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Ein Service von Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung

Prinzessin Anneli und das liebste


Pony der Welt - Teil 1
Eine Geschichte von Annalena Luchs mit Illustrationen von STEINBECK,
erschienen im Arena Verlag.
Hier kommt der erste Teil der Geschichte.
Mausalarm!
Im kleinsten Königreich der Welt hinter sieben Bergen, sechs Zwergen, fünf

Wiesen, vier Riesen, drei Seen, zwei Feen und einem tiefen blauen Meer, da

wohnte Prinzessin Anneli. So winzig war das Königreich, dass es hinter dem

Schlossgarten auch schon wieder zu Ende war.

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Und der Schlossgarten war von einer hohen Dornenhecke umgeben. Nur zu

gern hätte Anneli gewusst, was sich auf der anderen Seite befand. Doch die

Hecke war dicht und dunkel und undurchdringlich, wie Dornenhecken eben so

sind.

Und wenn Anneli ihre Eltern fragte, machten der König und die Königin nur ein

ernstes Gesicht und sagten: „Das ist das Ende der Welt. Das weiß doch jeder.

Und gefährlich noch dazu.“

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Pustekuchen !, dachte Anneli und stampfte unter ihrem langen rosafarbenen

Kleid mit dem Fuß auf. Von wegen Ende der Welt! Sie hatte es genau

gerochen und gesehen: Über die Hecke wehten die süßesten Düfte und die

buntesten Schmetterlinge kamen von der anderen Seite geflattert. Nein, so

schnell gab sie nicht auf. Denn wenn Prinzessinnen etwas wollen, dann

wollen sie es.

Anneli hatte einen Plan und sie hatte ein Pony. Der Plan hieß springen. Das

Pony hieß Albert und war wunderbar weich und weiß. Tag für Tag ritt Anneli

mit ihm im Schlossgarten aus und übte.

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Und Albert sprang. Mühelos hopste er über Bänke, Rosenbeete, ja sogar die

Springbrunnen. Nur über die dichte dunkle Dornenhecke hüpfte er nicht. Denn

wenn Ponys etwas nicht wollen, dann wollen sie es nicht. Vor allem wenn sie

Albert heißen und zauberweich sind.

So oft Anneli ihn auch antrieb, so oft blieb er kurz vor der Hecke stehen,

stemmte die Hufe in den Boden und schüttelte seinen Ponydickkopf.

„Ach manno, Albert“, seufzte Anneli dann immer und guckte mürrisch. „Du

bist störrisch wie ein alter Esel.“

Und dann machte ihr Pony albertig-alberne Hoppelschritte oder blies ihr in

den Nacken, bis sie wieder lachte.

Eines sonnigen Sommertages aber, als Anneli wieder einen Anlauf nahm,

flitzte eine klitzekleine Maus unter der Hecke hervor. Albert erschrak sich

sehr. Und weil er vor klitzekleinen Mäusen noch viel mehr Angst hatte als vor

dichten dunklen Dornenhecken, machte er einen gewaltigen Satz. Hoch. Und

höher. Noch höher.

Und schwups!, waren sie über die Hecke hinweg. Und da erschrak sich Albert

gleich noch viel mehr.

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Auf ins Abenteuer!


Am liebsten hätte Albert auf dem Huf kehrtgemacht. Aber dazu hätte er ja

wieder über die Hecke gemusst. Und dort lauerte – pfui Spinne! – die Maus.

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„Uiuiuiui!“, jammerte er.

Anneli dagegen jubelte. Sie beugte sich vor und schmiegte sich an ihn.

„Albert, das hast du ganz toll gemacht!“, flüsterte sie ihm leise ins Ohr.

Alberts Fell sträubte sich. „Aber hier ist es doch g-g-gefährlich“, stammelte er.

„Mir kribbelt es schon richtig unter der Mähne.“

Anneli lachte. „Quatsch mit Himbeersoße! Siehst du hier irgendwas

Gefährliches?“

Er sah sich um. Hin und her und kreuz und quer. „Na also!“, meinte Anneli, als

er nichts sagte.

Denn vor ihnen lag nicht das Ende der Welt, sondern ein echtes Wunderland.

Es war ein Wald, wie sie ihn noch nie zuvor gesehen hatten. Obwohl: Genau

genommen hatten die beiden ja noch nie einen Wald gesehen.

Er war viel grüner und größer als in ihren Büchern und er roch unglaublich gut:

süß und duftig, lecker und luftig. Nach reifen Früchten und Kuchen und Honig

und Abenteuer.

Anneli musste es wohl auch gerochen haben. Denn sie rief: „Auf ins

Abenteuer!“, und trieb ihr Pony an.

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Nur zu gern hätte Albert sich die Ohren zugehalten, aber das ging ja nicht.

Also trabte er schnaubend los, einen breiten geschlängelten Pfad entlang.

Am Wegesrand wuchsen Brombeeren und Blaubeeren so groß wie die Äpfel

im Garten des Königs. Dazwischen reckten Lollis ihre bunten Köpfe wie Pilze

aus dem Boden. Riesige Farne streckten ihre Wedel wie ein grünes

Fächerdach über ihnen aus und ließen die Sonne nur hier und da durchblitzen.

In den Sonnenflecken saßen Schmetterlinge in allen Regenbogenfarben, die

aufflogen, als Anneli und Albert angetrabt kamen.

An manchen Bäumen wuchsen Tannenzapfen, die sich beim genaueren

Hinsehen als Waffelhörnchen mit Eis entpuppten, und kleine Gummibäume

wucherten über den Weg, von denen überreife Gummibärchen plopsten.

Anneli und Albert mussten nur den Mund aufsperren und danach schnappen.

Und das taten sie auch. Albert schmatzte lautstark und hatte schon eine ganz

dunkelrote Blaubeer-Gummibär-Schnute. Denn wenn es einem Pony

schmeckt, dann sieht und hört man das.

Mit dem Finger naschte Anneli einen Klecks Erdbeereis von seiner Nase.

„Siehst du, hier ist es höchstens für die Zähne gefährlich.“

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Noch während Anneli das sagte, ertönte aus der Ferne ein Ruf. „Schuhu!

Schuhuhuhuuuu!“

Es klang klagend und sehr, sehr traurig. Anneli horchte auf. „Hast du das

gehört?“ Albert schüttelte die Mähne. „Nein“, sagte er. Dabei hatte er es ganz

genau gehört.

In diesem Moment erklang das Heulen wieder: „Hu-hu-hu-huuuu !“

Anneli sah ihn an. „Aber jetzt, oder?“ Das Pony schnaubte unruhig und drehte

sich in Richtung Schlossgarten. „Ich finde, das klingt, als ob wir schleunigst

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nach Hause sollten.“

„Pustekuchen!“, widersprach Anneli. „Ich finde, das klingt, als ob jemand

unsere Hilfe braucht!“

Und damit wendete sie Albert zurück in die Richtung, aus der der klagende

Laut kam. Das ging noch ein paarmal so, bis Albert schwindelig war. Anneli

ließ sich von seinem Rücken gleiten.

„Gut, dann gehe ich eben allein“, erklärte sie bestimmt und lief voran. Denn

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unter ihrem Krönchen hatte sie noch einen viel größeren Dickkopf als ihr

Pony.

Und da gab Albert sich geschlagen. „Ach, Anneli“, seufzte diesmal er. „Du bist

störrisch wie ein alter Esel.“

Eine kleine Eule und ziemlich viel Geheule


Es dauerte nicht lang, da kamen sie an eine Wiese. Sie war mit weißen und

rosafarbenen Kleeblüten übersät und duftete nach Honig und Äpfeln. Dicke

Hummeln summten und brummten umher. Schwer von Nektar und Pollen

trudelten sie gegen rot-weiß geringelte Bonbonstangen, die zwischen den

Blüten wuchsen.

Das Beste waren aber die Kleeblätter. Die waren nämlich allesamt vierblättrig.

Eine ganze Wiese voller Glücksklee!

Am Rande der Lichtung stand ein mächtiger Baum.

Anneli legte den Kopf in den Nacken und blinzelte in die Sonne. Ganz oben

entdeckte sie eine rosarote Wolke, die sich in seiner Krone verfangen hatte –

so hoch war er.

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„Schuhu-huhu!“ Da war es wieder, das Heulen. Es kam ganz aus der Nähe.

Doch zu sehen war niemand.

„Hallo?", rief Anneli. „Ist da wer?“

„Wer ist denn da?“, kam es zurück.

„Prinzessin Anneli“, sagte Anneli. „Und Albert, mein Pony.“

Am Fuße des Baums tauchte ein graublauer Kopf aus dem hohen Klee auf. Es

war eine kleine Eule und sie sah inmitten all des Glücksklees sehr unglücklich

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aus. Prinzessin Anneli rannte zu ihr hinüber. Albert trottete zögernd hinterher.

„Und wer bist du?“, fragte Anneli.

„Ich bin Hoch-Hinaus“, schniefte die Eule.

„Hoch-Hinaus", prustete Albert. „Wiehihi!“

„Ja, lach du nur. Wie der GGG“, sagte die Eule. „Ich weiß selbst, dass das ein

komischer Name ist. Vor allem wenn man gar nicht hoch hinaus möchte“,

fügte sie noch traurig hinzu.

Da hörte Albert auf zu prusten. Anneli kniete sich zu ihr ins Gras und hielt ihr

ein rosa getupftes Spitzentaschentuch hin. „Was ist denn los, Hoch-Hinaus?“

Die Eule nahm das Taschentuch und schnäuzte sich pfrrrrrd. „Ich … ich sitze

hier unten, auf der Glückskleewiese“, sagte sie.

Anneli nickte. Das sah sie. „Flieg doch einfach weg, wenn du lieber woanders

wärst.“

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Die großen runden Augen der Eule füllten sich erneut mit Tränen. „Geht nicht.

Nicht mal auf einem Ast kann ich sitzen.“

Anneli kratzte sich am Krönchen. Das verstand sie nicht. „Soll ich dich

rauftragen?“, bot sie an.

„Nein, bloß nicht, schuhuhu-huhicks!“ Die Eule blinzelte hektisch. „Das ist

schrecklich hohoch-huhicks.“

Schon beim Gedanken daran bekam sie vor lauter Aufregung

Schluhuhuckauf.

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Hoch-Hinaus seufzte. „Wenn ich meine Freunde nicht hätte … schuhu. Ohne

Pepe und Hilde wäre ich verloren. Jeden Tag besuchen mich die beiden und

bringen mir was Gutes mit. Trotzdem schäme ich mich, am Boden zu

wohnen.“

Mit ihrem kleinen Eulengesicht guckte Hoch-Hinaus sehnsüchtig den

Baumstamm hinauf. „Ich würde so gern da oben sitzen, wie es sich für eine

Eule gehört. Aber ich … ich traue mich einfach nicht.“

Albert nickte, dass seine seidige Mähne flog. „Ist ja auch höllisch hoch. Und

grässlich gefährlich“, warf er ein.

Die kleine Eule hickste lauter. „Ja, aber am B-Boden auch.“

Anneli stupste das Pony an. „Pssst“, raunte sie ihm zu. „Du machst ihr doch

nur noch mehr Angst. Sie stottert ja schon richtig.“

„Pffff“, schnaubte Albert beleidigt. Mit hoch erhobener Schnauze wandte er

Anneli und Hoch-Hinaus sein Hinterteil zu und begann zu grasen. Ein

vierblättriges Kleeblatt nach dem anderen verschwand in seinem Maul.

Das schmeckte sehr lecker und war ungemein beruhigend. Ein wenig mulmig

war ihm immer noch unter seiner Mähne. Aber mit so viel Glück im Bauch

konnte einem doch gar nichts passieren, oder?

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Nachdenklich betrachtete Anneli seinen Ponypo. „Hm„, machte sie und

kratzte sich hinter dem Krönchen. „Hm-hm-hm.“

Sie musste sich etwas einfallen lassen, wie sie der kleinen Eule helfen konnte.

Und zwar dringend! Gedankenverloren rupfte sie sich eine Zuckerstange aus

und schleckte daran.

Da raschelte es plötzlich im hohen Gras und die Blüten wogten hin und her.

Gleich darauf kamen ein rostrotes Eichhörnchen und ein schwarzbraunes

Stachelschwein zum Vorschein. „Huhuch“, rief Hoch-Hinaus. „Pepe und Hilde,

müsst ihr mich immer so erschrecken?“

Pepe, die wilde Hilde und ein borstig guter Plan


Das Eichhörnchen nahm seinen Rucksack ab und wirbelte einmal um die

eigene Achse. „Hier kommt der Gaumenschmaus für Hoch-Hinaus!

Lakritzschnecken und Zimtschnecken – lass sie dir schmecken! Große

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Nüsse, kleine Nüsse, runde Nüsse, platte Nüsse, frische Nüsse, olle Nüsse

und – tadaaa – wurmige Nüsse! Die magst du doch am allerliebsten.“

Der kleine Kerl drehte seinen Rucksack um und ein Berg Süßigkeiten und

Nüsse purzelte heraus. Dann entdeckte er Anneli und Albert. „Oh. Hallo! Wie

geht’s denn so?“

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„Schon wie-hie-hieder eine Maus!“, wieherte Albert und machte einen Hopser

zurück. „Mit ganz langem Schw-w-wanz!“

„Gestatten“, sagte das Eichhörnchen und verbeugte sich so tief vor Anneli,

dass seine Nase fast den Boden berührte. „Pepe. Weltbester Baumkletterer,

Weithopser, Nüsseknacker und Eich-hörn-chen“, fügte es an Albert gewandt

hinzu.

Albert beäugte ihn misstrauisch. „Und wo ist dann dein Hörnchen?“

„Und wo ist dein Pony, hm?“, fiepte Pepe patzig. Er funkelte Albert an und

Albert funkelte zurück. Er stemmte die Pfoten in die Hüften und Albert

stampfte mit dem Huf.

„Wie schön, dich kennenzulernen, Pepe“, ging Anneli schnell dazwischen. „Du

bist der Freund von Hoch-Hinaus, stimmt’s?“

Pepe nickte und sah gleich etwas friedlicher aus.

„Und du musst Hilde sein“, sagte Anneli und drehte sich zu dem

Stachelschwein um.

„Und du?“ Hilde sah Anneli neugierig an. In ihre schwarzen Augen trat ein

verträumter Ausdruck und sie kam ganz nah an Anneli heran. „Bist du etwa

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eine Prinzessin? So richtig echt?“, fragte sie und berührte mit der Pfote das

rosafarbene Kleid.

Anneli nickte. „Richtig echt. Ich bin Anneli. Und das ist mein Pony Albert. Und

du bist ein richtiges, echtes Stachelschwein?“, fragte sie zurück und tippte mit

dem Finger einen von Hildes Stacheln an. Und der pikste.

So richtig echt, dass Anneli den Finger schnell in den Mund steckte. „Daf ift

aber lieb von euch, daff ihr Hoch-Hinauf jeden Tag befuchen kommt und ihr

waf Feinef bringt“, nuschelte sie.

Pepe nickte eifrig. „Na klaro, dafür sind Freunde doch da.“

„Sagt mal, habt ihr nicht irgendeine Idee, wie wir Hoch-Hinaus vom Boden

wegkriegen?“, fragte Anneli.

Pepe mümmelte an seiner Unterlippe, nagte an seinen Krallen und kaute

nachdenklich an der Schwanzspitze. „Ich könnte mit ihr klettern üben“, schlug

er vor. „Jeden Tag ein bisschen weiter.“

Hoch-Hinaus sträubte die Flügelfedern.

Hilde zuckte die Borsten. „Ich könnte sie mit meinen Stacheln in den Po

piksen. Dann geht sie ganz von allein in die Luft.“

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Hoch-Hinaus sträubte die Federn am Bauch.

Albert lugte Anneli über die Schulter. „Ich könnte sie auf den Rücken nehmen

und ganz hoch mit ihr springen.“

Hoch-Hinaus sträubte die Federn am Kopf.

„Oder ich nehme dich mit ins Schloss“, überlegte Anneli laut. „Da könntest du

mit mir im Turmzimmer wohnen und ab und zu aus dem Fenster gucken.“

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„Oh, ins Schloss“, murmelte Hilde mit glänzenden Augen.

Aber Hoch-Hinaus schüttelte den Kopf. Ihr Gefieder stand nun wild in alle

Richtungen ab. „Das ist lieb“, seufzte sie. „Aber ich gehöre hierher, in den

Wald. Zu meinem Baum. Das ist doch mein Zuhause.“

Anneli kratzte sich mit ihrem Krönchen am Kopf. Baum. Zuhause, dachte sie.

Baum. Haus, überlegte sie. Baumhaus, schoss es ihr durch den Kopf.

„Das ist es!“, rief sie und sprang auf. Sie schnappte sich die verdutzte Eule

und wirbelte mit ihr im Kreis herum, dass ihre Röcke flogen und Hoch-Hinaus

der Kopf schwirrte. „Ein Baumhaus!“, trällerte Anneli. „Wir bauen ein

Baumhaus für dich! Und zwar genau hier, in deinem Lieblingsbaum.“

Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und deutete auf zwei dicke Äste. Sie

waren genau nebeneinander und wie geschaffen dafür.

Und da legte sich Hoch-Hinaus’ Gefieder wieder und ihre großen runden

Eulenaugen wurden noch viel runder und größer. „Schjuhu !“, rief sie entzückt.

„Einsame Stachelspitze!“, rief Hilde.

„Superduper!“, fiepte Pepe und klatschte so wild in die Pfoten, dass er aus

Versehen danebentraf.

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Nur Albert graste einfach weiter, bis Anneli ihm einen Klaps auf den Ponypo

gab und sagte: „Fertig mit Futtern.“

Das war der erste Teil der Geschichte. Im zweiten Teil geht es spannend
weiter mit Anneli, ihren Freunden und dem Baumhaus.

Prinzessin Anneli und das liebste Pony der Welt -


Teil 1
Autor: Annalena Luchs
Illustration: STEINBECK
Verlag: Arena
Alterseinstufung: ab 7 Jahren
ISBN: 978-3-401-70889-8

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