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Checkliste Stand: September 2017

Hinweise und formale Erfordernisse zum Antrag auf Zulassung im


akademischen Heilberuf

1. Formale Erfordernisse für alle einem Antrag beizufügenden Dokumente


a. Beglaubigungen
Beglaubigungen werden nur anerkannt, wenn diese von einer siegelführenden Behörde oder von ei­
nem Notar bzw. einer Notarin angefertigt wurden.
b. Übersetzungen
Alle nicht in deutscher Sprache ausgestellten Dokumente müssen in die deutsche Sprache übersetzt
werden und sind jeweils in Form einer amtlichen oder notariell beglaubigten Kopie vorzulegen. Ist der
Beglaubigungsstempel nicht in deutscher Sprache verfasst, so muss auch dieser übersetzt werden.
Für die Übersetzungen selbst gilt dabei Folgendes:
- In Deutschland gefertigte Übersetzungen
werden nur akzeptiert, wenn sie von einem/einer hierzulande öffentlich bestellten oder beeidig­
ten Dolmetscher/in oder Übersetzer/in erstellt wurden.
- Für Übersetzungen aus einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäi­
schen Wirtschaftsraum oder der Schweiz
gilt das vorgenannte Erfordernis nur, wenn im Einzelfall berechtigte Zweifel am Inhalt der dort
gefertigten Übersetzungen bestehen.
- Übersetzungen, die in einem Staat außerhalb der Vertragsstaaten des Abkommens über
den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz (sogenannter Drittstaat)
gefertigt wurden, werden grundsätzlich nicht anerkannt. Es werden nur von einem/einer in
Deutschland öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/in oder Übersetzer/in erstellte
Übersetzungen akzeptiert. Die bereits in einem Drittstaat erstellten Übersetzungen können aber
im Hinblick auf eine Senkung der Kosten und um dem/der inländischen Dolmetscher/in bzw.
Übersetzer/in Formulierungsarbeiten zu ersparen, einem/einer in Deutschland öffentlich bestell­
ten oder beeidigten Dolmetscher/in oder Übersetzer/in zur Prüfung ihrer Richtigkeit vorgelegt
und anschließend bei der Regierung eingereicht werden.
c. Originale
Nur wenn ausdrücklich Originale gefordert werden.

2. Liste der dem Antrag beizufügenden Dokumente


a. Bei einer Ausbildung in Deutschland

Geburtsurkunde / Abstammungsurkunde oder Auszug aus dem Familienbuch der Eltern.

Gegebenenfalls Nachweis über eine Namensänderung (z. B. Heiratsurkunde), sofern der von
Ihnen geführte Name von Ihrer Geburtsurkunde abweicht.

Gültiger Identitätsnachweis (Reisepass oder Personalausweis).

Aktueller, lückenloser und unterschriebener Lebenslauf (eine tabellarische Aufstellung der ab-
solvierten Ausbildungsgänge und der ausgeübten Erwerbstätigkeiten).
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Ärztliches Attest
- versehen mit einem Praxis- oder Klinikstempel und
- ausgestellt und unterschrieben von einer/einem in Deutschland niedergelassenen Ärztin/Arzt
Das Ärztliche Attest darf nicht von einer/einem Familienangehörigen oder Lebenspartnerin/Lebens-
partner der Antragstellerin/des Antragstellers ausgestellt werden.
Es darf bei Antragseingang nicht älter als einen Monat sein.

Führungszeugnis der Belegart „O“ (falls Wohnsitz in Deutschland)


In Deutschland ist dieses bei der Meldestelle Ihres Wohnortes zu beantragen. Dieses Führungs-
zeugnis lassen Sie bitte unter Angabe des Verwendungszwecks „Approbation als …“ bzw. „Berufs-
erlaubnis als …“ direkt an die Regierung übersenden.
Regierung von Oberbayern Regierung von Unterfranken
Sachgebiet 55.2, Zi. 3218 oder Sachgebiet 55.2
80534 München Peterplatz 9
97070 Würzburg
Das Führungszeugnis darf bei Antragseingang nicht älter als einen Monat sein. Die Übermitt­
lung des Führungszeugnisses dauert 10 - 14 Tage.

b. Bei einer Ausbildung in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäi-
schen Wirtschaftsraum oder der Schweiz
sind die unter Nr. 2a genannten Unterlagen und zusätzlich folgende Dokumente vorzulegen.

- Für das Ärztliche Attest gilt, dass es bei Antragseingang nicht älter als drei Monate sein darf.

Nachweis der Straffreiheit durch Vorlage eines Strafregisterauszuges aus dem Herkunftsstaat
bzw. den Herkunftsstaaten.
Der Strafregisterauszug darf bei Antragseingang nicht älter als drei Monate sein.

Nachweis erforderlicher deutscher Sprachkenntnisse


- Für die Berufszulassung als Psychologische Psychotherapeutin/Psychologischer Psychothe-
rapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin/Kinder- und Jugendlichenpsychothera-
peut oder Tierärztin/Tierarzt
ist das Zertifikat eines ALTE-zertifizierten Sprachinstituts auf dem Niveau B2 des Gemein-
samen Europäischen Referenzrahmens (GER) vorzulegen.
- Für die Berufszulassung als Ärztin/Arzt, Zahnärztin/Zahnarzt oder Apothekerin/Apotheker
ist eine Bescheinigung über einen erfolgreich abgelegten Sprachtest vorzulegen, der nicht
länger als drei Jahre zurückliegen darf.
Im Rahmen des anhängigen Verfahrens auf Zulassung in diesen Heilberufen ist grundsätz­
lich eine Fachsprachprüfung notwendig, die im Auftrag der Regierung von der jeweiligen
bayerischen Heilberufskammer abgenommen wird.
Die Verfahrenskosten für den Sprachtest betragen 400 Euro. Für die Fachsprachprüfung von
Zahnärzten fällt daneben noch die jeweils gesetzliche Umsatzsteuer an. Die Kosten für den
Sprachtest von Apothekern und Zahnärzten werden von der Regierung als Auslagen erho­
ben. Bei Ärzten erhebt die Bayerische Landesärztekammer die Kosten.
Zu näheren Einzelheiten wird auf die jeweilige Verfahrensordnung für Sprachtests bei Anträ­
gen auf Erteilung einer Berufszulassung verwiesen (siehe Homepage der Regierung von
Oberbayern oder Regierung von Unterfranken).
Hinweis
Eine Anmeldung zur Fachsprachprüfung sollte erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn ein Kenntnisstand auf
dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) besteht.

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Ausnahmen von dem Erfordernis des Fachsprachtests:
- Sie beherrschen Deutsch fließend in Wort und Schrift (z. B. als Muttersprache) oder
- Sie haben den Abschluss in Ihrem Heilberuf (Ausbildungsnachweis) in deutscher Spra­
che erworben oder
- Sie haben den Abschluss einer mindestens zehnjährigen allgemeinbildenden Schulbil­
dung an einer deutschen Schule erworben oder
- Sie haben den Abschluss einer mindestens dreijährigen Berufsausbildung in deutscher
Sprache erworben oder
- Sie waren vor dem 01.04.2017 im Besitz einer von einer deutschen Behörde erteil­
ten Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung Ihres Heilberufs.

Nachweise Ihrer abgeschlossenen Ausbildung


- Ausbildungsnachweis (z. B. Diplom)
- Gegebenenfalls weitere landesspezifische Nachweise
Nur für Approbationsanträge bei einer Ausbildung in einem anderen Vertragsstaat des Abkom-
mens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz gegebenenfalls:
- Bescheinigung der zuständigen Behörde (in der Regel das Gesundheitsministerium) Ihres
Ausbildungslandes, aus der hervorgeht, dass die Bezeichnung Ihres Diploms dem in Anhang
V.1 Nr. 5.1.1 (Ärzte), Anhang V.3 Nr. 5.3.2 (Zahnärzte), Anhang V.4 Nr. 5.4.2 (Tierärzte),
Anhang V.6 Nr. 5.6.2 (Apotheker) der Richtlinie 2005/36/EG für Ihr Ausbildungsland genann­
ten Ausbildungsnachweis gleichsteht und/oder, dass Ihre Ausbildung die Mindestanforderun­
gen des Art. 24 (Humanmedizin), 34 (Zahnmedizin), 38 (Tiermedizin) oder 44 (Pharmazie) der
Richtlinie 2005/36 EG entspricht (Richtlinien- bzw. Konformitätsbescheinigung) bezie­
hungsweise, dass von Ihnen Rechte nach Art. 23 der Richtlinie 2005/36 erworben wurden.
- Diplom der zuständigen Stelle über den Erwerb einer Ausbildung, die im Ausbildungsstaat
für den unmittelbaren Zugang zu einem dem Beruf des Psychologischen Psychotherapeuten
oder dem Beruf des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erforderlich ist.

Unbedenklichkeitsbescheinigung "Certificate of good standing" aus all den Ländern, in de-


nen Sie die Heilberufstätigkeit in den letzten sechs Jahren bereits ausgeübt haben.
Diese Bescheinigung darf bei Antragseingang nicht älter als drei Monate sein und wird in der
Regel von den jeweiligen Berufsvertretungen ausgestellt.

Gegebenenfalls Kopie einer Ihnen von einer deutschen Behörde erteilten Berufserlaubnis

c. Bei einer Ausbildung in einem Staat außerhalb der Vertragsstaaten des Abkommens über den
Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz (sogenannter Drittstaat)
sind die unter Nr. 2a und unter Nr. 2b genannten Unterlagen und zusätzlich folgende Dokumente
vorzulegen.

- Das Ärztliche Attest muss von einer/einem Ärztin/Arzt aus Deutschland oder einem EU-Mitglied-
staat ausgestellt und unterschrieben sein.
Es darf bei Einreichung nicht älter als drei Monate sein und muss nicht bereits bei Antragstel­
lung vorgelegt, sondern kann auch bis zum Abschluss des Verfahrens nachgereicht werden. Wir
empfehlen in diesem Fall aus aufenthaltsrechtlichen Gründen allerdings zusätzlich vorab die
Einholung und Einreichung eines Attests einer Ärztin bzw. eines Arztes im Herkunftsstaat, um
die gesundheitliche Geeignetheit zur Ausübung des Heilberufs abzuklären.

- Die Vorlage der Unbedenklichkeitsbescheinigung "Certificate of good standing" ist nicht


erforderlich, sofern Ihnen von einer deutschen Behörde, der ein Certificate of good standing
vorgelegen hatte, bereits die Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung Ihres Heilberufs erteilt
wurde und Sie seit der Erteilung dieser Erlaubnis den Heilberuf nur noch in Deutschland ausge­
übt haben.

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Weitere Nachweise Ihrer abgeschlossenen Ausbildung
- Übersicht über die während des Studiums absolvierten Fächer mit Stundenzahl (nur bei
Approbationsantrag)
- Gegebenenfalls Nachweis über abgeleistete Pflichtpraktika
- Gegebenenfalls weitere (landesspezifische) Nachweise

Nachweis über die Berechtigung zur Ausübung des Heilberufs im Ausbildungs- und/oder Her-
kunftsstaat.

Curriculum/Studienbuch im Original (nur bei Approbationsantrag)


Das Curriculum kann im Rahmen des Approbationsverfahrens nur anerkannt werden, wenn die­
ses entweder in englischer Sprache verfasst wurde oder wenn der originalsprachigen Fassung
eine deutsche Übersetzung beigefügt ist. Das Curriculum kann nur berücksichtigt werden, wenn
diesem eine Bestätigung Ihrer Universität beigefügt ist, aus der hervorgeht, dass das dort beige­
fügte Curriculum das von Ihnen persönlich absolvierte Studium betrifft. Das Bestätigungsschrei­
ben der Universität ist an das Curriculum zu heften und die Heftung mit einem Stempel/Siegel
der Universität zu versehen.
Im Rahmen der Gleichwertigkeitsprüfung ist zu klären, ob Ihre Ausbildung im Vergleich zur deut­
schen Qualifikation etwaige wesentliche Abweichungen hinsichtlich des Inhalts aufweist. Nur durch
einen konkreten Vergleich Ihres Curriculums mit den deutschen Studien- bzw. Ausbildungsord­
nungen kann die Frage der Gleichwertigkeit des Ausbildungsstands mit der Gewähr der Richtigkeit
und abschließend geklärt werden.

Nachweise über Ihre Tätigkeit im Heilberuf (nur bei Approbationsantrag)


- in Form von qualifizierten Arbeits- und Weiterbildungszeugnissen
- aus allen Ländern, in denen Sie bisher Ihren Heilberuf ausgeübt haben.

Bei länger dauernden Verfahren kann kurz vor der Erteilung der Approbation die Vorlage
eines weiteren Führungszeugnisses der Belegart „O“ erforderlich werden.

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