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Biologie Botanik Maureen Schapfl

1. Erklären den Begriff Bildungsgewebe und


Dauergewebe
Das Bildungsgewebe ist für das Wachstum der Pflanze zuständig, das Dauergewebe ist, je nach
Funktion, in Grund-, Abschluss-, Festigungs- und Stranggewebe eingeteilt.

Im Bildungsgewebe findet die Zellteilung statt und es ist Plasmareich. Das Bildungsgewebe findet
man hauptsächlich an den Spitzen der Sprossachsen und Zweigen, sowie an den Wurzelspitzen und in
den Knospen.
Das Kambium ist für das sekundäre Dickenwachstum in Sprossachsen und Wurzeln zuständig.

Die Zellen im Dauergebewebe sind in der Regel nicht mehr Teilungsfähig, Wachstumsfähig und oft
schon abgestorben.
Das Grundgewebe bildet den Großteil eine krautigen Pflanzenkörpers. Hier findet die Speicherung
von Wasser, Stärke, Fetten und Eiweißen statt.
Das Abschlussgewebe dient dem Schutz und ist die Außenhaut der Pflanze und auch es ist auch als
innere Häute vorhanden.
Das Festigungsgewebe gibt der Pflanze Halt.
Das Stranggewebe ist für den Transport zuständig. Der Holzteil ist die Leitung des Wassers und der
darin gelösten anorganischen Stoffe: Richtung Wurzel – Blatt. Der Siebteil ist für den Transport der
organischen Stoffe (Assimilate): Richtung Blatt – Wurzel.

2. Beschreiben Sie den Bau und die Funktion von


Wurzel, Stamm und Blatt.

Wurzel:
Unteririscher Teil der Pflanze=Verankerung der Pflanze im Boden
dient der Wasser- und Mineralstoffaufnahme
Wurzelspitze=Vegetationskegel aus Bildungsgewebe (->Zellteilung-Wurzel wächst an der Spitze),
umgeben von der Wurzelhaube, dahinter Streckungszone, danach Wurzelhaarzone (sterben ständig
ab, Epidermis geht zugrunde-wird ersetzt durch Epidermis=Abschlussgewebe.
Wurzelmetamorphosen
Speicherwurzeln: besonders stark entwickelte Wurzelrinde: Rübe, Karotte
Luftwurzeln: Stelzwurzeln: Mangrove; Atemwurzeln: Mangrove; Haftwurzeln: Efeu; Wurzelranken:
Vanille
Saugwurzeln: (Haustorien), Kleeseide
Rindenwurzeln: mit „Senkern“, Mistel

Stamm:
= eine Ausprägung der Sprossachse bei Holzgewächsen: aus dem Spross einer Keimpflanze wird der
künftige Stamm, welcher der Festigung sowie der Leitung und Speicherung von Stoffen dient.
Diese zweikeimblättrigen Pflanzen haben ihre Leitbündel ringförmig angeordnet. Außerhalb liegt die
Epidermis (Primäre Rinde). Innerhalb der Leitbündel befindet sich das Mark.
Bei den Hölzern unterscheidet man die helle äußere Zone (Splintholz) und den dunkleren Kern
(Kernholz).
Biologie Botanik Maureen Schapfl

Splintholz: Leitung von Wasser und Mineralsalzen


Kernholz: zuständig für die Festigung der Sprossachse.
Dickenwachstum: sekundäres Dickenwachstum zerstört die Epidermis->die äußersten Zellen werden
wieder Teilungsfähig->Bildung von Phellogen.
Phellogen gibt durch Zellteilung Phelloderm (Korkrinde) nach innen ab, nach außen:
wasserundurchlässiger Kork (=sekundäres Abschlussgewebe). Poren im Kork ermöglichen
Gasaustausch zwischen Atmosphäre und Sprossachse.
Borke (tertiäres Abschlussgewebe): Da der Holzteil stärker wächst als die Rinde, zerreißen die
äußeren Korkrindeschichten und es beginnt der Kreislauf mit der Bildung von Phellogen (Zellteilung-
Pheloderm,…)
Das Alter eines Baumes kann man an den Jahresringen erkennen, beginnend von innen nach außen.

Blatt:
In den Blättern findet die Fotosynthese statt=Ernährung der Pflanzen
Das Blatt besteht aus mehreren Schichten:
Cuticula
hat oft Wachsschicht
Verdunstungsschutz
zusammenhängendes Häutchen

Obere Epidermis
ohne Interzellularen
keine Chloroplasten
Epidermishaare (Trichome)

Palisadenparenchym
liegt über dem Schwammparachym
Hauptort der Photosynthese

Leitbündel
Blattader

Schwammparanchym
dient der Durchlüftung und Kühlung
Ausscheidung gasförmiger Stoffwechselprodukte (Wasserdampf, Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid)

Untere Epidermis
zahlreiche Poren- Spaltöffnungen für Gasaustausch
Regulierung von Gasaustausch und Transpiration
Die Regulation der Spaltöffnungen regelt der Tugordruck. Bei Trockenheit ist geschlossen, bei
Feuchtigkeit geöffnet.

Abhängig vom Standort treten verschiedene Blattformen auf:


Blattsukkulenten (Hauswurz)
Schwimmblätter (Seerose)
Klappfallen (Venusfliegenfalle)
Biologie Botanik Maureen Schapfl

3. Erklären Sie die Begriffe Generationswechsel und


Kernphasenwechsel.
Generationswechsel ist die geschlechtliche Vermehrung bei Pflanzen. Das bedeutet:
es folgt auf eine Generation, die sich geschlechtlich fortpflanzt, immer eine Generation, die sich
ungeschlechtlich fortpflanzt, also immer abwechselnd -> Gametophyt (geschlechtlich)-
Sorophyt(ungeschlechtlich)

Als Kernphasenwechsel bezeichnet man bei allen Lebewesen, die sich geschlechtlich Fortpflanzen,
den Wechsel zwischen der haploiden und diploiden Entwicklungsphase.
Diploide  Organismen bilden in einer Meiose haploide Geschlechtszellen (Gameten). Durch die
Befruchtung entsteht wieder eine diploide Zygote.