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Maureen Schapfl Gentechnik 15.01.

2020

Aufgabe 1:
Beschreiben Sie was man unter Gentechnik versteht.

Die Gentechnik ermöglicht es, gezielt Veränderungen im Erbgut vorzunehmen:

Gene werden isoliert / gelesen / kopiert / verändert / neu kombiniert oder von einem
Lebewesen auf ein andere übertragen. Anwendung findet die Gentechnik in
verschiedenen Bereichen, wie z.B. in der Medizin.

Mittlerweile kann man die Gentechnik in 5 Gruppen zusammenfassen:

1. Grüne Gentechnik – Pflanzenzüchtung (Nutz- und Zierpflanzen)


2. Rote Gentechnik – Medizin, Pharmazie (Mikroorganismen zur Produktion von
Arzneimittelwirkstoffen, Impfstoffen; außerdem Gentherapie)
3. Weiße Gentechnik – Industrie (Mikroorganismen zur Produktion von
Enzymen, Chemikalien, Bioenergieträgern u.a.)
4. Graue Gentechnik – Umwelttechnik (Mikroorganismen zur Abfallbeseitigung,
Trinkwasseraufbereitung, Dekontamination)
5. Blaue Gentechnik – Forschung an Mikroorganismen der Tiefsee (Potenzial zur
Identifizierung neuartiger Stoffwechselkomponenten)

Neben Vorteilen, dass bei z.B. gentechnisch Veränderte Pflanzen widerstandsfähiger


gegen Schädlinge sind, gibt es natürlich auch Kritik wie die Entstehung von
Resistenzen bei Schädlingen oder der Übertrag von Transgenen auf andere Pflanzen.

Aufgabe 2:

Informieren Sie sich über die genetische Schere CRISPR.

Wo kann Sie eingesetzt werden und wo liegen die Vorteile.

CRISPR wurde in den letzten Jahren sehr populär, da man mit dieser Methode schnell,
einfach und billig das Erbgut verändern kann.

Anders als in der klassischen Gentechnik, können mit Mutationen ausgelöst werden oder
auch einzelne Gene im Organismus ausgeschaltet werden: die DNA lässt gezielt schneiden
und verändern. Das funktioniert bei einzelnen Basen und ganzen Genabschnitten, auch an
mehreren Stellen zugleich.

Ablauf:

CRISPR gelangt in den Zellkern und wandert entlang der DNA, bis es ein sogenanntes PAM-
Motiv gefunden hat. Es handelt sich dabei um eine Sequenz von drei Nukleotiden (NGG,
wobei N jedes Nukleotid sein kann), die von Cas9 erkannt wird, was die Entwindung der
Doppelhelix durch Cas9 auslöst. Passt die gRNA nicht zum zugänglichen DNA-Abschnitt,
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wandert der Komplex weiter. Sind dagegen die gRNA und der DNA-Abschnitt komplementär,
binden sie aneinander, was die Schneidefunktion von Cas9 aktiviert. Das Enzym schneidet
nun beide Stränge der DNA durch.

Es entsteht ein Doppelstrangbruch, ein schwerwiegender Schaden an der DNA, den die Zelle
sofort reparieren muss.

Dafür verwendet sie ihr eigenes Reparatursystem und repariert die losen Strangenden. Da
dies sehr schnell geht, passieren manchmal Fehler: Eine oder mehrere Basen können
fälschlicherweise entfernt bzw. hinzugefügt werden. Das bewirkt häufig, dass sich das
Leseraster verschiebt und kein funktionales Protein hergestellt werden kann. Somit ist das
Gen inaktiv.

Es ist aber auch möglich eine DNA-Vorlage in die Zelle einzuführen, so dass die Zelle
während der Reparatur diese verwendet und eine fremde DNA-Sequenz in ihre eigene DNA
einbaut.

Einsatz und Vorteile:

 Erbkrankheiten können einfach herausgeschnitten werden – unheilbare Krankheiten


können heilbar werden.

 Optimierung von Saatgut

 Weniger unkontrollierte Nebeneffekte

Aufgabe 3:

https://www.transgen.de/anbau/473.bt-konzept-gegen-schaedlinge.html

fassen Sie sie den Artikel zusammen und nehmen Sie dazu Stellung.

Interpretieren Sie die Graphik.

Bt ist eigentlich ein im Boden natürlich vorkommendes Insektizid, welches eine giftige
Wirkung auf Insekten hat und diese abtötet. Das Bt-Protein (Bacillus thuringiensis) ist in
Deutschland seit 1964 als Pflanzenschutzmittel zugelassen und auch im ökologischen
Landbau erlaubt. Als Insektizid sind Hunderte verschiedene Varianten des Bt-Proteins
bekannt, die jeweils nur für bestimmte Insektengruppen toxisch sind, das bedeutet, gezieltes
behandeln einer Pflanze, ohne den Nützlingen zu schaden.

Zum ersten Mal wurden in achtziger Jahren bakteriellen Bt-Gene in Tabak und Tomaten
übertragen. 1995 schließlich wurde die erste Bt-Pflanze - Bt-Mais mit einer Resistenz gegen
den Maiszünsler - in den USA zugelassen und angebaut. Mit steigendem Erfolg – Bt Mais ist
die einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die in Europa angebaut werden darf. Einige
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Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Österreich haben sich gegen den Anbau von
MON810, wie sich dieser Mais nennt, ausgesprochen und Nationale Anbauverbote erwirkt.

Neben Bt Mais wird weltweit auch Bt Baumwolle, Bt-Kuhbohnen (gegen den Maruca-
Schädling) Bt-Pappeln und Bt-Zuckerrohr angebaut – Bt Kartoffelanbau wurde 2001
eingestellt, da die Produzenten das nicht haben wollten.

Doch nun zeigt sich in den Bt -Anbaugebieten, dass die Pflanzen große Refugienflächen
brauchen oder regelmäßige Fruchtwechsel, sonst könnten sich relativ rasch Schädlinge
ausbreiten, die Resistent gegen das Bt Protein sind – dann wäre das Konzept sinnlos.

Ich meine, dass ökologische Insektizide (falls überhaupt Notwendig) viel mehr gefördert
werden müssen, damit wir auch in Zukunft ökologisch einwandfreie Lebensmittel haben und
nicht mit einer Schädlingsplage zu kämpfen haben, der keiner mehr Herr wird. Wir brauchen
keine Gentechnisch Veränderten Pflanzen und es weiß auch niemand, wie die sich die
Langzeitfolgen für den Menschen aussehen.

1997 war ist ein sehr hoher Insektizid Verbrauch, von 0,2kg/ha in der USA zu erkenne, der
kontinuierlich mit der Anbaufläche von BT Mais sank. 1999 erkennt man deutlich die Fläche
des den Kartoffelanbaus, 12Mio/ha, welcher 2001 eingestellt wurde. 2003 ist der
Schnittpunkt: das Insektizid fällt weiter und die Anbaufläche beginnt nun unaufhaltsam zu
steigen. Der Insektizitverbrauch pendelt sich ab 2010 auf 0,02 kg/ha ein, die Anbaufläche
hingegen knackt die 25 Mio./ha Marke und steigt bis 2015 auf 30 Mio./ha.