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Verkündungsblatt der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover vom 03.08.

2017 16/2017

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat mit Erlass vom 24.07.2017 (Az.: 27.5-74503-101)
gemäß § 18 Abs. 8 und 14 NHG und § 7 Abs. 2 NHZG i.V.m. § 51 Abs. 3 NHG die folgende Ordnung über den Zugang
und die Zulassung für die konsekutiven Masterstudiengänge Mathematik, Meteorologie und Physik genehmigt. Sie tritt
am Tage nach ihrer hochschulöffentlichen Bekanntmachung im Verkündungsblatt der Gottfried Wilhelm Leibniz Universi-
tät Hannover in Kraft.

Ordnung über den Zugang und die Zulassung


für die konsekutiven Masterstudiengänge
Mathematik, Meteorologie und Physik
der Leibniz Universität Hannover

Die Fakultät für Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover hat am 24.05.2017 folgende Ord-
nung nach § 18 Abs. 8 NHG und § 7 NHZG beschlossen:

§1
Geltungsbereich
(1) Diese Ordnung regelt den Zugang und die Zulassung zu den Masterstudiengängen Mathematik, Meteo-
rologie und Physik.
(2) Die Zugangsvoraussetzungen richten sich nach § 2.
(3) Erfüllen mehr Bewerberinnen und Bewerber die Zugangsvoraussetzungen als Plätze zur Verfügung ste-
hen, werden die Studienplätze nach dem Ergebnis eines hochschuleigenen Auswahlverfahrens vergeben
(§ 4). Erfüllen nicht mehr Bewerberinnen und Bewerber die Zugangsvoraussetzungen als Plätze zur Verfü-
gung stehen, findet ein Auswahlverfahren nicht statt.

§2
Zugangsvoraussetzungen
(1) Voraussetzung für den Zugang zu den konsekutiven Masterstudiengängen Mathematik, Meteorologie
und Physik ist, dass die Bewerberin oder der Bewerber
- entweder an einer deutschen Hochschule oder an einer Hochschule, die einem der Bologna-
Signatarstaaten angehört, einen Bachelorabschluss oder diesem gleichwertigen Abschluss in einem
fachlich geeigneten vorangegangenen Studium erworben hat, oder
- an einer anderen ausländischen Hochschule einen gleichwertigen Abschluss in einem fachlich geeigne-
ten vorangegangenen Studium erworben hat; die Gleichwertigkeit wird nach Maßgabe der Bewertungs-
vorschläge der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen beim Sekretariat der Kultusministerkonfe-
renz (http://anabin.kmk.org) festgestellt.
Die Entscheidung, ob das vorangegangene Studium fachlich geeignet ist, trifft die Auswahlkommission (§ 5),
die Feststellung kann mit einer Nebenbestimmung versehen werden, noch fehlende Module innerhalb von
zwei Semestern nachzuholen.
(2) Abweichend von Absatz 1 sind Bewerberinnen und Bewerber vorläufig zugangsberechtigt, deren Ba-
chelorabschluss oder ein diesem gleichwertiger Abschluss zum Bewerbungszeitpunkt noch nicht vorliegt,
wenn mindestens 150 Leistungspunkte erbracht wurden1 und zu erwarten ist, dass der Bachelorabschluss
oder ein diesem gleichwertiger Abschluss spätestens bis zum Ende des ersten Semesters des Masterstudi-
enganges erlangt wird. Aus den bisherigen Prüfungsleistungen ist eine Durchschnittsnote zu ermitteln, die
im Auswahlverfahren nach § 4 berücksichtigt wird, unabhängig davon, ob das Ergebnis der Bachelorprüfung
hiervon abweicht. Können Bewerberinnen und Bewerber den Nachweis der geforderten 150 LP nicht bis zu
den genannten Fristen nachweisen, entscheidet die Auswahlkommission im Einzelfall über eine Zulassung
unter Auflagen und den Nachweis der erforderlichen Leistungspunkte bis zum 15. September (bei Zulassung
für das Wintersemester) bzw. 15. März (bei Zulassung für das Sommersemester) des Jahres.
(3) Bewerberinnen und Bewerber, die weder eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung aufweisen noch
ihren Bachelorabschluss an einer deutschen Hochschule erworben haben, müssen darüber hinaus über für

1
Im Fall von sechssemestrigen Bachelorstudiengängen. Im Fall von Bachelorstudiengängen mit höheren Regelstudien-
zeiten muss die Gesamtzahl der zu erwerbenden Leistungspunkte minus 30 erworben worden sein.

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das Studium ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Sprachniveau B2 verfügen. Für De-
tails zum Nachweis siehe: http://www.fsz.uni-hannover.de/de-nachweise.html.
(4) Abweichend von Absatz 3 können Bewerberinnen und -bewerber statt der ausreichenden Kenntnisse der
deutschen Sprache ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache nachweisen. Diese Studienbewerbe-
rinnen und –bewerber sind verpflichtet, einen Nachweis über ausreichende Englischkenntnisse auf dem
Niveau B2 gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen zu erbringen. Für De-
tails zum Nachweis siehe: http://www.fsz.uni-hannover.de/en-nachweise.html. Von der Nachweispflicht aus-
genommen sind Bewerberinnen und Bewerber, deren Muttersprache Englisch ist bzw. die eine Hochschul-
zugangsberechtigung mit englischer Unterrichtssprache aufweisen oder die ihren Bachelorabschluss in ei-
nem englischsprachigen Studiengang erworben haben.

§3
Studienbeginn und Bewerbungsfrist
(1) Die Masterstudiengänge beginnen jeweils zum Sommer- und zum Wintersemester. Die Bewerbung muss
mit den gemäß Absatz 2 erforderlichen Bewerbungsunterlagen bis zum 15. Juli (Ausschlussfrist) für das
Wintersemester und bis zum 15. Januar (Ausschlussfrist) für das Sommersemester bei der Hochschule ein-
gegangen sein. Die erforderlichen Bewerbungsunterlagen für ausländische Studieninteressierte aus Nicht-
EU-Staaten müssen bis zum 31. Mai für das Wintersemester und bis zum 30. November für das Sommer-
semester bei der Hochschule eingegangen sein.
Die Bewerbung ist schriftlich und über ein Online-Portal der Hochschule zu stellen. Anträge auf Zulassung
außerhalb des Verfahrens der Studienplatzvergabe und der festgesetzten Zulassungszahlen müssen für das
Sommersemester bis zum 1. April und für das Wintersemester bis zum 1. Oktober bei der Hochschule ein-
gegangen sein. Die Bewerbung bzw. der Antrag nach Satz 4 gelten nur für die Vergabe der Studienplätze
des betreffenden Bewerbungstermins. Die Hochschule ist nicht verpflichtet, die Angaben der Bewerberinnen
und Bewerber von Amts wegen zu überprüfen.
(2) Der Bewerbung bzw. dem Antrag nach Absatz 1 Satz 3 sind - bei Zeugnissen und Nachweisen in be-
glaubigter Kopie - folgende Unterlagen in beglaubigter deutscher oder englischer Übersetzung, falls die Ori-
ginale nicht in englischer oder deutscher Sprache abgefasst sind, beizufügen:
a) das Abschlusszeugnis des Bachelorstudiengangs oder - wenn dieses noch nicht vorliegt - eine Beschei-
nigung über die erbrachten Leistungen, die Leistungspunkte und über die Durchschnittsnote,
b) Lebenslauf,
c) Nachweise nach § 2 Abs. 3 (beziehungsweise 4)
(3) Bewerbungen, die nicht vollständig, form- oder fristgerecht eingehen, sind vom weiteren Verfahren aus-
geschlossen. Die eingereichten Unterlagen verbleiben bei der Hochschule.

§4
Zulassungsverfahren
(1) Die Auswahlentscheidung erfolgt auf der Basis einer Reihung, die anhand der Abschluss- bzw. Durch-
schnittsnote nach § 3 Absatz 2 Buchstabe a) erstellt wird. Besteht zwischen einzelnen Bewerberinnen
und/oder Bewerbern Ranggleichheit, bestimmt sich die Rangfolge auf der Liste nach dem Los.
(2) Die Auswahlkommission (§ 5) trifft die Auswahlentscheidung.
(3) Im Übrigen bleiben die allgemein für die Immatrikulation geltenden Bestimmungen der Immatrikulations-
ordnung der Hochschule unberührt. Die Einschreibung der Bewerberinnen und Bewerber, die nach § 2 Abs.
1 Satz 2 noch fehlende Module nachzuholen haben, erlischt, wenn die hierfür erforderlichen Nachweise
nicht innerhalb eines Jahres erbracht worden sind und die Bewerberin oder der Bewerber dies zu vertreten
hat. Gleiches gilt, wenn nach § 2 Abs. 2 der erfolgreiche Bachelorabschluss oder ein diesem gleichwertiger
Abschluss nicht bis zum 15. April (Beginn im Wintersemester) oder 15. Oktober (Beginn im Sommersemes-
ter) eines Jahres nachgewiesen wird und die Bewerberin oder der Bewerber dies zu vertreten hat.

§5
Auswahlkommissionen für die Masterstudiengänge Mathematik, Meteorologie und Physik
(1) Für die Vorbereitung der Auswahlentscheidung bildet die Fakultät für jeden Masterstudiengang je eine
Auswahlkommission.
(2) Der Auswahlkommission gehören mindestens drei stimmberechtigte Mitglieder an, die der Hochschulleh-
rer- oder der Mitarbeitergruppe angehören müssen, und ein Mitglied der Studierendengruppe mit beratender

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Stimme. Wenigstens ein Mitglied muss der Hochschullehrergruppe angehören. Die Mitglieder werden durch
den Fakultätsrat der Fakultät für Mathematik und Physik eingesetzt. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei
Jahre, die des studentischen Mitglieds ein Jahr, Wiederbestellung ist möglich. Die Auswahlkommission ist
beschlussfähig, wenn mindestens zwei stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind.
(3) Die Aufgaben der Auswahlkommission sind:
a) Prüfung der eingehenden Zulassungsanträge auf formale Richtigkeit,
b) Prüfung der Zugangsvoraussetzungen,
c) Entscheidung über die Zulassung oder die Ablehnung der Bewerberinnen und Bewerber.

§6
Bescheiderteilung, Nachrückverfahren, Abschluss der Verfahren
(1) Bewerberinnen und Bewerber, die zugelassen werden können, erhalten von der Hochschule einen
schriftlichen Zulassungsbescheid. In diesem wird eine Frist festgelegt, innerhalb derer die Bewerberin oder
der Bewerber schriftlich oder elektronisch zu erklären hat, ob sie oder er den Studienplatz annimmt. Liegt
diese Erklärung nicht frist- und formgerecht vor, wird der Zulassungsbescheid unwirksam. Auf diese Rechts-
folge ist im Zulassungsbescheid hinzuweisen.
(2) Bewerberinnen und Bewerber, die nicht zugelassen werden können, erhalten einen Ablehnungsbe-
scheid, in dem der erreichte Rangplatz und der Rangplatz der zuletzt zugelassenen Bewerberin oder des
zuletzt zugelassenen Bewerbers aufgeführt sind. Der Ablehnungsbescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbeleh-
rung zu versehen.
(3) Das Nachrückverfahren wird anhand der Rangliste nach § 4 Abs. 1 durchgeführt.
(4) Die Zulassungsverfahren werden spätestens zwei Wochen nach Vorlesungsbeginn abgeschlossen. Da-
nach noch verfügbare Studienplätze werden auf formlosen Antrag durch Los vergeben. Der Bewerbungs-
zeitraum hierfür beginnt zwei Wochen vor dem Vorlesungsbeginn und endet mit dem Abschluss des Verfah-
rens.

§7
Zulassung für höhere Fachsemester
(1) Die freien Studienplätze in einem höheren zulassungsbeschränkten Semester werden in nachstehender
Reihenfolge an die Bewerberinnen und Bewerber vergeben,
a) für die eine Ablehnung der Zulassung aus Gründen, die in ihrer Person liegen, eine besondere Härte
bedeuten würde,
b) die im gleichen oder einem vergleichbaren Studiengang
ba) an einer anderen deutschen Hochschule oder einer Hochschule eines anderen Mitgliedstaates der
Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum eingeschrieben sind oder waren,
bb) mit deutscher Staatsangehörigkeit oder zulassungsrechtlich deutschen Staatsangehörigen gleich-
gestellt an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben sind oder waren,
c) die sonstige Gründe geltend machen.
(2) Innerhalb jeder der drei Fallgruppen des Absatzes 1 entscheidet über die Zulassung das Ergebnis der
Bachelorprüfung oder einer der Bachelorprüfung äquivalenten Prüfung, bei gleichem Ergebnis die für die
Ortswahl maßgebenden sozialen, insbesondere familiären und wirtschaftlichen Gründe und bei dann noch
gleichartigen Fällen letztlich das Los.

§8
Inkrafttreten
Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer hochschulöffentlichen Bekanntmachung in Kraft. Davon abweichend
ist eine Bewerbung nach § 2 (4) für den Masterstudiengang Mathematik erst zum 1.10.2018 möglich.

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