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Die neue "Oberschule" - eine gute Chance für Kirchlintein

Bereitet sowohl auf eine Ausbildung als auch auf ein Studium vor.
Von Wilhelm Hogrefe, MdL Die Oberschule bietet
Während vor einer Generation bei also die Option auf ei-
uns in der Gemeinde Kirchlinteln nen hächstmäglichen
noch 130 bis 150 Kinder pro jahr Bildungsabschluss für
geboren wurden, sind es seit der jedes Kind - und dies
jahrtausendwend~ über ein Drittel als Ganztagsschule.
weniger. Gleichzeitig stieg der An- Die neue Oberschu-
teil der jungen Menschen, die nach le bündelt die Vortei-
der Grundschule zu den Gymnasien le aus verschiedenen
in Verden angemeldet wurden, auf Schulformen, da sie
fast 50 Prozent eines jahrgangs. Die sowohl integrativ
Folgen für unsere Haupt- und Re- als kooperativ an-
alschule in Kirchlintein: ihre Schü- gelegt ist. Sie bietet
lerzahlen geheri rapide zurück. Die eine hächstmägliche
Schließung der Schule droht noch in Durchlässigkeit und der freie EIter- nover als auch als Vorsitzender des
diesem jahrzehnt. wille bleibt erhalten. Während am Kreisschulausschusses werde ich
In vielen anderen Gemeinden in G-8-Gymnasium das Abitur bereits alles dafür tun, dass die Rahmenbe-
Niedersachsen sieht es ähnlich aus. nach Klasse 12 abgelegt wird, haben dingungen für diese bessere Schule
Deshalb muss gehandelt werden. die Schülerinnen und Schüler der richtig gestaltet werden, damit die
Bereits seit mehren jahren setze ich künftigen Oberschule dafür ein jahr Schulleitung und die Lehrkräfte mo-
mich in Hannover für eine nachhal- länger Zeit. Die neue Schule ist aber tiviert ihre Arbeit tun kännen.
tige Stärkung der Schulen im länd- in erster Linie für die Kinder da, die Denn unsere Kinder und Enkel sol-
lichen Raum ein. Seitdem David einen Ausbildungsberuf anstreben. len gerne zur Schule gehen - nicht
McAllister unser neuer Ministerprä- In Sachsen hat sich dafür der Begriff unbedingt jeden Tag, aber meistens!
sident ist, wird nun in Hannover mit "Praxiselite" eingeprägt. Deshalb gilt es, durch mehr Schul-
Nachdruck an einer grundlegenden Dies ist sehr treffend, denn prak- qualität auch vermehrt "Lust auf Bil-
Erneuerung unseres Schulwesens tisch ausgebildete junge Menschen dung" zu wecken!
gearbeitet. Das Ergebnis liegt jetzt werden künftig enorme Chancen Und für die künftige Oberschule
vor. auf dem Arbeitsmarkt haben. Schon gilt: "jedem Anfang wohnt ein Zau-
jetzt besteht ein erheblicher Man- ber inne ...".
gel in vielen technischen Bereichen.

Gut für Kirchlinteln!


DIE PRAO,SEUTE
Statt eines dreigegliederten Schul- Für unsere Gemeinde besteht mit
Viele Wege. Alle Chancen. Die Oberschule.
wesens wie bisher, soll es künftig dem neuen Schulmodell "Ober-
zwei Säulen geben: das G-8-Gym- schule" die Chance, dass wir unse-
nasium und die neue "Oberschule". re "Schule am Lindhoop" dauerhaft
Vorbild für dieses neue System ist stärken kännen. Bereits jetzt bietet
das Bundesland Sachsen. Dort ar- sie im Vergleich zu den Verdener
beitet das 2-Säulen Modell bereits Schulen Vorteile: einen kürzeren
seit über zehn jahren. Sachsen ist Schulweg, ein frisch gekochtes
damit Sieger im Bildungswettbe- Mittagessen, kleinere Klassen und
werb "Pisa" geworden! ein Ganztagsangebot. Mit dem
Die neue niedersächsische Ober- neuen Schulmodell "Oberschule"
schule soll die Haupt- und Realschu- wird es zudem im pädagogischen O-CHAIVCEIV
le ersetzen und ihre Schülerinnen Bereich neuen Schwung geben.
und Schüler sowohl auf eine Ausbil- Im Gemeinderat zeichnet sich FÜR DICH
dung als auch auf den Übergang in bereits ein deutliches Interesse
das beruf]iche Gymnasium oder die an der neuen Schulform ab. So-
~ Niedersachsen
gymnasiale Oberstufe vorbereiten. wohl als Abgeordneter in Han-
SCHulE AM liNci\~oo~
HAUPT- UNd REAlschulE
0~sschulE ~j
Die Oberschule
ermöglicht alle Abschlüsse
Die Grafik der Geburtenrate (siehe unten) zeigt,
dass ab 2003 in unserer Gemeinde im Durchschnitt
pro Jahr nur noch knapp 90 Kinder geboren wurden.
Ab 2013 wird daher die Anzahl derKinder, die in die
5. Klassen eingeschult werden, erheblich zurückge-
hen. Zudem teilt sich diese Anzahl von durchschnitt-
lich 90 Kindern noch auf zwischen den Gymnasien
in Verden und der "Schule am Lindhoop" in Kirch-
linteln. Derzeit entscheiden sich fast 50 Prozent der
Eltern dafür, ihr Kind am Gymnasium anzumelden,
obwohl vieler dieser Kinder keine Gymnasialemp-
fehlung haben.
Gerade für diese Kinder soll die neue "Oberschule"
ein Angebot sein, denn in der neuen Schulform wird
sowohl integrativ unterrichtet als auch nach Leis-
tung differenziert. Viele Absolventen der künftigen
Oberschule in Kirchlintein werden also nach Klasse
Mit der neuen Oberschule stehen alle 10 ohne Probleme die Oberstufe eines Gymnasiums
in Verden, das Berufliche Gymnasium in Dauelsen
Karrierewege offen.
oder eine Fachoberschule besuchen können. Sie ha-
Fachoberschule
bzw. lehre
FachschuleSekundarbereich I
Ausbildung
(eher
mind.
gegliedert)
ohne
jahrgangs-
2-zügig
gym. Angebot ben dann bis zum Abitur sogar ein Jahr länger Zeit,
gegliedert)
Gymnasium

-
mind.
(eher OberschuleBerufliches
3-zügig
zweig- als die Kinder, die sofort ab Klasse 5 nach Verden
mit gym. Angebot zum Gymnasium gehen.
S Gymnasiale
Oberstufe
Sekundarbereich I
I-- 7""""'1
Geburten
~f----
-85~100
86 I-
~ Entwicklung I- '-
der Geburten in der Gemeinde Kirchli~ tein
~ 150
134 141 87

105
'--
I
Sekundar-
100
5-10 bereich I

50
Gym-
nasium

Schu/laufbahnempfehlunglElternentscheidung
1996/ 1998/ 2000/ 2002/ 2004/ 2006/ 2008/ Jahr
1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009
Grundschule Abgebildet ist der Durchschnitt von 2 jahren Beispiel: 2004 sind

'--I 81 Kinder geboren, 2005 sind es 93. Der Durchschnitt beträgt also
87 Kinder.