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Ein Service von Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung

Prinzessin Anneli und das liebste


Pony der Welt - Teil 2
Eine Geschichte von Annalena Luchs mit Illustrationen von STEINBECK,
erschienen im Arena Verlag.
Das süßeste Baumhaus der Welt
Mit Eichhörncheneifer legte Pepe los. Er sauste hin und her. Er fegte

stammauf und stammab und wurde nicht schlapp.

Er schleppte Unmengen von Zweigen und weichem Moos an und sogar

Pfefferkuchen hatte er im Gepäck.

„Die schmecken und man kann Dächer damit decken“, erklärte er mit

erhobener Kralle, als Anneli ihn verwundert ansah. Hilde brachte Weidenruten

vom nahe gelegenen Bach und Hoch-Hinaus rupfte mit dem Schnabel

Efeuranken ab.

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Albert zerrte unterdessen mit lautem Ächzen große Äste aus dem Wald. „Ich

bin ein königliches Pony und kein dusseliger Lastesel“, maulte er dabei vor

sich hin.

„Nein, du bist eher ein Maultier!“, japste Pepe außer Atem und guckte sich

hektisch um. „Schnell, schnell! Wir müssen noch einen Nagezahn zulegen!“

„Ja, wir sollten uns sputen“, drängelte auch Hilde, „sonst … uiuiuii.“

Anneli lächelte über die Hektik, die die beiden verbreiteten. „Wieso habt ihr es

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denn so eilig?“, wollte sie wissen.

Aber das Stachelschwein und das Eichhörnchen flitzten schon wieder davon

und riefen noch irgendetwas im Chor. „GGG“, war alles, was Anneli verstand.

Albert stupste sie mit seiner Ponyschnauze an. „Was stottern die denn alle

hier?“, meinte er. Anneli zuckte mit den Schultern. „K-k-keine Ahnung.

Vielleicht ein Sp-p-p-rachfehler?“ Sie zwinkerte ihm zu.

Aber Albert schnaubte nur. „Du, Anneli, mir kribbelt ganz komisch die Mähne.“

„Vielleicht ein F loh?“, kicherte sie. Er schüttelte den Kopf. „Nein, ehrlich. Ich

habe ein mulmiges Gefühl.“

„Ach, Albert, das hast du doch immer“, sagte Anneli. Sie kraulte ihm zärtlich

den weichen Hals und Albert hielt ganz still und schloss die Augen, bis Anneli

ihn mit einem Klaps wieder losschickte, um noch mehr dicke Äste zu holen.

Die brauchte Anneli nämlich für den Boden.

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Die dünnen Zweige verflocht sie zu Matten und zurrte alles mit Weidenruten

und Efeu fest. Daraus wurden die Wände. Sogar einen Balkon mit einem

hübschen Aussichts-Ast bekam das Baumhaus. Und drumherum ein schönes,

hohes Geländer, damit Hoch-Hinaus keine Angst haben musste.

Danach deckten Anneli und Albert das Dach. Das Pony reichte ihr die

Honigkuchen mit dem Maul hoch und Anneli schichtete sie wie Ziegel

übereinander. Wenn keiner hinsah, futterte Albert auch ab und zu einen auf

und grinste dazu wie ein Honigkuchenpferd. Und das war er ja auch

irgendwie.

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Zuletzt bauten sie noch einen winzigen Aufzug und setzten Hoch-Hinaus

hinein. Und schwups, noch ehe die Eule „Hu-hu-huch!„oder „Ho-ho-hoch!“

rufen konnte, war sie schon oben.

Anneli, Hilde und Pepe kletterten

hinterher. Nur Albert nicht. Der blieb

am Boden, wo Ponys nun mal

hingehören, und legte seine Schnauze

auf den Baumhausbalkon. Er, Anneli

und Hilde hielten gespannt den Atem

an, während Pepe ungeduldig von

einem Bein aufs andere hopste.

Hoch-Hinaus tippelte vorsichtig umher und schaute sich alles ganz genau an.

Sogar über das Balkongeländer lugte sie. Aber nur einmal. Und nur ganz kurz.

Und da hielt sie sich schnell die Augen zu und ächzte doch noch: „Hu-hu-huch,

ist das ho-hohoch!“

Dann ließ sie sich auf ihrem Aussichts-Ast nieder und auf ihrem kleinen

Eulengesicht erschien ein Lächeln. Es war sehr breit und sehr, sehr froh. Sie

streckte die Flügel aus und geriet ein wenig ins Wanken. „Das ist das süßeste

Baumhaus der Welt, schuhuhuhu-hubidu“, erklärte sie. Hilde strahlte. „Ja, ist

es nicht richtig borstig geworden?“ „Superduperborstig!“, quiekte Pepe und

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gab allen eine Kopfnuss. Denn so machen übermütige Eichhörnchen das

eben, wenn sie sich ganz doll freuen.

Anneli wurde mitten im Sommer fast weihnachtlich zumute. Vielleicht lag das

aber auch an dem PfefferkuchenDach, das nach Zimt und Nelken, Ingwer und

Kardamom duftete.

Sie wuschelte Albert durch die Mähne und drückte ihm ein Küsschen auf die

Nasenspitze. Denn so machen übermütige Prinzessinnen das eben, wenn sie

sich ganz doll freuen. Und ihre Ponys werden dann ein bisschen rot unter

ihrem Fell.

„Das muss gefeiert werden!“, erklärte Hilde. Sie holte eine karierte Decke aus

Pepes Rucksack und breitete sie auf dem Boden des Baumhauses aus.

„Fehlen nur noch ein paar Leckereien.“ Und damit krabbelte sie einen Ast

entlang.

Erst jetzt bemerkte Anneli, dass

zwischen den großen grünen Blättern

klitzekleine kunterbunte Törtchen

leuchteten. Das Baumhaus thronte in

einem Muffinbaum!

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„Wartet, ich bin auch gleich wieder da“, rief Pepe und schraubte sich in

halsbrecherischen Spiralen den Baumstamm hinauf. Höher und immer höher

kletterte er. Bis er schließlich mitten in die rosa Wolke eintauchte und nur

noch sein Schwanz herausguckte. Anneli hielt den Atem an. Was machte er

denn da?

Kaum ein Eulenaugenzwinkern später kam ein Wolkenstück herabgerauscht.

Das Knäuel landete im Baumhaus und Pepes Kopf tauchte daraus auf. An

seinen puscheligen Ohren klebte rosaroter Flaum und auf seinem Kopf saß,

wie eine Perücke, eine rosarote Haube. Und das sah so niedlich und so

dämlich aus, dass alle lachen mussten.

„Wiehihi„, prustete Albert, und „Schuhuhoho!“, japste Hoch-Hinaus. Pepe

schob beleidigt die Unterlippe vor, aber dann musste er mitkichern. Als er

Annelis erstauntes Gesicht sah, grinste er nagezahnig. „Wir wohnen

schließlich nicht umsonst im Süßen Wald. Bei uns sind sogar die Wolken aus

Zuckerwatte. Aber gut festhalten, die fliegt sonst weg!„, erklärte er und

verteilte großzügig die Leckerei. „Greift tfu!“, nuschelte er mit vollem Mund.

„Mmmm!“, machte Anneli. „Wunderbar!“, wieherte Albert. Nur Hoch-Hinaus

sagte gar nichts. Genüsslich schmatzend saß sie auf ihrem Ast, sah sich die

Welt und den Wald von oben an und war glücklich. Bis auf einmal ein lautes

Stampfen und heiseres Gebrüll zu hören waren. Da schlug sie sich einen

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Flügel vor den Schnabel und hauchte: „Oh nein! Der GGG!“

Besuch aus den Schlabbersümpfen


„Mir ist nach Eule ärgern. Bis sie schluhuhuchzt!“, grölte jemand mit tiefer

rauer Stimme vor sich hin. „He, du alter Bodenhocker“, schallte es über die

Wiese. „Hol schon mal die Taschentücher raus!“

Anneli fuhr herum. Zwischen den Büschen am anderen Ende der Lichtung

erschien ein sonderbares Wesen und das war grässlich hässlich. Mit seinen

kurzen krummen Beinen und der langen krummen Nase erinnerte es sie an

die Gnome aus ihren Märchenbüchern. Aber für einen Gnom war es viel zu

groß. Dieses Wesen hier war nur einen Kopf kürzer als Anneli.

Es hatte einen Mund wie ein Schlund, zwei fies funkelnde Augen, drei

widerwärtige Warzen, vier entsetzliche Eckzähne und fünf fettige Fransen

fielen ihm in die Stirn.

„Was ist das denn?“, raunte Anneli. Mit weit aufgerissenen Augen sah sie zu,

wie der gruselige Kerl über die Wiese stampfte und den Klee zertrat. Hastig

warf sie einen Blick zu Albert hinunter. Doch der hatte sich schon hinter dem

Stamm des Muffinbaums versteckt.

„Das ist der GGG“, flüsterte Hilde verzagt. „GGG?“, wiederholte Anneli und

starrte die anderen fragend an. Hildes Stacheln zitterten. „Der zu groß

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geratene Gnom. Er kommt aus den Schlabbersümpfen.“

„Die liegen zwischen unserem Wald und dem Grauen Gebirge.“ Pepe deutete

nach Norden. Er zog eine lustige Schielegrimasse, aber Anneli hörte, dass

seine Nagezähne leise aufeinanderschlugen. „Alles, was von dort kommt, ist

groß und grässlich und gemein.“

„Und was will er hier?“, fragte Anneli. Hoch-Hinaus blinzelte ängstlich. „Mich

ärgern. Er zieht mich an den Flügeln und bewirft mich mit Schlamm und …

manchmal sagt er, dass er Lust auf Eulenfrikassee hat …“ Sie verstummte.

Unten kam der Gnom näher. Noch hatte er sie nicht entdeckt. „He, Eule!“,

schrie er. „Heute schon geheult?“ Vor dem Baum blieb er stehen. „Seltsam,

wo ist sie denn? Huhu, du blöder Uhu!“

Er sah nach links. Er sah nach rechts.

Er sah nach hinten. Er sah nach vorn.

Er sah nach unten. Er sah … nach

oben.

Schnell zogen Anneli und die anderen

die Köpfe ein. Als der GGG das

wunderschöne Baumhaus der Eule

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entdeckte, zogen sich die Wülste seiner Augenbrauen noch enger zusammen.

„Komm runter, Eule, sonst komme ich hoch!“, brüllte er.

Als Hoch-Hinaus keinen Pieps machte, sondern sich mit den Flügeln die

Augen zuhielt, versuchte der Gnom, den Baum hochzuklettern. Aber er kam

nicht mal bis zu den untersten Blättern.

Er fluchte und schrie. Doch das hilft ja nie. Er stampfte und drohte mit seiner

Gnompfote. Er hopste und sprang, zornig und lang. Er schlug mit einem Ast

und traf das Baumhaus – fast.

Er fauchte und trat und machte Spagat. Er warf sich gegen den Stamm, bis

das Baumhaus bebte. Aber sosehr er auch tobte: Er kam nicht heran. Und das

Baumhaus kam nicht herunter.

Dann wurde es plötzlich still. Sehr still. Anneli lugte über das Geländer und

schnappte nach Luft.

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Oh nein! Der GGG hatte Albert entdeckt! Mit einem bösartigen Grinsen im

Gesicht und einem dicken Ast in den Pranken stand er vor dem verängstigten

Pony. Albert gab ein jämmerliches Wiehern von sich.

Als Anneli das hörte, bekam sie eine Riesenwut, so dick und borstig wie

Hildes Stacheln. Und mit der Wut wuchs auch ihr Mut. Mit einem großen Satz

hopste sie vom Baum und stellte sich schützend vor ihr Pony. Ihrem Albert

durfte keiner ein Fellhaar krümmen! Gar keiner. Und zu groß geratene Gnome

erst recht nicht. „Lass mein Pony in Ruhe!“, schrie sie den GGG an.

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Anneli versuchte, ihm gegen das Schienbein zu treten. Denn wenn

Prinzessinnen wütend werden, dann aber so richtig.

Der Gnom wich ihr aus. „Sieh an, sieh an“, krächzte er. „Wen haben wir denn

da?“ Er blähte die ohnehin großen Nasenlöcher und schnuffelte. „Ein

Prinzesschen!“

Anneli stemmte die Hände in die

Hüften und machte sich so groß wie

möglich. „Ich bin kein Prinzesschen,

du mickriger Kerl!“

Der GGG lachte nur heiser. Er kam

näher und streckte die Hand nach ihrem Krönchen aus.

Doch auf einmal drängte sich jemand zwischen sie. Es war Hilde. Eine

ziemlich wilde Hilde. So klein sie auch war, baute sie sich vor dem Gnom auf

und trappelte zornig mit den Füßen. Die spitzen Stacheln hatte sie

angriffslustig aufgestellt. „Mooomentchen“, fauchte sie ihn an und ihre

Stimme klang auf einmal gar nicht mehr so schüchtern. „Momentchen mal!

Da musst du erst an mir vorbei. Und ich steche!“

Das brachte Anneli auf eine Idee. Sie riss sich die Krone vom Kopf und reckte

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dem GGG die goldenen Zacken entgegen. Und dann rückten sie ihm

gemeinsam auf den Pelz. Unten stachelte Hilde und oben stachelte Anneli.

Hilde pikste ihn in die knubbeligen Knie und Anneli in die lange Nase und in

den Bauch.

„Aua!„, fluchte der Gnom und riss die Hände hoch. „Das sticht wie Hölle!“

„Nein, wie Hilde„, ertönte Pepes Stimme von oben. „Und ich kann

EichhörnchenKarate!“ Dazu schlug er mit den Pfoten in die Luft und stieß eine

Reihe quietschiger Kampfschreie aus: „Haijaa! Bäng! Wusch!“ Er stützte sich

auf dem Schwanz ab und kickte mit den Hinterbeinen. Und dann feuerte er

eine Nuss auf den GGG. Und noch eine und noch eine. Dabei schmetterte er

ein Lied:

„Wir sind nicht allein,

wir haben ein Stachelschwein!

Und wenn ein oller Gnom

meint, er kann uns drohn,

dann holn wir unsere Hilde

und die sticht, sticht, sticht

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den Bösewicht-wicht-wicht!“

Hoch-Hinaus lugte vorsichtig durch die Federn und nahm schließlich die

Flügel von den Augen. Die kleine Eule schluckte, dann sprang sie über ihren

Schatten und aufs Balkongeländer. „Huaaaa!“, kreischte sie und schwankte

wie ein Schiff im Sturm. „Nicht runterschauen. Nuhuhur nicht

ruhuhuhunterschauen!“ Mit kleinen Trippelschritten drehte sie sich um, reckte

ihr Hinterteil vor und machte dem Gnom mitten auf den Kopf.

Und sogar der Muffinbaum schien auf ihrer Seite zu sein. Denn plötzlich flog

dem Fiesling auch noch ein überreifes Törtchen ins Gesicht. F latsch, klatsch,

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schon war es Matsch!

Der GGG jaulte auf. Das war zu viel für ihn. Er ließ den Ast fallen und nahm

Reißaus.

„Geh zurück in deinen Sumpf, du alte Heulsuse! Und lass dich hier nie wieder

blicken!“, rief Hoch-Hinaus ihm hinterher. Und Pepe fiepte: „Verschwinde wie

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ein Pups im Winde!“

Anneli atmete auf. Puh, das war knapp gewesen! Aber für heute war der GGG

in die Flucht geschlagen. Sie schlang Albert die Arme um den Hals und

schmiegte sich an ihn. Durch sein Fell hindurch spürte sie, wie sein Herz

aufgeregt pochte.

Im Baumhaus riss Pepe jubelnd die Arme über den Kopf, verlor das

Gleichgewicht, stürzte in die Tiefe – und landete mit einem „Hoppala“ auf

Annelis Schulter.

Als Hoch-Hinaus das sah, wurde sie ein wenig blass um die Schnabelspitze.

Sie krallte sich am Geländer fest und Anneli musste auf Alberts Rücken

steigen und sie behutsam herunterheben.

Unten angekommen fielen sich alle in die Arme. Bis Hilde zu doll stachelte.

Da ließen sie sie schnell wieder los. Anneli entging nicht, dass das

Stachelschwein ein wenig gekränkt war. Es schob die Unterlippe vor und gab

ein grantiges Grunzen von sich. Schnell streichelte sie Hilde über die

schwarze Nasenspitze – ihre einzige weiche Stelle.

„Hilde“, erklärte sie, „hiermit ernenne ich dich zur königlichen HHH!“ „Was

heißt das?“, wollte Hoch-Hinaus wissen. Anneli lächelte. „Holde Heldin mit

Herz.“

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„Nöö! Das heißt hammerharte Hilde!“, rief Pepe dazwischen und alle lachten.

„Tausend Dank, dass ihr drei uns so toll geholfen habt“, sagte Anneli und

Albert nickte so kräftig dazu, dass seine Mähne flog. „Das war unheimlich

mutig von euch.“

Pepe turnte von Annelis Schulter auf ihren Kopf und ließ sich in ihrem

Krönchen nieder. „Dafür sind Freunde doch da, oder?“, meinte er und grinste

sehr breit und sehr zufrieden. Und da pflückte Anneli ihn von ihrem Kopf und

drückte ihn gleich noch einmal.

Ehe er im Überschwang wieder Kopfnüsse verteilen konnte oder Hilde wieder

kuscheln wollte, sprang sie schnell auf Alberts Rücken. „Es ist schon spät“,

sagte sie und winkte. „Albert und ich, wir müssen jetzt zurück zum Schloss.“

„Hach, ein Schloss!“ Auf Hildes Gesicht erschien ein verträumtes Lächeln.

„Wie gerne würde ich auch einmal in einem richtigen echten Schloss wohnen.

Und wenn es nur für eine einzige Nacht wäre!“ Sie seufzte so borstig tief, wie

nur Stachelschweine seufzen können, und durch ihre Stacheln lief ein

sehnsüchtiges Zittern.

Und da begann Anneli ebenfalls zu lächeln. Denn sie hatte schon so eine Idee,

wie sie Hildes Herzenswunsch erfüllen konnte. Dafür sind Freunde nämlich

auch da.

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Teil 2
Autor: Annalena Luchs
Illustration: STEINBECK
Verlag: Arena
Alterseinstufung: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3-401-70889-8

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