf Punkte, nur ein Gegentor in
dieser ausgeglichenen Gruppe, da
muss man zufrieden sein“, unter-
strich Lothar Schäfer. Durch das 2:1
in seinem letzten Gruppenspiel ge-
gen Schwarz-Weiß Frankenthal si-
cherte sich der VfR Platz eins. Das pa-
ckende Duell wogte hin und her, bis
Raphael Weber den Kreisligisten mit
seinem Treffer zum 2:0 kurz vor
Schluss endgültig auf die Siegerstra-
1. DJK Eppstein
12/22:3
ße führte. Die drei Partien zuvor hat-
2. Eintracht Lambsheim
9/17:7
te der VfR alle mühelos gewonnen
3. CSV Frankenthal
6/14:17
und dabei auch spielerisch über-
4. ASV Heßheim
3/6:17
zeugt. „Die Jungs haben diszipliniert
5. TuS Großkarlbach
0/3:18
Punkte/Tore
Damit haben DJK Eppstein und Ein-
tracht Lambsheim die Zwischenrunde
am Mittwoch erreicht.
gespielt. Ich hoffe, wir können die Eu-
phorie in den Finaltag mitnehmen“,
so Lothar Schäfer.
SW-Trainer Willi Ritz war trotz
des Weiterkommens nicht zufrieden
mit den Auftritten seines Teams:
Zuschauer
696 Fußballfans verfolgten gestern den
ersten Spieltag in der Halle Am Kanal.
Schiedsrichter
Frank Roth, Martin Mansel, Tobias Groh
und Adrian Kokott waren gestern für die
Einhaltung der Regeln während der 20
Spiele verantwortlich.
Artistische Einlage: Halit Akkas von der VT (orange) schirmt den Ball vor Schwarz-Weiß-Akteur Daniele Garo-
falo ab.
FOTOS (2): BOLTE
So geht‘s weiter
Um 17.30 Uhr beginnt heute der zweite
Turniertag in der Halle Am Kanal. Dann
ermitteln die zehn Mannschaften in den
Gruppen C (VfR Frankenthal, TSV Epp-
stein, DJK Eppstein II, DJK SW Franken-
thal II, MTSV Beindersheim) und D (SC
Bobenheim-Roxheim, TuS Dirmstein,
TuS Flomersheim, Vatanspor Franken-
thal, GSC Frankenthal) die letzten vier
Teilnehmer der Zwischenrunde, die mor-
gen ab 17.30 Uhr ausgetragen wird.
„Fußballerisch habe ich mir mehr
versprochen. Wenn wir uns nicht
steigern, werden wir nicht unter die
ersten Vier kommen.“ Das Turnier
fing für Schwarz-Weiß mit einem
klaren 3:0 über Kreisklassist VT Fran-
kenthal gut an. Doch schon im zwei-
ten Spiel gegen Studernheim (3:2)
hatte der Vorjahressieger einige
Mühe. Nach der Niederlage gegen
den VfR reichte zum Vorrundenab-
schluss gegen Mörsch ein Punkt. Der
wurde durch das 0:0 zwar erreicht,
allerdings alles andere als souverän.
Dass Wissam Abdul-Ghani in dieser
entscheidenden Begegnung wegen
einer Fersenprellung nicht mehr mit-
wirken konnte, war zwar eine erheb-
liche Schwächung, kann jedoch
nicht der Hauptgrund dafür gewesen
sein, dass Schwarz-Weiß im Ab-
schluss zu harmlos agierte. „Ich bin
überrascht, dass wir uns so nervös
präsentiert haben. Eigentlich kann
die Mannschaft viel mehr“, stellte
Ritz fest.
Ähnlich fiel das Fazit des Mörscher
Trainers Bruno Buschbacher aus:
„Ich bin enttäuscht, weil die Mann-
schaft zu mehr fähig ist.“ Nach nur
vier Punkten aus den ersten drei Be-
gegnungen bot der aufopferungsvoll
kämpfende ASV zum Vorrundenaus-
klang seine mit Abstand beste Vor-
stellung. „Wenn wir diese Leistung
in den ersten drei Partien auch abge-
rufen hätten, wäre ein Weiterkom-
men möglich gewesen“, haderte
Buschbacher mit Rang drei.
Die VT Frankenthal spielte bei der
Vergabe der Zwischenrundenplätze
keine große Rolle, Trainer Jens Wirth
konnte mit der besten Punkteausbeu-
te seit Jahren (vier) aber gut leben:
„Aus unserem Kader waren erst zwei
Spieler bei diesem Turnier schon mal
dabei. Unsere junge Mannschaft
macht noch zu viele Fehler, aber wir
haben uns gut verkauft. So ein Tur-
nier ist wichtig, um Erfahrung zu
sammeln.“ Ihr Ziel – einen Sieg fei-
ern – erreichte die VT durch das ab-
schließende 2:1 gegen Studernheim.
Der SVS schied punktlos aus. Für
Coach Janusz Makowski war „die un-
nötige Niederlage“ zum Auftakt ge-
gen Mörsch (0:1) der „Knackpunkt“.
Wie angekündigt, schonte er die arri-
vierten Stammkräfte. Mit der harten
Bande habe man Probleme gehabt:
„Wir haben nur mit einer weichen
Bande trainiert“, sagte Makowski.

DREI FRAGEN AN

Peter Schakewitsch,

Peter Schakewitsch,

Vorsitzender des

Fußballkreises

Herr Schakewitsch, ist die Franken- thaler RHEINPFALZ-Hallenfußball- Meisterschaft eigentlich ein Pflichtter- min für den Kreischef des großen Fußballkreises Rhein-Pfalz? Jawoll. Für mich ist das schon seit Jahren so, auch als ich davor Vorsit- zender des früheren Fußballkreises Frankenthal war. Denn das Turnier ist ja ganz in meiner Fußball-Region verwurzelt. Man sieht hier viele Ver- einsvertreter, Verantwortliche und Spieler. Da unterhält man sich. Das Turnier gehört für mich einfach zum jährlichen Fußballkalender dazu.

Und wie sehen Ihre Turnierabende aus: Können Sie überhaupt in Ruhe die Spiele schauen, oder will jeder etwas von Ihnen? Ich nehme mir immer gerne die Zeit, wenn jemand ein Anliegen hat. Dann treffe ich mich mit den Leuten im Foyer und bespreche das. Aber an- sonsten schaue ich, dass ich viele Spiele sehe. Ich verfolge das ganz in- tensiv, denn ich bin ja auch als Offi- zieller hier. So passe ich sehr auf, wegen was zum Beispiel eine Rote Karte verhängt wird. Denn wir müs- sen ja nachher über eventuelle Kon- sequenzen, also Sperren, für einen Spieler während der Punktspiele be- finden. Wenn ich sowas hier direkt sehe, kann ich es besser einordnen.

Welchen Stellenwert hat Hallenfuß- ball eigentlich bei Ihnen ganz persön- lich? Für mich ist er eine hervorragende Ergänzung zur Feldsaison. In der Win- terpause gibt es durch Hallenfußball tolle Events. Man kann dabei tollen Fußball sehen, und ich denke, dass das auch den Spielern richtig viel Spaß macht. Auf jeden Fall macht das Zuschauen sehr viel Freude. Ich finde auch den Termin für das große Turnier in Frankenthal sehr gut. Da- durch, dass das zwischen den Feierta- gen liegt, haben sehr viele frei und können sich abends prima die Spiele ansehen. Das merkt man ja auch im- mer an der tollen Resonanz an allen Tagen in der Halle. (ax/Foto: Bolte)

Eppstein zaubert als Gruppensieger

GRUPPE B: Bezirksligist feiert vier klare Siege – Lambsheim ebenfalls weiter

VON AXEL NICKEL

Bezirksligist DJK Eppstein war als Favorit in die Gruppe B gestartet und meisterte seine vier Vorrun- denhürden auf imponierende Art und Weise: Vier Siege und 22:3 Tore sprechen eine klare Sprache. Den zweiten Platz sicherte sich Ein- tracht Lambsheim (Bezirksklasse) mit drei Erfolgen.

In der Gruppe B konnten sich die Zu- schauer über jede Menge Tore freu- en. Vor allem aber fielen die Siege durch die Bank sehr klar aus. Das war besonders auffällig, als mit der DJK Eppstein und Eintracht Lambsheim die beiden klassenhöchs- ten Vereine aufeinander trafen. Sie hatten ihre Aufgaben davor souve- rän gemeistert und sollten im direk- ten Aufeinandertreffen nun den Gruppensieger ermitteln. Der Be-

zirksligist dominierte das Spiel ge- gen die bis dahin überzeugende Ein- tracht und machte mit einem 4:0-Sieg die Tür zu Platz eins weit auf. Lambsheims Trainer Ralf Wie- andt räumte ein, dass die „DJK in die- sem Spiel einfach zu clever war“. Al- lerdings haderte er mit einer seiner Meinung nach vorentscheidenden Szene in der 2. Minute: Da erzielte Eppstein zunächst das 1:0, und für die Eintracht gab es wegen eines Foulspiels unmittelbar vor dem Tor- schuss zudem noch eine Zeitstrafe. Die DJK nutzte die Überzahl zum 2:0. „Ich denke, dass es vor dem 0:1 kein Foul war. Durch die Zeitstrafe und das daraus folgende 0:2 war das Spiel dann eigentlich schon entschie- den“, so Wieandt. Ansonsten war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft durchaus einverstanden. „Für mich war das Weiterkommen Pflicht. Jetzt geht es am Mittwoch von vorne los.“

Pflicht. Jetzt geht es am Mittwoch von vorne los.“ Gute Parade: Eppsteins Keeper Ahmet Aksogan verhindert

Gute Parade: Eppsteins Keeper Ahmet Aksogan verhindert ein Tor des Heßheimers Ibrahim Budak (orange). DJK-Spieler Dennis Schmitt ist schon geschlagen und kann nur noch zuschauen.

Rundum zufrieden mit Platz eins und dem starken Torverhältnis war Eppsteins Oliver Lahni, der beim Tur- nier DJK-Spielertrainer Oliver Meyer (Urlaub) vertritt: „Wir wollten als Be- zirksligist das Niveau halten und uns keine Blöße geben. Das ist uns super gelungen. Wir haben sehr souverän gespielt und alle Pflichtaufgaben top gemeistert.“ Er hätte auch nichts ge- gen eine Wiederholung seines Vor- jahreserfolges, meinte Lahni grin- send – denn damals führte er die DJK Schwarz-Weiß als Spielertrainer zum Turniergewinn. Lediglich Kreisligist CSV Franken- thal konnte gegen die beiden Top- teams der Gruppe ansatzweise mit- halten. Mit einem klaren Sieg über Eppstein hätte der CSV sogar noch das zweite Viertelfinalticket lösen können – doch stattdessen gab es zum Turnierausklang eine deftige 1:9-Klatsche. „Wir hatten ja gehofft, dass wir Eppstein ein Bein stellen können, aber die DJK war einfach stärker“, sagte CSV-Spielertrainer Ar- thur Herdt. Insgesamt sei er mit dem Abschneiden seiner Mannschaft, die auf Rang drei landete, zufrieden:

„Die zwei Teams, die vor uns liegen, waren auch klar stärker.“ Reine Zählkandidaten in Gruppe B waren der TuS Großkarlbach (Kreisli- ga) und der ASV Heßheim (Kreisklas- se). Beide gingen ohne Punkt in ihr letztes Spiel, in dem sie aufeinander trafen. Hier hatte Heßheim die besse- ren Reserven und sicherte sich mit einem hoch verdienten 4:0 den vier- ten Platz in der Gruppe. „Wenigstens hatten wir ein Erfolgserlebnis. Wir sind zufrieden, zumal wir keine Ver- letzten haben“, meinte ASV-Trainer Peter Schwarz. Beim Großkarlbacher Coach Ralf Weidemaier hielt sich die Enttäu- schung über den letzten Platz in Grenzen: „Im letzten Spiel waren wir ganz schwach, davor haben wir besser gespielt. Aber am Ende war eben die Luft raus. Trotzdem hat es vor dieser Kulisse Spaß gemacht.“

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Aber am Ende war eben die Luft raus. Trotzdem hat es vor dieser Kulisse Spaß gemacht.“

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