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EINLEITUNG

Eine Wahl im Sinne der Politikwissenschaft ist ein Verfahren in Staaten,


Gebietskörperschaften und Organisationen zur Bestellung einer repräsentativen Person
oder mehrerer Personen als entscheidungs- oder herrschaftsausübendes Organ. Diese
wurde von den Griechen im Altertum erfunden. Die Politikverdrossenheit ist ein sehr
umstrittenes Thema auf der ganzen Welt, das eine niedrige Wahlbeteiligung produziert.
Einige Länder haben dieses Problem nicht, weil es in diesen Länderr eine Pflicht ist zur
Wahl zu gehen. Die Menschen müssen zur Wahl gehen, sonst werden sie eine Geldstrafe
bekommen. Es gibt aber auch Ausnahmen , wenn jemand krank ist oder irgendwelche
zwingende Gründe mit einem Beweis hat. Die Einführung von diesem System ist immer ein
Thema für eine Debatte. Ist die Wahlpflicht ein Fluch oder ein Segen?

VORTEILE UND NACHTEILE

Was dafür spricht, ist die hohe Wahlbeteiligung. Wenn alle die Pflicht haben zu wählen ,
ist die Wahlbeteiligung fast total. Da die Politikverdrossenheit eine Gefahr für die
Demokratie darstellt, ist eine Wahlpflicht sinnvoll, sie trägt zur Stabilität der Regierung
bei. Länder ohne Wahlpflicht haben eine Beteilung zwischen 40%-60% und die , die
Wahlpflicht einführen, haben durchschnittlich 90% der Beteiligung. Ein Beispiel ist
Australien, dieses Land hat Wahlpflicht seit Jahren eingeführt , deswegen haben sie eine
Beteiligung in der letzen Wahl von 91%.

Ein anderes Argument dafür ist , dass die Wahlpflicht dem Desinteresse an der Politik
entgegen wirkt, weil sich alle eine Meinung bilden müssen, wenn jemand keine von den
Kandidaten mag, kann man einen leeren Stimmzettel abgeben. Ein Beispiel ist die Wahl
von der Koalition „Frente Amplio“ , bei der die leeren oder ungültigen Stimmzettel für die
Legislative die Mehrheit (52%) waren.

Die Gegner argumentiren , dass die Einführung der Wahlpflicht ein Eingriff in den
persönlichen Freiheitsbereich ist und das Persönlichkeitsrecht des Menschens verletzt.
Für viele ist Wählen ein Recht und eine Entscheidung von den Staatsbürgern , die viel
Macht gibt. Wenn Wählen eine Pflicht ist, dann hat der Bürger nicht die Macht , sondern
die Autoritäten, deshalb ist Wahlpflicht gegen Demokratie.

Dagegen spricht auch , dass die Wähler Politiker bestrafen, mit denen er unzufrieden ist
und er bleibt zu Hause, wenn er meint, mit seinem Kreuz keine Wirkung zu erzielen. Denn
er ist ein freier Bürger, der sein Wahlrecht nutzt und sich von den Fesseln der Pflicht
befreit hat.

DEUTSCHLAND-CHILE
In  Deutschland gibt es seit 1918 Wahlrecht für beide, Frauen und Männer , aber es wurde
unterbrochen in dem nationalsozialistichen Deutschland, nachher wurde es im Jahr 1949
wieder aufgenommen. Die Wahlbeteiligung ist immer zwischen 70 und 90% bei den
Bundestagswahlen, das spricht für Deutschland , d. h. es hat eine politische Bildung und
die Deutschen brauchen keine Strafe. Anderseits in Chile gab es früher Wahlpflicht für die
jenigen die in dem Wahlsystem angemeldet waren. Die Walhpflicht in Chile wurde
abgeschafft, dies hat die Wahlbeteiligung deutlich geändert. Im Jahre 1989 lag die
Beteiligung bei 87% und in den letzten Wahlen nur bei 40%.

 
Dieses Balkendiagramm zeigt die Wahlbeteiligung in Chile von Jahr 1945 bis 2013 in
Prozent. Ich denke , dass dieses Bild sehr deutlich die  Verminderung der Wahlbeteiligung
nach der Entfernung der Wahlpflicht zeigt.Im Jahr 2009 gab es Wahlpflicht und es gab eine
Beteiligung von 87,67% und bei der nächsten freiwilligen Wahl nur eine von 49,25%, d. h.
eine Verminderung von knapp 50%
 
 
MEINUNG
Ich bin der Meinung , dass wählen ein Pflicht sein müsste, denn es ist nicht schlecht und
daher kein Fluch. Klar, wählen ist ein Recht , aber es sollte auch eine Pflicht sein . Ein
Vater hat das Recht sein Kind zuR Schule zu schicken , aber er hat auch die Pflicht dies zu
tun. Jeden Staatsbürger geht die Politik in seinem Land etwas an. Eine Staatsbürgerschaft
schafft nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Es ist nicht zu viel verlangt, alle vier Jahre
einen Spaziergang ins nächste Wahlbüro zu tätigen. Wählen wie der Behindertenparkplatz
freilassen sind beide moralische Pflichten, ein ist gesetztlich reguliert , das andere nicht,
warum kann man nicht beides gesetzlich reguliert sein? Die politische Verdrossenheit
kann auch mit einer ungültigen Stimme ausgedrückt sein, die Menschen die nicht zur
Wahl gehen , weil sie gegen das System sind , können das doch einfach machen. Zum
Schluss muss ich sagen, dass Demokratie nicht immer ein Synonim von Freiheit ist , jeder
hat auch Pflichten die als Staatsbürger erfüllt sein werden, in der Vergangenheit haben
viele Personen gekämpft um das Wahlrecht zu haben und heute ist das vielen egal.