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!

Dieter Ko

306
Benziner
undDiesel
ab September'93 mlr
dH

lfroioil TT Erklärt die Autotechnik


Senkt Werkstatt- und Betriebskosten
lbuchI I Beschreibt al le Wartungsarbeiten
lUerlag
I T Hilft bei Panne und Reparatur l4
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Umschlagentwurfund Buchgestaltung:Anita Ament.


Umschlagfoto:Peugeot.

tsBN3-613-01566-1
Auflage Nr. 101 6905
Copyright by Motorbuch Verlag, Postfach 103 743, 70032 Stuttgart; ein Unternehmender
Paul Pietsch-VerlageGmbH & Co.
Sämtliche Rechte der Speicherung,Vervielfältigun!7und Verbreitungsind vorbehalten.
Die in diesem Buch enthaltenenRatschlägewerden nach bestem Wissen und Gewissenerteilt,
jedoch unter Ausschlußleglicher Haftung.
Dieser Band entspricht dem Kenntnisstandzum Zeitpunkt der Drucklegung.Abweichungendurch
Weiterentwicklungder beschrieb€nenFahzeuge, geänderteAnweisungendes Fahrzeug-Herstellers
bzw. neuere gesetzlicheBestimmungensind möglich.
Fotos: Bosch, Lautenschlager,Nauck, Peugeot,.Fliesen.
Zeichnungen:autopress, Beru, Bosch, Brunner,Haeberle, Holert, Pirelli,Peugeot, Uniroyal,
Volkswagen,ZF.
Schaltpläne:Peugeot.
Bildgrafik:Ulrike Nülsen.
Repros:SKS Repro GmbH, 72124Pliezhausen.
Satz:VaihingerSatz + Druck, 71665 Vaihingen.
Druck: Dr. Cantz'sche Druckerei.73760 Ostfildem.
Bindung: Wilhelm Nething, 73235 Weilheim.
Printed in Germany.

2
Thomas.|.autenschlager
Thomas Nauck

Peugeot306
Benzinerund Diesel
ab September'93

Motorbuch Verlag
Stuttgart
Seite

7
Wartungsintervalle,Erläuterungenzum Wartungsplaninnenauf der hinterenUmschlagseite,Arbeiten
für den Selbsthelfer,Fahrzeugdaten

Pflegeplatz,Wagenheber,Wagen abstützen,Mietwerkstatt

11
Die Einzelteileim Motorraumder Peuoeot-306-Modelle

tc
Motorö|,Ölstand,Ölverbrauch,Ölsor1en,Ölspezifikationen,
Ölviskosität,ölwechset,öttilter, Servolenkung,
Getriebeölstand,ATF-Standim automatischenGetriebe,SonstigeSchmierstellen
l

23
Motor-Versionen,Einzelteile,Motorschmierung,Motorundichtlgkeiten,Einfahren,Lebensdauer,Kompressi-
onsdruck,ObererTotpunkt, Zahnriemen,Steuerzeiten,Ventilspiel,Motorgeräusche,Motorschaden,Arbeiten
am Zylinderkopf, Motorausbau

43 Er@@
Motor-Technik, Diesel-Prinzip,Motorschmierung,Motorundichtigkeiten,Kompressionsdruck,Zahnriemen,
Ventilspiel, Motorausbau, Diesel-Einspritzung,Kraftstoffilter,Turbolader, Ladeluftkühler,Vorglühanlage,
Störungssuche

59
Einzelteile,
Zustandsbeurteilung,
Aus- und Einbau,Lambdasondeausbauen

63 ffi
Abgas-Entgiftung,Abgasrückführungbeim Saugdiesel

o4
Funktion,Kühlflüssigkeit,Frostschutz,Kühler,Kühlerschläuche,
Thermostat,Wasserpumpe,Kühlerventilator,
Störungsbeistand

76
Tank, Tank-Entlüftung,Geberfür Tankanzeige,Kraftstoffleitungen,
ElektrischeKraftstoffpumpe,Störungenan
der Kraftstoff pumpe, Kraftstoffilter

81
Luftfiltereinsatz,Filtergehäuse,Ansaugluft-Vorwärmung,Ansaugrohr-Beheizung,Drosselklappenstutzen-
Beheizung

85
Einzelteile,
Funktion,Störungenund Eigendiagnose,
Selbsthilfean den Einzelteilen,
Sichtprüfung,Bauteilprü-
fungen,Abgas-Untersuchung,Lambdasondeprüfen,Gaszug,Störungsbeistand

95
Einzelteile,Funktion,Lambda-Regelung,
Selbsthilfean den Einzelteilen,
Sichtprüfung,
Bauteilprüfungen,
Einzelteileausbauen,Abgasuntersuchung,Störungsbeistand
Seite

EEtrüttml rc4
Kupplungprüfen,Kupplungseinstellung,
Funktion, Aus- und Einbau,Zustandder Kupplungs-
Kupplungszug,
teile,Ausrücklager,
Störungsbeistand

110
Schaltungsprobleme,
Schaltgetriebe, AutomatischesGetriebe,
StörungsbeistandGetriebe,Getriebe-Ausbau,
Achsantrieb,
Getriebesteuerung,
elektronische Antriebswellen,
Antriebswellen-Manschetten, Störungs-
beistandAntriebswellen,Antriebsqelenke

118

Lenkrollradius,
Vorderradaufhängung, Radeinstellung,
Störungsbeistand, Lenkung,Servolenkung, Feder-
beine,Stoßdämpfer,Hinterachse,Prüf- und Wartungsarbeiten,Einzelteileausbauen

IJJ

E@
Funktion,
Bremsflüssigkeit,
Scheibenbremsen,Bremspedalwegprüfen,Trommelbremsen, Handbremse,Haupt-
Bremskraftverstärker,
bremszylinder, Arbeitenan der Bremshydraulik,
Bremskraftregler, Störungsbeistand
153
@
Funktion,Hydraulikeinheit,
Drehzahlgeber, Störungenam ABS-System
Steuergerät,
155

Die richtigenReifen,Felgen,Reifendruck, Radwechsel,


Reifenzustand, Notrad,Rad-Unwuchten
159

@
Bauteile,"Masse",Orientierungshilfen,
Messungen,Elektronische
Elektrik,Elektrische Leitungen,Kabel-
steckverbindungen
Sicherungen,Sicherungskasten,Relaisund Steuergeräte,
Schaltrelais

E@EIE@
Schaltpläneder
zu den Schaltplänen,VerschiedeneSchaltplantypen,Bauteile-Verzeichnis,
Wissenswertes
einzelnenFahrzeug-Baugruppen und -Ausstattungen to/

Batterie-Daten,
Batterie-Reserven, Batterieausbau,Ladezustand,
WartungsfreieBatterie,Batteriesäurestand, 182
Batterieladen,Startenmit leererBatterie,Wagen anschleppen

EEE[[@
Leistung,Vorsichtsmaßnahmen,
Drehstrom-Generator, Selbsthilfean Gene-
Ladekontrolle,Spannungsregler, 186
ratorund Regler,Keilrippenriemen,
Störungsbeistand,Fahrenmit defekterLichtmaschine

E@ 191
Bauartund Funktion,Anlasserausbau, Störungsbeistand
Schleifkohlen,

193
Aufgabeder Zündung,Zündverstellung, Zündsysteme, Funktionder Zündspule,Funktiondes Steuergeräts,
Geberfür Motordrehzahl,Arbeitenan der Zündanlage,Störungssuche,Zündkabel,Zündfolge,Zündkerzen,
Zündzeitpunkt
Seite

200
Glühlampen,Scheinwerfer,Nebelscheinwerfer,Scheinwerfereinstellung,
Leuchtweitenregulierung,
Lampen-
wechsel rund ums Fahaeug, Rückfahrlichtschalter,
Türkontaktschalter,
SonstigeLeuchten,Schalterbeleuch-
tung, Leuchten am Armaturenbrett

213
Blink- und Wamblinkanlage,Blinkrelais,Bremsleuchten,Bremslichtschalter,Störungsbeistände,Hupe, Lichthupe

216
und -leuchten,Kombi-lnstrumentzerlegen,Tachometer,Zeituhr,Anzeigeund Kontrollin-
Kontrollinstrumente
strumente,Schalter,Zündschloß,HeizbareHeckscheibe,Scheibenwischer,Scheibenwascher.Scheinwerfer-
Reinigungsanlage,ElektrischeSpiegelverstellung,
Zentralverriegelung,
Elekrische Fensterheber,Radio, Laut-
sprecher

242
Funktionsprüfung,Lüftungsfilter,Luftgebläse, Heizungs-/Lüftungsbetätigung,
Gebläseschalter,Luftdüsen,
Betätigungszug,Störungsbeistand

245
Armaturenbrett, Mittelkonsole,Sitze, Kopfstützen,Verkleidung,Sicherheitsgurte

252
Frontblech,Stoßfänger,Motorhaube,Haubenzug,Wagenfront,Stoßfänge,Kotflügel,Radhausschalen, Seiten-
leisten,Türen, Schlösser,Fenster,Außenspiegel,Heckklappe,Schiebe-/Austelldach,
Scheiben,Unterboden-
schutz

266
Reihenfolgeder Fehlersuche,FehlerquelleElektrik,FehlerquelleZündung, FehlerquelleKraftstoffuersorgung,
Verzeichnisder Störungsbeistände

268
Motor, Kraftstoffanlage,Kraftübertragung,Fahrwerk, Bremsanlage,ElektrischeAnlage, Gewichte

)zo

innen auf der hinterenUmschlagseite


Unterhaltungsprogramm
Wartungsplan'
Damitder,Rivale*fit bleibt,gibt es von Peugeoteinenspeziellauf ihn abgestimmten

O Fürden peugeot 306 geltenje nach Modelljahrund Motor unterschiedlicheWartungsanweisungen:


O Benziner Moäelljahr'gä,eenzinermit XU7-Motorbis Modelljahr'94:Inspektionalle 10000 km oder einmal
jährlich.
b Benziner ab Modelljahr'94,Benzinermit XU7-Motorab Modelliahr'95:Inspektionalle 15000 km oder ein-
maljährlich.
O ÄlleDiesel:Inspektionalle 10000 km oder einmaljährlich'
hinzu.
O Zu diesenGrund-lntervallenkommen noch weitereArbeitenbei höherenKilometerleistungen
vorgenommen und die getauscht
Kühlflüssigkeit werden
O AllezweiJahre muß der Bremsflüssigkeitswechsel "Die
Was
abhängig).
Kilometerleistung für die Abgas-Untersuchung gilt,findenSie im Kapitel
fistnichtvon der
Zentral-Einspritzung").
zu rich- Uorgehensweis
Je nachdem, was zuerst eintritt,sind Sie gehalten,sich nach den Zeit- oder den Kilometerintervallen
ten.Dabeikannes zu Überschneidungen kommen,mit denen man wie folgt umgehen kann:
nicht zu
O Währendder Garantiezeitrichtensie sich streng nach den Vorgaben,um lhre Garantieansprüche
Wenn die 15 000er- bzw. die 10 0O0er-Warlung hierbei nach acht Monaten fällig ist, müssenSie eben
verlieren.
schondannin die Werkstatt.
Ann1";,geht es demjenigen,der nach Jahresfristerst 5000 km auf dem Zähler hat. Die Garantievorschriften
tolerierenkeinenAufschub.
z. B. 14 000 km im
O Nachder Garantiezeitkann man die Wartungstermineflexiblerwahrnehmen:Wenn Sie
den Wartungstermin etwas früher zu legen und so nach ca. 10 Monatenbei
Jahrfahren.wird es sinnvollsein,
;12000 km die Inspektiondurchführenzu lassen.
lnspektions-
Stehtder Terminfür die Abgas-Untersuchungan, kann dieserAnlaß dazu benutzt werden, den
mit auf einen Werkstatt-Termin zu legen. Will es dagegen gar nicht passen, können Sie die Abgas-
lersuchung auch völlig separatin Auftraggeben.
nehmen
Leichterhät es der Selbsihetfer,der flexibelentscheidenkann, wann er welche Arbeitenin Angriff

Fahrzeug-ldentnummer (Pfeil) ist an der Befestigungskante (1) des lin- Der Motorkennbuchstabe (Pfeil) ist am Flansch des Kurbelgehäuses an der
Kotflügels (2) eingeschlagen. Verbindung zwischen Motor (1) und Getriebe (2) eingeschlagen'
Am Heckblech innen im Kotferraum finden Sie
das Typenschild (1) und das Homologations-
schild (2).

Damit Sie zum Arbeitenmit unseremPflegeplannicht ständig hin und her blätternmüssen,haben wir ihn auf
der Innenseitedes hinteren Umschlags abgedruckt.So könnenSie immer mal wiedereinen Blick hinein-
werfen und ArbeitenPunktfür Punkt erledigen.
GemäßunserenErfahrungenhabenwir diesenWartungsplanauf Basisder Peugeot-Wartungsanwersung spe-
ziell für den Selbsthelferzusammengestellt.Dabei wurden einige Punkte zusätzlicheingefügt,andere in den
Intervallenverändert.
AußerdemfindenSie ganzzu Anfangdes WaftungsplanseineAnzahlvon Arbeitenunter der überschrift"Stän-
dige Kontrollen".Diesewartungspunktesolltenöfters durchgeführtwerden.

Fast alle Wartungsarbeitenam Peugeot306 könnenSie selbst durchführen,das entsprechendeWissenliefert


lhnen das vorliegendeHandbuch.FallsdennochWerkstattoder Tankstelleden einenoder anderenWarlungs-
punkt rationellerausführenkönnen, so ist dies im Wartungsplanvermerkt. Die "selbsthelfer-Ampel"wJist
lhnenden richtigenWeg:
Grün: FreieFahrtfür den Selbsthelfer.DieseArbeit könnenSie mit den Kenntnissenaus diesem Buch fachge-
recht ausführenund Geld soaren.
Gelb: Die Arbeitist zwar nicht schwierig,doch es fehlenmeist die notwendigenEinrichtungen. An der Tank-
stellesind Sie in guten Händen.
Rot Halt,hier lassenSie besserlhre Peugeot-Werkstattran. SpezielleWerkzeugeoder Meßgerrätesind erJor-
derlich,der Aufwandan Eigenarbeitlohnt nicht,weil die Werkstattwesentlichschnellerarbeiietoder weiterge-
hendeKenntnisseerforderlich sind.

Garantle- Solangelhr Peugeot306 jünger als ein Jahr ist oder wenn ein wesentlicheBauteileerneuertwurden, verlangt
bedlngungen der Hersteller,daß die Wartungsarbeitentermingerechtin einer Peugeot-Werkstatterledigtwerden. Andern-
beachten falls könnenauch berechtigteGarantieansprüche abgelehntwerden.

Beispielsweisezum Kauf von ErsatzteilenbenötigenSie diverse Fahrzeugdaten,die Sie leicht im Motorraum


auffindenkönnen:
O Die Fahrzeug-ldentnummer (früher:Fahrgestellnummer) ist am Stehblechfür den rechten Kotflügeleinge-
schlagen.
O Die Farb-Nummerder Außenlackierungist am linkenFederbeindomaufgestempelt.
O Das Typenschildmit den wichtigstenFahrzeugdaten(2. B. Gewichte)finden Sie im Kofferrauminnen am
Heckblech.Danebensitzt das Homologationsschild für einigeExpodmärkte(für uns unbedeutend).

Fingerzeig: Lassen Sie es auch in der größten Eile bei Arbeiten unter dem Fahrzeug nie an der fachge-
rechten Abstützung des aufgebockten Fahrzeugs fehlen (siehe Kapitel "Der sichere Arbeitsplatz<).
Behandlungsraum
Nichtjeder Platzist dafür geeignet,um dort Krankheitendes Wagenszu beseitigenoder um regelmäßigeWar-
tungsarbeitendurchzuführen.Auf einem RasenplatzversickernbeispielsweiseÖltropfen,Kraftstoffoder Frost-
schutzunaufhaltsamböse im Erdreich.lst der Untergrundzudem noch weich, wird das Aufbocken nicht nur
schwieriger,sondernauch wesentlichgefährlicher.Wo also arbeiten?

Am günstigstenist eine breite,lange Garageoder ein ähnlicherRaum mit solchenAusmaßen.Der Pflegeplatz


solltegut ausgeleuchtetwerden können,wofür sich Leuchtstoffröhrenund eine Handlampeoder Stehlampe
guteignen.EinigeSteckdosendürfennicht fehlen.HabenSie einenArbeitsplatzmit Montagegrube,könnendie
Arbeitenan der Unterseitelhres Fahrzeugseinfach und bequem durchgeführtwerden. Hinweis:Vor dem
nachträglichen Einbaueiner Grube mit dem zuständigenBauamt sprechen.Wenn lhr Arbeitsraumnoch aus-
reichendhoch ist, könntenSie an der DeckeeinenstabilenHakenbefestigen,um ggf. einen Flaschenzugein-
hängenzu können.Ein mit einem Kunststoff-Anstrich versehenerBoden läßtsich leicht und gründlichreinigen.
StabileRegale,eine Arbeitsflächeoder eine WerkbankrundeneinenweitestgehendperfektenPflegeplatzab.
Dochauch wenn Sie sich keine solchen Möglichkeitenschaffenkönnen,braucht die Selbstpflegelhres Peu-
geot306 nicht zu unterbleiben.VieleReparaturenund fast alle Waftungsarbeitenkönnenbei warmem,trocke-
nem Wetter genauso gut auf einer Fläche mit festem Boden im Freiendurchgeführtwerden. Sorgen Sie für
genügendAblageflächen,bevor Sie mit dem Arbeitenbeginnen.
Vorsichtmit Kraftstoffund Öl auf Asphalt. BeachtenSie auch, daß warmer Asphalt weich wird. Wagenheber
oderUnterstellböckekönntenumkippen!

Fingerzeig:Nicht selten bleiben nach derArbeit Ölspuren auf dem Boden zurück, die man abbinden soll-
te, bevor sie weiter versickern. Hier kann fürs erste ein scharfer Haushaltsreiniger oder Geschirrspül-
mittel helfen. Auch saugende Materialien, wie z. B. Sägemehl, Sand oder Zement, schaffen Besserung.
lm Zubehörhandel und in Baumärkten werden auch spezielle öffleck-Entferner angeboten.

Esgibt verschiedeneWagenhebertypenmit unterschiedlicherBelastbarkeit.


Bordwagenheber:Wenn der Scherenwagenheberbei einem alten Fahrzeugangesetzt wird, dessen Tür-
schwellerbereits durch Rost geschwächtsind, ist Vorsichtgeboten.Außerdemdarf er immer nur auf festen
Untergrundgestelltwerden.
HydraulischerStempelwagenheber: Es gibt preiswerteAusführungen.Sein Vorteil ist es, daß der Wagen
sehrschnellangehobenwerdenkann.Vor dem Kaufdie Hubhöhekontrollieren: Bei zu kurzemHub werdendie
Rädernicht genügendvom Boden abgehoben.Ein zu großerHeber läßt sich gar nicht ansetzen.

Der Bordwagenheber wird don angesetzt, wo


der Falz an der Karosserie-Unterkante zur Seite
um 90" umgebogen ist (Pfeil).
Links: Auch beim Rangierwagen-
heber sollte ein Holzbrettchen (2)
in den Aufnahmetellergelegt wer-
den. Den Peugeot nur am Aggre-
gateträger (1) mit dem Rangier-
wagenheber anheben.
Rechts: Hier ist der Unterstell-
bock (2) mit einer Holzzwischen-
lage (1) an der Karosserieverstär-
kung direkt hinter dem Vorderrad
angesetzt.

Rangierwagenheber:Als noch praktischererweistsich ein solcherHeber,wenn er ein zusätzlichesPedalzum


Hochpumpenhat. Für den Heimwerkergut geeignetist ein kurzer,kleinerRangierwagenheber, der sich leicht
verstauenläßt.Aber es ist zu beachten,daß sich ein Heber mit zu kleinenRädernunter Last kaum noch ran-
gierenläßtund daß die Befestigung der Deichselden Rangiervorgängen standhält.

Wagenhebersind - wie ihr Name schon sagt - nur dazu da, das Fahrzeuganzuheben.Das gilt für Bordwa-
genheber,hydraulischenStempelwagenheber und Rangierwagenheber. Sie sind keinesfalls
eineausreichende
Abstützungfür Arbeitenan der Wagenunterseite.LassenSie es auch in der größtenEile nie an der fachge-
rechtenAbstützungdes aufgebocktenFahrzeugsfehlen!Sonst kann die eigenhändige Reparaturdas Leben
kosten.Zum richtigenAbstützengehörtnatürlichauch das Unterlegender Rädermit Steinenoder Holzkeilen,
damit der WagenbeimAnhebennichtwegrollenkann.

Womit Hohlblocksteinehabensich als preisgünstige Abstützmöglichkeiterwiesen.Sie dür'fenallerdingsnichtfeucht


abstützen? oder rissigsein,sonst könntensie unterBelastungin sich zusammenbrechen. ZwischenSteinund Karosserie
muß ein Brettgelegtwerden,damit sich die Lastgleichmäßig über den ganzenSteinverteilenkann.Der Hoh-
lblocksteinselbstmußsenkrechtauf ebenemund tragfähigemGrund(BetonoderAsphalt)stehen.Ungeeignet
ist weicherBodenoder Rasen.
Unterstellböckestelleneine idealeErgänzungzum Rangierwagenheber dar. Bei allenanderenHebern- aber
auch bei seitlichangesetztemRangierheber - bestehtallerdingsdie Gefahr,daß der auf der gegenüberliegen-
den SeiteangesetzteDreibeinbock einfachzur Seiteweggedrücktwird.Am günstigstenstehtder Bock, wenn
einesseinerBeinenach außenund zweizur Wagenmittehin zeigen.BeachtenSie beim Kauf,daß die Böcke
keinezu kleineStandflächehabensollten.
Kontrollieren Sie beimAnsetzeneinesUnterstellbocks, ob das Blechnirgendwoeingedrücktwerdenkann.Von
Kantholz,wie im Bild oben rechtsgezeigt.
Vorteilist ein zusätzlicheingelegtes
Auffahrrampensind die schnellsteAufbockmöglichkeit. Auch steht der Wagendann absolutsicher.Wichtig
ist,daß die RampeneinerseitseinegenügendhoheseitlicheAbsicherungund nachvorn einenÜberfahrschutz
haben,andererseits aberauch von einemFahrzeugmit Frontspoiler befahrenwerdenkönnen.Als zusätzliche
Sicherungdes Wagenssolltein der Standflächeeine Muldefür die Rädervorhandensein.

Ohne einen geeigneten Platz zum Autobasteln werden alle guten Vorsätze blockiert, und zur Winterzeit
schraubtohnehinniemandohne Not im Freien.Sie könnensich dannaberin einerMietwerkstatt einouartieren.
Dort gibt es Hebebühnen,Grubensowieteilweiseauch Spezialwerkzeug, und die Arbeitsräume
sind winters
beheizt.Mit freienPlätzenin der Mietwerkstattist unterder Woche eherzu rechnenals am Wochenende,wenn
alleAutobastlerzum Werkzeuggreifen.
Die Rechnungmuß aber in der Mietwerkstatt stimmen;Sie müssenlhre Zeit scharfkalkulieren.
Nur wenn die
Arbeitflott von der Handgeht und evtl.ein Helfermitarbeitet,
lohntsichdie Eigenarbeit.
WennSieeineumfang-
reicheReparaturerstmalsselbstausführen,kanndas Experimentdurchdie Summeder angesammelten Stun-
den teurerwerden als der Arbeitsoreisin der Fachwerkstatt.

10
l, -Liter55 kW

Am 55 kW-Motormit MagnetiMarelli-Einspritzung sehenSie folgendeTeile:'l - Federbeinrechts;2 - Geber


f ü r S a u g r o h r d r u c3k -; L i c h t m a s c h i n e ; 4 - Z e n t r a l - E i n s p r i t z u n g , 5 - L u f t f i l t e r g e h ä u6s-eS; t e u e r g e r ä t ; 7 -
Bremsflüssigkeitsbehälter; 8 - Batterie;9 - Sicherungs-und Relaiskasten im Motorraum;10 - ABS-Hydraulik-
einheit;11 - Warmluftklappengehäuse mit Unterdruckdose; -
12 Zündspulenpaket; 13 - Ölmeßstab;14 -
Öleinfüllstutzen; 15 - Warmluft-Sammelblech; 16 - Pumpe der Servolenkung;17 - Ausgleichsbehälter der
Kühlflüssigkeit; 18 - Einfüllstutzen des Scheibenwaschwasserbehälters; 19 - Vorratsbehälter für Servolenkung.
1r6-Liter65 kW

ffi$

lm Motorraumdes 65 kW-Motorsmit Multipoint-Einspritzung sehenSie: '1- Federbeinrechts;2 - Geberfür


S a u g r o h r d r u c3k-; G a s z u g ;4 - S a m m e l s a u g r o h5r ;- D r o s s e l k l a p p e n s t u t z e n , 6 - L u f t f i l t e r g e h ä7u- B
s er e; m s -
kraftverstärker; 8 - Bremsflüssigkeitsbehälter; 9 - Steuergerät; 10 - Batterie;11 - Sicherungs-und Relaiska-
sten im Motorraum;12 - ABS-Hydraulikeinheit; 13 - Zündspulenpaket; 14 - Thermostatgehäuse; 15 - ölmeß-
stab; 16 - Öleinfüllstutzen; 17 - Pumpeder Servolenkung; 18 - Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeit; 19 -
Einfüllstutzen des Scheibenwaschwasserbehälters; 20 - Vorratsbehälter für Servolenkung.

12
1,9-Liter50 kW

D e r M o t o r r a u m d e s 5 0 k W - S a u g d i e s e l m o t o r s : 1 - F e d e r b e i n r e2c- h Stasu; g r o h r ;3 - U n t e r d r u c k p u m p e4; -


Bremskraftverstärker; 5 - Bremsflüssigkeitsbehälter; 6 - Batterie;7 - Sicherungs-und Relaiskastenim Motor-
r a u m8; - L u f t f i l t e r g e h ä u s9e-; K r a f t s t o f f i l t e r1;0 - Ö l m e ß s t a b m i t Ö l e i n f ü l l s t u t z1e1n-;V e r t e i l e r - E i n s p r i t z p u m -
pe;12 - Lichtmaschine; 13 - Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeil; 14 - Einfüllstutzen des Scheibenwasch-
wasserbehälters; -
15 Vorratsbehälter für Servolenkuno.
1rg-Liter66 kW

lm Motorraumdes Turbodieselsmit 66 kW ist zu sehen:1 - Federbeinrechts;2 - Ladeluftkühler;3 - Saugrohr


zumSaugrohr;4-Bremskraftverstärker; 5-Bremsflüssigkeitsbehälter; 6-Freedom-Batterie;7-Sicherungs-
und Relaiskastenim Motorraum;8 - Luftansaugschlauch zum Luftfilter;9 - Verbindungskanal zum Turbolader;
10 - Kraftstoffilter;
11 - Ölmeßstabmit Öleinfüllstutzen;12 - Verteiler-Einspritzpumpe mit Ladedruckanreiche-
rung(LDA);13 - Lichtmaschine; 14 - Ausgleichsbehälterder Kühlflüssigkeit;15 - Einfüllstutzen
des Scheiben-
waschwasserbehälters; 16 - Vorratsbehälterfür Servolenkunq.
Fettnäpfchen
DiewichtigsteAufgabedes Öls ist natürlichdie Schmierungvon Gleitflächen und Lagern,aber das Schmier-
mitteldientauch zur Feinabdichtung der Kolbenringe.Weiterhinmuß es die beim MotorlaufentstehendeRei-
bungs-und Verbrennungswärme abführen.Nicht zu vergessenAbrieb und Schmutz,die vom Öl gebunden
werden,damit sie sich nicht im Motorinnernablagern.Des weiterenschützt das Öl vor Korrosionund dämpft
die Motorgeräusche.

Fingerzeig:Auch wenn lhr Peugeot 306 eine ölstandsanzeige im Kombi-lnstrument besitzt, sollten Sie
auf die ölstandskontrolle 'von Hand* nicht völlig verzichten. Denn leider ist die elektrische Meßmetho-
de nur mäßig genau. Doch wenn schon elektrisch messen, dann richtig: Der Wagen muß genau waag-
recht stehen und am genauesten ist die Messung natürlich morgens vor dem Start, wenn das Öl noch
kalt und vor allem komplett in die Ölwanne zurückgelaufen ist.

WennSie lhrenPeugeot306 erst übernommenhaben(neuoder gebraucht),solltenSie sicherheitshalber bei Ständige


Kon
jedemTankenzum Ölpeilstabgreifen.WennSie erkennen,daß der Motor nur sehrwenigÖl verbraucht,kön-
auf jede zweitebis viede Tankungverlängern.Der Peilstabsitzt in Fahrtrichtung
nenSie das Kontrollintervall
gesenen
O beiden Benzin-Motorenvorn linksnebendem Auspuffkrümmer;
O beimDiesel-Motorvorn linksnebender Einspritzpumpe.
O Wagenauf waagrechtemUntergrundabstellen. O Peilstabziehen,mit sauberem,fusselfreiemLap-
O Nach dem Abstellendes vorher warmgefahrenen pen oder Papiertuchabwischen, bis zum Anschlag
Motorsmindestensfünf Minutenwarten,damit alles wieder hineinschieben,kurz warten und erneuther-
Öt in die Ölwanneabtroofenkann. Besser ist die ausziehen.
Kontrollevor dem ersten Start bei noch kaltem O An der PeilstabspitzekönnenSie nun den Ölstand
Motor. ablesen.
O Vorsichtbei heißgefahrenem Motor,daß Sie sich O Reichtdie Schmiermittelmenge nur noch bis zur
nirgendsdie Hand an umliegendenTeilenverbren- unterenMarkierung,muß Motoröl nachgefülltwer-
nen. den.

Fingerzeige:Wenn Sie über den ölverbrauch lhres Peugeot 306 ganz genau Buch führen wollen, sollten
Sie immer an derselben Stelle messen; am besten vor dem ersten Start. Sie brauchen dann nicht einmal
den Peilstab abzuwischen, da über Nacht aller Schmiersaft in die ölwanne zurückgetropft ist.
SchwarzgefärbtesMotoröl ist für sich allein kein Zeichen, daß das Motoröl gewechselt werden müßte.
Auch kurz nach dem ölwechsel ist der Schmiersaft bald wieder dunkel. Anfallender Schmutz und Abrieb
werden in der Schwebe gehalten, damit sie sich nicht im Motorinnern ablagern.

Links: Bei den Benzin-Motoren


wird zur Ölstandskontrolle der
Peilstab(1)aus dem Führungs-
rohr vorn am Motor gezogen.
NachAbwischen,erneutem Ein-
stecken und Herausziehen des
Peilstabsmuß sich der ölpegel ,,,'l k
v
zwischenden beiden Markierun-
gen (Pfeile)befinden.
Rechts:Der Ölpeilstab sitzt bei
den Diesel-Motoren rechts vom
t
Kraftstoffilter. Der ölpegel muß
sichzwischen den beiden Mar-
kierungen (Pfeile) befinden.
ü nachfüllen Unter die untere Marke sollte der Ölstand nicht fallen. Ein Viertelliterzu wenig ist für den Motor noch nicht
gefährlich.Fehlt mehr Öt und wird der Peugeot306 scharf in die KurvengefahrJn,kann der öldruck gefährlich
abfallen,was die Öldruckkontrolle(hoffentlich)rechtzeitiganzeigt.
Unsinnigist aberauchzu vielSchmiermittel im Motor.Es kannbei hohenDrehzahlen überdie Kurbelgehäuse
Entlüftungin die Brennräumegelangen.Für den Katalysatorist zuviel öt im nbgas genauso gefahrlichwie
unverbranntes Benzin.Folge:es kannzu Schmelzerscheinungen kommen.Bei normalemölverbrauchist das
jedoch ungefährlich.
Bei welchemÖlstandSie nachfüllensollten,hängtvon lhrerFahrweiseab:
O Bei gemäßigtemFahrstilgenügt Nachfüllen,wenn das Niveauan der unterenPeilstabmarkeangelangtist.
O Für scharfe Fahrweiseempfiehltsich Auffüllen,wenn der Ölstand im unteren Drittelzwischenden beiden
Peilstabmarkensteht. Die etwas größereÖlmengekann die Kühlungsaufgaben bessererfüllen.

Fingerzeig:Öl in kleinen Mengen ist teurer als im 3- oder S-Liter-Kanister.Zum Nachfüllen unterwegs ast
ein solches Gebinde aber meist zu unhandlich. Außerdem nimmt es im Kofferraum platz weg. Günstig
ist eine mineralölbeständige 1-Liter-Dose mit Drehversehluß,aus der Sie bei Bedarf fein dosiert nach-
füllen können.

Dal{ manöb Die ÖlsortenallerHerstellerlassensich ohne Gefahruntereinander mischen,auch Einbereichs- mit Mehrbe-
mischen? reichsölen. DieseMischbarkeit ohne schädlicheFolgenist eineGrundforderung der internationalen ölnormen.
Zwar werden spezifischeEigenschafteneines bestimmtenÖls durch die Vermischungmit anderem Motoröl
möglicherweise leichtbeeinträchtigt,da jede ÖlmarkeihreeigeneAdditivkombinationbesitzt.DieSchmierwir-
kung ist jedoch nie gefährdet.Wer sich an die von Peugeotfreigebenenölnormen hält, läuft keineGefahr,daß
eineuntauglicheMischungeinenMotorschaden verursacht.

EinTeildes Motorölsverbrenntbei seinerSchmiertätigkeit. Ölverbrauchist alsovöllignatürlich.Gut eingefah-


rene Motoren kommen mit 0,2 LiterÖl auf 1000 km aus, Peugeotnennt als durchschnittlichenWert einenVer-
brauchvon 0,5 Literje 1000km. WievielÖl lhr Peugeot306 braucht,hängtvon folgendenUmständenab:
O ÖlüberfÜllungbewirkt höherenVerbrauch,denn die Kurbelgehäuse-Enlttittung b-ta"toas Zuvielwieder zum
Motor hinaus.
O Dünnflüssiges Öl verbrenntschnellerals dickflüssiges. Einbereichsöl (das von peugeotnicht freigegeben
ist)wird in heißemZustanddünn wie Wasser,und entsprechendhöherist der Verbrauch.Mehrbereichsölbleibt
dickflüssiger;vor allem bei Langstreckenfahrern macht sich das durch geringerenölverbrauchbemerkbar.
O Mehrbereichsö|,das zu lange im Motor bleibt, wird etwas dünnflüssiger,die obersteZähflüssigkeitsklasse
"geht verloren",entsprechendsteigt der Nachfüllbedarf.
O ScharfeFahrweisetreibt außerdem Kraftstoffkonsumauch den Ölverbrauchin die Höhe. Besonclersstark
wirkt sich dies aus, wenn der neue Motor sofort voll belastetwurde.
O In der Einlaufzeitbrauchtder Motor etwas mehr Schmiermittel.
O Motorundichtigkeiten. Kontrollieren
Sie,wie im Kapitel"Die Motorenund ihr Innenleben*beschrieben.
O Defekt im Motor; z. B. Ventilschaftabdichtungen defekt, Spiel zwischenVentilführungund Ventilschaftzu
groß, Kolbenringeschadhaftoder bei einer Reparaturfalsch eingebaut,beschädigteZylinderwanddurch Kol-
benfresser.

Kein lm winterlichenKurzstreckenbetrieb kann es vorkommen,daß der ölstand zwischenden Messungenüber-


ötuerürauch haupt nicht abnimmt oder gar ansteigt.Das ist kein Grund zur Freude,denn dann ist das Motoröl durch Kraft-
ist verdächtig stoff und Kondenswasserverdünnt. Diese in ihrer Schmiereigenschaftwesentlich beeinträchtigteöttrittung
sollte durch eine regelmäßige,längereFahrt "aufgekocht"werden, damit die Kondensateverdunsten.Sofor.t
anschließendden Ölstandkontrollieren,da der Pegeldurch die verdunstetenBenzin/Wasser-Ahteile erheblich
absinkt! Bei extrememStadtbetriebohne zwischenzeitlicheLangstreckenfahrt solltenSie das öl vor den übli-
chen lntervallen wechseln;evtl.schonnach3000 km oder vier Monaten-
lm Winterrechnetmit einem Kraftstoffanteil im Öl von 2 - 3%o,derjedoch auch nicht überschrittenwerden
sollte.

Die veralteteQualitätsbezeichnung HD-Ö|,die immer noch vereinzeltauftaucht,wurde schon vor langerZeit


durch tiefergreifendeÖlspezifikationen
ersetzt.Diesewurden von mehrerenInstitutenzwar nach unterschied-
lichen,aber tendenziellähnlichenPrüfbedingungenerstellt.Die mit Erfolggeprüftenöle dür-fenals eualitäts-
nachweisdie erreichteSpezifikationauf der Verpackungtragen.

16
Die Grafik zeigt die Verwendbarkeit der verschiedenen
Ölviskositäten in Abhängigkeit von der Außentemperatur
und der ölqualität.

DieQualitätsprüfungenführenzum BeispielfolgendeOrganistionen durch:das AmericanPetroleumInstitute


(APl)und das Comit6des Constructeurs d'Automobilesdu March6Comun(CCMC;die Vereinigung der Auto-
herstellerdes gemeinsamenEG-Marktes).
Egai,ob Sie das Motoröl an der Tankstelleoder im Supermarktkaufen,auf der Verpackungmuß mindestens
eineder gefordertenÖlspezifikationenaufgedrucktsein.

Da bei den relativlangenÖlwechselintervallen


die Gefahrvon Ölschlammbildung
besteht,gibt es von Peuge-
ot genaueÖlvorschriften.
FolgendeSpezifikationenfür Mehrbereichsölegibt Peugeotfrei:
Benzinmotoren: O API SG O CCMCG4 O CCMCG5
Dieselmotor: O A P IC D o ccMc2
Fingerzeig:öle mit der Bezeichnung API CD oder API CC sind reine Dieselöle und dürfen nicht im Ben-
zinmotor verwendet werden. Bisweilen tragen Motoröle aber auch eine Doppelbezeichnung mit Benzi-
ner- und Diesel-Freigaben.Dann sind sie selbstverständlich in beiden Motortypen verwendbar.

DasFließverhalten des Öls - alsodie Dick-bzw. Dünnflüssigkeit


- mußauf die Verwendungim Fahrzeugmotor
abgestimmtsein. Zwei Kriteriengilt es zu erfüllen:
O Es darf nicht zu dickflüssigsein,denn der Anlassermuß den kaltenMotor durchdrehenkönnen,und die
Schmierstellendes Motors müssennach dem Kaltstartsofoft versorgtwerden.
O Es darf nichtzu dünnflüssigsein,denn bei hohenTemperaturen und Drehzahlenkann sonst der Schmier-
film"abreißen".

DieamerikanischeSociety of AutomotiveEngineershat die Öle entsprechendihrer Zähflüssigkeitin Klassen SAE-l(lass


eingeteilt.Die reichenbei Motorölenvom dünnflüssigen WinterölSAE 5 W, 10 W, 15 W über die Zwischen-
stufeSAE20W/20 zu den dickflüssigen SommerölenSAE30, 40 und 50.
Einbereichsöl:Das billigsteMotorölwar früher Einbereichsö|. Für einwandfreieMotorschmierung muß ent-
sprechendder Jahreszeitdick-oder dünnflüssiges Einbereichsöl im Motorsein. Einbereichsölist heutekaum
nochan der Tankstelleoderim Supermarkt erhältlich,
findetaberin FuhrparksnochhäufigVerwendung. Für die
Verwendung im Peugeot306 ist es von Peugeotnichtfreigegeben.
Mehrbereichsöl: Aufwendigerin der Herstellungund deshalb auch teurer als Einbereichsölist das heute
gebräuchlicheMehrbereichsö|.Es besitztals Viskositätsindex-(Vl-)Verbesserer lange Molekülketten,die beim
Erhitzen quellenund beim Abkühlenwiederschrumpfen.Das Öl kann sich damit den Temperaturen elastisch
anpassenund mehrereViskositätsklassen überspannen. EinÖt SRe 15 W-50 entsprichtbei einerTemperatur
von-15" C der Zähflüssigkeitsklasse 15 W und bei 100' C der Klasse50.
Problematischist bei Mehrbereichsölen auf Mineralölbasis,daß die MolekülkettenihrerViskositäts-Verbesse-
rer mit der Zeit abgeschertwerden können.Dann ist die obere Zähflüssigkeitsklasse nicht mehr voll erhalten,
dasÖl alsonichtmehrso temperaturbeständig. Aus diesemGrundist z. B. das Mehrbereichsöl der KlasseSAE
10W-30 in der warmenJahreszeitfür die Peugeot-Motoren nichtfreigegeben.

ZweiKriterienentscheidenbeim Kauf des richtigenMotoröls.Das Öl muß haben:


O Die richtige ölspezifikation. Etikettenschwindelauf der Packungist da äußerstselten,denn die Ölfirmen
überwachen sich gegenseitig.
O Die richtigeölviskosität (Zähflüssigkeit).
Sie hängt von der überwiegendenAußentemperaturab und kann
der Grafikauf der Vorseiteentnommenwerden.

ZusäEe "Um die Betriebssicherheitdes Motors und der Abgasentgiftungsanlageauf Dauerzu gewährleisten,dar-fdem
zumMotoröl Motoröl grundsätzlichkein Zusatzmittelbeigegebenwerden.Schäden,die durch solchL Mittel entstehen,sind
von der Gewährleistungausgeschlossen.(Das ist die Meinungvon Peugeotzu Ölzusatzmitteln.Sollte bei Ver-
wendung einesZusatzmittelsein Motorschadenauftreten,haftetder Fahrzeughersteller nicht. Da es aber aus-
gesprochenschwer fallenwird, dem Herstellerdes Ölzusatzmittelsein Verschuldennachzuweisen,bleibendie
entstehendenKostenam Verwenderdes Ölzusatzeshängen.Ohnehinbleibt es fraglich,ob die Mehrkostenfür
Ölzusätzeeine entsprechendeLebensverlängerung deJ Motors bewirken - vor allem bei Verwenqunovon
Hochleistungsölen.

Je nach Baujahrund Motor schreibtPeugeotden Ölwechselalle 10 000 bzw. 15 000 km oder einmaljährlich
vor. Auch ein Langstreckenfahrer solltendie 10000 bzw. 15000 km als Obergrenzeansehen,wobei es nicht
auf ein paar hundertKilometerhin oder her ankommt.Wer den Peugeothauptsächlichim Kurzstreckenverkehr
fährt' sollte schon wesentlichfrÜherden Ölwanneninhaltwechseln.In der kalten Jahreszeitspätestensnach
sechs Monaten,unabhängigvon der vielleichtnoch geringenKilometerleistung. Bei ausschließlichemStadt-
verkehrsind bereitsvier Monategenugfür das öt.

öMechsel, O Das Motoröl soll bei betriebswarmemMotor gewechseltwerden, damit es allen Schmutz beim Auslaufen
wo und wie? herausschwemmt.
O Das beim ÖlwechselanfallendeAltöl muß ordnungsgemäßbeseitigtwerden. Wer es einfach ins Erdreich
versickernläßt,vergräbtoder in die Kanalisationschüttet,gefährdetdie Trinkwasserversorgung und muß mit
hohen Strafenrechnen-Altöl kann man kostenlosdort abgeben,wo man das frischeöl getäutt hat (Kaufquit-
tung aufbewahren).wichtig: Altöl nicht mit anderenFlüssigkeitenmischen!
Auch ölgetränkteLappen und den alten Öffiltermüssen Sie als Sondermülldeponierenoder bei einer Tank-
stelle bzw. Werkstattabgeben.
O In Werkstätten kostet der Ölwechselnach unserenErfahrungendas meisteGeld,weil nur sehr teure ölsor-
ten vorrätigsind. Außerdemist der Motor oft schon wieder kalt, bis das alte öl abgelassenwird. Und Werk-
stätten berechnenzumindestdie Arbeit für den ölfilterwechselzusätzlich.
O An Tankstellen kommt der Wagen meist sofort dran. Sie könnenauch ein billigeresöl aus dem Tankstel-
len-Verkaufsprogramm auswählen,und im Ölpreisist die Arbeit des Tankwartsinbägriffen.
O Gegen.denSB-ölwechsel mit einemAbsauggerätan der Tankstellebestehenkeine Bedenken,vorausge-
setzt der Ötfitterwird ebenfallsausgetauscht.
O Ölwechselzu Hause lohntsich nur,wenn Sie das Öl preiswertim Zubehörhandel, Großmarkt,Warenhaus
oder durch gute Beziehungen billigerkaufenkönnen.An der TankstellemüssenSie nachden etwasgünstige-
ren SB- oder Mitnahmeölen fragen.

Waswid O Motoröl nach den genanntenSpezifikationen(kann meist im S-Liter-Kanisterpreisgünstigeingekauftwer-


gebraucht? den).

Links: Die Ölablaßschraube(pfeil)


der Motorölwanne öffnet man am
besten mit einem Ringschlüssel.
Rechts: Hier wird der Ölfilter (i)
mit einem Spannbandschlüs.
sel (2) losgedreht. Vorsicht,
heißes öl läuft an der Dichtfläche
aus.
O EineneueDichtungfür die Ölablaßschraube.
O EinÖttitteraus dem Peugeot-Ersatzteilager oder vom Zubehörhandel.
O Auffanggefäßfür das Altö|. Ein alter Ölkanistermit herausgeschnittener
Seitenwandoder eine ausgediente
Spülschüssel leistenhiergute Dienste.
O EinAltölkanisterdient zum Wegschaffendes Altöls.
o Mit einerÖlkanneerleichtertman sich das Einfüllendes frischenMotoröls.
O EinSpannbandschlüssel ermöglichtdas Lösendes Filters.

DerÖlfilterwird beim Ölwechselausgetauschtbei Wartunga


O den Benzinmotoren ab Modelljahr'94alle 15 000 km oder einmalim Jahr
O beim BenzinerModelljahr'93und beim XU7-Motorbis Modelljahr'94das erste Mal bei 10 000 km, an-
schließend alle20 000 km
O beimDieselmotor alle 10 000 km oder einmalim Jahr.
O Öl nur bei betriebswarmemMotor wechseln!Des- sicht, heißesÖt tauttaus) und Filtermit dem Schrau-
halbden Wagen evtl. warmfahren. bendreherlosdrenen.
O Den Peugeot306 möglichstwaagrechtaufbocken O Dichtringam neuen ötfilter mit etwas Fett einrei-
(abstÜtzen!) oder Übereine Rampefahren. ben. Kein Öl nehmen,da es bei der Sichtkontrolle
O GeeignetesGefäßunter die Ölwannestellen. zum Schlußoft fälschlicherweisefür austretendesöl
O Ablaßschraube mit Ringschlüssel öffnen;sie sitzt gehaltenwird.
in Fahrtrichtunghinten rechts. Öl auslaufenlassen- O Filter ohne irgendwelchesWerkzeug von Hand
Vorsicht,es ist heiß und kommt im Bogen herausge- festdrehen.
flossen! O Motoröl der genanntenViskositätund Spezifikati-
a Ölablaßschraubesauberreiben und mit neuem on einfüllen.Füllmengen sieheTabelle.
Dichtringeindrehen;nicht anknallen,sonst wird das O Motor laufenlassen,ÖtOicntfreit kontrollieren.
Führungsgewinde in der Ölwannebeschädigt. O Ölstandnochmalsorüfen.
O Auffanggefäßunter den Ölfilterstellen.
O Ölfiltermit einem Bandschlüssellösen.Bei sehr
festsitzendemFiltereinenscharfenSchraubendrener
durch das Blechgehäusedes Filters treiben (Vor-

I 1,4-Liter-Motor 1,8-12,0-Liter-Motorr Dieöfüt|me


mit Filterwechsel ca.3,5 |
ohne Filterwechsel ca.3,0| ca.3,5 |
*nur bei einem zusätzlichen Ölwechsel
zwischen den Interallen

- es handelt sich auch um das in AutomatikgetriebenverwendeteATF


Der Stand der Hydraulikflüssigkeit Ständige
Kon
Dexronll wird im durchsichtigenBehälter(vor dem rechtenFederbeindom)im Motorraumgeprüft.
O Bei der Kontrollemuß die Hydraulikflüssigkeit
zwi- Leckstelleim Hydrauliksystem.Also in diesem Fall
schenden beiden Markierungenstehen. nicht einfach Hydraulikflüssigkeit nachkippen,son-
O Nachgefülltwird bis zur Markierung"MAX|". dern erst die Leckstelleermitteln!
O Generelldeutet aber Flüssigkeitsverlustauf eine

lm Getriebewird das Schmiermittel nichtwie im Motorverbraucht,sondernkannallenfallsdurchundichteStel'- Wartungsa


lenins Freiegelangen.
Ein Getriebegehäuse,das außen eine öldurchtränkteSchmutzkrusteaufweist,macht eine ölstandskontrolle
unumgänglich. Aber zu wenig Schmierölim Getriebe(vielleichtdurch einen nachlässigen ölwechsel)bleibt
dem Betrachterverborgen.Wir raten daher in jedem Fall dazu, den Ölstandzu prüfen. Die Kontroll-und Ein-
füllschraubesitzt in Fahrtrichtung
linksin halberHöhe im Getriebegehäuse.
O Fahrzeugwaagrechtaufbocken. O Läuft nun bereitsetwas Getriebeölheraus,stimmt
O Kontroll- und Einfüllschraubemit einem Vierkant- der ölstand.
Öldienstschlüssel(aus dem Zubehör- oder Werk- O AnsonstenFingerin das Schraubengewindestek-
zeughandel) herausdrehen. ken und fühlen,ob die Schmierflüssigkeit
bis an die
Der Verschlußdeckel(1) ist hier vom Vorratsbehälter der Servolenkung (2) Die öleinfüll- und Kontrollschraubedes cetriebes (pfeil) sitzt links vorn am
abgeschraubt. Die Pfeile im Bild deuten auf die Füllstandsmarkierungen Getriebegehäuse.
,MlN* und "MAX".

Offnungheranreic.ht:
AusreichenderÖlstand. der Werkstatt die vorgeschriebeneGetriebeölsorle
O Bei größeremÖlmangelan der Tankstelleoder in einfüllenlassen.

Fingerzeig: Das eigenhändige Einfüllen des sehr zähflüssigen Getriebeöls mittels Trichter und langem
Schlauch ist selbst bei angewärmtem öl eine gehörige Geduldsprobe. Nicht empfehlenswert. Besser
geht es bei speziellen Nachfülldosen mit angeschlossenem Schlauch.

Dierichtige An einenGetriebeölwechsel brauchenSie nicht mehrzu denken.Das Getriebeist mit einerDauedüllungver-


Getriebeölsorte sehen,aus der eventueller
Abriebdurch Magneteherausgefischt wird.
Allerdingsmuß das GetriebeölbestimmtenAnforderungen entsprechen.
Peugeotschreibtöle der Zähflüssig-
keitsklasseSAE 75 W-80 mit der SpezifikationAPI GL 5 vor.

Wartungsarbeit DieGetriebeautomatik ist mit einersynthetischen Flüssigkeit namensAutomaticTransmission Fluidbefüllt.Sie


dient als Schmiermittel und zur Steuerungdes hydraulischen Drucksim Getriebe.Damitsie den Anforderun-
gen gerecht wird, muß die ATF die BezeichnungDexron@(mit einer nachfolgendenKontrollzahl) tragen.
FalscheFlüssigkeit kanneinenGetriebetotalschaden verursachen!
O DieATF soll zur Prüfunghandwarmsein,das ent- O Riechtdie ATF am herausgezogenen peilstabver-
sprichteiner Fahrtvon ca. zehn Minutennach dem brannt,liegtein Getriebeschaden vor.
Kaltstart.Die Flüssigkeitsmenge verändertsich tem- O Bei zu niedrigemFlüssigkeitsstand sollte nicht
peraturabhängig.lm kalten Zustand wird zu wenig einfachATF nachgefülltwerden,sonderndas Getrie-
angezeigt und nach längerer Fahrt ein zu hoher be muß auf Undichtigkeiten hin kontrolliertwerden.
Stand. NotwendigeAbdichtarbeitensollten Sie der Werk-
O Handbremseanziehen,Wählhebelin Stellung"P" statt überlassen.
legen,Motor im Leerlaufdrehenlassen. O Zu hoher Flüssigkeitsstand kann daher rühren,
O ATF-Peilstab- in Fahrlrichtunglinks neben dem daß die Abdichtungzwischendem planetengetriebe
Ansaugluftschlauch - herausziehen. Er darf nur mit und dem Achsantriebschadhaftist.
einem völlig sauberenund fusselfreienTuch abge- O Ölstandim Achsantriebkontrollieren, siehenäch-
wischtwerden. stenAbschnitt.
O Peilstabeinschieben und nochmalsherausziehen. O lst dorl zu wenig Schmiermittelvorhanden,muß
Die Flüssigkeitsmenge zwischenobererund unterer die Werkstattdie Teile neu abdichtenund die ATF
Marke beträgt ca. 0,3 Liter. wechseln.
O ZwischenbeidenMarkierungen mußATF sichtbar O Stimmt der Schmiermittelstand im Achsantrieb,
sein. Die untersteMarke gilt nur für das Einfüllen wird das Zuviel an ATF in der Getriebeautomatik
beimATF-Wechsel. lediglichabgesaugt.Zu hoherATF-Stand kanneben_
O Frische ATF ist klar und hellrot eingefärbt, sie falls einen Getriebeschadenverursachen.
kann sich im Betriebjedoch ohne Qualitätseinbuße
schwarzbraunverfärben.

20
Links:Die Ablaßschraube(Pfeil)
sitzt unterhalb der linken An-
triebswelle.
Rechts: Für die einwandfreie
Funktion des automatischen
Getriebes ist der richtige ATF-
Stand von entscheidender Be-
deutung. Bei betriebswarmem
Getriebemuß sich der Flüssig-
keitsstand zwischen der >MlN"-
und oMAX<-Marke (Pfeile) am
Peilstababzeichnen.Das Füh-
rungsrohr (2) lür den Peilstab sitzt
neben der Batterie.

Fürden Achsantriebder Getriebeautomatikwird ein anderesÖl als für das Schaltgetriebegebraucht.Es muß Achsantrieb
des
folgendeBezeichnung tragen: automatischen
API-GL5 oder MIL-L-2105B.
O MineralölSAE 90 mit der Spezifikation Getriebes
Wedereine Ölstandskontrolle noch ein Ölwechselsind vorgesehen.EineÜberprüfungkann aber notwendig
weroen,wenn
O das Achsantriebsgehäuse außenölverschmiertist oder
O der ATF-Standin der Getriebeautomatikangestiegenbzw. abgefallenist ohne AnzeichenäußererUndich-
tigkeiten.Dann hat möglicherweiseein Schmiermittelaustausch zwischen Planetengetriebeund Achsantrieb
stattgefunden.Zur Ölstandskontrolle:
O Geschwindigkeitsgeber am Getriebe abschrau- O Reichtdas Öl nicht mehr ans Wellenende,muß
benund herausziehen. 0,1 LiternachgefÜllt
werden.
O Antriebswelle des Gebers unten abwischenund O Als "MAx"-Markierung dient die Verdickung
wiederin die Öffnungeindrehen. knapp überdem Wellenende.
O Geberwieder ausbauenund Ölstand am unteren
Wellenende ablesen.

DerWartungsplansieht den ATF-Wechselalle 60 000 km vor. Dazu wird die alte ATF abgesaugt,und gleich- Wartungsarbeit
zeitigmüssenÖlwanneund -sieb gereinigtwerden- Arbeitenfür die Peugeot-Werkstatt.

DerWartungsplan von PeugeotsiehtkeineSchmierstelle Praxiswissenwir aber,


vor. Aus unsererlanglährigen Wartungsarbeit
daß einezusätzlicheSchmierration manchesauf Dauerleichtgängighält, was sonst quietscht,klemmt,reißt
oderrostet.Dabeigilt folgendeFaustregel:
An Scharnieren und Gelenkenmit engenDurchgängen, in die kein
Fetteindringenkann, ist Öl oder Schmierspraygünstiger.Gegeneinander reibendeFlächenwerden besser
gefettetoder mit einer Schmierpastebehandelt,da diese Gleitstoffebesserhaften.

O Die Türscharnieresind eigentlichwartungsfrei. O DieTürfeststelleroderTürhaltebänder,diezuwei-Türenund


Dennochkann es nicht schaden, hin und wieder tes Aufschlagender Türen verhindern,werden mit Klappehinten
etwas Öl anzusprühen.AbtropfendesSchmiermittel etwas Mehrzweckfettoder ebenfallsmit Silikonpaste
abwischen. bestrichen.
O Für die Schloßfalleder Türen und der hinteren O Die HeckklappenscharnierekönnenSie mit etwas
KlappeverwendenSie am bestenSilikonpasteoder Öl besprühen.
einSchmierspray.

der Heckklappe.Er kann durch Schmutzund


Besondersgefährdetin der Winterzeitist der Schließzylinder Schließzylinder
blockiertwerden.Dannmuß meistein neuerSchließzylinder
Salzkristalle her. Besserist vorbeugendePflege.
O SprühenSie spätestenszu Beginnder kaltenJah- O Am Heckklappen-Schließzylinder winters gele-
reszeitetwas Rostlöser-lsoliersprayin den Schlüs- gentlichnachsprühen.
selschlitz.Es schmiert,verdrängtFeuchtigkeitund O In die Schließzylinderkann man auch je 0,5 cm'
schütztso auch vor Rost sowie Einfrierenim Winter. Waffenölmit eineralten Injektionsspritze
einspritzen.

21
Die ATF-Ablaßschraube(Pfeil) der Getriebeölwanne sitzt in Fahrtrichtung Der Pfeil zeigt auf den Gewindebolzen der Ersatzradhalterung, den Sie von
hinten. Zeit zu Zeit mit etwas Fett bestreichen sollten, damit er sich im Fall einer
Reifenpanne auch wirklich bewegen läßt, Wichtig dabei ist, daß auch Fett
an das eingeschraubteTeil des Gewindes gelangt.

illotorhaube O Entriegelungszug der Motorhaubevon einemHel- O Das Motorhaubenschloßmit etwas Fett bestrei-
fer im Wageninnern ziehenlassen.An der Stelle,wo chen oder Schmiersprayauftragen.
der Seilzugaus der Umhüllungkommt, etwas Fett O Die Achsen der Motorhaubenscharniere
erhalten
anstreichenund durch mehrmaligeHebelbewegung etwas Öl oder Schmierspray.
i n d i e Z u g u m h ü l l u nzgi e h e n .

Gasbetätigung O Von einem Helferbei ausgeschaltetemMotor das anschließend etwasÖl ansprühen,währendein Hel-
Gaspedaldurchtretenlassen. fer ein paar Mal das Gaspedalbewegt.
O An allen sich hierbei bewegendenStellen die
eventuell anhaftende Schmutzkrusteabreiben und

Schiebedach Beim Peugeot306 ist ein wartungsfreiesSchiebedacheingebaut.Die Gleitschienenerfordernnach Werksmei-


nung keinerleiPflege.

Handbrems- O Unterdem Wagenam linkenund rechtenHinter- O Durch mehrfachesBetätigendes Handbremshe-


seilzüge rad die Seilzügedort (nur dünn) schmieren,wo sie bels das Fett in das Seilzugrohr
ziehen.
aus den Seilzugumhüllungen kommen. O Gummikappenwieder sorgfältigaufstecken.

Kupplungszug O Luftfiltergehäuse
ausbauen. O Durch mehrmaligesPedaltretendas Mehrzweck-
O FreieSeilzugendenmit Mehrzweckfettschmieren. fett in die Zughülleziehen.

Ercatrrad- O Den Riegel,den Bolzenund die Gewindebohrung sicherwenig begeistert,einenfestgerostetenErsatz-


halterung dick mit Kupferfetteinstreichen.
Dennwenn der Fall radhaltervorzufinden.
der Fällein Form einerReifenoanneeintritt.sind Sie

22
VollesHaus
Der Motor in unserem Peugeot306 ist die treibnde Kraft, die wir brauchen,um vorwärts zu kommen. Damit
lhnender Motor möglichstlange gute Diensteleistet,beschreibtdieses Kapiteldie Arbeitsweise,die wichtig-
sten Einzelteileund die Anleitungfür erforderlicheWartungsarbeitenund möglicheRaparaturen.

Die TU-Motoren(außerTU 5 JP-Motor)bestehenaus Vollaluminium, d. h. Motorblockund Zylinderkopfsind


ausLeichtmetall gefertigt.DerTU 5 JP- und die XU-MotorenhingegenbesitzeneinenGraugußblock und einen
inderkopf.
Leichtmetall-Zyl
WeitereKonstruktionsmerkmale ist die über ZahnriemenangetriebeneobenliegendeNockenwelle,ein kom-
pakter,dachförmigerBrennraumsowie bei den TU-Motorendie Ventilbetätigungüber Kipphebel.Diese sind
auf Grundder geringenbewegtenMassewegen aus Aluminiumgefertigtund haben eine gehädeteStahlgleit-
fläche.Die Druckumlaufschmierung des Motorölswird durch eine Zahnradpumpesichergestellt.

Motor TUlM TU3MC TUsJP XUTJP

Kurzbezeichnung 1,1 1,4 1,6 1,8


Hubraum cm3 1124 1361 1587 1762
Leistung 44 55 65 74
Kennbuchstaben HDZ KDX NFZ LFZ
Geemisch-Aufbereitung Zentral-Einspritzung Zentral-Einspritzung Multipoint-Einspritzung Multipoint-Einspritzung
Verdichtung 9,4:1 9,3:1 9,6:1 9,5:1

AlleMotorenhabenauch wenn sie noch so verschiedensind einigesgemeinsam.Diessind: Erkennungs-


O EineobenliegendeNockenwelleüberZahnriemenangetrieben med<male
O Zahnriemendurch exentrischgelagerteSpannrollegespannt
O Ölumlaufdurch Zahnradölpumpe mit Kettenantrieb

O Motor nach vorn geneigteingebaut TU-Motoren


O Ventilbetätigung
überAlu-Kipphebel mit stählernenGleitflächen
O Kipphebelmit Ventilspiel-Einstellbolzen
O Zylinderblockund Zylinderkopfaus Leichtmetall(außerTU 5 JP-Motor)
O TU 5 JP-Motor:Zylinderblock aus Graugußund Zylinderkopfaus Leichtmetall

Die Schnittzeichnung zeigt den >TU-Motor< des Peugeot 306,


der mit zwei unterschiedlichen Motorblöcken zum Einsatz
kommt Zum einen handelt es sich um einen Leichtmetall-
Zylinderblock mit einzeln eingesetzten Zylinderlaufbüchsen,
zum anderen um einen Grauguß-Blockmit direkt in den Block
eingearbeiteten Laufbüchsen-
Hier ist der Leichtmetall-
Motorblock (2) bei abge-
nommenem Zylinderkopf
gezeigt. sehr gut zu se-
hen sind die bei dieser
Motorversion ein gesetz-
ten Dnassen( Lautbüch-
sen (1) und die in den
Büchsen laufenden Kol-
ben (3). Die Pfeile auf den
Kolben zeigen zur Rie-
menseite,

XU-Motoren o Motor nach hintengeneigteingebaut


1 o Ventilbetätigungdirekt über die Nocken der Nockenwelle
o Tassenstößelmit Ventilspieleinstellung
über Einstellplättchen
o Zylinderblockund Zylinderkopfaus Leichtmetal
o Zylinderblockmit eingesetztenLaufbuchsendie Laufbuchsenwerden vom Kühlmittelumspült.

Motortlock Der Motorblock der TU-Motoren und des XU7-Motors (außerTU 5 JP-Motor) besteht aus Leichtmetall
undKurbeltrieb (Aluminium), die Kolbendes Motorsjedoch laufenin einzelneingesetzten Grauguß-Zylindern. Der Fachmann
nennt diese Zylinder-BauartDnasseBüchsen", weil sie vom Kühlwasserdirekt umspültwerden.
Der TU 5 JP- hat ein im DünngußverfahrengefertigtesGrauguß-Motorengehäuse, woraus sich die Möglichkeit
zu verwenden- d. h. die Zylindersind bei diesem Motor nicht einzeln
ergab, integrierteZylinderlaufbuchsen
eingesetzt.Also keine DnassenBüchsen".
Die Kolben sind aus Leichtmetallgegossenund besitzeneine Stahleinlagezur Verminderungder Wärmeaus-
dehnung.lm oberenDritteldes Kolbenssind drei Kolbenringe elastischin entsprechenden Aussparungen des
Kolbenseingebettet.Währenddie zwei oberen Kolbenringedas Kraftstoff/Luft-Gemisch am Vordringenin tie-
ll fere Regionendes Motorshindernsollen,dichtetder untereKolbenringden Verbrennungsraum gegendas im
KurbeltriebzirkulierendeMotoröl ab.
Die aus Stahl geschmiedetenPleuelsetzendie Hubbewegungder Kolbenin eine Rotationsbewegungder Kur-
belwelle um. Die Pleuel sind mit auswechselbarenLagerschalenauf der Kurbelwelleeinerseits,und die
schwimmend gelagertenKolbenbolzenmit dem Kolben andererseitsverbunden.Die Kurbelwelleist bei den
TU-Motorenund dem XU7-Motorfünffachgelagert,aus Graugußgefertigtund besitztvier Gegengewichtezur
Schwingungsdämpfung

Die von der Kurbelwelleüber eine Kette angetriebeneSichelölpumpesorgt für den gesundenölhaushalt. Das
Motorölwird aus dem Ölsumpf(Ölwanne)durch ein Sieb in die Pumpe gesaugtund gelangt - von dort über den
Öttitteran die Schmierstellen:
Kolbenböden,Kurbelwelle, Nockenwelleund dÄrenLager.

, önruct Der Öldruck sollte bei einer Öftemperaturvon 80'C und einer Kühlmitteltemperatur
von 80'C folgendeWerte
I erreichen.

Grauguß-Motor

Drehzahl 1/min bar bar


1000 2,O 1,0
2000 3,0 2,O
4000 4,O 4,O

KontrollierenkönnenSiedieseWerteallerdingsnur,wenn Siedie entsprechenden Zusatzinstrumente öldruck-


und Öftemperaturanzeige plus Geber kaufen.Die Warnleuchteim Kombi-lnstrumentzeigt lhnen nur an, daß
etwas nicht funktioniert(mehrdarüberim Kapitel"lnstrumenteund Geräte").

24
Links:Die Zeichnung zeigt
dasSchmiersystem des
Peugeot-Motors.Von der
ölpumpeaus wird das
Motorölüber den Filter und
dieÖlkanälezu den Lager-
stellendes Motors
gepumpt.Während das
unterDruck stehende
Zulauf-Ölhier rot darge-
stelltist, symbolisierendie
senkrechtnach unten zei-
gendenPfeile den öt-nüct-
laufzur ölwanne. n-:\
v
Rechts:Der öldruckschal- lf : -,
ter (1)sitzt oberhalb des
öffifters (2].

Auchein gesunderMotor blästrund 50 LiterVerbrennungsgase an den Kolbenringen vorbeiins Kurbelgehäu- Kurbelgehäuse


se.Damitdie Dichtungendes Motors nicht zu stark beanspruchtwerdenoder gar Teiledes Motors reißen,muß Entlüftung
derDruckaus dem Motor entweichenkönnen.Genaudafür ist die Kurbelgehäuse-Entlüftung zuständig.Der
Umweltzuliebewird der unter DruckstehendeÖl- und Verbrennungsdunst allerdingsnicht ins Freiegeleitet,
sondernüber das Luftfiltergehäuse
erneutder Verbrennungzugeführt.

I SehenSie sich den Motor von oben und unten O Dazu Motor mit Motorreinigerund Dampfstrahl- Wartungsarbeit
genauan. gerät (aus Gründen des Umweltschutzesan einem
O Geringfügig ölfeuchteStellensind nicht bedenk- "Waschpark,,)säubern.
lich, alle Motoren 'schwitzen" gelegentlich etwas O Nach einer kurzen Probefahrt Ölverlust oder
Schmiermittel aus. Ölnässekontrollieren.
O Öfleckenunter dem Wagen und deutlichesÖl-
nässensolltenjedoch eine Nachforschungwert sein.

An welchenStellender Peugeot-306-Motoren Öl austretenkann, ist im folgendenaufgeführt: Motor-


O Wellendichtringe der Kurbel-und Nockenwelle(sinddurch den Zahnriemenschutz verdeckt) Undichtigkeiten
O Dichtungdes Zylinderkopfdeckels
O Zylinderkopfdichtung
O Öldruckschalter
O Ölfilterdichtung
O DichtungzwischenKurbelgehäuse untenund Ölwanne
O Wellendichtringder Kurbelwellekupplungsseitig(Öl tritt an der TrennfugeMotor-/Getriebegehäuse
aus)

Währendder ersten1000 km sollendie gleitendenTeiledes Motors(Kolbenund Zylinder;Gleitlagerund Wel-


len)Gelegenheit haben,sich an das jeweiligeGegenstückanzupassen. Das muß bei niedrigerBelastungbzw.
beiniedrigenDrehzahlen geschehen.DiespätereMotorleistung, der Ölverbrauchund die Lebensdauer hängen
davonab. Deshalb:
O Währendder ersten1000km Gaspedalhöchstenszu drei Vierteldurchtreten.
O ln der Laufzeitvon 1000-1500km den Motor allmählichbis zur Höchstgeschwindigkeit bzw. zur höchst-
zulässigenDrehzahlsteigern.
Auf Landstraßenfühlt sich der Motor währendder Einfahrzeitam wohlsten.Da muß fleißiggeschaltetwerden,
man fährt mit wechselndenDrehzahlenund Geschwindigkeitenund wird selbst bei strikter Beachtung der
anfänglichenHöchstgeschwindigkeit nichtzum Verkehrshindernis.lm Laufder folgenden500 km könnenSie
die Drehzahlen langsamsteigern.Ab 1500 km darf der Motor ruhigauch einmalhochgedrehtwerden.Routi-
nierteEinfahrerbenutzendazu vor allem Autobahngefälle:Bergab mit relativ hohen Motordrehzahlen,ohne
den Motor gleichzeitigstark zu belasten.Das Triebwerkmuß dazu allerdingsrestlosdurchgewärmtsein, also
mindestens25 km Fahrstreckenach dem Kaltstarthintersich haben.
Etwa3000 km muß der Motor schon gelaufensein, ehe er richtig eingefahrenist. Bei überwiegendemStadt-
verkehrdauertes noch viel länqer.

25
Die Angabe von Kilometerleistungenist schwierig.Wer grundsätzlichgleich nach dem Kaltstart mit hohen
Drehzahlendavonbraust,darf sich nicht wundern,wenn der Motor vielleichtschon nach 80 000 km das Zeifli-
che segnet. Dagegenkommen andere Fahrertrotz forscher Fahnrueise mit dem erstenTriebwerkauf Kilome-
terleistungenvon über 160 000.
Von entscheidenderBedeutungfür die Motorlebensdauerist die Öltemperatur.Währenddie Kühlmittel-Tem-
peraturanzeigeschon relativ früh Betriebstemperatursignalisiert,ist das Motoröl frühestens nach etwa 10
MinutenFahrtvölligeinwandfreischmierfähig.
Bei wochenlangemKurzstreckenverkehr bildensich währendder langenLeerlaufminutenin den Brennräumen
und an den VentilenAblagerungen,die bei voller Betriebstemperaturund zügiger,aber nicht scharfer Fahrt
langsamabgebranntwerden sollen.Für Fahrzeugemit Drehzahlmesser: Das entspricht3500 - 4500/min.

O Ein Verbrennungsmotorgibt seine höchste Leistungbei einer bestimmtenDrehzahlab - der sogenannten


Nenndrehzahl.Höherals diese hinauszudrehen bringt keineMehrleistung.
HohesAusdrehenkann lediglich
beim Überholenvon Vorteilsein.
O Für ehergeruhsamesFahrenhält man den Motor im fünftenGang möglichstim Drehzahlbereichdes größ-
ten Drehmoments. Dort ist die beste Durchzugskraftvorhanden.
O UnsereMotorensind durchausdrehzahlfest.Die Ventilewerdenauf kürzestemÜbertragungswegbetätigt-
entweder über die Kipphebel fU-Motoren) bzw. direkt von der obenliegendenNockenwelle über Tas-
senstößel.Dabeiwerden nur geringeMassenin Bewegunggesetzt,was hohe Drehzahlenohne Gefahrfür den
Ventiltriebgestattet.

llrchzahl- Bei zu hohen Drehzahlengeratendie Ventilfedernso stark ins Schwingen,daß ein einwandfreiesöffnen und
Begrcnzung Schließender Ventilenicht mehr gewährleistetist. DieVentilfedernkönnenbrechen,was zur Folgehat, daß das
betreffendeVentilauf dem Kolbenaufschlägtund gewaltigeZerstörungenanrichtet.Damites gar nicht so weit
kommen kann, besitzt der Motor eine Drehzahlbegrenzung. Dafür ist das Steuergerätder ZündlEinspritz-
Steuerungzuständig.Sobald die Höchstdrehzahlerreicht ist, erhalten das/die Einspritzventil(e)kein Signal
mehr zum öffnen.

Die Messungdes Kompressionsdrucksin den Motorzylinderngibt Aufschlußdarüber,ob Ventileund Kolben-


ringe noch gut abdichten.Leistung,Kaltstartverhalten
sowie Öl- und Kraftstoffverbrauch unseresMotors hän-
gen davon ab.
O Motor warmfahren. Die Kolbenringedichten bei O Gummikonus des Druckprüfersauf das Kerzen-
warmem öl besserab. loch des 1. Zylinders(in Fahrtrichtunglinks)pressen
O Handbremse anziehen, Schalthebel in Leerlauf oder Anschlußleitung ins Zündkerzengewinde ein-
bzw. Wählhebelin Stellung"P" drücken. schrauben.
O Zündung"lahmlegen". O Von Helfer Gaspedalvoll durchtreten lassen. So
O Alle Zündkerzenherausschrauben. erhaltendie ZylinderihregrößteFüllung.

Links: Bevor zum Messen des


Kompressionsdrucks der Motor
mit dem Anlasser durchgedreht
wird, muß die Zündung lahm-
gelegt werden: Dazu den Stecker
(Pfeil) vom Zündspulenpaket ab-
ziehen.
Rechts: Messen des Kompres-
sionsdrucks mit einem Heimwer-
ker-Kompressionsdruckmesser.
Der Gummikonus des Geräts wird
auf die Kerzenbohrung gepreßt.
O Mit dem Anlasserden Motor so lange durchdre- O Meßwertablesenund notieren.Bei einem Druck-
hen lassen,bis der Druckwed nicht mehr ansteigt schreiber mit Meßkärtchenweiterschaltenfür den
(mindestens5 Sekunden). nächsten Zylinder.

aus (in bar Überdruck):


Folgendessagen die Kompressionsdruckwerte Druclrweile
Kennbuchstaben Guter Motorzustand Motor überholungsbedürftig Max. Druckunterschied
zwischen den Zylindern

1,1V4r'.kW HDZ 10-15 2


1,4t/55 kW KDX 10-15 2
1,6t/65 kW NFZ 9-12 2
1,8l/74 kW LFZ I g-te 2

GleichmäßigniedrigerKompressionsdruck UrsachekönnenMeßtoleran-
ist nichtunbedingtein Alarmzeichen; Zuniedrige
zenzwischenverschiedenenPrüfgerätensein. Druclrwerte
Bedenklichist es dagegen,wenn zwischenden vier Meßwertenfür die ZylinderUnterschiedevon mehr als 2
barbestehen.Das kann bedeuten:
O Kolben-und Kolbenringverschleiß
O Festsitzende Kolbenringedurch Rückstandsbildung
O UnrundeZylinderals Folgeerscheinungvon Kolbenklemmern
O Ablagerungenan den Ventilschäftenoder -sitzendurch Verbrennungs-bzw. Schmierölrückstände
O Ventilverklemmt,eingeschlagen,verbrannt(speziellTU-Motoren)oder Ventilsitzdefekt

Zum Lokalisierendes Fehlersbei zu niedrigemKompressionsdruckmit einer Spritzkanneetwas zähflüssiges Fehlercuche


Öl ins Zündkerzenlochträufelnund Kompressionsdrucknochmalsmessen.
O Bleibendie Werteweiterhinschlecht,sind die Ventileschuld.
O ErhaltenSie höhereDruckwerte,liegt es an den Kolbenringenund vielleichtauch an den Zylindern.Eintypi-
schesZeichenfür diesenFehlerist langsamesAnsteigendes Druckwertesbeim Durchdrehendes Motors. Das
eingefüllteÖl hat kurzfristigzwischen Kolben und Zylinderwändenbesser abgedichtet,so daß das kompri-
mierteGas kaum noch entweichenkonnte.
O Fallsder Kompressionsdruckam Nachbarzylinderebenfallszu niedrig ist, kann die Zylinderkopfdichtung
defektoder der Zylinderkopfverzogensein.

Zur genauerenSchadenseingrenzung dient der Druckverlusttestin der Werkstatt.Das Testgerätbesteht aus DerDruck-
zweiKammern,wobeiin einerein gleichbleibender Druckherrscht.DiezweiteKammerist übereinenSchlauch uerlusttest
zurZündkerzenbohrung mit dem Verbrennungsraum, durch eine Düse mit der ersten Kammer und außerdem
mit einerAnzeigeskalaverbunden.
Verliertder geprüfte BrennraumDruck, wird dies auf der Skala angezeigt.Eine größere Leckstelleläßt sich
durchAbhorchenerkennen.
O Blasgeräuscheam Auspuff lassenauf ein undichtesAuslaßventilschließen.
O Strömt Druckluftaus der Einspritzeinheitbzw. aus dem Drosselklappenteil,ist ein Einlaßventildefekt.
O Bei einer defekten Zylinderkopfdichtungoder einem Riß im Zylinderkopf gelangt Druckluft durch das
benachbarteZündkerzenlochoder aus dem geöffnetenKühlerins Freie.
O VerschlisseneZylinderwände,Kolbenlaufbahnenoder Kolbenringelassen Druck ins Kurbelgehäuseströ-
menund am geöffnetenÖleinfüllstutzen oder am Rohr für den Ölpeilstabaustreten.

Zu einigenArbeitenmuß man die Kurbelwelle entwederin einebestimmteStellungbringenoder durchdrehen.


Dazubietensich folgende Möglichkeiten:
O 5. Gang einlegenund den Wagen auf ebener ansetzen.So kann die Kurbelwellevon Hand gedreht
Fläche langsam vor- oder zurückschieben.Dabei werden.
drehtsich die Kurbelwelle. O Niemalsden MotordurchAnsetzeneinesSchlüs-
O Oder Zündkerzen herausschrauben(grundsätz- sels am Nockenwellen-Zahnriemenrad durchdrehen.
lichbei Getriebeautomatik). Es besteht die Gefahr, daß der Zahnriemeneinige
O Leerlaufeinlegenbzw. Wählhebelin Stellung"N" Zähne überspringt.Folge: Die Steuerzeitenstimmen
I
und einen gekröpftenRingschlüssel(SW 22) auf der nicht mehr,die Ventilekönnenauf die Kolbenböden
Zentralschraube der Kurbelwellen-Keilriemenscheibe aufschlaqen.

27
Links: Zum Durchdrehendes Motors wird
ein Ringschlüsseloder eine Sechskantnuß
(2) auf die Kurbelwellen-Riemenscheibe(1)
angesetzt.
Rechts: Die Zeichnung verdeutlicht die
Begriffe "Oberer" und >Unterer Totpunkt",
Der Raum dazwischen ist der uHubraum".

Fingerzeig: Zylinder 1 sitzt bei Peugeot auf der Getriebeseitedes Motors, also in Fahrtrichtung gesehen
finks im Motorraum. Zylinder 4 sitzt demgemäß an der Zahnriemenseite des Motors.

Beim Viertaktmotorkommt der Kolben während der vier Arbeitstaktezweimal in den OberenTotpunkt (OT):
Einmalbeim Zündendes angesaugten Gemischesund zum zweitenMal nachdem Ausstoßender Altqasemit
anschließendbeginnendemWiederansaugenvon Kraftstoff/Luft-Gemisch. üblicherweisewird bei verJchiede-
nen Einstellarbeiten
der or von zylinder 1 währenddes Zündzeitpunktsgebraucht.
O ObereZahnriemenabdeckung abschrauben. Kurbelgehäuseund in die dahinterliegende Bohrung
O Motor durchdrehen,bis die kleine Bohrunq am der Schwungscheibe stecken.
Nockenwellen-Zahnriemenradgenau vor der O Die Kurbelwelledazu evtl. einige Millimeterhin-
zugehörigenBohrungam Zylinderkopfsteht. oder herdrehen,bis der Stift paßt. Nicht mit Gewalt
O Dannläßtsich ein Bohrermit einemDurchmesser drehen,denn die Nockenwelleist ja schon arretiert!
von 10 mm in die beidensich deckendenBohrungen sonst Motorschäden.
schieben. O Der OT Zündzeitpunktvon Zylinder 1 ist gefun-
O Damit die Sache hundertprozentig genau wird, den!
kann man zusätzlicheinen Arretierstift(2. B. Bohrer) O Vor Drehenoder Starlendes Motors Stifte wieder
mit einemDurchmesser von 6 mm in die Bohrungam herausziehen.

Die Ventilsteuerungerfolgt - wie bereitsangesprochen- über den Zahnriemen.Dieserversetztdie Nocken-


wellein halbeUmdrehungszahl Als "Nebenjob"bewerkstelligt
der Kurbelwelle. der Zahnriemenden Antriebder
Kühlwasserpumpe.

Links: Die Nockenwelle wird hier


beim TU-Motor in OT-Steltung
fixiert. Ein 10-mm-Bohrer (3) kann
dazu durch die kleine Bohrung im
Nockenwellenrad(1) hindurch in
die dahinterliegendeBohrung im
Zylinderkopf (2) gesteckt werden.
Rechts: Um die Nockenwelle
beim XU-Motor in OT-Stellungzu
fixieren, einen 1O-mm-Bohrer(2)
durch die kleine Bohrung im
Nockenwellenrad(1) in die dahin-
terliegende Bohrung im Zylinder-
kopf stecken.
Ein Stück unterhalb der Kühlmittel-Ablaßschraube (1) bei den Tu-Motoren Bei unseren Motoren besteht die Zahnriemenabdeckung aus Oberteil (1),
befindet sich das Einsteckloch für den o-mm-Arretierstift (2), der in OT- mittlerem Teil (2) und Unterteil (3). In dieser Abbildung sind die Abdeckun-
Stellungin die dahinterliegende Bohrung der Schwungscheibe eingreift, gen des 1,4-Liter-Motors mit den Befestigungsteilen gezeigt.

DieZahnriemenabdeckung
unterteiltsich in einenoberen,einen mittlerenund einen unterenTeil.Ausbau nach Abdeckung
Bedarf. ausbauen

O Obere Abdeckung: Links und rechts an der Ab- O MittlereZahnriemenabdeckung nach oben abzie- TU-Motoren
deckungzwei Sechskantschrauben herausdrehen. hen.
O Abdeckungnach oben abziehen. O Untere Abdeckung: Obere und mittlere Ab-
O Beim Wiedereinbau darauf achten, daß die deckungabnehmen.
Abdeckungan der Unterkanterichtigins Gegenstück O Drei Sechskantschrauben (SW 13) des Riemenra-
eingesetztwird, sonst kein sichererHalt. des an der Kurbelwellelösen,dazu ggf. die Zentral-
O Mittlere Abdeckung: Obere Abdeckung abneh- schraube(SW22) gegenhalten.
men. O Keilrippenriemender Servolenkung und der Licht-
O Wagen vorne rechts aufbocken, Rad abnehmen maschineabnehmen.
und die seitlicheMotorraumverkleidung durch her- O Schraubenam Riemenradvollendsherausdrehen
ausziehenvon drei Halteclipsund durch aushängen und von der Kurbelwelle abnehmen.
am Stoßfänger abnehmen. O Drei Sechskantschraubenan der Abdeckung
O Keilrippenriemen der Servolenkungabnehmen lösenund abziehen.
"Radaufhängung
(Kapitel und Lenkung"). O Alle: Beim Zusammenbauwerdendie Schrauben
O Eine Sechskantschraubein Fahrtrichtunghinten der Keilrippenriemenscheibe
wie auch die Schrauben
herausdrehenund zwei Sechskantschraubenober- der Zahnriemenabdeckungen mit 10 Nm angezogen.
halbder Keilrippenriemenscheibe einigeUmdrehun-
genherausdrehen.

Ausbau der Zahnriemenabdeckung, oberer Teil (2)


nach Lösen der beiden Sechskantschrauben (1).

29
XU-Motor O Obere Abdeckung: Sicherungslascheder Kraft- O Nockenwellen-Zahnriemenrad mit einem 10 mm
stoffleitungenan der Rückseite (beim Öleinfüllstut- starkemStift abstecken.
zen) hochziehenund den Halter in Fahrtrichtung O Die Keilrippenriemenscheibe auf der Kurbelwelle
rechtsherausschieben. mit einem 8 mm starkemStift arretieren.
O Die seitlichenHalteschrauben, links SW 13 und O Abdeckblech unten am Getriebe an der Verbin-
rechtsSW 10 derAbdeckungherausdrehen. dung Motor/Getriebe lösenund abnehmen.
O Abdeckungnachoben abziehen. O Von einemHelfermit einemSchraubendreher die
O Beim Wiedereinbau darauf achten, daß die Schwungscheibe gegenVerdrehensichern.
Abdeckungan der Unterkanterichtigins Gegenstück O Arretierungsstiftan der Riemenscheibeheraus-
eingesetztwird, sonst kein sichererHalt. nehmen.
O Mittlere Abdeckung: Obere und untere Abdek- O Zentralschraube(SW22) des Riemenradesan der
kung abnehmen. Kurbelwelle lösen.
O Oben in Fahrtrichtunohinten eine Sechskant- O Mit Abzieherdie Riemenscheibe von der Kurbel-
schraubelösen. welleabziehen.
O Abdeckungabnehmen. O Spannrollenhalter des Keilrippenriemens lösen
O Untere Abdeckung: Wagen vorne rechts auf- und Halterabnehmen.
bocken, Rad abnehmen und die seitlicheMotor- O Zwei Schrauben an der Abdeckung lösen und
raumverkleidung durch Herausziehen von drei Hal- Abdeckungabnehmen.
teclipsund durch Aushängenam Stoßfängerabneh- O Alle: Beim Zusammenbauwerden die Schrauben
men. der Zahnriemenabdeckungen mit 10 Nm und die
'1
O Keilrippenriemen der Servolenkung und der Licht- Zentralschraube mit 10 Nm angezogen.
maschineabnehmen.

Zahnriemen- O Oberen Teil der Zahnriemenabdeckung abneh- O DamitSie den Riemenauf seinergesamtenLänge
zustandprüfen men. begutachtenkönnen,den Motor durchdrehen,wie
O Der Zahnriemendarf nicht verölt oder rissigsein. weiter vorn im Kapitelbeschrieben.
O Die Flanken der Verzahnungmüssen intakt sein O Einen schadhaftenZahnriemenunbedinot erset-
und dürfenkeineAbnutzungserscheinungen zeigen. zenl

Zahnrlemen- Zum Prüfen der Zahnriemenspannung verwendetdie Peugeot-Werkstattein Spezialwerkzeug,das die Rie-
spannung menspannungin Bezugauf eine bestimmteRiemenlänge mißt. Da Sie diesesWerkzeugnicht zur Verfügung
kontrollieren haben,gehenSie (behelfsmäßig)
folgendermaßenvor:
O Oberen und mittleren Teil der Zahnriemenab- Daumenund Zeigefingerunter Kraftaufwandum ca.
deckungausbauen. 90'verdrehenlassen.
O Riemenspannung zwischenNockenwellenrad
und
Kurbelwellenradprüfen.
O Der Zahnriemenmuß sich an dieser Stelle mit

Zahnriemen Die Zahnriemenspannung darf nur bei kaltem Motor eingestelltwerden.Hier beschriebenist die Einstellung
spannen mittels eines einfach nachzubauendenWerkzeugs,wie es in der rechten Abbildung unten gezeigt ist. Sie
benötigeneinenVierkantstabmit 8 mm Kantenlänge,der im rechtenWinkel abgebogenwird. lm Abstand von
80 mm (ab der Biegekantegerechnet)wird über eine Kette ein Gewichtvon 1,5 kg befestigt.

Links: Die Spannrolle (2) des


Zahnriemens mit der Klemmut- i
ter (1) und derVierkant-Ausspa- i
rung (3) zurAufnahme des I
Spannwerkzeugs. I
Rechts: Das Werkzeug zum I
Einstellender Zahnriemenspan- I
nung kann man sich selbst bau- |
en: Ein 8 mm Vierkantstab (1) mit I
einer Länge von 80 mm wird in I
die Vierkant-Aufnahme der I
Spannrolle (a gesteckt. Am Ende I
des Stabes wird eine Kette (3) mit I
einem 1,5-kg-Gewicht (4) befe- |
stist.
I
I

i
I
i

s
O Sicherstellen,
daß die Steuerzeitenstimmen. O Jetzt kannsich die richtigeRiemenspannungein-
O Zuerst die obere und mittlere Zahnriemenab- stellen.
deckungausbauen. O Klemmutterfestziehen.
O An der Soannrolledes Zahnriemens die Klemmut- O Kurbelwelle vier Umdrehungenin Motor-Drehrich-
terlösen. tung (rechts)durchdrehenund Zahnriemenspannung
O In die Vierkant-Aufnahmeder Rolleden Vierkant- nochmalskontrollieren.
stabeinstecken,wie auf diesen Seiten gezeigt,Ge- O Bei neuem Zahnriemen Riemenspannung nach
wichteinhängen. ca. einer Stunde Betriebszeitnochmalsorüfen/ein-
O Da auch diejenigeZahnriemenseite, an der sich stellen.
die Spannrollebefindet,bisweilenunter Zug steht,
mußdiesezum Erzielender richtigenRiemenspan-
nungentlastetwerden:
O Dazu stabilen Schraubendreherin eines der
Löcher im Nockenwellen-Zahnriemenradstecken
undso das Rad geringfügignach linksdrehen.

DieArbeitsbeschreibung zum Auswechselndes Zahnriemenswird nicht nur zur Waftungsarbeitbenötigt,son- Wartungsarbeit


dernauchzum Aus- und Einbaudes Zylinderkopfes, wobeizwangsläufig auch der Zahnriemenabgenommen
werdenmuß.Das Einbauendes Zahnriemens umfaßtlogischerweise das Einstellen
der Steuerzeiten. Doch um
lrrtümernvorzubeugen:Die Steuerzeitenverändernsich nicht durch Verschleiß.Eingestellt- sofern dieses
Wortüberhauptberechtigtist - wird nur einmal,wenn zuvorder Zahnriemenabgenommenwurde.
ZurErklärung der Zusammenhänge: Nur bei richtigeingestellten
Steuerzeiten klapptdas Zusammenspiel von
Ventilsteuerung und Kurbeltrieb.FalscheSteuerzeitenergebensich, wenn der Zahnriemen- etwa durch einen
Fremdkörper zwischenZahnriemenund Zahnriemenrad - einigeZähne übersprungenhat. Folge:Schlechte
Motorleistung oder im Extremfallsogar schwersteMotorschäden,wenn der Kolbenbodenauf die nicht recht-
zeitiggeschlossenenVentileaufschlägt.
FürdenZahnriemenist werksseitigein Austauschalle 120 000 km vorgesehen. Nur wenn er verölt,rissigoder
ausgefranstist, ist ein Austauschschon vorherdringendnotwendig.
Damitdie Stellungder Nockenwelle zur Kurbelwelle nachdem Einbauwiederstimmt,hat PeugeotFixier-Boh-
rungenan der Schwungscheibe fIU-Motoren),an der Riemenscheibe der Kurbelwelle(XU-Motoren) und an der
Nockenwelle vorgesehen.Damit lassensich durch Einsteckenvon passendenStiften (2. B. Bohrer von 6, 8
und10 mm Durchmesser) beideWellenin ihrerEinstellaoe fixieren.was die Sachesehrvereinfacht.
O Batteriekabel abklemmen. hen von drei Haltecliosund durch Aushänoenam
O Fahrzeugrechts vorn aufbocken,rechtesVorder- Stoßfängerabnehmen.
radabschrauben. O Keilrippenriemen der Servolenkung und der Licht-
O SeitlicheMotorraumverkleidunodurchHerauszie- maschineabnehmen.

Zum Ausbau der unteren Zahnriemenabdeckung müssen die drei Sechs- Nach Abnahme der Kurbelwellen-Riemenscheibeund Lösen der drei Halte-
kantschrauben(Pfeile) der Kurbelwellen-Biemenscheibe gelöst werden, schrauben (Pfeile) kann die untere Zahnriemenabdeckung abgenommen
werden.
O Obere,mittlereund untereZahnriemenabdeckung O Fixierstifteabziehen. Kurbelwellezwei Mal ganz
abnehmen. in Motordrehrichtung (rechtsherum)durchdrehen.
O Kurbelwelleauf OT Zündzeitpunktvon Zylinder 1 O Fixierstiftan der Schwungscheibe[U-Motor) und
drehen. an der Keilrippenriemenscheibe (XU-Motor)wieder
O Kurbelwellean der Schwungscheibemit 6-mm- einsetzen,Spannrollelösen.
Stift blockieren[|U-Motor). O Gegen Zugseite des Riemens drücken - die
O Nockenwellen-Zahnriemenrad mit 1O-mm-Stift Nockenwelle muß sich sofort mitdrehen fl-est:
blockieren. Blockierstiftder Nockenwellepaßt dabei nicht mehr
O Keilrippenriemenscheibe mit 8-mm-Stiftblockie- in die vorgeseheneBohrung).lst das nicht der Fall,
ren (XU-Motor). muß die Grundeinstellung mit beiden Fixierstiften
O Spannrollelösen,Zahnriemenabnehmen. und straffem Auflegen des Zahnriemenswiederholt
O Den neuenZahnriemenzuerstam Kurbelwellen- weroen.
rad, dann am Nockenwellenrad,am Wasserpumpen- O Der Zahnriemen kann jetzt endgültig gespannt
rad und schließlichüberdie Spannrolleauflegen. werden.
O Beachten: Die Zugseite des Riemens (zwischen O SämtlicheAnbauteilewiedermontieren.
Nockenwelleund Kurbelwelle)muß straff aufgelegt O Freigangdes Zahnriemensbei eingebauterZahn-
werden. riemenabdeckung überprüfen.
O Riemen provisorischspannen. Klemmutteroer
Spannrolleanziehen.

Durchdie Erwärmungdes Motorsdehnenund längensich die einzelnenTeiledes Ventiltriebs. Deshalbmuß


etwas "Luft" oder "Spiel" zwischenden Ventilenund Kipphebelnbzw. zwischen Nockenwelleund Tas-
senstößelnvorhandensein, damit auch bei warmem Motor die Ventiletrotz ihrer etwas länger gewordenen
Schäfte richtig abdichten.Das Prüfendieses Spiels gehört demzufolgezu den wichtigstenWartungsarbeiten
am Motor.Was sind die Folgenvon verkehrteingestelltem Ventilspiel?
Zu kleines Ventilspiel:Die Ventileliegennichtsatt auf den Ventilsitzringen,und vor allemdie sehr heißwer-
dendenAuslaßventile könnendadurchihreWärmenichtmehr an die Sitzringeabgeben.Dannverbrennendie
Ventileund ihre Sitze,weil an den VentilsitzenlaufendheißeVerbrennungsgase vorbeistreichen.In leichteren
Fällenverziehensich die Ventile,darunterleidetdie Abdichtung,und in der Folgebrenntauch baldder Sitzab.
Die Kompressionsinkt, der Motor vediertan Leistung,springt schlechteran und verbrauchtmehr Kraftstoff.
Zu großes Ventilspiel: Die Ventileöffnen etwas später als normal,die Zylinderwerden schlechtergefüllt,und
der Motor kommt nicht auf volle Leistung.Der Verschleißan der Nockenwelleund an den Kiophebelnwird
größer.Das wird durch lauteresVentilgeräuschhörbar.

lm Bild ist die Lage der


Einlaßventile(E) und der
Auslaßventile (A) ver-
merkt. Die Einbaulage
ist wichtig, da Ein- und
Auslaßventile unter-
schiedlichesVentilspiel
erhalten.
Anmerkung zur
Orientierung:Bei
Peugeot ist Zylinder 1
dort, wo das Zündspu-
lenpaket sitzt - also in
Fahnrichtung gesehen
links am Motor.
Zylinder 4 ist auf der
Zahnriemenseite des
Motors. Bei deutschen
Fabrikaten ist's anders
herum.

32
Links:Nach Lösen
der Kontermutter (2)
kanndas Ventilspiel
ander Einstellschrau-
be (1)eingestelltwer-
den.Gemessenwird
mit der Fühlerblatt-
lehre(3)zwischen
I Ventilschaftund
Kipphebel.
Rechts:In dieser
Zeichnungsehen Sie
denZylinderkopf, die
Nockenwelleund den
Tassenstössel(2) im
Schnitt.Bezeichnet
sind:
1 - Einstellplättchen;
a - Ventilspiel..

DieVentilspielkontrolle soll bei kaltem,höchstenshandwarmemMotor (max.35' C Kühlmitteltemperatur) erfol- Wartungsarbeit


gen.Gebraucht wird eineFühlerblattlehre und zum EinstellenbeimTU-MotoreinenSchraubenschlüssel 'l
SW 3
sowieein Schraubendreher. BeimXU-Motormuß zum Einstellen die Nockenwelleund die Tassenstößel aus-
gebautwerden,um anschließend die Stärkeder Einstellplättchen
zu ermitteln.
O Zylinderkopfdeckel abnehmen. O Jetzt kann nach unsererTabelledas Einlaßventil
O Gemessenwerden die Ventile nach einer be- von Zylinder 3 und das Auslaßventilvon Zylinder 4
stimmtenReihenfolge,das dem Monteur unnötig eingestellt werden.
häufigesDurchdrehendes Motors erspart. Und das O Zum eigentlichenPrüfen des Ventilspiels(immer
gehtmit Hilfeder Tabelleuntenso: bei den Ventilen,die laut Tabelleangegebensind)
O MotorvonHanddurchdrehen, bisdasAuslaßven- wird die Fühlerlehrezwischen Ventilschaft und
til von Zylinder 1 (es sitzt in Fahrtrichtunglinks vorn Kipphebel bzw. zwischen Tassenstößel und
im Motor)ganz geöffnethat. Nocke geschoben.
O Das ist der Fall, wenn der betreffendeKipphebel
bzw.dieNockesich in der niedrigsten Stellungbefin-
det- wennalso das Ventilganz niedergedrücktist.

O Zylinderkopfdeckelabnehmen. O Tassenstößel:Stimmt das gemesseneVentilspiel Uentilspiel


O Das passendeLehrenblattsoll sich mit leichtem mit den Datenin der Tabellenicht überein,muß die einStellen
Widerstanddurchziehenlassen.Es soll also nicht Nockenwelleausgebautwerden.
klemmen, aber auch nicht ohne Widerstand"durch- O Stößel vom Ventil abziehen.Stärke der Einstell-
fallen". scheibeermitteln.
O Kipphebel:Kontermutteram Kipphebellösen. O Neue Einstellscheibeeinlegen,
O MitSchraubendreher das Ventilspiel
korrigieren. bauen.
O Kontermutterwieder anziehen. O Alle: Zylinderkopfdeckel
mit neuerDichtungmon-
O Ventilsoielnachmessenund evtl. nochmalskorri- tieren.
gieren.

Tabellenzum
Auslaßventilhat voll geöffnet Eingestelltwerden kann das Eingestelltwerden kann das
an Zylinder Einlaßventilan Zylinder Auslaßventilan Zylinder
Einstellen
der
Uentile
1 3 4
3 4 2
4 2 1
2 1 3

BeimXU-MotorEinstellscheibeermitteln,wenn das Ventilspielaußerhalbder Toleranzliegt, siehe "Zylinder-


koofeinbauen".

--
lllotorgeräusche
Erkennungsmerkmal I Ursache/Besonderheiten

A Starkes Klingeln bei zügigem Zündzeitpunkt zu früh eingestellt oder elektronische Zündzeitpunktverstellung
Beschleunigen defekt, siehe Kapitel DDieZündanlageu

B Leichtes helles Klopfen oder Klickern Siehe uStörungsbeistand Hydrostößel"


im Leerlauf
Das Geräusch tritt regelmäßig am Ende des Kolbenhubes auf. Es ist besonders
gut hörbar, wenn leicht Gas gegeben und wieder zurückgenommen wird:
Kolbenbolzensitzzu locker. In der Zylinderfolgejeweils einen Zündkerzen-
stecker bei abgeschaltetem Motor abziehen. Motor starten und kontrollieren. ob
das Geräuschverschwunden ist. Ohne den Zünddruck über dem Kolben ist der
Kolbenbolzen jetzt entlastet
Das Geräuschtritt unregelmäßigauf: SogenanntesKolbenkippen durch
Verschleißoder zu großes Einbauspiel

C Drehzahlabhängigesstärkeres dunkles Siehe'Störungsbeistand Hydrostöße1,,


Klopfen im Leerlauf und während der Das Geräusch ist besonders gut hörbar, wenn leicht Gas gegeben und wieder
Fahft zurückgenommen wird: Pleuellagerdefekt, In der Zylinderfolgejeweils einen
Zündkerzenstecker bei abgeschaltetem Motor abziehen. Motor starten und
kontrollieren,ob das Geräuschverschwunden ist. Ohne den Zünddruck über
dem Kolben ist das Pleuellager ietzt entlastet

D DrehzahlabhängigesdumpfesKlopfen Das Geräusch tritt besonders deutlich im unteren Geschwindigkeitsbereich


beim kräftigen Beschleunigenauf, aber auch im Stand, wenn Gas gegeben und
wieder zurückgenommen wird: Hauptlagerder Kurbelwelle defekt
Das Geräuschtritt unregelmäßigauf, besondersjedoch bei schnellen Drehzahl-
änderungen:Kupplungs-Druckplatteläuft nicht zentrisch, Schwingungsdämpfer
der Mitnehmerscheibedefekt oder Schwungscheibeam Kurbelwellenflansch
lose

E Motor schlägt zurück Zündzeitpunktverstellt, Defekt im Hochspannungsteilder Zündanlage,Steuer-


zeiten falsch eingestellt,Ventil bleibt hängen oder Ventilsitzverbrannt

F Unregelmäßiges Quietschen oder Das Geräuschtritt besonders stark beim Beschleunigenauf: Loser Keilriemen
Kreischen rutscht durch

G Pfeifen beim Durchtreten der Kupplung I Ausrücklagerverschlissenoder nicht geschmiert

Wenn ein Schadenam Motor auftritt,muß ein Kostenvoranschlag der WerkstattKlarheitdarüberschaffen,ob


Reparaturoder Ersatzim Verhältniszum Zeitwertdes Wagenssteht. Dann entscheidenSie, was Sie in Eigen-
arbeiterledigenkönnen.Wir empfehlennur Zerleg-und Zusammenbau-Arbeiten. Richtiggehende Instandset-
zungensind Werkstattsache.
O EineschadhafteZylinderkopfdichtung erfordertdie Abnahmedes Zylinderkopfes.Das ist für den engagier-
ten Heimwerkerdurchführbar.BeachtenSie allerdingsdie Schwierigkeiten,die bei den Leichtmetallmotoren
mit 'nassen Laufbüchsen"auftretenkönnen,sieheunter"Zylinderkopfausbauen".
O Defekteam Zylinderkopf,z. B. schadhafteVentileoder Ventilführungenkönnen in der Peugeot-Werkstatt
oder bei einemspezialisierten
Motor-lnstandsetzerrepariedwerden.Aus- und Einbauist in Eigenregiemög-
lich.Sie könnenauch einengebrauchtenoder neuenZylinderkopfbesorgen.
O Schädenam Motorblock,wie verschlissene Zylinderlaufbahnen bzw. Laufbüchsen,defekte Kolbenringe
und schadhaftePleuel-oder Hauptlagererforderndie Fähigkeitendes erfahrenenMotor-lnstandsetzers. Zum
Aus- und Einbau benötigen Sie entsprechendeWerkzeug-und Arbeitsplatzausrüstung. Evtl. kann auch ein
gebrauchteroder neuer Motorblockweiterhelfen.

Fingerzeige:Viele Motor-lnstandsetzungsfirmen haben sich zu einer Gütegemeinschaft zusammenge-


schlossen im Verband der Motor-lnstandsetzungsbetriebe e. V., Kölner Straße 89, 50859 Köln. Von dort
können Sie ein Verzeichnis der umliegenden Betriebe anfordern.
Bisweilen kann der Einbau von gebrauchten Teilen eine Sparmöglichkeit sein, sofern der Verkäufer die
Laufleistung und den einwandfreien Zustand der Bauteile glaubhaft nachweisen kann. Günstig ist es,
wenn Sie einen gebrauchten Motor noch im eingebauten Zustand laufen hören können. Seriöse Auto-
verweder-Firmen geben eine Umtausch-Garantie oder legen z. B. ein Motor-Kompressionsdiagramm
vor.

34
Zylinderkopfdeckel
beimTU-Motor aus-
bauen:Schlauchder
Kurbelgehäuse-
Entlüftung(1) nach
lösender Schelle
abziehen,Halte-
schrauben(2) der
Zündkabelführung
und die Hutmuttern
(Pfeilelabschrauben.

O TU-Motor: Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch O Luftführungsschlauch für die Ansaugluftin Fahrt- Zylinder-


am Zylinderkopfdeckel oder am Verbindungskanal richtung links hintenvom Luftfiltergehäuse abneh- kopldeckel
desLuftfiltergehäuses
lösen. men. Dazu unterhalbdes ZündspulenpaketsHalte- abnehmen
O Zwei selbstsicherndeSechskantmutternan der mutter(SW 10) lösen.
Kabelleiste für Zündkabel am Zylinderkopfdeckel O Zündkabelaus der Halterungziehen.
tosen. O Am Zylinderkopfdeckel zehn Hutmuttern(SW 10)
O Kabelleiste abnehmen. lösen.
O Gaszugan der Drosselklappeder Zentraleinsprit- O Alle: Zylinderkopfdeckelvorsichtigvom Zylinder-
zungbzw.der Mehrpunkt-Einspritzung aushängen. kopf abheben,damit die Dichtungnicht beschädigt
O Zwei Hutmutternam Zylinderkopfdeckelheraus- wird.
drehen. O EinebeschädigteDichtungimmerersetzen.
O XU-Motor:Luftfilterdeckelund Filterabnehmen, O Hutmutternmit 10 Nm anziehen.
Luftfilter-Kapitel.
OVerbindungsschläucheam Zylinderkopfdeckel
abziehen.

WennSiedie Halteschrauben
der Kipphebellösen,wird auch der Zylinderkopfgelöst,sieheAbschnitt"Zylin- Kipphebel
derkoofausbauen". ausbauen

O Batterieund Batteriekonsoleausbauen (Kapitel O Ggf. Zahnriemenradder Nockenwelleabnehmen. llockenwelle


,Die Batterie"). Dazudie NockenwellegegenVerdrehensichernund ausbauen
O Zylinder1 auf OT-Stellungbringen. die Halteschraube
lösen. XU-Motor
O Zylinderkopfdeckelabnehmen. O Zahnriemenabnehmen.

Zum Ausbau des


Zylinderkopfdeckels
beimXU-Motor müs-
sen die Hutmuttern
in der Reihenfolge
der Ziffern gelöst
werden.

35
Ein Blick auf den Motor bei abgenommenem
Zylinderkopfdeckel (1). lm Zylinderkopf sehen
Sie den sogenannten ölabweiser (3), Diese
Abdeckung soll verhindern,daß bei hohen
Drehzahlen Öl zur Kurbelgehäuse-Entlüftung
herausgeschleudert wird, Beim Aufsetzen des
Zylinderkopfdeckels auf exakten Sitz der
Gummidichtung (2) achten.

O Zündspulenpaketabschrauben, siehe Kapitel O Die LagerdeckelNr. 2, 3, 4 und 5 in drei Stufen


"Die Zündanlage". anziehen,dabeidie letzteStufemit 15 Nm.
O Am Flanschfür das Zündspulenpaket die Schrau- O Die Seitenflächevon LagerdeckelNr. 1 wird mit
be für den LagerdeckelNr. 1 lösen. Loctite Formajointeingestrichen.
O Schmierölleitunggleichmäßigaus den Lager- O LagerdeckelNr. 1 mit 15 Nm anziehen.
deckelnabziehen,dabei darf sie nicht verkantetwer- O Schraube am Flansch für das Zündspulenpaket
den. mit15 Nm anziehen.
O Lagerdeckel der Nockenwelle in der gezeigten O Schmierölleitung in die Lagerdeckelgleichmäßig
Reihenfolgelosschrauben.Dabei die Schraubenin hineindrücken.
drei Stufeneine Umdrehunglösen.Die Nockenwelle O Ggf. Dichtring auf der Zahnriemenseitebis zum
muß sich gleichmäßig aus den Lagersitzenlösen. Anschlag hineinpressen,Zahnriemenradaufsetzen
O Lagerdeckel auf einemsauberenTuch in der rich- und die Halteschraube mit 35 Nm festziehen.
tigen Reihenfolge ablegen. O Die Außenseitender LagerdeckelNr. 1 und Nr. 5
O Nockenwelle herausnehmenund ggf. defekten mit Silikondichtmittel
bestreichen.
Dichtringabnehmen. O Weitere Arbeitsschritte,wie unter "Steuerzeiten
O Zum EinbauGleitflächender Lagerzapfenund der einstellen,
Zahnriemenauflegen"beschrieben.
Lagerdeckelmit Motoröl bestreichen. O Zündspulenpaket einbauen(Kapitel"Die Zündan-
O Nockenwelleeinbauen,dabei beachten,daBZv- lage").
linder1 in OT steht.

Zylinded<opf- Erkennungsmerkmal U rsache/Besonderheiten


dichtung
A Kühlflüssigkeitsstandnimmt laufend ab Kühlmiüel gelangt in sehr geringer Menge in die Brennräume.
Diese Erscheinung kann sich ohne weitere Erkennungsmerk-
male über längere Zeit hinziehen

B Beträchtlicher Kühlmittelverlust. Der Wagen zieht bei Kühlmittel drangtin erheblicher Menge in einen Verbrennungs-
warmgefahrenem Motor einen weißen Abgasscheier raum, verdampft dort und entweicht als weiße Schwaden zum
hinter sich her Auspuff hinaus

C Aus dem geöffneten Kühler steigen Luftblasen auf oder Verbrennungsgase werden ins Kühlsystem gedrückt. Aus der
beim Öffnen des Verschlußdeckels sprudelt eine größere Öffnung des Kühlers riecht es nach Abgasen
Menge Kühlmittel heraus

D In Regenbogenfarben schillernde oder schwarze Verfärbung Ol aus dem Schmierkreislaufgelangt ins Kühlsystem
an der Oberfläche des Kühlmittels

E Grau oder braun aussehendeEmulsion am heraus- Kühlflüssigkeitist in den Schmierkreislaufgeraten. Achtung:


gezogene ölpeilstab oder öl von Wasserbläschen Wasser im Motoröl kann einen Lagerschaden verursachen.
durchsetzt Zylinderkopfdichtung sofort wechseln (lassen). Motor nicht
mehr starten ! Wagen zur Reparatur abschleppen
F Schlechte Starteigenschaften, ungleichmäßiger Zylinderkopfdichtung ist zwischen zwei Brennräumen durch-
Leerlauf , mangelhafte Leistung gebrannt

36
TU-Motor: Zum Ausbau der
Nocken-welle muß der Ge-häu-
sedeckel auf der linken Schmal-
seite des Zylinderkopfes abge-
schraubt werden. Darunterlie-
gende Schraube (2) lösen und
die Haltegabel(1) abnehmen.

Die Nockenwelleist mit den Lager-


deckeln am Zylinderkopf befestigt.
Der Lagerdeckeldes 1. Zylinders (1)
dient auch als Halter des Zündspu-
lenpakets.Zum Ausbau Zündspu-
lenpaket abnehmen,dahinterliegen-
de Schraube (2) lösen und Lager-
deckel abnehmen.

Vor Lösen der Nok-


kenwellen-Lager-
deckel, muß die
Schmierölleitung (6)
vorsichtig herausge-
zogenwerden. Mit
den Ziffern 1-5 sind
die Nockenwellen-
Lagerdeckelbe-
zeichnet.

37
In der hier gezeigten
Reihenfolge müssen
die Zylinderkopf-
schrauben beim
TU-Motor angezo-
gen werden (siehe
auch Tabelle ), um
ein Verziehen des
Kopfes zu vermeF
den.
Zum Ausbau des
Zylinderkopfes müs-
sen die Schrauben in
umgekehrter
Reihenfolgegelöst
werden.

Fingerzeig: Neben einer schadhaften Zylinderkopfdichtung können an Motoren mit Dnassen(<Laufbüch-


sen auch defekte Ringdichtungen unten an den Zylinderlaufbüchsen bewirken, daß Kühlmittel ins
Motoröl gelangt. Dieser Defekt zieht einigen Kostenaufwand nach sich, denn der Motor muß dazu fast
vollständig zerlegt werden.

Zylinderkopf Bevorder Zylinderkopf abgenommenwird,muß beachtetwerden,daß der Motorabgekühltseinmuß,dennein


ausbauen warmer Zylinderkopfkann sich nach dem Abbau verziehen.
O Massekabelvon der Batterieabschrauben. O Motor auf "OT" Zylinder1 drehen.
O Kühlflüssigkeitablassenund auffangen. O Zahnriemenabdeckungen abnehmen.
O Kühlmittelschläuche am Zylinderkopflösen. O Zahnriemenabnehmen.
O Gaszug aushängen(Kapitel "Die Zentraleinsprit- O Abgasanlagean der TrennstelleKrümmer/Abgas-
zung" bzw. "Multipoint-Einspritzung"). rohr vorn trennen(Kapitel"Die Auspuffanlage";.
O Kraftstoff-Zu- und Rücklaufleitunoan der Ein- O Die Zylinderkopfschrauben entgegender entspre-
soritzeinheit lösen. chenden Abbildung gezeigten Anzugsreihenfolge
O SämtlicheelektrischeLeitungenan Zylinderkopf, lösen.
Einspritzeinheit bzw. Drosselklappenstutzenund O Zylinderkopfschrauben herausziehen.
Ansaugrohrkennzeichnen und abziehen. O TU-Motor: Kipphebelwelle abnehmen.
O Unterdruckschläuche bzw. am
an Einspritzeinheit O Alle: Zylinderkopfabnehmen,sieheFingerzeig.
Drosselklappenstutzen kennzeichnenund abziehen. O Zum Abheben zwei Metallstäbe jeweils in die
I O TU-Motor: Luftfiltergehäuseausbauen (Kapitel äußeren Befestigungs-Bohrungen des Zylinderkop-
_"Luftfilterund Ansaugkanäle")... fes stecken.
I O Befestigungsschraubedes Ölmeßstabs heraus- O Beim TU-Motor in die hintere Bohrungs-Reihe
drehen. und beimXU-Motorin die vordereBohrungs-Reihe.
O Abgasrohrvorn vom Getriebeabschrauben. O Mit den Stäben als Hebel den Zylinderkopfnach
O XU-Motor: Zylinderkopfdeckelabnehmen. vorn kippen.
O Wagen vorn aufbocken. O Dabei löst sich der Zylinderkopf.Trotzdem vor-
O Motor mit Wagenheberabstützenund am unteren sichtig sein, damit die Laufbüchsen nicht bewegt
Motorlagerrechts Halteschraubelösen. oder gar hochgezogenwerden.
O Mutter des rechten Motorlager oben an der O Auch beim Abziehen der Zylinderkopfdichtung
Motorkonsoleabschrauben. vom Motorblockdaraufachten,daß die Laufbüchsen
O Motor mit Wagenheberbzw. falls vorhandenmit nicht bewegt werden.
Flaschenzuganheben. O Die Dichtflächenan Motorblock und Laufbüchsen
O Die hintenunter der MotorkonsolesitzendeHalte- von Dichtungsrestenreinigen.Keinesfallsdabei die
schraubeherausdrehen. Zylinderlaufbüchsen bewegen.
O Wagenhebersoweit ablassen,daß der Motor wie-
der auf dem Motorlageraufsitzt.
O Alle: Zylinderkopfdeckelabnehmen[U-Motor).
O Distanzhülsen und Ölabweisblechvom Zvlinoer-
kopf abnehmen.

Fingerzeig: Wird der Zylinderkopf bei den Leichtmetallmotoren senkrecht nach oben abgenommen,
besteht die Gefahr, daß die Ringdichtung unten an den Dnassen(Laufbüchsen zerstöft wird. lst dies der
Fall, wird eine größere Motorzerlegung notwendig.

38
In der hier gezeigten
Reihenfolgemüssen
die Zylinderkopf-
schraubenam XU-
Motorangezogen
werden(sieheauch
Tabelle),um ein Ver-
ziehendes Kopfes
zu vermeiden,
ZumAusbau des
Zylinderkopfes müs-
sendie Schrauben in
umgekehrter
Reihenfolgegelöst
werden.

'
l::;
Derausgebaute
Zylinderkopfbei
abgenommener
Kipphebelwelle.
Es bedeuten:
1 - Einlaßventilmit
Ventilfeder;
2 - Gehäusedeckel
zurAufnahmedes
Zündspulenpakets.
Daruntersitzt die
Haltegabelfür die
Nockenwelle(3).
4 - Auslaßventilmit
Ventilfeder.
I
)
t
*

DasBild zeigt die


' Dichtfläche mit den
Brennräumeneines
abgenommenen
Zylinderkopfes.
Es bedeuten:
1 - Auslaßventil;
2 - Einlaßventil;
3 - Zündkerze,

39

-
| | Ausgebauten O Alte Kopfdichtungabnehmen. prüfen,ob sich die Nockenwellenoch leicht dreht.
Zylindedropf O Die Dichtflächeam Zylinderkopfmuß absolutsau- Wenn nicht, Kopf ersetzen.
kontrollleren ber und frei von Dichtungsrestensein. O DerZylinderkopfdarf nur in Grenzennachgearbei-
O Nicht mit hartemWerkzeugauf der weichenZylin- tet werden. Der Motorinstandsetzerkann das beur-
derkopf-Dichtfläche kratzen. Riefen können den teilen.
nächstenKopfdichtungsschaden verursachen.
O Zylinderkopfauf Verzug prüfen, besondersdann,
wenn der Kopfdichtungsschadendurch überhitzung
entstandenist.
O Langes Metallineal oder garantiert geraden
Metallwinkellängs über die gereinigteDichtfläche
des Zylinderkopfeslegen.
O Mit einer Fühlerlehreprüfen,ob der Durchhang
größer als 0,05 mm ist. Dann muß der Zylinderkopf
vor der Montageplangeschliffenwerden.
O Bei einem verzogenen Zylinderkopf unbedingt

Zylinde*opf Beim Wiedereinbaudes Zylinderkopfesgilt es auf einigePunktebesonderszu achten:


einbauen o Die Gewinde an den Zylinderkopfschrauben und o Prüfen, ob die beiden Zentrierhülsenim Motor-
in den schraubenlöcherndes Motorblocks müssen block eingesetztsind.
sauber und ohne Beschädigungsein, sonst stimmt O Zylinderkopfdichtung so auf den Motorblockauf-

i', das Drehmoment beim Anziehen der Schrauben legen,daß die Herstelleraufschrift
nicht'
O In den Schraubenlöchernim Motorblockdarf kein
nach oben zeigt.
O Kontrollieren,ob die beim Ausbau eingesteckten
Fixierstiftefür Kurbelwelle und Nockenwelle noch
ll Öl oder Wasser stehen, sonst können die Gewin-
degänge beim Leichtmetall-Motorblockbzw. das
eingestecktsind.
O Zylinderkopfschraubenam Gewinde und an der
Gußmaterialim Bereichder Gewindelöcherreißen. Kopf-Auflagefläche mit Fett Molykote"G Rapidplus*
O Deshalb Gewinde für Zylinderkopfschraubenim bestreichen.
Motorblockreinigen. o SämtlicheZylinderkopfschrauben eindrehenund
O Wenn die Zylinderkopfschraubenlängerals 176,5 in der gezeigtenReihenfolgeund in mehrerenStufen,
mm sind, müssensie ersetztwerden. wie in den Tabellenangegäben,festziehen.

Tabelle Grauguß-Motorblock
TU-Illotor
1, Anzugsstufe
2. Anzugsstufe Schrauben mit starrem Schlüssel 240. Schrauben mit starrem Schlüssel 120.
I weiterdrehen ohne abzusetzen weiterdrehen ohne abzusetzen
3. Anzugsstufe Schrauben mit starrem Schlüssel 120.
tl weiterdrehen ohne abzusetzen
Damit sind die Schrauben endgültig festgezogen, sie sollen keinesfalls nochmals nachgezogen werden

Tabelle 1, Anzugsstufe
XU-Itlotor 2. Anzugsstufe Alle Schrauben vollständig lösen
3. Anzugsstufe

4. Anzugsstufe Schrauben mit starrem Schlüssel gOO.weiterdrehen ohne abzusetzen


Damit sind die Schrauben endgültig festgezogen, sie sollen keinesfalls nochmals nachgezogen werden

O XU-Motor: WerdenArbeitenam Zylinderkopfvor- O Fixierstiftean Nockenwelleund Schwungscheibe


genommen,die das Ventilspielbetreffen,z. B. neuer bzw. Keilrippenriemenscheibe herausziehen.
Zylinderkopf,neue Nockenwelle,Wechselnder Tas- O Zahnriemenauflegenund spannen.
senstößel,Einschleifender Ventilebzw. Ersatzernes O Zündeinstellung kontrollieren.
VentilsmüssenEinstellplättchen mit einerStärkevon O TU-Motor: Ventilspieleinstellen.
2,25 mm eingebautwerden.Anschließend wird das O Alle: Kühlmittelund ggf. Motoröleinfüllen.
Ventilspiel ermittelt und am jeweiligen Ventil das O Kühlsystementlüften.
ermittelteEinstellplättcheneingelegt.

4ngeEeig Wurde der Zylinderkopf wegen eines Dichtungsschadens abgebaut, muß die Kühlflüssigkeit
komplett erneuen werden. Gleiches gilt beim Einbau eines Austausctr-Zylinderkopfes.

40
Zum Lösen der Drehmomentstütze(3) muß die Verbindungsschraube(4) am Zum Ausbau müssen beim XU-Motorfolgende Teile gelöst werden: 1 - Mut-
Aggregateträgerund des Gummi/Metall-Lagers(2) gelöst werden. Oberhalb ter; 2 - Gummi/MetalFLager;3 - Halteschraubendes Haltersan Längsträger;
des Gummi/Metall-Lagerswerden die Muttern (1) der Antriebswellenlage- 4 - Führungszapfenam Getriebe.
rung gelöst.

DerMotorwird mit dem Getriebenachoben ausgebaut.DazubrauchenSie einenFlaschenzug, den Sie in aus-


reichender Höhestabilaufhängenkönnen.Da der Wagenauch aufgebocktwerdenmuß, ist eine Hebebühne
einewesentlicheErleichterungbei der Arbeit. Günstigist zudem ein "vorbelasteter"Helfer.
Da im Peugeot306 eineVielzahlvon elektrischenLeitungenund Unterdruckschläuchen eingebautist, sollten
Sieals erstesalle Steckverbindungen und Schläucheso kennzeichnen, daß sie anschließend wiederan der
richtigenStelleangeschlossenwerden.

Bei einem Fahrzeugmit Klimaanlagedarf der Kältemittelkreislauf


nicht geöffnet werden! DeshalbKlimakom- Ausbau
pressorausbauenund mit angeschlossenenSchläuchenso befestigen, daß die SchläuchenichtunterSpan-
nungstehenund den Ausbaudes Motorsnichtbehindern.
O Motorhaubeausbauen. O Alle elektrischenLeitungen,die von der Karosse-
O Kühlmittel ablassenund auffanoen. rie zur Antriebseinheitführen, kennzeichnenuno
O Getriebeölablassen und zum Entsorgenauffan- lösen,dabei Massekabelnicht vergessen.
gen. O Unterdruckleitungen kennzeichnen und lösen.
O Evtl. auch Motoröl ablassen, wenn der Motor O Kraftstoffschläuchetrennen und verschließen.
anschließend zerlegtoder überholtwerdensoll. Vor- und Rücklaufmarkieren.
O Batterie und Batteriekonsoleausbauen (Kapitel O Unterhalbdes linken Längsträgersdie Mehrfach-
,Die Batterie"). steckerlösen.
O Mehrfachstecker am Steuergerätlösen. O Bei Fahrzeugen mit Servolenkung die Servopum-
O Luftfiltergehäuse
ausbauen. pe ausbauenund mit angeschlossenen Leitungenso

Der Motor ist rechts mit einem Halter über ein


Gummilagermit der Karosserieverbunden,
BeimMotorausbaudie mit Pfeilen bezeichneten
Schraubenlösen.
befestigen,daß die Schläuchenicht unter Spannung O AnschließendSchraubeneine halbe Umdrehung
stehen und den Ausbau des Motors nicht behindern. drehen, um den Schraubenkopfaus der Lagerauf-
O TU-Motor: Schnappverschluß am Wärmetau- nahme herausnehmenzu können.
scherder Heizunglösen,indemder Verriegelungshe- O Alle: Schraubverbindungam Achsschenkel/Achs-
bel nach rechts gedrückt und der Anschlußabgezo- gelenkuntenlösen.
gen wird. O Dreieckslenkersoweit nach unten ziehen bzw.
O Ggf. Kühlerherausnehmen. drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher-
O XU-Motor: Halteringeine Vierteldrehungdrehen, auskommt.
Haltelaschenleicht aufspreizenund den Schlauch O Antriebswellenausbauen.
lösen. O Motor mittelsKettenan den Ösen vorn und hinten
O Am Wärmetauscher Sicherungsklammerlösen, am Zylinderkopfaufhängen,mit dem stabil (!) aufge-
Haltelasche nach rechts drücken und Schlauch hängtenFlaschenzug verbindenund leichtunterVor-
lösen. spannungbringen.
O Kühlerherausnehmen. O Motorstützeam rechtenMotorlagerlösen.
O Alle: Gaszugaushängen. O TU-Motor: Die mittlereHaltemutteram Getriebe-
O Kupplungszug lösen. lager lösen.
O Wagen vorn hochbocken,Räderabmontieren. O Motor auf der rechtenFahrzeugseitesoweit anhe-
O SeitlicheMotorraumverkleidung unten am Längs- ben, daß das Getriebelageraus seiner Aufnahme
träger lösen und abnehmen. nach vorne herausgeschwenktwerden kann.
O Abgasrohr vorn lösen (Kapitel "Die Auspuffanla- O XU-Motor: Alle Haltemutterndes Getriebelaoers
ge"). lösen.
O Schaltgestängeaushängen. O Halteschrauben der Getriebelagerkonsoleam
O Drehmomentstütze(hintenunten)am Aggregate- Längsträgerlösen.
träger und am Gummi/Metall-Lager lösen und O Alle: Antriebsblocknach oben herausnehmen.
abnehmen.
O TU-Motor: Oberhalb des Gummi/Metall-Laoers
die zwei Mutternlösen.

Einbau Prinzipiellverläuftder Einbausinngemäßumgekehrtwie der Ausbau.Zu beachten:


O Grundsätzlichalle selbstsicherndenMutternersetzen.
O Dichtringeder Antriebswellenam Getriebeersetzen.Dichtlippeneinfetten.
O Dreieckslenker so weit nach untenziehenbzw. drücken,daß das Achsgelenkin die Aufnahmehineinrutscht.
I O Kühlsystembefüllenund ggf. Motoröleinfüllen.
O Getriebeöleinfüllen.
O Kupplungspedalwegkontrollieren.

I Anzugs-
drehmomente
lt Bauteile
Motorstütze rechts an Gummi/Metall-Lager
Nm
45
Konsole an Längsträgerlinks 25
Gummi/Metall-Lagerlinks an Konsole 20
Getriebe an Gummi/Metall-Lager links 65 65
Drehmomentstütze an Aggregateträger 70 70
Gummi/Metall-Lager an Drehmomentstütze 50 50
Muttern oberhalb des Gummi/ltetall-Lagers der Drehmomentstütze 10
Achsgelenk an Achsschenkel 40 40
Abgasrohr vorn an Abgaskrümmer 10 10
Antriebswelle an Achsschenkel 325 325

42
Sparbüchse
Dieselmotorenstehenzu Recht im Ruf, besonderssparsammit dem teuren Kraftstoffumzugehen.Besonders
in seinemHeimatlandist der Peugeot306 daherhäufigals nagelnderZeitgenossevertreten.Doch auch bei uns
gibtes einennichtunerheblichen Dieselanteil,
weshalbwir uns hiermit diesemMotorprinzipbefassen.

Motor XUD9 CUDS XUDgTE

Kurubezeichnung 1,9 Saugdiesel 1,9 Saugdiesel 1,9 Turbodiesel


Hubraum cm3 1905 1905 1905
Leistung 50 50 66
Kennbuchstaben D9B DJY DHY
Gemisch-Aufbereitung Verteiler-Einspritzpumpe Verteiler-Einspritzpumpe Verteiler-Einspritzpumpe
Verdichtung 23,0:1 23,O:1 21,821
Turbolader KKK bzw, Garret

Der Dieselmotorist vom Benzinerder XU-Motorenbaureiheabgeleitet.Der Motorblock ist aus Grauguß in


Dünngußtechnik gefertigt.Diesermöglichtunter Beibehaltunghoher Festigkeitdas niedrigeMotorgewichtvon
ca. 120 kg. In den Aluminium-Zylinderkopf sind die Wirbelkammern(SystemRicardoComet V) eingeschraubt.
Sie sind im Zusammenwirkenmit dem Doppelovalbodenin den verstärktenLeichtmetallkolben für den guten
Verbrennungsablauf verantwortlich.
Dieobenliegende Nockenwelle sowiedie Einspritzpumpe werdenvon der Kurbelwelleaus übereinenZahnrie-
menangetrieben.Die Ventilewerden über Tassenstößeldirekt von den Nockender Nockenwellebetätigt.Die
Nockenwelletreibt an ihrer linkenSeitedie Unterdruckpumpefür den Bremskraftverstärker an.
Dieaus Stahl geschmiedeteKurbelwelledreht sich in fünf breitenLagern,die mit vier Gegengewichtenverse-
henzu einemvibrationsarmenLauf des Motors beiträgt.
DieMotorschmierung erfolgtdurch eine Sichelölpumpe unten in der Ölwanne.Die Pumpewird von der Kur-
belwelleaus über eine Kette angetrieben.
Die Diesel-Einspritzanlage stammt entwedervon Bosch oder von Lucas.Sie bestehtim wesentlichenaus der
Verteiler-Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen.
EineSchnellstart-Vorglühanlage läßt den Peugeot306 Dieselauch bei tiefstenTemperaturenschnellstarten.

Wie beim Benzinmotorgleitendie Kolbenim Dieselin den Zylindernauf und ab. Doch bei ihremWeg nach
unten- beim Ansaugtakt- saugen sie beim Dieselmotornur reine Luft an. Bei der Aufwärtsbewegungdes
betreffendenKolbens- bedingt durch die Drehungder Kurbelwelle- wird die angesaugteLuft komprimiert.

Links: Hier sehen Sie einen Teilschnitt


durch den Motor, auf dem Sie erkennen
können,wo die Wirbelkammer im Zylin-
derkopf eingesetzt ist,
Rechts: Der Bereich um die Wirbelkammer
ist herausgegriffen und vergrößert abgebil-
det. Die roten Pfeile symbolisieren die heiße
Luft, die der Kolben beim Verdichtungshub
in die Wirbelkammer drückt. Der einge-
spritzte Kraftstoff (hellrot) wird durch die
schnelle Bewegung der heißen Luft verwir-
belt und kann sich somit gut entzünden.
Die Zahlen bedeuten:
1 - Einspritzdüse;
2 - Glühkerze;
3 - Wirbelkammer;
4 - Schußkanal;
5 - Kolben.

bi.--
Auch das wäre an sich nichts Besonderes,würde die Luft nicht in weit höheremMaßezusammengedrückt,als
es beim Benzinmotorder Fall ist. Auf '/z (Saugdiesel)bzw. 12',a
(furbodiesel)wird die angesaugteLuft kompri-
miert. Durch diese enormeVerdichtungwird die Luft natürlichsehr heiß;Sie merkendas beisoielsweisean der
Fahrradpumpe,wenn Sie einen Reifenaufpumpen.
In die glühendheißeLuft wird nun erst der Dieselkraftstoff
eingespritzt,und die feinen Kraftstofftröpfchenent-
zündensich dadurch von selbst;daher auch die Bezeichnung"selbstzünder".Er brauchtalso keineZündker-
ze zum Entflammendes Kraftstoff/Luft-Gemisches. Den Zeitpunkt,wann in den einzelnenZylinderneine Ver-
brennungstattfindensoll, bestimmtdie Einspritzpumpe, die zur rechtenZeit die richtigeMenge Dieselkraftstoff
in die heißeLuft sprüht.
Wie beim Benzinmotortreibt der Druck der Verbrennungden Kolben nun wieder nach unten,er leistetbei die-
ser BewegungArbeit. Die Kurbelwelledreht sich weiter, und der Kolben strebt wieder nach oben, wobei die
Abgaseaus dem Zylindergedrücktwerden.Kolbenund Zylindersind nun wieder bereitzum Ansaug- und zum
Arbeitstakt.

Dergeteilte Da beim Dieselmotordie Kraftstofftröpfchen,die in den Brennraumeingespritztwerden, im Gegensatzzum


Arbeitsraum Benzinmotorschlagartigverbrennen,käme es zu einem hartenLaufgeräusch.
Die angestrebte"weiche" Verbrennungwird mit sogenanntengeteiltenArbeitsräumenerreicht.Dabeiwird die
Verbrennungin einer separaten"Kammer" im Zylinderkopfeingeleitet.Der entstehendeVerbrennungsdruck
wird durch den Schußkanaletwas verlangsamtauf den Kolben geleitet. Durch diese Verzögerungentsteht
dann ein weichererund etwas ruhigererMotorlauf.

IlleWiüeF Unter den gegebenenMöglichkeiten,einengeteiltenArbeitsraumin lhrem Dieselmotorzu schaffen,haben die


kammer Peugeot-Konstrukteure das "Wirbelkammerverfahren" ausgewählt.
Die im Zylinderkopfsitzende Wirbelkammerist durch eine verhältnismäßigweite öffnung - den erwähnten
Schußkanal - mit dem Brennraumverbunden.Strebtder Kolbenbeim Verdichtungshub
aut*arts, wird die im
ZylinderbefindlicheLuft in die Wirbelkammergedrückt,wo, bedingt durch die Ausformungder Kammer,ein
Luftwirbelentsteht.Der nun durch eine DüseeingespritzteKraftstoffwird auf diese Weiseeng mit der Luft ver-
mischt, verdampftund verbrannt.
Wir sehenalso,daß die Verbrennung zum größtenTeil in der Wirbelkammer abläuftund sich erst dann in den
Brennraumfortpflanzt.Die Kammererhitztsich dabei stark und ist im Betriebrotglühend.DieserEffektist aber
durchauserwünscht,denn so verdampfendie auftreffendenKraftstoffteilchen am besten.

Die von der Kurbelwelle.


über eine Kette angetriebeneSichelölpumpesorgt für den gesundenölhaushalt.Das
Motorölwird aus dem Ölsumpf(Ölwanne) durch einenSieb in die Pumpegesaugtund gelangt
- von dort über
den Ölfilteran die Schmierstellen:
Kolbenböden, Kurbelwelle,Nockenwelleund derenLager.

öloruct Bei einer Öltemperaturvon 80'c sollte der öldruck folgendewerte erreichen:
O lm Leerlauf (750/min)mindestens2,0 barI
O Bei 2000/min mindestens3,5 bar.
O Bei 4000/min mindestens4.5 bar.

Diese Darstellungverdeutlicht mit den Pfeilen


den Ölkreislauf im Peugeot-Motor.Die Zahlen
bedeuten:
1 - Ötkühler (wasserdurchflossen);
2 - Ölkanal in der Kurbelwelle:
s - ötsieb;
4 - Ölpumpe.

44
KontrollierenkönnenSie dieseWerteallerdingsnur, wenn Sie die entsprechendenZusatzinstrumenteÖldruck-
und Öltemperaturanzeige plus Geber kaufen.Die Warnleuchteim Kombi-lnstrumentzeigt lhnen nur an, wenn
es es am Öldruckfehlt (mehrdarüberim Kapitel"lnstrumenteund Geräte").

Der Dieselmotorbesitzt einen Dwasserdurchflossenen"


KühlerzwischenÖttilterund Ölfilterhalter.Darin wird Derönünnr
das Öl ständig vom durchgepumptenKühlmittelabgekühlt bzw. bei kaltem Motor vom erhitzten Kühlmittel
bereitsetwas angewärmt.

Wasüber die Sichtprüfungzu sagen ist, finden Sie im Kapitel "Die Benzinmotoren.. Wartungsarbe

An welchenStellenbeim Diesel-MotorÖl austretenkann, ist im Folgendenaufgeführt; Motor-


O Wellendichtringe der Kurbel- und Nockenwelle(sinddurch den Zahnriemenschutz verdeckt) Undichtlgkeite
O Dichtungdes Zylinderkopfdeckels
O Zylinderkopfdichtung
O Öldruckschalter(ersetzen)
O Der Dichtringunter dem Betätigungshebelan der Einspritzpumpekann Dieselkraftstoffaustretenlassen
O Ölfilterdichtung
O DichtungzwischenKurbelgehäuse untenund Ölwanne
O Wellendichtringder Kurbelwellekupplungsseitig(Öl tritt an der TrennfugeMotor-/Getriebegehäuse
aus)

DieMessungdes Kompressionsdrucksin den Motorzylinderngibt Aufschlußdarüber,ob Ventileund Kolben-


ringe noch gut abdichten. In erster Linie das Kaltstartverhalten,
aber auch Leistung,Öl- und Kraftstoffuer-
brauchsowie die RauchentwicklungunseresDieselmotorshängendavon ab. Wir erhaltenalso über das Kom-
pressionsdiagramm einenguten Aufschlußüber den mechanischenZustanddes Dieselmotors.
Um es gleich vorwegzunehmen:Die Anschaffungeines Kompressionsdruckmessers für Dieselmotorenlohnt
sich wegen des hohen Preiseswohl kaum. Doch möglicherweisekönnen Sie solch ein Gerät ausleihenbzw.
zusammenmit anderenDiesel-Fahrern kaufen.So wird oemessen:
O Der Motor muß betriebswarmsein. O Prüfgerät mit Adapter in das Düsenloch des
O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. erstenZylinderseinschrauben.
O Turbo: Ladeluftkühlerabbauen. \ O Anlasser betätigen (Schalthebelim Leerlauf),bis
O Alle: Mehrfachsteckerzum Absteller der Ein- sich der Skalenwert am Kompressionsdruckprüfer
spritzpumpeabziehen. nicht mehr erhöht.
O Einspritzleitungen im Leitungsbündelausbauen O Anzeigewertnotieren und am nächsten Zylinder
und auf sauberemTuch ablegen. weitermessen.
O SämtlicheEinspritzdüsenausbauen. O Neue Wärmeschutzdichtungverwenden(Einbau-
O Wärmeschutzdichtungen aus den Düsenbohrun- lage beachten),Einspritzdüsen mit 70 Nm und Ein-
gen im Zylinderkopfherausnehmen. spritzleitungen
mit 25 Nm festziehen.
O Einealte Wärmeschutzdichtuno im zu messenden
Zylinderunterlegen.

Fingerzeig:Alle Wärmeschutzdichtungen aus den Düsenbohrungen herausnehmen, sonst fliegen die


Dichtungenbeim Betätigen des Anlassers wie Geschosse aus den Düsenbohrungen heraus. Allerhöch-
ste Verletzungsgefahr.

(in bar Überdruck)sollte der Motor erreichen:


FolgendeKompressionsdruckwerte
Motor Kennbuchstaben Guter Motorzustand Motor überholungsbedürftig Max. Druckunterschied Druckwerte
zwischen den Zylindern

1,9 l/50 kw DgB, DJY 34 26 c


1,9 t/66 kW DHY 34 26 5

Was die Ursachen für zu niedrige Druckwerte sein können, finden Sie im Kapitel "Die Benzinmotoren" Zu niedrige
beschrieben. Druckwerte

Um bei zu niedrigemKompressionsdruckden Fehlerlokalisierenzu können,wendet man folgendenTrick an: Fehlercuche


InsEinspritzdüsenloch
mit einer Soritzkanneetwas Öl träufelnund Komoressionsdrucknochmalsmessen.

45
In dieser Zeichnung sehen Sie den Riemenverlaufdes
Dieselmotorsund die dazugehörigenBauteile.Es sind:
1 - Zahnriemenradder Nockenwelle;
2 - Zahnriemenradder Einspritzpumpe;
3 - Feder;
4 - Führungsrolle;
5 - Zahnriemenradder Kurbelwelle:
6 - Wasserpumpe;
7 - Spannrolle;
I - Vierkant zum Spannen bzw. Enspannender
Spannrolle,

O Bleibendie Werteweiterhinschlecht,sind die Ventileschuld.


O ErhaltenSie höhereDruckwerte, liegtes an den Kolbenringen
und vielleichtauchan den Zylindern.Eintypi-
sches Zeichenfür diesen Fehlerist langsamesAnsteigendes Druckwertesbeim Durchdrehendes Motors.Das
eingefüllteÖl hat kurzfristigzwischen Kolben und Zylinderwändenbesser abgedichtet,so daß das kompri-
mierteGas kaum noch entweichenkonnte.

DemZahnriemenkommt beim Dieselmotor großeBedeutungzu. Reißtder Riemenoder springter auf den Rie-
menscheibeneinen Zahn weiter, entstehtzwangsläufigein schwererMotorschaden,weil die Ventile(von der
Nockenwelle angetrieben) geschlossen
nichtmehrrechtzeitig werden.Dienachoben gleitendenKolbenschla-
gen dann auf die Ventilteller
auf.
FolgendeBauteiletreibtder Zahnriemenan: Nockenwelle, Einspritzpumpe
und die Wasserpumpe.

Eigenaüeiten Die Steuerungvon Nockenwelleund Einspritzpumpewird beim Dieselmotorsehr präziseeingestellt.Jede Ver-


amZahnriemen änderungdurch Spannenoder Auswechselndes Zahnriemenszieht deshalbaufwendigeEinstellarbeiten nach
sich. So beschränkensich die mit einfachenMitteln durchführbarenWartungsarbeitenauf die Zustandsprü-
fung und die behelfsmäßigeKontrolleder.Riemenspannung.
Wird der Zahnriemennachgespannt oder wird er komplett abgenommen (etwa zum Auswechselnoder zur
Zylinderkopf-Demontage), müssendie Steuerzeiten an der Nockenwelleund der Förderbeginn der Einspritz-
pumpe kontrolliertbzw. eingestelltwerden. Beide ArbeitenerfordernerheblicheSachkenntnisund vor allem
Spezialwerkzeuge.

Zahnriemen- O Kraftstoffleitungaus der Halterungam Zylinder- O Gummiball-Handpumpeaus ihren Halterungen


abdecküng kopfdeckelherausziehen. herausnehmen.
ausbaüen

A1
I

Zahnriemen-Abdeckungen,oben bis 1/94,unten ab 1/94.Es


bedeuten:
1 - hinterer Zahnriemenschutz:
2 - Dichtungsring;
3 - unterer Zahnriemenschutz;
4 - linker Zahnriemenschutz:
5 - rechter Zahnriemenschutz.

46
O Hintere Abdeckung: An der Motorrückseite 10) über dem Zahnriemenradder Einspritzpumpe
Sechskantschraube(SW 11) und an der Stirnseite lösen.
(SW 10) lösen.
Sechskantschraube O Am unteren Befestigungspunktdie Haltemutter
O Abdeckung über Nockenwellenradnach oben (SW10)einigeUmdrehungenlösen.
herausnehmen. O Abdeckung schräg nach oben in Fahrtrichtung
O Vordere Abdeckung: Sechskantschraube (SW vorn herausziehen.

O ObereZahnriemenabdeckungen abnehmen. O DamitSie den Riemenauf seinergesamtenLänge Wartungsarbeit


O Der gezähnteRiemendarf nicht verölt oder rissig begutachtenkönnen,den Motor durchdrehen.
sein. O Ein schadhafter Zahnriemen muß unbedingt
O Die Flanken der Verzahnungmüssen intakt sein ersetztwerden!
unddürfen keineAbnützungserscheinungen zeigen.

DieserWartungspunkt sollte lhre Peugeot-Werkstattvornehmen, da zum Messen des Zahnriemensein Wartungsarbeit


benötigtwird. DiesesMeßgerätprüft die Riemenspannungbezogenauf eine bestimm-
Spezial-Meßwerkzeug
te Riemenlänge.

AuchbeimDieselwird der Zahnriemenalle120000 km gewechselt, doch dieseArbeiteignetsich nichtfür den Wartungsarbeit


Hier muß die Werkstatt ran, denn für das anschließendnötig werdendeEinstellendes Einspritz-
Selbsthelfer.
pumpen-Förderbeginns ist Spezialwerkzeug und Sachkenntnis notwendig.

ZumEinstellendes Ventilspielbeim Dieselmuß der Zahnriemenabgenommenund die Nockenwelleausgebaut Wartungsarbeit


werden.Anschließenddas Einstellplättchen,das unter den Tassenstößeleingelegtist, auswechseln.In der
Praxisist das Einstellenauch oft ein ganzes Motorlebenlang nicht nötig. Nachmessenkann aber nicht scha-
den,denn rechtzeitigesErkennenvon zu kleinemVentilspielkann einen Motorschadenabwenden.
Wirwürdenetwa alle 30 000 km das Ventilspielkontrollieren.
O Saugdiesel: Klemmschelleam Saugrohr/Abgas- O Alle: Kraftstoffleitungaus der Halterungam Zylin-
rückführunglösen. derkopfdeckelherausziehen.
O Vier selbstsicherndeMuttern an der Verbindung O Halterungder Kraftstoffleitungam Zylinderkopf-
Saugrohr/Saug brücke lösen. deckel lösen (SW 8).
O An der Stirnseiteder Saugbrücke(in Fahrtrichtung O Halteschrauben(SW 10) am Zylinderkopfdeckel
vorn)zwei Sechskantschrauben (SW 10) lösen. lösen.
O Saugbrücke vom Saugrohrabheben. O Zylinderkopfdeckel abnehmen.
O Turbo: Ladeluftkühlerabbauen. O 5. Gangeinlegen,Wagenschieben(damitsich der

Links:Zum Abnehmen des Zahn-


riemenschutzes muß die Sechs-
kantschraube (Pfeil) gelöst wer-
den. Hier bei ausgebautem Zahn-
riemenschutz.
Rechts:Zum Prüfen des ventil-
spiels wird hier die Fühlerlehre (3)
zwischen Nockenwelle (1) und
Tassenstößel(2) durchgescho-
ben.

E-.
Motor langsamdreht), bis beide Nocken z. B. an betragen,am Auslaßventil 0,30 t 0,07 mm. Erfah-
Zylinder1 gleichmäßignachoben zeigen. rungsgemäßwird beim Dieselam ehestendas Ventil-
O JetztVentilspiel prüfen.
mit einerFühlerlehre spieldes Einlaßventils
kleiner.
O Am Einlaßventilsoll das Spiel 0,15 t 0,07 mm

Der Motorwird mit dem Getriebenachobenausgebaut.DazubrauchenSie einenFlaschenzug, den Sie in aus-


reichenderHöhe stabil aufhängenkönnen.Da der Wagen auch aufgebocktwerden muß, ist eine Hebebühne
eine wesentlicheErleichterungbei der Arbeit. Günstigist zudem ein "vorbelasteter"Helfer.
Da im Peugeot306 eineVielzahlvon elektrischenLeitungenund Unterdruckschläuchen eingebautist, sollten
Sie als erstesalle Steckverbindungen und Schläucheso kennzeichnen, daß sie anschließendwiederan der
richtigenStelleangeschlossen werden.

Ausbau nicht geöffnetwerden! DeshalbKlimakom-


Bei einem Fahrzeugmit Klimaanlagedarf der Kältemittelkreislauf
pressorausbauenund mit angeschlossenen Schläuchen so befestigen,daß die Schläuchenicht unterSpan-
nung stehenund den Ausbaudes Motorsnicht behindern.
O Motorhaubeausbauen. O Gaszugaushängen.
O Kühlmittelablassenund auffanoen. O Kupplungszug lösen.
O Getriebeölablassen und zum Entsorgenauffan- O Wagen vorn hochbocken,Räderabmontieren.
gen. O Seitliche Motorraumverkleidungen unten am
O Evtl. auch Motoröl ablassen, wenn der Motor Längsträgerlösen und abnehmen.
anschließendzerlegtoder überholtwerden soll. O Abgasrohr vorn lösen (Kapitel "Die Auspuffanla-
O Batterie und Batteriekonsoleausbauen (Kapitel ge").
"Die Batterie"). O Schaltgestängeaushängen.
O Luftfiltergehäuseausbauen. O Tachowelleabschrauben.
O Alle elektrischenLeitungen,die von der Karosse- O DieAbdeckunguntenam Stoßfängerlösen.
rie zur Antriebseinheitführen, kennzeichnenund O Leitungder Hydraulikflüssigkeitder Servolenkung
lösen,dabei Massekabelnichtvergessen. am Getriebeund Motor lösen.
O Unterdruckleitungen kennzeichnenund lösen. O Drehmomentstütze(hintenunten)am Aggregate-
O Kraftstoffschläuchetrennen und verschließen. träger und am Gummi/Metall-Lagerlösen, abneh-
Vor- und Rücklaufmarkieren. men.
O Unterhalbdes linkenLängsträgers die Mehrfach- O Oberhalbdes Gummi/Metall-Lagers die zwei Mut-
stecker lösen. tern lösen.
O Servopumpeder Servolenkung ausbauenund mit O AnschließendSchraubeneine halbe Umdrehung
angeschlossenenLeitungenso befestigen,daß die drehen, um den Schraubenkopfaus der Lagerauf-
Schläuchenicht unter Spannungstehen und den nahmeherausnehmen zu können.
Ausbau des Motors behindern. O Schraubverbindung am Achsschenkel/Achsge-
O Schnappverschluß am Wärmetauscherder Hei- lenk untenlösen.
zung lösen, indem der Verriegelungshebelnach O Dreieckslenkersoweit nach unten ziehen bzw.
rechtsgedrücktund der Anschlußabgezogenwird. drücken,daß das Achsgelenkaus der Aufnahmeher-
O Ggf. Kühlerherausnehmen. auskommt.

Links: Zum Lösen der Drehmo-


mentstütze (2) muß die Verbin-
dungsschraube am Aggregate-
träger (3) und des Gummi/Metall-
Lagers (1) gelöst werden.
Rechts: Oberhalb des Gum-
mi/Metall-Lagers werden die
Muttern (Pfeile) der Antriebswel-
lenlagerunggelöst.
Beim Ausbau der Motor/Getriebe-Einheit (TU-Motor) muß
die Haltemutter(2) der Getriebelagerungam Gummi-
Metall-Lagergelöst werden. Position >1< bezeichnetden
Halteram Längsträger.

O Antriebswellenausbauen. hängtenFlaschenzugverbindenund leicht unterVor-


O Auf der rechten Fahrzeugseiteden Kühlmittel- spannungbringen.
schlauchaus der Halterungunter dem Längsträger O Motorstützeam rechtenMotorlagerlösen.
herausnehmen und unten am Kühlerabnehmen. O Die mittlereHaltemutteram Getriebelagerlösen.
O Kühlerausbauen. O Motor auf der rechten Fahrzeugseiteso weit an-
O Kupplungszug lösenund abnehmen. heben, daß das Getriebelageraus seinerAufnahme
O Motor mittelsKettenan den Ösen vorn und hinren nach vorne herausgeschwenktwerden kann.
am Zylinderkopfaufhängen,mit dem stabil (!)aufge- O Antriebsblocknach oben herausnehmen.

Prinzipiell
verläuftder Einbausinngemäßumgekehrtwie der Ausbau.Zu beachten: Einbau
O Grundsätzlichalle selbstsicherndenMutternersetzen.
O Dichtringeder Antriebswellenam Getriebeersetzen.Dichtlippeneinfetten.
O Dreieckslenker so weit nachuntenziehenbzw.drücken,daßdas Achsgelenkin die Aufnahmehineinrutscht.
O Kühlsystem befüllenund ggf. Motoröleinfüllen.
O Getriebeöleinfüllen.
O Kupplungspedalweg kontrollieren.
-*
Motorstütze rechts an Gummi/Metall-Lager
t--
_ _ 1 -
Anzugs-
drchmomente
45
Getriebean Gummi/Metall-Lagerlinks 65
i
Drehmomentstütze an Aggregateträger
Gummi/Metall-Lager an Drehmomentstütze I 70
50
Muttern oberhalb des Gummi/Metall-Lagers der Drehmomentstütze
Achsgelenk an Achsschenkel
i 17
I 30
Abgasrohr vorn an Abgaskrümmer I 10
Antriebswelle an Achsschenkel 325
_ l

VomTank aus verläuftdie Saugleitungentlangdes Wagenbodenszum Kraftstoffilterlinks im Motorraum.Der Die l(raflstoff-


dort durchfließendeDieselkraftstoffwird vom Filtergereinigtund anschließendvon der Einspritzpumpeange- zufuhr
saugt.Die Einspritzpumpefördert mehr Kraftstoff,als zu den Einspritzdüsengedrücktwird. In der Rücklauflei-
tunggelangtwieder in den Tank zurück,was übrig ist.
Mit einemÜberdruckca. 130 bar (Saugdiesel)bzw. 175 bar ffurbo) pumpt die Verteilerpumpedas Dieselölin
stabilenEinspritzleitungen
zu den vier Einspritzdüsen. Auch die Düsenspritzennicht den gesamtenangelie-
fertenKraftstoffab. Die Rücklaufstutzender vier Düsen sind durch Schläucheverbunden.Von der in Fahr-
trichtungrechtenEinspritzdüsegelangtdann,was übrigbleibt,durch die Rücklaufleitung zum Tank zurück.

Seitaltersher ist der leergefahrene Tank der Schreckender Diesel-Fahrer. Grund: Haben sich die Saugleitun- l0aftstoffanlage
gender Einspritzanlage entleert,fällt es der Pumpe schwer,wieder Kraftstoffnach vorn zu transportieren.Um entlaiften?
denKraftstofftransport zu erleichternist im Motorraumrechts eine kleineGummiball-Handpumpeeingebaut.
Ander Einspritzpumpe Entlüftungsschraube öffnenund mit der Gummlball-Handpumpe so langepumpen,bis
derDieselkraftstoff blasenfreiausrtritt.Entlüftungsschraube wieder schließen.

49

b-.
Ilie FIügeF Die erste Station in der Verteiler-Einspritzpumpe
stellt die Flügelzellen-Kraftstoffpumpedar. Sie saugt Kraft-
zellenpumpe stoff aus der vom Filter kommenden Leitung an. Das Pumpenrad,in das beweglicheGleitsteineeingesetzt
sind, sitzt in einerrundenBohrungim Pumpengehäuse. In dieserBohrungsteht das Rad leichtaus der Mitte
versetzt.Die Gleitsteineliegenjedoch immer an der Wandungdieser Bohrungan, denn das pumpenraddreht
sich bei laufendemMotor, und so werdensie von der Fliehkraftnach außengedrückt.Sie dichten also mit der
Bohrungswandab. Bei der Drehungdes Pumpenradsbildetsich immerein Volumenzwischenden Gleitstei-
nen,das sich dann zur Druckseiteder Pumpe,also zum Ausganghin,verkleinert. Die im Volumenbefindliche
Flüssigkeitwird somit zwangsläufighinausgedrückt.

Uerteilerkolben Der Kraftstoffwird also unter Druck in das Gehäuseder eigentlichenEinspritzpumpebefördert.Dort sitzt - im
undHubscheibe Prinzipauf der gleichenWellewie die Flügelzellenpumpe - der Verteilerkolben,nachdem die Einspritzpumpe
ihrenNamenerhielt.
Funktion: Währenddes Füllens steht der Steuerschlitzdes Kolbensder Zuflußbohrung(Füllbohrung)gegen-
über. Der Kraftstoff,unter Druck gesetzt,fließtin den Freiraumim Kolben und vor dem kolben ein. Der Vertei-
lerkolbendreht sich (überden Zahnriemenvon der Kurbelwelleangetrieben)weiter. Die Füllbohrungist wieder
verschlossen.
Abspritzen: Der Verteilerkolbenist mit einer Scheibeverbunden,auf der vier Höcker sitzen. Das ist die Hub-
scheibe. Diese Scheibe läuft gegen ein festes Gegenlager,das zur Verminderungder Reibungvier Rollen in
gleichemAbstand wie die Höcker auf der Hubscheibeträgt. Das ist der Rollenring.Haben die Höcker die Rol-
len erreicht,so wird die Hubscheibesamt Verteilerkolben nach vorn gedrückt.Das geschiehtzu dem Zeitpunkt,
an dem sich eine weitere Bohrungim Kolbenmit dem Auslaßkanalzu einer Einspritzdüsedeckt. Der Kraftstoff
kann in RichtungdesjenigenZylindersausfließen,der gerademit dem Zünden dran ist. Durch die Vorwärtsbe-
wegung des Verteilerkolbenswird gleichzeitigdas Volumenvor dem Kolben verkleinert.Der ohnehin schon
unter Druck stehende Kraftstoffwird also zusätzlichnoch einmal mit Druck beaufschlagtund zu der Ein-
spritzdüsegepreßt.
Kurbelwelleund Einspritzpumpedrehen sich weiter. Der Verteilerkolbenrutscht wieder zurück. Aus der Füll-
bohrung fließt Kraftstoffnach. Der Verteilerkolbendreht sich zum Auslaßkanalfür den nächstenZylinder.Die
Höckerauf der Hubscheibelaufenwiedergegendie Rollendes Rollenrings. DerVerteilerkolbenwird nachvorn
gedrückt und das Dieselölunter Druck eingespritzt.

DerAbsteller Kurz bevor der Dieselkraftstoffan die Füllbohrungfür den Verteilerkolbengelangt,passierter ein elektrisches
Magnetventil- den Absteller.Diesererhält beim Drehendes "Zünd"-Schlüsselsauf die erste StellungStrom
und gibt dann den Weg für den Kraftstofffrei. Beim Abstellendes Motors wird vom Glüh-Anlaßschalter die
Spannungsversorgung unterbrochen.Der Abstellerverschließtdann den Füllkanal,und der Motor stirbt ab.

DerFllehkraft- Um die verschiedenenBetriebszuständedes Motors zu erfassenund so die Möglichkeitzu schaffen,jeweils


rcgler die richtige Einspritzmengebereitzustellen,ist in der Einspritzpumpeein Fliehkraftreglereingebaut. Seine
Gewichtewerdenje nach Motordrehzahlmehr oder wenigernach außengedrückt.Die Gäwichtedrücken über
einen Hebelmechanismus auf einen Regelschieber, der durch ÖffneneinerBohrungim Verteilerkolben über-
schüssigenKraftstoffabfließenläßt.Wird die Drehzahldes Motors im Verhältniszur Gaspedalstellungzu hoch,
so öffnet der Reglerdie Bohrung,und die Drehzahlfällt wieder ab.

Die Einspritzpumpe im Schnitt:


I - Antriebswelle (ohne Zahnriemenrad);
2 - Kraftstoffzulauf;
3 - Überdruckventil der Kraftstoffpumpe;
4 - DGas(-Hebel:
5 - Fliehkraftregler;
6 - Kraftstoff-Rücklaufbohrung;
7 - Absteller;
8 - Kraftstoffleitung zu den Einspritzdüsen;
9 - Veneilerkolben;
1O- Hubscheibe;
11 - Spritzversteller (hier zur besseren Darstellung um gO.
gedreht);
12 - Rollenring;
I 3 - Flügelzellen-Kraftstoffpumpe
(ebenfalls um 90' gedreht).
Rot dargestellt ist hier der Kraftstoff in der Einspritzpumpe.
Je dunkler die Färbung, desto höher der Druck.
An der Diesel-Einspritzpumpesind an
der Vorder- und Rückseite folgende
Teile bezeichnet:
1 - Verstellhebel der Drehzahl über
den Gaszug;
2 - Absteller;
3 - Abschaltbarer lastabhängiger
Förderbeginn(ALFB);
4 - Anschluß für Kontalitstecker des
Magnetventilsund ALFB;
5 - Bohrung tür Rücklautleitung,
6 - Magnetventil;
7 - Restmengen-Einstellschraube;
8 - Einstellschraubefür
Drehzalabregelung;
I - Einstellschraubefür erhöhten
Leerlauf.

Zum Start ist die Abregelbohrungganz geschlossen.Der Motor bekommt die volle Kraftstoffmenge;aber nur
so lange,bis die Leerlaufdrehzahl
erreichtist. Dann wird wieder abgeregelt.
Das gleiche geschiehtbei Leerlaufund Teillast.Der Fliehkraftregler
vergleichtüber eine sinnreicheMechanik
Gaspedalstellung und Motordrehzahl.lst die vom GaspedalbefohleneDrehzahlerreicht,wird abgeregelt.Die
Höchstdrehzahldes Motors wird ebenfallsvom Fliehkraftregler begrenzt.

Mit zunehmenderMotordrehzahlmuß der Kraftstofffrüher eingespritztwerden, damit die Zündung trotzdem ller Sprlü-
rechtzeitigerfolgen kann. Diese Frühverstellungübernimmt der Spritzversteller.Er ist ebenfalls in der Ein- ue|stellel
spritzpumpeeingebaut.

DieseautomatischeEinrichtungbesteht aus einem Thermoelementim Kühlmittelkreislauf und einem daran llle leerlauf-
befestigtenSeilzugzur Einspritzpumpe.Damitwird auf den Hebelan der Einspritzpumpefolgendermaßenein- anhebung
gewirkt:Bei kaltem Motor zieht der Zug so am Hebel,daß sich eine um 150 - 200/min erhöhte Leerlaufdreh-
zahlergibt. Damit ist gewährleistet,daß der Motor nach dem Kaltstartdurchläuft.
lst bei warmen Motor die Leerlaufdrehzahl zu hoch, kontrollierenSie, ob am SeilzugendeSpiel vorhandenist.
Wennnicht,den Schraubnippel am Zug lösenund etwaszurückschieben.

lhreAufgabeist es, den Kraftstoffunter hohem Druck in die Wirbelkammereinzuspritzen.Erst wenn der Kraft- Ille ElnsprlE-
stotfdrucküber 130 - 135 bar (Saugdiesel) bzw.175 -'180 bar flurbodiesel)ansteigt,hebt sich die Düsenna- dlisen
del von ihrem Sitz ab, und der Kraftstoffkann in die Wirbelkammergesprühtwerden.Andererseitsverhindert
die hohe Federkraft,daß der Verbrennungsdruckin das Kraftstoffsystemzurückschlägt.Die Kühlung und
Schmierungder Düsennadelbesorgtder Kraftstoff.Da nie der gesamteherbeigepumpteKraftstoffeingespritzt
werdenkann,fließter übereine Rücklaufleitung in den Tankzurück.

DieSoll-Zeitzwischendem Einspritzbeginn und der Zündungbeträgtganze0,002Sekunden.Hiergibt schon llas llageln


die geringsteUnkorrektheitAnlaßzu Arger. Eineetwa hängenbleibendeDüsennadelergibt unregelmäßigeund
übermäßigeVersorgungmit Kraftstoff,schlechteVermischungmit Luft, unkontrollierteZündung(beim Benzin-
Motorwürde man von Klopfensprechen).DarausentstehenharterMotorlauf,lagerschadenähnliche Geräusche
und das Nageln.Dazu kann es kommen
O bei verstelltemEinspritzbeginn;
O wenneine Düsennadelklemmt;
O bei zündträgemKraftstoft,z.B. Sommer-Dieselkraftstoff, der bei Tieftemperaturengefahrenwird und dabei
zum Paraffinierenneigt (Ausscheidenvon Paraffin);
O bei zu hoher Belastungund niedrigerDrehzahl;
O bei zu geringemKompressionsdruck.
Unter Umständen kann es aber auch schon nützlich sein, den Motor einer regelrechtenInnenreinigungzu
unterziehen,indem man dem Kraftstoff eine Portion "Autol Desolite" oder ein anderes dafür bestimmtes
Zusatzmittelbeigibt.Oft hilft auch schon eineflotte Autobahnfahrt.

Besonderswenn der Motor im Leerlauf sehr unrund läuft und dabei unregelmäßigweißen, blauen oder Elnsprltsdüsen
schwarzenAuspuffrauchausstößt,kann dies an tropfendenoder klemmendenEinspritzdüsenliegen.Zum Auf- defekt?
findender defektenEinspritzdüseden Motor im Leerlaufdrehenlassenund nacheinanderdie Übenrvurfmuttern
der Einspritzleitungen
oben an den Einspritzdüsenlösen,bis dort Kraftstoffaustritt.Andert sich an einer Düse

51
trotz gelöster Leitungder Motorlaufnicht, ist die Einspritzdüseschadhaft.Einspritzdüsenmachen durch fol-
gende Effekteauf sich aufmerksam:
O ständigdefekteGlühkerzen o Motorüberhitzung
O starkerschwarzerAusouffrauch o starkesKloofen
O hoherVerbrauch C deutlicherLeistungsabfall

Einspritsdüsen O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. O Zum Einbaupro Einspritzdüse eine neue (l) Dich-


ausbauen O Turbo: Einspritzleitungen
komplett abbauen. tung einlegen(sieheZeichnung).
O Alle: Rücklaufleitungenabziehen,Einspritzdüsen O Bosch-Düsemit 75 Nm und Roto-Düsemit 130
mit Steckschlüssel
ausbauen. Nm festziehen.
O Dichtungen(sitzennoch im Düsenloch) mit Draht- O Die Einspritzleitungen
werdenan die Düsenmit 25
häkchenherausfischen. Nm angeschraubt.

Absteller Der Abstellerverriegeltzum Ausschaltendes Motors die Kraftstoffzufuhrzu den Einspritzdüsen.lst er defekt
defekt? oder stromlos,geht nichtsmehr.
O Der Abstellergerät in Verdacht,wenn der Motor nicht, ist die Stromversorgungoder der Absteller
trotz intakter Glühanlageund hinreichendvollem selbst defekt.
Tank beim StartenkeinerleiZündungbringt. O Stromzufuhrprüfen:"Zündung" einschaltenund
O Als ersteskontrollieren,ob das Kabelzum Abstel- Prüflampe an den Kontakt des Abstellers halten.
ler intakt ist. Leuchtetsie, muß der Abstellerdefekt sein, leuchtet
O Während ein Helfer am Zündschlüsseldreht, sie nicht,ist das Kabelvom Zündschloßher schad-
hörenSie am Absteller,ob er beim Einschaltender haft.EineSicherungist nicht im Spiel.
"Zündung" vernehmlich"Klick" sagt. Tut er das

Fahrenmit lst der Abstellerdefekt oder dessenStromversorgung,so weiterfahren:


defektem O Kabelvom Abstellerabnehmen. O Der Motorwird nun wie üblichgestartet,mußaber
Absteller O Abstelleraus der Einspritzpumpe herausschrau- von Hand abgestelltwerden.
ben. O Dazu Abstellhebelan der Einspritzpumpebetäti-
O Ventilkolben aus dem Abstellerherausnehmen. gen. Unschöner ist das Abwürgen des Motors bei
O Abstellerwiedereinschrauben (40 Nm). eingelegtemGang.

Die Verteiler-Einspritzpumpe
des Dieselmotorsist sehr empfindlichgegen Kraftstoffverunreinigungen (sieset-
zen die dünne Bohrungin der Hohlschraube am Anschlußder Rücklaufleitung zu, und die Pumpe läuftdann
heiß),besondersaber gegen Wasser.In den Kraftstoffgelangt das Wasser hauptsächlichdurch Kondensie-
rung im Fahrzeugtankoder im Erdtankunter der Zapfsäule.Flüssigeund feste Fremdstoffemüssen also her-
ausgefiltertwerden,bevor der Kraftstoffdie Einspritzpumpeerreicht.Das geschiehtim Kraftstoffilter.Am Filte-
relementwerdenSchmutzkörnchen abgeschieden, damitsie nichtin die Pumpegelangenkönnen.lm Freiraum
darunterkann sich Wasser- das ja schwererist als Kraftstoff- absetzen.
Ein von KühlmitteldurchströmtesGehäuseteilum den Filterverhindert,daß bei sehr tiefen Temperaturender
Filterwährendder Fahrtdurch stockendenDieselkraftstoff verstopft.

Links: Zum Ausbau der Einspritz-


düse (2) muß die Überwurfmut-
ter (1) der einspritzleitunggelöst
werden. Zusätzlich die Kraftstoff-
Rücklaufleitungen(3) an der Düse
abziehen,
Rechts: Sollte eimal der Absteller
die Kraftstoffzufuhr beim Aus-
machen des Motors nicht unter-
brechen, können Sie dies an der
Einspritzpumpemit dem Abstell-
hebel (1) manuell bewerkstelligen.
Links: Zum Entwässern des
Kraftstoffilters, muß die Ablaß-
schraube (Pfeil) einige Umdre-
hungen geöffnet werden.
Rechts: Nach dem Lösen der
Innensechskantschrauben(1)
kann der Deckel (2) vom Gehäu-
se (3) abgenommen werden.

In das Kraftstoffiltergehäuse ist ein Schalter eingebaut,der im Kombi-lnstrumenteine Kontrolleuchteauf- Wartungsarbeit


leuchtenläßt, die anzeigtwenn zuviel Wasser im Kraftstoffiltergehäuse vorhandenist. Leuchtetdieses Kon-
trollämpchenauf, das über dem Vorglüh-Symbolsitzt, muß der Kraftstoffilterentwässertwerden.
O Entlüftungsschraube oben an der Einspritzpumpe O Entwässerungsschraube schließen.
einigeUmdrehungen öffnen. O Handpumpebetätigen,bis Kraftstoffblasenfreian
O Entwässerungsschraube unten am Kraftstoffilter der Entlüftungsschraube austritt(entlüften).
einigeUmdrehungen von Hand öffnen. O Entlüftungsschraube schließen.
O Auffangbehälterunter den Kraftstoffilterhalten, O Anlasserso lange betätigen,bis wieder Kraftstoff
sieheFingerzeig. zur Einspritzpumpegefördert wird und der Motor
O So lange Flüssigkeitablaufenlassen,bis wasser- anspringt.
freierKraftstoffaustritt(ca. 100 cm3).

Fingerzeig: Beim Entwässern des Kraftstoffilters ohne Auffangbehälter gelangt das Wasser bzw. der
Diesel-Kratfstoff auf die Kupplung!

O Entlüftungsschraubeoben an der Einspritzpumpe O Kraftstoffilter-Patroneaus seinem Gehäuse her- Wartungsarbeit


einigeUmdrehungen öffnen. ausnehmen.
O Entwässerungsschraube unten am Kraftstoffilter O Dieselkraftstoffim Filter in den Altölkanisterkip-
einigeUmdrehungen von Handöffnen. pen und Filterzum Sondermüllgeben.
O Auffangbehälterunter den Kraftstoffilterhalten O Neuen Filtereinsetzenund kontrollieren. ob d i e
und Flüssigkeit
ablaufenlassen,sieheFingerzeig. Dichtungvorhandenist.

Links:Bei abgenommenem
Deckel(1) kann die Filterpatro-
ne (2) aus dem Kraftstoffilter-
gehäuse (3) herausgenommen
werden.
Rechts: Nach Wechsel der
Filterpatrone muß das Filter-
gehäuse entlüftet werden. Dazu
an der Einspritzpumpedie hohl-
gebohrte Sechskantschraube (1)
einige Umdrehungen lösen, damit
der Kraftstoff aus der Leitung (2)
austreten kann. Anschließend die
Schraube wieder festziehen,

---
Der Turbolader im Schnith Das Schaufelrad an der Auslaß-
seite (2) wird vom Druck der ausströmenden Abgase ange-
trieben. Das auf der Ansaugseite sitzende Schaufelrad (1)
wird durch eine durchgehende Welle mit derselben Drehzahl
in eine hohe Umdrehungszahl versetzt, wodurch die An-
saugluft verdichtet werden kann. Es gelangt also deutlich
mehr Luft in die Brennräume für höhere Leistung oder, wie
in unserem Fall, für sauberere Verbrennung. Sobald der
Druck im Ansaugsystem einen Maximalwen überschreitet,
öffnet der Ladedruckregler (3) den Bypasskanal und läßt
einen Teil der Abgase am Turbolader vorbei ins Auspuff-
system entweichen. Die Steuerleitung (4) ist beim TD-Motor
direkt mit dem Ladedruckregler verbunden.

O Innensechskantschrauben mit 10 Nm festziehen. O Anlasserso lange betätigen,bis wieder Kraftstoff


O Entwässerungsschraube am Kraftstoffilterschlie- zur Einspritzpumpegefördert wird und der Motor
ßen. anspringt.
O Handpumpebetätigen,bis Kraftstoffblasenfreian O lst Dieselkraftstoffauf die Kühlmittelschläuche
austritt(entlüften).
der Entlüftungsschraube gespritzt,müssendiese sofort gereinigtwerden.
O Entlüftungsschraubeschließen.

lm wesentlichenbesteht der Turboladeraus zwei auf einer Welle sitzendenSchaufelrädern.Über eines von
ihnen werden die Auspuffgasedes Motors geschickt,was die Welle - je nach Motordrehzahl- in mehr oder
minder flotte Drehungversetzt.Das gekoppeltezweite Schaufelraddreht natürlichmit und schafft Ansaugluft
- jetzt unter Druck- in die Brennräume,was den lufthungrigenDieselmotorzu höhererLeistunganspornt.

ller [ade- Die Auslegungdes Tuiboladersbringt die angenehmeEigenschaftmit sich, schon bei relativniedrigerDreh-
druc*regler zahl Ladeluftfür die Zylinderzu liefern.Darausfolgt, daß bei hoher Drehzahlviel zuviel Luft zur Verfüggngste-
hen würde. Der Druck im Ladesystemkönnte damit auf ein Maß ansteigen,das der Lebensdauerdes Motors
nicht mehr zuträglichwäre. Dies zu vermeiden,ist Sache des Ladedruckreglers.Er sorgt durch Öffnen eines
Ventilsdafür, daß nur noch ein Teil der Abgase über das Turbinenraddes Ladersläuft. Die Ladeleistungsinkt
damit, und der Druck kann nicht über den Höchstwerlvon 0,83 bar Überdruckansteigen.

Turbolader Bringt der TurbodieseldeutlichwenigerLeistungoder wird die Höchstgeschwindigkeit


nicht erreicht,kann ein
defekterTurboladerdie Ursachesein.

Die Ursache ihre Abhilfe

A Teile der Abgas-Turboaufladung undicht I Luftschlauch zwischen Turbolader und Ansaugrohr Einspritzpumpe undicht
oder lose
2 Undichtigkeit zwischen Ansaugrohr und Zylinderkopf
3 Flanschdichtung am Ansaugrohr undicht
4 Undichtigkeit zwischen Abgaskrümmer und Zylinderkopt bzw. Turbolader

B Turbolader defekt Ladedruck prüfen lassen: ist er zu hoch, obwohl die Steuerleitung zum
Ladedruckregler nicht verstopft bzw. undicht ist, Lader ersetzen, Dann ist der
im Turbolader integrierte Ladedruckregler defekt

C Ladedruckanreicherung (LDA) in der Schlauch zur LDA verschließen und Ladedruck prüfen lassen:
Einspritzpumpe undicht Durch das Abklemmen der LDA muß der Ladedruck um ca.0,05 bar abfallen,
da die LDA außer Funktion ist
1 Fällt der Ladedruck nicht ab, Einspritzpumpe ersetzen, da die LDA nicht arbeitet
2 Steigt der Ladedruck trotz abgeklemmter LDA weist dies auf eine Undichtig-
keit der Membrane bzw. des LDA-Gehäuses hin; Einspritzpumpe ersetzen

54
Links: Zum Ausbau der Einspritz-
düsen bzw. des Ladeluftküh-
lers (1), muß die Sechskant-
schraube oberhalb der Einspritz-
pumpe gelöst werden.
Rechts: Hinter dem Kraftstoffilter
sitzt etwas schwer zugänglich
ebenfalls eine Halteschraube
(Pteil)des Ladeluftkühlels, die
gelöst werden muß.

BeiArbeitenam Turboladermuß mit äußersterSauberkeitgearbeitetwerden.Deshalb:Verbindungsstellen und Turtolader


derenUmgebungvor dem Lösen gründlichreinigen,ausgebauteTeile nur auf eine saubereUnterlagelegen, ausbauGn
geöffneteBauteiledurch Abdecken vor Verschmutzungschützen, nur saubere Neuteileeinbauen,nicht im
Bereichder Reparaturstellemit Druckluftarbeitenund Fahrzeugnicht bewegen.
O Massekabelder Batterieabklemmen. O Abgasrohram Turboladerfestziehen.
O Luftschlauchzwischen Turbolader.Luftfilter und O Vor dem Anschließender Ölvorlaufleitung muß
Ladeluftkühlerausbauen. zunächstin den Anschlußstutzenam Laderein wenig
O Luftfilter-Oberteil
ausbauen. frischesMotoröl gegossenwerden.
O Auspuffrohrvom Turboladerabschrauben. O Nach Einbau des Turboladers den Motor nicht
O Ölvorlaufleitungsamt Halteschellevom Turbola- sofort hochdrehen, da die Laderschmierungnoch
der abschrauben. nicht gesichertist. Erst eine Minute im Leerlaufdre-
O Ölrücklaufleitungam Turboladerlosschrauben. hen lassen.
O Von unten her die Befestigungsschrauben lösen,
die den Turboladeram Ausouffkrümmerhalten.
O Turboladerwährenddem Abschraubenfesthalten
und nach unten herausnehmen.
O Die Halteschraubenam Turboladerwerde mit 55
Nm festgezogen.

Die über den LuftfilterangesaugteFrischluftwird im Abgasturboladerbeschleunigtund verdichtet.Nicht nur


das Verdichtenselbst, sondern auch der im Abgasstrom sitzende (und somit heiße)Turboladersorgen für
nachhaltigesAufheizender Ansaugluft.Bis zu 110'C kann die Ansauglufüemperatur bei vollerBelastungbetra-
gen.
Um eine Leistungssteigerung zu erreichen,sitzt zwischenTurboladeruns Ansaugrohrein Ladeluftkühler.Er
kanndie Ansaugluftnach dem Verdichtungsvorgang des Turboladersum ca. 50'C abkühlen,bevor sie in den
Motorgelangt.Die Luft wird dadurch dichter,führt also auch mehr Sauerstoffmit und die Füllungder Brenn-
räumeverbessert.

O VerbindungsschlauchTurbolader/Ladeluftkühler O Beim Einbaudaraufachten,daß die Dichtungzwi- ladeluftkühler


am Ladeluftkühlerlösen. schen Ladeluftkühlerund Ansaugrohrvorhandenist. abbauen
O Anschlußleitung Einspritzpumpe/Ladeluftkühler O Die goldglänzenden lnnensechskantschrauben
am Ladeluftkühlerlösen. sitzenganz rechts und in der Mitte.
O An der Stirnseitedes Ladeluftkühlersfin Fahrtrich-
tungvorn)zwei Sechskantschrauben (SW 'l 0) lösen.
O An der gegenüberliegendenSeite (Fahrtrichtung
hinten)drei Innensechskantschrauben 6 mm lösen.
O Ladeluftkühler vom Motor abheben.

Fingerzeige:Der Ladeluftkühler muß so abgelegt werden, daß keine Schmutzteilchen in den Kühler
gelangenkönnen,
Verbindungsschlauchzum Turbolader mit einem sauberen Lappen verschließen,damit keine Schmutz-
teilchen,Schrauben oder Werkzeug in den Turbolader fallen können.

cc

b-
An der Rückseite des Ladeluftkühlers (2) sehen Sie die Innensechs- Beim Saugdiesel muß zum Ausbau der Einspritzdüsen die Sechskant-
kantschrauben(Pfeile),dle am Ansaugrohr und der Leitung (1)zum Turbola- schraube (2) die Ansaugrohrbrücke (1) oberhalb der Einspritzpumpe gelöst
der gelöst werden müssen, werden.

'Durch den Kompressronsdruck rnden Zylrnderndes Dreselmotors erwärmtsrchdreangesaugteLuft so stark,


daß srchder erngesprrtzte Kraftstoffan rhrentzundenkann..
So lautetdas Dresel-Prrnzrp. Ber kaltem Motor klappt das ledoch nrcht rmmernach Lehrbuch,weshalbdre
Vorgluhanlage hrerder Physrketwasnachhrlft.
B e r d e r V o r g l u h a n l a grem P e u g e o th a n d e l te s s r c h u m e r n eS c h n e l l - V o r g l u h a n l amgret N a c h g l u h u n gS. r e
bestehtrm wesentlrchen aus den folgendenTerlen:
i) Vorglüh-Relais:DresesRelarshat zwerFunktronen: Es bestrmmtnrchtnur dre Vorgluhzert rn Abhängrgkert
von der Stromaufnahme (sprrchder Temperatu0der Gluhkerzen, sondernes schaltetauch den Stromwegzu
den Gluhkerzen. Untergebracht rstvorn rm Motorraum.
1) Glühkerzen:Sreherzendem kaltenMotorzum Stan und rm Kaltlaufern.DaberreqelnsrerhrenStrombedad
selbst.

Funktionder Der Gluhvorgang selbstunterterltsrchrn drerPhasen:


Uorglühanlage Vorglühen:Mrt dem Drehendes "Zund"-Schlussels rn dre erste .Zund.-Schloßraste losenSreden Gluhvor-
gang aus. Dem Vorgluh-Relars gebenSredamrtden Befehl'Motor vorgluhen..Wre langevorgeglühtwerden
muß,bestrmmtdreelektronrsche Steuerungyedochselbst.Je kalterder Motor rst.desto langerwrrdgegluht.
DreTemperaturrnformatron erhältdreSteuerungdazuvon den Gluhkerzen selbst.DennderenStromaufnahme
ändertsrchmrtder Motoftemperatur und das wrederumerkenntdas Steuergerat. BererskaltemMotorwrrdent-
sprechendlangevorgegluht,ber lauwarmemoder betnebswarmem Motor rst dreVorgluhzert
dagegenkurzer,
oder es wrrdaufs Vorgluhenganz verzchtet.lst dreVorgluhzert zu Ende,verloschtdreVorglüh-Kontrolleuchte
rm Kombr-lnstrument - der Motor kanngestartetwerden.
Startbereitschaft:Werlder Fahrerbrswerlen nrchtsofortnachVerloschender Anzergeleuchte startet,wrrdvor-
srchtshalberkurzwertergegluht.
Nachglühen:lst der Motor angesprungen, begrnntdre Nachgluhzert - es wrrdbrszu 180 Sekundenwerterge-
gluht,soferndre Kuhlmrtteltemperaturnrchtschon uber 65'C gestregenrst.Srnndes Nachgluhensrst es, das
harteVerbrennungsgerausch des kaltenMotorszu mrldernund dre Abgaswertern der Kaltlaufphase zu ver-
oessern.

lst nur erneder Gluhkerzendefekt.so merkenSredas bestenfallsberkaltemMotor.Wahrendder Kraftstoffrn


den ubrrgenZyltndernsofortzundet,setztder Zylnder mrtder defektenGluhkerzeetwasspaterern.Der Motor
läuftalso kurzzeftrg nrchtauf allen.Topfen. und stoßtblaueWolkenaus.
Es kann aber auch durchausoassreren. daß erneoder mehrereGluhkerzenwahrendder warmenJahreszert
unbemerktblerben.SpatestensIn den ersten kuhlen Nachtenflregtdre Sache abder dann auf: Der Motor
s p n n g ta u ß e r sut n w r l l rogd e rg a r n r c h tm e h ra n . F o l g e n d e r m a ß g
een h tm a nv o r .
l, Zuerslwrrdgepruft,ob an den GluhkerzenStromankommt.
ber der Stromversorgungkern Fehlerfestzustellen,werden zulelzl dre Gluhkerzengepruft.
I ))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))Ist

56
Saugdiesel:Das
Ansaugrohrist zwei-
geteilt. An der Rück-
seite müssen zum
Trennendes Saug-
rohres von der An-
saugrohrbrücke (2)
die Haltemuttern
(Pfeile)gelöst wer-
den.Zusätzlich die
Verbindungsschel-
le (ll am Abgasrohr
für Abgasrückfüh-
rung lösen.

O PrüflampeanschließenzwischenMasseund dem Prüflampemußjetzt aufleuchten.Stromzufuhrzu den Stromzuluhr


Anschlußdes StromzuführendenKabels an den Glühkerzenin Ordnung. prülen
Glühkerzen. O Leuchtet die Prüflampenicht, ist das Vorglühre-
O Stecker am Kühlmittel-Temperaturgeberabzie- lais,das Zündschloßoderein Zuleitungskabeldefekt.
hen.
O Zündschlüssel
nur kurz aufVorglühendrehen.Die

DieeinzigewirklichzuverlässigeFunktionsprüfung
der Glühkerzenist die Sichtprüfung: Glühkezen
O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. O Zündschlüssel auf Vorglühendrehen(beiwarmem prüfen
O Turbo: Ladeluftkühlerabbauen. Motor zusätzlichTemperaturgeberabziehen).
O Alle: Einspritzleitungen
und Einspritzdüsen
aus- O Durch die Bohrungenim Zylinderkopfbeobach-
bauen. ten, welcheder Kerzennur schwach(auchdas gibt's)
O Wärmeschutzdichtungen mit Magnetoder Draht- oder gar nichtglühen.
häkchenaus den Bohrungenfür die Einspritzdüsen O DefekteGlühkerzenersetzen- wer vorbeugend
herausfischen.Das Stromzuleitungskabel und das auf Nummer sicher gehen will, ersetzt bei einer
Zuleitungskabelder Glühkerzen bleiben ange- defektenKerzegleich den ganzenSatz.
schraubt.

O Saugdiesel:Saugbrückeabnehmen. O Stromleitungabnehmen. Glühkezen


O Turbo:Ladeluftkühlerabbauen. O Glühstift(SW 12)herausdrehen. wechseln
O Alle: SelbstsicherndeMuttern (SW 8) an allen
Glühstiftenlösen.

Um auch bei warmem Motor die Glühkerzenzu überprüfen,müssen Sie den Zum Ausbau der Glühkerze (1) muß die selbstsichernde Mutter (3) abge-
Stecker (Pfeil) vom Temperaturgeber der Vorglühanlage abziehen. schraubt werden, um die Stromleitung (2) abnehmen zu können.
Hinter der Batterie sitzt das Steuergerät (3) für
Vorglühen, das Relais für Nachglühen (2) und für
die Spritzverstellung.

DieseF - ihre Ursache - ihre Abhilfe


Die Störung
Einspritsung
Motor springt schlecht oder 1 Tank leer Auftanken
überhaupt nicht an 2 Nicht lange genug vorgeglüht Vorglühen, bis Kontrollampe verlöscht
3 Vorglühanlagedefekt Defekt beheben
4 Elektromagnetischer Absteller lose, Absteller prüfen
defekt oder erhält keine Spannung
5 Luft im Kraftstoffsystem Anlasser betätigen, bis Kraftstoff gefördert wird
6 Kraftstoffversorgung defekt, Prüfung: Prüfen, ob Kraftstoffleitungen geknickt,
Einspritzleitungen an den Düsen lösen verstopft oder undicht, Filter verstopft,
und sehen, ob Kraftstoff austritt Tankentlüftung verschlossen
Winters: Kradtstoff paraff iniert
Einspritzleitungen nach Montage in Überprüfen: Anschluß A an der Pumpe zu
verkehner Reihenfolge angeschraubt Zylinder 1, B zu 3, C zu 4, D zu 2
8 Förderbeginn der Einspirtzpumpe verstellt Einstellenlassen
9 Eine oder mehrere Einspritzdüsen defekt, Prüfen und reparieren lassen bzw, auswechseln
verschmutzt oder Einspritzdruck falsch
1 0 Einspritzpumpe defekt Austauschpumpe einbauen lassen

Motor hat schlechten oder 1 Leerlaufdrehzahl nicht richtig eingestellt Einstellen (lassen)
unregelmäßigen Leerlauf 2 Gaszug falsch eingestellt oder Richtig einstellen bzw. gängig machen
schwergängig
3 Kraftstoffschlauch zwischen Filter Anschlüsse festziehen
und Pumpe lose
4 Hintere Befestigung der Einspritzpumpe Befestigen oder ersetzen
lose oder gerissen
5 S i e h eA 5 , 6 , I u n d 1 0
6 Motoraufhängung lose oder verschlissen Festziehen oder ersetzen
7 Restmengeneinstellung stimmt nicht Einstellenlassen

C Starker, schwarzer, weißer 1 Motor nicht betriebswarm Bei warmen Motor nochmals prüfen
oder blauer Auspuffrauch 2 Luftfilter verschmutzt Reinigen bzw. auswechsel
3 Kraftstoff ilter verschmutzt Auswechseln
4 Höchstdrehzahl verstellt Einstellen lassen
5 Einspritzdüsen tropfen Prüfen lassen bzw, auswechseln
6 Düsennadel hängt oder ist abgebrochen Prüfen lassen bzw. Düse auswechseln
7 Zu geringer Einspritzdruck Düsen prüfen lassen bzw, Druck einstellen
lassen
I SieheASundlO

58
Ausgangbittefreihalten
Unangenehmes muß schnellverschwinden- doch auf saubereWeise und ohne allzuvielAufhebenszu verur-
sachen.
Dasist kein Politiker-Grundsatz,
sondern die Aufgabe der Auspuffanlage.Sie leitet die Abgase nach hinten,
wandeltsie im Katalysatorin ungiftigeStoffe um und dämpft das Verbrennungsgeräusch.

BeimPeugeot306 bestehtdie Auspuffanlageaus folgendenBauteilen:


O Am Zylinderkopfist der gußeiserneAuspuffkrümmer befestigt.
O Esfolgt das Abgasrohr vorn, das bei allen Modellenals Einfachrohrausgeführtund ggf. durch einen Hal-
ter mit dem Getriebeverbundenist.
O Die nächsteAbgasstationist der Katalysator. Ausführlichbeschriebenist der Kat im Kapitel "Die Abgas-
Entgiftung".
O Nun kommt der Mittelschalldämpfer, der mit Klemmschellenzwischen Kat und Endschalldämpferbefe-
stigtist.
O Zuletztschließtsich der Endschalldämpfer an, der je nach Motorversionunterschiedlichgeformt ist.

DieAuspuffanlageist am Auspuffkrümmerstarr befestigt.Zusätzlichist sie ggf. noch durch einen Halter mit Wartungsarbeit
demGetriebeverbunden.Am Fahrzeugboden hängtdie Auspuffanlagefrei schwingendin Gummischlaufen.
O Haltegummisauf Brüchigkeit,Einrisseoder son- O Ein dumpferer Auspuffton als gewöhnlich und
stigeSchädenüberprüfen,ggf. ersetzen. Knallenim Schiebebetriebweist auf einen durchoe-
O Verschraubungenam Auspuffkrümmer,an der rostetenAuspuff hin.
Halterungund an den Flanschverbindungen auf fe- O An den Nahtstellensind die Schalldämpferzuerst
stenSitzkontrollieren,aber nicht mit Gewalt"anknal- rostgefährdet.Sollensie noch einigeZeit halten,muß
len". dieser Bereich auch einer Klopfprobe mit dem
O Mit einem Lappen in der Hand bei laufendem Schraubendreherstandhalten.
Motordas Auspuff-Endrohrzuhalten.Der Motor muß
nachkurzerZeit stehenbleiben.
O Hören Sie zischende Geräusche und läuft der
Motor ungestört weiter, ist die Anlage an der
Geräuschstelleundicht.

ur4l
Fs
DieAuspuff-Einzelteile: -<
1 - Abgasrohr vorn mit Katalysator
(xu);
2- Befestigungssatz;
3- Wärmeschutzblech;
4- AuspuffkrümmerTU-Motor;
5- Abgasrohrvorn (TU);
6- Katalysator;
7- AuspuffkrümmerXU-Motor;
8- Mittelschalldämpfer;
9- Auspuffkrümmer(XUDTE);
10- Schalldämpfer(XUD);
11- Auspuffkrümmer(XUD,XUDTE);
6-*R
*b
12- Turbolader;
13- Endschalldämpter.

59

L.---
Aufhängung der Auspuffanlage unter dem Wagenboden: 1 - Halter der Aufhängung des Endschalldämpfers: 1 - Halter der Karosserie; 2 - Hal-
Karosserie;2 - Haltegummi;3 - Halter der Auspuffanlage. tegummi; 3 - Halter des Endschalldämpfers;4 - Hitzeschutzblech.

Ganz seltensind sämtlicheTeileder Auspuffanlage gleichzeitigaustauschreif.Hat man einenSchalldämpfer


ersetzt,gibt boshafterweisewenige Monate später der andere den Geist auf. Werkstättenwechselndie Aus-
puffanlagegleichkomplettaus. Dasempfehlenwir nichtso unbesehen, denn alleTeileder Auspuffanlage
sind
einzelnerhältlich.Die Demontageeines einzelnenRohrstücksoder Schalldämpferskann daher ohne allzu
großenAufwanderfolgen.Also erst prüfen,dann wechseln:
O KlopfenSie den bzw. die noch intaktenSchall- dumpfer,ist die Außenhautbereitsgeschwächtund
dämpfer mit einem Hammer rundum gründlichab, wird bald durchbrechen;besonderswenn die streu-
auch an den Stirnseiten.Dabeinicht zu zaohafthäm- salzhaltioekalte Jahreszeitherrscht.
mern. O Beim Einbau grundsätzlich Dichtung(en)und
O Klingtes beijedemSchlaghell,ist das Blechnoch selbstsichernde Mutterndurch neueersetzen.
gesund.
O Wird das Klopfgeräusch an manchen Stellen

Die folgendenPassagenbeschreiben, wie die einzelnenVerbindungen


der Auspuffteileuntereinander gelöst
weroen.
Zu allenArbeitenan der Auspuffanlagemuß der Wagenabsolutrüttelsicheraufgebocktsein,damit er nicht kip-
pen kann - auch nicht bei heftigemDrehenoder Zerrenan den Rohren.

Fingerzeig: Damit sich die Verschraubungen bei der nächsten Auspuffmontage leichter lösen lassen,
sollten Sie die Gewinde mit Kupferfett bestreichen. Auch die Klemmschellen lassen sich leichter vom
Rohr trennen, wenn sie an der Innenseite mit Kupferfett behandelt wurden.

Abgasrohr
vorn O Ggf. Halterdes Abgasrohrvorn vom Getriebelos- zerstören.Sie bestehenin der Regelaus sehr wei-
vomAuspufl- schrauben. chem Materialmit eingelegterGewindespirale.Das
krümmer O Die Stehbolzen,auf denen die Befestigungsmut- Gewindeteilmuß dann noch einzelnvom Gewinde
trennen tern des Abgasrohr vorn sitzen, brechen leicht ab, des Stehbolzens>gepopelt"werden.
wenn eine stark verrosteteMutter gewaltsamlosge- O Die neuenMutternim "Au;puff-Befestigungssatzu
drehtwird. bestehenebenfallsaus diesem 'weichen" Material.
O Deshalb: Verschraubungenmit Rostlöserspray Also keine anderen Muttern aus der heimischen
behandeln. Schraubenkiste verwenden.
O Oder (oft besser): Muttern mit scharfem Meißel

[ambdasonde O Kabelsteckverbindungen der Lambdasonde


ober- O Vor dem Einbauder Sonde diese mit Montage-
ausbauen halb des Getriebestrennen. paste aus der Peugeot-Werkstattbestreichen.
O Lambdasondeaus dem vorderenAbgasrohrher- O KeinePastean die Schlitzebringen!
ausschrauben. O Anzuosdrehmoment 55 Nm.

60
Links: Das Abgasrohr vorn (1) ist
elastisch mit dem Katalysator
verbunden.damit sich die Rohre
geringfügiggegeneinanderbewe-
gen können, Es bedeuten:
2 - Federn;
3 - Unterlegscheibemit
Hitzeschutz;
4 - selbstsicherndeMutter.
Rechts: Die Lambdasonde (Pfeil)
ist in das Abgasrohr vorn einge-
baut.Beim Einbau Gewinde mit
Spezialpaste bestreichen, die
ledoch nicht an die Schlitze der
Sonde geraten darf,

Links:Mit drei Sechskantmuttern


(Pfeile)ist das Abgasrohr vorn an
den Gewindebolzendes
Auspuffkrümmers befestigt.
Beahls: Am Getriebegehäuse ist
das Abgasrohr vorn mit einer
Innensechskantschraube(Pfeil)
befestigt.

")
Links:Beim Anziehen der *--:.:- r'
Klemmschelle Katalysator zwi- I

schen (1) und Mittelschalldämp-


fer (4) als erstes die Muttern
.'f
-: @ffi
anziehen(Pfeile)und anschlie-
ßenddas Masseband (2) mit
'.." #dy.
#
-&J
&/ \-,
selbstsichernderMutter an einer "{ V t
L
Verbindungs-schraube(3) der F Y
#'"-*'
l "l-:
f , t
Klemmschellefestschrauben-
Rechts:Der Endschalldämpfer(3)
ist mit einer Klemmschelle (2) am
.
\ - , _ 7 \
v ' \
Abgasrohr(1) des Mittelschall--
dämpfers befestigt.
Abgasrückführung Saugdiesel: Zwischen Ansaugrohr und -brücke sitzt das Das Magnetventit (1) der Abgasrückführung sitzt hinter der Batterie und ist
EGR-Ventil (2), das über eine Unterdruckleitung (3) mit dem Magnetventil über eine Unterdurckleitung (3) mit dem EGR-Ventil verbunden.
und über das Abgasrohr (1) mit der Ansaugrohrbrücke verbunden ist.

ll nuspun- O Katalysator vom Abgasrohr vorn trennen: Die O An welcherSeite sitzt das Massekabel?
Bauteile Flanschverbindung beiderRohreist mit sogenannten O Beim Einbaudaraufachten,daß die Schellenhälf-
Eennen federbelastetenSchraubengesichert. ten die Ausformungen an den Rohren gut
O Verschraubungen lösen, Unterlagscheiben,wär- umschließen.
medämmendeScheibenund Federnabnehmen. O Einbaulage beachten, Verschraubungenanzie-
O Zum Einbau neuen Dichtring zwischen die hen.
Flanschverbindung legen. O Muß ggf. der Haltebügelan den neuen End-
O Schalldämpfer voneinander bzw. vom Kat schalldämpfermontiert werden, diesen im entspre-
trennen: BevorSie eine Klemmschelle lösen,sollten chenden Abstand nach Muster des alten End-
Sie sich die Einbaulagegenaumerken: schalldämpfersmit dem Haltebandfestspannen.
O Wohin zeigenSchraubenköpfe?
O lst die Schelle waagrecht oder senkrecht einge-
baut?

Auspuffanlage O Beim Einbau ist auf spannungsfreieAusrichtung zur Karosseriehaben. Durch Drehender Rohre und
einbauen der Anlagezu achten. Dämpfer auf gleichmäßigenAbstand zur Karosserie
O Teile provisorisch zusammenstecken, Klemm- bringen.
schellenaber gleich über die Rohrestreifenund aus- O Verschraubungen festziehen.
richten.Flanschverbindungen noch nicht festziehen. O Stellt sich bei einer anschließendenprobefahrt
O Auspuffanlagemit ihren Haltegummisam Wagen- heraus, daß die Auspuffanlage doch irgendwo
boden aufhängen. anschlägt,Klemmschellennochmals lösen (Vorsicht
O Die Gummiringesollenuntergleichmäßigem Zug an den heißen Rohren!)und Auspuffanlageerneut
stehen. ausrichten.
O Die Auspuffanlagemuß auch genügendAbstand

Fingerzeige:Eine verspannt eingebaute Auspuffanlage macht sich durch Brumm- oder Dröhngeräusche
bemerkbar. Außerdem können die inneren Spannungen Risse verursachen.
Geringe Undichtigkeiten an einer der Verbindungen des neuen Auspuffs können mit Auspuffdichtmas-
se behoben werden.

Anzugs- VerbindungAuspuffkrümmer/Abgasrohr vorn mit 10 Nm


drchmomenle VerbindungAbgasrohrvorn/Katalysatorbzw. Zwischenflanschmit '10Nm
VerbindungKatalysatorbzw. Zwischenflansch/Schalldämpfer
mit 15 Nm

62

.
Luftreiniger
DiewesentlichenBestandteilevon Kraftstoffsind die ElementeKohlenstoffund Wasserstoff.Wenn das Kraft-
stoffim Motor verbranntwird, verbindetsich der Kohlenstoffmit dem Luftsauerstoffzu Kohlendioxid (chemi-
sche KurzformelCO,), und der Wasserstoffvereinigtsich mit Sauerstoffzu Wasser (HzO).Aus einem Liter
Kraftstoffentstehenrund 0,9 Liter Wasser,das Sie aber gewöhnlichnicht sehen, da es durch die Verbren-
nungswärmeunsichtbar-dampfförmigdem Auspuff entweicht. Nur in der kalten Jahreszeitsehen Sie weiße
Auspuffwolkenvon kondensierendemWasser.
DieseVerbrennungsprodukte bildenSchadstoffe,obwohl beim BenzinerLuft und Kraftstoffim optimalenVer-
hältnis(14,7:1)gemischtsind und der Diesel-Motor mit Luftüberschußarbeitet.

Ein Katalysatorist in der Chemie ein Stoff, der eine chemische Reaktioneinleitetoder beschleunigt.Dabei Derlktalysator
bleibtder Katalysatorin seinerZusammensetzungunverändert.
lm Auto verstehenwir unterdem Katalysatorein mit den EdelmetallenPlatinund RhodiumbeschichtetesKera-
mik-Bauteilsamt der Umhüllung,die einemAuspufftopfähnelt.Das auf DrahtgeflechtgelagerteKeramik-Bau-
teil ist von mehrerentausend parallelverlaufendenKanälendurchzogen.Auf die Wandungender Kanäle ist
eineZwischenschichtzur Oberflächenvergrößerung (dersogenanntewash-coat)aufgetragen.Er vergrößertdie
aktiveKatalysatorfläche etwa auf die Größeeines Fußballfeldes.
Die katalytischwirkendenSubstanzensind Platin und Rhodium.Von diesen Edelmetallenenthält der Kata-
lysator2-3 Gramm,wobei das Platindie Oxidationund das Rhodiumdie Stickoxid-Reduktion unterstützt.

Mit dem Dreiwege-Katalysatorrückt man den Schadstoffen Kohlenmonoxid,Kohlenwasserstoffund den Oxidationund


Stickoxidenzu Leibe: Reduktlon
O Es werden Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe durch Oxidation mit Sauerstoffzu Kohlendioxid Benziner
(CO,)und Wasser(HzO)umgewandelt.
O Zum Abbau der Stickoxide wird ein Mittel gebraucht,welches den Sauerstoffentzieht,in unseremFall ist
es der SchadstoffKohlenmonoxid.Dabeientstehtdurch ReduktionStickstoff(Nz)und wieder CO..
Dasgeschiehtmit Hilfe der Lambdasonde;sie mißt den Sauerstoffanteilim Abgas. Lambda (1,= griechischer
Buchstabe)ist die "Luftzahl" - das Verhältnisder Luftmengezur Kraftstoffmengeim angesaugtenGemisch.
DerKatalysatorkann nur dann richtigarbeiten,wenn die Luftzahll, dem Wert 1 möglichstnahekommt.Der l,-
Wertwird anhand des Sauerstoffrestesim Abgasstromgemessen- eine Vergleichsgröße für die Zusammen-
setzungdes Kraftstoff/Luft-Gemisches. Weicht die Messungvom ldealwertab, gibt das elektronischeSteuer-
gerät der ZündlEinspritz-Steuerung den Befehl zur unverzüglichenKorrektur:Anreichern bei zu magerem
Gemisch;Abmagerndes Kraftstoff/Luft-Gemisches, wenn dieseszu fett wird.
DieRegelungarbeitetim Bereichvon l" = 0,8 bis ),= 1,2 in rasch wechselnderFolge:LuftüberschußzurYer-
brennungder Kohlenwasserstoffe, Luftmangelzur Verringerungder Stickoxide.Die aus dieser Mischungent-
stehendenAbgase gelangenin den Katalysator,wo eine nahezuvollständigeUmwandlung(im Neuzustand
rund90%) in ungiftigeStoffe,wie Kohlendioxid,Wasserdampfund Stickstoff,erfolgt.
In der Warmlaufphasebleibt die Anlage ungeregeltund richtet sich nach einem vorgegebenenmittleren
l"-Wert.Das gleichegilt, wenn die Vollast-Anreicherungaktiviertist.

Beiden hohen Brennraumtemperaturen im Dieselmotorsteigt unweigerlichder Anteilder Stickoxideim Abgas.


EineMöglichkeitzum Absenkender Temperaturenin den Brennräumenist die Einleitungvon Abgasen.Aus
dem Abgasstromdes Motors wird durch ein ventilgeregeltesSystem ein Teil abgezweigt.Die Menge wird je
nach Motorbelastungdosiert ins Ansaugrohrzurückgeleitet.Da das Abgas kaum noch verbrennungsfähige
Anteileenhält, kann es nicht nochmalsverbranntwerden. Es verringertaber den Zustrom frischer Verbren-
nungsluftund bewirkt so eine Absenkungder Temperaturenim Verbrennungsraumund damit eine Verringe-
rungdes Stickoxidanteils.
Dadie Abgas-Rückführungnur bei Teillasterforderlichist, gibt es eine umfangreicheSteuerungzur Abschal-
tungder Rückführung.Dazusteuertdas Steuergerätfür Abgas-Rückführungdurch von der Unterdruckpumpe
erzeugtenUnterdruckdas Zweiwegeventilder Abgas-Rückführung.

63

F-_
Wassergeister
Normalerweise
sind uns die Wassergeister im Peugeotwohl gesonnen.Sie kühlenden Motor und heizenden
Innenraum.Man kannsich auf sie verlassen.Und fallsNeptundoch mal grollt,hilftdiesesKapitelweiter.

Die Wasserpumpebefördertbei laufenderMaschineständigKühlmitteldurch die zahlreichenKühlkanäledes


Motors und transportiertso die mit der Verbrennungin den ZylindernentstehendeWärme ab. Dazu beschleu-
nigt sie den Wasserstromdurch ein kleinesSchaufelradan ihrer Rückseite.Den Antrieb der Wasserpumpe
besorgtder Zahnriemen.
Auf welchem Weg das Kühlmitteldurch die zahlreichenSchläucheund Kanäleströmt, hängt von seiner
momentanenTemperaturab:
C Bei noch nichtbetriebswarmem Motorfließtdas Kühlmittelim "kleinenKreislauf",der durchden Motor und
durchden Wärmetauscher der Heizungführt.DerAnsaugkrümmer ist bei einigenMotorversionen
zusätzlichan
den kleinenKühlwasserkreislauf angeschlossen.
O Ab etwa 83" C (Automatikund Diesel)bzw. 89" C (Benziner)öffnet der Thermostatden "großen Kühlwas-
serkreis",der den Kühlermit einbezieht.Steigtdie Wasseftemperatur nochweiter,so daß selbstim Kühlerüber
ca.97"C gemessenwerden,tritt der Kühlerventilator in Aktionund hilftbeimAbkühlen.

überdruck- lm Kühlsystemherrschtbei Betriebstemperatur ein Überdruckvon ca. 1,4bar, was die Siedetemperatur des
Kühlsystem Kühlmittelsdeutlichüber 100'C erhöht.Somit ist eine gewisseReservegeschaffen.Der Motor kann also
Betriebstemperaturen von über 100'C erreichen,ohnedaß "Kochgefahr"im Kühlsystembesteht.
Zuständigfür den richtigenSystemdruckist der Verschlußdeckel des Ausgleichsbehälters,
der ein überdruck-
ventil(1,4 bar)und ein Unterdruckventil
(ca.0,1 bar)enthält.Das Unterdruckventil
läßt Luft einströmen.wenn
das Kühlmittelkälterwird und damitwenioerRaumeinnimmt.

Ständige
Kontrolle Am besten anläßlichder regelmäßigen Ölstandskontrolle
solltenSie den Flüssigkeitsstand
im Kühler-Aus-
gleichsbehälter
im Motorraumprüfen:
O Nur bei stehendemMotor läßtsich der Kühlmittel- Deckelleichtvon außenzu sehen.Er muß bei kaltem
standexakt kontrollieren. Motor zwischender <MlNl"-Markierungaußenam
O Der Flüssigkeitsstand ist im durchscheinenden Behälterund dem oberen Gehäuserand des Behäl-
Kühler-Ausgleichsbehälterauch bei geschlossenem tersstehen.

Die Schlauchverlegung links am TU- und rechts am XU-Motor: 1 - Wasserzulauf;


2 - Wasserablaut;3 - Halteschelleam rechten Längsträger;4 - Kühler.

-1t
lt

\
\----
DerWasserverlaufbeim t(
Diesel-und Turbo- ; p . J
1
Dieselmotor.Es bedeuten: €
1 - Thermostatgehäusemit
Filtervorwärmung;
2 - Wasser Verteilerstutzen;
%CI
3 - wasserdurchflossener
ötkühter;
4 - Kühler.

a Die"MAX|,,-Markierung ist übrigensauch vorhan- schrauben - Verbrühungsgefahr. Als "MAX|"-Mar-


den:Sie ist aber nur bei abgenommenem Verschluß- ke genügt der erwähnteGehäuserand.
deckelinnen im Behälter sichtbar.Trotzdem zur O Bei warmem Motor ist der Pegel naturgemäß
Kontrolleden Deckel bei heißem Motor nicht ab- etwas höherals bei kaltem.

MerklicherKühlmittelverlust
ist ein Zeichenfür eine Störungoder einenDefekt.Die Kühlflüssigkeitwird nicht Kühlmittel
verbraucht und kann im geschlossenen Kühlsystemauch nicht verdampfen.Lediglichbei Überhitzungdes nachfüllen
MotorskannetwasKühlmittelzum Verschlußdeckel herausdrücken. Bei ständigemKühlmittelverlust
muß das
Kühlsystem auf Dichtheitgeprüft werden.
O Wirdder Verschlußdeckel des Kühler-Ausgleichs- bei warmemwie kaltemMotor in den Nachfüllbehäl-
behältersbei heißem Motor geöffnet, besteht Ver- ter eingießen.
brühungsgefahr- deshalbäußersteVorsicht: O Bei erheblichem Wasserverlust und heißer
O Deckel mit Handschuh oder Lappen langsam Maschine kein kaltes Wasser in den Kühler-Aus-
zunächsteineUmdrehungöffnenund den Überdruck gleichsbehälter Durchden "Kälteschock"
nachfüllen.
ausdem Kühlsystementweichenlassen.Erst dann kannsich der Zylinderkopf
verziehenoder der Motor-
denDeckelvollendsabschrauben. block reißen.
O Wird nur Wassernachgefüllt,verdünnenSie den
Frostschutzallmählich,daher evtl. gleich etwas
Frostschutzmit einfüllen.
O Nicht über die "MAXl"-Marke nachfüllen;das
Kühlmitteldehnt sich bei Erwärmungaus, und die
Mehrmengeentweichtaus dem System.
O KleinereFlüssigkeitsmengen könnenSie sowohl

Links:Am Ausgleichsbehälter(1)
rechtsam Kühler soll sich der
Kühlmittelstand zwischen der
,MlNl* und ,MAXI(-Marke (hier
mit Pfeilen bezeichnet) befinden.
Rechts:Der Kühlsystem-Ver-
schlußdeckel(1),der hier vom
Einfüllstutzen(2) des Ausgleichs-
behältersabgeschraubt ist, hat
einewichtige Aufgabe im
Kühlsystemzu erfüllen: Er hält
denBetriebsdruckauf 1,4 bar
Überdruck.Sonst kommt der
Motorschon bei normaler
Belastungins Kochen.
Frustschuts- lm Kühlsystem sorgt nicht allein klares Wasser für die notwendige Abkühlung des Motors, sondern eine
mittel Mischungvon Frost- und Korrosionsschutzsowie Wasser.Man spricht daher auch besservon Kühlflüssigke1
oder KÜhlmittel.
DasMischungsverhältnis beträgtfür europäische
Verhältnisse
2 : 3, in nordischenLändern1:1.
Frostfestigkeit bis -25'C -35'C Kühlmittel-lnhalt
B e n z i n e r1 , 1 l , ' 1 , 4| 2,2 Frostschutz 4,3 Wasser 3,25 Frostschutz 3,25 Wasser 6,5 |
Benziner 1,6 | 2,3 Frostschutz 4,6 Wasser 3,50 Frostschutz 3,50 Wasser 7,OI
Benziner 1,8 | 2,5 Frostschutz 5,0 Wasser 3,75 Frostschutz 3,75 Wasser 7,51
Diesel 1.9 | 3,0 Frostschutz 6,0 Wasser 4,50 Frostschutz 4,50 Wasser 9,0 |

Als Frostschutzmitteldienen gewöhnlichgiftige Alkohole namensAthylenglykol,Diäthylenglykoloder propy-


lenglykol.Diese Flüssigkeitenverdampfenbzw. verdunstennicht. Ebensowichtig wie der Schutz vor Eingä-
frierenist auch der Korrosionsschutz.
Er verhindert,daß sich im KühlsystemKesselstein,Rost und andereKor-
rosionsproduktebilden, die sonst die Kühlwirkungverschlechternwürden. Das werksseitigeingefüllteKühl-
mittel mit Korrosionsschutzanteilen
soll deshalbauch nicht im Frühjahrabgelassenwerden,sondernverbleibt
ganzjährigin der Kühlanlage.

Wartungsarbeit Zum Nachprüfender Kühlmittel-Frostfestigkeit brauchenSie einen Hebe-Messer(Spindel,Aräometer).Damit


wird das spezifischeGewicht der Flüssigkeitgemessen. Durch unterschiedlicheZugabe von Korrosions-
schutzmittelnsind die spezifischenGewichteder einzelnenFrostschutzproduktenicht gleich. Für eine absolut
genaueMessungbrauchenSie eine auf das eingefüllteGefrierschutzmittel abgestimmteSpindel.lm Zweifels-
fall ziehenSie vom ermitteltenWert eine Meßtoleranzvon 2 - 3'C ab.
O KÜhlmittel aus dem Kühler-Ausgleichsbehälter O An der Skala ablesen,wie weit der Gefrierschutz
ansaugen,die Spindelmußfrei schwimmenkönnen. reicht.
O Je nach spezifischem Gewicht der Flüssigkeit O Manche Frostschutzprüfer haben Zeiger, an
taucht die Spindelmehr oder mindertief ein. denen die Frostfestigkeitabgelesenwerden kann.

Frostschutz- Meist stellt sich heraus,daß die Konzentrationdes Gefrierschutzmittels


nicht mehr ausreicht.Dann muß etwas
konzenbation Frostschutznachgefülltwerden; grob über den Daumengepeilt etwa 1 Liter für einen um 10" C erweiterten
einstellen Gefrierschutz.
O Wanne unter den Wagen stellen. O EntsprechendeMenge unverdünntenFrostschutz
O Wasserablaßschraube unten am Kühleröffnen. 1 eingießenund mit der aufgefangenenKühlflüssigkei
bis 2 LiterKühlmittelablassen. nachfüllen.
O Schraubesanft anziehen.

Wartungsarbeit Undichte Stellen an der Kühlanlageermittelt man am leichtesten,wenn der Motor heiß ist und demnach
Betriebsdruckin der Kühlanlageherrscht.Zum Prüfen der WasserschläucheArbeitshandschuhetragen, um
Verbrennungen zu vermeiden.

Links: Bei diesem Frostschutz-


prüfer wird die Gefrierschutz-
mittel-Konzentration nichtdurch i
eine in die Flüssigkeiteintau- i
chende Spindel angezeigt,son- i
dern durch zwei bewegliche I
Zeiser.
Rechts: Der Pfeil zeigt aufdie
I
I
Kühlmittel-Ablaßschraubeunten I
Herbeim"*""]
ilXlll:
Links:Die Ablaßschraubeim
Motorblock(Pfeil),hier beim TU-
Motor gezeigt, sitzt in Fahrtrich-
tung vorn an der Getriebeseite
unterhalbdes Auspuffkrümmers.
Rechts:Hier sehen Sie die Ent-
lüftungsschraube(Pfeil) im Ther-
mostatgehäuse,um den Kühl-
kreislaufdes Motors zu entlüften.

O Schläucheam Kühlerund am Motor dicht, auch O VerrosteteSchlauchschellenkönnen unvermutet


diezur Heizanlage? währendder Fahrtund bei vollem Betriebsdruckim
O Schläuche rissig?DurchKnetenfeststellen,ob die Kühlsystemnachgeben.Auswechseln!
Wasserschläuchehart und soröde sind - dann O Die Werkstattkontrolliertdie Dichtheitder Kühl-
umgehend austauschen. anlage mit einer speziellen Handluftpumpemit
O Durch Kneten der Schläuche lassen sich auch Druckmesser.
Undichtigkeitenfeststellen,die durch Marderbisse O Es wird auf die Kühler-Ausgleichsbehälteröffnung
verursachtwurden. gesetztund ein Druckvon 1,4 bar aufgepumpt.
O Sitzen die Schlauchendennicht zu knapp auf O Fälltder Skalenzeiger nicht innerhalbvon ein bis
ihrenStutzen? zwei Minuten,ist das Kühlsystemdicht.
O Sind die Spannschrauben der Schlauchschellen
festgezogen?

Allezwei Jahre soll beim Peugeotdas Kühlmittelgewechseltwerden,weil sich die korrosionshemmenden Wartungsarbeit
Bestandteile
dieserFlüssiokeitallmählichabbauen.

O Bei abgekühltem Motor Verschlußdeckeldes O XU-Motor: Ablaßschraubeauf der Rückseitedes Kühlmiüel


Kühler-Ausgleichsbehälters
öffnen. Motors rechts herausdrehen. ablassen
O Auffangwanneunter die Ablaßschraubestellen. O Alle: Kühlmittelkomplettauslaufenlassen.
O Ablaßschraubeunten am Kühleröffnen.
O ZusätzlichMotorblock leeren:TU-Motor: Unter-
halb des Abgaskrümmers, neben dem Getriebe-
flanschAblaßschraubeherausdrehen.

Auf der linken Fahrzeugseite sitzt oben zum


Entlüftendes Kühlers eine Entlüftungsschraube
(Pfeill.

67

L-.
Links: Eine weitere Entlüftungs-
schraube (Pfeil) sitzt im
Schlauchverteilerstutzen hinten
rechts im Motorraum.
Rechts: Beim Dieselmotor sitzt
neben dem Kraftstoffilter eine
Entlüftungsschraube (Pfeil) im
Schlauchverteilerstutzen,

Fingerzeig: Kühlerfrostschutzmittel ist giftig, es darf deshalb nicht einfach in die Kanalisation geschüt-
tet werden. Stattdessen in ein gesondertes Gefäß füllen und zum Sondermüll geben.

Kühlmittel O AlleAblaßschrauben schließen. O Motor starten,Verschlußdeckeloffen lassen.


einfüllenund O Entlüftungsschrauben am Kühler,am Schlauch- O Motor mit ca. 2000/min drehen lassen, bis oer
Kühlsystem verteiler-Stutzen,am Zylinderkopfund zum Wärme- Kühlerventilator
anläuft.
entlüften tauscheröffnen. O Motor abschalten, Kühlmittel ergänzen, Ver-
O Einfüllstutzendes Kühler-Ausgleichsbehältersöff- schlußdeckeldes Ausgleichsbehältersschließen.
nen und offen lassen. O Nach dem Abkühlen oder am nächsten Tao
O Zuerst die nötige Frostschutzmenge,dann mög- nochmalsKühlmittelstand orüfen.
lichst kalkarmesWasser in den Kühler-Ausgleichs-
behälterfüllen.
O Entlüftungsschrauben schließen,sobald Kühlmit-
tel blasenfreian den Entlüfternaustritt.
O Nach BedarfWassernachfüllen.

Der KühlerbesitztsogenannteWasserkästenaus Kunststoff.Die sitzenrechtsund linksam Kühler.Von diesen


Sammelkästenaus strömt das Kühlmitteldurch die Leichtmetallröhren des Kühlers,die zurVergrößerungihrer
Oberfläche(unddamit der Kühlfläche)mit Kühlrippenversehensind.über die Kühlrippenkanndas Kühimittel
Wärmean die Umgebungabgeben.
An der rechtenKühlerseitebefindetsich der durchscheinende Ausgleichsbehälter mit den Füllstandsmarken
und dem Kühlerverschlußdeckel.lm Ausgleichsbehälterfindetdie bei ErhitzungentstehendeKühlmittel-Mehr-
mengePlatz.

Zum Kühler (1) gehören folgende Teile:


2 - Kühlerverschlußdeckel;
3 - Rahmen der Luftführung und Halterahmenfür
Ventilator;
4 - Ausgleichsbehälter;
5 - Halterungendes Kühlers,

68
Fingerzeig:Bei Verdacht auf einen undichten Kühler sollten Sie in der Werkstatt die beschriebene
Druckprüfungdurchführenlassen.Bei einem offenkundigenDefekt können Sie den Kühler auch gleich
selbstausbauen und zur Reparatur bringen. Es gibt spezielle Kühlerwerkstätten(Branchentelefon-
buch!),die solche Reparaturendurchführen.

O Kühlmrttel
ablassenund auffangen. mit Federnbefestigt- Federnanhe-
Kuhlerventilators Kühler
O Kühlmittelschläuche
am Kuhlerabbauen. ben,Kuhlerund Halterahmen rnden Motorrnnenraum ausbauen
O Kabelstecker am Thermoschalterfür Kühlerventr- krppen.
latorabzrehen. O Kuhlermit Halterahmen nach oben herauszrehen.
untenam hnkenSteh-
O Steckerfur Kühlerventrlator Untenrster ledrghcherngesteckt.
blechlösenund abzreherr. O Halterahmendes Kuhlerventilators vom Kuhler
O Oben rst der Kuhler und der Halterahmendes abchosen.

Vor und nach dem Sommerhalbjahr von den dort festgesetztenInsektenlerchen Kühlerreinigen
solltendie Kuhlerlamellen
gesäubertwerden,sonstwird dre Kuhlwrrkung verschlechtert.
O Motorhaube offnen. O Nach erner gewrssenErnwrrkzeit von der Kühl-
ausbauen(Karosserie-Kaprtel).
O Kühlergrrll erruckserteher mrt dem Wasserschlauch absoülen.
O Angetrocknete mrt ernemeiwerßlo- O Durch dre Kuhlerlamellen
Insektenreste mrt nrcht zu starkem
sendenMrtteleinsprühen,z. B. 'Summer Screen. Strahlsprrtzen.HartesBurstenoder scharfesWerk-
vonHolts. zeug kann die Kuhlerlamellen
beschadrgen.

Besorgen in der rrchtrgenBogenformund grundsätzlrch


Sresrchals ErsatzOngrnalschlauche neueSchlauch- Kühlmittel-
schellen. schläuche
O Kühlmittelablassenund auffangen. O FestsrtzendeSchlauchendenmrt ernem Schrau- ausbauen
O SchraubbareSchlauchschellenmit Schrauben- bendreherlockern,den man zwrschenSchlauchund
dreherlösen. hebelt.
Stutzenschrebtund dann vorsrchtrg
O Federband-Schlauchschellen an den berden O NeueSchläuchewertgenugauJdreStutzenschre-
,Ohren.mrt ernerZange brs zum Anschlagzusam- ben,damrtsrenrchtwrederabrutschenkönnen.
mendrücken. O Schraubschellennrchtmrt Gewaltanzrehen,
sonst
O Schläuche abzrehen. wrrddas Gewrndeüberdreht.

Einen gerissenenoder von Mardern zerbissenenWasserschlauchkann man selten sofort


Fingerzeig:
ersetzen.Denn oft ist gerade der benötigte Wasserschlauch nicht auf Lager. Vorübergehend kann das
>Pannenband( von Weyer, Düsseldorfoder Holts "Hoseweld Bandage"helfen.Beide kleben auf gesäu-
bedenund trockenen Gummischläuchenrecht gut. Bei einem großen Leck kann es vorteilhaftsein, den
Verschlußdeckeldes Kühler-Ausgleichsbehälters nicht bis zur zweiten Rastezuzudrehen,damit sich im 4
Kühlsystemkein Druck aufbauen kann, dem die Bandage dann nicht mehr standhält. Jetzt nur noch
sehrschonendbis zur Werkstatt weiterfahren.Temperaturanzeigeund Kühlmittelstandim Auge behal-
ten!
Zum Ausbau des Kühlers (2) muß die Federklammer (1) ggf. mit einem Die Klemm-Schlauchschellenlassen sich ohne Schwierigkeiten mit einel
angehoben (Pfeil)werden. Kühler nach hinten schwenken
Schraubendreher Zange lösen.
undFederklammerder Kühlluft-Zufuhrungaushängen.
Oben: Beim Auldrücken daraut achten , daß der O_Ring(2) am
>Schnellverschluß((1) nicht verdreht autgeschoben isi.
Hatte_
ringl/a Umdrehung rechtsherum Drehen und am Anschlußstut-
zen aufschieben,bis die Rastnasenhörbar einrasten.
Links: Einige Schlauchverbindungensind mit einem sogenann-
ten DSchnellverschluß<verbunden. Zum öffnen wird dei Halte_
ring (3) in Pfeilrichtungverdreht, bis er mit seinem Anschlag
(2) an der Rastnase(1) anliegt. ,schnellverschluß( abziehen.

Vereinfachtgesagt bestimmt der Thermostatdarüber, ob das Kühlwasser


im Kühler abgekühlt werden soll
oder nicht' Er hat also das Sagendarüber,ob das Kühlwasserim 'kleinen.
oder im "großen Kühlwasserkreis
lauf" zirkulierensoll.
NatÜrlich steuert der Thermostat den Kühlwasserflußin Abhängigkeit
der Kühlwassertemperatur.Das
geschiehtdurch eine mit spezialwachsgefüllteBüchseund
den dara-niefestigtenventilteller.Bei Erwärmung
des KühlmittelsverflÜssigtsich das wachs, es dehnt sich aus und öffnet
zwangsläufigdurch sein größeres
Volumenden ventilteller.solange die Kühlwassertemperatur steigt,wird vom Thermostatder Kattwasserzufluß
aus dem KÜhlerzunehmerd geöffne1.Fälltdagegendie Betriebslemperatur,
drückt eine Federam Thermostat
den Ventiltellerwieder in Richtung'Zu. und sfent damit den Kaltwasserzufluß,
bis wieder Betriebstemperatu
herrscht.

Thermostat
Erkennungsmerkmal Ursache/Auswirkungen
A Betriebstemperatur wird später erreicht,
Thermostat-Ventilteller ist in "Offen"-stellung blockiert
Heizwirkung ungenügend (etwa durchAblagerungen), der Zufluß zum Kühler ist ständig
offen. Der Motor bleibt zu langqim Kalflaufbetrieb. Es kommt
jedoch kurzfristig zu keinen Schäden. trotzdem
Thermostat
so bald wie möglich wechseln

In dieser Zeichnung sind die verschiedenenEinbaulagendes Thermostat (2)


gezeigt. Es bedeuten: 1 - Anschlußstutzen;3 - Dicht-
ring; 4 - Thermostatgehäuse(Diesel)mit Kraftstoffilter-vorwärmung; -
s ih!i"o"ägehäuse am TU-Motor;6 - Thermostatgehäuse
am XU-Motor(Benziner);

70
Die Zeichnung verdeutlicht den Aufbau eines Kühlmittel-Thermostats:
1 - Widerlager;
2 - Stößel:
3 - Teller (öffnet den großen Kreislauf);
4 - Feder:
5 - Dehnelement;
6 - Teller (verschließt den kleinen Kreislaufl.

Erkennungsmerkmal
_ 1 ,."1"!:.'"y'*ung":
B Temperaturanzeige steht trotz richtigem Kühlmittelstand L Thermostat-Ventilteller ist in "Geschlossen<-Stellung
ganz rechts, Kühlmittel- bzw. STOP-Warnlampe leuchtet I blockiert (etwa durch eine defekte oder undichte Thermostat-
auf. Kühler und unterer Schlauch zum Kühler sind kalt I büchse). Auf keinen Fall weiterfahren, sonst enstehen
-----_--
, schwere Hitzeschäden am Motor! Thermostat sofort aus-
l;;;ffi
Fingerzeig:Wenn der Motor unterwegs wegen eines defekten Thermostats ins Kochen kommt, hilft nur
noch Abschleppen oder der Ausbau des Thermostats an Ort und Stelle. Sollten Sie sich für den Ausbau
entscheiden,müssen Sie so lange warten, bis das Kühlmittel eine hautfreundliche Temperatur erreicht
hat.

DenThermostatauszubauen,ist auch unterwegsnicht besondersschwierig:Er sitzt gut zugänglichlinks am Thermostat


Motorunterdem angeschraubtenKühlmittelflansch. Bei heißenKühlmitteldauertes allerdingsrecht lange,bis ausbauen
Sie am Motor arbeitenkönnen,ohne sich dabei die Hände zu verbrühen.Beim Einbaueines neuenThermo-
erneuertwerden.
statssollte auch der Dichtringam Thermostatgehäuse
O EtwasKühlflüssigkeit ablassen. O Thermostatabnehmen.
O Schraubenam Themostatgehäuseherausdrehen. O Die Schrauben am Themostatgehäusemüssen
O Schlauchstutzen(mit Schlauch)abnehmen. beim Einbaumit 10 Nm angezogenwerden.

O Thermostatausbauenund in einen Topf mit kal- Termostatallerdingsnicht öffnen, das tut er erst bei Ihermostat
tem Wasser legen: Der Ventiltellerdes Thermostats 1O2"C, doch die sind im offenenTopf nicht zu errei- prüfen
liegtsatt auf dem Dichtsitz. chen.
O Danndas Wasser bis zum Kochen erhitzen.Jetzt O Tut er's nicht, ist er defekt.
mußder Ventiltellervom Sitz abheben.Ganzwird der

DieKühlflüssigkeitwird von der Wasserpumpebeschleunig.t, damit sie im Kühlsystemzirkulierenkann.Wird


die an sich wartungsfreieWasserpumpeundicht oder gibt sie mahlendeGeräuschevon sich, muß sie ausge-
tauschtwerden.Sie befindetsich beim Peugeot306 in Fahrtrichtunggesehenrechtshintenam Motor und wird
vom Zahnriemenangetrieben.

Der Ausbau der Wasserpumpegestaltet sich beim Peugeot recht schwierig,denn es muß der Zahnriemen Wasserpumpe
abgenommenwerden,was einigenAufwanderfordert. ausbauen
O ZuerstKühlsystementleeren. rechten Fahrzeugseitemit einem Wagenheber ab-
O Zahnriemenabdeckungen ausbauenund Zahnrie- stützen.
menabnehmen. O RechtesMotorlagerabnehmen.
O TU-Motor= Zum Ausbauen der Wasserpumpe O Kühlmittelschläuche an der Wasserpumpeabneh-
zweiSechskantschraubenlösen. men.
O Wasserpumpeherausnehmen. O Vier Sechskantschraubenlösen und Wasser-
O Wasserpumpengehäuse ausbauen:Motor auf der pumpeabnehmen.

71
Der Ausbau des Thermostats.
LinIs: Zwei Schrauben (Position
"1" zeigt eine davon) lösen,
Schlauchstutzen(2) mit Schlauch
abnehmen.
Rechts: Der Thermostat (2) ist
nach Abnehmen des Schlauch-
stutzens sichtbar. Hier ist er noch
im Thermostatgehäuse{1) einge-
setzt.

O Halteschraubendes Pumpenradesam Lager- O Wasserpumpemit anschrauben.


gehäuselösen. O RechtesMotorlagermit 45 Nm festziehen.
O XU-Motor: Fünf Sechskantschrauben am Was- O XU-Motor: Die Schraubenwerden mit 15 Nm
serpumpengehäuse lösen. angezogen.
O Wasserpumpevom Motorblockabnehmen. prüfen.
O Alle: Zahnriemenauflegen,Steuerzeiten
O Beim Einbau Dichtrinqersetzen.Dichtflächen
rei- O Kühlsystembefüllen,entlüftenund auf Dichtheit
nigen. orüfen.
O TU-Motor: Achten Sie darauf, daß die beiden
Zentrierhülsen
im Motorblockvorhandensind.

DieTU-Motorenbesitzenim Peugeot306 einenelektrischangetriebenen bzw. die XU-Motorenzweielektrisch


angetriebene Kühlerventilatoren,
die sich nur im Bedarfsfall
zuschalten.Dadurchwird Motorleistung und in der
FolgeKraftstoffgespart.Deshalbist in den Kühlerein temperaturempfindlicher Schaltereingeschraubt.
Wenn
er "spürt",daß die an ihm vorbeirauschende Flüssigkeit
nach Durchflußdes Kühlersnoch zu heißist,schaltet
er den Ventilatorbzw. die Ventilatorenein.
Um es nochmalsdeutlicherzu sagen:der Thermoschalter unterbrichtdie Stromzufuhrzum Kühlerventilator
bzw. er stelltsie her,wenn die Kühlertemperatur zu hoch ist.WeitereBauteilesind nichtim Soier.

Zweistufiger In einigenMotor-bzw.Ausstattungsvarianten
besitztder Peugeot306 einenzweistufigenKühlerventilator.
Bei
Kühlerventilator starkerMotorbelastungund entsprechend
hoherKühlmitteltemperaturschaltetder Thermoschalter
einehöhe-
TU-Motor aus Leichtmetall:Das Wasserpumpen-Lagergehäuse(1)mit Zahn- TU-Graugußmotor: Nach Abnahme der Zahnriemenabdeckungen und des
riemenrad (2) wird nach Lösen von zwei Verschraubungen (Pfeile)ausge- Zahnriemens (hier aufgelegt) Halteschrauben (Pfeile)des Wasserpumpen-
baut. Lagergehäuse(1) mit aufgepreßtemZahnriemenrad(2) lösen.
Die Einzelteileder Wasserpumpe.Es sind bezeichnet:
1 - Anschlußstutzen(bis Motor TU 3MC);
2 - Wasserpumpengehäuse(bis Motor TU 3MC);
3 - Dichtung (XU-Motor);
4 - Wasserpumpe (xu-Motor).

re Lüftergeschwindigkeit.Möglichmacht'sein zweistufiger Thermoschalter, der den zweitenStromwegzum


diesmalüberein Relaisschaltet.Der Stromwegim einzelnen:
Ventilator
O Für die erste Ventilatorstufe läuft der Stromweg von der Sicherungdirekt über den Thermoschalterund
einenVorwiderstand zum Kühlerventilator. Der Vorwiderstandreduziertdabei die Spannungam Ventilator-
dieserläuft mit halberDrehzahl.
O Für die zweite Ventilatorstufe läuft der Stromwegvon der Sicherungüber ein Relais zum Kühlerventilator
(diesmalohne Vorwiderstand).Der Thermoschalterist hierbeinicht mehr in den Stromwegzum Ventilatormit
einbezogen.Er steuert in Stufe ll nur das Relais,bestimmt also, ob dieses den Stromwegfreigibt oder nicht.
Mansagt: er sitzt im Steuerstromkreis(sieheauch Kapitel"Die Karosserie-Elektrik").

eingebaut.Bei einstufiger
lm Peugeot306 ist der Einfachheithalberimmer ein zweistufigerKühlerventilator Schalt-
ist dann eben nur ein Kontaktpaarbelegt.
Verschaltung temperaturen
Ausschalttemperatur
derKühler-
Einschalttemperatur
ohne Klimaanlage mit Klimaanlage ohne Klimaanlage I mit Klimaanlage Thermoschalter
Kühlerventilator Stufe I ca.92,5'C ca.90,0'G ca.87,5'C
Kühlerventilator Stufe ll ca.97,5'G ca.101,0'C ca.92,5"C

Fingerzeig:Aus der elektrischen Verschaltung des Kühlerventilators (über Sicherung direkt an Batterie-
<+<)ergibt sich, daß der Kühlerventilator - ob ein- oder zweistufig - auch bei ausgeschalteter Zündung
und stehendem Motor olötzlich losbrausen kann. Das ist vor allem kurz nach dem Abstellen des Motors
durch die entstehende Stauwärme leicht möglich.
Hier sehen Sie an ein