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!

Dieter Ko

306
Benziner
undDiesel
ab September'93 mlr
dH

lfroioil TT Erklärt die Autotechnik


Senkt Werkstatt- und Betriebskosten
lbuchI I Beschreibt al le Wartungsarbeiten
lUerlag
I T Hilft bei Panne und Reparatur l4
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Umschlagentwurfund Buchgestaltung:Anita Ament.


Umschlagfoto:Peugeot.

tsBN3-613-01566-1
Auflage Nr. 101 6905
Copyright by Motorbuch Verlag, Postfach 103 743, 70032 Stuttgart; ein Unternehmender
Paul Pietsch-VerlageGmbH & Co.
Sämtliche Rechte der Speicherung,Vervielfältigun!7und Verbreitungsind vorbehalten.
Die in diesem Buch enthaltenenRatschlägewerden nach bestem Wissen und Gewissenerteilt,
jedoch unter Ausschlußleglicher Haftung.
Dieser Band entspricht dem Kenntnisstandzum Zeitpunkt der Drucklegung.Abweichungendurch
Weiterentwicklungder beschrieb€nenFahzeuge, geänderteAnweisungendes Fahrzeug-Herstellers
bzw. neuere gesetzlicheBestimmungensind möglich.
Fotos: Bosch, Lautenschlager,Nauck, Peugeot,.Fliesen.
Zeichnungen:autopress, Beru, Bosch, Brunner,Haeberle, Holert, Pirelli,Peugeot, Uniroyal,
Volkswagen,ZF.
Schaltpläne:Peugeot.
Bildgrafik:Ulrike Nülsen.
Repros:SKS Repro GmbH, 72124Pliezhausen.
Satz:VaihingerSatz + Druck, 71665 Vaihingen.
Druck: Dr. Cantz'sche Druckerei.73760 Ostfildem.
Bindung: Wilhelm Nething, 73235 Weilheim.
Printed in Germany.

2
Thomas.|.autenschlager
Thomas Nauck

Peugeot306
Benzinerund Diesel
ab September'93

Motorbuch Verlag
Stuttgart
Seite

7
Wartungsintervalle,Erläuterungenzum Wartungsplaninnenauf der hinterenUmschlagseite,Arbeiten
für den Selbsthelfer,Fahrzeugdaten

Pflegeplatz,Wagenheber,Wagen abstützen,Mietwerkstatt

11
Die Einzelteileim Motorraumder Peuoeot-306-Modelle

tc
Motorö|,Ölstand,Ölverbrauch,Ölsor1en,Ölspezifikationen,
Ölviskosität,ölwechset,öttilter, Servolenkung,
Getriebeölstand,ATF-Standim automatischenGetriebe,SonstigeSchmierstellen
l

23
Motor-Versionen,Einzelteile,Motorschmierung,Motorundichtlgkeiten,Einfahren,Lebensdauer,Kompressi-
onsdruck,ObererTotpunkt, Zahnriemen,Steuerzeiten,Ventilspiel,Motorgeräusche,Motorschaden,Arbeiten
am Zylinderkopf, Motorausbau

43 Er@@
Motor-Technik, Diesel-Prinzip,Motorschmierung,Motorundichtigkeiten,Kompressionsdruck,Zahnriemen,
Ventilspiel, Motorausbau, Diesel-Einspritzung,Kraftstoffilter,Turbolader, Ladeluftkühler,Vorglühanlage,
Störungssuche

59
Einzelteile,
Zustandsbeurteilung,
Aus- und Einbau,Lambdasondeausbauen

63 ffi
Abgas-Entgiftung,Abgasrückführungbeim Saugdiesel

o4
Funktion,Kühlflüssigkeit,Frostschutz,Kühler,Kühlerschläuche,
Thermostat,Wasserpumpe,Kühlerventilator,
Störungsbeistand

76
Tank, Tank-Entlüftung,Geberfür Tankanzeige,Kraftstoffleitungen,
ElektrischeKraftstoffpumpe,Störungenan
der Kraftstoff pumpe, Kraftstoffilter

81
Luftfiltereinsatz,Filtergehäuse,Ansaugluft-Vorwärmung,Ansaugrohr-Beheizung,Drosselklappenstutzen-
Beheizung

85
Einzelteile,
Funktion,Störungenund Eigendiagnose,
Selbsthilfean den Einzelteilen,
Sichtprüfung,Bauteilprü-
fungen,Abgas-Untersuchung,Lambdasondeprüfen,Gaszug,Störungsbeistand

95
Einzelteile,Funktion,Lambda-Regelung,
Selbsthilfean den Einzelteilen,
Sichtprüfung,
Bauteilprüfungen,
Einzelteileausbauen,Abgasuntersuchung,Störungsbeistand
Seite

EEtrüttml rc4
Kupplungprüfen,Kupplungseinstellung,
Funktion, Aus- und Einbau,Zustandder Kupplungs-
Kupplungszug,
teile,Ausrücklager,
Störungsbeistand

110
Schaltungsprobleme,
Schaltgetriebe, AutomatischesGetriebe,
StörungsbeistandGetriebe,Getriebe-Ausbau,
Achsantrieb,
Getriebesteuerung,
elektronische Antriebswellen,
Antriebswellen-Manschetten, Störungs-
beistandAntriebswellen,Antriebsqelenke

118

Lenkrollradius,
Vorderradaufhängung, Radeinstellung,
Störungsbeistand, Lenkung,Servolenkung, Feder-
beine,Stoßdämpfer,Hinterachse,Prüf- und Wartungsarbeiten,Einzelteileausbauen

IJJ

E@
Funktion,
Bremsflüssigkeit,
Scheibenbremsen,Bremspedalwegprüfen,Trommelbremsen, Handbremse,Haupt-
Bremskraftverstärker,
bremszylinder, Arbeitenan der Bremshydraulik,
Bremskraftregler, Störungsbeistand
153
@
Funktion,Hydraulikeinheit,
Drehzahlgeber, Störungenam ABS-System
Steuergerät,
155

Die richtigenReifen,Felgen,Reifendruck, Radwechsel,


Reifenzustand, Notrad,Rad-Unwuchten
159

@
Bauteile,"Masse",Orientierungshilfen,
Messungen,Elektronische
Elektrik,Elektrische Leitungen,Kabel-
steckverbindungen
Sicherungen,Sicherungskasten,Relaisund Steuergeräte,
Schaltrelais

E@EIE@
Schaltpläneder
zu den Schaltplänen,VerschiedeneSchaltplantypen,Bauteile-Verzeichnis,
Wissenswertes
einzelnenFahrzeug-Baugruppen und -Ausstattungen to/

Batterie-Daten,
Batterie-Reserven, Batterieausbau,Ladezustand,
WartungsfreieBatterie,Batteriesäurestand, 182
Batterieladen,Startenmit leererBatterie,Wagen anschleppen

EEE[[@
Leistung,Vorsichtsmaßnahmen,
Drehstrom-Generator, Selbsthilfean Gene-
Ladekontrolle,Spannungsregler, 186
ratorund Regler,Keilrippenriemen,
Störungsbeistand,Fahrenmit defekterLichtmaschine

E@ 191
Bauartund Funktion,Anlasserausbau, Störungsbeistand
Schleifkohlen,

193
Aufgabeder Zündung,Zündverstellung, Zündsysteme, Funktionder Zündspule,Funktiondes Steuergeräts,
Geberfür Motordrehzahl,Arbeitenan der Zündanlage,Störungssuche,Zündkabel,Zündfolge,Zündkerzen,
Zündzeitpunkt
Seite

200
Glühlampen,Scheinwerfer,Nebelscheinwerfer,Scheinwerfereinstellung,
Leuchtweitenregulierung,
Lampen-
wechsel rund ums Fahaeug, Rückfahrlichtschalter,
Türkontaktschalter,
SonstigeLeuchten,Schalterbeleuch-
tung, Leuchten am Armaturenbrett

213
Blink- und Wamblinkanlage,Blinkrelais,Bremsleuchten,Bremslichtschalter,Störungsbeistände,Hupe, Lichthupe

216
und -leuchten,Kombi-lnstrumentzerlegen,Tachometer,Zeituhr,Anzeigeund Kontrollin-
Kontrollinstrumente
strumente,Schalter,Zündschloß,HeizbareHeckscheibe,Scheibenwischer,Scheibenwascher.Scheinwerfer-
Reinigungsanlage,ElektrischeSpiegelverstellung,
Zentralverriegelung,
Elekrische Fensterheber,Radio, Laut-
sprecher

242
Funktionsprüfung,Lüftungsfilter,Luftgebläse, Heizungs-/Lüftungsbetätigung,
Gebläseschalter,Luftdüsen,
Betätigungszug,Störungsbeistand

245
Armaturenbrett, Mittelkonsole,Sitze, Kopfstützen,Verkleidung,Sicherheitsgurte

252
Frontblech,Stoßfänger,Motorhaube,Haubenzug,Wagenfront,Stoßfänge,Kotflügel,Radhausschalen, Seiten-
leisten,Türen, Schlösser,Fenster,Außenspiegel,Heckklappe,Schiebe-/Austelldach,
Scheiben,Unterboden-
schutz

266
Reihenfolgeder Fehlersuche,FehlerquelleElektrik,FehlerquelleZündung, FehlerquelleKraftstoffuersorgung,
Verzeichnisder Störungsbeistände

268
Motor, Kraftstoffanlage,Kraftübertragung,Fahrwerk, Bremsanlage,ElektrischeAnlage, Gewichte

)zo

innen auf der hinterenUmschlagseite


Unterhaltungsprogramm
Wartungsplan'
Damitder,Rivale*fit bleibt,gibt es von Peugeoteinenspeziellauf ihn abgestimmten

O Fürden peugeot 306 geltenje nach Modelljahrund Motor unterschiedlicheWartungsanweisungen:


O Benziner Moäelljahr'gä,eenzinermit XU7-Motorbis Modelljahr'94:Inspektionalle 10000 km oder einmal
jährlich.
b Benziner ab Modelljahr'94,Benzinermit XU7-Motorab Modelliahr'95:Inspektionalle 15000 km oder ein-
maljährlich.
O ÄlleDiesel:Inspektionalle 10000 km oder einmaljährlich'
hinzu.
O Zu diesenGrund-lntervallenkommen noch weitereArbeitenbei höherenKilometerleistungen
vorgenommen und die getauscht
Kühlflüssigkeit werden
O AllezweiJahre muß der Bremsflüssigkeitswechsel "Die
Was
abhängig).
Kilometerleistung für die Abgas-Untersuchung gilt,findenSie im Kapitel
fistnichtvon der
Zentral-Einspritzung").
zu rich- Uorgehensweis
Je nachdem, was zuerst eintritt,sind Sie gehalten,sich nach den Zeit- oder den Kilometerintervallen
ten.Dabeikannes zu Überschneidungen kommen,mit denen man wie folgt umgehen kann:
nicht zu
O Währendder Garantiezeitrichtensie sich streng nach den Vorgaben,um lhre Garantieansprüche
Wenn die 15 000er- bzw. die 10 0O0er-Warlung hierbei nach acht Monaten fällig ist, müssenSie eben
verlieren.
schondannin die Werkstatt.
Ann1";,geht es demjenigen,der nach Jahresfristerst 5000 km auf dem Zähler hat. Die Garantievorschriften
tolerierenkeinenAufschub.
z. B. 14 000 km im
O Nachder Garantiezeitkann man die Wartungstermineflexiblerwahrnehmen:Wenn Sie
den Wartungstermin etwas früher zu legen und so nach ca. 10 Monatenbei
Jahrfahren.wird es sinnvollsein,
;12000 km die Inspektiondurchführenzu lassen.
lnspektions-
Stehtder Terminfür die Abgas-Untersuchungan, kann dieserAnlaß dazu benutzt werden, den
mit auf einen Werkstatt-Termin zu legen. Will es dagegen gar nicht passen, können Sie die Abgas-
lersuchung auch völlig separatin Auftraggeben.
nehmen
Leichterhät es der Selbsihetfer,der flexibelentscheidenkann, wann er welche Arbeitenin Angriff

Fahrzeug-ldentnummer (Pfeil) ist an der Befestigungskante (1) des lin- Der Motorkennbuchstabe (Pfeil) ist am Flansch des Kurbelgehäuses an der
Kotflügels (2) eingeschlagen. Verbindung zwischen Motor (1) und Getriebe (2) eingeschlagen'
Am Heckblech innen im Kotferraum finden Sie
das Typenschild (1) und das Homologations-
schild (2).

Damit Sie zum Arbeitenmit unseremPflegeplannicht ständig hin und her blätternmüssen,haben wir ihn auf
der Innenseitedes hinteren Umschlags abgedruckt.So könnenSie immer mal wiedereinen Blick hinein-
werfen und ArbeitenPunktfür Punkt erledigen.
GemäßunserenErfahrungenhabenwir diesenWartungsplanauf Basisder Peugeot-Wartungsanwersung spe-
ziell für den Selbsthelferzusammengestellt.Dabei wurden einige Punkte zusätzlicheingefügt,andere in den
Intervallenverändert.
AußerdemfindenSie ganzzu Anfangdes WaftungsplanseineAnzahlvon Arbeitenunter der überschrift"Stän-
dige Kontrollen".Diesewartungspunktesolltenöfters durchgeführtwerden.

Fast alle Wartungsarbeitenam Peugeot306 könnenSie selbst durchführen,das entsprechendeWissenliefert


lhnen das vorliegendeHandbuch.FallsdennochWerkstattoder Tankstelleden einenoder anderenWarlungs-
punkt rationellerausführenkönnen, so ist dies im Wartungsplanvermerkt. Die "selbsthelfer-Ampel"wJist
lhnenden richtigenWeg:
Grün: FreieFahrtfür den Selbsthelfer.DieseArbeit könnenSie mit den Kenntnissenaus diesem Buch fachge-
recht ausführenund Geld soaren.
Gelb: Die Arbeitist zwar nicht schwierig,doch es fehlenmeist die notwendigenEinrichtungen. An der Tank-
stellesind Sie in guten Händen.
Rot Halt,hier lassenSie besserlhre Peugeot-Werkstattran. SpezielleWerkzeugeoder Meßgerrätesind erJor-
derlich,der Aufwandan Eigenarbeitlohnt nicht,weil die Werkstattwesentlichschnellerarbeiietoder weiterge-
hendeKenntnisseerforderlich sind.

Garantle- Solangelhr Peugeot306 jünger als ein Jahr ist oder wenn ein wesentlicheBauteileerneuertwurden, verlangt
bedlngungen der Hersteller,daß die Wartungsarbeitentermingerechtin einer Peugeot-Werkstatterledigtwerden. Andern-
beachten falls könnenauch berechtigteGarantieansprüche abgelehntwerden.

Beispielsweisezum Kauf von ErsatzteilenbenötigenSie diverse Fahrzeugdaten,die Sie leicht im Motorraum


auffindenkönnen:
O Die Fahrzeug-ldentnummer (früher:Fahrgestellnummer) ist am Stehblechfür den rechten Kotflügeleinge-
schlagen.
O Die Farb-Nummerder Außenlackierungist am linkenFederbeindomaufgestempelt.
O Das Typenschildmit den wichtigstenFahrzeugdaten(2. B. Gewichte)finden Sie im Kofferrauminnen am
Heckblech.Danebensitzt das Homologationsschild für einigeExpodmärkte(für uns unbedeutend).

Fingerzeig: Lassen Sie es auch in der größten Eile bei Arbeiten unter dem Fahrzeug nie an der fachge-
rechten Abstützung des aufgebockten Fahrzeugs fehlen (siehe Kapitel "Der sichere Arbeitsplatz<).
Behandlungsraum
Nichtjeder Platzist dafür geeignet,um dort Krankheitendes Wagenszu beseitigenoder um regelmäßigeWar-
tungsarbeitendurchzuführen.Auf einem RasenplatzversickernbeispielsweiseÖltropfen,Kraftstoffoder Frost-
schutzunaufhaltsamböse im Erdreich.lst der Untergrundzudem noch weich, wird das Aufbocken nicht nur
schwieriger,sondernauch wesentlichgefährlicher.Wo also arbeiten?

Am günstigstenist eine breite,lange Garageoder ein ähnlicherRaum mit solchenAusmaßen.Der Pflegeplatz


solltegut ausgeleuchtetwerden können,wofür sich Leuchtstoffröhrenund eine Handlampeoder Stehlampe
guteignen.EinigeSteckdosendürfennicht fehlen.HabenSie einenArbeitsplatzmit Montagegrube,könnendie
Arbeitenan der Unterseitelhres Fahrzeugseinfach und bequem durchgeführtwerden. Hinweis:Vor dem
nachträglichen Einbaueiner Grube mit dem zuständigenBauamt sprechen.Wenn lhr Arbeitsraumnoch aus-
reichendhoch ist, könntenSie an der DeckeeinenstabilenHakenbefestigen,um ggf. einen Flaschenzugein-
hängenzu können.Ein mit einem Kunststoff-Anstrich versehenerBoden läßtsich leicht und gründlichreinigen.
StabileRegale,eine Arbeitsflächeoder eine WerkbankrundeneinenweitestgehendperfektenPflegeplatzab.
Dochauch wenn Sie sich keine solchen Möglichkeitenschaffenkönnen,braucht die Selbstpflegelhres Peu-
geot306 nicht zu unterbleiben.VieleReparaturenund fast alle Waftungsarbeitenkönnenbei warmem,trocke-
nem Wetter genauso gut auf einer Fläche mit festem Boden im Freiendurchgeführtwerden. Sorgen Sie für
genügendAblageflächen,bevor Sie mit dem Arbeitenbeginnen.
Vorsichtmit Kraftstoffund Öl auf Asphalt. BeachtenSie auch, daß warmer Asphalt weich wird. Wagenheber
oderUnterstellböckekönntenumkippen!

Fingerzeig:Nicht selten bleiben nach derArbeit Ölspuren auf dem Boden zurück, die man abbinden soll-
te, bevor sie weiter versickern. Hier kann fürs erste ein scharfer Haushaltsreiniger oder Geschirrspül-
mittel helfen. Auch saugende Materialien, wie z. B. Sägemehl, Sand oder Zement, schaffen Besserung.
lm Zubehörhandel und in Baumärkten werden auch spezielle öffleck-Entferner angeboten.

Esgibt verschiedeneWagenhebertypenmit unterschiedlicherBelastbarkeit.


Bordwagenheber:Wenn der Scherenwagenheberbei einem alten Fahrzeugangesetzt wird, dessen Tür-
schwellerbereits durch Rost geschwächtsind, ist Vorsichtgeboten.Außerdemdarf er immer nur auf festen
Untergrundgestelltwerden.
HydraulischerStempelwagenheber: Es gibt preiswerteAusführungen.Sein Vorteil ist es, daß der Wagen
sehrschnellangehobenwerdenkann.Vor dem Kaufdie Hubhöhekontrollieren: Bei zu kurzemHub werdendie
Rädernicht genügendvom Boden abgehoben.Ein zu großerHeber läßt sich gar nicht ansetzen.

Der Bordwagenheber wird don angesetzt, wo


der Falz an der Karosserie-Unterkante zur Seite
um 90" umgebogen ist (Pfeil).
Links: Auch beim Rangierwagen-
heber sollte ein Holzbrettchen (2)
in den Aufnahmetellergelegt wer-
den. Den Peugeot nur am Aggre-
gateträger (1) mit dem Rangier-
wagenheber anheben.
Rechts: Hier ist der Unterstell-
bock (2) mit einer Holzzwischen-
lage (1) an der Karosserieverstär-
kung direkt hinter dem Vorderrad
angesetzt.

Rangierwagenheber:Als noch praktischererweistsich ein solcherHeber,wenn er ein zusätzlichesPedalzum


Hochpumpenhat. Für den Heimwerkergut geeignetist ein kurzer,kleinerRangierwagenheber, der sich leicht
verstauenläßt.Aber es ist zu beachten,daß sich ein Heber mit zu kleinenRädernunter Last kaum noch ran-
gierenläßtund daß die Befestigung der Deichselden Rangiervorgängen standhält.

Wagenhebersind - wie ihr Name schon sagt - nur dazu da, das Fahrzeuganzuheben.Das gilt für Bordwa-
genheber,hydraulischenStempelwagenheber und Rangierwagenheber. Sie sind keinesfalls
eineausreichende
Abstützungfür Arbeitenan der Wagenunterseite.LassenSie es auch in der größtenEile nie an der fachge-
rechtenAbstützungdes aufgebocktenFahrzeugsfehlen!Sonst kann die eigenhändige Reparaturdas Leben
kosten.Zum richtigenAbstützengehörtnatürlichauch das Unterlegender Rädermit Steinenoder Holzkeilen,
damit der WagenbeimAnhebennichtwegrollenkann.

Womit Hohlblocksteinehabensich als preisgünstige Abstützmöglichkeiterwiesen.Sie dür'fenallerdingsnichtfeucht


abstützen? oder rissigsein,sonst könntensie unterBelastungin sich zusammenbrechen. ZwischenSteinund Karosserie
muß ein Brettgelegtwerden,damit sich die Lastgleichmäßig über den ganzenSteinverteilenkann.Der Hoh-
lblocksteinselbstmußsenkrechtauf ebenemund tragfähigemGrund(BetonoderAsphalt)stehen.Ungeeignet
ist weicherBodenoder Rasen.
Unterstellböckestelleneine idealeErgänzungzum Rangierwagenheber dar. Bei allenanderenHebern- aber
auch bei seitlichangesetztemRangierheber - bestehtallerdingsdie Gefahr,daß der auf der gegenüberliegen-
den SeiteangesetzteDreibeinbock einfachzur Seiteweggedrücktwird.Am günstigstenstehtder Bock, wenn
einesseinerBeinenach außenund zweizur Wagenmittehin zeigen.BeachtenSie beim Kauf,daß die Böcke
keinezu kleineStandflächehabensollten.
Kontrollieren Sie beimAnsetzeneinesUnterstellbocks, ob das Blechnirgendwoeingedrücktwerdenkann.Von
Kantholz,wie im Bild oben rechtsgezeigt.
Vorteilist ein zusätzlicheingelegtes
Auffahrrampensind die schnellsteAufbockmöglichkeit. Auch steht der Wagendann absolutsicher.Wichtig
ist,daß die RampeneinerseitseinegenügendhoheseitlicheAbsicherungund nachvorn einenÜberfahrschutz
haben,andererseits aberauch von einemFahrzeugmit Frontspoiler befahrenwerdenkönnen.Als zusätzliche
Sicherungdes Wagenssolltein der Standflächeeine Muldefür die Rädervorhandensein.

Ohne einen geeigneten Platz zum Autobasteln werden alle guten Vorsätze blockiert, und zur Winterzeit
schraubtohnehinniemandohne Not im Freien.Sie könnensich dannaberin einerMietwerkstatt einouartieren.
Dort gibt es Hebebühnen,Grubensowieteilweiseauch Spezialwerkzeug, und die Arbeitsräume
sind winters
beheizt.Mit freienPlätzenin der Mietwerkstattist unterder Woche eherzu rechnenals am Wochenende,wenn
alleAutobastlerzum Werkzeuggreifen.
Die Rechnungmuß aber in der Mietwerkstatt stimmen;Sie müssenlhre Zeit scharfkalkulieren.
Nur wenn die
Arbeitflott von der Handgeht und evtl.ein Helfermitarbeitet,
lohntsichdie Eigenarbeit.
WennSieeineumfang-
reicheReparaturerstmalsselbstausführen,kanndas Experimentdurchdie Summeder angesammelten Stun-
den teurerwerden als der Arbeitsoreisin der Fachwerkstatt.

10
l, -Liter55 kW

Am 55 kW-Motormit MagnetiMarelli-Einspritzung sehenSie folgendeTeile:'l - Federbeinrechts;2 - Geber


f ü r S a u g r o h r d r u c3k -; L i c h t m a s c h i n e ; 4 - Z e n t r a l - E i n s p r i t z u n g , 5 - L u f t f i l t e r g e h ä u6s-eS; t e u e r g e r ä t ; 7 -
Bremsflüssigkeitsbehälter; 8 - Batterie;9 - Sicherungs-und Relaiskasten im Motorraum;10 - ABS-Hydraulik-
einheit;11 - Warmluftklappengehäuse mit Unterdruckdose; -
12 Zündspulenpaket; 13 - Ölmeßstab;14 -
Öleinfüllstutzen; 15 - Warmluft-Sammelblech; 16 - Pumpe der Servolenkung;17 - Ausgleichsbehälter der
Kühlflüssigkeit; 18 - Einfüllstutzen des Scheibenwaschwasserbehälters; 19 - Vorratsbehälter für Servolenkung.
1r6-Liter65 kW

ffi$

lm Motorraumdes 65 kW-Motorsmit Multipoint-Einspritzung sehenSie: '1- Federbeinrechts;2 - Geberfür


S a u g r o h r d r u c3k-; G a s z u g ;4 - S a m m e l s a u g r o h5r ;- D r o s s e l k l a p p e n s t u t z e n , 6 - L u f t f i l t e r g e h ä7u- B
s er e; m s -
kraftverstärker; 8 - Bremsflüssigkeitsbehälter; 9 - Steuergerät; 10 - Batterie;11 - Sicherungs-und Relaiska-
sten im Motorraum;12 - ABS-Hydraulikeinheit; 13 - Zündspulenpaket; 14 - Thermostatgehäuse; 15 - ölmeß-
stab; 16 - Öleinfüllstutzen; 17 - Pumpeder Servolenkung; 18 - Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeit; 19 -
Einfüllstutzen des Scheibenwaschwasserbehälters; 20 - Vorratsbehälter für Servolenkung.

12
1,9-Liter50 kW

D e r M o t o r r a u m d e s 5 0 k W - S a u g d i e s e l m o t o r s : 1 - F e d e r b e i n r e2c- h Stasu; g r o h r ;3 - U n t e r d r u c k p u m p e4; -


Bremskraftverstärker; 5 - Bremsflüssigkeitsbehälter; 6 - Batterie;7 - Sicherungs-und Relaiskastenim Motor-
r a u m8; - L u f t f i l t e r g e h ä u s9e-; K r a f t s t o f f i l t e r1;0 - Ö l m e ß s t a b m i t Ö l e i n f ü l l s t u t z1e1n-;V e r t e i l e r - E i n s p r i t z p u m -
pe;12 - Lichtmaschine; 13 - Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeil; 14 - Einfüllstutzen des Scheibenwasch-
wasserbehälters; -
15 Vorratsbehälter für Servolenkuno.
1rg-Liter66 kW

lm Motorraumdes Turbodieselsmit 66 kW ist zu sehen:1 - Federbeinrechts;2 - Ladeluftkühler;3 - Saugrohr


zumSaugrohr;4-Bremskraftverstärker; 5-Bremsflüssigkeitsbehälter; 6-Freedom-Batterie;7-Sicherungs-
und Relaiskastenim Motorraum;8 - Luftansaugschlauch zum Luftfilter;9 - Verbindungskanal zum Turbolader;
10 - Kraftstoffilter;
11 - Ölmeßstabmit Öleinfüllstutzen;12 - Verteiler-Einspritzpumpe mit Ladedruckanreiche-
rung(LDA);13 - Lichtmaschine; 14 - Ausgleichsbehälterder Kühlflüssigkeit;15 - Einfüllstutzen
des Scheiben-
waschwasserbehälters; 16 - Vorratsbehälterfür Servolenkunq.
Fettnäpfchen
DiewichtigsteAufgabedes Öls ist natürlichdie Schmierungvon Gleitflächen und Lagern,aber das Schmier-
mitteldientauch zur Feinabdichtung der Kolbenringe.Weiterhinmuß es die beim MotorlaufentstehendeRei-
bungs-und Verbrennungswärme abführen.Nicht zu vergessenAbrieb und Schmutz,die vom Öl gebunden
werden,damit sie sich nicht im Motorinnernablagern.Des weiterenschützt das Öl vor Korrosionund dämpft
die Motorgeräusche.

Fingerzeig:Auch wenn lhr Peugeot 306 eine ölstandsanzeige im Kombi-lnstrument besitzt, sollten Sie
auf die ölstandskontrolle 'von Hand* nicht völlig verzichten. Denn leider ist die elektrische Meßmetho-
de nur mäßig genau. Doch wenn schon elektrisch messen, dann richtig: Der Wagen muß genau waag-
recht stehen und am genauesten ist die Messung natürlich morgens vor dem Start, wenn das Öl noch
kalt und vor allem komplett in die Ölwanne zurückgelaufen ist.

WennSie lhrenPeugeot306 erst übernommenhaben(neuoder gebraucht),solltenSie sicherheitshalber bei Ständige


Kon
jedemTankenzum Ölpeilstabgreifen.WennSie erkennen,daß der Motor nur sehrwenigÖl verbraucht,kön-
auf jede zweitebis viede Tankungverlängern.Der Peilstabsitzt in Fahrtrichtung
nenSie das Kontrollintervall
gesenen
O beiden Benzin-Motorenvorn linksnebendem Auspuffkrümmer;
O beimDiesel-Motorvorn linksnebender Einspritzpumpe.
O Wagenauf waagrechtemUntergrundabstellen. O Peilstabziehen,mit sauberem,fusselfreiemLap-
O Nach dem Abstellendes vorher warmgefahrenen pen oder Papiertuchabwischen, bis zum Anschlag
Motorsmindestensfünf Minutenwarten,damit alles wieder hineinschieben,kurz warten und erneuther-
Öt in die Ölwanneabtroofenkann. Besser ist die ausziehen.
Kontrollevor dem ersten Start bei noch kaltem O An der PeilstabspitzekönnenSie nun den Ölstand
Motor. ablesen.
O Vorsichtbei heißgefahrenem Motor,daß Sie sich O Reichtdie Schmiermittelmenge nur noch bis zur
nirgendsdie Hand an umliegendenTeilenverbren- unterenMarkierung,muß Motoröl nachgefülltwer-
nen. den.

Fingerzeige:Wenn Sie über den ölverbrauch lhres Peugeot 306 ganz genau Buch führen wollen, sollten
Sie immer an derselben Stelle messen; am besten vor dem ersten Start. Sie brauchen dann nicht einmal
den Peilstab abzuwischen, da über Nacht aller Schmiersaft in die ölwanne zurückgetropft ist.
SchwarzgefärbtesMotoröl ist für sich allein kein Zeichen, daß das Motoröl gewechselt werden müßte.
Auch kurz nach dem ölwechsel ist der Schmiersaft bald wieder dunkel. Anfallender Schmutz und Abrieb
werden in der Schwebe gehalten, damit sie sich nicht im Motorinnern ablagern.

Links: Bei den Benzin-Motoren


wird zur Ölstandskontrolle der
Peilstab(1)aus dem Führungs-
rohr vorn am Motor gezogen.
NachAbwischen,erneutem Ein-
stecken und Herausziehen des
Peilstabsmuß sich der ölpegel ,,,'l k
v
zwischenden beiden Markierun-
gen (Pfeile)befinden.
Rechts:Der Ölpeilstab sitzt bei
den Diesel-Motoren rechts vom
t
Kraftstoffilter. Der ölpegel muß
sichzwischen den beiden Mar-
kierungen (Pfeile) befinden.
ü nachfüllen Unter die untere Marke sollte der Ölstand nicht fallen. Ein Viertelliterzu wenig ist für den Motor noch nicht
gefährlich.Fehlt mehr Öt und wird der Peugeot306 scharf in die KurvengefahrJn,kann der öldruck gefährlich
abfallen,was die Öldruckkontrolle(hoffentlich)rechtzeitiganzeigt.
Unsinnigist aberauchzu vielSchmiermittel im Motor.Es kannbei hohenDrehzahlen überdie Kurbelgehäuse
Entlüftungin die Brennräumegelangen.Für den Katalysatorist zuviel öt im nbgas genauso gefahrlichwie
unverbranntes Benzin.Folge:es kannzu Schmelzerscheinungen kommen.Bei normalemölverbrauchist das
jedoch ungefährlich.
Bei welchemÖlstandSie nachfüllensollten,hängtvon lhrerFahrweiseab:
O Bei gemäßigtemFahrstilgenügt Nachfüllen,wenn das Niveauan der unterenPeilstabmarkeangelangtist.
O Für scharfe Fahrweiseempfiehltsich Auffüllen,wenn der Ölstand im unteren Drittelzwischenden beiden
Peilstabmarkensteht. Die etwas größereÖlmengekann die Kühlungsaufgaben bessererfüllen.

Fingerzeig:Öl in kleinen Mengen ist teurer als im 3- oder S-Liter-Kanister.Zum Nachfüllen unterwegs ast
ein solches Gebinde aber meist zu unhandlich. Außerdem nimmt es im Kofferraum platz weg. Günstig
ist eine mineralölbeständige 1-Liter-Dose mit Drehversehluß,aus der Sie bei Bedarf fein dosiert nach-
füllen können.

Dal{ manöb Die ÖlsortenallerHerstellerlassensich ohne Gefahruntereinander mischen,auch Einbereichs- mit Mehrbe-
mischen? reichsölen. DieseMischbarkeit ohne schädlicheFolgenist eineGrundforderung der internationalen ölnormen.
Zwar werden spezifischeEigenschafteneines bestimmtenÖls durch die Vermischungmit anderem Motoröl
möglicherweise leichtbeeinträchtigt,da jede ÖlmarkeihreeigeneAdditivkombinationbesitzt.DieSchmierwir-
kung ist jedoch nie gefährdet.Wer sich an die von Peugeotfreigebenenölnormen hält, läuft keineGefahr,daß
eineuntauglicheMischungeinenMotorschaden verursacht.

EinTeildes Motorölsverbrenntbei seinerSchmiertätigkeit. Ölverbrauchist alsovöllignatürlich.Gut eingefah-


rene Motoren kommen mit 0,2 LiterÖl auf 1000 km aus, Peugeotnennt als durchschnittlichenWert einenVer-
brauchvon 0,5 Literje 1000km. WievielÖl lhr Peugeot306 braucht,hängtvon folgendenUmständenab:
O ÖlüberfÜllungbewirkt höherenVerbrauch,denn die Kurbelgehäuse-Enlttittung b-ta"toas Zuvielwieder zum
Motor hinaus.
O Dünnflüssiges Öl verbrenntschnellerals dickflüssiges. Einbereichsöl (das von peugeotnicht freigegeben
ist)wird in heißemZustanddünn wie Wasser,und entsprechendhöherist der Verbrauch.Mehrbereichsölbleibt
dickflüssiger;vor allem bei Langstreckenfahrern macht sich das durch geringerenölverbrauchbemerkbar.
O Mehrbereichsö|,das zu lange im Motor bleibt, wird etwas dünnflüssiger,die obersteZähflüssigkeitsklasse
"geht verloren",entsprechendsteigt der Nachfüllbedarf.
O ScharfeFahrweisetreibt außerdem Kraftstoffkonsumauch den Ölverbrauchin die Höhe. Besonclersstark
wirkt sich dies aus, wenn der neue Motor sofort voll belastetwurde.
O In der Einlaufzeitbrauchtder Motor etwas mehr Schmiermittel.
O Motorundichtigkeiten. Kontrollieren
Sie,wie im Kapitel"Die Motorenund ihr Innenleben*beschrieben.
O Defekt im Motor; z. B. Ventilschaftabdichtungen defekt, Spiel zwischenVentilführungund Ventilschaftzu
groß, Kolbenringeschadhaftoder bei einer Reparaturfalsch eingebaut,beschädigteZylinderwanddurch Kol-
benfresser.

Kein lm winterlichenKurzstreckenbetrieb kann es vorkommen,daß der ölstand zwischenden Messungenüber-


ötuerürauch haupt nicht abnimmt oder gar ansteigt.Das ist kein Grund zur Freude,denn dann ist das Motoröl durch Kraft-
ist verdächtig stoff und Kondenswasserverdünnt. Diese in ihrer Schmiereigenschaftwesentlich beeinträchtigteöttrittung
sollte durch eine regelmäßige,längereFahrt "aufgekocht"werden, damit die Kondensateverdunsten.Sofor.t
anschließendden Ölstandkontrollieren,da der Pegeldurch die verdunstetenBenzin/Wasser-Ahteile erheblich
absinkt! Bei extrememStadtbetriebohne zwischenzeitlicheLangstreckenfahrt solltenSie das öl vor den übli-
chen lntervallen wechseln;evtl.schonnach3000 km oder vier Monaten-
lm Winterrechnetmit einem Kraftstoffanteil im Öl von 2 - 3%o,derjedoch auch nicht überschrittenwerden
sollte.

Die veralteteQualitätsbezeichnung HD-Ö|,die immer noch vereinzeltauftaucht,wurde schon vor langerZeit


durch tiefergreifendeÖlspezifikationen
ersetzt.Diesewurden von mehrerenInstitutenzwar nach unterschied-
lichen,aber tendenziellähnlichenPrüfbedingungenerstellt.Die mit Erfolggeprüftenöle dür-fenals eualitäts-
nachweisdie erreichteSpezifikationauf der Verpackungtragen.

16
Die Grafik zeigt die Verwendbarkeit der verschiedenen
Ölviskositäten in Abhängigkeit von der Außentemperatur
und der ölqualität.

DieQualitätsprüfungenführenzum BeispielfolgendeOrganistionen durch:das AmericanPetroleumInstitute


(APl)und das Comit6des Constructeurs d'Automobilesdu March6Comun(CCMC;die Vereinigung der Auto-
herstellerdes gemeinsamenEG-Marktes).
Egai,ob Sie das Motoröl an der Tankstelleoder im Supermarktkaufen,auf der Verpackungmuß mindestens
eineder gefordertenÖlspezifikationenaufgedrucktsein.

Da bei den relativlangenÖlwechselintervallen


die Gefahrvon Ölschlammbildung
besteht,gibt es von Peuge-
ot genaueÖlvorschriften.
FolgendeSpezifikationenfür Mehrbereichsölegibt Peugeotfrei:
Benzinmotoren: O API SG O CCMCG4 O CCMCG5
Dieselmotor: O A P IC D o ccMc2
Fingerzeig:öle mit der Bezeichnung API CD oder API CC sind reine Dieselöle und dürfen nicht im Ben-
zinmotor verwendet werden. Bisweilen tragen Motoröle aber auch eine Doppelbezeichnung mit Benzi-
ner- und Diesel-Freigaben.Dann sind sie selbstverständlich in beiden Motortypen verwendbar.

DasFließverhalten des Öls - alsodie Dick-bzw. Dünnflüssigkeit


- mußauf die Verwendungim Fahrzeugmotor
abgestimmtsein. Zwei Kriteriengilt es zu erfüllen:
O Es darf nicht zu dickflüssigsein,denn der Anlassermuß den kaltenMotor durchdrehenkönnen,und die
Schmierstellendes Motors müssennach dem Kaltstartsofoft versorgtwerden.
O Es darf nichtzu dünnflüssigsein,denn bei hohenTemperaturen und Drehzahlenkann sonst der Schmier-
film"abreißen".

DieamerikanischeSociety of AutomotiveEngineershat die Öle entsprechendihrer Zähflüssigkeitin Klassen SAE-l(lass


eingeteilt.Die reichenbei Motorölenvom dünnflüssigen WinterölSAE 5 W, 10 W, 15 W über die Zwischen-
stufeSAE20W/20 zu den dickflüssigen SommerölenSAE30, 40 und 50.
Einbereichsöl:Das billigsteMotorölwar früher Einbereichsö|. Für einwandfreieMotorschmierung muß ent-
sprechendder Jahreszeitdick-oder dünnflüssiges Einbereichsöl im Motorsein. Einbereichsölist heutekaum
nochan der Tankstelleoderim Supermarkt erhältlich,
findetaberin FuhrparksnochhäufigVerwendung. Für die
Verwendung im Peugeot306 ist es von Peugeotnichtfreigegeben.
Mehrbereichsöl: Aufwendigerin der Herstellungund deshalb auch teurer als Einbereichsölist das heute
gebräuchlicheMehrbereichsö|.Es besitztals Viskositätsindex-(Vl-)Verbesserer lange Molekülketten,die beim
Erhitzen quellenund beim Abkühlenwiederschrumpfen.Das Öl kann sich damit den Temperaturen elastisch
anpassenund mehrereViskositätsklassen überspannen. EinÖt SRe 15 W-50 entsprichtbei einerTemperatur
von-15" C der Zähflüssigkeitsklasse 15 W und bei 100' C der Klasse50.
Problematischist bei Mehrbereichsölen auf Mineralölbasis,daß die MolekülkettenihrerViskositäts-Verbesse-
rer mit der Zeit abgeschertwerden können.Dann ist die obere Zähflüssigkeitsklasse nicht mehr voll erhalten,
dasÖl alsonichtmehrso temperaturbeständig. Aus diesemGrundist z. B. das Mehrbereichsöl der KlasseSAE
10W-30 in der warmenJahreszeitfür die Peugeot-Motoren nichtfreigegeben.

ZweiKriterienentscheidenbeim Kauf des richtigenMotoröls.Das Öl muß haben:


O Die richtige ölspezifikation. Etikettenschwindelauf der Packungist da äußerstselten,denn die Ölfirmen
überwachen sich gegenseitig.
O Die richtigeölviskosität (Zähflüssigkeit).
Sie hängt von der überwiegendenAußentemperaturab und kann
der Grafikauf der Vorseiteentnommenwerden.

ZusäEe "Um die Betriebssicherheitdes Motors und der Abgasentgiftungsanlageauf Dauerzu gewährleisten,dar-fdem
zumMotoröl Motoröl grundsätzlichkein Zusatzmittelbeigegebenwerden.Schäden,die durch solchL Mittel entstehen,sind
von der Gewährleistungausgeschlossen.(Das ist die Meinungvon Peugeotzu Ölzusatzmitteln.Sollte bei Ver-
wendung einesZusatzmittelsein Motorschadenauftreten,haftetder Fahrzeughersteller nicht. Da es aber aus-
gesprochenschwer fallenwird, dem Herstellerdes Ölzusatzmittelsein Verschuldennachzuweisen,bleibendie
entstehendenKostenam Verwenderdes Ölzusatzeshängen.Ohnehinbleibt es fraglich,ob die Mehrkostenfür
Ölzusätzeeine entsprechendeLebensverlängerung deJ Motors bewirken - vor allem bei Verwenqunovon
Hochleistungsölen.

Je nach Baujahrund Motor schreibtPeugeotden Ölwechselalle 10 000 bzw. 15 000 km oder einmaljährlich
vor. Auch ein Langstreckenfahrer solltendie 10000 bzw. 15000 km als Obergrenzeansehen,wobei es nicht
auf ein paar hundertKilometerhin oder her ankommt.Wer den Peugeothauptsächlichim Kurzstreckenverkehr
fährt' sollte schon wesentlichfrÜherden Ölwanneninhaltwechseln.In der kalten Jahreszeitspätestensnach
sechs Monaten,unabhängigvon der vielleichtnoch geringenKilometerleistung. Bei ausschließlichemStadt-
verkehrsind bereitsvier Monategenugfür das öt.

öMechsel, O Das Motoröl soll bei betriebswarmemMotor gewechseltwerden, damit es allen Schmutz beim Auslaufen
wo und wie? herausschwemmt.
O Das beim ÖlwechselanfallendeAltöl muß ordnungsgemäßbeseitigtwerden. Wer es einfach ins Erdreich
versickernläßt,vergräbtoder in die Kanalisationschüttet,gefährdetdie Trinkwasserversorgung und muß mit
hohen Strafenrechnen-Altöl kann man kostenlosdort abgeben,wo man das frischeöl getäutt hat (Kaufquit-
tung aufbewahren).wichtig: Altöl nicht mit anderenFlüssigkeitenmischen!
Auch ölgetränkteLappen und den alten Öffiltermüssen Sie als Sondermülldeponierenoder bei einer Tank-
stelle bzw. Werkstattabgeben.
O In Werkstätten kostet der Ölwechselnach unserenErfahrungendas meisteGeld,weil nur sehr teure ölsor-
ten vorrätigsind. Außerdemist der Motor oft schon wieder kalt, bis das alte öl abgelassenwird. Und Werk-
stätten berechnenzumindestdie Arbeit für den ölfilterwechselzusätzlich.
O An Tankstellen kommt der Wagen meist sofort dran. Sie könnenauch ein billigeresöl aus dem Tankstel-
len-Verkaufsprogramm auswählen,und im Ölpreisist die Arbeit des Tankwartsinbägriffen.
O Gegen.denSB-ölwechsel mit einemAbsauggerätan der Tankstellebestehenkeine Bedenken,vorausge-
setzt der Ötfitterwird ebenfallsausgetauscht.
O Ölwechselzu Hause lohntsich nur,wenn Sie das Öl preiswertim Zubehörhandel, Großmarkt,Warenhaus
oder durch gute Beziehungen billigerkaufenkönnen.An der TankstellemüssenSie nachden etwasgünstige-
ren SB- oder Mitnahmeölen fragen.

Waswid O Motoröl nach den genanntenSpezifikationen(kann meist im S-Liter-Kanisterpreisgünstigeingekauftwer-


gebraucht? den).

Links: Die Ölablaßschraube(pfeil)


der Motorölwanne öffnet man am
besten mit einem Ringschlüssel.
Rechts: Hier wird der Ölfilter (i)
mit einem Spannbandschlüs.
sel (2) losgedreht. Vorsicht,
heißes öl läuft an der Dichtfläche
aus.
O EineneueDichtungfür die Ölablaßschraube.
O EinÖttitteraus dem Peugeot-Ersatzteilager oder vom Zubehörhandel.
O Auffanggefäßfür das Altö|. Ein alter Ölkanistermit herausgeschnittener
Seitenwandoder eine ausgediente
Spülschüssel leistenhiergute Dienste.
O EinAltölkanisterdient zum Wegschaffendes Altöls.
o Mit einerÖlkanneerleichtertman sich das Einfüllendes frischenMotoröls.
O EinSpannbandschlüssel ermöglichtdas Lösendes Filters.

DerÖlfilterwird beim Ölwechselausgetauschtbei Wartunga


O den Benzinmotoren ab Modelljahr'94alle 15 000 km oder einmalim Jahr
O beim BenzinerModelljahr'93und beim XU7-Motorbis Modelljahr'94das erste Mal bei 10 000 km, an-
schließend alle20 000 km
O beimDieselmotor alle 10 000 km oder einmalim Jahr.
O Öl nur bei betriebswarmemMotor wechseln!Des- sicht, heißesÖt tauttaus) und Filtermit dem Schrau-
halbden Wagen evtl. warmfahren. bendreherlosdrenen.
O Den Peugeot306 möglichstwaagrechtaufbocken O Dichtringam neuen ötfilter mit etwas Fett einrei-
(abstÜtzen!) oder Übereine Rampefahren. ben. Kein Öl nehmen,da es bei der Sichtkontrolle
O GeeignetesGefäßunter die Ölwannestellen. zum Schlußoft fälschlicherweisefür austretendesöl
O Ablaßschraube mit Ringschlüssel öffnen;sie sitzt gehaltenwird.
in Fahrtrichtunghinten rechts. Öl auslaufenlassen- O Filter ohne irgendwelchesWerkzeug von Hand
Vorsicht,es ist heiß und kommt im Bogen herausge- festdrehen.
flossen! O Motoröl der genanntenViskositätund Spezifikati-
a Ölablaßschraubesauberreiben und mit neuem on einfüllen.Füllmengen sieheTabelle.
Dichtringeindrehen;nicht anknallen,sonst wird das O Motor laufenlassen,ÖtOicntfreit kontrollieren.
Führungsgewinde in der Ölwannebeschädigt. O Ölstandnochmalsorüfen.
O Auffanggefäßunter den Ölfilterstellen.
O Ölfiltermit einem Bandschlüssellösen.Bei sehr
festsitzendemFiltereinenscharfenSchraubendrener
durch das Blechgehäusedes Filters treiben (Vor-

I 1,4-Liter-Motor 1,8-12,0-Liter-Motorr Dieöfüt|me


mit Filterwechsel ca.3,5 |
ohne Filterwechsel ca.3,0| ca.3,5 |
*nur bei einem zusätzlichen Ölwechsel
zwischen den Interallen

- es handelt sich auch um das in AutomatikgetriebenverwendeteATF


Der Stand der Hydraulikflüssigkeit Ständige
Kon
Dexronll wird im durchsichtigenBehälter(vor dem rechtenFederbeindom)im Motorraumgeprüft.
O Bei der Kontrollemuß die Hydraulikflüssigkeit
zwi- Leckstelleim Hydrauliksystem.Also in diesem Fall
schenden beiden Markierungenstehen. nicht einfach Hydraulikflüssigkeit nachkippen,son-
O Nachgefülltwird bis zur Markierung"MAX|". dern erst die Leckstelleermitteln!
O Generelldeutet aber Flüssigkeitsverlustauf eine

lm Getriebewird das Schmiermittel nichtwie im Motorverbraucht,sondernkannallenfallsdurchundichteStel'- Wartungsa


lenins Freiegelangen.
Ein Getriebegehäuse,das außen eine öldurchtränkteSchmutzkrusteaufweist,macht eine ölstandskontrolle
unumgänglich. Aber zu wenig Schmierölim Getriebe(vielleichtdurch einen nachlässigen ölwechsel)bleibt
dem Betrachterverborgen.Wir raten daher in jedem Fall dazu, den Ölstandzu prüfen. Die Kontroll-und Ein-
füllschraubesitzt in Fahrtrichtung
linksin halberHöhe im Getriebegehäuse.
O Fahrzeugwaagrechtaufbocken. O Läuft nun bereitsetwas Getriebeölheraus,stimmt
O Kontroll- und Einfüllschraubemit einem Vierkant- der ölstand.
Öldienstschlüssel(aus dem Zubehör- oder Werk- O AnsonstenFingerin das Schraubengewindestek-
zeughandel) herausdrehen. ken und fühlen,ob die Schmierflüssigkeit
bis an die
Der Verschlußdeckel(1) ist hier vom Vorratsbehälter der Servolenkung (2) Die öleinfüll- und Kontrollschraubedes cetriebes (pfeil) sitzt links vorn am
abgeschraubt. Die Pfeile im Bild deuten auf die Füllstandsmarkierungen Getriebegehäuse.
,MlN* und "MAX".

Offnungheranreic.ht:
AusreichenderÖlstand. der Werkstatt die vorgeschriebeneGetriebeölsorle
O Bei größeremÖlmangelan der Tankstelleoder in einfüllenlassen.

Fingerzeig: Das eigenhändige Einfüllen des sehr zähflüssigen Getriebeöls mittels Trichter und langem
Schlauch ist selbst bei angewärmtem öl eine gehörige Geduldsprobe. Nicht empfehlenswert. Besser
geht es bei speziellen Nachfülldosen mit angeschlossenem Schlauch.

Dierichtige An einenGetriebeölwechsel brauchenSie nicht mehrzu denken.Das Getriebeist mit einerDauedüllungver-


Getriebeölsorte sehen,aus der eventueller
Abriebdurch Magneteherausgefischt wird.
Allerdingsmuß das GetriebeölbestimmtenAnforderungen entsprechen.
Peugeotschreibtöle der Zähflüssig-
keitsklasseSAE 75 W-80 mit der SpezifikationAPI GL 5 vor.

Wartungsarbeit DieGetriebeautomatik ist mit einersynthetischen Flüssigkeit namensAutomaticTransmission Fluidbefüllt.Sie


dient als Schmiermittel und zur Steuerungdes hydraulischen Drucksim Getriebe.Damitsie den Anforderun-
gen gerecht wird, muß die ATF die BezeichnungDexron@(mit einer nachfolgendenKontrollzahl) tragen.
FalscheFlüssigkeit kanneinenGetriebetotalschaden verursachen!
O DieATF soll zur Prüfunghandwarmsein,das ent- O Riechtdie ATF am herausgezogenen peilstabver-
sprichteiner Fahrtvon ca. zehn Minutennach dem brannt,liegtein Getriebeschaden vor.
Kaltstart.Die Flüssigkeitsmenge verändertsich tem- O Bei zu niedrigemFlüssigkeitsstand sollte nicht
peraturabhängig.lm kalten Zustand wird zu wenig einfachATF nachgefülltwerden,sonderndas Getrie-
angezeigt und nach längerer Fahrt ein zu hoher be muß auf Undichtigkeiten hin kontrolliertwerden.
Stand. NotwendigeAbdichtarbeitensollten Sie der Werk-
O Handbremseanziehen,Wählhebelin Stellung"P" statt überlassen.
legen,Motor im Leerlaufdrehenlassen. O Zu hoher Flüssigkeitsstand kann daher rühren,
O ATF-Peilstab- in Fahrlrichtunglinks neben dem daß die Abdichtungzwischendem planetengetriebe
Ansaugluftschlauch - herausziehen. Er darf nur mit und dem Achsantriebschadhaftist.
einem völlig sauberenund fusselfreienTuch abge- O Ölstandim Achsantriebkontrollieren, siehenäch-
wischtwerden. stenAbschnitt.
O Peilstabeinschieben und nochmalsherausziehen. O lst dorl zu wenig Schmiermittelvorhanden,muß
Die Flüssigkeitsmenge zwischenobererund unterer die Werkstattdie Teile neu abdichtenund die ATF
Marke beträgt ca. 0,3 Liter. wechseln.
O ZwischenbeidenMarkierungen mußATF sichtbar O Stimmt der Schmiermittelstand im Achsantrieb,
sein. Die untersteMarke gilt nur für das Einfüllen wird das Zuviel an ATF in der Getriebeautomatik
beimATF-Wechsel. lediglichabgesaugt.Zu hoherATF-Stand kanneben_
O Frische ATF ist klar und hellrot eingefärbt, sie falls einen Getriebeschadenverursachen.
kann sich im Betriebjedoch ohne Qualitätseinbuße
schwarzbraunverfärben.

20
Links:Die Ablaßschraube(Pfeil)
sitzt unterhalb der linken An-
triebswelle.
Rechts: Für die einwandfreie
Funktion des automatischen
Getriebes ist der richtige ATF-
Stand von entscheidender Be-
deutung. Bei betriebswarmem
Getriebemuß sich der Flüssig-
keitsstand zwischen der >MlN"-
und oMAX<-Marke (Pfeile) am
Peilstababzeichnen.Das Füh-
rungsrohr (2) lür den Peilstab sitzt
neben der Batterie.

Fürden Achsantriebder Getriebeautomatikwird ein anderesÖl als für das Schaltgetriebegebraucht.Es muß Achsantrieb
des
folgendeBezeichnung tragen: automatischen
API-GL5 oder MIL-L-2105B.
O MineralölSAE 90 mit der Spezifikation Getriebes
Wedereine Ölstandskontrolle noch ein Ölwechselsind vorgesehen.EineÜberprüfungkann aber notwendig
weroen,wenn
O das Achsantriebsgehäuse außenölverschmiertist oder
O der ATF-Standin der Getriebeautomatikangestiegenbzw. abgefallenist ohne AnzeichenäußererUndich-
tigkeiten.Dann hat möglicherweiseein Schmiermittelaustausch zwischen Planetengetriebeund Achsantrieb
stattgefunden.Zur Ölstandskontrolle:
O Geschwindigkeitsgeber am Getriebe abschrau- O Reichtdas Öl nicht mehr ans Wellenende,muß
benund herausziehen. 0,1 LiternachgefÜllt
werden.
O Antriebswelle des Gebers unten abwischenund O Als "MAx"-Markierung dient die Verdickung
wiederin die Öffnungeindrehen. knapp überdem Wellenende.
O Geberwieder ausbauenund Ölstand am unteren
Wellenende ablesen.

DerWartungsplansieht den ATF-Wechselalle 60 000 km vor. Dazu wird die alte ATF abgesaugt,und gleich- Wartungsarbeit
zeitigmüssenÖlwanneund -sieb gereinigtwerden- Arbeitenfür die Peugeot-Werkstatt.

DerWartungsplan von PeugeotsiehtkeineSchmierstelle Praxiswissenwir aber,


vor. Aus unsererlanglährigen Wartungsarbeit
daß einezusätzlicheSchmierration manchesauf Dauerleichtgängighält, was sonst quietscht,klemmt,reißt
oderrostet.Dabeigilt folgendeFaustregel:
An Scharnieren und Gelenkenmit engenDurchgängen, in die kein
Fetteindringenkann, ist Öl oder Schmierspraygünstiger.Gegeneinander reibendeFlächenwerden besser
gefettetoder mit einer Schmierpastebehandelt,da diese Gleitstoffebesserhaften.

O Die Türscharnieresind eigentlichwartungsfrei. O DieTürfeststelleroderTürhaltebänder,diezuwei-Türenund


Dennochkann es nicht schaden, hin und wieder tes Aufschlagender Türen verhindern,werden mit Klappehinten
etwas Öl anzusprühen.AbtropfendesSchmiermittel etwas Mehrzweckfettoder ebenfallsmit Silikonpaste
abwischen. bestrichen.
O Für die Schloßfalleder Türen und der hinteren O Die HeckklappenscharnierekönnenSie mit etwas
KlappeverwendenSie am bestenSilikonpasteoder Öl besprühen.
einSchmierspray.

der Heckklappe.Er kann durch Schmutzund


Besondersgefährdetin der Winterzeitist der Schließzylinder Schließzylinder
blockiertwerden.Dannmuß meistein neuerSchließzylinder
Salzkristalle her. Besserist vorbeugendePflege.
O SprühenSie spätestenszu Beginnder kaltenJah- O Am Heckklappen-Schließzylinder winters gele-
reszeitetwas Rostlöser-lsoliersprayin den Schlüs- gentlichnachsprühen.
selschlitz.Es schmiert,verdrängtFeuchtigkeitund O In die Schließzylinderkann man auch je 0,5 cm'
schütztso auch vor Rost sowie Einfrierenim Winter. Waffenölmit eineralten Injektionsspritze
einspritzen.

21
Die ATF-Ablaßschraube(Pfeil) der Getriebeölwanne sitzt in Fahrtrichtung Der Pfeil zeigt auf den Gewindebolzen der Ersatzradhalterung, den Sie von
hinten. Zeit zu Zeit mit etwas Fett bestreichen sollten, damit er sich im Fall einer
Reifenpanne auch wirklich bewegen läßt, Wichtig dabei ist, daß auch Fett
an das eingeschraubteTeil des Gewindes gelangt.

illotorhaube O Entriegelungszug der Motorhaubevon einemHel- O Das Motorhaubenschloßmit etwas Fett bestrei-
fer im Wageninnern ziehenlassen.An der Stelle,wo chen oder Schmiersprayauftragen.
der Seilzugaus der Umhüllungkommt, etwas Fett O Die Achsen der Motorhaubenscharniere
erhalten
anstreichenund durch mehrmaligeHebelbewegung etwas Öl oder Schmierspray.
i n d i e Z u g u m h ü l l u nzgi e h e n .

Gasbetätigung O Von einem Helferbei ausgeschaltetemMotor das anschließend etwasÖl ansprühen,währendein Hel-
Gaspedaldurchtretenlassen. fer ein paar Mal das Gaspedalbewegt.
O An allen sich hierbei bewegendenStellen die
eventuell anhaftende Schmutzkrusteabreiben und

Schiebedach Beim Peugeot306 ist ein wartungsfreiesSchiebedacheingebaut.Die Gleitschienenerfordernnach Werksmei-


nung keinerleiPflege.

Handbrems- O Unterdem Wagenam linkenund rechtenHinter- O Durch mehrfachesBetätigendes Handbremshe-


seilzüge rad die Seilzügedort (nur dünn) schmieren,wo sie bels das Fett in das Seilzugrohr
ziehen.
aus den Seilzugumhüllungen kommen. O Gummikappenwieder sorgfältigaufstecken.

Kupplungszug O Luftfiltergehäuse
ausbauen. O Durch mehrmaligesPedaltretendas Mehrzweck-
O FreieSeilzugendenmit Mehrzweckfettschmieren. fett in die Zughülleziehen.

Ercatrrad- O Den Riegel,den Bolzenund die Gewindebohrung sicherwenig begeistert,einenfestgerostetenErsatz-


halterung dick mit Kupferfetteinstreichen.
Dennwenn der Fall radhaltervorzufinden.
der Fällein Form einerReifenoanneeintritt.sind Sie

22
VollesHaus
Der Motor in unserem Peugeot306 ist die treibnde Kraft, die wir brauchen,um vorwärts zu kommen. Damit
lhnender Motor möglichstlange gute Diensteleistet,beschreibtdieses Kapiteldie Arbeitsweise,die wichtig-
sten Einzelteileund die Anleitungfür erforderlicheWartungsarbeitenund möglicheRaparaturen.

Die TU-Motoren(außerTU 5 JP-Motor)bestehenaus Vollaluminium, d. h. Motorblockund Zylinderkopfsind


ausLeichtmetall gefertigt.DerTU 5 JP- und die XU-MotorenhingegenbesitzeneinenGraugußblock und einen
inderkopf.
Leichtmetall-Zyl
WeitereKonstruktionsmerkmale ist die über ZahnriemenangetriebeneobenliegendeNockenwelle,ein kom-
pakter,dachförmigerBrennraumsowie bei den TU-Motorendie Ventilbetätigungüber Kipphebel.Diese sind
auf Grundder geringenbewegtenMassewegen aus Aluminiumgefertigtund haben eine gehädeteStahlgleit-
fläche.Die Druckumlaufschmierung des Motorölswird durch eine Zahnradpumpesichergestellt.

Motor TUlM TU3MC TUsJP XUTJP

Kurzbezeichnung 1,1 1,4 1,6 1,8


Hubraum cm3 1124 1361 1587 1762
Leistung 44 55 65 74
Kennbuchstaben HDZ KDX NFZ LFZ
Geemisch-Aufbereitung Zentral-Einspritzung Zentral-Einspritzung Multipoint-Einspritzung Multipoint-Einspritzung
Verdichtung 9,4:1 9,3:1 9,6:1 9,5:1

AlleMotorenhabenauch wenn sie noch so verschiedensind einigesgemeinsam.Diessind: Erkennungs-


O EineobenliegendeNockenwelleüberZahnriemenangetrieben med<male
O Zahnriemendurch exentrischgelagerteSpannrollegespannt
O Ölumlaufdurch Zahnradölpumpe mit Kettenantrieb

O Motor nach vorn geneigteingebaut TU-Motoren


O Ventilbetätigung
überAlu-Kipphebel mit stählernenGleitflächen
O Kipphebelmit Ventilspiel-Einstellbolzen
O Zylinderblockund Zylinderkopfaus Leichtmetall(außerTU 5 JP-Motor)
O TU 5 JP-Motor:Zylinderblock aus Graugußund Zylinderkopfaus Leichtmetall

Die Schnittzeichnung zeigt den >TU-Motor< des Peugeot 306,


der mit zwei unterschiedlichen Motorblöcken zum Einsatz
kommt Zum einen handelt es sich um einen Leichtmetall-
Zylinderblock mit einzeln eingesetzten Zylinderlaufbüchsen,
zum anderen um einen Grauguß-Blockmit direkt in den Block
eingearbeiteten Laufbüchsen-
Hier ist der Leichtmetall-
Motorblock (2) bei abge-
nommenem Zylinderkopf
gezeigt. sehr gut zu se-
hen sind die bei dieser
Motorversion ein gesetz-
ten Dnassen( Lautbüch-
sen (1) und die in den
Büchsen laufenden Kol-
ben (3). Die Pfeile auf den
Kolben zeigen zur Rie-
menseite,

XU-Motoren o Motor nach hintengeneigteingebaut


1 o Ventilbetätigungdirekt über die Nocken der Nockenwelle
o Tassenstößelmit Ventilspieleinstellung
über Einstellplättchen
o Zylinderblockund Zylinderkopfaus Leichtmetal
o Zylinderblockmit eingesetztenLaufbuchsendie Laufbuchsenwerden vom Kühlmittelumspült.

Motortlock Der Motorblock der TU-Motoren und des XU7-Motors (außerTU 5 JP-Motor) besteht aus Leichtmetall
undKurbeltrieb (Aluminium), die Kolbendes Motorsjedoch laufenin einzelneingesetzten Grauguß-Zylindern. Der Fachmann
nennt diese Zylinder-BauartDnasseBüchsen", weil sie vom Kühlwasserdirekt umspültwerden.
Der TU 5 JP- hat ein im DünngußverfahrengefertigtesGrauguß-Motorengehäuse, woraus sich die Möglichkeit
zu verwenden- d. h. die Zylindersind bei diesem Motor nicht einzeln
ergab, integrierteZylinderlaufbuchsen
eingesetzt.Also keine DnassenBüchsen".
Die Kolben sind aus Leichtmetallgegossenund besitzeneine Stahleinlagezur Verminderungder Wärmeaus-
dehnung.lm oberenDritteldes Kolbenssind drei Kolbenringe elastischin entsprechenden Aussparungen des
Kolbenseingebettet.Währenddie zwei oberen Kolbenringedas Kraftstoff/Luft-Gemisch am Vordringenin tie-
ll fere Regionendes Motorshindernsollen,dichtetder untereKolbenringden Verbrennungsraum gegendas im
KurbeltriebzirkulierendeMotoröl ab.
Die aus Stahl geschmiedetenPleuelsetzendie Hubbewegungder Kolbenin eine Rotationsbewegungder Kur-
belwelle um. Die Pleuel sind mit auswechselbarenLagerschalenauf der Kurbelwelleeinerseits,und die
schwimmend gelagertenKolbenbolzenmit dem Kolben andererseitsverbunden.Die Kurbelwelleist bei den
TU-Motorenund dem XU7-Motorfünffachgelagert,aus Graugußgefertigtund besitztvier Gegengewichtezur
Schwingungsdämpfung

Die von der Kurbelwelleüber eine Kette angetriebeneSichelölpumpesorgt für den gesundenölhaushalt. Das
Motorölwird aus dem Ölsumpf(Ölwanne)durch ein Sieb in die Pumpe gesaugtund gelangt - von dort über den
Öttitteran die Schmierstellen:
Kolbenböden,Kurbelwelle, Nockenwelleund dÄrenLager.

, önruct Der Öldruck sollte bei einer Öftemperaturvon 80'C und einer Kühlmitteltemperatur
von 80'C folgendeWerte
I erreichen.

Grauguß-Motor

Drehzahl 1/min bar bar


1000 2,O 1,0
2000 3,0 2,O
4000 4,O 4,O

KontrollierenkönnenSiedieseWerteallerdingsnur,wenn Siedie entsprechenden Zusatzinstrumente öldruck-


und Öftemperaturanzeige plus Geber kaufen.Die Warnleuchteim Kombi-lnstrumentzeigt lhnen nur an, daß
etwas nicht funktioniert(mehrdarüberim Kapitel"lnstrumenteund Geräte").

24
Links:Die Zeichnung zeigt
dasSchmiersystem des
Peugeot-Motors.Von der
ölpumpeaus wird das
Motorölüber den Filter und
dieÖlkanälezu den Lager-
stellendes Motors
gepumpt.Während das
unterDruck stehende
Zulauf-Ölhier rot darge-
stelltist, symbolisierendie
senkrechtnach unten zei-
gendenPfeile den öt-nüct-
laufzur ölwanne. n-:\
v
Rechts:Der öldruckschal- lf : -,
ter (1)sitzt oberhalb des
öffifters (2].

Auchein gesunderMotor blästrund 50 LiterVerbrennungsgase an den Kolbenringen vorbeiins Kurbelgehäu- Kurbelgehäuse


se.Damitdie Dichtungendes Motors nicht zu stark beanspruchtwerdenoder gar Teiledes Motors reißen,muß Entlüftung
derDruckaus dem Motor entweichenkönnen.Genaudafür ist die Kurbelgehäuse-Entlüftung zuständig.Der
Umweltzuliebewird der unter DruckstehendeÖl- und Verbrennungsdunst allerdingsnicht ins Freiegeleitet,
sondernüber das Luftfiltergehäuse
erneutder Verbrennungzugeführt.

I SehenSie sich den Motor von oben und unten O Dazu Motor mit Motorreinigerund Dampfstrahl- Wartungsarbeit
genauan. gerät (aus Gründen des Umweltschutzesan einem
O Geringfügig ölfeuchteStellensind nicht bedenk- "Waschpark,,)säubern.
lich, alle Motoren 'schwitzen" gelegentlich etwas O Nach einer kurzen Probefahrt Ölverlust oder
Schmiermittel aus. Ölnässekontrollieren.
O Öfleckenunter dem Wagen und deutlichesÖl-
nässensolltenjedoch eine Nachforschungwert sein.

An welchenStellender Peugeot-306-Motoren Öl austretenkann, ist im folgendenaufgeführt: Motor-


O Wellendichtringe der Kurbel-und Nockenwelle(sinddurch den Zahnriemenschutz verdeckt) Undichtigkeiten
O Dichtungdes Zylinderkopfdeckels
O Zylinderkopfdichtung
O Öldruckschalter
O Ölfilterdichtung
O DichtungzwischenKurbelgehäuse untenund Ölwanne
O Wellendichtringder Kurbelwellekupplungsseitig(Öl tritt an der TrennfugeMotor-/Getriebegehäuse
aus)

Währendder ersten1000 km sollendie gleitendenTeiledes Motors(Kolbenund Zylinder;Gleitlagerund Wel-


len)Gelegenheit haben,sich an das jeweiligeGegenstückanzupassen. Das muß bei niedrigerBelastungbzw.
beiniedrigenDrehzahlen geschehen.DiespätereMotorleistung, der Ölverbrauchund die Lebensdauer hängen
davonab. Deshalb:
O Währendder ersten1000km Gaspedalhöchstenszu drei Vierteldurchtreten.
O ln der Laufzeitvon 1000-1500km den Motor allmählichbis zur Höchstgeschwindigkeit bzw. zur höchst-
zulässigenDrehzahlsteigern.
Auf Landstraßenfühlt sich der Motor währendder Einfahrzeitam wohlsten.Da muß fleißiggeschaltetwerden,
man fährt mit wechselndenDrehzahlenund Geschwindigkeitenund wird selbst bei strikter Beachtung der
anfänglichenHöchstgeschwindigkeit nichtzum Verkehrshindernis.lm Laufder folgenden500 km könnenSie
die Drehzahlen langsamsteigern.Ab 1500 km darf der Motor ruhigauch einmalhochgedrehtwerden.Routi-
nierteEinfahrerbenutzendazu vor allem Autobahngefälle:Bergab mit relativ hohen Motordrehzahlen,ohne
den Motor gleichzeitigstark zu belasten.Das Triebwerkmuß dazu allerdingsrestlosdurchgewärmtsein, also
mindestens25 km Fahrstreckenach dem Kaltstarthintersich haben.
Etwa3000 km muß der Motor schon gelaufensein, ehe er richtig eingefahrenist. Bei überwiegendemStadt-
verkehrdauertes noch viel länqer.

25
Die Angabe von Kilometerleistungenist schwierig.Wer grundsätzlichgleich nach dem Kaltstart mit hohen
Drehzahlendavonbraust,darf sich nicht wundern,wenn der Motor vielleichtschon nach 80 000 km das Zeifli-
che segnet. Dagegenkommen andere Fahrertrotz forscher Fahnrueise mit dem erstenTriebwerkauf Kilome-
terleistungenvon über 160 000.
Von entscheidenderBedeutungfür die Motorlebensdauerist die Öltemperatur.Währenddie Kühlmittel-Tem-
peraturanzeigeschon relativ früh Betriebstemperatursignalisiert,ist das Motoröl frühestens nach etwa 10
MinutenFahrtvölligeinwandfreischmierfähig.
Bei wochenlangemKurzstreckenverkehr bildensich währendder langenLeerlaufminutenin den Brennräumen
und an den VentilenAblagerungen,die bei voller Betriebstemperaturund zügiger,aber nicht scharfer Fahrt
langsamabgebranntwerden sollen.Für Fahrzeugemit Drehzahlmesser: Das entspricht3500 - 4500/min.

O Ein Verbrennungsmotorgibt seine höchste Leistungbei einer bestimmtenDrehzahlab - der sogenannten


Nenndrehzahl.Höherals diese hinauszudrehen bringt keineMehrleistung.
HohesAusdrehenkann lediglich
beim Überholenvon Vorteilsein.
O Für ehergeruhsamesFahrenhält man den Motor im fünftenGang möglichstim Drehzahlbereichdes größ-
ten Drehmoments. Dort ist die beste Durchzugskraftvorhanden.
O UnsereMotorensind durchausdrehzahlfest.Die Ventilewerdenauf kürzestemÜbertragungswegbetätigt-
entweder über die Kipphebel fU-Motoren) bzw. direkt von der obenliegendenNockenwelle über Tas-
senstößel.Dabeiwerden nur geringeMassenin Bewegunggesetzt,was hohe Drehzahlenohne Gefahrfür den
Ventiltriebgestattet.

llrchzahl- Bei zu hohen Drehzahlengeratendie Ventilfedernso stark ins Schwingen,daß ein einwandfreiesöffnen und
Begrcnzung Schließender Ventilenicht mehr gewährleistetist. DieVentilfedernkönnenbrechen,was zur Folgehat, daß das
betreffendeVentilauf dem Kolbenaufschlägtund gewaltigeZerstörungenanrichtet.Damites gar nicht so weit
kommen kann, besitzt der Motor eine Drehzahlbegrenzung. Dafür ist das Steuergerätder ZündlEinspritz-
Steuerungzuständig.Sobald die Höchstdrehzahlerreicht ist, erhalten das/die Einspritzventil(e)kein Signal
mehr zum öffnen.

Die Messungdes Kompressionsdrucksin den Motorzylinderngibt Aufschlußdarüber,ob Ventileund Kolben-


ringe noch gut abdichten.Leistung,Kaltstartverhalten
sowie Öl- und Kraftstoffverbrauch unseresMotors hän-
gen davon ab.
O Motor warmfahren. Die Kolbenringedichten bei O Gummikonus des Druckprüfersauf das Kerzen-
warmem öl besserab. loch des 1. Zylinders(in Fahrtrichtunglinks)pressen
O Handbremse anziehen, Schalthebel in Leerlauf oder Anschlußleitung ins Zündkerzengewinde ein-
bzw. Wählhebelin Stellung"P" drücken. schrauben.
O Zündung"lahmlegen". O Von Helfer Gaspedalvoll durchtreten lassen. So
O Alle Zündkerzenherausschrauben. erhaltendie ZylinderihregrößteFüllung.

Links: Bevor zum Messen des


Kompressionsdrucks der Motor
mit dem Anlasser durchgedreht
wird, muß die Zündung lahm-
gelegt werden: Dazu den Stecker
(Pfeil) vom Zündspulenpaket ab-
ziehen.
Rechts: Messen des Kompres-
sionsdrucks mit einem Heimwer-
ker-Kompressionsdruckmesser.
Der Gummikonus des Geräts wird
auf die Kerzenbohrung gepreßt.
O Mit dem Anlasserden Motor so lange durchdre- O Meßwertablesenund notieren.Bei einem Druck-
hen lassen,bis der Druckwed nicht mehr ansteigt schreiber mit Meßkärtchenweiterschaltenfür den
(mindestens5 Sekunden). nächsten Zylinder.

aus (in bar Überdruck):


Folgendessagen die Kompressionsdruckwerte Druclrweile
Kennbuchstaben Guter Motorzustand Motor überholungsbedürftig Max. Druckunterschied
zwischen den Zylindern

1,1V4r'.kW HDZ 10-15 2


1,4t/55 kW KDX 10-15 2
1,6t/65 kW NFZ 9-12 2
1,8l/74 kW LFZ I g-te 2

GleichmäßigniedrigerKompressionsdruck UrsachekönnenMeßtoleran-
ist nichtunbedingtein Alarmzeichen; Zuniedrige
zenzwischenverschiedenenPrüfgerätensein. Druclrwerte
Bedenklichist es dagegen,wenn zwischenden vier Meßwertenfür die ZylinderUnterschiedevon mehr als 2
barbestehen.Das kann bedeuten:
O Kolben-und Kolbenringverschleiß
O Festsitzende Kolbenringedurch Rückstandsbildung
O UnrundeZylinderals Folgeerscheinungvon Kolbenklemmern
O Ablagerungenan den Ventilschäftenoder -sitzendurch Verbrennungs-bzw. Schmierölrückstände
O Ventilverklemmt,eingeschlagen,verbrannt(speziellTU-Motoren)oder Ventilsitzdefekt

Zum Lokalisierendes Fehlersbei zu niedrigemKompressionsdruckmit einer Spritzkanneetwas zähflüssiges Fehlercuche


Öl ins Zündkerzenlochträufelnund Kompressionsdrucknochmalsmessen.
O Bleibendie Werteweiterhinschlecht,sind die Ventileschuld.
O ErhaltenSie höhereDruckwerte,liegt es an den Kolbenringenund vielleichtauch an den Zylindern.Eintypi-
schesZeichenfür diesenFehlerist langsamesAnsteigendes Druckwertesbeim Durchdrehendes Motors. Das
eingefüllteÖl hat kurzfristigzwischen Kolben und Zylinderwändenbesser abgedichtet,so daß das kompri-
mierteGas kaum noch entweichenkonnte.
O Fallsder Kompressionsdruckam Nachbarzylinderebenfallszu niedrig ist, kann die Zylinderkopfdichtung
defektoder der Zylinderkopfverzogensein.

Zur genauerenSchadenseingrenzung dient der Druckverlusttestin der Werkstatt.Das Testgerätbesteht aus DerDruck-
zweiKammern,wobeiin einerein gleichbleibender Druckherrscht.DiezweiteKammerist übereinenSchlauch uerlusttest
zurZündkerzenbohrung mit dem Verbrennungsraum, durch eine Düse mit der ersten Kammer und außerdem
mit einerAnzeigeskalaverbunden.
Verliertder geprüfte BrennraumDruck, wird dies auf der Skala angezeigt.Eine größere Leckstelleläßt sich
durchAbhorchenerkennen.
O Blasgeräuscheam Auspuff lassenauf ein undichtesAuslaßventilschließen.
O Strömt Druckluftaus der Einspritzeinheitbzw. aus dem Drosselklappenteil,ist ein Einlaßventildefekt.
O Bei einer defekten Zylinderkopfdichtungoder einem Riß im Zylinderkopf gelangt Druckluft durch das
benachbarteZündkerzenlochoder aus dem geöffnetenKühlerins Freie.
O VerschlisseneZylinderwände,Kolbenlaufbahnenoder Kolbenringelassen Druck ins Kurbelgehäuseströ-
menund am geöffnetenÖleinfüllstutzen oder am Rohr für den Ölpeilstabaustreten.

Zu einigenArbeitenmuß man die Kurbelwelle entwederin einebestimmteStellungbringenoder durchdrehen.


Dazubietensich folgende Möglichkeiten:
O 5. Gang einlegenund den Wagen auf ebener ansetzen.So kann die Kurbelwellevon Hand gedreht
Fläche langsam vor- oder zurückschieben.Dabei werden.
drehtsich die Kurbelwelle. O Niemalsden MotordurchAnsetzeneinesSchlüs-
O Oder Zündkerzen herausschrauben(grundsätz- sels am Nockenwellen-Zahnriemenrad durchdrehen.
lichbei Getriebeautomatik). Es besteht die Gefahr, daß der Zahnriemeneinige
O Leerlaufeinlegenbzw. Wählhebelin Stellung"N" Zähne überspringt.Folge: Die Steuerzeitenstimmen
I
und einen gekröpftenRingschlüssel(SW 22) auf der nicht mehr,die Ventilekönnenauf die Kolbenböden
Zentralschraube der Kurbelwellen-Keilriemenscheibe aufschlaqen.

27
Links: Zum Durchdrehendes Motors wird
ein Ringschlüsseloder eine Sechskantnuß
(2) auf die Kurbelwellen-Riemenscheibe(1)
angesetzt.
Rechts: Die Zeichnung verdeutlicht die
Begriffe "Oberer" und >Unterer Totpunkt",
Der Raum dazwischen ist der uHubraum".

Fingerzeig: Zylinder 1 sitzt bei Peugeot auf der Getriebeseitedes Motors, also in Fahrtrichtung gesehen
finks im Motorraum. Zylinder 4 sitzt demgemäß an der Zahnriemenseite des Motors.

Beim Viertaktmotorkommt der Kolben während der vier Arbeitstaktezweimal in den OberenTotpunkt (OT):
Einmalbeim Zündendes angesaugten Gemischesund zum zweitenMal nachdem Ausstoßender Altqasemit
anschließendbeginnendemWiederansaugenvon Kraftstoff/Luft-Gemisch. üblicherweisewird bei verJchiede-
nen Einstellarbeiten
der or von zylinder 1 währenddes Zündzeitpunktsgebraucht.
O ObereZahnriemenabdeckung abschrauben. Kurbelgehäuseund in die dahinterliegende Bohrung
O Motor durchdrehen,bis die kleine Bohrunq am der Schwungscheibe stecken.
Nockenwellen-Zahnriemenradgenau vor der O Die Kurbelwelledazu evtl. einige Millimeterhin-
zugehörigenBohrungam Zylinderkopfsteht. oder herdrehen,bis der Stift paßt. Nicht mit Gewalt
O Dannläßtsich ein Bohrermit einemDurchmesser drehen,denn die Nockenwelleist ja schon arretiert!
von 10 mm in die beidensich deckendenBohrungen sonst Motorschäden.
schieben. O Der OT Zündzeitpunktvon Zylinder 1 ist gefun-
O Damit die Sache hundertprozentig genau wird, den!
kann man zusätzlicheinen Arretierstift(2. B. Bohrer) O Vor Drehenoder Starlendes Motors Stifte wieder
mit einemDurchmesser von 6 mm in die Bohrungam herausziehen.

Die Ventilsteuerungerfolgt - wie bereitsangesprochen- über den Zahnriemen.Dieserversetztdie Nocken-


wellein halbeUmdrehungszahl Als "Nebenjob"bewerkstelligt
der Kurbelwelle. der Zahnriemenden Antriebder
Kühlwasserpumpe.

Links: Die Nockenwelle wird hier


beim TU-Motor in OT-Steltung
fixiert. Ein 10-mm-Bohrer (3) kann
dazu durch die kleine Bohrung im
Nockenwellenrad(1) hindurch in
die dahinterliegendeBohrung im
Zylinderkopf (2) gesteckt werden.
Rechts: Um die Nockenwelle
beim XU-Motor in OT-Stellungzu
fixieren, einen 1O-mm-Bohrer(2)
durch die kleine Bohrung im
Nockenwellenrad(1) in die dahin-
terliegende Bohrung im Zylinder-
kopf stecken.
Ein Stück unterhalb der Kühlmittel-Ablaßschraube (1) bei den Tu-Motoren Bei unseren Motoren besteht die Zahnriemenabdeckung aus Oberteil (1),
befindet sich das Einsteckloch für den o-mm-Arretierstift (2), der in OT- mittlerem Teil (2) und Unterteil (3). In dieser Abbildung sind die Abdeckun-
Stellungin die dahinterliegende Bohrung der Schwungscheibe eingreift, gen des 1,4-Liter-Motors mit den Befestigungsteilen gezeigt.

DieZahnriemenabdeckung
unterteiltsich in einenoberen,einen mittlerenund einen unterenTeil.Ausbau nach Abdeckung
Bedarf. ausbauen

O Obere Abdeckung: Links und rechts an der Ab- O MittlereZahnriemenabdeckung nach oben abzie- TU-Motoren
deckungzwei Sechskantschrauben herausdrehen. hen.
O Abdeckungnach oben abziehen. O Untere Abdeckung: Obere und mittlere Ab-
O Beim Wiedereinbau darauf achten, daß die deckungabnehmen.
Abdeckungan der Unterkanterichtigins Gegenstück O Drei Sechskantschrauben (SW 13) des Riemenra-
eingesetztwird, sonst kein sichererHalt. des an der Kurbelwellelösen,dazu ggf. die Zentral-
O Mittlere Abdeckung: Obere Abdeckung abneh- schraube(SW22) gegenhalten.
men. O Keilrippenriemender Servolenkung und der Licht-
O Wagen vorne rechts aufbocken, Rad abnehmen maschineabnehmen.
und die seitlicheMotorraumverkleidung durch her- O Schraubenam Riemenradvollendsherausdrehen
ausziehenvon drei Halteclipsund durch aushängen und von der Kurbelwelle abnehmen.
am Stoßfänger abnehmen. O Drei Sechskantschraubenan der Abdeckung
O Keilrippenriemen der Servolenkungabnehmen lösenund abziehen.
"Radaufhängung
(Kapitel und Lenkung"). O Alle: Beim Zusammenbauwerdendie Schrauben
O Eine Sechskantschraubein Fahrtrichtunghinten der Keilrippenriemenscheibe
wie auch die Schrauben
herausdrehenund zwei Sechskantschraubenober- der Zahnriemenabdeckungen mit 10 Nm angezogen.
halbder Keilrippenriemenscheibe einigeUmdrehun-
genherausdrehen.

Ausbau der Zahnriemenabdeckung, oberer Teil (2)


nach Lösen der beiden Sechskantschrauben (1).

29
XU-Motor O Obere Abdeckung: Sicherungslascheder Kraft- O Nockenwellen-Zahnriemenrad mit einem 10 mm
stoffleitungenan der Rückseite (beim Öleinfüllstut- starkemStift abstecken.
zen) hochziehenund den Halter in Fahrtrichtung O Die Keilrippenriemenscheibe auf der Kurbelwelle
rechtsherausschieben. mit einem 8 mm starkemStift arretieren.
O Die seitlichenHalteschrauben, links SW 13 und O Abdeckblech unten am Getriebe an der Verbin-
rechtsSW 10 derAbdeckungherausdrehen. dung Motor/Getriebe lösenund abnehmen.
O Abdeckungnachoben abziehen. O Von einemHelfermit einemSchraubendreher die
O Beim Wiedereinbau darauf achten, daß die Schwungscheibe gegenVerdrehensichern.
Abdeckungan der Unterkanterichtigins Gegenstück O Arretierungsstiftan der Riemenscheibeheraus-
eingesetztwird, sonst kein sichererHalt. nehmen.
O Mittlere Abdeckung: Obere und untere Abdek- O Zentralschraube(SW22) des Riemenradesan der
kung abnehmen. Kurbelwelle lösen.
O Oben in Fahrtrichtunohinten eine Sechskant- O Mit Abzieherdie Riemenscheibe von der Kurbel-
schraubelösen. welleabziehen.
O Abdeckungabnehmen. O Spannrollenhalter des Keilrippenriemens lösen
O Untere Abdeckung: Wagen vorne rechts auf- und Halterabnehmen.
bocken, Rad abnehmen und die seitlicheMotor- O Zwei Schrauben an der Abdeckung lösen und
raumverkleidung durch Herausziehen von drei Hal- Abdeckungabnehmen.
teclipsund durch Aushängenam Stoßfängerabneh- O Alle: Beim Zusammenbauwerden die Schrauben
men. der Zahnriemenabdeckungen mit 10 Nm und die
'1
O Keilrippenriemen der Servolenkung und der Licht- Zentralschraube mit 10 Nm angezogen.
maschineabnehmen.

Zahnriemen- O Oberen Teil der Zahnriemenabdeckung abneh- O DamitSie den Riemenauf seinergesamtenLänge
zustandprüfen men. begutachtenkönnen,den Motor durchdrehen,wie
O Der Zahnriemendarf nicht verölt oder rissigsein. weiter vorn im Kapitelbeschrieben.
O Die Flanken der Verzahnungmüssen intakt sein O Einen schadhaftenZahnriemenunbedinot erset-
und dürfenkeineAbnutzungserscheinungen zeigen. zenl

Zahnrlemen- Zum Prüfen der Zahnriemenspannung verwendetdie Peugeot-Werkstattein Spezialwerkzeug,das die Rie-
spannung menspannungin Bezugauf eine bestimmteRiemenlänge mißt. Da Sie diesesWerkzeugnicht zur Verfügung
kontrollieren haben,gehenSie (behelfsmäßig)
folgendermaßenvor:
O Oberen und mittleren Teil der Zahnriemenab- Daumenund Zeigefingerunter Kraftaufwandum ca.
deckungausbauen. 90'verdrehenlassen.
O Riemenspannung zwischenNockenwellenrad
und
Kurbelwellenradprüfen.
O Der Zahnriemenmuß sich an dieser Stelle mit

Zahnriemen Die Zahnriemenspannung darf nur bei kaltem Motor eingestelltwerden.Hier beschriebenist die Einstellung
spannen mittels eines einfach nachzubauendenWerkzeugs,wie es in der rechten Abbildung unten gezeigt ist. Sie
benötigeneinenVierkantstabmit 8 mm Kantenlänge,der im rechtenWinkel abgebogenwird. lm Abstand von
80 mm (ab der Biegekantegerechnet)wird über eine Kette ein Gewichtvon 1,5 kg befestigt.

Links: Die Spannrolle (2) des


Zahnriemens mit der Klemmut- i
ter (1) und derVierkant-Ausspa- i
rung (3) zurAufnahme des I
Spannwerkzeugs. I
Rechts: Das Werkzeug zum I
Einstellender Zahnriemenspan- I
nung kann man sich selbst bau- |
en: Ein 8 mm Vierkantstab (1) mit I
einer Länge von 80 mm wird in I
die Vierkant-Aufnahme der I
Spannrolle (a gesteckt. Am Ende I
des Stabes wird eine Kette (3) mit I
einem 1,5-kg-Gewicht (4) befe- |
stist.
I
I

i
I
i

s
O Sicherstellen,
daß die Steuerzeitenstimmen. O Jetzt kannsich die richtigeRiemenspannungein-
O Zuerst die obere und mittlere Zahnriemenab- stellen.
deckungausbauen. O Klemmutterfestziehen.
O An der Soannrolledes Zahnriemens die Klemmut- O Kurbelwelle vier Umdrehungenin Motor-Drehrich-
terlösen. tung (rechts)durchdrehenund Zahnriemenspannung
O In die Vierkant-Aufnahmeder Rolleden Vierkant- nochmalskontrollieren.
stabeinstecken,wie auf diesen Seiten gezeigt,Ge- O Bei neuem Zahnriemen Riemenspannung nach
wichteinhängen. ca. einer Stunde Betriebszeitnochmalsorüfen/ein-
O Da auch diejenigeZahnriemenseite, an der sich stellen.
die Spannrollebefindet,bisweilenunter Zug steht,
mußdiesezum Erzielender richtigenRiemenspan-
nungentlastetwerden:
O Dazu stabilen Schraubendreherin eines der
Löcher im Nockenwellen-Zahnriemenradstecken
undso das Rad geringfügignach linksdrehen.

DieArbeitsbeschreibung zum Auswechselndes Zahnriemenswird nicht nur zur Waftungsarbeitbenötigt,son- Wartungsarbeit


dernauchzum Aus- und Einbaudes Zylinderkopfes, wobeizwangsläufig auch der Zahnriemenabgenommen
werdenmuß.Das Einbauendes Zahnriemens umfaßtlogischerweise das Einstellen
der Steuerzeiten. Doch um
lrrtümernvorzubeugen:Die Steuerzeitenverändernsich nicht durch Verschleiß.Eingestellt- sofern dieses
Wortüberhauptberechtigtist - wird nur einmal,wenn zuvorder Zahnriemenabgenommenwurde.
ZurErklärung der Zusammenhänge: Nur bei richtigeingestellten
Steuerzeiten klapptdas Zusammenspiel von
Ventilsteuerung und Kurbeltrieb.FalscheSteuerzeitenergebensich, wenn der Zahnriemen- etwa durch einen
Fremdkörper zwischenZahnriemenund Zahnriemenrad - einigeZähne übersprungenhat. Folge:Schlechte
Motorleistung oder im Extremfallsogar schwersteMotorschäden,wenn der Kolbenbodenauf die nicht recht-
zeitiggeschlossenenVentileaufschlägt.
FürdenZahnriemenist werksseitigein Austauschalle 120 000 km vorgesehen. Nur wenn er verölt,rissigoder
ausgefranstist, ist ein Austauschschon vorherdringendnotwendig.
Damitdie Stellungder Nockenwelle zur Kurbelwelle nachdem Einbauwiederstimmt,hat PeugeotFixier-Boh-
rungenan der Schwungscheibe fIU-Motoren),an der Riemenscheibe der Kurbelwelle(XU-Motoren) und an der
Nockenwelle vorgesehen.Damit lassensich durch Einsteckenvon passendenStiften (2. B. Bohrer von 6, 8
und10 mm Durchmesser) beideWellenin ihrerEinstellaoe fixieren.was die Sachesehrvereinfacht.
O Batteriekabel abklemmen. hen von drei Haltecliosund durch Aushänoenam
O Fahrzeugrechts vorn aufbocken,rechtesVorder- Stoßfängerabnehmen.
radabschrauben. O Keilrippenriemen der Servolenkung und der Licht-
O SeitlicheMotorraumverkleidunodurchHerauszie- maschineabnehmen.

Zum Ausbau der unteren Zahnriemenabdeckung müssen die drei Sechs- Nach Abnahme der Kurbelwellen-Riemenscheibeund Lösen der drei Halte-
kantschrauben(Pfeile) der Kurbelwellen-Biemenscheibe gelöst werden, schrauben (Pfeile) kann die untere Zahnriemenabdeckung abgenommen
werden.
O Obere,mittlereund untereZahnriemenabdeckung O Fixierstifteabziehen. Kurbelwellezwei Mal ganz
abnehmen. in Motordrehrichtung (rechtsherum)durchdrehen.
O Kurbelwelleauf OT Zündzeitpunktvon Zylinder 1 O Fixierstiftan der Schwungscheibe[U-Motor) und
drehen. an der Keilrippenriemenscheibe (XU-Motor)wieder
O Kurbelwellean der Schwungscheibemit 6-mm- einsetzen,Spannrollelösen.
Stift blockieren[|U-Motor). O Gegen Zugseite des Riemens drücken - die
O Nockenwellen-Zahnriemenrad mit 1O-mm-Stift Nockenwelle muß sich sofort mitdrehen fl-est:
blockieren. Blockierstiftder Nockenwellepaßt dabei nicht mehr
O Keilrippenriemenscheibe mit 8-mm-Stiftblockie- in die vorgeseheneBohrung).lst das nicht der Fall,
ren (XU-Motor). muß die Grundeinstellung mit beiden Fixierstiften
O Spannrollelösen,Zahnriemenabnehmen. und straffem Auflegen des Zahnriemenswiederholt
O Den neuenZahnriemenzuerstam Kurbelwellen- weroen.
rad, dann am Nockenwellenrad,am Wasserpumpen- O Der Zahnriemen kann jetzt endgültig gespannt
rad und schließlichüberdie Spannrolleauflegen. werden.
O Beachten: Die Zugseite des Riemens (zwischen O SämtlicheAnbauteilewiedermontieren.
Nockenwelleund Kurbelwelle)muß straff aufgelegt O Freigangdes Zahnriemensbei eingebauterZahn-
werden. riemenabdeckung überprüfen.
O Riemen provisorischspannen. Klemmutteroer
Spannrolleanziehen.

Durchdie Erwärmungdes Motorsdehnenund längensich die einzelnenTeiledes Ventiltriebs. Deshalbmuß


etwas "Luft" oder "Spiel" zwischenden Ventilenund Kipphebelnbzw. zwischen Nockenwelleund Tas-
senstößelnvorhandensein, damit auch bei warmem Motor die Ventiletrotz ihrer etwas länger gewordenen
Schäfte richtig abdichten.Das Prüfendieses Spiels gehört demzufolgezu den wichtigstenWartungsarbeiten
am Motor.Was sind die Folgenvon verkehrteingestelltem Ventilspiel?
Zu kleines Ventilspiel:Die Ventileliegennichtsatt auf den Ventilsitzringen,und vor allemdie sehr heißwer-
dendenAuslaßventile könnendadurchihreWärmenichtmehr an die Sitzringeabgeben.Dannverbrennendie
Ventileund ihre Sitze,weil an den VentilsitzenlaufendheißeVerbrennungsgase vorbeistreichen.In leichteren
Fällenverziehensich die Ventile,darunterleidetdie Abdichtung,und in der Folgebrenntauch baldder Sitzab.
Die Kompressionsinkt, der Motor vediertan Leistung,springt schlechteran und verbrauchtmehr Kraftstoff.
Zu großes Ventilspiel: Die Ventileöffnen etwas später als normal,die Zylinderwerden schlechtergefüllt,und
der Motor kommt nicht auf volle Leistung.Der Verschleißan der Nockenwelleund an den Kiophebelnwird
größer.Das wird durch lauteresVentilgeräuschhörbar.

lm Bild ist die Lage der


Einlaßventile(E) und der
Auslaßventile (A) ver-
merkt. Die Einbaulage
ist wichtig, da Ein- und
Auslaßventile unter-
schiedlichesVentilspiel
erhalten.
Anmerkung zur
Orientierung:Bei
Peugeot ist Zylinder 1
dort, wo das Zündspu-
lenpaket sitzt - also in
Fahnrichtung gesehen
links am Motor.
Zylinder 4 ist auf der
Zahnriemenseite des
Motors. Bei deutschen
Fabrikaten ist's anders
herum.

32
Links:Nach Lösen
der Kontermutter (2)
kanndas Ventilspiel
ander Einstellschrau-
be (1)eingestelltwer-
den.Gemessenwird
mit der Fühlerblatt-
lehre(3)zwischen
I Ventilschaftund
Kipphebel.
Rechts:In dieser
Zeichnungsehen Sie
denZylinderkopf, die
Nockenwelleund den
Tassenstössel(2) im
Schnitt.Bezeichnet
sind:
1 - Einstellplättchen;
a - Ventilspiel..

DieVentilspielkontrolle soll bei kaltem,höchstenshandwarmemMotor (max.35' C Kühlmitteltemperatur) erfol- Wartungsarbeit


gen.Gebraucht wird eineFühlerblattlehre und zum EinstellenbeimTU-MotoreinenSchraubenschlüssel 'l
SW 3
sowieein Schraubendreher. BeimXU-Motormuß zum Einstellen die Nockenwelleund die Tassenstößel aus-
gebautwerden,um anschließend die Stärkeder Einstellplättchen
zu ermitteln.
O Zylinderkopfdeckel abnehmen. O Jetzt kann nach unsererTabelledas Einlaßventil
O Gemessenwerden die Ventile nach einer be- von Zylinder 3 und das Auslaßventilvon Zylinder 4
stimmtenReihenfolge,das dem Monteur unnötig eingestellt werden.
häufigesDurchdrehendes Motors erspart. Und das O Zum eigentlichenPrüfen des Ventilspiels(immer
gehtmit Hilfeder Tabelleuntenso: bei den Ventilen,die laut Tabelleangegebensind)
O MotorvonHanddurchdrehen, bisdasAuslaßven- wird die Fühlerlehrezwischen Ventilschaft und
til von Zylinder 1 (es sitzt in Fahrtrichtunglinks vorn Kipphebel bzw. zwischen Tassenstößel und
im Motor)ganz geöffnethat. Nocke geschoben.
O Das ist der Fall, wenn der betreffendeKipphebel
bzw.dieNockesich in der niedrigsten Stellungbefin-
det- wennalso das Ventilganz niedergedrücktist.

O Zylinderkopfdeckelabnehmen. O Tassenstößel:Stimmt das gemesseneVentilspiel Uentilspiel


O Das passendeLehrenblattsoll sich mit leichtem mit den Datenin der Tabellenicht überein,muß die einStellen
Widerstanddurchziehenlassen.Es soll also nicht Nockenwelleausgebautwerden.
klemmen, aber auch nicht ohne Widerstand"durch- O Stößel vom Ventil abziehen.Stärke der Einstell-
fallen". scheibeermitteln.
O Kipphebel:Kontermutteram Kipphebellösen. O Neue Einstellscheibeeinlegen,
O MitSchraubendreher das Ventilspiel
korrigieren. bauen.
O Kontermutterwieder anziehen. O Alle: Zylinderkopfdeckel
mit neuerDichtungmon-
O Ventilsoielnachmessenund evtl. nochmalskorri- tieren.
gieren.

Tabellenzum
Auslaßventilhat voll geöffnet Eingestelltwerden kann das Eingestelltwerden kann das
an Zylinder Einlaßventilan Zylinder Auslaßventilan Zylinder
Einstellen
der
Uentile
1 3 4
3 4 2
4 2 1
2 1 3

BeimXU-MotorEinstellscheibeermitteln,wenn das Ventilspielaußerhalbder Toleranzliegt, siehe "Zylinder-


koofeinbauen".

--
lllotorgeräusche
Erkennungsmerkmal I Ursache/Besonderheiten

A Starkes Klingeln bei zügigem Zündzeitpunkt zu früh eingestellt oder elektronische Zündzeitpunktverstellung
Beschleunigen defekt, siehe Kapitel DDieZündanlageu

B Leichtes helles Klopfen oder Klickern Siehe uStörungsbeistand Hydrostößel"


im Leerlauf
Das Geräusch tritt regelmäßig am Ende des Kolbenhubes auf. Es ist besonders
gut hörbar, wenn leicht Gas gegeben und wieder zurückgenommen wird:
Kolbenbolzensitzzu locker. In der Zylinderfolgejeweils einen Zündkerzen-
stecker bei abgeschaltetem Motor abziehen. Motor starten und kontrollieren. ob
das Geräuschverschwunden ist. Ohne den Zünddruck über dem Kolben ist der
Kolbenbolzen jetzt entlastet
Das Geräuschtritt unregelmäßigauf: SogenanntesKolbenkippen durch
Verschleißoder zu großes Einbauspiel

C Drehzahlabhängigesstärkeres dunkles Siehe'Störungsbeistand Hydrostöße1,,


Klopfen im Leerlauf und während der Das Geräusch ist besonders gut hörbar, wenn leicht Gas gegeben und wieder
Fahft zurückgenommen wird: Pleuellagerdefekt, In der Zylinderfolgejeweils einen
Zündkerzenstecker bei abgeschaltetem Motor abziehen. Motor starten und
kontrollieren,ob das Geräuschverschwunden ist. Ohne den Zünddruck über
dem Kolben ist das Pleuellager ietzt entlastet

D DrehzahlabhängigesdumpfesKlopfen Das Geräusch tritt besonders deutlich im unteren Geschwindigkeitsbereich


beim kräftigen Beschleunigenauf, aber auch im Stand, wenn Gas gegeben und
wieder zurückgenommen wird: Hauptlagerder Kurbelwelle defekt
Das Geräuschtritt unregelmäßigauf, besondersjedoch bei schnellen Drehzahl-
änderungen:Kupplungs-Druckplatteläuft nicht zentrisch, Schwingungsdämpfer
der Mitnehmerscheibedefekt oder Schwungscheibeam Kurbelwellenflansch
lose

E Motor schlägt zurück Zündzeitpunktverstellt, Defekt im Hochspannungsteilder Zündanlage,Steuer-


zeiten falsch eingestellt,Ventil bleibt hängen oder Ventilsitzverbrannt

F Unregelmäßiges Quietschen oder Das Geräuschtritt besonders stark beim Beschleunigenauf: Loser Keilriemen
Kreischen rutscht durch

G Pfeifen beim Durchtreten der Kupplung I Ausrücklagerverschlissenoder nicht geschmiert

Wenn ein Schadenam Motor auftritt,muß ein Kostenvoranschlag der WerkstattKlarheitdarüberschaffen,ob


Reparaturoder Ersatzim Verhältniszum Zeitwertdes Wagenssteht. Dann entscheidenSie, was Sie in Eigen-
arbeiterledigenkönnen.Wir empfehlennur Zerleg-und Zusammenbau-Arbeiten. Richtiggehende Instandset-
zungensind Werkstattsache.
O EineschadhafteZylinderkopfdichtung erfordertdie Abnahmedes Zylinderkopfes.Das ist für den engagier-
ten Heimwerkerdurchführbar.BeachtenSie allerdingsdie Schwierigkeiten,die bei den Leichtmetallmotoren
mit 'nassen Laufbüchsen"auftretenkönnen,sieheunter"Zylinderkopfausbauen".
O Defekteam Zylinderkopf,z. B. schadhafteVentileoder Ventilführungenkönnen in der Peugeot-Werkstatt
oder bei einemspezialisierten
Motor-lnstandsetzerrepariedwerden.Aus- und Einbauist in Eigenregiemög-
lich.Sie könnenauch einengebrauchtenoder neuenZylinderkopfbesorgen.
O Schädenam Motorblock,wie verschlissene Zylinderlaufbahnen bzw. Laufbüchsen,defekte Kolbenringe
und schadhaftePleuel-oder Hauptlagererforderndie Fähigkeitendes erfahrenenMotor-lnstandsetzers. Zum
Aus- und Einbau benötigen Sie entsprechendeWerkzeug-und Arbeitsplatzausrüstung. Evtl. kann auch ein
gebrauchteroder neuer Motorblockweiterhelfen.

Fingerzeige:Viele Motor-lnstandsetzungsfirmen haben sich zu einer Gütegemeinschaft zusammenge-


schlossen im Verband der Motor-lnstandsetzungsbetriebe e. V., Kölner Straße 89, 50859 Köln. Von dort
können Sie ein Verzeichnis der umliegenden Betriebe anfordern.
Bisweilen kann der Einbau von gebrauchten Teilen eine Sparmöglichkeit sein, sofern der Verkäufer die
Laufleistung und den einwandfreien Zustand der Bauteile glaubhaft nachweisen kann. Günstig ist es,
wenn Sie einen gebrauchten Motor noch im eingebauten Zustand laufen hören können. Seriöse Auto-
verweder-Firmen geben eine Umtausch-Garantie oder legen z. B. ein Motor-Kompressionsdiagramm
vor.

34
Zylinderkopfdeckel
beimTU-Motor aus-
bauen:Schlauchder
Kurbelgehäuse-
Entlüftung(1) nach
lösender Schelle
abziehen,Halte-
schrauben(2) der
Zündkabelführung
und die Hutmuttern
(Pfeilelabschrauben.

O TU-Motor: Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch O Luftführungsschlauch für die Ansaugluftin Fahrt- Zylinder-


am Zylinderkopfdeckel oder am Verbindungskanal richtung links hintenvom Luftfiltergehäuse abneh- kopldeckel
desLuftfiltergehäuses
lösen. men. Dazu unterhalbdes ZündspulenpaketsHalte- abnehmen
O Zwei selbstsicherndeSechskantmutternan der mutter(SW 10) lösen.
Kabelleiste für Zündkabel am Zylinderkopfdeckel O Zündkabelaus der Halterungziehen.
tosen. O Am Zylinderkopfdeckel zehn Hutmuttern(SW 10)
O Kabelleiste abnehmen. lösen.
O Gaszugan der Drosselklappeder Zentraleinsprit- O Alle: Zylinderkopfdeckelvorsichtigvom Zylinder-
zungbzw.der Mehrpunkt-Einspritzung aushängen. kopf abheben,damit die Dichtungnicht beschädigt
O Zwei Hutmutternam Zylinderkopfdeckelheraus- wird.
drehen. O EinebeschädigteDichtungimmerersetzen.
O XU-Motor:Luftfilterdeckelund Filterabnehmen, O Hutmutternmit 10 Nm anziehen.
Luftfilter-Kapitel.
OVerbindungsschläucheam Zylinderkopfdeckel
abziehen.

WennSiedie Halteschrauben
der Kipphebellösen,wird auch der Zylinderkopfgelöst,sieheAbschnitt"Zylin- Kipphebel
derkoofausbauen". ausbauen

O Batterieund Batteriekonsoleausbauen (Kapitel O Ggf. Zahnriemenradder Nockenwelleabnehmen. llockenwelle


,Die Batterie"). Dazudie NockenwellegegenVerdrehensichernund ausbauen
O Zylinder1 auf OT-Stellungbringen. die Halteschraube
lösen. XU-Motor
O Zylinderkopfdeckelabnehmen. O Zahnriemenabnehmen.

Zum Ausbau des


Zylinderkopfdeckels
beimXU-Motor müs-
sen die Hutmuttern
in der Reihenfolge
der Ziffern gelöst
werden.

35
Ein Blick auf den Motor bei abgenommenem
Zylinderkopfdeckel (1). lm Zylinderkopf sehen
Sie den sogenannten ölabweiser (3), Diese
Abdeckung soll verhindern,daß bei hohen
Drehzahlen Öl zur Kurbelgehäuse-Entlüftung
herausgeschleudert wird, Beim Aufsetzen des
Zylinderkopfdeckels auf exakten Sitz der
Gummidichtung (2) achten.

O Zündspulenpaketabschrauben, siehe Kapitel O Die LagerdeckelNr. 2, 3, 4 und 5 in drei Stufen


"Die Zündanlage". anziehen,dabeidie letzteStufemit 15 Nm.
O Am Flanschfür das Zündspulenpaket die Schrau- O Die Seitenflächevon LagerdeckelNr. 1 wird mit
be für den LagerdeckelNr. 1 lösen. Loctite Formajointeingestrichen.
O Schmierölleitunggleichmäßigaus den Lager- O LagerdeckelNr. 1 mit 15 Nm anziehen.
deckelnabziehen,dabei darf sie nicht verkantetwer- O Schraube am Flansch für das Zündspulenpaket
den. mit15 Nm anziehen.
O Lagerdeckel der Nockenwelle in der gezeigten O Schmierölleitung in die Lagerdeckelgleichmäßig
Reihenfolgelosschrauben.Dabei die Schraubenin hineindrücken.
drei Stufeneine Umdrehunglösen.Die Nockenwelle O Ggf. Dichtring auf der Zahnriemenseitebis zum
muß sich gleichmäßig aus den Lagersitzenlösen. Anschlag hineinpressen,Zahnriemenradaufsetzen
O Lagerdeckel auf einemsauberenTuch in der rich- und die Halteschraube mit 35 Nm festziehen.
tigen Reihenfolge ablegen. O Die Außenseitender LagerdeckelNr. 1 und Nr. 5
O Nockenwelle herausnehmenund ggf. defekten mit Silikondichtmittel
bestreichen.
Dichtringabnehmen. O Weitere Arbeitsschritte,wie unter "Steuerzeiten
O Zum EinbauGleitflächender Lagerzapfenund der einstellen,
Zahnriemenauflegen"beschrieben.
Lagerdeckelmit Motoröl bestreichen. O Zündspulenpaket einbauen(Kapitel"Die Zündan-
O Nockenwelleeinbauen,dabei beachten,daBZv- lage").
linder1 in OT steht.

Zylinded<opf- Erkennungsmerkmal U rsache/Besonderheiten


dichtung
A Kühlflüssigkeitsstandnimmt laufend ab Kühlmiüel gelangt in sehr geringer Menge in die Brennräume.
Diese Erscheinung kann sich ohne weitere Erkennungsmerk-
male über längere Zeit hinziehen

B Beträchtlicher Kühlmittelverlust. Der Wagen zieht bei Kühlmittel drangtin erheblicher Menge in einen Verbrennungs-
warmgefahrenem Motor einen weißen Abgasscheier raum, verdampft dort und entweicht als weiße Schwaden zum
hinter sich her Auspuff hinaus

C Aus dem geöffneten Kühler steigen Luftblasen auf oder Verbrennungsgase werden ins Kühlsystem gedrückt. Aus der
beim Öffnen des Verschlußdeckels sprudelt eine größere Öffnung des Kühlers riecht es nach Abgasen
Menge Kühlmittel heraus

D In Regenbogenfarben schillernde oder schwarze Verfärbung Ol aus dem Schmierkreislaufgelangt ins Kühlsystem
an der Oberfläche des Kühlmittels

E Grau oder braun aussehendeEmulsion am heraus- Kühlflüssigkeitist in den Schmierkreislaufgeraten. Achtung:


gezogene ölpeilstab oder öl von Wasserbläschen Wasser im Motoröl kann einen Lagerschaden verursachen.
durchsetzt Zylinderkopfdichtung sofort wechseln (lassen). Motor nicht
mehr starten ! Wagen zur Reparatur abschleppen
F Schlechte Starteigenschaften, ungleichmäßiger Zylinderkopfdichtung ist zwischen zwei Brennräumen durch-
Leerlauf , mangelhafte Leistung gebrannt

36
TU-Motor: Zum Ausbau der
Nocken-welle muß der Ge-häu-
sedeckel auf der linken Schmal-
seite des Zylinderkopfes abge-
schraubt werden. Darunterlie-
gende Schraube (2) lösen und
die Haltegabel(1) abnehmen.

Die Nockenwelleist mit den Lager-


deckeln am Zylinderkopf befestigt.
Der Lagerdeckeldes 1. Zylinders (1)
dient auch als Halter des Zündspu-
lenpakets.Zum Ausbau Zündspu-
lenpaket abnehmen,dahinterliegen-
de Schraube (2) lösen und Lager-
deckel abnehmen.

Vor Lösen der Nok-


kenwellen-Lager-
deckel, muß die
Schmierölleitung (6)
vorsichtig herausge-
zogenwerden. Mit
den Ziffern 1-5 sind
die Nockenwellen-
Lagerdeckelbe-
zeichnet.

37
In der hier gezeigten
Reihenfolge müssen
die Zylinderkopf-
schrauben beim
TU-Motor angezo-
gen werden (siehe
auch Tabelle ), um
ein Verziehen des
Kopfes zu vermeF
den.
Zum Ausbau des
Zylinderkopfes müs-
sen die Schrauben in
umgekehrter
Reihenfolgegelöst
werden.

Fingerzeig: Neben einer schadhaften Zylinderkopfdichtung können an Motoren mit Dnassen(<Laufbüch-


sen auch defekte Ringdichtungen unten an den Zylinderlaufbüchsen bewirken, daß Kühlmittel ins
Motoröl gelangt. Dieser Defekt zieht einigen Kostenaufwand nach sich, denn der Motor muß dazu fast
vollständig zerlegt werden.

Zylinderkopf Bevorder Zylinderkopf abgenommenwird,muß beachtetwerden,daß der Motorabgekühltseinmuß,dennein


ausbauen warmer Zylinderkopfkann sich nach dem Abbau verziehen.
O Massekabelvon der Batterieabschrauben. O Motor auf "OT" Zylinder1 drehen.
O Kühlflüssigkeitablassenund auffangen. O Zahnriemenabdeckungen abnehmen.
O Kühlmittelschläuche am Zylinderkopflösen. O Zahnriemenabnehmen.
O Gaszug aushängen(Kapitel "Die Zentraleinsprit- O Abgasanlagean der TrennstelleKrümmer/Abgas-
zung" bzw. "Multipoint-Einspritzung"). rohr vorn trennen(Kapitel"Die Auspuffanlage";.
O Kraftstoff-Zu- und Rücklaufleitunoan der Ein- O Die Zylinderkopfschrauben entgegender entspre-
soritzeinheit lösen. chenden Abbildung gezeigten Anzugsreihenfolge
O SämtlicheelektrischeLeitungenan Zylinderkopf, lösen.
Einspritzeinheit bzw. Drosselklappenstutzenund O Zylinderkopfschrauben herausziehen.
Ansaugrohrkennzeichnen und abziehen. O TU-Motor: Kipphebelwelle abnehmen.
O Unterdruckschläuche bzw. am
an Einspritzeinheit O Alle: Zylinderkopfabnehmen,sieheFingerzeig.
Drosselklappenstutzen kennzeichnenund abziehen. O Zum Abheben zwei Metallstäbe jeweils in die
I O TU-Motor: Luftfiltergehäuseausbauen (Kapitel äußeren Befestigungs-Bohrungen des Zylinderkop-
_"Luftfilterund Ansaugkanäle")... fes stecken.
I O Befestigungsschraubedes Ölmeßstabs heraus- O Beim TU-Motor in die hintere Bohrungs-Reihe
drehen. und beimXU-Motorin die vordereBohrungs-Reihe.
O Abgasrohrvorn vom Getriebeabschrauben. O Mit den Stäben als Hebel den Zylinderkopfnach
O XU-Motor: Zylinderkopfdeckelabnehmen. vorn kippen.
O Wagen vorn aufbocken. O Dabei löst sich der Zylinderkopf.Trotzdem vor-
O Motor mit Wagenheberabstützenund am unteren sichtig sein, damit die Laufbüchsen nicht bewegt
Motorlagerrechts Halteschraubelösen. oder gar hochgezogenwerden.
O Mutter des rechten Motorlager oben an der O Auch beim Abziehen der Zylinderkopfdichtung
Motorkonsoleabschrauben. vom Motorblockdaraufachten,daß die Laufbüchsen
O Motor mit Wagenheberbzw. falls vorhandenmit nicht bewegt werden.
Flaschenzuganheben. O Die Dichtflächenan Motorblock und Laufbüchsen
O Die hintenunter der MotorkonsolesitzendeHalte- von Dichtungsrestenreinigen.Keinesfallsdabei die
schraubeherausdrehen. Zylinderlaufbüchsen bewegen.
O Wagenhebersoweit ablassen,daß der Motor wie-
der auf dem Motorlageraufsitzt.
O Alle: Zylinderkopfdeckelabnehmen[U-Motor).
O Distanzhülsen und Ölabweisblechvom Zvlinoer-
kopf abnehmen.

Fingerzeig: Wird der Zylinderkopf bei den Leichtmetallmotoren senkrecht nach oben abgenommen,
besteht die Gefahr, daß die Ringdichtung unten an den Dnassen(Laufbüchsen zerstöft wird. lst dies der
Fall, wird eine größere Motorzerlegung notwendig.

38
In der hier gezeigten
Reihenfolgemüssen
die Zylinderkopf-
schraubenam XU-
Motorangezogen
werden(sieheauch
Tabelle),um ein Ver-
ziehendes Kopfes
zu vermeiden,
ZumAusbau des
Zylinderkopfes müs-
sendie Schrauben in
umgekehrter
Reihenfolgegelöst
werden.

'
l::;
Derausgebaute
Zylinderkopfbei
abgenommener
Kipphebelwelle.
Es bedeuten:
1 - Einlaßventilmit
Ventilfeder;
2 - Gehäusedeckel
zurAufnahmedes
Zündspulenpakets.
Daruntersitzt die
Haltegabelfür die
Nockenwelle(3).
4 - Auslaßventilmit
Ventilfeder.
I
)
t
*

DasBild zeigt die


' Dichtfläche mit den
Brennräumeneines
abgenommenen
Zylinderkopfes.
Es bedeuten:
1 - Auslaßventil;
2 - Einlaßventil;
3 - Zündkerze,

39

-
| | Ausgebauten O Alte Kopfdichtungabnehmen. prüfen,ob sich die Nockenwellenoch leicht dreht.
Zylindedropf O Die Dichtflächeam Zylinderkopfmuß absolutsau- Wenn nicht, Kopf ersetzen.
kontrollleren ber und frei von Dichtungsrestensein. O DerZylinderkopfdarf nur in Grenzennachgearbei-
O Nicht mit hartemWerkzeugauf der weichenZylin- tet werden. Der Motorinstandsetzerkann das beur-
derkopf-Dichtfläche kratzen. Riefen können den teilen.
nächstenKopfdichtungsschaden verursachen.
O Zylinderkopfauf Verzug prüfen, besondersdann,
wenn der Kopfdichtungsschadendurch überhitzung
entstandenist.
O Langes Metallineal oder garantiert geraden
Metallwinkellängs über die gereinigteDichtfläche
des Zylinderkopfeslegen.
O Mit einer Fühlerlehreprüfen,ob der Durchhang
größer als 0,05 mm ist. Dann muß der Zylinderkopf
vor der Montageplangeschliffenwerden.
O Bei einem verzogenen Zylinderkopf unbedingt

Zylinde*opf Beim Wiedereinbaudes Zylinderkopfesgilt es auf einigePunktebesonderszu achten:


einbauen o Die Gewinde an den Zylinderkopfschrauben und o Prüfen, ob die beiden Zentrierhülsenim Motor-
in den schraubenlöcherndes Motorblocks müssen block eingesetztsind.
sauber und ohne Beschädigungsein, sonst stimmt O Zylinderkopfdichtung so auf den Motorblockauf-

i', das Drehmoment beim Anziehen der Schrauben legen,daß die Herstelleraufschrift
nicht'
O In den Schraubenlöchernim Motorblockdarf kein
nach oben zeigt.
O Kontrollieren,ob die beim Ausbau eingesteckten
Fixierstiftefür Kurbelwelle und Nockenwelle noch
ll Öl oder Wasser stehen, sonst können die Gewin-
degänge beim Leichtmetall-Motorblockbzw. das
eingestecktsind.
O Zylinderkopfschraubenam Gewinde und an der
Gußmaterialim Bereichder Gewindelöcherreißen. Kopf-Auflagefläche mit Fett Molykote"G Rapidplus*
O Deshalb Gewinde für Zylinderkopfschraubenim bestreichen.
Motorblockreinigen. o SämtlicheZylinderkopfschrauben eindrehenund
O Wenn die Zylinderkopfschraubenlängerals 176,5 in der gezeigtenReihenfolgeund in mehrerenStufen,
mm sind, müssensie ersetztwerden. wie in den Tabellenangegäben,festziehen.

Tabelle Grauguß-Motorblock
TU-Illotor
1, Anzugsstufe
2. Anzugsstufe Schrauben mit starrem Schlüssel 240. Schrauben mit starrem Schlüssel 120.
I weiterdrehen ohne abzusetzen weiterdrehen ohne abzusetzen
3. Anzugsstufe Schrauben mit starrem Schlüssel 120.
tl weiterdrehen ohne abzusetzen
Damit sind die Schrauben endgültig festgezogen, sie sollen keinesfalls nochmals nachgezogen werden

Tabelle 1, Anzugsstufe
XU-Itlotor 2. Anzugsstufe Alle Schrauben vollständig lösen
3. Anzugsstufe

4. Anzugsstufe Schrauben mit starrem Schlüssel gOO.weiterdrehen ohne abzusetzen


Damit sind die Schrauben endgültig festgezogen, sie sollen keinesfalls nochmals nachgezogen werden

O XU-Motor: WerdenArbeitenam Zylinderkopfvor- O Fixierstiftean Nockenwelleund Schwungscheibe


genommen,die das Ventilspielbetreffen,z. B. neuer bzw. Keilrippenriemenscheibe herausziehen.
Zylinderkopf,neue Nockenwelle,Wechselnder Tas- O Zahnriemenauflegenund spannen.
senstößel,Einschleifender Ventilebzw. Ersatzernes O Zündeinstellung kontrollieren.
VentilsmüssenEinstellplättchen mit einerStärkevon O TU-Motor: Ventilspieleinstellen.
2,25 mm eingebautwerden.Anschließend wird das O Alle: Kühlmittelund ggf. Motoröleinfüllen.
Ventilspiel ermittelt und am jeweiligen Ventil das O Kühlsystementlüften.
ermittelteEinstellplättcheneingelegt.

4ngeEeig Wurde der Zylinderkopf wegen eines Dichtungsschadens abgebaut, muß die Kühlflüssigkeit
komplett erneuen werden. Gleiches gilt beim Einbau eines Austausctr-Zylinderkopfes.

40
Zum Lösen der Drehmomentstütze(3) muß die Verbindungsschraube(4) am Zum Ausbau müssen beim XU-Motorfolgende Teile gelöst werden: 1 - Mut-
Aggregateträgerund des Gummi/Metall-Lagers(2) gelöst werden. Oberhalb ter; 2 - Gummi/MetalFLager;3 - Halteschraubendes Haltersan Längsträger;
des Gummi/Metall-Lagerswerden die Muttern (1) der Antriebswellenlage- 4 - Führungszapfenam Getriebe.
rung gelöst.

DerMotorwird mit dem Getriebenachoben ausgebaut.DazubrauchenSie einenFlaschenzug, den Sie in aus-


reichender Höhestabilaufhängenkönnen.Da der Wagenauch aufgebocktwerdenmuß, ist eine Hebebühne
einewesentlicheErleichterungbei der Arbeit. Günstigist zudem ein "vorbelasteter"Helfer.
Da im Peugeot306 eineVielzahlvon elektrischenLeitungenund Unterdruckschläuchen eingebautist, sollten
Sieals erstesalle Steckverbindungen und Schläucheso kennzeichnen, daß sie anschließend wiederan der
richtigenStelleangeschlossenwerden.

Bei einem Fahrzeugmit Klimaanlagedarf der Kältemittelkreislauf


nicht geöffnet werden! DeshalbKlimakom- Ausbau
pressorausbauenund mit angeschlossenenSchläuchenso befestigen, daß die SchläuchenichtunterSpan-
nungstehenund den Ausbaudes Motorsnichtbehindern.
O Motorhaubeausbauen. O Alle elektrischenLeitungen,die von der Karosse-
O Kühlmittel ablassenund auffanoen. rie zur Antriebseinheitführen, kennzeichnenuno
O Getriebeölablassen und zum Entsorgenauffan- lösen,dabei Massekabelnicht vergessen.
gen. O Unterdruckleitungen kennzeichnen und lösen.
O Evtl. auch Motoröl ablassen, wenn der Motor O Kraftstoffschläuchetrennen und verschließen.
anschließend zerlegtoder überholtwerdensoll. Vor- und Rücklaufmarkieren.
O Batterie und Batteriekonsoleausbauen (Kapitel O Unterhalbdes linken Längsträgersdie Mehrfach-
,Die Batterie"). steckerlösen.
O Mehrfachstecker am Steuergerätlösen. O Bei Fahrzeugen mit Servolenkung die Servopum-
O Luftfiltergehäuse
ausbauen. pe ausbauenund mit angeschlossenen Leitungenso

Der Motor ist rechts mit einem Halter über ein


Gummilagermit der Karosserieverbunden,
BeimMotorausbaudie mit Pfeilen bezeichneten
Schraubenlösen.
befestigen,daß die Schläuchenicht unter Spannung O AnschließendSchraubeneine halbe Umdrehung
stehen und den Ausbau des Motors nicht behindern. drehen, um den Schraubenkopfaus der Lagerauf-
O TU-Motor: Schnappverschluß am Wärmetau- nahme herausnehmenzu können.
scherder Heizunglösen,indemder Verriegelungshe- O Alle: Schraubverbindungam Achsschenkel/Achs-
bel nach rechts gedrückt und der Anschlußabgezo- gelenkuntenlösen.
gen wird. O Dreieckslenkersoweit nach unten ziehen bzw.
O Ggf. Kühlerherausnehmen. drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher-
O XU-Motor: Halteringeine Vierteldrehungdrehen, auskommt.
Haltelaschenleicht aufspreizenund den Schlauch O Antriebswellenausbauen.
lösen. O Motor mittelsKettenan den Ösen vorn und hinten
O Am Wärmetauscher Sicherungsklammerlösen, am Zylinderkopfaufhängen,mit dem stabil (!) aufge-
Haltelasche nach rechts drücken und Schlauch hängtenFlaschenzug verbindenund leichtunterVor-
lösen. spannungbringen.
O Kühlerherausnehmen. O Motorstützeam rechtenMotorlagerlösen.
O Alle: Gaszugaushängen. O TU-Motor: Die mittlereHaltemutteram Getriebe-
O Kupplungszug lösen. lager lösen.
O Wagen vorn hochbocken,Räderabmontieren. O Motor auf der rechtenFahrzeugseitesoweit anhe-
O SeitlicheMotorraumverkleidung unten am Längs- ben, daß das Getriebelageraus seiner Aufnahme
träger lösen und abnehmen. nach vorne herausgeschwenktwerden kann.
O Abgasrohr vorn lösen (Kapitel "Die Auspuffanla- O XU-Motor: Alle Haltemutterndes Getriebelaoers
ge"). lösen.
O Schaltgestängeaushängen. O Halteschrauben der Getriebelagerkonsoleam
O Drehmomentstütze(hintenunten)am Aggregate- Längsträgerlösen.
träger und am Gummi/Metall-Lager lösen und O Alle: Antriebsblocknach oben herausnehmen.
abnehmen.
O TU-Motor: Oberhalb des Gummi/Metall-Laoers
die zwei Mutternlösen.

Einbau Prinzipiellverläuftder Einbausinngemäßumgekehrtwie der Ausbau.Zu beachten:


O Grundsätzlichalle selbstsicherndenMutternersetzen.
O Dichtringeder Antriebswellenam Getriebeersetzen.Dichtlippeneinfetten.
O Dreieckslenker so weit nach untenziehenbzw. drücken,daß das Achsgelenkin die Aufnahmehineinrutscht.
I O Kühlsystembefüllenund ggf. Motoröleinfüllen.
O Getriebeöleinfüllen.
O Kupplungspedalwegkontrollieren.

I Anzugs-
drehmomente
lt Bauteile
Motorstütze rechts an Gummi/Metall-Lager
Nm
45
Konsole an Längsträgerlinks 25
Gummi/Metall-Lagerlinks an Konsole 20
Getriebe an Gummi/Metall-Lager links 65 65
Drehmomentstütze an Aggregateträger 70 70
Gummi/Metall-Lager an Drehmomentstütze 50 50
Muttern oberhalb des Gummi/ltetall-Lagers der Drehmomentstütze 10
Achsgelenk an Achsschenkel 40 40
Abgasrohr vorn an Abgaskrümmer 10 10
Antriebswelle an Achsschenkel 325 325

42
Sparbüchse
Dieselmotorenstehenzu Recht im Ruf, besonderssparsammit dem teuren Kraftstoffumzugehen.Besonders
in seinemHeimatlandist der Peugeot306 daherhäufigals nagelnderZeitgenossevertreten.Doch auch bei uns
gibtes einennichtunerheblichen Dieselanteil,
weshalbwir uns hiermit diesemMotorprinzipbefassen.

Motor XUD9 CUDS XUDgTE

Kurubezeichnung 1,9 Saugdiesel 1,9 Saugdiesel 1,9 Turbodiesel


Hubraum cm3 1905 1905 1905
Leistung 50 50 66
Kennbuchstaben D9B DJY DHY
Gemisch-Aufbereitung Verteiler-Einspritzpumpe Verteiler-Einspritzpumpe Verteiler-Einspritzpumpe
Verdichtung 23,0:1 23,O:1 21,821
Turbolader KKK bzw, Garret

Der Dieselmotorist vom Benzinerder XU-Motorenbaureiheabgeleitet.Der Motorblock ist aus Grauguß in


Dünngußtechnik gefertigt.Diesermöglichtunter Beibehaltunghoher Festigkeitdas niedrigeMotorgewichtvon
ca. 120 kg. In den Aluminium-Zylinderkopf sind die Wirbelkammern(SystemRicardoComet V) eingeschraubt.
Sie sind im Zusammenwirkenmit dem Doppelovalbodenin den verstärktenLeichtmetallkolben für den guten
Verbrennungsablauf verantwortlich.
Dieobenliegende Nockenwelle sowiedie Einspritzpumpe werdenvon der Kurbelwelleaus übereinenZahnrie-
menangetrieben.Die Ventilewerden über Tassenstößeldirekt von den Nockender Nockenwellebetätigt.Die
Nockenwelletreibt an ihrer linkenSeitedie Unterdruckpumpefür den Bremskraftverstärker an.
Dieaus Stahl geschmiedeteKurbelwelledreht sich in fünf breitenLagern,die mit vier Gegengewichtenverse-
henzu einemvibrationsarmenLauf des Motors beiträgt.
DieMotorschmierung erfolgtdurch eine Sichelölpumpe unten in der Ölwanne.Die Pumpewird von der Kur-
belwelleaus über eine Kette angetrieben.
Die Diesel-Einspritzanlage stammt entwedervon Bosch oder von Lucas.Sie bestehtim wesentlichenaus der
Verteiler-Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen.
EineSchnellstart-Vorglühanlage läßt den Peugeot306 Dieselauch bei tiefstenTemperaturenschnellstarten.

Wie beim Benzinmotorgleitendie Kolbenim Dieselin den Zylindernauf und ab. Doch bei ihremWeg nach
unten- beim Ansaugtakt- saugen sie beim Dieselmotornur reine Luft an. Bei der Aufwärtsbewegungdes
betreffendenKolbens- bedingt durch die Drehungder Kurbelwelle- wird die angesaugteLuft komprimiert.

Links: Hier sehen Sie einen Teilschnitt


durch den Motor, auf dem Sie erkennen
können,wo die Wirbelkammer im Zylin-
derkopf eingesetzt ist,
Rechts: Der Bereich um die Wirbelkammer
ist herausgegriffen und vergrößert abgebil-
det. Die roten Pfeile symbolisieren die heiße
Luft, die der Kolben beim Verdichtungshub
in die Wirbelkammer drückt. Der einge-
spritzte Kraftstoff (hellrot) wird durch die
schnelle Bewegung der heißen Luft verwir-
belt und kann sich somit gut entzünden.
Die Zahlen bedeuten:
1 - Einspritzdüse;
2 - Glühkerze;
3 - Wirbelkammer;
4 - Schußkanal;
5 - Kolben.

bi.--
Auch das wäre an sich nichts Besonderes,würde die Luft nicht in weit höheremMaßezusammengedrückt,als
es beim Benzinmotorder Fall ist. Auf '/z (Saugdiesel)bzw. 12',a
(furbodiesel)wird die angesaugteLuft kompri-
miert. Durch diese enormeVerdichtungwird die Luft natürlichsehr heiß;Sie merkendas beisoielsweisean der
Fahrradpumpe,wenn Sie einen Reifenaufpumpen.
In die glühendheißeLuft wird nun erst der Dieselkraftstoff
eingespritzt,und die feinen Kraftstofftröpfchenent-
zündensich dadurch von selbst;daher auch die Bezeichnung"selbstzünder".Er brauchtalso keineZündker-
ze zum Entflammendes Kraftstoff/Luft-Gemisches. Den Zeitpunkt,wann in den einzelnenZylinderneine Ver-
brennungstattfindensoll, bestimmtdie Einspritzpumpe, die zur rechtenZeit die richtigeMenge Dieselkraftstoff
in die heißeLuft sprüht.
Wie beim Benzinmotortreibt der Druck der Verbrennungden Kolben nun wieder nach unten,er leistetbei die-
ser BewegungArbeit. Die Kurbelwelledreht sich weiter, und der Kolben strebt wieder nach oben, wobei die
Abgaseaus dem Zylindergedrücktwerden.Kolbenund Zylindersind nun wieder bereitzum Ansaug- und zum
Arbeitstakt.

Dergeteilte Da beim Dieselmotordie Kraftstofftröpfchen,die in den Brennraumeingespritztwerden, im Gegensatzzum


Arbeitsraum Benzinmotorschlagartigverbrennen,käme es zu einem hartenLaufgeräusch.
Die angestrebte"weiche" Verbrennungwird mit sogenanntengeteiltenArbeitsräumenerreicht.Dabeiwird die
Verbrennungin einer separaten"Kammer" im Zylinderkopfeingeleitet.Der entstehendeVerbrennungsdruck
wird durch den Schußkanaletwas verlangsamtauf den Kolben geleitet. Durch diese Verzögerungentsteht
dann ein weichererund etwas ruhigererMotorlauf.

IlleWiüeF Unter den gegebenenMöglichkeiten,einengeteiltenArbeitsraumin lhrem Dieselmotorzu schaffen,haben die


kammer Peugeot-Konstrukteure das "Wirbelkammerverfahren" ausgewählt.
Die im Zylinderkopfsitzende Wirbelkammerist durch eine verhältnismäßigweite öffnung - den erwähnten
Schußkanal - mit dem Brennraumverbunden.Strebtder Kolbenbeim Verdichtungshub
aut*arts, wird die im
ZylinderbefindlicheLuft in die Wirbelkammergedrückt,wo, bedingt durch die Ausformungder Kammer,ein
Luftwirbelentsteht.Der nun durch eine DüseeingespritzteKraftstoffwird auf diese Weiseeng mit der Luft ver-
mischt, verdampftund verbrannt.
Wir sehenalso,daß die Verbrennung zum größtenTeil in der Wirbelkammer abläuftund sich erst dann in den
Brennraumfortpflanzt.Die Kammererhitztsich dabei stark und ist im Betriebrotglühend.DieserEffektist aber
durchauserwünscht,denn so verdampfendie auftreffendenKraftstoffteilchen am besten.

Die von der Kurbelwelle.


über eine Kette angetriebeneSichelölpumpesorgt für den gesundenölhaushalt.Das
Motorölwird aus dem Ölsumpf(Ölwanne) durch einenSieb in die Pumpegesaugtund gelangt
- von dort über
den Ölfilteran die Schmierstellen:
Kolbenböden, Kurbelwelle,Nockenwelleund derenLager.

öloruct Bei einer Öltemperaturvon 80'c sollte der öldruck folgendewerte erreichen:
O lm Leerlauf (750/min)mindestens2,0 barI
O Bei 2000/min mindestens3,5 bar.
O Bei 4000/min mindestens4.5 bar.

Diese Darstellungverdeutlicht mit den Pfeilen


den Ölkreislauf im Peugeot-Motor.Die Zahlen
bedeuten:
1 - Ötkühler (wasserdurchflossen);
2 - Ölkanal in der Kurbelwelle:
s - ötsieb;
4 - Ölpumpe.

44
KontrollierenkönnenSie dieseWerteallerdingsnur, wenn Sie die entsprechendenZusatzinstrumenteÖldruck-
und Öltemperaturanzeige plus Geber kaufen.Die Warnleuchteim Kombi-lnstrumentzeigt lhnen nur an, wenn
es es am Öldruckfehlt (mehrdarüberim Kapitel"lnstrumenteund Geräte").

Der Dieselmotorbesitzt einen Dwasserdurchflossenen"


KühlerzwischenÖttilterund Ölfilterhalter.Darin wird Derönünnr
das Öl ständig vom durchgepumptenKühlmittelabgekühlt bzw. bei kaltem Motor vom erhitzten Kühlmittel
bereitsetwas angewärmt.

Wasüber die Sichtprüfungzu sagen ist, finden Sie im Kapitel "Die Benzinmotoren.. Wartungsarbe

An welchenStellenbeim Diesel-MotorÖl austretenkann, ist im Folgendenaufgeführt; Motor-


O Wellendichtringe der Kurbel- und Nockenwelle(sinddurch den Zahnriemenschutz verdeckt) Undichtlgkeite
O Dichtungdes Zylinderkopfdeckels
O Zylinderkopfdichtung
O Öldruckschalter(ersetzen)
O Der Dichtringunter dem Betätigungshebelan der Einspritzpumpekann Dieselkraftstoffaustretenlassen
O Ölfilterdichtung
O DichtungzwischenKurbelgehäuse untenund Ölwanne
O Wellendichtringder Kurbelwellekupplungsseitig(Öl tritt an der TrennfugeMotor-/Getriebegehäuse
aus)

DieMessungdes Kompressionsdrucksin den Motorzylinderngibt Aufschlußdarüber,ob Ventileund Kolben-


ringe noch gut abdichten. In erster Linie das Kaltstartverhalten,
aber auch Leistung,Öl- und Kraftstoffuer-
brauchsowie die RauchentwicklungunseresDieselmotorshängendavon ab. Wir erhaltenalso über das Kom-
pressionsdiagramm einenguten Aufschlußüber den mechanischenZustanddes Dieselmotors.
Um es gleich vorwegzunehmen:Die Anschaffungeines Kompressionsdruckmessers für Dieselmotorenlohnt
sich wegen des hohen Preiseswohl kaum. Doch möglicherweisekönnen Sie solch ein Gerät ausleihenbzw.
zusammenmit anderenDiesel-Fahrern kaufen.So wird oemessen:
O Der Motor muß betriebswarmsein. O Prüfgerät mit Adapter in das Düsenloch des
O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. erstenZylinderseinschrauben.
O Turbo: Ladeluftkühlerabbauen. \ O Anlasser betätigen (Schalthebelim Leerlauf),bis
O Alle: Mehrfachsteckerzum Absteller der Ein- sich der Skalenwert am Kompressionsdruckprüfer
spritzpumpeabziehen. nicht mehr erhöht.
O Einspritzleitungen im Leitungsbündelausbauen O Anzeigewertnotieren und am nächsten Zylinder
und auf sauberemTuch ablegen. weitermessen.
O SämtlicheEinspritzdüsenausbauen. O Neue Wärmeschutzdichtungverwenden(Einbau-
O Wärmeschutzdichtungen aus den Düsenbohrun- lage beachten),Einspritzdüsen mit 70 Nm und Ein-
gen im Zylinderkopfherausnehmen. spritzleitungen
mit 25 Nm festziehen.
O Einealte Wärmeschutzdichtuno im zu messenden
Zylinderunterlegen.

Fingerzeig:Alle Wärmeschutzdichtungen aus den Düsenbohrungen herausnehmen, sonst fliegen die


Dichtungenbeim Betätigen des Anlassers wie Geschosse aus den Düsenbohrungen heraus. Allerhöch-
ste Verletzungsgefahr.

(in bar Überdruck)sollte der Motor erreichen:


FolgendeKompressionsdruckwerte
Motor Kennbuchstaben Guter Motorzustand Motor überholungsbedürftig Max. Druckunterschied Druckwerte
zwischen den Zylindern

1,9 l/50 kw DgB, DJY 34 26 c


1,9 t/66 kW DHY 34 26 5

Was die Ursachen für zu niedrige Druckwerte sein können, finden Sie im Kapitel "Die Benzinmotoren" Zu niedrige
beschrieben. Druckwerte

Um bei zu niedrigemKompressionsdruckden Fehlerlokalisierenzu können,wendet man folgendenTrick an: Fehlercuche


InsEinspritzdüsenloch
mit einer Soritzkanneetwas Öl träufelnund Komoressionsdrucknochmalsmessen.

45
In dieser Zeichnung sehen Sie den Riemenverlaufdes
Dieselmotorsund die dazugehörigenBauteile.Es sind:
1 - Zahnriemenradder Nockenwelle;
2 - Zahnriemenradder Einspritzpumpe;
3 - Feder;
4 - Führungsrolle;
5 - Zahnriemenradder Kurbelwelle:
6 - Wasserpumpe;
7 - Spannrolle;
I - Vierkant zum Spannen bzw. Enspannender
Spannrolle,

O Bleibendie Werteweiterhinschlecht,sind die Ventileschuld.


O ErhaltenSie höhereDruckwerte, liegtes an den Kolbenringen
und vielleichtauchan den Zylindern.Eintypi-
sches Zeichenfür diesen Fehlerist langsamesAnsteigendes Druckwertesbeim Durchdrehendes Motors.Das
eingefüllteÖl hat kurzfristigzwischen Kolben und Zylinderwändenbesser abgedichtet,so daß das kompri-
mierteGas kaum noch entweichenkonnte.

DemZahnriemenkommt beim Dieselmotor großeBedeutungzu. Reißtder Riemenoder springter auf den Rie-
menscheibeneinen Zahn weiter, entstehtzwangsläufigein schwererMotorschaden,weil die Ventile(von der
Nockenwelle angetrieben) geschlossen
nichtmehrrechtzeitig werden.Dienachoben gleitendenKolbenschla-
gen dann auf die Ventilteller
auf.
FolgendeBauteiletreibtder Zahnriemenan: Nockenwelle, Einspritzpumpe
und die Wasserpumpe.

Eigenaüeiten Die Steuerungvon Nockenwelleund Einspritzpumpewird beim Dieselmotorsehr präziseeingestellt.Jede Ver-


amZahnriemen änderungdurch Spannenoder Auswechselndes Zahnriemenszieht deshalbaufwendigeEinstellarbeiten nach
sich. So beschränkensich die mit einfachenMitteln durchführbarenWartungsarbeitenauf die Zustandsprü-
fung und die behelfsmäßigeKontrolleder.Riemenspannung.
Wird der Zahnriemennachgespannt oder wird er komplett abgenommen (etwa zum Auswechselnoder zur
Zylinderkopf-Demontage), müssendie Steuerzeiten an der Nockenwelleund der Förderbeginn der Einspritz-
pumpe kontrolliertbzw. eingestelltwerden. Beide ArbeitenerfordernerheblicheSachkenntnisund vor allem
Spezialwerkzeuge.

Zahnriemen- O Kraftstoffleitungaus der Halterungam Zylinder- O Gummiball-Handpumpeaus ihren Halterungen


abdecküng kopfdeckelherausziehen. herausnehmen.
ausbaüen

A1
I

Zahnriemen-Abdeckungen,oben bis 1/94,unten ab 1/94.Es


bedeuten:
1 - hinterer Zahnriemenschutz:
2 - Dichtungsring;
3 - unterer Zahnriemenschutz;
4 - linker Zahnriemenschutz:
5 - rechter Zahnriemenschutz.

46
O Hintere Abdeckung: An der Motorrückseite 10) über dem Zahnriemenradder Einspritzpumpe
Sechskantschraube(SW 11) und an der Stirnseite lösen.
(SW 10) lösen.
Sechskantschraube O Am unteren Befestigungspunktdie Haltemutter
O Abdeckung über Nockenwellenradnach oben (SW10)einigeUmdrehungenlösen.
herausnehmen. O Abdeckung schräg nach oben in Fahrtrichtung
O Vordere Abdeckung: Sechskantschraube (SW vorn herausziehen.

O ObereZahnriemenabdeckungen abnehmen. O DamitSie den Riemenauf seinergesamtenLänge Wartungsarbeit


O Der gezähnteRiemendarf nicht verölt oder rissig begutachtenkönnen,den Motor durchdrehen.
sein. O Ein schadhafter Zahnriemen muß unbedingt
O Die Flanken der Verzahnungmüssen intakt sein ersetztwerden!
unddürfen keineAbnützungserscheinungen zeigen.

DieserWartungspunkt sollte lhre Peugeot-Werkstattvornehmen, da zum Messen des Zahnriemensein Wartungsarbeit


benötigtwird. DiesesMeßgerätprüft die Riemenspannungbezogenauf eine bestimm-
Spezial-Meßwerkzeug
te Riemenlänge.

AuchbeimDieselwird der Zahnriemenalle120000 km gewechselt, doch dieseArbeiteignetsich nichtfür den Wartungsarbeit


Hier muß die Werkstatt ran, denn für das anschließendnötig werdendeEinstellendes Einspritz-
Selbsthelfer.
pumpen-Förderbeginns ist Spezialwerkzeug und Sachkenntnis notwendig.

ZumEinstellendes Ventilspielbeim Dieselmuß der Zahnriemenabgenommenund die Nockenwelleausgebaut Wartungsarbeit


werden.Anschließenddas Einstellplättchen,das unter den Tassenstößeleingelegtist, auswechseln.In der
Praxisist das Einstellenauch oft ein ganzes Motorlebenlang nicht nötig. Nachmessenkann aber nicht scha-
den,denn rechtzeitigesErkennenvon zu kleinemVentilspielkann einen Motorschadenabwenden.
Wirwürdenetwa alle 30 000 km das Ventilspielkontrollieren.
O Saugdiesel: Klemmschelleam Saugrohr/Abgas- O Alle: Kraftstoffleitungaus der Halterungam Zylin-
rückführunglösen. derkopfdeckelherausziehen.
O Vier selbstsicherndeMuttern an der Verbindung O Halterungder Kraftstoffleitungam Zylinderkopf-
Saugrohr/Saug brücke lösen. deckel lösen (SW 8).
O An der Stirnseiteder Saugbrücke(in Fahrtrichtung O Halteschrauben(SW 10) am Zylinderkopfdeckel
vorn)zwei Sechskantschrauben (SW 10) lösen. lösen.
O Saugbrücke vom Saugrohrabheben. O Zylinderkopfdeckel abnehmen.
O Turbo: Ladeluftkühlerabbauen. O 5. Gangeinlegen,Wagenschieben(damitsich der

Links:Zum Abnehmen des Zahn-


riemenschutzes muß die Sechs-
kantschraube (Pfeil) gelöst wer-
den. Hier bei ausgebautem Zahn-
riemenschutz.
Rechts:Zum Prüfen des ventil-
spiels wird hier die Fühlerlehre (3)
zwischen Nockenwelle (1) und
Tassenstößel(2) durchgescho-
ben.

E-.
Motor langsamdreht), bis beide Nocken z. B. an betragen,am Auslaßventil 0,30 t 0,07 mm. Erfah-
Zylinder1 gleichmäßignachoben zeigen. rungsgemäßwird beim Dieselam ehestendas Ventil-
O JetztVentilspiel prüfen.
mit einerFühlerlehre spieldes Einlaßventils
kleiner.
O Am Einlaßventilsoll das Spiel 0,15 t 0,07 mm

Der Motorwird mit dem Getriebenachobenausgebaut.DazubrauchenSie einenFlaschenzug, den Sie in aus-


reichenderHöhe stabil aufhängenkönnen.Da der Wagen auch aufgebocktwerden muß, ist eine Hebebühne
eine wesentlicheErleichterungbei der Arbeit. Günstigist zudem ein "vorbelasteter"Helfer.
Da im Peugeot306 eineVielzahlvon elektrischenLeitungenund Unterdruckschläuchen eingebautist, sollten
Sie als erstesalle Steckverbindungen und Schläucheso kennzeichnen, daß sie anschließendwiederan der
richtigenStelleangeschlossen werden.

Ausbau nicht geöffnetwerden! DeshalbKlimakom-


Bei einem Fahrzeugmit Klimaanlagedarf der Kältemittelkreislauf
pressorausbauenund mit angeschlossenen Schläuchen so befestigen,daß die Schläuchenicht unterSpan-
nung stehenund den Ausbaudes Motorsnicht behindern.
O Motorhaubeausbauen. O Gaszugaushängen.
O Kühlmittelablassenund auffanoen. O Kupplungszug lösen.
O Getriebeölablassen und zum Entsorgenauffan- O Wagen vorn hochbocken,Räderabmontieren.
gen. O Seitliche Motorraumverkleidungen unten am
O Evtl. auch Motoröl ablassen, wenn der Motor Längsträgerlösen und abnehmen.
anschließendzerlegtoder überholtwerden soll. O Abgasrohr vorn lösen (Kapitel "Die Auspuffanla-
O Batterie und Batteriekonsoleausbauen (Kapitel ge").
"Die Batterie"). O Schaltgestängeaushängen.
O Luftfiltergehäuseausbauen. O Tachowelleabschrauben.
O Alle elektrischenLeitungen,die von der Karosse- O DieAbdeckunguntenam Stoßfängerlösen.
rie zur Antriebseinheitführen, kennzeichnenund O Leitungder Hydraulikflüssigkeitder Servolenkung
lösen,dabei Massekabelnichtvergessen. am Getriebeund Motor lösen.
O Unterdruckleitungen kennzeichnenund lösen. O Drehmomentstütze(hintenunten)am Aggregate-
O Kraftstoffschläuchetrennen und verschließen. träger und am Gummi/Metall-Lagerlösen, abneh-
Vor- und Rücklaufmarkieren. men.
O Unterhalbdes linkenLängsträgers die Mehrfach- O Oberhalbdes Gummi/Metall-Lagers die zwei Mut-
stecker lösen. tern lösen.
O Servopumpeder Servolenkung ausbauenund mit O AnschließendSchraubeneine halbe Umdrehung
angeschlossenenLeitungenso befestigen,daß die drehen, um den Schraubenkopfaus der Lagerauf-
Schläuchenicht unter Spannungstehen und den nahmeherausnehmen zu können.
Ausbau des Motors behindern. O Schraubverbindung am Achsschenkel/Achsge-
O Schnappverschluß am Wärmetauscherder Hei- lenk untenlösen.
zung lösen, indem der Verriegelungshebelnach O Dreieckslenkersoweit nach unten ziehen bzw.
rechtsgedrücktund der Anschlußabgezogenwird. drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher-
O Ggf. Kühlerherausnehmen. auskommt.

Links: Zum Lösen der Drehmo-


mentstütze (2) muß die Verbin-
dungsschraube am Aggregate-
träger (3) und des Gummi/Metall-
Lagers (1) gelöst werden.
Rechts: Oberhalb des Gum-
mi/Metall-Lagers werden die
Muttern (Pfeile) der Antriebswel-
lenlagerunggelöst.
Beim Ausbau der Motor/Getriebe-Einheit (TU-Motor) muß
die Haltemutter(2) der Getriebelagerungam Gummi-
Metall-Lagergelöst werden. Position >1< bezeichnetden
Halteram Längsträger.

O Antriebswellenausbauen. hängtenFlaschenzugverbindenund leicht unterVor-


O Auf der rechten Fahrzeugseiteden Kühlmittel- spannungbringen.
schlauchaus der Halterungunter dem Längsträger O Motorstützeam rechtenMotorlagerlösen.
herausnehmen und unten am Kühlerabnehmen. O Die mittlereHaltemutteram Getriebelagerlösen.
O Kühlerausbauen. O Motor auf der rechten Fahrzeugseiteso weit an-
O Kupplungszug lösenund abnehmen. heben, daß das Getriebelageraus seinerAufnahme
O Motor mittelsKettenan den Ösen vorn und hinren nach vorne herausgeschwenktwerden kann.
am Zylinderkopfaufhängen,mit dem stabil (!)aufge- O Antriebsblocknach oben herausnehmen.

Prinzipiell
verläuftder Einbausinngemäßumgekehrtwie der Ausbau.Zu beachten: Einbau
O Grundsätzlichalle selbstsicherndenMutternersetzen.
O Dichtringeder Antriebswellenam Getriebeersetzen.Dichtlippeneinfetten.
O Dreieckslenker so weit nachuntenziehenbzw.drücken,daßdas Achsgelenkin die Aufnahmehineinrutscht.
O Kühlsystem befüllenund ggf. Motoröleinfüllen.
O Getriebeöleinfüllen.
O Kupplungspedalweg kontrollieren.
-*
Motorstütze rechts an Gummi/Metall-Lager
t--
_ _ 1 -
Anzugs-
drchmomente
45
Getriebean Gummi/Metall-Lagerlinks 65
i
Drehmomentstütze an Aggregateträger
Gummi/Metall-Lager an Drehmomentstütze I 70
50
Muttern oberhalb des Gummi/Metall-Lagers der Drehmomentstütze
Achsgelenk an Achsschenkel
i 17
I 30
Abgasrohr vorn an Abgaskrümmer I 10
Antriebswelle an Achsschenkel 325
_ l

VomTank aus verläuftdie Saugleitungentlangdes Wagenbodenszum Kraftstoffilterlinks im Motorraum.Der Die l(raflstoff-


dort durchfließendeDieselkraftstoffwird vom Filtergereinigtund anschließendvon der Einspritzpumpeange- zufuhr
saugt.Die Einspritzpumpefördert mehr Kraftstoff,als zu den Einspritzdüsengedrücktwird. In der Rücklauflei-
tunggelangtwieder in den Tank zurück,was übrig ist.
Mit einemÜberdruckca. 130 bar (Saugdiesel)bzw. 175 bar ffurbo) pumpt die Verteilerpumpedas Dieselölin
stabilenEinspritzleitungen
zu den vier Einspritzdüsen. Auch die Düsenspritzennicht den gesamtenangelie-
fertenKraftstoffab. Die Rücklaufstutzender vier Düsen sind durch Schläucheverbunden.Von der in Fahr-
trichtungrechtenEinspritzdüsegelangtdann,was übrigbleibt,durch die Rücklaufleitung zum Tank zurück.

Seitaltersher ist der leergefahrene Tank der Schreckender Diesel-Fahrer. Grund: Haben sich die Saugleitun- l0aftstoffanlage
gender Einspritzanlage entleert,fällt es der Pumpe schwer,wieder Kraftstoffnach vorn zu transportieren.Um entlaiften?
denKraftstofftransport zu erleichternist im Motorraumrechts eine kleineGummiball-Handpumpeeingebaut.
Ander Einspritzpumpe Entlüftungsschraube öffnenund mit der Gummlball-Handpumpe so langepumpen,bis
derDieselkraftstoff blasenfreiausrtritt.Entlüftungsschraube wieder schließen.

49

b-.
Ilie FIügeF Die erste Station in der Verteiler-Einspritzpumpe
stellt die Flügelzellen-Kraftstoffpumpedar. Sie saugt Kraft-
zellenpumpe stoff aus der vom Filter kommenden Leitung an. Das Pumpenrad,in das beweglicheGleitsteineeingesetzt
sind, sitzt in einerrundenBohrungim Pumpengehäuse. In dieserBohrungsteht das Rad leichtaus der Mitte
versetzt.Die Gleitsteineliegenjedoch immer an der Wandungdieser Bohrungan, denn das pumpenraddreht
sich bei laufendemMotor, und so werdensie von der Fliehkraftnach außengedrückt.Sie dichten also mit der
Bohrungswandab. Bei der Drehungdes Pumpenradsbildetsich immerein Volumenzwischenden Gleitstei-
nen,das sich dann zur Druckseiteder Pumpe,also zum Ausganghin,verkleinert. Die im Volumenbefindliche
Flüssigkeitwird somit zwangsläufighinausgedrückt.

Uerteilerkolben Der Kraftstoffwird also unter Druck in das Gehäuseder eigentlichenEinspritzpumpebefördert.Dort sitzt - im
undHubscheibe Prinzipauf der gleichenWellewie die Flügelzellenpumpe - der Verteilerkolben,nachdem die Einspritzpumpe
ihrenNamenerhielt.
Funktion: Währenddes Füllens steht der Steuerschlitzdes Kolbensder Zuflußbohrung(Füllbohrung)gegen-
über. Der Kraftstoff,unter Druck gesetzt,fließtin den Freiraumim Kolben und vor dem kolben ein. Der Vertei-
lerkolbendreht sich (überden Zahnriemenvon der Kurbelwelleangetrieben)weiter. Die Füllbohrungist wieder
verschlossen.
Abspritzen: Der Verteilerkolbenist mit einer Scheibeverbunden,auf der vier Höcker sitzen. Das ist die Hub-
scheibe. Diese Scheibe läuft gegen ein festes Gegenlager,das zur Verminderungder Reibungvier Rollen in
gleichemAbstand wie die Höcker auf der Hubscheibeträgt. Das ist der Rollenring.Haben die Höcker die Rol-
len erreicht,so wird die Hubscheibesamt Verteilerkolben nach vorn gedrückt.Das geschiehtzu dem Zeitpunkt,
an dem sich eine weitere Bohrungim Kolbenmit dem Auslaßkanalzu einer Einspritzdüsedeckt. Der Kraftstoff
kann in RichtungdesjenigenZylindersausfließen,der gerademit dem Zünden dran ist. Durch die Vorwärtsbe-
wegung des Verteilerkolbenswird gleichzeitigdas Volumenvor dem Kolben verkleinert.Der ohnehin schon
unter Druck stehende Kraftstoffwird also zusätzlichnoch einmal mit Druck beaufschlagtund zu der Ein-
spritzdüsegepreßt.
Kurbelwelleund Einspritzpumpedrehen sich weiter. Der Verteilerkolbenrutscht wieder zurück. Aus der Füll-
bohrung fließt Kraftstoffnach. Der Verteilerkolbendreht sich zum Auslaßkanalfür den nächstenZylinder.Die
Höckerauf der Hubscheibelaufenwiedergegendie Rollendes Rollenrings. DerVerteilerkolbenwird nachvorn
gedrückt und das Dieselölunter Druck eingespritzt.

DerAbsteller Kurz bevor der Dieselkraftstoffan die Füllbohrungfür den Verteilerkolbengelangt,passierter ein elektrisches
Magnetventil- den Absteller.Diesererhält beim Drehendes "Zünd"-Schlüsselsauf die erste StellungStrom
und gibt dann den Weg für den Kraftstofffrei. Beim Abstellendes Motors wird vom Glüh-Anlaßschalter die
Spannungsversorgung unterbrochen.Der Abstellerverschließtdann den Füllkanal,und der Motor stirbt ab.

DerFllehkraft- Um die verschiedenenBetriebszuständedes Motors zu erfassenund so die Möglichkeitzu schaffen,jeweils


rcgler die richtige Einspritzmengebereitzustellen,ist in der Einspritzpumpeein Fliehkraftreglereingebaut. Seine
Gewichtewerdenje nach Motordrehzahlmehr oder wenigernach außengedrückt.Die Gäwichtedrücken über
einen Hebelmechanismus auf einen Regelschieber, der durch ÖffneneinerBohrungim Verteilerkolben über-
schüssigenKraftstoffabfließenläßt.Wird die Drehzahldes Motors im Verhältniszur Gaspedalstellungzu hoch,
so öffnet der Reglerdie Bohrung,und die Drehzahlfällt wieder ab.

Die Einspritzpumpe im Schnitt:


I - Antriebswelle (ohne Zahnriemenrad);
2 - Kraftstoffzulauf;
3 - Überdruckventil der Kraftstoffpumpe;
4 - DGas(-Hebel:
5 - Fliehkraftregler;
6 - Kraftstoff-Rücklaufbohrung;
7 - Absteller;
8 - Kraftstoffleitung zu den Einspritzdüsen;
9 - Veneilerkolben;
1O- Hubscheibe;
11 - Spritzversteller (hier zur besseren Darstellung um gO.
gedreht);
12 - Rollenring;
I 3 - Flügelzellen-Kraftstoffpumpe
(ebenfalls um 90' gedreht).
Rot dargestellt ist hier der Kraftstoff in der Einspritzpumpe.
Je dunkler die Färbung, desto höher der Druck.
An der Diesel-Einspritzpumpesind an
der Vorder- und Rückseite folgende
Teile bezeichnet:
1 - Verstellhebel der Drehzahl über
den Gaszug;
2 - Absteller;
3 - Abschaltbarer lastabhängiger
Förderbeginn(ALFB);
4 - Anschluß für Kontalitstecker des
Magnetventilsund ALFB;
5 - Bohrung tür Rücklautleitung,
6 - Magnetventil;
7 - Restmengen-Einstellschraube;
8 - Einstellschraubefür
Drehzalabregelung;
I - Einstellschraubefür erhöhten
Leerlauf.

Zum Start ist die Abregelbohrungganz geschlossen.Der Motor bekommt die volle Kraftstoffmenge;aber nur
so lange,bis die Leerlaufdrehzahl
erreichtist. Dann wird wieder abgeregelt.
Das gleiche geschiehtbei Leerlaufund Teillast.Der Fliehkraftregler
vergleichtüber eine sinnreicheMechanik
Gaspedalstellung und Motordrehzahl.lst die vom GaspedalbefohleneDrehzahlerreicht,wird abgeregelt.Die
Höchstdrehzahldes Motors wird ebenfallsvom Fliehkraftregler begrenzt.

Mit zunehmenderMotordrehzahlmuß der Kraftstofffrüher eingespritztwerden, damit die Zündung trotzdem ller Sprlü-
rechtzeitigerfolgen kann. Diese Frühverstellungübernimmt der Spritzversteller.Er ist ebenfalls in der Ein- ue|stellel
spritzpumpeeingebaut.

DieseautomatischeEinrichtungbesteht aus einem Thermoelementim Kühlmittelkreislauf und einem daran llle leerlauf-
befestigtenSeilzugzur Einspritzpumpe.Damitwird auf den Hebelan der Einspritzpumpefolgendermaßenein- anhebung
gewirkt:Bei kaltem Motor zieht der Zug so am Hebel,daß sich eine um 150 - 200/min erhöhte Leerlaufdreh-
zahlergibt. Damit ist gewährleistet,daß der Motor nach dem Kaltstartdurchläuft.
lst bei warmen Motor die Leerlaufdrehzahl zu hoch, kontrollierenSie, ob am SeilzugendeSpiel vorhandenist.
Wennnicht,den Schraubnippel am Zug lösenund etwaszurückschieben.

lhreAufgabeist es, den Kraftstoffunter hohem Druck in die Wirbelkammereinzuspritzen.Erst wenn der Kraft- Ille ElnsprlE-
stotfdrucküber 130 - 135 bar (Saugdiesel) bzw.175 -'180 bar flurbodiesel)ansteigt,hebt sich die Düsenna- dlisen
del von ihrem Sitz ab, und der Kraftstoffkann in die Wirbelkammergesprühtwerden.Andererseitsverhindert
die hohe Federkraft,daß der Verbrennungsdruckin das Kraftstoffsystemzurückschlägt.Die Kühlung und
Schmierungder Düsennadelbesorgtder Kraftstoff.Da nie der gesamteherbeigepumpteKraftstoffeingespritzt
werdenkann,fließter übereine Rücklaufleitung in den Tankzurück.

DieSoll-Zeitzwischendem Einspritzbeginn und der Zündungbeträgtganze0,002Sekunden.Hiergibt schon llas llageln


die geringsteUnkorrektheitAnlaßzu Arger. Eineetwa hängenbleibendeDüsennadelergibt unregelmäßigeund
übermäßigeVersorgungmit Kraftstoff,schlechteVermischungmit Luft, unkontrollierteZündung(beim Benzin-
Motorwürde man von Klopfensprechen).DarausentstehenharterMotorlauf,lagerschadenähnliche Geräusche
und das Nageln.Dazu kann es kommen
O bei verstelltemEinspritzbeginn;
O wenneine Düsennadelklemmt;
O bei zündträgemKraftstoft,z.B. Sommer-Dieselkraftstoff, der bei Tieftemperaturengefahrenwird und dabei
zum Paraffinierenneigt (Ausscheidenvon Paraffin);
O bei zu hoher Belastungund niedrigerDrehzahl;
O bei zu geringemKompressionsdruck.
Unter Umständen kann es aber auch schon nützlich sein, den Motor einer regelrechtenInnenreinigungzu
unterziehen,indem man dem Kraftstoff eine Portion "Autol Desolite" oder ein anderes dafür bestimmtes
Zusatzmittelbeigibt.Oft hilft auch schon eineflotte Autobahnfahrt.

Besonderswenn der Motor im Leerlauf sehr unrund läuft und dabei unregelmäßigweißen, blauen oder Elnsprltsdüsen
schwarzenAuspuffrauchausstößt,kann dies an tropfendenoder klemmendenEinspritzdüsenliegen.Zum Auf- defekt?
findender defektenEinspritzdüseden Motor im Leerlaufdrehenlassenund nacheinanderdie Übenrvurfmuttern
der Einspritzleitungen
oben an den Einspritzdüsenlösen,bis dort Kraftstoffaustritt.Andert sich an einer Düse

51
trotz gelöster Leitungder Motorlaufnicht, ist die Einspritzdüseschadhaft.Einspritzdüsenmachen durch fol-
gende Effekteauf sich aufmerksam:
O ständigdefekteGlühkerzen o Motorüberhitzung
O starkerschwarzerAusouffrauch o starkesKloofen
O hoherVerbrauch C deutlicherLeistungsabfall

Einspritsdüsen O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. O Zum Einbaupro Einspritzdüse eine neue (l) Dich-


ausbauen O Turbo: Einspritzleitungen
komplett abbauen. tung einlegen(sieheZeichnung).
O Alle: Rücklaufleitungenabziehen,Einspritzdüsen O Bosch-Düsemit 75 Nm und Roto-Düsemit 130
mit Steckschlüssel
ausbauen. Nm festziehen.
O Dichtungen(sitzennoch im Düsenloch) mit Draht- O Die Einspritzleitungen
werdenan die Düsenmit 25
häkchenherausfischen. Nm angeschraubt.

Absteller Der Abstellerverriegeltzum Ausschaltendes Motors die Kraftstoffzufuhrzu den Einspritzdüsen.lst er defekt
defekt? oder stromlos,geht nichtsmehr.
O Der Abstellergerät in Verdacht,wenn der Motor nicht, ist die Stromversorgungoder der Absteller
trotz intakter Glühanlageund hinreichendvollem selbst defekt.
Tank beim StartenkeinerleiZündungbringt. O Stromzufuhrprüfen:"Zündung" einschaltenund
O Als ersteskontrollieren,ob das Kabelzum Abstel- Prüflampe an den Kontakt des Abstellers halten.
ler intakt ist. Leuchtetsie, muß der Abstellerdefekt sein, leuchtet
O Während ein Helfer am Zündschlüsseldreht, sie nicht,ist das Kabelvom Zündschloßher schad-
hörenSie am Absteller,ob er beim Einschaltender haft.EineSicherungist nicht im Spiel.
"Zündung" vernehmlich"Klick" sagt. Tut er das

Fahrenmit lst der Abstellerdefekt oder dessenStromversorgung,so weiterfahren:


defektem O Kabelvom Abstellerabnehmen. O Der Motorwird nun wie üblichgestartet,mußaber
Absteller O Abstelleraus der Einspritzpumpe herausschrau- von Hand abgestelltwerden.
ben. O Dazu Abstellhebelan der Einspritzpumpebetäti-
O Ventilkolben aus dem Abstellerherausnehmen. gen. Unschöner ist das Abwürgen des Motors bei
O Abstellerwiedereinschrauben (40 Nm). eingelegtemGang.

Die Verteiler-Einspritzpumpe
des Dieselmotorsist sehr empfindlichgegen Kraftstoffverunreinigungen (sieset-
zen die dünne Bohrungin der Hohlschraube am Anschlußder Rücklaufleitung zu, und die Pumpe läuftdann
heiß),besondersaber gegen Wasser.In den Kraftstoffgelangt das Wasser hauptsächlichdurch Kondensie-
rung im Fahrzeugtankoder im Erdtankunter der Zapfsäule.Flüssigeund feste Fremdstoffemüssen also her-
ausgefiltertwerden,bevor der Kraftstoffdie Einspritzpumpeerreicht.Das geschiehtim Kraftstoffilter.Am Filte-
relementwerdenSchmutzkörnchen abgeschieden, damitsie nichtin die Pumpegelangenkönnen.lm Freiraum
darunterkann sich Wasser- das ja schwererist als Kraftstoff- absetzen.
Ein von KühlmitteldurchströmtesGehäuseteilum den Filterverhindert,daß bei sehr tiefen Temperaturender
Filterwährendder Fahrtdurch stockendenDieselkraftstoff verstopft.

Links: Zum Ausbau der Einspritz-


düse (2) muß die Überwurfmut-
ter (1) der einspritzleitunggelöst
werden. Zusätzlich die Kraftstoff-
Rücklaufleitungen(3) an der Düse
abziehen,
Rechts: Sollte eimal der Absteller
die Kraftstoffzufuhr beim Aus-
machen des Motors nicht unter-
brechen, können Sie dies an der
Einspritzpumpemit dem Abstell-
hebel (1) manuell bewerkstelligen.
Links: Zum Entwässern des
Kraftstoffilters, muß die Ablaß-
schraube (Pfeil) einige Umdre-
hungen geöffnet werden.
Rechts: Nach dem Lösen der
Innensechskantschrauben(1)
kann der Deckel (2) vom Gehäu-
se (3) abgenommen werden.

In das Kraftstoffiltergehäuse ist ein Schalter eingebaut,der im Kombi-lnstrumenteine Kontrolleuchteauf- Wartungsarbeit


leuchtenläßt, die anzeigtwenn zuviel Wasser im Kraftstoffiltergehäuse vorhandenist. Leuchtetdieses Kon-
trollämpchenauf, das über dem Vorglüh-Symbolsitzt, muß der Kraftstoffilterentwässertwerden.
O Entlüftungsschraube oben an der Einspritzpumpe O Entwässerungsschraube schließen.
einigeUmdrehungen öffnen. O Handpumpebetätigen,bis Kraftstoffblasenfreian
O Entwässerungsschraube unten am Kraftstoffilter der Entlüftungsschraube austritt(entlüften).
einigeUmdrehungen von Hand öffnen. O Entlüftungsschraube schließen.
O Auffangbehälterunter den Kraftstoffilterhalten, O Anlasserso lange betätigen,bis wieder Kraftstoff
sieheFingerzeig. zur Einspritzpumpegefördert wird und der Motor
O So lange Flüssigkeitablaufenlassen,bis wasser- anspringt.
freierKraftstoffaustritt(ca. 100 cm3).

Fingerzeig: Beim Entwässern des Kraftstoffilters ohne Auffangbehälter gelangt das Wasser bzw. der
Diesel-Kratfstoff auf die Kupplung!

O Entlüftungsschraubeoben an der Einspritzpumpe O Kraftstoffilter-Patroneaus seinem Gehäuse her- Wartungsarbeit


einigeUmdrehungen öffnen. ausnehmen.
O Entwässerungsschraube unten am Kraftstoffilter O Dieselkraftstoffim Filter in den Altölkanisterkip-
einigeUmdrehungen von Handöffnen. pen und Filterzum Sondermüllgeben.
O Auffangbehälterunter den Kraftstoffilterhalten O Neuen Filtereinsetzenund kontrollieren. ob d i e
und Flüssigkeit
ablaufenlassen,sieheFingerzeig. Dichtungvorhandenist.

Links:Bei abgenommenem
Deckel(1) kann die Filterpatro-
ne (2) aus dem Kraftstoffilter-
gehäuse (3) herausgenommen
werden.
Rechts: Nach Wechsel der
Filterpatrone muß das Filter-
gehäuse entlüftet werden. Dazu
an der Einspritzpumpedie hohl-
gebohrte Sechskantschraube (1)
einige Umdrehungen lösen, damit
der Kraftstoff aus der Leitung (2)
austreten kann. Anschließend die
Schraube wieder festziehen,

---
Der Turbolader im Schnith Das Schaufelrad an der Auslaß-
seite (2) wird vom Druck der ausströmenden Abgase ange-
trieben. Das auf der Ansaugseite sitzende Schaufelrad (1)
wird durch eine durchgehende Welle mit derselben Drehzahl
in eine hohe Umdrehungszahl versetzt, wodurch die An-
saugluft verdichtet werden kann. Es gelangt also deutlich
mehr Luft in die Brennräume für höhere Leistung oder, wie
in unserem Fall, für sauberere Verbrennung. Sobald der
Druck im Ansaugsystem einen Maximalwen überschreitet,
öffnet der Ladedruckregler (3) den Bypasskanal und läßt
einen Teil der Abgase am Turbolader vorbei ins Auspuff-
system entweichen. Die Steuerleitung (4) ist beim TD-Motor
direkt mit dem Ladedruckregler verbunden.

O Innensechskantschrauben mit 10 Nm festziehen. O Anlasserso lange betätigen,bis wieder Kraftstoff


O Entwässerungsschraube am Kraftstoffilterschlie- zur Einspritzpumpegefördert wird und der Motor
ßen. anspringt.
O Handpumpebetätigen,bis Kraftstoffblasenfreian O lst Dieselkraftstoffauf die Kühlmittelschläuche
austritt(entlüften).
der Entlüftungsschraube gespritzt,müssendiese sofort gereinigtwerden.
O Entlüftungsschraubeschließen.

lm wesentlichenbesteht der Turboladeraus zwei auf einer Welle sitzendenSchaufelrädern.Über eines von
ihnen werden die Auspuffgasedes Motors geschickt,was die Welle - je nach Motordrehzahl- in mehr oder
minder flotte Drehungversetzt.Das gekoppeltezweite Schaufelraddreht natürlichmit und schafft Ansaugluft
- jetzt unter Druck- in die Brennräume,was den lufthungrigenDieselmotorzu höhererLeistunganspornt.

ller [ade- Die Auslegungdes Tuiboladersbringt die angenehmeEigenschaftmit sich, schon bei relativniedrigerDreh-
druc*regler zahl Ladeluftfür die Zylinderzu liefern.Darausfolgt, daß bei hoher Drehzahlviel zuviel Luft zur Verfüggngste-
hen würde. Der Druck im Ladesystemkönnte damit auf ein Maß ansteigen,das der Lebensdauerdes Motors
nicht mehr zuträglichwäre. Dies zu vermeiden,ist Sache des Ladedruckreglers.Er sorgt durch Öffnen eines
Ventilsdafür, daß nur noch ein Teil der Abgase über das Turbinenraddes Ladersläuft. Die Ladeleistungsinkt
damit, und der Druck kann nicht über den Höchstwerlvon 0,83 bar Überdruckansteigen.

Turbolader Bringt der TurbodieseldeutlichwenigerLeistungoder wird die Höchstgeschwindigkeit


nicht erreicht,kann ein
defekterTurboladerdie Ursachesein.

Die Ursache ihre Abhilfe

A Teile der Abgas-Turboaufladung undicht I Luftschlauch zwischen Turbolader und Ansaugrohr Einspritzpumpe undicht
oder lose
2 Undichtigkeit zwischen Ansaugrohr und Zylinderkopf
3 Flanschdichtung am Ansaugrohr undicht
4 Undichtigkeit zwischen Abgaskrümmer und Zylinderkopt bzw. Turbolader

B Turbolader defekt Ladedruck prüfen lassen: ist er zu hoch, obwohl die Steuerleitung zum
Ladedruckregler nicht verstopft bzw. undicht ist, Lader ersetzen, Dann ist der
im Turbolader integrierte Ladedruckregler defekt

C Ladedruckanreicherung (LDA) in der Schlauch zur LDA verschließen und Ladedruck prüfen lassen:
Einspritzpumpe undicht Durch das Abklemmen der LDA muß der Ladedruck um ca.0,05 bar abfallen,
da die LDA außer Funktion ist
1 Fällt der Ladedruck nicht ab, Einspritzpumpe ersetzen, da die LDA nicht arbeitet
2 Steigt der Ladedruck trotz abgeklemmter LDA weist dies auf eine Undichtig-
keit der Membrane bzw. des LDA-Gehäuses hin; Einspritzpumpe ersetzen

54
Links: Zum Ausbau der Einspritz-
düsen bzw. des Ladeluftküh-
lers (1), muß die Sechskant-
schraube oberhalb der Einspritz-
pumpe gelöst werden.
Rechts: Hinter dem Kraftstoffilter
sitzt etwas schwer zugänglich
ebenfalls eine Halteschraube
(Pteil)des Ladeluftkühlels, die
gelöst werden muß.

BeiArbeitenam Turboladermuß mit äußersterSauberkeitgearbeitetwerden.Deshalb:Verbindungsstellen und Turtolader


derenUmgebungvor dem Lösen gründlichreinigen,ausgebauteTeile nur auf eine saubereUnterlagelegen, ausbauGn
geöffneteBauteiledurch Abdecken vor Verschmutzungschützen, nur saubere Neuteileeinbauen,nicht im
Bereichder Reparaturstellemit Druckluftarbeitenund Fahrzeugnicht bewegen.
O Massekabelder Batterieabklemmen. O Abgasrohram Turboladerfestziehen.
O Luftschlauchzwischen Turbolader.Luftfilter und O Vor dem Anschließender Ölvorlaufleitung muß
Ladeluftkühlerausbauen. zunächstin den Anschlußstutzenam Laderein wenig
O Luftfilter-Oberteil
ausbauen. frischesMotoröl gegossenwerden.
O Auspuffrohrvom Turboladerabschrauben. O Nach Einbau des Turboladers den Motor nicht
O Ölvorlaufleitungsamt Halteschellevom Turbola- sofort hochdrehen, da die Laderschmierungnoch
der abschrauben. nicht gesichertist. Erst eine Minute im Leerlaufdre-
O Ölrücklaufleitungam Turboladerlosschrauben. hen lassen.
O Von unten her die Befestigungsschrauben lösen,
die den Turboladeram Ausouffkrümmerhalten.
O Turboladerwährenddem Abschraubenfesthalten
und nach unten herausnehmen.
O Die Halteschraubenam Turboladerwerde mit 55
Nm festgezogen.

Die über den LuftfilterangesaugteFrischluftwird im Abgasturboladerbeschleunigtund verdichtet.Nicht nur


das Verdichtenselbst, sondern auch der im Abgasstrom sitzende (und somit heiße)Turboladersorgen für
nachhaltigesAufheizender Ansaugluft.Bis zu 110'C kann die Ansauglufüemperatur bei vollerBelastungbetra-
gen.
Um eine Leistungssteigerung zu erreichen,sitzt zwischenTurboladeruns Ansaugrohrein Ladeluftkühler.Er
kanndie Ansaugluftnach dem Verdichtungsvorgang des Turboladersum ca. 50'C abkühlen,bevor sie in den
Motorgelangt.Die Luft wird dadurch dichter,führt also auch mehr Sauerstoffmit und die Füllungder Brenn-
räumeverbessert.

O VerbindungsschlauchTurbolader/Ladeluftkühler O Beim Einbaudaraufachten,daß die Dichtungzwi- ladeluftkühler


am Ladeluftkühlerlösen. schen Ladeluftkühlerund Ansaugrohrvorhandenist. abbauen
O Anschlußleitung Einspritzpumpe/Ladeluftkühler O Die goldglänzenden lnnensechskantschrauben
am Ladeluftkühlerlösen. sitzenganz rechts und in der Mitte.
O An der Stirnseitedes Ladeluftkühlersfin Fahrtrich-
tungvorn)zwei Sechskantschrauben (SW 'l 0) lösen.
O An der gegenüberliegendenSeite (Fahrtrichtung
hinten)drei Innensechskantschrauben 6 mm lösen.
O Ladeluftkühler vom Motor abheben.

Fingerzeige:Der Ladeluftkühler muß so abgelegt werden, daß keine Schmutzteilchen in den Kühler
gelangenkönnen,
Verbindungsschlauchzum Turbolader mit einem sauberen Lappen verschließen,damit keine Schmutz-
teilchen,Schrauben oder Werkzeug in den Turbolader fallen können.

cc

b-
An der Rückseite des Ladeluftkühlers (2) sehen Sie die Innensechs- Beim Saugdiesel muß zum Ausbau der Einspritzdüsen die Sechskant-
kantschrauben(Pfeile),dle am Ansaugrohr und der Leitung (1)zum Turbola- schraube (2) die Ansaugrohrbrücke (1) oberhalb der Einspritzpumpe gelöst
der gelöst werden müssen, werden.

'Durch den Kompressronsdruck rnden Zylrnderndes Dreselmotors erwärmtsrchdreangesaugteLuft so stark,


daß srchder erngesprrtzte Kraftstoffan rhrentzundenkann..
So lautetdas Dresel-Prrnzrp. Ber kaltem Motor klappt das ledoch nrcht rmmernach Lehrbuch,weshalbdre
Vorgluhanlage hrerder Physrketwasnachhrlft.
B e r d e r V o r g l u h a n l a grem P e u g e o th a n d e l te s s r c h u m e r n eS c h n e l l - V o r g l u h a n l amgret N a c h g l u h u n gS. r e
bestehtrm wesentlrchen aus den folgendenTerlen:
i) Vorglüh-Relais:DresesRelarshat zwerFunktronen: Es bestrmmtnrchtnur dre Vorgluhzert rn Abhängrgkert
von der Stromaufnahme (sprrchder Temperatu0der Gluhkerzen, sondernes schaltetauch den Stromwegzu
den Gluhkerzen. Untergebracht rstvorn rm Motorraum.
1) Glühkerzen:Sreherzendem kaltenMotorzum Stan und rm Kaltlaufern.DaberreqelnsrerhrenStrombedad
selbst.

Funktionder Der Gluhvorgang selbstunterterltsrchrn drerPhasen:


Uorglühanlage Vorglühen:Mrt dem Drehendes "Zund"-Schlussels rn dre erste .Zund.-Schloßraste losenSreden Gluhvor-
gang aus. Dem Vorgluh-Relars gebenSredamrtden Befehl'Motor vorgluhen..Wre langevorgeglühtwerden
muß,bestrmmtdreelektronrsche Steuerungyedochselbst.Je kalterder Motor rst.desto langerwrrdgegluht.
DreTemperaturrnformatron erhältdreSteuerungdazuvon den Gluhkerzen selbst.DennderenStromaufnahme
ändertsrchmrtder Motoftemperatur und das wrederumerkenntdas Steuergerat. BererskaltemMotorwrrdent-
sprechendlangevorgegluht,ber lauwarmemoder betnebswarmem Motor rst dreVorgluhzert
dagegenkurzer,
oder es wrrdaufs Vorgluhenganz verzchtet.lst dreVorgluhzert zu Ende,verloschtdreVorglüh-Kontrolleuchte
rm Kombr-lnstrument - der Motor kanngestartetwerden.
Startbereitschaft:Werlder Fahrerbrswerlen nrchtsofortnachVerloschender Anzergeleuchte startet,wrrdvor-
srchtshalberkurzwertergegluht.
Nachglühen:lst der Motor angesprungen, begrnntdre Nachgluhzert - es wrrdbrszu 180 Sekundenwerterge-
gluht,soferndre Kuhlmrtteltemperaturnrchtschon uber 65'C gestregenrst.Srnndes Nachgluhensrst es, das
harteVerbrennungsgerausch des kaltenMotorszu mrldernund dre Abgaswertern der Kaltlaufphase zu ver-
oessern.

lst nur erneder Gluhkerzendefekt.so merkenSredas bestenfallsberkaltemMotor.Wahrendder Kraftstoffrn


den ubrrgenZyltndernsofortzundet,setztder Zylnder mrtder defektenGluhkerzeetwasspaterern.Der Motor
läuftalso kurzzeftrg nrchtauf allen.Topfen. und stoßtblaueWolkenaus.
Es kann aber auch durchausoassreren. daß erneoder mehrereGluhkerzenwahrendder warmenJahreszert
unbemerktblerben.SpatestensIn den ersten kuhlen Nachtenflregtdre Sache abder dann auf: Der Motor
s p n n g ta u ß e r sut n w r l l rogd e rg a r n r c h tm e h ra n . F o l g e n d e r m a ß g
een h tm a nv o r .
l, Zuerslwrrdgepruft,ob an den GluhkerzenStromankommt.
ber der Stromversorgungkern Fehlerfestzustellen,werden zulelzl dre Gluhkerzengepruft.
I ))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))Ist

56
Saugdiesel:Das
Ansaugrohrist zwei-
geteilt. An der Rück-
seite müssen zum
Trennendes Saug-
rohres von der An-
saugrohrbrücke (2)
die Haltemuttern
(Pfeile)gelöst wer-
den.Zusätzlich die
Verbindungsschel-
le (ll am Abgasrohr
für Abgasrückfüh-
rung lösen.

O PrüflampeanschließenzwischenMasseund dem Prüflampemußjetzt aufleuchten.Stromzufuhrzu den Stromzuluhr


Anschlußdes StromzuführendenKabels an den Glühkerzenin Ordnung. prülen
Glühkerzen. O Leuchtet die Prüflampenicht, ist das Vorglühre-
O Stecker am Kühlmittel-Temperaturgeberabzie- lais,das Zündschloßoderein Zuleitungskabeldefekt.
hen.
O Zündschlüssel
nur kurz aufVorglühendrehen.Die

DieeinzigewirklichzuverlässigeFunktionsprüfung
der Glühkerzenist die Sichtprüfung: Glühkezen
O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. O Zündschlüssel auf Vorglühendrehen(beiwarmem prüfen
O Turbo: Ladeluftkühlerabbauen. Motor zusätzlichTemperaturgeberabziehen).
O Alle: Einspritzleitungen
und Einspritzdüsen
aus- O Durch die Bohrungenim Zylinderkopfbeobach-
bauen. ten, welcheder Kerzennur schwach(auchdas gibt's)
O Wärmeschutzdichtungen mit Magnetoder Draht- oder gar nichtglühen.
häkchenaus den Bohrungenfür die Einspritzdüsen O DefekteGlühkerzenersetzen- wer vorbeugend
herausfischen.Das Stromzuleitungskabel und das auf Nummer sicher gehen will, ersetzt bei einer
Zuleitungskabelder Glühkerzen bleiben ange- defektenKerzegleich den ganzenSatz.
schraubt.

O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. O Stromleitungabnehmen. Glühkezen


O Turbo:Ladeluftkühlerabbauen. O Glühstift(SW 12)herausdrehen. wechseln
O Alle: SelbstsicherndeMuttern (SW 8) an allen
Glühstiftenlösen.

Um auch bei warmem Motor die Glühkerzenzu überprüfen,müssen Sie den Zum Ausbau der Glühkerze (1) muß die selbstsichernde Mutter (3) abge-
Stecker (Pfeil) vom Temperaturgeber der Vorglühanlage abziehen. schraubt werden, um die Stromleitung (2) abnehmen zu können.
Hinter der Batterie sitzt das Steuergerät (3) für
Vorglühen, das Relais für Nachglühen (2) und für
die Spritzverstellung.

DieseF - ihre Ursache - ihre Abhilfe


Die Störung
Einspritsung
Motor springt schlecht oder 1 Tank leer Auftanken
überhaupt nicht an 2 Nicht lange genug vorgeglüht Vorglühen, bis Kontrollampe verlöscht
3 Vorglühanlagedefekt Defekt beheben
4 Elektromagnetischer Absteller lose, Absteller prüfen
defekt oder erhält keine Spannung
5 Luft im Kraftstoffsystem Anlasser betätigen, bis Kraftstoff gefördert wird
6 Kraftstoffversorgung defekt, Prüfung: Prüfen, ob Kraftstoffleitungen geknickt,
Einspritzleitungen an den Düsen lösen verstopft oder undicht, Filter verstopft,
und sehen, ob Kraftstoff austritt Tankentlüftung verschlossen
Winters: Kradtstoff paraff iniert
Einspritzleitungen nach Montage in Überprüfen: Anschluß A an der Pumpe zu
verkehner Reihenfolge angeschraubt Zylinder 1, B zu 3, C zu 4, D zu 2
8 Förderbeginn der Einspirtzpumpe verstellt Einstellenlassen
9 Eine oder mehrere Einspritzdüsen defekt, Prüfen und reparieren lassen bzw, auswechseln
verschmutzt oder Einspritzdruck falsch
1 0 Einspritzpumpe defekt Austauschpumpe einbauen lassen

Motor hat schlechten oder 1 Leerlaufdrehzahl nicht richtig eingestellt Einstellen (lassen)
unregelmäßigen Leerlauf 2 Gaszug falsch eingestellt oder Richtig einstellen bzw. gängig machen
schwergängig
3 Kraftstoffschlauch zwischen Filter Anschlüsse festziehen
und Pumpe lose
4 Hintere Befestigung der Einspritzpumpe Befestigen oder ersetzen
lose oder gerissen
5 S i e h eA 5 , 6 , I u n d 1 0
6 Motoraufhängung lose oder verschlissen Festziehen oder ersetzen
7 Restmengeneinstellung stimmt nicht Einstellenlassen

C Starker, schwarzer, weißer 1 Motor nicht betriebswarm Bei warmen Motor nochmals prüfen
oder blauer Auspuffrauch 2 Luftfilter verschmutzt Reinigen bzw. auswechsel
3 Kraftstoff ilter verschmutzt Auswechseln
4 Höchstdrehzahl verstellt Einstellen lassen
5 Einspritzdüsen tropfen Prüfen lassen bzw, auswechseln
6 Düsennadel hängt oder ist abgebrochen Prüfen lassen bzw. Düse auswechseln
7 Zu geringer Einspritzdruck Düsen prüfen lassen bzw, Druck einstellen
lassen
I SieheASundlO

58
Ausgangbittefreihalten
Unangenehmes muß schnellverschwinden- doch auf saubereWeise und ohne allzuvielAufhebenszu verur-
sachen.
Dasist kein Politiker-Grundsatz,
sondern die Aufgabe der Auspuffanlage.Sie leitet die Abgase nach hinten,
wandeltsie im Katalysatorin ungiftigeStoffe um und dämpft das Verbrennungsgeräusch.

BeimPeugeot306 bestehtdie Auspuffanlageaus folgendenBauteilen:


O Am Zylinderkopfist der gußeiserneAuspuffkrümmer befestigt.
O Esfolgt das Abgasrohr vorn, das bei allen Modellenals Einfachrohrausgeführtund ggf. durch einen Hal-
ter mit dem Getriebeverbundenist.
O Die nächsteAbgasstationist der Katalysator. Ausführlichbeschriebenist der Kat im Kapitel "Die Abgas-
Entgiftung".
O Nun kommt der Mittelschalldämpfer, der mit Klemmschellenzwischen Kat und Endschalldämpferbefe-
stigtist.
O Zuletztschließtsich der Endschalldämpfer an, der je nach Motorversionunterschiedlichgeformt ist.

DieAuspuffanlageist am Auspuffkrümmerstarr befestigt.Zusätzlichist sie ggf. noch durch einen Halter mit Wartungsarbeit
demGetriebeverbunden.Am Fahrzeugboden hängtdie Auspuffanlagefrei schwingendin Gummischlaufen.
O Haltegummisauf Brüchigkeit,Einrisseoder son- O Ein dumpferer Auspuffton als gewöhnlich und
stigeSchädenüberprüfen,ggf. ersetzen. Knallenim Schiebebetriebweist auf einen durchoe-
O Verschraubungenam Auspuffkrümmer,an der rostetenAuspuff hin.
Halterungund an den Flanschverbindungen auf fe- O An den Nahtstellensind die Schalldämpferzuerst
stenSitzkontrollieren,aber nicht mit Gewalt"anknal- rostgefährdet.Sollensie noch einigeZeit halten,muß
len". dieser Bereich auch einer Klopfprobe mit dem
O Mit einem Lappen in der Hand bei laufendem Schraubendreherstandhalten.
Motordas Auspuff-Endrohrzuhalten.Der Motor muß
nachkurzerZeit stehenbleiben.
O Hören Sie zischende Geräusche und läuft der
Motor ungestört weiter, ist die Anlage an der
Geräuschstelleundicht.

ur4l
Fs
DieAuspuff-Einzelteile: -<
1 - Abgasrohr vorn mit Katalysator
(xu);
2- Befestigungssatz;
3- Wärmeschutzblech;
4- AuspuffkrümmerTU-Motor;
5- Abgasrohrvorn (TU);
6- Katalysator;
7- AuspuffkrümmerXU-Motor;
8- Mittelschalldämpfer;
9- Auspuffkrümmer(XUDTE);
10- Schalldämpfer(XUD);
11- Auspuffkrümmer(XUD,XUDTE);
6-*R
*b
12- Turbolader;
13- Endschalldämpter.

59

L.---
Aufhängung der Auspuffanlage unter dem Wagenboden: 1 - Halter der Aufhängung des Endschalldämpfers: 1 - Halter der Karosserie; 2 - Hal-
Karosserie;2 - Haltegummi;3 - Halter der Auspuffanlage. tegummi; 3 - Halter des Endschalldämpfers;4 - Hitzeschutzblech.

Ganz seltensind sämtlicheTeileder Auspuffanlage gleichzeitigaustauschreif.Hat man einenSchalldämpfer


ersetzt,gibt boshafterweisewenige Monate später der andere den Geist auf. Werkstättenwechselndie Aus-
puffanlagegleichkomplettaus. Dasempfehlenwir nichtso unbesehen, denn alleTeileder Auspuffanlage
sind
einzelnerhältlich.Die Demontageeines einzelnenRohrstücksoder Schalldämpferskann daher ohne allzu
großenAufwanderfolgen.Also erst prüfen,dann wechseln:
O KlopfenSie den bzw. die noch intaktenSchall- dumpfer,ist die Außenhautbereitsgeschwächtund
dämpfer mit einem Hammer rundum gründlichab, wird bald durchbrechen;besonderswenn die streu-
auch an den Stirnseiten.Dabeinicht zu zaohafthäm- salzhaltioekalte Jahreszeitherrscht.
mern. O Beim Einbau grundsätzlich Dichtung(en)und
O Klingtes beijedemSchlaghell,ist das Blechnoch selbstsichernde Mutterndurch neueersetzen.
gesund.
O Wird das Klopfgeräusch an manchen Stellen

Die folgendenPassagenbeschreiben, wie die einzelnenVerbindungen


der Auspuffteileuntereinander gelöst
weroen.
Zu allenArbeitenan der Auspuffanlagemuß der Wagenabsolutrüttelsicheraufgebocktsein,damit er nicht kip-
pen kann - auch nicht bei heftigemDrehenoder Zerrenan den Rohren.

Fingerzeig: Damit sich die Verschraubungen bei der nächsten Auspuffmontage leichter lösen lassen,
sollten Sie die Gewinde mit Kupferfett bestreichen. Auch die Klemmschellen lassen sich leichter vom
Rohr trennen, wenn sie an der Innenseite mit Kupferfett behandelt wurden.

Abgasrohr
vorn O Ggf. Halterdes Abgasrohrvorn vom Getriebelos- zerstören.Sie bestehenin der Regelaus sehr wei-
vomAuspufl- schrauben. chem Materialmit eingelegterGewindespirale.Das
krümmer O Die Stehbolzen,auf denen die Befestigungsmut- Gewindeteilmuß dann noch einzelnvom Gewinde
trennen tern des Abgasrohr vorn sitzen, brechen leicht ab, des Stehbolzens>gepopelt"werden.
wenn eine stark verrosteteMutter gewaltsamlosge- O Die neuenMutternim "Au;puff-Befestigungssatzu
drehtwird. bestehenebenfallsaus diesem 'weichen" Material.
O Deshalb: Verschraubungenmit Rostlöserspray Also keine anderen Muttern aus der heimischen
behandeln. Schraubenkiste verwenden.
O Oder (oft besser): Muttern mit scharfem Meißel

[ambdasonde O Kabelsteckverbindungen der Lambdasonde


ober- O Vor dem Einbauder Sonde diese mit Montage-
ausbauen halb des Getriebestrennen. paste aus der Peugeot-Werkstattbestreichen.
O Lambdasondeaus dem vorderenAbgasrohrher- O KeinePastean die Schlitzebringen!
ausschrauben. O Anzuosdrehmoment 55 Nm.

60
Links: Das Abgasrohr vorn (1) ist
elastisch mit dem Katalysator
verbunden.damit sich die Rohre
geringfügiggegeneinanderbewe-
gen können, Es bedeuten:
2 - Federn;
3 - Unterlegscheibemit
Hitzeschutz;
4 - selbstsicherndeMutter.
Rechts: Die Lambdasonde (Pfeil)
ist in das Abgasrohr vorn einge-
baut.Beim Einbau Gewinde mit
Spezialpaste bestreichen, die
ledoch nicht an die Schlitze der
Sonde geraten darf,

Links:Mit drei Sechskantmuttern


(Pfeile)ist das Abgasrohr vorn an
den Gewindebolzendes
Auspuffkrümmers befestigt.
Beahls: Am Getriebegehäuse ist
das Abgasrohr vorn mit einer
Innensechskantschraube(Pfeil)
befestigt.

")
Links:Beim Anziehen der *--:.:- r'
Klemmschelle Katalysator zwi- I

schen (1) und Mittelschalldämp-


fer (4) als erstes die Muttern
.'f
-: @ffi
anziehen(Pfeile)und anschlie-
ßenddas Masseband (2) mit
'.." #dy.
#
-&J
&/ \-,
selbstsichernderMutter an einer "{ V t
L
Verbindungs-schraube(3) der F Y
#'"-*'
l "l-:
f , t
Klemmschellefestschrauben-
Rechts:Der Endschalldämpfer(3)
ist mit einer Klemmschelle (2) am
.
\ - , _ 7 \
v ' \
Abgasrohr(1) des Mittelschall--
dämpfers befestigt.
Abgasrückführung Saugdiesel: Zwischen Ansaugrohr und -brücke sitzt das Das Magnetventit (1) der Abgasrückführung sitzt hinter der Batterie und ist
EGR-Ventil (2), das über eine Unterdruckleitung (3) mit dem Magnetventil über eine Unterdurckleitung (3) mit dem EGR-Ventil verbunden.
und über das Abgasrohr (1) mit der Ansaugrohrbrücke verbunden ist.

ll nuspun- O Katalysator vom Abgasrohr vorn trennen: Die O An welcherSeite sitzt das Massekabel?
Bauteile Flanschverbindung beiderRohreist mit sogenannten O Beim Einbaudaraufachten,daß die Schellenhälf-
Eennen federbelastetenSchraubengesichert. ten die Ausformungen an den Rohren gut
O Verschraubungen lösen, Unterlagscheiben,wär- umschließen.
medämmendeScheibenund Federnabnehmen. O Einbaulage beachten, Verschraubungenanzie-
O Zum Einbau neuen Dichtring zwischen die hen.
Flanschverbindung legen. O Muß ggf. der Haltebügelan den neuen End-
O Schalldämpfer voneinander bzw. vom Kat schalldämpfermontiert werden, diesen im entspre-
trennen: BevorSie eine Klemmschelle lösen,sollten chenden Abstand nach Muster des alten End-
Sie sich die Einbaulagegenaumerken: schalldämpfersmit dem Haltebandfestspannen.
O Wohin zeigenSchraubenköpfe?
O lst die Schelle waagrecht oder senkrecht einge-
baut?

Auspuffanlage O Beim Einbau ist auf spannungsfreieAusrichtung zur Karosseriehaben. Durch Drehender Rohre und
einbauen der Anlagezu achten. Dämpfer auf gleichmäßigenAbstand zur Karosserie
O Teile provisorisch zusammenstecken, Klemm- bringen.
schellenaber gleich über die Rohrestreifenund aus- O Verschraubungen festziehen.
richten.Flanschverbindungen noch nicht festziehen. O Stellt sich bei einer anschließendenprobefahrt
O Auspuffanlagemit ihren Haltegummisam Wagen- heraus, daß die Auspuffanlage doch irgendwo
boden aufhängen. anschlägt,Klemmschellennochmals lösen (Vorsicht
O Die Gummiringesollenuntergleichmäßigem Zug an den heißen Rohren!)und Auspuffanlageerneut
stehen. ausrichten.
O Die Auspuffanlagemuß auch genügendAbstand

Fingerzeige:Eine verspannt eingebaute Auspuffanlage macht sich durch Brumm- oder Dröhngeräusche
bemerkbar. Außerdem können die inneren Spannungen Risse verursachen.
Geringe Undichtigkeiten an einer der Verbindungen des neuen Auspuffs können mit Auspuffdichtmas-
se behoben werden.

Anzugs- VerbindungAuspuffkrümmer/Abgasrohr vorn mit 10 Nm


drchmomenle VerbindungAbgasrohrvorn/Katalysatorbzw. Zwischenflanschmit '10Nm
VerbindungKatalysatorbzw. Zwischenflansch/Schalldämpfer
mit 15 Nm

62

.
Luftreiniger
DiewesentlichenBestandteilevon Kraftstoffsind die ElementeKohlenstoffund Wasserstoff.Wenn das Kraft-
stoffim Motor verbranntwird, verbindetsich der Kohlenstoffmit dem Luftsauerstoffzu Kohlendioxid (chemi-
sche KurzformelCO,), und der Wasserstoffvereinigtsich mit Sauerstoffzu Wasser (HzO).Aus einem Liter
Kraftstoffentstehenrund 0,9 Liter Wasser,das Sie aber gewöhnlichnicht sehen, da es durch die Verbren-
nungswärmeunsichtbar-dampfförmigdem Auspuff entweicht. Nur in der kalten Jahreszeitsehen Sie weiße
Auspuffwolkenvon kondensierendemWasser.
DieseVerbrennungsprodukte bildenSchadstoffe,obwohl beim BenzinerLuft und Kraftstoffim optimalenVer-
hältnis(14,7:1)gemischtsind und der Diesel-Motor mit Luftüberschußarbeitet.

Ein Katalysatorist in der Chemie ein Stoff, der eine chemische Reaktioneinleitetoder beschleunigt.Dabei Derlktalysator
bleibtder Katalysatorin seinerZusammensetzungunverändert.
lm Auto verstehenwir unterdem Katalysatorein mit den EdelmetallenPlatinund RhodiumbeschichtetesKera-
mik-Bauteilsamt der Umhüllung,die einemAuspufftopfähnelt.Das auf DrahtgeflechtgelagerteKeramik-Bau-
teil ist von mehrerentausend parallelverlaufendenKanälendurchzogen.Auf die Wandungender Kanäle ist
eineZwischenschichtzur Oberflächenvergrößerung (dersogenanntewash-coat)aufgetragen.Er vergrößertdie
aktiveKatalysatorfläche etwa auf die Größeeines Fußballfeldes.
Die katalytischwirkendenSubstanzensind Platin und Rhodium.Von diesen Edelmetallenenthält der Kata-
lysator2-3 Gramm,wobei das Platindie Oxidationund das Rhodiumdie Stickoxid-Reduktion unterstützt.

Mit dem Dreiwege-Katalysatorrückt man den Schadstoffen Kohlenmonoxid,Kohlenwasserstoffund den Oxidationund


Stickoxidenzu Leibe: Reduktlon
O Es werden Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe durch Oxidation mit Sauerstoffzu Kohlendioxid Benziner
(CO,)und Wasser(HzO)umgewandelt.
O Zum Abbau der Stickoxide wird ein Mittel gebraucht,welches den Sauerstoffentzieht,in unseremFall ist
es der SchadstoffKohlenmonoxid.Dabeientstehtdurch ReduktionStickstoff(Nz)und wieder CO..
Dasgeschiehtmit Hilfe der Lambdasonde;sie mißt den Sauerstoffanteilim Abgas. Lambda (1,= griechischer
Buchstabe)ist die "Luftzahl" - das Verhältnisder Luftmengezur Kraftstoffmengeim angesaugtenGemisch.
DerKatalysatorkann nur dann richtigarbeiten,wenn die Luftzahll, dem Wert 1 möglichstnahekommt.Der l,-
Wertwird anhand des Sauerstoffrestesim Abgasstromgemessen- eine Vergleichsgröße für die Zusammen-
setzungdes Kraftstoff/Luft-Gemisches. Weicht die Messungvom ldealwertab, gibt das elektronischeSteuer-
gerät der ZündlEinspritz-Steuerung den Befehl zur unverzüglichenKorrektur:Anreichern bei zu magerem
Gemisch;Abmagerndes Kraftstoff/Luft-Gemisches, wenn dieseszu fett wird.
DieRegelungarbeitetim Bereichvon l" = 0,8 bis ),= 1,2 in rasch wechselnderFolge:LuftüberschußzurYer-
brennungder Kohlenwasserstoffe, Luftmangelzur Verringerungder Stickoxide.Die aus dieser Mischungent-
stehendenAbgase gelangenin den Katalysator,wo eine nahezuvollständigeUmwandlung(im Neuzustand
rund90%) in ungiftigeStoffe,wie Kohlendioxid,Wasserdampfund Stickstoff,erfolgt.
In der Warmlaufphasebleibt die Anlage ungeregeltund richtet sich nach einem vorgegebenenmittleren
l"-Wert.Das gleichegilt, wenn die Vollast-Anreicherungaktiviertist.

Beiden hohen Brennraumtemperaturen im Dieselmotorsteigt unweigerlichder Anteilder Stickoxideim Abgas.


EineMöglichkeitzum Absenkender Temperaturenin den Brennräumenist die Einleitungvon Abgasen.Aus
dem Abgasstromdes Motors wird durch ein ventilgeregeltesSystem ein Teil abgezweigt.Die Menge wird je
nach Motorbelastungdosiert ins Ansaugrohrzurückgeleitet.Da das Abgas kaum noch verbrennungsfähige
Anteileenhält, kann es nicht nochmalsverbranntwerden. Es verringertaber den Zustrom frischer Verbren-
nungsluftund bewirkt so eine Absenkungder Temperaturenim Verbrennungsraumund damit eine Verringe-
rungdes Stickoxidanteils.
Dadie Abgas-Rückführungnur bei Teillasterforderlichist, gibt es eine umfangreicheSteuerungzur Abschal-
tungder Rückführung.Dazusteuertdas Steuergerätfür Abgas-Rückführungdurch von der Unterdruckpumpe
erzeugtenUnterdruckdas Zweiwegeventilder Abgas-Rückführung.

63

F-_
Wassergeister
Normalerweise
sind uns die Wassergeister im Peugeotwohl gesonnen.Sie kühlenden Motor und heizenden
Innenraum.Man kannsich auf sie verlassen.Und fallsNeptundoch mal grollt,hilftdiesesKapitelweiter.

Die Wasserpumpebefördertbei laufenderMaschineständigKühlmitteldurch die zahlreichenKühlkanäledes


Motors und transportiertso die mit der Verbrennungin den ZylindernentstehendeWärme ab. Dazu beschleu-
nigt sie den Wasserstromdurch ein kleinesSchaufelradan ihrer Rückseite.Den Antrieb der Wasserpumpe
besorgtder Zahnriemen.
Auf welchem Weg das Kühlmitteldurch die zahlreichenSchläucheund Kanäleströmt, hängt von seiner
momentanenTemperaturab:
C Bei noch nichtbetriebswarmem Motorfließtdas Kühlmittelim "kleinenKreislauf",der durchden Motor und
durchden Wärmetauscher der Heizungführt.DerAnsaugkrümmer ist bei einigenMotorversionen
zusätzlichan
den kleinenKühlwasserkreislauf angeschlossen.
O Ab etwa 83" C (Automatikund Diesel)bzw. 89" C (Benziner)öffnet der Thermostatden "großen Kühlwas-
serkreis",der den Kühlermit einbezieht.Steigtdie Wasseftemperatur nochweiter,so daß selbstim Kühlerüber
ca.97"C gemessenwerden,tritt der Kühlerventilator in Aktionund hilftbeimAbkühlen.

überdruck- lm Kühlsystemherrschtbei Betriebstemperatur ein Überdruckvon ca. 1,4bar, was die Siedetemperatur des
Kühlsystem Kühlmittelsdeutlichüber 100'C erhöht.Somit ist eine gewisseReservegeschaffen.Der Motor kann also
Betriebstemperaturen von über 100'C erreichen,ohnedaß "Kochgefahr"im Kühlsystembesteht.
Zuständigfür den richtigenSystemdruckist der Verschlußdeckel des Ausgleichsbehälters,
der ein überdruck-
ventil(1,4 bar)und ein Unterdruckventil
(ca.0,1 bar)enthält.Das Unterdruckventil
läßt Luft einströmen.wenn
das Kühlmittelkälterwird und damitwenioerRaumeinnimmt.

Ständige
Kontrolle Am besten anläßlichder regelmäßigen Ölstandskontrolle
solltenSie den Flüssigkeitsstand
im Kühler-Aus-
gleichsbehälter
im Motorraumprüfen:
O Nur bei stehendemMotor läßtsich der Kühlmittel- Deckelleichtvon außenzu sehen.Er muß bei kaltem
standexakt kontrollieren. Motor zwischender <MlNl"-Markierungaußenam
O Der Flüssigkeitsstand ist im durchscheinenden Behälterund dem oberen Gehäuserand des Behäl-
Kühler-Ausgleichsbehälterauch bei geschlossenem tersstehen.

Die Schlauchverlegung links am TU- und rechts am XU-Motor: 1 - Wasserzulauf;


2 - Wasserablaut;3 - Halteschelleam rechten Längsträger;4 - Kühler.

-1t
lt

\
\----
DerWasserverlaufbeim t(
Diesel-und Turbo- ; p . J
1
Dieselmotor.Es bedeuten: €
1 - Thermostatgehäusemit
Filtervorwärmung;
2 - Wasser Verteilerstutzen;
%CI
3 - wasserdurchflossener
ötkühter;
4 - Kühler.

a Die"MAX|,,-Markierung ist übrigensauch vorhan- schrauben - Verbrühungsgefahr. Als "MAX|"-Mar-


den:Sie ist aber nur bei abgenommenem Verschluß- ke genügt der erwähnteGehäuserand.
deckelinnen im Behälter sichtbar.Trotzdem zur O Bei warmem Motor ist der Pegel naturgemäß
Kontrolleden Deckel bei heißem Motor nicht ab- etwas höherals bei kaltem.

MerklicherKühlmittelverlust
ist ein Zeichenfür eine Störungoder einenDefekt.Die Kühlflüssigkeitwird nicht Kühlmittel
verbraucht und kann im geschlossenen Kühlsystemauch nicht verdampfen.Lediglichbei Überhitzungdes nachfüllen
MotorskannetwasKühlmittelzum Verschlußdeckel herausdrücken. Bei ständigemKühlmittelverlust
muß das
Kühlsystem auf Dichtheitgeprüft werden.
O Wirdder Verschlußdeckel des Kühler-Ausgleichs- bei warmemwie kaltemMotor in den Nachfüllbehäl-
behältersbei heißem Motor geöffnet, besteht Ver- ter eingießen.
brühungsgefahr- deshalbäußersteVorsicht: O Bei erheblichem Wasserverlust und heißer
O Deckel mit Handschuh oder Lappen langsam Maschine kein kaltes Wasser in den Kühler-Aus-
zunächsteineUmdrehungöffnenund den Überdruck gleichsbehälter Durchden "Kälteschock"
nachfüllen.
ausdem Kühlsystementweichenlassen.Erst dann kannsich der Zylinderkopf
verziehenoder der Motor-
denDeckelvollendsabschrauben. block reißen.
O Wird nur Wassernachgefüllt,verdünnenSie den
Frostschutzallmählich,daher evtl. gleich etwas
Frostschutzmit einfüllen.
O Nicht über die "MAXl"-Marke nachfüllen;das
Kühlmitteldehnt sich bei Erwärmungaus, und die
Mehrmengeentweichtaus dem System.
O KleinereFlüssigkeitsmengen könnenSie sowohl

Links:Am Ausgleichsbehälter(1)
rechtsam Kühler soll sich der
Kühlmittelstand zwischen der
,MlNl* und ,MAXI(-Marke (hier
mit Pfeilen bezeichnet) befinden.
Rechts:Der Kühlsystem-Ver-
schlußdeckel(1),der hier vom
Einfüllstutzen(2) des Ausgleichs-
behältersabgeschraubt ist, hat
einewichtige Aufgabe im
Kühlsystemzu erfüllen: Er hält
denBetriebsdruckauf 1,4 bar
Überdruck.Sonst kommt der
Motorschon bei normaler
Belastungins Kochen.
Frustschuts- lm Kühlsystem sorgt nicht allein klares Wasser für die notwendige Abkühlung des Motors, sondern eine
mittel Mischungvon Frost- und Korrosionsschutzsowie Wasser.Man spricht daher auch besservon Kühlflüssigke1
oder KÜhlmittel.
DasMischungsverhältnis beträgtfür europäische
Verhältnisse
2 : 3, in nordischenLändern1:1.
Frostfestigkeit bis -25'C -35'C Kühlmittel-lnhalt
B e n z i n e r1 , 1 l , ' 1 , 4| 2,2 Frostschutz 4,3 Wasser 3,25 Frostschutz 3,25 Wasser 6,5 |
Benziner 1,6 | 2,3 Frostschutz 4,6 Wasser 3,50 Frostschutz 3,50 Wasser 7,OI
Benziner 1,8 | 2,5 Frostschutz 5,0 Wasser 3,75 Frostschutz 3,75 Wasser 7,51
Diesel 1.9 | 3,0 Frostschutz 6,0 Wasser 4,50 Frostschutz 4,50 Wasser 9,0 |

Als Frostschutzmitteldienen gewöhnlichgiftige Alkohole namensAthylenglykol,Diäthylenglykoloder propy-


lenglykol.Diese Flüssigkeitenverdampfenbzw. verdunstennicht. Ebensowichtig wie der Schutz vor Eingä-
frierenist auch der Korrosionsschutz.
Er verhindert,daß sich im KühlsystemKesselstein,Rost und andereKor-
rosionsproduktebilden, die sonst die Kühlwirkungverschlechternwürden. Das werksseitigeingefüllteKühl-
mittel mit Korrosionsschutzanteilen
soll deshalbauch nicht im Frühjahrabgelassenwerden,sondernverbleibt
ganzjährigin der Kühlanlage.

Wartungsarbeit Zum Nachprüfender Kühlmittel-Frostfestigkeit brauchenSie einen Hebe-Messer(Spindel,Aräometer).Damit


wird das spezifischeGewicht der Flüssigkeitgemessen. Durch unterschiedlicheZugabe von Korrosions-
schutzmittelnsind die spezifischenGewichteder einzelnenFrostschutzproduktenicht gleich. Für eine absolut
genaueMessungbrauchenSie eine auf das eingefüllteGefrierschutzmittel abgestimmteSpindel.lm Zweifels-
fall ziehenSie vom ermitteltenWert eine Meßtoleranzvon 2 - 3'C ab.
O KÜhlmittel aus dem Kühler-Ausgleichsbehälter O An der Skala ablesen,wie weit der Gefrierschutz
ansaugen,die Spindelmußfrei schwimmenkönnen. reicht.
O Je nach spezifischem Gewicht der Flüssigkeit O Manche Frostschutzprüfer haben Zeiger, an
taucht die Spindelmehr oder mindertief ein. denen die Frostfestigkeitabgelesenwerden kann.

Frostschutz- Meist stellt sich heraus,daß die Konzentrationdes Gefrierschutzmittels


nicht mehr ausreicht.Dann muß etwas
konzenbation Frostschutznachgefülltwerden; grob über den Daumengepeilt etwa 1 Liter für einen um 10" C erweiterten
einstellen Gefrierschutz.
O Wanne unter den Wagen stellen. O EntsprechendeMenge unverdünntenFrostschutz
O Wasserablaßschraube unten am Kühleröffnen. 1 eingießenund mit der aufgefangenenKühlflüssigkei
bis 2 LiterKühlmittelablassen. nachfüllen.
O Schraubesanft anziehen.

Wartungsarbeit Undichte Stellen an der Kühlanlageermittelt man am leichtesten,wenn der Motor heiß ist und demnach
Betriebsdruckin der Kühlanlageherrscht.Zum Prüfen der WasserschläucheArbeitshandschuhetragen, um
Verbrennungen zu vermeiden.

Links: Bei diesem Frostschutz-


prüfer wird die Gefrierschutz-
mittel-Konzentration nichtdurch i
eine in die Flüssigkeiteintau- i
chende Spindel angezeigt,son- i
dern durch zwei bewegliche I
Zeiser.
Rechts: Der Pfeil zeigt aufdie
I
I
Kühlmittel-Ablaßschraubeunten I
Herbeim"*""]
ilXlll:
Links:Die Ablaßschraubeim
Motorblock(Pfeil),hier beim TU-
Motor gezeigt, sitzt in Fahrtrich-
tung vorn an der Getriebeseite
unterhalbdes Auspuffkrümmers.
Rechts:Hier sehen Sie die Ent-
lüftungsschraube(Pfeil) im Ther-
mostatgehäuse,um den Kühl-
kreislaufdes Motors zu entlüften.

O Schläucheam Kühlerund am Motor dicht, auch O VerrosteteSchlauchschellenkönnen unvermutet


diezur Heizanlage? währendder Fahrtund bei vollem Betriebsdruckim
O Schläuche rissig?DurchKnetenfeststellen,ob die Kühlsystemnachgeben.Auswechseln!
Wasserschläuchehart und soröde sind - dann O Die Werkstattkontrolliertdie Dichtheitder Kühl-
umgehend austauschen. anlage mit einer speziellen Handluftpumpemit
O Durch Kneten der Schläuche lassen sich auch Druckmesser.
Undichtigkeitenfeststellen,die durch Marderbisse O Es wird auf die Kühler-Ausgleichsbehälteröffnung
verursachtwurden. gesetztund ein Druckvon 1,4 bar aufgepumpt.
O Sitzen die Schlauchendennicht zu knapp auf O Fälltder Skalenzeiger nicht innerhalbvon ein bis
ihrenStutzen? zwei Minuten,ist das Kühlsystemdicht.
O Sind die Spannschrauben der Schlauchschellen
festgezogen?

Allezwei Jahre soll beim Peugeotdas Kühlmittelgewechseltwerden,weil sich die korrosionshemmenden Wartungsarbeit
Bestandteile
dieserFlüssiokeitallmählichabbauen.

O Bei abgekühltem Motor Verschlußdeckeldes O XU-Motor: Ablaßschraubeauf der Rückseitedes Kühlmiüel


Kühler-Ausgleichsbehälters
öffnen. Motors rechts herausdrehen. ablassen
O Auffangwanneunter die Ablaßschraubestellen. O Alle: Kühlmittelkomplettauslaufenlassen.
O Ablaßschraubeunten am Kühleröffnen.
O ZusätzlichMotorblock leeren:TU-Motor: Unter-
halb des Abgaskrümmers, neben dem Getriebe-
flanschAblaßschraubeherausdrehen.

Auf der linken Fahrzeugseite sitzt oben zum


Entlüftendes Kühlers eine Entlüftungsschraube
(Pfeill.

67

L-.
Links: Eine weitere Entlüftungs-
schraube (Pfeil) sitzt im
Schlauchverteilerstutzen hinten
rechts im Motorraum.
Rechts: Beim Dieselmotor sitzt
neben dem Kraftstoffilter eine
Entlüftungsschraube (Pfeil) im
Schlauchverteilerstutzen,

Fingerzeig: Kühlerfrostschutzmittel ist giftig, es darf deshalb nicht einfach in die Kanalisation geschüt-
tet werden. Stattdessen in ein gesondertes Gefäß füllen und zum Sondermüll geben.

Kühlmittel O AlleAblaßschrauben schließen. O Motor starten,Verschlußdeckeloffen lassen.


einfüllenund O Entlüftungsschrauben am Kühler,am Schlauch- O Motor mit ca. 2000/min drehen lassen, bis oer
Kühlsystem verteiler-Stutzen,am Zylinderkopfund zum Wärme- Kühlerventilator
anläuft.
entlüften tauscheröffnen. O Motor abschalten, Kühlmittel ergänzen, Ver-
O Einfüllstutzendes Kühler-Ausgleichsbehältersöff- schlußdeckeldes Ausgleichsbehältersschließen.
nen und offen lassen. O Nach dem Abkühlen oder am nächsten Tao
O Zuerst die nötige Frostschutzmenge,dann mög- nochmalsKühlmittelstand orüfen.
lichst kalkarmesWasser in den Kühler-Ausgleichs-
behälterfüllen.
O Entlüftungsschrauben schließen,sobald Kühlmit-
tel blasenfreian den Entlüfternaustritt.
O Nach BedarfWassernachfüllen.

Der KühlerbesitztsogenannteWasserkästenaus Kunststoff.Die sitzenrechtsund linksam Kühler.Von diesen


Sammelkästenaus strömt das Kühlmitteldurch die Leichtmetallröhren des Kühlers,die zurVergrößerungihrer
Oberfläche(unddamit der Kühlfläche)mit Kühlrippenversehensind.über die Kühlrippenkanndas Kühimittel
Wärmean die Umgebungabgeben.
An der rechtenKühlerseitebefindetsich der durchscheinende Ausgleichsbehälter mit den Füllstandsmarken
und dem Kühlerverschlußdeckel.lm Ausgleichsbehälterfindetdie bei ErhitzungentstehendeKühlmittel-Mehr-
mengePlatz.

Zum Kühler (1) gehören folgende Teile:


2 - Kühlerverschlußdeckel;
3 - Rahmen der Luftführung und Halterahmenfür
Ventilator;
4 - Ausgleichsbehälter;
5 - Halterungendes Kühlers,

68
Fingerzeig:Bei Verdacht auf einen undichten Kühler sollten Sie in der Werkstatt die beschriebene
Druckprüfungdurchführenlassen.Bei einem offenkundigenDefekt können Sie den Kühler auch gleich
selbstausbauen und zur Reparatur bringen. Es gibt spezielle Kühlerwerkstätten(Branchentelefon-
buch!),die solche Reparaturendurchführen.

O Kühlmrttel
ablassenund auffangen. mit Federnbefestigt- Federnanhe-
Kuhlerventilators Kühler
O Kühlmittelschläuche
am Kuhlerabbauen. ben,Kuhlerund Halterahmen rnden Motorrnnenraum ausbauen
O Kabelstecker am Thermoschalterfür Kühlerventr- krppen.
latorabzrehen. O Kuhlermit Halterahmen nach oben herauszrehen.
untenam hnkenSteh-
O Steckerfur Kühlerventrlator Untenrster ledrghcherngesteckt.
blechlösenund abzreherr. O Halterahmendes Kuhlerventilators vom Kuhler
O Oben rst der Kuhler und der Halterahmendes abchosen.

Vor und nach dem Sommerhalbjahr von den dort festgesetztenInsektenlerchen Kühlerreinigen
solltendie Kuhlerlamellen
gesäubertwerden,sonstwird dre Kuhlwrrkung verschlechtert.
O Motorhaube offnen. O Nach erner gewrssenErnwrrkzeit von der Kühl-
ausbauen(Karosserie-Kaprtel).
O Kühlergrrll erruckserteher mrt dem Wasserschlauch absoülen.
O Angetrocknete mrt ernemeiwerßlo- O Durch dre Kuhlerlamellen
Insektenreste mrt nrcht zu starkem
sendenMrtteleinsprühen,z. B. 'Summer Screen. Strahlsprrtzen.HartesBurstenoder scharfesWerk-
vonHolts. zeug kann die Kuhlerlamellen
beschadrgen.

Besorgen in der rrchtrgenBogenformund grundsätzlrch


Sresrchals ErsatzOngrnalschlauche neueSchlauch- Kühlmittel-
schellen. schläuche
O Kühlmittelablassenund auffangen. O FestsrtzendeSchlauchendenmrt ernem Schrau- ausbauen
O SchraubbareSchlauchschellenmit Schrauben- bendreherlockern,den man zwrschenSchlauchund
dreherlösen. hebelt.
Stutzenschrebtund dann vorsrchtrg
O Federband-Schlauchschellen an den berden O NeueSchläuchewertgenugauJdreStutzenschre-
,Ohren.mrt ernerZange brs zum Anschlagzusam- ben,damrtsrenrchtwrederabrutschenkönnen.
mendrücken. O Schraubschellennrchtmrt Gewaltanzrehen,
sonst
O Schläuche abzrehen. wrrddas Gewrndeüberdreht.

Einen gerissenenoder von Mardern zerbissenenWasserschlauchkann man selten sofort


Fingerzeig:
ersetzen.Denn oft ist gerade der benötigte Wasserschlauch nicht auf Lager. Vorübergehend kann das
>Pannenband( von Weyer, Düsseldorfoder Holts "Hoseweld Bandage"helfen.Beide kleben auf gesäu-
bedenund trockenen Gummischläuchenrecht gut. Bei einem großen Leck kann es vorteilhaftsein, den
Verschlußdeckeldes Kühler-Ausgleichsbehälters nicht bis zur zweiten Rastezuzudrehen,damit sich im 4
Kühlsystemkein Druck aufbauen kann, dem die Bandage dann nicht mehr standhält. Jetzt nur noch
sehrschonendbis zur Werkstatt weiterfahren.Temperaturanzeigeund Kühlmittelstandim Auge behal-
ten!
Zum Ausbau des Kühlers (2) muß die Federklammer (1) ggf. mit einem Die Klemm-Schlauchschellenlassen sich ohne Schwierigkeiten mit einel
angehoben (Pfeil)werden. Kühler nach hinten schwenken
Schraubendreher Zange lösen.
undFederklammerder Kühlluft-Zufuhrungaushängen.
Oben: Beim Auldrücken daraut achten , daß der O_Ring(2) am
>Schnellverschluß((1) nicht verdreht autgeschoben isi.
Hatte_
ringl/a Umdrehung rechtsherum Drehen und am Anschlußstut-
zen aufschieben,bis die Rastnasenhörbar einrasten.
Links: Einige Schlauchverbindungensind mit einem sogenann-
ten DSchnellverschluß<verbunden. Zum öffnen wird dei Halte_
ring (3) in Pfeilrichtungverdreht, bis er mit seinem Anschlag
(2) an der Rastnase(1) anliegt. ,schnellverschluß( abziehen.

Vereinfachtgesagt bestimmt der Thermostatdarüber, ob das Kühlwasser


im Kühler abgekühlt werden soll
oder nicht' Er hat also das Sagendarüber,ob das Kühlwasserim 'kleinen.
oder im "großen Kühlwasserkreis
lauf" zirkulierensoll.
NatÜrlich steuert der Thermostat den Kühlwasserflußin Abhängigkeit
der Kühlwassertemperatur.Das
geschiehtdurch eine mit spezialwachsgefüllteBüchseund
den dara-niefestigtenventilteller.Bei Erwärmung
des KühlmittelsverflÜssigtsich das wachs, es dehnt sich aus und öffnet
zwangsläufigdurch sein größeres
Volumenden ventilteller.solange die Kühlwassertemperatur steigt,wird vom Thermostatder Kattwasserzufluß
aus dem KÜhlerzunehmerd geöffne1.Fälltdagegendie Betriebslemperatur,
drückt eine Federam Thermostat
den Ventiltellerwieder in Richtung'Zu. und sfent damit den Kaltwasserzufluß,
bis wieder Betriebstemperatu
herrscht.

Thermostat
Erkennungsmerkmal Ursache/Auswirkungen
A Betriebstemperatur wird später erreicht,
Thermostat-Ventilteller ist in "Offen"-stellung blockiert
Heizwirkung ungenügend (etwa durchAblagerungen), der Zufluß zum Kühler ist ständig
offen. Der Motor bleibt zu langqim Kalflaufbetrieb. Es kommt
jedoch kurzfristig zu keinen Schäden. trotzdem
Thermostat
so bald wie möglich wechseln

In dieser Zeichnung sind die verschiedenenEinbaulagendes Thermostat (2)


gezeigt. Es bedeuten: 1 - Anschlußstutzen;3 - Dicht-
ring; 4 - Thermostatgehäuse(Diesel)mit Kraftstoffilter-vorwärmung; -
s ih!i"o"ägehäuse am TU-Motor;6 - Thermostatgehäuse
am XU-Motor(Benziner);

70
Die Zeichnung verdeutlicht den Aufbau eines Kühlmittel-Thermostats:
1 - Widerlager;
2 - Stößel:
3 - Teller (öffnet den großen Kreislauf);
4 - Feder:
5 - Dehnelement;
6 - Teller (verschließt den kleinen Kreislaufl.

Erkennungsmerkmal
_ 1 ,."1"!:.'"y'*ung":
B Temperaturanzeige steht trotz richtigem Kühlmittelstand L Thermostat-Ventilteller ist in "Geschlossen<-Stellung
ganz rechts, Kühlmittel- bzw. STOP-Warnlampe leuchtet I blockiert (etwa durch eine defekte oder undichte Thermostat-
auf. Kühler und unterer Schlauch zum Kühler sind kalt I büchse). Auf keinen Fall weiterfahren, sonst enstehen
-----_--
, schwere Hitzeschäden am Motor! Thermostat sofort aus-
l;;;ffi
Fingerzeig:Wenn der Motor unterwegs wegen eines defekten Thermostats ins Kochen kommt, hilft nur
noch Abschleppen oder der Ausbau des Thermostats an Ort und Stelle. Sollten Sie sich für den Ausbau
entscheiden,müssen Sie so lange warten, bis das Kühlmittel eine hautfreundliche Temperatur erreicht
hat.

DenThermostatauszubauen,ist auch unterwegsnicht besondersschwierig:Er sitzt gut zugänglichlinks am Thermostat


Motorunterdem angeschraubtenKühlmittelflansch. Bei heißenKühlmitteldauertes allerdingsrecht lange,bis ausbauen
Sie am Motor arbeitenkönnen,ohne sich dabei die Hände zu verbrühen.Beim Einbaueines neuenThermo-
erneuertwerden.
statssollte auch der Dichtringam Thermostatgehäuse
O EtwasKühlflüssigkeit ablassen. O Thermostatabnehmen.
O Schraubenam Themostatgehäuseherausdrehen. O Die Schrauben am Themostatgehäusemüssen
O Schlauchstutzen(mit Schlauch)abnehmen. beim Einbaumit 10 Nm angezogenwerden.

O Thermostatausbauenund in einen Topf mit kal- Termostatallerdingsnicht öffnen, das tut er erst bei Ihermostat
tem Wasser legen: Der Ventiltellerdes Thermostats 1O2"C, doch die sind im offenenTopf nicht zu errei- prüfen
liegtsatt auf dem Dichtsitz. chen.
O Danndas Wasser bis zum Kochen erhitzen.Jetzt O Tut er's nicht, ist er defekt.
mußder Ventiltellervom Sitz abheben.Ganzwird der

DieKühlflüssigkeitwird von der Wasserpumpebeschleunig.t, damit sie im Kühlsystemzirkulierenkann.Wird


die an sich wartungsfreieWasserpumpeundicht oder gibt sie mahlendeGeräuschevon sich, muß sie ausge-
tauschtwerden.Sie befindetsich beim Peugeot306 in Fahrtrichtunggesehenrechtshintenam Motor und wird
vom Zahnriemenangetrieben.

Der Ausbau der Wasserpumpegestaltet sich beim Peugeot recht schwierig,denn es muß der Zahnriemen Wasserpumpe
abgenommenwerden,was einigenAufwanderfordert. ausbauen
O ZuerstKühlsystementleeren. rechten Fahrzeugseitemit einem Wagenheber ab-
O Zahnriemenabdeckungen ausbauenund Zahnrie- stützen.
menabnehmen. O RechtesMotorlagerabnehmen.
O TU-Motor= Zum Ausbauen der Wasserpumpe O Kühlmittelschläuche an der Wasserpumpeabneh-
zweiSechskantschraubenlösen. men.
O Wasserpumpeherausnehmen. O Vier Sechskantschraubenlösen und Wasser-
O Wasserpumpengehäuse ausbauen:Motor auf der pumpeabnehmen.

71
Der Ausbau des Thermostats.
LinIs: Zwei Schrauben (Position
"1" zeigt eine davon) lösen,
Schlauchstutzen(2) mit Schlauch
abnehmen.
Rechts: Der Thermostat (2) ist
nach Abnehmen des Schlauch-
stutzens sichtbar. Hier ist er noch
im Thermostatgehäuse{1) einge-
setzt.

O Halteschraubendes Pumpenradesam Lager- O Wasserpumpemit anschrauben.


gehäuselösen. O RechtesMotorlagermit 45 Nm festziehen.
O XU-Motor: Fünf Sechskantschrauben am Was- O XU-Motor: Die Schraubenwerden mit 15 Nm
serpumpengehäuse lösen. angezogen.
O Wasserpumpevom Motorblockabnehmen. prüfen.
O Alle: Zahnriemenauflegen,Steuerzeiten
O Beim Einbau Dichtrinqersetzen.Dichtflächen
rei- O Kühlsystembefüllen,entlüftenund auf Dichtheit
nigen. orüfen.
O TU-Motor: Achten Sie darauf, daß die beiden
Zentrierhülsen
im Motorblockvorhandensind.

DieTU-Motorenbesitzenim Peugeot306 einenelektrischangetriebenen bzw. die XU-Motorenzweielektrisch


angetriebene Kühlerventilatoren,
die sich nur im Bedarfsfall
zuschalten.Dadurchwird Motorleistung und in der
FolgeKraftstoffgespart.Deshalbist in den Kühlerein temperaturempfindlicher Schaltereingeschraubt.
Wenn
er "spürt",daß die an ihm vorbeirauschende Flüssigkeit
nach Durchflußdes Kühlersnoch zu heißist,schaltet
er den Ventilatorbzw. die Ventilatorenein.
Um es nochmalsdeutlicherzu sagen:der Thermoschalter unterbrichtdie Stromzufuhrzum Kühlerventilator
bzw. er stelltsie her,wenn die Kühlertemperatur zu hoch ist.WeitereBauteilesind nichtim Soier.

Zweistufiger In einigenMotor-bzw.Ausstattungsvarianten
besitztder Peugeot306 einenzweistufigenKühlerventilator.
Bei
Kühlerventilator starkerMotorbelastungund entsprechend
hoherKühlmitteltemperaturschaltetder Thermoschalter
einehöhe-
TU-Motor aus Leichtmetall:Das Wasserpumpen-Lagergehäuse(1)mit Zahn- TU-Graugußmotor: Nach Abnahme der Zahnriemenabdeckungen und des
riemenrad (2) wird nach Lösen von zwei Verschraubungen (Pfeile)ausge- Zahnriemens (hier aufgelegt) Halteschrauben (Pfeile)des Wasserpumpen-
baut. Lagergehäuse(1) mit aufgepreßtemZahnriemenrad(2) lösen.
Die Einzelteileder Wasserpumpe.Es sind bezeichnet:
1 - Anschlußstutzen(bis Motor TU 3MC);
2 - Wasserpumpengehäuse(bis Motor TU 3MC);
3 - Dichtung (XU-Motor);
4 - Wasserpumpe (xu-Motor).

re Lüftergeschwindigkeit.Möglichmacht'sein zweistufiger Thermoschalter, der den zweitenStromwegzum


diesmalüberein Relaisschaltet.Der Stromwegim einzelnen:
Ventilator
O Für die erste Ventilatorstufe läuft der Stromweg von der Sicherungdirekt über den Thermoschalterund
einenVorwiderstand zum Kühlerventilator. Der Vorwiderstandreduziertdabei die Spannungam Ventilator-
dieserläuft mit halberDrehzahl.
O Für die zweite Ventilatorstufe läuft der Stromwegvon der Sicherungüber ein Relais zum Kühlerventilator
(diesmalohne Vorwiderstand).Der Thermoschalterist hierbeinicht mehr in den Stromwegzum Ventilatormit
einbezogen.Er steuert in Stufe ll nur das Relais,bestimmt also, ob dieses den Stromwegfreigibt oder nicht.
Mansagt: er sitzt im Steuerstromkreis(sieheauch Kapitel"Die Karosserie-Elektrik").

eingebaut.Bei einstufiger
lm Peugeot306 ist der Einfachheithalberimmer ein zweistufigerKühlerventilator Schalt-
ist dann eben nur ein Kontaktpaarbelegt.
Verschaltung temperaturen
Ausschalttemperatur
derKühler-
Einschalttemperatur
ohne Klimaanlage mit Klimaanlage ohne Klimaanlage I mit Klimaanlage Thermoschalter
Kühlerventilator Stufe I ca.92,5'C ca.90,0'G ca.87,5'C
Kühlerventilator Stufe ll ca.97,5'G ca.101,0'C ca.92,5"C

Fingerzeig:Aus der elektrischen Verschaltung des Kühlerventilators (über Sicherung direkt an Batterie-
<+<)ergibt sich, daß der Kühlerventilator - ob ein- oder zweistufig - auch bei ausgeschalteter Zündung
und stehendem Motor olötzlich losbrausen kann. Das ist vor allem kurz nach dem Abstellen des Motors
durch die entstehende Stauwärme leicht möglich.
Hier sehen Sie an einem ausgebautem Motor an der Rückseite das separat Zum Ausbau der Wasserpumpe (2) am XU-Motor müssen am Lagerschild (3)
angeschraubtenWasserpumpengehäuse(1) mit angeschraubtem Wasser- die Schrauben (Pfeile) gelöst werden. Mit Position "'l* ist die Spannrolle
pumpen-Lagergehäuse (2). bezeichnet,

>r--
In der Zeichnung links sehen Sie den
einstufigen und rechts den zweistuti-
gen Kühlerventilator:
1 - Thermoschalter;
2, 5 - Relais;
3 - Kühler;
4 - Rahmen der Luftlührung und
Halterahmenfür Ventilator (7);
6 - Motor.

Nebeneinem klemmendenThermostatkann auch ein ausgefallenerKühlerventilator zu hohe Kühlmitteltempe-


ratur verursachen,allerdingsnur bei längeremLeerlauf,etwa im stockendenFeierabendverkehr oder in einer ]
Autobahnstauung.Ein ausgefallenerVentilatormuß aber nicht das Ende der Fahrt bedeuten: ]
C Nachdemder Motoreinigermaßen abgekühltist,kannman mit mittlerenDrehzahlen und einigermaßen zügi- l
gem Tempo die nächsteWerkstattanlaufen.Dabeidie Warnleuchteund ggf. die Temperaturaizeigeim Aule
behalten. I
I
O Leerlaufund Schleichfahrt dagegensind für den Motor tödlich.Da strömt kaum ein kühlenderLufthauch i
durch die Kühlerlamellen. Muß verkehrsbedingt mit niedrigerGeschwindigkeit weitergefahren werden,sollten I
Sie sofort nach der Störungsursacheforschenund gegebenenfallsden Thermoschaltärüberbrücken.
I
Störungssuche o KontrollierenSie zuerstdie zuständigeSicherung Der andere Kontakt wird direkt mit dem Minuspol I
(Kapitel"Die Karosserie-Elektrik"). verbunden. I
O War diese in Ordnung, ziehen Sie am Ther- O Drehtsich der Propellerimmernoch nicht,ist der I
moschalter den Steckerab. Ventilatormotordefekt - austauschen.Bei Fahrzeu- |
O ÜberbrückenSie die beiden Kontakte im Kabel- gen mit zweistufigemLüfter kann es zusatzficf,am I
stecker mit einem Stück Draht. Vorwiderstand liegen - mit Ohmmeter Durchoanq I
O Bei zweistufigem Thermoschalter alle drei prüfen. I
Steckerzungenüberbrücken bzw. den Kontakt für O Läuft jedoch der Ventilatorjetzt, muß der Defekt I
die erste Lüfterstufesuchen und überbrücken. am Thermoschalteroder an den Kabelverbindunoen I
O Wenn jetzt der Ventilator losbraust, ist der (hier von Thermoschalterund Elektrolüfteroesucht wler- |
-
versuchsweise)aus dem Stromkreislaufherausge- den. |
nommeneThermoschalterdefekt. O Dreht er sich in verkehrterRichtunq (Luft strömt I
O Zur Weiterfahrtdie Drahtbrückeim Stecker gut nach vorn), müssen die Kabel gegenäinanderver- |
festklemmen und kurzschlußsichermit Klebeband tauscht werden. I
oder Heftpflasterisolieren. O Tip: Auch mit direkt von der Batterieqespeistem I
O War auch so kein Erfolg zu erzielen,prüfen Sie Kühlerventilatorkönnen Sie unbesorgtwäiterfafrren. I
nun den Lüftermotor: Kabelsteckeram Ventilator- Hilfskabel kurzschlußsicherverlegen-und nach der
I
motor abziehen und stattdessenan einem Kontakt Fahd entfernen. I
des Motors ein Hilfskabelzum Batterie-Pluspollegen. I
Störungssuche
I
O Zunächstalle Punktewie beim einstufigenKühler- weiter, kontrollierenSie das Lüfter-Relais (Kapitel I
beizweF ventilatorprüfen. Damit haben Sie die erste Lüfter- "Die Karosserie-Elektrik"):Wenn die beidän An- |
stuligemLüfter stufe geprüft' schlußkabeldes Thermoschaltersüberbrückt wer- |
O KontaktpaarfÜr zweite Lüfterstufeim abgezoge- den, müssen die Schaltkontakteim Relais hörbar I
nen Stecker des Thermoschalterssuchen und über- schließen. I
brÜcken. Keine Angst, es kann keinen Kurzschluß O lst das nicht der Fall, wird das Relais behelfs- |
geben' mäßigüberbrückt.Dazu bei abgezogenemRelaisdie I
O Der Kühlerventilatormuß nun in Stufe ll loslaufen. Relaissteckerzungen der KlemÄen 3 und 5 mit einem I
Tut er das jetzt (obwohler es seithernicht tat), ist der Drahtstück(Büroklammer)verbindenund das Relais I
Thermoschalterdefekt. wieder einstecken. I
O Half die Überbrückungdes Thermoschaltersnicht O Der Kühlerventilatormuß nun in Stufe ll loslaufen.
I
I
74 II
I
)
Falls der Kühlerventilator nicht anläuft, wird als erstes der Thermoschal- Zum Lösen des Steckers (1) für Kühlerventilator, muß dieser linksherum
ter (2) überprüft. Dazu den Stecker (1) abziehen und mit einer Kabelbrücke (Pfeil) gedreht werden.
den PlusanschluBmit dem Massekontakt im Stecker verbinden.Mit Position
'3* ist der Kühler bezeichnet.

Tut er das jetzt (obwohler es seithernicht tat), ist das O Auch für Stufe ll kann die Drahtbrückeals Notbe-
Relaisdefekt. helf für unterwegseingesetztbleiben.

unten am linkenSteh-
O Steckerfür Kühlerventilator O Drei Halteschraubenam Lüftermotor herausdre- Kühleruentilator
blechlösenund abziehen. nen. ausbauen
O Kühlermit Halterahmen für Ventilatorausbauen. O ElektrischeLeitungenam Halterahmenaus seinen
O Halterahmenfür Kühlerventilatoram Kühler aus- Halterungenherausziehen.
cliosen. O Lüftermotorvom Halterahmennehmen.

- ihre Abhilfe
Kühlsystem
Die Störung - ihre Ursache

Temperatur-Anzeigenadel 1 Keilriemenbzw. Keilrippenriemenzu Riemenspannungkontrollieren oder Riemen


steht im Bereich ,H" schwach gespannt oder gerissen ersetzen
2 Zu wenig Flüssigkeitim Kühlsystem Auffüllen, notfalls aus der Scheibenwaschanlage
3 Kabel zurTemperaturanzeigehat Kabel am Temperaturgeber abziehen, Zeiger
muß zurückgeen, sonst Masseschluß;
Kabelverlauf kontrollieren
4 Thermostat öffnet den Kaltwasserzufluß Thermostat ausbauen und ohne ihn weiter-
aus dem Kühler nicht (Kühler katl) fahren oder Wagen abschleppen lassen
5 Kühlerventilator schaltet nicht ein Siehe vorangegangeneSeiten
6 Überdruckventil im Verschlußdeckel defekt Ventil prüfen (lassen), ggf. austauschen
7 Anzeige-lnstrument defekt Überprüfen, siehe Kapitel "lnstrumente und
Geräte"
8 Geber der Temperaturanzeige hat Austauschen
Kurzschluß
9 Kühler verstopft oder Lamellen zugesetzt Kühler reinigen

B Temperaturanzeigespricht Thermostat schließt nicht völlig, Thermostat säubern, ggf, ersetzen


sehr langsam an, schwache aufgeheiztes Kühlmittel strömt zu früh
Heizleistung durch den Kühler
'l
C Temperaturanzeige bleibt Siehe A6
im unteren Bereich, gute 2 Geber der Temperaturanzeige defekt Austauschen
Heizleistung

75
Zusatzgewicht
Auf ein so unscheinbaresBestandteilwie den Kraftstofftankwird stets viel Entwicklungsarbeitverwendet.
Denn der Tank muß trotz beengtemRaumviel Fassungsvermögen bieten,und er muß bei einem Unfallseinen
Inhaltsicher schützen.

Der Kraftstofftankim Peugeot 306 faßt mindestens60 Liter. Um einen relativebenen Kofferraumbodenmit
Durchlademöglichkeit zum Innenraumzu ermöglichen,ist der Tank im Fahrzeugheck unterdem Bodenblech
angeordnet.Der Tank selbst besteht aus Kunsistoff,einem Material,das nahezuunbegrenzteMöglichkeiten
bei der FormgebungzuläBt.Die wurden auch ausgenutzt,um den Tank der Karosserieunter dem Boden anzu-
passenund so ein möglichstgroßesTankvolumen zu erhalten.

Fingerzeig: Bevor Sie irgendwelche Arbeiten an der Kraftstoffanlage in Angriff nehmen, sollten Sie
unbedingt das Batterie-Massekabel abnehmen. Unbeabsichtigte elektrische üerbindungen können zu
gefährlicher Funkenbildung führen.

Wichtigfür den einwandfreienKraftstoffnachschub ist die Belüftungdes Tanks:In dem Maß,wie Kraftstoffver-
braucht wird, muß Luft nachströmenkönnen,sonst würde sich im Tank ein Unterdruckbilden, und der Kraft-
stoflflußwürde stocken.Fernermuß der Tank belüftetwerden,um dem InhaltGelegenheitzum Ausdehnenbei
Erwärmungzu geben. Auch muß beim Betankengenug Luft aus dem Tank austrelenkönnen,damit der hin-
eingeschütteteKraftstoffnicht wieder zum Einfüllstutzenheraussorudelt. I

llie Tank- O Oben am Tank ist die Tank-Entlüftungsleitung des Peugeot 306 angeschlossen.Sie führt über einen
Entlüftung im Anschluß am Einfüllstutzenzunächst in ein sogenanntesSchwerkraftventil.Dieses verschließtdie Leitung,
Peugeot 306 sobald der Wagen sich mehr als 45'zur Seite neigt. Bei Unfällensoll so ein Austretenvon Kraftstoffüber die
Entlüftungsleitungvermiedenwerden.
O Nach Passierendieses Ventilsführt die Entlüftungsleitung aber nicht einfachins Freie,sondern mündet in
einen Aktivkohlebehälterunter dem rechtenvorderenKotflügel.Zweck der Sache ist es, die durch diese Lei-
tung austretendenumweltschädlichenKraftstoffdämpfe(entstandenz. B. durch Erwärmungdes Tankinhalts)
aufzufangen'Bei laufendemMotor werden die Gase bei bestimmterMotorlast wieder auJ dem Aktivkohle-
behälterherausgesaugt.Wann das geschehenmuß, bestimmtein lastabhängiggesteuertesMagnetventil.
O Parallelzu diesemSystemgibt es eine Schnell-Entlüftung, die über ein Ruigiercnsvolumen - das als geson-
derter Behälteram Einfüllsclachtdes Tanksangebrachtist - zum Einfüllstutzen führt. DieserEntlüftungsüregist
vor allembeim Tankenvon Bedeutung,wenn der Kraftstoffspiegel schnellsteigt und Kraftstoffdampfverdrangt

In der Zeichnung sehen Sie


links den Kunststoff-tank (5)
des Benzin- und rechts des
Dieselmotors. Es bedeuten:
1 - Spannring;
2 - Gummimanschette:
3 - Einfüllstutzen;
4 - Einfüllstutzenmit bzw. ohne
Minderer;
6 - Schutzblech.

76
Zur Kraftstoff-Verdunstungs-
anlage gehören folgende
Bauteile:
1 -Tank;
2 - Steuergerät der Motronic;
3 - Kühlmittel-Temperaturgeber;
4 - Lambdasonde;
5 - Taktventil;
6 - Frischlufteintritt;
7 - Aktivkohlebehälter:
8 - Leitung zum Taktventil;
9 - Entlüftungsleitung vom Tank;
10 - Motronic-Einspritzeinheit.

Links: Das Taktventil (2) der


Kraft stoff-Verdunstungsanlage ist
mit einem elastischen Halter (3)
am rechten Federbeindom befe-
stigt. Mit Position "1" ist der
Geber für Saugrohrdruck der
Magneti Marelli-Einspritzung
bezeichnet.
Rechts: Der Geber für Saugrohr-
druck (1) bekommt vom Schlauch
der Zentraleinspritzung (3) den
Saugrohr-Unterdruck übermittelt
und gibt diese lnformation über
die elektrische Leitung (2) an das
Einspritzventil zur Dosierung des
Einspritzstrahls weiter.

Links: Unter dem rechten Kotflü-


gel sitzt der Aktivkohlebehäl-
ter (2) der Tank-Entlüftung,hier
bei ausgebauterRadhausschale
gezeigt.Die Leitung "3" kommt
vom Tank, die Leitung '1" geht
zum Magnetventil,über das die
Kraftstoffdämpfe abgesaugt wer-
den.
Rechts:In dieser Abbildung wird
die Funktion des Gebers für
Saugrohrdruck(1) am ange-
schlossenen Stecker (2) gemes-
sen. Es muß sich ein verändern-
der Spannungwert (zwischen
0,1 und 5 Volt ,e nach Motorlast)
ergeben.
Hier die Einzelteile oben am Tank bei abgenommenem Deckel (1). N a c h L ö s e n d e r K r a f t s t o f f l e i t u n g e nu n d d e s M e h r f a c h s t e c k e r sw i r d m i t
Die zahlen bedeuten: 2 - Kunststoff-Überwurfmutter; 3 - Rücklaufleitung; einem stumpfen Schraubendreher bzw. einem Durchschlag die Kunststoff-
4 - Vorlaufleitung; 5 - Mehrfachstecker. überwurfmutter gelöst (pfeilrichtung).

werden muß, der dann im ldealfallvon der Absaugvorrichtungder Zapfsäule"vertilgt*wird, ohne daß allzuviel
davon ins Freiegelangt.
O Währendder Fahrtströmt auf diesemWeg entsprechendder verbrauchtenKraftstoffmengevon außenLuft
in den Tank hinein,so daß sich kein Unterdruckbildenkann.

Tankgeber Der Tankgeberist von oben etwa in der Mitte des Tanks eingesetzt.Wie er funktioniert,finden Sie lm
Kapitel
ausbauen "lnstrumenteund Geräte" beschrieben.Die Anzeigefür den Benzinstandist
kein präzisionsinstrument. Einen
falschanzeigendenGeberkann man durch Nachbiegendes Schwimmerarmsuntenam Tankgeberkorrigieren.
o Wichtig: Der Tank darf höchstenszu 2/3 gefüllt o Der Tankgeberkann jetzt nach olen herauigezo-
sein,sonst läuft Kraftstoffaus! gen werden.
o Rücksitzbankausbauen. o Dichtringdes Verschlußflansches vor dem wieder-
O Mehrfachsteckerabziehen. einbaumit kraftstoff benetzen.
O Kunststoff-Überwurfmutterlosdrehen. Die qitzt o Einbaulagedes Verschlußflansches: Der pfeil auf
meist sehrfest' dem Flanschmuß der Marke am Tank gegenüberste-
_
O DeshalbeinenmöglichststumpfenSchraubendre- hen.
her oder einen Durchschlagmit einemgroßenDurch-
messeran einer Rippe der Mutter ansetzenund mit
leichten Hammerschlägen auf den Schaft des
Schraubendrehers bzw. des Durchschlagsdie Mutter
lockern.

Beim Einbau des Tankgebers (3) muß die pfeil-


marke am Geber (2) der Pfeilmarke am Tank (1)
gegenüberstehen.

.
Nach Abnahme des Deckels können Sie am Mehrfachstecker messen. ob Die Einzelteile der Baueinheit von Tankgeber und Kraftstoffpumpe: 1 -
Strom an der Kraftstoffpumpe ankommt. Kunststoff-Überwurfmutter; 2 - Deckel; 3 - Tankgeber-Oberteil; 4 -
Schleifwiderstand der Tankanzeige; 5 - Schwimmer.

Bei unseren Einspritzer-Motorenmüssen die Schläucheund Leitungenhohem Kraftstoffdruckwiderstehen.


Die Schläuchebestehendaher aus besondersdruckfestemWerkstoff und sind an den Verbindunosstellen
großteilsverschraubtoder mit Klemmschellenversehen.

O Sauberkeit ist oberstesGebot bei Arbeitenan der Kraftstoffschlauch kann unter Drehbeweounoen l(raftstoff-
Kraftstoffanlage.
Sie sollten zumindestden Bereich, abgezogenwerden. leitungen und
in dem gearbeitetwird, vorher reinigen,damit kein O lst dies nicht möglich,kleinenGabelschlüssel
am -schläuche
Schmutzin die offenenLeitungengelangenkann. Schlauchende ansetzenund damit abdrücken. ausbauen
O Klemmschellenlösen:Mit einerZange kann die O Beim EinbausolltenSie statt der Klemmschellen
Blechschlaufean ihrem Umfang plattgedrücktwer- solche zum Schraubenverwenden.
den. Dadurchweitetsich die Klemmschelle, und der

O Bei allen Benziner-Versionen


des Peugeot306 ist die elektrischeKraftstoffpumpedirekt in den Tank einge-
setzt.
O Plusstromerhältsie über das Doppelrelais,das auch die Einspritzanlagemit Strom versorgt.
O Erwähnenswertist die im SteuergerätenthalteneSicherheitsschaltung, die dafür sorgt, daß die Pumpe nur
dannläuft,wenn der Motor dreht. Die Sicherheitsschaltung
soll Brändedurch auslaufendesBenzinnach Unfäl-
lenvermeiden.

O Als erstes die Sicherungenim Motorraum-Siche- schlauch aufstecken und freies Ende in ein Gefäß Störungssuche
rungskastenneben der Batteriekontrollieren. halten. an del
O War diese intakt,gibt die HorchprobeAuskunft, O Von Helfer den Anlasser betätigen lassen, jetzt elelrtischen
ob die Pumpeanläuft:Unterdem Wagen in Höhe des müßte Kraftstoffgefördertwerden. l0aftstoffpumpe
Tankshören,ob die Pumpe kurz anläuft,währendein O Alle: Tut sich nichts, muß am Mehrfachstecker
Helferdie Zündungeinschaltet. oben am Tank-Verschlußflansch kontrolliertwerden,
O Laufgeräusch hörbar; Pumpe wahrscheinlich ob an der PumpeüberhauptStromankommt.Dazu:
intakt.War auf dieseWeise nichts hörbar,prüfenwir, O Rücksitzbankausbauen.
ob Kraftstoffgefördertwird: O SchwarzenDeckelabnehmen.
O Fahrzeugemit Zentraleinspritzung:Zuleitungzur O Steckeran der Pumpe abziehen.
Einsoritzeinheit
an der Schraubstelleauftrennen.Ver- O Mit Voltmeter oder Prüflampe kontrollieren,ob
längerungsschlauch auf die vom Tank kommende zwischen den beiden Steckerkontaktenca. 12 Volt
Leitungaufschiebenund in ein Gefäßhalten. Spannunganliegen.Zur Messungmuß der Anlasser
O Von Helfer den Anlasser betätigen lassen, jetzt von einem Helfer betätigt werden (Schalthebelim
müßteKraftstoffgefördertwerden. Leerlauf,Handbremseangezogen).
O Bei Multipoint-Einspritzung: Zulaufleitungvorn O Läuftdie Pumpetrotz richtigerSpannungnicht, ist
am Verteilerrohr abschrauben, Verlängerungs- sie defekt- ausbauenund wechseln.
Der Kraftstoffilter (2) sitzt links am Tank unter
dem Wagenboden.
Zum Ausbau Grifföse (5) der Halterung nach
unten ziehen und Filter aushängen.Leitung vom
Tank (1) und Leitung zur Einspritzanlage(Q
abbauen. Die Rücklaufleitung (4) läuft parallel
zur Vorlaufleitung.Beim Einbau auf die
Durchflußrichtung auf dem Filter achten.

O Fehlt es am Strom, gerät das Doppelrelaisin Ver- O An Klemme 10 den Leuchtdioden-Spannungs


dacht. prüfer anschließenund diesmal gegen Batterie-+
O Doppelrelais prüfen - wir prüfen zunächst alle messen:Es muß Batteriespannung anliegen,solange
wichtigenAnschlußgrößen. Dazu Kabeleingänge bei der Anlasserbetätigtwird. Sonstist die Signalleitung
angeschlossenemMehrfachsteckermessen: vom Steuergeräther defekt.
O An Klemmen2, 8, 11 und 15 nacheinander einen O Bei intaktem Doppelrelaismüßte jetzt (nach Vor-
Leuchtdioden-Spannungsprüfer anschließen und handenseinallerEingangsgrößen) an Klemme9 Bat-
gegen Masse messen:Es muß an allen Eingängen teriespannung anliegen, solange der Anlasser
Batteriespannung(direkt von der Batterie)anliegen. betätigt wird (mit Leuchtdioden-Spannungsprüf
SonstZuleitungdefekt. gegen Masse messen).Sonst Doppelrelaisdefekt.
O An Klemme14 den Leuchtdioden-Spannungsprü- O Alle Messungeni. O. und trotzdem keine Span-
fer anschließenund gegen Masse messen:Es muß nung an der Pumpe: LeitungzwischenRelaisund
bei eingeschalteter
ZündungBatteriespannung anlie- Pumoedefekt.
gen. O An weiterenFehlerquellenwäre zu nennen:Kraft-
O Wennnicht,ist das Zündschloßoderdie Zuleitunq stoffleitungverstopft oder geknickt, Hauptfilterver-
defekt. stooft.

Benzinpumpe O Sicherstellen,daß der Tank höchstens zu '/. O Deshalbeinen möglichst stumpfen Schrauben-
ausbauen gefüllt ist, sonst läuft Kraftstoffaus! dreher oder einen Durchschlagmit einem großen
O Rücksitzausbauen. Durchmesseran einer Rippe der Mutter ansetzen
O SchwarzenDeckelabziehen. und mit leichten Hammerschlägenauf den Schaft
O Mehdachsteckerabziehen. des Schraubendrehers bzw. des Durchschlagsdie
O Vor- und Rücklaufleitungkennzeichnenund Mutter lockern.
abbauen. O Der Tankgeberkann jetzt nach oben herausgezo-
O Kunststoff-Überwurfmutter losdrehen(sitzt meist gen weroen.
sehr fest).

Wartungsarbeit Der Kraftstoffilterim Peugeot306 brauchtlaut Wartungsempfehlungnur alle 60 000 km ausgewechseltzu wer-
den:
O Neuen Kraftstoffilterbereitlegen. O BeideAnschlüsseam Filterlösenund Schläuche
O Durchflußrichtung am alten Filterermitteln- am blitzschnellauf den neuen Filter stecken - Durch-
neuen Filterbeachten. flußrichtunghabenwir geklärt.
O Griffösean der Filterhalterungnach unten ziehen, O Schraubschellen anziehen,Filterin Halterungein-
der alte Filterkannabgenommenwerden. setzenund Haltezapfenwieder festdrücken.

80
Luft-Reiniger
DieAnsaugluftdes Motors enthältStaub und Schmutzteilchen,die nicht in die Verbrennungsräume gelangen
sollen.Sie wirkenan den Zylinderwänden wie Schmirgelund würdenfrühzeitigen Verschleiß von Kolben'und
Zylinderlaufbahnenverursachen.Der Luftfiltersorgt deshalbfür den notwendigenSchutz des Motors.

O Bis 55 kW: Spannbänderdes Verbindungskanal O Spannbandam Drosselklappenstutzen lösen und Benzlner


oberhalb der Einspritzeinheitund des Gehäuse- abziehen.
deckelslösen. O Schlauchanschluß zur Kurbelgehäuse-Entlüftung
O Ggf. die Steuerleitungender Ansaugluft-Vorwär- und zur Einspritzung bleibenangeschlossen.
mungund der Kurbelgehäuse-Entlüftung abziehen. O 74 kWl.Spannbanddes Verbindungskanal am Fil-
OSpannklammern am Luftfilter-Gehäusedeckel terdeckellösen.
ausrasten. O Linksund rechtsam Deckel(in Fahrtrichtung)eine
O Gehäusedeckel einigeMillimeterlinksdrehenuno Schlitzschraubelösen.
ausrasten. O Halteklammernan der Oberseite des Deckels
O 65 kW: Spannklammernam Filtergehäuse-Ober- Entriegeln.
teil lösenund etwas abheben. O Alle: Deckelvom Filtergehäuse abnehmen,ggf.
O Stecker am Ansaugluft-Temperaturgeber abzie- mit Verbindungskanal.
hen. O Luftfiltereinsatz
herausnehmen.
O Schlauch des Leerlauf-Regelventilshinten am
Filtergehäuse abziehen.

O 50 kW: Spannbanddes Verbindungskanal am Fil- O Alle: Spannklammernam Luftfilter-Gehäusedek- Diesel


tergehäuselösen. kel lösen.
O Verbindungskanalvorn am Ansaugstutzenher- O Luftfiltereinsatz
herausnehmen.
ausziehen. O 66 kW: Beim Einbau des Filters darauf achren,
O 66 kW: Das Filtergehäusesitzt auf der linkenFanr- daß die Dichtungin der Nut am Gehäuserichtigsitzt.
zeugseitevor dem Getriebe.
O Wagenvorn hochbockenund sichern.

Einmaljährlichempfehlenwir die Reinigungdes Papier"filtereinsatzes


von gröbererVerscfrnrutzung.
Ber einer Wartungsarbeit
Reiseüber extrem staubigeStraßenmuß dieses Intervallentsprechendverkürztwerden.
Zentral-Einspritzung:1 - Gehäusedeckel;2- Luftfilter-Gehäusedeckel;3- Luftfilterausbau bei der Multipoint-Einspritzung mit 65 kW: 1 - Filtergehäu-
Verbindungskanal; 4 - Verschlußschraube;5 - Warmluft-Zufuhrschlauch;6 - se-Oberteil; 2 - Schlauchschelle;3 - Anschluß der Kurbelgehäuse-Enilüf-
Warmluftklappengehäuse; 7 - Luftansaugschlauch; I - Luftansaugstutzen. tung; Die Pfeile deuten auf die Spannklammern.
O Papierfiltereinsatzausbauen. papierrichten!Sonst drückt sich ein Teil der Staub-
O Filterauf harter Unterlageausklopfen,damit sich körnchenfest in die Filterooren.
die groben Schmutzteilchenlösen. O Filtergehäuse mit sauberemLappenauswischen.
O Soll auch der feine Staub entferntwerden, mit O Filterwiedereinbauen.
Druckluftseitlichan den Filterlamellen
vorbeiblasen.
O Niemalsden Druckluftstrahldirekt auf das Filter-

Wartungsarbeit Peugeotordnet den Wechseldes Filtereinsatzes alle 30 000 km (nurTurbodiesel)bzw. alle 60 000 km (Benzi-
ner und Saugdiesel)an. Das reicht unter normalen Fahrbedingungenlängst aus; zumal der Einsatz zwi-
schendurchgereinigtwird. Andererseitsmuß bei Reisenüber unbefestigteStraßentrotz häufigerReinigung
des Filtersnach dem Peugeot-Wartungsplan der Filterschon nach 10 000 km [urbo-Diesel) bzw. nach 30 000
km (Benzinerund Saugdiesel)gewechseltwerden.

Benziner Beim 74 kW-Motor ist das Luftfiltergehäuse und der Zylinderkopfdeckelein- und dasselbeTeil. Zum Ausbau
,,' sind die Vorarbeiten,wie unter "Luftfiltereinsatzausbauen"beschrieben,durchzuführen.Der Gehäuse-Ausbau
ist unter"Zylinderkopfdeckel ausbauen"im Kapitel"Die Benzinmotoren" beschrieben.
O Vorarbeiten,wie unter "Luftfiltereinsatzausbau- O Alle: Das komplette Luftfiltergehäusewird nach
en" beschrieben. oben aus dem Motorraumherausoenommen
O Schnellverschlußam Luftansaugrohrneben dem O Beim Einbau darauf achten, daß der Haltezapfen
Zündspulenpaket 90' linksdrehenund abziehen an der Unterseitedes Luftfilterqehäuses
in den Halter
O Bis 55 kW: Kabelbindervorn am Warmluftklap- am Getriebeeingestecktwird.
pengehäusedurchschneiden. O Außerdemneuen Kabelbindervorn am Warmluft-
O Steuerleitungdes Warmluftklappengehäuse aus klappengehäusebzw. Luftansaugstutzenmontieren.
seinenHalterungen nehmen.
O Luftansaugrohraus dem Warmluftklappengehäu-
se herausziehen.
O 65 kW: Kabelbindervorn am Luftansaugstutzen
durchschneiden.
O Luftansaugrohraus dem Luftansaugstutzenher-
ausziehen.

Diesel O 50 kW: Verbindungskanalund Luftführungsrohr O 66 kW: Wagen vorn hochbockenund sichern.


zum Ansaugrohram Gehäusebzw.am Deckellösen. O Sämtliche Luftführunosschläuche
am Gehäuse
O An der BatteriekonsoleHalteschraube(SW 10) abnehmen.
lösen. O Halteschraubenlösen und Gehäuse nach unten
O Gehäuse in Fahrtrichtungnach hinten verschie- abnehmen.
ben und aus seiner Lagerungvorn am oberen Quer-
träger herausziehen.

Beim Multipoint-Ein-
spritzer mit 74 kW müs-
sen zum Wechseln des
Luftfilters der Verbin-
dungskanal (3),die
Halteklammern (1) und
die Schlitzschrauben
(Pfeile) gelöst werden.
Jetzt kann der Luftfilter-
deckel (2) abgenommen
werden,
Hierdie verschiedenenLuftfilter-
einsätzebeim Benzinmotor.
Links:Es bedeuten am TU-Motor:
1 - Luftfilter-Gehäusedeckel;
2 - Luftfiltereinsatz;
3 - Luftansaugrohr.
Rechts:Am XU-Motor sind be-
zeichnet:
1 - Luftfiltergehäuse/
Zylinderkopfdeckel;
2 - Luftfiltereinsatz;
3 - Luftfilterdeckel.

Luftfilterwechselbeim Saugdie-
selmotor.
Links:Zum Filterwechsel(1) den
Verbindungskanal(3) am Ge-
häuse(2)lösen. Spannklammern
lösen und Deckel (4) abnehmen.
Rechts:Zum Ausbau des Luftfil-
tergehäuses(2)die Halteschrau-
be (1)lösen und vorn aus der
Gummi-Lagerung(Pfeile)heraus-
ziehen.

Luftfilterwechselbeim Turbo-Die-
selmotor:
Links:Von der Wagenunterseite
die Spannklammern(Pfeile)des
Deckels(1) lösen und abnehmen. 1l
Rechts:Nach dem Wechsel des
Filters(1) beim Verschließendes
Gehäuses(3) Gummidichtung (2)
nichtvergessen.
bis 55 kW Die angesaugteVerbrennungsluftsollte weder zu kalt noch zu warm sein. Deshalberhaltenalle Motoren mit
Zentraleinspritzungdie Luft in die Ansaugkanälebei bestimmtenBedingungenvorgewärmt:
O Bei niedrigenAußentemperaturenverbrennt das Gemisch besser (schadstoffärmer),wenn die Verbren-
nungsluftangewärmtist.
O VorgewärmteLuft beugt einer Vereisungder Zentral-Einspritzung vor, die zwischen +3' und +8' C und
hoher Luftfeuchtigkeitauftretenkann. Bei laufendemMotor verdunstetein Teil des Kraftstoffes;die entstehen-
de Verdunstungskältekann bei entsprechenderLuftfeuchtigkeitzur Bildung einer Eisschichtführen und die
einwandfreie Gemischbildung verhindern.
O Bei höherenAußentemperaturen ist kältereAnsaugluftbesser.Luft dehnt sich bei Erwärmungaus. Da der
Motor nur eine bestimmteMenge Luft ansaugenkann, erhält er weniger,wenn diese angewärmtwurde. Das
führt zu fetteremGemischund höheremVerbrauch.

Automatisch Die Ansaugluft-Vorwärmungwirkt last- und temperaturabhängig:Vorn ins Luftfiltergehäusegelangt durch


gesteüerte einen StutzenKaltluft.DurcheinenzweitenKanalkann vom AuspuffkrümmerangewärmteLuft einströmen.lm
Ansaugluft- Warmluftklappengehäuse sitzt eine Regelklappe,die den Zustrom der erwärmtenLuft regelt.Ein sogenanntes
Uonldrmung Thermoventilbestimmt,aus welchem KanalLuft angesaugtwird. Bei geschlosseneroder nur leicht geöffneter
Drosselklappeist der Unterdruckim Ansaugrohrunterhalbder Drosselklappehoch. DieserUnterdruckwirkt
auf die Membraneder Regelklappe,so daß diese die Warmluftzufuhröffnet und gleichzeitigden Zustrom kal-
ter Luft verringert.Beim Gasgebensinkt der Unterdruckim Saugrohr,und die Luftklappeverschließtjetzt die
Warmluftzufuhr.
Sobald die Ansauglufteine bestimmteTemperaturerreicht hat, unterbrichtdas Thermoventilin der Unter-
druckleitungden freien Durchgang,die Klappe verschließtdie Warmluftzufuhr,es kann nur noch kalte Luft
angesaugtwerden.

Ansaugluft-
Die Beanstandung
Uonuämung
A Schlechter Leerlauf nach dem Kaltstart i Keine Warmluftzumischung im Winter
in der Warmlaufphase

B Schlechter Übergang, Motor neigt zum Stottern

C GeringereLeistung, übliche Höchstgeschwindigkeitwird Warmluft wird bei höherer Lufttemperatur und stärkerer Motor-
nicht erreicht belastung weiterhin zugemischt

D Höherer Kraftstoftverbrauch

E Höhere Kühlmitteltemperaturdurch geringere Innenkühlung

Behelfsmäßige O Zur Kontrolleder Ansaugluft-VorwärmungUnter- O Fallsnicht,Leitungauf Undichtigkeiten


kontrollie-
Funktions- druckleitung zur Regelklappe am Thermoventil ren und prüfen,ob die Klappeleichtbeweglichist.
kontrolle abziehen. O Schlauchwieder aufstecken.
O SaugenSie an dieser LeitungLuft an - die Warm-
luftklappemuß schließenbzw. ohne Unterdruckwie-
der öffnen.

bis 55 kW Der von der Zentraleinspritzungin die Luft eingemischteKraftstoffneigt zum Niederschlagenan den Wandun-
gen des Vierkanal-Ansaugrohrs, vor allem bei kaltem Motor. Durch Beheizungdes Ansaugrohrserreichtman,
daß die Kraftstofftröpfchenin gasförmigenZustand übergehenund sich besserentzündenlassen.Zur Behei-
zung wird das Ansaugrohrvon aufgeheiztemKühlmittel(ausdem "KleinenKreislauf")durchflossen.
Einerfür alle
Die "Zenraleinspritzung"besteht im wesentlichenaus einem Gehäuse,das dem eines Vergasersähnelt,ver-
sehenmit einem einzigenEinspritzventil.Den Kraftstoffaustrittam Ventil bestimmtein elektronischesSteuer-
gerät,das gleichzeitig
die Steuerungder Zündverstellung besorgt.Mehrüberden Zündungsteil erfahrenSie im
Kapitel"Die Zündanlage".

lhr Motor ausgerüstetist:


In der TabellesehenSie,mit welcherGemischaufbereitung
Kennbuchstaben Hersteller

1,1-Liter,44kW TUlM Magneti Marelli

l,4-Liter,55 kW TU3MC

Essitzt links im MotorraumuntereinerAbdeckungund erhältüber einenVielfachsteckerInformationenvon fol- Steuergerät


gendenBauteilen:
O Geberfür Motordrehzahl.
O Geberfür Saugrohrdruck(MagnetiMarelli).Er kann den Lastzustanddes Motors (zusätzlichzum Drossel-
klappen-Potentiometer)erfassen.
O Lambdasondeim Abgasrohrvorn für den Sauerstoff-Restgehalt im Abgas
O Potentiometerfür die Stellungder Drosselklappeund damit die Menge der angesaugtenLuft
O Temperaturgeber für die Ansaugluft-Temperatur
Ansaugluftim Einlaßder Einspritzeinheit
O Temperaturgeberlinks am Zylinderkopffür die Kühlmittel-Temperatur
Aus den eingehendenSignalenerrechnetdas Steuergerätdie Öffnungsdauerdes elektromagnetischbetätig-
und damit die einzuspritzendeKraftstoffmenge.Dabeigreiftdas Steuergerätauf ein Motor-
ten Einspritzventils
kennfeldzurück- eineDatei,in der allenur denkbarenMotorsituationen gespeichertsind.Ebenfallsin diesem
Kennfeldfestgehaltensind die zugehörigenKraftstoffmengenin Form von elektrischenSignalen.Zusätzlich
sind bei der Zentral-Einspritzungauch die jeweils zur Kraftstoffmengeund Betriebssituationerforderlichen
Zündzeitpunktwerte als Kennfeldergespeiched.

ist in diesem Gehäusezusammengefaßt.


Die Mehrzahlder Teile der Zentral-Einspritzung Durch das Gehäuse Einspritseinhel
- auch der Kraftstoffzugesetzt,wie früherim Vergaser.
strömtdie Ansaugluft,und hierwird - vom Einspritzventil

und regeltdie Mengeder Luft, die der Motor ansaugensoll. Wie weit
Siesitzt ganz unten in der Einspritzeinheit llrosselklappe
die Klappegeöffnetwird, bestimmtder Fahrerbeim Tretendes Gaspedals.Pedalund Drosselklappesind über
den Gaszugdirektmiteinander verbunden.

DasEinspritzventilwird durch einenElektromagnetgeöffnet.So kann Kraftstofffließenoder auch nicht- je nach Einspritsrentil


Befehldes Steuergeräts.Damit der Kraftstoffoptimal zerstäubtwird, besitzt das Ventil schrägeAustrittsboh-
rungen,aus denendas Benzingegendie konischeWandungder Austrittsbohrungpralltund dort verwirbeltwird.
DasEinspritzventilkann nur öffnen und schließen,nicht aber die Menge dosieren.Deshalbwird die Kraftstoff-
mengeüberdie Einspritzzeit variiert.Und das geht so: BeijedemZündvorgang - alsojedesmal,wenn eineder
vierZündkerzenzündet- spritztdas Ventileinmalab. Wird wenig Kraftstoffgebraucht,öffnet das Ventilbei die-
sem lmpuls nur ganz kurz - oft wenigerals einetausendstelSekunde.Benötigtder Motor dagegenmehr Kraft-
stoff (in kaltemZustand oder bei Vollast),wird längerabgespritzt.Das gilt natürlichfür jeden Zündimpuls.
I
und kannso die Temperaturder Ansaugluft,wie sie an der Ein-
Ersitzt seitlicham Gehäusedes Einspritzventils Ansaugluft-
spritzeinheitankommt,genau erfassen. Temperatur-
gebel
Die Kraftstoffpumpeschafft Benzin unter Druck zum Druckregler.Diesersorgt dafür, daß am Einspritzventil DerDruckregler
j stetsderselbeKraftstoffdruckvon 0,9 - 1,2 bar anliegt.Dazuläßter mehr oder wenigerBenzindurch die Rück-
laufleitungzum Tank zurückfließen.Die Zufuhrdurch die elektrischeKraftstoffpumpebleibt praktischkonstant.

85

b--.
Links: Die Einspritzeinheitauf
einen Blick. In der Abbildung sind
bezeichnet:
1 - Halter für Einspritzventil;
2 - Drosselklappen-
Potentiometer;
3 - Leerlaufsteller;
4 - Kraft ststoff-Druckregler;
5 - Zentralstecker:
6 - Drosselklappenbetätigungfür
den Gaszug.
Rechts: Die Einspritzeinheit
von oben:
1 - Einspritzventil;
2 - Kraftstoff-Druckregler;
3 - Temperaturgeber Ansaugluft.

leerlaufsteller Er gleicht- je nachVorgabedes Steuergeräts


- die Momentandrehzahl
einerfest vorgegebenen
Sollwert-Dreh-
MagnetiMarelli zahlan und versucht,dieseunterallenBetriebsbedingungen
zu halten.

Drossel- Ein kleinerElektromotormit Winkelgetriebe fährt den Betätigungsstößel mehr oder wenigerweit gegen den
klappensteller Leerlauf-Anschlagder Drosselklappe.So kann die Drosselklappeje nach Bedarfein kleinesoder etwai größe-
Bosch res Stück geöffnetwerden.So läßt sich die Leerlaufdrehzahlbei unterschiedlichenBelastungenkonstant hal-
ten. Vorn im Betätigungsstößeldes Drosselklappenstellers sitzt noch ein sogenannterLeerlaufschalter,der
dem Steuergerät mitteilt,wenn Sie das Gaspedalloslassen.DiesesSignalwird für die Stabilisierung
der Leer-
laufdrehzahlbenötigt.

Ilrosselklappen- Er meldetdie Bewegungender Drosselklappeund derenStellungdem Steuergerät.So wird z. B. schnellesöff-


Potentiometer nen der Drosselklappe als Beschleunigen erkannt.GehenSie mit dem Fußvom Gaspedal,dient das Schlie0-
signalder Drosselklappe zum Aktivierender Schubabschaltung. Die Meldungerfolgtauf elektrischemWeg -
ein Potentiometerist nichts anderesals ein veränderbarerWiderstand.

Geber
für Er liefedeineder Haupt-Eingangsgrößen für das Monopoint-Steuergerät.
Der Geberfür Saugrohrdruck
ist mit-
Saugrohrdruck tels einer Schlauchleitung mit den Ansaugkanälenverbunden.Der dort herrschendeUnterdruckist eine
Maoneti
Marelli genaueVergleichsgröße für den Lastzustanddes Motors.

Kaltstart: Über die Motortemperaturist das Steuergerätdurch den Kühlmittel-Temperaturgeber informiert.Je


kälterder Motor, desto längersind die Einspritzzeiten
für ein kraftstoffreicheres
Startgemisch.
Warmlauf: Die allmählicheErwärmungder Kühlmittelsmeldetder Temperaturgeber anhandsich ändernder
Widerstandswede ans Steuergerät.Entsprechend wird die Einspritzzeit allmählichzurückgenommen. Bei die-

Links: Der Drosselklappenstel-


ler (1) kann einzeln ausgebaut
werden. Das ist auch erforderlich.
wenn der Leerlaufschalter (2)
einen Defekt an seinem Betäti-
gungsstößel aufweist. Position
"3< bezeichnet die Anschlag-
schraube der Drosselklappe.
Rechts: Der Drosselklappen-
Potentiometer wird im Werk ein-
gestellt und darf nicht zerlegt
werden. Wir haben ihn hier ledig-
lich ausgebaut, um die Schleif-
kontakte (4) und die Widerstands-
Leiterbahnen (5) zeigen zu kön-
nen. Bei einem Defekt die Ein-
spritzeinheit ersetzen,
sem Betriebszustand bleibtdas Lambdasional zunächstohne Beachtuno.d. h. das Gemischist für den Kata-
lysatornichtoptimal.
Leerlauf: Der Leerlaufschalteram Drosselklappensteller informiertdas Steuergerätüber diesen Betriebszu-
stand.Nun reguliertder Drosselklappensteller die Leerlaufdrehzahl und gleichtdabei Drehzahlabfall aus, der
durch EinschaltenleistungsstarkerStromverbraucher, z. B. Licht oder heizbareHeckscheibe,entsteht.
Normalbetrieb: Das Steuergeräterhält Informationenüber den Motorlauf durch die Drehzahlimpulsevom
Geberfür Motordrehzahlund die Widerstandswertevom Drosselklappen-Potentiometer (Drosselklappenstel-
lung).Daraus zieht das SteuergerätRückschlüsseauf den Lastzustanddes Motors und mißt über das Ein-
spritzventildie zur angesaugtenLuft nötige Menge Kraftstoffbei.
Lambda-Regelung: Bei der Zumessungvon Kraftstoffwird das Kraftstoff/Luft-Verhältnis von ), = 1 berück-
sichtigt.Der ständigeWechselvon angefettetemund abgemagertemGemischermöglichtoptimalesArbeiten
des Katalysators.
Beschleunigen:SpontanesGasgebenerkenntdas Steuergerätdurch die Signalevom Potentiometerals
Beschleunigungsvorgang, weshalbdas Gemischsofort"angefettet"wird.Afrnticnreagiertder Geberfür Saug-
rohrdruck.
Voffast:Bei Vollgasoder genauergesagtab ca.72,5" Drosselklappenstellung veranlaßtdas Steuergerätdie
Vollastanreicherung. Es wird also im Verhältnismehr Kraftstoffbeigemischt.Über die Drosselklappenstellung
informiertder Potentiometer. DieVollastanreicherung ignoriedallerdingsdas Lambdasignal.
Schubbetrieb:Bergabmit losgelassenemGaspedalspart die Zentral-Einspritzung Sprit und schaltetdie Kraft-
stoffzufuhrab, sofern der Motor Betriebstemperatur erreichthat. Das Steuergeräterkenntdiesen Betriebszu-
standam losgelassenen Gaspedal(Drosselklappen-Potentiometer), der Meldungvom Kühlmittel-Temperatur-
geberund einerMotordrehzahl von mehrals 1500- 1900/min(Geberfür Motordrehzahl).
Drehzahlbegrenzung:Oberhalbder Maximal-Drehzahl schaltetdas Steuergerätzum Schutz des Motors die
Kraftstotfzufuhr ab. Die Drehzahlbegrenzung kann nicht durch Abschaltender Zündung erfolgen,denn sonst
kämeunverbrannterKraftstoffin den Katalysator.Das könntezu dauerhaftenSchädenam Katalysatorführen.
Notlauffunktion:Fallsdas Signalvon einemder Informationsgeber gar nichtankommtoder einenunsinnigen
Wert liefert, gerät die Zentral-Einspritzungnoch nicht aus dem Takt. Dem Steuergerätstehen sogenannte
Ersatzwedezur Verfügung,die bereitsfest eingespeichertsind. Ein Ersatzwertkann natürlichviele Betriebsbe-
dingungennicht berücksichtigen, aber immerhinbleibtdas Fahrzeugfahrbereit.Der Fahrererkenntden Aus-
falleinesGebersignals an Leistungsmangel oder schlechtenStarteigenschaften.

DasSteuergerät der Zentral-Einspritzung


kanneinenTeilder Fehler,die währenddes Motorbetriebs auftreten,
erkennenund speichern.ErkannteFehlerwerdenin einemSpeicherfestgehalten. Trat die Störunginnerhalb
der folgendenzehn Motorstartsnicht mehr auf (sporadischer
Fehler),wird der Speicherim Steuergerät auto-
matischgelöscht.PermanentbestehendeFehlerwerden beim Inspektions-Termin in der Werkstattmit einem
Auslesegerätabgefragt;eine Möglichkeitfür den Heimwerkerzur Fehlerspeicherabfrage ist nicht vorgesehen.
FallsSie einenFehlerin der Zünd/Einspritz-Steuerung
vermuten,läßtsich der Fehlerspeicher nur in der Peu-
geot-Werkstattabrufen.ZusätzlichkönnenSie aber auch unseren"Störungsbeistand"zu Hilfenehmen,in dem
wir eineVielzahlvon möglichenFehlernüber die Eigendiagnose hinausaufgeführthaben.Nach Behebendes
Fehlerswird der Fehlerspeichermit dem Auslesegerätgelöscht.

DieSchnittzeichnungdurch die
Einspritzeinheit macht folgende
Teilesichtbar:
1 - Druckregler,Rücklauf
geschlossen;
2 - Einspritzventil;
3 - Ansaugluft-Temperaturgeber;
4 - Drosselklappe;
5 - Druckregler, Rücklauf geöffnet;
6 - Kraftstoff-Rücklauf;
7 - Kraftstoff-Zulauf.

87
Viele Prüfungenan der Einspritzungsind dem Selbsthelfermangelsder nötigen prüfgeräte
leider nicht mög-
lich. Dennochbleibt ein gewissesBetätigungsfeld.
Das Steuergerätselbst kann mit Heimwerkermittelnnicht kontrolliertwerden. In der praxis
ist hier auch nur
sehr seltenmit Fehlernzu rechnen.Geber,Schalterund Kabelverbindungen geben ungleichhäufigerAnlaßzu
Beanstandungen.Daherist bei einem DefektfolgendeVorgehensweiseratsam:
o sicherungfür Kraftstoffpumpeim Motorraum-sicherunjskastenprüfen.
o sicherung Nr. 2 und Nr 7 im sicherungskastenunter dem Armaturenbrettprüfen.
O Sicherstellen,daß die Zündungin Ordnungist.
O Kraftstoffversorgung prüfen.
O Sichtprüfungan den Teilender Einspritzanlagedurchführen.
O Wurde so kein Fehlergefunden,"Störungsbeistand*am Ende des Kapitelsstudierenund Fehlerspeicher
abrufenlassen,verdächtigesBauteilnach prüfanleitungkontrollieren.

Eine Undichtigkeitim Bereichdes Ansaugsystemsläßt sogenannteNebenlufteintreten,


Luft also, die in der
Berechnungdes Steuergerätsnicht enthaltenist und die dÄshalbdie Gemischaufbereitung
empfindlichstört.
Das Gemischmagert unkontrolliertab. Am deutlichstenerkenntman die Störung im Leeräuf
an schwanken-
der Drehzahl.Es kann aber auch zu Klingelerscheinungen bei voll belastetemMoior kommen.
O Unterdruckschläucheauf Risse und festen Sitz O Verändert sich die Motordrehzahl beim Be-
prüfen' sprühen einer bestimmten Stelle, liegt dort die
o Alle schläuche,die an der Einspritzeinheit oder undichtigkeitvor.
am Ansaugkrümmer angeschlossen sind (2. B. o Sind än den KraftstoffleitungenUndichtigkeiten
Bremskraftverstärker,Ansaugluft-Vorwärmung,Ak- zu erkennen?
tivkohlebehälter),
müssengeprüft werden. O Wurden die Kabelsteckermehrfachauseinander_
O Motor warmfahrenund anschließendim Leerlauf gezogen und wieder verbunden?
Korrosion oder
drehen lassen,Motorhaubeöffnen. ungeichicktes Reißenkann mangelndenKontaktzur
O Mit einer Startkraftstoff-Spraydose(2. B. "Start- Folge haben.
pilot")Einspritzeinheit
am Flanschzum Saugrohr,die o SehenSie sich die Steckeran den einzelnenBau-
Flanschdichtungen der Ansaugkanäleund Leitungen teilen der Einspritzunggenau an. Kontakte nicht
zu den unterdruckgesteuertenAggregaten an- nachbiegen,sondern Äui mit Kontaktspray behan-
sprühen(Steckerzur Lambdasondegetrennt). deln.

Die folgendenAbschnittebeschreibenHeimwerker-Prüfungen
an den Komponentender Einsprirzantage.
Ilrosselklappen- O Steckeram Drosselklappensteller
abziehen. O Die richtigeSpannungerhält man von einer 4,5_
stellerprüfen O An den beiden oberen Anschlußkontaktenoes Volt-Batterie oder dem G-Volt-Ladebereichernes
Bosch Anstellersmaximal6 VoltSpannunganlegen;,+.-pol Ladegerätes.
nach oben. O Der Stößelmuß ganz zurückfahren.

Links: Der Zentralstecker (pfeil)


des Drosselklappenstellers ist
hier für zwei verschiedenePrü-
fungen abgezogen: An den obe-
ren beiden Steckkontakten (2)
wird der Stellmotor des Drossel-
klappenstellers geprüft. An den
beiden unteren (1) kann man den
Leerlaufschalter prüfen.
Rechts: Zum Prüfen des Wicx-
lungswiderstandes am Leerlauf-
steller muß der Stecker (2) von
der Einspritzeinheit(1) abgezogen
werden.
Prüfen des Drosselklappen-Potentiometers (Bosch): Welche Widerstands- Prüfen des Drosselklappen-Potentiometers (Magneti Marelli): Zum prüfen
werte Sie an den hier bezeichneten Klemmen des Potentiometers messen der Widerstandswerte muß am Drosselklappen-potentiometer (1) der
müssen,entnehmen Sie der Tabelle. Stecker (2) abgezogen werden.

O Anschlußkabel umpolen[,-"-Pol an den oberen O ZusätzlichkönnenSie eine Widerstandsmessung


Kontaktstift): durchführen.
O DerStößelmuß ganzausfahren. O Wicklungswiderstanddes Stellmotorszwischen
O lst das der Fall, ist der Drosselklappensteller
in den schongenanntenAnschlüssen: 3 - 200 O.
Ordnung.Wenn nicht,ersetzen.

O Steckervom Drosselklappensteller
abziehen. ter gedrückt) Meßwert 0 a, bei geöffneter Drossel- Funktiondes
O Ohmmeteran die beiden unteren Kontakte des klappe (Leerlaufschalternicht gedrückt) Meßwert Leerlauf-
Leerlaufschalters
anschließen. - O. schaltersprüfen
O Bei geschlossenerDrosselklappe(Leerlaufschal- O Fallsnicht, Drosselklappensteller
ersetzen. Bosch

Fingerzeig:Nach Auswechseln des Drosselklappenstellersmuß der Leerlaufschaltereingestellt werden


- Werkstattarbeit.

O Zuerstprüfen,ob der Verbindungsschlauch zum O KonstanteSpannung:Geberdefekt. Geberfür


Ansaugtraktabgerutscht,porös oder rissigist. Wenn O Keine Spannung: Evtl. Stromversorgungdes Saugrohrdruck
ja, Schlauchersetzen. Gebersdefekt. Prüfen. prülen
O Geberfunktion prüfen:Kabelan Klemmen"1" und O Stromversorgungprüfen: Stecker am Geber für MagnetiMarelli
u3" des Druckgebersmit Meßnadelndurchstechen. Saugrohrdruck abziehen.
Achtung,sie dürfen sich keinesfallsberühren.Der O Voltmeteran Pin "2" und "3" anschließen,Zün-
Steckerbleibt aufgesteckt. dung einschalten.
O Voltmeteran die Meßnadelnanschließen. O Es müssenca. 5 Volt abzulesensein.sonst ist die
O Motorstarten,Gas geben:Es muß sich ein verän- Zuleitung oder die Stromversorgung(vom Steuer-
dernderSpannungswert einstellen(zwischen0,1 und gerät)defekt.
5 Volt- je nach Motorlast).

O Steckeram Leerlaufsteller
abziehen. O Zweite Messung an den Anschlußkontakten"2" leerlaufsteller
O An den Anschlußkontakten "1" und "4. in der Lei- und "3" in der Leitung zum Leerlaufsteller einen prülen
tung zum Leerlaufsteller
einen Ohmmeteranschlie- Ohmmeteranschließen. MagnetiMarelli
ßen. O Der Wicklungswiderstand der zweitenSpule des
O Der Wicklungswiderstanddes Schrittmotorsmuß Schrittmotorsmuß ebenfallsca. 53 Cl betragen.
zwischenden genanntenAnschlüssenca. 53 Q
betragen.

O Steckeram Drosselklappen-Potentiometer abzie- O Leider kann er nicht einzeln ersetzt werden. Es llrosselklappen
nen. mußdas kompletteUnterteilder Einspritzeinheit
aus- Potentiometer
O Ohmmeterlaut Tabellean je zwei der fünf Steck- gewechseltwerden. prüfen
kontakteanschließen.
O Werdendie genanntenWertenichterreicht,ist der
Drosselklappen-
Potentiometerdefekt.

89
ll oo*"lt Klemmen Prüfbedingungen Widerstand
1 + 5 520 - 1300c)
1 + 2 von Drosseklappe zu bis ca. 1/4offen: Widerstand ansteigend, 600 - 3sm Q
i danach konstant
1+4 von Drosseklappe zu bis ca. '/a offen: Widerstand konstant. 6m - 6600c,
danach ansteigend

ilagneti Marclli Meßpunkt Leerlauf Halbgas ' Vollgas

rechter und mittlerer Steckkontakt ca. 1,7 kCl ca. 1,8 kO ca. 1,0 kC)
rechter und linker Steckkontakt c a . 1 , 1k C , ca. 1,8 kC) ca. 1,7 kC)
linker und mittlerer Steckkontakt ca.0,8 kCl ca.0,8 kC) ca.0,8 kO

EinspriEventil O Prüfungbei laufendemMotor:Er muß mindestens O Wenn nicht, braunenStecker oben an der Ein-
prüfen 60' C Öltemperaturhaben,das entspricht10 Minu- spritzeinheit
abziehen.
ten Fahrt nach dem Kaltstart. O Ohmmeteran den beidenmittlerenAnschlußkon-
O Luftansaugstutzen abbauen. takten(ander Einspritzeinheit)
anschließen:
O Motor startenund im Leerlauflaufenlassen. O Bei einer Umgebungstemperatur zwischen +'15
O Spritzstrahldes Einspritzventilsbeobachten. Er und +30' C müssen 1,2 - 1,6 e abzulesensein,
muß ein gleichmäßiges Spritzbildhabenund auf die andernfalls ist das Einspritzventildefekt. TORX-
Drosselklappe gerichtetsein. Schraubelösenund Ventilwechseln.
O Motor abstellen,um die Dichtheitdes Ventilszu O Spannungsversorgung des Einspritzventils prü-
prüfen. fen, wenn das Ventil trotz richtiger Werte nicht
O Es dürfen bei stehendemMotor nicht mehr als abspritzt.
zwei Tropfenpro Minuteaustreten. O Leuchtdioden-Spannungsprüfer - nichtsanoeres
O Die weiterenPrüfungenführen Sie durch, wenn verwenden - an die beiden mittleren Kontakte im
der Motor nichtanspringt. Anschlußsteckeranschließen.Dazu die Leitungen
O Luftfilterbzw. Luftansaugstutzenabbauen. bei aufgestecktemStecker mit Meßnadeln"anzap-
O Von Helferden Motor mit dem Anlasserdurchdre- fen".
hen lassen. O Anlasser betätigen lassen: Die Leuchtdioden
O Das Einspritzventilmuß sichtbar Kraftstoff ab- müssenflackern,sonst Leitungsunterbrechung oder
soritzen. Steuergerätdefekt.

I Schub- O Luftfilterbzw. Luftansaugstutzenabbauen. muß in diesem Augenblickkurz unterbrochenwer-


abschaltung O Motor starten, kurz auf über 3000/min hocnore- den. Dannist die Schubabschaltung
in Ordnung.
I prülen hen und schlagartigDrosselklappe schließen. O Wenn nicht, Drosselklappenschalterund Steuer-
O Der gut sichtbareSprühstrahldes Einspritzventils gerät kontrollieren(lassen).

Temperatun O Temperaturgeber Ansaugluft: Braunen Stecrer bzw. Kühlmittel-Temperatur innerhalbder Toleranz


geberprüfen oben an der Einspritzeinheit
abziehen. liegen.
Bosch O An den beiden äußeren Steckkontakten etnen O Wennja, ist der Geberin Ordnung.
Ohmmeteranschließen.
O Temperaturgeber Kühlmittel: Stecker am zwet-
Temperatur Widerstandswert
poligenGeber(grün)abziehen.
O An den Steckkontaktendes Gebers einen Ohm- -10.c 8,2 - 11 kO
meteranschlieBen. +20 "C 2,2 - 2,7 kA
O Beide Geber: Widerstandswertablesen. +50'C 760 - 920 O
O In der folgendenTabelleprüfen, ob die Werte für +80'C 290 - 370 O
den Geber-Widerstandund die momentane Luft-

Ansaugluft- O Zentralsteckverbindungtrennen. Temperatul Widerstandswert


Temperatur- O An den Kontakten"4" und "5" (in der Leitunozur
geüerprüfen -10.c t
Einspritzelnheit)
einenOhmmeteranschließen. ca. 16,6 k c)
Maoneti
Marelli O Widerstandswertablesen. 0.c ca.9,8 k Q
O In der folgendenTabelleprüfen,ob die Wertefür +20"C i ca.3,8 k C)
den Geber-Widerstandbezogenauf die momentane +25'G ca. 3,0 k Q
Lufttemperaturinnerhalbder Toleranzliegen. +3o"c I ca.2,4 k {,
O Wennja, ist der Geberin Ordnung.
I

90
Links:Hier wird die Spannungs-
versorgung des Einspritzventils
geprüft.Das funktioniert nur bei
angeschlossenem Stecker.
Deshalbdie Zuleitungen an den
Steckerkontakten "2" und >3<mit
Meßnadeln (Pfeile) "anzapfen..
Beim Betätigen des Anlassers
muß der LED-Spannungsprüfer
flackern.
Rechts:Bei abgezogenem
Stecker wird geprüft: Zwischen
Kontakt,l< und "4" des Tem-
peraturgebers Ansaugluft; zwi-
schen Kontakt "2" und "3" der
lnnenwiderstanddes Einspritz-
ventils.

O Steckeram zweipoligenGeber(grün)im Kühlmit- Temperatur Widerstandswert Kühlmittel-


telstutzenabziehen. Temperatur-
O An den Steckkontaktendes Gebers einen Ohm- +10'C 3,5 - 4,1 kO geberprülen
meteranschließen. +20 "C 2,4 - 2,7 kA Maoneti
Marelli
O Widerstandswertablesen. +50'G 760 - 860 c2
O In der folgendenTabelleprüfen,ob die Wertefür +80'C 290 - 330 O
den Geber-Widerstandin Bezug auf die momentane +100'C 1 6 5- 1 9 0 O
Kühlmittel-Temperatur
innerhalbder Toleranzliegen.
O Wennja, ist der Geberin Ordnung.

O Der Kraftstoffdruckkann nur mit einer Meßvor- O Dazuvier TORX-Schraubenlösen. l0aftstoffdruck


richtung(Werkstatt)genau kontrolliertwerden. O Prüfen,ob die Membranbeschädigtist oder ob prülen
O Bei Verdacht auf falschen Kraftstoffdruck den sich Schmutzabgelagerthat.
Druckregler
zerlegen.

O Schwarze Steckverbindungzum Drehzahlgeber O Zwischen Steckkontakt "9" (Abschirmung)und Geberfür


an der linken Stirnseitedes Motors (oberhalbdes jedem der beiden anderen Kontakte muß der Motordrehzahl
Getriebes)trennen. MeßwertQegene O streben. prüfen
O An den Steckkontakten '1" und "2" (Bezeichnung
ist am Steckeraufgedruckt)in der Leitungzum Geber
einenOhmmeteranschließen.
O Es müssen300 - 500 Q angezeigtwerden.
Zur Prüfung des Ansaugluft-Temperaturgebers (siehe auch Tabelle), haben An der linken Zylinderkopfseite hinter dem Thermostatgehäuse sitzt
wir hier im Bild die Kontaktbelegung der Steckkontakte (Position 1 - 7) dar- Kühlmittel-Temperaturgeber (Pfeil) der Zünd-/Einspritzanlage.
gestellt.
Wartungsarbeit Fahrzeugemit geregeltemKatalysatormüssendrei Jahre nach Erstzulassungsdatum und daraufalle zwei Jah-
re die HÜrdender Abgas-Untersuchung bestehen,bei der auch die Funktionder Lambdasonde, die Zündein-
stellungund die Wirksamkeitdes Katalysatorsgeprüft werden.Wenn für den Peugeoteine "Fahrzeug-Haupt-
untersuchung"beim DEKRAoder TÜV ansteht,muß zuerstdie Abgas-Untersuchung erfolgen.Das gäht nach
unserenErfahrungenam schnellstenin der Marken-Werkstatt.
Bei der AU muß die Auspuffanlageintakt sein, und es darf keine "Falschluft"eintretenkönnen.StellenSie
außerdemsicher, daß der Luftfiltersauber ist und der Zündkerzen-Elektrodenabstand sowie ggf. das Ventil-
spielstimmt.Nachmonatelangem Kurzstreckenbetriebist außerdemein Ölwechselratsam.Das ins öl gelang-
te Kraftstoffkondensat verschlechtertnämlichdie Abgaswerte.
Für die Prt-i'fung
wird der Wagen an einen aufwendigenWerkstattesterangeschlossen,dessen Drucker die
erzieltenMeßwertezu einer Prüfbestätigungzusammenfaßt.Werden einzelneVorgabennicht erreicht,gibt's
auch keinePrüfbestätigung. BevorSie bei nicht bestandener Abgas-Untersuchung ein teuresBauteilaustau-
schen lassen,solltenSie die Prüfungbei eineranderenWerkstattwiederholen.Trotz aufwendigerMeßtechnik
kommt es bei den Ergebnissen zu Streuungen.Manschmalgenügtauch eine ausgedehnteProbefahrt,wobei
I Motor, Katalysatorund Lambdasondeauf volle Betriebstemperatur kommen.

Leerlaufdreh- Einstellarbeiten
erübrigensich bei der Zentral-Einspritzung,denn bei dieserEinspritzung gibt es nichtsmehr
zahl einstellen, einzustellen.Das Steuergerätkorrigiertggf. die Leerlaufdrehzahl.
Nur in Zweifelsfällenwird die Drehzahlbzw.
G0-Gehalt der CO-Gehaltim Leerlaufnachgeprüft.Prüfvoraussetzungen sind: Motor betriebswarm,alle elektrischenVer-
prüfen braucherabgeschaltet. Die Sollwertelauten:
O Leerlaufdrehzahl: 850/min.
O Abgas-CO-Gehalt: kleiner0,5 Vol.%.
Bei Nichterreichender Wefte Unterdruckschläuche und Taktventilder Kraftstoff-Verdunstungsanlage prüfen,
Fehlerspeicherabfragen.

O Sondenheizung prüfen: Für diese Prüfung wird pendeln.Ggf. während eines Beschleunigungsvor
die roteSteckverbindung
im Kabelzur Lambdasonde gangsmessen.
getrennt. O Wird eine konstante Spannung (ca. 0,45 Volt)
O Ohmmeteran beidenSteckkontaktenin der Lei- gemessen,ist die LambdasondeaußerBetrieb,was
tung zur Lambdasondeanschließen. an der Sondeoder derenZuleitungliegenkann.
O Bei intakterHeizungmuß ein Wert kleiner5 C) O Muß die Lambdasondeersetztwerden,Gewinde
angezeigtwerden. (nichtdie Schlitze) vor dem Einbaumit Montagepaste
O Kabelstecker wiederzusammenstecken. aus der Peugeot-Werkstattbestreichen. Anzugs-
O Sondenspannung prüfen: DieserWert wird erst d r e h m o m e n t : 5N
5 m.
nacheinigenMinutenMotorlaufgemessen,wenn die
Lambdasondeaufgeheizt, also wirksamist.
O Zu dieser Messungmüssen beide Steckverbin-
dungenzur Lambdasondezusammengesteckt sein.
O Am weißen Stecker die Gummistulpezurück-
schieben.
O An den nun freiliegendenSondenspannungska-
beln muß die Spannungauf dem Voltmeter(es muß
ein Zeigerinstrument
sein)zwischen0,1 und 0,9 V

DerVerbindungszug zwischenGaspedalund Einspritzanlage ist knickempfindlich.


Bei Arbeitenim Motorraum
solltenSie daraufachten,daß der abgeklemmteZug nicht in einemungünstigen Winkelverlegtwird,wodurch
er Schadennehmenkönnte.

Gaszug
erceEen O lm lnnenraumVerkleidunglinks unten am Arma- O lm MotorraumGaszugaus dem Betätigungshebe
turenbrettausbauen(Kapitel"Der Innenraum"). der Drosselklappeaushängen.
O Kunststoffnippeldes Gaszugs oben am Pedal O Gaszugnun nach hintenaus dem Widerlagerher-
aushängen. ausziehen.
O An der Seilhüllenführung (an der Wand zum O An der hinteren Motorraumwandden Seilhül-
Motorraum)den Dichtstopfenvon der Seilhüllen- lenanschlagvon der Seilhüllenführung
lösenund ent-
führunglösen. fernen.

92
Links:Der Gaszug im Motorraum:
1 - Drosselklappenhebel;
2- Nippelam Gaszugende;
3 - Gaszug;
4 - Widerlager;
5 - Rastensegment;
6 - Seilhülle(Gaszughülle).
Der Pfeil zeigt auf die Steck-
sicherung,die zum Einstellender
Gaszuglängein die entsprechen-
de Raste eingesteckt wird,
Rechts:lm Innenraum sehen Sie
die Einzelteile des Gaszuges.
I - Klammer;
2 - Kunststoffnippel zum
Einhängen;
3 - Gaspedal.

O Zug vollendsnach außendurchziehen. O Vom Motorraumher jetzt den Seilhüllenanschlag


O Zum EinbauGaszuglagerersetzen. aufschieben,vom Innenraumher den Dichtstopfen
O Gaszugvom Motorraumaus durchdie Bohrungin aufsetzen.Die angegebeneReihenfolgeist wichtig,
der hinteren Motorraumwandin den Innenraum sonst löst sich die Seilhüllenführung
wieder.
schieben. O Zug am Gaspedalund am Drosselklappenhebel
O Seilhüllenführung in die Bohrungeinsetzen,dabei einhänoen.
aufdie richtigeLage der Verdrehsicherungachten.
O Vom Fahrzeuginnenraumher die Seilhüllen-
führungmit einer Zange heranziehen,damit sie rich-
tig einrastet.

O Von HelferGaspedalvoll durchtretenlassen. O Kontrolle:Am Drosselklappenhebel darf bei voll Gaszug


O Drosselklappenhebelin Vollgasstellungdrücken. getretenemGaspedalein Spiel von höchstens1 mm einstellen
O Gaszughülledabei nach hintenstraffziehen. vorhandensein.
O Stecksicherungam Widerlager in die entspre-
chendeKerbeder Gaszuohülle stecken.

WennkeineMöglichkeitzum Auslesendes Fehlerspeichersmit dem Fehlerauslesegerätder Peugeot-Werk-


dem Fehlerebenfallsauf die Spur kommen.
stattbesteht,könnenSie anhandunseresStörungsbeistands

Die Störung - ihre Abhilfe Bosch-ZentraF


Einspritrung
A Kalter Motor springt nicht 1 Sicherungenim Motorraum-Sicherungs- Auswechseln
oder schlecht an kasten oder Sicherung Nr. 7 im Sicherungs-
kasten unter dem Armaturenbrett defekt
2 Vorwiderstandsleitung des Einspritzventils Überprüfen, ggf. austauschen
defekt
3 Kraftstoffpumpe fördert nicht oder nicht Benzin im Tank? Pumpe kontrollieren,Förder-
genügend menge messen
4 Kraftstoff-Druckregler defekt Druck messen lassen
5 Kühlmittel-Temperaturgeber defekt Prüfen lassen
6 Drosselklappen-Potentiometer defekt Prüfen lassen
7 Steuergerät defekt Prüfen lassen
8 Kabelstrangzwischen Geberfür Motordreh- Kabelverlauf kontrollieren
zahl bzw. Hallgeber und Steuergerät defekt
9 Motor erhält Nebenluft Nach Anleitung "Sichtprüfung" kontrollieren

B WarmerMotor springt nicht Siehe A 2-9


oder schlecht an Einspritzventilundicht Ventil überprüfen

C Motor springt an, stirbt t Oro"".tft"op"n*tt"t "*"*, ""*-


aber wieder ab
2 Siehe A 6

93

br-.
u.sn"ti
lll f,larelli-Zentral- Diestörung ihre Ursache - ihre Abhilfe
l-
Einspritzung A Kalter Motor springt nicht 1 Sicherungen im Motorraum-sicherungs-
| Auswechsetn
oder schlecht an kasten bzw, Sicherung Nr,7 im Sicherungs-
i
kasten unter dem Armaturenbrett defekt I
2 Geber für Saugrohrdruck defekt
| üUerprti,ten,ggf. austauschen
3 Kraftstoffpumpe fördert nicht oder nicht pumpe kontroilieren, Förder-
genügend I eenzin im Tank?
I menge messen
4 Kraftstoff-Druckregler defekt
] Druck messen lassen
5 Kühlmittel-Temperaturgeber defekt I prüfen lassen
6 Drosselklappen-Potentiometer defekt I prüfen lassen
7 Steuergerät defekt
I prüfen lassen
SGeberfürMotordrehzahldefekt iKontrollieren
9_i,l.to1.r!"lt!"b.ltrft Nach Anteitung "sichtprüfung. kontroilieren
|
B Warmer Motor springt nicht 1 Siehe A 2-9
= (lnc|'"n, v*tir tiu"rrrir""
I 1Tr'""."," _ _l
C Motor springt an, stirbt 1 Drosselklappensteller arbeitet nicht
aber wieder ab ] 1 Steller prüfen
, 2 SieheA6
i 3 Lambdasonde defekt Funktion prüfen lassen, ggt. ersetzen

BeideZcntral-
Einspritsungen
D Kalter Motor schüttelt r sieneas
im Leerlauf I
2 Siehe C 1

E Warmer Motor schüttelt 1 Siehe A 2


im Leerlauf j z si.n.cr
F Leerlauf sinkt ab beim Siehe C 1
J-
I
Einschalten starker
Stromverbraucher

G Motor hat Aussetzer 1 Kraftstoffirter verstopft


| Firter austauschen
. 2 SieheA2und3
I 3 SieheB2
4 Siehe C 3
-+-
H s"h.""L*d. D;hr"h--l-","n";
bei 2O0O- 3q)O/min I
--=f-r.
I Motor stottert, setzt aus I --
Siehe A 3

; r - - + - -
1 2 SieheC3
I 3 Drosselklappe
geht nicht in Vollgassteilung
- I O"".ug einstellen
-11-- -
K Motor patscht ins Saugroh-l G"r. o o
I 2 SieheC3
--l
L Kraftstoffverbrauch 1 SieheA5und6
zu hoch I
I 2 SieheC3
I

Fingerzeis Beim Abklemmen der Batterie werden die Korrekturwerte


der Zentral-Einspritzung
gelöscht' Das kann zur Folge haben, daß der Motor nach
dem wiederanschließen der stromversorgung
für eine gewisse Zeit keinen einwandfreien Leerlauf hat. Am schnellsten
erfolgt der selbsilernprozeß
der Korrekturwerte bei einer probefahrt von ca. 10 Minuten.

94
Sprühregen
DasMotor-Management, wie Zündungund Einspritzung
heutzutageheißen,übernehmenbeim Peugeot306
zweiunterschiedliche
Hersteller.
WelchesEinspritzsystem
lhr Peugeothat, ersehenSie aus der Tabelle:

Kennbuchstaben Hersteller

1,8-Liter,74kW xuTJP
i

Zwischenden Eingangsinformationen (durchdie verschiedenen Geber)und den Einspritzventilensteht das Steuergerät


Steuergerät. Es billigtdem Motor- abhängigvon den herrschenden Last-und Temperaturbedingungen - eine
ganz bestimmte Kraftstoffmengezu. Dazu verändertdas Steuergerätdie Öffnungsdauerder elektromagne-
tischgesteuertenEinspritzventile. Da der Druckim Kraftstoffsystemstets annäherndkonstantist, kann die Ein-
spritzmengenur über die Einspritzzeitvariiertwerden. FolgendeInformationsgeber besitztdas Steuergerät:
O Geberfür Saugrohrdruckim Steuergerät;er ist über eine Schlauchleitungmit dem Ansaugkanalverbunden
und liefertin Verbindungmit dem Ansaugluft-Temperaturgeber dem SteuergerätInformationenüber die ange-
saugteLuftmenge.
O Ansaugluft-Temperaturgeber (im Ansaugkanal);er signalisiertdie Temperaturder Ansaugluft.
O Kühlmittel-Temperaturgeber; er lieferteine Vergleichsgrößefür die Motortemperatur.
O Drosselklappen-Potentiometer; er liefertInformationenüber den Lastzustanddes Motors.
O Drehzahlgeber; er übermitteltdas Drehzahlsignalfür Zündungs-und Einspritzungsteil.Außerdemmeldeter
dieStellungder Kurbelwelle.
O DasStartsignalkommt vom Zündschloß.

lm Ansaugkanaleinesjeden Motorzylinders sitzt je ein Einspritzventil.


Es mißt dem jeweiligenZylinderdie Einspritsventile
momentanbenötigteKraftstoffmengezu und sorgt gleichzeitigfür die Feinzerstäubungdes Benzins.Die Ven-
tilewerdenmittels Elektromagnetbetätigt.

Funktionsschemader Bosch-Motronic:
1 - Steuergerät
2 - Geber für Saugrohrdruck (im Steuergerät);
3 - Drosselklappen-Potentiometer;
4 - Lambdasonde;
5 - Katalysator;
6 - Motor-Fehlerlampe (am Armaturenbrett);
7 - Diagnosestecker;
I - Tank;
I - Kraftstoffpumpe;
10 - Kraftstoffilter;
12 - Kraftstoff -Verteilerrohr;
13 - Kraftstoff-Druckregler;
14- Einspritzventil;
15 - Ansaugluft-Temperaturgeber; rr-i\) $
16- Kühlmittel-Temperaturgeber; , - i - *
17- Geberfür Motordrehzahl;
18- Zündspulenpaket;
19- Zündkerze;
20 - Doppelrelais (für Kraftstoffpumpe und Steuergerät);
22 - Aktivkohlebehälter;
23 - Magnetventil für Aktivkohlebehälter;
24 - (nicht eingebaut);
25 - Leerlauf-Regelventil.

95

b--
l(raftstoff- Es dient dazu,alle Einspritzventile
gleichmäßigmit Kraftstoffzu versorgen.Außerdemwirkt das Verteilerrohr
Uerteilerrohr als Kraftstoffspeicherund verhindertdamit Druckschwankungen.

l0aftstolf- und muß- wie der Nameschon sagt - den Druck im Ver-
Er sitzt unten in der Mitte des Kraftstoff-Verleilerrohrs
Druckregler teilerrohrkonstanthalten.Das machter, indemer mehroder wenigerKraftstoffdurch die Rücklaufleitung zum
Tankzurückfließen läßt.Läuftmehr Benzinzurück,sinktder Druck;bei geringererRücklaufmenge steigier.
Durch einen Unterdruck-Anschluß weiß der Druckreglergleichzeitigüber den Lastzustanddes Motors
Bescheid.Bei Vollasthebt er den Druck noch um etwa 0,5 bar an. Dadurchwird mehr Kraftstoffeingespritzt,
was der Motor zum Erreichender vollenLeistungdringendbraucht.

l0aftstolfpumpe Mehr über die elektrischeKraftstoffpumpeund das Kraftstoffpumpenrelais


- das sogenannteDoppelrelais-
und Relais erfahrenSie im Kapitel"Tank und Kraftstoffpumpe<.

Drosselklappe Mittenim Ansaugluftstromsitzt die Drosselklappe


im Drosselklappenstutzen.
Betätigtwird sie vom Gaspedal
über den Gaszug.Sie öffnetoder verschließtden Luftwegzum Ansaugkrümmer und damit zu den Brennräu-
men des Motors.

Drosselklappen- Der Drosselklappen-Potentiometer


wird von der Drosselklappenwelle betätigt. Der Potentiometererfaßt die
Potentiometer momentaneStellungder Drosselklappe und meldetsie in Form elektrischer
Spannungdem Steuergerät. Das
SteuergerätbenötigtdieseLastinformationen
unteranderemzur Leerlaufregelung, Zündkennfeldauswahl und
zur Einspritzzeitberechnung.

Leerlauf- Wie sein Name schon sagt, sorgt das Leerlauf-Regelventil für eine stets konstanteLeerlaufdrehzahl- egal ob
Begelventil der Motor kalt oder warm ist oder ob kraftzehrende Verbraucher eingeschaltet sind.
Das Ventil ist dabei nur ausführendesOrgan. Kopf der Regelungist das ZündlEinspritz-Steuergerät. Es ver-
gleichtdie Momentan-mit der Solldrehzahl und sorgt so für das fein abgestimmteöffnen und Schließendes
Regelventilszur Drehzahlanpassung. Variiertwird dabei der Querschnitteines Luft-Nebenkanals, der die Dros-
selklappeumgeht.lst der Kanalgeöffnet,wird mehr Luft angesaugt,und se;pif "glaubt* das Steuergerät,man
habe die Drosselklappe geöffnet.Was wiederumdie Einspritzung dazu veranlaßt,die nötigeMehrmengean
Kraftstotfbeizusteuern.Resultat:die Motordrehzahlerhöht sich.

Zusammenspiel Bei laufendemMotor saugendie in den Zylindernauf und ab sausendenKolbenLuft an. TretenSie das Gas-
derEinzelteile pedalvoll durch,saugtder Motordie größtmögliche
Mengean, denn die Drosselklappeist dann voll geöffnet.
Entsprechend geringerist die Luftmengein geschlossener bzw. teilweiseoffenerStellungder Drosselklappe.
Für sauberenMotorlaufmuß der Ansaugluftim genaurichtigenVerhältnisKraftstoffbeigämischtwerden.Zur
Bestimmungdes Kraftstoff/Luft-Verhältnisses wird der Druck und die Temperaturim Anlaugtrakt herangezo-
gen. Diese beidenGrößendienendem ZündlEinspritz-Steuergerät als Informationfür die angesaugteLuft-
mengebzw. -masse.
DiesesSteuergerätist es auch,das die lmpulsezum Öffnenund Schließender Einspritzventile gibt. Längeres
Öffnen ist angesagt,wenn viel Kraftstoffgebrauchtwird; kurze Offenzeitenreichenaus, wenn die benötiote

Die Teile der Einspritzeinheitam TU-Motor:


1 - Drosselklappengehäuse;
2 - Drosselklappen-Potentiometer;
3 - Heizelementdes Drosselklappengehäuses;
4 - Leerlauf-Regelventil;
5 - Sammelsaugrohr;
6 - O-Ring.

96
DieEinspritzanlagedes XU-Motors:
1 - Halteleisteder Einspritzventile;
2 - Dichtung;
3 - Heizelementdes Drosselklappen-
gehäuses;
4 - Drosselklappen-Stellmotor;
5 - Sammelsaugrohr;
6 - Drosselklappengehäuse.

ü
b +

Kraftstoffmenge geringist. Die "Sprühstärke"der Einspritzventile


bleibt also konstant.Die Mengenreduzierung
erfolgtüber die Reduzierungder "Sprühzeit".
Start Zum Startendes kalten Motors wird ein fetteres- also kraftstoffreicheres - Gemischbenötigt,weil sich
vieleder Kraftstoffiröpfchenschon auf dem Weg in die Brennräumean den Wändenim Ansaugbereichabset-
zenund so für die Verbrennungnicht mehr zur Verfügungstehen.Das Gemischmuß also angefettetwerden.
Hierfürsorgt ein Kaltstartprogramm, das im Steuergerätgespeichertist. Währendder Kaltstartsteuerung - dies
sindeine bestimmteAnzahlan Zündungen- wird die Abspritzdauerder Einspritzventile erhöht. Faktoren,wie
Kühlmittel-Temperatur und Motordrehzahl,beeinflussendie Abspritzdauer.
Nach einer bestimmtenAnzahl Motorumdrehungenwird dann die Kaltstart-Kraftstoffmenge langsam an die
Normalmenge angepaßt.
Warmlauf: Auch nach dem Start braucht der Motor noch eine gewisse Zeit fetteres Gemisch,denn immer
nochkondensierteine gewisseKraftstoffmengeim Ansaugbereich.Dafürgibt es die "Nachstartanhebung".Es
wird- temperaturabhängig - noch für eine gewisseZeit mehr Kraftstoffzugeführt.Die nötige Informationüber
die Kühlmittel-Temperatur erhältdas Steuergerätvom Temperaturgeber.
Dasbei kaltem Motor noch recht zähflüssigeMotorölverursachteine höhereinnereReibungin der Maschine.
Es wird mehr Kraft - sprich Gemisch- gebraucht,um den Motor auf Drehzahlzu halten.Für diese Gemisch-
Mehrmengesorgt das schon erwähnteLeerlauf-Regelventil.
Leerlauf: Bei geschlossenerDrosselklappe(losgelassenesGaspedal)wird eine geringe Menge Luft durch
einenBypass-Kanalum die Drosselklappeherumgeführt.Diese Luftmengewird vom Druckgeberim Steuer-
gerätund vom Ansaugluft-Temperaturgeber erfaßtund deshalb mit der hierzunötigen Menge Kraftstoffzum
Leerlaufgemisch ergänzt. Übrigensist das Leerlaufgemischetwas fetter als das Normalgemisch,damit der
Motorschön rund läuft und keine Zündaussetzerbekommt.Wann die Leerlauf-Anreicherung zu erfolgenhat,
erfährtdas Steuergerätvom Drosselklappen-Potentiometer.
WievielLuft durch den Bypassfließt,bestimmtdas Leerlauf-Regelventil.
Teillast BeiTeillasterhältder Motor die Normalmengenan Kraftstoffzugeteilt.Dabeiwird auf möglichstgerin-
genVerbrauchWert gelegt.
Beschleunigen:Wird das Gaspedal plötzlich niedergetreten,wird die Beschleunigungsanreicherung aus-
gelöst.Das SteuergeräterkenntdiesenVorgangdurch die Wertevom Drosselklappen-Potentiometer und vom
Geberfür Saugrohrdruck.
BeikaltemMotor wird zum Beschleunigennoch mehr Kraftstoffgebraucht.Die Motortemperaturist dem Steu-
ergerätdurch den Kühlmittel-Temperaturgeber bekannt.
Vollast Der Drosselklappen-Potentiometer zeigtdem Steuergerätan, daß der Fahrerdas Gaspedalvoll durch-
getretenhat. Zum Erreichender Höchstleistungbekommtder Motor jetzt ein fetteresGemischvorgesetzt(Voll-
lastanreicherung). Das geschiehtwohlgemerktunterMißachtungdes Lambdasonden-Signals, d. h. der Kata-
lysatorkann die entstehendenGiftstoffeim Abgas nicht in gewohnterManierumsetzen,der Giftanteilist jetzt
höher.
Schubbetrieb:Bergab mit losgelassenemGaspedalbraucht dem Motor kein Kraftstoffzugeführtzu werden.
DerWagenrollt durch Gewicht oder Schwung von selbst.An der hohen Drehzahlund der Stellungder Dros-
selklappe(überden Drosselklappen-Potentiometer) erkenntdas Steuergerät,wann Schubbetriebvodiegt und
kannauf "Kraftstoffsparen<schalten.
Drehzahlbegrenzung:In unseremPeugeoterledigtdas die Einspritzanlage. Sie vergleichtdie Momentan-mit
der Höchstdrehzahlund dreht bei Überschreitenganz einfachden Kraftstoffhahnzu (sieheauch Kapitel"Die
Benzinmotoren"). DieseMethodeist bei Wagen mit Katalysatorein Muß, denn bei Unterbrechender Zündung

97

ts-.
65 kw-Motor: Die Stellung der Drosselklappe (2) wird vom Drosselklappen- 74 kw-Motor. Die Bauteile des Drosselklappengehäuses (1): 2 - Drossel-
Potentiometer (3) ans Steuergerät gemeldet. weiterbedeuten:1 - Drossel- ktappen-Stellmotor;3-Drosselklappe;4-TemperaturgeberAnsaugluft;5-
klappenhebel;4 - Anschluß für Beheizung des Drosselklappengehäuses. Drosselklappen-potentiometer.

käme unverbrannterKraftstoffin den Katalysator,was zum SchmelzendessenKeramikkörpersführen könnte.


Lambda-Regelung: Der Katalysatorkann nur dann richtigarbeiten,wenn die Luftzahll, (Lambda)dem Wert 1
möglichstnahekommt;davon war schon im Kapitel"Die Abgas-Entgiftung"die Rede.Damit dies der Fallsein
kann, ist die Motronic mit einer sogenanntenLambda-Regelungversehen.Dabei mißt die Lambdasondeden
Sauerstoffgehaltim Abgas - eine Vergleichsgrößefür die Zusammensetzungdes Kraftstoff/Luft-Gemisches
Weicht die Messungvom ldealwertab, regeltdas Steuergerätnach. Die Regelungarbeitetim Bereichvon l. =
ll 0 , 8 b i s ) u= 1 , 2 .
Die Lambdasondegibt erst bei Temperaturenüber 350' C ein verwertbaresSignalab. Damit diese Tempera-
tur schnell erreichtwird, ist die Sonde elektrischbeheizt.Bis es soweit ist, bleibt die Anlage ungeregeltund
richtetsich nach einemvorgegebenenmittlerenl,-Wert.

Viele Prüfungenan der Einspritzungsind dem Selbsthelferin Ermangelungder nötigen prüfgeräte leider
unmöglichgemacht.Dennochbleibt ein gewissesBetätigungsfeld.

Das Steuergerätselbst kann mit Heimwerkermittelnnicht kontrolliertwerden. In der praxis ist hier auch nur
sehr selten mit Fehlernzu rechnen.Geber,Schalterund Kabelverbindungen sind ungleichhäufigerder Anlaß
für Beanstandungen.
Damit bietet sich bei einem DefektfolgendeVorgehensweisean:
O Sicherungder Kraftstoffpumpeim Motorraum-Sicherungskasten prüfen.
o sicherstellen,daß die Zündung in ordnung ist (Kapitel"Die Zündanlage").
O Kraftstoffversorgungprüfen (Kapitel"Tank und Kraftstoffpumpe").In diesem Kapitel ist auch die prüfung
des Doppelrelaisbeschrieben,das für die Stromversorgungder Einspritzanlage zuständigist.
O Schlauchleitungvom Ansaugkrümmerzum ZündlEinspritz-Steuergerät koÄtrollieren(r,ii"ntigl).
O Sichtprüfungan den Teilender Einspritzanlage durchführen
O Wurde durch genanntePrüfungenkein Fehlergefunden,den "Störungsbeistand.am Ende dieses Kapitels
siudieren,möglicheFehlerquelleermitteln,verdächtigesBauteilnach Prüfanleitungkontrollieren.
O Brachtedas keinenErfolg,Fehlerspeicher des Steuergerätsin der Peugeot-Weikstattauslesenlassen.Das
ist aber nur möglich, wenn zuvor die Batterie nicht abgeklemmt wurde. Denn so wird der Speicherinhalt
gelöscht.

O Luftschläucheauf Dichtheit prüfen. Alle Schläu- O Sind die Dichtungenan den Einspritzventilenin
che - vom dicken Ansaugluftschlauchbis zum klei- Ordnung; ebenso die Flanschdichtungender An-
nen Unterdruckschlauchzum Druckregler- müssen saugkanäle?
geprüft werden. O Undichtigkeitenlassen "Nebenluft" ins Ansaug-

98
Bei abgezogenem Stecker (1) kann die Stromver-
sorgung der Einspritzventile (2) mit einem Leucht-
dioden-Spannungsprüfer kontrolliert werden,
Wird der Motor mit dem Anlasser durchgedreht,
müssen die Leuchtdioden im Spannungsprüfer
tlackern. Sonst ist keine Versorgungsspannung
vorhanden.

systemeindringen- Luft also, die vom System nicht ungeschicktesReißenkann mangelndenKontaktzur


erfaßtwerden kann und die deshalbdie Gemischauf- Folgehaben.
bereitungempfindlich stört. Das Gemisch magert O SehenSie sich die Steckeran den einzelnenBau-
unkontrolliertab, Motorlaufstörungen- hauptsäch- genauan. Sie dürfennur mit
teilender Einspritzung
lichim Leerlauf- sind die Folge. Kontaktspraybehandelt werden, Nachbiegen kann
O Sind an den KraftstoffleitungenUndichtigkeiten Störungenverursachen.
zu erkennen?
O Wurdendie Kabelsteckermehrfachauseinander-
gezogen und wieder verbunden? Korrosion oder

Die folgendenAbschnitte beschreibenPrüfungenan den Komponentender Einspritzanlage,soweit sie mit


möglichsind.
Heimwerkermitteln

O Bestehtder Verdacht,daß einesder Einspritzven- defekt. Mit einem Meßgerät klappt diese Kontrolle Elnspritsuentile,
- l

tilenichtfunktioniert,brauchenSie als Meßwerkzeu- nicht. I

ge zunächst einen Spannungsprüfermit Leuchtdi- O Widerstandsprüfung: Steckervon den Einspritz-


odenund einengenauenOhmmeter. ventilenabziehen,Ohmmeteran den beiden Kontak-
O Steckervon den Einspritzventilen abziehen. bei kaltemMotor müs-
ten des Ventilsanschließen:
O Spannungsprüfung: LED-Spannungsprüfer (kei- sen 4 C,abzulesensein.
ne Prüflampe)an den Steckkontaktenanschließen, O Liegt der Wert außerhalb der Toleranz, Ventil
Motorstarten.Die Leuchtdiodenim Spannungsprüfer ersetzen(soferngenaugemessenwurde).
müssenflackern, sonst ist keine Versorgungsspan- O Dichtheit prüfen: Kraftstoff-Verteilerrohrsamt
nungda, oder das Masse schaltendeSteuergerätist ausbauen.
Einsoritzventilen

Links:65kW-Motor. Hier wird


der Widerstand am Drosselklap-
pen-Potentiometer gemessen
(Pfeil).
Rechts:74kw-Motor. In dieser
Abbildung sind der Drosselklap-
pen-Potentiometer (1) und der
Ansaugluft-Temperaturgeber (2)
bezeichnet,

L-_
O Die Anschlußsteckeran den Einsoritzventilen
sind O Einspritzventilebeobachten:Jedes einzelnedarf
abgezogen, die Kraftstoffleitungenbleiben ange- höchstenseinen Kraftstofftropfenin der Minute ver-
schlossen. lieren.Sonst Ventilauswechseln.
O Von Helferden Motor einige Male mit dem Anlas- O Unabhängighiervonkann der Spritzstrahlund die
ser durchdrehenlassen, damit die Kraftstoffpumpe Dichtheitdes Ventilsgeprüft werden, falls es Motor-
anläuftund Kraftstoffdruckaufbaut. laufstörungenerforderlichmachen.

Drosselklappen- O Steckeram Drosselklappen-Potentiometer


abzie- O Gemessen wird jeweils bei Drosselklappenstel-
Potentiometer hen. lung "Leerlauf"und "Vollgas"bei stehendemMotor.
O Mit einem Ohmmeter den Widerstand zwischen O FolgendeSollwertesollenerreichtwerden:
den Kontaktendes Potentiometersmessen.
g
Drosselklappenstellun Messen zwischen den Anschlüssen
oben und unten mitte und oben mitte und unten

Leerlauf ca.4 kO ca.4 kC) ca. l kC,


Vollgas ca.4 kQ ca. l kO ca.4 kQ

Leerlauf- Das Leerlauf-Regelventil


sitzt hintenunten am Ansaugrohr.Es wird folgendermaßengeprüft:
Regelventil O Steckeram Ventilabziehen.Motor starten. sen. Drehkolben im Luftdurchlaß des Ventils in
O Mit Leuchtdioden-Spannungsprüfer kontrollieren, "Offen"-oder "Geschlossen"-Stellung bringen.
ob zwischendem mittlerenund den beidenäußeren O Zündung einschaltenund Drehkolbenbeobach-
KontaktenSpannunganliegt. ten: Er muß sich etwa in Mittelstellung
einpendeln.
O Wenn nicht, ist die Kabelzuleitungoder das O Leichtgängigkeitdes Drehkolbensprüfen: Er muß
Motronic-Steuergerät
defekt. sich durch ruckartigesDrehendes ausgebautenVen-
O WeitergehendeFunktionsprüfung:Leerlauf-Re- tilsbewegenlassen.
gelventilausbauen;der Steckerbleibt angeschlos-

Temperatur- Die Prüfungfür den Kühlmittel-Temperaturgeberund den Ansaugluft-Temperaturgeber erfolgt gleich. Es gel-
geberder ten auch die gleichenPrüfwerte:
EinspriEung O Temperaturgeberam Motor abschrauben. sen die angegebenenWiderstandswerteangezeigt
OAm Kühlmittel-Temperaturgeber austretendes werden:
Kühlmittelauffangen. Bei +20'C: 2.5 - 2,7 A:
O Ohmmeter an den Steckkontaktendes Gebers bei +50'C: 760 - 860 O;
anschließenund Geber in ein entsprechendtempe- bei +80'C: 290 - 330 A;
riertesWasserbadtauchen. b e i + 1 0 0 ' C :1 6 5- 1 9 0O .
O Die Wassertemperaturkontrolliertman mit einem O Werden die Widerstandswerte nicht erreicht.
Einmach-Thermometer. Temperaturgeberersetzen.
O Bei nachfolgendgenanntenTemperaturenmüs- O Kühlmittelauffüllen,Kühlsystementlüften.

Geberlür Saug- Der Geberfür Saugrohrdruckist im Steuergerätuntergebracht;er läßt sich nicht mit Eigenmittelnprüfen.Kon-
rohrdruck trollierenkönnenSie jedochden Verlaufder dünnenSchlauchleitung vom Motor (einschließlich T-Stück)zum
prüfen Steuergerät.Sie muß an den Anschlüssenfest aufgestecktsein und sie darf weder geknicktnoch brüchigsein.

Das Leerlaufregelventil (Pfeil) des 65 kW-Motors


sitzt auf der rechten Fahrzeugseite über der
Lichtmaschine.

100
Links: lm Filtergehäuse-Ober-
teil (1) sitzt der Ansaugluft-Tem-
peraturgeber (2) des 65 kW-Mo-
tors.
Rechts:Hier wird der Widerstand
des Ansau gluft-Temperaturge-
bers bei abgezogenem Stecker
(Pfeil)und einer Umgebungstem-
peratur von + 20'C geprüft.

zu prüfenist,findenSie im Kapitel"Die Zentral-Einspritzung"


Wie der Drehzahlgeber beschrieben. Ilrehzahlgeber
prüfen

Die Prüfungder Lambdasondeerfolgtauf die gleicheWeise,wie bereitsim Kapitel"Die Zentral-Einspritzung" lambdasonde


beschrieben. prülen

Bei vielenEinzelteilen
der Einspritzungbedarfes keinerzusätzlichen
Ausbaubeschreibung.
Die Ausnahmen
sind in den foloendenAbschnittenbehandelt.

O Luftfiltergehäuse ausbauen. O Vor dem Wiedereinbau die Gummi-Dichtringeam Einspritrventile


O Leitungmit den Magnetventilen zum Aktivkohle- prüfen.Beschädigte,gealterteRinge
Einspritzventil ausbauen
behälteram Saugrohrabbauen. erserzen.
O Ggf. Kraftstoff-Zulauf-und Rücklaufleitungan der O Lage von Kunststoffscheibeund Dichtung auf
Trennstelleoben an der hinteren Motorraumwand dem Einspritzventil
beachten.
abziehen. O Beim Ersatzteilkaufunbedingtauf gleicheKenn-
O Halteschraubendes Kraftstoff-Verteilerrohrs her- nummerdes Einspritzventilsachten.
ausdrehen. O Zum leichterenund beschädigungsfreien Einset-
O Kraftstoff-Verteilerrohrsamt Einsoritzventi
len vor- zen der Ventile die Dichtringemit Vaselineoder
sichtignach oben ziehen,bis die Ventileaus ihrer GetriebeölSAE 90 bestreichen.Nichtsanderesver-
Führungim Ansaugkrümmer herausgezogen sind. wenden!
O Sicherungsklammerzwischen Ventil und Kraft-
stoff-Verteilerrohr
abziehen,Ventilaus dem Verteiler-
rohrziehen.

Links:Zur Widerstandsmessung
der Drosselklappengehäuse-
Beheizung beim 65 kW-Motor
muß der Stecker (2) am Kontak-
tanschluß (1) abgezogen werden,
Am Relais werden die Kontakte
11 und 9 mit einem Drahtstück
am Kontaktstecker überbrückt.
Es muß ein Widerstand von ca.4
Q meBbar sein,
Rechts: Zur Spannungsmessung
der Drosselklappengehäuse-
Beheizung beim 74 kW-Motor
muß der Stecker (Pfeil) abgezo-
gen werden. Am Relais werden
die Kontakte 6 und 8 mit einem
Drahtstück am Kontaktstecker
überbrückt. Es muß eine Span-
nung von ca. 12 Volt meßbar sein.
Die Einspritzventileund ihre
Halterung.Links TU- und rechts
XU-Motor:
1 - Kraftstoffverteiler;
2 - Einspritzventil;
3 - O-Ring;
4 - Kraftstoff-Druckregler;
5 - Leitung vom Saugrohr zum
Druckregler;
6 - Sammelsaugrohr.

Den Gaszugund seinenAus- und EinbaufindenSie im Kapitel"Die Zentral-Einspritzung"


beschrieben.

Wartungsarbeil Die Abgas-Untersuchungwurde bereitsim Kapitel"Die Zentral-Einspritzung"


behandelt.Bitte dort nachlesen.

Leerlauf- Die Leerlaufdrehzahlkann beim Peugeot306 nicht mehr korrigiertwerden- er besitzt keine Leerlauf-Einstell-
drehzahl schraube.Eine automatischeLeerlaufregelung sorgt dafür, daß die vom Steuergerätvorgegebenen850/min
einstellen? stets beibehaltenwerden. Überdies paßt sich die Leerlauf-KorrektureventuellenVeränderungenan Motor,
Ansaug- und Abgassysteman. Der Korrekturuvert wird gespeichert,so daß die Drehzahlsofort nach dem Start
richtigeinreguliert
wird.
Kommt es dennoch zu Drehzahlveränderungen, sind diese als Störungenzu betrachten.MöglicheUrsachen:
O Nebenluftdurch Undichtigkeitenim Ansaugsystem
O VerschmutzterLuftfilter
O NachlassendeKompressionder Zylinder

Fingerzeig: Abklemmen der Batterie löscht den sogenannten Drehzahl-Korrekturfaktor. Das System
muB sich erst wieder langsam an den richtigen Drehzahlwert herantasten, was einige Minuten dauern
kann. Also nicht gleich in Panik verfallen, wenn nach Austausch der Batterie der Wagen plötzlich nicht
mehr richtig läuft, sondern erst einige Zeit fahren, bis die Einregulierung abgeschlossen ist.

Links: Der Gaszug am Peugeot


mit 65 kW. Es bedeuten:
1 - Seilhülle(Gaszughülle);
2 - Stecksicherung;
3 - Gaszug.
Der Pfeil zeigt auf den Nippel am
Gaszugende.
Rechts: In dieser Abbildung ist
der Gaszug an einem 74 kW-
Motor mit Automatikgetriebe
abgebildet. Es bedeuten:
1 -Gaszug (vom Innenraum);
2 - Stecksicherung;
3 - Sicherungsklammerl
4 - einstellbarer Gaszug zum
Automatgetriebe für Kick-
down;
5 - Betätigungshebel von der
Drosselklappe zum Umlenk-
hebel für Gaszüge.
DerAbgas-CO-Gehaltwird auch bei Kat-Fahrzeugenlediglichzur Fehlersuchekontrolliert,was aber mangels Abgas-G0-
CO-MeßgerätkeineArbeit für den Heimwerkerist. KleinerO,5Vol.%o CO lautetder Sollwert. Gehaltprüfen
Zum Messenund Einstellenist die Fahrt in die Peugeot-Werkstattunumgänglich.

Wird bei der Messungder schon genannteSollwertnicht erreicht,kann das an folgendenUrsachenliegen: G0-Wcrt
Zu hoher CO-Wert: stimmtnicht
O Einspritzventile
lecken
O Kraftstoffdruckzu hoch
O Kühlmittel-Temperaturgeber defekt
Zu niedrigerCO-Wert:
O Nebenluftdringt in das Ansaugsystemein

ltlultipoint-
Die Störung - ihre Ursache - ihre Abhilfe
Einspritsung
Kalter Motor springt nicht 1 Sicherung für Kraftstoffpumpe defekt Auswechseln
oder schlecht an 2 Doppelrelais defekt Überprüfen, ggf. austauschen
3 Kraftstoffpumpe fördert nicht oder nicht Benzin im Tank? Pumpe kontrollieren,
genügend Fördermenge messen (Kapitel "Tank und
Kraftstoffpum pe")
4 Druckregler defekt Druck messen lassen
5 Leerlauf-Regelventil defekt Prüfen
7 Steuergerät defekt Prüfen lassen
8 Kein Drehzahlsignal vom Drehzahlgeber Kabelverlauf kontrollieren
9 Motor erhält Nebenluft Sämtliche Schlauchleitungen überprüfen

B Warmer Motor springt nicht 1 Unterdruckleitung zum Druckregler defekt Leitung überprüfen
oder schlecht an 2 SieheAl-4,6und7
3 Einspritzventile undicht Ventile überprüfen
4 Kühlmittel-Temperaturgeber defekt Fehler überprüfen

C Motor springt an, stirbt 1 Siehe A 3 und 5


aber wieder ab
2 Siehe B 1
3 CO-Wert stimmt nicht Einspritzung prüfen lassen
4 Druckgeber im Steuergerät oder Zuleitungs- Prüfen bzw. Kabelverlauf kontrollieren
schlauch defekvundicht
5 Drosselklappen-Potentiometer defekt Kontrollieren

D Kalter Motor schüttelt 1 Siehe A 5


im Leerlauf

Warmer Motor schüttelt I Siehe A 4 und 5


im Leerlaut 2 Siehe C 3

Warmer Motor dreht Siehe A 5


im Leerlauf zu hoch

G Motor hat Aussetzer 1 Kraftstoffilter verstopft Filter austauschen


2 Siehe A 2 und 3
3 Siehe B 3
4 Siehe C 3 und 4

H Motor stottert, setzt aus Kraftstoff pumpe fördert ungleichmäßig Fördermenge messen

Motorleistung ungenügend 1 Siehe A 3, 4 und I


2 Siehe C 3 und 5
3 Drosselklappe geht nicht in Vollgasstellung Gaszug einstellen

J Motor patscht ins Saugrohr 1 Siehe A 4


2 Siehe C 3

L Kraftstoffverbrauch 1 Siehe B 4
zu hoch 2 Siehe C 3

103

b.--
Verbindenbitte!
Motor und Getriebesind durch die Kupplungverbunden.Ohne Kupplunggeht es nicht.Die einzelnenGang-
stufenlassensich nicht schalten,solangesie vom Motor angetriebenwerden.Man muß die Verbindungzwi-
schen Triebwerk und Schaltgetriebekurz unterbrechen.Dann läßt sich eine andere Gangstufe einlegen.
Anschließendkanndie KupplungbeideTeilewiedermiteinander verbinden.

Die Kraftübertragung der KupplungzwischenMotor und Getriebeerfolgtdurch Reibung.Zwei Körperwerden


gegeneinander gepreßt,wodurchder eineden anderenmitnimmt.Die Beteiligten sind:
O Die Schwungscheibeam Motor ist die eineAnlagefläche.
O Die Kupplungs-Druckplattedientals zweiteAnlagefläche, die gegendie Schwungscheibe drückt.
O Dazwischenbefindetsich als Reibpartnerdie Mitnehmerscheibe auf der Eingangswelledes Getriebes.
O Weiterhingehörtnoch das Ausrücklager dazu.
O Die Fußkraftvom Kupplungspedal zum Ausrückmechanismus am Getriebewird durch einen Kupplungs-
zug mechanischübertragen.
Beim Tritt auf das Kupplungspedalwird der Seilzugstraffgezogenund der Ausrückhebelauf der Ausrückwel-
le angehoben.DieseBewegungdrückt das Ausrücklager auf die tortenförmigeingeschnittene
Tellerfederder
Druckplattein RichtungKupplung.Das Ausrücklagerkgnn nun die Federkraftübernehmen,die Druckplatte
wird entlastetund beivölligdurchgetretenem Pedalzurückgezogen. Die Mitnehmerscheibekannjetzt im Raum
dazwischenfrei umlaufen- es ist ausgekuppelt.Beim Einkuppelndrückt die Tellerfederder Druckplattedie
Mitnehmerscheibe wiedergegendie Motor-Schwungscheibe

Der Verschleißder Mitnehmerscheibe läßtsich im eingebautenZustandnicht erkennen.Das ersteAnzeichen


für Verschleißist, wenn die Kupplungdurchrutscht.EineschleifendeKupplungbemerkenSie beim Fahren
zuerstim höchstenGangunterLast.Der Motordrehthoch,ohnedaßdie Fahrgeschwindigkeit in gleichemMaß
zunimmt.
O Funktionsprüfung: Läßt sich das Getriebeauch O Kupplungspedal voll durchtreten, etwa drei
bei warmem Motor nur schwer schaltenoder wird Sekundenwaden, dann den Rückwärtsgangeinle-
der Schaltvorgangvon kratzendenoder krachenden gen.
Geräuschen"untermalt"? O Kratztes hierbei,trenntdie Kupplungnicht mehr
O Danntrenntdie Kupplungnicht mehr richtig.Um sauber- die Mitnehmerscheibe läuftnichtganzfrei.
sicherzugehen, daß es nichtam Getriebeliegt,macht O TU-Motor: Kupplungspedalweg kontrollieren.
man die Probe mit dem Rückwärtsgang. O XU- und Dieselmotoren: Funktion der Kupp-
O Motor im Leerlaufdrehen lassen. lungs-Nachstellautomatikkontrollieren.

Die Teile der Kupplungsbetätigung:


1 - Mitnehmerscheibe:
2 - Druckplatte;
3 - Ausrücklager;
4 - Ausrückgabel.

104

/
O Alle: Prüfung nochmals durchführen. Kratzt es O Bei einwandfreierHandbremsemüßte der Motor
immernoch, solltenSie unseren"Störungsbeistand" abgewürgtwerden.
am Endedes Kapitelszu Hilfenehmen. O Dreht er durch, Kupplungspedalwegeinstellen
O Verschleißprüfung (nur beim Gebrauchtwagen- bzw. die Funktion der automatischenKupplungs-
kauf oder vor langer Urlaubsfahrt):Handbremse nachstellungmuß kontrolliert
werden.
anziehen,Motor starten. O Prüfung wiederholen.Dreht der Motor weiterhin
O 3. Gang einlegen,langsameinkuppelnund Gas durch,wird ein Kupplungstausch
fällig.
geDen.

Die Peugeot-Kupplungarbeitetohne Spiel. Mit fortschreitenderAbnutzungder Kupplungsbelägewandert das fU-Motol


Kupplungspedal aus der einmaleingestelltenGrundstellung weiternach oben in RichtungFahrer.Eigentlich Wartungsarbeit
handeltes sich also um die Einstellung
des Kupplungspedals. Sie erfolgtam Endedes Kupplungsseilsan der
Verbindungsstellezum Ausrückhebel.
O Vor allenArbeitenan der Kupplungdas Einstellmaß messen,wenn die Kupplungsbeläge oder der Seilzug
nicht ersetztwerden. DiesergemesseneWert muß späterwieder eingestelltwerden.
O Bei Ersatzvon Mitnehmerscheibeoder Seilzugmuß eine neue Einstellungvorgenommenwerden.

O Zur Messungdes Kupplungspedalwegbenötigen Position den Abstand wieder messen und Maß "2" ltupplungs-
Sie ein Maßbandoder einen Meterstab. notieren. pedalweg
'136
O Meterstabam Kupplungspedalanlegen und den O Die Differenz,,X" beider Meßwertemuß r 5 messen
Abstand bis zur Lenkrad-Unterseitemessen. Pedal mm betragen.
dabeinicht durchtreten.Maß "1" notieren. O Fallsder Differenzwertvom Sollwertabweicht,ist
O Kupplungspedal nun volldurchtretenund in dieser eineEinstellungvorzunehmen.

O lm Motorraum die Kontermutter am Ende des O Bei richtigerEinstellungmuß das Kupplungspedal Kupplungs-
Kupplungszugs vor dem Ausrückhebellosdrehen. immeretwashöherals das Bremspedalstehen.Eine pedalweg
O Einstellmutter auf dem Gewindestückdes Seil- Parallelstellung
beider Pedale hat Kupplungs-und einstellen
zugs entsprechenddrehen,bis das vorgeschriebene Schaltschwierigkeitenzur Folge.
Maß "X" erreichtist.

Zwischen den Teilen der Kupplungsübertragungmuß ein gewisserAbstand verbleiben,solange das Pedal XU-und
nicht niedergedrücktwird. Der XU- und die DieselmotorenbesitzeneineselbstnachstellendeKupplungsbetäti- Dieselmotor
gung. Bei zunehmendemKupplungsbelagverschleiß muß der Seilzuglängerwerden.Das erzieltman durch
automatische Verkürzungder Seilzughülle. Dazuist die Kupplungszughülle
bei entlastetemKupplungspedal
in
der Längeveränderlich,beim Tritt aufs Pedalwird dagegeneine starreVerbindunghergestellt.

O DerNachstellmechanismus für den Kupplungszug O Kupplungspedalmindestens5 Mal voll durch- Funktlon


darf nicht beschädigsein. treten. p1üfen
Messen der Kupplungspedalhöhe.Bei losgelassenem(Ll) und bei getrete- Der Kupplungszug (4) ist in den Betätigungshebel(3) der Ausrückgabel ein-
nem Pedal(L2) den Abstand zum Lenkradkranzmessen. Die Differenzbeider gehängt.Am Getriebe-Widerlager(2) stützt er sich mit einem Gummilager (1)
Maße(X) muß 136t 5 mm betragen. ab. Zum Einstellen Kontermutter lösen und Einstellmutter(5) verdrehen.
Der Peugeot mit 74 kW
besita zur Kupplungs-
unterstützung am Pe-
dal (2) eine Übertotpunkt-
feder (1). Weiter zu sehen
ist die automatische
Kupplungsnachstellung
ebenfalls beim 74 kW-
Motor.
Es bedeuten:
3 - Seilzug;
4 - Verriegelungskonus;
5 - Kugel;
6 - Faltenbalg;
7 - Klemmstück.

O DrückenSie jetzt den Ausrückhebelca. 10 mm in O Kupplungspedal bis zum Anschlagniedertreten.


Fahdrichtungnach hinten. O Seilzughülledes Kupplungzugs in Richtung
O Läßt sich bei der Funktionsprüfung
der Ausrück- lnnenraumdrücken,bis der Faltenbalgzusammen-
hebel nicht bewegen,kann der Nachstellmechanis- gedrücktwerden kann.
mus am Kupplungszug unterSpannungam Ausrück- O Kupplungszugin die Aufnahmedes Ausrückhe-
hebeleingehängtwordensein.Diesführtzum Schlei- bels einschieben.
fen der Mitnehmerscheibeund somit zu vorzeitioem O Funtionsprüfung durchführen.
Verschleiß.
O Kupplungszugmit einem kräftigenRuck aus der
Aufnahmedes Ausrückhebelsherausziehen.

Pedalkraft O Abdeckungder Sicherungenund Relaisabneh- O Kupplungspedal


anhebenund die Halteschraube
einstellen men. festziehen.
O Abdeckungüber den Pedalenlösen und abneh- O AnschließendeKontrolle der Kupplungsbetäti-
men. gung prüfen.
O Halteschraube
links oberhalbdes Kupplungspe-
dals lösen.

IU-Motor O Am Ende des Seilzugsdie überstehende Gewin- Wageninnern von Helfernachoben drückenlassen.
delänge bis zur Einstellmutter
messen und dieses O Zug am Hakeneinhängen.
Maß notieren. O Zunge der Kupplungszughalterung unten an der
O Konter- und Einstellmutter am Gewindestück Spritzwandeinhängen.Schutzkappezusammenmit
lösen. dem Halteranschrauben.
O Kupplungszug vom Ausrückhebel
und vom dahin- O Kupplungszug am Getriebebefestigen.
terliegendenWiderlagerabnehmen. O Einstellmutterauf den vorherermitteltenWert ein-
O An der Spritzwand Befestigungsmutterndes drehen.
Kupplungszughalters losdrehen,Schutzkappeund O Bevor der Kupplungspedalzug eingestelltwird,
Halterzur Seiteschwenken. Kupplungspedal ca. 20 Mal durchtreten.
O Kupplungszugvom Hakendes Kupplungspedals
aushängen.
O Am neuenKupplungszugSchutzkappeund Seil-
zughalterungaufschieben.
O Zug in umgekehrterReihenfolgeeinbauen.
O Zum Einhängendes SeilzugsKupplungspedal im

XU-und DieseF Der Nachstellmechanismus einesintaktenKupplungszugs mußzum Ausbauzusammengedrückt und in dieser


motorcn Stellungmit einemHaltebandzusammengehalten werden.Dazudie Öse oben am Haltebandso aufschneiden,
daß die Öse noch stabilbleibt.OhnediesesHilfsmittelist der eigenhändige
Aus- und Einbaunicht ratsam.Mit
diesemBandwird die Nachstellung am neuenKupplungszug zusammengehalten.
Achten Sie darauf,daß ein Kupplungszug,der neu oder wiedereingebautwird, nicht geknicktwerdendarf. Das
kanndie automatischeNachstellung beeinträchtigen.

l
106
j
)
O Kupplungspedal mehrereMale bis zum Anschlag O Zug zum Motorraumhin herausziehen.
durchdrücken,sofern der Zug nicht gerissenwar. O Einbau: Am neuen KupplungszugSchutzkappe
O Kupplungszug aus der Aufnahmedes Ausrückhe- und Seilzughalterung
aufschieben.
belsherausziehen, dazuSeilzughülle in Fahrtrichtung O Zug in umgekehrterReihenfolgeeinbauen.
ziehen. O Zum Einhängendes SeilzugsKupplungspedal im
O Anschließendwird der Nachstellmechanismus in Wageninnern von Helfernach oben drückenlassen.
RichtungInnenraumgedrückt und der Faltenbalg O Zug am Hakeneinhängen.
zusammengeschoben. O Zunge der Kupplungszughalterung unten an der
O Kupplungszugso festhaltenund Befestigungstei- Spritzwandeinhängen.Schutzkappezusammenmit
le des Zugs am Ausrückhebel abnehmen. dem Halteranschrauben.
O An der Spritzwand Befestigungsmutterndes O Funktionprüfen.wie beschrieben.
Kupplungszughalters losdrehen,Schutzkappeund
Halterzur Seiteschwenken.
O Kupplungszugvom Hakendes Kupplungspedals
aushängen.
O Zug aus den Halternim Motorraumaushängen.

Fingerzeige:Bewegt sich die Seilzughülle nicht in Fahrtrichtung, den Zug selber einige Male hin- und
herziehen,bis sich die Seilzughülle im Faltenbereich zusammendrücken läßt. Der Kupplungszug kann
anschließendeingehängt werden.
Läßt sich die Seilzughülle immer noch nicht zusammendrücken, muß sie instand gesetzt werden (siehe
vorherigen Abschnitt).

Sollteunterwegsder Kupplungszugreißen,so muß das noch nicht das Endeder Reisebedeuten.Ein nahes
Zieloder die nächsteWerkstattkann man auch ohne Kupplungszugerreichen.Man kann sogar hoch- bzw.
herunterschalten. Voraussetzung ist feinfühligerUmgangmit dem Gaspedalund Schalthebel, besondersbeim
Herunterschalten.
Gang herausnehmen: Gas wegnehmenund bei langsamerwerdenderFahrt oder bei leicht abgebremstem
WagenSchalthebelin RichtungLeerlaufdrücken.
Anfahren:Motor ausschalten, 1. Gangeinlegenund Anlasserbetätigen.Der Peugeot306 ruckeltlos und setzt
sich in Bewegung.Den kalten Motor sollten Sie hierzuerst etwas warmlaufenlassen.Wer während der Fahrt
nichtschaltenwill,fährtauf dieseWeisein der Ebeneim 2. Gang an.
Hochschalten:lm 1. Gang mit dem Anlasseranfahren.1. Gang nur knapp über Leerlaufdrehzahl hinausdre-
hen.Gas etwaszurücknehmen, Schalthebelin Leerlaufstellung ziehen.Gaspedalloslassenund den Schalthe-
bel mit leichterHand in Richtungdes 2. Gangsdrücken.Bei richtigerMotor-und Getriebedrehzahl rutschtder
Gangfast von selbsthinein.Wenn Sie zu langegewadethaben,müssenSie ein ganz kleinwenigGas geben,
damitsich der GangohneZähneknirschen einlegenläßt.Hat es nichtgeklappt,haltenSie noch einmalan und
versuchendas Ganzevon neuem.In die weiterenGängewird auf die gleicheWeisehochgeschaltet. Am leich-
testengeht es in sehr niedrigenGeschwindigkeiten: In den 2. Gang bei höchstens2O km/h, in den 3. bei 25
km/h,in den 4. bei 35 km/h und in den 5. bei 45 km/h.
Herunterschalten: Hierbei muß die Motordrehzahlangehobenwerden, damit sich der nächtsniedrigeGang
einlegenläßt.Fußetwasvom Gas,Gang herausnehmen, behutsamGas zugebenund gleichzeitig den Schalt-
hebelin Richtungdes neuenGangsdrücken.Bei richtigerMotordrehzahl rutschtder Gang fast ohne Nach-
druck hinein.Auch das Herunterschalten geschiehtam bestenwieder bei niedrigenGeschwindigkeiten und
Drehzahlen.

Generellgilt: Der Ausbauder Kupplungist eine aufwendigeArbeit.Jedes der verschleißempfindlichen Teile,


wie Mitnehmerscheibe, Druckplatteund Ausrücklager, solltedeshalbschon beim kleinstenZweifelan seiner
FunktionstÜchtigkeitausgetauschtwerden.Sonst bestehtdie Gefahr,daß dieselbeArbeit bald wieder ins Haus
steht.Noch besser:KomplettenKupplungssatz einbauen,wie ihn auch der Zubehörhandel anbietet.
Auchaustretendes Motor-oder Getriebeölkanndie neueKupplungschonbaldwiederlahmlegen.Deshalbauf
Ölspurenim Kupplungsbereich achten,und die Dichtringeder Kurbelwellebzw.Getriebe-Eingängswelle gege-
benenfallsgleich ersetzen.
An speziellenWerkzeugenwird für diese Arbeit ein Zentrierdornfür die Mitnehmerscheibegebraucht.Dieser
Dorn ist nichts anderes als das Ende einer Getriebe-Antriebswelle.
Zur Not läßt sich die Kupplungsscheibe
ledoch auch mit einem anderenpassendenDorn (Stahlbolzen,runderHolzstabetc.) behelfsmäßigzentrieren.

107
Zum Einsetzen des Ausrücklagers (2) in die Die Schenkel des Ausrückhebels (2) müssen in Bei eingebautem Getriebe (2) können Sie von
Druckplatte(1) muß die Aussparung in Fahrtrich- einem Winkel von 60' in Richtung Druckplatte oben die Lage der Ausrückgabel kontrollieren.
tung nach vorn zeigen. zeigen. Beim Einbau des Getriebes (1) müssen Die Bohrung in der Gabelachse(1) muß in Fahrt-
die Schenkel hinter das Ausrücklagereingreifen. richtung nach vorn zeigen.

O Getriebeausbauen. hauchdünn mit hitzebeständigemFett bestreichen.


O Soll die alte Kupplungwiedereingebautwerden, O Führungsrohrdes Ausrücklagers,Enden (Dreh-
markiert man vor dem Ausbau die Stellung von punkte)der Ausrückgabelfetten. Gummimanschette
Druckplatteund Schwungscheibe (durcheinenAnriß an Kugelbolzenabnehmen,darunterebenfallsfetten.
mit Körneroder Stahlnadel). Dasverhindertmögliche O Falls sich Motoröl auf den Teilender Kupplung
Unwuchtender Kupplung. befindet, Motor-Schwungscheibeausbauen (Dreh-
O Druckplatteüber Kreuzlosschrauben, dazu einen momentSchrauben60 Nm).
Schraubendreherals Arretierungin die Verzahnung O Schraubengewindemit Sicherungsmittel"Loc-
der Schwungscheibe stecken. tite" bestreichen)und den Kurbelwellendichtring
O Druckplatteund Mitnehmerscheibe abnehmen. erneuern.
O Schwungscheibemit Druckluftsauberblasenoder O Kupplungsscheibe (Federkäfig zur Druckplatte
mit einem benzingetränkten Lappen abwischen. zeigend) und Druckplatte einsetzen (siehe Finger-
KontrollierenSie bei dieser Gelegenheitgleich,ob zeig), dabei Kupplungsscheibemit Dorn zur
die Zentrierstiftein der Schwungscheibefest sitzen. Schwungscheibe zentrieren(Mittelbohrungen beider
O Alte Druckplattenur dann einbauen,wenn die Teilemüssenfluchten,damit sie leichtauf die Welle
Nietverbindungen noch fest sind. geschobenwerden können).
O KleinesFührungslager in der Mitteder Kurbelwel- O Druckolattein mehrerenStufen über Kreuz fest-
le und das Ausrücklagerauf Leichtgängigkeitprüfen. ziehen(15 Nm).
O Innenverzahnungder Mitnehmerscheibemit O Getriebeeinbauen.
MoS-Paste (2. B. MolykoteBR 2 Plus)fetten. O Nach dem ZusammenbauKupplungspedalweg
O Keilnutender Welle und kleines Führunoslaoer einstellen.

Fingerzeig: Neue Druckplatten sind gefettet und mit Korrosions-Schutzwachs eingesprüht. Während
die Anlagefläche für die Mitnehmerscheibe unbedingt mit Verdünnung saubergerieben werden muß,
soll das Wachs an den übrigen Stellen keinesfalls abgewaschen werden.

Zustand der O Verschleiß der Mitnehmerscheibe: lst noch O Stehen die Tellerfederspitzenalle schön parallel
Kupplungsteile genug Belagmaterialvorhanden oder stehen die zur übrigenDruckplatteoder bildensie an einerStel-
beuileilen Messingnieten(meistzuerstan der Druckplatten-Sei- le ein Tal?
te) schon bedrohlich weit vor? Peugeot gibt kein O Sind alle Niete noch fest?
exaktes Verschleißmaßan. man muß sich also aufs O Sind die Blattfedernunter dem Anlageringin Ord-
Gefühlverlassen. nung?
O EinseitigeAbnutzungdüffen die Belägeebenso- O lst der Anlageringselbst frei von Rissenund Rie-
wenig aufweisenwie Risse. fen?
O Fernerden festen Sitz der Schraubenfedernund O Außerdemdarf der Ringzur Mitte hin nicht stärker
der Belagnieteprüfen. als 0,3 mm durchgebogen sein(Metallineal
auflegen).
O Druckplatte: Zeigen die Spitzen der Tellerfeder Sonst Druckolatteauswechseln.
Einlaufspuren
tieferals 0,3 mm?

Fingerzeig: Neue Kupplungsbeläge liegen wegen ihrer rauhen Oberfläche nicht gleich auf der gesamten
Reibfläche an. Sie müssen deshalb eingefahren werden, um sich ihren Gegenreibflächen anzupassen.
Das soll durch sanftes und nicht etwa hartes Einkuppeln oder gar Schleifenlassen geschehen.

108
Das Ausrücklagerwird beim Durchdrückendes Kupplungspedalsvon der Ausrückgabelauf die Tellerfeder-
spitzender Kupplungs-Druckplatte gepreßt.Die Kupplungwird dadurch entlastet.DiesesDrucklagerist war-
tungsfrei.lst es defekt, macht es sich durch Mahlgeräuschebei getretenerKupplung bemerkbar.Deswegen
muß es jedoch nicht sofort ausgewechseltwerden. Die Arbeit kann man bis zum nächstenKupplungstausch
aufschieben, wenn das Getriebeohnehinausqebautwerdenmuß.

O Getriebeausbauen. O Die Führungshülse,auf der das Ausrücklagerhin Ausrücklager


O Kupplungausbauen. und her verschobenwird, mit MoS,-Fettbestreichen. ausbauen
O Ausrücklagervon derAusrückgabelabziehen. Bestehtdiese aus Kunststoff,darf nicht gefettetwer-
O Wird das alte Lager wieder eingebaut, darf es den.
nichtausgewaschen werden- lediglichabwischen. O Ausrücklagersorgfältigeinbauen.

Fingerzeig:In der Praxis hat es sich gezeigtndaß ein Ausrücklager kaum länger hält als die Mitnehmer-
scheibe. Der gleichzeitige Austausch ist daher durchaus sinnvoll, sonst wird bald die nächste Repara-
tur an der Kupplung notwendig.

Die Störung - ihre Ursache - ihre Abhilfe Kupplung


A Kupplung rutscht 1 Kupplungspedalweg zu klein Pedalweg kontrollieren, ggf. einstellen
2 Nachstellmechanik defekt Nachstellmechanik kontrollieren
3 Kupplungsbeläge abgenu?t Mitnehmerscheibe ersetzen
4 Anpreßdruck der Kupplung zu gering Kupplungs-Druckplatte ersetzen
5 Belag verölt Mitnehmerscheibe und defekte Getriebe- oder
Kurbelwellendichtung ersetzen
6 Kupplung wurde überhitzt Detekte Teile ersetzen
B Kupplung trennt nicht 1 SieheAl undA2
2 Mitnehmerscheibe klemmt auf Getriebe- Welle und Nabe der Mitnehmerscheibe reinigen
welle und fetten, siehe unter "Kupplung aus- und
einbauen"
3 Mitnehmerscheibe hat Schlag M itnehmerscheibe ersetzen
4 Mitnehmerscheibe verzogen oder Belag Mitnehmerscheibe ersetzen
gebrochen
5 Belag nach sehr langer Standzeit an Mit eingelegtem 1. Gang starten, Kupplung
Schwungscheibe festgerostet dauernd durchtreten. Gaspedal ruckartig
durchtreten und loslassen, um die Kupplung
loszubrechen. Andernfalls ausbauen
6 Tangential-Blattfedern der Druckplatte Druckplatte ersetzen
gebrochen

C Kupplung trennt nicht und Kupplungs-Druckplatte def ekt Druckplatte auswechseln


rutscht gleichzeitig durch

D Kupplung rupft 1 Motor- oder Getriebeaufhängung defekt Motor- oder Getriebeaufhängung ersetzen
2 Unebenheiten auf der Anlagefläche von Defektes Teil ersetzen
Schwungscheibe oder Druckplatte
3 Falsche Beläge Mitnehmerscheibe ersetzen
4 Siehe A 4

E Kupplungsgeräusche 1 Unwucht der Kupplungs-Druckplatte Kupplungs-Druckplatte bzw. Mitnehmerscheibe


bzw. Mitnehmerscheibe ersetzen
2 Torsions-Dämpferfeder defekt Mitnehmerscheibe ersetzen
3 Ausrücklager defekt Ausrücklager ersetzen
4 Nietverbindungen in der Kupplung Kupplungs-Druckplatte ersetzen
locker

109
Gangzur Wahl
Der Motor liefednur in einem bestimmtenDrehzahlbereich ausreichendDurchzugskraft.
Das Schaltgetriebe
bzw. das Automatgetriebe machtes möglich,die entsprechenden Drehzahlen
einzuhalten,
auchwenn sich die
Fahrgeschwindigkeit oder die Belastungändert.Dazu stehen beim Peugeot306 fünf Vorwärtsgängebeim
Schaltgetriebebzw. vier Vorwärtsgängebeim Automat zur Verfügung.

Die Motorleistung wird über die Kupplungauf die Eingangswelle des Schaltgetriebes geleitet.Auf dieserEin-
gangs- oder Antriebswellesitzen6 Zahnräder(einschließlichRückwärtsgang), die mit 6 dazu passendenZahn-
rädernauf der sogenanntenAbtriebswelleständigim Eingriffstehen.DieseZahnräderkönnenfrei umlaufen,bis
einesvon ihnenbeim SchalteneinesbestimmtenGangsmit seinementsprechendenGegenradauf der Antriebs-
welle gekuppeltwird. Das Verhältnisder Zähnezahlendes jeweiligenZahnradpaarsergibt die betreffendeüber-
setzungsstufe.UnserPeugeothat - wie alle Personenwagen - "vollsynchronisiede"Vorwärtsgänge.
Die Zahnräderauf der Antriebs-und Abtriebswelle sind auf "Nadeln"(stiftartigeRollen)gelaged.Es besteht
also keinestarreVerbindungzwischenWellenund Rädern.Die Zahnräderbleiben,wie schon erwähnt,immer
im Eingriff.
Beim Gangwechselwird nicht etwa eine Verbindungzwischenden Zahnrädern,sondernzwischenZahnrad
und Wellehergestellt. Um die Drehzahlen von Welleund Zahnradeinanderanzugleichen, läßt man einenTeil
der WellegegeneinenTeilder anderenWelleüber Reibelemente schleifen.Durchdie Reibungwird die schnel-
lereWelleabgebremst,bis bei Gleichlaufeine kraftübertragende Verbindunghergestelltwerdenkann.Da die
Synchronisation für diese Drehzahlanpassung einenSekundenbruchteil braucht,soll man besondersbei kal-
tem Motor und noch steifemGetriebeölden Schalthebelnichtgewaltsam"durchreißen".

Wenn sich die Gänge nur noch schwer einlegenlassenoder die Schaltungnach längererFahrt plötzlich
schwergängigist, kommt als Fehlerursacheweit häufigerdie Kupplungoder der Kupplungszug in Betrachtals
das Getriebe.Das Einstellen
der Schaltungdientlediglichdazu,den Schalthebel in die richtigePositionzu brin-
gen und damit die Schaltwegeauszurichten.
Das Einstellen
selbstmußdie Peugeot-Werkstatt vornehmen,dorl sind die jeweiligenEinstellmaße und Metho-
den der verschiedenenSchaltgestänge bekannt.Bei Schaltungsproblemen könnenSie prüfen,ob das Schalt-
stangen-Umlenklager Spielaufweist.Ebensokontrollieren Sie, ob sich vielleichteine Schaltstange gelösthat
bzw. eine Kugelkopflagerungausgeschlagenist. DefekteTeileersetzen.
In der Schniltzeichnung des S-GangGelriebes (MA) für die TU- Am Getriebe (BE3) des Xu-Motors sind bezeichnet: 1 - Wähl-
M o t o r e n s i n db e z e i c h n e t : 1 - A n t r i e b s w e l l e ; 2 - W ä h F / S c h a l t h e - h e b e l ; 2 - A c h s a n t r i e b ; 3 - S c h a l t h e b e l ; 4- A b t r i e b s w e l l e ; S -
bel;3-Achsantrieb;4-Abtriebswelle. Antriebswelle.

110
Die Schaltbetätigungdes
MA-Getriebes. Es sind:
1 - Schalthebelknopf;
2 - Schalthebelmanschette;
3 - Schalthebelmit Aufnahme:
4 - Schaltstange;
5 - übertragungshebel;
6 - Wähl-/Schalthebel.

UndichteStellenam Getriebelassensich lokalisieren,nachdemes mit Motorreinigero. ä. gesäubertwurde. An Undlchügkelten


folgendenBauteilenkann im Laufeder Zeit die Abdichtungdurchlässigwerden:
O Dichtringfür das getriebeneTachometerschraubenrad
O Dichtungfür den Gehäusedeckel links
O Dichtungfür Schaltgestänge
O Dichtungan der Getriebe-Eingangswelle (Öltritt an der TrennfugezwischenMotor und Getriebeaus)
am Ausgleichsgetriebe
O Dichtringefür die Antriebswellen

Mit zunehmendemAlter kann das Getriebedurch Geräuschentwicklung auffallen. Geüiebe-


O ZuerstsolltenSie nach dem Ölstand im Getriebesehen. geräusche
O Tritt ein heulendesGeräuschin einem Gang auf und verändertsich der Ton beim Gasgebenund Gas weg-
nehmen,dürfte die Verzahnungdes betreffendenGangradpaaresverschlissensein.
O Bei Geräuschenin allen Gängenliegt es am Achsantrieboder an den Getriebe-Wellenlagern.
O Rauhe,mahlendeGeräusche,die bei warmem Getriebehörbar werden,deuten auf schlagendeSynchron-
werdendemÖl wird diesesimmeran derselbenStellevom Synchronring
ringehin. Bei dünnflüssiger wegge-
drückt.

Zum Ausbau des Getriebesmuß der Peugeotso aufgebocktwerden, daß sowohl im Motorraumals auch an
der Wagenunterseitegearbeitetwerden kann. Die Getriebeeinheit
wird nach unten abgenommen.
O Handbremseanziehen. O Batterieund Batteriekonsoleausbauen.
O Luftfiltergehäuse
ausbauen. O Kupplungsseilzugund Tachowellevom Getriebe

An der Schaltbetätigung des


BE-Getriebes sind beziflert:
1 - Schaltstange;
2 - Wählstange;
3 - Halterungfür Wählstange;
4 - Umlenkhebel.
5 - Schaltstange;
6 - Schalthebelknopt; €
7 - Schalthebelmanschette; ß
I - Schalthebelmit Aufnahme.
Die Buchstaben DA.,, C(( bezeich-
nen,wo die ieweiligen Bauteile am
Getriebe sitzen.
a
*-*& 111
Zum Lösen der Drehmomentstütze (2) muß die
Verbindungsschraube (3) am Aggregateträger
und am Gummi/Metall-Lager(1) gelöst werden.

abbauen bzw. Mehrfachsteckervom lmpulsgeber O Antriebswellenausbauen.


am Getriebeabziehen. O Abdeckblech an der VerbindungGetriebe/Motor
O Alle elektrischenLeitungenzum Getriebelösen. lösen.
O Obere Befestigungsschraube des Anlassersher- O Motor mittelsKettenan den Ösen vorn und hinten
ausdrehen. am Zylinderkopfaufhängen,mit dem stabil (!)aufge-
O Getriebeölablassenund auffangen. hängtenFlaschenzugverbindenund leicht unterVor-
O Schaltgestänge von den Kugelköpfen am spannungbringen.
Getriebeabdrücken. O Evtl. mangelsAufhängevorrichtung ein Rohr oder
O Anlasserschrauben lösen,ggf. den Luftfilterträger U-Eisenoberhalbdes Motors auf Böcke bzw. in oen
ausbauen. Kotflügelsickenals Träger lagern,dann das Seil um
O Anlasser herausziehen.Die Kabel bleiben ange- den Trägerspannen.
schlossen. O Motor links mit Rangierwagenheber abstützen.
'l O Bei Fahrzeugenmit ABS die Halterungder Regel- O Die mittlereHaltemutteram Getriebelagerlösen.
einheitlösen (alleLeitungenbleibenangeschlossen). O Halteschrauben der Getriebelagerkonsoleam
O Wagen vorn hochbocken,Räderabmontieren. Getriebeund Längsträgerlösen.
O SeitlicheMotorraumverkleidung unten am Längs- O Motor einigeZentimeterablassen.
träger lösen und abnehmen. O Getriebeabstützen.
O Schraubverbindung am Achsschenkel/Achsge- O VerbindungsschraubenMotor/Getriebe heraus-
lenk untenlösen. drehen.
O Dreieckslenkerso weit nach unten ziehen bzw. O Getriebe von den Zentrierhülsen am Motor
drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher- abdrückenund nach untenabnehmen.
auskommt. O Das ausgebauteAggregatnicht auf die hervorste-
O Drehmomentstütze(hintenunten)am Aggregate- henden Bauteilelegen:Schalthebel,Ausrückhebel,
träger und am Gummi/Metall-Lager lösen und Zapfen der Getriebe-Antriebswelle,Rückfahrlicht-
abnehmen. schalter,Tachometerantrieb.

Links: Die Abb. zeigt das Ma-Ge-


triebe der TU-Motoren. Bezeich-
net sind:
1 - Schaltstange;
2 - Wähl-/Schalthebel;
3 - Widerlager für Übertragungs-
hebel.
Rechts: Das Schnittbild des
Drehmomentwandlers zeigt deut-
lich die Schaufeln des Pumpen-
rades und des Leitrades. Der Pfeil
deutet auf den Reibbelagder
Wandlerkupplung,die - außer bei
kalter ATF - ab höheren
Geschwindigkeiten zur Ver-
meidung von Schlupf auf starren
Durchtrieb schaltet.
O Vor dem EinbauVerschleißder Kupplungprüfen O Den weiterenZusammenbauin umgekehrterRei-
"Die Kupplung").
(Kapitel henfolgedes Ausbausvornehmen.
O Grundsätzlichneue Wellendichtringeder An- O Nach dem EinbauKupplungseinstellung überprü-
triebswellen
in das Getriebeeinbauen. fen und Getriebeölstandkontrollieren.
O Getriebevon unten einsetzenund das Gehäuse O Anzugsdrehmomente siehefolgendeTabelle.
am Motorblockfestschrauben.
O Neue selbstsicherndeSchrauben und Muttern
verwenden.

Drehmoment in Nm Anzugs-
TU-Motor XU- und Dieselmotoren drchmomente
Getriebe an Motor 35 45
Getriebelagerkonsole an Getriebe 20
Getriebelagerkonsole an Längsträger links 25 25
Getriebe an Gummi/Metall-Lager 65 50
Batteriekonsole an Längsträger 20 20
Halterung der ABS-Regeleinheit an Längsträger 20 20
Schaltung an Getriebe 20
Anlasser an Getriebe 20 20
Mutter der Antriebswellenlagerung rechts 18 18
Drehmomentstütze an Gummi/Metall-Lager 50

lm Peugeot306 kommt das bei ZF gebaute"4 HP'l 4"-Getriebezum Einbau.Das Getriebeist elektronisch/-
hydraulischgesteuertund diese Steuerungbestimmtin Abhängigkeitvon den verschiedenenEingangsgrößen
(Motordrehzahl,Fahrgeschwindigkeit,Last,etc.),wann der nächsteGang eingelegtwird. Zudemwird bei der
Wahlder Fahrstufendas Streckenprofilberücksichtiot- die Automatik schaltet also z. B. auf ebener Straße
andersals bei Bergfahrten.

Kernstückdes Automatikgetriebessind sogenanntePlanetensätze.Die bestehenaus einem Zahnrad,um das Funktion


dreiweitereZahnräderumlaufen.Über dieseAnordnungist ein Ringradmit Innenverzahnung gestülpt.Jeweils allgemcin
zweidieser Baugruppensind zu einem Radsatzzusammengefaßtund bilden ein eigeneskleinesZweigang-
getriebe.Das Genialean diesenGetriebenist die Art, sie zu schalten.Die Übersetzungsänderung erfolgtledig-
lichdurch Festhaltenoder Loslassenvon Teilendes Planetensatzes. Geschaltetwird also ohne Unterbrechen
des Kraftflusses.Das Haltenund Lösen besorgenhydraulischgesteuerteLamellenkupplungen und Lamellen-
Dremsen.
Um ein mehrstufigesGetriebezu erhalten,sind zwei.Planetensätze hintereinandergeschaltet.
So entsteht bei
richtigerAufaddierungder Übersetzungenein Vierganggetriebemit Rückwärtsgang.Die Koordinationder
Radsätze erledigtdie hydraulische
Getriebesteuerung.

DieÜbertragungder Kraft des Motors auf das Getriebeerfolgt mit Flüssigkeit.Der Motor treibt das Pumpen- DerDreh-
radim Drehmomentwandler an. Die in RotationgebrachteWandlerflüssigkeit
kann nun über ein dazwischen momentwandler
sitzendesLeitraddas mit dem GetriebeverbundeneTurbinenradebenfallsin Bewegungsetzen.Zwischendem
mit MotordrehzahlrotierendenPumpenrad und dem Turbinenradam Getriebeeingangherrsiht immer ein
Drehzahlunterschied. Er ist beim Anfahrenam größten,mit zunehmenderGeschwindigkeit gleichensich die
Drehzahlen zwischenPumpen-und Turbinenradimmermehran. Aber ein gewisser"Schlupf"bleibtbeim her-
kömmlichenAutomatikgetriebeimmer noch. Bei unserenGetriebenwird dagegender Drehmomentwandler im
3. und 4. Fahrbereichüberbrückt,d. h. es herrschteine starreVerbindungzwischenMotor und Automatikge-
triebe.So läßt sich der Kraftstoffverbrauch senken.

DasSteuergerätverarbeitetzahlreicheSignalevon verschiedenenBauteilen.Informationenkommenz. B. vom: Eingangssignal


Wählhebelmit Multifunktionsschalter
für die Wählhebelstellung
und vom Drosselklappen-Potentiometerfür die
Stellungder Drosselklappe.Diesesvon der Einspritzung bekannteBauteildient zur Errechnungder Schalt-
ounkte.

WennSie den Wählhebelin Stellung"D" bewegen,gelangtunter DruckstehendeATF an die sogenannten Steuerung


der
Schaltschieberim Schaltschieberkasten, die ihrerseitsdie Lamellenkupplungenund -bremsenhydraulisch SchaltYorgänge
steuern.Den Druck regeltdas Steuergerätmit Magnetventilenund bestimmtso den Zeitpunktzum Hoch- bzw.

113
Zurückschaltensowie die Schaltübergänge.
Gleichzeitigbestehteine Verbindungmit dem Steuergerätder
- beim Hochschaltenwird der Zündzeitpunktetwas zurückgenommen,
ZündlEinspritz-Steuerung damit der
Schaltübergangweich verläuft.

Eigendiagnose Das Steuergerätdes Automatikgetriebeskann auftretendeFehlererkennenund speichern.Ein prüfprogramm


und l{otlauf überwachtdie Ein- und AusgangssignalepraktischallerGeberund Bauteilesowie derenStromkreise. Aufge-
tretene Fehlerwerden in einem Dauerspeicherfestgehalten.In der Werkstatt kann der Fehlerspeicherabge-
fragtwerden.Das geschiehtmit einemAuslesegerät; eineMöglichkeitfür den HeimwerkerzurFehlerspeicher-
abfrageist leidernicht vorgesehen.

Fingerzeige: Falls Sie einen Fehler in der Getriebesteuerung vermuten, können Sie den Fehlerspeicher
nur in der Peugeot-Werkstatt abrufen lassen.
Hat das Steuergerät einen Fehler erkannt, der die Funktion erheblich beeinträchtigt oder ist das Steu-
ergerät selbst defekt, wird auf "Notlauf< geschaltet.

Automatik- Für den Selbsthelferbietetdas Automatikgetriebe gar keine Möglichkeitenmehr zur Eigeninitiative.
Gezielte
getriebeprülen Prüfungenhelfenjedoch, einen Fehlereinzukreisen,was nicht zuletzlbeim Gebrauchtwagenkaufinteressant
ist:
O Der ATF-Standim Getriebeist bei Störungenals ersteszu prüfen.
O Riecht die ATF am Peilstab verbrannt, liegt ein schwerer Getriebeschadenvor. Die Bremsbänderbzw.
Kupplungslamellen sind dann defekt.
O Auf einer Probefahrtkönnendie Schaltpunkteüberprüftwerden.
O DieAr1,wie die Schaltvorgänge erfolgen,gibt Aufschlußüberden Zustandder Automatik.
O Die Einstellungdes Gaszugsmit dem ist eine wichtigeVoraussetzungfür fehler.freieArbeitswerse.
O Gleichesgilt für die Einstellung
des Wählhebelseilzuges.

Beurteilen
der Bei einer ProbefahrtkönnenSie lhre Aufmerksamkeitauf die Schaltvorgängerichten:
Schaltuorgänge O Hochschalten:Beiteilweise-durchgetretenemGaspedal istderGangwechsel kaumwahrnehmbar;
beiVoll-
gas oder Kickdownwerdendie Übergänge zwaretwas deutlicher,doch stets muß der höhereGang geschmei-
dig fassen.KurzesHochdrehenbeimGangwechsel deutetauf Fehlerhin,die genaueruntersuchtwerdenmüs-
sen.
O Herunterschalten:Ohne Gas (beimAusrollenlassen) kaum spürbarbei sehr niederenGeschwindigkeiten.
Ein Stoß ist beim Rückschalten
mit Teil-oder Vollgasnormal.Das Zurückschalten ohne Gas mit dem Schalt-
hebeldauerteine bis zwei Sekunden.Wird beim zwangsweisen Zurückschalten mit dem Wählhebelzugleich
Gas gegeben,erfolgtder Gangwechselohne Verzögerung.

Fingerzeig: Der Peugeot 306 mit Automatikgetriebe darf nicht weiter als 50 km geschleppt werden,
sonst reicht die Getriebeschmierung nicht aus. Aus dem gleichen Grund gilt eine Höchstgeschwindig-
keit von 50 km/h. Der Wählhebel muß sich bei Schleppfahrt in Stellung >N<befinden. lm Zweifelsfall den
bequemeren Weg wählen und den Wagen verladen lassen.

Das Getriebeund der Achsantriebsitzenbei unseremPeugeot306 - wie bei fast allen Frontantriebswagen - in
einemgemeinsamenGehäuse.Die vom Motor ans GetriebegeleiteteKraft gelangtüber ein kleinesund ein
großes Zahnrad an den Achsantrieb.Am großen Zahnrad ist das Gehäuse des Ausgleichgetriebesange-
schraubt.In diesemGehäusesitzenvier ineinandergreifende Kegelräder,von denen zwei mit den Antriebswel-
len verbundensind.
DasAusgleichsgetriebe, genannt,dientder Anpassungunterschiedlicher
auch Differential Wegevon kurvenin-
neremund -äußeremRad.Solangewir geradeausfahren,rollenbeideVorderrädermit der Drehzahldes großen
Achsantriebsrades. Die Kegelräderdes im gleichenTempo drehendenAusgleichgetriebekorbes stehendage-
gen still. Beim Durchfahreneiner Kurve muß das kurvenäußereRad einen längerenWeg zurücklegenals das
innere.Jetzt treten die Kegelräderin Aktion: Die schnellereDrehungdes äußerenRades und seines Kegelra-
des wirkt über die beidenÜbertragungskegelräder auf das Kegelradder Kurveninnenseiteein, das dann ent-
sprechendlangsamerdreht.
Ohne diesenAusgleichwürde der Wagen ruckartigmit durchdrehendenVorderräderndurch die Kurvefahren.
Andererseitshat dieserAusgleichden Nachteil,daß auf glattemUntergrundein Antriebsraddurchdrehenkann.
Dann wird auf das andereVorderradpraktischkeineAntriebskraftmehr über.tragen, und der Wagen rührt sich
nichtvon der Stelle.
Zu einer Reparaturdes Differentialsmuß die kompletteGetriebeeinheitausgebautwerden.

114
DamitSie beim Fahrenund Lenkenkein Zerren in der Lenkungverspüren,müssendie Gelenkeder Antriebs-
wellendie Kräfte in allen Feder- und Lenkstellungenvollkommengleichmäßigübertragen.DieseAnforderung
erfüllensogenanntehomokinetischeGelenke(Gleichlaufgelenke). lhre Funktion beruht auf drei Lagerringen,
die in speziellgeschliffenenLaufbahnenbeim Knickendes Gelenkshin und her laufen.So wird bei jedem im
Fahrzeugmöglichen Beugewinkelder AntriebswellegleichmäßigeKraftübertragunggewährleistet.Auf der
Welleninnenseite (alsozum Getriebehin)sitztein sogenanntes Verschiebegelenk. Es ermöglichtden zum Ein-
und AusfedernnotwendigenLängenausgleich, muß aber nur geringeBeugewinkelertragen.Am Rad sitzt ein
Festgelenk. Hierist kein Längenausgleich notwendig,dafürein großerBeugewinkel für den Lenkeinschlag.

DieGelenkeder Antriebswellensind durch Gummimanschettenvor Feuchtigkeitund Schmutzgeschützt.Des- Wartungsarbeit


halb solltenSie diese Manschettenregelmäßigunter die Lupe nehmen,ob sie nicht durch Risse undicht
gewordensind.
O Jeweils ein Antriebsrad hochbocken, Wagen nal, denn fehlendesSchmiermitteloder eindringen-
abstützen. der Schmutz bzw. Feuchtigkeitzerstörendie Gelen-
O Am Rad drehenund beide Manschettender Welle koberflächen sehrschnell.
auf feine Risseund spröde Stellenkontrollieren. O BeschädigteManschettensofort ersetzen.Dazu
O Sitzendie Haltebänderfür die Manschettenfest? muß die Achswelleausgebautund zerlegtwerden.
O Fettspurenan der Manschettesind ein Alarmsio-

Gewöhnlichgibt es mit den AntriebswellenkeineProbleme.lhre Lebensdauerhängt natürlichvon der Fahr- Antriebswellen


weise ab. Vollgasstartsmit eingeschlagenenVorderrädernund Anfahrenmit durchdrehendenAntriebsrädern
führenzu vorzeitigemDefekt.
DieGelenkeder Antriebswellen zeigenmeistschlagartig
Ausfallerscheinungen,
die aberzwischendurch
wieder
völligverschwindenkönnen.Die "ruhige Phase" kann sich mehrereTage und Kilometererstrecken.
O Charakteristischsind rhythmische Schlag- oder Knack-knack-knack-Geräusche beim Gasgebenund
im Schiebebetrieb.Verändernsich diese Töne abhängig vom Lenkeinschlag,dürfte das radseitigeGelenk
defektsein.
O Vibrationen und Zitterbewegungen im Lenkrad bei eingeschlagenenRädern weisen ebenfallsauf ein
schadhaftesäußeresGelenk.

O Getriebeölablassen. Vorderräderlosdrehen.Der Peugeot muß dazu fest Antrieb*elle


O Gang einlegenbzw. Wählhebelin Stellung'P", auf dem Bodenstehen,sonst Unfallgefahr. ausbauen
Handbremseanziehen. O Radschrauben lösen, Fahrzeug aufbocken und
O Radkappenabnehmen. Vorderräderabnehmen.
O Sicherungsklammeraus der Antriebswelleher- O Schraubverbindung am Achsschenkel/Achsge-
ausziehenund Sicherungsring
abnehmen. lenk untenlösen.
O VerstemmutterderAntriebswelleninderMitteder O Dreieckslenker soweit nach unten ziehen bzw.

Die Manschetten (Pfeil) an den Gelenken beider


Antriebswellen dürfen nicht rissig sein und keine
Beschädigungen aufweisen. Denn Schmutz und
Wasser bedeuten Gefahr für das Gelenk.

115
Der Peugeot besitzt zwei ver-
schiedene Sicherungsarten zum
Befestigen der Antriebswelle.
Links: Zum Öffnen der Mutter
wird diese in Pfeilrichtung
gedreht. Nach dem Festziehen
der Mutter mit dem vorgeschrie-
benen Drehmoment muß die Mut-
ter an der Nut (in der Antriebswel-
le) verstemmt werden.
Rechts: Nach dem Festziehen der
Mutter (2) mit dem vorgeschrie-
benen Drehmoment Kronen-
sicherung (4) auf die Mutter set-
zen und die Sicherungsklam-
mer (3) durch die Bohrung in der
Antriebswelle (1) hindurchschie-
ben.

drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher- am Ausgleichsgetriebe einbauen.Dichtringeinnen


auskommt. fetten und mit passendemMontagedorneintreiben.
O Ggf. Schutzblech über dem Achsgelenkabneh- O Generell neue Schrauben und Muttern verwen-
men. oen.
O Mutternder Antriebswellenlagerung rechts lösen. O Auf richtige Lage des Schutzblechesüber dem
O Lenkungentsprechendeinschlagenund Antriebs- Achsgelenkachten.
welle aus dem Ausgleichsgetriebeherausziehen. O Zum Verstemmender Mutter mit einem stumpfen
Achten Sie darauf,daß hierbeidie Gelenkmanschet- Meißeloder Schraubendreher den Bund der Mutter
ten nicht beschädigtwerden. an einerStellein der Nut am Achszapfeneinbeulen.
O Zum EinbaugrundsätzlichneueWellendichtringe O Getriebeöleinfüllen.

Anzugsdreh- Drehmoment in Nm
momente
Mutter des Achsgelenk 30
Mutter der Antriebswellenlagerung rechts 18
Verstemmuüer M 20x 150 265
M 24x 150 320

lllanschettedes O Antriebswelleausbauen. nen, dabei nicht zu fest spannen,sonst verformtsich


Innengelenks O Zum Schutz der AntriebswelleV-förmig einge- der Blechmantel.
wechseln kerbte Holzbackenam Schraubstockansetzen. O Zum Schutz den Gelenkzapfenim Bereich des
O Antriebswelleim Bereichder Blechhülseeinspan- Blechmantels mit Klebebandumwickeln.
Oberhalb des Gummi/Metall-Lagers werden die Muttern (Pfeile) der An- Zerlegen des Innengelenks, 1. Stufe. Abgebildet sind: 1 - Gelenkzapfen; 2 -
triebswellenlagerung gelöst, Dichtring 3 - Blechhülse; 4 - Manschette des inneren Antriebswellengelenks;
5 - Welle. Die Pfeile zeigen den Bördelrand.

t
\

Der Gelenkzapfen(2)samt Dichtring (1) ist hier abgezogen,Feder und Feder- Vor dem Abziehen Position von Welle (1) zu Gelenkzapfen (4) für den Einbau
teller sind bereits aus dem Gelenk genommen, Die Pfeile zeigen nochmals kennzeichnen.Bei abgezogenem GelenkzapfenSicherungsring (2) abneh-
den aufgebördelten Rand der Blechhülse (3). men. Rollen (3) des Tripodegelenksgründlich reinigen und gegen Heraus-
fallen sichern.

O Bördeldrahtan der Stirnseitedes Blechmantels Werkstattverwendethierzueinen Dreiklauen-Abzie-


mit einemFlachmeißel auftrennen. ner.
O Soll die Manschettemit Blechhülsewieder ver- O Befestigungsschelleder Gummimanschetteauf-
wendetwerden, Bördelnahtvorsichtigöffnen. schneiden.
O Antriebswelle vom Schraubstockabnehmenund O Manschettemit Blechhülsevon der Antriebswelle
Welleunterhalbder Blechhülsewiedereinspannen. abstreifen.
O Gelenkzapfenvon der Antriebswelle abziehen, O SämtlicheTeilegründlichauswaschen.
Haltefederund Federtellerabnehmen. O Neue Befestigungsschelle auf die Antriebswelle
O Tripodegelenkund Rollengründlichmit Wasch- aufschieben.
benzinreinigenund Rollengegen Herausfallenmit O Anschließend Manschettemit Blechhülseauf die
Klebebandam Gelenkbefestigen. Welleaufdrücken.
O Sicherungsring des Tripodegelenks mit einerZan- O Tripodegelenk,wie zuvor markiert,auf die Verzah-
ge spreizenund vom Wellenzapfen abnehmen. nung der Antriebswelleaufsetzen.
O Positiondes Tripodegelenkszur Verzahnungder O Klebebandvon den Rollen des Tripodegelenks
Antriebswellekennzeichnen.Markierungenunbe- abziehen.
dingtanbringen,da Außen-und Innengelenk zuein- O Neuen Sicherungsringeinsetzen,dabei darauf
anderausgerichtet sind. achten,daß der Sicherungsringeinwandfreiin seiner
O Gelenk mit einem Aluminium-oder Kunststoff- Nut sitzt.
hammer vorsichtig von der Wellenverzahnung O Blechhülsemit Fett füllen (im Reparatursatzist
abschlagen,dabei nichtauf die Rollenschlagen.Die Spezialfettenthalten).

O Manschettedes Innengelenks ausbauen. O Manschetteauf das Außengelenkaufschieben Manschetledes


O Haltebänder der Außengelenk-Manschetteauf- und Befestigungsschelle
festklemmen. Außengelenks
schneiden. O Mit einem SchraubendreherManschette etwas wechseln
O Alte Manschettevom Gelenkabnehmenund von anheben,damit die Luft im Faltenbalgentweichen
der Antriebswelleabstreifen. Kann.
O Antriebswelle und Außengelenk gründlichauswa- O Zweite Befestigungsschelle
aufschiebenund fest-
scnen. klemmen.
O Neue Manschetteaufschiebenund mit dem Fett O Innengelenkmontierenund Antriebswelleeinbau-
ausder Reparaturpackung füllen. en.

117
Beinezeigen
Sachedes Fahrwerksist es nicht nur, guten Bodenkontaktherzustellen- also für gute Straßenlagezu sorgen.
Darüberhinausmuß es Fahrbahnstöße in gedämpfteBewegungenumwandeln,die von den Wageninsassen
noch als angenehmempfundenwerden.Das ist die schwierigsteAnforderungan die Radaufhängung, denn
Fahrkomfortläßtsich nichtnur in Zahlenausdrücken,es zähltaußerdemder subiektiveEindruckmit dem eiqe-
nen "Pooometer".

EineVorderachseim landläufigen Sinnegibt es im modernenAutomobilbauschonlängstnichtmehr.Vielmehr


sind die beidenVorderräder - jedesfür sich - einzelnaufgehängt.Die Zeichnungauf Seite125 oben zeigtdie
Teileder vorderenRadaufhängung am Peugeot306.
Kern der Vorderradaufhängung ist das sogenannteMcPherson-Federbein, an dem das Rad über den Achs-
schenkelbefestigtist und das sich gleichzeitigfür Federungund Stoßdämpfungzuständigfühlt. Der Achs-
schenkelist untenüberdas TraggelenkmittelsKlemmverbindung mit dem Querlenker verbunden.Einelastisch
aufgehängtesLagerverbindetdas Federbeinoben mit der Karosserie.Unten ist es über den sogenannten
Querlenkergelenkigmit der Karosserie verbunden.Mit der Lenkunghabendie Querlenkerübrigensnichtszu
schaffen- ihrenNamenbekamensie vielmehr,weil an ihnendie Federbeine angelenkt(sprich:gelenkigaufge-
hängt)sind und weil sie querzur Fahrtrichtung stehen.
An den Querlenkernbzw. den Federbeinenist noch ein mehrfachgebogenerRundstabaus Federstahlbefe-
stigt - der sogenannteStabilisator.Der bewirkt folgendes:Wenn bei Kurvenfahrtendas innereRad ausfedert,
wird der Stabilisator
in sichverwunden.Mit der so entstehenden Federkraft wird nun die kurvenäußere
Radauf-
hängungunterstütztund somit deren Federgewissermaßenverstärkt.Er-folg:Der Wagen neigt sich beim Kur-
venfahrenwesentlichschwächer.Federtder Wagen- etwa beim Bremsen- vorn gleichmäßigein, bleibtder
Stabilisator wirkungslos,

Der Erwähntsei noch einekonstruktiveBesonderheit der Vorderradaufhängung: Die richtungsstabilisierende


Lenk-
lenkrollradius kinematik.Sie bringt beispielsweise
Sicherheitbeim Bremsenauf unterschiedlicher Straßenoberfläche zwi-
schenrechtemund linkemVorderrad.
Erreichtwird das durchden sogenanntenLenkrollradius,der beim306 "negativ,,ist.Das kannman sich so vor-
stellen:Wir verbindenden oberenund den unterenLagerpunktdes Federbeinsmit einergedachtenLinieund
schauen,wo diese(verlängertnach unten)auf den Bodenauftrifft.Beim 306 ist der Auftreffpunktaußerhalbder
Reifenmitte.
Damitwird eine Umkehrder Kräfteerzielt,die auf das Fahrwerkwirken.lst beispielsweise die Bremseam lin-
ken Vorderraddefekt, würde der Wagen beim Bremsennach rechts ziehen.Nicht so beim 306. Die am Rad
ansetzendeKraft wirkt gewissermaßenentgegengesetztauf das Fahrwerkund die Tendenzzum Ausbrechen
des Wagenswird ausgeglichen.

Itie Rad- Die Vorderrädermüssenfür ein sicheresFahrverhalten


in Längs-und Seitenrichtungin bestimmtenWinkel-
einstellung stellungenstehen.DamitSie sich unterder Lenkgeometrie
etwasvorstellenkönnen,hiereine Erläuterung
der
Begriffe:

Damit Sie sich die


Begriffe der Rad-
einstellung besser
vorstellen können,
haben wir sie hier
zeichnerisch deut-
lich gemacht. Links
Spreizung ist der Nachlauf
erklärt, in der Mitte
die Spur, und ganz
rechts finden Sie
den negativen Sturz
dargestellt.
In dieser Abbildung sehen Sie die beiden Lenk-
getriebe,die im Peugeot eingebaul sein können.
Die obere Zeichnung zeigt das manuelle Lenk-
getriebe und die untere das servounterstützte
Lenkgetriebe.Es bedeuten:
1 - Ritzel für manuelles Lenkgetriebe;
2 - Kontermutterdes Achsgelenks;
3 - Spurstange;
4 - Faltenbalg;
5 - Ritzel tür servounterstütztes Lenkgetriebe;
6 - Arbeitszylinder;
7 - Zahnstange;
I - Gelenk mit geringem Beugewinkelder
Spurstange.

O Spur: Beim Peugeot306 stehendie Vorderräder im Standnichtgenauparallelzueinander, vielmehrsind sie


beim1,1-Liter-Modell hintenetwasengerzusammengestellt. In diesemFallsprichtman von der "Nachspur",
währendbei den Modellenmit stärkererMotorisierung eine "Vorspur"eingestelltist. Die Reibungzwischen
Radund Straßewill auf jederSeitedie Rädernach außenwegdrücken,aber die Kräftedes Frontantriebs sind
bestrebt,die Rädervorn zusammenzudrücken. BeimHineinlenken des Wagensin eine Kurvegeht die Vorspur
durchdie Anordnungvon Lenkgestänge und Radaufhängung in eine Nachspurüber,währendsich bei Fahr-
zeugenmit negativerSpur die Nachspurverstärkt.Das kurveninnereRad schwenktstärkerherumals das kur-
venäußere. Diesist auch notwendig,weil das innereRad einenengerenKreisbeschreibt.Damitverbundenist
eineUnterstützungder Lenkbewegungenund der Lenkkräfte.
O Sturz:So nenntman die leichteNeigungder Vorderräder - oben im Radkastenhabensie beim Peugeot306
elnenengerenAbstandvoneinander als untenam Boden.Das heißtin der Fachsprache"negativer"Sturz.
O Spreizung:Sie gehörtzum Sturz.Spreizungist die geringfügige Neigungder Schwenkachse, um die beim
Lenkendie ganze Geschichteschwenkt.Beide Schwenkachsenhaben oben einen kleinerenAbstand vonein-
anderals unten. Sturz und Spreizungverhindernzusätzlichdas Flatternder Räder.Fernererleichternsie das
Einschlagen der Räder.
O Nachlauf:Darunterverstehtman die Schrägstellung der Schwenkachse in Fahrzeuglängsrichtung.Das hilft
ebenfalls,den Geradeauslaufzu stabilisierenund Flatternder Vorderräderzu verhindern.Außerdembewirkt er
eineRückstellung der Lenkungnach Kurven.

O Stehen die Lenkradspeichen bei Geradeausfahrt symmetrisch? Ein schiefsitzendesLenkradist oft das FalscheRad-
Zeichenfür falscheSpureinstellung. einstellung
O Unruhiger Geradeauslauf; er ist besonders gut auf schnee- oder eisglattemUntergrundzu erkennen.
ÜberbreiteReifenkönnenden Geradeauslauftrotz richtigerRadeinstellungebenfallsverschlechtern.
O Zieht der Peugeot 306 zur Seite auf völlig ebenerFahrbahnund bei losgelassenemLenkrad?
O Stellt sich die Lenkung nach Kurvenwieder von selbst in Geradeausstellung?
O SchauenSie sich die Vorderräder aus fünf bis zehn Meter Entfernungan - stehen sie in Geradeausstel-
lung symmetrisch zueinander?
O lst das Reifenprofil einseitig abgenutzt? Bei scharferFahrweiseist es allerdingsnicht ungewöhnlich,daß
an beidenVorderreifen die Außenkanten stärkereVerschleißspurenzeigenals innen.
O Eineverbeulte Felge deutetauf eine harte Bordsteinberührung,wodurch die Geometrieder Federbein-Vor-
derradaufhängung leichtaus dem Winkelgerät.
O Weitere Ursachenfür fehlerhafte Stellungder Räderkönnenverschlissene Gelenkebzw. Gummilagersein
oder unsachgemäßeUnfallreparaturen.

DieDrehungenam Lenkradwandeltein Lenkgetriebe hinterdem Motor vor der Trennwandzum Innenraumin


eine hin- und hergehendeBewegungum, damit die Vorderräderzur Seiteschwenken.Der Peugeot306 hat
eineZahnstangenlenkung. Ein Ritzelam Endeder Lenksäulegreiftin eineZahnstangeein und verschiebtdie-
se je nach Drehrichtung
am Lenkradnach rechtsoder links.DieseBewegungenübedragendie beidenan der
Zahnstange angeschraubtenSpurstangenauf die schwenkbaren Federbeineund damit auf die Räder.

119
Ein Sewolenkgetriebe
als Schnittzeichnung.
Zu sehen sind:
1 - Gehäuse;
2 - Hydraulikleitungen;
3 - Gehäuse mit Ventil-
steuersystem;
4 - Manschette;
5 - Spurstange;
6 - Halteringfür Man-
schette;
7 - Zahnstange;
8 - Ritzel.

llle Servo- Bei der Servolenkungdient die Zahnstangeim Lenkgetriebegleichzeitigals Kolben.Dieserwird von der hin-
lenkung eingepumpten Hydraulikflüssigkeitnach rechts oder links verschoben. In welche Richtung gepumpt wird,
bestimmenSie beim Drehendes Lenkrads.Denn diese Drehungwird auf ein Ventilsystemübertragen,das
Richtungund Mengedes Flüssigkeitsstromes regelt.Den Druck im hydraulischenSystemerzeugteine Flügel-
pumpe,die der Motor übereinenKeilrippenriemen antreibt.

Unterdem BegriffFederbeinverstehtman die Zusammenfassung von Federund Stoßdämpferin einer Einheit.


Der Dämpfer ist in die Schraubenfederhineingesteckt.Feder und Stoßdämpferarbeitengenau in derselben
Bewegungsrichtung,was gleichmäßige,für die Fahrzeuginsassen angenehmeFederbewegungenergibt. Sol-
che Federbeinehat der Peugeot306 an der "Vorderachse".Für die Vorderradfederungwurde ein patent des
AmerikanersEarl S. McPhersonverwendet.Das nach ihm benannteFederbeinstellt eine komplette Radauf-
hängungdar. Der obere Befestigungspunktan der Karosserieist drehbar gelagert,so daß Lenkbewegungen
überhauptmöglichsind. Das untereEndeder Federungseinheit steht auf dem Achsschenkel,an dem der Rad-
zapfenfür das Vorderradsitzt.

Die Stößeder FahrbahnschluckenReifenund Federn.Die Stoßdämpfersollendagegendie Schwingungender


Achsen und der Karosserieunterdrückenbzw. zum Abklingenbringen.Richtigerwäre daher die Bezeichnung
"Schwingungsdämpfer".Serienmäßigsind sogenannteZweirohrdämpfereingebaut.Sie bestehenaus etnem
Arbeitszylinder,in dem ein mit einer KolbenstangeverbundenerArbeitskolbenauf- und abgleitenkann. Der
Arbeitszylinderist von einemzweitenZylinderumgeben,der als Vorratsbehälterfür das Stoßdämpfer-Hydrau-
liköl dient. Bei Federbewegungeneines Radesverschiebtsich der Kolben im Zylinder.Das in Bewegungver-
setzte Spezialölwird durch Ventile hindurchgepreßt,was die Kolbenbewegungverlangsamtund damit die
Schwingungendes jeweiligenRadesdämpft.

Die Hinterachsebestehtaus einemAchsrohr,an dessenEndengezogeneLängslenkermontiertsind. Die Fede-


rung übernimmtfür jeden Längslenkerein Torsionsstab;gedämpft werden die Federbewegungendurch flach
eingebautedoppelt wirkendeTeleskopstoßdämpfer. Alle Variantendes Peugeot306 besitzeneinenStabilisa-
tor, der im Achsrohruntergebrachtist.
Die Hinterachseist auf jeder Seite an zwei Stellenelastischmit der Karosserieverschraubt.An den Endendes
Achsrohrssind zwei stabile Träger befestigt,welche die Lagerungder Grauguß-Längslenker und der Torsi-
onsstäbeübernehmen.Am hinterenEndeder Längslenkererfolgtdie Befestigungder Bremstrommelnüber ein
doppelreihigesRadlager.

Wartungsarbeit Ganz hinten unten im Motorraumsitzt das Lenkgetriebe,dessenZahnstangevon einer Kunststotfmanschette


geschütztwird. Diese muß regelmäßigkontrolliertwerden. Ein rissigerFaltenbalgläßt Wasser und Staub ins

120
Die Hinterachseim Peugeot.
Es bedeuten:
1 - Stoßdämpfer;
2 - Stabilisator;
3 - mitlenkendes
Hinterachslager.
Das Hinterachslagermit
Einzelteilen:
4 - Stehbolzen zur Befesti-
gung an den Wagen-
boden;
5 - Außenträger,
6 - Innenträger,
7 - Gummieinlage;
8 - Halterungan Hinterachse;
9 - Haltebolzen;
1 0- A n s c h l a g ;
11 - Gummi-Lagerbock.

Lenkgetriebe dringen,und diese Mischungproduziertin Verbindungmit der FettfüllungeineArt Schleifpaste,


die Zahnstangenführung und Lenkritzelstark in Mitleidenschaftzieht. RechtzeitigeKontrollespart also Geld:
O NehmenSie eineTaschenlampezu Hilfeund beu- O Sitzt die Manschettefest auf ihren Stutzen?
gen Sie sich von vorn in den Motorraum. O Einedefekte Manschettesofod ersetzenlassen.
O Ziehen Sie den FaltenbalgStück um Stück aus-
einander,um Rissein den Gummiwülstenzu erken-
nen.

DiegelenkigenSpurstangenköpfeam äußerenEndeder Spurstangenbestehenaus Stahl-Kugelköpfen, die mit Wartungsarbeit


etwas Fett wartungsfreiin eine Kunststoffschaleeingebettetsind. Schutz vor Staub und Feuchtigkeiterhalten
die Gelenkedurch Gummikappen,deren Zustand öfters kontrolliertwerden soll:
O Kontrollieren Sie die Staubschutzmanschetten und herdrehenlassen und bei auf dem Boden ste-
rundumauf Risse. hendenWagen mit der Hand am Gelenkfühlen,ob
O Spurstangenköpfemit gerissenen Manschetten Spiel vorhandenist.
sind generellals defekt anzusehen- austauschen. O Spurstangenköpfemit Spiel sofort ersetzen!
O Ob die GelenkeSpiel aufweisen,könnenSie bei O Auf gleiche Weise wird geprüft, ob die
aufgebocktemWagen durch Hin- und Herschwen- Gummi/Metall-Lagerder Spurstangean der Verbin-
ken des Rades um seine Vertikalachseoder durch dung zum Lenkgetriebenoch spielfreisind. lst eines
Rüttelnan der Spurstangeselbstfeststellen. der Lagerdefekt, muß es ersetztwerden.
O AndereMöglichkeit:Von Helferdas Lenkradhin-
Die Staubkappen (Pfeil) der Spurstangenköpfe müssen regelmäßig auf ihren Prüfen des Lenkungs-Faltenbalgs auf Risse: Durch Auseinanderziehen der
Zustand kontrolliert werden. Eine rissige Manschette läßt Feuchtigkeit und Falten (Pfeit) lassen sich Undichtigkeiten am leichtesten erkennen.Gerissene
Schmutz eindringen. Manschette unbedingt ersetzen!
Wartungsarbeit Die Gelenkean der Vorderachsezwischen Querlenkerund Achsschenkelsind wartungsfrei.Die stählernen
Kugelköpfeder Achsgelenkesitzen in einer Fett-Dauerfüllung
und zusätzlichin Kunststoffschalen. Als Schutz
vor Nässeund SchmutzdienenStaubkappenaus Gummi.Eindringender Schmutzwirktwie Schmirgelsand im
Gelenk;Feuchtigkeitläßt es mit der Zeit festrosten.
Die Querlenkerder Vorderachsesind mit Silentbüchsenan der Karosseriebefestiot.
O Wagen vorn aufbocken. O Spiel kontrollieren: Rad oben und unten fassen
O Staubkappen kontrollieren: Lenkungnach einer und quer zur Fahdrichtungdaran rütteln.
Seite voll einschlagen. O Zeigt sich "Luft", sollten Sie die Ursachefür das
O Kappen der Achsgelenke rechts und links auf Spiel in der Werkstattprüfen lassen.
Beschädigungen kontrollieren. O Silentbüchsen prüfen: Bei aufgebocktemWagen
O Eine schadhafte Staubkappe kann nicht einzeln den Querlenker(ggf. mittels eines Hebels)nach vorn
ersetzt werden; man muß das komplette Gelenk und hintenbewegen.Die Lagerpunktezur Karosserie
(samt Querlenker)austauschen.Was auch sinnvoll geben zwar elastischnach, dürfen aber kein fühlba-
ist, denn sicher ist bereits Schmutz oder Wasser res Soiel haben.
durch den Rißeingedrungen. O Außerdemdarf sich kein Gummimaterial aus dem
O Damit gilt das Gelenkals defekt, noch bevor sich Lagerherausgedrückthaben.
Spiel oder Quietschgeräusche bemerkbarmachen.

Wartungsarbeit Die Gelenkeder Koppelstangendes stabilisatorsvorn sind waftungsfrei.Die stählernenKugelköpfeder Gelen-


ke sitzen in einer Fett-Dauerfüllungund zusätzlichin Kunststoffschalen.Als Schutz vor Nässe und Schmutz
dienenStaubkappenaus Gummi. Eindringender Schmutzwirkt wie Schmirgelsandim Gelenk;Feuchtigkeit
läßt es mit der Zeit festrosten.
O Wagen vorn aufbocken. ist bereitsSchmutz oder Wasser durch den Riß ein-
O Staubkappen kontrollieren: Lenkungnach einer gedrungen.
Seitevoll einschlagen. O Damitgilt das Gelenkals defekt,noch bevorsich
O Kappen am Koppelstangen-Gelenk oben und Spieloder Quietschgeräusche bemerkbarmachen.
unten auf Beschädigungenkontrollieren. O Spiel kontrollieren: Koppelstange oben und
O Eine schadhafte Staubkappe kann nicht einzeln unten fassen und Vertikaldaran rütteln.
ersetztwerden; man muß die kompletteKoppelstan- O Zeigt sich "Luft", sollten Sie die Ursachefür das
ge austauschen.Was auch sinnvoll ist, denn sicher Spiel in der Werkstattprüfen lassen.

Wartungsarbeit O Bei einem Fahrzeug mit Servolenkungwird bei O Bewegt sich das linkeVorderradaus der Gerade-
abgestelltemMotor geprüft. ausstellungsofort mit? Achten Sie auf die Felge,
O Alle: Linkes Seitenfensterherunterkurbelnooer - denn der elastischeReifen kann einen Teil des Ein-
fahren.StellenSie sich neben den Wagen. schlags"schlucken",ehe er sich bewegt.
O Durchs Fenstergreifenund Lenkradkurz hin und O Zeigt sich Spiel,sind die Spurstangengelenke zu
her drehen. kontrollieren.AusgeschlageneGelenkeersetzen.

Die Staubkappen der Koppelstan-


gen-Gelenkemüssen regelmäßig
auf ihren Zustand und Spiel kon-
trolliert werden.
Links: Die obere Staubkappe
(Pfeil) sitzt vor dem Federbein
und ist erst nach Abnahme des
Rades erreichbar.
Rechts: Die untere Staubkappe
(Pfeil) können Sie auch bei mon-
tiertem Rad kontrollieren.

l
O Sind die Spurstangengelenkein Ordnung,müs- fahren, denn es läßt sich nicht ohne weiteres nach-
sen Sie wegen des Lenkgetriebesin die Werkstatt stellen.

Auch bei ausgefallenerServounterstützungbleibt der Peugeot 306 lenkfähig.Die Lenkung ist dann eben Wartungsarbeit
erheblichschwererzu bedienen.Das eigentlicheGefahrenmomentist jedoch der Schreck,wenn die Lenkun-
terstützungwährend der Fahrt plötzlichausfällt.
O Die Servounterstützungfunktioniert einwandfrei, O Und es muß sich nach Kurvenfahrtenselbsttätiq
wenn sich das Lenkradbei laufendemMotor erheb- wiederin Mittelstellung
drehen.
lich leichterdrehen läßt als bei stehendem.
O Außerdemmuß sich das Lenkradvon Anschlagzu
Anschlagruckfreidurchdrehenlassen.

Wurdeim Vorratsbehälterein abgesunkenerFlüssigkeitsstandfestgestellt,muß umgehenddie gesamte Lenk- Wartungsarbeit


anlageüberprüftwerden.Sonst könnte währendder Fahrt plötzlichdie Lenkunterstützungausfallen.Auf wel-
che TeileSie lhr Augenmerkrichtenmüssen,steht im "StörungsbeistandServolenkung".

Fürden Antriebder Servolenkung dientein sogenannterKeilrippenriemen.Der Riemenwird durchSchwenken


der Servolenkungspumpe gespannt,wie weiter hintenin diesem kapitelbeschrieben.
Sollteder stabile Keilrippenriemen einmal ausfallen,können sie unbesorgtweiterfahren,denn die für die
MotorkühlunglebenswichtigeWasserpumpewird vom Zahnriemenangetrieben.
OhneKeilrippenriemenbleibt die Lenkunterstützung aus. Währendder Fahrt kann dieser Defekteinen gehöri-
gen Schreckeinjagen,denn die Lenkungwird sehr schwergängig.Trotz höherenKraftaufwandsbeim Lenkrad-
drehenist die Lenkfunktionselbst nicht betroffen.

Was zum Prüfen des Flüssigkeitsstandsim Vorratsbehälterder Servolenkungzu sagen ist, finden Sie im
Schmierkapitelbeschrieben.

Die Räderlaufenvorn und hintenauf zweireihigenKugellagern,die - mit Dauerfettmontiert- für weitausmehr Wadungsarbeit
als 100 000 km gut sind. DefekteLager machen durch Laufgeräuscheauf sich aufmerksam.Auch Radlager-
spielist eineVerschleißerscheinung.Das prüft man so:
O FassenSie nacheinanderdie fest am Boden ste- O Bei hochgebocktemWagen könnenSie noch prü-
hendenRäder oben und versuchenSie, diese quer fen, ob sich die Räder leicht drehen lassen (keine
zum Wagenzu bewegen. Schleif-oder Mahlgeräusche?).
O Bei einwandfreien Lagern darf praktisch keine O Defekte Radlagermüssen ausgetauschtwerden.
"Luft" vorhandensein. EineNachstellmöglichkeit der Lagergibt es nicht.
O lst Spielspürbar,von Helferkräftigdie Fußbremse
treten lassenund nochmalsam Rad rütteln: lst kein
Spielmehr vorhanden,lag es am Radlager.Trotzdem
nochSpiel:Muß die Radaufhängung kontrolliert
wer-
den.

Stoßdämpferfallen gewöhnlichnicht schlagartigaus, sondern ihre Wirkung läßt allmählichnach, woran man Wartungsarbeit
sich unbemerktgewöhnt. Faustregel:Nach drei verschlissenenReifensätzenbesitzen die Stoßdämpfernur
noch50% ihrerursprünglichen Wirkungund sind somit zur Erneuerung reif.
KeingenauesBild erhält man durch die bekannte"Schaukelmethode"im Stand, bei der man den Wagen am
betreffendenRad aufschaukeltund plötzlichlosläßt:Die Federbewegungmüßte sofort gedämpft werden. So
läßtsich aber nur ein total ausgefallenerStoßdämpferfeststellen.
EingenaueresBild über den Stoßdämpferzustand liefertein speziellerPrüfstand.Anhand des Diagrammshat

123
l

!-.--
man einenAnhaltspunkt
überdie Funktionsfähigkeit
der Stoßdämpfer.
Kontrolliert
wird auchdie Oldichtheitder
Stoßdämpfer.Solche Prüfständefinden Sie in manchen Werkstättenund TüV- bzw. DEKRA-prüfstellen.
AutoclubshabenmobilePrüfstationenim "Wandereinsatz".

Stoßdämpfer Es gibt einigeuntrügliche


Anzeichenfür nachlassende Stoßdämpfenruirkung:
O Poltergeräusche währendder Fahrt.
O FlatterndeLenkung,weil die RäderkeinenständigenFahrbahnkontakt haben.
O Die Karosserie schwingt weiter nach überfahrenvon Unebenheiten.
O nSchwammiges(Verhalten in Kurven,weil die kurveninnerenRäder nicht genügendauf den Boden
gedrückt und die äußerennicht stark genug enilastetwerden.
O SpringendeRäder;daß mußfreilichein neben-oder hinterherfahrender Begleiterbeobachten.
O Vielfach unterbrochene Bremsspur bei Vollbremsungdurch springendeRäder(Fahrzeugeohne ABS).
O UngleichmäßigeAbnützung der Reifen und erhöhterReifenverschleiß.
O Erhebliche ölspuren außenam Stoßdämpfer.GeringeLeckverlustesind dagegennormal.

Fahrwerkund Lenkungsind für die Verkehrssicherheit von entscheidenderBedeutung.Sie solltendarannur


schrauben,wenn Sie sich lhrerSachevölligsichersind.AndernfallsgefährdenSie sich und andere.
SolltenSie die hiergenanntenWerkzeugenicht besitzenoder im Zweifelsein,ob Sie die betreffendeRepara-
tur selbstbewerkstelligen
können,gehörtdie Arbeitin die Werkstatt.

An den Teilender vorderenRadaufhängung läßtsich vielesselbstaus- und einbauen.Für bestimmteArbeiten


sind allerdingsWerkstattgeräteerforderlich.BeschädigteTeileder Radaufhängungdür,fennicht gerichtetoder
gar geschweißt,sondernmüssengrundsätzlich erneuertwerden.
O Wagen vorn aufbocken. Beide Räder müssen O Halteschellendes Stabilisatorsaushängenund
gleichmäßig ausgefededsein. Stabilisatornach hintenherausnehmen.
O Räderabnehmen. O Vor dem Abnehmender Gummilagerderen Ein-
O Zum Lösender untereHaltemutter (SW16)an der baulageam Stabilisator anzeichnen.
Koppelstangeden Bolzen mit lnnensechskant(5 O Kontrollieren Sieden ZustandsämilicherGummi-
mm) gegenhalten. teile,die zur Stabilisatorbefestigung
gehören.
O Spurstangenkopfam Achsschenkellösen. O Zum EinbauneuerStabilisator-Gummilager diese
O Halteschraubeder Stabilisator-Halteschelle am mit Glyzerinoder Schmierseifebestreichen.So las-
Aggregateträgerlösen. sen sie sich bessermontieren.
o VerbindungsschraubeDrehmomentstütze/Gum- o Gummilagerentsprechendder Markierungam
milMetall-Lager lösen. Stabilisatorausrichten.
O KlemmschelleLenkgetriebe/Lenksäule lösen. O Ggf. Spur vermessenlassen.
O Schaltgestänge aushängen.
O Am Aggregateträgerdie Schraubenlösen, wie in
der linkenAbb. auf der rechtenSeitegezeigt.
O Anschließendden Aggregateträgerhinten(Fahrt-
richtung)um 65 mm absenken.
O Zwischen Fahrzeugbodenund Aggregateträger
einen65 mm starkemHolzklotzklemmen.

Drehmoment in Nm

Aggregateträger an Fahrzeugboden hinten 85


Aggregateträger an Fahrzeugboden vorne 85
Stabilisator-Halteschellen an Aggregateträger 55
Klemmschelle Lenkgetriebe/Lenksäule 25
Stabilisator an Koppelstange 40
Spurstangenkopf an Achsschenkel 35
GummFMetall-Lageran Drehmomentstütze 50

Fingerzeig: lm Innern des Gummilagers sitzt eine Nase, die in die Vertiefung des Stabilisators eingreifen
muß.

124
DieTeile der Vorderachsesind in dieser Zeichung zu erkennen:
1 - Halteschellei
2 - Gummilager;
3 - Stabilisator;
4 - Koppelstange;
5 - Achsschenkel:
6 - Badnabe;
7 - Achsgelenk;
8 - Dreieckslenker;
9 - Radlager;
10- Sicherungsring;
11-Gummilager.

Zu dieserArbeit, die am ausgebautenFederbeindurchgeführtwird, ist eine Federspannvorrichtung unbedingt Federbein


erforderlich.Zwei Federspannerwerdenmindestensgebraucht;bessersind drei.OhneVerwendungder Feder- ausbauen
spannvorrichtung darf die Mutteroben an der Stoßdämpfer-Kolbenstangenicht gelöstwerden,denn die Feder
steht unter hoherVorspannung.Die Federbeinteile würden explosionsartigauseinanderfliegen - Unfallgefahr!
Außerdemläßtsich die entspannteFederso nicht mehr einbauen.Federspannerführt der Zubehörhandel.
An weiterenSonderwerkzeugen werdengebraucht:ein TORX-Steckschlüssel ff 40) zum Gegenhaltender Kol-
benstangeund das Werkzeug(-).0903AEzum aufgespreizender Klemmverbindungam Achsschenkel.
'
O Radschraubenlockern. eine /o Umdrehungmit dem Schlüsselaufspreizen.
O Fahrzeugaufbocken,sichernund Rad abnehmen. O Federspanneran den Federwindungenansezen
O Koppelstangedes Stabilisatorsam Federbeinlos- und Federspannen.
schrauben. O Damit die Federspannernicht abrutschen,die
O Steckverbindung für Bremsbelag-Verschleißan- betreffenden Federwindungenevtl. mit Klebeband
zeigetrennen. umkleben.
O Bei Fahrzeugen mit ABS die Leitungaus der Hal- O Federmit Federspanner zusammendrücken.
terungdes Federbeinsherausnehmen. O Federbeinnach oben aus dem Achsschenkelher-
O Halteblechder Steckverbindungfür Bremsbelag- ausschiebenund zur Seite schwenken.
Verschleißanzeige am Achsschenkellösen. O Federbeinim unteren Bereichdes Stoßdämpfers
O Achsschenkel mit stabilem Draht oder Kabel in den Schraubstockeinspannen.
sichern,sieheFingerzeig. O Jetzt die Mutter oben am Federbein lösen.
O lm Motorraum am Federbeindom die beiden Stoßdämpfer-Kolbenstange dabei mit TORX-Schlüs-
Sechskantschrauben lösen. sel gegenhalten.
O Die Klemmschraubeam Achschenkellösen und O Feder mit Federbeinlagerund übrigen Montage-
herausnehmen. teilenabnehmen.
O Mit dem Spezialschlüsselin den Schlitz der O Beim Einbau nur neue Schraubenund selbstsi-
Klemmverbindunghineinfahrenund diesen durch cherndeMutternverwenoen.

Links: Zum Ausbau des


Stabilisatorsdie Schraubverbin-
dung Gummi/MetalFLager/Dreh-
momentstütze (in Vergrößerung
gezeigt) lösen.
Weiterzu sehen: Die Schraubver-
bindungen Aggregateträger/Un-
terboden (1), Aggregateträger/
Stabilisatorbetestigung(2) und
Stabilisator/Koppelstange(3).
Rechts: Zum Lösen der Mutter (2)
am Koppelstangen-Gelenkmuß
diese mit einem Innensechskant-
schlüssel (1) gegengehaltenwer-
den. Die Abbildung zeigt das
Koppelstangen-Gelenk am Feder-
bein.
Links: Bei Fahrzeugen mit Servolenkung
muß die Nase (3) des Federbeinlagers in
Fahrtrichtung nach vorn (Pfeil) zeigen.
Das Federbein ist mit drei Sechskant-
schrauben (1) am Federbeindom befe-
stigt. Zentrale Mutter (2) erst nach An-
setzen eines Federspanners lösen.
Rechts: Bei Arbeiten am Federbein ist
die exakte Reihentolgeeinzuhalten.
Bezeichnetsind :
1 - Federteller oben;
2 - Feder;
3 - Faltenbalg;
4 - Stoßdämpfer;
5 - Schutzkappe;
6 - Anschlag oben;
7 - Stoßdämpleraufnahme;
I - Federbeinlagerung;
9 - Anschlagpuffer.

O Achten Sie darauf, daß die Nase am Federbein pfer-Kolbenstange70 Nm; Federbeinan Federbein-
beim Einsetzenin den Schlitz im Achsschenkelein- dom 20 Nm; Koppelstangean Federbein 40 Nm;
greifenmuß. Klemmschraube am Achsschenkel55 Nm.
O Die liegenden Wülste am Federbein dienen als O Nach dem Zusammenbauauf richtigen Sitz der
Anschlagin den Achsschenkel. Feder am unterenund oberen Federtellerkontrollie-
O Anzugsdrehmomente: Mutter auf der Stoßdäm- ren.

Fingerzeig:Wird der Achsschenkel vor Herausnahme des Federbeins nicht in seiner momentanen Posi-
tion gesichert, kann die Antriebswelle herausrutschen.

Radlagervorn Das Radlagerist mit seinemAußenringins Radlagergehäuse eingepreßt,am innerenLagerringist die Radna-
ausbaüen be eingepreßt.Ein neues Radlagerdarf auf keinenFall mit dem Hammerin seinenSitz geklopft werden,sonst
ist der nächsteSchaden"mit eingebaut".Deshalblieber nur den Achsschenkelselbst ausbauenund die
Bremsscheibevon der Radnabeabschrauben.
Das eigentlicheAus- und Einpressendes LagerssolltenSie dagegenvon der Werkstattdurchführenlassen,wo
eine Reparaturpresse und die passendenPreßdornezur Verfügungstehen.
O Gang einlegen bzw. Wählhebel in Stellung "P", O Schraubverbindung am Achsschenkel/Achsge-
Handbremseanziehen. lenk untenlösen.
O Sicherungsklammeraus der Antriebswelle her- O Dreieckslenkersoweit nach unten ziehen bzw.
ausziehenund Sicherungsring abnehmen. drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher-
O Verstemmutterder Antriebswellenin der Mitte der auskommt.
Vorderräderlosdrehen.Der Peugeot muß dazu fest O Ggf. Schutzblech über dem Achsgelenk abneh-
auf dem Boden stehen,sonst Unfallgefahr. men.
O Radschraubenlösen, Fahrzeug aufbocken und O Federbeinvom Achsschenkelabnehmen.
Vorderräderabnehmen.
O Bremssattelund Bremsscheibelösen und abneh-
men.
O Spurstange am Achsschenkel lösen und ab-
drücken.

Querlenker O Fahrzeug vorn aufbocken, sichern und Rad O Beim Einbau des Querlenkersdarauf achten,daß
aüsbauen abnehmen. das hintere Gummilagerzwischen Aggregateträger
O Schraubverbindung am Achsschenkel/Achsge- und Stabilisator-Befestigung eingesetztwird.
lenk unten lösen. O In der vorderenAufnahmedes Gummilagersmuß
O Dreieckslenkerso weit nach unten ziehen bzw. die Mutter in ihrerAufnahmeam Aggregateträgersit-
drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher- zen.
herauskommt. O Nur neue Schraubenund Mutternvenivenden.
O ln Fahrtrichtung hinten die beiden Sechskant-
schraubendes Gummilagerslösen.
O Sechskantschraubeam vorderenGummilagerlö-
sen.
O Querlenkeraus dem Aggregateträgerherausneh-
men.

126
Zum Wechseln des Achsgelenks (2) müssen die Haltemuttern (Pfeile) am Zum Ausbau des Spurstangenkopfes (1) muB die Kontermutter (2) der Spur-
Dreieckslenker und die Schraubverbindung (1) Achsschenkel/Achsgelenk stange (3) gelöst werden. Haltemutter (Pfeil) des Spurstangenkopfes lösen
gelöst werden. und aus dem Achsschenkel mit Abzieher abziehen.

Anzugs-
Vorderes Querlenkerlager an Aggregateträger drehmomente
hinteres Querlenkerlager an Aggregateträger außen
hinteres Querlenkerlageran Aggregateträgerinnen
Achsgelenkan Achsschenke.
Stabilisatoran Querlenker25 Nm.

O Fahrzeug vorn aufbocken, sichern und Rad O Am Querlenkervor dem lösen der drei Schraub- Achsgelenk
abnehmen. verbindungendie Lage des Achsgelenks abzeich- ausbauen
O Schraubverbindung am Achsschenkel/Achsge- nen.
lenkuntenlösen. O Die drei Schraubverbindungen am Querlenker
O Dreieckslenkersoweit nach unten ziehen bzw. lösenund Achsgelenkabnehmen.
drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher-
herauskommt.

Gebrauchtwird ein Spurstangenabzieher bzw. ein kleiner Klauenabzieher.Denn der Spurstangenkopfkann Spurstangen-
nach Lösender Mutter nicht einfachaus dem Lenkhebelherausgezogenwerden;er ist mit einemsogenannten kopf
Haftkegeleingesetzt.Die kegeligenAusformungenan Spurstangenkopfund Lenkhebelpassen "säugefld" auswechseln
ineinanderund können dann nicht mehr ohne Hilfsmittelgetrenntwerden. Für jedes Spurstangengelenk
benötigenSie fernereine neue selbstsicherndeMutter.
O Fahrzeugvon aufbockenund sichern. O Kontermutter am Spurstangenkopf losdrehen,
O Rad abnehmen. dabei den Sechskantam Gewindebolzengegenhal-
O Selbstsichernde Mutteram Spurstangenkopf los- Ien.
drehen. O Spurstangenkopfabschraubenund neuen bis zur
O Spurstangenkopfmit einem Klauenabziehernach Markierungeindrehen.
unten aus dem Lenkhebel am Federbeingehäuse O Kugelbolzendes Spurstangenkopfesin den Lenk-
herausdrücken. hebelhineindrücken.
O Lage der Spurstangenverschraubung am Einstell- O NeueselbstsicherndeMutter mit 35 Nm anziehen.
bolzen kennzeichnen,dann stimmt die Spur nach O Kontermuttermit 40 Nm festziehen.
dem Zusammenbau wiedereinigermaßen. O Spur kontrollieren
lassen.

Fingerzeige: Die Spurstangen können nur bei ausgebautem Lenkgetriebe mit dem Spezialwerkzeug
(-).0707gelöst und festgeschraubt werden.
Die Schutzmanschetten des Lenkgetriebes können ebenfalls nur bei ausgebautem Lenkgetriebe ersetzt
werden.

Arbeitenam Lenkgetriebedes Peugeot306 fallen in den BereicheinerWerkstatt.Abgesehenvon den beson- DasLenk-


derenVorschriftenfür Reparaturund Montagesind dabei Spezialwerkzeugeund Meßgeräteerforderlich. getrlebe

127

H
Hier die Ausführungender
Servolenkungmit Klimaanlage
(rechts) und ohne Klimaanlage
N Q (links). Die Zahlen bedeuten:

th\ 1 - Servopumpe (IU-Motoren);


2 - Halter hinten:
3 - Servopumpe (XU-Motoren);

@-6-]
ru
4 - Kompressor der Klima-
anlage;
5 - Spannrolle;
6 - Spannschraube;
7 - Gegenhalterder Spannrolle;
l r / 8 - Halter vorn;
v
9 - Riemenrad.

Keilrippen- O Fahrzeugaufbocken,sichernund Rad abnehmen. 5 mm in die


vorn rechts)Innensechskantschlüssel
riemenspannen O SeitlicheMotorraumverkleidung untenam Längs- Soannschraube hineinstecken.
nurTU-Motor träger lösen und abnehmen(rechteFahrzeugseite). O Zum Soannendes Riemenswird der Innensechs-
O Mit Innensechskantschlüssel(6 mm) die Klemm- kantschlüssellinksherumgedreht.
schraubeder Soannrollelösen. O Zum Entspannen rechtsherum (Uhrzeigersinn)
O Von der Unterseite(VerbindungÖlwanne/Motor drehen.

Fingerzeig: Nach dem Spannen des Keilrippenriemens den Motor kurz laufen lassen und die Spannung
kontrollieren, ggf. nochmals spannen.

Keilrippen- O Fahrzeugaufbocken,sichernund Rad abnehmen. halter (VerbindungÖlwanne/Motorvorn rechts) her-


riemen O SeitlicheMotorraumverkleidung untenam Längs- ausnehmen.
abnehmen träger lösen und abnehmen(rechteFahrzeugseite). O Keilrippenriemen abnehmen.
undmontieren O Laufrichtungdes Keilrippenriemens anzeichnen. O Nach dem ZusammenbauMotor starten und kon-
nurTU-Motor EinegeänderteLaufrichtungschadetdem Riemen. sauber in einer
trollieren,ob der Keilrippenriemen
O Keilrippenriemen der Lichtmaschine
abnehmen. Fluchtauf den Riemenscheibenläuft.
O Keilrippenriemen entspannen.
O Innensechskantschraube (6 mm) der Spannrolle
herausdrehen.
O Spannrollemit Spannschraubeaus dem Gegen-

Links: Zum Spannen der Servo-


lenkung müssen die Schrauben
(1, 3) der Spannrollenhalterung(41
und die Schraube der Spannrol-
le (2) gelöst werden. Anschlie-
ßend mit lnnensechskantschlüs-
sel (5) die Spannrollespannen
bzw. entspannen.
Rechts: In dieser Abbildung
sehen Sie folgende Teile der Ser-
vopumpe (4):
1 - Schlauch vom Vorrats-
behälter:
2 - Druckleitung zum Lenk-
getriebe;
3 - Halterung hinten;
I 5 - Keilrippenriemen.

t
I
Links: Zum Abnehmen der Rie-
menscheibe müssen die Bohrun-
gen den Halteschrauben (Pfeile)
gegenüberstehen.
Rechts: An der Rückseite der
Servopumpe müssen die Halte-
schraube (3) des Riemenschut-
zes (1) und der Druckleitung (2)
gelöst werden. Mit Position D4( ist
die Halteschraube de Servopum-
pe an den Halter bezeichnet.

Wurde im Vorratsbehälterein abgesunkenerFlüssigkeitsstand


festgestellt,muß umgehenddie gesamteLenk- Seruolenkung
anlageüberprüftwerden. Sonst könnte währendder Fahrt plötzlichdie Lenkunterstützung
ausfallen.Auf wel- auf Dichtfieit
che TeileSie lhr Augenmerkrichtenmüssen,steht im "Störungsbeistand". prüfen

Soll die Servopumpe lediglich wegen Montagearbeitenim Motorraum ausgebaut werden, bleiben ihre Pumpedel
Schlauchleitungen angeschlossen,
damit kein Schmutzin die Lenkhydraulik gelangt.Fallsdie Schläuchean Seruolenkung
der Pumpeabgenommenwerden müssen,ist äußersteSorgfalterforderlich.Selbst kleinsteSchmutzpartikelin ausbauen
der Hydraulikflüssigkeit
können Funktionsstörungen
verursachen.
O Keilrippenriemen abnehmen. O Falls die Leitungengelöst wurden, zum Einbau
O Am Pumpenhalter die Schraubeund Mutterganz neue Dichtungenverwenden,anschließendkontrol-
herausdrehen und Pumpeabnehmen. lieren,ob die Leitungendicht sind.
O Pumpe so ablegen, daß die Leitungen nicht
beschädigtwerden.

Befülltund entlüftetwerden muß das Lenksystem,wenn Einzelteileder Hydraulikanlage


ausgetauschtwurden Servolenkung
und deshalbdie Hydraulikflüssigkeit abgelassenwerdenmußte.Die einmalabgelassene Flüssigkeit
darf nicht befüllenund
mehrverwendetwerden. entlüften
O ATF bis zum Behälterrand einfüllen. O Nun bei laufendemMotor Lenkradzwei- bis drei-
O Das Lenkrad bei abgestelltem Motor mehrmals mal langsam um 45- nach beiden Seiten drehen,
nachbeidenSeiteneinschlagen. anschließend zweimalvon Anschlagzu Anschlag.
O Flüssigkeitsstandkontrollieren ggf. nachfüllen. O Flüssigkeitsstandnochmals korrigieren.Richtiger
Das Ganze wird so lange wiederholt, bis sich der siehe Kapitel"SchmierenallerTei-
Flüssigkeitsstand
Flüssigkeitsstand nicht mehr ändert. le<.

Die Störung - ihre Abhilfe Seruolenkung


A Flüssigkeitsstand im Undichtigkeit an
Behälter zu niedrig a) Leitungsanschlüssen Neue Dichtringe montieren und festziehen
b) Ventilkörper am Lenkgetriebe bzw. Dichtheitsprüfung durchführen lassen,
Abdichtung der Lenkgetriebe-Zahnstange ggf. Lenkgetriebe ersetzen lassen
c) Pumpe der Servolenkung Dichtheitsprüfung durchführen lassen,
ggf. Pumpe ersetzen

B Schwergängige Lenkung 1 Falsche Lenkgetriebe-Vorspannung Lenkgetriebe-Vorspannung einstellen lassen


2 Lockerer oder beschädigter Keilrippen- Einstellen oder ersetzen
riemen
3 Förderdruck der Servopumpe zu gering Druck messen lassen, ggf. Pumpe ersetzen
4 Flüssigkeitsstand zu gering oder Entlüften, Flüssigkeit nachfüllen ggf. reparieren
Lufteinschluß lassen
5 Ventil klemmt im Pumpengehäuse Pumpe überholen bzw. ersetzen lassen
6 Steuerschlitze des Ventilkörpers Lenkgetriebe ersetzen lassen
verschmutzt

129
Die Störung - ihre Abhilfe

C Schlechte Lenkrad- 1 Siehe B 1


rückstellung
2 Achsgelenke verklemmt oder verrostet Auswechseln bzw. ersetzen lassen
D Lenkungsgeräusche 1 Flüssigkeitsstandzu niedrig ATF auffüllen, Undichtigkeit erforschen
2 Servopumpe locker Festziehen
3 Servopumpenhalterung locker Festziehen
4 Keilrippenriemennicht genügend bzw. Riemenspannungkontrollieren
zu stark gespannt
5 Siehe B 4
6 Lenkgetriebe beschädigt Ersetzen lassen
7 Servopumpe defekt Ersetzen lassen
8 Ölteitungen beschädigt bzw. Reparieren oder ersetzen lassen
eingeklemmt
9 Verschraubungender ölleitungen nicht Festziehen

ohneAirbag O Emblemin Lenkradmitteabhebeln. O Lenksäulenmutter und Unterlegscheibeabneh-


O Lenkradin Sperrstellungeinrastenlassen. men.
O Lenksäulenmutter mit einer Stecknuß (SW 21) O Lenkrad mit ruckelnden Bewegungen von der
einigeUmdrehungenlösen. Verzahnungder Lenksäuleabziehen.
O Lenkschloßentriegeln,Lenkradso drehen, daß O Beim Einbauauf die symmetrischeAusrichtung
die Speichensymmetrischstehen. der Speichen achten; die zuvor angebrachtenMar-
O Einbaustellungdes Lenkradeszur Lenksäulenver- kierungenmüssenübereinstimmen.
kleidungmit Farb-oder Kreidestrich
kennzeichnen. O Lenksäulenmutter mit 40 Nm anziehen.

mit Alrbag Der Ausbau des Lenkradsbei einem Wagen mit Airbag kann nur einem geübten Selbsthelferempfohlenwer-
den. Wer unsicherist, sollte die Werkstattmit dieserArbeit betrauen.Die folgendenSicherheitsvorschriften
müssenbeachtetwerden:
Der Gasgeneratordes Airbags unterliegtden Bestimmungendes Sprengstoffgesetzes. Der Umgang damit ist
nur Fachkräftengestattet,denen die umfangreichenSicherheitsbestimmungen bekanntsind.
Besonders wichtig aus dem Katalogder vorsichtsmaßnahmensind die folgenden:
O Zu Arbeitenam Airbag Batterie-Minuskabel abklemmen.
O Bei Arbeitsunterbrechung Airbag nie unbeaufsichtigt lassen.
O Airbag-Einheitnur mit Prallplatte (Polsterplatte)
nach oben ablegen.
O Es dürfen keine elektrischen Messungen am Airbag und an den Steckkontaktenvorgenommenwerden.
O Beim Anklemmen des Batterie-Minuskabels darf sich niemand im Fahrzeug-lnnenraum aufhalten.
O Zu Schweißarbeiten am Wagen Batterie abklemmen.
O Nach Unfall alle Komponenten des Systemsersetzen.

Ausbau O Massekabelan der Batterieabklemmen. O Steckverbindungbeim Abziehen des Lenkrades


O Airbag-Einheitam Lenkrad links und rechts von durch die Öffnungausfädeln.
hintenmit TORX-Schlüssel T 30 abschrauben. O Beim Einbau zusätzlichzu den Hinweisenfür
O Airbag-Einheitabheben,Stecker von der Airbag- Fahrzeugeohne Airbag: Nach Festschraubendes
Einheitabziehen. LenkradsHalteschrauben der Airbag-Einheitmit 8
O Airbag-Einheitso ablegen,daß das Peugeot-Zei- Nm anziehen.
chen auf der Airbag-Einheitsichtbarist. O Batterie-Massekabel anschließen. Zu diesem
O Lenkrad ausbauen,wie für Fahrzeugeohne Air- Zeitpunkt darf sich niemand im Fahrzeuginnern
bag beschrieben. befinden!
O Vorabziehendes LenkradsSteckkontaktüberder
Lenksäulelösen.

Stoßdämpfer Wegen der Art der Achskonstruktiondürfen die Stoßdämpfernur nacheinanderaus- und eingebautwerden-
ausbaüen also nicht beide Dämpfer gleichzeitigausbauen. Beim Einbau werden grundsätzlichneue Schrauben und
selbstsicherndeMutternverwendet.

130
Links: Bei einem Fahrzeugohne
Airbag wird die Lenkradabdek-
kung mit einem Schraubendreher
(Pfeil)vom Lenkrad abgehebelt.
Rechts:Vor dem Lösen der Lenk-
rad-Haltemutterdie Stellung
Lenkrad/Lenksäulemit einem
Filzstiftmarkieren.Zum Lösen
(Pfeilrichtung)der Mutter brau-
chen Sie eine Rätsche mit kurzer
Verlängerungund eine Stecknuß
sw 21.

Links:Zum Lösen der Airbag-Ein-


heit (2) müssen an der Rückseite
des Lenkrads zwei TOBX-Schrau-
ben (1) losgedreht werden.
Rechts: Nachdem die Airbag-Ein-
heit (2)vom Lenkrad gelöst ist,
wird der Steckkontakt (1) abgezo-
gen. Vorsichtsmaßnahmenbei
ausgebauterAirbag-Einheit
beachten.

Links:Vor dem Abziehen des


Lenkrades(2) den Steckkon-
takt (1)trennen und Stellung
Lenkrad/Lenksäulemarkieren
(Pfeil).
Rechts: Nach Lösen der Halte-
schrauben (Pfeile)kann die
Wickelfeder(1) abgenommen
werden. siehe auch folgende Ab-
bildung.
Links: Die abgenommeneWickel-
feder (2) wird mit lsolierband
gegen Verdrehen gesichert.
Rechts: An der Hinterachse (4) ist
die Halterung (3) des Handbrems-
seils (2) mit einer Schraube (1)
befestigt. Zum Abnehmen die
Halteschraubelösen.

O Wagenhintenhochbockenund sichern. O Jetzt muß die Hinterachsesoweit zusammenge-


O Halteschraubeam Halterfür Handbremsseillösen drückt werden,daß der Abstand zwischenden Befe-
und abnehmen. stigungsschraubendes Stoßdämpfers288 mm be-
O Halteschraubean der unterenStoßdämofer-Befe- trägt.
I stigunglösenund herausziehen. O Anschließenddie untere Halteschraubemit 120
O An der oberenStoßdämpferbefestigung die Halte- Nm und die oberemit 75 Nm festziehen.
schraubelösenund herausziehen. O Das Maß 288 mm zwischen den Befestigungs-
O Stoßdämpferabnehmen. schraubennochmalskontrollieren.
O Einbau: Den Stoßdämpferan der Karosserieund O Halteschraubedes Haltersfür das Handbremsseil
an der Hinterachselose befestigen. mit 35 Nm anschrauben.
O An der oberen Befestigungsitzt links und rechts
eine Unterlegscheibe.Der Schraubenkopfzeigl zur
Fahrzeugmitte.
O Der Schraubenkopf zeigt am unteren Befesti-
gungspunktzur Fahrzeugaußenseite und die Unter-
legscheibesitzt auf der Seite mit der Mutter.

Radlagerhinten Die hinterenRadlagersind fest in die Bremstrommelneingepreßt.Zum Aus- und Einpresseneines Radlagers
aüsbauen sind Spezialwerkzeugenotwendig.DaherunserTip:
O Bremstrommelmit dem Radlagerausbauen. O Bremstrommelmontieren.
O Radlagerin der Peugeot-Werkstattauswechseln O Neue Nabenmuttermit 140 Nm anziehenund
lassen. sichern.
O Alten Dichtring mit Schraubendrehervon der O Nabenkappewieder montieren.
Radnabeabziehenund neuen, gefettetenRing auf-
schieben.

Links: In dieser Zeichnung


ist der StoBdämpfer (3) an
der Hinterachse gelöst. An
der oberen Aufnahme die
Schraubverbindung(1)
lösen, Schraube und Unter-
legscheibe (2) herausziehen.
Rechts: Die Schraubverbin-
dungen dürfen erst angezo-
gen werden, wenn der Stoß-
dämpfer so weit zusammen-
gedrückt ist, daß das Maß
X = 288 mm erreicht ist.
Berufs-Bremser
DieBewegungsenergie des fahrendenAutoswird beim Bremsennur scheinbarvernichtet- sie wird durch Rei-
bung in den Bremsenin Wärme umgesetzt.Weil Reibungaber gleichzeitigVerschleißbedeutet,müssen die
werden.Grundgenug,sich mit dem Notankerim Auto intensivzu befassen.
Bremsenregelmäßigkontrolliert

Beieinerso wichtigenEinrichtung wie den BremsenkannkeineKontrollezu vielsein!WennSie also in diesem


Bereichzwischendurchmal nach dem Rechtensehen,habenSie lhre Wartungsaufgaben sicher bessererfüllt,
alsderjenige,der seinenWagennur in den vorgeschriebenen zur Wartungbringt.Denngeradevor
lntervallen
einerUrlaubsfahrtoder bei schon älterenFahrzeugensind verstärkteKontrollenratsam.
AndererseitserfordernReparaturenim BereichBremsenein erhöhtesVerantwortungsbewußtsein. Mit unse-
rem Bremsen-Kapitelhabenwir dem Selbstpflegerdie Möglichkeitgegeben,z. B. auch Arbeitenan der Brems-
hydraulikdurchzuführen.In solchenFällenmuß jeder Bastlerfür sich entscheiden,ob sein Kenntnisstandfür
eineverantwortungsvolleAusführungdieserArbeitenausreicht.

Fingerzeig:Beim Peugeot 306 sind nach Ausführung und Leistung unterschiedliche Bremssysteme ver-
baut. Zum Ersatzteileinkauf möglichst das Altteil mitnehmen.

O Wenn Sie auf das Bremspedaltreten, preßt eine mit dem PedalverbundeneDruckstangezwei hintereinan-
derliegendeKolben in den Hauptbremszylinder (im Motorraum).
O Die Kolben verdrängendie dort eingeschlosseneBremsflüssigkeit.Dieser so entstehendehydraulische
Druckin der Bremsanlagewird über Rohr- und Schlauchleitungen zu den Radzylindernweitergeleitet.
O An den Vorderräderndrücken Kolbendie Bremsklötzegegen die Bremsscheiben.
O An den Hinterräderndes Peugeot306 werdendie Bremsbackengegendie Bremstrommelnbzw. die Kolben
der Bremsklötzegegen die Bremsscheibengedrückt.
C Den Flüssigkeitsdruck übertragenzwei voneinanderunabhängigeLeitungssysteme(Bremskreise), und zwar
für je ein Vorderradund das gegenüberliegende Hinterrad(diagonalaufgeteilteZweikreisbremse).
O Fallsein Bremskreisausfallensollte.bleibenso ein Vorderradund zumindestdas Hinterradauf der anderen
Seitebremsfähig.Mit dem ungebremstenVorderradkann man noch lenken,und das ungebremsteHinterrad
hältdas Heck in der Sour.
O Die Handbremsewirkt überSeilzügeauf die hinterenTrommelbremsen bzw. Bremsscheiben.

Fingerzeig:Der Ausfall eines Bremskreises verursacht einen tüchtigen Schreck, denn Sie können das
Pedalfast bis zum Bodenblech durchtreten. Jetzt heißt es: "Feste drauf", denn Sie müssen wesentlich
stärker auf das Bremspedal treten. Und zu allem Übel wird auch noch der Anhalteweg länger.

O ZuersteineVollbremsung bei Schrittgeschwindig- rechten Radbremsen nicht in Ordnung. Das Auto Kontrolle
Ständioe
keit. zieht in Richtung des stärker gebremsten Rades.
O Am Gummiabriebauf der Straßesehen Sie bei O Lassen Sie den Peugeot 306 ein schwaches
gleichlangenSpuren,daß die Bremsengleichmäßig Gefällehinunterrollen, ob die Räder
um festzustellen,
ziehen. Das gilt auch für einen Peugeot mit leichtgängig sind.
Antiblockiersystem,denn ABS regelt unter ca. 5 O Nach der ProbefahrtmachenSie die Handprobe:
km/h nicht. O lst eine Felge auf der einen Wagenseitewärmer
O GleichePrüfungmit der Handbremse. als auf der anderenSeite?
O Für die Bremsenprüfung bei höherenGeschwin- O Ursachen für alle Bremsenmängel siehe
digkeitenbrauchenSie eineebeneStrecke. "Störungsbeistand" am Endedes Kapitels.
O Nun aus etwa 50 km/h bei losgelassenemLenk-
rad, aber mit griffbereitenHänden zuerst sanft und
dann scharf bis zum Stillstandabbremsen.
O Zieht der Wagen etwa nach links, ist eine der

133
Die FlÜssigkeit in den Bremsleitungenund Bremszylindern ist eine Mischungaus Glykol,polyglykoläther und
ein paar weiterenBestandteilen.Diesegelbliche- übrigensgiftige und gegen Autolack aggressive- Flüssig-
keit greiftdie Metall-und Gummiteilenichtan. Sie bleibtselbstbei -40'C noch ausreichenddünnflüssig,und
sie hat trotz ihrerDünnflüssigkeit
den extremenhohenSiedepunktvon ca. 260'C.
Aber die Bremsflüssigkeithat auch eine sehr unangenehmeEigenschaft:Sie nimmt gern Wasserauf, sie ist
"hygroskop,isch".Und das Wasser kann tatsächlich- z. B. über die Luftfeuchtigkeit- in die Bremsflüssigkeit
gelangen:Über den Vorratsbehältersowie durch mikroskopischeUndichtigkeiienan den Bremsschläuchen
und Gummimanschetten. SolcheWasseraufnahme führt nicht nur zu Korrosionan den Metallteilender Anlage,
sondern bewirkt ein rapidesAbsinkendes Siedepunkts.Bei nur 2,5%oWassergehaltliegt der Siedepunktnur
noch bei 150"C.
Das ist bei starkerBelastungder Bremsengefährlich,weil sie sich dann sehr stark aufheizen.In der Nähe der
erhitzten Bremsen können sich Dampfblasenin der Hydraulikflüssigkeit bilden. Die lassen sich zusammen-
pressen- das Bremspedalkann tief durchgetretenwerden;manchmaltritt man sogar ins Leere!In diesem Fall
kann bisweilennoch schnellesPumpen mit dem Bremspedalhelfen. Besondersgefährlichist dieser Effekt
nach dem Abstellendes Wagensnach starkerBremsbeanspruchung. MangelsFahrtwindheiztsich die Brem-
senumgebungnoch stärkerauf; die höchsteTemperaturherrschtnach etwa 15 MinutenStandzeit.Erst nach
etwa einer halben Stunde ist wieder die normale Bremsflüssigkeitstemperatur erreicht.Vorbeugendschreibt
der wartungsplandaher den wechsel der Bremsflüssigkeitalle zwei Jahre vor.
Die Bremsflüssigkeitmuß laut Peugeotwie folgt heißen:
O Dow ChemicalET 501 O Lockheed55 O NAFICFN 3
O Peugeot O STOP HD 88

Fingerzeig: Hierzulandewird für alle neuen Fahrzeugeallgemein die Bremsflüssigkeit in der Spezifikati-
on DOT 4 (FMVSS116),auch DOT 4 PLUS genannt, vorgeschrieben. Sie kann im Peugeot 306 ebenfalls
verwendet werden, denn alle handelsüblichen Bremsflüssigkeiten können gefahrlos gemischt werden
(Norm).

Ständige
Kontrolle Zu niedrigerBremsflüssigkeitsstand wird beim Peugeot306 zwar auch durch eine Kontrolleuchteam Armatu-
renbrettangezeigt,doch die SichtkontrollesolltenSie sich dennoch nicht ersparen.
O Motorhaube öffnen und den Bremsflüssigkeits- der Bremsflüssigkeitsstandzwischen den unteren
Vorratsbehälterevtl. mit einem Lappenreinigen. und oberen Pfeilmarkenstehen,dann ist alles in Ord-
O lm durchscheinendenFlüssigkeitsbehälter muß nung.

Brcmsflüssig- Sind die Scheibenbremsbeläge schon etwas abgenutzt,tendiertder Flüssigkeitsspiegel eher zur unterenMar-
keltsstand kierung;sind sie neu, steht er weiter oben. Das ist völlig normal,denn die bei abgenutztenBelägenschon
zu niedrig? etwas weiter herausgetretenen Kolbender Scheibenbremsehinterlassenin den Zylindernder Bremssättelein
größeresVolumen,das sich mit Bremsflüssigkeit füllt.
Kritischwird es dagegen,wenn die Bremsflüssigkeit in einemBehälterteilunter"MlNl<bzw. "DANGER"abge-
sunkenist. Da sie nicht verdunstetoder verbrauchtwird, muß sie durch ein Leck ausgetretensein.Also schleu-
nigst nach der Ursachesuchen,bevor Sie irgendwannins Leeretreten. Nachfüllenist Augenwischerei!

Wartungsarbeit Zur Kontrollemuß die Wagenunterseitetrocken sein, damit Sie undichteStellenerkennenkönnen.Bremsflüs-


sigkeitkriechtauch unterSchmutz.Feuchtdunkle Stellenoder schwarzerSchmutzlasseneine Undichtigkeit
vermuten.
O KontrollierenSie sämtlicheAnschluß-und Verbin- gelleinenoder Drahtbürstesäubern,sondern Kaltrei-
dungsstellen;auch die Bremssättelund die Brem- nigernehmen.
strägerblecheder Trommelbremsen,hinterdenendie O lst die Schutzschichtbeschädigt,soll Rostschutz-
Radbremszylinder sitzen. grundierungdünn aufgestrichen werden.
O Die Bremsschläuchedürfen weder feucht noch O Leitungenmit Rostnarbenund solche,die plattge-
aufgequollen oder angescheuertsein. Sonst aus- drückt sind, müssenersetztwerden.
wechseln. O Sind Schutzkappenauf allen Entlüftungsventilen?
O Die Bremsleitungen sind zum SchutzgegenRost Sie sitzen an den Bremssättelnbzw. innen an qen
mit einer Schutzschicht überzogen. Wird diese Bremsträgerblechen.
beschädigt, kann es zu Rostansatzkommen. Des- O Die Bremsdruckprobekönnen Sie provisorisch
halbdie Leitungennie mit Schraubendreher,Schmrr- selbstmachen:

134
Ohne ABS: Zwischen den Markierungen "MlN"- (2) und "MAX" ('l) soll sich Mit ABS: Die Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter soll sich zwischen der
die Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter befinden. "MlN.- (4) und "MAXn-Markierung (3) befinden. Weiter bedeuten: 1 - Knopf
zum Prüfen der Kontrollampe im Kombi-lnstrument 2 - Deckel; 5 - Sieb.

O TretenSie mit voller Kraft aus Bremspedal. Hauptbremszylindersvorbeiauf die druckloseSeite.


O Es darf auch nach einigen Minuten der vollen O UndichteStellenan den Kolbenmanschetten der
Belastungnichtnachgeben,sonstist eineManschet- Bremssättelund Radbremszylinderlassen sich an
te im Hauptbremszylinder defekt. dunklen Flecken an den Bremsträgerblechenund
O Durchdie undichteManschettesinkt der Flüssig- Bremssättelnerkennen.
keitsstandim Behälternicht, sonderndie unter Druck O lm ZweifelsfallWerkstattaufsuchen.
gesetzteFlüssigkeitmogeltsich an einemKolbendes

Zusammen mit jedem Vorderrad dreht sich eine Stahlscheibefrei im Luftstrom. Sogenannte Bremssättel
umfassensattelförmigdie Scheiben.Beim Tritt auf das Bremspedaldrücken Kolben die Bremsbelägegegen
die Scheiben- es wird gebremst.
Durchden Fahrtwindwerdendie Scheibenbremsen ständiggekühlt.Belagabriebwird gleichweggeblasen,
und ohne besondereMechanikstellensich die Scheibenbremsen selbstnach.
In allen Modellen sind sogenannteFaustsattelbremseneingebaut: Der Bremssattelsieht wie eine geballte
Faustaus. SeineinzelnerBremskolbenim Zylindergehäuse drückt den innerenBelaggegendie Bremsschei-
be,wodurchdas Zylindergehäuse in seinerFührungherübergezogen und der Bremsklotzauf der anderenSei-
te ebenfallsgegendie Scheibegepreßtwird. Biszu den 1,4-LiterMotorenbei Fahrzeugen ohneABS sind mas-
sivebzw. mit ABS innenbelüftete Bremsscheiben eingebaut.Ab den 1,6-LiterMotorenbesitzenalle Peugeot
306 generellinnenbelüfteteBremsscheiben.Erkennungsmerkmal: lm Umfang der Bremsscheibesitzengroße
Aussparungen, die die Luft wegschaufelnund so die Kühlungnoch verbessern.

Bei Flegenwird die offen liegendeBremsscheibekräftiggeduscht,weshalbdie BremswirkungeinenSekun- DieScheiben-


denbruchteilverspätet einsetzt.Die Feuchtigkeitzwischen Bremsscheibenund -klötzen muß erst zum Ver- bremsebei
dampfengebrachtwerden. llässe
In streusalzreichenWintern tritt diese Erscheinungverstärkt auf, unter ungünstigenUmständenspricht die
Bremseüberhauptnicht an. Die auf Bremsbelägen und -scheibensitzendeSalzschichtmuß beim Bremsen
erstabgeschliffenwerden.Bei Fahrtenin streusalzhaltigem Tauwasserdie Bremsenimmerwieder mal ein paar
Sekundenlang warmbremsen.Regen-oder tauwassernasseBremsensollten Sie vor mehrtägigemAbstellen
des Wagens"trockenfahren".Es genügt,die letztenhundertMeter Wegstreckemit dauerndleichtgetretenem
Bremsoedalzu fahren.

Wirdder Pedalwegmit der Zeit länger,ist ein Fehleran der Bremsanlagezu vermuten: Wartungsarbeit
O DrückenSie bei laufendemMotor das Bremspe- O Bei längeremPedalwegfunktioniertdie Nachstell-
dal von Hand nieder. automatiknicht oder die Trommelbremsbeläoesind
O Der Leerweg soll höchstens '/. des gesamten auf das Mindestmaßabgefahrenund müssenerneu-
Pedalwegs betragen. ert werden.

135
O Oder die Scheibenbremsbeläoesind auf ein Min- Bremsbelägeoder einen festgerostetenBremssattel
destmaßabgefahren. verursachtwerden.
O Zu langerPedalwegkann auch durch verklemmte O Eventuellist Luft in die Bremsanlagegelangt.

Wartungsarbeit Den verschleißenden Bremsbelagschiebtder Kolbenjeweilsso weit nach,daß er nur Bruchteilevon Millime-
tern von der Bremsscheibeentferntist. Der Bremspedalwegist deshalb keine Richtschnurfür die Abnutzung
der vorderen Bremsbeläge.Auch bei unserenFahrzeugenmit Bremsbelag-Verschleißanzeige sollten Sie die
zusätzlicheSichtprüfungnicht vergessen;und das nicht nur, wenn eine Urlaubsreiseansteht.
O Die Mindestbelagstärke beträgt 2 mm ohne die O Meterstabam Belag anlegenund messen,wie im
Metall-Trägerplatte. Die Trägerplatteselbst - also linken Bild oben auf der gegenüberliegendenSeite
das Metallstück,auf das der Belag geklebt ist - hat gezeigt.Bremsbelagauf der Innenseitenicht verges-
eine Stärkevon ca. 5 mm. sen.
O Kontrolliertwird bei abgenommenenRädern,

Wartungsarbeit Wenndie Räderzur Belagkontrolle abgenommensind,prüft man auch den Zustandder Bremsscheiben.
O Die Scheiben dürfen keine tiefen Rillen (durch lange Laufzeit auf das zulässige "Mindestmaß"
Schmutz oder zu stark abgefahreneBeläge)aufwei- "abgemagert"sind.
sen. Die Riefengrabensich in neue Bremsbelägetief O Zu dünne Scheiben müssen paarweise ausge-
ein, was deren Lebensdauerwesentlichverkürztund tauscht werden.
überdiesdie Bremswirkungherabsetzt. O Eine bläulicheVerfärbunqder Bremsscheibeist
O Riefige Bremsscheibenkönnen auf einer Dreh- ohne Bedeutung.
bank nachgearbeitetwerden, wenn sie nicht durch

Bremsscheiben- Bremsscheiben
Maße
Stärke neu
, Stärke mindestens

Grundsätzlich müssenrechtsund linksbeide Belägeausgetauscht werden.Nur Belägemit ABE verwenden.


Weildie Kolbenin den Bremssätteln mit zunehmendem Verschleiß
der Belägeweiterherauswandern, müssen
sie vor dem Einsetzenneuer,dicker Belägezurückgedrückt werden.Hierbeiwird die Bremsflüssigkeit
durch
die Leitungen in den Vorratsbehältergepreßt. Wurde in der ZwischenzeitunnötigerweiseBremsflüssigkeit
nachgefüllt,muß das Zuviel jetzt abgesaugtwerden. Andernfallsgreift die am Vorratsbehälteraustretende
BremsflüssigkeitumliegendelackierteTeile im Motorrauman.Zum Absaugennur eine absolutsauberePipet-
verwenden- nie mit dem Mund absaugen!
te oder alte Injektionsspritze
O Wagen vorn aufbockenund sichern. O Kabelsteckerder Bremsbelag-Verschleißanzeige
O Rad abnehmen. rrennen
O Lenkung einschlagen,damit die Beläge gut
zugänglichsind.

;l orr-r,"'," O Untere Schraube an der lnnenseite mit Innen- Benzin)und Lappen,evtl. mit Flaschenbürste von
sechskantschlüssel herausdrehen. Belagabriebreinigen.
O Sicherungsfeder oben und untenaus dem Brems- O Mit zunehmendem Fahrzeugalterkönnen die
sattelgehäusemit einemSchraubendreherheraushe- Bremssättelauf den GleitschienenRost ansetzen.
beln und abnehmen. Die Belagträgergleitendann nicht mehr einwandfrei
O Innensechskantschraube herausziehen,Brems- auf den Schienen.
sattelgehäusenach oben schwenken. O Bei festgebackenerBelagkrustenund ggf. Rost-
O Bremsbelagaus dem Bremskolbenherausziehen. ansatzdie Schienenblankkratzen.
O AußerenBremsbelagabnehmen. O Vorsicht,daß hierbeidie Kolbenmanschette nicht
O Bremskolbenmit einer Schraubzwingezurück- beschädigtwird.
drücken. O Neue Bremsbelägean der Trägerplatteund den
O Damit der Kolbennicht verkantetoder beschädigt Führungenmit etwas Kupferfettbestreichen.
wird, auf den Anlageringein kleinesBrettchenlegen. O Den Bremsbelagmit der Halteklammerin den
O Bremsbelagführungen mit Spiritus (keinesfalls Kolbendes Bremssattels einclipsen.

136
Links: Die Rest-Belagstärke(zwi-
schen den Pfeilen)können Sie am
genauestenbei abgenommenem
Rad erkennen. Legen Sie einen
Zollstock an der Bremsschei-
be (1) an und messen Sie den
Abstand zum Belagträger(2).
Rechts:ATE-Bremse:Zum Lösen
des Bremssattels (3)wird die Hal-
teschraube (1) aus der Bremssat-
telstütze herausgedreht.Aus-
stecken der Kabel für Bremsbe-
lag-Verschleißanzeige(2) aus der
Verbindungkupplung(Pfeil)nicht
vergessen.

Arbeitenan der ATE-Bremse.


Links:Sicherungsfeder(3) mit
Schraubendreher(2) aus dem
Bremssattelgehäuse(1) heraus-
hebeln.
Rechts:Hier sehen Sie nochmals
die Teile bei hochgeschwenktem
Bremssattelgehäuse(2):
1 - Halteschraubenan Brems-
sattelstütze;
2 - Sicherungsfeder.

Arbeitenan der ATE-Bremse-


Links: Der Belag (1) mit der Halte-
klammer (3) wird beim Zusam-
menbau in den Kolben des
Bremssattelgehäuses(2) einge-
setzt.
Rechts:Zum Zurückdrücken des
Bremskolbensin das Bremssat-
telgehäuse(1) ist eine Schraub-
zwinge (2) das am besten geeig-
nete Werkzeug.Als Schutz für
den Kolben dient hier ein zwi-
schengelegtesHolzstück (3).
Arbeiten an der Bendix-Bremse.
Links: Nach Trennen der Kabel
für die Bremsverschleißanzeige,
Sicherungsstift(1) mit einer Zan-
ge aus der Bohrung des Halte-
keils (2) herausziehen.
Rechts: Haltekeil mit Schrauben-
dreher nach außen (Pfeilrichtung)
herausklopfenund abnehmen.

O AußerenBelagin die Führungeneinsetzen. O Kabel der Bremsbelag-Verschleißanzeigewieder


O Bremssattelgehäusenur so weit herandrücken, zusammenstecken.
daß sich die Halteschraubenansetzenlassen.Wird O Nach dem ZusammenbauBremspedal mehr-
der Bremssattelüber dieseStellunghinausgedrückt, mals durchtreten, bis die Beläge an der Brems-
können sich die Haltefedernverbiegenund beim scheibeanliegen.Andernfalls
ist keineBremswirkung
BremsenGeräuscheverursachen. vorhanden!
O Schraubenmit 3 Nm anziehen.
O Sicherungsfederoben und unten in das Brems-
sattelgehäuseeinhängen.

Bendix-Bremse O Kabelder Bremsbelag-Verschleißanzeige aus den O Beim Einsetzenneuer Belägeauf die Aussparun-
Kontaktsteckernabziehen und aus den Haltekram- gen an den Eckenachten.
mernan der Bremsleitung herausnehmen O Außeren Bremsbelag nach unten drücken uno
O Kabelder äußerenBremsbelagsaus den Belagfe- leicht gefettetenHaltekeileinschieben.
dern abnehmen. O lst dies nicht möglich,den Sitz der Belagfeder
O Oben an der Innenseite des Haltekeilsden Siche- kontrollieren.Sie muß unten an der Gleitschrene
rungsstiftmit einer Zange aus der Bohrung heraus- anliegen.
ziehen. O Mit vorsichtigenHammerschlägenKeil bis zum
O Haltekeil mit einem Durchschlagbzw. einem innerenBelageintreiben.
Schraubendreher in RichtungWagenaußenseite her- O InnerenBelagebenfallsnach untendrücken,Hal-
ausklopfen. tekeil vollends eintreiben.lst dies ebenfallsnicht
O Mit einerRohrzangeden innerenBremsbelagein möglichsieheweitervorneim Text.
Stück zur Wageninnenseite drücken und aus oem O Kabel der Bremsbelag-Verschleißanzeige in die
Schachtherausziehen. Belagfedern wiedereinhängen.
O Bremssattelgehäuse zur Wagenaußenseite O Kabelin die beidenHalteklammern an der Brems-
drückenund äußerenBremsbelagherausziehen. leitungeinclipsenund den grünenKontaktstecker am
O Bremskolben mit einer Schraubzwingeganz innerenAnschlußder Steckeraufnahmeaufstecken.
zurückdrücken. O Nach dem Zusammenbau das Bremspedal
O Damitder Kolbennicht verkantetoder beschädigt mehrmals durchtreten, bis die Beläge an der
wird, auf den Anlagenringein kleines Brettchen Bremsscheibeanliegen.Sonst ist keine Bremswir-
regen. kungvorhanden!
O Mit zunehmendem Fahrzeugalterkönnen die
Bremssättelauf den GleitschienenRost ansetzen.
Die Belagträgergleitendann nicht mehr einwandfrei
auf den Schienen.
O Bei Rostansatzdie Schienenblankkratzen.
O Untere Gleitschieneam Bremssattel mit etwas
Kupferfettbestreichen.

Fingerzeige: Falls gelaufene Bremsbeläge weiterhin benutzt und erneut eingebaut werden, müssen sie
wieder an der bisherigen Stelle montiert werden. Der Wechsel von der Außen- zur Innenseite oder
umgekehrt oder von einem Rad zum anderen kann ungleichmäßige Bremswirkung zur Folge haben.
Mit neuen Belägen - wenn möglich - die ersten 200 km nur behutsam bremsen.

138
Arbeiten an der Bendix-Bremse.
Links: Inneren Belag (1) ein Stück
zur Wageninnenseitedrücken
und aus dem Schacht herauszie-
hen.
Rechts: Bremssattelgehäuse zur
WagenauBenseite drücken und
äußeren Belag (A herausziehen.

Bei allen nachfolgendbeschriebenenArbeitenkommen Sie mit Bremsflüssigkeitin Kontakt. Deshalbein paar Allgemeines
Sicherheitshinweise:
O Bremsflüssigkeit ist giftig.Vorsichtbeim Hantieren,deshalbnicht mit dem Mund oder offenenWundenin
Berührungbringen.
O Die Bremsflüssigkeitgreift den Lack an. Deshalb keine bremsflüssigkeitsgetränkten Lappen oder -ver-
schmiertenWerkzeugeauf die Lackierunglegen. Auch im Motorraum nach der Montage die Spuren von
Bremsflüssigkeit abwaschen;aber erst, wenn sämtlicheAnschlüssefest angeschraubtsind.
O Bei Fahrzeugen mit Bendix-ABS muß vor dem Lösen einer Hydraulikleitungoder dem Öffnen eines Ent-
lüftungsventilsder Stecker an der ABS-Hydraulikeinheit bei ausgeschalteterZündung abgezogen werden.
Die Hydraulikeinheitpumpt sich sonst leerund kann nur beim Hersteller wiederentlüftetwerden.
O Beim Lösen eines Bremsschlauchesoder einer Bremsleitungläuft der Vorratsbehälterallmählichleer. Das
läßtsich verhindern:Vor dem Öffnender Verschraubungeine Entlüftungsschraube im betreffendenBremskreis
lösen.Entlüftungsschlauch aufsteckenund in ein Gefäßhalten.Nun das Bremspedalvoll durchtretenund mit
einerpassendenHolzlatteo. ä. in dieserStellunghalten.Damitsind die Zulaufbohrungen im Hauptbremszylin-
der verschlossen,es kann keine Bremsflüssigkeitmehr auslaufen.
O Zum Lösen und Anziehender Bremsleitungen brauchenSie einen Bremsleitungsschlüssel 10 x 11 (2. B.
Hazet 05 202). Er sieht aus wie ein aufgesägterRingschlüssel.Für die Bremsschläuchegenügt ein Gabel-
schlüsselSW 14.
O Nach allenArbeitenan der Bremshydraulik muß die Bremsanlage entlüftetwerden.Oft genügtes, nur den
Bremskreiszu entlüften,an dem gearbeitetwurde.

Die vorderen Bremssättelsind mit je zwei Schraubenam Achsschenkelbefestigt.Diese Schraubenmüssen Bremssattel


erneuertoder vor dem Einbaugereinigtund mit Sicherungsmittel
montiertwerden. uorn
O Wagenvorn aufbocken,Rad abnehmen. O Bremsanlageentlüften,falls der Bremsschlauch ausbaüen
O Bremsbeläge ausbauen. abgeschraubtwar.
O Halteschraubendes Bremssattelslosdrehen. O BeimEinbauBefestigungsschrauben mit Verdreh-
O Bremssattelmit angeschraubtem Bremsschlauch sicherungeneinbauen. Anzugsdrehmoment:M8-
so aufhängen,daß der Schlauchnicht unter Span- Schraube30 Nm, M 12-Schraube120 Nm.
nungsteht. O Bremspedal vor den ersten Metern Fahrt mehr-
O Oder Verbindung Bremsschlauch/Bremsleitungmals durchtreten,bis sich normalesPedalspielein-
lösen,dazu Bremspedalniederdrücken und -halten, stellt.
um Auslaufenvon Bremsflüssigkeitzu verhindern.
O Bremsschlauchbzw. -leitunowieder festschrau-
b e n( 1 5 N m ) .

Wurde die Bremskolbenmanschetteim Bremssattelbeschädigt, müssen Sie umgehend für Ersatz sorgen, Bremskolben-
sonstklemmtbald der Bremskolben aufgrundvon Schmutzund Korrosion.Die Manschettegibt's nur zusam- manschetten
men mit dem Bremskolben-Dichtring zu kaufen.Zum EinbaubeiderTeilemuß der Kolbenaus dem Bremssat- wechseln
telgehäuseherausgedrücktwerden.
Aus Sicherheitsgründensollten Sie diese Arbeit in der Werkstatt durchführenlassen. EventuellBremssattel
selbstausbauenund zur Reparaturbringen.

139
Links: Zum Ausbau der Brems-
scheibe die Halteschrauben (1)
der Bremssattelstütze (2) am
Achsschenkel losschrauben.
Rechts: Die Bremsscheibe ist mit
Kreuzschlitzschrauben (Pfeile) an
der Radnabe angeschraubt.

Bremsscheibe Bremsscheibenmüssengrundsätzlichbeidseitigmit den Bremsbelägenerneuertwerden. EinseitigerWechsel


uoln elseEen kann ungleicheBremswirkung zur Folgehabenund die gebrauchtenBremsbelägeliegennicht richtigan der
Scheibean.
O Bremsbelägeausbauen. O lst sie festgerostet,mit kräftigen Hammerschlä-
O Bremssattelabschrauben und mit Draht an der gen nachhelfen - aber nur, wenn die Scheibe
Karosseriebefestigen; bleiben ohnehingewechseltwird.
die Hydraulikleitungen
angeschlossen. O Vor dem Ansetzen der neuen Bremsscheibedie
O Eine Kreuzschlitzschraubeherausdrehen- am Anlagefläche der Radnabesäubern.
besten unterVerwendungvon Rostlöserspray. O Korrosionsschutzwachsvon der neuen Scheibe
O Die Bremsscheibekann nun von Hand von der mit Verdünnunqentfernen.
Radnabeabgezogenwerden.

An den hinteren Rädern besitzt der Peugeot 306 sogenannteTrommelbremsen(ausgenommenbestimmte


Automatik-Modelle).Je zwei halbkreisförmigeBeläge werden von einem oben sitzenden Radbremszylinder
gegen die zylindrischenBremstrommelngedrückt.Diese Bauart mit einem Radzylinderfür zwei Belägenennt
sich Simolexbremse.
Die Trommelbremsewirkt selbstverstärkend.Und zwar zieht sich eine Bremsbackedurch die Drehungdes
Rades in gewissem Maß selbsttätigan die Bremstrommel.Dadurchsind geringereFußkräfteam Pedal not-
wendig. Bei Vorwärtsfahrtwirkt die vordere Bremsbackeselbstverstärkend.Sie heißt Auflauf- oder Primär-
bremsbackeim Gegensatzzur hinterenAblauf- bzw. Sekundärbremsbacke.

Automatische DieTrommelbremsenbrauchennicht mehr nachgestelltzu werden.Allerdingsbewirktdies - andersals bei den


Bremsen- Scheibenbremsen - eine Mechanik.Die Druckstangezwischenden Bremsbackenmuß mit zunehmendem
nachstellung Belagverschleißverlängertwerden, damit die Beläge wieder zum Anliegen an die Trommel kommen. Das
geschiehtdurch einen verzahntenVerstellhebel,der sich auf seinemZahnsegmentabstützt und je nach Spiel
einen Zahn weiterrutscht,dabei die Druckstangezwischenden verschleißendenBelägennachrückt.

Wartungsarbeit Da die Auflaufbackeschnellerverschleißtals die hintereAblaufbacke.wird nur an der vorderenBremsbacke


die Stärkegemessen.
O Peugeothintenaufbocken. O Die aufgeklebtenBeläge haben bei 1 mm ohne
O An der Innenseitedes jeweiligenHinterradesvorn Belagträger gemessen ihre Verschleißgrenze
am Bremsträgerblechden Plastikstopfenabziehen. erreichtund müssenerneuertwerden.
O Mit Taschenlampe ins Schaulochleuchten,Belag-
stärkefeststellen.

Bremstrommel O Handbremseanziehen. Schutzkappe mit leichten Hammerschlägennach


abnehmen O Wagen hintenaufbockenund Rad abschrauben. außentreiben.
O Schutzkappevon der Bremstrommelabdrücken. O DahintersitzendeVerstemmutter(SW 32) losdre-
O Hierzu Meißelan der Kappe ansetzenund so die hen.

140
Links: Zur Kontrolle der Belag-
stärke bei den Trommelbremsen
muß der Stopfen (1) aus dem
Bremsträgerblechabgezogen
werden. Durch das Schauloch (2)
kann nun die Dicke der Belag-
stärke abgeschätzt werden.
Rechts: Um an die Zentralmutter
der hinteren Bremstrommel her-
anzukommen die Schutzkappe (2)
mit einem schmalen, aber nicht
zu schaden Meißel (1) aus ihrem
Sitz in der Bremstrommel austrei-
ben.

Links: Die Mutter des hinteren


Achszapfens ist an dessen Nut
(Pfeil)verstemmt (eingebeult),
wodurch eine zusätzlicheSiche-
rung gegen ungewolltes Lösen
erreicht wird.
Rechts: In der Abbildung ist
gezeigt, in welcher Stellung der
Bremstrommel das Zahnsegmenl
der automatischen Nachstellung
durch das Radschraubenloch
niedergedrücktwerden kann
(Pfeilrichtung),Hier an der Ben-
dix-Bremse gezeigt.

Links: Bendix-Bremse:Hier das


Ganze nochmals bei abgenom-
mener Bremstrommel gezeigt:
Der Schraubendreherdrückt das
Zahnsegmentnieder (Pfeil),um
die Nachstellvorrichtungzu ent-
spannen.
Rechts: Lucas-/Girling-Bremse:
Die automatische Nachstellung
der Bremsbacken besteht aus der
Spannfeder(4),dem Nachstellhe-
bel (3) und der Verzahnung(2) auf
der Druckstange (1).
O Handbremselösen. drücken- dadurchwird die Nachstellvorrichtung
ent-
O Wenn sich die Bremstrommelnicht von Hand spannt,die Bremsbackenrückenetwaszusammen.
abziehen läßt, Trommel so drehen daß ein Rad- O Bremstrommel abnehmen.
schraubenloch in Fahrtrichtung
vorn untensteht. O Bremse reinigen.Dazu die Bremse entweder mit
O Zum Abdrücken des Zahnsegmentsmit einem sauberem Tuch und Soiritus auswischen oder mit
Schlitzschraubendreher durch das Radschraubloch Preßluftausblasen,dabei den Staub möglichstnicht
fahren und Zahnsegment nach unten bzw. oben einatmen,obwohldie Belägeasbestfreisind.

Bremstommel O Bremstrommelauf den Achsschenkelzapfenauf- den Bund der Mutter in die Nut am Achsschen-
montiercn schieben. kelzapfeneinbeulen.
O lst dies nur schwer möglich,Trommelmit leicht O Schutzkappemit leichten Hammerschlägenauf-
ruckelndenBewegungenaufschieben. klopfen.Zum Schutz vor Beschädigungein Holz-
O Zum Festschrauben der Bremstrommeldie neue stück oder dickenLappenzwischenlegen.
Verstemmuttermit einem Anzugsdrehmomentvon O Nach dem EinbauBremsbackendurch mehrmali-
140 Nm anschrauben. ges Treten des Bremspedalszum Anliegen an die
O AnschließendMutter in dieserStellungverstem- Trommelbringen.
men. Dazu mit einem stumofen Schraubendreher

Zustandder O Bremstrommelauf Verschleiß,Beschädigungen führung)dürfen die Bremstrommelnausgedrehtwer-


Brcmstrommeln und Risse überprüfen.Dabei die Bremsflächenmit den.
kontrolliercn den Fingernauf Riefenabtasten. O Neue Bremstrommelnhaben einen lnnendurch-
O Bei stark spürbaren Riefen die Bremstrommeln messervon 7" bzw. 9". Bei Erreichendes genannten
plandrehenlassen.Bis auf einen Innendurchmesser Verschleißmaßes
müssen beide Trommeln ersetzt
von höchstens181 mm bzw.230 mm fie nach Aus- werden.

Bremsbacken O BetreffendenSeilzugder Handbremseim Innen- O Obere Rückzugsfederan den Bremsbackenaus-


ausbauen raum lösen. hängen.
Bendix-Bremse O Bremstrommel abnehmen. O Haltefedern der Druckstange mit Nachstellvor-
O Seilzugder Handbremseam Handbremshebel der richtungan dieseraushängen.
Sekundärbacke aushängen. O Druckstange von den Backenabnehmen.
O Beide Niederhaltefedernausbauen. Dazu den O Beim Einbau der Druckstangeauf richtigen Sitz
Federtellermit einer Zange niederdrückenund um des Betätigungshebel der Nachstellvorrichtung
ach-
90" drehen. Gleichzeitig den Haltestift hinten am Ien.
Bremsträgerblech mit der Hand gegenhalten, damit O Der weitere Zusammenbau erfolgt sinngemäß
er sich nicht mitdreht. umgekehrtwie der Ausbau.
O Untere Rückzugfedermit einer Zange aus der O Reibfläche zwischen Bremsbacken und Brem-
Bremsbackeaushängen. strägerblechdünn mit Molykotefettbestreichen.
O Ggf. mit Schraubendreher eine Bremsbackeüber O Bremstrommelmontieren.
den unterenLagerbockhebeln.
O Oben die Bremsbackenam Radbremszvlinder
aushängen.
O BeideBackenabnehmen.

Arbeiten an der Bendix-Bremse.


Links: Obere Rückzugfeder (2) mit
einer Zange (1) in Pfeilrichtung
aushängen.
Rechts: Federteller (2) mit Zange
niederdrücken und 90" linksdre-
hen, dabei Haltestift (3) von hin-
ten mit der Hand gegenhalten.
Niederhalter-Feder(1) abnehmen.

)
Arbeitenan der Bendix-Bremse.
Links:Mit Schraubendreher(1)
eine Bremsbacke (3) über den
unterenLagerbock {4) hebeln; die
untereRückzugfeder (2) ent-
spanntsich dadurch.
Rechts:An der Rückseite der
abgenommenenBremsbacke
Spiralfeder(2) am Handbremszu-
ges zurückschiebenund Nip-
pel (3) aus dem Handbremshe-
b e l ( 1 )a u s h ä n g e n .

Arbeitenan der Bendix-Bremse.


Links:Druckstange (1) an der hin-
teren Bremsbacke (3) aushängen,
dazu die Druckstange gegen die
Federkraft der Rückzugfeder (2)
des Handbremshebelsvon der
Backe wegziehen und abwinkeln.
Rechts:Druckstange (4) an der
vorderenBremsbacke aushän-
gen. Dazu Feder (1) an der
Spannhülse(2) des Nachstellhe-
bels (3)aushängenund zur Seite
drehen.Nachstellhebelvon der
Bremsbackeweg bewegen und
Druckstangeaushängen.

Die Teile der Bendix-Trommel-


bremse:
1 - Rückzugfederunten;
2 - Bremsbackevorn:
3 - Nachstellhebel;
4 - Rückzugfederoben;
5 - Druckstangezwischen den
-
r
)-
l='
t

a
E

s
Bremsbacken:
6 - Rückzugfederder Verbin-
dungsstange; g
7 - Bremsbacke hinten.
Rechtsund links der Bremsb-
acken sind die Teile der Nieder-
halterabgelegt,

143
a\ @
t
II
=-:-r-

Die Lucas-/Girfing-Bremsebei abgenommenerTrommel:1-Zugtede\2- Die Einzelteile der Lucas-/Girling-Bremse:1 - Rändelrad;2 - Nachstell-


Nachstellhebel;3-Druckstange;4-Radbremszylinder;5-obereRückzug- stange;3 - Druckstange;4 - Nachstellhebel;5- Zugfeder; 6 - untere
feder;6 - Handbremshebel;7 - Druckfeder des Niederhalter;8 - Brems- Rückzugfeder;7-obereRückzugfeder;g-Handbremshebel.
belag;9 - Handbremsseil;10 - untere Rückzugfeder.

lucas-/Girling- O Bremstrommelabnehmen. O Seiljetzt aus dem Hebelaushängen.


Bremse O Obere Rückzugfedermit einerZange aushängen. O Beim Einbau neuer Bremsbackenmuß an oer
O Beide Niederhaltefedern ausbauen. Dazu den Sekundärbacke eineSpannhülsein den Handbrems-
Fededellermit einer Zange niederdrückenund um hebeleingeklopftwerden.
90' drehen. Gleichzeitigden Haltestifthinten am O Nachstellhebel in die Spannhülseeinsetzenuno
Bremsträgerblech mit der Hand gegenhalten,
damit die Zugfederam Nachstellhebel und Backe einhän-
er sich nicht mitdreht. gen.
O Die Bremsbackenoben am Radbremszylinder O Der weitere Zusammenbau erfolgt sinngemäß
auseinanderdrücken und Druckstangemit Betäti_ umgekehrtwie der Ausbau.
gungshebelder Nachstellvorrichtung herausnehmen. O Nach Einbauder oberen Rückzugfedermüssen
O Mit einem Schraubendrehereine Bremsbacke die Bremsbackenmit Hilfe eines Meßschiebers auf
über den unterenLagerbockhebeln.Dadurchent_ einenDurchmesser von 117 mm eingestelltwerden.
spanntsich die untereRückzugfeder. O Dies geschiehtdurch Drehenam Rändelradder
O Untere Rückzugfeder von den Bremsbacken Nachstellvorrichtung.Rechtsgewindefür die rech-
abnehmen. te und Linksgewinde für die linke Fahrzeugseite.
O BeideBackenabnehmen. O Reibflächezwischen Bremsbackenund Brems-
O An der Rückseiteder Backendas Handbremsseil trägerblechdünn mit Molykotefettbestreichen.
aushängen.HierzuSpiralfederauf dem Handbrems_ O Bremstrommel montieren.
seil mit einem Seitenschneiderzurückschieben und
durch sanftes Festklemmendes Seitenschneiders
auf dem Zug das Verrutschen verhindern.

Arbeiten an der Lucas-/Girling-


Bremse.
Links: Bei neuen Bremsbacken
muß an die Auflaufbacke (4)die
Spannhülse(1) mit Klemmring (3)
für den Nachstellhebel{2) ange-
bracht werden.
Rechts: Beim Einbau der Brems-
backen müssen die mit Pfeilen
bezeichnetenStellen mit soge-
nanntem Bremsenschutzfett dünn
bestrichen werden. Zusätzlichdie
Aufnahme der Kolben des Rad-
bremszylinders ein wenig fetten.
Links:Bei Fahrzeugen mit Schei-
benbremsehinten sind bezeich-
net:
1 - Halteschrauben des Brems-
sattels;
2 - Handbremshebel;
3 - Handbremsseil.
Rechts:Sicherungsstift (3) mit
einerZange aus der Bohrung der
Haltekeile(1) herausziehen.Hal-
tekeil mit Schraubendreher nach
außenherausklopfenund abneh-
men,Mit Position D2(ist die
Federklammer bezeichnet.

O Bremstrommel abnehmen. hydraulik"), um unnötigen Bremsflüssigkeitsverlust Radbrems-


O Bremsbackenausbauen. zu vermeiden. rylinderder
O Bremsleitungabschrauben.Sofern nicht gleich O Zwd Halteschrauben hinten am Bremsträger- Trummelblemse
anschließendein neuer Bremszylinder eingesetzt blech herausdrehen. ausbauen
wird,solltenSie das Bremspedalniedertretenund in O Radbremszvlinder abnehmen.
dieserStellunghalten(siehe"Arbeitenan der Brems-

DiePeugeot306 mit 1,8-LiterMotor in Verbindungmit Automatikbesitzenauchan der Hinterachseggf. Schei-


benbremsen.Es handeltsich wie bei den Vorderrädernum Faustsättel.
Zusätzlich
zur hydraulischenBetätigungdurchdie Fußbremsekanndie hintereScheibenbremse auch überdie
der Handbremsebedientwerden.Der Bremskolben
Seilzüge wird übereinenHebel,in den der Bremszugein-
gehängtist, und eine Druckstangegegenden Belaggepreßt.

Derhydraulische Teilder Scheibenbremse ist selbstnachstellend.


Bei der mechanischenBetätigungdurch die Automatische
Handbremse ist dagegeneinespezielleNachstellvorrichtung notwendig,welchedie Druckstangenach Bedarf llachstellung
gewissermaßenverlängert.Die Stange würde sonst den weiter nach außen gerückten Kolben ab einem
bestimmtenBelagverschleiß nichtmehrerreichen.
Kernstück
der Nachstellung ist ein Gewinde,auf dem sich die Druckstange mit zunehmendemBelagverschleiß
immerweiter herausschraubt - die Druckvorrichtung wird also länger.Der Bremskolbendarf deshalbbeim
Belagwechselnicht einfachzurückgedrücktwerden, sondern er wird auf dem Nachstellgewindemit einem 7
mmVierkantschlüssel zurückoeschraubt .

DieKontrolledes Belagverschleißes an den hinterenScheibenbremsen geschiehtauf gleicheWeisewie an den Wartungsarbeit


Vorderrädern.Bitte lesenSie weitervorn in diesemKapitelnach.Gleichzeitig
soll auch der Zustandder hinte-
renBremsscheibenkontrolliertwerden.wie beschrieben.

O Wagenhintenaufbockenund Rad abschrauben. telgehäuse wie folgt verfahren: Einen passenden Hintere
O Untenan der lnnenseitedes Haltekeils den Siche- Schraubendreher (7 mm breit)in die Nut (Aussparun- Scheiben-
rungsstiftmit einerZange aus der Bohrungheraus- gen)des Kolbenseinschieben. bremsbeläge
ziehen. O Mit einem weiterenSchraubendreherdas Brems- erneuetn
O Haltekeilmit einem Durchschlagbzw. einem sattelgehäusezur Fahrzeugaußenseite drücken und
Schraubendreher in RichtungWagenaußenseite her- somit den Kolbenan die Bremsscheibe anlegen.
auskloofen. O Kolben mit dem ersten Schraubendreherin das
O Mit einerRohrzangeden innerenBremsbelagein Gehäusehineindrehen,während mit dem zweiten
Stückzur Wageninnenseite drücken und aus dem Schraubendreher über die Bremsscheibezusätzlich
Schachtherausziehen. Druckausgeübtwird.
O Bremssattelgehäuse zur Wagenaußenseitedrük- O Anschließend Kolbenso ausrichten,daß die Mar-
kenund äußerenBremsbelagherausziehen. kierungsnasewaagrechtüber der Nut steht.
O ZumZurückdrehen des Kolbensin das Bremssat- O Mit zunehmendem Fahrzeuoalterkönnen die

145

b-_
Bremssättelauf den GleitschienenRost ansetzen. kontrollieren.Sie muß oben an der Gleitschiene
Die Belagträgergleiten dann nicht mehr einwandfrei anliegen.
auf den Schienen. O Mit vorsichtigenHammerschlägen Keil bis zum
O Bei Rostansatzdie Schienenblankkratzen. innerenBelageintreiben.
O Obere Gleitschiene am Bremssattel mit etwas O InnerenBelag ebenfallsnach oben drücken,Hal-
Kupferfettbestreichen. tekeil vollends eintreiben.lst dies ebenfallsnicht
O Beim einsetzenneuer Beläge darauf achten, daß möglichsiehe weitervorne im Text.
der innere Belag, der eine Nase besitzt, in die Mar- O Nach dem Zusammenbau das Bremspedal
kierungsnasedes Kolbenseingreift. mehrmals durchtreten, bis die Beläge an der
O Außeren Bremsbelag nach oben drücken und Bremsscheibeanliegen.Sonst ist keine Bremswir-
leicht gefettetenHaltekeileinschieben. kung vorhanden!
O lst dies nicht möglich, den Sitz der Belagfeder

Fingerzeige: Falls gelaufene Bremsbeläge weiterhin benutzt und erneut eingebaut werden, müssen sie
wieder an der bisherigen Stelle montiert werden. Der Wechsel von der Außen- zur Innenseite oder
umgekehrt oder von einem Rad zum anderen kann ungleichmäßige Bremswirkung zur Folge haben.
Mit neuen Belägen - wenn möglich - die ersten 200 km nur behutsam bremsen.

BremssatteF O Bremsbelägeausbauen. schlauchnicht unter Spannungsteht, oder Brems-


gehäuse
aus- O Handbremszugam Bremssattelgehäuse aushän- schlauchabschrauben.
bauen gen (sieheunter"Handbremszugwechseln"). O Beim Einbau die Halteschraubendes Bremssat-
O Die beiden Halteschrauben des Bremssattel- telgehäusesmit 120 Nm festziehen.
gehäusesan der Achse lösen. O Belägeeinbauen,Bremsanlageggf. entlüftenund
O Bremssattel so auJhängen, daß sein Brems- Seilzugder Handbremseeinhängen.

Brcmskolben- Für das Auswechselndefekter Bremskolbenmanschetten an den hinterenBremssättelngilt dasselbewie für


manschefte die vorderenSättel: Da das Bremssattelgehäuse ausgebautund zerlegtwerden muß, sollten Sie dieseArbeit
auswechseln aus Sicherheitsgründen in der Werkstattdurchführenlassen.

Bremsscheibe O Bremsbeläge ausbauen. O Bremssattelzur Fahrzeugaußenseite


drückenund
ausbauen O Kreuzschlitzschraube
lösen. Bremsscheibevon Achsnabeabziehen.

Die Übertragungder Bremskrafterfolgt hier auf mechanischeWeise.Wenn Sie am Handbremshebelziehen,


werden die beiden am Ausgleichbügel(eine Art Wippe) eingehängten Bremsseile zu den Hinterrädern
gespannt.Durch die Ausgleichwippewird die Kraft beim Anziehenso gleichmäßigwie möglichan die hinteren
Bremsenverteilt.LeichteSchwankungenim Reibwertder beiden Bremsseilegleichtdie Wippe dabei aus.
O Bei den Modellen mit Trommelbremsen hinten zieht jedes Seilzugendeden Bremshebelan der hinteren
Sekundärbremsbacke an. Durch diese Bewegungwird die Bremsbackegegen die Trommelgedrückt.Gleich-
zeitig stützt sich der Bremshebelüber die Druckstangean der vorderenBremsbackeab, die ebenfallsnach.
außengedrückt wird - die Hinterräderwerden gebremst.

Zur Handbremsbetätigung gehören tolgende Teile:


1 - Hebelgriff mit Verkleidung;
2 - Handbremshebel;
3 - Schalter für Handbrems-Kontrollampe;
4 - Ausgleichsbügel;
5 - rechtes Handbremsseil;
6 - linkes Handbremsseil.

146
O Bei bestimmtenAutomatik-Modellenwirkendie Handbremsseile
auf die Scheibenbremsenhinten über
den Betätigungshebel,
die Druckstangeund den Nachstellmechanismus.

Wirddie Feststellbremse nahezubei jedem Parkenangezogen,längensich die Handbremsseile


im Laufeder Wadungsarbeit
Zeit.Wer andererseits die Handbremsenur seltenbenutzt,kann einesTagesmit Überraschung
erleben,daß
sieeinseitigzieht- ein häufigauftretender
Mangelbei der Hauptuntersuchung.

O Funktionsprüfung durchführen,wie weiter vorn hintereTrommelbremsbelägeoder gedehnteHand- Handbremse


beschrieben. bremsseilehin. prüfen
O DieWirkungder Handbremsesoll mit der zweiten O Läßt sich der Handbremshebel
um mehr als sie-
Rastedes Hebelsbeginnen. ben Rastenhochziehen,mußdie Handbremseeinge-
O Beieingerastetem sechstemZahnsolltendie Hin- stelltwerden.
terräderblockiedsein.
O lst der Hebelweglänger,weistdas auf abgenutzte

Bevordie Handbremseeingestelltwird, muß sichergestellt


sein, daß die Seilzügeder Bremseleichtgängig llandbremse
sind,sonstnütztallesEinstellen
nichts.Ebensomüssendie Hebelan den Bremsbackengängigsein. einstellen
O Wagenhintenaufbocken;beide Hinterräder müs- O Wenn die Räderfrei drehen,ist die Mutteran der
senfreisein. Ausgleichswippeentsprechendweiterzuschrauben,
O Unter dem Fahrzeugdas Bremsseilhinter der dabei das Gewindestückmit einem Gabelschlüssel
Ausgleichswippe kräftignach unten ziehenund auf gegenhalten.
prüfen.
Freigängigkeit O Handbremshebel lösenund kontrollieren,
ob sich
O lm Wagen den Handbremshebel bis zur zweiten die RäderohneWiderstandfrei drehenlassen.
Rasteanziehen.
O In dieserStellungbeide Hinterrädermit der Hand
drehen,die Bremswirkungmuß geradeeinsetzen.

O Fahrzeugaufbockenund sichern. Bremsbackenausbauen,Handbremsseil aushängen Handbremsseil


O SelbstsicherndeEinstellmutterso weit vom und aus den Bremsträgerblechen
herausziehen. erseEen
Gewindestückdes Handbremszugseils losdrehen, O Scheibenbremsen: Halteklammer am Hand-
bisdie Handbremsseilean der Ausgleichswippeaus- bremsseilabdrücken.
gehängtwerdenkönnen. O Betätigungshebel in Fahrtrichtung nach vorn
O Handbremsseile nachoben aushängen. drückenund das Kugelendedes Seilesaushängen.
O Vier Kreuzschlitzschrauben lösen und Hitze- O Alle: Nachdem Einbauder neuenHandbremssei-
schutzblechunterhalbdes Tanksabnehmen. le Handbremseeinstellen.
O Handbremsseile links und rechts an der Hinter-
achsevon den Halternausclipsen.
O EbensoHandbremsseile von den Halternam Tank
aushängen.
O Trommelbremsen: Bremstrommelnabnehmen,

Die Handbrems-Mechanikunter dem Wagen-


boden:Das vom Handbremshebelkommende
Bremsseil (2) ist mittels Gewindestück und Nach-
stellmutter(Pfeil)an einem Ausgleichsbügel(1)
be{estigt,in der die Bremsseilezu den Rädern (3
und4) eingehängtsind.

147
Der Hauptbremszylinderist gewissermaßendas Oberhauptim Bremssystem.Er sitzt hinten links im Motor-
raum und gibt den Bremssättelnbzw. Radbremszylindernden Befehl,wann sie zu bremsenhaben.Es können
Hauptbremszylinder von verschiedenenHerstellerneingebautsein. Beim Kauf eines neuen Hauptbremszylin-
ders müssenSie den Herstellerangeben.Mehr überseineAusführungund FunktionfindenSie zu Beginndes
Kaoitels.

Scheibenbremsenwirken nicht,wie Trommelbremsen,selbstverstärkend: es ist eine wesentlichhöherePedal-


kraft vonnöten.Deshalbbesitztder Peugeot306 einen pneumatischarbeitendenBremskraftverstärker, der ca.
600/oder Bremskraftaufbringt.
Diese Hilfseinrichtungsitzt links im Motorraum hinter dem Hauptbremszylinder.Das Bremspedalist jedoch
trotzdem direkt mit den Bremskolbenim Hauptbremszylinder verbunden,so daß man auch bei ausgefallenem
Hilfsgerätnoch bremsenkann. Der notwendigePedaldruckmuß dann allerdingsvervielfachtwerden!
Die Hilfskraftliefertder Unterdruckaus dem Ansaugrohr.Der Bremskraftverstärker ist über einenSchlauchmit
dem Saugrohrverbunden.Beim Bremsenverschiebtder Druckunterschiedzwischendem äußerenLuftdruck
und dem Unterdruckim AnsaugrohreinegroßeelastischeMembraneund drücktzusätzlichauf die Kolbenim
Hauptbremszylinder.
Wenn der Motor nicht läuft,liefertder Servokeine(zusätzliche)Bremskraft.DeswegenmüssenSie stärkeraufs
Pedaltreten,wenn z. B. lhr Wagen abgeschlepptwird. Bleibt der Motor unterwegsplötzlichstehen,habenSie
durch den Unterdruckspeicher noch eine Reservefür einigekurzeBremsungen- erst dann werdendie Waden-
muskelnvoll beansorucht.

Wartungsarbeit O Der Motor muß abgestelltsein. schen Hauptbremszylinderund Servogerät oder


O Bremsoedal10 Mal durchtreten. Membranedes Bremskraftverstärkers defekt.
O Pedal jetzt voll durchgetretenhalten und Motor O Zur Kontrolledes Rückschlagventils den Unter-
starten. druckschlaucham Bremsservoabziehen- Durchbla-
O Bei intaktemBremskraftverstärker muß das Pedal sen muß,Ansaugendarf nicht möglichsein.
jetzt ein Stück nachgeben.Senkt sich das Pedal O Zum Austausch eines schadhaften Gummirings
nicht, ist die Bremskraftverstärkung
defekt. zwischen Hauptbremszylinderund Verstärkermuß
O Es kommen in Betracht:Unterdruckschlauch vom der Zylinderabgebautwerden.
Ansaugkrümmerbzw. von der Unterdruckpumpe O Bleibt zuletzl noch der Defekt des Bremskraftver-
(Diesel) zum Bremskraftverstärkerundicht, Rück- stärkersselbst. Eine Reparaturist hier nicht möolich
schlagventil im Unterdruckschlauch,
Gummiringzwi- - austauschen.

llruckabhängige Serienmäßigist bei allen Modellenohne ABS hintenin jeden Radbremszylinderein Bremskraftreglerintegriert.
Begler ln Verbindungmit ABS sitzenbei den Diesel-Modellen in den Bremsleitungen
zu den Hinterrädern
zweiBrems-
kraftreglerbei der die Regelungdes Bremsdrucksdruckabhängigfunktioniert.
DieseReglerhaben eine feste Einstellungund lassenbeim Tritt aufs Bremspedalden Bremsdruckzu den hin-
teren Bremsenlangsameransteigenals zu den vorderenBremsen.So wird ein frühzeitigesBlockierender hin-
teren Räderverhindert.

Ein Schnitt durch den


Radbremszylinder mit
integriertem Brems-
kraftregler:
1 - Bremsbacken;
2 - Radbremszylinder;
3 - Ventilstößel;
4 - Ventilkugel;
5 - Regelkolben;
6 - Regelfeder.

148
Links: In Fahnrichtung vorn vor
dem Reserverad sitzen die
Bremskraftregler für die rechte (1)
und linke (2) Fahrzeugseite
zwischen den Bremsleitungen.
Rechts: Bevor der Brems-
schlauch ('l) vom Bremssattel (3)
losgeschraubt wird (mit Gabel-
schlüssel - 21,muß sein anderes
Ende an der Bremsleitung gelöst
sein,damit sich der Schlauch frei
drehen kann.

WennSie bei Bremsprobenfeststellen,daß die Hinterrädereinseitigbremsenbzw. eines vorzeitigerblockiert


als das andere, muß die Werkstatt eine Druckprüfungvornehmen.Zu reparierengibt es bei einem Defekt
nichts,der Radbremszylinderbzw. der Bremsdruckreglermuß komplettausgetauschtwerden.

Mit ABS ausgerüstetePeugeot 306 besitzen links und rechts an der Hinterachseebenfallsje einen Brems- Lastabhängige
kraftregler.Es handeltsich dabei um lastabhängigeRegler,die über eine Federmit dem Längslenkerder Hin- Begler
terachseverbunden sind. So können sie erfassen,wie stark das Wagenheckbeladen (eingefedert)ist. Die nurbeiABS
lastabhängigenBremskraftreglerreagierenauf die jeweiligeBeladungdes Fahrzeugs:Viel Leitungsdruckbei
vollgeladenemWagen, wenig Druck bei Ein- oder Zweimannbesatzung.Bei Störungen kann die Peugeot-
WerkstattverschiedeneKontrollendurchführen.

Als Selbsthelferkönnen Sie einen lastabhängigenBremskraftreglerallenfallsbehelfsmäßigkontrollieren.Zur [astabhängigen


genauenFunktionsprüfungbesitztdie Werkstattein eigensdafür vorgesehenesDruckprüfgerät. Brcmskraft-
O Für die schnelleFunktionsprüfung brauchenSie O Hierbei muß sich die Feder am betreffenden reglerprüfen
einenHelfer.Der Wagen darf nicht aufgebocktsein. Bremskraftreglerbewegen.
O TretenSie das Bremspedalkräftigdurch und las-
senSie es schnelllos.

O Überwurfmutter der Bremsleitung losdrehen. gen werden,darf dies nur in einem großen Radius Bremsleitungen
O lst die Mutterauf der Leitungangerostet,wodurch geschehen.Andernfallsknickt das dünne Rohr ab. enseEen
sich diese mitdreht,muß die Leitungin jedem Fall O Innenseite des Bogensbeim Biegenmit dem Dau-
erneuertwerden. Die dünnwandigenRohre knicken men unterstützen.So könnenSie sich langsamdem
schnellab. Radiusentlangarbeiten.
O Zum Lösen der Leitungsanschlüsse kann folgen- O Evtl. vorhandeneSchutzschläucheder Leitungen
der Trick weiterhelfen,wenn das betreffende Lei- nicht vergessen.
tungsstückohnehinausgewechseltwerden soll: O Bremsleitungenin ihren Abstandshalternverle-
O Bremsleitungnahe der Verschraubungabsägen, gen.
Überwurfmuttermit einer Sechskantnußlosdrehen. O Anzugsdrehmoment15 Nm.
O Muß eine neue Leitungnoch etwas zurechtgebo- O Bremsanlageentlüften.

O Rad abbauen. O Bremsschlauchvom Halterabdrücken. Brcms-


O Zuerst die Überwurfmutter der betreffenden O Einbau: Bremsschläuchenicht in sich verdreht schläuche
Bremsleitungvom Bremsschlauchlosdrehen. einbauen.Zur Kontrolledienendie Längsstreifenent- ausbauen
O Leitungetwas zurückbiegen,Blechhalterabneh- langder Schläuche.
men. O Anzugsdrehmomente: Bremsschlauchhalteran
O Bremsschlauchmit einerZangeaus der Halterung Längsträger20 Nm, Bremsschlauchan Bremssattel
herausdrücken. 15 Nm, Bremsleitungan Bremsschlauch 15 Nm.
O Vorderer Bremsschlauch: Schlauchvom Brems- O Bremsanlageentlüften.
sattelabschrauben. O Sofort nach der Reparatur kontrollieren,ob die
O Hinterer Bremsschlauch: Wo nötig, Brems- Schläucheirgendwoscheuernkönnen.
schlauchhaltervom Längsträgerabschrauben und
den zweiten Bremsleitungsanschlußwie oben
beschriebenabmontieren.

149

L-_
il Fingerzeig: Bei älteren oder fehlerhaften Bremsschläuchen kann es vorkommen, daß diese quellen und
so den Leitungsquerschnitt im Innern verkleinern oder ganz verschließen.Außerlich ist diesen Schläu-
chen nichts anzusehen. Sie bemerken besagte Querschnittsverengung,wenn eine Radbremse erst mit
Verzögerung anspricht (Bremsen ziehen erst schief, dann aber völlig gerade). Bisweilen löst die betref-
fende Bremse dann auch erst mit einer kleinen Verspätung, weil sich der Bremsdruck durch die ver-
engte Leitung nicht sofort wieder abbauen kann. Bremsschlauch (am besten alle) auswechseln.

Wenn sich das Bremspedalfedernddurchtretenläßt und sich der gewohntePedalwegerst nach mehrmaligem
"Pumpen" einstellt,ist Luft in die Bremsanlageeingedrungen.Es liegt also eine Undichtigkeitvor. Defekt
suchen,reparierenund anschließend die Bremshydraulik
entlüften,weil Luft in Bremszvlinderund Leitunqen
eingedrungen ist:
O Bremsflüssigkeits-Vorratsbehältermit frischer dertretenund wiederzurückkommenlassen,bis im
Bremsflüssigkeitauffüllen und auch während oes SchlauchkeineLuftbläschenmehr sichtbarsind.So
Entlüftensimmerdafürsorgen,daß er rechtzeitig vor wird Bremsflüssigkeit - und natürlichauch Luft -
Absinkendes Spiegelsmit frischerFlüssigkeit nach- durch das Entlüftungsventil gepumpt.
gefülltwird. Sonst wird wieder Luft angesaugt. O Bei stark entleerter Hydraulik zwei Entlüftungs-
O Staubkappe vom Entlüftungsventilnehmen und durchgängeam Wagenmachen.
Arbeitsreihenfolge hinten rechts; hinten links; vorn O Kommenkeine Luftbläschenmehr, muß der Hel-
recht; vorn links beachten. fer das Bremspedalin der tiefsten Stellung halten,
O DurchsichtigenSchlauchüber das saubergerre- während Sie das Entlüftungsventil schließen.Mit
bene Ventilschiebenund das freieSchlauchendein Gefühlanziehen,sonst reißtdas Ventilab!
ein teilweise mit Bremsflüssigkeit gefülltesGefäß O An den übrigen Radbremsenauf gleicheWeise
stecken. entlüften.
O JeweiligesEntlüftungsventil öffnen.
O Von Helferdas Bremspedalso langelangsamnie-

Fahrzeuge Prinzipiell
verläuftdie Arbeitgleichwie bei Fahrzeugen ohne ABS, doch muß auf folgendepunkte unbedingt
mit ABS geachtetwerden:
O Bei Bendix-ABSzum Entlüftenbei abgeschalteterZündung den Stecker am ABS-Hydraulikblock abzie-
hen. Die Hydraulikeinheitpumpt sich sonst leer,und sie kann nur beim Herstellerwiederenilüftetwerden.
Stecker erst wieder aufstecken,wenn der Entlüftungsvorgang abgeschlossenist und alle Enilüftungsventile
geschlossensind.
O Während des Entlüftensdarauf achten, daß der Nachfüllbehälternie leer wird. Also immer rechtzeitig
nachfüllen.
C Reihenfolge des Entlüftens:1. Hydraulikeinheitentlüften(zwei Entlüfterventile)
2. rechtesHinterrad.3. lin-
kes Hinterrad,4. rechtesVorderrad,5. linkesVorderrad.
Der Bremsschlauch (1) ist zusätzlich an der Hinterachse mit einer Halte- Zum Entlüften der Bremsanlage die Staubkappe (2) abnehmen und einen
klammer (2) gesichert, Mit "3* ist die Bremsleitungsverschraubungbezeich- durchsichtigen Schlauch (3) auf das Enilüfterventil mit angesetztem Ring-
net. schlüssel (1) stecken. Das andere Ende muß in ein mit Bremsflüssigkeit
gefülltes Gefäß (4) reichen. Erst ietzt das Ventil öffnen.
Der Bremsflüssigkeitswechsel ist nicht nur wegen der Gefahrvon Dampfblasenbildung bei hoher Bremsenbe- Wartungsarbeit
lastungnötig. Das von der BremsflüssigkeitaufgenommeneWasserverursachtder Zeit auch Korrosionin den
Bremszylindernund -leitungen.Außerdemsoll der Abrieb der Bremsmanschettenherausgespültwerden.
Beim Flüssigkeitswechsel geht man wie beim Entlüftenvor. Gebrauchtwerden zwei Liter frische Bremsflüs-
sigkeit.
O Bremsflüssigkeitaus dem Vorratsbehälter mit O Durch diese relativhohe Menge ist gewährleistet,
eineralten Injektionsspritze
absaugen. daß sich neue Bremsflüssigkeit nicht mit der alten
O Frische Bremsflüssigkeit einfüllen bzw. regel- vermischthat, sonderndas Bremssystemdurchweg
mäßignachgießen. mit unverbrauchterFlüssigkeitbefülltist.
O An jedem Entlüfterventilsollen 500 cm3 Brems-
flüssigkeit
durchgepumptwerden.

Fingerzeig:Bremsflüssigkeit ist giftig. Deshalb gebrauchte Flüssigkeit nicht in die Kanalisation schüt-
ten. Sie darf auch nicht in den Altölkanister gefüllt werden, denn Altö1,vermischt mit Bremsflüssigkeit
kann nicht wieder verarbeitet werden. Man muß sie in einen separaten Behälter füllen und zur Sonder-
müll-Beseitigung geben. (Adresse der Sammelstelle bei der Gemeindeverwaltungerfragen.)

Bremsen
Die Störung - ihre Abhilfe

A Bremsen ziehen einseitig 1 ReifendruckungleichmäBig Korrigieren bei kalten Reifen


2 Reifenprofil ungleich abgefahren Reifen so untereinander auswechseln, daß auf
jede Achse gleichmäßig abgenutzte Reifen
kommen
3 Beläge verschmutzt, verschmiert Erneuem
oder abgenutzt
4 Bremsflächen der Scheiben bzw, Trommeln Scheiben abschleifen bzw. Trommeln ausdrehen
stark verschmutzt, verrostet oder zu stark lassen. Ggf. austauschen
abgenutzt
5 Belagführung im Bremssattel verschmutzt Blank schleifen
oder verrostet
6 Festsitzender Kolben im Bremssattel Gängig machen oder Bremssattel überholen
lassen
7 Nachstellmechanismusder Trommel- Einbaulage der Bauteile überprüfen
bremsen nicht in Ordnung
I Festsitzender Kolben im Radbremszylinder Gängig machen oder Bremszylinder
austauschen
I Bremskraftregler defekt Druckprüfung in der Werkstatt

B Bremse quietscht 1 ResonanzgeräuschezwischenBrems- Geräuschdämpfenden Belagaufkleber an der


scheibe und Beläge Rückseite der Belagträgerplatten anbringen
2 Beläge verschlissen oder verhärtet Erneuern
0'verglast")
3 SieheA4-8
4 Neue Bremsbeläge liegen nicht plan an Außenkanten der Beläge mit einer Feile brechen

Bremsen rubbelt. 1 Bremsscheiben vershlissen, beschädigt Scheiben abschleifen oder austauschen.


Bremspedal pulsiert oder Belagreste angeklebt. Seitenschlag Ggf. Radnaben und evtl. Radlager ersetzen
der Bremsscheibe oder Radnabe zu groR
2 Siehe A 3 und 7
3 Bremstrommel hat Seiten- oder Höhen- Bremstrommeln ausdrehen lassen bzw,
schlag oder beschädigte Bremsflächen austauschen

D Hinterräder blockieren 1 Siehe A 7 und I


2 Bremsflächen der Trommeln verrostet oder Bremstrommeln ausdrehen lassen bzw.
mit starken Riefen ersetzen
3 Beläge gerissen oder an der Oberfläche Erneuern
beschädigt schadhafte Teile erneuern
4 Schwache Vorderradbremswirkung,
sieheA4-6

151

Lr-
Die Störung - ihre Abhilfe

E Bremse wird heiß, löst 1 Hydrauliksystem unter Vordruck..Alle Räder Prüfung: Wagen aufbocken, Räder durchdrehen
sich nicht schwergängig:
a) Kein Spiel zwischen Bremspedal (Druck- Spiel kontrollieren
stange) und Hauptbremszylinderkolben
b) Bremskraftverstärker defekt Austauschen
c) Hauptbremsrylinder defelil Ersetzen
2 Ein Bremskreis unter Vordruck. Ein
Vorderrad und evt, gegenüberliegendes
Hinterrad schwergängig:
Ausgleichsbohrung im Hauptbremszylinder Säubern lassen
verstopft
3 Bremsmechanik klemmt. Ein oder zwei
Räder einer Achse schwergängig:
a)SieheA4-8
b) Handbremse löst nicht Handbremseinstellung kontrollieren bzw.
Grundeinstellung der hinteren Scheiben-
bremsen durchlühren
4 Gummiteile gequollen durch Verwendung Bremsflüssigkeit wechseln und schadhafte Teile
f alscher Bremsf lürss _iokeft erneuern
F Pedalweg zu groß 1 Trommelbremsbeläge abgenutzt Erneuern
2 Siehe A 5

G Pedalweg zu groß, Pedal 1 Luft im Bremssystem, evtl. Flüssigkeit im


läßt sich weich und Vorratsbehälter zu tief abgesunken.
ledernd durchtreten Ursachen:
a) Leck im Bremssystem Kontrollieren, schadhafte Tiele erneuern
i
b) Manschette im Hauptbremsrylinder Hauptbremsrylinder austauschen
l
I
undicht
I
2 Überhitzte Bremsflüssigkeit, Dampfblasen- Bremsf lüssigkeit wechseln
bildung durch zu hohen Wassergehalt der
Bremsflüssigkeit
3 Siehe A 6 und 7

H Schlechte Bremswirkung 1 Pedalweg normal: Gängig machen


bei hohem Pedaldruck a) Beläge verölt, verbrannt oder verhärtet Erneuern
b) Siehe A 4 und 8
2 Pedalweg kurz:
Bremskraftverstärker arbeitet nicht Siehe unter DBremskraftverstärker prüfen(
3 Pedalweg lang:
a) Siehe A 6
b) Ein Bremskreis ausgefallen durch Kontrollieren, schadhafte Teile auswechseln
Undichtigkeit oder Beschädigung

152
Stotterbremse
DerPeugeot306 kann mit einemAntiblockiersystem(kurz:ABS) des HerstellersBendix bzw. Bosch ausgerü-
stetsein.

ABSkann keineBremswundervollbringen, wie häufigangenommenwird; der Bremswegwird sich also nicht


unterallenBedingungen verkürzen.
Vielmehrhilft ABS, die Lenkfähigkeitdes Wagenswährend einer starken Bremsungzu erhalten.Doch bedarf
es dazueinesweit größerenLenkeinschlags als normal.Das ist nur einerder Punkte,die anderssind als bei
einernormalenBremsanlage:
O ÜbenSie deshalbauf einemabgelegenen ParkplatzVollbremsungen unterLenkeinschlag.
O TretenSie dabei voll aufs Bremspedal.Das Dosierender Bremskraftübernimmtdas ABS für Sie.
O Dasgilt für Bremsungenbei Geradeausfahrt wie auch bei eingeschlagener Lenkung.
O WundernSie sich nicht über das pulsierendeBremspedal.Wenndas ABS regelt,sind diesePedalschwin-
gungennormal.
O In ExtremfällenwerdenSie auch bei ABS das Bremspedalloslassenmüssen,um heikleSituationenin der
Kurvenoch zu retten.

ABSsorgt immerfür eine"Stotterbremsung<,so daß einereineBlockierbremsungnicht mehr möglichist.


DieRäderdrehensich selbstbei einerVollbremsung auf Glatteisnoch etwas,damit sie das Fahrzeugin der
Spurhaltenkönnen.

Siehat ihrenPlatzlinksvorn im Motorraumvor der Batterie;Die Einheitist zwischenden Bremsleitungen vom Die Hydraulik-
Hauptbremszylinder und den Bremsleitungen zu den Radbremsen eingebaut.Entsprechend den Befehlenvom einheit
elektronischenSteuergerätwird der Druck zu den Radbremsenentweder konstant gehalten,verringertoder
wiederaufgebaut.Höherals der Druck,den Sie überdas Bremspedalim Hauptbremszylinder erzeugen,kann
der Druckaber nicht werden.Für die Druckregelung sind zwei schnellschaltendeMagnetventile zuständig-
alsoje einespro Bremskreis.
Sinddie Magnetventile stromlos,wird der Druckerhöht.Fließtder Maximalstrom, erfolgteine Druckreduzie-
rung,und bei mittlererStromstärkewird der Druck gehalten.Besondersinteressantist die Druckabbauphase:
Weilmandie Bremsflüssigkeit, welchevom Hauptbremszylinder hergedrücktwird,zum Druckabbaunichtein-
fach irgendwohinentweichenlassen kann (das Bremspedalwürde sich als Folge ganz durchtretenlassen),

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An iedem Vorderrad tastet ein Drehzahlgeber (2)
die Drehzahlüber die Bewegung der Zahnscheibe .:
ab, die auf der Antriebswelle angebracht ist. Der
Drehzahlgeberist mit einer Mutter (1) am Achs-
schenkel befestigt,
*
I '"x,
::.:r.r,
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t 153

r
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pumpt man die Bremsflüssigkeit mit einer kräftigenRückförderpumpe
zum Hauptbremszylinderzurück.Sie
merkendies am Bremspedal,das leichtzu pulsierenbeginnt,wenn die Rückförderpumpe
läuft,das ABS also
in Aktiontritt.BeigenauemHinhörenvernehmenSieauchdie Pumpgeräusche. DurchGeräuschdämpfer in der
Hydraulikeinheitwird das Geräuschetwas unterdrückt.

DieDrehzahF Drehzahlgebererfassendie Drehzahlendes jeweiligenRadesund leitendiese Informationzur Steuerelektronik


geber weiter. Damit kann das Steuergerätseinerseitsdie Hydraulikeinheit
ansteuern.
Die Drehzahlgeber selbstbestehenaus einemMagnetkernund einerSpuleund sind in geringemAbstandzu
einerZahnscheibe- dem Rotor- montied. Der Rotor- sein Name sagt es schon - dreht sich mit dem Rad und
läßtdamitdie zahnförmigen Erhebungen an seinemUmfangje nachGeschwindigkeit schnelleroder langsamer
am Fühlervorbeilaufen. Jeder Zahn, der unter dem Fühlervorbeiwandert,induziertim Fühlereinen kurzen
Spannungsanstieg. Auf dieseWeisewird im FühlereineWechselspannung erzeugt,die entsprechend der Rad-
drehzahlihre Frequenzändert. Das so entstandeneSignalwird vom Steuergerätals Drehzahlinformation ver-
arbeitet.

Das Steuergerätsitzt links im Motorraumund verarbeitetdie lnformationenvon den Drehzahlfühlern.


Gleich-
zeitigsteuertes die Hydraulikeinheitso an, daß die Rädernicht blockieren.Nebender komplizierten
Signal-
aufarbeitungund dem nachfolgendenLogikteilenthältdas Steuergerätnoch eine Sicherheitsschaltung. Damit
kann sich das Gerät selbst überprüfen,Fehleraußerhalberkennenund die Betriebsspannung überwachen.
WerdenFehlerfestgestellt,schaltetsich das ABS aus, und die Kontrollampeim Kombi-lnstrumentleuchtetauf.

BendixZwei- Die Zweikanal-Zweisensoren ABS-Steuerungder Firma Bendix ist eine vereinfachteVersion:


kanaFZweF O Die Drehzahledassung erfolgtnur durch zwei Drehzahlgeberan den Vorderrädern,sie wird aber für die Hin-
sensoren-ABS terrädermitverwendet.
C Je ein Vorderradund das diagonalgegenüberliegendeHinterradsind auch bei ABS zu einem Bremskreis
zusammengefaßt und werdenauch gemeinsamvon einem"Kanal"der ABS-Hydraulikeinheit geregelt.
O Damit nun aber nicht ein Hinterradzu stark gebremstwird - wie wir wissen,hat das Steuergerätin Erman-
gelungvon Hinterrad-Drehzahlsensoren keineInformationüberdie aktuelleHinterrad-Drehzahl- ist jedemHin-
terrad ein beladungsabhängiger Bremskraftreglerzugeordnet.Die beiden Bremskraftreglerlassen nur soviel
Bremsdruckzu den Hinterradbremsen durch,daß dieseauf keinenFallblockieren.Bei beladenemWagenwird
viel Bremsdruckzugestanden,bei leeremWagen weniger.
O Der ganzeAufwandwird betrieben,weil überbremsteHinterräderzu einemAusbrechendes Wagenhecksin
Kurvenführen kann.

BoschUier- Bei der ABS-Steuerungder Firma Bosch erfasseninsgesamtvier Drehzahlgeberdie Drehzahlenjedes einzel-
kanaFUiersen- nen Radesund leitendiese Informationzur Steuerelektronik
weiter.Damit kann das Steuergerätseinerseitsdie
soren-ABS Hydraulikeinheitansteuern.
Anders als beim Zweikanal-Zweisensoren-ABS besitztjedes Rad seineneigenenDrehzahlgeber.
Dreht eines der Räder durch veranlaßtdas Steuergerätdaß die Hydraulikeinheitim Motorraum zu Regeln
beginnt.

lst die Anlageabgeschaltet,leuchtetdie ABS-Kontrollampe im Kombi-lnstrument auf. Wird der Motor zwi-
schenzeitlichabgestelltund wieder gestartet,schaltetsich das ABS automatischwieder ein.
DieABS-Kontrolleuchte im Armaturenbrett leuchtetmit dem Einschaltender Zündungauf.Sie mußverlöschen,
wenn der Motor läuft oder spätestens,wenn schnellerals 6 km/h gefahrenwird. Fälltdie Bordspannungunter
10 Volt, leuchtetdie Kontrolleebenfalls.Sie kann weiterhinaufleuchten,wenn ein Rad längerals 20 Sekunden
durchdreht.Danndie Zündungwiederausschaltenund erneutstarten.
Leuchtetdie Kontrolleständig, ist das ABS nicht betriebsbereit.Eine Peugeot-Werkstattmuß nach der Ursa-
che suchen. Dabei wird sie durch den Fehlerspeicherdes ABS-Steuergerätsunterstützt.Als Laie könnenSie
allenfallsdie Steckverbindungenzum Steuergerät,zu den Drehzahlgebern oder zur Hydraulikeinheitauf richti-
gen Sitz kontrollieren.

Fingerzeig: Pulsiert das Bremspedal schon bei leichtem Abbremse bei guten Straßenverhältnissen
(ABS-Kontrolleuchte brennt nicht), deutet dies auf einen Fehler hin.

154
SchwarzeSohle
Nichtnur die Außenhautdes Peugeotweisteine rundlicheFigurauf.VierweitereRundungenfindenSie unten
am Wagen- Gebildeaus Gummi,Stahldrahtund Gewebe,welchedie VerbindungzwischenunseremPeuge-
ot 306 und der Straßeherstellen.

Für lhren speziellenWagen gelten diejenigenReifengrößen,die im Kfz-Schein eingetragen sind. Reifenmit


anderenBezeichnungendürfensich an lhremWagennicht befinden,sonst kann es Arger mit der Polizeigeben.
Dannist nämlichdie Betriebserlaubnis des Wagenserloschen,und das wird teuer!
Hierdie Aufstellungder Reifen,die an lhremPeugeot-306montiertsein können:

Motor Reifengröße Felge Einpreßtiefe

,1-Liter/I4 kW 165/70R 13 79 S 5Jx13 20


175170R 13 82 S 5Jx13 20
,4-Liter/55 kW 165/70R 13 79 S 5Jx13 20
175f70R 13 82 S 5'lr J x 13 20
165/65R 14 78 T 5'lz J x 14 24
175/65R 14 82 T 5'1,J x 14 24
,6-Liter/65 kW 175t70R 13 A2T 5'lz J x 13 20
175/65R 14 82 T 5'1,J x 14 24
185/55R 15 82 V 6Jx15 18
1,8-Liter/74 kW 175nOR 13a27 5'lz J x 13 20
1,9-Liter/so kW (Diesel) 175165R 14827 5'lz J x'|.4 24
1,9-Liter/66 kW (furbodiesel) 185/60R 1482 H 5 ' l zJ x 1 4 24

Nachinternational gültigenAbkommenwird die Reifengröße in Millimeteroder,wie in unseremFall,gemischt


in Millimeterund Zoll angegeben.Die Bezeichnungen der Reifen165/70R 13 - 79 S, 'l65/65 R 14 - 78 T,
1 7 5 / 7 0R 1 3 - 8 2 S , 1 7 5 1 6 5R 1 4 - 8 2 T , 1 8 5 / 6 0R 1 4 o d e r 1 8 5 / 5 5R 1 5 b e s a g e n z B
. .folgendes:
165,175, 185: Reifenbreitein unbelastetemZustand in mm
55, 65, 70: Verhältnisvon Reifenhöhezu Reifenbreite= 70 :100,65 :'100 bzw. 55 :'t00.
R: Kennzeichnungder Bauartals Radial-bzw. Gürtelreifen
13,14, 15: Innendurchmesser des Reifensin Zoll (")
78, 79, 82: Kennzahlder Mindesttragfähigkeit
Q: zulässigeHöchstgeschwindigkeit bis 160 km/h - Geschwindigkeitsklasse für herkömmliche M + S-Reifen
S: bis 180 km/h
T: bis 190 km/h - u. a. Hochgeschwindigkeits-Winterreifen
H: bis 210 km/h
V: bis 240 km/h

Am Peugeot306 könnenFelgenmit folgenderBezeichnung montiertsein:5 B x'13 ET 2O,5'/zB x 13 ET 20,


5'lzBxU14Ef 24 oder 6 B x 15 ET 18. Bisweilenfindetsich noch die Zusatzbezeichnung "1-1
2" auf der Felge.
DieZahlenund Buchstabenbesagen:
5, S'la,6: Felgenmaulweitein Zoll, an der Felgenhornbasis quer zur Laufrichtungdes Radesgemessen
B: Kennzeichnung der Felgenhorn-Höhe
x: Zeichenfür Tiefbettfelge
13, 14, 15: Felgendurchmesser inZoll, von Wulst zu Wulst gemessen
ET 18, 20, 24: Einpreßtiefe18, 20 bzw. 24 mm.
H 2: Zeichenfür Doppel-Hump-Felge. Zwei höckerartigeErhebungeninnenim Felgenbettverhindern,daß die

155
Ein Gürtelreifen im Querschnitt. Bezeichnet sind: 1 - Tiefbettfelge; 2 - Wulst; In der Zeichnung wird die Einpreßtiefe der Felge verdeutlicht. Mit dem Maß
3 - luftdichte Gummi-lnnenschicht;4 - Radial-Karkasse;5 - Schulter;6 - Dd(bezeichnetmandenAbstandzwischenderFelgenmitteundderAnlage-
Lauffläche; 7 - Stahlcord-Gürtel; I - Seitengummi; I - Gummiventil. fläche der Felge an die Radnabe.

Beifenwülstebei seitlicher Beanspruchung(scharfe Kurvenfahrtmit niedrigem Luftdruck) vom Felgenhorn


abgleitenkönnen.
Diese Norm-Bezeichnungen geben nur die Hauptabmessungender Felgenan, nicht aber die fahrzeugspezifi-
schen Daten,wie Anzahl der Radbefestigungslöcher(beim Peugeot306 sind das vier)oder Lochkreisdurch-
messer.

Kontrolle
Ständige Fahren mit zuwenig Luftdruck bewirkt, daß der Reifenvermehrt durchgewalkt(verformt)und dabei zu heiß
wird. Das kann zu einemTotalausfallführen,wenn sich die äußereGummierungvom Gewebeablöst.Unterdie
Vorgeschriebenen Werte,die auf dem Klebeschildan der Schmalseite der Fahrertür zu findensind, sollteder
Reifendruckkeinesfallsabsinken.
O Reserve-N otrad 4,2 bar
O In Verbindungmit M + S-Reifen kann der Reifendruckum 0,2 bar erhöht werden.
O lAm günstigstenist ein eigenerLuftdruckprüfer,womit der Reifendruckvor Antritt der Fahrt bei kaltenRei-
fen gemessenwerden kann.

Wartungsarbeit Die Kontrollegeht am besten bei aufgebocktemWagen,etwa beim Ölwechselan der Tankstelle.
O DrehenSie iedes Rad einmal komolettdurch. durch die Buchstaben"TWl" ffread Wear Indicator=
O Fremdkörper,wie kleine Steinchen, bohren Sie Profilabnutzungsanzeiger)gekennzeichnet.
mit einemschmalenSchraubendreherausden Profil- O Wenn diese Erhebungenmit den Profilrippenin
lamellen,ohne den Reifendabei zu beschädigen. gleicherHöhe stehen,ist ein Reifentauschzwingend
O Das Reifenprofilmuß laut Gesetzesvorschriftüber fällig. Schon bei 3 mm Restprofiltiefewird das Fahr-
die gesamte Profilbreitenoch mindestens 1,6 mm verhaltenauf nasserFahrbahnproblematisch,spezi-
tief sein. ell mit breitenReifen.
O Zur Verschleißkontrolledienen in regelmäßigen O Aus der Art der Profilabnutzungkönnen Sie eini-
Abständenquer zur LaufflächeverlaufendeErhebun- ges herauslesen,wie im folgenden Abschnitt be-
gen in den Profilrillen.
Sie sind an der Reifenflanke schrieben.

ßeifenlauftild O An der Außenseite abgefahrene Vorderreifen sind beim frontgetriebenenPeugeot 306 nichts Unge-
wöhnliches.Grund ist die erhöhteBelastungdieses Laufflächenbereichs bei Kurvenfahrt.
O Einseitig abgefahrenes Profil kann auch auf falsche Radeinstellunghinweisen;vor allem dann, wenn
lediglichein Reifenschräg abgelaufenist.
O Starke Abnutzung in der Profilmitte entsteht, wenn häufig mit hoher Geschwindigkeitgefahrenwird,
wobei sich die Laufflächedurch die Fliehkraftausbaucht.Der Effekttritt besondersdeutlich an den Hinterrä-
dern auf. Es kann auch der Hinweisauf wesentlichzu hohen Luftdrucksein.

156
O Sind beide Außenschultern eines Reifensstärker abgefahren als die Profilmitte, wurde langeZeit mil zu
niedrigemLuftdruckgefahren.
O GleichmäßigeAuswaschungen im Profil deuten auf einendefektenStoßdämpfer.
O Tritt die ungleiche Abnutzung nur an bestimmten Stellen auf, ist das Rad unwuchtig,oder der Reifen-
Unterbauist beschädigt.
O Eineeinzelne Stelle im Profil mit starker Abnutzung stammt von einer Bremsungmit blockiertemRad -
eine sogenannteBremsplatte.Falls der Peugeot mit einem Antiblockiersystemausgerüstetist, wird diese
Erscheinungallenfallsbei defektemABS auftreten.

Bei einer Reifenpannehalten Sie so schnell wie möglich an. Dabei dürfen Sie nur ganz vorsichtig bremsen,
sonstgerät lhr Fahrzeugu. U. trotz ABS ins Schleudern.
O Handbremseanziehenund 1. oder Rückwärts- O Bei weichem UntergrundBrettchenunterlegen.
gangbzw. Wählhebelin Stellung"P" einlegen. O Wagenhochkurbeln.
O Unterwegs Warnblinkanlage einschalten und O Radschraubenvollendsherausdrehen.
Warndreieckaufstellen. O Rad abnehmen,Notrad aufstecken.
O Räder der anderenWagenseitegegen Wegrollen O Schraubenansetzenund über Kreuzgleichmäßig
sichern,z. B. mit Steinenoder Holzstücken. anziehen.Dabeidas Rad hin- und herdrehen,damit
O Klappe hinten ötfnen, Bodenteppich am Heck- es sich einwandfreiauf der Radnabezentriert.
blech zurückschlagenund mit dem Radschrauben- O Wagen ablassen,Schraubenmit 85 Nm festzie-
schlüsselim Boden des Gepäckraumsdie Befesti- nen.
gungdes Notradeslösen(ca.15 Umdrehungen). O Radblende bzw. Schutzkappenaufdrücken. Bei
O Unter dem Fahrzeugheckden Radkorb anheben der Radblendeauf den Ausschnittfür das Reifenven-
und den Hakenaushängen.Notrad bereitlegen. til achten.
O Bei Stahlfelgen ggf. mit den Fingernin die Löcher O Defektes Rad mit der Außenseitenach unten in
der Rad-Vollblendefassen und Blendeabziehen. den Ersatzkorblegen und befestigen.
O Bei LeichtmetallfelgenSchutzkappen vorsichtig O Warndreieckwiedermitnehmen.
mit einemSchraubendreher abhebeln. O Bei Verwendungdes Notrads muß die Fahrweise
O Radschraubenjeweils knapp eine Umdrehung angepaßtwerden.
lockern. O Festen Sitz der Schrauben nach kurzer Fahrt-
O Bordwagenheberan der gekennzeichnetenStelle strecke orüfen.
der Karosserie-U nterkanteansetzen.

Spätestensbei einer ReifenpannewerdenSie unterdem Kofferraumdes 306 eine Uberraschungerleben:Statt


einesherkömmlichenRadeserwartetSie ein schmalbrüstigesNotrad auf einer speziellenFelge.Die Größen-
bezeichnunglautetTll1/70R15-90MaufFelge4Jxl5.SolangekeineReifenpanneauftritt,kannmandas
Notradverschmerzen.Aber wenn es doch einmalgebrauchtwird, gibt es manche Probleme.
O Das Notrad ist nur für kurzzeitigen Einsatz geeignet.Das kann sich am Wochenendeauf einer Urlaubs-
fahrtübel auswirken,wenn Sie noch einigehundertKilometervor sich habenund keinenErsatzkaufenkönnen.
O Mit dem Notrad darf nicht schneller als 80 km/h gefahrenwerden. Durch seinen kleinerenAbrollumfang
machtes mehr Umdrehungenals das herkömmlicheRad auf der anderenSeite.An der Vorderachsemuß das

Korrekter Reifendruck: Die richtige Kontur für Zu hoher Luftdruck verursacht hartes Abrollen Zu geringer Reifendruck bewirkt eine starke
vollen Kontakt zwischen Lauffläche und Fahr- des Reifens und macht ihn anfälliger für Durch- Durchbiegung des Reifens (Walken). Der Rollwi-
bahn gewährleistet gutes Fahrverhalten und eine schlag und andere Verletzungen. Der hohe derstand steigt erheblich an, der Reifen wird
lange Lebensdauer des Reifens. Bodendruck in der Laufflächenmitte führt zu ver- überhitzt und zeigt besonders starken Verschleiß
stärktem Verschleiß in diesem Bereich. im Schulterbereich.
Differentialden Drehzahlunterschiedausgleichen,wodurch die Getriebeöltemperatur
entsprechendsteigt.An
der VorderachsesolltenSie keine längereStreckemit dem Notrad zurücklegen.Besserein intaktesHinterrad
vorn montierenund einenzusätzlichenReifenwechselin Kauf nehmen.
O Die Seitenführungs-und Bremseigenschaften des schmalenReifenssind naturgemäßnur bescheiden,vor
allembei Regenoder gar im Schnee.
O Der Reifendruck(4,2 barl) muß umgehendnach dem Radwechselkontrolliertwerden, denn mit zu wenig
Luft im "Kinderwagenrad"wird das Fahrverhaltenkriminell.
O Durchden kleinerenRaddurchmesser ist auch die Bodenfreiheit
oerinqer.

Wartungsarbeit In regelmäßigen Abständensoll kontrolliertwerden,ob die Radschrauben richtigangezogensind. Das muß


auch nach jeder Radmontagegeschehen,wenn einigeKilometerFahrlstreckezurückgelegtworden sind.
O Als Anzugsdrehmomentsind sowohl für die Stahl- wie die Leichtmetallfelgen
85 Nm vorgeschrieben,also
nichtmit einemzusätzlichverlängertenRadschlüssel die Schrauben"anknallen".
O Zu starkes oder ungleichmäßigesFestschraubenkann dazu führen, daß sich die Bremsscheibenoder
-trommelnverziehen.Das ergibtungleichmäßige Bremswirkung, Bremsenschütteln und punkt- oder flächen-
förmigen Reifenverschleiß.

UnwuchtigeRäderspürt man durch Lenkrad-Vibrationen im oder Schüttelnim Vorderwagen.Beidestritt bei


bestimmtenGeschwindigkeitenverstärktauf. Die Ursacheliegt an ungleichmäßiger Gewichtsverteilung.
O Statische Unwucht zeigt sich bereits,wenn man das Rad am hochgebocktenWagen sich frei auspendeln
läßt:Der Schwerpunktwird sich ganz von selbstnach unten begeben.Ein Rad,das nur eine statischeUnwucht
hat, hüpft beim Fahren.
O Eine dynamische Unwucht kommt erst beim Rotierendes Rades zur Wirkung.Das ist der Fall,wenn die
übergewichtigeStellenicht in der Mittelebenedes Radesliegt,sondernetwas nach außenbzw. innen.Das Rad
hüpft dann nichtnur,sondernes taumeltauch.

Räder Die Rädermüssenstatischund dynamischausgewuchtetwerden. Dazu gibt es zwei Methoden:


auswuchten O Das Rad wird am Wagen ab- und an einer Auswuchtmaschineangeschraubt.Dod läuft es zur Probe,
Unwuchtenwerdendabeiangezeigtund könnendurchAnbringenvon Bleigewichten ausgeglichen
werden.
O Zum Ausschalten letzter Unwuchten ist Feinwuchtenerforderlich.Dabei werden auch Unwuchten von
Radnabeund Bremsscheibeausgeglichen.Die am Wagen anmontiertenRäderwerden mit Motorkraft(vorn)
bzw. durch einen Elektromotormit Reibrad(hinten)in die notwendigeschnelleDrehungversetztund die
Restunwuchtangezeigt.Das gleicht man wieder durch Bleigewichteaus.

Fingerzeig: Die Vorderrädern dürfen beim frontgetriebenen Peugeot beim nicht einseitig vom Elektro-
motor angetrieben werden. Die einseitige Beschleunigung ist für das Ausgleichgetriebe schädlich.
Stattdessen hebt man den Wagen vorn an und läßt den Motor die Vorderräder im höchsten Gang auf
etwa 90 km/h beschleunigen.

Vom Kofferraum aus wird durch Lösen der


Halteschraube (1) der Befestigungshaken (2)
mit dem Ersatzradkorb (3) so weit abgelas-
sen, bis er im Fanghaken aufliegt. Ersatzrad-
korb leicht anheben und Fanghakenent-
riegeln.

158
lrrgarten
DerEinzugder Elektronikin der Autoelektrikhat längststattgefunden.Störungenin der Elektrikund Elektronik
brauchenSie jedoch nicht gleichverzweifelnzu lassen,denn bei der planmäßigen Suche nach der Ursache
verliertgeradedie vermeintliche
KompliziertheitelektrischerZusammenhänge vielan Schwierigkeit.

ist leiderunsichtbar.Deshalbist alles,was mit Stromzusammenhängt,


Elektrizität für vieleein Buch mit sieben
Siegeln.Wir wollenes lhnenanhandeinesBeispielsleichtermachen.DieVorgängeum den elektrischen Strom
lassensich am einfachstenmit einerWasserleitungerklären. Durch eine solche strömt unter einem bestimm-
ten DruckeinegewisseMengeWasser.
O Man kann den Wasserdruckvergleichenmit der Spannung gemessenin Volt (Abkürzung:V).
O Die in einer bestimmtenZeit durchfließendeWassermengeentspricht dem Strom gemessenin Ampere
(Abkürzung:A).
O Multipliziertman Spannungund Strommiteinander, so erhältman elektrischeLeistung mit der Maßeinheit
Watt(Abkürzung:W.
O EinenanderenWerterhaltenwir, wennwir Spannungdurchden Stromdividieren, nämlichden Widerstand,
der in Ohm (Zeichen:Q) gemessenwird.
Wirkönnenihn uns als Absperrhahnin der Wasserleitungvorstellen.Bei geöffnetemWasserhahnist der Wider-
stand gleich 0, das Wasser fließt ungehindert.Wird der Hahn zugedreht,erhöht sich der Widerstand bis
zum Wert unendlich(-), wobei der Stromversiegt.
schließlich
JederStromverbraucherstellt einen Widerstanddar, der für seine einwandfreieFunktionmit genügendStrom
werdenmuß.Deshalbbrauchteine kleineKontrollampe
beliefert lediglichein dünnesKabel,der leistungsstar-
ke Anlasser dagegeneine besondersdicke Leitung.

BeimPrüfenund Reparierender Fahrzeugelektrik und -elektronikgibt es verschiedeneelektrischeGrößenzu


messen.Was im Einzelfallzu tun ist, beschreibendie verschiedenen Kapitelhier im Buch.
Damitder Meßwert richtig abgelesenwerden kann, bedarf es zunächsteines genauenMeßgeräts.Wie man
das Meßgerätrichtiganschließtund was bei den einzelnenMessungenzu beachtenist, finden Sie hier erklärt.

Prüflampe:Praktischist eine Prüflampemit Nadelkontakt,mit deren Nadel einfachdie lsolierungdes zu prü- Spannung
fendenKabelsdurchstochenwerden kann. Die Klemmeam Kabelder Lampewird irgendwoan blankemFahr- messen
zeugmetall,der sogenanntenMasse,angeclipst.DieLampegibt in erster LinieAuskunftdarüber,ob überhaupt
Spannunganliegt.An ihrerHelligkeitkann man in etwa die Höheder Spannungabschätzen.
Diodenprüfer:An elektronischenBauteilendarf mit einer herkömmlichenPrüflampenicht gemessenwerden.
Sienimmt zu viel Leistungauf und kann so Bauteileder Elektronikbeschädigen.Wer in diesem BereichMes-
sungenvornehmenwill,solltesich einenSpannungsprüfer mit Leuchtdioden anschaffen.
Voftmeter:Exakterist die Spannungsmessung mit dem Volt-MeßbereicheinesZeiger-oder Digitalmeßgeräts.
Durchden sehr geringenStromverbrauchdes Instrumentsdroht auch Elektronikteilen keine Gefahr.
O Zum Messender Batteriespannung (alsBeispiel)wird das mit "-" gekennzeichneteMeßkabelan den Minus-
pol der Batterieangeschlossen.Das "+.-Kabel kommt an den Pluspol:
O Zeigt das Instrumentbeispielsweise nur 10,4 Volt an, hat eine der Batteriezellen
Kurzschluß.Interessant

Die Zeichnungenzeigen, wie das


betreffende Meßgerät für die
elektrischen Größen Spannung
(links),Strom (mitte) und Wider-
stand (rechtsl angeschlossen
wird. Der Kreis mit Zeiger stellt
das ieweilige Meßgerät dar.
kannes auch sein,die Batteriespannung zu messen,währendder Anlasserbetätigtwird. Sind dann nur noch
6 Volt abzulesen,steht es mit der Batteriesicher nicht zum besten.
WeitereMethoden,das Volt-Meßgeräteinzusetzen:
O MesseneinerSpannung,gegen Masse":"+"-Kabeldes Meßgerätsan einerKlemmeanschließen, an der
Spannunganliegt,"-"-Kabel an ein blankesTeilder Karosserie oder des Motorsanklemmen.Beidesind durch
dicke Kabelmit dem Minuspolder Batterieverbunden,wodurcheineexakteMessungmöglichist.
O Häufig wird die Spannungzwischenzwei bestimmtenKontakten(etwa an einem Steuergerät)gemessen.
Wie das Meßgerätanzuschließen ist und welcheSpannunganliegensoll,ist in einemsolchenFallBestandteil
der Prüfvorschriften.
O Mit dem Volt-Meßbereichkann auch geprüft werden, ob ein Massekabelin Ordnung ist: "+"-Kabel des
Meßgerätsam Pluspolder Batterieanschließen,"-"-Kabel des Gerätsam Endedes Massekabelsanklemmen.
lst die Masseversorgungintakt,muß volle Batteriespannung angezeigtwerden.

Strommessen Ob Strom zu einemVerbraucherhin fließt,wird mit dem Amperemeterbzw. dem entsprechendenMeßbereich


des Vielfachinstrumentsgemessen.
O Der Stromkreisaufgetrenntund das Meßgerätzwischendie jetzt freien Polezwischengeschaltetwerden.
O In der Praxissieht das so aus: EinenSteckkontaktin der Leitungzu einemVerbraucherabziehenund Meß-
gerät zwischenSteckerund Kontaktzungezwischenschalten.
O Strom wird beispielsweisegemessen,wenn der Verdacht besteht, daß ein heimlicherStromverbraucher
irgendwoim Bordnetzsitzt, der über Nacht die Batterieleersaugt.Umdiese Leckstellezu lokalisieren,nehmen
Sie eine Sicherungnach der anderen heraus,klemmenstattdessendas Amperemeteran den Kontaktenim
Sicherungskastenan und könnenso feststellen,in welchemStromkreisVerlusteentstehen.

O Mit dem Widerstandsmeßbereich läßt sich beispielsweiseerkennen, welchen Innenwiderstandein


bestimmtesBauteilhat. DieAngabenfindenSie - wo nötig- hier im Buch.
O Die Kabeldes Meßgeräts(Polungist gleichgültig)
werdenan zweiAnschlüssendes Bauteilsangeklemmt.
O Oder es wird der Widerstand"gegen Masse" gemessen:Ein Kabel am Bauteil,das zwelte an Motorblock
oder Karosserieanklemmen.
O Fernerläßt sich mit dem Widerstands-Meßbereich eines Meßinstrumentsprüfen,ob eine Leitungoder ein
Schalter"Durchgang"hat (der Meßwertist dann 0 Q) oder ob der Stromweg irgendwounterbrochenist (dann
strebt der O-Meßwertgegen unendlich= -).

Halbleiterbauelemente findet man in größererStückzahlzu komplettenSchaltungenzusammengefaßt.Dazu


kommen noch Bauteile,die nichtzur Sparteder Halbleitergehören,ohne die die elektroniknicht denkbarwäre.
Transistor:Er läßt nur dann Stromdurchfließen,wenn an seinemdrittenAnschlußeineSpannunganliegt.lst
dieseSpannunghoch,fließtviel Stromdurch;bei geringerSpannungentsprechendweniger.Vergleichbar ist
das mit einemWasserhahn.Je weiter das Ventilaufgedrehtwird, desto mehr Wasserfließtdurch.
Elektrische Meßgeräte: | - Motortester mit Digitalanzeige;2 - Krokodil- Elektronische Bauteile: 1 - EPROM; 2 - lC (integrierter Schaltkreis); 3 -
klemmen; 3 - Meßspitzen; 4 - Leuchtdioden-Spannungsprüfer (auch für Dioden; 4 - Kondensator; 5 - Leistungs-Transistoren; 6 - Transislor (ohne
Elektronik-Bauteilegeeignet);5 - herkömmliche Prüflampe. Kühlkörper);7 - Leuchtdiode;8-Widerstand.

ß-q%
11
\\T
Diode:Sre tst nur in ernerRrchtungfür den elektrischenStrom leitend.Kommt der Stromaus der Gegenrich-
tung, sperrt sie den Durchgang.Das rst wie beim Reifenventil:Luft kann durchgepumpt werden, aber sie
kommtnicht mehr heraus.
Widerstand: SeineAufgabe rst es, den Stromflußzu hemmen,wre bereitsbeschrieben.
Kondensator: Er wirkt wre eine kleineBatterieund kann elektrrscheEnerglefür ernegewisseZeit sperchern.Er
wird zur Glättungvon Spannungsschwankungen und zum Dämpfenvon Spannungsspitzen verwendet.Wenn
eine Zeilverzögerungin ernerSchaltungerwünscht rst (2. B. im Bhnkrelais),wird ein Kondensatormit einem
Wrderstand zu einem"Zertglied"zusammengeschaltet.

IntegrierteSchaltkreise (lC): EineVielzahlvon elektronischenBauteilenist im kleinenGehäuseeines lC unter- Eleklronische


gebracht.Diese"Käfer,.mit 14 und mehr Anschlußfüßen gibt es mit allenerdenklichenFunktionen. Schaltungen
Mikroprozessor:SiespieleneinewachsendeRollein der Technik.Es srndweiterentwickelte lCs,aberwesent-
Itch "tntelligenter".
Je nach Ar1 des elektrrschenErngangssignals könnensie vorher programmierteSchal-
tungsvorgänge auslösen.
EPROM:In diesem elektronrschenBausternlassensich große,fest vorgegebenDatenmengenspeichern.

DieStromzuführungzum Verbrauchererfolgtdurch ern Kabel,das sich auf mehr oder wenrgerkomp|zrerteArt


immerzur Batterrezurückverfolgen läßt,wie das auch dreStromlaufpläne
rm folgendenKaprtelzeigen.
DieRÜcklertung besorgendreelektrischleitendenMetallteile von Karosserie
oder Motor.Auf dieseWeisewrrd
erneMenge teures Kupferkabelgespart.In manchenFällenrstjedoch trotzdem eln kurzesStück Kabelfür die
Rückleitung unumganglich - namhchdann,wenn der Stromverbraucher nrchtdirektauf Metallsrtzt.Dafurgibt
es - uber dre Karosserievertetlt- erneAnzahlsogenannterMassepunkte.
Auch der Minuspolder Batterrerst naturlrchmrt der Karosserre- der "Masse., wie der Autoelektrikersaot -
verbunden.Merksatz"Minusan Masse".

Das bunte Kabelgewirrrm Auto ist ergent|chganz gut geordnet,nur daß man srch berm Peugeotnicht nach Stecker-
den Kabelfarben nchtenkann,wie das rn deutschenAutomobilender Fallrst. undl(abel-
C Für den Peugeotgrbt es zunachstetnmalPrinzipschaltpläne,dte stets nur eine bestrmmteBaugruppe bezeichnungen
behandeln(2. B. ernebestimmteErnspntzungs-Version). DieseSchaltplänefrndenSie rm Kapitel"Die Schalt-
oläne".
C DreWerkstattverfÜgtzusätzlichuber Stromlaufpläne, dre dre Schaltpläneergänzen.Aus rhnenrst ersrcht-
Itch,welcheKabelstch in welchemKabelstrang befrnden- einegute Suchhrllehauptsachhch dann,wenn man
erneUnterbrechung mittenIn etnemKabelstrang vermutetoder wenn es gilt,dre Lertunguber mehrereSteck-
verbindungen hrnwegzu vedolgen.DiesePlänesrndhierim Buch nur dort verwendet,wo keineprinzioschalt-
plänezur Vedügungstanden.
O Dre Bauteilesrnd rn allen Planendurch lerchtverständliche
Symbole dargestetlt,an denen In gewrssem
Umfangschondre Funktroninterpretreft werdenkann.
C Jedem Schaltsymboltst erneZahl zugeordnet,nach der rm zentralenBauteile-Verzerchnrs dre Benennung
dresesBauterlsnachgeschlagen werdenkann.
C Entscheidend für dre Fehlersuche und das Arbeiten mit den Schaltplänen sind ledoch die für leden
SteckerangegebenenPin-Bezeichnungen.Jeder Steckerkontaktrst numerreftund eben drese Numerierung
findetsich am Fahrzeugan jedem Stecker wreder- und sersre noch so klernaufgedrucktoder unteretner
Gummi-Abdeckung verborgen.

Etnsefzei$ Die Methode, Kabel und Funktionen anhand der Stecker-Pinbelegung (Steckkontaktbe-
zeichnung) durchzuprüfen, ist hier im Buch fast bei allen elektrischen Prüfungen aufgegriffen. Sollte
lhnen diese Art der Vorgehensweise noch fremd sein, legen Sie sich einfach den betreffenden Schalt-
plan zu der im Buch beschriebenenMessung dazu, damit Sie leichter nachvollziehenkönnen, was
eigentlich gemessen wird.

Der Querschnitternes Kabelswird 1enach Stromanspruchdes betreffendenVerbrauchersgewähtt:Ern Kon-


trollämpchenkommt mtt 0,5-mm'Kabelstärkeaus, derAnlasserbrauchtdagegenein 16-mm?-Kabel. Ein zu
dÜnnesKabelherztslch auf, und die Spannungfälltab. Dannkommenstatt der erwunschten12 Vott z.B. an
den Schernwerfernvrelleichtnur 10 oder 9,5 Volt an - das Lrchtwrrdtrube.

161
Links: Die Rückseite
des Sicherungskastens
unter dem Armaturen-
brett ziegt die Stecker-
belegung. Die Stecker-
farben lauten:
BFl - braun;
BF2 - grau;
BF3 - grün;
BF4 - blau;
BF5 - rot;
BF6 - orange;
BF7 - gelb; Oben: An der Rückseite des Motorraum-Siche-
BF8 - schwarz; rungskastens sehen Sie die Kontaktbelegung:
BFg - braun; BFMA - Plus des Kombi-lnstruments;
BFIO - schwarz, BFMB - nicht abgesichert; BFMC - Kühlerlüfter;
BFMD - Kraftstoffpumpe;
BFME - Lambdasende;
BFF - ABS.

l(abel-Steck- LangeZeit galtenlose Kabelsteckverbindungen als eine der häufigstenPannenursachen


vermerken.Dem wur-
verbindungen de im wahrsten Sinne des Wortes ein Riegelvorgeschoben:Nahezualle Steckverbindungensind zusätzlich
mechanischgesichert.Hier die am häufigstenvorkommendenSteckersicherungen:
O Steckerder Einspritzanlagesind durch einen Drahtbügelgesichert,der niedergedrücktwerden muß.
O Viele Mehrfachsteckerhaben seitlich zwei Sicherungsrasten,die zum Abziehen niedergedrücktwerden
müssen.

Für die Fehlersucheist es interessantzu wissen,wo welche Bauteilestecken. und was es mit ihnen auf sich
hat. Die folgendenAbschnittesagen es lhnen.

Jedes elektrischeGerät im Auto braucht nur eine bestimmte,festgelegteMenge an Strom. Entsprechenddie-


ses Stromverbrauchswurde natürlichauch der Querschnittdes zugehörigenKabelsbemessen.
Steigtder Stromverbrauchin diesemStromkreis- etwa durch zusätzlicheingebauteVerbraucheroder gar durch
einen Kurzschluß-, so wird diesesKabelüberlastet.Dabeikann es warm werdenoder gar zu glühenbeginnen,
wenn nicht rechtzeitigder Stromflußunterbrochenwird. Und genau das erledigendie Sicherungen.
Damit der Peugeot bei einem Defekt nicht gleich völlig ohne Strom dasteht, sind die Sicherungenauf ver-
schiedeneStromkreiseverteilt,wie bereitsangedeutet.Allerdingssind die SchaltungenzwischenBatterie,
Generator,Anlasserund Zündschloßnicht von Sicherungenüberwacht.

Zum Öffnen des Deckels für Sicherungskasten-Armaturenbrett muß die lm Bild bezeichnet sind die Sicherungen 1 - 30. Der Pfeil zeigt auf die Zusatz-
Schnellverschlußschraube um 90' (Pfeilrichtung) verdreht werden. sicherungen.
Links:Die Sicherungen{1) im
Sicherungskasten im Armaturen-
brett zieht man am leichtesten
mit der kleinen Kunststoffzan-
ge (2)ab, die im Sicherungska-
sten eingesteckt ist.
Rechts:Um an die Sicherungen
im Motorraum-Sicherungskasten
zu gelangen,muß die Steckerlei-
ste {4) aus der Abdeckung (1}
nach oben herausgeschoben
werden.Anschließenddie Mut-
ter (2) lösen und die Abdeckung
abnehmen.Zum Entriegelndes
Sicherungkastendeckels (3) an
der mit Pfeil bezeichneten Stelle
entriegeln.Mit Position D5(ist der
Relaishalterbezeichnet.

Links:lm Motorraum-Sicherungs-
kasten sitzt vor dem Relaishalter
der Sicherungskasten(2; hier mit
geöffneter Abdeckung, mit fol-
gendenSicherungenfür: ABS (nur
Bendix),ABS (Bendix,Bosch),
Kühlerlüfterfür Klimaanlage
(zweimal), Kraftstoffpumpe,
Lambdasondeund Beheizung
Drosselklappengehäuse.
Die Relais sind:
3 - Abschaltung Klimakompres-
sor;
4 - Relais Klimakopressor;
5 - Anlaßsperrelais (Automatik-
Fahrzeuge).
Rechts:Das Doppelrelais(Pfeil)
der Einspritzanlage sitzt hinter
I
dem Steuergerät.

Die Relais im Sicherungskasten


im Armaturenbrett,Es sind:
1 - Blinkrelais2305;
2 - Heckscheibenheizung8115;
3 - Warnsummer für Beleuchtung
472Oi
4 - Stromversorgungsrelaisfür
Fensterheberund Schiebe-
dach 6025;
5 - Fensterheber vorn und Schie-
bedach 6020;
6 - Pulsair-Relaisfür Klimaanlage
8048;
7 - Nebelscheinwerfer 2665;
8 - Relais Hupen 2505.

163
Das Steuergerät (1), daR zwischen Batterie und
Hauptbremszylinder sitzt, ist nach öffnen der
Abdeckung (2) zugänglich.

I
Slcherungen lm Peugeotwerden sogenannteFlachstecksicherungen verwendet.In ein eingefärbtesKunststoffteilsind zwei
auswechseln Flachsteckereingebettet,die durch den Schmelzfadenverbunden sind. Zur Unterscheidungder maximd
zulässigenNennstromstärke(Ampere)dienendie Kennfarbendes Kunststoffteils:Braun- 5 A; rot - 10 A; blau
I - 15 A; gelb - 20 A; farblos- 25 A; grün- 30 A.
O Soll eine der Stecksicherungen im Sicherungska- tabelle die angeschlossenenVerbraucherermitteln
sten unter dem Armaturenbrettoder im Motorraum und einzeln prüfen. Dabei hilft auch der zuständige
am Federbeindomlinksausgewechseltwerden,kön- Schaltplan(folgendesKapitel).
nen Sie sich dazu der kleinen Kunststoffzange,die O lm Zweifelsfallalle Verbraucheraussteckenund
ll am Sicherungskastenbefestigtist, bedienen. nacheinander wieder anschließen. Der Verbraucher,
bei dem die Sicherungdurchbrennt,war defekt.
O Brennt die neue Sicherungsofort wieder durch,
I klären,ob eine zu schwacheSicherungeingesetzt
wurde(sieheSicherungstabelle).
O War das nicht der Fall,anhandder Sicherungs-
I
lm Armaturenbrettunter der Abdeckunglinks verbirgtsich der Haupt-Sicherungskasten.
Um an die Sicherun-
gen heranzukommen, Sicherungsschraube um 90" drehenund Abdeckungnach unten klappenund aushän-
gen.

Belegung
der A erhält Strom Abgesichert isl
Slcherungen
1 10 u+uZubehör Radio
1A 10 ,+u Dauerstrom Radio-Speicher
2 5 "+u über Zündschloß Kontrolleuchtenim Kombi-lnstrument, Drehzahlmesser,Tankanzeige
3 't5 '+" über Zündschloß DrehzahlgeberMotor
D+( Standlicht Standlicht vorn, Schlußleuchterechts

I
4 10
5 10 u+uüber Zündschloß Relais Kühlerlüfter,Luftgebläse,Relais für Klima-Kompressor-Abschaltung
(Zündung ausgeschaltet) über Steuergerät Kühlmittel-Temperatur
6 10 "+* über Standlicht Nebelscheinwerfer
7 20 "+" Dauerstrom Temperaturschalter für Kühlerlüfter, Relais für Kühlerlüfter, Steuergerät
Kühlmittel-Temperatur, Signalhörner, Relais für Abblendlicht DWA
I Brücke D+( Dauerstrom Sicherung 15 und 25
I 5 >+" Standlicht Schlußleuchtelinks, Schalterbeleuchtung,Instrumenten-Beleuchtung,
Anzünderbeleuchtung,Radiobeleuchtung
10 30 D+( Dauerstrom elektrische Fensterheber hinten
11 30 >+uDauerstrom frei
12 10 "+" über Zündschloß Kontrolleuchten im Kombi-lnstrument, Gehäuse für DWA, Hupe DWA,
Wasserstandsanzeige Kraftstoff ilter (Diesel), Rücklahrleuchten,
Geschwindigkeitsregelanlage, Anlaßsperrelais (Automatikgetriebe),
Anlaßsperrschalter (Automati kgetriebe)
13 15 >+" Dauerstrom Warnblinkanlage
14 15 "+" Dauerstrom Relais für Abblendlicht DWA

164
Abgesichert ist

15 20 "+< Dauerstrom Innenleuchte vorn, Innenleuchte hinten, Kofferraumbeleuchtung,


Infrarotempfänger, Steuergerät Zentralverriegelung
16 20 "+" Dauerstrom Anzünder
164 20 u+<Zubehör Anzünder
17 frei
18 10 "+" Abblendlicht Nebelschlußleuchte(n)
19 10 "+" Standlicht Kontrolleuchte Standlicht, Warnsummer für eingeschaltete Beleuchtung,
Zeituhr
20 30 D+<über Zündschloß Sitzheizung
(Zündung ausgeschaltet)
21 30 D+(über Zündschloß HeizungsregelungKlimaanlage,
(Zündung ausgeschaltet)
n 20 D+(Zubehör Heckscheibenwischer, Steuergerät Zentralverriegelung
ß 5 D+(über Zündschloß Innenraum-Temperaturfühler, Heckscheibenheizung, beheizbare
(Zündung ausgeschaltet) Außenspiegel, Steuergerät Kühlmittel-Temperatur
24 30 >+( Zubehör Scheinwerfer-Waschanlage, Scheibenwischer vorn, Heckscheibenwischer,
Scheibenwaschwasserpumpe
25 5 "+" Dauerstrom Zeituhr, Autoradio, Leuchtdiode für DWA
26 15 "+< Dauerstrom Stecker für Stromversorgung Anhängerbetrieb, Gehäuse für DWA
27 30 "+" Dauerstrom Heckscheibenheizung,beheizbareAußenspiegel
28 15 "+" Zubehör Kontrolleuchten im Kombi-lnstrument, ABS-Hydraulikeinheit, Bremsleuchten,
elektrische Fensterheber vorn, elektrisches Schiebedach, Relais für
Fensterheber hinten, Batterie-Ladekontrolleuchte, Zeituhr
29 30 elektrische Fensterheber vorn, elektrisches Schiebedach
30 15 Richtungsblinker,Innenleuchtevorn, Leseleuchte,Innenleuchtehinten,
Handschuhfachbeleuchtung, Steuergerät für Tippfunktion Fensterheber vorn,
Infrarotempfänger, elektrische Spiegelverstellung, Warnsummer für einge-
schaltete Beleuchtung

In den Schaltolänenist diesesTeil mit BB1 (Batterie-Plusanschlußeinheit)


bezeichnet.Uber den Motorraum-
Sicherungskastenläuft nahezu die gesamte Fahrzeug-Stromversorgung, doch nicht jede Leitung ist auch
abgesichert.

Abgesichert ist

1 ABS (Bendix)
2 ABS (Bendix bzw. Bosch)
3 Kühlerlüfter (Klimaanlage)
4 Kühlerlüfter(Klimaanlage)
5 Kraftstoff pumpe (Benziner)
6 Lambdasonde,Beheizungdes Drosselklappengehäuses

Zur Bordelektrikgehöreneine ReiheRelaisund Steuergeräte,die auf dem Relaisträgerlinks unter dem Arma-
turenbrettoder im Motorraumsitzen.
O EineinfachesSchaltrelais wird für leistungsstarkeStromverbraucherverwendet.Leitetman den Strom auf
langenKabelwegenüber den dazugehörigenSchalter,gibt es Spannungsverlust. Außerdemwerdendie Schal-
terkontaktedur-chden hohen Stromflußstark beansprucht.Bei einer Relaisschaltungbenutzt man den Schal-
ter nur für den geringenSchaltstrom,womit nicht der Verbraucherdirekt,sonderndessenRelaiseingeschaltet
wird.
O BestimmteRelaiskönnenzusätzliche Funktionen auslösen.So schaltetdas Blinkrelaisdie Blinkimpulse,
das Relaisder Wischer-lntervallschaltung steuert den Intervallbetriebund den Trockenlaufder Scheibenwi-
schernach dem Scheibenwaschen.
O Steuergeräte besitzenmehr oder minder umfangreicheelektronischeSchaltungenfür bestimmteFunktio-
nen, bisweilen ist auch noch ein Relais eingebaut. Als Beispiele seien hier das Steuergerät der
Einspritzung/Zündung bzw. das ABS-Steuergerätgenannt.

165

L-.
I
I
I
II
Rclais-Funktion Am leichtestenkann man sich die Funktioneines Schaltrelaisam Schaltplander heizbarenHeckscheibe(fol- I
gendes Kapitel)verdeutlichen: I
O Beim Einschaltender heizbarenHeckscheibeam Schalter(8110)wird im Relais(8115) durch den an Klem- |
me 1 ankommenden"schaltstrom" der Schaltstromkreiszu Klemme2 (Masse)geschlossen. I
O Dadurchzieht eine Magnetspuleeinen kräftigenKontaktgegen Federdruckan und schließtso den Strom- |
kreisfür den "Arbeitsstrom". I
O Der Arbeitsstromwird zur Vermeidungvon Spannungsabfallauf kurzemWeg direkt an Klemme3 des RelaisI
herangeführtund von dort weiter - bei geschlossenenSchalterkontakten- über Klemme 4 an die heizbarej
Heckscheibe(den Stromverbraucher) weitergeleitet. I
O Die Klemme5 ist fest mit Klemme4 verbunden,hat also dieselbeFunktion.Sie leitetStrom zur Heizungder I
Außenspiegel. i
I
Relals- O An Klemme 3 muß immer Spannung anliegen Relaissockelantippen. Kein Strom: Zuleitung vom ]
Stärungssuche (sofernes sich nicht um ein Relaishandelt, dessen Schalterher defekt. I
Verbrauchervon einem anderenabhängt). O Relaisabziehen,Klemme 1 mit Batterie-Plusund r
O Zur KontrollederStromversorgungRelaisheraus- Klemme 2 mit Masse verbinden. Die Magnetspule
ziehen und. mit Prüflampennadel Klemme 3 im muß den Relaiskontaktdeutlich hörbar anziehen,
Relaissockelantippen. Kein Strom: Zuleitung von sonst ist das Relaisdefekt.
Batterie-+defekt.
O Zündung einschalten,betreffendenSchalter ein-
schalten und mit PrüflampennadelKlemme 1 im

Bchellbel O Relaisaus dem Stecksockelabziehen. da der betreffendeSchalter in diesem Fall ja über-


dclcktcm O Klemme 3 und 4 im Relaissteckfeldmit einer brückt ist.
Relals Büroklammeroder einem kurzen Drahtstück über-
brücken.Dadurcherhältder betreffendeVerbraucher
Dauerstrom.
O Zum Abschaltendie Kurzschlußbrückeabziehen.

lI
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II
I
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166 I
II
Planwirtschaft
Die Schaltpläneauf den folgendenSeiten zeigen die einzelnenStromkreiseder elektrischenAnlage. Bei der
Darstellungwurde darauf geachtet,daß der funktionelleZusammenhangbesserzu erfassenist. Die Lage der
Kabelim Auto kann jedoch aus dieserDarstellungnicht hervorgehen.
Zu diesemZweck gibt es bei PeugeotspezielleKabel-Verlegungspläne,die jedoch in diesem Buch nicht abge-
bildetsind.

O Auf den folgendenSeitenfindenSie kleineTeil-Schaltpläne, die immernur einebestimmteBaugruppedes Aufteilung


Wagenszeigen.Sinn dieserAufteilungist Platzersparnisund Übersichtlichkeit.
O DieBauteilesind in den Schaltpläne mit Nummernbezeichnet. Die Erklärungzu diesenNummernfindenSie
im Bauteile-Verzeichnis auf den folgendenSeiten.
O lm vorangegangenenKapitelhabenwir es schon erwähnt:Kabelfarbendienen bei Peugeotnicht zur Orien-
tierungin der Fahrzeugelektrik.Entscheidend für die Fehlersuche und das Arbeiten mit den Schaltplänen
sind lediglichdie für jeden Stecker angegebenenPin-Bezeichnungen.Jeder Steckerkontaktist numeriert,
und eben diese Numerierungfindet sich am Fahrzeug an jedem Stecker wieder - sei sie noch so klein auf-
gedrucktoder unter einerGummi-Abdeckungverborgen.

Peugeotgibt für diverseElektrik-BereicheparallelsogenanntePrinzipschaltpläneund Stromlaufpläneheraus.


O Aus den Prinzipschaltplänen wird der ungeübte Elektrikerleichterschlau, weil man die Leitungsführung
einfachernachvollziehenkann. Wo immer diese Schaltplänezur Verfügungstanden,sind sie hier auf den fol-
gendenSeitenabgedruckt.
O DieStromlaufpläne bietenfür geübte Elektrikermehr Informationen,doch sie sind entschiedenschwieriger
zu lesen.Sie wurdenhier im Buch nur für diejenigenBereicheverwendet,für die uns keinePrinzipschaltpläne
zur Verfügungstanden.

PBBO- Batterie V4430 - Kontrolleuchte Bremsbelagverschleiß


BBl- Motorraum-Sicherungskasten V4440 - Kontrolleuchte Bremsbelagverschleiß
BF - Sicherungskasten am Armaturenbrett V7000 - Testleuchte ABS
C1200 - Prüfstecker für Einspritzanlage ü)02 - Stecker Warnblinksignal
Cl3(X) - Prüfstecker für Einspritzung/Zündung 0O04- Kombi-lnstrument
C7000 - Prüfstecker für Antiblockiersystem 0005 - Schalter Scheibenwischer
CA- Zündschloß 1010- Anlasser
PSF- PlatineSicherungskasten 1020- Lichtmaschine
V1000- Kontrolleuchte Lichtmaschine 1100- Zündverteiler
V1100 - Kontrolleuchte Eigendiagnose Zündung 1102- Zündmodul
Vl150 - KontrolleuchteVorglühanlage 1104- ElektroventilZündverstellung
V1200- Kontrolleuchte Eigendiagnose Einspritzung 1105- Zündverstärkermodul
V1300- Warn- und Prüfleuchte Einspritzung/Zündung 1127- Zündstromrelais
V2320- Kontrolleuchte Blinker links 1130- Zündsteuergerät
V23i)0- Kontrolleuchte Blinker rechts 1135- Zündspule
V26tn - Kontrolleuchte Standlicht 1136- Kondensatorfür Zündspule
V2610 - Kontrolleuchte Abblendlicht 1200 - Relais Kraftstoffpumpe
V2620- Kontrolleuchte Fernlicht 1201- Relais Einspritzpumpe
V2660- Kontrolleuchte Nebelscheinwerfer 1205 - Sicherung Kraftstoffpumpe
V4 * Warnleuchte Stop 1210- Kraftstoffpumpe
VtO10 - Kontrolleuchte Kühlmittelstand 12'l 5 - Magnewentil Kraftstoffverdunstungsanlage
V4020- Kontrolleuchte Kühlmitteltemperatur 1217 - Elektroabschaltventil Kraftstoffverdunstungsanlage
V4110- Kontrolleuchte Öldruck 1218 - Elektroabschalwentil Zündverstellung
V4120- Kontrolleuchte ölstand 1220 - Temperaturgeber Kühlmittel
V4130 - Kontrolleuchte öltemperatur 1225- Leerlauf-Regulierventil
V4iloo - Kontrolleuchte Kraftstoffstand 1226 - Drosselklappensteller mit Leerlaufschalter
V4410- Kontrolleuchte Bremsflüssigkeitsstand 1238- Elektrosteuerventil
Vtl420- Kontrolleuchte Handbremse/Bremsflüssigkeitsstand 1239- Leerlauf-Regulierventil

167
1240 - Temperaturgeber Ansaugluft 3051 - Beleuchtung Heizungs/Lüftungs-Regulierung
1249- Geber Gaspedalstetlung 3052 - Beleuchtung Konsole
1255 - Abschaltelektroventil für Pumpe 3053 - Beleuchtung Anzünder
1303 - Spannungsversorgungsrelais Einspritzung/ 3054 - Beleuchtung Ascher
Zündung 3055 - Beleuchtung Radio
1304 - Doppelrelais Einspritzung 3056 - Ascherbeleuchtung
1305 - Drosselklappen-Potentiometer 3060 - BeleuchtungSpiegel
1312- Geber für Saugrohrdruck 3065 - Leseleuchte
1313- Geber für Motordrehzahl 3100 - Schalter Kofferraumleuchte
1314- Höhengeber 3105 - Kofferraumleuchte
1315- Einspritzwiderstand 3110 - Schalter Handschuhfachleuchte
1317 - Drosselklappen-Potentiometer 3115 - Handschuhfachleuchte
1318 - Drosselklappenschalter 4020 - Kühlmittel-Temperaturschalter
1319- KodierwiderstandEinspritzung 4026 - Kühlmittel-Temperaturanzeige
1320 - Steuergerät Einspritzung/Zündung 2()30- Kühlmittel-Temperaturgeber
1325 - Steuergerät Einspritzung 41OO- öl-temperaturgeber
1326- Sicherung Spannungsversorgungfür Steuer- 411O- öldruckschalter
gerät Einspritzung +tt t - öt-temperaturgeber/öldrückschalter
13i|0 - Einspritzventil 4120 - Ölstandsgeber
1331 - Einspritzventil Zylinder 1 nt SO- öt-Temperaturschalter
1332 - Einspritzventil Zylinder 2 4210 - Drehzahlmesser
1333 - Einspritzventil Zylinder 3 4240 - Absolutdruckgeber
1334 - Einspritzventil Zylinder 4 4300 - Schalter Kraftstoffstand
1345 - Relais Lambdasonden-Heizung Itill0 - Tankanzeige
13218 - Sicherungfür Lambdasonden-Heizung 4315 - Tankgeber
1350- Lambdasonde 4400 - Schalter Handbremse
1400 - OT-Geber/Bezugsmarkengeber ul410 - Schalter Bremsflüssigkeitsstand
1500 - Relais Kühlerventilator 4420 - Relais ABS-Kontrolleuchte
1501- Sicherungfür Kühlerventilator 44i10- Bremsbelag-VerschleiBkontakt vorn links
1505 - Thermoschalter für Kühlerventilator 4431 - Bremsbelag-Verschleißkontakt vorn rechts
1506 - Widerstand für zweistufigen Kühlerventilator 4710 - Relaisfür Lichthupe
1507 - Geber für elektronische Kühlerventilator- 4720 - Relais für Lichtwarnsummer
steuerung 5ü)0 - Schalter Frontscheibenwischer/wascher
1510- Kühlerventilator 5005 - Relais Frontscheibenwischer
2000 - Schalter Nebelschlußleuchte 5006 - Relais Scheibenwischer vorn/hinten
2005 - Relais Nebelschlußleuchte 5010 - Wisch-lntervallrelais
I 2010 - Nebelschlußleuchtelinks 5015 - Scheibenwischermotorvorn
21OO- Bremslichtschalter 5100 - Scheibenwascherpumpe vorn/hinten
I 2200 - Rückfahrlichtschalter
2215 - Rückfahrleuchte
5105 - Scheibenwaschdüsen-Beheizung
5115 - Scheibenwascherpumpevorn/hinten
2300 - Schalter Warnblinker 5200 - Schalter Scheibenwischer/wascher hinten
2305 - Blinkrelais 5200 - Schalter Scheibenwischer/wascher hinten
2310 - Schalter Richtungsblinker 5202 - Schalter Heckscheibenwischer
2320 - Blinker vorn links 5203 - Schalter Heckscheibenwascher
2325 - Blinker vorn rechts 5205 - Relais für Heckscheibenwischer
23i!0 - Blinker hinten links 5210 - Steuergerät Heckscheibenwischer
2335 - Blinker hinten rechts 5215 - Scheibenwischermotor hinten
2400 - Relais Parkleuchte 60ü) - Schalter Fensterheber links in linker Tür
2500 - Hupkontakt 6005 - Schalter Fensterheber rechts in rechter Tür
2520 - Signalhorn 6010 - Schalter Fensterheber links in rechter Tür
2600 - Lichtschalter/Lichtumschalter 6010 - Schalter Fensterheber rechts in linker Tür
2610 - Scheinwerferlinks 6021 - Relais für Fensterheber
26'15- Scheinwerfer rechts 6040 - Motor Fensterheber vorn links
2630 - Rücklicht links 6045 - Motor Fensterheber vorn rechts
2633 - Kennzeichenleuchte 6200 - Verriegelungsschalter Tür vorn links
2635 - Rücklicht rechts 6202 - Türschloß vorn links
2660 - Schalter Nebelscheinwerfer 6205 - Verriegelungsschalter Tür vorn rechts
2662 - Sperrelais für Nebelscheinwerfer 6207 - Türschloß vorn rechts
2665 - Relais für Nebelscheinwerfer 62't0 - VerriegelungsschalterTür hinten links
2670 - Nebelscheinwerfer links 6212 - Türschloß hinten links
2675 - Nebelscheinwerfer rechts 6215 - Verriegelungsschalter Tür hinten rechts
2680 - Schalter Zusatzscheinwerfer 6216 - Verriegelungsschalter Heckklappe
2685 - Relais für Zusatzscheinwerfer 6217 - Türschloß hinten rechts
2690 - Zusatzscheinwerfer links 6220 - Verriegelungsschalter Türen
2695 - Zusatzscheinwerfer rechts 6230 - Infrarotempfänger
3006 - Schalter Innenleuchte 6235 - Steuerteil Zentralverriegelung
3O't0- Innenleuchte 6240 - Verriegelungsmotor Tür vorn links
3029 - Schalter für Innenleuchte mitte 6245 - Verriegelungsmotor Tür vorn rechts
3030 - Innenleuchte mitte 6250 - Verriegelungsmotor Tür hinten links
3031 - Leseleuchte vorn rechts 6255 - Verriegelungsmotor Tür hinten rechts
3050 - Helligkeitsregler 6260 - Verriegelungsmotor Heckklappe

168
l
I
6t100- Schalter AuBenspiegel links 7020 - ABS-Regler
0405- Schalter Außenspiegel rechts 7025 - ABS-Steuereinheit
0406- Umschalter Außenspiegelverstellung 7029 - Sicherung Pumpe ABS
6/+07- Schaltkasten Außenspiegel 7030 - ABS-Hydraulikpumpe
6410- Motor Außenspiegel links 704O- ABS-Hydraulikblock
6415- Motor Außenspiegel rechts 722O -Zeituhr
6600- Schalter Leuchtweitenregulierung 8OO - Regelwiderstand für Luftgebläse
6410- Motor Leuchtweitenregulierung links 8060 - Luftgebläse
6415- Motor Leuchtweitenregulierung rechts 8100 - Anzünder
7000- ABS-Sensor vorn links 81'10- Schalter Heckscheibenheizung
7005- ABS-Sensor vorn rechts 8115 - Relais für Heckscheibenheizung
7016- BeschleunigungsgeberABS 8120 - Heckscheibenheizung
7017- Sicherung Steuergerät ABS 8125 - Außenspiegelheizunglinks
7018- RelaisABS 8130 - Außenspiegelheizung rechts

WichtigeBezeichnungen
in denPrinzlpschaltplänen
A- Bauteilnummer (siehe DBauteile-Verzeichnis()
B- Kabelnummer (für uns ohne Bedeutung)
C- >Masse"-Anschluß
D- Pin-Bezeichnung (Steckerkontakt-Nummer).
Einzige Orientierung beim Verfolgen eines Kabels
E- Sicherungs-Nummer
F- Bauteilsymbol
G- Darstellungeiner Funktion, die für diesen
Schaltplan nicht von Bedeutung ist (nur zur
Information)
H- Kabel, das nur in bestimmten
Fahrzeugausstattungen existiert

WlchtigeBezeichnungen
in denStromlaufplänen
1 - Darstellung einer Funktion, die sich nur auf eine
bestimmte Fahrzeugausstattung bezieht
2 - Darstellung einer teilweisen Steckverbindung
3 - Darstellungen einer kompletten Steckverbindung
4 - Darstellung einer festen Verbindung
A - Bauteilnummer (siehe Bauteile-Verzeichnis auf den
vorangegangenen Seiten)
B - Kabelnummer (für uns ohne Bedeutung)
D - Pin-Bezeichnung (Steckerkontakt-Nummer).
Einzige Orientierung beim Verfolgen eines Kabels
E - Sicherungs-Nummer
F - Bauteils