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Deutsche Unternehmen

in Frankreich
Geschäftslage,
Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 6

1 Wesentliche Erkenntnisse 7
Positive Beurteilung der Geschäftssituation trotz einem marko-ökonomisch schwierigen Umfeld 8
Zurückhaltende Erwartungen bezüglich der kurz- und mittelfristigen Entwicklung der Geschäftslage 8
Nach wie vor verhaltene Investitionsabsichten und Beschäftigungserwartungen 9
Zielland Frankreich: Chancen und Hindernisse 9
Kundenservice und Preisgestaltung als wesentliche Erfolgsfaktoren 9
Wer gewinnt das Rennen im internationalen Standortwettbewerb? 9
Diese Herausforderungen muss Frankreich bewältigen 10

2 Die aktuelle Wirtschaftslage Frankreichs aus Sicht deutscher Unternehmen 11


Einschätzung der Geschäftslage 13
Umsatz stabil, aber Zunahme der Exporte 13
Eine grundlegende Verschlechterung ist bei der Entwicklung der Gewinne festzustellen 14

3 Kurz- und mittelfristige Erwartungen 15


Zuversicht für die Branche und eigene Entwicklung 16
Positive Erwartungen für die Umsatzentwicklung 17
Wirtschaftsbeziehungen mit den Drittländern 18
Keine rasche Verbesserung der Beschäftigungssituation 18
Zurückhaltung bei den Investitionsausgaben 19
Steigende Gewinnerwartungen 19
4 Erfolgsfaktoren auf dem französischen Markt 20

5 Die Attraktivität Frankreichs aus Sicht deutscher Investoren 21


Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität Frankreichs 25
Frankreich im Standortwettbewerb 28
Die Konkurrenten Frankreichs 29

6 Methodologie 31
Bereitstellung des Gesellschaftskapitals durch deutsche Gesellschafter/Anteilseigner 33
Unternehmensherkunft 33
Wirtschaftssektor 33
Industriesektor 33
Handelssektor 34
Dienstleistungssektor 34

7 Leistungen der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer und von EY 35


Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer in Frankreich 37
EY Cross-Border Business Services 38
Unser besonderer Dank gilt den Unternehmern, die
sich zu einem Interview bereit erklärt haben:
Alexander Abé, Jungheinrich
Peter Bichara, Siemens
Franck Clair, Berning
Philippe Coq, Airbus Group
Philippe de Crécy, DB Schenker
Philippe Gayrard, Metro
Frank Garnier, Bayer
Daniel Hager, Hager Electro
Rolf Heinz, Prisma Media
Herbert Kupferschmidt, Carl Zeiss
Patrick Léon, Dornbracht
Guy Maugis, Robert Bosch
Marc Ouayoun, Porsche
Stephan Parthier, E.ON
Eric Pfeifer, Helaba Landesbank Hessen
Xavier de Richecourt, HDI Gerling
Jacques Rivoal, Volkswagen
Philippe Robert, Salzgitter Mannesmann
Damien Shirrer, Orbis
Ulrike Steinhorst, Airbus Group
Olivier Thomas, Conrad
und den Personen, die an der Realisierung der Studie
beteiligt waren: Stéphane Baller, Jörn Bousselmi,
Carolin Buchheit, Maximilien Guez, Christophe
Hémery, Marc Lhermitte, Nicola Lohrey, Alexandra
Seidel – Lauer
Vorwort

Paris, im Oktober 2014

Gemessen an der Anzahl von Projekten und der Attraktivität von Standorten und
(76 im Jahr 2013 gegen 62 im Jahr 2012) veröffentlicht den jährlich erscheinenden
und der geschaffenen Arbeitsplätze (1624 Barometer zur Standortattraktivität
im Jahr 2013 gegen 992 im Jahr 2012), Frankreichs und Europas aus Sicht
bleibt Deutschland nach den Vereinigten ausländischer Investoren. Das deutsch-
Staaten der zweitgrößte ausländische französische Team von EY hat bei der
1
Investor in Frankreich . Erstellung dieser Umfrage mitgewirkt.

Mit über 3 000 Unternehmen am Die Ergebnisse dieser gemeinsamen


französischen Standort und mehr als Arbeit erlauben es Investoren, öffentlichen
300 000 Arbeitsplätzen leisten deutsche und privatwirtschaftlichen Akteuren
Unternehmen einen wichtigen Beitrag sowie den Medien, die Vorteile und
zur französischen Wirtschaft. Die Herausforderungen des Standortes
Deutsch-Französische Industrie- und Frankreich besser zu verstehen und
Handelskammer führt alle zwei Jahre diese einen Einblick in die Ansichten deutscher
Umfrage durch, um einen Überblick über Unternehmer und deren Vorstellungen
die Einschätzung des Standortes Frankreich von Verbesserungsansätzen innerhalb
aus Sicht deutscher Unternehmer zu geben Frankreichs zu gewinnen.
und so die Interessen der Unternehmen zu
vertreten. Wir möchten uns bei allen Unternehmen
bedanken, die an dieser Umfrage
Die diesjährige Umfrage wurde teilgenommen haben, und hoffen, dass
gemeinsam mit EY (ehemals Ernst & es uns gelungen ist, als Fürsprecher und
Young) durchgeführt. EY beschäftigt Interessenvertreter positiv zum deutsch-
sich seit langem mit den Fragen der französischen Dialog beizutragen.
Internationalisierung von Unternehmen

Guy Maugis Jean-Pierre Letartre


Präsident Deutsch-Französische Präsident
Industrie- und Handelskammer EY Frankreich

1 EY Attraktivitätsbarometer Frankreich 2014: Handeln und überzeugen


1 Wesentliche Erkenntnisse

6 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Positive Beurteilung der Zurückhaltende Erwartungen
Geschäftssituation trotz einem bezüglich der kurz- und
marko-ökonomisch schwierigen mittelfristigen Entwicklung der
Umfeld Geschäftslage
Dieses Jahr sehen 82% der in Frankreich ansässigen Trotz eines noch sehr geringen beziehungsweise kaum
deutschen Unternehmen die wirtschaftliche Situation vorhandenen Wachstums in Frankreich lässt sich
auf dem französischen Markt als schlecht oder gar ein gewisser Optimismus ausmachen. Die kurz- und
sehr schlecht an, während es vor zwei Jahren lediglich mittelfristigen Erwartungen bleiben verhalten, aber auf
63% waren. Nur 19% der Befragten schätzen die lange Sicht fallen die Prognosen optimistischer aus.
Wirtschaftslage als zufriedenstellend oder gar gut
ein, wohingegen 2012 noch 36% ihre Zufriedenheit Für die Hälfte der befragten Unternehmen wird die
bekundeten. wirtschaftliche Lage 2015 wie auch 2016-2017
unverändert bleiben. Jedoch gehen 21% für 2015 und
Jedoch lässt sich eine Jahr für Jahr gleichbleibende 35% für 2016-2017 von einer Verbesserung aus. Die
Tendenz beobachten: Deutsche Unternehmen in Unternehmen zeigen sich etwas optimistischer, bei der
Frankreich bewerten ihre eigene Geschäftslage generell Entwicklung ihrer eigenen Branche, insbesondere ab
positiver als die allgemeine Konjunktur. So bezeichnen 2016-2017 und sind noch zuversichtlich im Hinblick auf
immerhin 18% der deutschen Unternehmer ihre die Entwicklung ihres eigenen Unternehmens: 48% der
Geschäftslage als gut, 51% als zufriedenstellend und Befragten gehen für 2016-2017 von einem Wachstum
nur 31% als schlecht oder gar sehr schlecht. aus. Nur 7% blicken pessimistisch in die Zukunft.

47% der befragten Unternehmen beurteilen ihren 54% der befragten deutschen Unternehmen gehen
Umsatz in den ersten beiden Quartalen 2014 als für 2016-2017 von einer Umsatzsteigerung aus,
zufriedenstellend und 23% sehen ihn sogar als zeigen sich jedoch verhalten bezüglich Prognosen für
gut an. Auch wenn in der Mehrheit der Fälle die 2015. Bei den Gewinnerwartungen geht die Hälfte der
Einnahmen nach Abzug der Steuern im Vergleich zum Teilnehmer davon aus, dass diese kurz- und mittelfristig
Vorjahr unverändert geblieben sind, so haben 37% gleich bleiben werden. Ein Drittel der Teilnehmer
der Teilnehmer höhere Gewinne und Exportquoten erwartet bereits eine Steigerung innerhalb des nächsten
verzeichnen können. Angesichts der unsicheren Jahres und 37% nimmt dies für 2016-2017 an.
Wirtschaftslage sind die in Frankreich ansässigen
deutschen Unternehmen eher vorsichtig: In der Da die Unternehmen die Binnennachfrage, die
Mehrheit der Fälle sind ihre Ausgaben für Investitionen Lohnkosten, Steuern und Abgaben als wesentliche
oder Personal nicht erhöht worden. Einflussfaktoren für die Geschäftslage nennen, können
die Wachstumsprognosen auch auf die erwartetet
Wirkungen der von der Regierung angekündigter
Reformmassnahmen zurückgeführt werden.

« Wenn man sich die Differenz des Wirtschaftswachstums in


Frankreich und Deutschland in den letzten 2, 3 Jahren vor Augen
hält, stellt man fest, dass diese eher gering ausfällt. Auch die
Diskrepanz der Beschäftigungszahlen ist nicht so dramatisch
wie in Spanien oder Italien. Es sind wohl eher psychologische
Faktoren, die sich negativ auf das Geschäftsklima auswirken und die
Rolf Heinz
schlechte Einschätzung durch ausländische Investoren bedingen. Präsident
Die Arbeitslosenquote steigt, das Geschäftsklima ist nicht allzu gut. Prisma Media

Aber dennoch handelt es sich nicht um eine so schwere Krise wie


in Spanien… Ich denke nicht, dass eine solche Gefahr besteht, aber
eine deutliche Verbesserung ist in den nächsten Jahren für mich
ebenso wenig absehbar. »

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 7


1 Nach wie vor verhaltene
« Als
Investitionsabsichten und Niederlassungsleiter
Beschäftigungserwartungen habe ich eine Rolle als
In der derzeit unsicheren Wirtschaftslage Fürsprecher gegenüber
geht die Mehrheit der befragten deutschen der Muttergesellschaft
Unternehmen davon aus, dass die inne. Manchmal frage ich
Investitionsausgaben unverändert bleiben Frank Garnier
werden. Nichtsdestotrotz beabsichtigt ein Viertel mich, ob ich im aktuellen
Präsident
der Teilnehmer eine mittelfristige Erhöhung, Kontext weiterhin ein Bayer Frankreich
während es vor zwei Jahren noch weniger positiver Fürsprecher
als 20% waren. Dies spricht für ein gewisses
Vertrauen in die Zukunft. sein kann. »

Die Unternehmen sind keineswegs optimistischer


gestimmt, was die Beschäftigungszahlen anbelangt. Kundenservice und
Für das laufende Jahr und die drei folgenden Jahre
ziehen nahezu zwei Drittel der Befragten eine Erhöhung Preisgestaltung als wesentliche
ihrer Mitarbeiterzahl nicht in Betracht. In der letzten Erfolgsfaktoren
Umfrage betrug der Anteil lediglich 56%. Die erwartete
Erhöhung der wirtschaftlichen Aktivitäten wird Die befragten Unternehmen nannten den
folglich nur in seltenen Fällen mit einer Zunahme der Kundenservice und wettbewerbsfähige Preise
Beschäftigtenzahlen einhergehen. Einen relativen als wesentliche Faktoren für ein erfolgreiches
Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Die Prognosen für Agieren auf dem französischen Markt. Als weitere
eine mögliche Reduzierung von Arbeitsplätzen fallen ausschlaggebende Faktoren werden die Produktqualität,
niedriger aus als in der letzten Umfrage die Einhaltung der Fristen, Flexibilität und Anpassung an
den Markt sowie das Verstehen der Kundenmentalität
genannt..
Zielland Frankreich: Chancen
und Hindernisse Wer gewinnt das Rennen
Zu den Standortvorteilen Frankreichs zählen in im internationalen
erster Linie die vorhandenen Infrastrukturen, die
Lebensqualität, ein guter Zugang zu Technologien, Standortwettbewerb?
die geringen Energiekosten, das Vorhandensein
qualifizierter Lieferanten und der Schutz des geistigen Deutschland ist das Land, das bei den deutschen
Eigentums Investoren am höchsten im Kurs steht. Es folgen, wie
bereits in der letzten Umfrage, China und Nordamerika
Wie viele andere sind auch deutschen Unternehmen (USA/Kanada). Daran schließen sich die Europäische
sehr kritisch gegenüber dem rigiden Arbeitsmarkt, den Union, ausgenommen Großbritannien, und zu guter
Steuern und der Abgabenlast, sowie gegenüber den letzt Portugal und Italien an.
Lohnkosten und Sozialabgaben..

8 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Diese Herausforderungen muss
Frankreich bewältigen
Wie kann die Standortattrakivität Frankreichs gesteigert werden?
Die Unternehmen heben in erster Linie die Notwendigkeit einer
Reduzierung der Steuerlast, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
sowie die Vereinfachung der Vorschriften im Bereich des
Arbeitsrechtes hervor.

Im Rahmen der Interviews wurde die Verbesserung der


Bedingungen rund um den Beschäftigungsmarkt häufig als
ausschlaggebender Faktor für die Steigerung der Attraktivität des
Landes genannt.

Frankreich bleibt jedoch in den Augen der deutschen Investoren


generell ein attraktiver Standort. Zwei Drittel der befragten
Unternehmen betonen, dass ihre Muttergesellschaft erneut in
Frankreich investieren würden. Wie bereits in der Umfrage 2012 ist
jedoch ein Drittel der Unternehmen gegenteiliger Meinung. Es gilt
jedoch darauf hinzuweisen, dass mehr als 20% der Befragten diese
Frage nicht beantwortet haben.

Auch wenn die Umfrage die vorherrschende negative


Wahrnehmung der aktuellen Situation und der künftigen
makroökonomischen Entwicklungen bestätigt, ist festzustellen, dass
die in Frankreich ansässigen deutschen Unternehmen ihre eigene
Geschäftslage von einem positiveren Standpunkt aus betrachten.
Dennoch sollte Frankreich sich rasch seiner vorhandenen
Vorzüge bedienen, um Veränderungen herbeizuführen und seine
Investitionspartner in ihrem Vertrauen zu bestärken

« Dem Land geht es schlecht.


Es wird an dem Ast gesägt, auf
dem wir sitzen. Ein allgemeiner
Pessimismus ist zu spüren, der
so nicht gerechtfertigt ist… In
Frankreich hat man wohl noch
Patrick Léon
zwei, drei harte Jahre vor sich. Geschäftsführer
Das bedeutet jedoch nicht, dass Dornbracht

wir selbst nicht vorankommen


können, wenn wir dazu alle
Hebel in Bewegung setzen. »

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 9


2 Die aktuelle Wirtschaftslage
Frankreichs aus Sicht deutscher
Unternehmen
Wahrnehmung der aktuellen Wirtschaftslage Frankreichs Makroökonomischer
Kontext: starke
gut 2%
Verschlechterung der
befriedigend
17%
36%
Wahrnehmung der
57% Wirtschaftslage seit
schlecht
73%
2012, aber leichter
Optimismus für die
6%
sehr schlecht
9%

2012 2014
kommenden Jahre.
Die Stimmungslage der befragten
Grafik 1
deutschen Unternehmen ist insgesamt sehr
negativ. So schätzen 73% der Befragten
die derzeitige Wirtschaftslage als schlecht
Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der französischen und 9% sogar als sehr schlecht ein. 17%
Wirtschaftslage der befragten Unternehmen beurteilen sie
hingegen als zufriedenstellend und lediglich
3% 2% sehen sie als gut an2.
21 %

35 % Eine deutlich schlechtere Beurteilung aus


45 % als noch vor zwei Jahren.
46 %

43 %
Bei der letzten Ausgabe der Umfrage
hatten „nur“ 57% der Befragten, die die
52 % Wirtschaftslage als schlecht bewerteten,
6%, die sie als sehr schlecht empfanden und
33 %
22 % 36%, die sie immerhin als zufriedenstellend
2014 2015 2016-2017
einschätzten.

besser unverändert schlechter Frankreich hat die Folgen der Krisenjahre


noch nicht verarbeitet. Davon zeugt ein
Grafik 2
Wachstum, das sich quasi auf dem Nulllevel
befindet. Hinzu kommt ein Rückgang des
Vertrauens seitens der ausländischen
Investoren und eine geringeres
Konsumniveau der Haushalte, die
angesichts der unsicheren Wirtschaftslage
weniger Geld ausgeben und -sofern
möglich- lieber sparen.

52% der befragten Unternehmen


schätzen die wirtschaftliche Situation
zum Ende des Jahres 2014 als schlecht
ein. Jedoch sind die Erwartungen für
2015 weniger pessimistisch: „Nur
noch“ 33% der Unternehmen gehen von
einer schlechten Wirtschaftslage aus,
wohingegen 21% eine Verbesserung der
Situation erwarten. Für den Zeitraum
2016-2017 sehen mehr als ein Drittel
2 Aufgrund von Auf-/Abrundungen kann bei unseren Berechnungen die
Summe der Prozentanteile leicht unter oder über 100% liegen. der Unternehmen eine Verbesserung
der Lage voraus, 43% erwarten eine
2 gleichbleibende Wirtschaftslage und lediglich 22% glauben, dass
eine Verschlechterung eintreten wird.

Die Unternehmen sind umso positiver gestimmt, je weiter sie in die


Zukunft blicken.

Einschätzung der Geschäftslage


18% der befragten Unternehmen schätzen ihre aktuelle
Geschäftslage als „gut“ ein. 51% der Teilnehmer bewerten sie
als zufriedenstellend und 31% sehen sie als schlecht an. Im
Jahr 2012 waren es im Vergleich noch 21% der Unternehmen,
die ihre Geschäftslage als gut bewerteten, 57%, die sie als
zufriedenstellend bezeichneten, und 21%, die sie als schlecht
empfanden. Die Unternehmen sind folglich weniger zufrieden
mit ihrer Geschäftslage und der gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen als noch vor zwei Jahren.

Beurteilung der Geschäftslage des Unternehmens

21 %
gut
18 %

57 %
befriedigend
51 %

21 %
schlecht
31%

2012 2014

Grafik 3

Umsatz stabil, aber Zunahme der


Exporte
2013 erzielten rund 60% der befragten deutschen Unternehmen in
Frankreich einen Umsatz zwischen 0 et 15 Millionen Euro, bei 25%
waren es mehr als 50 Millionen Euro.

37% verzeichneten eine Umsatzsteigerung, bei 31% blieb der


Umsatz unverändert und 32% erlitten Umsatzeinbußen.

Für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres wird der Umsatz
von 47% der Befragten als zufriedenstellend bewertet, 23% von
ihnen empfinden ihn als gut, wohingegen 30% der Unternehmer
ihren Umsatz als schlecht bewerten. Bei der letzten Umfrage
waren noch 60% der Teilnehmer der Ansicht, dass ihr Umsatz
zufriedenstellend sei, 23% sahen ihn als gut an und 14% schätzten
ihn als schlecht ein. Die befragten Unternehmen sind folglich alles
in allem weniger zufrieden mit dem erzielten Umsatz als bei der
letzten Umfrage.

12 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Umsatz 2013 47% der befragten Investoren exportieren
> 250 Millionen >1 Million
ihre Waren von Frankreich aus ins
Ausland: Von ihnen haben 40% 2013 ihre
11 %
50 bis 250 Millionen
12 %
Verkaufszahlen steigern können, bei 46%
der Unternehmer sind sie unverändert
14 %
1 bis 5 Millionen geblieben und 15% der Firmen mussten
21 %
Einbußen verzeichnen. Die Anzahl der
4%
30 bis 50 Millionen
teilnehmenden Unternehmen, die ihre
12 %
internationalen Verkäufe steigern konnten,
15 bis 30 Millionen
ist somit fast doppelt so hoch wie im Jahr
26 %
2011 (22%).
5 bis 15 Millionen

Diese Angaben legen den Schluss nahe,


Grafik 4
Base de 181 réponses
dass Frankreich eine glaubwürdige
Exportplattform bieten könnte und der
Verkauf ins Ausland von Produkten « Made
in Germany » die Schwierigkeiten auf dem
französischen Markt teilweise kompensiert
haben.

Eine grundlegende
Gewinne 2011 und 2013
Verschlechterung ist
sinkend
29 %
bei der Entwicklung der
32 %

Gewinne festzustellen
22 %
unverändert
2013 konnten 37% der befragten
31 %
Unternehmen eine Gewinnsteigerung
41 % verzeichnen. Bei einem Drittel der
steigend
37 %
Teilnehmer blieben die Gewinne
unverändert und ein weiteres Drittel
2011 2013
der Firmen musste einen Rückgang der
Gewinne verzeichnen. Im Gegensatz dazu
erzielten im Jahr 2011 noch 41% der
Grafik 5
NB : 8% der Befragten habe diese Frage in der letzten Ausgabe der Umfrage nicht beantwortet. Befragten eine Zunahme der Gewinne, bei
22% blieben diese unverändert und bei 29%
nahmen sie ab.

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 13


3 Kurz- und mittelfristige
Erwartungen

14 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Zuversicht für die Branche und eigene Entwicklung
Die befragten Unternehmen zeigen sich generell optimistischer für die Entwicklung ihrer eigenen Branche als für
die allgemeine Wirtschaftslage in Frankreich.

So erwarten 38% für 2014 eine Verschlechterung der Lage ihrer Branche, während 52% von einer negativen
Entwicklung der Wirtschaftslage Frankreichs ausgehen. Für den Zeitraum 2016-2017 fällt dieser Anteil auf nur
noch 15% (22% im Hinblick auf die Wirtschaftslage Frankreichs). Für 2014 gehen 11% der Unternehmer von
einer Verbesserung der Entwicklung in ihrem Sektor (3% für Frankreich), der Anteil wächst auf 19% für 2015
(21% für Frankreich) und 36% für 2016-2017 (35% für Frankreich). Dies lässt auch vermuten, dass die deutschen
Unternehmen eher in zukunftsträchtigen Bereichen tätig sind.

Erwartungen zur Entwicklung der Branche Erwartungen zur Geschäftslage des Unternehmens

11 %
19 % 19 %

36 % 36 %

48 %

51 %

55 %
60 %
49 %
55 % 45 %
38 % 22 % 15 % 26 % 9% 7%

2014 2015 2016-2017 2014 2015 2016-2017

besser unverändert schlechter besser unverändert schlechter

Grafik 6 Grafik 7

Im Hinblick auf die Entwicklung der Geschäftslage Auf die Frage, welche Faktoren am meisten Einfluss auf
ihres eigenen Unternehmens sind die Befragten noch ihre Geschäftslage ausüben, nannten 62% der befragten
deutlich optimistischer gestimmt. Mehr als die Hälfte deutschen Unternehmen die Binnennachfrage, 43%
der befragten Unternehmen geht für 2014 und 2015 die Lohnkosten und 35% Steuern und Abgaben.
davon aus, dass diese konstant bleiben wird. Für Daran schließen sich staaltiche Regulierungen (28%)
2016-2017 sind die Teilnehmer zuversichtlicher: 48% sowie die Konkurrenz auf nationaler (26%) und
erwarten eine positive Entwicklung der Geschäftslage internationaler Ebene (24%) an. Schließlich zählen für
ihres Unternehmens. 13% der Befragten die Exporte, für 7% die staatlichen
Förderprogramme zu diesen Faktoren. Für lediglich 6%
Die in Frankreich ansässigen deutschen Firmen zeigen sind die Kosten für Rohstoffe sowie Exporte innerhalb
sich demnach wieder zuversichtlicher als in der letzten der Unternehmensgruppe von Bedeutung.
Umfrage, bei der lediglich 36% der Teilnehmer von einer
Verbesserung ihrer Geschäftslage ausgingen. Das Arbeitsrecht wird als zu rigide empfunden. Die
Unternehmen würden sich folglich mehr Flexibilität
in diesem Bereich wünschen. Dasselbe gilt für die
Komplexität und andauernde Zunahme gesetzlicher
Reglementierungen.

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 15


3 Positive Erwartungen für die Umsatzentwicklung
Die befragten Unternehmen haben kurz-
Erwartungen hinsichtlich der und mittelfristig positive Erwartungen im
Umsatzentwicklung des UnternehmTens
Hinblick auf die Entwicklung ihrer Umsätze.
Gehen für das Jahr 2014 lediglich 30%
30 % 54 %
38 % der Befragten von einer Steigerung aus,
so sind es für 2015 bereits 38% und für
2016-2017 sogar 54%. Die Unternehmen,
49 %
die von einer Umsatzminderung ausgehen,
52 %
nehmen 2014 nur 22% ein. Im Vergleich
40 %
zu den Vorjahren ist die Anzahl derer, die
von einer weiteren negativen Entwicklung
ausgehen, demnach dreimal geringer.
22 % 9% 7%
Diese Erwartungen könnten auch in
2014 2015 2016-2017
Zusammenhang mit der Entwicklung
besser unverändert schlechter
der Exporttätigkeit der deutschen
Grafik 8
Unternehmen in Frankreich gestellt werden;
eine Erhöhung der Exportzahlen könnte
die rückläufige Umsatzentwicklung in
Frankreich kompensieren.

Anteil der Exporte am in Frankreich Zuversicht auch im


erzielten Umsatz
Hinblick auf die Exporte
80-100 %
60-80 %
40-60 %
47% der Befragten exportieren von
3% 5%
5% Frankreich aus ins Ausland. Für ca. 70%
dieser Exporteure beträgt der Anteil der
19 % Exporte am Umsatz zwischen 0 und 20%.
20-40 %
Für ungefähr ein Fünftel nimmt dieser Anteil
sogar zwischen 20 und 40% ein.
69 %

0-20 %
Grafik 9

Erwartungen zur Entwicklung der Exporte


5%
7%
19 %
Die Mehrheit der Befragten geht
48 % 49 %
davon aus, dass der Anteil der
43 %
Exporte in den kommenden Jahren
unverändert bleiben oder sogar
zunehmen wird. Lediglich eine
46 %
Minderheit vertritt die Ansicht, dass
44 %
die Exporte künftig zurückgehen
38 %
werden.

2014 2015 2016-2017

besser unverändert schlechter

Grafik 10

16 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Wirtschaftsbeziehungen
« Ein wichtiges
mit den Drittländern
Thema in Frankreich:
Die Hälfte der an der Umfrage die Beziehungen zu
teilnehmenden Unternehmen ist auch
für andere ausländische Märkten als Afrika. In Nord- und
dem französischen verantwortlich. 23% Zentralafrika gibt es eine
der Teilnehmer sind in Spanien, 14% Mittelklasse, die großes
in Portugal und 12% in Italien oder im Peter Bichara
Vereinigten Königreich tätig. Afrika, Entwicklungspotential Geschäftsführer
genauer gesagt der Maghreb, wird von hat und Infrastrukturen Siemens Frankreich

23% der Unternehmen genannt. Eine benötigt. Im ganzen


Niederlassung in Frankreich ist auch ein
Eintrittstor zum afrikanischen Kontinent, Maghreb und im
der aus historischen Gründen teilweise Senegal wurde das
mit Frankreich verbunden ist. Wie bereits Rechnungswesen aus
im Jahr 2012 werden die Aktivitäten
auf diesen Märkten von der Hälfte der Frankreich eingeführt…
befragten Unternehmen als wichtig (36%) Die Öffnung dieser
oder gar sehr wichtig (15%) angesehen. Region bringt mittelfristig
beträchtliche Vorteile für
Frankreich mit sich. »

Keine rasche Verbesserung der


Erwartungen der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen
Beschäftigungssituation in den kommenden Jahren

Zwei Drittel der Unternehmen gehen für die


22 % 21 %
kommenden Jahre nicht von einer Zunahme der 26 %

Beschäftigtenzahlen aus. In unserer letzten Umfrage


waren es lediglich 56%.
60 % 67 %
Für das Jahr 2014 planen lediglich 22% der 64 %

Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen. Eine


Hoffnungsschimmer; der Anteil der Firmen, die für
2016-2017 beabsichtigen, Personal einstellen, beträgt 18 %
12 %
26% – allerdings lag der Anteil bei der Umfrage 2012 9%

2014 2015 2016-2017


noch bei 28%. Es gilt außerdem hervorzuheben, dass
18% der Befragten gedenken dieses Jahr Personal besser unverändert schlechter

abzubauen, 12% planen dies für das nächste Jahr und


Grafik 11
9% für 2016-2017. Diese Absichten fallen jedoch, Keine Angabe: 7%

deutlich geringer aus als in der letzten Umfrage.

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 17


3 Entwicklung der Investitionsausgaben Zurückhaltung bei den
Investitionsausgaben
22 % 23 % 24 %
Für 2014 gehen 22% der Unternehmen von einer Erhöhung ihrer
Investitionsausgaben, 58% von gleichbleibende Investitionen und
65 %
58 %
63 % 20% von einen Rückgang der Investitionen aus. Die Ergebnisse
sind insgesamt vergleichbar mit denen der vorherigen Umfrage.
Der Anteil derer, die eher von einem gleichbleibenden statt
zunehmendem Investitionsvolumen ausgehen, fällt dieses Jahr
20 %
leicht höher aus.. Für die kommenden Jahre setzten sogar zwei
14 % 11 %
Drittel der Befragten eher auf gleichbleibende Ausgaben. Mehr als
2014 2015 2016-2017
ein Unternehmer von 5 geht von steigenden Investitionsausgaben
besser unverändert schlechter
aus. 2012 waren es noch weniger als 20%.
Grafik 12
Keine Angabe: 8%

Erwartungen der Gewinnentwicklung vor Steigende Gewinnerwartungen


Steuern
2013 haben 37% der befragten Unternehmen steigende Gewinne
vor Steuern verzeichnen können, wohingegen 32% Einbußen
37 %
erlitten. Für 31% der Teilnehmer sind die Gewinne unverändert
26 % 29 %
geblieben. Im Vergleich dazu waren es 2011 noch 41%, die
56 %
eine Gewinnsteigerung, 29%, die abnehmende und 22%, die
54 %
48 % gleichbleibende Gewinne verzeichneten.

Auch wenn die Gewinnentwicklung im Zeitraum 2011-2013


negativ ausfällt, zeigt die Umfrage, dass die Unternehmen in
den kommenden Jahren von einer Steigerung ihrer Gewinne
26 % 15 % 9% vor Steuern ausgehen. Dies entspricht den Erwartungen der zur
2014 2015 2016-2017 Entwicklung Geschäftslage und der Annahme einer Senkung der
besser unverändert schlechter
auf die Gewinne anfallenden Steuern.

Grafik 13
Keine Angabe: 8 %

« Die Ungewissheit hinsichtlich der


Entwicklung steuerlicher Anreize
ist ein wesentlicher Grund für die
Zurückhaltung der Investoren : die
Politik macht keine Fortschritte
bezüglich ihres Projektes, die
Daniel Hager
Diskussionen nehmen kein Ende
CEO, Hager SE
und parallel dazu verlangsamen
sich die Geschäfte, was ein Gefühl
der Unsicherheit hervorruft und
ausbleibende Investitionen zur Folge
hat. »

18 Deutsche Unternehmen in Frankreich


4 Erfolgsfaktoren auf dem
französischen Markt

Unter den 12 Erfolgsfaktoren auf dem französischen Markt, nach denen die deutschen
Unternehmen befragt wurden, nimmt der Kundenservice den ersten Platz ein.

Es folgen eine wettbewerbsfähigen Preisgestaltung, die Produktqualität, der Einhaltung


von Fristen, die Flexibilität sowie Anpassungsfähigkeit sowie das Verständnis der
Kundenmentalität

In der vorherigen Umfrage wurde noch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen als
der wesentliche Erfolgsfaktor angesehen. Der Kundenservice rangierte nur auf dem zweiter
Platz, gefolgt von der wettbewerbsfähigen Preisgestaltung. Dies bestätigt den in Frankreich
und anderswo bestehenden starken Trend zum Ausbau des Kundenservices in den allen
Tätigkeitsfeldern.

Erfolgsfaktoren
Kundenservice

Wettbewerbsfähigkeit der Preise

Qualität der Produkte und Dienstleistungen

Einhaltung von Fristen (Angebote und Aufträge)

Flexibilität und Anpassung

Verständnis der Kundenmentalität

Kundennähe

Verständnis der Mitarbeitermentalität

Innovative Produkte und Dienstleistungen

Qualitätszertifikate

Marktinformationen

Einbindung in Branchennetzwerke

0 1 2 3 4 5

2010 2012 2014


Grafik 14
1 = weniger wichtig | 6 = sehr wichtig

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 19


5 Die Attraktivität Frankreichs aus Sicht
deutscher Investoren

20 Deutsche Unternehmen in Frankreich


« Frankreich
ist eine alte
Dame, die ihrer
glorreichen
Vergangenheit
nachtrauert und
Guy Maugis
auf ihren Retter Präsident
wartet. » Robert Bosch
Frankreich

Um die Attraktivität des Standortes Zu den als wichtig eingestuften Kriterien


Frankreich aus Sicht deutscher zählen: die Infrastrukturen (61%), der
Unternehmer besser einschätzen zu Zugang zu Technologien (53%), die Qualität
können, wurden die Teilnehmer gebeten, der Hochschulbildung (52%), die Qualität
eine Reihe von Standortfaktoren der beruflichen Ausbildung (48%).
einerseits nach Wichtigkeit für die
Unternehmensaktivitäten und andererseits Als weniger entscheidende Faktoren
nach ihrer diesbezüglichen Zufriedenheit zu gelten: die Lebensbedingungen
bewerten. ausländischer Führungskräfte (54%), die
Rahmenbedingungen des R&D Sektors
Für die befragten Unternehmen sind am (51%), die Fördermittel für Unternehmen
wichtigsten: die Einsatzbereitschaft der (47%) und die Transparenz der öffentlichen
Mitarbeiter (66%), die Verfügbarkeit von Ausschreibungen (46%).
Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt (59%),
das Arbeits- und Gewerkschaftsrecht (51%),
die Arbeitsflexibilität (51%).

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 21


5 Wichtigkeit der Faktoren

80 %

70 %
sehr wichtig

60 %

50 %

40 %

30 %
wichtig

20 %

10 % weniger wichtig

0% g
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Grafik 15

Zufrieden sind die befragten Unternehmen mit den Die Gründe für die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit
Infrastrukturen und den Lebensbedingungen für der Unternehmer sind dieselben wie in den Jahren
ausländische Führungskräfte. Darauf folgen der Zugang 2010 und 2012. Es ist somit eine Diskrepanz
zu Technologien, die Energiekosten, das Vorhandensein zwischen den von den französischen Verantwortlichen
qualifizierter Lieferanten und der Schutz des angekündigten Änderungen und der Wahrnehmung
geistigen Eigentums, die jeweils auf demselben durch die deutschen Unternehmen auszumachen.
Zufriedenheitslevel rangieren. Letztere zeigen sich heute unzufriedener als in der
Vergangenheit
Am Ende der Zufriedenheitsskala stehen das Arbeits-
und Gewerkschaftsrecht, die Unternehmenssteuern und
-abgaben sowie die Löhne und Sozialabgaben. Es sind
jedoch gerade diese Kriterien, die als sehr wichtig für
die Geschäftslage und Geschäftsentwicklung angesehen
werden.

22 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Zeitliche Entwicklung des Wichtigkeitsgrades der Faktoren

Infrastrukturen

Lebensbedingungen ausländischer Führungskräfte

Schutz des geistigen Eigentums

Vorhandensein qualifizierter Lieferanten

Energiekosten

Zugang zu Technologien

Einsatzbereitschaft der Angestellten

Qualifikation der Angestellten

Qualität der Hochschulbildung

Rahmenbedingungen für den Sektor R&D

Produktivität der Arbeitnehmer


im Vergleich zu Deutschland

Transparenz der öffentlichen Ausschreibungen

Verfügbarkeit von Fachkräften

Politische Stabilität

Fördermittel für Unternehmen

Zahlungskonditionen

Qualität der beruflichen Ausbildung

Effizienz der öffentlichen Verwaltung

Arbeitsflexibilitât

Löhne und Sozialabgaben

Unternehmensbesteuerung und -abgaben

Arbeits- und Gewerkschaftsrecht

0 1 2 3 4 5

2010 2012 2014

Grafik 16
1 =weniger wichtig | 6 = sehr wichtig

« Ich bin optimistisch eingestellt, denn mit


der Zeit entwickeln sich die Dinge weiter. Man
darf nicht vergessen, dass einst Deutschland
als „kranker Mann Europas“ bezeichet wurde.
Dies trifft nun nicht mehr zu. Die größte
Schwierigkeit Frankreichs besteht darin, mit
Jacques Rivoal
seinen Reformen auf allgemeine Zustimmung
Präsident
zu stoßen. Denn, wie sollen Letztere Volkswagen Frankreich

umgesetzt werden, wenn sich die Bevölkerung


dagegen sträubt? »

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 23


5 « Frankreich steht vor umfassenden Reformen, um Vertrauen
und Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken. An neuen
unternehmerischen Herausforderungen und zahlreichen
Möglichkeiten wird es auf beiden Seiten des Rheins auch künftig
nicht fehlen. Neben den traditionellen Industriebranchen und
Dienstleistungsbereichen sind die Themen Energie,
Jörn Bousselmi
Energieeffizienz, Umwelttechnologien, der Gesundheitsmarkt
Hauptgeschäftsführer
sowie die rasant fortschreitende Deutsch-Französische
Industrie- und
Digitalisierung und Vernetzung in allen Bereichen von ständig Handelskammer

wachsender Bedeutung. »

Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität Frankreichs


Eric Pfeiffer, Geschäftsführer der Helaba Landesbank zur Umfrage 2012 ist die Erhöhung der Flexibilität
Hessen, bringt die aktuelle Lage Frankreichs auf des Arbeitsmarktes vom ersten auf den zweiten Platz
den Punkt: „Frankreich ist eine altehrwürdige gesunken, was wohl auf die Auswirkungen kürzlich
Nation, die sich in der Zwischenphase eines verabschiedeter Gesetzesänderungen zurückgeführt
Umstrukturierungsprozesses befindet“. Das Land muss werden kann.
zahlreiche Herausforderungen bewältigen, um sich in
den kommenden Jahren weiterhin einen Platz in der Die geführten Interviews mit Unternehmern
Liste der bevorzugten Zielländer deutscher Investoren erlauben eine ergänzende und nuancierte Sicht
zu sichern. der Zahlen. Vereinfachung, Lockerung, Flexibilität
und Stabilität stellen allseits bekannte, bereits seit
Um in Erfahrung zu bringen, welche Maßnahmen zur Jahren geäußerte Erwartungen dar. Einige der
Steigerung der Attraktivität Frankreichs von besonderer Geschäftsführer und Führungskräfte, die wir getroffen
Bedeutung sind, wurden die Unternehmen gebeten, aus haben, sind jedoch auch über den schlechten Zustand
14 vorgeschlagenen Maßnahmen die aus ihrer Sicht 3 des Industrieapparates und dem Verschwindens
wichtigsten Maßnahmen auszuwählen. ganzer Branchen besorgt, die Frankreich nicht auf
seinem Territorium halten konnte, wie beispielsweise
60% der Befragten nannten die Reduzierung der dem Textilsektors. Zudem werden öffentliche
Steuerlast für Unternehmen als wichtigste Maßnahme, Ausschreibungen als für ausländische Unternehmen im
dicht gefolgt von einer Erhöhung der Flexibilität des Ergebnis noch zu wenig zugänglich bewertet.
Arbeitsmarktes, die von 50% genannt wurde.
Für andere Unternehmer wiegen die Steuerlasten
Die Vereinfachung und Lockerung der Vorschriften und Sozialabgaben zu schwer, aber das taten sie
in den Bereichen Steuern, Soziales und Verwaltung bereits vor der Krise, als die Geschäftslage noch gut
vereint ebenfalls viele Stimmen auf sich. Im Vergleich war. Sie glauben sogar, dass selbst eine Reduzierung

« Aus den Aussagen und Antworten deutscher Unternehmer


in Frankreich ergibt sich eine geteilte Sicht der aktuellen
Geschäftslage. Die Identifikation von Ursachen und Lösungen
gibt manchmal Anlass zu Diskussionen. Jedoch geht aus der
Umfrage eine Forderung ganz deutlich hervor, die Forderung
nach Stabilität, sei es im Hinblick auf den regulatorischen
Nicola Lohrey
Rahmen, die Gesetzeslage oder die Steuern. Letztere stellt stellvertretende
folglich eine unverzichtbare Voraussetzung dar, um das Geschäftsführerin und
Rechtsanwältin, Ernst &
Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. » Young Société d’Avocats

24 Deutsche Unternehmen in Frankreich


der Abgabenlast nicht mehr zu einer nicht das eigentliche Problem sind. Das ist
Wiederbelebung der Geschäftslage eine Frage des Gesellschaftsmodels und am
beitragen würde. Eine Ansatz für die Ende gleichen sich die Kosten in Frankreich
Wiederbelebung der Wirtschaftslage auf und Deutschland an. Das wirkliche Problem
neuen Grundlagen könnte insbesondere bleibt die Rigidität des Arbeitsrechts.“
die Reduzierung des Gewichts
des Finanzmarktes zugunsten der Darüber hinaus wurde häufig die deutsche
Realwirtschaft darstellen. Andere schlagen Kultur für ihre Konsens- und Dialogfähigkeit
vor, den Schwerpunkt auf Innovationen zu hervorgehoben, die im Vergleich zu
setzen, um die Gewinnspannen zu erhöhen Frankreich ein schnelleres Vorankommen,
und auf hochwertiger Produktsortimente sowohl auf Unternehmensebene als auch in
„Made in France“ zu setzen. Geringwertigen politischer Hinsicht ermöglichen.
Produktsortimenten, sind nicht mehr Im Bereich der Politik wünschen sich
wettbewerbsfähig. die befragten deutschen Unternehmer
Was soziale Aspekte anbelangt, stellt die Strukturreformen, die zwar häufig
35-Stunden-Woche heute für Unternehmer angekündigt, aber nicht immer umgesetzt
insofern keine große Herausforderung werden. Sie wünschen sich langfristige
mehr dar, als sie im Gegenzug von ihren Berechenbarkeit und eine klare Linie, an
Angestellten Produktivität und Flexibilität der sie sich orientieren können. Damien
erwarten können. Jedoch wird die Schirrer, Geschäftsführer von Orbis,
Komplexität des Arbeitsrechtes und der bringt die Bedürfnisse der Unternehmer
Arbeitnehmervertretung weiterhin stark auf den Punkt: „Die Unternehmen
kritisiert. brauchen eine Vision auf lange Sicht, die
Ihnen die französische Politik derzeit nur
Einer der Gesprächspartner meinte sogar: unzureichend vermittelt.“
„Nach meiner Erfahrung bin ich überzeugt,
dass die Abgabenlast und die Arbeitskosten

« Ich denke, dass Frankreich eine vielsprechende


Zukunft vor sich hat. Frankreich ist eine große
Nation, eine bedeutende Wirtschaftsmacht
mit positiven Aussichten im Bereich der
Bevölkerungsentwicklung. Es hat einen guten
Industriebereich, bedeutende Industrieakteure
die weltweit tätig sind.Es darf außerdem nicht Stephan Parthier

vergessen werden, dass Frankreichs Potential Geschäftsführer, E.ON

auch in seiner Innovationsfähigkeit liegt. Dies


zeigt sich bereits auf sprachlicher Ebene, denn
das Wort Unternehmer (frz. entrepreneur)
stammt ursprünglich aus dem Französischen.
Die große Herausforderung für die Regierung
und für die Franzosen im Allgemeinen besteht
darin, ihre Niedergeschlagenheit abzulegen,
aufzustehen und alle Kräfte in Bewegung zu
setzen, um das Land voranzubringen. Unser
Nachbarn sind sich der Vorzüge Frankreichs
ebenso wie der derzeit herrschenden
Krisenstimmung bewusst. »

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 25


5 Erforderliche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität für ausländischen Investoren

56 %
Reduzierung der Unternehmensbesteuerung
60 %

58 %
Erhöhung der Flexibilität des Arbeitsmarktes
50 %

47 %
Vereinfachung der arbeitsrechtlichen Normen und Verfahren
50%

37 %
Reduzierung der Besteuerung der Arbeitseinkommen
37 %

23 %
Vereinfachung der Steuerregelungen
35 %

19 %
Harmonisierung der steuerlichen Veranlagungen zwischen unterschiedlichen Ländern
22%

14 %
Verbesserung der Effiziene und Kompetenz staatlicher Behörden/Bürokratieabbau
18 %

12 %
Verbesserung der nicht akademischen Berufsausbildung
11 %

5%
Verbesserung des Schul- und Hochschulsystems
8%

Sonstiges
5%

2,7 %
Verbesserung der Kommunikation mit ausländischen Investoren
4%

3,6 %
Steigerung der Standortattraktivität Frankreichs für deutsche Investoren
2%

0,9 %
Förderung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen
2%

1,8 %
Verbesserung der Effizienz des Gerichtswesens
2%

3,6 %
Fördermittel für R&D und Innovation
1%

2012 2014

Grafik 17

26 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Frankreich im Standortwettbewerb
Auf die Frage, ob ihre Muttergesellschaft sich auch heute noch für
eine Niederlassung in Frankreich entscheiden würde, antworteten
68% der Unternehmen mit „Ja“, was in etwa mit den Ergebnissen
der Umfrage 2012 überstimmt. Trotz der angeschlagenen
Wirtschaftslage bleibt Frankreich ein attraktives Land für deutsche
Unternehmen.

Die befragten Unternehmer sind sich ebenso wie die deutsche


Wirtschaftspresse3 einig bezüglich der wesentlichen Vorzüge
Frankreichs, zu denen, ihrer Ansicht nach, Faktoren wie Kreativität,
Innovation, Improvisations- sowie Anpassungsfähigkeit,
Problemlösungskompetenz, Design, Erziehung, Ausbildung und
Engineering zählen.

Frankreich hat Spitzenbranchen wie beispielsweise die


Luxusgüterindustrie-, den Nahrungsmittel- und den Energiesektor
vorzuweisen. Darüber hinaus lohnt es sich, die Möglichkeiten
außerhalb der Hauptstadtregion zu betrachten, denn zahlreiche
Regionen haben leistungsfähige Einrichtungen zur Unterstützung
ausländischer Investoren vorzuweisen. Nach Ansicht der befragten
Unternehmer kann Frankreich durchaus seine einstige Platzierung
im Attraktivitätsranking zurückgewinnen, sofern es sich auf seine
Stärken besinnt.

« Salzgitter hat in Frankreich


investiert, weil die französische
Stahlbranche ein langfristiges
und bedeutendes Volumen birgt.
Die Branche hat in Europa das
zweitgrößte Potential hinsichtlich
Philippe Robert
des Auftragsvolumens, und Geschäftsführer Salzgitter
seine Attraktivität verspricht Mannesmann France

langfristig vorteilhafte
Ergebnisse. Salzgitter
beabsichtigt weiterhin auf dem
französischen Territorium zu
investieren, selbst wenn hierbei
zeitweilig finanzielle Verluste
in Kauf genommen werden
müssen. »

3 Diese Umfrage wurde von Studenten des Masterstudiengangs European Business der ESCP-Europe im Auftrag von EY im ersten Semester 2014
durchgeführt.

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 27


5 Die Konkurrenten Frankreichs
Vergleicht man die Attraktivität Frankreichs mit der Platz ein, während Indien vom dritten auf den siebten
anderer Länder im Hinblick auf die Realisierung kurz- Platz rutscht. Zu den am wenigsten attraktiven Ländern
und mittelfristiger produktiver Investitionen, so kommt zählen Portugal, Italien, und die Länder Südamerikas,
man zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass Brasilien ausgenommen. Wie bereits im Jahr 2012 sind
deutsche Investoren ihr Heimatland bevorzugen. die Märkte stark von der Wirtschaftskrise beeinflusst
und rufen immer noch Zweifel bei den ausländischen
Deutschland bleibt in ihren Augen das attraktivste Investoren hervor.
Land, gefolgt von China, den USA/Kanada und den
übrigen EU-Ländern. Großbritannien nimmt den 5.

Die Konkurrenten Frankreichs


1 Deutschland 1,9
2 China 2,6
3 USA/Canada 2,7
4 Andere EU-Länder 3
5 Großbritannien 3,1
6 Brasilien 3,1
7 Indien 3,2
8 Länder Zentral- und Osteuropas 3,2
9 Andere asiatische Länder 3,3
10 Spanien 3,4
11 Andere Länder Südamerikas 3,5
12 Italien 3,7
13 Portugal 4,1

Grafik 19
1 = sehr attraktiv - 6 = wenig attraktiv

« Für den Transport


in Europa ist die
geographische Lage
Frankreichs günstiger als
die Deutschlands. So ist
zum Beispiel Le Havre
Philippe de Crécy
der erste europäische Präsident,
Hafen, der von Schiffen DB Schencker

aus Asien angefahren


wird. Außerdem
besitzt Frankeich
hochqualifizierte
Arbeitskräfte. »

28 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 29
6 Methodologie

30 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer schätzt
die Anzahl deutscher Unternehmen mit Niederlassungen in
Frankreich auf mehr als 3 000. Als ein in Frankreich ansässiges
deutsches Unternehmen wird eine juristisch selbständige
Gesellschaft angesehen, die auf dem französischen Territorium
tätig ist und deren Gesellschaftskapital sich mehrheitlich in
deutschem Besitz befindet.

Die Unternehmen wurden gebeten, einen Online-Fragebogen


auszufüllen. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden durch 22
Interviews mit Unternehmensvertretern ergänzt.

Von insgesamt 2 000 kontaktierten Unternehmen haben 181 an


der Umfrage teilgenommen. Im Vergleich zum letzten Jahr (5,5%)
fällt die Rücklaufquote der Umfrage (9%) damit fast doppelt so hoch
aus.

84% der Unternehmen, die an der Umfrage 2014 teilgenommen


haben, beschäftigen 250 oder weniger Angestellte. In der Ausgabe
2012 waren es lediglich 71%. 16% der Unternehmen haben
mehr als 250 Angestellte, in 2012 lag deren Anteil bei 32% lag.
Schließlich haben sich 86% der befragten Unternehmen bereits vor
mehr als 10 Jahren in Frankreich niedergelassen, 5% vor 4 Jahren
und 4% vor 3 Jahren oder weniger. Im Vergleich nahmen diese
Gruppen 2012 jeweils 71%, 9% und 5% ein.

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 31


6 Teilnehmende Unternehmen nach Wirtschaftssektor Bereitstellung des
Gesellschaftskapitals
Dienstleistungen

18 % durch deutsche
Gesellschafter/
42 %

Industrie
Anteilseigner
40 %
80% der befragten Unternehmen sind zu
Handel
100% im Besitz deutscher Gesellschafter/
Aktionäre, 4% zu 99%, 3% zu 75% und 4%
zu 50%
Grafik 20

Unternehmensherkunft
76% der Unternehmen wurden in Frankreich
neu gegründet, 21% gingen aus einer
Übernahme hervor und lediglich 1%
beziehungsweise 2% sind Resultat einer
Fusion /Teil eines gemeinschaftlichen
Unternehmens

Wirtschaftssektor
42% der befragten Unternehmen sind in der
Industrie tätig, 40% im Handel und 18% im
Industriebranchen Dienstleistungssektor.

Metallverarbeitung,
Maschinen-, Anlagen-

Industriesektor
und Apparatebau 48 %

Automobil- 18 % Von den Industrieunternehmen, die an der


und Zulieferindustrie
Umfrage teilgenommen haben, sind die
11 %
Branchen Metallverarbeitung, Maschinen-,
Chemie/Pharma
Anlagen- und Apparatebau mit 48% am
stärksten vertreten. Sie werden gefolgt von
Nahrungs-/Genussmittel 6%
der Automobil- und Zulieferindustrie (18%)
und der Chemie- und Pharmaindustrie
Konsumgüter 5% (11%). Die Vertreter der Konsumgüter- und
Nahrungsmittelindustrie sind mit jeweils nur
Sonstige 29 % mit 5% und 6% vertreten. Unter den übrigen
Sektoren befinden sich Unternehmen aus
Grafik 21 dem Bereich der erneuerbaren Energien,
Werften und der Baubranche.

32 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Handel Handelssektor
Metallverarbeitung,
Maschinen-, Anlagen- Von den Handelsunternehmen, die an der
und Apparatebau 48 %
Umfrage beteiligt waren, sind etwa 48%
im Bereich der Metallverarbeitung, des
Automobil-
und Zulieferindustrie
19 % Maschinen-, Anlagen- und Apparatebaus
tätig. Diese Branchen sind deutlich stärker
Chemie/Pharma 11 % vertreten als alle übrigen

Nahrungs-/Genussmittel 8%

Konsumgüter 8%

Sonstige 26 %

Grafik 22

Dienstleistungsbranchen Dienstleistungssektor
55% der befragten Unternehmen, die
55 %
dieser Branche angehören, sind im
Unternehmensberatung
Bereich der Unternehmensberatung
tätig, 30% im Finanz-, Versicherungs-
oder Immobiliensektor und 14% im
Finanzen/ Versicherungssektor/ 30 %
Immobilien Transportwesen.

Verkehr 14 %

Hotel- und Gastronomiegewerbe / 2%


Tourismus

Grafik 23

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 33


7 Leistungen der Deutsch-Französischen
Industrie- und Handelskammer und von EY

34 Deutsche Unternehmen in Frankreich


Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 35
7 Die Deutsch-Französische Industrie-
Ansprechpartner
und Handelskammer in Frankreich
Marktberatung
Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer ist Wally Lindermeir
eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wlindermeir@francoallemand.com
anerkannte deutsche Auslandshandelskammer (AHK) und Teil des
weltweiten Netzes von 130 deutschen AHK-Büros in 90 Ländern.
Aus- u. Weiterbildung
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
vertritt sie die Interessen der deutschen Wirtschaft in Frankreich. Margarete Riegler-Poyet
mriegler@francoallemand.com
Mit unserem Engagement in vielen Gremien, zahlreichen
Veranstaltungen und Angeboten für Unternehmen sowie einem Recht & Steuern
hervorragendem Netzwerk in Wirtschaft und Politik leisten wir Joachim Schulz
als Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer unseren jschulz@francoallemand.com
Beitrag zu einer dynamischen bilateralen Kooperation unserer
beiden Länder und der Unternehmen in einem europäischen und
Umwelt
international geprägten Umfeld.
Christa Geissinger
Dank unserer 850 Mitglieder, qualifizierten Mitarbeitern, cgeissinger@francoallemand.com
erstklassigen Marktkenntnissen und besten Kontakten ist die
Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer jederzeit gern Mitglieder
ihr kompetenter und vielseitiger Interessenvertreter, Partner und Audrey Gibouin
Dienstleister. agibouin@francoallemand.com
http://frankreich.ahk.de - www.franco-allemand.com
Veranstaltungen
Deutsch-Französischer Stellenmarkt: Wolfgang Krill de Capello
www.emploi-franco-allemand.com wkrill@francoallemand.com

Publikationen & Presse


Alexandra Seidel-Lauer
aseidel@francoallemand.com

Stellenmark
Catherine Cotting
ccotting@francoallemand.com
www.emploi-franco-allemand.com

Büro Berlin
Martina Mousseau
mmousseau@francoallemand.com

36 Deutsche Unternehmen in Frankreich


EY Cross-Border Business
Ansprechpartner
Services
EY ist eines der weltweit führenden
Cross-Border Business Services
Unternehmen im Bereich Rechnungsprüfung, Stéphane Baller
Unternehmensberatung, Transaktionen, Partner - Ernst & Young Société d’Avocats
Recht und Steuern. Mit 175 000 Tél : +33 1 55 61 13 19
Kooperationspartnern in 151 Ländern zählt stephane.baller@ey.avocats.com
Globalität zum Alltagsgeschäft von EY. Christophe Hémery
Senior Manager - Marketing/Développement
Grenzüberschreitende Geschäfte können
Tél : +33 6 88 38 40 93
bedeutende finanzielle, steuerliche, soziale, christophe.hemery@fr.ey.com
organisatorische und interkulturelle
Fragestellungen mit sich bringen. Um diese Deutsche-französisches Team
Herausforderungen zu bewältigen, hat
Nicola Lohrey
EY in Frankreich pluridisziplinäre Teams
Executive Director, Avocat und Rechtsanwältin
zusammengestellt, die auf Cross-Border-
Ernst & Young Société d’Avocats
Aktivitäten sowie Inbound und Outbound in Tél : +33 1 55 61 14 37
den von Investoren bevorzugten Ländern, nicola.lohrey@ey-avocats.com
darunter Deutschland, spezialisiert sind. Die
grundlegende Idee dahinter besteht darin, die Bordeaux-Toulouse
erforderlichen technischen Kompetenzen durch Johan Gaulin
spezifische interkulturelle und sprachliche Partner - Ernst & Young Société d’Avocats
Kenntnisse zu ergänzen, um so erfolgreich Tél : +33 05 57 85 47 38
grenzüberschreitende Projekte, vor allem in johan.gaulin@ey-avocats.com
wachstumsstarken Ländern, durchzuführen.
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Im Ausland sind unsere französischen
Paule Welter
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Executive Director - Ernst & Young Société d’Avocats
Weltmärkten. Sie begleiten unsere
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französischen Kunden beim Ausbau ihrer paule.welter@ey-avocats.com
Geschäftsaktivität auf internationaler Ebene
indem sie das Verständnis der technischen Lyon
und kulturellen Besonderheiten des jeweiligen
Xavier Duquenne
Geschäftsumfeldes entwickeln.
Executive Director -Ernst & Young Société d’Avocats
Tél : +33 4 78 63 17 19
www.ey.com
xavier.duquenne@ey-avocats.com

Marseille-Nice-Montpellier

Pierre-André Lormand
Partner - Ernst & Young Société d’Avocats
Tél : +33 4 91 23 99 08
pierre-andre.lormand@ey-avocats.com

Nantes-Rennes

Julia Schloesser
Manager - Ernst & Young Société d’Avocats
Tél : +33 2 51 17 50 35
julia.schloesser@ey-avocats.com

Strasbourg

Paul Gerber
Partner - Ernst & Young et Associés
Tél : +33 1 55 61 09 65
paul.gerber@fr.ey.com

Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2014-2017 37


EY | Audit | Conseil | Fiscalité & Droit | Transactions

Ernst & Young Société d’Avocats

EY Société d’Avocats est un des cabinets leaders de la fiscalité


et du droit. De par notre appartenance à un réseau de dimension mondiale,
nous mettons notre expertise au service d’une performance durable
et responsable. Nous faisons grandir les talents afin qu’ensemble, ils
accompagnent les organisations vers une croissance pérenne. C’est ainsi
que nous jouons un rôle actif dans la construction d’un monde plus juste et
plus équilibré pour nos clients, nos équipes et la société dans son ensemble.

Ernst & Young Société d’Avocats


Inscrit au Barreau des Hauts de Seine
Membre d’Ernst & Young Global Limited

EY désigne l’organisation mondiale et peut faire référence à l’un ou plusieurs


des membres d’Ernst & Young Global Limited, dont chacun est une entité
juridique distincte. Ernst & Young Global Limited, société britannique à
responsabilité limitée par garantie, ne fournit pas de prestations aux clients.
Retrouvez plus d’informations sur notre organisation sur www.ey.com.

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Handelskammer in Frankreich
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