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DIN SPEC 1101:2010-02 –– Vornorm ––

Nationales Vorwort
Die vorliegende Europäische Technische Spezifikation CEN/TS 15883:2009 wurde vom Technischen Komitee
CEN/TC295 „Häusliche Feuerstätten für feste Brennstoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom BSI (Ver-
einigtes Königreich) gehalten wird. Der Normenausschuss Heiz-, Koch- und Wärmgerät (FNH) war mit einem
Spiegelausschuss für das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. an der Erstellung beteiligt.

Eine DIN SPEC nach dem Vornorm-Verfahren ist das Ergebnis einer Normungsarbeit, das wegen bestimmter
Vorbehalte zum Inhalt oder wegen des gegenüber einer Norm abweichenden Aufstellungsverfahrens vom DIN
noch nicht als Norm herausgegeben wird.

Zur vorliegenden DIN SPEC wurde kein Entwurf veröffentlicht.

Erfahrungen mit dieser DIN SPEC sind erbeten

— vorzugsweise als Datei per E-Mail an fnh@din.de in Form einer Tabelle. Die Vorlage dieser Tabelle kann
im Internet unter http://www.din.de/stellungnahme abgerufen werden;

— oder in Papierform an den Normenausschuss Heiz-, Koch- und Wärmgerät (FNH) im DIN, 60494 Frank-
furt am Main, Postfach 71 04 01 (Hausanschrift: Lyoner Str. 9, 60528 Frankfurt am Main).

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TECHNISCHE SPEZIFIKATION CEN/TS 15883
TECHNICAL SPECIFICATION
SPÉCIFICATION TECHNIQUE Juli 2009

ICS 97.100.30

Deutsche Fassung

Häusliche Feuerstätten für feste Brennstoffe –


Emissionsprüfverfahren

Residential solid fuel burning appliances – Appareils résidentiels à combustibles solides –


Emission test methods Méthodes d'essai des émissions

Diese Technische spezifikation (CEN/TS) wurde vom CEN am 28. März 2009 als eine künftige Norm zur vorläufigen Anwendung
angenommen.

Die Gültigkeitsdauer dieser CEN/TS ist zunächst auf drei Jahre begrenzt. Nach zwei Jahren werden die Mitglieder des CEN gebeten, ihre
Stellungnahmen abzugeben, insbesondere über die Frage, ob die CEN/TS in eine Europäische Norm umgewandelt werden kann.

Die CEN Mitglieder sind verpflichtet, das Vorhandensein dieser CEN/TS in der gleichen Weise wie bei einer EN anzukündigen und die
CEN/TS verfügbar zu machen. Es ist zulässig, entgegenstehende nationale Normen bis zur Entscheidung über eine mögliche Umwandlung
der CEN/TS in eine EN (parallel zur CEN/TS) beizubehalten.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich
und Zypern.

Management-Zentrum: Avenue Marnix 17, B-1000 Brüssel

© 2009 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren, Ref. Nr. CEN/TS 15883:2009 D
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

Inhalt Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Einleitung.............................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen ......................................................................................................................5
3 Begriffe ...................................................................................................................................................5
3.1 Begriffe ...................................................................................................................................................5
4 Emissionsprüfverfahren: Messung des Gesamtkohlenwasserstoffgehalts (THC, en: total
hydrocarbons)........................................................................................................................................6
4.1 Allgemeines Verfahren ..........................................................................................................................7
4.2 Ausrüstung.............................................................................................................................................7
4.3 Berechnung der organischen gasförmigen Verbindungen (OGC, en: organic gaseous
compounds) ...........................................................................................................................................7
4.4 Messungenauigkeit................................................................................................................................9
5 Emissionsprüfverfahren: Messung von Stickstoffoxiden .................................................................9
5.1 Allgemeines Verfahren ..........................................................................................................................9
5.2 Messgrundsätze für Analysegeräte ...................................................................................................10
5.2.1 Chemilumineszenz-Methode ..............................................................................................................10
5.2.2 Nichtstreuende/Nichtdispersive Infrarot-Methode (NDIR)...............................................................11
5.2.3 Sonstige Methoden..............................................................................................................................11
5.3 Berechnungsmethode .........................................................................................................................11
Anhang A (informativ) ........................................................................................................................................13
A.1 Österreichische und deutsche Partikel-Prüfmethode......................................................................13
A.1.1 Allgemeines..........................................................................................................................................13
A.1.2 Staubmessungseinrichtung ...............................................................................................................13
A.2 Norwegische Partikelmessmethode ..................................................................................................14
A.2.1 Die Prüfmethode für die Partikelmessung ........................................................................................15
A.3 UK-Partikelmessmethode ...................................................................................................................18
A.3.1 Hintergrund der Gesetzgebung und der Basis des Prüfens ...........................................................18
A.3.2 Messung der Rauchemissionen bei Brennstoffen: Zusammenfassung des BS 3841
Prüfablaufes .........................................................................................................................................19
A.3.3 Messung der Rauchemission eines Rauch reduzierenden Gerätes ..............................................20
A.3.4 Zusammenfassung von BS 3841 Rauchmessungsapparate ..........................................................22
Literaturhinweise ..............................................................................................................................................27

2
DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (CEN/TS 15883:2009) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 295 „Häusliche Feuer-
stätten für feste Brennstoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom BSI gehalten wird.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können.
CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu
identifizieren.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Technische Spezifikation anzukündigen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

Einleitung
Sämtliche Normen der CEN/TC 295 betreffen den Bereich der Festbrennstoff beschickten Heiz- und Koch-
geräte, sowie Normung von Gerätebeschaffenheit, Sicherheit, Inbetriebnahmevoraussetzungen und
Leistungsanforderungen (z. B. Wärmeabgabe, Effizienz und Emissionen) nebst entsprechenden Prüf-
verfahren.

Diese Europäische Technische Spezifikation (TS) betrifft die Messmethoden für NOx und OGC-/Gesamt-
kohlenwasserstoffemission und Partikel sowie den durch oben genannte Heiz- und Kochgeräte
hervorgerufenen Staub.

Für die Stickoxide beschreibt diese Europäische Technische Spezifikation (TS) die „Chemilumineszenz-
Methode“ und die „nichtstreuende Infrarot-Methode“. Zusätzlich zu diesen zwei Verfahren existieren auch die
„nichtstreuende Ultraviolett-Methode“ und die „nichtextraktive (in situ) Methode“, die in ISO 10849:1996
detailliert erläutert sind.

Die Methode ist für den Gesamtkohlenwasserstoffgehalt erläutert. Die TS liefert jedoch keine Informationen
bezüglich der einzelnen Bestandteile, die aufgrund der Tatsache vorhanden sind, dass die Messungen die
entsprechenden Werte von Bezugsstoffen wiedergeben. In dieser Methode ist die Messung fortlaufend.

Schließlich stellt diese Europäische Technische Spezifikation, hinsichtlich der Partikel- und Staubmessungen
drei offiziell anerkannte Methoden dar, welche jeweils mit der kombinierten deutsch-österreichischen
Methode, der norwegischen und der britischen Methode in ihrer jeweiligen Geltung übereinstimmen.

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

1 Anwendungsbereich
Die vorliegende Europäische Technische Spezifikation ist anwendbar auf Festbrennstoff beschickte Heiz- und
Kochgeräte und beschreibt detailliert die Messmethoden für NOx und OGC/Gesamtkohlenwasserstoff-
emission sowie durch diese Geräte hervorgerufene Partikel und Staub und ist in Verbindung mit den
entsprechenden, von den Europäischen Normen vorgegebenen Prüfverfahren anzuwenden.

Diese Europäische Technische Spezifikation umfasst die Prüfverfahren betreffend NOx und
OGC/Gesamtkohlenwasserstoffemission. Sie umfasst dennoch keine Eingabedaten und keine detaillierten
Berechnungsverfahren.

Für die Prüfverfahren von Partikel- und Staubemissionen sind die nationalen Dokumente derjenigen Länder,
die eine Prüfmethode besitzen, Referenzmethoden. Diese sind im Anhang A zusammengefasst, während
diejenigen Länder, die keine besondere Prüfmethode haben, zwischen den im Anhang aufgeführten
Methoden wählen können.

2 Normative Verweisungen

Die nachfolgend zitierten Dokumente sind für die Anwendung des vorliegenden Dokumentes erforderlich. Bei
datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die
letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 12815:2001, Herde für feste Brennstoffe — Anforderungen und Prüfung

EN 13229:2001, Kamineinsätze einschließlich offene Kamine für feste Brennstoffe — Anforderungen und
Prüfung

EN 13240:2001, Raumheizer für feste Brennstoffe — Anforderungen und Prüfungen

ISO 10849:1996, Stationary source emission — Determination of the mass concentration of nitrogen oxides
— Performance characteristics of automated measuring systems

3 Begriffe

3.1 Begriffe

Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.

3.1.1
Absorption
Einfügung eines Stoffes in einen flüssigen oder festen Körper

3.1.2
Kalibrierung
Operationsfolge, die das Verhältnis zwischen quantitativen Werten, welche von dem Messinstrument oder von
der Messeinrichtung angezeigt werden oder Werten, welche durch eine Stoffmessung oder durch die
Messung eines Referenzstoffes angegeben werden und den entsprechenden Werten, die aufgrund der Norm
erreicht werden, feststellt

3.1.3
Taupunkt
Temperatur bei welcher oder unterhalb welcher die Kondensation aus der Gasphase erfolgt

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

3.1.4
Staub
Partikel verschiedener Form, Struktur und Dichte, welche innerhalb der gasförmigen Phase des Ver-
brennungsgases gestreut werden

3.1.5
Gasprobe
Anteil gasförmigen Stoffes, mittels dessen Beobachtungen gemacht werden können, um Daten bezüglich des
gasförmigen Stoffes zu gewinnen, von dem dieser Anteil entnommen wurde

ANMERKUNG Eine Probe wird dann als repräsentativ für das gasförmige Material angenommen, wenn die gleichen
Beobachtungen auf jede andere Probe dieses gasförmigen Materials innerhalb festgelegter Intervalle getätigt werden.

3.1.6
Leitung
gasundurchlässiges Rohrsystem, welches mit Zubehör wie etwa Ventilen, Manometern usw. ausgestattet ist
und den Transport von Gas von einer Stelle zur anderen ermöglicht

3.1.7
Messwert
geschätzter Wert bezüglich der Eigenschaften des Gases, die durch ein Ausgangssignal gewonnen werden.
Dieser enthält gewöhnlich Berechnungen, die durch Kalibrierungsprozesse und deren Umwandlung in die
gewünschte(n) Maßeinheit(en) abgeleitet werden

3.1.8
Nennwärmeleistung
ausgewiesene Heizleistung eines Gerätes, welche beim Verbrennen bestimmter Prüfbrennstoffe ent-
sprechend der einschlägigen europäischen Regel unter festgelegten Prüfvoraussetzungen erreicht wird
3.1.9
Referenzstoff
Stoff oder Substanz, deren einzelne oder mehrere Beschaffenheitswerte homogen genug und hinreichend
bekannt sind, um zur Kalibrierung eines Gerätes, zur Festlegung der Messmethode oder zur Zuweisung von
Werten für bestimmte Stoffe zu dienen

3.1.10
Auflösung
kleinste Differenz zwischen Angaben zu einem feststellbaren Bestandteil einer Aufzeichnung oder eines
Anzeigegerätes, die maßgeblich unterschieden werden können

3.1.11
Probenameleitung
Leitung, die eingerichtet wurde, um repräsentative Proben eines zur Analyse bestimmten Gases zu
entnehmen und es von der Probestelle zum Messgerät zu transportieren

4 Emissionsprüfverfahren: Messung des Gesamtkohlenwasserstoffgehalts


(THC, en: total hydrocarbons)
ANMERKUNG Diese Methoden sind dazu bestimmt, den Gesamtgehalt an Kohlenwasserstoffen in den
Verbrennungsgasen von Festbrennstoff beschickten Geräten zu bestimmen. Die Methode verwendet ein Instrument, das
mit einem Flammenionisationsdetektor (FID) ausgerüstet ist. Die Messung geschieht fortlaufend. Das erzielte Ergebnis
stellt das Äquivalent zum Referenzstoff dar, üblicherweise Methan oder Propan. Die Messung bezieht sich ausschließlich
auf den Gesamtkohlenwasserstoffgehalt und liefert darüber hinaus keinerlei Informationen zu einzelnen Bestandteilen. Die
Probeentnahmestelle sollte so in der Messstrecke angeordnet sein, wie es die Messverfahren in der Europäischen Norm
für die entsprechenden häuslichen Heiz- und Kochgeräte für feste Brennstoffe beschreiben.

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

4.1 Allgemeines Verfahren

Die Messung ist extraktiv und fortlaufend, d. h. eine Probe Prüfgas wird fortlaufend entnommen und in einem
separaten Instrument gemessen. Die Probeentnahmestelle muss so beschaffen sein, wie sie in den
Prüfmethoden der auf das zur Prüfung anstehenden Gerätes anwendbaren Europäischen Norm beschrieben
ist. Sollte eine Klappe vorhanden sein oder jede andere Vorrichtung, die eine Schwankung des Durchflusses
bewirkt, muss die Messstelle an einen Ort verschoben werden, an dem der Durchfluss homogen ist. Die
Messeinrichtung muss auf 195 °C erhitzt werden.

4.2 Ausrüstung

Die Messeinrichtung besteht aus folgenden Bestandteilen.

a) Instrument mit einem Flammenionisationsdetektor, Der Messbereich ist üblicherweise zwischen 0 ppm
bis 10 ppm und 0 ppm bis 100 000 ppm. Das Instrument muss mit einem beheizten Filter ausgerüstet
sein.

b) Gas Sonde mit einem Partikel-Reinigungsfilter. Die Sonde muss aus einem geeigneten Material
beschaffen sein, wie etwa korrosionsresistentem Stahl. Der Filter muss so weit erhitzt werden, dass
Kondensation vermieden wird. Dies setzt eine Filter-Temperatur von mindestens 195 °C voraus.

c) Probenahme-Leitung. Die Probenahme-Leitung sollte auf die gleiche Temperatur wie der Filter erhitzt
werden. Das Innenrohr sollte aus PTFE beschaffen und austauschbar sein. Die Probenahme-Leitung
muss so kurz wie möglich sein.

4.3 Berechnung der organischen gasförmigen Verbindungen


(OGC, en: organic gaseous compounds)

4.3.1 Diese Methode beschreibt die Art und Weise wie der Inhalt an organisch-gasförmigen Verbindungen
zu berechnen ist in mg/Nm3 (trocken) (unter Normalbedingungen1) und auf der Grundlage eines Sauer-
stoffgehalts von 13 % in den austretenden Abgasen. Die Berechnung des Gesamtkohlenwasserstoffgehalts
(THC) beruht auf einer kontinuierlichen Messung, wie in 4.1 beschrieben.

4.3.2 Berechnungsannahmen

Um die Berechnungen aus 4.3.3 durchzuführen, müssen die folgenden Daten verfügbar sein:

a) Gesamtkohlenwasserstoff als Methan- oder Propan-Äquivalent, Mittelwert;

b) O2,m-, CO2,m-, COm-Anteil, Mittelwert;

c) Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Wassergehalt des Prüfbrennstoffs (C, H und W);

d) Kohlenstoffanteil der Asche, die durch den Rost fällt, bezogen auf die Prüfbrennstoffmenge (Cr)

4.3.3 Berechnungen von organisch gasförmigen Verbindungen

SoIlte der OGC-Anteil als Methan-Äquivalente erforderlich sein, so ist dieser wie folgt zu bestimmen:

THC " 12 ! 21 # 13 ! G
C OGC $ " " W (1)
22 ,36 21 # O 2,m ! GD

Sollte alternativ der OGC-Anteil als Propan-Äquivalente erforderlich sein, so ist dieser wie folgt zu bestimmen:

1) Bezieht sich auf 273 K und 1 013 mbar.

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

THC " 36 ! 21 # 13 ! G
C OGC $ " " W (2)
21,93 21 # O 2 ,m ! G D

Dabei ist

COGC der berechnete Anteil an organischen gasförmigen Verbindungen, ausgedrückt in mg/Nm3


trockener Abgase bei 13 % O2;

THC der gemessene Gesamtkohlenwasserstoffgehalt im feuchten Abgas, entweder in ppm Methan-


Äquivalente oder Propan-Äquivalente;

O2,m der gemessene Sauerstoffanteil im trockenen Abgas, ausgedrückt in % als Mittelwert;

Gw das tatsächliche spezifische feuchte Abgasvolumen, ausgedrückt in Nm3/kg Brennstoff;

GD das tatsächliche spezifische trockene Abgasvolumen, ausgedrückt in Nm3/kg Brennstoff.

Der tatsächliche spezifische Abgasdurchfluss im feuchten Abgas ist zu berechnen als:

C # Cr ! 9 " H +W!
GW = + 1,24 " (3)
0,536 " CO2,m + COm !! 100

Dabei ist

Gw der spezifische Abgasdurchfluss im feuchten Abgas in Nm3/kg Brennstoff;

C der Kohlenstoffanteil des Prüfbrennstoffes, in % der Masse;

Cr der Kohlenstoffanteil der Asche, bezogen auf die verfeuerte Testbrennstoffmenge, in % der
Masse;

CO2,m der gemessene Durchschnittsanteil an Kohlenstoffdioxid im trockenen Abgas in %;

COm der gemessene Mittelwert an Kohlenstoffmonoxid im trockenen Abgas in %;

H der Wasserstoffanteil des Prüfbrennstoffes, angegeben in % der Masse;

W der Feuchtigkeitsanteil des Prüfbrennstoffes, angegeben in % der Masse.

Das tatsächliche spezifische trockene Abgasvolumen GD, wird wie folgt berechnet:

C # Cr !
GD = (4)
0 ,536 " C2 ,m + CO !
Dabei ist

GD ist der spezifische Abgasdurchfluss im feuchten Abgas, in Nm3/kg Brennstoff;

C ist der Kohlenstoffanteil des Prüfbrennstoffes, in % der Masse;

Cr ist der Kohlenstoffanteil der Asche bezogen auf die verfeuerte Testbrennstoffmenge, in % der
Masse;

CO2,m ist der gemessene Durchschnittsanteil an Kohlenstoffdioxid im Abgasdurchfluss trockener


Abgase, in %;

COm ist der gemessene Durchschnittsanteil anKohlenstoffmonoxid im Abgasdurchfluss trockener


Abgase, in %.

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

4.4 Messungenauigkeit

Die Messungenauigkeit des Gesamtkohlenwasserstoffgehaltes liegt bei höchstens 10 % des gemessenen


Wertes. Die Gesamtungenauigkeit des berechneten OGC-Wertes, liegt, nach dieser Anleitung, bei 15 % des
berechneten Wertes.

5 Emissionsprüfverfahren: Messung von Stickstoffoxiden


ANMERKUNG Die in 5.2.1 bis 5.2.3 beschriebenen Methoden sind dazu bestimmt, den Anteil an Stickstoffoxiden (NO)
in Abgasen von Kleinfeuerungsanlagen zu bestimmen. Die Methoden sind fortlaufend. Das erlangte Ergebnis ist als
Äquivalent von Stickstoffdioxiden (NO2) dargestellt. Die Probeentnahmestelle sollte wie in dem Messabschnitt beschaffen
sein und zwar gemäß den detaillierten entsprechenden Prüfmethoden, so wie von der Europäischen Norm vorgegeben,
die die Anforderungen und Prüfverfahren dieser Festbrennstoff beschickten Heiz- und Kochgeräte betrifft.

5.1 Allgemeines Verfahren

Die Messung ist fortlaufend, d. h. der Prüfgas-Strom wird durch das Absaugepyrometer aus der Messstelle
entnommen und wird anhand der Ausrichtung einer gesamten Messeinrichtung, wie sie in Bild 1a oder Bild 1b
dargestellt wird. Diese Einrichtung ist zur Verwendung mit sämtlichen in 5.2 beschriebenen Messgeräten
geeignet. Die Entnahmestelle und das Absaugepyrometer sollen so beschaffen sein, wie in den entsprechen-
den durch die Europäischen Normen vorgegebenen Prüfmethoden.

Bild 1a — NO-Messvorrichtung

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

Bild 1b — NO/NOx-Messvorrichtung

Legende
1 Gas-Probeentnahme 10 NO-Messgerät
2 Partikelfilter 11 Rekorder
3 Heizung 12 Einlass für Null- und Kalibrierungsgas
4 Probeentnahmeleitung (vorzugsweise vor dem Filter) zur Überprüfung
(erhitzt, falls erforderlich) der gesamten Anlage
5 Probekühler mit Kondensat-Separator 13 Bypass für überschüssiges Gas
6 Probe-Pumpe 14 Einlass für Null- und Eichgas zur Überprüfung
7 Filter des Analysegerätes
8 Nadelventil 15 Konverter
9 Durchflussmesser 16 NO/NOx-Analysegerät

Bilder 1a und 1b — Beispiele für die Installation der Messgeräte

5.2 Messgrundsätze für Analysegeräte

ANMERKUNG Die in 5.2.1 bis 5.2.3 erläuterten Beispiele beschreiben typische Grundsätze bestehender Analysen.

5.2.1 Chemilumineszenz-Methode

Wenn NO mit Ozon (O3) reagiert, wird NO2 gebildet. Ein Teil des NO2 befindet sich in einem photo-
chemischen Reaktionszustand. Im Falle der Rückkehr zum Ursprungszustand können diese NO2-Moleküle
Licht mit einer Wellenlängenspanne von 590 nm bis 3 000 nm abstrahlen. Die Intensität dieses Lichts hängt
von dem NO-Anteil ab und ist beeinflusst von dem Druck und der Gegenwart anderer Gase.

Der NO-Anteil in der Gasprobe wird durch die Messung der Intensität des abgestrahlten Lichts bestimmt.

Eine durch Kohlenstoffdioxid (CO2) bedingte Interferenz in der Gasprobe ist möglich, insbesondere in
Gegenwart von Wasserdampf aufgrund der abkühlenden Chemilumineszenz. Das Ausmaß der Abkühlung
hängt von den CO2- und H2O-Konzentrationen und von der Art des verwendeten Analysegerätes ab. Alle
notwendigen Korrekturen sollten am Ausgang des Analysegerätes entweder durch Bezugnahme auf die von
den Herstellern eingereichten Korrekturkurven vorgenommen werden oder durch eine Kalibrierung mit Gasen,
die etwa die gleiche CO2-Konzentration enthalten wie die Gasprobe selbst.

Der Messbereich der Chemilumineszenz-Analysegeräte, die für die Emissionsmessungen verwendet werden,
hat eine Ausdehnung von 10 mg/m3 bis 20 000 mg/m3.

Bild 2 zeigt ein Beispiel für die Grundvorrichtung: Es existieren Analysegeräte für atmosphärischen Druck und
solche für Niederdruck, abhängig von dem in der Reaktionskammer vorherrschenden Druck. Einige
Analysegeräte haben eingebaute NO2/NO-Konverter und geben auf Grund ihrer Eigenschaft Signale für NO,
NOx, und NO2, entweder simultan oder der Reihe nach aus.

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

Legende
1 Proben-Einlass 9 Elektronik
2 Proben-Pumpe 10 Sauerstoff-Einlass
3 Magnetventil 11 Druck-Regler
4 NO2/NO-Konverter 12 Ozon-Regler
5 Durchflussregler 13 Ozon-Einlass
6 Druckregler 14 Signal
7 Reaktionskammer 15 Entspannung (Ablassen)
8 Photomultiplikator

Bild 2 — Beispiel für die Vorrichtung eines Chemilumineszenz-Analysegerätes

5.2.2 Nichtstreuende/Nichtdispersive Infrarot-Methode (NDIR)

Der geläufigste Einsatz der IR-Methode findet sich in Analysegeräten, welche nach der NDIR-Methode
arbeiten (siehe Bild 3). Gase, die aus Molekülen unterschiedlicher Atome bestehen, absorbieren Licht
charakteristischer Wellenlänge im Infrarot-Spektral-Bereich. Mit der NDIR-Methode wird die Spektralanalyse
der IR-Strahlung ausgesetzt und die Gesamtabsorption des NO-Moleküls wird für die Messung mit einem
Wert von vmax 1,876 cm!1 ( 5,3 m) verwendet.

Die von der IR-Quelle abgesonderte Strahlung wird in zwei Strahlen geteilt und sodann moduliert: Ein Strahl
gleitet durch die Messzelle, der andere durch die Referenzzelle, die ein IR-inaktives Gas enthält,
üblicherweise Stickstoff. Sollte die Gasprobe NO enthalten, so wird ein Teil der IR-Energie absorbiert und die
Differenz zur Energie, die den Detektor erreicht, stellt den anteiligen Gehalt an bestehendem NO. Der
Detektor ist konzipiert, um ausschließlich auf NO-eigenen Wellenlängen zu reagieren. Eine besondere
Ausprägung der NDIR-Methode ist die Gas-Filter-Korrelationsmethode. Beeinträchtigungen sind möglich,
insbesondere mit Wasserdampf.

5.2.3 Sonstige Methoden

Neben den zwei oben in 5.2.1 und 5.2.2 erwähnten Methoden existiert die nichtdispersive Ultraviolett-
Methode (NDUV) und die nichtextraktive (in situ) Methode. Diese Methoden sind in ISO 10849:1996 detailliert
beschrieben.

5.3 Berechnungsmethode

Der gemessene Durchschnittsanteil an NO (NOavg) sollte in einen NO2-Anteilswert umgerechnet werden,


welcher auf einem standardisierten Sauerstoffgehalt von 13 % im Abgas beruht, und zwar nach der folgenden
Gleichung:

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

21 ! O2standardis iert
NO2content " NOavg dNO 2 (5)
(21 ! O 2 avg )

Dabei ist

NO2content der normierte Sauerstoffanteil von 13 % berechnete NO2-Anteil;

NOavg der gemessene Durchschnitts-NO-Anteil im trockenen Abgas, in %;

dNO2 Dichte von NO2 bei 13 % Sauerstoffanteil, in kg/m3n##$%#2,05#kg/m3n];

O2standardisiert der standardisierte Sauerstoffanteil, der als 13 % herangezogen wird;

O2avg der gemessene Durchschnitts-Sauerstoffanteil im trockenen Abgas, in %.

Legende
1 Lichtquelle 5 Referenzzelle
2 Gleichstrommotor 6 Detektor
3 Lochblende 7 Elektronik
4 Messzelle 8 Signal

Bild 3 — Beispiel für ein typisches NDIR-Analysegerät

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

Anhang A
(informativ)

ANMERKUNG Dieser informative Anhang beinhaltet drei verschiedene Methoden, die sich jeweils mit der öster-
reichischen und deutschen Methode decken. Die norwegische und englische Methode wurde in diesen Ländern in der
nationalen Gesetzgebung der Länder einberufen. Für eine komplette Beschreibung der Partikelmethode müsste eine
Referenz als nationale Norm erstellt werden.

A.1 Österreichische und deutsche Partikel-Prüfmethode

A.1.1 Allgemeines

Partikelemissionen werden im Rahmen der Typprüfung nach EN 13240:2001, A.4.7, EN 13229:2001, A.4.7,
und EN 12815:2001, A.4.9 (Prüfung der Nennwärmeleistung), parallel mit der CO-Messung gemessen.

Die Messposition bei der Partikelmessung ist hinter den Messpositionen von CO, CO2, NOx und CnHm. Die
Messung der Partikelemission muss 3 min nachdem die Brennstoffladung hinzugefügt wurde beginnen.

Die Dauer der Messung beträgt 30 min.

A.1.2 Staubmessungseinrichtung

Die Anordnung für die Messung ist abgebildet in Bild A.1. Das Probeentnahmerohr hat einen Durchmesser
von 8 mm, der sich in der Probenahmeneintrittsöffnung auf 9,74 mm am Probekörpereingang erweitert.

Das Staubmessgerät muss so konzipiert sein, dass während einer Probenahmedauer von 30 min ein
Abgasvolumen von (270 13,5) l, bezogen auf Normbedingungen (273 K, 1 013 hPa) entnommen wird.
Während der Probenahme muss es möglich sein, den Durchfluss durch die Verwendung eines Volumen-
strommessgerätes zu kontrollieren.

Die Sonde muss für eine Abgastemperatur von 325 °C und eine Abgasgeschwindigkeit von etwa 4 m/s bei
1 013 Pa, unter den oben beschriebenen Konditionen, ausgelegt sein.

ANMERKUNG Im Interesse der Vereinfachung der Messungsmethode entfällt die einzelne Messung der Durchfluss-
geschwindigkeit und die anschließende Anpassung in der Eingangsquerschnittfläche. Um die Messung durchführen zu
können, muss die Sonde in der Mitte des Abgasaustrittsquerschnittes mit einem Gewindekonus befestigt werden.

Der Halter für die Filterhülse muss so konstruiert sein, dass es nicht möglich ist, den Filter während der Arbeit
zu zerstören und dass statisch nicht die Möglichkeit besteht, dass Staub in das Pumpenaggregat eindringen
kann. Der Messfilter ist in die Filterhalterung am Ende der Sonde installiert.

Die Probeentnahmeeinrichtung muss so konstruiert sein, dass ein kontrolliertes Probeheizsystem die Möglich-
keit ausschließt, dass die Temperatur vor oder in der Filterhülse unter den Taupunkt fällt. Die Temperatur im
Hülsenbereich muss bei der Probenahme bei konstanten 70 °C liegen.

Für den Fall, dass die Abgaseingangstemperatur einen Wert von 225 °C übersteigt, muss eine Kühlvor-
richtung, die eine Temperatur von 70 °C im Hülsenbereich sicherstellt, bereit stehen. Der Aufbau der
Kühlvorrichtung darf das Ergebnis der Messung in keiner Weise beeinflussen.

Angemessene Vorkehrungen müssen getroffen werden, um die Pumpe, den Durchflussmesser und den
Mengenbegrenzer vor Staub und anfallendem Kondensat zu schützen.

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

Wenn man für den gesamten Messprozess den Grenzwert für die Staubkonzentration von 0,15 g/m3 ansetzt,
muss das Messsystem in der Lage sein, eine Auflösung von 0,03 g/m3 sicherzustellen.

Die mechanische Stabilität der Staubauffanghülse muss auch eine Temperatur von 160 C aushalten und der
Masseverlust der Sammelhülse darf nicht mehr als 2 mg betragen.

Legende
1 Messstrecke
2 Gas-Probeentnahmesonde und Leitung für die Partikelmessung (wärmeisoliert)
3 Wasserabscheider
4 Kieselgel-Filter
5 Extrafein-Filter
6 Pumpe
7 Gas-Durchflussmengenmesser
A CO2- und CO-Messung
B Abgastemperatur ta-Messung
C NOx-Messung
D CnHm-Messung
E Förderdruck-Messung
F Partikelfilter (off-line gravimetrische Messung)

Bild A.1 — Messbereich (inklusive NOx, CnHm, Partikelmessung)

A.2 Norwegische Partikelmessmethode


ANMERKUNG Die Norwegian Pollution Authority (SFT) hat einige Beobachtungen zur Luftverschmutzung in
verschiedenen Bereichen Norwegens gemacht. Sie hat herausgefunden, dass Holzöfen zu den größten Beitragenden der
Luftimmission gehören. Zahlen von SSB (Statistisk sentralbyrå) besagen, dass 65 % der Partikel (PM10) von den
Emissionen der Holzverbrennung in Norwegen kommen. SFT hat das nationale Amt für Gebäudetechnologie und
Administration beauftragt, Anforderungen für die Partikelemission von Festbrennstoff- Feuerstätten zu stellen. Das
norwegische Gesetz für die Partikelmessung ist in den Bauvorschriften dargelegt. Das Gesetz ist verbunden mit der Norm
NS 3059 Enclosed wood heaters — Smoke emission — Requirements.

NS 3059 sagt aus, wie die erwähnte Partikelemission berechnet wird, basierend auf 4 Probeläufen mit Bezug
auf NS 3058, Teil 1 und Teil 2. NS 3058-1, Enclosed wood heaters — Smoke emission — Part 1: Test facility
and heating pattern geben detaillierte Anweisungen für die Vorbereitung und den Probelauf. NS 3058-2,
Enclosed wood heaters — Smoke emission — Part 2: Determination of particulate emission gibt detaillierte

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

Anweisungen für die Vorbereitung und die Durchführung von Partikelemissionsmessungen mit Bezug auf
NS 3058-1.

A.2.1 Die Prüfmethode für die Partikelmessung

Festbrennstoff-Heizgeräte werden geprüft bei natürlichem Zug mittels eines Verdünnungstunnels und einer
Probenahme an einem Planfilter mit einer Porosität (Durchlässigkeit) von 1 m.

Der Prüfbrennstoff sollte aus luftgetrocknetem Fichtenholz mit den Maßen von 49 mm 49 mm und einer
relativen Restfeuchte zwischen 16 % bis 20 % bestehen. Der Abstand der Scheite muss 10 mm betragen
(siehe Bild A.2). Die mittlere Dichte der Brennstoffbeladung muss zwischen 101 kg/m3 bis 123 kg/m3 des
Brennkammervolumens betragen.

Bild A.2 — Prüfbrennstoff, Vorbereitungen und Dimensionen

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

Die Abbrandrate wird nicht vom Hersteller angegeben, sie ist in vier Kategorien unterteilt, siehe Tabelle A.1.

Tabelle A.1 — Abbrandratenkategorien (Durchschnittliche Abbrandrate in kg/h)

Abbrandrate Abbrandrate Abbrandrate Abbrandrate


Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3 Kategorie 4
Stufe 1 0,80 0,80 bis 1,25 1,26 bis 1,90 ! 1,90
Stufe 2 1,25 1,25 bis 1,90 1,91 bis 2,80 ! 2,80

Stufe 1 ist gedacht für die Beheizung kleiner Räume und Stufe 2 ist für die Beheizung größerer Räume. Die
Partikelemission wird isokinetisch in einem Verdünnungstunnel gemessen (siehe Bild A.3).

Die Prüfungen (Testläufe) werden mit vorgewärmten Holzheizern durchgeführt und die mittlere Oberflächen-
temperatur darf zwischen Beginn und Ende des Versuchs um bis zu 70 °C differieren. Das Ergebnis wird
berechnet in Gramm Emission je Kilogramm Brennstoffes auf Trockenbasis (g/kg).

Der festgestellte Emissionswert wird mit Bezug auf NS 3059 berechnet, basierend auf 4 Testläufen.

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DIN SPEC 1101:2010-02
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Maße in Millimeter

Legende
1 Isolierung 7 Geschwindigkeitsmessung
2 Schornstein 8 Partikel- und PAK-Messung
3 Abgastrichter 9 CO- und CO2-Messung
4 Heizgerät 10 Sonde
5 Waage 11 Klappe
6 Verwirbelungsplatten

Bild A.3 — Verdünnungstunnel mit Holzheizer und Kamin

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

A.3 UK-Partikelmessmethode

A.3.1 Hintergrund der Gesetzgebung und der Basis des Prüfens

Die Notwendigkeit für eine „Britische Norm über die Rauchgasprüfung“ für feste Brennstoffe entstand aus der
Realisierung des Clean Air Act [1], welcher eingeführt wurde, um die Luftverschmutzung in England zu
kontrollieren. Der Clean Air Act 1956 wurde anschließend abgeändert und erweitert durch den Clean Air
Act 1968 und beide wurden gerade zusammengefasst in den Clean Air Act 1933 (c11). Dieses Gesetz
unterliegt den gesetzlichen Anforderungen in Bezug auf die Emissionen von festen Brennstoffen und
Festbrennstofffeuerstätten in England. Unter dem Clean Air Act werden kommunale Behörden ermächtigt,
dem Minister unterliegend, Rauchkontrollen anzuordnen, die ein Verbot enthalten, Rauch von Gebäuden
abzugeben (zu emittieren).

Abschnitt 1 (1) des britischen Clean Air Act 1993 „Dunkler Rauch darf nicht von den Kaminen der Gebäude
austreten, und wenn irgendwann dunkler Rauch austreten sollte, dann begeht der Besitzer eine strafbare
Handlung.“ Das 1993 Gesetz in Abschnitt 20(4) (Verhinderung von Rauchemissionen im Rauch-
kontrollbereich) sagt aus „...es soll ein Schutz sein, zu prüfen, dass die vorgebliche Emission von Rauch nicht
durch einen anderen als den zulässigen Brennstoff verursacht wurde.“

Zusätzlich besagt Abschnitt 21 des 1993 Gesetzes „Der Staatssekretär kann per Erlass jede Art von
Feuerstätte von den Vorgaben des Artikel 20 (Verbot von Rauchemessionen in Rauchkontrollgebieten)
ausnehmen, wenn er damit zufrieden ist, dass solche Feuerstätten zum Verbrennen anderer als der
autorisierten Brennstoffe genutzt werden können ohne dabei Rauch oder eine nennenswerte Rauchquantität
zu erzeugen.“ Demzufolge bestehen die einzigen Möglichkeiten, einer strafrechtlichen Verfolgung nach
diesem Gesetz zu entgehen, darin, dass der Rauch von einem autorisierten Brennstoff verursacht wird, dass
autorisierter Brennstoff nicht verfügbar ist oder dass der Rauch von einer befreiten Feuerstätte ausgeht.

In Abschnitt 34 (1) des Clean Air Act 1956 (Jetzt Abschnitt 64 (1) des Gesetzes von 1993) ist Rauch definiert
als „Ruß, Asche, Abrieb und Abriebpartikel, die in den Rauch emittiert werden“ definiert. Diese Definition
wurde durch das 1968er Gesetz modifiziert, in das Dunst aufgenommen wurde. Um die Gesetzgebung
umzusetzen und eine standardisierte Prüfmethode zu entwickeln, wurde in den frühen 1960er Jahren ein
kleiner elektrostatischer Abscheider erfunden, der es ermöglicht, häusliche Rauchemissionen unter
Laborbedingungen zu messen (vgl. Abschnitt A.3.4 unten für Details). Die Untersuchungen führten zu der
Formulierung der Prüfmethode für hergestellte rauchfreie Brennstoffe, wie sie mit BS 3841-1:1994
Determination of smoke emission from manufactured solid fuels for domestic use — Part 1: General method
for determination of smoke emission rate und BS 3841-2:1994 Determination of smoke emission from
manufactured solid fuels for domestic use — Part 2: Methods for measuring the smoke emission rate, welche
zusammen mit BS PD 6434:1969 Recommendations for the Design and the Testing of Smoke Reducing Solid
Fuel Burning Domestic Appliances realistische Standards für die zulässigen Werte von Rauchemissionen in
Rauchkontrollgebieten setzen.

ANMERKUNG BS 3841-2:1994 gibt nun eine Alternative in Form einer Spezifikation der Entnahmemethode im
Verdünnungstunnel als Alternative zur bevorzugten elektrostatischen Abscheidermethode (siehe A.3.4, für mehr
Informationen).

Um einen autorisierten Brennstoff werten zu können hat der Minister festgelegt, dass der Brennstoff, wenn er
in einem offenen Feuer entsprechend BS 3841 geprüft wird, nicht mehr als 5g/h Festpartikel emittieren darf.
Einmal ministeriell genehmigt, darf der Brennstoff in jedem häuslichen Gerät ohne eine nähere Bewertung in
einem speziellen Gerät verbrannt werden.

Um eine häusliche Feuerstelle (z. B. Herde, Raumheizer oder Kocher) zu beurteilen (Ausnahmen siehe
„Ausgenommene Feuerstellen“) zu bewerten, werden die Prüfverfahren und Emissionsrichtlinien von
BS PD 6434 angewendet und beinhalten die Messungen der wünschenswerten Emissionsgrenzwerte von
Festpartikeln bei hoher, mittlerer und niedriger Leistung sowie unter Fehlgebrauchsbedingungen um die
Übereinstimmung unter allen möglichen Dauerbetriebssituationen und Leistungen zu gewährleisten.

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

A.3.2 Messung der Rauchemissionen bei Brennstoffen: Zusammenfassung des BS 3841


Prüfablaufes

A.3.2.1 Zusammenfassung des BS 3841 Prüfablaufes

Der Ablauf für die Zulassung eines festen Brennstoffes hat sich bewährt. Wenn ein neuer fester, rauchfreier
Brennstoff zur Verwendung in einem Rauchkontrollbereich entwickelt worden ist, muss ein Antrag auf
Zulassung als rauchfreier Brennstoff an die zuständige Ministerialbehörde DEFRA Air Quality Division gestellt
werden. In diesem Stadium werden die Charakteristika der Rauchemission eines repräsentativen
Beispielbrennstoffes entsprechend der BS 3841 Teil 1 und Teil 2 von einer unabhängigen Prüfstelle fest-
gestellt.

BS 3841 erfordert, dass der Brennstoff in einer eingelassenen offenen Feuerstelle ohne wasserführende
Bauteile nach typischer UK-Bauart, entsprechend den britischen Nutzungsnormen unterhalb eines 4,6 m
hohen Testkamins verbrannt wird. Der Kaminofen ist mit einem speziell angefertigten Lüftungsblech
ausgestattet, um eine Feinabstimmung der ersten Luftöffnung zwischen einer und der anderen Prüfung zu
garantieren.

Der Rauch wird mit dem elektrostatischen Abscheider, und die Abstrahlung des Feuers wird mit einem
Instrument namens BCURA Quadrant Strahlungsmesser, der im UK für häusliche Feuerstätten für feste
Brennstoffe häufig verwendet wird, geprüft.

Der Brennzyklus besteht aus einer Zündungsperiode und zwei Auffüllungsperioden (drei Auffüllungsperioden
für Brennstoffe von geringer Massendichte). Der Rauch wird nur während der Auffüllungsperiode und nicht
während der Zündungsperiode gemessen.

Das Ziel der BS 3841 Prüfung ist es, die Rauchemission zu messen, während die Primärluftöffnung so
eingestellt ist, dass eine durchschnittliche Strahlungsabgabe von etwa 1,75 kW, ein typischer Wert eines
häuslichen im Gebrauch befindlichen UK–Kaminofens, besteht.

Die Kriterien für das Wiederauffüllen des Feuers, sowohl in Bezug auf die zugefügte Menge Brennstoff als
auch die Abstrahlleistung bei den Wiederauffüllvorgängen sind auch typisch für den häuslichen Gebrauch.

Für die Entzündung wird ein integrierter Gasbrenner verwendet, der eine Brennstoffmenge entsprechend
7 dm3 (0,25 ft3) Brennstoff, entzündet.

Die Abstrahlungsabgabe steigt auf den ersten Höchstwert und fällt dann ab. Der Abscheider wird geprüft und
kurz vor der ersten Auffüllung in Position gebracht Wenn die Abstrahlungsabgabe unter 1,47 kW gefallen ist,
muss eine Menge des Auffüllstoffes entsprechend 5 dm3 (l/6 ft3) hinzugefügt werden und der Abscheider wird
auf Hochspannung geschaltet. Die Abstrahlung beziffert einen zweiten Höchstwert, welcher zwischen zwei
spezifizierten Grenzen von 1,9 kW bis 2,2 kW liegen muss und wenn er bis 1,47 kW abfällt, muss ein zweiter
Auffüllwechsel entsprechend 5 dm3 durchgeführt werden. Die Prüfperiode endet, wenn die Abstrahlungs-
abgabe einen dritten Höchstwert erreicht hat der dann wieder abfällt auf 1,47 kW (oder nachdem eine dritte
Auffüllperiode stattgefunden hat, wenn die Massendichte bei weniger als 480 kg/m3 liegt). Die Hochspannung
wird dann ausgeschaltet und der Abscheider wird erneut entnommen und gewogen. Die Masse des Rauches
in Gramm wird durch den Massezuwachs des Abscheiders errechnet.

A.3.2.2 Beurteilung von BS 3841 Ergebnissen

Die Rauchemission wird in Gramm je Stunde ausgedrückt, gemittelt über die Dauer der Prüfperiode. Das
Hauptergebnis wiederholbarer Festlegungen wird mit dem maximalen Emissionsgrenzwert von 5 g/h für, den
vom Ministerium aufgestellten Regeln für einen zugelassenen Brennstoff verglichen. Ferner wird DEFRA eine
Spezifikation des Brennstoffes fordern und empfehlen, dass der Gesamt-Schwefelgehalt des Brennstoffes
nicht über 2,0 % „Trockenbasis“ liegen darf. Sie erwarten ebenfalls eine gewisse Form der Qualitätskontrolle
um zu garantieren, dass die ursprünglichen Spezifizierungen während der andauernden Produktion
gewährleistet werden.

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DIN SPEC 1101:2010-02
CEN/TS 15883:2009 (D) –– Vornorm ––

A.3.3 Messung der Rauchemission eines Rauch reduzierenden Gerätes

A.3.3.1 Basis der Prüfprozedur

Die Richtlinien für das Prüfen von Geräten für Rauchemission werden in den BS-Dokumenten PD 6434
angegeben, welche die „Empfehlung für Design und Prüfung der Rauch reduzierenden häuslichen Feuer-
stätten für feste Brennstoffe“ behandelt. Während PD 6434 eine Anleitung für Geräte gibt, die dazu konstruiert
sind, um hauptsächlich teerhaltige Kohle mit reduzierter Rauchemission zu verbrennen, erkennt sie an, dass
es keinen Grund gibt, warum Geräte, die dazu konstruiert wurden, andere feste Brennstoffe wie Holz oder
Torf zu verbrennen, nicht enthalten sein sollen. Die Empfehlungen in dem Dokument wurden absichtlich so
allgemein wie möglich formuliert, um die Prinzipien des Prüfens und der Konstruktion so allgemein wie
möglich zu gestalten, falls erforderlich durch eine Anleitung ergänzt.

Eine repräsentative Probe des Gerätes wird üblicherweise im Namen der DEFRA von einer bevollmächtigten
unabhängigen Prüfstelle durchgeführt, deren Verantwortlichkeit sich darauf erstreckt, eine Reihe von Tests
innerhalb des Rahmens der Vorgaben von PD 6434 und die geeignet sind, die Fähigkeiten des Gerätes in
Bezug auf die Rauchreduktion zu begutachten und durchzuführen.

PD 6434 übernimmt die elektrostatische Abscheidemethode der Rauchsammlung und Messung aus BS 3841,
aber das Nachfüllintervall und die Anfeuerungsprozedur für Brennstoffe wird ersetzt durch das Nachfüllintrvall
und die Feuerungsprozedur, die in der relevanten spezifischen Norm angegeben ist, während die thermische
Leistung und Effizienz des Gerätes in Übereinstimmung mit der vom Hersteller angegebenen Wärmeleistung
und Bedienungsanleitung erreicht wird. Während der Rauch gesammelt und gemessen wird im Sinne des
elektrostatischen Abscheiders, wird die optische Dichte des Rauches zusätzlich durch ein oberhalb des
Kamins installiertes geeignetes Messgerät überwacht.

PD 6434 Prüfungen werden durchgeführt, wenn die Geräte entsprechend der Bedienungsanleitung des
Herstellers bei hoher (Nenn-)leistung und am unteren Ende des Leistungsvermögens betrieben werden.
Wenn nötig werden Prüfungen auf einer oder mehreren dazwischen liegenden Leistungsstufen durchgeführt,
um zu prüfen, dass der Rauch während des gesamten Leistungsbereiches des Gerätes innerhalb der
Empfehlungen der PD 6434 Norm liegt.

Im Allgemeinen erfolgen fünf wiederholende Prüfungen unter jeder Leistungsbedingung und die Emission wird
wieder in Gramm je Stunde, gemittelt über die gesamte Prüfperiode, ausgedrückt. Die Wärmeleistung des
Gerätes während der Prüfperiode wird ebenfalls gemessen und der Durchschnitt in kW angegeben. Wenn die
Prüfungen bestätigen, dass das Gerät andauernd angewendet werden kann ohne dem Benutzer
irgendwelchen Ärger zu bereiten, und es wahrscheinlich so betrieben wird kann der Entzündungsrauch igno-
riert werden.

In Ergänzung zur oben beschriebenen Rauchemissionsprüfung empfiehlt PD 6434, dass Prüfungen


durchgeführt werden, um das Ausmaß zu ermitteln, in dem die Rauch reduzierenden Charakteristika des
Gerätes inhärent von der Bauweise des Gerätes und nicht von der Weise, in der es betrieben wird, abhängen.

Diese Prüfungen verlangen von den Prüfstationen, Fehlgebrauchsprüfungen durchzuführen, um die Effekte zu
ermitteln, die entstehen, wenn Gerätebenutzer in einer vorhersehbaren Weise von den Betriebsempfehlungen
des Herstellers abweichen. Hierbei ist besonderes Augenmerk auf die spezielle Form zu richten, wie die
Gerätekontrolle erfolgt. Die Prüfungen werden in Abhängigkeit von der Beschaffenheit und der Betriebsweise
des Gerätes variieren.

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DIN SPEC 1101:2010-02
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Typische Gegebenheiten die den Fehlgebrauch repräsentieren, sind:

I. Feuerbett nicht entascht vor dem Auffüllen;

II. Auffüllen auf niedrigem (kaltem) Feuerbett;

III. Auffülltür geschlossen aber nicht gesichert;

IV. Ascheraumtür angelehnt.

Jede Prüfung über den Missgebrauch wird normalerweise in zweifacher Ausfertigung ausgeführt mit dem
Prüfbrennstoff der den höchsten Rauchemissionswert unter normalen Bedingungen abgibt.

A.3.3.2 Auswertung der PD 6434 Ergebnisse

PD 6434 empfiehlt Standards, anhand derer die Geräteleistung in der Hauptprüfung gemessen werden sollte,
d. h. denjenigen Prüfungen, die unter den vom Hersteller empfohlenen Betriebsbedingungen durchgeführt
wurden (Nennleistung, geringe Leistung usw.)

Für jeden in den fünf Wiederholungsprüfungen ermittelten Wert soll die durchschnittliche Rauchemission
0,1 g/h je 0,3 kW der korrespondierenden durchschnittlichen Wärmeleistung plus 5,0 g/h nicht übersteigen.

Weiterhin wird empfohlen, dass in den fünf einzelnen Messreihen keine einzelne Rauchmessung mehr als
50 % oberhalb des erlaubten Durchschnittswertes der Messreihe liegen sollte; jeder solche Wert wird einzeln
angegeben und in das rechnerische Mittel einbezogen.

Die optische Dichte des Rauches wird entsprechend den Prüfaufzeichnungen untersucht, um zu prüfen, ob
die Rauchemission in Verbindung mit dem durchschnittlichen Rauchwert innerhalb akzeptabler Grenzen bleibt
und die Emissionen während kurzer Perioden, zum Beispiel während der Nachfüll- oder Entaschungszeiten,
keine unzulässig hohen Werte erreicht.

Es sollte im Auge behalten werden, dass die in PD 6434 aufgestellten Standards als wünschenswerte
Begrenzungen der Rauchemission anzusehen sind, aber dass ein Verfehlen dieser Grenzwerte in allen
Punkten nicht notwendigerweise dazu führt, das Gerät abzulehnen. Jeder Fall wird von DEFRA entsprechend
den Leistungen beurteilt, unter Berücksichtigung jedes signifikanten Beitrags, den das Gerät auf saubere Luft
ausübt.

Im Allgemeinen muss die Prüfstation für den Fall, dass bei einem Gerät einige „gute“ und einige „schlechte“
Aspekte in seiner Leistung vorliegen DEFRA die bestmögliche Bewertung der Gesamtleistung des Produktes
übermitteln.

ANMERKUNG Sowohl beim Vergleich verschiedener Brennstoffe entsprechend BS 3841 als auch verschiedener
Geräte entsprechend PD 6434, sollte angemerkt werden, dass die Basis in Gramm je Stunde bei einer bestimmten
Wärmeleistung als ein geeigneteres Maß zur Bewertung der Verschmutzung angesehen werden als die Rauchemission
ausgedrückt als Prozentsatz der der Variation von Brennwerten und der thermalen Effizienz verfeuerten Brenstoffmasse
auszudrücken.

Zusätzlich und ergänzend zu den Laborprüfungen ist es übliche Praxis für einen DEFRA Repräsentanten,
Installationen am Einsatzort aufzusuchen, um die Rauchemissionen einer unter realen Bedingungen
laufenden Anlage zu begutachten. Unter Berücksichtigung der Laborwerte und der Begutachtung der im
Betrieb befindlichen Anlage wird DEFRA beurteilen, ob dem Minister eine Ausnahmegenehmigung zu
empfehlen ist.

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DIN SPEC 1101:2010-02
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A.3.4 Zusammenfassung von BS 3841 Rauchmessungsapparate

A.3.4.1 Elektrostatische Abscheider

Bild A.4 zeigt die allgemeine Anordnung des elektrostatischen Abscheiders und in Bild A.5 den elektro-
statischen Abscheider mit der Position oben auf dem Kamin, entwickelt für die häusliche Rauchmessung. Die
Masse des gesammelten Rauches wird ermittelt durch Wiegen des Abscheiders mit einer geeigneten Waage
am Anfang und Ende der Prüfdauer.

Der Abscheider wurde alternaiven Methoden der Rauchmessung vorgezogen, weil er die Partikel aus dem
während des Prüfens produzierten Abgasgesamtvolumen sammelte, eine hohe Sammeleffizienz bei kleinen
Partikeln, einen geringen Flusswiderstand hat und Stichprobenfehler verhindert.

Der elektrostatische Abscheider ist etwa 640 mm hoch und 360 mm im Durchmesser und wiegt etwa 8,5 kg.
Er besteht im Wesentlichen aus einer Wabenstruktur von 85 hexagonalen Aluminiumlegierungsrohren, die
eine große Fläche für die Rauchansammlung geben, mit einem rostfreien Stahldraht unter dem Zentrum jedes
Rohres. Wenn eine Spannung von 7 kV bis 8 kV von dem Rahmen der den Draht umgibt angestrebt wird,
entsteht ein „Kranz“ abgeleitet von Elektronen des Drahtes zu den geerdeten Rohren. Die Elektronen laden
die Rauchpartikel auf, die dann in das elektrische Feld eindringen entgegen der Rohroberfläche, wo der
Rauch enthalten ist. Verschiedene Hilfsmittel sind erforderlich für den Gebrauch des Abscheiders, inklusive
einer EHT-Anschlusseinheit und beider „heißer Räume“ oder einer großen Trommel mit alkalihaltigem Gel für
die Ablage des Abscheiders und Verminderung der Feuchtigkeitsabgabe.

Nach dem Gebrauch wird der Abscheider gereinigt, indem man zunächst mittels eines Hochdruckreinigers
den losen Feinstaub entfernt und dann mit der Eintauchung in ein Dichloromethan-Bad mit einer Wasser-
abdichtung. Das Lösemittel wird anschließend verdampft, wenn der Abscheider in einem gut belüfteten Ofen
bei etwa 100 °C erhitzt wird. Der Abscheider wird dann bis zur Verwendung gelagert entweder in einer
Trommel mit Silika-Gel oder in einem „Heißraum“ mit mehr als 30 °C betrieben, um zu verhindern, dass
Feinstaub an die Abscheideroberfläche gelangt.

Der Sicherheitsablauf muss beim Betrieb von Hochspannung und beim Handeln mit organischen Lösungs-
mitteln beobachtet werden.

A.3.4.2 Verdünnungstunnel

Die Verdünnungstunnel-Methode ermöglicht isokinetische Proben mehrerer Abgasanlagen über dem


Prüfschornstein. Das Abgas von oberhalb des Kamins ist gemischt mit Außenluft eines Verdünnungstunnels.
Eine Probe des verdünnten Gases wird durch die Probebahn entnommen, in der die Partikelmasse einem auf
70 °C temperierten Fieberglasfilter gesammelt wird. Die Masse des gesammelten Feinstaubes wird bestimmt.
Die Rauchemission wird in Gramm je Stunde berechnet, indem das Volumen des Gases und das Volumen
der Durchflussgeschwindigkeit des Tunnelgases gemessen werden.

Bild A.6 zeigt den allgemeinen Aufbau des Verdünnungstunnels und die Probebahn während Bild A.7 den
empfohlenen Aufbau des Gehäuses eines häuslichen Verdünnungstunnel-Filters aufzeigt.

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DIN SPEC 1101:2010-02
–– Vornorm –– CEN/TS 15883:2009 (D)

Legende
1 Sammelelektronen 8 Aufhängung der Federung
2 Randleiste 9 Spannungsfeder
3 Isolator 10 Geladene Elektroden (gefederter rostfreier Stahldraht)
4 Oberer Endrahmen 11 Hauptrahmen aus Aluminiumlegierung, hexagonales Rohr
(siehe Bild 2) an den Enden und an den gewölbten Endstücken
5 Unterer Endrahmen geschweißt (66 aus)
(siehe Bild 2) 12 6 4BA Durchgangsbohrungen verteilt auf 314,3 Lochkreis
6 Innere Aufhängung 13 Rohre ausgelassen von gemarkter (X) Position
7 Äußere Aufhängung

Bild A.4 — Allgemeine Anordnung des elektrostatischen Abscheiders

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Maße in Millimeter

Legende
1 Druckanschluss 5 Elektrostatischer Abscheider
2 Zum Gebläse und zur Außenluft 6 Zentrierring
3 Zugbegrenzer 7 Bodenplatte des Sicherheitskäfigs
4 Abzugshaube 8 Schornstein

Bild A.5 — Elektrostatischer Abscheider angebracht für die Rauchansammlung

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DIN SPEC 1101:2010-02
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Legende
1 Gebläse 10 Trockener Gaszähler
2 Abgas 11 Pumpe
3 Probenahmesonde 12 Durchflusskontrollventil
4 Beheiztes Filtergehäuse 13 Waschflaschen
5 Zusätzlicher Pitot-Anschluss 14 Anschluss-Rohr
6 Abgas 15 Zusätzlicher Pitot-Anschluss
7 Anzeige-Gasdurchflussmesser 16 Schornsteinaufsatz
8 Bereich der Probeentnahme 17 Schornstein
9 Anschluss für Temperatur-
messungseinheit

Bild A.6 — Allgemeiner Aufbau eines Verdünnungstunnel und Probebahn

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Legende
1 M12 Gewindeanschluss für 8 Ø 44 1,5 dicke perforierte Unterstützungs-
Düsenanschluss platte mit 109 Ø 2,2 abstandsgleiches Loch
2 Rostfreies Stahlrohr am scharfem Gewindegang
3 Verdünnungstunnel-Wand 9 Mit Gewinde
4 Dämmung 10 Ø 47 0,4 dick perforiert gefilterte Unterstüt-
5 Probenahmesonde zungsplatte mit Ø 0,55 abstandsgleiches Loch
6 Heizmanschette am scharfem Gewindegang
7 Oring-Abdichtung 11 Filter Ø 47
12 Thermoelemet

Bild A.7 — Empfohlener Aufbau des Gehäuses des Verdünnungstunnel-Filters

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Literaturhinweise

[1] EN 12619:1999, Emissionen aus stationären Quellen — Bestimmung der Massenkonzentration des
gesamten gasförmigen organisch gebundenen Kohlenstoffs in geringen Konzentrationen in Abgasen
— Kontinuierliches Verfahren unter Verwendung eines Flammenionisationsdetektors

[2] EN 13526:2001, Emissionen aus stationären Quellen — Bestimmung der Massenkonzentration des
gesamten gasförmigen organisch gebundenen Kohlenstoffs in Abgasen Prozessen, bei denen
Lösungsmittel eingesetzt werden — Kontinuierliches Verfahren unter Verwendung eines Flammen-
ionisationsdetektors

[3] Great Britain. Clean Air Act 1956. London: HMSO

[4] Great Britain. Clean Air Act 1968. London: HMSO

[5] Great Britain. Clean Air Act 1993. London: HMSO

[6] ISO 7504:2001, Gas analysis — Vocabulary

[7] ISO 9169:2006, Air Quality — Definition and determination of performance characteristics of an
automatic measuring system

[8] BS 3841-1:1994, Determination of smoke emission from manufactured solid fuels for domestic use.
General method for determination of smoke emission rate

[9] BS 3841-2:1994, Determination of smoke emission from manufactured solid fuels for domestic use.
Methods for measuring the smoke emission rate

[10] BS PD 6434:1969, Recommendations for the design and the testing of smoke reducing solid fuel
burning domestic appliances

[11] NS 3058-1, Enclosed wood heaters — Smoke emission — Part 1: Test facility and heating pattern

[12] NS 3058-2, Enclosed wood heaters — Smoke emission — Part 2: Determination of particulate
emission

[13] NS 3059, Enclosed wood heaters — Smoke emission — Requirements

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