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27.

Die deutsche Sprache ist eine der wichtigsten Kultur-, Wissenschafts-


und Verkehrssprachen. Mehr als 100 Millionen Europäer sprechen Deutsch,
nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen deutschsprachigen
Ländern wie Österreich, dem grössten Teil der Schweiz, in Liechtenstein,
Luxemburg, Teilen Norditaliens, (Südtirol) Ostbelgiens wird Deutsch
gesprochen. In Frankreich bestätigen im Jahr 2014 noch 43% der Befragten im
Elsass, dass Ihre Umgangssprache der Deutsche Dialekt "Elsässisch" sei.
Deutsch ist (neben Russisch) die am meisten gesprochene Muttersprache in
Europa und gehört zu den zehn am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt.
Dazu kommen viele Millionen Deutsche, die außerhalb Europas leben oder
ausgewandert sind (z.B. Pennsylvania: Pennsylvaniadeutsch)
Mehrere Organisationen (Institut für deutsche Sprache, Goethe Institut usw)
kümmern sich darum,  das Interesse für die deutsche Sprache im Ausland zu
wecken.
Der Wortschatz der deutschen Standardsprache umfasst etwa 75.000 Wörter.
Die Gesamtgröße des deutschen Wortschatzes wird auf 300.000 bis 500.000
Wörter geschätzt. Im Deutschen gibt es etwa 200 solcher Funktionswörter,
darunter die drei häufigsten deutschen Wörter überhaupt, nämlich der (mit allen
Flexionsformen wie die, dem, denen usw.), ferner und sowie ein.
Wir können im Deutschen neue Wörter bilden durch Anhängen von Endungen,
und obwohl es diese Wörter gar nicht gibt, wird jeder sie verstehen
Fremde Sprachen spielten im Deutschen schon immer eine Rolle, und zwar
keine geringe. Das beginnt mit dem Griechischen (in Fachbegriffen:
Gräzismen), geht über das Lateinische (Latinismen) und hört beim
Französischen (Gallizismen) noch lange nicht auf.
Das Deutsche steht zunehmend unter dem Einfluss des Englischen, was sich
auch an der deutlich wachsenden Zahl von Anglizismen erkennen lasse;
Auch wenn der Begriff „Anglizismen“ bei manchen negative Emotionen
provoziert, darf man doch nicht vergessen, dass Englisch und Deutsch als
Schwestern-Sprachen viele Gemeinsamkeiten haben.
Für die Zeitspanne 1905 bis 1914 finden sich folgende Substantive am
häufigsten: Lord, Streik, Park, Club, Sir, Baby, Scheck, Miss, Gentleman,
Dollar u. a. Bei den Verben sind es beordern, boykottieren, pokern, streiten,
tippen, interviewen, hinbeordern, starten, trainieren usw. Und bei den
Adjektiven finden sich in abnehmender Häufigkeit unfair, streikend, beordert,
gentlemanlike, fair, fashionable, clever, touristisch und trainiert.
Und wie steht es mit der dritten Zeitspanne, nämlich von 1995 bis 2004?
Wieder sind es überwiegend Substantive (nämlich rund 95%), und hier vor
allem Dollar, Team, Londoner, Partner, Trainer, Internet, Konzern, Manager,
Job, Computer, Slogan, Interview, Fan, Club, Start, Park, Star, Trend, Party, Bar
u. A
Peter Eisenberg in dem Buch Reichtum und Armut der deutschen Sprache
29. Es gibt viele Feiertage in Deutschland. Zu den schonsten gehoren
Weihnachten, Neujahr und Ostern. Das schönste Fest kommt nach Deutschland
am 24. Dezember. Das ist Weihnachten. Schon im November warten alle Leute
auf alle Freuden, die es mit sich bringt. Vor Weihnachten werden überall
Weihnachtsmärkte eröffnet. Dem großen Fest Weihnachten folgt der Tag des
Jahreswechsels, es heiβt in Deutschland Silvester und wird am 31. Dezember
mit Lachen und Lärm gefeiert. Am nächsten Morgen besuchen die Leute
einander. Liebe Gäste bringen kleine Geschenke mit. Das nächste Fest kommt
schon im Frühling. Es heißt Ostern. Dieses Fest wurde schon seit alten
vorchristlichen Zeiten gefeiert. Die Termine des Festes schwanken vom Ende
März bis zum Ende April. Zu den traditionellen Attributen des Festes gehoren:
gefarbte Eier, Osterhase. Man glaubt, dass fantasievoll gefärbte Eier Glück und
Freude bringen. Das Osterei entstand als Symbol des Lebens und der
Auferstehung.
Der 01. Mai ist der Tag der Arbeit und traditionell gibt es an diesem Tag
friedliche Demonstrationen und Kundgebungen für faire Arbeitsverhältnisse.
Der 03. Oktober ist der Tag der deutschen Einheit, der Nationalfeiertag(der
Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990).
30. Die Entwicklung der deutschen Sprache.
Das Althochdeutsche ist die älteste Stufe des Hochdeutschen. Die deutsche
Sprache vollzog sich in vier Entwicklungsperioden:
(750-1050) Althochdeutsch, charakteristisch sind die noch vokalisch
volltönenden Endungen (taga-Tage, demo-dem), das Substantiv hat vier Fälle
(Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) und Reste eines fünften (Instrumental)
sind noch vorhanden, man unterscheidet zwischen einer starken und einer
schwachen Deklination.
(1050-1350) Mittelhochdeutsch, ist die Sprache der höfischen Dichtung. Eine
andere wichtige Erscheinung im Vokalismus war der Umlaut, der zwar schon
im Althochdeutschen begann, aber erst jetzt zur vollen Entfaltung kam, und
jetzt auch lange Vokale und Diphthonge umfasste. Es war auch Änderungen in
der Deklination der Substantive (alt. Boto- mit. bote)
(1350-1650) Frühneuhochdeutsch, nach populärer Auffassung ist Martin Luther
der Schöpfer der modernen deutschen Sprache. Das Spätmittelalter war die
letzte Epoche, in der im phonologischen System der deutschen Sprache
wichtige Änderungen erfolgten .Qualitative Änderungen der Haupttonsilben,
die die Diphthongierung und Monophthongierung betrafen:Stammsilbenvokale
ī, ū, iu wurden zu Diphthongen ei, au, eu. In der frühneuhochdeutschen Epoche
entstanden Singular-Plural-Oppositionen wie hof/höfe, stab/stebe. Die
syntaktische Struktur frühneuhochdeutscher Texte kennzeichnet sich durch
größere Komplexität als in früheren Epochen; die Sätze wurden länge. Im
Frühneuhochdeutschen war auch schon die moderne Wortfolge der deutschen
Sprache erkennbar – mit dem Verb in der Zweitstellung und der Reihenfolge
anderer Satzglieder entsprechend ihrer Wichtigkeit im Satz – dem wichtigsten
Satzglied am Ende.
(seit 1600 bis heute) Neuhochdeutsch , im phonologischen und
morphologischen System erfolgten in dieser Zeit nur geringfügige Änderungen
– die Sprache ist grundsätzlich dieselbe, die wir heute sprechen. Größeren
Wandel erfuhr in dieser Periode von etwa 350 Jahren der Wortschatz der
deutschen Sprache, und zwar durch kontinuierliche Änderungen im politischen
und gesellschaftlichen Leben und durch den enormen Fortschritt der
Wissenschaft und Technik. Neue Wörter wurden geprägt oder sie änderten ihre
Bedeutung, Fremdsprachen übten auch Einfluss auf die deutsche Sprache aus.