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UNIVERSITATEA DIN BUCURESTI

FACULTATEA DE LIMBI SI LITERATURI STRAINE


DEPARTAMENTUL DE LIMBI ŞI LITERATURI GERMANICE
SPECIALIZAREA TRADUCĂTORI-INTERPREŢI-TERMINOLOGI

EXAMEN DE LICENŢĂ
SESIUNEA SEPTEMBRIE 2015

I. Übersetzen Sie folgenden Text ins Rumänische (2P)

Flüchtlinge unterwegs nach Westen


Mehr als 1000 Menschen sind nach Angaben der burgenländischen Polizei in der Nacht zum Sonntag in
der Ortschaft Nickelsdorf an der Grenze zu Ungarn eingetroffen. Wie bereits in der vergangenen Nacht
hätten die Menschen die ungarischen Sonderzüge im Grenzbahnhof Hegyeshalom verlassen und die
restlichen Kilometer nach Österreich zu Fuß zurücklegen müssen, sagte die stellvertretende
Landespolizeidirektorin des Burgenlandes, Christian Stella. Mehr als 2000 weitere Menschen sind mit
Zügen aus Budapest zur österreichischen Grenze unterwegs. Die meisten Flüchtlinge wollen weiter in die
Bundesrepublik Deutschland.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) rechnen in den nächsten Stunden mit Tausenden
ankommenden Flüchtlingen. Eine ÖBB-Sprecherin nannte der Deutschen Presse-Agentur die Zahl von
5000 Migranten, die zunächst in Österreich bleiben müssten, da sie in der Nacht nicht nach Deutschland
weiterreisen können. Dies sei vor allem aus technisch-organisatorischen Gründen nicht anders zu
machen, erklärten die österreichischen Behörden.
In der Nacht zu Samstag hatte die ungarische Regierung in mehr als 100 Bussen die Flüchtlinge bis kurz
vor die österreichische Grenze gefahren. Von dort wurden sie mit Zügen nach Deutschland gebracht.
Von den Tausenden von Menschen, die am Samstag tagsüber die österreichisch-ungarische Grenze
überschritten hatten, kamen in der Nacht auf Sonntag etwa 1000 weitere Flüchtlinge in der bayerischen
Landeshauptstadt an. Im Münchner Hauptbahnhof fuhren allein zwischen 1.30 und 2.00 Uhr binnen
weniger Minuten gleich drei Züge ein. Um Wartezeiten zu vermeiden, wurde die Registrierung der
Neuankömmlinge vom Hauptbahnhof auf die Aufnahmeeinrichtungen verschoben.
Ungarn hatte am Freitagabend entschieden, die tagelang am Bahnhof von Budapest und in
Aufnahmelagern festsitzenden Flüchtlinge mit Bussen an die österreichische Grenze zu bringen. Die
deutsche und die österreichische Regierung beschlossen daraufhin, angesichts chaotischer Zustände in
Ungarn die Einreise freizugeben.
(Quelle: http://www.dw.com/de/flüchtlinge-unterwegs-nach-westen/a-18696241

II. Welche Verfahren (nach Michael Schreiber) haben Sie bei der Übersetzung des AT in die ZS
eingesetzt und warum? (2P)
III. Wählen Sie die richtige Antwort aus (2P):
1. Von welcher germanischen Gottheit kommt in den germanischen Sprachen der Name des Tages „Mittwoch“?
a. Wodan/Odin b. Tius/Tyr c. Donnar/Thor
2. Was bedeutete ursprünglich das Wort „thiutisk“ aus dem sich später die Bezeichnung „deutsch“ entwickelt hat?
a. die Volksprache b. die deutsche Sprache c. die Sprache der Götter
3. Für wen übersetzte Martin Luther die Bibel?
a. für die Pfarrer b. für die Katholische Kirche c. für den einfachen Menschen
4. Wie viele Besatzungszonen entstanden in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges?
a. 2 b. 3 c. 4
5. Wann ist die Berliner Mauer gefallen?
a. am 1.Okt.1990 b. am 9.Nov.1989 c. am 3.Okt. 1990
6. 3. Wie viele alte und wie viele neue Bundesländer hat Deutschland?
a. 16-5 b. 11-5 c. 10-6
7. Wer ist das Staatsoberhaupt in der BRD?
a. Bundeskanzler b. Bundespräsident c. Vorsitzender des Bundestages
8. Wie heißen die Parlamente der Bundesländer?
a. Bundesrat b. Landtag c. Bundestag
9. Welche Schulform im Sekundarbereich dauert am längsten?
a. Hauptschule b. Realschule c. Gymnasium
10. Welche Hochschulform hat das Recht Doktoratsstudium zu organisieren?
a. Universität b. Fachoberschule c. Fachhochschule

IV. Lesen Sie den folgenden Text und fassen Sie den Inhalt in ca. 10 Zeilen zusammen (2P)

Sensation! Der Papst geht eine Brille kaufen


Papst Franziskus brauchte eine neue Brille. Aber statt den Optiker in den Vatikan zu bemühen, wie Päpste das früher taten,
setzte er sich schnell selbst ins Auto und fuhr in die Altstadt. Dort hat sein Lieblingsoptiker Alessandro Spiezia einen kleinen
Laden in der eleganten Shoppingmeile Via del Babuino, die von der zentralen Piazza del Popolo zur Spanischen Treppe führt.
Papst Franziskus hatte auf den Moment der Dämmerung gewartet. Doch im weißen Papstgewand war nichts zu machen. Er
zog spontan die Neugier der Passanten auf sich, als er gemeinsam mit seinen Leibwächtern in Zivil das Geschäft betrat.
Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sich eine Menschenmenge vor dem Laden gebildet hatte. Die Passanten schauten
Franziskus zu, knipsten und machten Videos mit ihren Handys. Franziskus unterzog sich bei seinem Optiker einer
Routinekontrolle und probierte die neue Brille aus. Er leidet unter Altersweitsicht und muss seine Optik regelmäßig anpassen.
Die Leute draußen amüsierten sich, winkten, jubelten dem Papst zu. Die Römer lieben die Spontaneität ihres Bischofs, der
das Kirchenoberhaupt ja auch ist.
Viel kaufte der Papst dann allerdings nicht. "Ich will nur neue Brillengläser, kein neues Gestell", habe er dem Optiker gesagt.
Er wolle ihn bezahlen, so "wie es sich gehört", aber nicht unnütz Geld ausgeben, wie Spiezia kurz darauf sehr gerührt vor
Lokal-Reportern berichtete. Franziskus habe sich nur die neuen Gläser in das alte Metallgestell einbauen lassen und dies am
Donnerstagabend aufprobiert. Seinem Sekretär habe er das erst kurz vorher angekündigt. "Ich will nicht, dass Spiezia in den
Vatikan kommt. Ich fahre selber hin."
Der Brillenkauf dürfte auch ein gelungener Anlass für den Papst gewesen sein, mal schnell aus dem abgeschiedenen Alltag im
Vatikan auszubrechen. Es ist bekannt, dass José Mario Bergoglio den alten Zeiten in Buenos Aires nachtrauert, als er in der U-
Bahn durch die Stadt fahren konnte, einer von vielen in der Menge. Er mag den Kontakt mit den Menschen.
Doch als Papst lebt er im Vatikan, der ein kleiner Staat ist, streng abgeschirmt im Schatten der Kuppel vom Petersdom und
hinter hohen Mauern, die ihn umgeben. Es gibt Clochards, die rund um den Petersplatz leben und nachts unter den
Kolonnaden am Platz Schutz suchen. Der Papst ließ ihnen Duschen und einen Barbier einrichten, täglich Essen austeilen.
Einige wollen ihn nachts beobachtet haben, wie er in Zivilklamotten aus dem Vatikan kam und unter den Kolonnaden nach
dem Rechten sah.
Knapp eine Stunde dauerte der Ausflug, dann fuhr Franziskus durch die Menschenmenge wieder ab und verschwand mit
seinem unauffälligen dunkelblauen Ford Focus wieder im Gewühl und chaotischen Feierabendverkehr der Metropole. Die
Brille steckt er – wenn er sie nicht braucht – in die Hosentasche. Joseph Ratzinger übergab sie, als er Papst Benedikt XVI. war,
noch einem Assistenten.
(Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article146028901/Sensation-Der-Papst-geht-eine-Brille-
kaufen.html)

V. Schreiben Sie die Im Text oben unterstrichenen Strukturen um, so dass die Bedeutung im Kontext
erhalten bleibt. (1P)