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AUF EINEN BLICK:

GRAM MATIK

Grundbegriffe
Beispiele
Erklarungen
Obungen
von
Hans Gerd Rotzer

C. C. BUCH NERS VERLAG· BAM BERG


Auf einen Blick: Grammatik
Vorwort
von Hans Gerd Rótzer

Auf einen Blick: Grammatik kann in zweifacher Weise verwendet werden:


1. als lexikalisches Nachschlagewerk, um aufgetretene Unsicherheiten zu
klaren,
2. als systematisches Arbeitsbuch, um das sprachliche Wissen zu vertie-
fen und es durch die eingestreuten Ůbungen zu uberprufen. Der
beigefUgte Schliisse/ zu den Ůbungen ermoglicht eine Kontrolle beim
Eigenstudium.
Dieses Werk folgt der reformierten Rechtschreibung u nd Zeichensetzung.
Die Erkliirungen sind jeweils durch Beispiele veranschaulicht. Mit Hilfe
1. Auflage 1 s 1 6 s 2005 04 03 02 der Ouerverweise (u ), die sich auf die Nummern am Seitenrand bezie-
Di e letzte Zahl bedeutet das Jahr d ieses Druckes. hen, kann der Benutzer weitere auftauchende Fachbegriffe und Sachver-
Al ie Drucke dieser Auflag e sind, weil unterei nander unverandert, nebeneinander ha lte nachschlagen . Ein alphabetisches Sachregister erleichtert die
benutzbar. schnelle Orientierung. Einzelheiten zur Rechtschreibung und Zeichenset-
© C. C. Buchners Verlag, Bamberg 1997.
zung werden jeweils dort behandelt, wo sie tur das Verstandnis der Wort-
Oas Wer k u nd seine Teile sind urheberrechtlich geschutzt. Jede Verwertung in bildung und des Satzbaus wichtig sind.
anderen als den gesetzlich zugelassenen Fallen bedarf der vorherigen sch riftl ichen
Auf einen Blick: Grammatik ist im Unterschied zu Sprachbuchern nicht
Einwilligung des Verlages.
in Lernschritten, sondern systemati sch aufgebaut. Das Buch kann deshalb
www.ccbuchner.de auch neben allen gangigen Sprachbuchern eingesetzt werden.

Redaktion: Gerhard C. Krischker Auf einen Blick: Grammatik ist eine anschauliche Darstel lung und Erlaute-
Einband und Layout: artbox Bremen ru ng des grammatischen Grundwissens. Es geht nicht um die Beschrei-
Druck: creo Druck & M edienservice GmbH, Bamberg bung eines bestimmten Grammatikmodells und auch nicht darum , neue
Bindea rbeiten: H. StUrtz AG, Wurzburg Beg riffe einzufuhren . Vor allem soll die Einsicht in die Struktur und Funk-
tion der Sprache erleichtert werden.
ISBN 3 766 1 4189 9

I
lnhaltsverzeichnis

Lautlehre . 10
Laut . . . . 10
Buchstabe. 13
Phonem 14
Silbe . . 15

Morphem 18
Akzent-Wortakzent - Satzakzent. 19
lntonation (Satzmelodie, Stimmfůhrung) . 20

Wortlehre . 21
Wortbildung. . . 21
Wortstamm. 21
Ablaut. . . . 22
Umlaut .. . 23
Prafix und Suffix 24
Ableitungen (abgeleitete W6rter) . 25
Zusammensetzungen (zusammengesetzte W6rter) 28
Wortbedeutung (Semantik) . . . . . . . . . . . . . 29
Sprachliche Zeichen . . . . . . . . . . . . . . . 29
Semantisches Merkmal (Bedeutungsmerkmal) 30
Wortfamilie . . . . . . . . . 30
Wortfeld - Sachfeld . . . . 32
O berbeg riff - U nterbeg riff . 33
Erbwort .. 34
Lehnwort . 35
Fremdwort 36

I
lnhaltsverzeichnis lnhaltsverzeichnis

Wortarten . . . . . . . . 38 reflexiv . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
Schwache, starke und unregelmiif3ige Verben. 89
F/ektierbare Wortarten . 42 Trennbare und untrennbare Verben 90
Nomen (Substantiv) . . 42 lnfinite Verbformen 91
lnhaltliche Bestimmung 42 Infinitiv . . 91
Verwendung im Satz . 43 Partizip I . . . . 92
Genus .. 43 Partizip li . . . . 93
Numerus . . . . . . . 45 Finite Verbformen 95
Kasus . . . . . . . . . 46
47
Person . 96
Schwache Deklination .
48 Numerus . . . . 96
Starke Deklination ..
49 Genus des Verbs (Genus Verbi). 97
Gemischte Deklination.
Deklination der Eigennamen. 50 Modus. . . 99
Bildung von Nomina . 51 Indikativ . . 100
Konjunktiv I . 100
Artikel (Geschlechtswort) 52 Konjunktiv li. 103
Deklination des Artikels 42 Imperativ 106
Pronomen (Furwort) . . 54 Tempus . . . 107
Personalpronomen .. . 54 Priisens . 108
Reflexivpronomen .. . 56 Priiteritum (Imperfekt) 108
Demonstrativpronomen . 57 Perfekt . .. . .. . 109
Possessivpronomen .. 59 Plusquamperfekt . 109
lnterrogativpronomen . 63 Futur I . . . . . . 11 o
Relativpronomen .. 65 Futur li . . . . . 11 o
lndefinitpronomen . 66 Konjugationstabellen 111
68 Bi ldung der Verben .. 125
Numerale . . . . . . . .
Adjektiv (Eigenschaftswort) 71 Nicht flektierbare Wortarten . 129
lnhaltliche Bestimmung 71 Adverb .. . . . . . . . . . . 129
Verwendung im Satz .. 71 lnhaltliche Bestimmung . 129
Genus, Numerus und Kasus . 72 Verwendung im Satz . . . 131
Schwache Deklination . 73 Komparation (Vergleichsstufen) des Adverbs 131
Starke Deklination . . . . . 73 Pronominaladverb . . . 132
Gemischte Deklination . . . . 74 Bildung von Adverbien. 133
Deklination mehrerer Adjektive . 75
Komparation (Vergleichsstufen). 76 Praposition . . . . . . . . . 134
Rektion bei Adjektiven . 80 lnhaltliche Bestimmung 134
Bildung von Adjektiven 81 Kasus bei den Prapositionen. 135
Stellung der Prapositionen 136
Verb . . . . . . . . . . . . . 83
Verschmelzung mit dem Artikel . 136
lnhaltliche Bestimmung 83
Verwendung im Satz .. 84 Konjunktion . . . . . . . . . . . . . . 137
Vollverben, Hilfsverben, Modalverben 85 Nebenordnende Konjunktionen . 138
Untergliederung der Vollverben. 86 Unterordnende Konjunktionen 139
personlich - unpersonlich. 86
transitiv- intransitiv . . . . . . 86 lnterjektion . . . . . . . . . . . . . 141

I
lnhaltsverzeichnis lnhaltsverzeichnis

Satzlehre (Syntax) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142 Hauptsatz und Nebensatz . 176


Nebensatz . . . . . . . 177
Text .. 142 Satzglied-Gliedsatz 177
Attribut-Attributsatz . 178
Kontext 143
Formen von Nebensatzen (Glied- und Attributsatze) 179
Der ausgestaltete Satz . 143 Eingeleitete Nebensatze . . 180
Nebensatze ohne Einleitung . . . . . 181
Grarnrnatische und inhaltliche Vollstandigkeit . 144 Verki.irzte Nebensatze . . . . . . . . . 182
Satzglieder . . . . . . . . . . 145 Aufgaben (Funktionen) der Nebensatze 188
Pradikat . . . . . . . . . . . . 146 Gliedsatze . . 188
Merkmale des Pradikats . 146 Subjektsatz . . 188
Einfaches und zusammengesetztes Pradikat . 147 Objektsatz . . . 189
lnfinite Pradikatsteile . . . . . . . . . . . . 148 Adverbialsatz . 189
Stellung der Pradikatsteile im Aussagesatz 149 Pradikativsatz . 191
Subjekt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 Einbau des Gliedsatzes in den i.ibergeordneten Satz 192
Wortarten im Subjekt .. . . . . .. . 151 Gliedsatzreihe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
Stellung des Subjekts im Aussagesatz 151 Attributsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194
Objekte . . . . . . 152 Einbau des Attributsatzes in den i.ibergeordneten Satz 195
Genitivobjekt .. 153 Attributsatzreihe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
Dativobjekt . . . 153 Obersicht uber die Bezeichnungen der Nebensatze nach Form
Akkusativobjekt 154 und Aufgabe . . . . . . 196
Prapositionalobjekt 155 Satzgefi.ige . . . . . . . . . 196
Adverbiale . . . . . . . 156 Direkte (wortliche) Rede . . 199
Wortarten und Wortgruppen im Adverbiale 156 Parenthese . . . . 201
Bedeutungsbereiche des adverbialen Satzgliedes . 157
Pradikativum . . . . . . . . 159 Sachregister . 203
Formen des Pradikativums . 160
Satzg lieder zweiten Grades 160 Schliissel zu den Obungen . 209
Satzgliedreihe .. . . . . . 161
Satzgliedteil -Attribut . . . 162
Zuordnungen des Attributs 163
Stellung des Attributs . . . 164
Wortarten und Wortgruppen im Attribut 165
Attributreihe . 166
Satz .. . . . . . . 166
Satzbauplane 168
Satzarten . . . 169
Aussagesatz . 169
Fragesatz . . . 170
Aufforderungssatz (Wunsch- oder Befehlssatz) 171
Ausrufesatz . . . . . . . . . . . . . . 172
Satzarten und Stellung der Satzglieder . 173
Satzarten und Aussageabsicht 173
Kurzsatze . 174
Satzreihe . . . . . .. . . . . . 174

I I
MfiUM

Lautlehre Vokale konnen in betonter oder un-


betonter Stellung stehen:
retten, Findling - betonte Vokale
Laut retten, Findling - unbetonte Vokale
Zu den Vokalen gehoren auch:
Der Laut ist die kleinste Einheit der gesprochenen Sprache. Rader, ortlich, ml.issen, gruBen - der Umlaut
Laute werden unterschieden (aber: Rad, Ort, ich muss, Gruf?.) a - o-u
- nach ihrer Stellung im Wort,
- nach ihrem Klangwert, Baum, Feuer, - der Diphthong (Plural:
Eimer, traumen Diphthonge, griech.: Zwielaut)
- nach ihrer Klangfarbe.
au - ei (ai) - au - eu
u Umlaut, 10

2. Konsonanten
Unterscheidung der Laute nach ihrer Stellung im Wort: (der Konsonant, lat.: consonans, mitlautend, Mitlaut)
Ufer, Ůbung, Eifer, - Anlaut
Der Konsonant entsteht dadurch, dass die ausstromende Atemluft beim
Katze, Mitte, Teller
Sprechen zeitweise gehemmt oder eingeengt wird, z. B. durch die ver-
Bild, Baum, Klammer, - lnlaut schiedene Stellung (Óffnung) der Lippen oder Zahne oder der Zunge in
Gemalde, alt der Mundhohle. Konsonanten mussen durch einen Vokal gestutzt wer-
Arena, Musik, Segel, - Auslaut den; sie sind Mitlaute.
Allgau baden, Keller, Muhle, b - c - d - f - g - usw.
reden, mild, luftig
Unterscheidung der Laute nach ihrem Klangwert:
1. Vokale Unterscheidung der Laute nach ihrer Klangfarbe:
(der Vokal, lat.: vocalis, klangreich, Selbstlaut)
1. Vokale
Der Vokal entsteht dadurch, dass die Stimmbander (Stimmlippen) im Die unterschiedliche Klangfarbe hangt davon ab, wie die Zunge und die
Kehlkopf durch die ausgeatmete Luft zum Schwingen gebracht werden. Lippen geformt werden.
Die Atemluft stromt dabei ungehindert durch den Mund. Vokale tragen Geschlossene und offene Vokale:
sich selbst; sie sind Selbstlaute. nehmen, Lied, Rose, - geschlossene Vokale
Rabe, Rede, Hilfe, a - e - i - (y) - o - u Hut, prufen Sie werden mit moglichst gerin-
Sylt, Boden, Urlaub ger Lippenoffnung gesprochen.
Durch die unterschiedliche Dauer Mann, mit, fort, - offene Vokale
des Atemstroms kann ein Vokal lang Wucht, Brucke Sie werden mit deutlicher Óff-
oder kurz ausgesprochen werden: nung der Lippen gesprochen, im
Gegensatz zu den geschlossenen
Falle, Bett, immer, Schloss - kurze Vokale Lauten.
Sutter, ml.issen
Gabe, Rede, lgel, Mode, Gruf?., - lange Vokale Helle und dunkle Vokale:
ml.ide, beiBen - helle Vokale
fliegen, Bitte
ich rate - aber: die Ratte Beachte: Diese Unterscheidung ist Bei hellen Vokalen liegt der hochs-
ich bete - aber: im Bette auch tur die Bedeutung eines Wor- te Punkt des Zungenruckens vorn
tes wichtig. im Mund.
.-----~------------------------ .,,,. Buchstabe

rufen, Mut - dunkle Vokale Gliederung nach der Artikulations-


Bei dunklen Vokalen liegt der stelle:
hóchste Punkt des Zungen- Wo sie z. B. gebildet werden.
ruckens hinten im Mund. Paul, bitten, melden - Lippenlaute
Gerundete und ungerundete Vo- Tag, dunkel, niemand, Lied, reiben, - Zahnlaute
kale: ziehen, Rasen
Ruhe, loben, - gerundete Vokale
offnen, gruBen Die Lippen sind bei der Ausspra- Buchstabe
che gerundet.
Apfel, Segel, Hilfe,
argern
- ungerundete Vokale
Die Lippen bleiben tlach .
Buchstaben sind die schriftliche Wiedergabe von Lauten. Nicht r
jedem Laut entspricht ein Buchstabe. Es gibt weniger Buchstaben
2. Konsonanten als Laute. I
'
Stimmhafte und stimmlose Konso-
nanten:
Bugel, Donau, Gast, - stimmhafte Konsonanten waschen, Dach, singen Daher werden einige Laute mit meh-
Lied, Mond, neu, Sie sind Laute, bei denen die reren Buchstaben umschrieben.
singen, rudern, Stimmbander (Stimmlippen) im Es kann aber auch ein und derselbe
Hase, Vase, Wien Kehlkopf schwingen. Man kann Laut in der Schrift verschieden wie-
das uberprufen, wenn man die dergegeben werden:
Hand an den Kehlkopf legt. Sage, Saal, fahl - langer Vokal
b - d - g - I - m - n - ng - r - s - Rede, Meer, mehr
v (ausgesprochen wie w) - w Lid, Lied, er empfiehlt
Wache, fast, hart, - stimmlose Konsonanten Bote, Moos, Rohr
kurz, Pappel, Pfund, Bei diesen Lauten kommen die Ufer, Uhr
Wasser, scharf, Stimmbander nicht zum Schwin- Vater, Faden, Philosophie - Konsonanten
Tag, Ratsel, Kutsche, gen. Max, Wachs
Vater, zehn -ch-f - h- k-p- pf-ss -sch -t- reizen, sitzen
ts - tsch - v (ausgesprochen wie
f) - z Rache, Chor, Charme Ein Buchstabe (auch: Buchstaben-
Camping, Caesa r, Cello gruppe) kann tur verschiedene Lau-
Gliederung nach der Artikulations- te stehen.
art: Merke fi.ir die Rechtschreibung:
Wie sie gebildet werden. Gewinn, Riss, Kamm, Soli, Nach kurzem Vokal wird ein Konso-
Panne, tuchtig, kalt, - Verschlusslaute bitten, essen, zusammen, wenn nant meistens doppelt geschrieben
Bild, danken, geben Die Luft wird tur eine gewisse (Konsonantenverdoppelung).
Zeit am Ausstromen gehindert. impfen, helfen, Alter Die Konsonantenverdoppelung nach
Marchen, Sanger, Nummer - Nasenlaute Brand (aber: brennen) kurzem Vokal unterbleibt aber,
Die Luft entweicht durch die Nase. wenn dem kurzen Vokal mehrere
Konsonanten folgen.
Hase, fangen, Rache, - Reibelaute
hóren, scheinen Durch den eingeengten Luftstrom Zucker, Ecke, entdecken Der Konsonant „k" verdoppelt sich
entsteht ein Reibegerausch. nach kurzem Vokal zu dem Schrift-
zeichen „ck".

I I
filt.i,f§sii

Zu-cker, E-cke, ent-de-cken Bei der Silbentrennung gilt „ ck" als Silbe
ein Buchstabe (wie auch „ ch") .
Schloss, rissig, w issen Nach einem kurzen Vokal w ird der
Konsonant „ s " zu „ ss" verdoppelt. Silben sind die kleinsten Lautgruppen oder -verbindungen, aus
Schlčis-se r, ris-sig, Der Doppelkonsonant „ ss" wird bei denen sich ein Wort aufbaut. Der Grundbestandteil ist immer ein
wis-sen der Silbentrennung getrennt. Vokal als Tontrager (Selbstlaut) . Ein Wort kann aus einer oder meh-
reren Silben bestehen.
FuB, mi.iBig, gri.iBen Das Schriftzeichen „ B" kann nu r nach
langen Vokalen stehen.
Fi.i-Be, mi.i-Big, gri.i-Ben Bei der Si lbentrennung wird „B" w ie
ein einzelner Konsonant gewertet.
Stand, Vorstand, standhaft Jedes Wort hat eine Stammsilbe.
sitzen, sch utzen, Katze Der Lautwert des Konsonanten „ z"
Sitz, Schutz wird nach kurzem Vokal durch die Sicht, Durchsicht, sichtbar Durch AnfUgen weiterer Silben ent-
(sit-zen, Kat-ze) Buchstabengruppe „ tz" wiedergege- stehen neue Wčirter, die alle zu einer
ben . Bei der Silbentrennung wird gemeinsamen Wortfamilie g eh čire n .
„ tz", wenn ein Vokal folgt, in „t-z" Diese Silben heiBen:
getrennt.
Eingang, Ausfahrt, Vorsicht, - Vorsilben oder Prafixe (das Prafix,
Sakko, Mokka F remdwčirter mit „ z" oder „ k" behal- unfrei, verkaufen, beschreiben lat.: das vorne Angeheftete)
Pizza, Skizze ten den Doppelkonsonanten.
kindlich, sichtbar, fleiBig - Nachsilben oder Suffixe (das Suf-
fix, lat.: das hinten Angeheftete)
a Silbentrennung, 4; zusammengesetztes Wort, 14
Einige Prafixe und Suffixe sind ur-
sprunglich selbststandige Wčirter ge-
Phonem wesen oder aus selbststandigen
Wčirtern entstanden.
(das Phanem, Plural: Phoneme, Neubildung aus dem Griechischen: Laut,
Stimme) Beispie/e:
Durchfahrt, Ůberblick - aus Prapositionen (durch, uber);
freundlich - aus einem Nomen, das „ Leib ",
Das Phanem ist die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit. „Gestalt" bedeutete; heute nach in
Ein Laut ist dann ein Phonem, wenn durch seinen Austausch an „ Leiche" ;
der gleichen Stelle mit einem anderen Laut sich die Bedeutung des fruchtbar - aus einem Adjektiv, das „t ragend"
Wortes andert. Phoneme sind immer nur durch Opposition (Gegen- bedeutete; heute nach in „ Bahre ".
uberstellung) zu anderen Phonemen zu bestimmen.
Nach Gestalt und Betonung w erden
unterschieden:
Gebilde, Zufahrt, zweierlei - die offene Silbe
Beispiele: (Am Silbenende steht ein Vo kal.)

beten, betten - kurzer od~r langer Laut an der glei- heimlich, Umgang, Verstand die geschlossene Silbe
Kahn, kann chen Stelle (Die Silbe schlieBt mit ei nem Kon-
riet, ritt sonanten.)

Matte, Watte Ruckfahrt, Verkauf - die betonte Silbe


- verschiedener Laut an der gleichen
sagen, Segen Stelle (Die Silbe tragt den Hauptton.)
Laus, Lauf Befehl, verbindlich - die unbetonte Silbe
•ill·+ P.2"·•

Trennung nach Sprachsilben: Wenn Zusammensetzungen oder Ab-


ln der deutschen Rechtschreibung wird zwischen Sprachsilben und ein-ander, her-unter, leitungen nicht (mehr) als solche oh-
Sprechsilben unterschieden. Sprachsilben sind die Bestandteile, vo r-a us, war-um ne weiteres erkennbar sind, dann
aus denen ein Wort zusammengesetzt ist (zusammengesetzte Wor- kon nen sie auch nach Sprechsilben
ter) . Sprechsilben sind die lautliche Untergliederung eines mehrsil- Trennung nach Sprechsilben:
ei-nander, he-runter, getrennt werden.
bigen Wortes.
vo-raus, wa-rum
griech.: Chir/urg Die Schwierigkeit, zwischen Sprach-
(„Hand/werker") silben und Sprechsilben zu unter-
Sprachsi lben: Chir-urg scheiden, besteht vor al lem bei
Haus-dach, Schiff-fahrt, Zusammengesetzte Worter werden Sprechsi lben: Chi-rurg Fremdwortern. Deshalb konnen
Hoch-mut, stein-reich, nach Sprachsilben getrennt. Fremdworter, deren Zusammenset-
neu-geboren lat.: lnter/esse
(„dabei sein") zung nach der Herkunftssprache nicht
Durch-gang, Dunkel-heit, Dies gilt auch tur abgeleitete Worter, Sprachsilben: lnter-esse (mehr) bekannt ist, auch in Sprechsil-
aus-sprechen, unter-bringen, deren Grundwort durch ein Prafix Sprechsilben: lnte-resse ben getrennt werden.
durch-schau-bar, ver-kauf-lich, und/oder Suffix erweitert ist.
klein-lich griech.: Tele-gramm lm Normalfall istjedoch die Trennung
(„Fern-schrift") nach Sprachsilben entsprechend der
Aber: lat.: Sub-stanz Herkunftssprache zu bevorzugen.
flei-Big, lus-tig, Suffixe wie „ig", „isch" oder „ung" („Unter-lage")
hei-misch, franzo-sisch, haben keinen eigenen Anfangskonso-
Verpflich -tu ng nanten; deshalb wird nach Sprechsil-
ben getrennt.
1 Zerlege die Worter nach den Regeln der Silbentrennung:
Barenfang mit Butterbrot
Einfache mehrsilbige Worter und Ein Forstarbeiter hatte im franzosischen Departement Allier einen jun-
Teilworter in Zusammensetzungen gen Baren gefunden. Auf dem Weg zur Arbeit in den Staatsforsten
oder Ableitungen werden nach konnte er ein Tier entdecken, das er zunachst tur ein groBes Wild-
Sprechsilben getrennt. Dabei gilt im schwein hielt. Nachdem er seinen Wagen angehalten und die Tur geoff-
Einzelnen: net hatte, kletterte der zutrauliche Jungbar sogleich ins Auto und sturz-
Lie-be, mu-de, a-ber, - Ein einzelner Konsonant kommt zur te sich auf die belegten Brote des Arbeiters. Dieser nahm das Tier mit
la u-fen nachsten Silbe. nach Hause, in der Hoffnung, dass sich der Besitzer melden wurde.
Sil-ber, lmp-fung, Mes-se, - Bei mehreren Konsonanten kommt
Meis-ter, ord-nen, der letzte Konsonant zur nachsten 2 Aus welchen Sprachsilben bestehen die Worter:
bin-den, am schons-ten Silbe. Heimkehr - Standpunkt - Durchfahrt - SuBwasserfisch - Schulerfahr-
Mun-chen, rau -schen, - „ch", „sch", „ck", „B" werden karte - dunkelblau - standfest - todmude - stinkfaul - einesteils - aus-
Zu-cker, flie-Ben nicht getrennt, wenn sie einen ein- statten - mitteilen - Manuskript - Seismograph - Overall -
zelnen Laut bezeichnen (ebenso: Sciencefiction
„ph", „rh", „sh", „th")

Beachte:
Erst-auf-lage, er-stel-len, Bei zusammengesetzten oder abge-
Mess-er-geb-nis, mes-ser-scha rf, leiteten mehrsilbigen Wortern geht
ent-ei-len, ver-tei-len die Trennung nach Sprach- und
Sprechsilben ineinander.
Morphem Akzent - Wortakzent - Satzakzent

Morphem Akzent - Wortakzent - Satzakzent


(das Morphem, Plura l: Morpheme, Neubildung aus dem Griechischen: (der Akzent, Plural: Akzente, lat.: Ton, Betonung)
Gestalt)

ln einem Wort werden nicht alle Silben gleich betont. Die Betonung
Morpheme sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten einer der einzelnen Worter im Satz hangt davon ab, ob ich etwas
Sprache. Man unterscheidet freie (ungebundene) und gebundene aussage, eine Frage stelle, einen Wunsch auBere - oder auch
Morpheme. davon, welches Wort ich besonders hervorheben mochte.

Freie Morpheme: Wortakzent


Baum, gut, aft - Es sind meistens einsilbige Wor- Betónung, verbíndlich ln der deutschen Sprache sind die
ter, die zum altesten Bestand der entzíehen, unterságen Worter meistens auf der Stammsil-
Sprache gehoren (Stammworter). be betont.
Sie treten als selbststandige Wor-
eínkaufen, Eínkauf Eine Ausnahme davon bilden die
ter mít eigener Bedeutung auf. aúswechseln, aúswechselbar Wortzusammensetzungen, die trenn-
Gebundene Morpheme: bare Verben sind oder auftrennbare
finden, Versteck, Gebinde - Es sind Wortteile, die zwar nicht Verben zuri.ickgehen.
fi.ir sich allein stehen konnen, Satzakzent
aber d ie „Wurzel" oder der
Só habe ich es nicht gesagt. Der Satzakzent liegt auf dem Wort
„Stamm" tur viele Ableitungen leh soli das gesagt haben? oder auf der Wortgruppe, die von
und Zusammensetzungen (zu-
leh habe das nícht gesagt. der Aussageabsicht her am starks-
sammengesetzte Worter) sind. Er sprach mit mír (u nd nicht ten betont ist. Deshalb kann der Ak-
Man spricht daher vom Wort- mit dír). zent im Satz wechseln.
stamm oder der Wortwurzel. Sie
fordern ein weiteres oder weitere a Stammsilbe, 4; trennbare Verben, 82; Silbentrennung, 4; Aussageab-
Morpheme.
sicht, 209; Satzart, 201-209; lntonation, 7
bestellen, verbieten, - Wortbildungsmorpheme (Prafix,
Vordach, Einblick, Suffix; vg l. den Hinweis auf ihre
3 Wo liegt der Wortakzent?
Ausstellung, hinderlich sprachgeschichtliche Herkunft,
Wir unterhalten uns. - Er sorgt selbst fi.ir seinen Unterhalt. - Die Unter-
Nr. 4)
haltung war sehr anregend. - Wir werden die Bedingung einhalten. -
die Kinder, des Hauses - Flexionsmorpheme (Deklination
er sagt, er sagte Du kannst das Buch behalten.
und Konjugation)
Sie konnen auch aus mehreren
Bestandteilen bestehen:
die Hauser Umlaut au und Pluralendung -er
du hilfst e/i-Wechsel und Konjugationsen-
dung -st

a Silbe, 4; Pri:ifix und Suffix, 11; Flexion, 25- 26; Umlaut, 10; e/i-Wechsel,
140

„„„„„111„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„ ••„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„ ...111.„„„„


lntonation Wortstamm

lntonation (Satzmelodie, Stimmfuhrung) Wortlehre


(die lntonation, lat.: laut ertonen lassen, die Stimme heben)
Wortbildung

Die lntonation eines Satzes ist Teil der Aussageabsicht. Nach der
Aussageabsicht richten sich die Stimmfuhrung und die Pausen.
Wortstamm
Heute ist ein sehoner Tag. Tag
leh sehaue in den naehsten
Tagen vorbei. Tagen
Fiir die lntonatíon íst bestim- Wir waren fi.ir einige Tage verreist. Tage

--------
Der Weg fOhrt uber den Berg.
~
Kommst du heute abend?
mend:
- die Satzart
Aussagesatz

Fragesatz
Er wohnt nieht weit von hier.
Sie wohnen in der Stadt.
Wo wohnst du?
Die Tagung beginnt um 10 Uhr.
Das Haus ist sehr wohnlieh.
wohnt
wohnen
wohnst
Tagung
wohnlich

------------
--------
Die Sitzung wurde vertagt. vertagt
Wann kommst du wieder?
Das Haus ist nieht bewohnt. bewohnt

Geh nieht einfaeh fort von hier! Aufforderungssatz


Der Wortstamm (auch: Wortwurzel) ist mit einem Baumstamm
(Baumwurzel) zu vergleichen, aus dem in vielen Verastelungen die
.-----._ - - - - - - - - - - - - die Gliederung des Satzes Baumkrone herauswachst. Die Verastelungen sind in der Sprache

----- --------
leh bleibe hier; denn ieh habe heute Zeit. Satzrei he die Worter einer Wortfamilie, die alle aut einen gemeinsamen
Stamm zuruckgehen bzw. sich aus ihm entwickelt haben. Den Wort-
stamm gewinnt man, wenn man von einem Wort die Flexionsen-
leh bleibe hier, weil
'-... ieh dir helfen wi ll. SatzgefOge dungen und weitere Zusatze der Wortbildung (z. B. Prafixe, Suffixe,
Umlaut) abzieht.
~
-------
Weil ieh dir helfen will, bleibe ieh hier.

leh werde, weil~

----------
,,..--- ieh dir helfen will, noeh etwas bleiben. Deklinationsendung
die Tage
sie wohnen Konjugationsendung
Da s kann man nieht so sagen. - die Hervorhebung einzelner vertagen Prafix und Konjugationsendung
~ Teile, meistens am Satzan-
So kann man das nieht sagen. fang
~ Verschiedene Deklinations- und Komparationsformen werden mit
Denken kannst du es sehon, aber nieht sagen. dem Umlaut gebildet. Der Umlaut gehórt nicht zum Wortstamm.

u Aussageabsieht, 209; Satzart, 201-209; Satzreihe, 211; SatzgefOge, 247


Komparation Deklination (Plura/)
4 Wie kann der Satz gelesen werden? Setze die Satzzeiehen: Das alte Haus wird umgebaut. alt Haus
Der Chauffeur denkt der Fahrgast wisse die Adresse Die alteren Hauser stehen leer. alter Hauser
Mlljjf'M

alt, Haus = Wortstamm Umlaut


alter = Wortstamm +Umlaut+ Kompara-
tionsendung
Hauser Es war eine sternklare Nacht. Nacht
Wortstamm + Umlaut + Plural-
Die Nachte werden langer. Nachte
endung
Die Blatter fal len. fallen
, 5 Wie heiBt der gemeinsame Wortstamm? Er fi:illt mit der Tur ins Haus. fallt
hoflich, hofisch, Gehoft - versehentlich, angesehen, Ansehen - sperrig,
Die Freude war groB. groB
Sperre, gesperrt
leh bin gr6Ber als du. groBer

Ablaut
Der Umlaut entstand im Althochdeutschen (7.- 10. Jahrhundert); im
Jetzt werfen wir den Bali. werfen Mittelhochdeutschen (12.-13. Jahrhundert) setzte er sich allgemein
Sie warf uber die Ziellinie hinaus. warf durch. Der Umlaut ist eine Veranderung (Aufhellung) eines Vokals
Wer hat den Bali geworfen? geworfen unter dem Einfluss eines „i" oder „j" in der nachfolgenden Silbe.
Das war ein groBartiger Wurf. Wurf Das „i" oder „j" der nachfolgenden Silbe ist im Verlauf der histori-
schen Sprachentwicklung meist verschwunden ; der Umlaut ist aber
geblieben.
Der Ablaut findet sich in allen indoeuropaischen' Sprachen. Zu ih-
nen gehort auch das Germanische, aus dem sich das heutige
Deutsch allmahlich entwickelt hat. Der Ablaut ist der gesetzmaBige
Wechsel des Stammvokals in einem Wortstamm ; mit seiner Hilfe Althochdeutsch Mittelhochdeutsch Neuhochdeutsch
entstand das System der starken Verben.
nahti (h gleich ch) nahte Nachte
Umlautfi:ihig sind:
a zu a Nacht Nachte
berg- en Prasens 1. Stammform o zu 6 Hof hofisch
barg Prateritum 2. Stammform u zu u Gut Guter
ge -borg- en Partizip li 3. Stammform au zu au laufen la u ft
a zu e er lag ich lege
Es gibt mehrere Ablautreihen, aus denen die Stammformen der starken
Verben gebildet sind: Am haufigsten tritt der Umlaut als Pluralzeichen auf:
z. B. i - a - o schwimmen - schwamm - geschwommen Haus Hauser
a-u - a fahren - fuhr - gefahren Gras Graser
ei - i - i reiten - ritt - geritten Zug Zuge
Der Ablaut findet sich auch in anderen Wortarten:
a Plural, 34
werfen -Verb reiBen - Verb
Wurf - Nomen rissig -Adjektiv

o Wortstamm, 8; starke Verben, 80; Wortarten, 24- 159

' „ lndoeuropiiisch " bezeichnet alle Sprachen von lndien bis Europa, die miteinander ver-
wandt sind. Eine iiltere Bezeichnung ist „ indogermanisch" (Abkurzung: idg.), die auch noch
hii ufig verwendet wird (Einzelheiten vgl. Nr. 20-22).
Priifix und Suffix Ableitungen

Prafix und Suffix Ableitungen (abgeleitete Worter)


(das Prafix, Plural: Prafixe, lat.: das vorne Angeheftete
- das Suffix, Plural: Suffixe, lat.: das hinten Angeheftete)
Er ubersah den Féhler. ubersah
Er versuchte sich zu verbergen. verbergen Ableitungen sind Bildungen von Wórtern aus einem Stammwort
oder einem Wortstamm mit Hilfe von Prafixen und Suffixen (teilwei-
Wir kamen in der Dunkelheit an. Dunkelheit se auch durch Ablaut und Umlaut). Dabei kónnen die Wórter von
Oas Gebusch war sehr dicht. Gebusch einer Wortart in die andere wechseln.
Sei doch nicht so kleinlich! kleinlich
Oas Gelande war uneben. uneben

Mit Prafixen und Suffixen werden neue Wórter gebildet. Prafixe und
Ableitungen:
Suffixe kónnen nicht selbststandig eingesetzt werden; sie sind an
Verben
einen Wortstamm oder an ein Wort, aus dem sie einen neuen Be-
griff ableiten, "angeheftet". Meistens bestehen sie aus einer Silbe; Der Wind treibt die Blatter. aus Verben
deshalb spricht man auch von Vorsilben und Nachsilben. leh vertreibe mír die Zeit.
Die Temperatur sinkt.
Oas Schiff versinkt.
Er hat einen groBen Fisch gefangen. aus Nomina
Wir fischen im Main.
Bei der Wortbildung (Ableitung) konnen auch mehrere Prafixe und/oder Die Bremse ist zu schwach; wir
Suffixe verwendet werden: mussen Scharf bremsen.
Gefahrlichkeit Ge/fa h r/lich/keit Oas Pferd ist lahm . Oas Pferd lahmt. aus Adjektiven
uberdeutlich uber/deut/lich Der Apfel ist faul. Oas Obst fault.
Prafixe und Suffixe sind Bedeutungstrager. Sie konnen z. B. Nomina
- verneinen oder verstarken: Er ist ein Meister seines Fachs. Er aus Nomina
unheilbar, erfrieren gewann dieses Jahr die deutsche
- den Anfang oder das Ende angeben: Meisterschaft.
erbluhen, verbluhen Der Strauch bluht. Wir reiBen das
Gestrauch aus.
- verg leichen: Sie treiben fleiBig Sport. Er ist ein
marchenhaft, sommerlich guter Sportler.
- eine Mehrzahl oder Gesamtheit zusammenfassen: Es ist schon dunkel. ln der Dunkelheit aus Adjektiven
Menschheit, Kundschaft, Gebusch, Gehoft kann man kaum noch etwas sehen.
- etwas abschwachen oder verkleinern: Er ist in geheimer Mission unterwegs.
lacheln, kranklich, Voglein Wir haben ein Geheimnis.
leh bin mít ihm nicht verwandt. Wir
besuchen unsere Verwandtschaft.
g Silbe, 4; Wortstamm, 8; Ableitung, 12, 13
Der Schiedsrichter griff in das Spiel aus Verben
ein. Der Arzt entschloss sich zum ope-
6 Bilde Worter aus dem Wortstamm fahr-. rativen Eingriff.

I
Ableitungen Ableitungen

Wir haben das Spiel verloren. Dieser - Wechsel in eine andere Wortart
Verlust betrubte ihn sehr. Er war ein
guter Verlierer. Die hiiufigste Form ist die Substantivierung (lat.: Verwandlung in ein
Nomen )
Es wurden drei Zeugen vernommen.
Die Vernehmung dauerte fast zwei Verb (Infinitiv): Substantivierter Infinitiv:
Stunden. flimmern Oas Flimmern in den Auge n lieB
nicht nach.
Adjektive Verb (Partizip): Substantiviertes Partizip:
Der Guterzug war sehr lang. Oas Auto aus Adjektiven eingemacht lm Keller stand ein Regal mit Einge-
fuhr langsam in die Kurve. machtem.
Die Ampel leuchtet grun auf. Ein
Adjektiv: Substantiviertes Adjektiv:
gríinlicher Farbton uberzog das Me-
tal l. bla u Der Himmel leuchtet in einem t iefen
Bla u.
Die Mode iindert sich oft. Er kleidet aus Nomina neu Wir erfuhren nichts Neues.
sich modisch. lang und breit Sie berichten des Langen und Brei-
Er hatte eine sichere Hand. Er sprang ten daruber.
behande uber den Bach. einzeln lm Einzelnen ist nach einiges zu be-
leh horte ihn nicht. Der Ton war gut aus Verben reden.
horbar. gleich Man sollte nicht Gleiches m it Glei-
Sie vertrat den Klassensprecher. Die- chem vergelten.
se Meinung ist schwer vertretbar. gut Wir wunschen euch alles Gute.
Es wird wohl das Beste sein, wenn
wir gehen.
deutsch, englisch Es sprechen mehr Menschen Eng-
Moglichkeiten der Ableitung: lisch als Deutsch.
- mit Pratix oder Suffix aus der g leichen Wortart Numerale: Substantiviertes Numerale:
Verb: ziehen, sagen - entziehen, versagen tausend Es stromten Tausende ins Stadion.
Nomen: Berg, Kunde - Gebirge, Kundschaft dritter Jeder Dritte hat Haltungsschiiden.
Adjektiv: arm, froh - iirmlich, frohlich
Pronomen: Substantiviertes Pronomen:
du Sie bot ih r das Du an.
- mit Priifix oder Suffix aus einer anderen Wortart
Nomen: Dampf, Erde - Verb: verdampfen, beerdigen Ad verb: Substantiviertes Adverb:
Adjektiv: krank, ku rz - Verb: erkranken, verkurzen heute Wir leben im Heute.
Verb: leuchten, liiuten - Nomen: Leuchter, Geliiut Priiposition: Substantivierte Praposition:
Adjektiv: klug, fremd - Nomen: Klugheit, Fremdling fi.ir, wider Oas Fur und Wider hiilt sich die
Verb: zerbrechen, liefern -Adjektiv: zerbrechlich, lieferbar Waage.
Nomen: Furcht, Sport -Adjektiv: furchtsam, sportlich Konjunktion: Substantivierte Konjunktion:
wenn, aber, sowohl ... als auch Dieses ewige Wenn und Aber oder
- ohne Priifix oder Suffix aus einer anderen Wortart Sowohl-als-auch geht mir auf die
Adjektiv: Verb: Nomen: Nerven.
reif reifen Reife
warm wiirmen Wiirme u Stammwort, 5; Wortstamm, 8; Priifix, 11; Suffix, 11 ; Ablaut, 9; Umlaut,
kurz kurzen Kurze 10; Wortart, 24-159

I
Zusammensetzungen Sprachliche Zeichen

7 Welche Worter liegen den Ableitungen zugrunde? Wie wurde abgelei-


tet?
8 Wie heiBen die Bestandteile (Bestimmungs- und Grundwort)?
Zu welcher Wortart gehoren sie?
L
GefUhl, Wohnung, Verzeichnis, Zahler, Hohle, Gebalk, Finsternis, Ort- Standplatz, Stehplatz, Freiplatz, Gesetzgebung, Warmeregler, Mobel-
schaft, Flussigkeit - eisern, kranklich, heutig, neidisch , zerbrechlich, schreiner -
unloslich, kleinlich - hammern, ackern, scharfen, sichern, angstigen, nasskalt, todkrank, treffsicher, leichtglaubig, hilfsbereit.
reinigen, enterben, begreifen, vertagen. 9 Wie lauten die Ausdrucke in einem Wort?
Kost aus rohem Gem use - getrocknetes Obst - Verschalung aus Holz
Zusammensetzungen (zusammengesetzte Worter) - gestrandetes Gut - jemand, der ein Auto fahrt - eine Brucke, die aus
ein Holzhaus - ein Haus aus Holz Beton gebaut ist
eine Steilkuste - eine Kuste, die steil ist 10 Worin besteht der Unterschied?
ein Waschautomat - ein Automat, der wascht Hausboot - Bootshaus
himmelblau - blau wie der Himmel Wurfspeer - Speerwurf
hellblau - ein helles Blau Hausgerat - Geratehaus
fahrbereit - bereit(,) um gefahren zu werden Stadtgrenze - Grenzstadt
oder: bereit(,) um zu fahren 11 Wie lassen sich die zusammengesetzten Worter in einem Satz um-
nachlaufen - leh laufe dir nicht nach . schreiben?
freisprechen - Der Richter sprach den Angeklag- Wolkenkratzer - Zankapfel - EinbahnstraBe - Leuchtreklame - Hoch-
ten frei. seesegler - Kurzarbeiter - Lastwagen

Zusammensetzungen sind Worter, die aus zwei oder mehreren


selbststandig vorkommenden Wortern entstanden sind. Bestim-
mungs- und Grundwort konnen aus der gleichen oder einer jeweils
Wortbedeutung (Semantik)
anderen Wortart stammen. (die Semantik, griech.: zum Zeichen gehorend)

Sprachliche Zeichen
Das Dach muss repariert werden.
Was tur ein Dach muss repariert werden?
Unser Hausdach muss repariert werden. Die Sprache ist nur eines von vielen Zeichensystemen. Ein Zeichen
besteht aus einem Signal und der Bedeutung, die mit dem Signal
Dach ist das Grundwort. Haus ist das Bestimmungswort (das Dach eines verbunden wird. Dies lasst sich sehr gut an den Verkehrszeichen
Hauses), das uber das Grundwort genauere Auskunft gibt. Oas Grund- verdeutlichen: Oas Verkehrsschild wird verstanden, weil uber seine
wort bestimmt das Genus des zusammengesetzten Nomens. Oas Bestim- Bedeutung eine Ůbereinkunft besteht, deshalb ist es ein Verkehrs-
mungswort steht an der ersten Stelle, das Grundwort an der zweiten. zeichen.
der Stahl das Dach
Bestimmungswort + Grundwort
das Stahl dach (ein Dach aus Stahl)
Auf die Sprache ubertragen bedeutet dies:
Wie wichtig die Unterscheidung zwischen Bestimmungswort und Grund-
wort ist, zeigen folgende Gegenuberstellungen: Signal = Ausdruck, Wortgestalt, Satzgestalt
Bedeutung = lnhalt eines Wortes oder eines Satzes
die Druckluft - der Luftdruck Zeichen = Wort, Satz, Text
das Quellwasser - die Wasserquelle
die Sandwuste der Wustensand
Oder: Ausdruck + lnhalt = Sprache
u Wortart, 24-159
Semantisches Merkmal - Wortfamilie Wortfamilie

Semantisches Merkmal (Bedeutungsmerkmal) Beispiele:


stehen, stand, gestanden
Stand standisch
Semantische Merkmale sind Bestimmungen oder Eingrenzungen standig
des Bedeutungsbereiches eines Wortes. Bestimmend fur die Be- Standfestigkeit standfest
deutung des Wortes ist jeweils der Zusammenhang (Kontext), in Standhaftigkeit standhaft
dem es verwendet wird. Standchen
Stander
bestehen Bestand bestandig
Ein Beispiel: verstehen Verstand verstandig
Verstandlichkeit verstandlich
Wenn ich von einem Pferd spreche, dann ist darin eingeschlossen, dass
Verstandnis verstandnisvoll
ich von einem Lebewesen, einem Saugetier, einem Unpaarhufer spreche.
Rede ich von einer Stute, dann grenze ich meine Aussage auf ein weibli- sich verstandigen Verstandigung
ches erwachsenes Pferd ein, im Unterschied z. B. zu einem Hengst. umstehen Umstand umstandlich
Der Bedeutungsbereich kann sich aber verandern, wenn ich das Wort anstehen Anstand anstandig
Pferd in einem ubertragenen Sinne verwende; im Sport versteht man
aufstehen Aufstand aufstandisch
unter Pferd ein Turngerat tur Spring- und Schwingubungen, das aus ei-
nem lederuberzogenen Holzkasten besteht. Die Merkmale der zoologi- stunden Stunde stUndlich
schen Bestimmung treffen tur diese Art der Verwendung des Wortes nicht Oberstunden
mehr zu. Stundung
' 12 Was ist gemeint? usw.
Der Franzose ubernahm die Fuhrung. - Der Franzose ist tur die Schrau-
be zu klein.
Die Wanzen sind Halbflugler. - lm Horer war eine Wanze versteckt.
a Wortstamm, 8; Wortarten, 24-159; Ableitungen, 12-13; Zusammenset-
zungen, 14; Sachfeld, 18

13 Wie heiBt das Ursprungswort?


Entgelt - Herkunft - Ausgang - Unterschlupf - Angebot - Behandig-
keit - verlasslich - lebendig - karglich - kostlich - vernunftig -verstan-
Wortfamilie digen - empfangen - besichtigen - beschriften - nummerieren

Wórter, die auf einen gemeinsamen Ursprung (Wortstamm) zuruck-


gehen , bilden eine Wortfamilie. Die Wórter kónnen verschiedenen
Wortarten angehóren. lhre Gemeinsamkeit bezieht sich nur auf die
Herkunft, nicht auf die Sinnverwandtschaft; denn durch Ableitung
und Zusammensetzungen entstehen neue Wórter mit neuen Be-
deutungen. Es kommt jeweils darauf an, in welchem Zusammen-
hang (Sachfeld) das Wort steht oder verwendet wird. Die ursprung-
liche Bedeutung des Wortstammes kann dabei ganz zuruckge-
drangt werden.
Wortfeld - Sachfeld Oberbegriff - Unterbegriff

Wortfeld - Sachfeld 14 Ordne die Reaktionen nach dem Grad der Heftigkeit:
Sich wundern, erstaunt sein, die Hande uber dem Kopf zusammen-
schlagen, sich emporen, es unglaublich finden, es gelassen hinneh-
lnhaltlich verwandte Worter (auch Wendungen) unterschiedlicher
men, es geflissent lich ubersehen, toben, sich nicht beruhigen ko nnen,
Herkunft bilden ein Sachfeld, d. h. sie beziehen sich auf einen
es nicht fassen konnen, verbindlich lacheln, wuten, auBer sich sein.
gemeinsamen Sachverhalt (z. B. seinen Unmut auBern : tadeln,
rugen, schimpfen , schreien , die Stirn runzeln). Man verwendet auch 15 Wie heiBt das jeweils zugrunde liegende Sachfeld?
die Bezeichnung Wortfeld . Die Struktur des Wortfeldes richtet sich Die Blatter fallen vom Baum. - Oas Blatt hat sich gewendet. -
nach den semantischen (bedeutungsmaBigen) Gesichtspunkten, Er hat ein Blatt aus dem Heft gerissen. /
nach denen es geordnet ist. Jedes Wort hat in dieser Struktur einen Oas Lager war heiB gelaufen. - Der Wanderer suchte ein Lager
festen Platz, der seine inhaltliche Nahe oder Ferne zu anderen Wor- fU r die Nacht. - lm Lager haben w ir nach einiges auf Vorrat. /
tern anzeigt. Die Hose rutschte, weil der Bund zu weit war. - leh sei, gewah rt mir
die Bitte, in eurem Bunde der Dritte. /
Hast du die Bremse angezogen?-Auf deinem Arm sitzt eine Bremse. /
Er hat sich am Knie verletzt. - Oas Knie ist undicht; es lauft Wasser
To ben Verzweiflung aus. I
W ut Schmerz Du hast dein Heft sehr ordentlich gefUhrt. - Er nahm ihm das Heft aus
Zorn Niederg eschlagenheit der Hand. - Er fasste die Feile am Heft. - Haben wir nach Heftpflaster
Arger Trauer im Haus?
'\ /
GemutsauBerung
l
Freude
Heiterkeit Oberbegriff - Unterbegriff
Jubel
Begeisterung
Der Oberbegriff nennt das gemeinsame Merkmal einer Gruppe von
Ein Wort kann verschiedene Bedeutungen haben (aufgeben: einen Wórtern. Der lnhalt des Oberbegriffs ist umfassender als der lnhalt
Brief aufgeben, einen Pian aufgeben, eine Seite Worter aufgeben) ; der Wórter, die unter ihm zusammengefasst sind.
deshalb kann es auch verschiedenen Sachfeldern (Wortfeldern)
angehoren. Seine genaue Bedeutung ergibt sich jeweils aus dem
Sinnzusammenhang.
Oberbegriff: Erdteile

~/~
Afrika Europa Asien Amerika Austral ien

Die Aufgliederung kann uber mehrere Stufen, d. h. Unterbegriffe, fUhre n:


Erdteile: Europa Amerika

Lander: ltal/ien ~
Frankreich I -----USA
Kanada

a se mantisches Abzugshahn
Bundesstaaten: - - Ka
Texas -lifornien
- I -----
Virginia

Merkm al, 16 Gewehr a Sachfeld, 18


Handfeuerwaffe
• • •m•cfag.u•
16 Suche den Oberbegriff heraus. Lehnwort
Gesetzgeber, Rechtsprechung, GewaltE'..nteilung, Regierung -
Einnahmen, BuchfUhrung, Ausgaben, Ubertrag -
Wórter, die aus anderen Sprachen ůbernommen wurden und sich
Schiff, Flugzeug, Transportmittel, Auto, Fuhrwerk -
der Laut- und Formgestalt des Deutschen angepasst haben, heiBen
Eiche, Pflanze, Gras, Kraut, Tomate Lehnworter.
17 Welches Wort gehort nicht in die Reihe?
Darlehen, Konto, Kredit, Stundenlohn, Zins -
Rente, Gehalt, Arbeitszeit, Pension, Verdienst, Lohn -
Angestellter, Arbeiter, Beamter, Schaffner - Die Worter sind nicht zufallig aus anderen Sprachen ůbernommen wor-
Wiesbaden, Munchen, Regensburg, Dresden - den. Mit ihnen sind auch die Erfahrungen, Techniken, Gegenstande und
Opposition, Koalition, Parlament, Bundestag, Jahrestag Vorstel lungen anderer Volker ůbernommen worden. Die Lehnworter zei-
gen uns, was die deutschen Stamme von anderen Volkem gele rnt haben
oder was ihnen vermittelt worden ist.
Erbwort
Aus dem Lateinischen (1. bis 4. Jahrhundert):
Oas Deutsche gehort wie das Englische zu den germanischen Sprachen,
Eine Aufzahlung der Lehnworter aus dem Lateinischen zur Zeit der romi-
die miteinander verwandt sind. Die Verwandtschaft zeigt sich besonders
schen Besatzung liest sich fast wie eine kleine Kulturgeschichte. Um ih re
im Wortschatz und zum Teil auch bei Formen der Flexion (Beugung ): to
Macht an der Nordgrenze des Reiches zu festigen, grundeten die Romer
sing, sang, sung - singen, sang, gesungen. Die germanischen Sprach.en
Stadte und kultivierten das Land. Es begann ein reger Austausch mit den
(z. B. Deutsch, Englisch, Schwedisch, Danisch, Niederlandisch) haben s1ch
Einheimischen. Die Lehnworter, die damals von den Germanen ubernom-
im ersten vorchristlichen Jahrtausend im Verlaufe einer jahrhundertelan-
men wurden, bezeugen dies: Zu ihnen gehoren Worter wie StraBe, Pfahl,
gen Entwicklu ng aus dem Verband der indoeur~paischen Sprac~en (z'. B.
Mauer, Ziegel, Keller, Fenster, Pforte, Speicher, Sichel, Flegel, Kessel,
lndisch, Griechisch, Lateinisch, Keltisch, Slawisch) herausgelost. D1es
Kubel, Schussel, Kiste, - Wein, Most, Rettich, Kirsche, Kelter, Kohl , Sem-
geschah durch eine allmahliche Anderung des Wort- und Formenbestan-
mel, - Kaufmann, Pfund, Munze, Zins, - Siegel, Kerze.
des. Trotzdem blieb die wechselseitige Beeinflussung der Sprachen beste-
Dies ist nur eine kleine Auswahl.
hen .
Aus der griechischen und /ateinischen Kirchensprache:
Auch die Christianisierung der Germanen hat in der Sprache ihre Spuren
Wórter, die zum ursprůnglichen Bestand der deutschen Sprache
hinterlassen. Aus dem Lateinischen stammen Worter wie Altar, Chor,
gehóren, heiBen Erbworter. Sie lassen sich bis in die Anfange d~.r
Kreuz, Messe und Propst. An die Missionierung uber Ostrom (Byzanz)
germanischen Sprachentwicklung u~d z. T. bis i~s lndoeuropa1-
erinnern Worter aus dem Griechischen wie Engel, Teufel, Pfingsten, Kir-
sche zurůckverfolgen. Fůr den Gesch1chtsforscher 1st es sehr w1ch-
che, Bischof.
tig, welche Worter in dieser frůhen Zeit schon benutzt worden sind;
denn aus diesen Wortern kann er einiges uber Lebens- und Ar- Handelsbeziehungen:
beitsformen frůherer Zeiten erfahren. Durch die intensiven Handelsbeziehungen im Spatmittelalter und in der
Neuzeit sind weitere Worter aus fremden Sprachen entlehnt worden.
Begriffe aus der Handelssprache und dem Bankwesen wurden aus der:n
ltalienischen ubernommen, denn die oberitalienischen Stadte waren b1s
Beispiele: zur Entdeckung der Neuen Welt die wichtigsten Handelszentren: Bank,
Konto, Kredit, Kapital, Summe, Risiko, Konto usw. Wertvolle Stoffe und
Achse, Acker, Ahre, Angel, Balken, Beil, Dach, Deichsel, Egge, Faden, Fe ld, Spezereien kamen aus dem Orient und mit ihnen auch die Bezeichnung:
Furche, Gerste, Leder, Wachs, Wolle, mahlen, saen, scheren, weben Atlas, Damast, Samt, Muskat, Safran, Zimt usw. Aus Frankreich, fUhrend
im feinen Geschmack, wurden Worter wie Pomade, Puder, Manschette,
18 Welche Beispiele aus dem Englischen sind mit dem Deutschen ver- frisieren usw. ubernommen; aber auch die Militarsprache richtete sich
wandt? seit dem 17. Jahrhundert immer mehr nach dem franzosischen Vorbild:
to begin - to commence - the miracle - the wonder - old - ancient Artillerie, Karabiner, Munition, Soldat, Regiment, General usw.

I
Fremdwort Fremdwort

Neubildungen:
Vielfach werden Begriffe und Bezeichnungen ~icht einfach uber- lm Sinne einer internationalen Verstandigung, besonders auf den Gebie-
nommen, sondern sinngemaB ubersetzt. Diese Ubertragungen hei- ten der Naturwissenschaft, Technik und Politik, wurden Ausdrucke ge-
Ben Lehnubersetzungen. schaffen oder ubernommen, die in allen wichtigen Sprachen benutzt und
verstanden wurden. Vielfach sind es Neubildungen aus dem Lateinischen
und Griechischen: Elektrizitat, Astrophysik, Atomreaktor, Aerodynamik,
Lokomotive, Motor, Omnibus, Kosmonaut, Television, Telefon, Radio,
domus dei Gotteshaus Sozialismus, Foderalismus, Kollektiv usw.
manu scriptum Handschrift
Wolkenkratzer Notwendige und vermeidbare Fremdworter:
sky scraper
Viele Fremdworter sind in die deutsche Sprache bereits so eingeburgert,
dass sie gar nicht mehr als Fremdworter empfunden werden. Es sind
19 Wie heiBen die Lehnworter, die auf die lateinischen Beispiele zuri.ick- Worter, fůr die sich nur schwer eine deutsche Entsprechung finden lasst;
es sei denn: eine umstandliche Umschreibung. Zu ihnen gehoren Worter
gehen?
fructus - tegula - fenestra - porta - vinum - census - cella - cista - wie Taxi, Auto, Bus, Friseur, lngenieur, Rekord, Sport, Chef, Firma, Film,
Tennis. Oas Gleiche gilt fůr Fachausdrucke, die international eingefůhrt
ca u lis
sind: so z. B. viele Begriffe der Sprachbeschreibung (Grammatik) oder der
20 Wie heiBen die entsprechenden deutschen Lehnworter zu den lateini- Computer-Technik. Anders ist es mit modischen Fremdwortern, die uber-
schen Wortern? flussigerweise verwendet werden, obwohl die deutsche Sprache gleich-
monachus - clocca - claustrum - hosti a - paradisum - portale - tabu- wertige Bezeichnungen hat: Top (Spitze), Fight (Kampf), Job (Stelle, Ar-
la - capella - schola - magister beit), Team (Gruppe), Test (Prufung), Cover (Deckel, Hulle) usw.
Veriinderungen in der Schreibweise:
Fremdwort Haufig gebrauchte Fremdworter werden - wie schon die Lehnworter -
allmahlich der deutschen Rechtschreibung angepasst. Die Ubergange
sind flieBend: Bureau/Buro, Sauce/SoBe, (strike)/Streik, Ketchup/Ket-
Nicht alle Worter, die aus anderen Sprachen ubernommen wurden, schup, Exposé/Exposee, circa/zirka, substantiell/substanziell, Photogra-
haben sich der Laut- und Formgestalt des Deutschen angepasst. phie/Fotografie.
Worter, die unverandert ins Deutsche ubernommen wurden, heiBen
Fremdworter.
21 Wie heiBt es auf Deutsch?
Adresse akzeptabel dividieren
Differenz generel I lamentieren
Tourismus infam dechiffrieren
Burg Pfalz Palais
Weg StraBe Chaussee 22 Welche Fremdworter sind hier sinngemaB ubersetzt?
Augenblick - Grundstein - Anschrift - Rundfunk - Mundart - Haar-
Erbwort Lehnwort Fremdwort schneider- Tierbandiger - Fahrkarte - Altertum - Geschwindigkeitsbe-
grenzung - StoBzeit - Hubschrauber
23 Erklare folgende Fremdworter aus dem Englischen, die heute haufig
Sie tauchen bereits im XV. Jahrhundert in der deutschen Sprache auf. gebraucht werden:
Zunachst sind es Ubernahmen aus der lateinischen Gelehrtensprache Job - Hobby - Teenager - Shorts - Pants - Jeans - Kilts - Teamwork
(Element, Studium, Medikament, Abitur), spater folgen Begriffe aus dem - Swim mingpool - Softeis - Showmaster - Sciencefiction - Play-back
ltalienischen (Giro, netto, brutto), dem Franzosischen (Gardine, Hotel, - Bestseller - Manager - Boss
Balkon, Kosti.im, Armee, Etat, Prasident, Koalition, Monteur, lngenieur), 24 Bestimme die Herkunft der Wortteile und erklare die Begriffe:
dem Englischen (Pullover, Trainer, Start, Film , Hobby) und al len wichtigen Konferenzschaltung - Saisonarbeiter - Starthilfe - Warentest - Motor-
Weltsprachen. flug - Hallentraining - Livesendung
Wortarten Wortarten

Wortarten
Die Deklination ist nach drei Merkmalen bestimmt:
Der Fisch schwimmt im Wasser. schwimmen schwimmt
Du schwimmst gut. schwimmst Genus (Geschlecht)
Wir schauen den Kindern zu. Kind Kindern maskulin (miinnlich) der Schreiner
Die schwi.ilen Tage sind vorbei. schwi.il schwi.ilen feminin (weiblich ) die Sonne
Wir haben einen Hund. ein einen neutral (siichlich) das Bild
leh helfe dir. du dir
Alie kamen zum Fest. all- alle Numerus (Zahl)
Singular (Einzahl ) die Stadt
Wo geht ihr heute hin? heute Plural (Mehrzahl) die Stiidte
leh fahre mit dem Rad. mit
leh hoffe, dass du kommst. dass Kasus (Fa ll)
Oh, das habe ich vergessen. oh Nominativ (1. Fall, Wer-Fall) Wer? der Baum
Genitiv (2. Fall, Wes-Fall) Wessen? des Ba umes
Dativ (3. Fall, Wem -Fall ) Wem? dem Baum
Der Wortschatz der deutschen Sprache lasst sich in zwei GroB- Akkusativ (4 . Fall, Wen-Fall ) Wen? den Baum
gruppen einteilen , in flektierte oder flektierbare (beugbare) und in
unflektierte oder nicht flektierbare (unbeugbare) Wč:irter.
Die Konjugation ist nach fUnf Merkmalen bestimmt:

Person
Wortschatz 1. Person ich lese wir lesen
2. Person du liest ihr lest

------------ ----------
flektierbare Worter nicht flektierbare Worter
3. Person

Numerus (Zahl )
Singular
er/sie/es liest

ich schreibe
sie lesen

Pl ural wir schreiben


Die Flexion (Beugung der Wč:irter) gliedert sich in Deklination und
Konjugation. Die Verben werden konjugiert, alle anderen flektierba- Tempus (Zeit)
ren Wč:irter werden dekliniert. Priisens er liest
Priiteritum oder Imperfekt er las
Perfekt er hat gelesen
Plusquamperfekt er hatte gelesen
Futur I er wird lesen
Wortschatz Futur li er wird gelesen haben

/
---------- ------------
flektierbare Worter nicht flektierbare Worter
Modus (Aussageweise)
Indikativ
Konjunktiv
er sagt, er hat gesagt
er sage, er habe gesagt
er ginge, er wiire gegangen
deklinierbare Worter konjugierbare Worter Imperativ geh ! - geht!

Genus des Verbs (Handlungsart)


u Deklination, 2~58; Konjugation, 128- 140 Aktiv Sie erziih lt eine Geschichte.
Passiv Eine Geschichte w ird erziih lt.
Wortarten Ůbersicht uber die Wortarten

Ůbersicht uber die Wortarten


Zu den deklinierbaren Wortarten gehoren:

----------
Nomen oder Substantiv (Nennwort, Hauptwort)
das Kind, des Kindes, die Kinder Wortarten

~
Artikel (Geschlechtswort)
der Mann, die Frau, das Kind

/
Pronomen (Furwort)
flektie~arten ~~~af~ee~ierbare
er, dein Fahrrad, diese StraP..e
Numerale (Zahlwort) ~ -Adverb
der Erste Mai, am dritten August deklinierbare Wortarten konjugierbare Wortarten
Adjektiv (Eigenschaftswort) - Praposition
ein neues Fahrrad, der hohe Baum - Nomen - Verb
- Konjunktion
Zu den nicht flektierbaren Wortarten gehoren: - Artikel
- lnterjektion
Adverb (Umstandswort)
vorn, hinten, heute, gestem, schon, nach - Pronomen
Praposition (Verhaltniswort)
in, an, auf, uber - Numerale
Konjunktion (Bindewort)
weil, wenn, als, und, oder - Adjektiv
lnterjektion (Ausrufewort)
oh! pfui! hoppla! ach!

Die nicht flektierbaren Wortarten fasst man auch unter dem Begriff
„Partikeln" (lat.: Teilchen; Singular: die Partikel) zusammen.
lm engeren Sinn versteht man unter Partikeln (verg leichbar mit der
lnterjektion) Worter, die eine Aussage „abtonen" (Modalpartikeln)
oder „einstufen" (Gradpartikeln).

Das kann doch nicht dein Ernst sein! Modalpartikeln


I
Da hast du dich ja ganz schon geirrt. (aber, eben, schon, wohl
Das ist mir denn doch zu viel. usw.)
Damit habe ich allerdings nicht gerechnet.
Das stand sogar in der Zeitung Gradpartikeln
Daruber mussen wir erst noch reden. (nur, selbst usw.)
Merke: Die Modalpartikeln und Gradpartikeln sind keine eigene Wort-
art; sie sind aus anderen (Grund-)Wortarten entstanden. Dabei haben
sich z. T. Funktion und Bedeutung verandert.
a Nomen, 30-40; Artikel, 41-42; Pronomen, 43-50; Numerale, 51; Adjek-
tiv, 51-68; Adverb, 142-150; Praposition, 151-155; Konjunktion,
156-158; lnterjektion, 159

I
Nomen - lnhaltliche Bestimmung Nomen - Verwendung im Satz - Genus

Flektierbare Wortarten Verwendung im Satz


Die Blume bli.iht. Wer? Subjekt
Nomen (Substantiv) Die Kuh frisst Gras. Wen oder was? Objekt
(das Nomen, Plural: Nomina, lat.: Name, Nennwort - das Substantiv, Plu- leh fahre mit dem Zug. Womit? Adverbiale
ra I: Substantive, lat.: selbststandiges Wort) Hans ist mein Freund. Gleichsetzung Pradikativum
Mein Freund Hans kommt heute. Was fi.ir ein ...? Attribut

Nomen ist eigentlich ein Oberbegriff. Fruher fasste man unter ihm
Substantiv (Hauptwort), Adjektiv (Eigenschaftswort) und Numerale Bis aut das Pradikat kann das Nomen in allen Satzgliedern und
(Zahlwort) zusammen. Heute meint man mit ihm nur das Substan- Satzgliedteilen (Attribut) verwendet werden.
tiv.

u Subjekt, 171-173; Objekt, 174-178; Adverbiale, 179-189; Pradikati-


vum, 190- 191; Attribut, 194-198; Pradikat, 165-170; Satzglieder,
u Adjektiv, 52- 68; Numerale, 51 164-192; Satzgliedteile, 194-198

lnhaltliche Bestimmung
Franz hat einen Hund. Lebewesen
Die Tomaten werden rot. Pflanzen
Genus
Oas Auto steht in der Garage. Gegenstande (das Genus, Plural: Genera, lat.: Geschlecht)
MuBiggang ist aller Laster Anfang. Begriffe
der Wald
die StraBe bestimmter Artikel
das Auto
Wenn ich mich aut eine bestimmte Person , ein bestimmtes Tier ein Baum
oder einen bestimmten Gegenstand beziehe, dann ist das Nomen eine Stadt unbestimmter Artikel
ein Konkretum (Plura!: Konkreta, lat.: kórperlich, Gegenstands- ein Taxi
wort). Wenn ich mich aut etwas beziehe, das nicht gegenstandlich
(„kórperlich") ist, sondern nur gedacht (Begriffe, Vorstellungen, z.
B. Freundschaft, Schuld, Freude) oder eine Sammelbezeichnung Die Nemina haben meistens einen Artikel (Geschlechtswort) bei
(z. B. Unkraut, Menschheit) , dann ist das Nomen ein Abstraktum sich. Er gibt das Genus (Geschlecht) des Nomens an.
(Plural: Abstrakta, lat.: vom Gegenstandlichen gelóst, Begriffswort).
Die genaue Unterscheidung ist aft aber nur im Einzelfall, im
Zusammenhang moglich (z. B. Hund: ein bestimmter Hund oder
die Sammelbezeichnung fůr alle Hunde als ein Begriff in der
Zoologie) .
Nomen - Genus Nomen - Numerus

Man unterscheidet bei den Nomina drei Genera : Numerus


der Stein maskulin (mannlich) auch: Maskulinum (der Numerus, Plural: Numeri, lat.: die Zahl)
die Nacht feminin (weiblich) auch: Femininum
das Brett neutral (sachlich) auch: Neutrum Singu/ar
(der Singular, lat.: Einzahl)
der Mann der Stier maskulin
die Frau die Henne feminin naturliches Geschlecht das Vieh die Viehherden
das Kind das Fohlen neutra I (Genus) der Regen die Regengusse
der Berg der Schnitt maskulin der Schnee die Schneemassen
die Stadt die Nachricht feminin grammatisches Geschlecht
das Haus das Verbrechen neutral (Genus)
Einige Nomina kéinnen nur im Singular verwendet werden. Fur den
Das Genus des Artikels und des Nomens stimmt nicht immer mít dem Plural mussen sie sich mit einem anderen Wort verbinden.
natUrlichen Geschlecht uberein:
das Madchen
das Knablein
Mit dem Genuswechsel andert sich auch die Wortbedeutung: Plura/
(der Plural, lat.: Mehrzahl)
das Tau dickes Seil
der Tau wassriger Niederschlag wahrend
der Nacht Singular Plura I Pluralbildung
der Band Buch
die Band Musikgruppe der Rabe die Raben mit Endung -n
das Band schmaler Streifen die Schiene die Schienen
der Mensch die Menschen mit Endung -en
25 Unterscheide: die Bahn die Bahnen
der See die See
das Gehalt der Gehalt der Park die Parks mit Endung -s
das Auto die Autos
das Verdienst der Verdienst
das Schild der Schild das Baby die Babys
der Flugel die Flugel ohne Endung (das Wort
das Segel die Segel verandert sich nicht)
der Apfel die Apfel ohne Endung, mit Umlaut
die Tochter die Tóchter
das Kloster die Klóster
der Stein die Steine mit Endung -e
das Brat die Brate
der Bali die Baile mit Endung -e und Umlaut
die Hand die Hande
der Geist die Geister mit Endung -er
das Bild die Bilder
der Mann die Manner mit Endung -er und Umlaut
das Dach die Dacher
Nomen - Kasus Nomen - Schwache Deklination

ln der deutschen Sprache gibt es vier Kasus.


Einige Nomina - besonders wenn sie eine Mehrzahl bezeichnen -
Wer oder was? der Bruder die Bruder Nominativ
kónnen nur in der Pluralform gebraucht werden.
(1. Fall, Wer-Fa ll)

Wessen? des Bruders der Bruder Genitiv


(2. Fall, Wes-Fa ll)
Gebruder Unkosten
Geschwister Ferien Wem? dem Bruder den Brudern Dativ
Eltern Lebensmittel (3. Fall, Wem-Fal l)
Leute Personalien
Wen oder was? den Bruder die Bruder A kkusativ
(4. Fall, Wen-Fall)
26 Wie lasst sich der Plural bilden?
das Obst - das Getreide - das Laub - die Polizei - das Fleisch - der
Streit - der Rat - der Hass - der Kaufmann - der Seemann Beachte:
27 Welche Nomina konnen nur im Plural stehen? Bei der Bestimmung der Nomina nach Genus, Numerus und Kasus muss
Lebensmittel, Zuge, Unkosten, Ferien, Blatter, Gebruder, Schwestern, zwischen Pluralsuffix und Kasusendung unterschieden werden.
Eltern, Geschwister, Leute, Masem, Glaser, Jahreszeiten, Einkunfte, die Kinder -er = Pluralsuffix
Zwillinge, Samereien, Kosten, Trummer, Vorfahren, Habseligkeiten, den Kindern -n = Kasusendung
Spirituosen, Zinsen
28 Verschiedene Pluralformen. Was bedeuten sie? a Flexionsmorphem (Pluralsuffix), 5
die Tuche - die Tucher
9ie Worte - die Worter Schwache Deklination
die Banke - die Banken
die Bande - die Sander
Singular

maskulin feminin

Kasus Nominativ der Student die Farbe


(der Kasus, Plural: die Kasus, lat.: Fall) Genitiv des Studenten der Farbe
Dativ dem Studenten der Farbe
Akkusativ den Studenten die Farbe
Die Sonne geht auf. Wer geht auf? die Sonne Nominativ

Die Hauptstadt der Wessen? der Vereinig- Genitiv


Vereinigten Staaten ten Staaten PluraI
ist Washington.
maskulin feminin
leh helfe meinem Wem hilfst meinem Dativ
Nominativ die Studenten die Farben
Bruder. du? Bruder
Genitiv der Studenten der Farben
Dativ den Studenten den Farben
Wir schreiben Wen oder was eine Arbeit Akkusativ Akkusativ die Studenten die Farben
eine Arbeit. schreibt ihr?
Nomen - Starke Deklination Nomen - Gemischte Deklination

Gemischte Deklination
Zur schwachen Deklinatien gehóren nur maskuline und feminine
Nemina. Die Pluralendung ist in allen Fermen -en bzw. -n. Oas
maskuline Nemen endet auch im Singular - mit Ausnahme des
Singular
Neminativs - auf -en bzw. -n.

maskulin neutra I

Starke Deklination Nominativ der Strahl das Ohr


Genitiv des Strahles des Ohres
' Dativ dem Strahl(e) demOhr(e)
Singular
Akkusativ den Strahl das Ohr
maskulin neutra I feminin

Nominativ der Flí.igel das Dach die Stadt Plura I


Genitiv des Flí.igels des Daches der Stadt
Dativ dem Flí.igel demDach(e) der Stadt
maskulin neutra I
Akkusativ den Flí.igel das Dach die Stadt

Nominativ die Strahlen die Ohren


Plura I Genitiv der Strahlen der Ohren
Dativ den Strahlen den Ohren
Akkusativ die Strahlen die Ohren
maskulin neutra I feminin

Nominativ die Flí.igel die Dacher die Stadte


Genitiv der Flí.igel der Dacher der Stadte Zur gemischten Deklinatien gehóren maskuline und neutrale Nemi-
Dativ den Flí.igeln den Dachem denStadten na. Sie werden im Singular nach der starken und im Plural nach
Akkusativ die Flí.igel die Dacher die Stadte der schwachen Deklination gebeugt.

Alie Nemina, die den Plural mit Umlaut bilden, werden stark dekli-
Zu den Nemina der gemischten Deklination gehóren auch der Buchstabe
niert. Die maskulinen und neutralen Nemina der starken Deklination
(Genitiv: des Buchstabens) und das Herz (Genitiv: des Herzens).
haben im Genitiv Singular die Endung -s oder -es und im Dativ Plu-
ral die Endung -n. lm Dativ Singular kann die Endung -e angehangt
29 Stark oder schwach oder gemischt dekliniert?
werden. Die femininen Nemina bleiben im Singular unverandert; im
leh bin des Redens mí.ide.
Dativ Plural haben sie die Endung -n.Nemina, die den Plural mit -s
Die einzelnen Reden werden veróffentlicht.
bilden, bleiben in allen Pluralfermen gleich (z. B. die Autes, der
leh fahre mít dem Wagen.
Autos).
Seit Tagen regnet es.
Die Strahlen sind lebensgefahrlich.
Wie viele Buchstaben hat das Alphabet?
a Umlaut, 10 Mein Schulranzen ist neu.
Nomen - Deklination der Eigennamen Nomen - Bildung von Nomina

Deklination der Eigennamen Bildung von Nomina ' '


Nach der Art der Bildung unterscheidet man drei Gruppen von Nom ina:
mit Artikel ohne Artikel Einfache oder ursprungliche Nomina
W ort, Zahn, Baum, Gras, FuB, Mond, Haus . . .
der Gerhard Gerhard
ein des Gerhard Gerhards Abgeleitete Nomina
Eigennam e dem Gerhard Gerhard
den Gerhard Gerhard
binden - das Band - der Bund Ableitung durch Ablaut;
ohne -s im Genitiv mit -s im Genitiv geben - die Gabe meist aus Verben
gieBen - der Guss
zwei die Werke des Friedrich Schillers
warm - wa rmer - Warme Ableitung durch Umlaut
Eigennamen Friedrich Schiller Werke
tragen - der Trager
ohne -s im Genitiv Von mehreren Namen fau l - Faule
wird nur der letzte dekli-
niert. un- Geduld - Ungeduld Ableitu ng durch Prafix
ur- Wald - Urwald und/oder Suffix
Tite! vor die Klasse des Studienrat Maiers Klasse miss- Brauch - Missbrauch
Eigennamen Studienrats Maier zer- Stč:irung - Zerstč:irung
ge- Wasser - Gewasser Merke:
Der Tite! wird dekliniert. Name wird dekliniert. -e treu - Treue Die versch iedenen Fo rmen der
-de Bau - Gebaude Ableitung treten nicht nur ei n-
die Klasse des Studienrat Doktor -el heben - Hebel zeln, sondern auch gemeinsam
Studienrats Maiers Klasse -er fahren - Fah rer auf:
Doktor Maier -t Hof - Gehoft Hof
-lein Blume - Blumlein Gehč:ift ge- Prafix
Von mehreren Titeln wird Name wird dekliniert. -li ng Lehre - Lehrling o/6 Umlaut
nur der erste dekliniert -ung bedienen - Bedien ung -t Suffix
-heit schon - Schonheit
„ Herr " die Schuler des Herm Herm Mullers Schuler -keit dankbar - Dankba rkeit
Muller -tum eigen - Eigentum
„ Herr" wird immer „ Herr" und Name wer-
dekliniert. den dekliniert.
Prafixe und Suffixe der Wortbildung sind Bedeutungstrager.
ge- bedeutet z. B. eine Zusammenfassung einzelner Dinge (Berg, Gebir-
Namen in die erste Seite des in Schillers
ge), -tein gibt eine Verkleinerung an (Bach, Bachlein ), -er nennt den Tra-
Anflihrungs- „ Generalanzeigers" „ Raubem"
zeichen ger einer Tatigkeit (fahren, Fahrer) usw.

Namen von Zeitungen, Werken, StraBen, Gebauden


usw. werden dekliniert, auch wenn sie in Anflih-
rungszeichen stehen. Nur nicht, wenn eine nahere
Bezeichnung vorangestellt ist; z. B. in Schillers
Drama „ Die Rauber".
Oeklination des Artikels

Zusammengesetzte Nomina Wir besichtigen das Schloss. Der Artikel tragt die Deklinations-
das Schloss (Genus: neutral) merkmale des Nomens, zu dem er
Zusammengesetzte Nomina bestehen aus Bestimmungswort und gehórt. Er verdeutlicht Genus, Nu-
Grundwort: Die Kirschen werden gepfluckt.
merus und Kasus. Die genaue Be-
~ _ der Stadtkern ~ die Kirschen (Numeru s: Plural)
stimmung von Genus, Numerus und
Stadt (Bestimmungswort) Kern (Grundwort) leh helfe der Mutter. Kasus ist aber meist nur in Verbin-
der Mutter (Kasus: Dativ) dung mit dem Nomen móglich, da
Oas Genus der zusammengesetzten Nomina richtet sich nach dem mehrere Deklinationsformen des Ar-
Grundwort: tikels gleich lauten.
der Kern - die Stadt der Stadtkern
das Grun der Wiesen Der Artikel verdeutlicht die Substan-
Baumkrone, Flusssand Nomen + Nomen das Grun (substantiviertes Adjektiv) tivierung von Verben, Adjektiven,
Erholungsgebiet, Seitenlange (Zusammensetzung mit Bindelaut) Prapositionen usw.
Landesregierung, Staatskasse (Bestimmungswort im Genitiv) das Flackern des Feue.r~ (Substantivierung, lat.: Verwandlung
das Flackern (substant1v1ertes Verb) in ein Nomen)
Schlafwagen Verb+ Nomen
das Auf und Ab der Wogen
HeiBluft Adjektiv + Nomen das Auf und Ab (substantivierte
Wo hltat Adverb + Nomen Prapositionen)

Viertakter, 3-Tonner Numerale + Nomen


Mitgefuhl, Ausblick Priiposition + Nomen
Deklination des Artikels
a Ableitungen, 12, 13; Stammwort, 5; Ablaut, 9; Umlaut, 10; Prafix -
Suffix, 11; Zusammensetzungen, 14; Verb, 69-142; Adjektiv, 52-67; Bestimmter Artikel
Adverb, 142-150; Numerale, 51; Praposition, 151- 155
Singular
30 Aus welchen Wortarten sind die Nomina zusammengesetzt?
Kleinvieh, StraBenbahn, Schlepptau, Sofortprogramm, Unterbau, maskulin neutraI feminin
Sechszylinder
Nominativ der Bali das Kind die Stadt
Genitiv des Balls des Kindes der Stadt
Dativ dem Bali demKind der Stadt
Artikel (Geschlechtswort) Akkusativ den Bali das Kind die Stadt
(der Artikel, lat.: Gelenk) Plural

Der Artikel ist ein Begleiter des Nomens. Er steht vor dem Nomen. JIr·.'··' maskulin neutra I feminin

I
Nominativ die Baile die Kinder die Stadte
der Turm der Genitiv der Baile der Kinder der Stadte
die StraBenbahn die bestimmter Artikel Dativ den Bal len den Kindern denStadten
das Bild das Akkusativ die Baile die Kinder die Stadte
ein Berg ein
eine Fahrkarte eine unbestimmter Artikel lm Plural sind die Formen des bestimmten Artikels fi..ir alle drei Genera
ein Getrank ein gleich.
Personalpronomen Personalpronomen

Unbestimmter Artikel
Singular Plura I

Singular Nominativ ich wir


Genitiv meiner unser
maskulin neutra I feminin Dativ mir uns
Akkusativ mich uns
Nominativ ein Turm ein Schaf eine StraBe
Genitiv eines Turmes eines Schafes einer StraBe
Dativ einem Turm einem Schaf einer StraBe
Akkusativ einen Turm ein Schaf eine StraBe 2. Person
Bist du schon fertig? Seid ihr bereit?
Der Trainer nimmt sich deiner an. Der Trainer nimmt sich euer an.
Beim unbestimmten Artikel entfallt der Plural. Die Nomina stehen ohne
Franz hilft dir. Inge hilft euch.
Artikel, wenn sie eine unbestimmte Menge oder Anzahl umfassen.
Der Hausmeister sah dich. Der Hausmeister hat euch gesehen.

Pronomen (Furwort)
Singular Plu ral
(das Pronomen, Plural: Pronomina, lat.: fUr das Nomen)
Nominativ du ihr
Hans fahrt mit dem Rad. Oas Pronomen kann fur das Genitiv deiner euer
Er fahrt mit dem Rad. Nomen stehen, es vertreten; Dativ dir euch
Wer fahrt mit dem Rad? es ist Stellvertreter des No- Akkusativ dich euch
mens.
Franz putzt sein Fahrrad. Oas Pronomen kann ein
Die Grenze verlauft in dieser Nomen begleiten, es genauer
Richtung. bestimmen; es ist Begleiter 3. Person
Welche Farbe hat der Einband? des Nomens. Er schlaft. Sie schlafen.
Die Freunde gedenken seiner. Der Verein gedachte ihrer.
a Nomen, 30-40
Oas Buch gehort ihm. Das Gluck half ihnen.
Die Freunde dachten oft an ihn. Die Lehrerin lobte sie.
Personalpronomen
Die Kinder spielen. Oas Personalpronomen (per-
Sie spielen. sonliches Pronomen) bezeich- Singular Plura I
net stellvertretend Personen
oder Sachen . maskulin femin in neutra I fUr alle Genera g leich

1. Person Nominativ er sie es sie


leh komme. Wir kommen. Genitiv seiner ihrer seiner ihrer
Der Lehrer erinnert sich meiner. Der Lehrer erinnert sich unser. Dativ ihm ihr ihm ihnen
Gib mir das Buch! Gib uns bald Nachricht! Akkusativ ihn sie es sie
Inge fragte mich. Franz fragte uns.
Reflexivpronomen Demonstrativpronomen

Merke:
Oas Reflexivpronomen stimmt in der 1. und 2. Person mit den For-
Bei der Anrede in der 3. Person wird das Personalpronomen immer man des Personalpronomens uberein. Nur im Dativ und Akkusativ
groBgeschrieben: der 3. Person unterscheidet es sich vom Personalpronomen durch
- in Briefen die Form slch. Der Nominativ kommt nicht vor.
Wir danken lhnen tur das interessante Angebot.
- in Aufrufen und Erlassen
Schreiben Sie sich bitte in die Liste ein!
- in Widmungen
Fur Sie zur Erinnerung an den schonen Urlaub. 3. Person
- in Mitteilungen des Lehrers (bei Schularbeiten)
Die Arbeit zeigt, dass Sie sich eingehend mit dem Thema beschaftigt Singular Plura I
haben.
- auf Fragebogen maskuli n feminin neutra I tur al le Genera gleich
Seit wann wohnen Sie in dieser StraBe?
Dies gilt auch tur die Anredeform des Possessivpronomens in der 3. Per- Nominativ - - - -
son: Ober lhre Nachricht haben wir uns sehr gefreut. - Vergessen Sie nicht Genitiv seiner ihrer seiner ihrer
lhrer Wahlpflicht nachzukommen! - Sie konnen auf lhre Fortschritte in Dativ sich sich sich sich
den letzten Monaten sto lz sein. Akkusativ sich sich sich sich
Aber:
Anredeformen in der 2. Person und das Reflexivpronomen „sich" werden
kleingesch rieben: Lieber Fritz, ich danke dir herzlich tur deine Urlaubsgru- u Subjekt, 171-173; Objekt, 174-178
Be. - Liebe Eltern, konnt ihr mir bitte etwas Geld schicken? Herzlichst,
euer Sohn.- Haben Sie sich schon angemeldet? Demonstrativpronomen
(lat.: demonstrare, hinweisen, zeigen)
u Possessivpronomen , 47
Wenn ich den erwische ! Oas Demonstrativpronomen
An dieser Stelle stand das Auto. (hinweisendes Pronomen)
Reflexivpronomen Es gescha h in jenen Tagen. weist auf etwas hin, das ent-
(lat.: ref/ectere, zuruckwenden) Derjenige, der es gesehen hat, weder schon bekannt ist oder
sol i sich melden. genauer bestimmt werden
leh freue mích. Oas Reflexivpronomen (ruckbe- Wir besuchen dieselbe Schule. soli.
Du hilfst dir selbst. zugliches Pronomen) steht dann,
Die Erde dreht sich. wenn sich etwas auf das Subjekt
Die Kinder freuen sich. des Satzes zuruckbezieht, d. h. der, die, das'
wenn Subjekt und Objekt eines
Satzes dieselbe Person oder Singu lar Plura I
Sache sind.
maskulin feminin neutra I tur al le Genera gleich

Nominativ der die das die


Er argert sich. Er argert mich. dessen deren/derer

""'
Genitiv dessen deren
~~ Dativ dem der dem denen
gleiche Person /
ve rschiedene Personen Akkusativ den die das die
Reflexivpronomen Personalpronomen

' Aus dem Dem onstrativpronomen der, die, das ist der besti m mte A rtikel entstanden.
Demonstrativpronomen Possessivpronomen

Kennt ihr nach die Zwillinga deren wird gebraucht, wenn es auf Er schlug mit solcher Gewalt gegen Deklination wie das
aus der Nachbarschaft? - Nein, bereits Genanntes hinweist. das Brett, dass es brach. Adjektiv ohne Artikel
deren konnen wir uns nicht Einen solchen Sturm habe ich Deklination wie das Adjektiv
mehr erinnern. nach nicht erlebt. mít dem unbestimmten Artikel
Die Zahl derer, die nach in das derer wird gebraucht, wenn es vor-
Solch einen Sommer haben wir „solch" wird nicht dekliniert.
Stadion drangten, war sehr groB. ausweist.
nicht jedes Jahr.
dieser, diese, dieses - jener, jene, jenes Oas sind so Sachen, die einen „so" umgangssprachlich fUr das
argern konnen. Demonstrativpronomen „solcher"
Singular Plura I Wie kannst du nur
so eine Behauptung aufstellen.
maskulin feminin neutra I fUr alle Genera gleich
u Artikel, 41; Deklination des Adjektivs, 56-58
Nominativ dieser diese dieses diese
Genitiv dieses dieser dieses dieser
Dativ diesem dieser diesem diesen
Akkusativ diesen diese dieses diese Possessivpronomen
(lat: possidere, besitzen)
derjenige, diejenige, dasjenige - derselbe, dieselbe, dasselbe
Der Reisende hat seine Papiere Oas Possessivpronomen (be-
Beide Demonstrativpronomen werden dekliniert wie
verloren. sitzanzeigendes Pronomen)
bestimmter Artikel + Adjektiv (der Neue, die Neue, das Neue).
(Besitzangabe) gibt die Besitzverhaltnisse an
Du versaumst nach deinen Zug. oder ordnet das eine dem
Singular Plura I
(Zuordnung) andern zu. Wenn ich z. B.
meinen Zug versaume, dann
maskulin feminin neutra I fUr alle Genera gleich ist es nicht mein Zug , sondern
nur der Zug, mit dem ich fah-
Nominativ derjenige diejenige dasjenige diejenigen ren mochte (Zuordnung).
Genitiv desjenigen derjenigen desjenigen derjenigen
Dativ demjenigen derjenigen demjenigen denjenigen
Akkusativ denjenigen diejenige dasjenige diejenigen

Wir wohnen im selben Haus. Wenn der Artikel sich mit einer Pra- Besitzangabe/Zuordnung: ich
position verschmelzen kann, dann
wird der zweite Wortteil abgetrennt:
Singular
in demselben Haus - im selben Haus.
solcher, solche, solches
maskulin feminin neutra I

Oas Oemonstrativpronomen „solcher" steht im Sinne von „so be- Nominativ mein Bruder meine Schule mein Bi ld
schaffen" oder „so groB". Es sagt etwas uber die Beschaffenheit Genitiv Schule meines Bi Ides
meines Bruders meiner
oder den Grad aus. ln der Umgangssprache wird es auch durch Dativ meinem Bruder meiner Schule meinem Bild
„so" ersetzt. Schule mein Bild
Akkusativ meinen Bruder meine
Possessivpronomen Possessivpronomen

Besitzangabe/Zuordnung: du
Plura I

fur alle Genera gleich Singular

maskulin feminin neutraI


Nominativ meine Eltern
Genitiv meiner Eltern
Dativ meinen Eltern Nominativ de in Bruder deine Schule dein Bild
Akkusativ meine Eltern Genitiv deines Bruders deiner Schule deines Bi Ides
Dativ deinem Bruder deiner Schule deinem Bild
Akkusativ deinen Bruder deine Schule dein Bild
Besitzangabe/Zuordnung: wir
Plura I

Singular
fur alle Genera gleich

maskulin feminin neutra I Nominativ deine Eltern


Genitiv deiner Eltern
Nominativ unser Bruder unsere Schule unser Bild Dativ deinen Eltern
unsre Schule Akkusativ deine Eltern
Genitiv unseres Bruders unserer Schule unseres Bi Ides
unsres Bruders unsrer Schule unsres Bi Ides
Dativ unserem Bruder unserer Schule unserem Bild
unsrem Bruder unsrer Schule unsrem Bild
unserm Bruder unserm Bild
Akkusativ unseren Bruder unsere Schule unser Bild
unsren Bruder unsre Schule Besitzangabe/Zuordnung: ihr
unsern Bruder
Singular
Plura I
maskulin feminin neutra I
fur alle Genera gleich
Nominativ euer Bruder euere Schule euer Bild
Nominativ unsere Eltern eure Schule
unsre Eltern Genitiv eures Bruders euerer Schule eueres BiIdes
Genitiv unserer Eltern eures Bruders eurer Schule eures Bi Ides
unsrer Eltern Dativ euerem Bruder euerer Schule euerem Bild
Dativ unseren Eltern eurem Bruder eu rer Schule eurem Bild
unsren Eltern euerm Bruder euerm Bild
unsern Eltern Akkusativ eueren Bruder euere Schule euer Bi ld
Akkusativ unsere Eltern euren Bruder eure Schule
unsre Eltern euern Bruder
Possessivpronomen lnterrogativpronomen

Besitzangabe/Zuordnung:
Plura I
sie (femininum Singular), sie (alle drei Genera, Plural)
tur alle Genera gleich
Singular
Nominativ euere Eltern
eure Eltern maskulin feminin neutra I
Genitiv euerer Eltern
eurer Eltern
Dativ eueren Eltern Nominativ ihr Bruder ihre Schule ihr Bild
euren Eltern Genitiv ihres Bruders ihrer Schule ihres Bi Ides
euern Eltern Dativ ih rem Bruder ihrer Schu le ihrem Bilde
Akkusativ euere Eltern Akkusativ ihren Bru der ihre Schule ihr Bild
eu re Eltern
Plura I

tur alle Genera gleich

Nominativ ihre Eltern


Genitiv ihrer Eltern
Dativ ihren Eltern
Akkusativ ihre Eltern
Besitzangabe/Zuordnung: er - es

Singular
leh bin der Deine. Oas Possessivpronomen mit vo ra us-
Er liebt die Seinen. gehendem Artikel w ird dekliniert wie
maskulin feminin neutra I
Artikel + Adjektiv (der Kranke).

Nominativ sein Bruder seine Schule sein Bild a Personalpronomen, 44; Deklination des Adjektivs, 55-58
Genitiv seines Bruders seiner Schule se i nes Bi Ides
Dativ seinem Bruder seiner Schule seinem Bild
Akkusativ seinen Bruder seine Schule sein Bild
lnterrogativpronomen ':
Plura I (lat.: interrogare, fragen)
Wem gehórt das Heft? Oas lnterrogativpronomen (Fra-
tur alle Genera gleich Wessen Heft ist das? gepronomen) fragt nach ei-
Was tust du? nem Lebewesen, einem Ding,
Nominativ se i ne Eltern Welchen Text meinst du? einem Begriff - oder nach ei-
Genitiv seiner Eltern Was fUr ein Baum ist das? ner genaueren Bestimmung
Dativ seinen Eltern des Genannten.
Akkusativ seine Eltern
lnterrogativpronomen Relativpronomen

wer7 was7 was fur ein ... 7


Was fi.ir ein Shampoo verwendest Oas lnterrogativpronomen „was fi.ir
Singular und Plural du? - Eines fi.ir fettes Haar. ein ... ?" fragt nach den Merkmalen
Mit was fi.ir Mobeln habt ihr euch oder Eigenschaften des Genannten.
maskulin feminin neutra I eingerichtet? - Mit Mobeln aus
einheimischen Holzem.

Nominativ wer? wer? was? An was fi.ir einen BlumenstrauB Es wird nur der unbestimmte Artikel
Genitiv wessen? wessen? wessen? hast du gedacht? dekliniert.
Dativ wem? wem? wem?
Akkusativ wen? wen? was? Was fi.ir Vorteile erhoffst du dir Da der unbestimmte Artikel keine
davon? Pluralform hat, wird der Plural der
Wortgruppe ohne den unbestimm-
ten Artikel gebildet.
welcher7 welche7 welches7
Was fi.ir einer ist der neue Chef? Ohne Nomen wird dieses lnterroga-
tivpronomen wie ein Adjektiv ohne
Singular Artikel dekliniert: was fi.ir einer? was
fi.ir eine? was fi.ir eines? (Plura!: was
maskulin feminin neutra I fi.ir welche?).

a Deklination des Adjektivs, 55- 58


Nominativ welcher (Schuler)? welche (Frau)? welches (Spiel)?
Genitiv welches (Schulers)? welcher (Frau)? welches (Spiels)?
welchen (Schulers)? welchen (Spiels)?
Dativ welchem (Schuler)? welcher (Frau)? welchem (Spiel)?
Akkusativ welchen (Sc huler)? welche (Frau)? welches (Spiel)?
Relativpronomen ..
Plura I (lat.: referre, auf etwas beziehen)

Die Frage, die du stellst, Oas Relativpronomen (bezug-


fi.ir alle Genera gleich
ist schwer zu beantworten. liches Pronomen) hángt von
Der Fahrer, dessen Auto in einem Bezugswort ab, auf das
Nominativ welche (Schuler, Frauen, Spiele)? der Einfahrt steht, moge es sich bezieht. Es stimmt mit
Genitiv welcher (Schuler, Frauen, Spiele)? sich bitte melden. dem Bezugswort in Genus
Dativ welchen (Schulern, Frauen, Spielen)? Die Stadt, nach und Numerus uberein. Der
Akkusativ welche (Schuler, Frauen, Spiele)? welcher gesucht wird, Kasus richtet sich nach der
liegt an einem Fluss. Konstruktion des Nebensat-
zes.
Welche Tiere gehoren zu den Oas lnterrogativpronomen „wel- leh bin mit vielem, was du „Was" kann nur stehen, wenn
Saugetieren? cher?" fragt nach einem ganz be- sagst, einverstanden. es sich auf ein lndefinitprono-
Welches Bild meinst du? stimmten Lebewesen, Ding oder Be- men (alles, manches, vieles
Welche lnterpretation ist am griff aus einer Gruppe gleicher/ahnli- usw.) bezieht.
genauesten? cher Lebewesen, Dinge oder Begrif-
fe.
lndefinitpronomen /ndefinitpronomen

der, die, das - welcher, welche, welches Zu den lndefinitpronomina gehoren:


einer, man, irgendein(er), irgendetwas, irgendjemand
Singul ar einige, etliche, etwas, manch(er), meh rere
jeder, jedermann, jeglicher, samtliche, alle
der Baum, Nominativ der welcher
(Maskulinum) Genitiv dessen (Blatter) dessen jemand, niemand, kein(er), nichts
Dativ dem welchem
Akkusativ den welchen Die meisten lndefinitpronomina werden wie ein Adjektiv ohne A rtikel
die StraBe, Nominativ die welche dekliniert. Unverandert bleiben „ man", „ etwas ", „ nic hts".
(Femin inum ) Genitiv deren (Belag) deren
Dativ der welcher jemand, niemand, jedermann, jemand anderer
Akkusativ die welche
das Kind, Nominativ das welches Nominativ jemand niemand
(Neutrum) Genitiv dessen (Fahrrad) dessen Genitiv jemandes niemandes
Dativ dem welchem Dativ jemand niemand
Akkusativ das welches jemandem niemandem
Akkusativ jemand niemand
Plura I jemanden niemanden

die Baume, Nominativ die welche Nominativ jedermann jemand anderer


die StraBen, Genitiv deren (Beleuchtung) deren jemand ander(e)s
die Kinder, Dativ denen welchen Genitiv jedermanns jemandes anderen (Hut)
Akkusativ die welche Dativ jedermann (von) jemand anderem
jemandem anderen
Akkusativ jedermann jemand anderen
wer - was jemanden ander(e)s
Zur Deklination verg leiche lnterrogativpronomen „wer? was?" . jemand ander(e)s
u Nomen (Bezugswort), 31; Nebensatz, 212-246; lndefinitpronomen, 50;
lnterrogativpronomen, 48
Soweit die lndefinitpronomina unbestimmte Zahlen- oder Mengenanga-
lndefinitpronomen ben sind, kann man sie auch zu den Numeralia (Zahlwortern) za hlen.
(lat.: definire, bestimmen; daraus indefinitus, unbestimmt)

u Deklination des Adjektivs, 55- 58; Numerale, 51


Jedermann ist willkommen. Oas lndefinitpronomen (unbe-
leh sehe noch keine Losung.
Einiges muB noch geandert
werden.
stimmtes Pronomen) bezeichnet
ganz allgemein etwas (Lebewe-
sen, Ding, Begriff} , das nicht
31 Welche Pronomina werden in folgenden Satzen verwendet?
leh weiB nicht, was das bedeuten soli. Was meinen Sie damit? - leh
l
naher bestimmt ist oder nicht kann mit dieser Frage nichts anfangen ; sie ist sehr unklar gestellt. -
naher bestimmt werden soli. Die Frage, die du uns gerade gestellt hast, ist schwer zu beantworten.
- Nach meiner Meinung musste man sich dies nochmals genauer
uberlegen.
Numera Je Numera Je

32 Bestimme die Pronomina nach Person, Numerus und Kasus:


die alteste Schwester der zweite Bruder
Als ich ihn das erste Mal auf der StraBe traf, erinnerte er mich an jene die jungen Manner die vier Manner
sonderbaren Gestalten, an d iese skurrilen Figuren, die nicht se lten die vier Manner Zahladjektiv
Marchen bevolkern. lrgendetwas an ihm fesselte mich, aber ich konn- die eingeladenen Gaste die vielen Gaste
te nicht sagen, was es war. Mude sah er sich nach mir um. Der Man- viele Gaste
tel hing schwer auf seiner Schulter.
33 Setze das richtige Possessivpronomen ein: Franz hielt durch. Einer hielt durch.
Sechzehn Laufer hatten Viertehn gingen Numeralpronomen
Wem gehoren diese Hefte? mir - Es sind . .. Hefte
sich gemeldet. an den Start.
(Franz, dir, Inge, uns, den Schul ern, euch)
34 Bilde Satze mit dem Persona!- oder Demonstrativpronomen: Es kamen nur wen ige Es kamen wenige.
beim Namen rufen - wen? Zuschauer.
bei der Arbeit helfen - wem? Sie spielten mehrere Einige haben uns lndefinitpronomen
sich genau erinnern - wessen? Stucke. ganz gut gefallen.
oft denken mussen - an wen?
ins Schwimmbad gehen - mit wem? Er stellte eine Gruppe Mit dir ist das
einschlafen - wer? von zwolf Leuten Dutzend voli.
zusammen.
Sie stromten Sie drangten Zah lsubstantiv
in Scharen. zu Hunderten. (Numeralnomen )
Die Firma erzielte Der Gewinn betrug
einen Riesengewinn. uber eine Million.
Numerale
(das Numerale, Plural: Numeralia, lat.: Zahlwort)
Zu den Numeralia gehoren:
1. die Kardinalzahlen (Grundzahlen)
Unter dem Begriff Numerale werden alle Wórter zusammengefasst, - eins, zwei, drei, zwanzig, hundert, eine Million . . .
die eine bestimmte oder unbestimmte Zahl oder Menge angeben. 2. die Ordinalzah len (Ordnungszah len)
- der Erste, die dritte Auflage, vom Hundertsten ins Tausends-
te . . .
3. die Bruchzahlen
Als Wortart ist das Numerale nicht ei ndeutig festgelegt. A ls Begleiter ei- - ein viertel Kilo, drei Viertelstunden, ein halbes Pfund, ein Ach -
nes No mens wird es Zahladjektiv genannt, als Stellvertreter eines No- tel, vier Funftel des Umsatzes ...
mens Numeralpronomen (Zahlpronomen) bzw. lndefinitpronomen. Zu 4. die Vervielfaltigungszahlworter
den Numeralia geho ren auch die Zah lsubstantive. - einfach, zweifach, hundertfach, das Tausendfache
5. die Wiederholungszahlworter
- einmal, zweimal, das erste Mal, etliche Male, Dutzend Ma le ...
6. die unbestimmten Zahlworter (vgl. lndefinitpronomina)
- einige, mehrere, manche ...
7. die Gattungszahlworter (Aufzahlen unterschiedlicher Dinge oder Sach-
verhalte)
- zweierlei, zeh nerlei, hunderterlei, mancherlei, vielerlei
Numerale Adjektiv - lnhaltliche Bestimmung - Verwendung im Satz

Zur Deklination der Kardinalzahlen Adjektiv {Eigenschaftswort)


Gib ihm wenigstens nach Die Kardinalzahl „ein(s)" wird in al- (das Adjektiv, Plural: Adjektive, lat.: das Beigefugte)
eine Chance! len Kasus dekliniert.
Gib ihm nach die eine Chance!
Er steht auf einem Bein. lnhaltliche Bestimmung
das Auto der zwei Manner - Wenn die Kardinalzahlen „zwei " und
Aber: „drei" ohne Artikel stehen, werden das krankliche Kind Oas Adjektiv charakterisiert Per-
zweier Zeugen Aussagen sie im Genitiv Plural dekliniert. eine alte Muhle sonen, Dinge, Sachverhalte und
Franz spielte mit vier Freunden. Die Kardina lzah len „zwei" bis meine groBe Sorge Umstande, bei denen es steht,
Aber: „zwolf" werden im Dativ dekliniert, schwierige Verhaltnisse oder es bestimmt sie naher.
Er krach auf allen Vieren. wenn sie ohne ein Nomen stehen.
Geht bitte zu Zweien uber die Oas Madchen ist schon. Das Adjektiv urteilt uber Personen,
StraBe! Karl lauft gut. Dinge, Sachverhalte und Umstan-
Der Winter ist sehr kalt. de oder bezeichnet ein Verhalten
Wir fuhren zu zweit (dritt, Anstel le des Dativs wird auch die Die Antwort kam schnell. naher.
viert) im Auto. Endung -t gebraucht.
leh bin gesund. Oas Adjektiv registriert einen Zu-
Er beschaftigt sich mit Die Gattungszahlworter werden
Die Suppe ist warm. stand, in dem sich eine Person
vielerlei I hunderterlei Dingen. nicht dekliniert. Sie sind aus der Ge-
Er wird mude. oder ein Ding befindet oder in den
nitivform der Kardinalzah l oder des
Der Kranke wurde gesund. sie geraten.
Pronomens und dem Suffix -lei ge-
bildet. leh bin gr6Ber als du. Die meisten Adjektive kónnen Ver-
Oas Hundert kostet vier Mark. „h undert" und „tausend" konnen Er hat das schonste Fahrrad. gleichsformen bilden.
Der Schaden ging in die Tausende. a uch als Nomina (Zahlsubstantive) Er spielt besser.
Sie spielt am besten.
verwe ndet werden.
Sie rechneten mit mehreren Oas Zahlsubstantiv w ird meistens
Hundert Zuschauern. nicht dekliniert, wenn ihm ein Attri-
but vorangestellt ist.
Sie rechneten mit Tausenden von Oas Zahlsubstantiv wird dekliniert, Verwendung im Satz
Zuschauern. wenn es tur sich allein steht.
Oas alte Haus bekommt als Attribut (Satzgliedteil)
ein neues Dach. - dekliniert
Merke: Oas Wasser ist kalt. als Pradikativum {Gleichsetzungs-
Zah len bis zu einer Million werden kleingeschrieben, au Ber sie haben den nominativ)
Artikel (das Tausend) oder geben eine ungetahre Menge an (Hunderte von - undekliniert
Anrufen).
Er lacht laut. als Adverbiale
a Adjektiv, 52-68; lndefinitpronomen, 50; Nomen, 30-40 - undekliniert

a Attribut, 194-198; Pradikativum, 140-191; Adverbiale, 179-189


Adjektiv - Genus, Numerus und Kasus Adjektiv - Schwache und Starke Deklination

35 Bestimme die Verwendung der einzelnen Adjektive im Satz: Schwache Deklination


Wir liefen einen schmalen Felsweg entlang. - Der Boden war nass und
glitschig. - Der W ind wehte heftig durch die Baumwipfel. - Ángstlich Singular
fragte mích Robert, wann wir denn nun endlich im Dorf seien; denn
es wurde allmahlich dunkel , und weit und breit war noch kein Haus maskulin feminin neutra I
zu sehen. - Wir hatten uns bestimmt verlaufen. - Wahrscheinlich hat-
ten wir an der letzten Kreu zung die falsche Richtung eingeschlagen. - Nominativ der alte Baum die dunkle Nacht das kleine Kind
Doch da sa hen wir in der Ferne den schwachen Schimmer einzelner Genitiv des alten Baum es der dun klen Nacht des kleinen Kin des
erleuchteter Hauser. - Wir waren richtig gelaufen. Dativ dem alten Baum der dun klen Nacht dem kleinen Kind
Akkusativ den alten Baum die dunkle Nacht das kleine Kind

Plura I

maskulin feminin neutra I

Genus, Numerus und Kasus Nominativ die alten Baume die dunklen Nachte die kleinen Kin der
Genitiv der alten Baume der dunklen Niichte der kleinen Kinder
Dativ den alten Biiumen den dunklen Nachten den kleinen Kindern
leh lese ein spannendes Buch. Es gibt deklinierte und undekli- Akkusativ die alten Baume die dunklen Nachte die kleinen Kinder
Oas Buch ist spannend. nierte Fo rmen des Adjektivs.
Die Musik spielt laut. Als Attribut ist es meistens dekli-
niert.
Oas attributive Adjektiv (als Attri- Endung -e im Nominativ Singular der drei Genera und im Akkusativ Singu-
but) stimmt mit dem Nomen, lar Femininum/Neutrum.
dem es beigefí.igt ist oder das es Endung -en in allen ande1en Kasus.
vertritt, in
ein kleines Geschenk Genus (Geschlecht), Ebenso dekliniert wird das Adjektiv nach:
dieser, jener, jeder, mancher, solcher, derselbe, welcher
das kleine Geschenk
ein Kranker
der Kranke
die kleinen Geschenke Numerus (Singular, Plural)
kleine Geschenke Starke Deklinition
Kranke
die Kranken Singular
mit ein em kleinen Geschenk und
mit dem neuen Auto Kasus (Fall) uberein. maskulin feminin neutraI
mit groBem Aufwand
fí.ir einen Kranken Nominativ harter Stein blaue Farbe frisches Brot
Genitiv harten Stein es blauer Farbe frischen Brotes
Dativ hartem Stein blauer Farbe frischem Brot
u Attribut, 194-198; Deklination des Adj ektivs, 55- 58; Nom en, 30-40 Akkusativ harten Stein blaue Farbe frisches Brot
Adjektiv - Gemischte Deklination Deklination mehrerer Adjektive

Plura I Singular
maskulin feminin neutra I maskulin feminin neutra I
Nominativ harte Steine blaue Farben frische Brate Nominativ mein kleiner Bruder meine kle ine Schwester mein neues Buch
Genitiv harter Steine blauer Farben frischer Brate Genitiv meines kleinen Bruders meiner kleinen Schwester meines neuen Buches
Dativ harten Steinen blauen Farben frischen Braten Dativ meinem kleinen Bruder meiner kleinen Schwester meinem neuen Buch
Akkusativ harte Steine blaue Farben frische Brate Akkusativ meinen kleinen Bruder meine kleine Schwester mein neues Buch

Endungen wie bei Demonstrativpranomen dieser, diese, dieses; mit Aus- Plura I
nahme von Genitiv Singular Maskulinum/Neutrum (Endung -en).
maskulin feminin neutra I
Ebenso dekliniert wird das Adjektiv nach den endungslosen Formen
manch, solch, viel, welch, wenig, ein, kein, mein, dein, sein, unser, euer,
Nominativ meine kleinen Bruder meine kleinen Schwestern meine neuen Bucher
ihr sowie nach etwas und mehr: welch herrlicher Ausblick, mehr freie Genitiv meiner kleinen Bruder meiner kleinen Schwestern meiner neuen Bucher
Stunden.
Dativ meinen kleinen Brudern meinen kleinen Schwestern meinen neuen Buchem
Nach einige, etliche, manche, vie/e, wenige (Plural) wird das Adjektiv
Akkusativ meine kleinen Bruder meine kleinen Schwestern meine neuen Bucher
meist stark dekliniert: einige kleine Fehler, wenige neue Argumente.

Ebenso dekliniert wird das Adjektiv nach ein, kein, dein, sein, unser, euer,
Mer ke: · ihr.

mit viel frischem Schwung Nach einem endungslosen Pra- Merke:


ihr neues Kleid nomen wird das Adjektiv stark
mein alter Freund dekliniert.
unser graBer Garten „unser" und „euer" sind en-
mit vielem frischen Schwung Nach einem Pranomen mit Dekli- euer neues Auto dungslose Formen des Posses-
ihre neuen Kleider nationsendung wird das Adjektiv aber: in unserem groBen Garten sivpranomens; deshalb wird das
auf unserem grunen Rasen schwach dekliniert. mit euerem neuen Auto nachfolgende Adjektiv stark de-
kliniert.

u Possessivpranomen, 47
cr Demonstrativpranomen, 46

Deklination mehrerer Adjektive


Gemischte Deklination Mehrere Adjektive vor einem Nomen werden parallel, d. h. auf die gleiche
Weise dekliniert.
Die gemischte Deklination ist eine Zusammensetzung aus der schwachen
und starken Deklination der Adjektive: stark nach endungslosen Pronomi- Singular
na, sonst schwach.
Nominativ das alte, baufiillige Ha us ein altes, baufiill iges Haus
Genitiv des alten, baufii lligen Ha uses eines alten, baufiilligen Hauses
Dativ dem alten, baufii lligen Haus einem alten, baufiilligen Haus
Akkusativ das alte, baufii llige Haus ein altes, baufiilliges Haus
Adjektiv - Komparation Adjektiv - Komparation

Plura I „als" oder „wie"?

Nominativ die alten, baufiilligen Hauser alte, baufa llige Hauser


Genitiv der alten, baufall igen Hauser alter, baufalliger Hauser Franz und Inge sind zwolf; sie haben am
Dativ den alten, baufalligen Hausem alt en, baufa lligen Hausem gleichen Tag Geburtstag.
Akkusativ die alten, baufall igen Hauser alte, baufallige Hauser Franz ist so alt wie Inge. so - Positiv - wie
Inge ist so alt wie Franz.
(gleiche Stufe)
36 Wie lauten die Endungen? Wie wird dekliniert?
Es war ein lang .. . Tag. - Wir waren den ganz .. . Tag uber gewan- Fritz ist dreizehn; Karin ist zwolf.
dert. - Endlich konnten wir unsere nass ... Kleider ablegen. Zum Fritz ist alter als Karin. Komparativ - als
Abendessen gab es Brot und frisch ... Wurst mit heiB ... Tee. Wir
(unterschiedliche Stufe)
schliefen in dem neu . .. , holzern ... Anbau.

Komparation (Vergleichsstufen) 37 „als" oder „wie"?


(die Komparation, lat.: comparare, vergleichen) Er ist groBer ... ich. - Du kannst es a uch besser ... er. - Er kann genau-
so gut schwimmen .. . du. - Dieser Vorschlag sagt mir eher zu ... der
Der Koala ist zutraulich wie wenige Tiere. Positiv andere.
Der Koala ist ein zutrauliches Tier. (Grundstufe)

Der Koala ist zutraulicher als das Kanguru . Komparativ Adjektive ohne Vergleichsstufen
Der Koala ist ein zutraulicheres Tier als (Vergleichsstufe)
das Kanguru. wortlich - schriftlich Nicht alle Adjektiva kónnen
rund - eckig Vergleichsstufen bilden, da
Der Koala ist eines der zutraulichsten Tiere. Superlativ lebendig - tot ihr lnhalt eindeutig festgelegt
Der Koala ist am zutraulichsten. (Hochststufe) englisch - deutsch ist und keine Abstufungen
eisern - holzern erlaubt.
Der Koala ist ein sehr zutrauliches Tier. Die Hochststufe lasst
Der Koala ist ein auBerst zutrauliches Tier. sich unterschiedlich
Der Koala ist ein uberaus zutrauliches Tier. ausdrucken.
38 Warum ist bei folgenden Adjektiven die Komparation nicht moglich
Beachte: oder zumindest ungewohnlich?
riesengroB - uralt - steinreich - erstklassig - sterbenskrank - maxi-
Der Koala ist ein zutraulicher Bar. -er ist Deklinations- ma! - mini mal - rund- nackt - einmutig-spanisch - dreifach - unuber-
endung. windbar - unlosbar- fleischlos - blutleer - kinderlos - unaufschiebbar
- voli - leer
Er ist zutraulicher als das Kanguru. -er ist Merkmal des
Komparativs.

leh kenne kein zutraulicheres Tier. -er ist Merkmal des


Komparativs.
-es ist Deklinations-
endung.
Adjektiv - Komparation Adjektiv - Komparation

Bezugspunkt RegelmaBige Komparation

ein alter Herr - ein alterer Herr Der Komparativ (Vergleichs- klein - kleiner - am kleinsten Komparativ: -er
eine junge Frau - eine jungere Frau stufe) braucht einen Bezugs- der Kleinste Superlativ: -st-
lange Zeit - langere Zeit punkt. Wenn dieser fehlt, dicht - dichter - am dichtesten Komparativ: -er
Wenn es mir besser geht, braucht dann kann der Komparativ oft der Dichteste Superlativ: -est-
es mir nach nicht gut zu gehen. einen geringeren Grad ange-
Eine gr6Bere Anschaffung braucht ben als der Positiv (Grundstu-
jung - junger - am jungsten Komparativ: Umlaut und -er
nach nicht eine groBe Anschaf- fe).
der Jungste Superlativ: Umlaut und -st-
fung zu sein. alt - alter - am altesten Komparativ: Umlaut und -er
der Álteste Superlativ: Umlaut und -est-

39 Warum ist hier „besser" nicht besser als „gut"? dun kel - dunkler - am dunkelsten Ausfall von -e- vor
Worauf beziehen sich die einzelnen Vergleichsstufen? teuer - teurer - am teuersten Komparativendung
Du arbeitest jetzt im Unterricht wieder besser mit, das stimmt; aber
so gut wie zu Beginn des Schuljahres arbeitest du immer nach nicht
mit. UnregelmaBige Komparation ..
gut - besser - am besten Wortwechsel
viel - mehr - am meisten
wenig - minder - am mindesten
Umschreibung des Superlativs (weniger)- (am wenigsten)
mild - am mildesten Die Hochststufe kann sowohl
sehr mild durch die Formen des Superla- hoch - hoher - am hochsten Unterschiedlicher
extramild tivs ausgedruckt als auch in- nahe - naher - am nachsten Konsonantenstand
haltlich umschrieben werden.
modem - am modernsten
hochmodern
supermodern Unvollstandige Komparation

Positiv: Superlativ:
40 Drucke die Hochststufe anders aus als durch den Superlativ: die obere Kante die oberste Wie Positive gebraucht werden
z. B. reich - am reichsten - uberaus reich, unwahrscheinlich reich - Wohnung auBer-, inner-, ober-, unter-,
superreich die auBere das auBerste vorder-, hinter- u. a.
arm - faul - fleiBig - mude Reihe Mittel

41 Was ist hier falsch?


Du hast in keinster Weise Recht. - Letzten Endes konnen wir es nicht
andern. - Es war die einzigste M6glichkeit, ihn zu treffen. - Es war die
einfallsloseste Sendung, die seit langem uber den Bildschirm gelaufen
ist.
Rektion bei Adjektiven Bildung von Adjektiven

Komparation des zusammengesetzten Adjektivs jemandem behilflich sein Dativ


einer Sache nicht gewachsen sein
j emandem ahnlich sein
(eine groBzugige Regelung) Die Zusammensetzung ergibt ei-
eine groBzí.igigere Regelung nen neuen, einheitlichen Begriff; zu etwas tahig sein mit Praposition
das groBzí.igigste Angebot deshalb wird der zweite Wortteil uber etwas traurig sein
die folgenreichste Erfindung gesteigert. gegen jemanden streng sein
die werbewirksamste Methode

(eine weit reichende Entscheidung) Wenn in einem Adjektivgeflige


ein weiter reichender Antrag 1. die einze lnen Bestandteile Bildung von Adjektiven
eine noch schwerer verstandliche auch flir sich allein einen Sinn
Entscheidung haben und/oder Nach der Art der Bildung sind vier Gruppen zu unterscheiden.
der weitest gehende Antrag 2. der erste Bestandteil steiger-
der am weitesten gehende Antrag bar ist, dann wird der erste Einfache oder ursprí.ingliche Adjektive
langfristig I langerfristig Wortteil gesteigert. klein, groB, lang, kurz, heiB, warm, krank . . .
die bestmogliche Losung
das dichtest (auBerst dicht) Abgeleitete Adjektive
bevolkerte Gebiet un- treu - untreu Ableitung durch Prafix
ur- alt - uralt und/oder Suffix
Beachte: erz- dumm - erzdumm
ge- recht - gerecht
richtig: das meistgelesene Buch Doppelte Komparation ist miss- gi.instig - missgi.instig
falsch: das meistgelesenste Buch nicht ublich. -bar Dank - dankbar
-lich gelb - gelblich
-haft krank - krankhaft
a zusammengesetztes Adjektiv, 68; Partizip, 89-99 -sam Mi.ihe - mi.ihsam
-isch Zank - zankisch zum Teil auch mit Umlaut
-ig Macht - machtig
Wie lautet der Superlativ? -en Gold - golden
eine groBmutige Geste - ein grobkorniger Belag - eine folgenreiche -n Silber - silbern
Erfindung - feinmaschige Netze - ein viel gelesenes Buch - eine nahe -ern Glas - glasern
liegende Vermutung
Zusammengesetzte Adjektive
Rektion bei Adjektiven Zusammengesetzte Adjektive bestehen aus Bestimmungswort und
Grundwort:
(die Rektion, lat.: Lenkung)
- - - - - - - kleinlaut ---------

Einige Adjektive fordern nach sich einen bestimmten Kasus. klein (Bestimmungswort) laut (Grundwort)
dunkelblau Adjektiv + Adjektiv
w etterfest Nom en + Adjektiv
achteckig Numerale + Adjektiv
seiner Sache gewiss sein Genitiv i.iberdeutlich Prapositio n + Adjektiv
sich der Aufgabe bewusst sein wohlfeil Adverb + Adjektiv
des Diebes habhaft werden schau lustig Verb + Adjektiv
Bildung von Adjektiven Verb - lnhaltliche Bestimmung

AdjektivgefUge Getrenntschreibung
Das Adjektivgefí.ige ist eine getrennt geschriebene Wortgruppe:
eisig kalt - grasslich laut - Der erste Bestandteil endet auf
ein weit reichender Entschluss Der erste oder zweite Bestandteil ist akribisch genau -ig, -isch oder -lich.
eine weit verzweigte Verwandt- ein Partizip.
schaft kochend heiBes Wasser - Der erste Bestandteil ist ein Parti-
ein blendend weiBes Hemd ein gestochen scharfes Bild zip.
ein leicht verstandlicher Uberblick Der erste Bestandteil kann gesteigert
ein uberaus leicht verstandlicher oder erweitert werden. leicht verdaulich - leichter ver- Der erste Bestandteil kann ge-
Uberblick daulich - sehr leicht verdaulich steigert werden.
ein winzig kleiner Fleck Der erste Bestandteil endet auf aber: leichtfertig, leichtherzig
ein herrlich schoner Sommer -ig, -isch oder -lich.
ein hell strahlender Stern - die Die Partizipform geht aut ein ge-
Beachte: Not leidende Bevólkerung trennt geschriebenes VerbgefU-
Zusammenschreibung ge zuruck. (vgl. dazu Nr. 141)

- ein metertiefes Loch Der erste Bestandteil steht tur


Das Loch ist einige Meter tief. eine verkurzte Wortgruppe.
- eine hitzebestandige Platte u Ableitungen, 12-13; Zusammensetzungen, 14; Partizip, 89-99, 224-225
Die Platte ist gegen Hitze bestan-
dig. Verb
- ein ohrenbetaubender Larm
Der Larm betaubt die Ohren. (das Verb, Plural: Verben, lat: Wort)
- eine altersbedingte Reaktion
Die Reaktion ist durch das Alter Worter, die konjugiert werden, heiBen Verben.
bedingt.

eine mehrdeutige Antwort Einer der Bestandteile kommt in


der zehnfache Wert dieser Form nicht selbststandig
eine muhselige Arbeit vor. gehen ich gehe ich bin gegangen ich werde gehen
sagen du sagst du hast gesagt du wirst sagen
eine hellgrune Jacke Beide Bestandteile aus Adjekti-
suBsauere G u rken ven sind gleichrangig.
ein feuchtheiBes Klima lnhaltliche Bestimmung
(Das Klima ist feucht und heiB
dazu.) Er sagt Holz.
Verben kónnen eine Tatigkeit be-
Sie schreibt einen Brief.
brandneu, grundversch ieden, Der erste Bestandteil verstarkt zeichnen: Tatigkeitsverben
Wir schwimmen.
steinreich, stockfinster, uralt, oder mindert die Bedeutung.
lauwarm, minderbegabt Die Sonne geht unter. Verben konnen einen Vorgang be-
Die Blatter welken. zeichnen: Vorgangsverben
Er stellte uns vor vollendete Tat- Die Partizipform geht auf ein zu - Das Wasser flieBt.
sachen. - vollenden - sammengeschriebenes Verb zu-
Dies ist eine irrefuhrende Mei- ruck. Die Stadt liegt im Tal. Verben konnen einen Zustand be-
nung . - irrefUhren - (vgl. dazu Nr. 141) Dort wohnen wir. zeichnen: Zustandsverben
Er wartet an der Haltestelle.
Verb - Verwendung im Satz Vollverben, Hilfsverben, Modalverben

Verwendung im Satz Vollverben, Hilfsverben, Modalverben

Konjugierte Verben bilden das Pradikat (Satzaussage) des Satzes. Sie springt uber den Zaun. springen Diese Verben Vol I-
Sie hort gern Musik. haren bilden allein verben
das Pradikat.

Franz maht den Aa sen. leh bin mit der StraBen- sein Sie helfen
Inge las ein Buch. bahn gefahren. beim Bau des
Subjekt Prad i kat Objekt leh habe meinen Aufsatz haben zusammenge- Hilfs-
noch nicht geschrieben. setzten verben
leh werde morgen meinen werden Pradikats.
Das Verb bestimmt die Grundstruktur eines Satzes. Es legt fest, Freischwimmerschein
welche Satzglieder nach aufgenommen werden mussen, damit der machen.
Satz seiner grammatischen Struktur nach vollstandig ist. Man
spricht daher von der Valenz (Wertigkeit) eines Verbs. Franz ist alter als ich. sein Sie bilden Hilfsverben
leh habe ein Fahrrad. haben allein das als selbststan-
Du wirst bestimmt unser werden Prad i kat. dige Verben
Klassensprecher.
Tom streicht den Zaun.
Er wollte heute kommen. wollen
Wir vertrauen ---~ dir. Das soll er ruhig tun. sol len
leh verzichte auf meine Wortmeldung. Er kann schon vom Drei- kannen Sie verandern Modalverben
meterbrett springen. die Aussage (lat: Art und
~ dem Patienten
Der Arzt verschreibt ~ eine Medizin. leh muss das nochmals mí.issen des Pradikats Weise)
durchrechnen. (modale Aus-
Er brachte ----~-r mích Du darfst mich besuchen. dí.irfen sageweise).
auf einen guten Gedanken. leh mag das nicht horen. magen
Wir
Dafí.ir kann ich nichts. kannen Sie bilden Modalverben
~ ihm leh muss gleich zum Zug. mí.issen allein das als selbststan-
Er ~------- warf - - - · den Vertrag leh mag keine Milch. magen Prad i kat. dige Verben
~ vor die Fí.iBe.

a Subjekt, 171- 173; Pradikat, 165-170; Objekt, 174-178; Satzglieder,


Hilfs- und Modalverben treten vorwiegend nur in Verbindung mit Vollver-
164-192
ben auf.

a Pradikat, 165-170

43 Gib den g leichen Sachverhalt mit einem Modalverb wieder:


Wir hatten nach ein iges miteinander zu bereden. - Hast du mir nach
l
etwas zu sagen? - Der Beschluss ist nicht mehr ZU andern. - Zu diesem
Punkt ware nach einiges zu sagen. - An dieser Stelle hatte man zu
prí.ifen, ob der Vertrag nicht nach zu andern ware.
Verb - (personlich, unpersonlich) Verb - (transitiv, intransitiv)

Untergliederung der Vollverben lntransitive Verben

personlich - unpersonlich Die Rose verblí.iht. Sie haben im Satz kein


Franz half seiner Mutter. Akkusativobjekt nach sich.
ich gehe
Personliche Verben sind Verben,
du kommst Sie bilden die Perfektformen im
die in allen Personalformen - im Die Rose ist verblí.iht.
er, sie, es sagt
Singular und im Plural - ge- Er war zu mir gekommen. Aktiv zum Teil mit dem Hilfsv erb
das Feuer brennt „ sein " - und zwar dann, we nn
braucht werden.
wir singen
Sie haben ein personliches Sub- sie eine Zustands- oder Ortsver-
ihr lacht
jekt. anderung bezeichnen.
sie schlafen
die Bremsen quietschen
Es wurde ihm vertraut. Sie konnen kein perso nliches
(Man vertraute ihm.) Passiv bilden.
es schneit Unpersonliche Verben sind Ver-
es regnet ben, die meistens nur mit „es" Beachte:
es dunkelt verbunden sind. Sie haben kein
es geschah in jener Zeit personliches Subjekt. Nicht alle intransitiven Verben kónnen ins Passiv gesetzt werden:
es klopft Unterscheide: z. B. bluhen, vergehen, dauern, gehóren.
es freut mich - es klopft
aber: er klopft an die Tur
- es freut mich
aber: er freut sich u Akkusativobjekt, 174-178; personliches Passiv, 103

u Personalform des Verbs, 100; Subjekt, 171-173 Transitive und intransitive Verwendung

Einige Verben kónnen transitiv und intransitiv gebraucht werden;


dabei andert sich aber auch ihre Bedeutung.

transitiv - intransitiv
(lat.: transire, auf etwas zielen; gemeint ist das Akkusativobjekt) Wer hat das Auto gefahren? leh bin nach Kain mít dem Zug
gefahren .
Transitive Verben Er hat diese Maschine schon Der Vogel ist auf den Baum
ofters geflogen. geflogen.
Er maht den Rasen. Sie fordern im Satz Der Wolf hat ein Lamm Das Seil ist plotzlich gerissen.
Er hat mir das Buch gebracht. ein Akkusativobjekt nach sich. gerissen.
Wir haben das Schloss Sie sind sehr frí.ih aufgebro-
leh habe den Rasen gemaht. Sie bilden die Perfektformen im aufgebrochen. chen.
Sie hatten ihn gewahlt. Aktiv mit dem Hilfsverb „haben " .
transitives Verb intransitives Verb
Der Rasen wird gemaht. Sie konnen meistens das per- Perfektbildung mit Perfektbildung mit
Du bist gewahlt worden . sonliche Passiv bilden. "haben" "sein"
Verb - (reflexiv) Schwache, starke und unregelmaf3ige Verben

lntransitive starke Verben kónnen durch Umlaut zu transitiven


schwachen Verben werden; die Bedeutung wechselt vom Zustand Schwache, starke und unregelmaf3ige Verben
oder Vorgang zur Tatigkeit.
Um zu bestimmen , nach welcher Konjugationsart ein Verb flekt iert wird,
muss man sei ne Stammformen kennen. Die Stammformen des Verbs
setzen sich zusammen aus:
Die Kuh liegt auf der Wiese. Das Huhn legt Eier. Infinitiv - 1. Stammform sagen singen bringen
leh lege mich auf die Wiese. Prateritum - 2. Stammform sagte sang brachte
Wir fahren in die Ferien. Woh in fl.ihrst du mich? Partizip li - 3. Stammform gesagt gesungen gebracht
Sie sitzt auf einer Bank. Sie setzen Salatpflanzchen .
intransitives starkes Verb transitives schwaches Verb Schwache Verben - Schwache Konjugation:
tanzen - tanzte - getanzt
Die umgelauteten schwachen Verben entstanden aus dem Prateritum der andern - anderte - geandert
entsprechenden starken Verben: lag - legen, fu hr - fl.ihren, saB - setzen reden - redete - geredet
regnen - regnete - geregnet
u starke Verben, 80; schwache Verben, 79; Umlaut, 10
Der Stammvokal andert sich in den Stammformen nicht. Die 2. Stamm-
reflexiv form wird mit -t - oder -et- und die 3. Stammform mit -t - oder -et gebildet.
(lat.: reflectere, zuruckwenden; gemeint ist: auf das Subjekt des Satzes)

Starke Verben - Starke Konjugation:


Er freute sich uber unse re Karte. Echte reflexive Verben konnen
leh muss mich uber dich wundern. nur in Verbindung mit einem binden - band - gebunden
Wir bedanken uns sehr herzlich. Reflexivpronomen auftreten. helfen - half - geholfen
Infinitiv: sich freuen Verb und Reflexivpronomen bil- reiten - ritt - geritten
sich wundern den eine Einheit. Das Reflexiv-
pronomen kann nicht durch ein De r Stammvokal andert sich (Ablaut). Di e 3. Stammform endet auf -en.
sich bedanken
anderes Pronomen ersetzt wer-
den .
UnregelmaBige Verben - UnregelmaBige oder gemischte Konjugation:
leh bade mich. Unechte reflexive Verben kon-
Infi nit iv: sich baden nen auch mit anderen Pronomi- kennen - kannte - gekannt
na und Nom ina verbunden wer- rennen - rannte - gerannt
leh bade unseren Hund.
den. Oas Pronomen braucht sich Der Stammvokal andert sich; die Endungen sind aber die der schwachen
Infinitiv: baden nicht auf das Subjekt des Satzes Konjugation .
Er qualt sich. zu beziehen.
Infinit iv: sich qualen bringen - brachte - gebracht
denken - dachte - gedacht
Sie qualten ihn.
Infi nit iv: qualen Stammvokal und Konsonanten andern sich; die Endungen sind aber die
der schwachen Konj ugation.
Die Eltern haben sich uber Reflexive Verben bilden die Per- Zu den unregelmaBigen Verben werden auch das Hilfsverb haben, die
meine Karte gefreut. fektform en im Aktiv mit dem Modalverben wollen, sollen, konnen, mussen, durfen, magen und das
Hilfsverb „haben". Vollverb wissen geza hlt.

a Subjekt, 17 1- 173; Reflexivpronomen , 45; Nomen, 30-40 a Konjugationstabellen, 128-140; Ablaut, 9


Trennbare und untrennbare Verben lnfinite Verbformen - Infinitiv

lnfinite Verbformen
(lat.: infinitus, unbestimmt, unbegrenzt)
Trennbare und untrennbare Verben
Infinitiv: singen spielen Die infiniten (unbestimmten)
Die Betonung liegt auf dem Die Betonung liegt auf dem Partizip I: singend spielend Verbformen sind nicht an Person,
Bestimmungswort (auch Verb- Grundwort. Partizip li: gesungen gespielt Numerus, Modus und Tempus
zusatz genannt). gebunden.
trennbar untrennbar
u Person, 101; Numerus, 102; Modus 105- 119; Tempus 120- 127
Die Mannschaft stellt sich aut. Er bestéllt ein Bier.
- áufstellen - bestéllen
Er las den Text vor. Er verlás die Anordnung.
- vórlesen - verlésen Infinitiv
Sie eilen herbei. Er entéilt.
- herbéieilen singen Der Infinitiv ist die Grundform
- entéilen
lacheln des Verbs. Er wird mit der En-
Die Beschaftigten legten Sie i.iberlégten es sich verbreitern dung -en oder -n gebildet.
die Arbeit nieder. nach einmal.
- níederlegen - i.iberlégen Der Infinitiv kann im Satz ein
Sie brachten ihn in einer Sie untersúchten gewissenhaft Satzglied oder Attribut sein.
Lehre unter. den Fall. Etwas zu warten(,) kann nicht Wer oder was? - Subjekt
- únterbringen - untersúchen schaden. Satzglied
Warten kann nicht schaden.
Sie fahren heim. Oas erfáhrt ihr nach.
- héimfahren - erfáhren Es war seine Pflicht aufzupassen . Was fi.ir eine Pflicht?
Attribut
Der Versuch schlug fehl. Der Pian zerschlúg sich leider. Bei trennbaren Verben tritt das
- féhlschlagen - zerschlágen Fi.igewort „zu" zwischen beide
Verbteile.

Der satzwertige Infinitiv steht an-


Bei Verben, die den Hauptton auf dem Bestimmungswort haben, trennt
stelle eines Nebensatzes.
sich im Prasens und Prateritum das Bestimmungswort (Verbzusatz) vom
Er ging weg, ohne dass er ein Nebensatz
Grundwort; dies gilt aber nur fi.ir Hauptsatze:
Wort sagte.
Prasens Er nimmt an der Auslosung teil. Hauptsatz Er ging weg(,) ohne ein Wort zu satzwertiger Infinitiv
aber: . . „ ob er an der Auslosung teilnehme. Nebensatz sagen. Zur Zeichensetzung siehe Nr.
223.
Prateritum Er nahm an der Auslosung teil. Hauptsatz
aber: .. „ wenn er an der Auslosung teilnahme. Nebensatz
Er wird sich freuen. Der Infinitiv kann mit finiten
leh kann singen. Verbformen (Personalform) ver-
Wir gehen heute schwimmen. bunden werden.
a Bestimmungswort, 14; Grundwort, 14; Hauptsatz, 212; Nebensatz,
212- 246
lnfinite Verbformen - Partizip I lnfinite Verbformen - Partizip li

Neben dem reinen Infinitiv (Grundform des Verbs) gibt es noch drei zu- Das Partizip I kann im Satz ein
sammengesetzte lnfinitivformen: Satzglied oder Attribut sein.
Er brachte es ihr schonend bei. Wie? - Adverbiale
prufen (Infiniti v Prasens Aktiv) reiner Infin itiv
Satzglied
gepruft werden (Infinitiv Prasens Passiv) zusammengesetzter
Die fallenden Blatter kunden Was fUr Blatter?
gepruft haben (Infinitiv Perfekt Aktiv) Infinitiv den Herbst an. Attribut
gepruft worden sein (Infinitiv Perfekt Passiv)
Das satzwertige Partizip I steht
u Satzglied, 164-192; Attribut, 194-198; trennbare Verben, 82; Neben- anstelle eines Nebensatzes.
satz, 212/246-261; satzwertiger Infinitiv, 222; finite Verbformen, Kaum dass er mich erblickte, eilte Nebensatz
100- 141; Persona lformen, 100 er schon auf mich zu.
Kaum m ich erblickend(,) eilte satzwertiges Partizip I
Partizip I er schon auf mich zu. Zur Zeichensetzung vgl. Nr. 225.

(das Partizip, Plural: Partizipien, lat.: das Teilhabende)


a Nomen, 30-40; Adjektiv, 52- 67; Komparation, 59-66; Satzglied,
164-192; Adverbiale, 179- 189; Attribut, 194-198; Nebensatz, 212-246;
singend Das Partizip I gibt eine Tatigkeit, satzwertiges Partizip I, 224-225
fli eBend einen Vorgang oder einen Zu-
schimmernd stand, ohne ihn zeitlich zu be- Partizip li
grenzen, in aktiver Form wieder.
(das Partizip, Plural: Partizipien, lat.: das Teilhabende)
leuchtend Das Partizip I wird aus dem Verb-
krankelnd stamm der 1. Stammform (lnfini-
hungernd tiv) mit der Endung -end oder -nd
gebildet. geerntet - gesunken Das Partizip li ist die 3. Stammform des Verbs.
geliebt - verachtet Es druckt ein vo llendetes Geschehen oder ei-
Das Partizip I kann als Nomen und nen Zustand aus.
als Adjektiv gebraucht werden . beredet - versagt Das Partizip li der schwachen und unregelma-
der Schlafende Nomen erkannt - bedacht Bigen Verben wird mit der Endung -et oder -t,
das spielend e Kind Adjektiv verl oren - erfunden das der sta rken Verben mit Ablaut und der
Endung -en gebildet.
sp rudelndes, klares Wasser Das Partizip I wird wie ein
das sprudelnde, klare Wasser Adjektiv dekliniert. gesagt Die einfache n Verben haben im Partizip li die
ges ungen Vorsilbe ge-.
Selten habe ich ein Das Partizip I kann nur dann Ver- eingekauft Bei t ren nbaren Verben wird die Silbe -ge-
aufregenderes Buch gleichsstufen (Komparation) bil- abgebunden zwischen beide Wortteile gestellt.
gelesen. den , wenn es sich von seinem verkauft Bei Verben, deren Betonung nicht auf der ers-
Herkunftsverb geli:ist hat und als zerrissen ten Sil be liegt, wird das Partizip li ohne die
Adjektiv eine eigene Bedeutun g studiert Si lbe -ge- gebildet.
besitzt.
lnfinite Verbformen - Partizip li Finite Verbformen

Oas Partizip li der transitiven Ver- er hat mích gesehen Oas Partizip li kann mit finiten
ben kann als Nomen oder Adjek- er wird gelobt Verbformen (Personalform)
tiv gebraucht werden.
v erbunden werden.
der Angeklagte Nomen
in vertauschten Rollen Adjektiv Beachte:
Dies gilt auch tur das Partizip 11 Infinitiv anstelle von Partizip li
das verdampfte Wasser derjenigen intransitiven Verben, bei den Modalverben und bei
(Oas Wasser ist verdampft.) die das Perfekt Aktiv mit dem brauchen; meist auch bei heif3en,
Hilfsverb „sein" bilden und die lassen, sehen, horen, fi.ihlen und
Veranderung eines Zustandes helfen.
angeben. leh habe es nicht gekonnt. gekonnt (Vollverb)
ein gedankenreicher und klar Oas Partizip li als Nomen oder leh habe nicht kommen konnen. konnen (Moda lverb)
gegliederter Aufsatz Adjektiv wird wie ein Adjektiv leh hatte es nicht gebraucht. gebraucht (Vollverb)
dekliniert.
Oas hattest du mir nicht zu sagen brauchen (als Modalverb)
brauchen.
Er gehort zu den bekannteren Oas Partizip li kann nur dann Ver-
Sportlern. gleichsstufen (Komparation) bil-
Er ist einer unserer erfahrensten den, wenn es sich von seinem
Mitarbeiter. Herkunftsverb gelost hat und als a Stammform, 78; schwache, starke und unregelma~ige Verben, 79-81 ;
Adjektiv eine eigene Bedeutung trennbare und untrennbare Verben, 82; transitive und intransitive Ver-
besitzt. ben, 74-75; Nomen, 30-40; Adjektiv, 55- 58

Oas Partizip li kann im Satz ein


Satzglied oder Attribut sein.
Aufgeschoben ist nicht aufgeho- Wer oder was? - Subjekt Finite Verbformen
ben. Satzglied
(lat.: finitus, begrenzt, bestimmt)
Dein angekundigtes Schreiben Was tur ein Schreiben?
ist angekommen. Attribut ich singe Die finiten (bestimmten) Verb-
wir singen formen tragen die Merkmale der
Oas satzwertige Partizip li steht er sange Konjugation. Sie sind durch Per-
anstelle eines Nebensatzes. sie sangen son (1 „ 2„ 3. Person), Numerus
Wenn man den Vorschlag tur Nebensatz (Singular/ Plural), Genus (Aktiv/
sich betrachtet, ist er gut. Passiv), Modus (Indikativ/Kon-
Fur sich betrachtet(,) ist der Vor- satzwertiges Partizip li junktiv/Imperativ) und Tempus
schlag gut. Zur Zeichensetzung siehe Nr. (Prasens/Prateritum usw.) be-
225. stimmt. Deshalb hei~en sie
auch die Personalformen des
Verbs.

a Konjugationstabellen, 128-140
Finite Verbformen - Person, Numerus Genus des Verbs

Person Genus des Verbs (Genus Verbi)


Fur Person verwendet man aueh die Begriffe Spreehriehtung oder Spreeh- (das Genus, Plural: Genera, lat.: das Gesehleeht des Verbs)
ansatz. Es gibt drei Personen oder Spreehansatze:

ieh singe 1. Person Unter Genus des Verbs versteht man die Sehrichtung oder Hand-
ieh habe gesagt Die Spreehriehtung setzt beim lungsart. Die deutsche Sprache kennt zwei Genera des Verbs (Aktiv
ieh werde kommen Spreehenden (ieh) an. und Passiv); sie unterscheidet, ob jemand an einem Geschehen
beteiligt ist oder von dem Geschehen betroffen wird.
du singst 2. Person
[- . '?'.
du hast gesungen Die Spreehriehtung setzt beim
du wirst singen Angesproehenen (du) an.
er singt 3. Person Wir basteln ein Boot. Aktiv
Die Sonne seheint. Das Gesehehen oder die Handlung
sie hat gesungen Die Spreehriehtung setzt beim Be-
Es (das Kind) wird bald einsehlafen. sproehenen (er, sie, es) an. Die Kinder pflueken Blumen. wird vom Beteiligten oder Verursa-
Der Tag beginnt. eher (Tater) aus gesehen.
Der Vogel singt. ln der dritten Person konnen aueh
Nomina, Adjektive und Numeralia Das Boot wird repariert. Passiv
Inge hat gesungen.
oder weitere Pronomina stehen. Das Boot ist repariert. Das Gesehehen oder die Handlung
Der Kranke sehlaft.
leh werde gelobt. bzw. das Ergebnis des Gesehehens
Viele werden kommen.
leh bin gelobt worden. oder der Handlung wird vom Betrof-
Wer kommt heute?
fenen aus gesehen.
a Nomen, 30-40, Adjektiv, 55-58, Numerale, 51; Pronomina, 43-50 Die StraBe ist von der Polizei Der Verursaeher oder Tater braueht
gesperrt worden. dabei nieht genannt zu werden.
Die StraBe ist gesperrt worden.

Numerus Die StraBe wurde gesperrt. lm Passiv wird zwisehen einem Vor-
Die StraBe war gesperrt. gangspassiv und einem Zustands-
(der Numerus, Plural: Numeri, lat.: Zahl) passiv untersehieden.

Die drei Personen konnen im Singular oder Plural stehen: Der Laden wird gesehlossen. - Vorgangspassiv
Der Laden ist gesehlossen. - Zustandspassiv
ieh singe 1. Person (Singular /Plura I)
wir singen ieh - wir Die Rose bluht. Nieht alle Verben konnen ein Passiv
bilden.
du singst 2. Person (Singular/Plural)
ihr singt du - ihr leh kehre die StraBe. Nur transitive Verben konnen ein
personliehes Passiv bilden:
er, sie, es singt 3. Person (Singular/Plural) Die StraBe wird von mir gekehrt. Das Akkusativobjekt wird im Passiv
sie singen er, sie, es - sie zum Subjekt.
Das Kind sang. das Kind (Singular)
Die Kinder singen. die Kinder (Plural) a transitive Verben, 74; Subjekt, 171-173; Akkusativobjekt, 177
Bildung der Genera des Verbs Madi des Verbs

Bildung der Genera des Verbs Modus


Aktiv (der Modus, Plural: Modi, lat.: die Art und Weise, die Aussageweise)
er kommt Nur das Prasens und das Prateritum
er komme sind einfache Personalformen . Indikativ
er kame leh bin mir sicher, Franz lm Satz wird etwas eindeutig festge-
er kam hat dies behauptet. stellt. Es ist so. Franz hat dies wirklich
behauptet.
er wird kommen Alie anderen Formen werden mit Es ist eine reale Aussage, tur die sich
er ist gekommen den Hilfsverben „werden", „sein" der Sprecher verburgt; es steht der Indi-
er hat gesungen oder „haben" gebildet; sie sind zu- kativ (lat.: Wirklichkeitsform).
sammengesetzte Verbformen.
Vorgangspassiv Konjunktiv I Hier gebe ich nur wieder, was mir ge-
sie wird gelobt Das Vorgangspassiv ist immer eine Man berichtet mir, Franz sagt wurde. Die eingeschrankte Aussa -
sie wurde gelobt zusammengesetzte Verbform; die habe dies behauptet. ge - z. B. in der indirekten Rede - wird
sie ist gelobt worden Personalformen werden aus dem im Konjunktiv I (lat.: Moglichkeitsform)
Hilfsverb „ werden" gebildet. Moge es dir gelingen! wiedergegeben.
Man achte auf Kinder im Áhnlich konnen auch Wunsche oder
Zustandspassiv
StraBenverkehr! Anweisungen ausgedruckt werden.
Die Tur ist verschlossen . Das Zustandspassiv ist immer eine
Die Tur ist verschlossen gewesen. zusammengesetzte Verbform; die
Personalformen werden aus dem Konjunktiv li leh stelle mír etwas vor oder denke et-
Hilfsverb „sein" gebildet. Du warest der richtige Mann was, wobei ich es offen lasse, ob das,
dafUr. was ich sage, auch eintritt.
a Personalformen, 100 Die Arbeit musste in einer Oder ich spreche nur von dem Zusam-
Stunde zu schaffen sein. menhang zwischen der Bedingung
Oberlegt, ob ihr nicht doch (wenn) und der Folge (dann).
kommen konntet. Die Bedingung wird zumindest als
44 Wie heiBen die Satze im Passiv? Wenn du etwas mehr ubtest, magiích (potential) vorausgesetzt. Die
dann konntest du ein guter vorherrschende grammatische Form ist
Man hat den Fehler noch nicht gefunden. - Experten haben das Pro-
Klavierspieler werden. der Konjunktiv li.
blem gelost. - Wie kann man dieses Problem losen?-:- Das hattet i~r
besser vorbereiten mussen. - Man bat um rege Tellnahme. - W1r Fast hatte ich dich Die Aussage oder Bedingung trifft nicht
werden die Schaltung uberprufen . - Wir mussten den Antrag zuruck- ubersehen. zu; sie ist unwirklich (irreal).
nehmen. Wenn ich das gewusst hatte, Der lrrealis wird durch den Konjunktiv li
dann ware ich schon fruher wiedergegeben.
45 Verwende das Zustandspassiv: gekommen.
Man hat die Halle uberdacht. - leh habe mích gewaschen. - Wir hatten
die Aufgabe gelost. - Man hatte den Pian nicht richtig durchdacht. Imperativ
Der Sprecher wendet sich an eine an-
Bleib hier! wesende oder mehrere anwese nde Per-
46 Worin unterscheiden sich fo lgende Satze inhaltlich?
Bleibt hier! sonen und fordert sie zu etwas auf. Die
Die Tur ist abgesch lossen worden. - Die Tur ist abgeschlossen. Bleiben Sie doch hier! grammatische Form ist der Imperativ
Die StraBe war geteert worden. - Die StraBe ist geteert. (lat.: Befehlsform).
Indikativ - Konjunktiv I Konjunktiv I

Indikativ Ersatzformen
(lat.: indicare, anzeigen, aussagen) Der Konjunktiv I unterscheidet sich nur in der 2. und 3. Person
Singular und zum Teil in der 2. Person Plural von den entsprechen-
Der Indikativ als Modus der Wirklichkeit tritt in allen grammatischen denFormen des lndikativs. Um Verwechslungen zwischen Konjunk-
Tempora aut. tiv I und Indikativ zu vermeiden, werden die Formen des Konjunk-
tivs I, die mít denen des lndikativs gleichlauten, durch den Konjunk-
tiv li ersetzt.

er kommt - Prasens
er kam - Prateritum z. 8. leh sagte ihm, ich statt Konjunktiv I: ich komme
er ist gekommen - Perfekt kame gleich.
er war gekommen - Plusquamperfekt leh sagte ihm, ich statt Konjunktiv I: ich habe gewartet
er wird kommen - Futur I hatte auf ihn gewartet.
er wird gekommen sein - Futur li Er meinte, ich wi.irde statt Konjunktiv I: ich werde sagen
es ihm sagen. (oder auch: ich sage)
u Konjugationstabellen, 142-154 lndirekte (berichtete) Rede

Karin sagte zu mir, sie konne ihr


Konjunktiv I
Rechenheft nicht finden.
Ob ich wisse, wo es sei. Der Indikativ der direkten Rede
(lat.: coniungere, verbinden)
wird in der indirekten Rede
Ob ich es nicht gesehen hatte.
Sie habe es doch heute Morgen durch den Konjunktiv I oder
Tempora
in ihre Tasche gesteckt. seine Ersat zformen w iedergege-
ben.
Da sei sie sich ganz sicher.
Der Konjunktiv I wird in vier grammatischen Tempora gebildet.
Zeitverhaltnis

Der Konjunktiv I des Prasens steht, wenn die Aussage des abhan-
Priisens Perfekt gigen Satzes gleichzeitig zur Aussage des i.ibergeordneten Satzes
ich komme ich sei gekommen ich habe gerufen ist, - unabhangig davon, welches Tempus der ůbergeordnete Satz
du kommest du sei(e)st gekommen du habest gerufen hat.
er komme er sei gekommen er habe gerufen
wir kommen wir seien gekommen wir haben gerufen
ihr kommet ihr seiet gekommen ihr habet gerufen
Wir fragen ihn,
sie kommen sie seien gekommen sie haben gerufen
Wir fragten ihn,
Wir haben ihn gefragt, - ob er den Weg wisse.
Futur I Futur li
Wir hatten ihn gefragt,
ich werde kommen ich werde gekommen sein
Wir werden ihn fragen,
du werdest kommen du werdest gekommen sein
er werde kommen er werde gekommen sein
wir werden kommen wir werden gekommen sein Der Konjunktiv I des Perfekts bzw. des Futurs li steht, wenn die
ihr werdet kommen ihr werdet gekommen sein Aussage des abhangigen Satzes vorzeitig zur Aussage des uber-
sie werden kommen sie werden gekommen sein geordneten Satzes ist, - unabhangig davon, welches Tempus der
ubergeordnete Satz hat.
Konjunktiv li Konjunktiv li

Er sagt, Futur I Futur li


Er sagte, - dass er es nicht getan habe. ich wurde kommen
- dass er das Auto bis morgen ich wurde gekommen sein
Er hat gesagt du wurdest kommen
repariert haben werde. du wurdest gekommen sein
Er hatte gesagt, er wurde kommen er wůrde gekommen sein
Er wird sagen, wir wurden kommen wir wurden gekommen sein
ihr wurdet kommen ihr wurdet gekommen sein
Der Konjunktiv I des Futurs I steht, wenn die Aussage des abhangi- sie wurden kommen sie wurden gekommen sein
gen Satzes nachzeitig zur Aussage des ubergeordneten Satzes ist,
- unabhangig davon, welches Tempus der ůbergeordnete Satz hat.

Bildung des Konjunktivs li


Wir versprechen ihm,
Wir versprachen ihm, ich war - ich ware Bei den Hilfsverben, den meisten
Wir haben ihm versprochen, - dass es niemand erfahren werde. ich hatte - ich hatte Modalverben und starken Ver-
Wir hatten ihm versprochen, ich wurde - ich wíirde ben (auch unregelmaBigen Ver-
Wir werden ihm versprechen, ben) wird der Konjunktiv li des
ich konnte - ich konnte
ich musste - ich míisste Prasens durch Umlaut aus dem
u Tempus, 120-127 Indikativ des Prateritums gebil-
ich mochte - ich mochte
det.
47 Was hat Herr A. wortlich zu Herm B. gesagt? ich durfte - ich díirfte
Es tue ihm Leid; aber er konne sich wirklich nicht mehr erinnern, dass ich kam - ich kame
ich mit ihm einen Termin ausgemacht hatte, an dem wir uns mit dem ich lud - ich líide
Partner trafen. Grundsatzlich vergesse er namlich nie eine Verabre- ich flog - ich floge
dung, die man einmal vereinbart habe. Ob ich mich denn nicht geirrt ich brachte - ich brachte
hatte. leh moge doch in meinem Kalender nochmals nachsehen. ich fing - ich finge Bei den starken Verben mit ei-
du fingst - du fingest nem „i" in der 2. Stammform
er fing - er finge unterscheiden sich nicht alle For-
wir fingen - wir fingen men des Konjunktivs li des Pra-
Konjunktiv li ihr fingt - ihr finget sens vom Indikativ des Prateri-
sie fingen - sie fingen tums.
Tempora ich sagte - ich sagte Bei den schwachen Verben lau-
Fl • ich redete - ich redete ten Indikativ des Prateritums und
Der Konjunktiv li wird in vier grammatischen Tempora gebildet. ' Konjunktiv li des Prasens gleich.


r-· -~ ---
a Umlaut, 10

Prasens Perfekt
ich kame ich kaufte ich ware gekommen ich hatte gekauft.
du kamest du kauftest du war(e)st gekommen du hattest gekauft
er kame er kaufte er ware gekommen er hatte gekauft
wir kamen wir kauften wir waren gekommen wir hatten gekauft
ihr karnet ihr kauftet ihr war(e)t gekommen ihr hattet gekauft
sie kamen sie kauften sie waren gekommen sie hatten gekauft
Konjunktiv li Konjunktiv li

Ersatzformen lndirekte (berichtete) Rede

Wenn der Konjunktiv li des Prasens und der Indikativ des Prateri- Grundsatzlich gilt: Was in der direkten Rede im Konjunktiv li steht,
tums gleich lauten, dann kann - zur Vermeidung von Missverstand- wird auch in der indirekten Rede im Konjunktiv li wiedergegeben;
nissen - der Konjunktiv li des Prasens durch den Konjunktiv li des es andert sich nur die Person.
Futurs I ersetzt werden.

Franz sagte: „Wenn ich das Franz sagte, wenn er das gewusst
Er wisse es genau; so nst Er wisse es genau; sonst gewusst hatte, ware ich nicht hatte, ware er nicht gekommen.
sagte er es ihnen nicht. wůrde er es ihnen nicht sagen.
gekommen."
Wenn er es wunschte, blieben Wenn er es wu nschte, wůrden
sie nach einige Tage. sie nach ei nige Tage bleiben. u indirekte Rede, 112
48 Setze den richtigen Konjunktiv ein:
Wenn der Konjunktiv li des Prasens eine ungewóhnliche oder nicht Sie nahmen an, dass ich (kommen) - dass er mít dem Zug (fahren ) -
mehr gebrauchliche Form ist, dann kann er durch den Konjunktiv li dass wir es wieder in Ordnung (bringen) - dass der Zug Verspatung
des Futurs I ersetzt werden. (haben) - dass ich mich verspatet (haben) - dass er krank (se in) - dass
sie es ihnen noch sagen (werden) - dass ich kommen (werden) - dass
ich alles (vorbereiten) - dass er alles (vorbereiten) -
49 Setze in die indirekte Rede:
(er kannte) er kennte ~ er wurde kennen
Franz sagt: „Wenn ich das gewusst hatte, dann ware ich gleich zu
(sie banden) sie banden ~ sie wurden binden
Hause geblieben. Hattest du mír das nicht schon viel fruher sagen
(ich wusch) ich wusche ~ ich wurde waschen
konnen? Oas ware doch bestimmt nicht zu viel verlangt gewesen. Du
(es schmolz) es schmólze ~ es wurde schmelzen
konntest dich ruhig einmal in meine Lage versetzen; dann wurdest
(wir lasen) wir lasen ~ wir wurden lesen
du die Sache anders betrachten."
Nach Moglich keit sollte man in SatzgefUgen ein doppeltes „wurde" ver- 50 Vervollstandige die Satze:
meiden: Die Voraussetzung trifft zu:
Wenn du vorbeikommst, dann ... - Wenn ich es nicht vergesse, ...
Wenn ich es wůsste, wůrde ich es dir sagen. - Wenn das Spiel schon begonnen hat, ...
leh wůrde es nicht sagen, wenn ich mir nicht sicher ware. Die Voraussetzung trifft nicht zu:
Wenn ich genugend Zeit gehabt hatte, dann ... - Wenn die StraBen
u Konjugationstabellen, 128- 140 abgesperrt gewesen waren, . .. - Wenn ich dazu in der Lage ware, . . .
51 Wie lauten die entsprechenden Formen des Konjunktivs li?
sie sahen - er gab - du standest - ich brachte - wir wussten - ih r
mochtet - wir trugen - es zog
Imperativ Grammatische Tempora - Tempus und Zeitstufe

Imperativ Tempus
(das Tempus, Plura!: Tempora, lat.: Zeit)
(lat.: imperare, befehlen)
Grammatische Tempora
Die grammatische Form des lmperativs kommt nur in der zweiten
Person (Singular und Plural) des Prasens vor.
Sie richtet sich unmittelbar an einen Angesprochenen. Die Konjugation (Beugung des Verbs) hat sechs Tempora.

Rechne es nach! Der Imperativ wird aus der 1.


Rechnet es nach! Stammform gebildet. sie bringt Prasens
Rechnen Sie es nach! Nur die Hoflichkeitsform hat ein
Personalpronomen. sie brachte Prateritum (Imperfekt)
Sage es mir! Bei den schwachen Verben hat sie hat gebracht Perfekt
Sag doch etwas! der Imperativ der 2. Person Sin-
sie ist abgefahren
gular im Allgemeinen die En-
dung -e. ln der Umgangssprache sie hatte gebracht Plusquamperfekt
fallt die Endung oft weg. sie war abgefahren
ich gebe - du gibst - gib! Bei den starken Verben (beson-
ders mit e/i-Wechsel) wird der sie wird bringen Futur I
ich komme - du kommst -
komm! Imperativ der 2. Person Singular sie wird gebracht haben Futur li
(meistens) end ungslos gebildet. sie wird abgefahren sein
ihr hort - hort! Der Imperativ der 2. Person Plu-
ihr helft - helft! ra! lautet mit der entsprechenden Tempus und Zeitstufe
ihr springt - springt! Form des lndikativs gleich.
Meistens stimmen die grammatischen Tempora des Verbs mit den
Seien Sie bitte so freundlich Die Hoflichkeitsform des lmpera-
Zeitstufen - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft - uberein. Es
und reichen Sie mir den Zucker! tivs stimmt mit der 3. Person Plu-
gibt aber auch Abweichungen. ln diesen Fallen wird die Zeitstufe
ra I des Konjunktivs I uberein.
durch andere sprachliche Mittel als die grammatischen Tempora
wiedergegeben, hauptsachlich durch adverbiale Zeitangaben.
Franz sagt zu mir: Aufforderungen (und ahnliches) Wichtig ist dabei der Zusammenhang, in dem ein Satz steht.
„Hilf mir!" mussen in der indirekten Rede
umschrieben werden.
Franz sagt zu mir, Moglichkeiten dafUr sind:
- ich moge (solle) ihm - Modalverben
Tempus Zeitstufe
helfen.
- ob ich ihm nicht helfen - indirekter Fragesatz Es hat lange gedauert, Perfekt Gegenwart
konne. aber jetzt habe ich es
end lich begriffen.
Franz bat mich
- ihm zu helfen. - satzwertiger Infinitiv Wenn du es sagst, dann Futur li Vergangenheit
- , dass ich ihm helfe. - Konjunktionalsatz wird es auch so gewesen
se in.
u Stammform, 78; schwache Verben, 79; sta rke Verben, 80; e/i-Wechsel, Sie kommen morgen zuruck. Prasens Zukunft
140; indirekte Rede, 112, 118; indirekter Fragesatz, 219; Konjunktional-
satz, 217 O" adverbiale Zeitangabe, 181
Prasens - Prateritum Perfekt - Plusquamperfekt

Prasens Perfekt
(das Prasens, lat.: gegenwartig) (das Perfekt, lat.: das Vollendete)

Inge sch lieBt das Fenster. Es geschieht jetzt: Bis ins hohe Alter hat Das Perfekt ubernimmt heute,
tatsachliche Gegenwart er taglich die Zeitung vor allem in der Alltagssprache,
gelesen Funktionen des Prateritums; es
leh putze mir jeden Morgen Das Geschehen wiederholt sich,
die Zahne. ist nicht an die Gegenwart ge- berichtet allgemein uber vergan-
bunden: genes Geschehen.
Feststellung eines sich wieder- leh habe mit ihm lm eigentlichen Sinn ist das Per-
holenden Geschehens gesprochen. (leh weiB fekt aber aut die Gegenwart be-
Der Wal gehort zu den Die Aussage ist an keine Zeit daher, worum es geht.) zogen; es berichtet von einem
Saugetieren. gebunden: Er hat die lnfektion vergangenen Geschehen, des-
Die Erde dreht sich um allgemeine Gultigkeit uberstanden. (Jetzt ist sen Folgen noch in der Gegen-
die Sonne. er wieder gesund.) wart nachwirken:
vollendete Gegenwart
Er kommt noch heute. Das Geschehen wird erst noch
Morgen fahren wir zuruck. eintreten: Nachdem ich mit ihm Vorzeitigkeit zur Gegenwart
Aussage uber zukunftiges Ge-
gesprochen habe, weiB ich
schehen jetzt, worum es geht.
Am 12. Oktober 1492 landet Ober ein vergangenes Ereignis
Kolumbus auf der lnsel wird im Prasens berichtet:
Guanahani. historisches Prasens
Plotzlich fiel es mir wie Das Tempus wechselt in der Er-
Schuppen von den Augen, zahlung; der Erzahler vergegen-
ich reiBe die Tur auf. Da wartigt sich das Geschehen:
steht der Gesuchte vor mir. dramatische Erzahlweise
(historisches Prasens)

Plusquamperfekt
(das Plusquamperfekt, lat. : mehr als vollendet)

leh hatte ihn gewarnt, aber er Das Berichtete war bereits ge-
glaubte mir nicht. So muss schehen, als etwas anderes, das
Prateritum (Imperfekt) er jetzt selbst sehen, wie auch schon der Vergangenhelt
(das Prateritum, lat.: das Vorubergegangene; das Imperfekt, lat.: das Un- er zurechtkommt. angehort, eintrat oder sich ereig-
vollendete) nete:
vollendete Vergangenheit oder
Er eilte durch die Das Prateritum ist das Erzahl- Vorvergangenheit
menschenleeren StraBen. tempus, es berichtet uber Ver- Nachdem er dies gehort hatte, Vorzeitigkeit zur Vergangenheit
Der Mond schaute hinter gangenes. anderte er seine Meinung.
den Wolken hervor.
Futur I - Futur li Konjugation, Hilfsverb „ sein "

Futur I Konjugationstabellen
Konjugation des Hilfsverbs „sein"
(das Futur, lat. : das Zukunftige)
Infinitiv: se in Imperativ Singular: sei!
Partizip I: seiend Imperativ Plural: seid!
Du kannst dich darauf ver- Oas Futur I berichtet von einem Partizip li: gewesen
lassen; w ir werden die Sache zukunfigen Geschehen.

~
wieder in Ordnung bringen. Indikativ Konjunktiv I Konjunktiv li
Dieses zukunftige Geschehen p
Wir schauen morgen bei
dir vorbei. kann aber auch, wenn im Satz Prasens ich bin ich sei ich wiire
bereits eine (adverbiale) Zeitan- du bi st du sei(e)st du wiir(e)st
er i st er sei er wiire
gabe steht, durch das Prasens wir sind wir seien wir wiiren
wiedergegeben werden. ihr seid ihr seiet ihr wiir(e)t
sie sind sie seien sie wiiren
leh nehrne an, er wird Oas Futur I kann eine Vermu-
gerade in der Orchester- tung oder eine Aufforderung Prateritum ich war
du warst
probe sein. ausdrucken. er war
Oas wirst du jetzt sein lassen ! w ir wa ren
ihr wart
Wenn du mich darum bittest, Nachzeitigkeit zur Gegenwart sie waren
dann werde ich es tun.
Perfekt ich bin gewesen ich sei gewesen ich wiire gewesen
du bist gewesen du sei(e)st gewesen du wiir(e)st gewesen
er ist gewesen er sei gewesen er wiire gewesen
Futur li wir sind gewesen wir seien gewesen w ir wiiren gewesen
ihr seid gewesen ihr seiet gewesen ihr wiir(e)t gewesen
leh hoffe, bis morgen werde Oas Futur li gibt etwas wieder, sie sind gewesen sie seien gewesen sie wiiren gewesen
ich lhr Angebot uberpruft haben. das zu einem bestimmten zu-
Plusqu am- ich war gewesen
kunftigen Zeitpunkt bereits ge- perfekt du warst gewesen
schehen sein wird: er war gewesen
vollendete Zukunft wi r waren gewesen
ihr wart gewesen
Diese Verwendung ist allerdings sie waren gewesen
Rufen Sie mich morgen bitte
wieder an ! Dan n habe ich sehr selten. Die vollendete Zu- Futur I ich werde se in ich werde se in ich wurde sein
lhr Angebot uberpruft. kunft wird meistens durch das du wirst se in du werdest se in du wurdest sein
Perfekt ausgedruckt. er wird se in er werde se in er wurde sein
wi r werden se in wir werden se in wir wurden se in
Haufiger ist die Verwendung ihr w erdet se in ihr werdet se in ihr wurdet se in
Es wird schon nicht so schlimm
sie w erden se in si e werden se in sie wurden sein
gewesen sein. des Futurs li als Vermutung
Er wird es schon nicht vergessen uber Vergangenes. Futur li ich werde ich werde ich wurde
haben. gewesen sein gewesen sein gewesen sein
du w irst du werdest du wurdest
Wenn ihr mich morgen um zehn Vorzeitigkeit zu einem Gesche- gewesen sein gewesen sein gewesen sein
er w ird er werde er wurde
anruft, dann wird die Ent- hen in der Zukunft gewesen sein gewesen sein gewesen sein
scheidung uber den Antrag wir werden wir werden wir wurden
Dabei wird das Futur li haufig
sicher schon gefallen sein gewesen sein gew esen sein gewesen sein
durch das Perfekt ersetzt. ihr w erdet ihr werdet ihr wurdet
(dann ist die Entscheidung gewesen sein gewesen sein gew esen sein
uber den Antrag sicher schon sie w erden sie werden si e wurden
gefallen). gewesen sein gewesen sein gewesen sein
Konjugation, Hilfsverb „ haben" Konjugation, Hilfsverb „ werden"

Konjugation des Hilfsverbs „haben" Konjugation des Hilfsverbs „werden"


Infinitiv: haben Imperat iv Singular: hab(e)! Infinitiv: werden Imperativ Singular:· w erde!
Partizip I: habend Imperativ Plural: habt! Partizip I: werdend Im perativ Plural: w erdet!
Partizip li: gehabt Partizip li: geword en

~ p
Prasens ich
Indi kativ

habe ich
Ko njunktiv I

habe ich
Konjunktiv li

hiitte
~ p
Prasens ich
Indikativ

werde ich
Ko njunktiv I

werde ich
Konjunktiv li

wiirde
du hast du habest du hiittest du w irst du werdest du wii rdest
er hat er habe er hiitte er wird er werde er w iirde
wir haben wir haben wir hiitten w ir werden wir werden wir wiirden
ihr habt ihr habet ihr hiittet ihr werdet ihr werdet ihr wiirdet
sie haben sie haben sie hatten sie werden sie werden sie wiirden

Prat eritum ich hatte Prateritum ich w urde


du hattest du w urdest
er hatte er wurde
wir hatten wir wurden
ihr hattet ihr wurdet
sie hatten sie wurden

Perfekt ich habe gehabt ich habe gehabt ich hiitte gehabt Perfekt ich bin geworden ich sei geworden ich wiire geworden
du hast gehabt du habest gehabt du hiittest gehabt du bist geworden du sei(e)st geworden du wiir(e)st geworden
er hat gehabt er habe gehabt er hiitte gehabt er ist geworden er sei geworden er ware geworden
wir haben gehabt wir haben gehabt wir hiitten geha bt w ir sind geworden wir seien geworden wir wiiren geworden
ihr habt gehabt ihr habet gehabt ihr hiittet gehabt ihr seid geworden ihr sei et geworden ihr wiir(e)t geworden
sie haben gehabt sie ha ben gehabt sie hiitten gehabt sie sind geworden sie seien geworden sie waren geworden

Plusquam- ich hatte gehabt Plusquam- ich war geworden


perfekt du hattest gehabt perfekt du warst geworden
er hatte gehabt er war geworden
w ir hatten gehabt wi r w aren geworden
ihr hattet gehabt ihr wart geworden
sie hatten gehabt si e waren geworden

Futu r I ich werde haben ich werde haben ich wiirde haben Futur I ich werde werden ich werde werden ich wiirde werden
du wirst haben du werdest haben du wiirdest haben du wirst werden du werdest werden du wiirdest werden
er wird haben er werde haben er wiirde haben er w ird werden er werde werden er wiirde werden
wir werden haben wir werden haben wir wiirden haben wir werden werden wir werden werden wir wiirden werden
ihr werdet haben ihr werdet haben ihr wiirdet haben ihr werdet werden ihr werdet werden ihr wiirdet werden
sie werden haben sie werden haben sie wiirden haben sie werden werden sie werden werden sie wiirden werden

Fut ur li ich werde ich werde ich wiirde Futur li ich werde ich werde ich wiirde
gehabt haben gehabt haben gehabt haben geworden sein geworden sein geworden sein
du wirst du werdest du wiirdest du w irst du werdest du wiirdest
gehabt haben gehabt haben gehabt haben geworden sein geworden sein geworden sein
er w ird er werde er wiirde er wird er werde er wiirde
gehabt haben gehabt haben gehabt haben geworden sein geworden sein geworden sein
wir werden wir werden wir wiirden wir werden wirwerden wir wiirden
gehabt haben gehabt haben gehabt haben geworden sein geworden sein geworden sein
ihr werdet ihr werdet ihr wiirdet ihr werdet ihr werdet ih r wiirdet
gehabt ha ben gehabt haben gehabt haben geworden sein geworden sein geworden sein
si e werden si e werden sie wiirden sie werden sie werden sie wiirden
gehabt haben gehabt haben gehabt haben geworden sein geworden sein geworden sein
Konjugation, Moda/verben Konjugation, „ wissen"

Konjugation der Modalverben Perfekt ich habe gekon nt ich habe gekon nt ich hiitte gekon nt
du hast gekon nt du habest gekon nt du hiittest gekon nt
Infin itiv: kč:innen, sol len, mí.issen, magen, dí.irfen, wol len er hat gekon nt er habe gekon nt er hiitte gekon nt
Partizip li: gekonnt, gesollt, gemusst, gemocht, gedurft, gewollt w ir haben gekon nt wir haben gekon nt wir hiitten gekonnt
ihr habt gekon nt ihr habet gekon nt ihr hiittet gekon nt
sie haben gekon nt sie haben gekon nt sie hiitten gekon nt

Plusquam- ich hatte gekon nt


perfekt du hattest gekon nt

I~
er hatte gekon nt
Indikativ Konj unktiv I Konjunktiv li wir hatten gekon nt
s ihr hattet gekon nt
Prasens ich kann ich kčnne ich kčnnte
sie hatten gekon nt
du kannst du kčnnest du kčnntest
er kann er kčnne er kčnnte Futur I ich werde kčnnen ich werde kčnnen ich wiirde kčnnen

wir kčnnen wir kčnnen wir kčnnten du wirst kčnnen du werdest kčnnen du wii rdest kčnnen
ihr kčnnt ihr kčnnet ihr kčnntet er wird kčnnen er werde kčnnen er wiirde kčnnen
sie kčnnen sie kčnnen sie kčnnten
wirwerden kčnnen wirwerden kčnnen wirwiirden kčnnen
ihr werdet kčnnen ihr werdet kčnnen ihr wiirdet kčnnen
ich soli ich solle ich sollte sie werden kčnnen sie werden kčnnen sie wiirden kčnnen
du sollst du sollest du solltest
er soli er solle er sollte Futur li ich werde ich werde ich wurde
wir sollen wir sollen wir sollten gekonnt haben gekonnt haben gekonnt haben
ihr solit ihr sollet ihr solltet du wirst du werdest du wurdest
sie sollen sie sollen sie sollten gekonnt haben gekonnt haben gekonnt haben
ich muss ich miisse ich musste er wird er werde er wurde
du musst du miissest du musstest gekonnt haben gekonnt haben gekonnt haben
er muss er miisse er miisste wirwerden wirwerden wirwurden
wir mussen wir mussen wir miissten gekonnt haben gekonnt haben gekonnt haben
ihr musst ihr musset ihr musstet ihr werdet ihr werdet ihr wurdet
sie mussen sie mussen sie mussten gekonnt haben gekonnt haben gekonnt haben
sie werden sie werden sie wurden
ich mag ich mčge ich mčchte
gekonnt haben gekonnt haben gekonnt haben
du magst du mčgest du mčchtest
er mag er mčge er mčchte
wir mčgen wir mčgen wir mčchten Konjugation von „wissen"
ihr mčgt ihr mčget ihr mčchtet
sie mčgen sie mčgen sie mčchten Infinitiv: wissen Imperativ Singular: w isse !
ich darf ich diirfe ich durfte Partizip I: w issend Imperativ Plural: wisst !
du darfst du diirfest du durftest Partizip li : gewusst

:s:
er darf er diirfe er durfte
wir diirfen wir diirfen wir durften
ihr diirft ihr diirfet ihr durftet Indikativ Konjunktiv I Konjunktiv li
sie diirfen sie diirfen sie durften p
ich will ich wolle ich wollte Prasens ich weiB ich w isse ich wusste
du willst du wollest du wolltest du weiBt du w issest du wl.isstest
er will er wolle er wollte er weiB er wisse er wusste
wir wollen wir wollen wir wollten wirwissen wirwissen wirwussten
ihr wollt ihr wollet ihr wolltet ihr wisst ihr w isset ihr wusstet
sie wollen sie wollen sie wollten sie wissen sie wissen sie wussten
Prateritum ich konnte ebenso:
Prateritum ich wusste
/
du konntest ich sollte
du wusstest
er konnte ich musste
er wusste
wir konnten ich mochte
wirwussten
ihr konntet ich durfte
ihr wusstet
sie konnten ich wollte
sie wussten