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Einstufungstest – Deutsch (B2, C1, C2)

Name: Datum:

Inhalt: B2 Aufgaben 1+2 / C1 3+4 / C1 Prüfung + C2 5+6 Punkte

B2: Sie möchten einen B2-Kurs besuchen?


Bitte bearbeiten Sie die Aufgaben 1 + 2. Alle anderen Aufgaben können Sie
gerne zusätzlich lösen.

1 Sie bekommen diesen Brief:

Liebe Julia Basel, 7. Juli 2011


Ich habe mich wirklich sehr über deinen Brief gefreut. Ich gratuliere dir ganz
herzlich zu deinem neuen Job! Als Ärztin zu arbeiten ist sicher sehr spannend!
Ich habe gerade mein Deutschdiplom gemacht und suche jetzt auch einen Job
in der Schweiz. Ich möchte gerne als Bäckerin arbeiten und mein Deutsch
weiter verbessern. Denkst du, ich habe gute Chancen, in der Schweiz einen
Job als Bäckerin zu bekommen? Und wie ist das Leben in der Schweiz, gefällt
es dir? Was findest du in der Schweiz denn besonders gut und was findest du
schwierig?
Ich freue mich auf deinen Brief und grüsse dich herzlich!
Deine Sarah

Sie sind Julia. Schreiben Sie eine Antwort mit Datum, Anrede, Gruss und
Unterschrift. Antworten Sie auf die Fragen im Brief.

1/9
2 Markieren Sie die richtige Lösung. Punkte

Faule Schweizer

Schweizer nutzen in täglichen Gesprächen nur 0 (Bsp.) 6


drei bis vier Prozent des Wortschatzes (0) Muttersprache. a) ihr a) alles
Der Durchschnitts-Sprecher hat nach Angabe b) ihre b) mehr
(1) Germanisten Helmut Walther etwa 12 000 bis c) ihrem c) viel
16 000 Wörter auf Lager – 3 000 bis 4 000 (2) sind X d) ihrer d) weniger
Fremdwörter.

Der deutsche Gesamtwortschatz (3) auf 300 000 bis 1 7


400 000 Wörter geschätzt. Dass die Schweizer nur a) der a) beschreibt
einen geringen Teil dieses Wortschatzes im täglichen b) dem b) hofft
Leben einsetzen, sei aber nicht ungewöhnlich. „Wir c) des c) erklärt
brauchen (4) nicht mehr Wörter im Alltag”, meint der d) den d) erzählt
Experte. Jeder Mensch wähle sich den für ihn nötigen
Teil aus der (5) Menge der Wörter aus. Verstehen 2 8
können die Menschen allerdings wesentlich (6). „Ein a) damit a) brauchen
Schweizer versteht im Durchschnitt vier Mal so viele b) daran b) braucht
Worte wie er selbst gebraucht”, (7) Walther. c) davon c) brauchte
d) dazu d) gebraucht
Ein normaler deutscher Text bestehe zu 95 Prozent
aus den 4 000 häufigsten Wörtern. Der Rest wird 3 9
kaum (8). Schon mit den 2 000 häufigsten Wörtern a) ist a) meiste
sind laut Walther 90 Prozent eines normalen Textes b) war b) meistens
zu verstehen. Die (9) verwendeten Wörter seien „die”, c) wird c) am meisten
„und”, „in”, „zu” und „den”. d) würde d) Meister

Wer seinen Wortschatz erweitern will, (10) sich am 4 10
Wortgebrauch anderer Menschen orientieren, rät der a) einfach a) möchte
Germanist. Das kann man durch Lesen von Romanen, b) bloß b) sollte
Zeitungen und Fachliteratur ebenso gut wie c) ruhig c) wollte
durch Diskutieren. d) schon d) dürfte

5
a) gross
b) grosse
c) grossen
d) grosser Punkte /10

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3 Sie lesen folgenden Zeitungsartikel: Punkte

Wohnungsnot hat sich weiter verschärft © 20min.ch vom 23.08.2011

Die Zahl der leeren Wohnungen ist um ein Drittel gesunken: In Basel gibt es
immer weniger freie Wohnungen. Gerade 522 Wohnungen waren am 1. Juni
2011 in Basel frei. Seit drei Jahren nimmt die Zahl der freien Wohnungen
rapide ab. Grund: In den letzten Jahren wuchs die Bevölkerungszahl jeweils
um rund tausend Neuzuzüger – grösstenteils aus Deutschland. Gleichzeitig
konnten jährlich nur 200 neue Wohnungen gebaut werden: «Wir brauchen
ganz klar ein grösseres Angebot», so Thomas Kessler, Leiter Kantons- und
Stadtentwicklung. «Stadtwohnen ist wieder in.» So stehen erstmals seit 1994
im Kanton Baselland wieder mehr Wohnungen frei als in Basel-Stadt. Trotz-
dem hält Kessler fest: «Es gibt immer noch genügend Wohnungen.» Und auch
die Mietzinse würden sich moderat entwickeln.

Anderer Meinung sind die Mieterorganisationen: «Der Regierungsrat sieht die


alarmierende Situation nicht», so Patrizia Bernasconi vom Mieterinnen- und
Mieterverband Basel. «Wir stehen fünf Jahre vor der Situation in Zürich, wo
zahlbarer Wohnraum kaum mehr zu finden ist.» Nun müsse der Kanton aktiv
werden.

Tatsächlich überlegt sich die Stadt Basel, wie sie mehr Wohnungen schaffen
kann. Eine Variante wäre laut Kessler, Wohnungen aus nicht genutzten Büros
zu schaffen. Denn davon gibt es bereits jetzt mehr als genug.

Markieren Sie die richtige Antwort:

1) In Basel gibt es
a) immer mehr freie Wohnungen
b) schon immer viele freie Wohnungen
c) eine zunehmend geringere Zahl freier Wohnungen

2) Wohnen in der Stadt ist


a) relativ unbeliebt
b) immer populärer
c) eine Frage des Geldes

3) Thomas Kessler hält die Anzahl freier Wohnungen


a) für nicht genügend
b) für alarmierend
c) für ausreichend

4) Die Mieterverbände
a) sehen kein Problem mit der Wohnsituation
b) finden die Situation in Zürich noch schlimmer als in Basel
c) haben die gleiche Meinung wie die Stadt Basel

5) Die Lösung der Wohnproblematik wäre eventuell,


a) Büros in Wohnung umzubauen
b) neben Wohnungen auch neue Büros zu bauen
c) mehr als genug Wohnungen zu bauen

3/9
4 Sie suchen eine Wohnung in Basel und finden diese Anzeige: Punkte

Wohnung frei im St. Johanns-Quartier: 70 qm, 3 Zimmer, Küche, Gang, Bad,


1 Gäste-WC und 1 Balkon, Zugang zum Garten, Miete inkl. NK 1200 CHF
Interessenten wenden sich bitte an: Immobilien Hock, Zürcher Strasse 103,
4058 Basel

Sie sind nicht in der Schweiz und möchten mehr Informationen über die Woh-
nung bekommen. Schreiben Sie einen Brief an die Immobiliengesellschaft
und erfragen Sie weitere Informationen über die Wohnung.
Diese Punkte sind dabei wichtig:

1) Sie arbeiten in Zürich: Fragen Sie nach der Verkehrsanbindung.


2) Erfragen Sie Ausstattung und Lage des Wohnhauses und der Wohnung
selbst.
3) Sie sind sehr lärmempfindlich: Schreiben Sie, wie wichtig Ihnen eine ruhi-
ge Wohnung ist.

Finden Sie eine passende Reihenfolge der Punkte, eine Einleitung und einen
Schluss. Vergessen Sie nicht Ihre Adresse, die Anschrift des Empfängers,
Datum, Betreffzeile, Anrede und Schlussformel. Schreiben Sie mindestens
150 Wörter.

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5 Sie lesen folgenden Zeitungsartikel: © 20min.ch vom 22.12.2011 Punkte

Das Rauchverbot wird nicht weiter verschärft: Das Parlament hat sich ge-
gen die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ausgesprochen.

Die Befürworter der Initiative zum Schutz der Passivraucher argumentierten am


Donnerstag im Parlament mit wissenschaftlichen Befunden und appellierten an
die Solidarität mit Gastronomieangestellten. Sie forderten ein Ende des «Regel-
Wirrwarrs» in den Kantonen. Vergeblich.

«Obwohl neuste wissenschaftliche Studien zeigen, dass umfassende Regelun-


gen zum Schutz vor Passivrauchen zu weniger Herzinfarkten und Lungenerkran-
kungen führen, lehnt das Parlament die Initiative ‹Schutz vor Passivrauchen› ab.
Aus gesundheitspolitischer Sicht ist dieser Entscheid des Parlaments schlicht
unverständlich. Niemand soll in Innenräumen im Tabakrauch arbeiten müssen»,
sagte Corinne Zosso, Geschäftsführerin der Lungenliga Schweiz.

Gerade das Rauchverbot für Einzelbüros schien manchen Parlamentarianern


übertrieben, so auch Guy Parmelin (SVP/VD). Er warnte davor, sich auf einzelne
Gruppen der Gesellschaft einzuschiessen. «Heute sind es die Raucher, morgen
vielleicht die Menschen, die keinen Sport treiben oder zuviel essen», sagte er.
Lukas Reimann (SVP/SG) fürchtet sich vor künftigen Verboten: «Pläne für ein
Alkoholverbot liegen schon vor», sagte er. Auch Schokolade, Kaffee oder Han-
dys seien schädlich und könnten einst im Zuge der Regulierungswut verboten
werden. Die Freiheit des einzelnen Bürgers müsse oberstes Gut bleiben. Andere
Gegner der Initiative dachten an die Gastronomieunternehmen: Es gehe auch
um Schutz der Unternehmen, sagte Lorenz Hess (BDP/BE). «Gerade gestern
haben wir über Probleme der Gastronomie wegen des starken Frankens ge-
sprochen», rief er seinen Parlamentskollegen in Erinnerung. Auch das verschärf-
te Rauchverbot würde kleine Gastronomiebetriebe in ihrer Existenz bedrohen.

Vor allem Mitglieder der Linken verteidigten die Volksinitiative. «Es geht nicht
einfach darum, den Tabakrauch aus der Umgebung zu entfernen, weil es eine
unangenehme Erscheinung ist», sagte Yvonne Gilli (Grüne/SG). Sondern es
gehe um die Gesundheit aller. Ein Tag Passivrauchen entspreche 15 bis 38 Ziga-
retten pro Tag, sagte Franziska Teuscher (Grüne/BE). Zahlreiche Befürworter der
Initiative zitierten wissenschaftliche Studien. Diese belegten, dass in den Kanto-
nen Tessin und Graubünden die Herzinfarkte nach Einführung des verschärften
Rauchverbots um rund 20 Prozent zurückgegangen seien. In Genf sei zudem
ein Rückgang der Atemwegerkrankungen bewiesen worden. Die SP-Vertreter
machten sich zudem stark für die Angestellten der Gastronomiebetriebe. Viele
könnten es sich schlicht nicht leisten, auf einen Job zu verzichten - selbst wenn
sie dadurch den ganzen Tag dem blauen Dunst ausgesetzt seien, sagte etwa
Jacqueline Fehr (SP/ZH). Solche Leute müssten besser geschützt werden. Maja
Ingold (EVP/ZH) versuchte, die alarmierten Raucher zu beruhigen: In ihrem Hei-
matkanton Zürich hätten die Raucher nach der Gesetzesverschärfung schnell
dazugelernt. «Selbst Hardcore-Raucher müssen heute zugeben: Man raucht
weniger im Winter», sagte sie. Eine Regelung, die sich bereits heute in acht Kan-
tonen und den Nachbarländern bewähre, könne nicht so unsinnig sein.

a) Die Initiative «Schutz vor Passivrauchen» ist gescheitert. Was waren jeweils
die Gründe für und gegen die Initiative?

Schreiben Sie mindestens 150 Wörter (auf der folgenden Seite).

5/9
1/6
Punkte

6/9
1/6
b) Das Thema «Rauchverbot» spaltet die Gesellschaft. Was ist Ihre persönliche Punkte
Meinung: Sollten man das Rauchen in geschlossenen Räumen grundsätzlich
verbieten?

Schreiben Sie mindestens 150 Wörter.

7/9
6 Ein Freund bittet Sie, ihm ein gutes Buch oder einen interessanten Film zu emp- Punkte
fehlen.

Schreiben Sie mindestens 150 Wörter.

8/9
7 In diesem Text hat es 10 Fehler. In jeder Zeile gibt es maximal Punkte
einen Fehler. Schreiben Sie die richtige Lösung daneben.

0) Die Einladung Einladung


1) Ist es leider so weit:

2) Mein Zeit ist abgelaufen.

3) In April trete ich meine neue Stelle an.

4) Damit mir der Abschied so schwer fällt:

5) Feiern Sie mit mich.

6) Wann? März 9., 16.30 Uhr

7) Woher? Großer Saal, A 21

8) Für Speisen und Getränke gesorgt.

9) Ich freue sich auf Ihr Kommen!

Josef Leitmayer

10) Sagen Sie bitte, warum Sie kommen! /10

TOTAL

9/9