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Frau B. wurde am 16.02.1936 als sechstes von insgesamt zehn Kindern geboren.

Sie lebte mit


ihren Eltern und Geschwistern auf einem landwirtschaflichen Anwesen in Schwaig
( Niederbayern ). Auf Nachfrage, wie sie den Krieg erlebte, erzählte sie mir ___ oft sie aus der
Schule geholt worden ist und sich flach auf den Boden legen musste, dann hörte sie schon die
Flugzeuge die ganz tief über sie hinweg flogen. “ Ich hatte solche Angst, war ja damals noch ein
junges Ding und betete immerzu, bitte Herrgott lass meine Eltern und Geschwister am Leben „.
___ ihr Vater schon in der Jugendzeit einen schlimmen Unfall erlitt “ er bekam die rechte Hand in
eine Strohschneidemaschine und verlor vier Finger „, musste sie schon als junges Mädchen von
früh morgens ___ spät abends auf dem Feld mitarbeiten und sich zusätzlich noch __ die jüngeren
Geschwister kümmern. Für Frau B. ist es sehr wichtig “ gebraucht “ zu werden. ___ zur Mithilfe bei
der Wäsche oder zum Abtrocknen des Geschirrs. Da sie zeitweilen von starken Schmerzen
geplagt ist, konnte ich schon desöfteren beobachten wie sie in ihrem Tun zeitweise ihre
Schmerzen vergessen kann. 1950 zog sie dann nach Train, wo sie auf einem großen Gutshof
ihrer zukünftigen Schwiegereltern zu arbeiten begann. “ Das war eine harte und auch eine
meiner schönsten Zeit“, erzählt sie mir mit einem verschmitzten lächeln. „Der Max, der Sohn vom
Bauern hat mir gleich gefallen, er hat keine Minute ausgelassen um mir nachzustellen“.Da Frau
B. wie sie selbst sagte, eine fleissige Arbeitskraft war, freuten sich natürlich seine Eltern als er sie
fragte ob sie ihn heiraten wolle. 1958 wurde ____ geheiratet und ein Jahr später bekam sie ihre
Tochter Elisabeth, die als Frühgeburt ____ Welt kam. “ Mein Bruder ist einen Tag vor der Geburt
meiner Tochter mit seinem Motorrad verunglückt“ erzählt sie unter Tränen. “ Es war so ein
Schock, das gleich die Wehen eingesetzt haben wie ich es erfahren habe“. ___ ich sie fragte was
ihr schönstes Erlebnis gewesen wäre, antwortete sie mir wie aus der Pistole geschossen “ Wir
sind im Winter öfter mal in den Tanzstadel gefahren, ____ Tanzen war unsere größte Leidenschaft
und da wir einen großen Hof hatten waren wir sehr angesehen“.
1973 bekam Frau B. ihre zweite Tochter, die natürlich sehr verwöhnt wurde, wie sie mir
erzählte.“Es hat soviele Jahre nicht geklappt, ich wollte einfach nicht schwanger werden“. „All das
Glück war mir nicht vergönnt, denn wenige Monate nach der Geburt meines zweiten Kindes
verstarb mein geliebter Mann ___ einem Lungentumor und ich stand alleine da, mit ____ einem
Baby“. Frau B. sucht stets den Kontakt ___ anderen Heimbewohnern, denen sie dann immer
erzählt wie angesehen sie _____ war und was sie alles gehabt hat. Besonderen Wert legt sie ____
ihre Garderobe und bei der morgentlichen Grundpflege sieht sie lieber einmal zuviel als zu
wenig in den Spiegel. Jeden Sonntag sitzt sie schon ____ Lockenwicklern in ihrem Zimmer und
möchte die Haare aufgedreht bekommen.

An ob mit doch dann wie denn zur da um auf noch als bis zu