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Drogenausgangsstoffe

Hausarbeit

An der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung


Fachbereich Finanzen
1

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung .................................................................................3
2 Was sind Drogenausgangsstoffe?.............................................4
3 Gesetzliche Grundlagen ...........................................................5
3.1 Internationale Grundlagen ................................................. 5
3.2 Europäische Grundlagen.................................................... 5
3.3 Nationale Grundlagen ........................................................ 5
4 Erfasste Stoffe nach gesetzlichen Kategorien .......................... 6
4.1 Kategorien ......................................................................... 6
4.2 Mischungen und Naturprodukte ........................................ 7
4.3 Ausnahme und Rückausnahme der Arzneimittel .............. 7
5 Wie wichtig ist heutzutage noch die Überwachung der
gelisteten Stoffe? .............................................................................. 8
6 Auflagen gegenüber Beteiligten ...............................................9
6.1 Verbot .............................................................................. 10
6.2 Allgemeine Pflichten ....................................................... 10
6.2.1 Kategorie 1 - Erlaubnispflicht .................................. 10
6.2.2 Kategorie 1 und 2 – Kundenerklärung ..................... 11
6.2.3 Kategorie 2 und 3 - Registrierungspflicht ................ 12
6.2.4 Ausnahme der allgemeinen Pflichten ....................... 12
6.3 Pflichten im Drittlandsverkehr ........................................ 13
6.3.1 Einfuhr ...................................................................... 13
6.3.2 Ausfuhr ..................................................................... 14
7 Informationsweitergabe an Beteiligte .................................... 15
8 Straftaten, Ordnungswidrigkeit und behördliche Maßnahmen
………………………………………………………………16
8.1 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten .............................. 16
8.1.1 Straftaten nach §19 GÜG ......................................... 16
8.1.2 Ordnungswidrigkeiten §20 GÜG ............................. 17
8.1.3 Maßnahmen der Zollbehörden ................................. 17
8.2 Weitere Maßnahmen außerhalb des Straf- und
Ordnungswidrigkeitsverfahren ................................................... 18
9 Aktualität des Systems ...........................................................19
2

10 Problem der nicht erfassten Stoffe .........................................20


11 Fazit ........................................................................................ 21
Anhang ...........................................................................................23
3

1 Einleitung
Seit langem ist das Problem des weltweiten illegalen Drogenkon-
sums bekannt. „Im globalen Kontext ist Europa ein wichtiger Dro-
genmarkt, auf dem sowohl in Europa hergestellte Substanzen als
auch aus anderen Regionen der Welt eingeschmuggelte Drogen
gehandelt werden.“ 1 Unter öffentlicher Beobachtung stehen dabei
0F

vor allem synthetische Drogen, deren Aufgriffe auch regelmäßig in


den Nachrichten zu finden sind. Doch gibt es auch regelmäßige
Aufgriffe von Drogenausgangsstoffen, den chemischen Substanzen
aus denen die Drogen hergestellt werden, welche meist in den
Nachrichten untergehen. So kann sich heute beispielsweise jeder an
zahlreiche Aufgriffe von Partydrogen wie Ecstasy (MDMA) erin-
nern, wohingegen man sich an Aufgriffe von Drogenausgangsstof-
fen kaum zu erinnern vermag. Dennoch fand beispielsweise das
Hamburger Zollfahndungsamt 2013 rund 30 Tonnen eines solchen
Stoffes (APAAN), aus denen Partydrogen wie Amphetamin und
Crystal Meth hätten hergestellt werden können, in „Waschmittel-
“Containern aus China.
Laut der Leiterin des Zollfahndungsamts Hamburgs (März 2013),
Sabine Heise, ist „der Schmuggel von Chemikalien zur Drogenher-
stellung ein massiver Trend“ 2. 1F

Aufgegriffen werden die Stoffe meist bei grenzüberschreitendem


Warenverkehr durch den Zoll. Die Chemikalien aus denen Drogen
hergestellt werden können, können dabei grundsätzlich alles Mög-
liche sein, wie z.B. Mittel zur Arzneimittelproduktion oder zur Par-
fümherstellung.
Jedoch stellt sich die Frage, was genau unter den speziellen Begriff
der „Drogenausgangsstoffe“ fällt und auf welche Art und Weise
und wie effektiv diese kontrolliert werden.

1
Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (2018), Europäi-
scher Drogenbericht 2018: Trends und Entwicklungen, Amt für Veröffentlichun-
gen der Europäischen Union, Luxemburg 2018, S. 19
2
n-tv.de, cro/dpa, 29.11.2014, <https://www.n-tv.de/panorama/Tonnenweise-
Drogen-in-Sydney-entdeckt-article14060026.html> (Stand 11.07.2018)
4

2 Was sind Drogenausgangsstoffe?


Drogenausgangsstoffe, oder auch Vorläuferstoffe genannt, sind
grundsätzlich chemische Substanzen, die ursprünglich zur Herstel-
lung einer Vielzahl an Produkten legaler Verwendungszwecke die-
nen, wie z.B. zur Kunstoffherstellung oder zur Arzneimittelproduk-
tion, und nunmehr missbraucht werden können, um illegale Sucht-
stoffe und psychotrope Substanzen wie z.B. Heroin herzustellen.
So wird z.B. Essigsäureanhydrid (AA) sowohl zur legalen Herstel-
lung von Kunststoffen, Textilien, Farbstoffen, photochemischen
Mitteln, Parfums, Sprengstoffen und Aspirin gebraucht, kann aber
auch zur illegalen Herstellung von Heroin und teilweise auch für
weitere Drogen wie Amphetamin, Methaqualon, Kokapaste und
Kokain verwendet werden. 3 2F

Die chemischen Ausgangsstoffe dieser Substanzen werden durch


meist einfache Syntheseverfahren und Mischungen mit anderen
Stoffen in ihrer molekularen Struktur soweit verändert, dass eine
neue Strukturverbindung entsteht. So wird z.B. aus dem Drogen-
ausgangsstoff PMK (3,4-Methylendioxyphenylpropan-2-on;
C10H10O3) und dem Stoff Methylamin (CH5N) durch einfache Syn-
these die Droge MDMA (C11H15NO2), besser bekannt unter dem
Namen „Ecstasy“, gewonnen (vgl. Abb. 1).

Abb. 1: Reaktion PMK 4 und Methylamin 5 zu MDMA 6.


3F 4F 5F

Drogenausgangsstoffe werden daher zumeist aus dem legalen Han-


del dieser Stoffe abgezweigt und illegalen Verwendungszwecken
zugeführt. Anhand der Sicherstellungen von abgezweigten Vorläu-
ferstoffen des Jahres 2016 lässt sich feststellen, dass ein Großteil

3
Vgl. Werner, Zsfg. Folgenabschätzung zum Vorschlag der Kommission für
eine Verordnung zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 273/2004 betreffend
Drogenausgangsstoffe, Brüssel 03.2013, S. 2
4
Strukturformel 3,4-Methylendioxyphenylpropan-2-on: BfArM, Liste der
Grundstoffe, 2013
5
Strukturformel Methylamin: Wikimedia Commons, gemeinfrei, Struktur von
Methylamin, 03.01.2010
6
Strukturformel MDMA: Wikimedia Commons, gemeinfrei, Strukturformel von
MDMA, 02.07.2018
5

dieser Stoffe derzeit insbesondere zur Herstellung von MDMA und


Amphetamin genutzt wird 7 (vgl. Tab. 1, Anhang A.3).
6F

3 Gesetzliche Grundlagen
Die Kontrolle der Drogenausgangsstoffe, zur Verhinderung ihrer
Abzweigung aus dem legalen Handel, erfolgte gemeinschaftlich
durch die UN erstmals Ende der 80er Jahre.

3.1 Internationale Grundlagen


Vom 25.11.1988 – 20.12.1988 trafen sich Delegierte aus 106 Staa-
ten in Wien, um während der Konferenz der Vereinten Nationen
unter anderem erstmals den Warenverkehr von Drogenausgangs-
stoffen zu regulieren. Am 19.12.1988 wurde von den Vereinten
Nationen schließlich das „Suchtstoffübereinkommen“ 8 verabschie-
7F

det. Gemäß Artikel 12 des Übereinkommens sollen demnach Dro-


genausgangsstoffe von den Vertragsparteien Kontrollmechanismen
unterworfen werden.

3.2 Europäische Grundlagen


Auf dieser Basis wurden auf europäischer Ebene seit 1990 gemein-
schaftliche Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen zur Verhinde-
rung der Abzweigung dieser Substanzen eingeführt.
Derzeit reguliert wird dies grundsätzlich durch die VO 273/2004 in
gültiger Fassung vom 20.11.2013 und im Drittlandsverkehr durch
die VO Nr. 111/2005 mit gültiger Fassung vom 20.11.2013. Beide
Verordnungen werden wiederrum durch die delegierte VO
2015/1011 (im Folgenden Del-VO) und die Durchführungs-VO
2015/1013 (im Folgenden VO-IA) ergänzt. Die Verordnungen re-
geln unter anderem die verschiedenen Pflichten, welche Beteilig-
ten, die mit bestimmten Stoffen Handel treiben oder anderweitig
verwenden, auferlegt werden.

3.3 Nationale Grundlagen


Ein generelles Verbot der illegalen Abzweigung der Stoffe, sowie
die Zuständigkeit der einzelnen Behörden und weitere Auflagen
ergeben sich jeweils aus den nationalen Gesetzen der EU-
Mitgliedstaaten. Auf deutscher Ebene wird der Warenverkehr der

7
Vgl. Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (2018),
Europäischer Drogenbericht 2018: Trends und Entwicklungen, Amt für Veröf-
fentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg 2018, S. 27
8
Übereinkommen zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Suchstoffen und
psychotropen Substanzen
6

Substanzen nach den Vorschriften des Grundstoffüberwachungsge-


setzes (GÜG) überwacht.
Die Zuständigkeit der Zollbehörden für die Überwachung des
grenzüberschreitenden Warenverkehrs der Stoffe ergibt sich aus
den §§5 II, III, 6, 8 GÜG. Die für die auferlegten Pflichten der
Verordnungen und des GÜG zuständige Behörde ist das Bundesin-
stitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gem. §5 I
GÜG.

4 Erfasste Stoffe nach gesetzlichen Kategorien


Als Vorläuferstoff von Drogen gelten im rechtlichen Sinne nur
diejenigen Stoffe, welche von den oben genannten Verordnungen
anhand des Art. 12 Suchtstoffübereinkommen bewertet und erfasst
werden.

4.1 Kategorien
Als Drogenausgangsstoffe gelten nur die „erfassten Stoffe“ gem.
Art. 2 Buchst. a) VO 273/2004 und Art. 2 Buchst. a) VO 111/2005
und damit Stoffe der Kategorien 1 – 3 des Anhang I der VO
273/2004 und einer weiteren Kategorie (Kategorien 1 – 4) des An-
hang I der VO 111/2005, sowie deren Salze und Stereoisomere, mit
Ausnahme von Cathin, sofern das Vorhandensein solcher Formen
möglich ist.
So sind beispielsweise in der Kategorie 1 beider Verordnungen
Stoffe wie Ephedrin, Pseudoephedrin und BMK, welche jeweils der
Herstellung von Amphetaminen dienen, APAAN, welches wiede-
rum der Herstellung von BMK dient („Grundstoffe von Grundstof-
fen“ oder „maskierte Grundstoffe“) und PMK, welches der
MDMA-Herstellung dient (vgl. Abb. 1) erfasst.
Kategorie 2 beider Verordnungen erfasst unter anderem Essigsäu-
reanhydrid (AA), welches der Heroinherstellung dient (vgl. Kapitel
2).
Die erfassten Grundstoffe werden häufig auch unter gängigen Sy-
nonymen gehandelt. So ist beispielsweise das gelistete 3,4-
Methylendioxyphenylpropan-2-on gleichbedeutend zu PMK (siehe
Kapitel 2). In Zweifelsfällen kann eine Auskunft beim BfArM oder
aber auch beim ZKA und beim BWZ der BFV angefordert werden.
Eindeutig identifizieren lässt sich der Stoff immer anhand seiner
CAS-Nummer. Diese ist eine eindeutige Bezeichnungsnummer für
7

jeden bekannten chemischen Stoff nach internationalem Bezeich-


nungsstandard, wie z.B. 4676-39-5 für PMK.

4.2 Mischungen und Naturprodukte


Grundsätzlich umschließen die „erfassten Stoffen“ auch die Mi-
schungen und Naturprodukte, die derartige Stoffe enthalten. So
sind weitere nicht namentlich genannte Grundstoffe z.B. Sassafras-
öl und Ephedra/ -kraut, welche als Naturprodukte Safrol (Sassafra-
söl) und Ephedrin (Ephedra/ -kraut) enthalten.
Dies gilt jedoch nur sofern diese Mischungen und Naturprodukte
derart zusammengesetzt sind, dass sie einfach verwendet oder
leicht wirtschaftlich extrahiert werden können.

4.3 Ausnahme und Rückausnahme der Arzneimittel


Auch von den oben genannten Mischungen ausgenommen sind
Humanarzneimittel i.S.d. Art. 1 Nr. 2 der Richtlinie 2001/83/EG
und Tierarzneimittel i.S.d. Art. 1 Nr. 2 der Richtlinie 2001/82/EG. 9 8F

Bis Ende 2013 gab es von der Ausnahme der Arzneimittel keine
Rückausnahme.
Vor allem ephedrin- und pseudoephedrinhaltige Arzneimittel, aus
denen die Drogenausgangsstoffe Ephedrin und Pseudoephedrin mit
zumeist einfachen Mittel extrahiert werden können, wurden von
den Drogenhändlern zu einer gesetzlich nicht abgedeckten Ab-
zweigung der Stoffe in die illegale Betäubungsmittelherstellung
genutzt. Lange Zeit kam das meiste des in Europa produzierten
Methamphetamins aus der Tschechischen Republik, mit rund
89,69% der 2016 in Europa aufgedeckten illegalen Methampheta-
minlabore. Dort wird das Methamphetamin hauptsächlich aus
Pseudoephedrin hergestellt, das aus Arzneimitteln extrahiert
wird. 10
9F

Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten konnten zwar stetig


eine Vielzahl an ephedrin- und pseudoephedrinhaltigen Arzneimit-
tel im Warenverkehr mit Drittländern feststellen, jedoch durften sie
diese aufgrund der Regelungslücke weder festhalten noch be-

9
Vgl. auch der vorherige Absatz: Art. 2 Buchst. a) VO 273/2004 und Art. 2
Buchst. a) VO 111/2005
10
Vgl. Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (2018),
Europäischer Drogenbericht 2018: Trends und Entwicklungen, Amt für Veröf-
fentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg 2018, S. 29
8

schlagnahmen, selbst wenn eine missbräuchliche illegale Verwen-


dung der Mittel mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben war. 11 10 F

Diese Lücke wurde erst durch die VO 1259/2013 vom 20.11.2013


geschlossen, welche die VO 111/2005 insoweit änderte, als dass
die ephedrin- und pseudoephedrinhaltigen Arzneimittel als Katego-
rie 4 des Anhangs I der VO 111/2005 als „erfasster Stoff“ aufge-
nommen wurden.

5 Wie wichtig ist heutzutage noch die Überwa-


chung der gelisteten Stoffe?
Die erfassten Chemikalien sind solche Stoffe, welche zur Drogen-
herstellung verwendet werden können und auch aktiv in großen
Mengen abgezweigt werden.
Allein in der EU wurde 2008 die Abzweigung von 223.000 Liter
(241 Tonnen) Essigsäureanhydrids (AA) (siehe Kapitel 2) verhin-
dert und damit 75% des weltweit sichergestellten Essigsäureanhyd-
rids gesichert. Dieser Drogenausgangsstoff hätte zusammen mit
Opium zu rund 150-223 Tonnen Heroin umgewandelt werden kön-
nen. 12 Das weltweit hergestellte Opium wird zu fast 20% in Af-
11F

ghanistan produziert. Allein im folgenden Jahr (2009) wurden in


Afghanistan 6900 Tonnen Opium herstellt. Ca. 2700 Tonnen dieses
Opiums wurden mit Hilfe von 380-570 Tonnen mutmaßlich einge-
schmuggelten Essigsäureanhydrids zu 380 Tonnen Heroin umge-
wandelt. Transportiert wird das Essigsäureanhydrid aus der EU
vorwiegend über drei Hauptrouten nach Afghanistan („Balkan-
Route“, „südliche Route“, „nördliche Route“). Das produzierte
Heroin wird dann über die gleichen Routen zurückverbracht, wobei
in Europa knapp 20% des weltweit produzierten Heroins ver-
braucht werden. Damit hätte die sichergestellte Menge an Essigsäu-
reanhydrid 2008 rund 50% des afghanischen Jahresbedarfs und
damit 10% des weltweiten Jahresbedarfs für die Heroinherstellung
decken können. 1312 F

11
Vgl. Europäische Kommission, Arbeitsunterlage Zsfg. der Folgenabschätzung
Begleitunterlage zur VO 111/2005, Brüssel 27.09.2012, S.2,3
12
Vgl. auch die beiden Sätze davor: Europäische Kommission, Arbeitsunterlage
Zsfg. der Folgenabschätzung Begleitunterlage zur VO 273/2004, Brüssel
27.09.2012, S.2,3
13
Vgl. Werner, Zsfg. Folgenabschätzung zum Vorschlag der Kommission für
eine Verordnung zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 273/2004 betreffend
Drogenausgangsstoffe, Brüssel 03.2013, S. 2
9

Unter anderem veranlasste diese Menge an Aufgriffen die Ver-


schärfung der Überwachung und der Verwendung von Essigsäure-
anhydrid gemäß der VO 273/2004 durch die VO 1258/2013 vom
20.11.2013. Die Kategorie 2 des Anhangs I VO 273/2004 wurde in
die Kategorien 2A und 2B unterteilt. Die Überwachungsmaßnah-
men wurden beifolgend durch die Verschiebung dieses Stoffes aus
Kategorie 2 Anhang I VO 273/2004 in die neue Kategorie 2A des
Anhangs verschärft (vgl. Kapitel 6.2.3).
Doch zeigt dieser Aufgriff, dass die Erfassung der Stoffe nach wie
vor unerlässlich bleibt und sich sichtbar auf die illegale Verfügbar-
keit der Stoffe auswirkt.
Aber auch in den letzten Jahren zeigen die Aufgriffe der erfassten
Stoffe die Notwendigkeit ihrer Überwachung, so werden die si-
chergestellten Stoffe derzeit großteils für die Produktion von
MDMA, Amphetamin und Methamphetamin verwendet (vgl. Tab.
1, Anhang A.3). So nahm 2016 die registrierte Menge an abge-
zweigten PMK von 622 Litern in 2015 um 57,75% auf 1077 Liter
zu (vgl. Diag. 1, Anhang A.4). Insgesamt nahm die Menge an Si-
cherstellungen und abgefangenen Lieferungen der gelisteten Stoffe
zur Herstellung von Amphetamin und Methamphetamin im Jahr
2016 um 8,92% (vgl. Diag. 2, Anhang A.4) und zur Herstellung
von MDMA (inkl. PMK) sogar um 97,01% (vgl. Diag. 3, Anhang
A.4) zu. 14
13F

Diese Statistik zeigt wie ausgenommen wichtig auch heute noch


die Überwachung der erfassten Stoffe ist.

6 Auflagen gegenüber Beteiligten


Die erfassten Grundstoffe werden überwacht, indem dem Wirt-
schaftsbeteiligten verschiedene Pflichten auferlegt werden, sofern
er am Handel oder der Verwendung dieser Substanzen beteiligt ist.
Dadurch wird die legale Verwendung der Stoffe einerseits gewähr-
leistet und andererseits die illegale Abzweigung der Stoffe er-
schwert.
Zur Überwachung der Einhaltung der Auflagen legen die Beteilig-
ten der zuständigen Behörde (BfArM) eine Zusammenfassung aller
Vorgänge gemäß Art. 8 VO 273/2004, betreffend der Kategorien 1
und 2 jährlich vor dem 15. Februar des Kalenderjahres (vgl. Art. 10

14
Vgl. Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (2018),
Europäischer Drogenbericht 2018: Trends und Entwicklungen, Amt für Veröf-
fentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg 2018, S. 27
10

VO-IA) und betreffend der Kategorie 3 auf Verlangen (vgl. Art. 9


Del-VO), vor und melden jederzeit und unverzüglich alle verdäch-
tigen Vorgänge.

6.1 Verbot
Grundsätzlich ist es gem. §3 GÜG verboten „einen Grundstoff, der
zur unerlaubten Herstellung von Betäubungsmitteln verwendet
werden soll, zu besitzen, herzustellen, mit ihm Handel zu treiben,
ihn, ohne Handel zu treiben, einzuführen, auszuführen, durch den
oder im Geltungsbereich dieses Gesetzes zu befördern, zu veräu-
ßern, abzugeben oder in sonstiger Weise einem anderen die Mög-
lichkeit zu eröffnen, die tatsächliche Verfügung über ihn zu erlan-
gen, zu erwerben oder sich in sonstiger Weise zu verschaffen“.
Es ist also jegliches Wirken mit Grundstoffen zu illegalen Verwen-
dungszwecken verboten.
Als Grundstoffe gelten dabei nur die erfassten Stoffe gem. §1 I
GÜG i.V.m. Art. 2 Buchst. a) der VO 273/2004 und Art. 2 Buchst.
a) der VO 111/2005, die im Anhang I der VO 273/2004 und An-
hang I der VO 111/2005 gelistet sind (siehe Kapitel 4.1).

6.2 Allgemeine Pflichten


Zu legalen Zwecken unterscheiden sich die verschieden Auflagen
an den Beteiligten anhand der Kategorie des bestimmten Stoffes
(vgl. Abb. 3, Anhang A.5). Die strengsten Regelungen gelten dabei
für Stoffe der Kategorie 1.

6.2.1 Kategorie 1 - Erlaubnispflicht


Unionsansässige Wirtschaftsbeteiligte 15, die Grundstoffe der Kate-
14F

gorie 1 besitzen, in den Verkehr bringen 16, einführen, ausführen 17


15F 16F

bzw. mit ihnen Vermittlungs- oder Streckengeschäft betreiben,


benötigen grundsätzlich eine Erlaubnis gemäß Art. 3 II S.1 der VO
273/2004 bzw. Art. 6 I der VO 111/2005.
Von der Erlaubnispflicht bei der Ein- und Ausfuhr nach Art. 6 I
VO 111/2005 ausgenommen sind gem. Art. 4 Del-VO Apotheken,
Ausgabestellen für Tierarzneimittel, Zoll- und Polizeibehörden, die
Bundeswehr (Streitkräfte) und amtliche Labore von Behörden im
Rahmen ihrer üblichen Tätigkeit.

15
Vgl. Art. 2 Buchst. d) VO 273/2004
16
Vgl. Art. 2 Buchst. c) VO 273/2004
17
Vgl. Art. 2 Buchst. c), d) VO 111/2005
11

Für Apotheken, die Bundeswehr, Zoll- und Polizeibehörden wurde


im Rahmen ihres amtlichen Aufgabenbereiches für die Erlaubnis-
pflicht für das Inverkehrbringen nach Art. 3 II S.1 VO 273/2004
eine Sondererlaubnis gemäß Art. 3 S.2, 3 VO 273/2004 i.V.m. Art.
3 XII Del-VO erteilt.
Für die Erteilung der Erlaubnis nach Art. 3 II S. 1, 2 VO 273/2004
zuständige nationale Behörde ist das BfArM gemäß §5 I Nr.1
GÜG. Die Erteilung einer Sondererlaubnis wird jeweils im Bun-
desanzeiger bekannt gegeben (vgl. Anhang A.2). Die Erlaubnis
nach Art. 6 I VO 111/2005 wird ebenfalls vom BfArM gem. §5 I
Nr.2 GÜG erteilt.
Zur Erhaltung einer Erlaubnis bezüglich Stoffe der Kategorie 1 ist
es notwendig, dass die Unternehmen einen Drogenbeauftragten
bestimmen, welcher gemäß Art. 3 I VO 273/2004 und Art. 3, 5 VO
111/2005 i.V.m. Art. 3 I Uabs. 2 Del-VO die Einhaltung der gel-
tenden Vorschriften der bezeichneten Verordnungen und die An-
ordnungen der Überwachungsbehörden gewährleistet (vgl. Abb. 2,
Anhang A.5).
Darüber hinaus muss der Wirtschaftsbeteiligte nach Art. 3 II
Buchst. a) Del-VO eine Sicherung der Stoffe der Kategorie 1 gegen
Diebstahl gewährleisten.

6.2.2 Kategorie 1 und 2 – Kundenerklärung


Alle Vorgänge bezüglich des Inverkehrbringens der Stoffe der Ka-
tegorien 1 und 2 müssen nach Art. 5 VO 273/2004 dokumentiert
werden. Auch müssen vor der Abgabe dieser Stoffe diese gemäß
Art. 7 VO 273/2004 gekennzeichnet werden.
Wer als Erlaubnisinhaber gekennzeichnete Grundstoffe der Katego-
rie 1 abgeben will, darf dies nur an Wirtschaftsbeteiligte, welche
wiederrum eine solche Erlaubnis besitzen und zusätzlich eine Kun-
denerklärung (auch „Endverbleibserklärung“ genannt), unterzeich-
net haben.
Eine solche Erklärung des Kunden ist von jedem unionsansässigen
Wirtschaftsbeteiligten gemäß Art 4 I VO 273/2004 einzuholen, der
diesen mit Stoffen der Kategorie 1 oder 2 beliefern will. Die Erklä-
rung gibt den genauen Verwendungszweck des Stoffes wieder und
ist nach dem Muster des Anhangs III Nr.1 der VO 273/2004 zu
erstellen. Bei regelmäßiger Lieferung, d.h. mindestens drei Mal
innerhalb eines Jahres, kann für Stoffe der Kategorie 2 anstelle der
einmaligen Erklärung je Vorgang auch eine Erklärung für mehrere
12

Vorgänge gemäß Art. 4 II i.V.m. Anhang III Nr. 2 der VO


273/2004 genutzt werden.

6.2.3 Kategorie 2 und 3 - Registrierungspflicht


Vor dem Inverkehrbringen der Grundstoffe der Kategorie 2 müssen
sich Wirtschaftsbeteiligte gemäß Art. 3 VI VO 273/2004 bei der
zuständigen Behörde des Mitgliedstaats, in dem sie niedergelassen
oder ansässig sind, registrieren lassen. Auch müssen sich Wirt-
schaftsbeteiligte, ausgenommen Zollagenten und Spediteure, wenn
sie ausschließlich in dieser Eigenschaft handeln, ebenso gemäß Art.
7 I VO 111/2005 registrieren lassen, wenn sie diese Stoffe ein- oder
ausführen wollen oder diesbezügliche Vermittlungsgeschäfte be-
treiben wollen.
Ferner müssen sich (End-) Verwender, bevor sie an erfassten Stof-
fen der Unterkategorie 2A des Anhangs I (Essigsäureanhydrid,
siehe Kapitel 2, 5) Besitz erlangen, i.S.d. Art. 3 VI VO 273/2004
registrieren lassen. So dürfen Stoffe der Unterkategorie 2A auch
nur an registrierte Verwender abgegeben werden. 1817 F

Für in Deutschland ansässige Beteiligte ist die für die Registrierung


zuständige Behörde das BfArM gemäß §5 I Nr.1, 2 GÜG. Diese
erfasst die registrierten Wirtschaftsbeteiligten, Verwender und
Vorgänge gemäß Art. 3, 13a VII VO 273/2004 und Art. 32 der VO
111/2005 in der Europäischen Datenbank für Drogenausgangsstof-
fe.
Eine Registrierung der Grundstoffe Kategorie 3 wird i.S.d. Art. 7 I
VO 111/2005 nur bezüglich einer Ausfuhr verlangt. Von dieser
Pflicht ausgenommen sind Personen des Art. 6 der Del-VO, bei-
spielsweise Zollbehörden. Das Registrierungsverfahren gleicht
wiederum dem der Kategorie 2.

6.2.4 Ausnahme der allgemeinen Pflichten


Die Pflichten der Registrierung des Wirtschaftsbeteiligten und des
Verwenders gemäß Art. 3, sowie die Kundenerklärung gemäß Art.
4 und die Dokumentationspflicht nach Art. 5 der VO 273/2004
gelten jedoch gemäß Art. 6 der VO 273/2004 nicht für Grundstoffe
der Kategorie 2, welche die Schwellenwerte des Anhangs II der
VO 273/2004 (vgl. Tab. 2, Anhang A.3) nicht überschreiten.
Eine Registrierung bezüglich der Ausfuhr von Grundstoffen der
Kategorie 3 i.S.d. Art. 7 I VO 111/2005 (siehe Kapitel 6.2.3) ent-

18
Vgl. Art. 3 VIa VO 273/2004
13

fällt gleichfalls, wenn die Gesamtausfuhrmenge der Mischungen,


welche diese Stoffe enthalten, im vorausgegangenen Kalenderjahr
die Mengen des Anhangs I der VO 111/2005 (siehe Tab. 3, Anhang
A.3) nicht überschreiten. 191 8F

6.3 Pflichten im Drittlandsverkehr


Bezüglich der Verpflichtungen des Beteiligten im Drittlandsver-
kehr 20 ist zunächst zu prüfen, ob eine Einfuhr i.S.d. §1 Nr. 4 GÜG
19 F

i.V.m. Art. 2 Buchst. c) VO 111/2005 oder eine Ausfuhr i.S.d. §1


Nr. 5 GÜG i.V.m. Art. 2 Buchst. d) VO 111/2005 vorliegt.

6.3.1 Einfuhr
Eine „Einfuhr“ ist jede Verbringung von erfassten Stoffen in das
Zollgebiet der Union (Art. 4 UZK), einschließlich der Insel Helgo-
land und des Gebiets von Büsingen, die den Status von Nichtuni-
onswaren (Art. 5 Nr. 24 UZK) haben. Die Einfuhr umschließt dabei
auch die vorübergehende Lagerung, die Verbringung in eine Frei-
zone oder ein Freilager, der Überführung in ein Nichterhebungsver-
fahren (z.B. der aktiven Veredelung) und der Überführung der Wa-
ren in den zollrechtlich freien Verkehr.
Für die Einfuhr von Drogenausgangsstoffen der Kategorie 1 ist
eine Einfuhrgenehmigung gemäß Art. 20 - 25 VO 111/2005 der
zuständigen Behörde notwendig. Der Antrag muss dabei alle In-
formationen nach Art. 21 VO 273/2004 enthalten. Wirtschaftsbetei-
ligte die diese Stoffe einführen wollen, brauchen des Weiteren eine
Erlaubnis nach Art. 6 I VO 111/2005 (siehe Kapitel 6.2.1).
Eine Erlaubnis nach Art. 20 VO 111/2005 ist jedoch nicht erforder-
lich, wenn die Stoffe ab- oder umgeladen, vorübergehend verwahrt,
in einer Freizone des Kontrolltyps I (Freihäfen) oder einem Freila-
ger gelagert oder in das externe gemeinschaftliche Versandverfah-
ren überführt werden. Diese „legalen Zwecke“ sind gemäß Art. 8
VO 111/2005 i.V.m. Art. 8 Del-VO der zuständigen Behörde auf
Verlangen nachzuweisen. Dies kann der Beteiligte entweder durch
die Vorlage einer Erklärung nach Anhang II der VO 111/2005, der
Einfuhrgenehmigung nach Art. 20 VO 111/2005 oder der Kunden-
erklärung nach Art. 4, i.V.m. Anhang III der VO 273/2004 (siehe
Kapitel 6.2.2) erbracht werden. Die zuständige Behörde ist das
BfArM gemäß §5 I Nr.2 GÜG.

19
Vgl. Art. 6 Buchst. c) Del-VO
20
D.h. Verkehr mit einem Staat außerhalb des Zollgebiets der Union gemäß Art.
4 UZK
14

Die Einfuhr von Stoffen der Kategorie 2 erfolgt nach Registrierung


des Wirtschaftsbeteiligten (siehe Kapitel 6.2.3). Für die Grundstof-
fe der Kategorie 3 und 4 bestehen hinsichtlich der Einfuhr keine
Verbote oder Beschränkungen.

6.3.2 Ausfuhr
Eine „Ausfuhr“ ist gemäß §1 Nr.5 GÜG i.V.m. Art. 2 Buchst. d)
VO 111/2005 jedes Verbringen von erfassten Stoffen aus dem
Zollgebiet der Union (Art. 4 UZK), einschließlich der Insel Helgo-
land und des Gebiets von Büsingen, sowie die erfassten Stoffe, für
die eine Zollanmeldung abzugeben ist, und der Verbringung von
erfassten Stoffen nach der Lagerung in einer Freizone des Kontroll-
typs I (Freihäfen) oder einem Freilager i.S.d. UZK.
Der Begriff „Durchfuhr“, also die Beförderung zwischen Drittlän-
dern durch das Zollgebiet der Union, geht somit in den Begriffen
der Einfuhr und Ausfuhr i.S.d. VO 111/2005 auf.
Nach Art. 12 der VO 111/2005 ist für die Ausfuhr von Stoffen der
Kategorien 1 – 4 eine Ausfuhrgenehmigung der zuständigen Be-
hörde erforderlich. Der Ausfuhrantrag muss alle Informationen
nach Art. 13 VO 111/2005 enthalten. Erteilt wird diese gemäß §5
Nr. 3, Nr. 2 (Kategorie 4) GÜG vom BfArM. Die Genehmigung ist
jedoch nicht erforderlich, wenn die Stoffe innerhalb von 10 Tagen
ab dem Zeitpunkt der Überführung in ein Nichterhebungsverfahren
(z.B. aktive Veredelung) oder in eine Freizone des Kontrolltyps II
(Freihafen Duisburg) wieder ausgeführt werden.
Die Ausfuhr der erfassten Stoffe der Kategorie 3 unterliegt nur
dann einer Genehmigungspflicht, wenn das Bestimmungsland für
die Ausfuhr in der Liste der Länder nach Art. 10 der Del-VO er-
fasst ist, d.h. eine Vorausfuhrunterrichtung erforderlich ist. Eine
Liste der unter Art. 10 erfassten Länder wird von der zuständigen
Behörde der Mitgliedstaaten bekannt gegeben. 21 20 F

Der Wirtschaftsbeteiligte, der Stoffe der Kategorie 3 ausführen


will, muss sich registrieren lassen (siehe Kapitel 6.2.3) und dem
BfArM die Räumlichkeiten, aus denen die Ausfuhr erfolgen soll,
anzeigen.

21
Vgl. BfArM 2013,
<https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bundesopiumstelle/Grundst
of-
fe/rechtsgrund/Delegierte_VO_1011_2015_Laenderliste.pdf?__blob=publication
File&v=5> (Stand 06.07.2018)
15

Auf Antrag des Beteiligten kann das BfArM bei häufigen gleichen
Ausfuhren eines Stoffes der Kategorien 3 und 4, d.h. Lieferungen
desselben Stoffes an denselben Empfänger in einem bestimmten
Land, eine Ausfuhrgenehmigung im vereinfachten Verfahren ge-
mäß Art. 19 VO 111/2005 i.V.m. Art. 12 Del-VO ausstellen. Dies
ist jedoch nur möglich, wenn der Beteiligte bei seiner bisherigen
Ausfuhrtätigkeit seine Fähigkeit die Auflagen zu erfüllen unter
Beweis gestellt hat und das BfArM sich überzeugen kann, dass die
Ausfuhrvorgänge nicht illegalen Verwendungszwecken zugeführt
werden.
Alle Ausfuhren der Grundstoffe der Kategorien 1 – 3 sind gemäß
Art. 3 VO 111/2005 durch Zoll-und Handelspapiere zu dokumen-
tieren und die Packungen, welche die Stoffe oder Mischungen aus
diesen enthalten, gemäß Art. 5 VO 111/2005 zu kennzeichnen.

7 Informationsweitergabe an Beteiligte
Die Wirtschaftsbeteiligten können diesen Auflagen nachkommen,
da sie gemäß Art. 9 VO 273/2004 von der Kommission über aktu-
elle Leitlinien über alle hilfreichen Informationen über Drogenaus-
gangsstoffe aufgeklärt werden. Über diese Leitlinien sollen die
Beteiligten die Stoffe erkennen und damit die Pflichten erfüllen
und darüber hinaus „nicht erfasste Stoffe“ (Art. 2 Buchst. b) VO
273/2004) freiwillig überwachen können.
Zu diesen Zwecken erstellte die Kommission des Weiteren ein kos-
tenloses jedoch noch auf altem Recht basierendes Programm zum
E-Learning der Gesetzeslage. Das Programm ist ein 150-minütiger
Online-Kurs, welcher die gesetzlichen Grundlagen, die Leitlinien,
aber auch praktische Informationen über die Vorgehensweise und
die Verhinderung der illegalen Abzweigung der Drogenausgangs-
stoffe zur Verfügung stellt. Aufgrund dieser Informationen muss
das Programm bislang bei der GÜS 22 beantragt werden und wurde
21F

dann nur Unternehmen nach personenbezogener Prüfung ausge-


händigt. Ab voraussichtlich Mitte 2018 soll das Programm jedoch
(nach Angabe personenbezogener Daten) auch als öffentlicher
Download zur Verfügung stehen.

22
Gemeinsame Grundstoffüberwachungsstelle ZKA/BKA beim Bundeskrimi-
nalamt Wiesbaden
16

8 Straftaten, Ordnungswidrigkeit und behördli-


che Maßnahmen
8.1 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
Wer nun entgegen des Verbotes nach §3 GÜG handelt, oder als
Wirtschaftsbeteiligter oder Verwender den oben genannten Pflich-
ten nicht nachkommt, begeht grundsätzlich eine Straftat oder eine
Ordnungswidrigkeit. Geregelt werden diese auf nationaler Ebene
gemäß §§19 und 20 GÜG.

8.1.1 Straftaten nach §19 GÜG


Gemäß §19 I Nr.1 GÜG macht sich strafbar, wer ein nach §3 GÜG
verbotenes Handeln vornimmt (siehe Kapitel 6.1).
Auch strafbar macht sich der Wirtschaftsbeteiligte nach §19 I Nr. 2,
3, 5 GÜG, welcher entgegen der Erlaubnispflicht aus Art. 3 II VO
273/2004 einen Stoff der Kategorie 1 ohne Erlaubnis besitzt oder in
Verkehr bringt oder entgegen Art. 6 I VO 111/2005 einen solchen
Stoff ohne Erlaubnis ein-, ausführt oder Vermittlungsgeschäfte mit
ihm betreibt, oder diesen ohne Einfuhrgenehmigung nach Art. 20
VO 111/2005 einführt (siehe Kapitel 6.2.1, 6.3.1). Nach §19 I Nr. 4
GÜG macht sich außerdem jeder strafbar, welcher Stoffe der Kate-
gorien 1 – 4 entgegen Art. 12 I VO 111/2005 (siehe Kapitel 6.3.2)
ohne Ausfuhrerlaubnis ausführt.
Darüber hinaus ist auch der Versuch 23 der Verwirklichung eines
2 2F

dieser Tatbestandsmerkmale ist nach §19 II GÜG strafbar.


Wer eine Straftat nach §19 I GÜG vorsätzlich 24 begeht, wird mit
23F

einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe be-


straft. 25 Fahrlässiges Handeln wirkt sich hingehen gemäß §19 IV
24F

GÜG strafmildernd aus und wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu


einem Jahr oder Geldstrafe bestraft.
Strafschärfend hingehen wirken sich die Verwirklichungen eines
der Regelbeispiele des §19 III GÜG aus. So wird mit Freiheitsstra-
fe von nicht unter einem Jahr bestraft, wer nach §19 III Nr.1 GÜG
gewerbsmäßig, d.h. wer sich durch wiederholte Tatbegehung eine
nicht nur vorübergehende Einnahmequelle von einigem Umfang
und einiger Dauer verschaffen will 26, oder wer nach §19 III Nr.2
25F

23
Vgl. §§22, 23 StGB
24
Vgl. §15 StGB
25
D.h. es handelt sich dabei um ein Vergehen nach §12 II StGB
26
st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 13. Dezember 1995 - 2 StR 575/95,
NJW 1996, 1069
17

GÜG als Mitglied einer Bande, d.h. im Zusammenschluss von


mindestens drei Personen 27, handelt.
26F

Die Strafbarkeitsvoraussetzungen des §19 I GÜG zeigen wieder-


rum, dass Grundstoffe der Kategorie 1 nicht nur am strengsten
überwacht werden (vgl. Kapitel 6.2), sondern auch Zuwiderhand-
lungen entgegen diese Überwachungsmaßnahmen am schärften
bestraft werden.

8.1.2 Ordnungswidrigkeiten §20 GÜG


Wer gegen anderweitige Auflagen der VO 273/2004, der VO
111/2005 , oder aber auch gegen Pflichten sinngemäß der Del-VO
und VO-IA, als Rechtsnachfolger der VO 1277/2005 28, vorsätzlich
27F

oder fahrlässig verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit i.S.d. §20


I GÜG.
Eine solche Ordnungswidrigkeit kann vom BfArM, als sachlich
zuständige Stelle, mit einer Geldbuße bis zu 25.000€ geahndet
werden. 29
2 8F

8.1.3 Maßnahmen der Zollbehörden


Bei der Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten kön-
nen Ermittlungen nach Veranlassung der Staatsanwaltschaft als
zuständige Verwaltungsbehörde (§161 I S.1 StPO, §46 I OWiG)
auch durch die Hauptzollämter oder die Behörden des Zollfahn-
dungsdienstes und deren Beamten vornehmen lassen (vgl. §8 S.1
GÜG).
Im Falle einer Ausfuhr, Einfuhr oder dem Verbringen der Drogen-
ausgangsstoffe innerhalb der Union und bei Gefahr im Verzug,
bedürfen die Hauptzollämter und die Zollfahndungsämter jedoch
keines vorherigen Ersuchens (vgl. §8 S. 2 GÜG i.V.m. §21 II
AWG).
Im Straf- und Bußgeldverfahren sind die bezeichneten Beamten
darüber hinaus Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft 30 und 29 F

haben damit die gleichen Rechte und Pflichten wie Polizeibeamte


nach den Regelungen der StPO und des OWiG. Sie können somit
im Bußgeldverfahren i.S.d. §8 S. 2 GÜG i.V.m. §21 III, IV AWG
Beschlagnahmungen, Durchsuchungen und Untersuchungen, sowie

27
Vgl. BGH, Großer Senat für Strafsachen, Beschluss vom 22.03.2001, Az:
GSSt 1/00
28
Vgl. Eingangsformel Nr.1 der Del-VO und der VO-IA
29
Vgl. §20 II, III GÜG i.V.m. §36 I Nr.1 OWiG
30
Vgl. §152 GVG
18

sonstige Maßnahmen nach den für sie geltenden Vorschriften der


StPO vornehmen.
Gegenstände, auf welche sich eine Straftat oder eine Ordnungswid-
rigkeit bezieht, können 31 gemäß §21 GÜG eingezogen werden.
30 F

8.2 Weitere Maßnahmen außerhalb des Straf- und


Ordnungswidrigkeitsverfahren
Auch unabhängig von Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren
können die zuständigen Behörden (siehe Kapitel 3.3) oder weitere
beauftragte Personen Maßnahmen zur Überwachung des Verkehrs
mit Grundstoffen nach Art. 10 VO 273/2004, Art. 26 VO 111/2005
i.V.m. §§16-17 GÜG ergreifen.
Sie sind nach §§16 I und 17 GÜG befugt erforderlichenfalls:
1. Auskünfte der Wirtschaftsbeteiligten zu verlangen,
2. Unterlagen (siehe Kapitel 6.2.2, 6.3.2 ) einzusehen, Abschriften
anzufertigen und auf Datenverarbeitungssysteme der Beteiligten
zuzugreifen,
3. Grundstücke, Gebäude (-teile), Einrichtungen und Transportmit-
tel, die zum Verkehr der Grundstoffe dienen und Wohnräume
der Beteiligten, bei dringender Gefahr für die öffentliche Si-
cherheit oder einer vermutlichen Straftat oder Ordnungswidrig-
keit auch außerhalb der Betriebs- und Geschäftszeit, zu betreten,
besichtigen und zu prüfen,
4. vorläufige Anordnungen wie die Versagung an der weiteren
Teilnahme am Grundstoffverkehr und die Sicherstellung der
Stoffe vorzunehmen,
5. gegen Empfangsbescheinigung Proben nach ihrer Auswahl zum
Zwecke der Untersuchung zu fordern und zu entnehmen.
Zollbehörden dürfen darüber hinaus gemäß §§16 II, 5 II GÜG zur
Überprüfung der Ein- und Ausfuhr, sowie des Warenverkehrs zwi-
schen den Mitgliedstaaten von Drogenausgangsstoffen, von den am
Warenverkehr mittelbar oder unmittelbar beteiligten Personen
Auskünfte und die Vorlage von Dokumente verlangen.
Im Zweifel an der Einhaltung der oben genannten Auflagen, kön-
nen die Zollbehörden die Waren im innergemeinschaftlichen Ver-
kehr bei Unterrichtung des BfArM und des zuständigen Hauptzoll-

31
Im Rahmen des Ermessens gemäß §1 I Nr.1, 40 VwVfG handelt es sich hier
um eine „Ermessensreduzierung auf Null“. Das gesetzlich eingeräumte Ermessen
kann nur fehlerfrei in der Entscheidung des Einziehens angewandt werden. Hier
liegt also weder Auswahl- noch Entschließungsermessen vor. Die Gegenstände
sollen eingezogen werden.
19

amtes/ Zollfahndungsamtes, anhalten und beschlagnahmen 32 und 31 F

im Falle des Drittlandverkehrs die Aussetzung der Überlassung


oder die Zurückhaltung der Waren veranlassen. Können die Zwei-
fel nicht innerhalb von sieben Tagen ausgeräumt werden, so sind
die Zollbehörden auch ohne Einleitung eines Straf- oder Ord-
nungswidrigkeitsverfahren i.S.d. §21 GÜG dazu berechtigt die Wa-
ren einzuziehen. 33
32F

Die behördliche Bestimmung der Drogenausgangsstoffe erfolgt


z.B. über Instrumente wie den „First Defender“, ein spezielles Ana-
lysegerät auf der Grundlage von Lasertechnik, welches problemlos
Methamphetamin und die Grundstoffe Ephedrin und Pseudoephed-
rin detektiert. Bei Zweifeln können die Stoffe aber auch an ge-
schulte Stellen wie das ZKA oder das BWZ zur Prüfung übergeben
werden.
Des Weiteren stehen den Behörden auch elektronische Programme,
wie das EU-weite Computernetz „Prexco“, das die Überprüfung
einschlägiger verdächtiger Exporte ermöglicht, und das „SCENT-
E-Mail-Network“, über welches Gesundheits- und Polizeibehörden
Informationen über Ausgangsstoffe mit den Zollbehörden austau-
schen, zur Verfügung. Darüber hinaus gibt das „Zollinformations-
system“ Zugang zu vertraulichen Zolldatenbanken. 34 33F

Die Wirtschaftsbeteiligten haben nach §18 I GÜG die Maßnahmen


nach den §§16 und 17 GÜG zu dulden und bei der Durchführung
der Überwachung mitzuwirken.

9 Aktualität des Systems


Die Auswirkung der Kontrolle der Drogenausgangsstoffe lässt sich
am besten an dem Grundstoff APAAN (Vorläuferstoff des BMK)
erkennen. Aufgrund des Umstands, dass der Stoff bis Ende 2013
nicht vom Geltungsbereich des GÜG umfasst war, wurde er bis
2012 einer der meist aufgegriffenen nicht gelisteten Drogenaus-
gangsstoffe (vgl. Diag. 4, Anhang A.4). So mussten im Jahr 2012
allein 225 kg APAAN nur durch die Überwachungsgruppe am
Flughafen Leipzig freigegeben werden. 35 34 F

Seit der erstmaligen Erfassung der Substanz in der Liste der erfass-
ten Stoffe (Kategorie 1) Ende 2013 36, ging die sichergestellte
35 F

32
Vgl. Art. 10 I Buchst. c) VO 273/2004 i.V.m. §16 II S.3 GÜG
33
Vgl. Art. 26 II VO 111/2005 i.V.m. §16 II S.3 GÜG
34
Vgl. Die Europäische Union – Im Kampf gegen Drogen 1997, Luxemburg
1998, S.14 (16)
35
Vgl. Wilsdorf, BFD MITTEndrin 01.2015, S.3
36
Durch die VO 1258/2013 und die VO 1259/2013
20

Menge der Substanz jedoch von noch 48.000 kg im Jahr 2013 auf
600 kg im Jahr 2016 zurück. Durch die Überwachung des Stoffes
ging also die aufgedeckte illegale Abzweigung allein dieses einen
Stoffes innerhalb von drei Jahren um 98,75% zurück.
Im Gegenzug weichen Drogenhändler jedoch auf alternative Che-
mikalien wie APAA und Glycidderivate von BMK (erstmals 2015
gemeldet) aus (vgl Tab.1, Anhang A.3), welche ähnlich wie
APAAN zu BMK verarbeitet werden können. 37 Diese sind jedoch
36 F

bislang nicht als erfasste Stoffe gelistet und müssen ohne gesetzli-
cher Regelung, so wie das APAAN vor 2014, freigegeben werden.
Eine stetige Anpassung der Liste der erfassten Stoffe ist damit un-
erlässlich. Dieser Notwendigkeit kann die Kommission im Ein-
klang mit Art. 12 XII des Suchtstoffübereinkommens der Vereinten
Nationen auch nachkommen, da diese fortlaufend von den Mit-
gliedstaaten über die Veränderungen des Drogenmarktes gemäß
Art. 13 I VO 273/2004, Art. 32 I VO 111/2005 unterrichtet werden.

10 Problem der nicht erfassten Stoffe


Solange Grundstoffe wie APAA und Glycidderivate von BMK
nicht gelistet sind, erfolgt die Überwachung dieser Substanzen ge-
mäß Art. 10 II VO 273/2004 auf freiwilliger Basis in den Mitglied-
staaten. So unterscheiden sich die Vorgehensweisen bezüglich der
nicht erfassten Stoffe zwischen den Mitgliedstaaten grundlegend.
In Deutschland unterliegen diese keinerlei Regulierungen und wer-
den damit nicht überwacht, d.h. sie werden zwar festgestellt, aber
nicht verfolgt. Dies führt vor allem zu Problemen, wenn die Stoffe
in anderen Mitgliedstaaten überwacht werden, diese aber über die
Grenze hinweg nicht weiter verfolgt werden können.
Auch wird die Strafverfolgung dieser Substanzen in den Mitglied-
staaten unterschiedlich gehandhabt, wenn z.B. eine illegale Ab-
zweigung als sicher scheint. In anderen Staaten werden diese Stoffe
beispielsweise als „Akt der Vorbereitung“ für Straftaten angesehen,
die den Straftatbestand der Drogenherstellung erfüllen, oder aber
auch auf Grundlage des „Analogiegrundsatzes“ strafrechtlich ver-
folgt. Dabei scheitert es jedoch wiederum regelmäßig an der grenz-
überschreitenden Zusammenarbeit. 38 Die europäische Rechtshilfe
37 F

37
Vgl. Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (2018),
Europäischer Drogenbericht 2018: Trends und Entwicklungen, Amt für Veröf-
fentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg 2018, S. 27
38
Vgl. auch den Satz davor: Eurojust-Jahresbericht 2014, Den Haag 2015, S.50
21

stößt dabei häufig auf das teils widersprüchlichen Hindernis der


beidseitigen Strafbarkeit. 39
38F

Die europäische Kommission hat in der europäischen Drogenbe-


kämpfungsstrategie 2013 – 2020 die Problematik der Drogenaus-
gangsstoffe grundsätzlich bereits erkannt und geht auch gegen die-
se vor. 40 Davon betroffen sind jedoch nur die Drogenausgangsstof-
39 F

fe im rechtlichen Sinn, also gelistete Grundstoffe. Auch nur diese


werden nach europäischen Rahmenbedingungen 41 von den Mit-
40 F

gliedstaaten strafrechtlich verfolgt und von gemeinsamen Organisa-


tionen, wie beispielsweise der Zusammenarbeit der Staatsanwalt-
schaften innerhalb von Eurojust, als Teil der organisierten grenz-
überschreitenden Kriminalität erfasst. 42 41 F

In diesem Zusammenhang wäre eine europäische Regelung über


nicht erfasste Stoffe von Vorteil, welche über eine bloße freiwillige
Überwachung hinausgeht. Diese müsste jedoch so grundsätzlich
bleiben, dass es den Wirtschaftsbeteiligten weiterhin möglich bleibt
den Anforderungen auch nachzukommen und der zu erwartende
Erfolg nicht außer Verhältnis zu dem entstehenden Verwaltungs-
aufwand stünde. Auch dürften solche Regelungen den Warenver-
kehr in der Zollunion nach Art. 28 AEUV nicht einschränken.
So könnte z.B. eine weitere Liste eröffnet werden, welche einige
der potenziellen Grundstoffe, d. h. nicht gelistete Grundstoffe, die
als besonders gefährlich gelten, einer grundsätzlichen und vor al-
lem grenzüberschreitenden Überwachung zuordnen.

11 Fazit
Drogenausgangsstoffe sind chemische Substanzen, welche legalen
Verwendungszwecken dienen, jedoch in die illegale Drogenherstel-
lung abgezweigt werden. Im rechtlichen Sinne sind dies nur die
Stoffe, welche in den Kategorien 1 – 3 bzw. in den Kategorien 1 –
4 gelistet sind, sowie die Mischungen und Naturprodukte dieser
Substanzen. Grundstoffe werden i.S.d. Art. 12 des internationalen
Suchstoffübereinkommens verschiedenen Kontrollmechanismen

39
Vgl. Schomburg, Lagodny, Schallmoser in Böse (Hrsg.), Europäisches Straf-
recht mit polizeilicher Zusammenarbeit (EnzEuR Bd. 9), §13, Rn 31
40
Vgl. EU-Drogenstrategie 2013-2020, Abs. 8, 22.2; Drogenaktionsplan der EU
2017-2020, 2.15; 2.20, 4.33
41
Rahmenbeschluss (2004/757/JI) zur Feststellung von Mindestvorschriften über
die Tatbestandsmerkmale strafbarer Handlungen und die Strafen im Bereich des
illegalen Drogenhandels aus dem Jahr 2004
42
Vgl. Weißer in Böse (Hrsg.), Europäisches Strafrecht mit polizeilicher Zu-
sammenarbeit (EnzEuR Bd. 9), §9, Rn 27-32
22

unterworfen. Die illegale Verwendung der Stoffe ist nach §3 GÜG


grundsätzlich verboten.
Wer mit den Stoffen zu legalen Zwecken handeln oder diese ver-
wenden will, muss bestimmte Auflagen erfüllen. Stoffe der Katego-
rie 1 unterliegen den strengsten Regelungen. Diese sind für jedes
Handeln, Verwenden und Einführen erlaubnispflichtig und müssen
streng kontrolliert werden. Für Stoffe der Kategorien 1 und 2 müs-
sen vor deren Weitergabe grundsätzlich Kundenerklärungen einge-
holt werden. Substanzen der Kategorien 2 und 3 sind, wenn be-
stimmte Mengen überschritten werden, oder wenn Stoffe der Kate-
gorie 2 eingeführt werden, registrierungspflichtig. Alle Ausfuhren
der Stoffe der Kategorien 1 – 4 sind genehmigungspflichtig, außer
wenn für einen Stoff der Kategorie 3 keine Vorausfuhrunterrich-
tung notwendig ist. Wer gegen Auflagen verstößt, begeht eine
Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit. Verstöße betreffend Stoffe
der Kategorie 1 werden dabei am strengsten bestraft.
Zur Überwachung der Einhaltung der Vorschriften und zur Verfol-
gung von Straftaten und Ordnungswidrigkeit sind die zuständigen
Behörden, vor allem der Zoll bei grenzüberschreitenden Warenver-
kehr, befugt diese mit unterschiedlichsten Mitteln zu überprüfen
und zu verfolgen.
Die geltenden Regelungen über Drogenausgangsstoffe erschweren
somit nicht nur erheblich eine Abzweigung der Stoffe zu illegalen
Verwendungszwecken, sondern werden bei Verstößen oder Ge-
fährdungen auch geahndet.
Schon der oben beschriebene Aufgriff an Essigsäureanhydrid im
Jahr 2008 (siehe Kapitel 5), die Aufgriffe der Grundstoffe zur Her-
stellung von Amphethamin, Methamphetamin und MDMA (vgl.
Tab. 1, Anhang A.3) und die Aufgriffe des APAAN (vgl. Kapitel
9) zeigen die Effizienz der gesetzlichen Regelungen über gelistete
Drogenausgangsstoffe.
Jedoch scheitert die freiwillige Überwachungen der nicht erfassten
Stoffe regelmäßig bei Grenzüberschreitung (vgl. Kapitel 10).
Letztlich lässt sich feststellen, dass die Überwachung von erfassten
Grundstoffen ausreichend und effektiv geregelt ist, auch wenn die
Listung dieser Stoffe eine stetige Aktualisierung erfordert.
Die nicht erfassten Stoffe, welche jedoch wahrscheinlich zu einem
späteren Zeitpunkt noch erfasst werden („potenzielle Grundstof-
fe“), werden zurzeit jedoch unzureichend geregelt.
23

Anhang
A.1 Abkürzungen
APAA Alpha-Phenylacetoacetamid (Ausgangsstoff für
z.B. BMK)
APAAN alpha-Phenylacetoacetonitril (Ausgangsstoff für
z.B. BMK)
Art. Artikel
AWG Außenwirtschaftsgesetz
BfArM Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin-
produkte
BFV Bundesfinanzverwaltung
BKA Bundeskriminalamt
BMK 1-Phenyl-2-Propanon (Ausgangsstoff für z.B.
Amphetamin)
BWZ Bildungs- und Wissenschaftszentrum
CAS-Nummer CAS = engl. chemical abstracts service
Del-VO Delegierte Verordnung
E-Learning Engl. elektronisches Lernen
EnzEuR Enzyklopädie Europarecht
GÜG Grundstoffüberwachungsgesetz
GÜS Gemeinsame Grundstoffüberwachungsstelle
von ZKA und BKA
GVG Gerichtsverfassungsgesetz
kg Kilogramm
l Liter
MDMA 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin
(„Ecstasy“)
OWiG Gesetz über Ordnungswidrigkeiten
PMK Piperonylmethylketon (Ausgangsstoff für z.B.
MDMA)
StGB Strafbesetzbuch
StPO Strafprozessordnung
UZK Unionszollkodex
VO Verordnung
VO-IA Durchführungsverordnung
VwVfG Verwaltungsverfahrensgesetz
ZKA Zollkriminalamt
Zsfg. Zusammenfassung
24

A.2 Wichtigste Rechtsgrundlagen


 VO 273/2004: Verordnung (EG) Nr. 273/2004 des Europäi-
schen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 be-
treffend Drogenausgangsstoffe
 VO 111/2005 (betreffend Drittlandsverkehr): Verordnung
(EG) Nr. 111/2005 des Rates vom 22. Dezember 2004 zur
Festlegung von Vorschriften für die Überwachung des
Handels mit Drogenausgangsstoffen zwischen der Gemein-
schaft und Drittländern
 Del-VO 2015/1011: Delegierte Verordnung (EU)
2015/1011 der Kommission vom 24. April 2015 zur Ergän-
zung der Verordnung (EG) Nr. 273/2004 des Europäischen
Parlaments und des Rates und der Verordnung (EG) Nr.
111/2005 des Rates zur Festlegung von Vorschriften für die
Überwachung des Handels mit Drogenausgangsstoffen zwi-
schen der Gemeinschaft und Drittländern sowie zur Aufhe-
bung der Verordnung (EG) Nr. 1277/2005 der Kommission
 VO-IA 2015/1013: Durchführungsverordnung (EU)
2015/1013 der Kommission vom 25. Juni 2015 mit Vor-
schriften in Bezug auf die Verordnung (EG) Nr. 273/2004
des Europäischen Parlaments und des Rates betreffend
Drogenausgangsstoffe und auf die Verordnung (EG) Nr.
111/2005 des Rates zur Festlegung von Vorschriften für die
Überwachung des Handels mit Drogenausgangsstoffen zwi-
schen der Union und Drittländern
 VO 1258/2013 zur Änderung der VO 273/2004: Verord-
nung (EU) Nr. 1258/2013 des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 20. November 2013 zur Änderung der Ver-
ordnung (EG) Nr. 273/2004 betreffend Drogenausgangs-
stoffe
 VO 1259/2013 zur Änderung der VO 111/2005: Verord-
nung (EU) Nr. 1259/2013 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 20. November 2013 zur Änderung der
Verordnung (EG) Nr. 111/2005 des Rates zur Festlegung
von Vorschriften für die Überwachung des Handels mit
Drogenausgangsstoffen zwischen der Gemeinschaft und
Drittländern
 Bekanntmachungen im Bundesanzeiger bezüglich Sonder-
erlaubnissen:
 Bekanntmachung über die Erteilung einer Sonderer-
laubnis für Apotheken gemäß Art. 3 II der VO (EG)
Nr.273/2004 vom 02.08.2005
25

 Bekanntmachung über die Erteilung einer Sonderer-


laubnis für Polizeibehörden gemäß Art. 3 II der VO
(EG) Nr.273/2004 in Verbindung mit Art. 3 XII der
Del-VO (EU) Nr. 2015/1011 vom 13.07.2017
 Bekanntmachung über die Erteilung einer Sonderer-
laubnis für Zollbehörden gemäß Art. 3 II der VO
(EG) Nr.273/2004 in Verbindung mit Art. 3 XII der
Del-VO (EU) Nr. 2015/1011 vom 13.07.2017
 Bekanntmachung über die Erteilung einer Sonderer-
laubnis für die Bundeswehr gemäß Art. 3 II der VO
(EG) Nr.273/2004 vom 16.01.2006

A.3 Tabellen
Tab. 1: Übersicht über Sicherstellungen und abgefangene Lieferungen von in der
EU erfassten Vorläuferstoffen und nicht erfassten Chemikalien, die in der Euro-
päischen Union zur Herstellung ausgewählter synthetischer Drogen verwendet
werden, 2016.

Abgefangene
Sicherstellungen GESAMT
Lieferungen
Geplant/nicht Anzahl Menge Anzahl Menge Anzahl Menge
geplant
MDMA oder verwandte Substanzen
PMK (l) 8 1 077 0 0 8 1 077
Safrol (l) 5 63 0 0 5 63
Piperonal (kg) 2 1 4 7 700 6 7 701
Glycid-Derivate 16 5 905 1 1 000 17 6 905
von PMK (kg)

N-t-BOC- 1 123 0 0 1 123


MDMA (kg)
Amphetamin und Methamphetamin
Ephedrin, in 33 64 0 0 33 64
loser Form (kg)
BMK (l) 24 2 506 0 0 24 2 506
Pseudoephedrin, 12 20 0 0 12 20
in loser Form
(kg)
APAAN (kg) 7 597 0 0 7 597
PAA, Phenyles- 0 0 5 112 5 112
sigsäure (kg)
APAA (kg) 27 5 884 2 2 025 29 7 909
Glycid-Derivate 19 3 290 0 0 19 3 290
von BMK (kg)

Tab. 2: Anhang II der VO 273/2004, Maximale Mengen.

Stoff Schwellenwert
Essigsäureanhydrid 100 l
Kaliumpermanganat 100 kg
Anthranilsäure und ihre Salze 1 kg
Phenylessigsäure und ihre Sal- 1 kg
26

ze
Piperidin und seine Salze 0,5 kg

Tab. 3: Anhang I der VO 2015/1011, Maximale Mengen.

Stoff Menge
Aceton (inkl. ihrer möglichen Salze) 50 kg
Ethylether (inkl. ihrer möglichen Salze) 20 kg
Methylethylketon (inkl. ihrer möglichen 50 kg
Salze)
Toluol (inkl. ihrer möglichen Salze) 50 kg
Schwefelsäure 100 kg
Salzsäure 100 kg

1200 1077
1000 57,75 %
800 622
Liter

600
400
200
0
Menge PMK Menge PMK
15 16

Diag. 1: Aufgegriffenes PMK, 2015 und 2016.

3000 2506
2500
2000
Menge

1500 1029
1000 508
500 64
0
Ephedrin, in BMK (Liter)
loser Form
(kg)
Drogenausgangsstoffe

Menge 15 Menge 16

Diag. 2: Aufgegriffene Grundstoffe zur Herstellung von Amphetamin und


Methamphetamin aus den Jahren 2015 und 2016.

A.4 Diagramme
27

10000
7701
8000 6905
5461
Menge

6000
4000
1970
2000 622 1077 63
2
0
PMK (Liter) Safrol (Liter) Piperonal (kg) Glycid-Derivate
von PMK (kg)
Drogenausgangsstoffe

Menge 15 Menge 16

Diag. 4: Aufgegriffene Grundstoffe zur Herstellung von MDMA und verwandten


Substanzen aus den Jahren 2015 und 2016.

20000
Menge in kg

15000
10000
5000
0

Drogenausgangsstoffe

Diag. 3: Menge an aufgegriffenen Vorläuferstoffen gemessen in kg, 2012.


28

A.5 Abbildungen

Abb. 2: Muster Erklärung des Drogenbeauftragten.


29

Abb. 3: Übersicht über die verschiedenen Pflichten.

A.6 Nachweise
A.6.1 Abbildungsnachweis
Abb. 1: Reaktion PMK und Methylamin zu
MDMA.……….….4
Strukturformel 3,4-Methylendioxyphenylpropan-2-on: BfArM,
2013,
<https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bundesopiums
tel-
le/Grundstoffe/Liste_der_Grundstoffe.xls?__blob=publicationFile
&v=12> (Stand 02.07.2018)
Strukturformel Methylamin: Wikimedia Commons, Gemeinfrei,
03.01.2010,
<https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Methylamine-2D.png >
(Stand 02.07.2018)
Strukturformel MDMA: Wikimedia Commons, Gemeinfrei,
20.09.2009, <https://commons.wikimedia.org/wiki/File:MDMA-
Formel.png> (Stand 02.07.2018)
Abb. 2: Muster Erklärung des Drogenbeauftragten..……..….28
30

BfArM, 2013;
<https://www.bfarm.de/SharedDocs/Formulare/DE/Bundesopiumst
elle/Grundstoffe/erklaerung-
verantw_de.rtf?__blob=publicationFile&v=5> (Stand 06.07.2018)
Abb. 3: Übersicht über die verschiedenen Pflichten.....…..…..29
Originalfassung: Europäische Kommission, 13.09.2016,
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/sites/taxation/files/resource
s/documents/customs/customs_controls/drugs_precursors/drug_pre
cursors/guidelines_tableau_recap_en.pdf> (Stand 06.07.2018)

A.6.2. Tabellennachweis
Tab. 1: Übersicht über Sicherstellungen und abgefangene Lie-
ferungen von in der EU erfassten Vorläuferstoffen und nicht
erfassten Chemikalien, die in der Europäischen Union zur Her-
stellung ausgewählter synthetischer Drogen verwendet werden,
2016.………………………………...…………………….……...25
Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht
(2018), Europäischer Drogenbericht 2018: Trends und Entwicklun-
gen, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxem-
burg 2018, S. 27

A.6.3. Diagrammnachweis
Diag. 4: Menge an aufgegriffenen Vorläuferstoffen gemessen in
kg, 2012.………………………………………………………….27
Originalfassung: Statistik der Europäischen Datenbank für Drogen-
ausgangsstoffe 2012, Europäische Kommission 2013,
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/sites/taxation/files/resource
s/documents/customs/customs_controls/drugs_precursors/drug_pre
cursors/2012_graphs_en.pdf> (Stand 10.07.2018)

A.6.4. Literaturverzeichnis
Böse, Martin Enzyklopädie Europarecht mit polizeilicher
(Hrsg.) Zusammenarbeit, Baden-Baden 2013
Bundesinstitut Bundesopiumstelle, Grundstoffe, Erlaubnis,
für Arzneimittel BfArM 2013,
und Medizin- <https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstell
produkte e/Grundstoffe/Erlaubnis/_node.html> (Stand
27.06.2018)
Bundesinstitut Bundesopiumstelle, Grundstoffe, BfArM
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und Medizin- <https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstell
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hr/_node.html> (Stand 02.07.2018)
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bnis/_node.html> (Stand 02.07.2018)
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chèle (Präsidentin
von Eurojust); u.w.
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Beobachtungs- und Entwicklungen, Amt für Veröffentli-
stelle für Dro- chungen der Europäischen Union, Luxemburg
gen und Dro- 2017
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Europäische Europäischer Drogenbericht 2015: Trends
Beobachtungs- und Entwicklungen, Amt für Veröffentli-
stelle für Dro- chungen der Europäischen Union, Luxemburg
gen und Dro- 2015, <
gensucht https://publications.europa.eu/de/publication-
detail/-/publication/a45372ae-d7c1-4181-
952f-91bc75057ca0/language-de/format-
PDF/source-73006443> (Stand 02.07.2018)
Europäische Europäischer Drogenbericht 2018: Trends
Beobachtungs- und Entwicklungen, Amt für Veröffentli-
stelle für Dro- chungen der Europäischen Union, Luxemburg
gen und Dro- 2018
gensucht
Europäische Europäischer Drogenbericht 2016: Trends
Beobachtungs- und Entwicklungen, Amt für Veröffentli-
stelle für Dro- chungen der Europäischen Union, Luxemburg
gen und Dro- 2016
gensucht
Europäische Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststel-
32

Kommission len Zusammenfassung der Folgenabschätzung


Begleitunterlage zur Verordnung des Europä-
ischen Parlaments und des Rates zur Ände-
rung der Verordnung (EG) Nr. 111/2005 des
Rates zur Festlegung von Vorschriften für die
Überwachung des Handels mit Drogenaus-
gangsstoffen zwischen der Gemeinschaft und
Drittländern {SWD(2012) 267 final}, Brüssel
27.09.2012
Europäische Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststel-
Kommission len Zusammenfassung der Folgenabschätzung
Begleitunterlage zum Entwurf eines Vor-
schlags für eine Verordnung zur Änderung
der Verordnung (EG) Nr.273/2004 betreffend
Drogenausgangsstoffe {SWD(2012) 278 fi-
nal}, Brüssel 27.09.2012
Europäische Drug precursors control,
Kommission <https://ec.europa.eu/taxation_customs/busine
ss/customs-controls/drug-precursors-
control_en> (Stand 10.07.2018);
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/busine
ss/customs-controls/drug-precursors-
control/what-are-drug-precursors_en> (Stand
10.07.2018);
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/busine
ss/customs-controls/drug-precursors-
control/why-arey-controlled_en> (Stand
10.07.2018);
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/busine
ss/customs-controls/drug-precursors-
control/who-controlsm_en> (Stand
10.07.2018);
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/busine
ss/customs-controls/drug-precursors-
control/legal-base-drug-precursors_en>
(Stand 10.07.2018);
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/busine
ss/customs-controls/drug-precursors-
control/practical-tools-implementation_en>
(Stand 10.07.2018);
<https://ec.europa.eu/taxation_customs/eu-
training/general-overview/course-drug-
precursor-control-economic-operators_en>
(Stand 10.07.2018);
33

<https://ec.europa.eu/taxation_customs/busine
ss/customs-controls/drug-precursors-
control/facts-figures_en> (Stand 10.07.2018)
Europäische Die Europäische Union erklärt: Zoll, Luxem-
Kommission burg 11.2014
Generaldirekti-
on Kommunika-
tion
Europäische Die Europäische Union im Kampf gegen
Kommission, Drogen, 1997, Europäische Gemeinschaften,
Generalsekretari Brüssel 1998
ri-
at/Generaldirekt
ion X
European Moni- Perspectives on drugs – The EU drugs strate-
toring Centre für gy (2013-20) and ist action plan (2013-16),
Drugs and Drug 15.05.2015
Addiction
n-tv, dpa n-tv.de, cro/dpa, 29.11.2014, <https://www.n-
tv.de/panorama/Tonnenweise-Drogen-in-
Sydney-entdeckt-article14060026.html>
(Stand 11.07.2018)
Reink, Susanne; Synthetische Drogen, Journal BFD MITTEn-
u.w. drin, 1/2015, Potsdam 2015
Salzsieder, WIR vom Zoll, Journal BFD West, 1/2012,
Klaus; u.w. Münster 2012
Werner, Helmut Folgenabschätzung (SWD (2012) 279, SWD
(2012) 278 (Zusammenfassung)) für einen
Vorschlag der Kommission für eine Ände-
rung der Verordnung (EG) Nr. 273/2004 be-
treffend Drogenausgangsstoffe (COM (2012)
548), Europäische Union, Brüssel 03.2013
Werner, Helmut Folgenabschätzung (SWD(2012)268,
SWD(2012)267 (Zusammenfassung)) für
einen Vorschlag der Kommission zur Ände-
rung der Verordnung (EG) Nr. 111/2005 des
Rates zur Festlegung von Vorschriften für die
Überwachung des Handels mit Drogenaus-
gangsstoffen zwischen der Gemeinschaft und
Drittländern (COM(2012)521), Brüssel
03.2013