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Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem Schreiben vom … fordern Sie von mir … die Zahlung von
Rundfunkgebühren.

Eine Anerkennung und Begleichung dieser von Ihnen benannten Schuld


kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

Durch das Entrichten eines Rundfunkbeitrages würde ich Taten


belohnen, die Grundgesetzwidrig sowie strafbar nach StGB sind, und
mich insbesondere nach § 140 StGB selber der Billigung und Belohnung
von Straftaten schuldig machen.

Ich bin prinzipiell mit den Inhalten des Rundfunkstaatsvertrag, dem


Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag und den daraus resultierenden
Gebühren einverstanden. Allerdings beobachte ich seit mehreren
Jahren, also länger als seit 1/2016, bezüglich der Programminhalte
seitens der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten grobe Verstöße gegen
das StGB, wodurch nach § 41 Programmgrundsätze (1) des
Rundfunkstaatsvertrag gleichzeitig auch gegen den
Rundfunkstaatsvertrag selber verstoßen wird.

Auch wenn ich diesen Rundfunkstaatsvertrag nicht persönlich


abgeschlossen und unterschrieben habe, erachte ich ihn für mich als
zahlungspflichtige Partei zivilrechtlich wegen Nichterfüllung der darin
festgehaltenen Verpflichtungen seitens der öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten für nicht mehr bindend.

Die unmittelbaren Gesetzesverstöße betreffen:

§ 129a (5) StGB - Unterstützung einer terroristischen Vereinigung


§ 130 a StGB - Anleitung zu Straftaten
§ 131 StGB - Gewaltdarstellung

Zur Erläuterung § 129a (5):

Seit einigen Jahren werden die Aufgaben der Exekutiven vieler


Mitgliedstaaten der NATO zunehmend privatisiert. Insbesondere die
Aufgaben der stehenden Heere, die an gesetzliche und moralische
Codizes gebunden sind, wurden in Teilen durch private
Sicherheitsdienstleister und Söldnerheere übernommen. Hier gibt es z.B.
Söldnerheere wie Academy, vormals Blackwater, die über den regulären
Verteidigungshaushalt der USA beauftragt werden, und solche die durch
Black-Op-Gelder verschiedener Geheimdienste oder – nach informeller
Absprache – durch Drittstaaten finanziert werden. Die Bevölkerungen
der NATO-Mitgliedstaaten würden diese Aktivitäten der Geheimdienste
die ihren Regierungen unterstehen wahrscheinlich niemals mehrheitlich
befürworten. Deswegen unterstehen diese Aktivitäten wohl auch den
Geheimdiensten und werden vor den eigenen Bevölkerungen geheim
gehalten.

Um die Verantwortung der Regierungen der NATO-Staaten für den von


den Söldnerheeren unter geheimdienstlicher Führung begangenen
Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verschleiern,
werden diese Söldnerheere in den Medien mal als Terroristische
Vereinigungen, mal als Rebellen, mal als politische Opposition, mal als
separatistische Bewegung bezeichnet. In Syrien z.B. sind in diesem
Sinne inzwischen über eine halbe Millionen Menschen dem Terror von
ISIS, Al Nusra und anderen von NATO-Staaten kontrollierten
Söldnerheeren zum Opfer gefallen. Finanziert wurden diese Gräueltaten
z.B. von Saudi-Arabien, die Bewaffnung stammt überwiegend aus
NATO-Staaten, und geheimdienstlich geführt und ausgebildet wurden
diese Söldnerheere ebenfalls u.a. von NATO-Geheimdiensten. Um die
demokratisch gewählte Regierung Syriens in der Öffentlichkeit als
Diktatur zu diffamieren, wurden durch die vom britischen Geheimdienst
ins Leben gerufenen White Helmets mit Giftgas aus deutscher
Produktion false flag Giftgasangriffe inszeniert, die dann von der Presse
dem Syrischen Präsidenten Assad angelastet wurden.

Es ist nicht so, dass es im Ausland keinen Qualitätsjournalismus gäbe,


der diese Hintergründe der Weltpolitik durchleuchtet. All diese Dinge sind
z.B. auf dem französischen voltairenet.org nach höchsten
journalistischen Standards nachzulesen, das russische Format ANNA-
news hat von Anfang an erste-Hand-AV-Reportagen aus den syrischen
Kampfgebieten gesendet, und das amerikanische Nachrichtenportal
Veterans Today, das über das weltweit größte Informanten- und
Korrespondentennetzwerk im militärischen und geheimdienstlichen
Bereich verfügt, berichtet minutiös über die Hintergründe dieses
Konfliktes. Es sind so unzählige Tatsachen bekannt geworden, die
jederzeit einer objektiven, juristischen Überprüfung standhalten, und die
– wenn zur Kenntnis genommen – zwangsläufig zu dem oben
geschilderten Verständnis der Ereignisse führen. Gegen diese Form des
Qualitätsjournalismus wurde von den öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten jedoch eine Kampagne gegen sogenannte fake news
mitgetragen. Whistleblower und Menschen, die über entsprechende
Inhalte berichtet haben, wurden systematisch als
Verschwörungstheoretiker diffamiert. Die Öffentlich-Rechtlichen
beschränken sich derweil darauf, die Presseerklärung der Syrischen
Beobachtungsstelle für Menschenrechte zu zitieren, die aus einer
einzigen, in London ansässigen Person besteht, der zudem eine große
Nähe zu westlichen Geheimdiensten nachgesagt wird; ein Mensch, der
ohne Korrespondentennetzwerk oder andere Kontakte zu seriösen,
benennbaren Quellen in Syrien agiert.

So vertreten die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland


durchgehend die offizielle Kriegspropaganda der NATO, nämlich dass in
Syrien Bürgerkrieg zwischen einer Diktatur und aufständischen
Bevölkerungsgruppen herrsche. Dies ist sachlich falsch. In Syrien regiert
eine demokratisch gewählte Regierung, und ISIS ist keine
Oppositionsbewegung, sondern ein Söldnerheer, das in Syrien
eingefallen ist, und das durch westliche, also unsere eigenen
Geheimdienste kontrolliert wird. Auch die direkte, völkerrechtswidrige
militärische Präsenz und Einmischung der USA, Großbritanniens,
Frankreichs, Israels und der Türkei wird von den öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten nicht als Völkerrechtswidrig dargestellt. Die direkte
Bewaffnung, finanzielle und logistische Unterstützung der Söldner, sowie
demokratisch nicht legitimierte Angriffe auf das syrische Militär werden
bezüglich der taktischen und strategischen Ziele wie ihrer
Rechtmäßigkeit noch nicht einmal im Ansatz diskutiert. Dabei handelt es
sich hierbei ganz offensichtlich um einen Angriffskrieg, keinen
Bürgerkrieg. Eine objektive Berichterstattung müsste dies benennen.

Das Verhalten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verstößt damit


nicht nur gegen den Rundfunkstaatsvertrag, der unabhängige, sachliche
und sorgfältig geprüfte Berichterstattung verlangt, sondern dient
unmittelbar der Verschleierung der Befehlsstruktur von ISIS und erfüllt
somit offensichtlich den Tatbestand der Unterstützung einer
terroristischen Vereinigung. Und er verschleiert einen durch die NATO
geführten Angriffskrieg, wenn man denn einen Angriff durch Proxy-
Armeen völkerrechtlich als Angriffskrieg auslegen möchte.

Zur Erläuterung § 130 a

Die Darstellung von ISIS in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung


als religiös motivierte Bewegung hat viele in Deutschland lebende
Moslime veranlasst, sich ISIS anzuschließen um letztendlich unter dem
ISIS-Kommando Terror zu verbreiten, Völkermord zu begehen und das
friedliche Zusammenleben der Völker zu stören. Würden die öffentlich-
rechtlichen Rundfunkanstalten ihrer Pflicht nachkommen und
wahrheitsgetreu berichten, dass ISIS ein militärischer Arm verschiedener
NATO-Staaten ist, der Hegemonialinteressen mit völkerrechtwidriger
Gewalt gegen Muslime, Jesiden und arabische Christen durchsetzt,
hätte ISIS wohl deutliche Schwierigkeiten unter den deutschen Muslimen
Anhänger zu rekrutieren. Dass diese religiöse Motivation nur eine
Fassade ist, ist auch daran gut erkennbar, dass der Zusammenhalt
innerhalb von ISIS vor Ort in den Kampfgebieten in Wirklichkeit durch
den Söldnerlohn, die Verfügbarkeit synthetischer Drogen, Mord- und
Morddrohungen gegenüber Deserteuren sowie Heerscharen von
Sexsklavinnen zustande kommt, die in den öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten aufs Zynischste als „Familienangehörige“ geführt
werden. Die Präsentation von ISIS als religiös motivierte Bewegung
erfüllt den Tatbestand einer Anleitung zur Straftat, da sie über die
irreführende Ansprache des religiösen Ehrgefühls der Muslime
letztendlich zu Straftaten verleitet.

Zur Erläuterung § 131 Gewaltdarstellung

Die Methoden staatlicher Propaganda sind vielfältig. Es ist nicht schwer


zu erkennen, wie z.B. in den „Rambo“-Filmen die Gewalt der US-Armee
gegen Asiaten gerechtfertigt, verharmlost und verherrlicht wird, oder in
Filmen wie „Black Hawk Down“ der Massenmord an tausenden
Afrikanern, der in Mogadischu im Rahmen einer militärisch
fehlgeschlagenen völkerrechtswidrigen Intervention stattgefunden hat,
verharmlost und verherrlicht wird. All diese Filme sind rassistisch, und
dienen unmittelbar der Rechtfertigung von Angriffskriegen. Die
Unmenschlichkeit des Massenmords an Afrikanern wird z.B. durch die
Heroisierung der Kameradschaft zwischen den amerikanischen Soldaten
überblendet, wobei der Tod eines einzelnen Amerikaners
tränendrüsendrückend über Minuten in Szene gesetzt wird, während der
Tod tausender Afrikaner durch amerikanisches Feuer nur als das
unpersönliche Fallen von Statisten gezeigt wird. Allein das Ausstrahlen
dieser Filme müsste nach § 131 zur Verhaftung des gesamten
Aufsichtsrates der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten führen. Auffällig
in dem hier relevanten Kontext ist, dass seitdem die Politik auf private
Sicherheitsdienstleister setzt, statt auf Stehende Heere, auch die
Kriegspropaganda, die in Hollywood produziert wird, diesem Schema
folgt. Um dies beispielhaft zu verstehen, kann man sich Filme mit Jason
Statham anschauen (Killer Elite Ausstrahlung 20.9.2019 ZDF, The
Expendables – Ausstrahlung ARD am 3.9.2016 & 13.1,2019). Statham
spielt in den meisten seiner Filme einen Söldner, der „einen Job“
erledigt, und dabei ohne jegliche Gefühlsregung unzählige namenlose
Gegner ermordet. Die Sympathie für den „Helden“ wird dabei
aufrechterhalten, indem während der Gräueltaten Nahaufnahmen seines
Gesichts gezeigt werden, das einen Zen-mäßigen Frieden ausstrahlt. Es
ist nicht von der Hand zu weisen, dass hier Geschichten geschildert
werden, die – ich zitiere den Paragraphen des StGBs – eine
Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt
oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die
Menschenwürde verletzenden Weise darstellt, verbreitet oder der
Öffentlichkeit zugänglich macht. Ich habe absichtlich dieses Beispiel
genommen, weil diese Filme Menschen suggerieren in ein Söldnerheer –
also faktisch in eine terroristische Vereinigung – einzutreten, sei
Heldenhaft, oder eben nur ein Job, und sich so der Kreis des staatlich
geförderten Terrorismus schließt. Eine statistische Signifikanz dieser
Verschiebung des Heldentypus’ im öffentlich-rechtlichen
Programmangebot ist erkennbar, und die Korrelation mit der
tatsächlichen Veränderung der Kriegs-Strategien der Regierungen macht
einen Vorsatz deutlich sichtbar. Strafrechtlich zu klären wäre hier nur
noch die Frage, ob der neue Heldentypus diese Gräuel initiativ
hervorrufen (zukünftige Straftat), oder nachträglich (bereits begangenen
Straftat) rechtfertigen soll, oder beides.

Ich hoffe Sie können nachvollziehen, dass sich mir bei einer Betrachtung
dieser Zusammenhänge vor Entsetzen über diese abgrundtiefe
Bösartigkeit des politischen Systems und seiner Handlanger in den
Sendeanstalten der Magen umdreht, und dass ich aus
Gewissensgründen nicht anders kann, als die Zahlung der GEZ-
Gebühren zu verweigern.

Ich bin mir bewusst, dass Sie, der diese Zeilen liest, nur bei der GEZ
angestellt sind, dass Sie keine Befugnis haben in irgendeiner Form auf
meine Argumente einzugehen, sondern mir lediglich stereotype
Antworten versenden dürfen, die mich an meine Beitragspflicht erinnern
sollen. Wenn Sie tatsächlich keine Entscheidungsbefugnis haben, dann
bitte ich Sie, aus Gewissengründen diesen Vorgang an Ihre
Vorgesetzten oder die Rechtsabteilung weiterzureichen, die dann
hoffentlich entscheidungsbefugt sind.

Sollte ich von der GEZ eine weitere Mahnung erhalten, werde ich
voraussichtlich unter Vorbehalt bezahlen, damit Sie rechtlich keine
Handhabe gegen mich haben, und dann im nächsten Schritt gegen die
für die Sendeinhalte Verantwortlichen wegen Verstoßes gegen § 129a
(5), § 130 a und § 131 Strafanzeige erstatten, sowie gegen Sie
persönlich wegen § 240 StGB Nötigung. Letzterem können Sie
vorbeugen, indem Sie die Bearbeitung des Vorganges um sich selber
nicht strafbar zu machen verweigern und den Vorgang an Ihren
Vorgesetzten abgeben. Diesem steht selbstverständlich dieselbe
Möglichkeit frei. So hoffe ich letztendlich die Verantwortlichen mit meiner
Weigerung berühren zu können.

Mit freundlichen Grüßen,


Rundfunkstaatsvertrag
§ 3 Allgemeine Grundsätze(1) Die (…) Landesrundfunkanstalten, das
Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), das Deutschlandradio und alle
Veranstalter bundesweit verbreiteter Rundfunkprogramme haben in ihren
Angeboten die Würde des Menschen zu achten und zu schützen; die
sittlichen und religiösen Überzeugungen der Bevölkerung sind zu achten.
Die Angebote sollen dazu beitragen, die Achtung vor Leben, Freiheit und
körperlicher Unversehrtheit, vor Glauben und Meinungen anderer zu
stärken.

§ 10 Berichterstattung, Informationssendungen, Meinungsumfragen(1)


Berichterstattung und Informationssendungen haben den anerkannten
journalistischen Grundsätzen, auch beim Einsatz virtueller Elemente, zu
entsprechen. Sie müssen unabhängig und sachlich sein. Nachrichten
sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen
Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen. (…).

§ 11 Auftrag(1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist,


durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und
Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher
Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen
und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-
rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen
umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale
und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu
geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die
europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in
Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung,
Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. (…) Die öffentlich-
rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die
Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung,
die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu
berücksichtigen.

§ 41 Programmgrundsätze(1) Für die Rundfunkprogramme gilt die


verfassungsmäßige Ordnung. Die Rundfunkprogramme haben die
Würde des Menschen sowie die sittlichen, religiösen und
weltanschaulichen Überzeugungen anderer zu achten. Sie sollen die
Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland sowie die internationale
Verständigung fördern und auf ein diskriminierungsfreies Miteinander
hinwirken. Die Vorschriften der allgemeinen Gesetze und die
gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der persönlichen Ehre sind
einzuhalten.

Strafgesetzbuch (StGB)

§ 129 a Bildung terroristischer


Vereinigungen
(1) Wer eine Vereinigung (§ 129 Absatz 2) gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit
darauf gerichtet sind,
Mord (§ 211) oder Totschlag (§ 212) oder Völkermord (§ 6 des
Völkerstrafgesetzbuches) oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit (§ 7 des
1.
Völkerstrafgesetzbuches) oder Kriegsverbrechen (§§ 8, 9, 10, 11 oder § 12 des
Völkerstrafgesetzbuches) oder
2. Straftaten gegen die persönliche Freiheit in den Fällen des § 239a oder des § 239b
zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, wird mit
Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit
darauf gerichtet sind,
einem anderen Menschen schwere körperliche oder seelische Schäden, insbesondere der
1.
in § 226 bezeichneten Art, zuzufügen,
Straftaten nach den §§ 303b, 305, 305a oder gemeingefährliche Straftaten in den Fällen
der §§ 306 bis 306c oder 307 Abs. 1 bis 3, des § 308 Abs. 1 bis 4, des § 309 Abs. 1 bis
2.
5, der §§ 313, 314 oder 315 Abs. 1, 3 oder 4, des § 316b Abs. 1 oder 3 oder des § 316c
Abs. 1 bis 3 oder des § 317 Abs. 1,
3. Straftaten gegen die Umwelt in den Fällen des § 330a Abs. 1 bis 3,
Straftaten nach § 19 Abs. 1 bis 3, § 20 Abs. 1 oder 2, § 20a Abs. 1 bis 3, § 19 Abs. 2 Nr.
2 oder Abs. 3 Nr. 2, § 20 Abs. 1 oder 2 oder § 20a Abs. 1 bis 3, jeweils auch in
4.
Verbindung mit § 21, oder nach § 22a Abs. 1 bis 3 des Gesetzes über die Kontrolle von
Kriegswaffen oder
5. Straftaten nach § 51 Abs. 1 bis 3 des Waffengesetzes
zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, wenn eine der
in den Nummern 1 bis 5 bezeichneten Taten bestimmt ist, die Bevölkerung auf erhebliche
Weise einzuschüchtern, eine Behörde oder eine internationale Organisation rechtswidrig mit
Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt zu nötigen oder die politischen,
verfassungsrechtlichen, wirtschaftlichen oder sozialen Grundstrukturen eines Staates oder
einer internationalen Organisation zu beseitigen oder erheblich zu beeinträchtigen, und durch
die Art ihrer Begehung oder ihre Auswirkungen einen Staat oder eine internationale
Organisation erheblich schädigen kann.
(3) Sind die Zwecke oder die Tätigkeit der Vereinigung darauf gerichtet, eine der in Absatz 1
und 2 bezeichneten Straftaten anzudrohen, ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu
fünf Jahren zu erkennen.
(4) Gehört der Täter zu den Rädelsführern oder Hintermännern, so ist in den Fällen der
Absätze 1 und 2 auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren, in den Fällen des Absatzes 3 auf
Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
(5) 1Wer eine in Absatz 1, 2 oder Absatz 3 bezeichnete Vereinigung unterstützt, wird in
den Fällen der Absätze 1 und 2 mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn
Jahren, in den Fällen des Absatzes 3 mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft. 2Wer für eine in Absatz 1 oder Absatz 2 bezeichnete Vereinigung
um Mitglieder oder Unterstützer wirbt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis
zu fünf Jahren bestraft.
(6) Das Gericht kann bei Beteiligten, deren Schuld gering und deren Mitwirkung von
untergeordneter Bedeutung ist, in den Fällen der Absätze 1, 2, 3 und 5 die Strafe nach seinem
Ermessen (§ 49 Abs. 2) mildern.
(7) § 129 Absatz 7 gilt entsprechend.
(8) Neben einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten kann das Gericht die Fähigkeit,
öffentliche Ämter zu bekleiden, und die Fähigkeit, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu
erlangen, aberkennen (§ 45 Abs. 2).
(9) In den Fällen der Absätze 1, 2, 4 und 5 kann das Gericht Führungsaufsicht anordnen (§ 68
Abs. 1).

§ 131 Gewaltdarstellung
(1) 1Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
eine Schrift (§ 11 Absatz 3), die grausame oder sonst unmenschliche
Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art
1. schildert, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten
ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die
Menschenwürde verletzenden Weise darstellt,
a) verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht,
einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht
b)
oder
2. einen in Nummer 1 bezeichneten Inhalt mittels Rundfunk oder Telemedien
a) einer Person unter achtzehn Jahren oder
b) der Öffentlichkeit
zugänglich macht oder
eine Schrift (§ 11 Absatz 3) des in Nummer 1 bezeichneten Inhalts herstellt,
bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, bewirbt oder es unternimmt, diese Schrift
3. ein- oder auszuführen, um sie oder aus ihr gewonnene Stücke im Sinne der
Nummer 1 Buchstabe a oder b oder der Nummer 2 zu verwenden oder einer
anderen Person eine solche Verwendung zu ermöglichen.
In den Fällen des Satzes 1 Nummer 1 und 2 ist der Versuch strafbar.
(2) Absatz 1 gilt nicht, wenn die Handlung der Berichterstattung über Vorgänge des
Zeitgeschehens oder der Geschichte dient.
(3) Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b, Nummer 2 Buchstabe a ist nicht anzuwenden,
wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der
Sorgeberechtigte durch das Anbieten, Überlassen oder Zugänglichmachen seine
Erziehungspflicht gröblich verletzt.

§ 130a Anleitung zu Straftaten


(1) Wer eine Schrift (§ 11 Abs. 3), die geeignet ist, als Anleitung zu einer in § 126 Abs. 1
genannten rechtswidrigen Tat zu dienen, und nach ihrem Inhalt bestimmt ist, die
Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine solche Tat zu begehen, verbreitet
oder der Öffentlichkeit zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer
eine Schrift (§ 11 Abs. 3), die geeignet ist, als Anleitung zu einer in § 126 Abs. 1
1. genannten rechtswidrigen Tat zu dienen, verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich
macht oder
öffentlich oder in einer Versammlung zu einer in § 126 Abs. 1 genannten rechtswidrigen
2.
Tat eine Anleitung gibt,
um die Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine solche Tat zu begehen.
(3) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer einen in Absatz 1 oder Absatz 2 Nummer 1
bezeichneten Inhalt mittels Rundfunk oder Telemedien der Öffentlichkeit zugänglich macht.
(4) § 86 Abs. 3 gilt entsprechend.

§ 140 Belohnung und Billigung von


Straftaten
Wer eine der in § 138 Absatz 1 Nummer 2 bis 4 und 5 letzte Alternative in § 126 Abs. 1
genannten rechtswidrigen Taten oder eine rechtswidrige Tat nach § 176 Abs. 3, nach
den §§ 176a und 176b, nach § 177 Absatz 4 bis 8 oder nach § 178, nachdem sie begangen
oder in strafbarer Weise versucht worden ist,
1. belohnt oder
2. in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich, in einer
Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) billigt,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.