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Iphigenie auf Tauris, Klassi

Deutsch, Termin 30.03.2020- 21.04.2020


1. Lesen Akt 3 und 4 aus Buch
2. Fragen beantworten aus dem Buch
3. Lesen und abschreiben Zusammenfassung

Zusammenfassung 3. Auftritt
Nachdem Arkas gegangen ist redet Iphigenie nun mit dem König Thoas. Sie begrüßt ihn
freundlich, wünscht ihm Siege, Ruhm, Reichtum, Glück, Anerkennung und die Erfüllung
seiner Wünsche Thoas äußert, dass er bereits mit der Anerkennung und einer Familie
zufrieden sei. Der Reichtum interessiert ihn nicht sonderlich. An dieser Stelle erfährt der
Leser auch, dass sein Sohn vor einiger Zeit im Kampf gestorben ist. Iphigenie hatte sich
daraufhin bemüht, seinen Schmerz zu lindernDennoch war er von Rachegedanken
besessen.Mit der Vernichtung der Feinde hat er nun Genugtuung bekommen. Er fühlt sich
aber einsamund erkennt, dass die ungeklärte Frage des Thronfolgers seine Untertanen
beunruhigt.

Thoas macht Iphigenie einen Heiratsantrag. Diese bedankt sich für den Schutz und die Ruhe,
die er ihr geboten hat, lehnt aber indirekt ab. Er beklagt, dass sie ihm kaum vertraut, obwohl
er schon seit Jahren gastfreundlich zu ihr ist. Daher weiß er auch kaum etwas über ihre
Herkunft. Iphigenie versucht ihn zu beruhigen: Sie handle nicht aus Misstrauen, sondern aus
Verlegenheit. Ihre Vermutung ist, dass der König sie aus dem Reich jagen würde, wüsste er
mehr über ihre Herkunft und den Fluch ihrer Familie Thoas bezweifelt, dass sie selbst Schuld
auf sich geladen hat, da die Götter der Insel seit Iphigenies Ankunft wohlgesonnen waren. Er
verlangt, endlich Antworten zu erhalten, nicht zuletzt, da er sie immer gut behandelt hat. Er
macht ihr das Angebot, wieder nach Hause zurückkehren zu können, sofern ihre Familie noch
nicht ausgelöscht wurde und sie von dieser erzählt.

Nur mit Widerwillen und Sorgen bezüglich der Konsequenzen der Wahrheit fängt sie an, über
ihre Herkunft zu berichten. Sie erzählt, dass sie zur Familie der Tantaliden gehört, was Thoas
beeindruckt. Damit sei sie ein Nachkomme von Tantalos, der einst von den Göttern geschätzt
wurde, später aber aufgrund von Übermut und Untreue in Ungnade fiel und in den Tartaros
(in etwa die Hölle der Unterwelt) verbannt wurde. Seitdem muss die gesamte Familie der
Tantaliden für dessen Fehler büßen (der Familienfluch). Daher seien seine Nachkommen zwar
genauso kräftig wie er, müssten aber gleichzeitig ohne Weisheit, Geduld und Mäßigung
auskommen. Jede Begierde verwandle sich daher schnell in unkontrollierte, grenzenlose Wut.

Dieser Fluch hat erhebliche Auswirkungen auf die Geschichte der Familie. So gelangte bereits
der Sohn von Tantalos (Pelops) nur mittels Verrat und Mord an seine Frau. Mit dieser zeugte
er drei Söhne. Zwei davon waren Tyest und Atreus, welche eifersüchtig auf den
Erstgeborenen waren und ihn daher kurzerhand ermordeten. Pelops verdächtigt seine Frau der
Tat, welche anschließend Selbstmord begeht.

Nach dem Tod des Vaters regierten Tyest und Atreus die Stadt für kurze Zeit gemeinsam.
Bald aber eroberte Tyest die Frau von Atreus, welcher ihn daraufhin aus dem Reich vertreibt.
Tyest hatte aber schon lange zuvor einen Sohn von Atreus entführt und ihn wie seinen
eigenen aufgezogen[96]. Diesen Sohn hetzt er nun hinterhältig gegen Atreus auf und schickt
ihn für ein Attentat in die Stadt[98]. Atreus bemerkt den Plan, lässt den Attentäter brutal
ermorden[100] und erfährt zu spät, dass es sich dabei um seinen verlorenen Sohn handelte.
Nun giert es Atreus nach Rache[102]. Er lockt Tyest in die Stadt und lässt seine beiden Söhne
heimlich entführen und ermorden[104]. Damit aber nicht genug, er sieht sie zudem dem
nichtsahnenden Tyest als Abendessen vor.
Nun geht die Familiengeschichte mehr in Richtung Iphigenie. Der älteste Sohn von Atreus
war nämlich Agamemnon, also ihr Vater[106]. Dieser heiratete Klytämnestra[107] mit der er
Iphigenie sowie ihre Schwester Elektra[108] und ihren Bruder Orest zeugte[109]. Für einige
Zeit herrschte dann Frieden in der Familie der Tantaliden[110]. Solange bis der trojanische
Krieg (Griechenland gegen Troja) ausbrach[111]. Agamemnon wurde der Anführer des
Heers[112] und segelte mit der Flotte nach Aulis, von wo aus sie allerdings aufgrund
schlechter Winde nicht weiterkamen[113]. Diana war für diese Winde verantwortlich. Sie war
wütend auf Agamemnon[114]. Über einen Seher ließ sie verkünden, dass sie Agamemnons
älteste Tochter (Iphigenie) als Opfer haben will[115]. Sie lockten daher Iphigenie mit Hilfe
der Mutter zum Altar, um dort die Opferung durchzuführen[116]. Die Göttin Diana war
dadurch versöhnt[117]. Kurz vor Iphigenies Tod wurde sie von Diana gerettet und nach
Tauris „teleportiert”[118]. Ihre Familie dachte aber, dass sie tot sei. Iphigenie betrachtet sich
nun als das Eigentum Dianas[119].
Thoas vertraut ihr trotz der Geschichte weiterhin und wiederholt seinen Heiratsantrag[120].
Iphigenie lehnt dennoch ab. Nicht sie selbst, sondern nur die Göttin Diana habe das Recht,
über den Verlauf ihres Lebens zu entscheiden[121] und bisher wartet sie vergebens auf ein
Zeichen der Göttin[122]. Iphigenie hat noch immer Hoffnung, eines Tages wieder nach Hause
zu gelangen. Sie befürchtet aber, sich durch eine Heirat für immer an die Insel zu
binden[123]. Thoas ist enttäuscht darüber, dass Iphigenie wieder zu ihrer Familie zurück will,
obwohl diese versucht hat, sie zu opfern[124]. Er bezeichnet Iphigenies Familie als
Verräter[125] und Iphigenies Verhalten als typisch für Frauen[126]. Da Iphigenie meint, dass
die Heirat nicht der Wille der Götter sei[127] wirft ihr Thoas — sichtlich wütend — vor, ihre
eigenen Gefühle kurzerhand als Götterwillen zu deklarieren[128]. Thoas will nun die
Opferungen von Fremden wieder einführen[129], wogegen Iphigenie protestiert[130]. Er
verkündet auch, dass sie bereits zwei Fremde gefangen genommen haben[131], welche damit
die nächsten Menschenopfer werden (später erfährt man, dass es Orest und Pylades sind).

Kurze Zusammenfassung:

 Thoas macht Iphigenie einen Heiratsantrag.


 Iphigenie lehnt ab.
 Thoas will endlich erfahren aus welcher Familie Iphigenie kommt. Er verspricht ihr,
wieder in die Heimat zurückkehren zu dürfen, sollte die Familie noch existieren.
 Iphigenie erzählt, dass sie zur Familie der Tantaliden gehört. Die Tantaliden stammen
von Tantalos ab. Dieser war einst bei den Götter geschätzt, geriet dann aber in
Ungnade und wurde in die „Hölle der Unterwelt” verbannt. Seitdem lastet ein Fluch
auf der Familie, der dazu führt, dass sich die Familienmitglieder gegenseitig
Hintergehen und Ermorden.
 Geschichte der Familie, soweit in diesem Auftritt erzählt:
Pelops = Sohn von Tantalos. Gewann mittels Täuschung und Mord seine Frau.
Pelops zeugte mit ihr drei Söhne, darunter Tyest und Atreus. Letztere brachten den
Erstgeborenen aus Eifersucht um.
Pelops bezichtigte seine Frau der Tat, diese beging Selbstmord.
Tyest hinterging Atreus mit dessen Frau. Atreus verbannte Tyest aus dem Reich.
Tyest hetzte einen Sohn von Atreus gegen diesen auf (also gegen seinen eigenen Vater), gab
ihm den Auftrag, Atreus zu ermorden.
Atreus fasste den Attentäter, ließ ihn brutal ermorden, erkannte zu spät, dass es der verlorene
Sohn war.
Atreus ließ Tyests Söhne entführen und schlachten. Er setzte ihre Reste sie Tyest als Essen
vor.
Später: Agamemnon (Sohn von Atreus) heiratet Klytämnestra und zeugt mit ihr die Kinder
Iphigenie, Elektra und Orest.
Lange Zeit herrscht Ruhe, dann bricht der Krieg gegen Troja aus. Agamemnon wird Anführer
der Armee.
Während der Überfahrt verweigert die Göttin Diana günstigen Wind für die Schiffe, verlangt
Iphigenie als Opfer.
Agamemnon lässt sie opfer — kurz vorher wird sie aber von Diana nach Tauris teleportiert.
Thoas wiederholt seinen Heiratsantrag.
Iphigenie lehnt ab. Sie will sich nicht an die Insel binden (würde etwaige Rückkehr
unmöglich machen) und meint, dass ihre Zukunft der Wille der Götter sei. Diese hätten ihr
aber noch kein Zeichen gegeben.
Thoas ist ungehalten. Er beschließt, die Opferung von Fremden wieder einzuführen. Zwei
passende Kandidaten wurden bereits an der Küste geschnappt.
5. Zusammenfassung 4. Auftritt
Iphigenie und Pylades reden jetzt miteinander. Pylades erzählt von dem, was passiert ist,
nachdem er und Orest den Tempel verlassen haben. So berichtet er, dass Orest auch außerhalb
des heiligen Bodens glücklich geblieben sei[37]. Dessen Befürchtung, nach dem Verlassen
des Tempels von den Rachegöttinnen gejagt zu werden, ist also nicht eingetreten. Stattdessen
sei dieser immer fröhlicher geworden[38]. (Iphigenie reagiert darauf sehr erfreut und dankt
Pylades für seine Hilfe[39].) An der Küste angekommen fanden sie ihr Schiff mit den
Seeleuten wieder, welches versteckt in einer Bucht lag[40]. Perfekt wurde die Situation dann
dadurch, dass auch noch für die Flucht günstiger Wind aufzog[41].
Pylades will nun in den Tempel, um die Statue der Göttin Diana zu holen und zur Küste zu
bringen[42]. Iphigenie aber bleibt verunsichert stehen[43]. Sie erzählt davon, dass Arkas dem
König Bericht erstatten und bald wiederkommen will[44] — bis dahin solle sie die Statue
nicht aus dem Tempel bringen. Pylades reagiert sehr besorgt[45] und wundert sich darüber,
dass sich Iphigenie keine Ausrede hat einfallen lassen[46]. Sie begründet ihr Verhalten damit,
dass Arkas Wunsch nur angemessen gewesen sei und sie diesen daher nicht guten Gewissens
ablehnen konnte[47]
Pylades arbeitet nun das weitere Vorgehen aus: Iphigenie soll geduldig auf Arkas warten[48].
Dann soll sie auf die Weihung der Statue bestehen, egal was dieser sagt[49]. Ebenfalls soll sie
ihm keinen Zugang zu den Gefangenen gewähren (also zu Pylades und Orest, die inzwischen
frei sind)[50]. So sollen Pylades und Orest etwas Zeit gewinnen, um die Statue heimlich zum
Schiff zu bringen[51]. Danach werden sie (alle drei) Tauris mit dem Schiff verlassen[52] —
erst in Richtung der Insel von Apollon, um dort die Statue abzuliefern[53], danach weiter
nach Griechenland[54]. Dadurch, glaubt er, werden sie den (vermeintlichen) Auftrag
Apollons erfüllen[55]. Pylades will nun noch einmal zum Schiff gehen, um kurz nach den
Seeleuten zu sehen[56].
Iphigenie hört Pylades Plan zwar gerne[57], da sie Sehnsucht danach hat, endlich wieder nach
Hause zu kommen. Gleichzeitig hat sie aber auch erhebliche Bedenken[58], denn leider sieht
der Plan vor, dass sie den König hintergeht[59], obwohl dieser für sie zu einem zweiten Vater
geworden ist[60].
Pylades erinnert sie daran, dass der selbe König auch ihren Bruder opfern lassen will[61]. Die
Flucht sei daher kein Zeichen von Undankbarkeit, sondern eher eine schlichte
Notwendigkeit[62]. Zudem solle sie ihr eigenes Handeln weniger selbstkritisch sehen[63],
schließlich sei kein Mensch perfekt[64]. Am Ende habe sie einfach keine andere Wahl, wenn
sie sich selbst, ihren Bruder und ihn retten will[65]. Iphigenie bestreitet das zwar nicht, doch
fühlt sie sich bei der Sache nach wie vor unwohl[66]. Sie wünscht sich gar, mehr wie ein
Mann zu sein, der ohne schlechtes Gewissen und ohne dabei auf sein Herz zu hören einem
derartigen Plan folgen kann[67]. Pylades verlangt, dass Iphigenie ihr Schicksal endlich
akzeptiert[68]. Anschließend geht er[69].

Kurze Zusammenfassung:
 Iphigenie und Pylades reden miteinander.
 Pylades berichtet, dass Orest nicht wieder unglücklich geworden ist. Zudem haben sie
das Schiff gefunden.
 Iphigenie erzählt von dem Gespräch mit Arkas.
 Pylades ist besorgt, dass sich Arkas und der König nun einmischen.
 Pylades erklärt Iphigenie was sie nun Arkas sagen soll, um Zeit zu schinden, damit sie
alle gemeinsam doch noch die Statue klauen und heimlich fliehen können.
 Iphigenie fühlt sich schlecht bei dem Gedanken, den König zu hintergehen.
 Pylades versucht vergeblich, sie davon zu überzeugen, dass ihr Handeln in Ordnung
sei.